bookmark_borderVon der Endlichkeit des "Neuland"s

Gehen wir ein­mal davon aus, das "Inter­net" sei ein Land.
Wir nen­nen es "Neu­land".
(Gab es schon 'mal als Name für das Inter­net, deswegen.)
Es habe ein Ter­ri­to­ri­um, Bewoh­ner, und eine Regierung.

Wie sähe das Land aus?
Wel­che Art von Regie­rung hät­te es?
Den­ken Sie gern wei­ter, es gibt noch viel mehr!

Wel­che Kon­se­quen­zen ergä­ben sich aus die­sem Gedankenspiel?

Fan­gen wir ein­mal mit der Nut­zung der Flä­che an:

Die Bewoh­ner brau­chen Platz um Häu­ser zu bau­en, gemein­schaft­lich genutz­te Objek­te zu errich­ten, Ver­kehrs­we­ge zwi­schen den Sied­lun­gen und zwar auf­ge­teilt in ver­schie­de­ne Grö­ßen­ord­nun­gen, die jeweils mehr oder weni­ger Ver­kehr auf­neh­men können.

Gleich­zei­tig wird Platz gebraucht um Fabri­ken zu errich­ten, um Boden­schät­ze zu schür­fen, um Ener­gie zu gewin­nen. Die Flä­chen für Was­ser­wer­ke, Abwas­ser­rei­ni­gung und Ent­sor­gung von Abfäl­len nicht zu vergessen.
Schließ­lich müs­sen die Men­schen im "Neu­land" essen und trin­ken, wol­len unter­hal­ten sein und viel­leicht auch ein­mal Urlaub genießen.

Schon aus die­sen weni­gen Annah­men wird klar:
Es ent­ste­hen Interessenkonflikte.
Je mehr für einen Zweck an Flä­che ver­braucht wird, desto weni­ger steht für ande­re Zwecke zur Ver­fü­gung. Mehr Wohn­flä­che redu­ziert so die Land­wirt­schafts­flä­che und die für Pro­duk­ti­on ande­rer Güter - und umgekehrt.

In sol­chen Fäl­len wer­den die Inter­es­sen dadurch aus­ge­gli­chen, dass die Regie­rung Regeln erstellt, die jeder Nut­zungs­art ein bestimm­tes Kon­tin­gent zur Ver­fü­gung stellt. Wird das unter Berück­sich­ti­gung aller Inter­es­sen gemacht sind Alle zufrie­den. Wer­den ein­zel­ne Grup­pen bevor­zugt behan­delt, so gibt es bald Ärger.

Neh­men wir wei­ter an die Regie­rung betreibt selbst alle Indu­strie und Land­wirt­schaft, erfüllt alle kom­mu­na­len Auf­ga­ben (sie­he oben) und betreibt auch noch die gemein­schaft­lich genutz­ten Einrichtungen.
Bei einem ste­ti­gen Wachs­tum all des­sen, was die Regie­rung betreibt, wür­de der Platz für die Bewoh­ner und ihre Bedürf­nis­se nach und nach weni­ger. Schließ­lich könn­te nur noch erwei­tert wer­den, wenn man die Bewoh­ner enger zusam­men­pfercht. Oder ihre Zahl redu­ziert. Dann aber brauch­te man wie­der weni­ger Ein­rich­tun­gen und Produktion.

Das gan­ze System kommt irgend­wann an sei­ne Grenzen.
Wie wür­de man eine sol­che Regie­rung im poli­ti­schen Spek­trum ansiedeln?
Wel­che Art von Regie­rung wäre das also?

Wir hät­ten eine dik­ta­to­ri­sche Plan­wirt­schaft, in der die Bewoh­ner arbei­ten, zah­len und recht­los sind.
Die Regie­rung schreibt vor was für sie gut und rich­tig ist, es gibt nur Aus­nah­men für der Regie­rung nahe ste­hen­de Per­so­nen und Betriebe.

Soweit das Gedankenmodell.
Nun über­tra­gen wir ein­mal auf das Internet. 

Die Regie­rung besteht aus meh­re­ren Groß­un­ter­neh­men, die so geschickt in Unter­ein­hei­ten auf­ge­split­tet sind, dass sie die Rege­lun­gen aus dem Kar­tell­recht unterlaufen.




Sie erschei­nen wie klei­ne­re Ein­zel­be­trie­be, arbei­ten aller­dings in einer Art erwei­ter­ter "Hol­ding" abge­stimmt mit­ein­an­der - zu ihrem Nut­zen. Sie ver­kau­fen die Iden­ti­tä­ten der Nut­zer, spie­len ihnen Wer­bung vor, bie­ten ihnen Waren an, unter­hal­ten sie mit Medi­en jeg­li­cher Art. Die Nut­zer haben kein Mit­spra­che­recht über die Art und Wei­se, wie das Inter­net genutzt wird. Das machen die weni­gen Gro­ßen unter sich aus. 

Die paar Auf­pas­ser, die die Ein­hal­tung der vor­han­de­nen Regeln über­wa­chen sol­len, wer­den mit spe­zi­el­len 'Unter­stüt­zun­gen' und Pri­vi­le­gi­en so zuge­schüt­tet, dass sie völ­lig ver­ges­sen ihre eigent­li­che ord­nungs­po­li­ti­sche Arbeit zu machen.

Wir Alle sind das Volk im Neuland.
Was wir tun sol­len ist klar: Konsumieren!
Was wir auf kei­nen Fall tun dür­fen ist: Fra­gen stellen.

Wo führt das hin?

Neu­land wird eines Tages voll sein von Ange­bo­ten und zwar so voll, dass für die Akti­vi­tä­ten der Bewoh­ner kein Platz mehr ist. Dann wer­den die Gro­ßen erkennen:

Sie haben selbst zer­stört was (einst) ihre Exi­stenz gewährleistete.


Wenn also - und damit kom­me ich zum eigent­li­chen Zweck die­ser gesam­ten Alle­go­rie - das Inter­net nur noch aus Wer­bung für irgend­et­was besteht, ist für Inhalt kein Platz mehr. Es wird nicht mehr lan­ge dau­ern. Schon heu­te sind die Sei­ten voll von Anzei­gen. Die angeb­lich auf die Kon­su­men­ten zuge­schnit­ten sind. Ein gerin­ger Teil viel­leicht - in Wahr­heit wer­den doch die mei­sten Anzei­gen auch den Men­schen gezeigt die nicht *Ziel­grup­pe* sind. Alles ein Riesenbluff.

 

Wenn das erst Mal vie­le generv­te Inter­net­nut­zer - und vor allem die Anzei­gen­kun­den, die für weni­ger 'aus­ge­such­tes' Publi­kum Jahr für Jahr höhe­re Beträ­ge ble­chen müs­sen, gewahr gewor­den sind, bin ich gespannt auf die Reaktion.

bookmark_borderHUAWEI & Congstar - ein Erfolgspaar

Am neu­en Wohn­ort habe ich weder sta­tio­nä­res Tele­fon noch kabel­ge­bun­de­nen D-Rou­ter - wozu auch, wenn sich das sehr viel preis­gün­sti­ger und mit glei­cher Qua­li­tät auf ande­re Art bewerk­stel­li­gen lässt.

Das Hua­wei E5577 [ohne Fir­men­lo­go wie in die­ser Abbil­dung, wenn man es selbst kauft; Grö­ße ca. 10×6 cm, 2 cm dick.] 4G Mobi­le Hot­spot ist zwar schon etwas älter, tut aller­dings mit unver­min­der­ter Lei­stung sei­nen Dienst. Hat man kein Gerät, dann besteht natür­lich die Mög­lich­keit es von cong­star zu bekommen.

Mit "cong­star" (Tele­kom-Toch­ter­un­ter­neh­men) habe ich einen Ver­trag "cong­star Homes­pot 30 flex" über 30 GB / Monat. Mit 14 Tagen Kün­di­gungs­zeit zum Monats­en­de und der Mög­lich­keit GB zuzu­bu­chen wenn das zuge­teil­te Kon­tin­gent nicht rei­chen soll­te. Das kostet zusätz­lich zu den 30 GB für 20 € noch­mal 10 € für 10 GB. Der Ver­trag kostet beim Abschluß ein­ma­lig eine Einrichtungsgebühr.

Um mei­nen Ver­brauch zu über­schau­en hat­te ich im Janu­ar (fast lücken­los) den täg­li­chen Ver­brauch notiert. Die fol­gen­de Abbil­dung zeigt das, die grün mar­kier­ten Ver­bräu­che sind über *hot­spot* per Mobil­te­le­fon weil das cong­star Ange­bot nur im Wohn­ort gül­tig ist - da war­te ich dar­auf, dass es das für die Nut­zung in der gesam­ten Repu­blik geben wird. Bei der Tele­kom ist es schon rea­li­siert - der Preis ist aller­dings unverschämt. 



Bis zum 27.01.2020 hat­te ich kumu­liert 27 GB ver­braucht - in etwa durch­schnitt­lich dem­nach 1 GB / Tag.

Sie­he auch → Früh-erTM war es ....

bookmark_borderWenn ich das früher gewusst hätte ....

Wis­sen sie, was die Kreu­zung zwi­schen dumbpho­ne und smartpho­ne ergibt?
Boringphone!
Bor­ing­Pho­ne
- The Mini­ma­list Smartphone

Das Bor­ing­Pho­ne ist ein Smart­phone, wel­ches über­flüs­si­ge und ablen­ken­de Apps per Soft­ware löscht und damit gegen die auf­stei­gen­de Smart­phone Sucht ankämpft.

Da habe ich mir noch vor ein paar Mona­ten mein One+one von Goo­gles Schnüf­fe­lei *befrei­en* las­sen .... und das hät­te ich jetzt ein­fach so 'von der Stan­ge' kau­fen können.

bookmark_borderAlles mobil ..?! ②

Die Deut­schen sind *Kre­dit­kar­ten­muf­fel*, und im inter­na­tio­na­len Ver­gleich schnei­den wir, was die Nut­zung von bar­geld­lo­ser Zah­lung angeht, immer schlecht ab. Nicht unbe­dingt in jeder Hin­sicht pas­send, denn Vor­sicht und Zurück­hal­tung ist gera­de bei sol­chen Geld­ge­schäf­ten gün­sti­ger als die­se *was-kostet-die-Welt*-Hal­tung bei­spiels­wei­se der Ame­ri­ka­ner, die dann auch fol­ge­rich­tig (je nach Umfra­ge) zu 45% der Bevöl­ke­rung zwi­schen einem bis vier Gehäl­tern in den roten Zah­len ste­hen und in einem Not­fall 400,- US$ nicht bar auf­brin­gen könnten. 

Der Bei­trag, aus dem der oben dar­ge­stell­te Text­aus­zug stammt, und den ich zur Lek­tü­re über die Ein­füh­rung von Bezahl­funk­tio­nen über Mobil­te­le­fo­ne nur wärm­stens emp­feh­len kann, beleuch­tet neben den Mög­lich­kei­ten die Fall­stricke einer sol­chen Bezah­lung. Genau­so wie es kei­ne 100%-ige Sicher­heit beim mobi­len Ban­king geben kann und wird - der Herr bloed­bab­b­ler hat dazu gera­de einen umfas­sen­den Arti­kel ver­öf­fent­licht - trifft das auf das bar­geld­lo­se Bezah­len am 'point-of-sale', also an den Kas­sen der Ein­zel­händ­ler zu. Wie ich vor ein paar Tagen schon beschrie­ben habe gibt es Geeks, die das immer zuerst haben und machen müs­sen. Es scheint mir gera­de die Abwick­lung über Mobil­te­le­fon noch viel unsi­che­rer, als es zuvor für Kre­dit- und Debit­kar­ten beschrie­ben wurde.

Die Argu­men­te für die ver­ab­schie­de­ten Ände­run­gen, die uns nun als Grund für die Umstel­lun­gen genannt wer­den, sind wie­der­um ein Bei­spiel dafür, wie die Poli­tik ihre Zie­le durch­setzt wenn es auf natio­na­ler Ebe­ne nicht funktioniert: 

Man lässt es die EU machen!

Hier also die EU wie­der als Buh­mann und als trei­ben­der Akteur zugleich, denn den Ban­ken ist nichts unan­ge­neh­mer, als ver­schie­de­ne (kun­den-, aber nicht ban­ken­freund­li­che) Syste­me par­al­lel vor­zu­hal­ten. Was ist da ein­fa­cher, als auf EU-Ebe­ne zu lobbyieren?

Letzt­lich läuft es wohl auf einen ganz ein­fa­chen Grund für all die Ände­run­gen beim Zah­lungs­ver­kehr [„Mobi­le Wal­let Col­la­bo­ra­ti­on“] hin­aus:

Irgend­wer hat ein Inter­es­se dar­an
den Zah­lungs­ver­kehr kom­plett bar­geld­los zu machen.

Es wäre schon ein selt­sa­mer Zufall - der der Lebens­er­fah­rung total wider­spricht - wenn das ohne jeg­li­che Absicht ein­fach so aus sich selbst her­aus ent­stan­den wäre. Nein, das sind ein­fach zu vie­le Zufäl­le auf einmal.

Arti­kel aus 2018 dazu → mobi­les bezahlen

bookmark_borderGuter Robot - Böser Robot ...?


 

Wohin man schaut:
Tech­ni­scher Fort­schritt und Minia­tu­ri­sie­rung. Das ist für sich genom­men bestimmt kei­ne Bedro­hung der mensch­li­chen Exi­stenz und vor allem birgt das, was wir bis­her sehen nur gerin­ge Ansät­ze zur Sor­ge die Com­pu­ter wür­den uns einst 'beherr­schen'.

Doch wie so oft trügt der Schein, bei genaue­rem Hin­se­hen ent­puppt sich das was wir als "Pro­gram­me" und "Apps" und die dahin­ter lie­gen­den Algo­rith­men sehen als sehr viel beein­träch­ti­gen­der für unse­re Gesell­schaft als gemein­hin ange­nom­men. Wie in dem obi­gen Bild­zi­tat ver­deut­licht wird.

Es darf aller­dings bezwei­felt wer­den, dass eine Poli­ti­ker­rie­ge wie sie uns der­zeit 'reprä­sen­tiert' dazu in der Lage sein wird die­se Zukunfts­auf­ga­be "Com­pu­ter­ethik" ange­mes­sen zu erle­di­gen. So lan­ge wir in den Rei­hen der Par­la­men­ta­ri­er - natio­nal und auf EU Ebe­ne - mehr Igno­ran­ten als Ken­ner der digi­ta­len Tech­nik und ihrer Pro­gram­mie­rung haben, wer­den eini­ge Weni­ge bestim­men wohin die Ten­denz geht .... und das wird bestimmt nicht zu Gun­sten von Mei­nungs­frei­heit, Frei­heit zu publi­zie­ren und per­sön­li­cher Frei­heit des Ein­zel­nen ausgehen.

bookmark_borderBlindShell - eine gute Idee wurde totkommerzialisiert ....

Unter dem Namen "BlindS­hell" gibt es seit Anfang des Jah­res 2016 ein spe­zi­ell pro­gram­mier­tes Mobil­te­le­fon (1. Gene­ra­ti­on), das die kom­ple­xen Fin­ger­ge­sten ("swipes" bzw. "wipes") ver­ein­facht. So kön­nen auch blin­de und extrem seh­be­hin­der­te Men­schen ein 'smart­phone' nutzen.
1.gen   1.gen
Die­se Ent­wick­lung wur­de zunächst auf seri­en­mä­ßig her­ge­stell­te und ver­kauf­te Tele­fo­ne auf­ge­spielt. Natür­lich gab es Beschrän­kun­gen der Nut­zung, z.B. konn­ten kei­ne zusätz­li­che Apps gela­den wer­den, weil sie nicht an die ver­ein­fach­te Bedie­nung ange­paßt sind. Die­ser Nach­teil war jedoch ver­schmerz­bar, denn allei­ne die Tat­sa­che nun ohne zu sehen ein 'smart­phone' benut­zen zu kön­nen ist schon eine beacht­li­che Ver­bes­se­rung für Blin­de und Seh­ein­ge­schränk­te, die zuvor ein sol­ches Tele­fon über­haupt nicht nut­zen konnten.
2.gen   2.gen
Bedau­er­li­cher­wei­se hat sich das Unter­neh­men aller­dings Anfang 2017 ent­schlos­sen für die zwei­te Gene­ra­ti­on "blinds­hell 2" ein flim­si­ges, emp­find­li­ches und aus dün­nem Pla­stik auf­ge­bau­tes Mobil­te­le­fon als Grund­la­ge für das in eini­gen Punk­ten ver­bes­ser­te Grund­pro­gramm und zusätz­li­che Gerä­te­fea­tures zu wäh­len. Waren die Tele­fo­ne der ersten Gene­ra­ti­on noch Seri­en­ge­rä­te von SAMSUNG [ober­ste Abbil­dung], so ist es nun ein Bil­lig­te­le­fon [unte­re bei­den Abbil­dun­gen] eines nicht näher offen­ge­leg­ten chi­ne­si­schen "No-name" Herstellers.

So ver­ständ­lich es ist, wenn die Her­stel­ler­fir­ma sich einen preis­wer­te­ren Lie­fe­ran­ten sucht, so unver­ständ­lich ist es, wenn dabei ein min­der­wer­ti­ges Gerät für eine pfif­fi­ge Soft­ware gewählt wur­de. Gera­de bei blin­den und seh­ge­schä­dig­ten Men­schen fällt schon mal etwas her­un­ter. Des­we­gen soll­te das Tele­fon das ohne grö­ße­ren Scha­den zu neh­men aus­hal­ten. Das dün­ne Pla­tik­ma­te­ri­al für Rück­wand und Scha­le scheint mir dafür völ­lig ungeeignet ....


Bei der lan­gen Liste von Spon­so­ren dürf­te Geld für die Fort­ent­wick­lung des Pro­gram­mes nicht das Pro­blem sein - die 'neue Gene­ra­ti­on' aller­dings riecht ver­däch­tig danach, dass es hier zuerst um mehr Pro­fit und weni­ger um die Aus­wei­tung einer guten Idee geht.
Dafür spricht gleich­sin­nig die Erhö­hung des Prei­ses von 299,- €uro auf nun­mehr 349,- €uro. Eine Stei­ge­rung von ca. 15% inner­halb eines Jah­res. Mutig, mutig, da wird wohl auf zuneh­men­den Lei­dens­druck bei den poten­ti­el­len Nut­zern gesetzt um noch etwas mehr her­aus zu pressen ....

Links
Her­stel­ler­sei­te: www.blindshell.com
Bedie­nung: https://www.blindshell.com/de/programm/programmbedienung
Test / Bespre­chung: http://www.incobs.de/tests/items/blindshell2.html
Video (1. Gene­ra­ti­on): https://www.youtube.com/watch?v=HTEc-OdkJ5M
Video (2. Gene­ra­ti­on): https://www.youtube.com/watch?v=IEMEbVoIwpc


 

bookmark_borderMindestens eine Ratte hat schon das sinkende Schiff verlassen* ....

det

Es war in allen Gazet­ten zu lesen und den Fern­seh­nach­rich­ten zu sehen:
Piëch ver­kauft, er trennt sich von sei­nen Antei­len.

Die deut­sche Auto­mo­bil­in­du­strie hat die Zei­chen der Zeit fehl­ge­deu­tet und sich zu lan­ge auf ihren 'Lor­bee­ren' aus­ge­ruht. Ver­har­ren in alten Bah­nen und Risi­ko­scheu, Über­le­gen­heits­ge­füh­le, der Ver­lust an 'Boden­haf­tung', sat­te Zufrie­den­heit und fet­te Tan­tie­men - das hat die Inno­va­ti­ons­freu­dig­keit nicht nur bei VW / Porsche/ Audi in Bah­nen gelenkt die in der sich ver­än­dern­den Welt kei­nen Bestand mehr haben werden.

Was mit pfif­fi­gen Ideen und Enga­ge­ment geschafft wer­den kann bewei­sen seit eini­ger Zeit in Aachen die Mit­ar­bei­ten­den einer Uni­ver­si­täts­aus­glie­de­rung:

Der "Streets­coo­ter" wird mitt­ler­wei­le - nach­dem das Unter­neh­men von der Post gekauft wur­de - in Serie gebaut und die Pro­duk­ti­on könn­te noch ver­drei­facht werden.

Nun bin ich sehr gespannt wie das wei­ter­geht. Im PKW-Bau mit Elek­tro­an­trieb sind die deut­schen Auto­bau­er schon abge­hängt, jetzt macht ihnen ein klei­nes 'start-up' den Trans­por­t­er­be­reich strei­tig .... und nur von Staats­ka­ros­sen und Pre­sti­ge­fahr­zeu­gen wird in einer Zeit wach­sen­der Emis­si­ons­be­schrän­kung kein Blu­men­topf mehr zu gewin­nen sein.

* Rede­wen­dung "Die Rat­ten ver­las­sen das sin­ken­de Schiff"

bookmark_borderEin wenig wahrgenommener Skandal

Wenn frü­her ein Alt-Poli­ti­ker nach Brüs­sel abge­scho­ben wur­de - damit er kei­nen Scha­den mehr im Inland anrich­ten konn­te - war das meist nicht sehr gefähr­lich. Im Zeit­al­ter des Inter­nets hat sich das gewan­delt. Beson­ders schwer­wie­gend ist es im Fall des Herrn Oet­tin­ger, unse­rem 'ahnungs­lo­sen, dafür aber akti­ven' Schwa­ben in Brüs­sel .... "hei­se" sagt dazu:

" .. Seit 2014 ist Gün­ther H. Oet­tin­ger "EU-Kom­mis­sar für Digi­ta­le Wirt­schaft und Gesell­schaft". Das ist gut für die Wirt­schaft, aber schlecht für die Gesell­schaft, wie sich immer deut­li­cher zeigt. Oet­tin­ger gilt in Brüs­sel als regel­recht Lob­by-hörig – was Trans­pa­ren­cy Inter­na­tio­nal inzwi­schen sogar empi­risch nach­ge­wie­sen hat. Vom Start weg ließ sich der fach­lich kaum bewan­der­te Digi­tal­kom­mis­sar wenig von Exper­ten bera­ten, viel­mehr lausch­te er Ein­flü­ste­rern der Kon­zer­ne, bei­spiels­wei­se beim The­ma Netzneutralität .. "

bookmark_borderVom Nachdenken

Tag­täg­lich sit­zen Aber­tau­sen­de von Inge­nieu­ren über ihren Plä­nen, Zeich­nun­gen und Zah­len­ko­lon­nen, sie erpro­ben in Labo­ren und Frei­land­ver­su­chen, ver­bes­sern, ver­fei­nern, justie­ren nach .... und schließ­lich kommt es auf den Markt, das gut durch­dach­te, per­fekt funk­tio­nie­ren­de und siche­re Ergeb­nis all die­ser Bemühungen.

Dann erreicht es die 'durch­schnitt­li­che' Hausfrau.
Oder den 'durch­schnitt­li­chen' Haus­mann, heutzutage.

Was pas­siert dann?

Alle Mühen die in den Pro­duk­ten stecken sind hinfällig.
Theo­rie trifft Praxis.
Pla­nung trifft Intuition.
Bedacht­sam­keit trifft Improvisation.

Ken­nen Sie die­se Kör­be, die in Spül­ma­schi­nen für das Besteck vor­han­den sind?
Bestimmt, denn mehr als zwei Drit­tel aller deut­schen Haus­hal­te ver­fü­gen über ein sol­ches Gerät.

Die­se Kör­be ste­hen exem­pla­risch für all das Inge­nieur­wis­sen- und pla­nen, das wei­ter oben beschrie­ben ist. 

Zugleich steht es für die völ­li­ge Nutz­lo­sig­keit all die­sen Auf­wan­des - denn was die Benut­zer damit machen ist nicht das, was die Inge­nieu­re geplant haben. Wie bei den Besteckkörben.

Um Sie nicht zu lang­wei­len neh­me ich nur einen klei­nen Teil die­ser Besteck­kör­be heraus:
Es gibt dort Fächer die tie­fer, also höher, ande­re die fla­cher sind.
War­um wohl?
Damit man beim Lee­ren der Maschi­ne nach Tee­löf­feln nicht in den tie­fe­ren Fächern suchen muß, weil sie so kurz sind, dass sie dar­in völ­lig ver­schwin­den. Die gehö­ren daher in die fla­che­ren Fächer. Soweit die Theorie.

Was aber machen Haus­frau und Hausmann?

Sie grei­fen das Besteck, das schmut­zi­ge Bün­del, das vor­her auf der Spü­le ange­häuft wur­de, und wer­fen es ohne jede Dif­fe­ren­zie­rung ein­fach so in den Besteckkorb ....
Schimp­fen womög­lich noch dabei, wenn ein gro­ßer Löf­fel oder ein Vor­le­ge­teil wie­der her­aus­fal­len, weil sie in den fla­che­ren Korb­teil gera­ten - und dafür ja ganz objek­tiv zu lang sind.

So wer­den inten­si­ves Bemü­hen unzäh­li­ger Inge­nieu­re über vie­le Jah­re und unter gro­ßem Auf­wand gewon­ne­ne Opti­mie­run­gen in Sekun­den­bruch­tei­len hin­fäl­lig, total über­flüs­sig, keh­ren sich gar ins Gegen­teil um.

Ver­ste­hen Sie nun, war­um es immer mehr Juri­sten, Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler und Leh­rer gibt?

Nicht?
OK, dann schau­en Sie sich mal das soge­nann­te "Flu­sen­sieb" ihrer Wasch­ma­schi­ne an.
Jaa-ha, sowas gibt es dort!
Und Sie wer­den sehr erstaunt sein, was man dar­in alles findet ....

bookmark_borderNur Bild & Ton
Vom schleichend sich erweiternden Analphabetismus

  • " .. Es man­gelt rund 7,5 Mil­lio­nen Deut­schen zwi­schen 18 und 64 Jah­ren in gro­ßem Maß an Schrift­spra­che­kennt­nis­sen. Genau­er: Knapp fünf Mil­lio­nen kön­nen nur ein­zel­ne, kur­ze Sät­ze lesen und schrei­ben, wei­te­re zwei Mil­lio­nen kom­men über ein­zel­ne Wör­ter nicht hin­aus, und etwa 300 000 Men­schen schei­tern selbst dar­an. Sie alle gel­ten zumin­dest als funk­tio­na­le Analpha­be­ten .. " [Quel­le]
  • " .. Fast ein Zehn­tel der Men­schen in Deutsch­land sind funk­tio­na­le Analpha­be­ten .. " [Quel­le]
  • " .. Bei wei­te­ren 13 Mil­lio­nen Men­schen oder 25,9 Pro­zent der erwerbs­fä­hi­gen Bevöl­ke­rung tritt feh­ler­haf­tes Schrei­ben selbst bei gebräuch­li­chen Wör­tern auf .. " [Quel­le]
  • " .. Die Zahl der Feh­ler pro 100 Wör­ter stieg von durch­schnitt­lich sie­ben im Jahr 1972, auf zwölf im Jahr 2002 und dann noch ein­mal auf 17 Feh­ler im Jahr 2012. Das ist inner­halb von vier­zig Jah­ren mehr als eine Ver­dop­pe­lung der Feh­ler­quo­te. .. " [Quel­le]

Es ist nicht zu leugnen: 
Selbst in einem so hoch ent­wickel­ten Land wie unse­rem gibt es Analpha­be­ten, mehr männ­li­che als weib­li­che, und inter­es­san­ter­wei­se sind sie über­wie­gend berufstätig. 

Die bereits 'erkann­ten' Analpha­be­ten sind erst der Anfang. Denn wir sind auf einer Abwärts­spi­ra­le was das "sinn­erfas­sen­de Lesen von Text(-en)" angeht. 

Geprägt von Wer­bung und Comics, Com­pu­ter­spie­len und Musik, die ohne die dahin­ter lie­gen­den Bil­der nichts­sa­gend und unver­ständ­lich wäre, und von der aus­ufern­den Nut­zung der soge­nann­ten "smart pho­nes", ent­wickelt sich der visu­el­le Kanal zum wich­tig­sten Infor­ma­ti­ons­dienst des moder­nen, medi­en­nut­zen­den Men­schen. Aller­dings nicht in Form von Text und Spra­che, son­dern in Form von Bild & Ton.

Schau­en wir ein­mal zurück:
Wur­den bei der Ein­füh­rung von "sms" noch ver­ständ­li­che Sät­ze for­mu­liert, so ver­än­der­te sich der Text immer mehr zu Kür­zeln. Ent­ge­gen der damals ver­tre­te­nen Auf­fas­sung eini­ger Päd­ago­gen, das sei eine Jugend­er­schei­nung, die sich spä­ter wie­der aus­glei­chen wer­de, scheint es doch Spu­ren bei der Alpha­be­ti­sie­rung hin­ter­las­sen zu haben - wie sonst wären die stei­gen­den Zah­len von Analpha­be­ten zu erklären?

Wer­be­bot­schaf­ten stel­len ver­kürzt das dar, was der Kon­su­ment über ein Pro­dukt wis­sen soll. Da braucht es nicht viel Text, da braucht man nur eini­ge Bil­der, die Emo­tio­nen anspre­chen. Text ist da eher im Wege.

Die Poli­tik hat den Zug der Zeit erkannt: Pro­gram­ma­tik ist etwas für Hin­ter­zim­mer, dem Sou­ve­rän, den Wäh­lern, wirft man Satz­fet­zen und Slog­an­frag­men­te, viel­leicht noch hier und da sogar einen kom­plet­ten, dann aber völ­lig sinn­be­frei­ten Satz vor.

Der 'Sie­ges­zug' eini­ger Kid­die- und Jugend­blogs, die weit­ge­hend davon pro­fi­tie­ren puber­tie­ren­den Kin­dern die Seg­nun­gen der Kos­me­tik- und Beklei­dungs­in­di­strie - sozu­sa­gen von Teen zu Teen - nahe zu brin­gen und sie zum Kauf bestimm­ter Mar­ken zu bewe­gen, sind ein bered­tes Bei­spiel dafür.

"twit­ter" - ein soge­nann­ter Kurz­nach­rich­ten­dienst - wäre ohne Bil­der zu eini­gen tweets höchst lang­wei­lig. Denn wenn auch Bon­Mot auf Bon­Mot folgt, die Poin­ten nur so ras­seln und in der Kür­ze ja sowie­so die Wür­ze liegt, die paar Zei­chen rei­chen tat­säch­lich und objek­tiv nicht zum Aus­tausch von ver­ständ­li­chen Argu­men­ten aus. Auch dort reicht es wie­der nur zu paro­len­haf­ten Kür­zeln und Flos­keln.
{Der Herr Patho­lo­ge wird mir den vor­her­ge­hen­den Satz sicher ver­zei­hen}
.

Seit Jahr­tau­sen­den gel­ten die Fer­tig­keit zu schrei­ben und Geschrie­be­nes zu lesen als wesent­li­che Kul­tur­stu­fe, von der an sich Gesell­schaf­ten auf die­sem Pla­ne­ten ent­wickelt haben. Wir sind auf dem besten Wege das Bei­des abzu­schaf­fen. Es durch Bil­der zu erset­zen. Selbst Bil­der sind nicht mehr für sich genom­men aus­sa­ge­fä­hig, man muß viel­fach den Zusam­men­hang ken­nen um den Inhalt zu ver­ste­hen - sie­he Vide­os zu aktu­el­ler Jugendmusik.

Die­se Belie­big­keit der Aus­sa­ge wird noch ver­schärft wenn man an die Mög­lich­kei­ten denkt die Daten zu mani­pu­lie­ren. Wem gehö­ren die Daten und wer kann sie über­haupt ver­än­dern? Was ist Wahr­heit in der Form von Daten­ban­ken, im Zeit­al­ter von Algo­rith­men, die anstatt des Men­schen die Aus­wahl und Ein­schät­zung von Per­son und Per­sön­lich­keit vornehmen.

Der anhal­ten­de Trend zur Nut­zung elek­tro­ni­scher Maß­nah­men als Ersatz für phy­sisch vor­han­denn Zugangs­sy­ste­me, die Video-Dar­stel­lung des Aus­packens einer gekauf­ten Ware als Unter­hal­tung (?) - auch das Bei­spie­le einer irre­ge­lei­te­ten Ent­wick­lung weg von Spra­che und Ver­ant­wor­tung .... die Com­pu­ter wer­den es schon richten.

Oder neh­men wir den Trend zum selbst­fah­ren­den Auto - wer braucht dann noch Ver­kehrs­re­geln ler­nen? Wie­der ein Feld in dem Spra­che über­flüs­sig wird. Wie übri­gens auch gan­ze Berufs­zwei­ge, man den­ke an Spe­di­tio­nen und Taxi­un­ter­neh­men und deren Bedienstete.

Wir wer­den Gene­ra­tio­nen auf die­sem Pla­ne­ten haben, die es nicht mehr nötig haben wer­den selbst lesen und schrei­ben zu kön­nen, es reicht wenn sie eini­ger­ma­ßen ver­ständ­lich SAGEN kön­nen was ihr der­zei­ti­ges Begehr ist, ihr All­tag wird sowie­so von Com­pu­tern struk­tu­riert sein. 

Zugleich sind die vor­ge­nann­ten Berei­che ohne Lese­not­wen­dig­keit ein Bei­spiel, wie immer weni­ger intel­li­gen­tes Han­deln von Men­schen ver­langt wer­den wird. Klar, es braucht eine dün­ne Intel­li­genz­schicht die die Com­pu­ter steu­ert und als Reser­ve da ist, wenn ein­mal die Elek­tro­nen ver­rückt spielen.

Wenn wir es dar­auf ankom­men las­sen wer­den selbst die Intel­li­genz­ler sich eines Tages über­flüs­sig gemacht haben: Sie wer­den sich selbst pro­gram­mie­ren­de & ver­bes­sern­de Com­pu­ter erschaf­fen haben und damit über­flüs­sig, über­flüs­si­ger geht gar­nicht, weil die Rechen­ka­pa­zi­tät ein Viel­fa­ches des­sen aus­macht was der Mensch in glei­cher Zeit­ein­heit an Pro­gramm oder Ana­ly­se zu schrei­ben (!) in der Lage wäre.

Wehe, wehe, wenn es dann ein­mal einen "black­out" oder Com­pu­ter­fehl­ein­schät­zun­gen gibt - da heißt es daten­nmä­ßig anonym zu sein oder der Daten­ma­ni­pu­la­ti­on fähig .... das ist eine bedrücken­de Zukunft, die wir da kom­men haben.

sw

bookmark_borderWe're sorry - your connection has expired ....
Entschuldigung - Ihre Internetverbindung ist abgelaufen ....

.
Es ist nicht leicht objek­ti­ve Daten zu den Kosten einer Inter­net­ver­bin­dung zu errech­nen - vie­le Anbie­ter, vie­le Tarif­va­ri­an­ten, noch mehr Bedin­gun­gen im Klein­ge­druck­ten. Die­se müh­sa­me Arbeit haben jetzt für das ver­gan­ge­ne Jahr wie­der eini­ge Wis­sen­schaft­ler über­nom­men. Was als Ergeb­nis her­aus­kam ist im Aus­zug unten abge­bil­det. Zwei von meh­re­ren Dia­gram­men, die schon einen Ein­druck ver­mit­teln wo das Inter­net preis­wert und schnell, wo teu­er und lang­sam ver­füg­bar ist.

Riga, Amster­dam, Buka­rest vor Berlin!
Dan­ke, Tele­kom, Voda­fone, Telefonica ....


x°°y°

 
x°°y°

 

[Quel­le der Abbildungen] 



 
Ich emp­feh­le den Ori­gi­nal­text abzu­ru­fen und durch­zu­le­sen, da ich hier natür­lich nur einen klei­nen Aus­schnitt bespro­chen habe.