Die Positionierung der Ärzteschaft zur Suizidassistenz soll geprüft werden, so beschloß es auf dem 127. Deutschen Ärztetag die Versammlung.
Zitat
".. solle einerseits betont werden, dass die Mitwirkung bei der Selbsttötung von Menschen grundsätzlich keine ärztliche Aufgabe ist. Andererseits solle festgeschrieben werden, dass sie im Einzelfall bei schwerer oder unerträglicher Erkrankung nach wohlabgewogener Gewissensentscheidung zulässig ist .."
Damit folgt der Beschluß einem zuvor bereits erstellten Papier des Ethikrates "Ethikexperten gegen gesetzliche Regelung zur Suizidbeihilfe".
Zitat aus der Veröffentlichung des Ethikrates (dem ich nicht in allen Argumenten zustimme!):
".. Für eine bundesgesetzliche Regelung bestehe kein Bedarf, schreiben die Ethikexperten. Suizidwillige hätten mittlerweile ausreichend Möglichkeiten, um ihren Sterbewunsch mit Hilfe Dritter durchzusetzen .."
Na ja, Ethikrat, *ausreichend Möglichkeiten* ist bestimmt eine grobe Fehleinschätzung.
Döpfner, weiland Chef bei Springer und (mindestens mit-)verantwortlich für manche *Reportage*, die es mit den Persönlichkeitsrechten anderer Menschen nicht so genau nahm und so manche Existenz zerstörte ist jetzt *Opfer*. HÄ?
Betroffen sein verschiebt die Sichtweise, alles ist plötzlich anders:
Der Herr Döpfner reagiert pikiert, gar betroffen, völlig verständnislos deswegen, weil man seinen privaten Schrift- und anderen (!) Verkehr in die Öffentlichkeit zerrte. Wie die NZZ berichtet wird es deswegen beim Presserat ein Verfahren gegen die "ZEIT" geben, die den ansonsten nicht zimperlichen Herrn Döpfner seinen eigenen Brei hat fressen lassen.
Eine Überreaktion ansichtlich der mannigfachen Zerstörung von Menschen, deren sich die Springerpresse erbarmungslos *angenommen* hat. Zugleich ein Hinweis darauf, wie skrupellos diese Mitarbeitenden in manchen Blättern sind: Wenn sie derart - selbst betroffen - aufheulen, dann erkennt man doch wie schäbig ihr Handeln war. Denn Sie sind sich der Bedeutung ihrer Aktionen sehr wohl bewusst gewesen.
Ein Klimareferent, Stefan Hentrich, der mit Klimaleugnern zusammenarbeitet? Wahrscheinlich ist nicht allein für den unverständlichen Kurs der FDP in Sachen Klimawandelpolitik verantwortlich - dennoch steht er mindetens als abschreckendes Beispiel für Ignoranz gegenüber überwältigenden wissenschaftlichen Beweisen am Pranger bei frontal und CORECTIV [Siehe → *.pdf-Datei].
Haben Sie sich schon einmal gefragt wo der Herr Oettinger geblieben ist nachdem er erst in Baden-Württemberg¹, dann in der gesamten Bundesrepublik² und später als EU Kommissar³ [Energie-, Digital- und Haushaltskommissar] soviel Unheil angerichtet hat?
Er ist jetzt "Berater" beim rechts-national-faschistischen Möchtegern-Diktator Orban in Ungarn.
Gleich und gleich gesellt sich gern - sagt der Volksmund!
Seit ich nach 2009 ein paar Jahre in Folge häufiger für mehrere Monate in Spanien zugebracht habe, zuerst ganz im Süden in Tarifa, später nördlich von Malaga und zuletzt in der Bucht von Valencia, genauer rund um Gandia, der fünftgrößten Stadt in Spanien, festigte sich mein Bild von dem, was China so im Westen treibt.
Es gibt in Spanien unzählige von Chinesen betriebene Mini-Läden mit all dem billigen Tand des täglichen Gebrauchs, von der Tischdecke über Geschirr, zu Elektrokleingeräten, bis zur Ausstattung für Strandbesuche. Die schiere Zahl und deswegen die Dichte dieser Läden kann sich wirtschaftlich nicht rechnen. Selbst wenn man unterstellt die Betreiber seien Familien deren Mitglieder zahlreich und bereit seien und die fast zum Nulltarif zu arbeiten kann wegen der Mietpreise und den sonstigen Kosten und Abgaben bei den geringen Preisen der Produkte und dem Konkurrenzdruck ein solcher Laden sich nicht rentieren.
Woher also - so fragte ich mich oft - kommt das Geld die Läden trotzdem zu betreiben und welche Motivation steckt dahinter?
Das habe ich mit anderen Campern besprochen denen diese Läden völlig normal - und erfreulich billig - erschienen. Ungläubig wurde ich stets angesehen wenn ich andeutete, das müsse die *Fünfte Kolonne* des chinesischen Geheimdienstes sein und die Shopbetreiber allesamt Bedienstete des chinesischen Staates. Zu gut ausgebildet für Jobs wie den Verkauf in solchen Mini-Läden, denn viele sprachen Spanisch perfekt und oft noch Französisch und Englisch.
Diese Überqualifikation war aus meiner Sicht der deutlichste Hinweis auf einen geheimdienstlichen Hintergrund der Anwesenheit in solche Dichte.
Nun gibt es Hinweise, die meinen Verdacht erhärten, denn in Deutschland wurden Netzwerke entdeckt, die auf kommunale Politik unmittelbar und mittels Einfluß auf einzelne Politiker ausüben.
Wer hat sie nicht schon gelesen, die Floskel ".. Information unter der Bedingung von Anonymität .."?!
Das wird bei uns weniger gebraucht, denn 'Hörensagen' hat nur unter ganz bestimmten Bedingungen eine Berechtigung. Zitat:
".. according to a person familiar with the company’s thinking who spoke on the condition of anonymity to disclose corporate discussions .." sowas liest man gemeinhin eher in US Blättern, die immer darauf bedacht sind Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.
Quellenschutz ist für die Presse bedeutsam, denn ohne 'Quellen' gibt es keine Insiderinformationen, und ohne die keine Informationen, die VOR den Mitbewerbern in die Öffentlichkeit getragen werden können. *Zuerst* zu publizieren bedeutet hingegen als 'aktueller' wahrgenommen zu werden .... und das bessert den Verkaufserfolg für Werbung.
Die Versuchung da ein wenig zu schummeln scheint mir doch sehr groß, denn ".. der übermäßige Gebrauch anonymer Quellen untergräbt die Glaubwürdigkeit bei den Lesern ..“ [".. overuse of anonymous sources erodes credibility with readers .."]
Ähnliche Formulierungen:
- who spoke on condition of anonymity because he said he did not want to get on the wrong side …
- he spoke on condition of anonymity in line with the agency's policy …
- spoke on condition of anonymity because the investigation is ongoing …
- discussed the incident on the condition that they not be named …
Portugals Parlament billigt aktive Sterbehilfe.
Es ist der fünfte Anlauf, der nun nicht mehr von einem Veto ausgebremst werden kann.
Lesen Sie die vollständige Information dort → aerzteblatt Ausland
Auszug / Zitat:
".. Gegen die Entkriminalisierung der aktiven Sterbehilfe unter streng definierten Bedingungen votierten diesmal unter anderem die meisten Abgeordneten der stärksten Oppositionsfraktion, der konservativen PSD, sowie auch die Vertreter der rechtspopulistischen Partei Chega ..".
Wie überall, die Konservativen und die Rechten, beide können es nicht vertregen wenn etwas anders geregelt wird als ihre Dogmatik hergibt ....
Der Arbeitskreis Selbstbestimmtes Sterben Oldenburg teilt mit folgende Nachricht am 04.05. erhalten zu haben:
Moin,
falls noch nicht bekannt, möchte ich heute auf eine Veranstaltung aufmerksam machen, die am 17.05.23 um 18.30 Uhr in Bremen (Domskapitelhaus, Domsheide 8) stattfindet und der es um die neue Sterbehilfegesetzgebung gehen wird.
Veranstalterin ist die Bremer Landeskirche. Eingeladen ist die Bremer Bundestagsabgeordnete Dr. Kirsten Kappert-Gonther (Die Grünen), die eine starke Verfechterin des Gesetzgebungsentwurfs ist, der die Sterbehilfe wieder unter Strafe stellen will. Es wäre schön, wenn viele Menschen, die das selbstbestimmte Sterben für ein zu bewahrendes Gut halten, das nicht durch die Keule des Strafrechts eingeschränkt werden soll, an dieser Veranstaltung teilnehmen. Würde mich freuen, wenn viele dabei wären!
Hier ein paar Infos zu der Meinung der Landeskirche:
Besten Gruß
Peter Boesel
Aurich
Unter folgenden Link gibt es nähere Informationen zu der Veranstaltung
Es ist meiner (Habbo Schütz') Ansicht nach sehr beschämend für die Evangelische Landeskirche Bremen, eine Abgeordnete einzuladen, die sich für einen verfassungswidrigen Paragraphen stark macht. Die Haltung der Bremer Landeskirche ist in dieser Hinsicht extremistisch und tritt unsere freiheitliche Grundordnung mit Füßen. Christentum und Selbstbestimmung müssen sich meiner Meinung nach nicht ausschließen.
Daher werden wir als Arbeitskreis nach Bremen fahren. Wie Herr Boesel es auch formuliert hat, ist es gut, wenn nicht nur „christlich-untertänige Ja-Sager“ an der Veranstaltung teilnehmen, sondern auch möglichst viele freiheitsliebende Menschen wie wir. Innerhalb der Kirchen gibt es liberal-denkende Menschen wie uns, und die Kirchenoberen müssen begreifen, dass ihre dogmatischen Ansichten an denen der Basis komplett vorbeigehen.
Es ist somit kein Wunder, dass die Menschen der Kirche weglaufen, wenn solche mittelalterlichen Ansichten von den Kirchenvätern gepredigt werden.
Ich (W. v. Sulecki, Blogbetreiber) möchte hier noch hinzufügen, dass es in Bremen eine unselige Verwebung zwischen Politik und Kirche gibt [Bremen: Eine Hochburg der Evangelikalen]. Kein Politiker der nicht der Kirche angehört wird ein Amt bekleiden und es sind einige wenige Familien die das öffentliche und spirituelle Denken und Leben im Stadtstaat bestimmen.
Nicht nur die Evangelikalen haben Rückhalt und Einfluß, durch ein Konkordat gibt es mit Bremen eine bindende Vereinbarung [*.pdf Datei] mit der Katholischen Kirche.
Andererseits gibt es einen Artikel aus 2019 im Weserkurier mit dem Titel "Tausende Austritte; Bremer Kirchen laufen Mitglieder davon;
Immer mehr Menschen kehren den beiden großen Kirchen in Deutschland den Rücken - auch in Bremen. Katholiken und Protestanten suchen nach Antworten. 19.07.2019, 07:03 Uhr"
Abschließend möchte ich noch auf eine Veröffentlichung verweisen die sich der Frage "Wer bezahlt was für Kirchen und Amtsträger?" nachgeht → "Staat zahlt Kirchengehälter" Der Eindruck der Bevölkerung die Kirchen bräuchten die Kirchensteuer für die Bezahlung ihrer sozialen Dienste ist falsch, und selbst die Amtsträger werden vom Staat - auch von ausgetretenen Kirchenmitgliedern (!) bezahlt.
All das geht auf das Jahr 1803 zurück - und es ist ein Skandal, dass immer noch Jahr für Jahr Milliarden an die Kirchen bezahlt werden für etwas, das davor, also vor mehr als 220 Jahren, ihnen gehörte.
Oft habe ich mich schon gefragt was das für Menschen sind, die sich bei diesen trash-Sendungen wie "Big Brother" rekrutieren lassen, monatelang aus ihrer normalen Tätigkeit aussteigen, und sich irgendwo in so-genannten Dschungelcamps für bis zu drei Monate (?) Tag und Nacht per Kameras bei allen Lebensumständen, Sex, und dem Essen von abscheulichen, ekeligen Substanzen beobachten lassen.
Per Zufall bin ich bei youtube (einem Link folgend) auf eine dieser Personen gestoßen.
Es war der Gewinner im Jahre 2010, der nun eine Karriere ganz anderer Art anstrebt.
Was er zwischen jetzt und damals so gemacht hat versuchte ich zu recherchieren. Mit wenig Erfolg. Allerdings, es kam heraus was er nun macht. Er ist - staunen Sie ruhig, es ist völlig verständlich:
Veganer Ernährungsberater und Student für Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)
[Hervorhebungen absichtlich gesetzt]
Wenn Sie häufiger hier lesen wissen Sie:
Das Wort "Phytotherapie" triggert mich, es führt dazu weitere Informationen zu suchen und wenn dann noch "Ernährungsberater" dazu kommt läßt es mir keine Ruhe. Nicht bis ich ALLES gefunden habe, was ein komplettes Bild dieses 'Studenten' und seines 'Studiums' aus den Einzelheiten erkennbar macht.
Nun bin ich kein verbissener Feind der Phytotherapie, sofern die eingesetzten Pflanzen - oder Teile davon - gründlich untersucht, standardisiert und zweckmäßig verpackt sind. So, daß eine dem Krankheitsbild angemessene Dosierung erfolgen kann.
Das schließt beispielsweise eine eigene Sammlung dieser Grundstoffe schon in den meisten Fällen aus. Es sei denn, es gibt statistisch gesicherte Angaben, wieviel von welchen Wirkstoffen durchschnittlich an den üblichen Standorten enthalten sind.
Standardisierung bedeutet: Man arbeitet die Pflanzen so auf, dass eine genau bestimmte Menge an Wirkstoff vorhanden ist. Das ist deswegen wichtig, damit eine zu hohe Dosis verhindert wird, denn die Wuchsbedingungen können zu sehr schwankenden Wirkstoffmengen führen.
Gibt es so etwas nicht ist von eigener Sammlung eher abzuraten, denn eine vernünftige Dosierung wird hier zum 'russischen Roulette'. Insbesondere dann, wenn es nur eine geringe therapeutische Breite geben sollte.
Solche Bedenken kommen allerdings dem locker-flockig daherplaudernden, youtubernden *Student(-en) für Phytotherapie* wohl eher nicht, er sprudelt sein *Wissen* nur so heraus, zwischen langen Schlucken von Pflanzensäften, direkt aus dem Mixer - wer macht sich schon heute noch die Mühe aus Gläsern zu trinken? Ist doch alles rein pflanzlich und gesund, was könnte da schief laufen ..!?
Mir sträuben sich bei dieser unverantwortlichen Lockerheit die Nackenhaare! Es geht hier schließlich um teilweise hoch potente Substanzen, bei denen schon eine leichte Überdosierung schwerwiegende Folgeerscheinungen haben kann, und zwar nicht nur vorübergehend, sondern insbesondere kumulativ, wenn über längeren Zeitraum zugeführt. Zweifellos ist es meistens zu spät für Gegenmaßnahmen wenn sich schleichend die ersten Symptome einer solchen Überdosierung zeigen:
Was in das Körpergewebe eingelagert wurde und dort als Depot gebunden ist läßt sich nicht rasch entfernen oder meist auch nicht neutralisieren.
So kann es selbst bei erkannter Ursache zu spät für den Patienten sein .... er wird in dem Bewußtsein sterben doch alles richig gemacht zu haben und dann sowas ....
Der *Student für Phytotherapie* haut derweil weitere Videos zur tollen Wirkung von Pflanzen heraus, klicks bei youtube sind bares Geld - und wer denkt da schon an Verantwortung den Zusehenden gegenüber?
Das Video mit dem Titel "Tierische vs pflanzliche Proteine- Proteine einfach erklärt+pflanzliche Proteinquellen" enthält - wie alle diese Videos von Laien, die sich mühsam ein wenig Kenntnisse zu komplexen Wissensgebieten erarbeitet haben - viele tatsächlich zutreffende Fakten. Die werden dann allerdings so neu *zusammengewürfelt*, daß genau das herauskommt was uns der Herr Grätsch verkaufen möchte: Vegane Ernährung!
Lesen Sie doch bitte meinen Artikel zu Eiweiß [Titel "Stoffwechselschlacken"], den habe ich geschrieben als ich eine Veröffentlichung, eigentlich nur ein paar Sätze in einem Kommentar, gelesen habe, die behaupteten es gäbe einen Unterschied wie Menschen riechen je nachdem ob sie sich mit oder ohne Fleisch ernährten. Sie finden dort das Originalzitat und (m)eine Richtigstellung aufgrund der wissenschaftlichen Fakten.
[2010:
Gewinner Big Brother]
2022:
Veganer Ernährungsberater und Student für Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)
So stellt sich Timo Grätsch bei Instagram vor:
Gesundheit/Kosmetik
Ernährungsberater.🍃
Student für Phytotherapie🌱
Pflanzenheilkunde
Meditation
Yoga
Sprossenzucht 🌱
Wildkräuter🌾🥦
YouTube: Timo G.
PS: Herzliche Einladung an Herrn Grätsch oder jede andere einschlägig bewanderte Person hier in einem Kommentar zu erklären was *Student für Phytotherapie* bedeutet und wie man das wird, z.B. Voraussetzungen an Vorbildung, Lehrinstitut, Lehrpläne, (Dauer), Kosten, Abschluß-Nachweis (Urkunde, staatl. anerkannte Titel wie Bachelor o.ä.) ....
Erstveröffentlicht: 19. Jun. 2022 um 16:00 Uhr
Überarbeitet & ergänzt: 04.05.2023
Schauen Sie sich diesen kurzen Ausschnitt an und staunen Sie mit mir über dieses Paradebeispiel von Ignoranz, Unwissenheit, Verdrehung von Tatsachen oder allen diesen Negativposten zusammen .... das ist der Prototyp von ungebildeten Personen die in den USA bei den Republikanern zur *ersten Liga* gehören!
Kürzlich stieß ich auf den folgenden Titel: "Testament des Abbé Meslier" (1664−1729)" .. 1878 von Anne Knoop in ihrem New Yorker Verlag erschien(-en) und gratis unters Volk gebracht .. [Quelle].
Aus diesem Artikel stammt auch der folgende Textauszug:
"..Im zweiten Kapitel findet sich die erwähnte Besprechung des Testaments, welcher der Priester Meslier, aus nachvollziehbaren Gründen, nicht zu Lebzeiten publizieren wollte. Nach einer Einführung in Leben und Denken des Abbé Meslier, der mit seinen Werk, in welchem er dezidiert und unverblümt die Religion als Luftschloss und die Theologie als ein Gewebe von Hirngespinsten bezeichnete ¹, einen Meilenstein in der abendländischen Religionskritik geschaffen hat .."
".. Solange wird schon gekämpft, gegen die Religion als Luftschloss und die Theologie als ein Gewebe von Hirngespinst und noch immer spukt sie, auch im 21sten Jahrhundert noch, auf der Erde und in den Köpfen der Gehirngewaschenen Menschen herum.
"Leben vergeht, Dummheit besteht" .."
In 2022 hatte ich schon auf ein anderes, lang zurückliegendes Ereignis hingewiesen, demzufolge es bereits 1674 einen "Ketzer" gab, der die Wahrheit über Religion und Kirchen verbreitete und dessen man offenbar nicht habhaft wurde - mindestens gibt es darüber keinerlei Berichte.
Man kann nicht oft genug darauf hinweisen um den Spuk zu benden:
Es ist eine unvorstellbare Frechheit der Glaubensgemeinschaften, dass sie sich der natürlichen Gabe der Menschen bezüglich Ethik, Moral und Recht bemächtigt haben und behaupten man müsse sich zur Aufrechterhaltung derselben ihrer Dienste bedienen.
¹ "..Nach Knutzen gibt es keinerlei transzendente Größen wie z. B. Gott, unsterbliche Seelen oder ein Jenseits mit Lohn oder Strafe für das irdische Leben. Die Bibel sei wegen ihrer Widersprüche nicht glaubhaft. Maßstab für das Handeln der Menschen sollten die Wissenschaft, die Vernunft und das kollektive Gewissen sein, das die Natur den Menschen mitgeteilt habe .." [WIKIPEDIA]
Siehe auch: "Der Atheismus-Diskurs um 1700 am Beispiel der Flugschriften Matthias Knutzens"
Olaf Sander war mit Familie - Frau und Vierbeiner - aus Dänemark angereist, um die vom SWR im Jahr 2016 erstellte Reportage „Frau S. will sterben - Wer hilft am Lebensende“
(welche die Zeit unmittelbar vor und bis zum Freitod seiner Mutter zeigt) vorzuführen, um
anschließend über die Erlebnisse dieser Zeit zu berichten und Fragen aus dem Publikum zu
beantworten.
Den Zuschauern bot sich der berührende Kampfgeist von Ingrid Sander bis zu ihrem
selbstbestimmten Suizid und der Begleitung ihres Sohnes Olaf.
Durch eine Infektion mit Poliomyelitis und dem nachfolgenden Post-Polio-Syndrom
(Kinderlähmung) war die inzwischen 78jährige Ingrid Sander derart körperlich eingeschränkt,
dass ohne Hilfe anziehen, waschen und sich Essen zubereiten kaum mehr möglich war.
Ingrid Sanders jahrzehntelanges Kämpfen um ihr Recht selbstbestimmt und nach ihrer
Würde aus dem Leben zu scheiden, die Beschaffung der nötigen und sicher wirksamen
Medikamente und die genaue Planung gingen ihrem Freitod voraus. Der als Sterbehelfer
bekannte Arzt Dr. Uwe Christian Arnold half bei der Vorbereitung. Diesen Arzt an der Seite
seiner Mutter zu haben war, wie Olaf Sander in dem Film sagte: „Die beste
lebensverlängernde Maßnahme für seine Mutter". Ohne die Zusage dieses beeindruckenden
Mannes ihr zu helfen, wenn sie ihr Leben nicht mehr erträgt, wäre sie schon viel früher aus
dem Leben gegangen. Eine anstrengende Reise in die Schweiz, um dort zu sterben, kam für
sie nicht Frage. Erstens weil sie in ihrem Umfeld und nach ihren Bedingungen sterben wollte
und zweitens, weil ihr ohnehin die finanziellen Mittel für dieses teure Unterfangen fehlten.
Die Verzweiflung Olaf Sanders, die geliebte Mutter bei ihrer Erlösung zu begleiten, wurde im
Film und im nachträglichen Gespräch bei dieser hervorragenden Veranstaltung in Oldenburg
sehr deutlich. Bis heute empfindet es Olaf Sander aber auch als große Ehre, seiner Mutter
bei dieser letzten großen Entscheidung und der endgültigen und selbstbestimmten Handlung
beigestanden zu haben.
Zu dieser Zeit galt der von Ärzteorganisationen, Kirchen und Politik durchgedrückte § 217
StGB zur Sterbehilfe. Unsinnigerweise war es nur Angehörigen erlaubt, diesen Liebesdienst
zu erweisen.
Olaf Sander konnte auf die regen Fragen und Kommentare der gut fünfzig Personen, die der
Einladung des Arbeitskreises Selbstbestimmtes Sterben Oldenburg gefolgt sind, sehr
authentisch reagieren. Er erklärte sehr eindrücklich und berührend auch die Situation bei
den Ermittlungen, die nach dem Freitod seiner Mutter folgten (und uns wieder droht). Noch
heute ist er froh, sich im Vorfeld einen Anwalt gesucht zu haben. Dieser hat ihn in dieser
schweren Zeit juristisch vertreten und mit Rat und Tat zu Seite gestanden.
Bevor die Mutter starb, entfernte Olaf Sander sich von seiner Mutter, um der Anklage der
damals strafbaren unterlassenen Hilfeleistung zu entgehen und wie es deshalb mit ihr und
Dr. Arnold abgesprochen war. Das bedauert er bis heute sehr, weil die Ermittlungsbehörden
kaum hätten nachweisen können, wenn er bis zum Schluss bei ihr geblieben wäre. Zum
Beweis seiner Abwesenheit ließ er sich von den Überwachungskameras eines Spielsalons
filmen, gleichwohl er Spielsalons verachtet, dort aber ein sicheres Alibi bekommen konnte.
Wie es ihm dort in dieser Situation zumute war, kann wohl jeder erahnen.
Notarztwagen, polizeilichen Ermittlungen, Anklagen und Mitnahme aufs Revier folgten wie
erwartet. Der hervorragende Einsatz des zuvor informierten Anwalts, Verhinderte eine
Untersuchungshaft, da Olaf Sander keine ladungsfähige Adresse in Deutschland hatte. Ohne
diesen Anwalt wäre Olaf Sander sehr wahrscheinlich inhaftiert worden. Die endgültige
Einstellung des Verfahrens erfolgte dann auch erst mehr als zwei Jahre später.
Im Film kamen auch die verantwortlichen Politiker Michael Brand (CDU) und Kerstin Griese
(SPD) zu Wort, die den Entwurf dieses Gesetzes damals in den Bundestag einbrachten, was
dann 2015 - zum Entsetzen vieler Bundesbürger - verabschiedet wurde.
Der § 217 StGB war gleichzusetzen mit einer Entmündigung von uns Bürgern. Und nun droht
womöglich eine Neuauflage!
Im Februar 2020 wurde dann vom Bundesverfassungsgericht festgestellt, dass dieser
Paragraph nicht mit der in unserem Grundgesetz verankerten Selbstbestimmung zu
vereinbaren war. Die Bundesrichter erklärten das Gesetz am 26.2.2020 deshalb als
verfassungswidrig und somit nichtig.
Aktuell liegen dem Bundestag drei neue Gesetzentwürfe vor. Mit einer Entscheidung ist noch
in diesem Jahr zu rechnen. Wieder drohen große Einschränkungen! Insbesondere der
Entwurf um Lars Castellucci (SPD) ignoriert die Entscheidung unseres
Bundesverfassungsgerichts in höchstem Maße.
Der Arbeitskreis Selbstbestimmtes Sterben Oldenburg wird weiter informieren, kämpfen und
demonstrieren und braucht dafür auch die zahlreiche Unterstützung aus der Bevölkerung.
Der Arbeitskreis fordert alle Gleichgesinnten auf vor Ort eigene Gruppen zu bilden, auf die
Straße zu gehen und laut zu werden und dem Gesetzgeber somit zu zeigen, was der Wille
des überwiegenden Teils der Bevölkerung ist.
Jeder hat seine eigenste Art aus dem Leben gehen zu wollen und diese Freiheit wollen wir
mit unseren Aktionen erhalten. Macht bitte mit!
".. 1902 hatte im Gefolge dieser Affäre [Dreyfuß] die politische Linke die Parlamentswahlen gewonnen. Von den Radikaldemokraten wurde insbesondere die katholische Kirche als Feind der Republik angesehen. Die bürgerlichen Liberalen kritisierten insbesondere ihre antimodernistische Haltung .. Die neue Regierung fasste den Entschluss, endgültig den Einfluss der Kirchen auf die Gesellschaft und insbesondere das Erziehungswesen zu beschränken .. In einer Reihe von Gesetzen wurde das Verhältnis von Kirche und französischem Staat neu geregelt:
- Bereits 1901 zwang das noch von der Vorgängerregierung erlassene französische Vereinsgesetz alle Klöster, Orden und Kongregationen päpstlichen Rechts, sich der Autorität eines französischen Bischofs zu unterstellen; exemte Gemeinschaften, die unmittelbar dem Papst unterstellt waren, mussten sich im Oktober 1901 auflösen oder Frankreich verlassen.
- Juli 1902: Schließung der ca. 3000 nicht staatlich genehmigten kirchlichen Schulen. Dies führte zu heftigen öffentlichen Protesten – 74 Bischöfe unterzeichneten eine „Protestation“. Daraufhin stellte die Regierung die Besoldung von Bischöfen ein.
- März 1903: Auflösung aller männlichen Ordensgemeinschaften ..
- Juli 1903: Auflösung aller weiblichen Ordensgemeinschaften
- 7. Juli 1904: Verbot der Neugründung von Ordensgemeinschaften
Am 9. Dezember 1905 wurde schließlich das Gesetz zur Trennung von Kirche und Staat verabschiedet. Dieses Gesetz etablierte in Frankreich das heute noch geltende Prinzip des Laizismus, d. h. der vollständigen Trennung von Kirche und Staat. Das Gesetz galt zwar vor allem der katholischen Kirche, doch wurden aus Gründen der Neutralität in diese Regelung die anderen Konfessionen und Religionsgemeinschaften einbezogen .."
Hierzulande geht man mit Glaceehandschuhen vor und bindet die Kirchen in den Prozeß der Ablösung von Staatsleistungen ein. Welch ein Unterschied zum Vorgehen der Franzosen! Sofern man den Beschlußprozeß nicht allein politisch verfügt steht es doch schon fest, dass sich die Betroffenen nicht freiwillig ihrer Rechte begeben werden. Mehrere hundert Jahre des Beharrens und der Bequemlichkeit müssen aufgegeben werden und die Strukturen der Kirchenverwaltung bzw. bei der katholischen Kirche die Anbindung an Rom bedürfen eines radikalen Umbaus. Wenn der Staat nicht mehr Steuern für die Kirchen einstreicht - was sowieso weltweit einen Sonderfall darstellt - und die Leistungen der Bezahlung von Kirchenoberen aus dem Staatssäckel (die obendrauf bisher gewährt wird, was der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt ist) einstellt entsteht dringender Handlungsbedarf um die bisherigen Aufgaben zu sichern. Wenn die in kirchlicher Trägerschaft befindlichen Einrichtungen wie Pflege- und Betreuungsheime, allgemeine Sozialdienste, Kindergärten und Krankenhäuser ent-kirchlicht werden ist der finanzielle Mehrbedarf von Seiten des Staates nicht sehr hoch, denn es zahlen die Steuerzahler jetzt schon mehr als 95% der Kosten in diesen Institutionen.
Es ist weiterhin zu befürchten, dass die Kirchen immer radikalere Stellung einnehmen werden wenn der Prozeß sich hinzieht:
Das sieht man schon in der Unterstützung für die muslimischen Bestrebungen sich als "Anstalten Öffentlichen Rechts" zu etablieren - was dem Bestreben Religion aus dem staatlichen Handeln und der Beeinflussung der Gesetzgebung zu entfernen zuwiderläuft.
Da die Kirchen ein spezifisch auf sie zugeschnittenes Arbeitsrecht haben ist einem Großteil ihrer Mitarbeitenden der Entschluß verwehrt sich der Kirchenzugehörigkeit zu entledigen - sie liefen ansonsten Gefahr ihren Arbeitsplatz zu verlieren!
Diese archaische Einflußnahme auf das Leben und Wohlergehen der in kirchlichen Beschäftigungsverhältnissen stehen Menschen ist zutiefst undemokratisch und beschneidet deren verfassungsmäßiges Recht auf Religionsfreiheit.
Bedauerlicherweise wird "Religionsfreiheit" immer nur in einer Richtung interpretiert:
Es wird als "Freiheit eine Religion zu haben" angesehen, negiert wird eine "Freiheit keine Religion zu haben"!
Generationen nach 2000 sind mit Mobiltelefonen aufgewachsen.
Sie haben ihre Tage mit Blick auf kleine Bildschirme verbracht.
Die Welt begrenzt sich für Viele auf genau diese Bildschirmgröße.
Wer so 'beengt' denken lernt verliert den Blick für das große Ganze.
Was nicht im Telefon zu finden ist existiert nicht.
So ist es nicht verwunderlich, dass alte 'Tugenden' verschwinden:
Freundlichkeit, Höflichkeit, Rücksichtnahme - um nur einige zu nennen.
ZITAT
Das Urteil:
a) Das allgemeine Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG) umfasst als Ausdruck persönlicher Autonomie ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben. b) Das Recht auf selbstbestimmtes Sterben schließt die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen. Die Entscheidung des Einzelnen, seinem Leben entsprechend seinem Verständnis von Lebensqualität und Sinnhaftigkeit der eigenen Existenz ein Ende zu setzen, ist im Ausgangspunkt als Akt autonomer Selbstbestimmung von Staat und Gesellschaft zu respektieren. c) Die Freiheit, sich das Leben zu nehmen, umfasst auch die Freiheit, hierfür bei Dritten Hilfe zu suchen und Hilfe, soweit sie angeboten wird, in Anspruch zu nehmen. Auch staatliche Maßnahmen, die eine mittelbare oder faktische Wirkung entfalten, können Grundrechte beeinträchtigen und müssen daher von Verfassungs wegen hinreichend gerechtfertigt sein. Das in § 217 Abs. 1 StGB strafbewehrte Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung macht es Suizidwilligen faktisch unmöglich, die von ihnen gewählte, geschäftsmäßig angebotene Suizidhilfe in Anspruch zu nehmen.
3. a) Das Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung ist am Maßstab strikter Verhältnismäßigkeit zu messen.
b) Bei der Zumutbarkeitsprüfung ist zu berücksichtigen, dass die Regelung der assistierten Selbsttötung sich in einem Spannungsfeld unterschiedlicher verfassungsrechtlicher Schutzaspekte bewegt. Die Achtung vor dem grundlegenden, auch das eigene Lebensende umfassenden Selbstbestimmungsrecht desjenigen, der sich in eigener Verantwortung dazu entscheidet, sein Leben selbst zu beenden, und hierfür Unterstützung sucht, tritt in Kollision zu der Pflicht des Staates, die Autonomie Suizidwilliger und darüber auch das hohe Rechtsgut Leben zu schützen.
4. Der hohe Rang, den die Verfassung der Autonomie und dem Leben beimisst, ist grundsätzlich geeignet, deren effektiven präventiven Schutz auch mit Mitteln des Strafrechts zu rechtfertigen. Wenn die Rechtsordnung bestimmte, für die Autonomie gefährliche Formen der Suizidhilfe unter Strafe stellt, muss sie sicherstellen, dass trotz des Verbots im Einzelfall ein Zugang zu freiwillig bereitgestellter Suizidhilfe real eröffnet bleibt.
5. Das Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung in § 217 Abs. 1 StGB verengt die Möglichkeiten einer assistierten Selbsttötung in einem solchen Umfang, dass dem Einzelnen faktisch kein Raum zur Wahrnehmung seiner verfassungsrechtlich geschützten Freiheit verbleibt.
6. Niemand kann verpflichtet werden, Suizidhilfe zu leisten.
[ZITAT Ende]
Worauf bezieht sich das "Jedoch ..." in der Titelzeile?
Auf die Tatsache, dass ein erneuter Versuch unternommen wird die gleiche Regelung wie zuvor im durch das Urteil aufgehobenen §§ 217 unter Nichtbeachtung des höchstrichterliche Urteils durchzudrücken. Die Nichtbeachtung des Urteils hat bereits durch den vormaligen Bundesgesundheitsminister Spahn (der sich offenbar in Position bringt höhere Ämter in der CDU anzupeilen. Er hat während seiner Amtszeit den ihm unterstellten Behörden Anweisung erteilt jedwede Anträge auf die Genehmigung zum Kauf von Natrium-Pentobarbital zu versagen. Die Begründung des Amtes lautet "Das Grundrecht auf selbstbestimmtes Sterben beinhalte(t) jedoch keinen Leistungsanspruch gegenüber dem Staat."
Derzeit besonders tut sich der SPD-Religionsbeauftragte @larscastellucci , Prof. Dr. Lars Castellucci, Professor für "Nachhaltiges Management", bei der Neufassung eines Ersatzes für § 217 hervor. Hat das womöglich damit etwas zu tun das er den Kirchen und deren Dogmatik näher steht als schwer leidenden Patienten?
".. Herr Prof. Castellucci ist ein idealer Gesprächspartner mit Blick auf die Beziehung zwischen den Kirchen und der Politik. Er selbst kennt die evangelische Kirche sehr gut, nicht zuletzt durch die Leitung eines evangelischen Kirchenchores .. in seinem Vortrag berichtete er aus seinem weiten Feld der politischen Arbeit, .. welche auch die Kirche derzeit sehr betreffen. Umgang mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Sterbehilfe, Aufarbeitung von Taten sexueller Gewalt innerhalb der Kirche und vielem mehr .."