Sortiert nach

×

bookmark_borderMein *Google-befreites* Mobiltelefon

Vor etwa einem Monat habe ich mit Hil­fe eines sehr ver­sier­ten und freund­li­chen Stu­den­ten mein Mobil­te­le­fon, ein "one plus one", gekauft im Okto­ber 2014, mit einem "cya­no­ge­nOS" Betriebs­sy­stem auf Andro­id­ba­sis - gegen einen klei­nen Obu­lus auf die Nach­fol­ge­ver­si­on "lineage os"¹,² umstel­len las­sen. Das geht nicht mit jedem Modell, die Soft­ware­er­stel­ler machen das nicht kom­mer­zi­ell - daher beschrän­ken sie sich auf bestimm­te Modelle.

Es gibt bei der Nut­zung Ein­schrän­kun­gen: Da *play­sto­re* nicht in Fra­ge kommt wer­den Apps von einer Platt­form namens "FDroid" gela­den - sie sehen anders aus und man­che funk­tio­nie­ren anders, aber alle Funk­tio­nen kön­nen mitt­ler­wei­le mit sol­chen Alter­na­ti­ven erle­digt wer­den. Goog­le ist nicht die ein­zi­ge mög­li­che Quelle.

*Goog­le-befreit* des­we­gen, weil nun auf dem Tele­fon kei­ner­lei Ver­bin­dung mehr zu Goog­le besteht. Alle Apps sind eigen­stän­di­ge Ent­wick­lun­gen, die sich nicht mit den Kon­zern­rech­nern im Hin­ter­grund ver­bin­den - so wie es anson­sten die mit Android-Betriebs­sy­stem aus­ge­rü­ste­ten Mobil­te­le­fo­ne tun .... und dort ALLE Daten ihrer Benut­zer 'abla­den', sich so total ent­blö­ßen. Wo, wann, wie lan­ge der user irgend­wo war und was er da getan hat weiß das Tele­fon. Und sen­det es an Goog­le zur Aus­wer­tung. So wis­sen die Goog­le Com­pu­ter mehr über die Nut­zer als die­se selbst über sich wis­sen, denn die Algo­rith­men ana­ly­sie­ren objek­tiv und gnadenlos.

Woher rührt mein Miss­trau­en gegen­über Goog­le? Die Such­ma­schi­ne hat (2009) eine wesent­li­che Umstel­lung der Algo­rit­men vor­ge­nom­men, die sich auf die Prä­sen­ta­ti­on der Daten in der Ergeb­nis­an­zei­ge aus­wir­ken, und zwar so, dass bekann­te Infor­ma­tio­nen über einen Nut­zer in die Anzei­ge ein­flie­ßen. Dadurch, dass die Such­ma­schi­ne die­se Daten ein­be­zieht, die über den Nut­zer bei ihr bekannt sind, wer­den Herrn X - trotz iden­ti­scher Such­an­fra­ge - ande­re Ergeb­nis­se ange­zeigt als Herrn Y. Das ange­zeig­te Ergeb­nis ist also eine Bevor­mun­dung durch das Suchsystem:
Wenn zwei Per­so­nen die glei­che Suche durch­füh­ren bekom­men sie wegen ihrer unter­schied­li­chen *Vor­ge­schich­te* ver­schie­de­ne Ergeb­nis­se angezeigt.

Maschi­ne domi­niert Mensch - ein Alp­traum, der hier noch nicht zu schlim­men Fol­gen führt, es gibt ja noch Alter­na­ti­ven, aber die grund­sätz­li­che Rich­tung ist abzulehnen.
Wol­len wir es tat­säch­lich zulas­sen, dass uns eine Such­ma­schi­ne vor­schreibt wel­che Sei­ten im Inter­net für uns die 'rich­ti­gen', die 'pas­sen­den', die 'ange­mes­se­nen' sind?

Meta­Ger ist ein neu­er Ansatz eine Such­ma­schi­ne bereit zu stel­len, die ihre Nut­zer nicht aus­späht und nicht bevor­mun­det. Die Instal­la­ti­on im Brow­ser ist ein­fach und schnell erle­digt - ein wich­ti­ger Schritt.
Als App fin­det man sie natür­lich auch. Zudem gibt es eine Land­kar­ten- bzw. Rou­ten­pla­ner­an­wen­dung (Maps.MetaGer; Vor­erst nur BRD).

Wie ich gele­sen habe sind ver­schie­de­ne Kran­ken­kas­sen Apps in Arbeit, es gibt bereits vie­le Ban­king Apps, hier­zu hat­te ich kürz­lich erst einen Arti­kel geschrieben.
Was allen gemein­sam ist: Man muss dar­auf ver­trau­en, dass sie mit den Daten sorg­sam umge­hen. Wie bekannt ist das kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit, denn immer wie­der liest man von schwer­wie­gen­den Daten­lecks: Wo Daten gesam­melt wer­den gibt es stets kri­mi­nel­le (oder nur neu­gie­ri­ge) Hacker, die sich die­ser Daten bedie­nen wollen.

Von dem eige­nen Fern­se­her aus­ge­späht wer­den, vom "smart meter" aus­ge­späht wer­den - das hat­ten wir doch schon. Es soll­te uns bewusst sein, wie sehr wir zukünf­tig sol­che Daten­strö­me erzeu­gen und wie wich­tig es sein wird aus Selbst­schutz dar­auf zu ach­ten die­se Daten best­mög­lich zu sichern.

¹ Android 9: Lineage OS 16.0 ist da
² Android-Alter­na­ti­ve Lineage OS streicht Unter­stüt­zung für 22 Gerä­te
³ [10/2015] Man­geln­de Vor­bild­funk­ti­on und Zukunfts­per­spek­ti­ve der Poli­tik*update* [18.12.2018]
".. Die poli­ti­schen Akteu­re tra­gen unver­min­dert zum Miss­trau­en der Bevöl­ke­rung gegen­über Neue­run­gen bei, weil sie zunächst immer die Gefah­ren und Wider­stän­de beschrei­ben anstatt die Vor­zü­ge und erwei­ter­ten Mög­lich­kei­ten her­aus zu stel­len. Ein gutes Bei­spiel aus jüng­ster Zeit ist die Idee der "Digi­tal­in­itia­ti­ve". Da waren (und sind) die Zustän­dig­kei­ten unge­klärt - dabei hät­te das doch im Vor­feld geklärt wer­den kön­nen .."

[10/2014] Verapplet
"..Wo sol­len die Daten denn gespei­chert werden?
War das nur die Idee von 'apple' oder steckt die NSA dahinter?
Wel­che Idee zur "Daten-Selbst­ent­blö­ßung" folgt als näch­stes?
.."

[10/2014] Neu­lich ....
Goog­le+ darf ALLES:
- Tele­fon­sta­tus & Iden­ti­tät abrufen
- Bil­der & Vide­os aufnehmen
- Audio aufnehmen
- Genau­er Stand­ort bzw. unge­fäh­rer Standort
- Im sozia­len Stream lesen, schreiben
- Kon­tak­te ändern, lesen
- Kon­takt­da­ten & -kar­ten ändern ....
und so wei­ter, es fol­gen noch vie­le wei­te­re Erlaubnisbereiche. 

[10/2014] Ich hab' es .... *update* (10−10−2014)
[11/2013] Alles "smart - und was haben wir davon ...? *update* (08−04−2015)

bookmark_borderLassen Sie uns mal über "Seele" reden

[Bezug: Kleid der toten See­le (1); Kur­siv gesetz­ter Text stammt aus dem ver­link­ten Arti­kel beim "Begriffs­ka­len­der"]

Eine "See­le" ist weder selbst­ver­ständ­lich noch not­wen­dig - - - noch existent"! 

Es han­delt sich um eine Fik­ti­on zum Zwecke der Unter­drückung gut*gläubiger* Men­schen ohne natur­wis­sen­schaft­li­che Bil­dung, die sich über Religion(-en) die Welt erklä­ren (las­sen) müssen.

".. Wer die­se Bega­bung, ohne sie jemals genutzt zu haben, leug­net, ver­mei­det letzt­lich eine tie­fe Begeg­nung mit sei­ner Seele. .."

1. Ich hat­te zuvor schon dar­auf hin­ge­wie­sen, dass wer etwas als 'exi­stent' bezeich­net den Nach­weis füh­ren muss;
2. Was ist die See­le? Ich ken­ne kei­ne ande­ren als reli­giö­se Ver­su­che sie als *tat­säch­lich vor­han­den* zu erklären;
3. ich kann kei­nen Scha­den erken­nen den eine Per­son erlei­den müss­te, sofern sie ihre See­le nicht erforscht. Gibt es da Bei­spie­le für einen ent­stan­de­nen Schaden?

Wenn weder 1, noch 2. und 3. zutref­fend / vor­han­den / erwie­sen sind kann es auch nicht stim­men, dass Got­tes­glau­be als " .. natür­li­che Bega­bung in uns allen vor­han­den .. " sein muss. Es han­delt sich wohl eher um Illusion.

Ich bin als Athe­ist über­zeugt, dass es kei­nen Gott oder Göt­ter gibt. Ich bin mir mei­ner selbst bewusst, ich erken­ne mich als Per­son - das war's aber auch schon.

Die "natür­li­che Bega­bung" ist unse­re Vor­stel­lungs­kraft: Aus der Sum­me an Beob­ach­tun­gen, ver­bun­den mit Phan­ta­sie (in der Lage zu sein, uns nicht tat­säch­lich vor­han­de­ne Din­ge 'aus­zu­den­ken' bzw. 'vor­zu­stel­len') ent­ste­hen inne­re Bil­der. Durch geziel­te Beein­flus­sung von außen kann dem eine Rich­tung gege­ben wer­den, sodass der Ein­druck einer Erschei­nung entsteht.

bookmark_borderHallo ..!? Haallooo ..!?
Wie ich einmal mit der Sparkasse chattete ....

Per sms bekam ich vor eini­ger Zeit den Hin­weis, ich möge doch über­le­gen, ob ich nicht lie­ber die neue App "Spar­kas­se" benut­zen möch­te um mein online-ban­king zu erledigen. 

Ich habe gera­de vor ca. einem Monat mein Mobil­te­le­fon auf ein quell­of­fe­nes Betriebs­sy­stem [Android: lineage os] umstel­len las­sen [mehr dazu kommt hier dem­nächst, ich arbei­te noch an dem Text]. 

Alles, was sich von Goog­le auf dem Tele­fon befand ist weg, auch 'play­sto­re'. Den Kalen­der (gene­risch) habe ich raus­ge­wor­fen als er mit­teil­te, er müs­se sich mit Goog­le ver­bin­den, um den Stand­ort zu erhal­ten. Den Stand­ort habe ich schon seit dem ersten Tag der Nut­zung abgeschaltet.

Nun woll­te ich gern wis­sen, mit was ich da zu tun habe, wenn ich die App "Spar­kas­se" auf mein Tele­fon lade - wäre doch blöd, wenn die irgend­wie mit Goog­le arbei­tet .... oder wenn sie auf Berei­che im Tele­fon zugrei­fen woll­te, die sie über­haupt nichts ange­hen, etwa die Kon­tak­te. Weil sie für das 'ban­king' unwich­tig, und daher ver­zicht­bar sind.

Per Anruf woll­te ich also bei mei­ner Spar­kas­se erfah­ren wel­che Berech­ti­gun­gen die App haben will und wie der Daten­strom abläuft, wel­che Ver­schlüs­se­lung benutzt wird.
Ich hielt das für eine ein­fa­che Fra­ge, denn wer eine App ver­treibt und auf höch­ste Sicher­heit bedacht sein muss - so wie eine Spar­kas­se - muss so etwas aus mei­ner Sicht parat haben und die­se Fra­gen beant­wor­ten können.

Dach­te ich.
Nicht lange.

Die net­te Spar­kas­sen­mit­ar­bei­te­rin ließ mich wis­sen was die App alles kann - und war hör­bar pikiert als ich ihr sag­te, dass ich danach nicht gefragt hät­te, son­dern wis­sen wol­le wel­che Berech­ti­gun­gen und wel­che Ver­schlüs­se­lung ... na, Sie wis­sen schon.

Dar­auf­hin wur­de ich mit der Tech­nik verbunden.
Nicht wirk­lich, wie sich herausstellte.

Die 'Tech­nik' war so beschäf­tigt, dass nach 11 Minu­ten die Lei­tung wie­der zur Filia­le zurück geschal­tet wur­de und ich - der Alp­traum der net­ten Bank­da­me von vor­her - hat­te sie wie­der am Apparat.

"Ah, ja," sag­te die jun­ge Dame, "sie sind der mit den Schlüs­seln und der Berech­ti­gung". Pau­se. "Da müs­sen Sie bit­te den *live chat* im online ban­king auf­ru­fen und sich dort von den Kol­le­gen bera­ten lassen."

Nun hat­te mich der Ehr­geiz gepackt, eine Stun­de her­um­ge­eie­re soll­te nicht umsonst gewe­sen sein, ich drück­te tap­fer den but­ton "CHAT", schal­te­te die Bild­schirm­auf­nah­me ein .... und lesen Sie im fol­gen­den Bild was & wie das ablief:


"So steh' ich hier,
ich armer Tor
- und bin so schlau als wie zuvor!"

Mein Ver­trau­en ist hin.
Die App "Spar­kas­se" will ich nicht mehr.
Selbst wenn es "das Beste ist, was der Markt zu bie­ten hat!" wie mir bedeu­tet wurde.

bookmark_borderRassismus (Neufassung)

Vor ein paar Stun­den las ich fol­gen­den Text:

".. Ras­sis­mus ist nicht natür­lich. Babys - schwarz, braun, weiß - erkun­den die Welt und ein­an­der mit Stau­nen, nicht mit Hass. Ras­sis­mus muss gelehrt wer­den. Es ist erlern­tes Ver­hal­ten. Die Annah­me, dass eine Per­son auf­grund ihrer Ras­se von Natur aus über­le­gen oder min­der­wer­tig ist, ist unna­tür­lich .. Ras­sis­mus wird für poli­ti­sche Mani­pu­la­ti­on und wirt­schaft­li­che Aus­beu­tung ver­wen­det. In einem Land, das auf dem Glau­ben gegrün­det ist, dass alle Men­schen gleich sind, könn­te Skla­ve­rei nicht ohne einen Ras­sis­mus gerecht­fer­tigt wer­den, der Skla­ven als Unter­men­schen darstellt.Diese grund­le­gen­den Wahr­hei­ten müs­sen in die­ser schreck­li­chen Zeit wie­der her­ge­stellt wer­den. Über­all auf der Welt sehen wir den Auf­stieg von Ras­sis­mus, Anti­se­mi­tis­mus¹ und Isla­mo­pho­bie¹ und ihren gewalt­sa­men Aus­druck .."

[Quel­le: https://www.commondreams.org/views/2019/03/19/everyone-must-condemn-trumps-sly-enscouragement-lawless-violence]
[Ursprungs­text Fuß­no­te s.u.]

Es ist sehr scha­de, dass wir in die­ser Zeit immer noch an sol­che Grund­sät­ze des Umgangs von Men­schen mit­ein­an­der erin­nern müs­sen. Dabei ist es egal von wel­cher Sei­te aus die­se In-Fra­ge-Stel­lung her­rührt, denn es gibt nicht nur wei­ße Ras­si­sten¹. Das soll nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass sie in Euro­pa und U.S.A. die Mehr­heit bilden.

Wo immer man dem Ras­sis­mus begeg­net soll­te man dage­gen pro­te­stie­ren, hin­ter­fra­gen in wel­cher Absicht man damit kon­fron­tiert wird und natür­lich gegen­hal­ten, wenn es den Umstän­den nach mög­lich ist. Dabei ist es klug nicht direkt gegen die Aus­sa­gen zu argu­men­tie­ren - weil dann sofort die Gegen­sei­te in 'Kampf­mo­dus' ver­setzt wird und Ein­sicht in eine ande­re Betrach­tungs­wei­se eher unwahr­schein­lich wird. Bes­ser ist es mit Fra­gen zu ope­rie­ren, auch wenn man schon die Ant­wort vor­aus­se­hen kann:
Es ist eine Mög­lich­keit zu erken­nen, ob es sich nur um nach­ge­plap­per­te Sät­ze oder um tie­fe Über­zeu­gun­gen han­delt und man bekommt durch die Ant­wort Hin­wei­se dar­auf, wie wei­ter vor­ge­gan­gen wer­den könn­te. Eine Fra­ge wird gemein­hin nicht als 'Angriff' ver­stan­den. Das ent­spannt die Situa­ti­on und hält die Kom­mu­ni­ka­ti­on in Gang.

Auch Wit­ze kön­nen ras­si­stisch sein - und sind des­we­gen anzu­grei­fen und nicht weni­ger pro­ble­ma­tisch. Es ist eine sehr belieb­te Form von Ras­sis­mus, weil sie schwer anzu­grei­fen sein kann - will man nicht als Spaß­ver­der­ber gel­ten. Man soll­te hier je nach Umfeld abwä­gen ob even­tu­ell igno­rie­ren oder 'dumm stel­len' und nach der Poin­te fra­gen die rich­ti­ge Vor­ge­hens­wei­se sind. 

Es gibt nach mei­ner Auf­fas­sung kei­nen Ras­sis­mus gegen­über einem Staat, wohl aber gegen­über sei­ner Füh­rung, sei­nen Ver­wal­tungs­mit­glie­dern oder sei­nen Poli­ti­kern. So, wie man die­sen durch eine oder meh­re­re Per­so­nen gepräg­ten Insti­tu­tio­nen gegen­über kri­tisch sein kann, kann man ihnen gegen­über auch ras­si­stisch sein - wobei genau hin­ge­se­hen wer­den muss, ob es sich tat­säch­lich um Kri­tik oder schon um Ras­sis­mus handelt.

¹Zum Begriff der "Isla­mo­pho­bie" und des "Anti­se­mi­tis­mus"
Im Aus­gangs­text wur­den die­se Begrif­fe - unkri­tisch - benutzt. Des­we­gen soll hier beson­ders dar­auf ver­wie­sen wer­den, dass es durch­aus gute Grün­de gibt, an die­ser Benut­zung zu zwei­feln, bzw. die­se abzulehnen.

Islamophobie

Unter "Die Erfin­dung der Isla­mo­pho­bie; Von Pas­cal Bruck­ner; 13.12.2010" schreibt Herr Bruck­ner ein Essay das mich schon beim ersten Lesen wegen sei­ner kla­ren Gedan­ken- und Beweis­füh­rung über­zeug­te. Das Ori­gi­nal fin­den Sie dort → LINK, eine Kopie habe ich (vor­sorg­lich) hier → abge­legt.

Anti­se­mi­tis­mus
Laut Defi­ni­ti­on der Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung: ".. Hass auf die Juden .., der aus ihrer blo­ßen Exi­stenz als Fremd­grup­pe mit abwei­chen­den Gebräu­chen unter ande­ren Völ­kern entsteht .."



Ursprungs­text
Racism is not natu­ral. Babies — black, brown, white — explo­re the world and each other with won­der, not hate. Racism has to be taught. It is lear­ned beha­vi­or. To assu­me that a per­son is inher­ent­ly supe­ri­or or infe­ri­or to ano­ther based upon race is unna­tu­ral and ungod­ly. Racism is used for poli­ti­cal mani­pu­la­ti­on and eco­no­mic explo­ita­ti­on. In a land foun­ded on the belief that all men are crea­ted equal, slavery could not be justi­fi­ed wit­hout a racism that depic­ted slaves as sub-human.


The­se basic truths need resta­ting in this ter­ri­ble time. Across the world, we see the rise of racism, anti­se­mi­tism and isla­mo­pho­bia, and its vio­lent expression.

Gera­de wird beim hpd ein Buch bespro­chen, das sich mit dem Anti­se­mi­tis­mus in deut­schen Par­tei­en beschäftigt.

bookmark_borderBibelunterricht

Wir machen uns oft Gedan­ken dar­über, dass in ande­ren Län­dern reli­giö­se Fana­ti­ker nicht nur das Gesche­hen in ihren Kir­chen / Got­tes­häu­sern bestim­men, son­dern auch außer­halb, in der Poli­tik, ihre völ­lig unbe­wie­se­nen Grund­re­geln, Mythen und Erzäh­lun­gen befolgt wis­sen wol­len. Ganz abge­se­hen davon, dass sie bei Gesetz­ge­bung und Regeln für den All­tag - selbst ihrer nicht-gläu­bi­gen Mit­bür­ger - eine domi­nan­te Rol­le ein­neh­men wollen.

Kurz: Reli­giö­se stre­ben danach Alles zu bestim­men und Alle ihrer Dok­trin unterzuordnen.

In U.S.A. gibt es der­zeit wie­der Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen Fun­da­men­ta­li­sten und Säku­la­ren wegen des Ver­suchs nicht nur das Alte und Neue Testa­ment in Schu­len zwangs­wei­se auf Staats­ebe­ne unter­rich­ten zu las­sen (was es punk­tu­ell schon gibt), son­dern eine Gesamt­schau von christ­li­cher Reli­gi­on für alle Schü­ler einzuführen: 


".. HB 195 would force schools to offer “objec­ti­ve” clas­ses on the Old Testa­ment, New Testa­ment, or a com­bi­na­ti­on of the two. Keep in mind that offe­ring a class like this is alre­a­dy legal, but Dani­els wants to force every district to offer it.
It rai­ses an inte­re­st­ing que­sti­on: How can you objec­tively teach stu­dents the myth about Jesus resurrecting? .." 

Übersetzung:
"(Das Gesetz) HB 195 wür­de Schu­len dazu zwin­gen, "objek­ti­ve" Kur­se im Alten Testa­ment, im Neu­en Testa­ment oder in einer Kom­bi­na­ti­on der bei­den anzu­bie­ten. Den­ken Sie dar­an, dass das Ange­bot sol­cher Klas­sen bereits legal ist, aber Dani­els möch­te jeden Bezirk dazu zwin­gen es anzubieten.
Es stellt sich eine inter­es­san­te Frage:
Wie soll den Schü­lern objek­tiv der Mythos von der Wie­der­be­le­bung Jesu bei­gebracht werden? .. "

Wir den­ken an unse­ren Staat und rei­ben uns die Augen wenn wir das lesen - dort, in den U.S.A. wird noch gerun­gen - und bei uns? 

Wir sind doch schon sehr viel wei­ter, denn bei uns gibt es bereits Unter­richt in evan­ge­li­scher und katho­li­scher Reli­gi­on. Anstatt nun - wegen der For­de­rung mus­li­mi­scher Ver­bän­de eben­falls Unter­richt durch­füh­ren zu wol­len - den Reli­gi­ons­un­ter­rich kom­plett zu strei­chen, den gan­zen Hokus­po­kus über Bord zu wer­fen und die Zeit bes­ser zu ver­wen­den, wird eine Aus­wei­tung auf Islam­un­ter­richt durchgeführt.

All das geschieht, obwohl es objek­tiv kei­ner­lei "Bewei­se" für die reli­giö­sen The­sen und Erzäh­lun­gen gibt. Mär­chen­stun­de im 21. Jahr­hun­dert auf Kosten der All­ge­mein­heit in unse­ren Schu­len, die doch immer bekla­gen es sei zu wenig Zeit & Geld für 'zukunfts­wich­ti­ge' Fächer vorhanden.

bookmark_borderNeues vom Mafiaboss Don Trumpone

Der GM Che­fin Mary Bar­ra hat er anemp­foh­len anstatt ein Werk in Ohio zu schlie­ßen es doch lie­ber zu ver­kau­fen - ein Prä­si­dent, der nicht ver­steht, dass es in sei­nem Land den viel geprie­se­nen "Frei­en Markt" gibt, der Alles allei­ne regelt. Angeb­lich. Und dass er dar­auf kei­nen Ein­fluss hat ist ihm offen­bar auch nicht klar.

Nicht nur, dass Herr Trump Geld von allen Län­dern in denen Ame­ri­ka­ner sta­tio­niert sind erpres­sen will, nein, er möch­te nun noch 'was oben­drauf bezahlt haben.

Er ver­lang­te kürz­lich, wie­der ein­mal: ".. dass (die Ver­bün­de­ten) nicht nur alle Kosten der US-Streit­kräf­te auf ihrem Ter­ri­to­ri­um abdecken, son­dern auch eine zusätz­li­che Prä­mie von 50 Pro­zent zah­len müs­sen, um ame­ri­ka­ni­schen Schutz zu erhalten .."

 

Da kann ich nur ant­wor­ten: Tschüss Ame­ri­ka­ner, viel Spaß zu Hau­se, da gibt es wenig­stens die rich­ti­ge Steak-Sau­ce und das grün gefärb­te Zucker­ge­tränk *moun­tain dew* das ihr hier in Deutsch­land so schreck­lich ver­misst und dem ihr nachweint.

 

Bis­her kann­ten wir der­glei­chen *Ange­bot, das man nicht aus­schla­gen kann* nur von Mafia­fa­mi­li­en­ober­häup­tern in US Fil­men, nun erle­ben wir es *live* vom regie­ren­den Präsidenten.

Viel­leicht soll­te ihm einer sei­ner Bera­ter ein­mal erzäh­len war­um das bis­he­ri­ge Ver­fah­ren der Sta­tio­nie­rung sei­ner Trup­pen schon ein Plus für Ame­ri­ka (und ein Minus für alle Sta­tio­nie­rungs­län­der!) darstellt:
Soll­te es zu einem kon­ven­tio­nel­len Krieg kom­men fän­de er nicht auf ame­ri­ka­ni­schem Boden statt.

Es ist nur zu begrü­ßen, wenn die USA ihre hier sta­tio­nier­ten Trup­pen abzie­hen, so wer­den wenig­stens kei­ne ihrer Basen auf deut­schem Boden zum Ziel - und mit die­sen die umlie­gen­den Städ­te und Gemeinden ....

》 By Griff Wit­te; Novem­ber 27, 2018
BERLIN — Some­ti­mes, even in the best of rela­ti­on­ships, per­cep­ti­ons fail to ali­gn: One side sen­ses that all is going swim­mingly. The other is mise­ra­ble. So it is, appar­ent­ly, with the United Sta­tes and Ger­ma­ny. Ask the avera­ge Ame­ri­can, and the German-U.S. part­ner­ship is hale and hear­ty. The avera­ge Ger­man has the oppo­si­te view, see­ing a fri­end­ship gone sour.
Tho­se were the fin­dings of a joint sur­vey con­duc­ted by the U.S-based Pew Rese­arch Cen­ter and Germany’s Kör­ber Foun­da­ti­on. The results were released over­night Mon­day, and pre­sen­ted Tues­day at a for­eign poli­cy forum in Ber­lin. 《
[Zitat Quel­le]

bookmark_borderVon *Normalzustand* und *Schieflage*

Poli­tik hat sich ver­än­dert, anstatt von Inhal­ten bekom­men wir Wort­hül­sen, anstatt Taten bekom­men wir Durch­hal­te­pa­ro­len, anstatt Akti­on ste­hen die Zei­chen auf Stillstand:

Nicht das Erreich­te zählt, son­dern das Erzähl­te reicht.
[Unbe­kann­ter Autor]

Ganz im Gegen­teil: Die Poli­ti­ker set­zen auf das Ver­ges­sen der Men­schen - und oft behal­ten sie mit die­ser Masche ihre Posten und Diäten ....

 

Die Lage des Con­tai­ner­schif­fes im lin­ken Bild ist sta­bil, so soll­te das Schiff im Was­ser lie­gen - dage­gen sieht selbst ein Laie sofort: Mit dem Schiff rechts stimmt etwas nicht. Man braucht kein Kli­no­me­ter um die pre­kä­re Lage die­ses Trans­port­schif­fes zu erkennen.

Sie wer­den sich schon den­ken, dass ich hier kei­ne Geschich­te eines nau­ti­schen Not­falls erzäh­len will. Die Abbil­dung soll ledig­lich verdeutlichen: 

Eine gering­fü­gi­ge Ein­wir­kung von Außen - und schon kommt ein schein­bar siche­res System ins Ungleich­ge­wicht und eine Kata­stro­phe nimmt ihren Lauf. Anders gesagt: Das Schiff hat sei­ne "Mit­te" ver­lo­ren, es hat sich zu weit von der Nor­mal­la­ge ent­fernt, und das hat das Gleich­ge­wicht so gestört, dass sich die inne­ren Kräf­te ver­la­gert haben und nicht wie­der selbst nor­ma­li­sie­ren konnten.

Der baye­ri­sche Poli­ti­ker F.J.Strauß hat in der ihm eige­nen abso­lut-bestimm­ten Art behaup­tet: ".. Es gibt nur eine Mit­te - und das ist die Posi­ti­on der Mitte! .."
Dabei war er - nach all­ge­mei­nem Dafür­hal­ten - das Para­de­bei­spiel eines kon­ser­va­tiv-rech­ten Poli­ti­kers. Der aller­dings für sich bean­spruch­te die "Mit­te" zu reprä­sen­tie­ren und zwar bis zum äußer­sten rech­ten Rand des Gesin­nungs- bzw. Parteienspektrums.

O-Ton Strauß:

Stimmt denn die Aus­sa­ge? Ist es kor­rekt zu behaupten:
Es gibt nur eine gesell­schaft­li­che *Mit­te* ...?
Oder:
Wo ist die gesell­schaft­li­che Mit­te wenn alle nach rechts gerückt sind? Abso­lut und/oder gefühlt ist es doch sicher rich­tig, wenn man seit Auf­tre­ten der AfD von einem "Rechts­ruck" in der poli­ti­schen Land­schaft redet.

Was wir beob­ach­ten ist eine all­mäh­lich-schlei­chen­de Ent­wick­lung weg von dem, was noch in den sech­zi­ger und sieb­zi­ger Jah­ren als "Mit­te" bezeich­net wurde.

Zitat


Ursprüng­lich ist als „Neue Rech­te“ die kon­ser­va­ti­ve Gegen­be­we­gung zur 68er-Gene­ra­ti­on bezeich­net wor­den. Heu­te kommt dem Begriff eine neue Bedeu­tung zu. Man ver­steht dar­un­ter das Vor­drin­gen völ­kisch-natio­na­li­sti­scher Ansich­ten in die gesell­schaft­li­che Mit­te. Stu­di­en bele­gen schon seit Jah­ren, dass etwa 20 Pro­zent der deut­schen Bevöl­ke­rung über ein geschlos­se­nes rech­tes Welt­bild ver­fü­gen. Als Teil die­ses Welt­bil­des gel­ten auch Ver­schwö­rungs­theo­rien und eine Abnei­gung gegen den Islam. [detek­tor]

Hei­ner Geiß­ler, CDU, hat die so genann­te "Lager­theo­rie" for­mu­liert, da gab es
- das „bür­ger­li­che“ Lager aus CDU/CSU und FDP und
- das lin­ke Lager aus SPD und Grünen

Wohin, fragt man sich, ist plötz­lich die "Mit­te" ver­schwun­den? Ist sie tat­säch­lich nicht mehr da oder ver­steckt sie sich mög­li­cher­wei­se in den bei­den Lagern? Und wenn das so ist, ist sie dann noch das, was als "Mit­te" zu bezeich­nen wäre oder hat sie eine ande­re Form angenommen?

Horst See­ho­fer ver­or­tet gar im März 2018 sei­ne Par­tei, die CSU so:


"Die Geo­gra­fie der CSU ... ist eine Mit­te Rechts-Volks­par­tei, ein Sam­mel­becken für Kon­ser­va­ti­ve, Libe­ra­le, Natio­nal­kon­ser­va­ti­ve, für Men­schen, die auf dem demo­kra­ti­schen Boden unse­res Lan­des stehen." 


" .. Der in Deutsch­land von kon­ser­va­ti­ven Poli­ti­kern pro­pa­gier­te Begriff der Leit­kul­tur ist dies­be­züg­lich höchst miss­ver­ständ­lich, weil er den Anschein erweckt, fak­ti­sche Dif­fe­ren­zie­run­gen in viel­fäl­ti­ge huma­ne Welt­an­schau­un­gen und Kul­tu­ren auf natio­na­ler Ebe­ne rück­gän­gig machen zu wol­len .. " [Wertkonservative_Ethik.pdf]

Die­se Aus­sa­ge beruht auf der eben­so fal­schen Annah­me es habe sich an der Par­tei­en­land­schaft nichts geän­dert. Schau­en wir doch ein­mal bei unse­ren Nach­barn genau­er hin, viel­leicht ler­nen wir für unse­re Ver­hält­nis­se etwas daraus:

In Öster­reich wird die Par­tei­en­land­schaft lt. Wiki­pe­dia vor dem II. Welt­krieg so beschrie­ben:
- Das christ­lich-sozi­al-kon­ser­va­ti­ve Lager mit der Christ­lich-Sozia­len Par­tei (CSP) samt Heim­wehr (Haupt­teils) und Bau­ern­ver­bän­den mit enger Bin­dung zur katho­li­schen Kirche
- das sozia­li­sti­sche Lager bestehend aus der Sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Par­tei (SDAPDÖ) und den Orga­ni­sa­tio­nen der Arbeiterbewegung
- das natio­na­le Lager mit der Groß­deut­schen Volks­par­tei (GDVP), Land­bund und Natio­nal­so­zia­li­sti­sche Deut­sche Arbei­ter­par­tei (NSDAP).

Zur der­zei­ti­gen Situa­ti­on heisst es am glei­chen Orte:
".. Im heu­ti­gen Par­tei­en­sy­stem Öster­reichs mit den drei Tra­di­ti­ons­par­tei­en ÖVP, SPÖ und FPÖ und ihrem immer noch gro­ßen Geflecht von Vor­feld­or­ga­ni­sa­tio­nen sind die histo­ri­schen Lager noch immer erkennbar .." 

Was ist - in der Gesamt­schau der poli­ti­schen Land­schaft - denn nun mit der "Mit­te" passiert?

Es gibt sie nicht mehr!

Wir müs­sen feststellen:
Was frü­her ein­mal "Mit­te" war ist ver­scho­ben in eine kon­ser­va­tiv-rech­te Grund­stim­mung, die libe­ra­len Ele­men­te der Mit­te sind eben­falls nach rechts gedrif­tet, die SPD hat sich über­wie­gend den frü­he­ren Stand­punk­ten der CDU genä­hert und steht nun rechts der "Mit­te". Die von den frü­her als "Lin­ke" bezeich­ne­ten Par­tei­en "Die Grü­nen" und "Die Lin­ke" ste­hen mit ihren Über­zeu­gun­gen als neue "Mit­te" der Gesell­schaft da - eine ech­te Lin­ke fehlt mitt­ler­wei­le völlig.

Wenn ich das noch­mal bild­lich beschrei­be sieht es so aus:


Im Aus­gangs­zu­stand ist die "Mit­te" - der Pfeil des Kli­no­me­ters - senk­recht. Rech­te Poli­tik und Lin­ke Poli­tik sind jeweils seit­lich von der Mit­te aus­ge­hend. Durch die Dre­hung wird die fort­schrei­ten­de Zeit dar­ge­stellt. Der Pfeil wan­dert nicht mit, die "Mit­te" bleibt also, die Denk­rich­tun­gen (Par­tei-Ideo­lo­gien) ver­schie­ben sich nach rechts.

 
 

Wir den­ken noch in den übli­chen Kate­go­rien - dabei haben sich die Schwer­punk­te und die Grund­sät­ze der Par­tei­en ver­scho­ben, so weit ver­scho­ben, dass lin­ke Poli­tik die Mit­te dar­stellt, wäh­rend sich am rech­ten Rand des Spek­trums immer mehr Par­tei­en tum­meln, sich die rech­ten Ideo­lo­gen gera­de­zu über­schla­gen im Wett­be­werb
"Wer ist der rech­te­re Rechte?" 

John Rawls:
"Ein Poli­ti­ker schaut auf die näch­ste Wahl, ein Staats­mann auf die näch­ste Generation."
[Rawls, J.: The Law of Peo­p­les, The Idea of Public Rea­son Revi­si­ted, Lon­don 1999, S. 97] 

 
Sie­he auch
Der grö­ße­re Schaden
„Das Netz­werk der Neu­en Rech­ten“ im Rowohlt Ver­lag. [via "kraut­re­por­ter"]

 

bookmark_borderVon 'Geheimnissen'

Es gibt feste Wort- und Sinn­kom­bi­na­tio­nen die man heu­te kaum noch hört - die "Frue*er"™ häu­fig benutzt wur­den. Der Trend geht zu kur­zen Sät­zen, zu Flos­keln, zu Abkür­zun­gen: btw¹, imo², tbh³. Dabei sind man­che der 'alt­backe­nen' Rede­wen­dun­gen durch­aus nicht ein­fach, man muss schon nach­den­ken. Wie bei­spiels­wei­se bei die­sem Satz:

"Durch mich soll nichts zuletzt herauskommen!"

Ich fin­de es fas­zi­nie­rend wie hier die Wahr­heit gesagt wird - und zugleich dar­auf gebaut wird, dass man­che Gesprächs­part­ner nur ober­fläch­lich hin­hö­ren. Selbst Schuld, könn­te man da sagen, wenn sie zuge­hört hät­ten wüss­ten sie, dass ihre Geheim­nis­se nicht sehr gut auf­ge­ho­ben sein werden.


btw¹ by the way
imo² in my opinion
tbh³ to be honest

 
 

bookmark_border.... en miniature?

Seit vie­len Jahr­zehn­ten ver­su­chen wir nun als Mensch­heit mit ver­schie­den­sten Metho­den Außer­ir­di­sche auf­zu­spü­ren und mit ihnen in Kon­takt zu tre­ten. Mög­li­cher­wei­se suchen wir mit den fal­schen Metho­den und Mitteln?

Wenn bei­spiels­wei­se die Bewoh­ner ande­rer Pla­ne­ten klit­ze­klein wären, so klein, dass wir sie mit blo­ßem Auge nicht sehen könn­ten? Stel­len wir uns nur ein­mal vor wie sie - ver­ge­bens - in einer ihnen zur Ver­fü­gung ste­hen­den höch­sten Laut­stär­ke schrei­en wür­den .... und nie­mand von uns könn­te sie hören! Sie wür­den mas­sen­wei­se unter unse­ren Schu­hen zer­malmt, sie müss­ten uns zwangs­läu­fig für gewis­sen­lo­se Mon­ster hal­ten. Wobei das 'zer­mal­men' noch das gerin­ge­re Übel wäre.

Den­ken Sie mal dar­über nach wie froh wir sein könn­ten wenn es nicht umge­kehrt wäre.

bookmark_border.... ohne Lügen?

Die evan­ge­li­sche Kir­che hat in Deutsch­land in die­sem Jahr
„Mal ehr­lich! Sie­ben Wochen ohne Lügen” als Mot­to
(für die Fasten­zeit) aus­er­ko­ren. [Zitat/Quelle]

Na pri­ma, dann wäre ja jetzt die Gele­gen­heit uns dar­über auf­zu­klä­ren wie es in Sachen "Miß­brauch" in der evan­ge­li­schen Kir­che steht, denn die katho­li­schen Prie­ster sind ja nicht allei­ne als *Amts­trä­ger* in der Versuchung .... 

Und wenn die Evan­ge­li­schen schon 'mal dabei sind:
Eine Über­sicht zu den Finan­zen wäre ganz toll, und nicht ver­ges­sen den Staats­an­teil aus Steu­ern aus­zu­wei­sen, danke.

Sie­he zum The­ma "Lügen" → Aus der Serie "Opa erzählt vom Krieg": Drei­ste Lügner ....

https://www.erzdioezese-wien.at/10-gebote/8-gebot
http://www.hauskirche.at/glartikel/dekacht.htm
https://de.wikipedia.org/wiki/Zehn_Gebote

bookmark_borderPeinlich

oder: Litt­le brown jug, don't I love thee!

"Frue*er"™ bin ich - so wie vie­le Deut­sche - min­de­stens zwei­mal im Jahr in Urlaub gewe­sen. Manch­mal sogar drei Mal, das aber eher sel­ten. Mit Fami­lie, so lan­ge, bis die Kin­der jeweils ent­schie­den haben sie wären jetzt alt genug um allei­ne zu rei­sen und wohin sie wol­len. Auf jeden Fall nicht mehr mit den Eltern urlauben .... 

Das war für uns OK, unter der Vor­aus­set­zung, dass es bezahl­bar und sicher war. Die Tat­sa­che, dass nie etwas ernst­haf­tes pas­siert ist scheint min­de­stens dar­auf hin­zu­wei­sen, dass das gelun­gen ist.

In all den Urlau­ben sind wir immer wie­der ande­ren deut­schen Tou­ri­sten begeg­net, einer breit gestreu­ten Typo­lo­gie von Men­schen, manch­mal ohne zu ver­ste­hen, war­um jemand aus­ge­rech­net auf eine Insel fliegt um sich dann dort zu beschwe­ren wie ein­ge­schränkt man doch sei ....

Was ich immer sehr schwie­rig fand waren Gesprä­che mit Men­schen, die aus der Tat­sa­che, dass wir 'auch' Deut­sche waren fal­sche Schlüs­se zogen. Oder sagen wir: Erst­mal ange­nom­men haben wir müss­ten wegen glei­cher Natio­na­li­tät auch gleich denken. 

Da wur­de eine Ver­trau­lich­keit vor­aus­ge­setzt, eine Kom­pli­zen­schaft, und Einig­keit in der Beur­tei­lung des­sen, was man so im Urlaubs­land vor­fand. Wie bit­ter dann aller­dings für die Mei­sten die Ent­täu­schung war wenn sie merk­ten, dass die­se Annah­me falsch war.

Ich erin­ne­re beson­ders einen sol­chen Mit­ur­lau­ber, der mich ange­sichts einer Grup­pe ein­tref­fen­der Eng­län­der bei­sei­te zog und mir klar mach­te es sei nun mit der Ruhe hier vor­bei weil wenn erst die Eng­län­der ein­fie­len, dann sei es laut und unver­ständ­li­ches Kauderwelsch.

Es stell­te sich heraus:
Die Ange­rei­sten waren Schot­ten, alle aus einem Sport­ver­ein, die jedes Jahr in ein ande­res Land rei­sten um 'mal unter der Son­ne zu schwim­men, anstatt wie zu Hau­se bei Nebel, Regen und käl­te­ren Tem­pe­ra­tu­ren. Ein lusti­ges und gesel­li­ges Trüpp­chen. Sie lagen nach dem Früh­stück am Pool, und wenn einer ins Was­ser ging folg­ten die ande­ren meist nach - und dann wur­de es für ande­re Urlau­ber eng. 

Eines Abends saßen wir (mei­ne Frau und ich, die Kin­der waren in der Woh­nung geblie­ben und wir dach­ten sie schlie­fen) an der Bar, die lag gleich neben dem Pool und der war ab Dun­kel­heit geschlos­sen - nicht so rich­tig, es war nur vor dem Pool eine Ket­te gespannt an der ein Schild in meh­re­ren Spra­chen ver­kün­de­te geöff­net sei nur von Son­nen­auf- bis -untergang. 

Mit einem der Schot­ten kam ich ins Gespräch weil er von der Bar her, sechs Geträn­ke auf einem Tablett balan­cie­rend, an uns vor­bei kam und ich gese­hen hat­te, dass er nur mit sei­ner Frau an einem der benach­bar­ten Tische saß. Auf mei­ne Nach­fra­ge erklär­te er mir, die Geträn­ke sei­en für Bewoh­ner heu­te her­un­ter­ge­setzt, 3:1, drei Geträn­ke für den Preis von einem. Wärend er das erklär­te wink­te er mei­ner Frau zu her­über zu kom­men, schob einst­wei­len mir ein Glas über den Tisch und dann mei­ner Frau eben­so, als sie gekom­men war.

Der wei­te­re Ver­lauf des Abends war, na, sagen wir: feucht-fröhlich. 

Wor­an ich mich noch erin­ne­re sind zwei Sachen: Dass der Schot­te mir erklär­te es sei ihm sehr pein­lich, dass er und sei­ne Lands­leu­te mich tags­über vom Was­ser fern hiel­ten und mir anbot Wache zu ste­hen, damit ich gleich ein­mal ganz allei­ne ins Was­ser gehen könn­te - aber erst wenn wir noch zusam­men das Lied "My wife and I lived all alo­ne in a litt­le ...." ¹ gesun­gen hätten.

Wir konn­ten bei­de nicht gut sin­gen, und unse­re Frau­en hat­ten ver­geb­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die ande­ren Gäste es mög­li­cher­wei­se gar nicht schät­zen wür­de unse­ren *Gesang* zu ertra­gen. Wir san­gen trotz­dem, und zwar laut und voll Inbrunst .... und ich zog Hemd und Schu­he aus, sprang dann mit lan­ger Hose (!) in den Pool wäh­rend mein neu­er schot­ti­scher Freund dar­über wach­te, dass mir nie­mand zu nahe kam. 

Mei­ne Frau erzähl­te mir am näch­sten Nach­mit­tag, als ich, nach dem vie­len Gin mit Eis und Limet­ten­saft, wie­der eini­ger­ma­ßen auf­nah­me­fä­hig war, dass ich erst aus dem Was­ser kom­men woll­te als mei­ne bei­den Kin­der am Rand stan­den und mir erklär­ten das Schwim­men sei doch bei Dun­kel­heit verboten.

Und dann erin­ne­re ich mich noch an den deut­schen Lands­mann, der mich vor den Eng­län­dern gewarnt hat­te: Er tat fort­an so, als ob ich *Luft* für ihn sei. War auch bes­ser, wir hät­ten uns nicht so recht ver­stan­den, er und ich .... 

¹ Der Text lau­tet kor­rekt so wie folgt, aller­dings gibt es meh­re­re, abwei­chen­de Fassungen:
Me and my wife live all alone
In a litt­le log hut we're all our own;
She loves gin and I love rum
And don't we have a lot of fun!

Cho­rus:
Ha, ha, ha, you and me
Litt­le brown jug, don't I love thee!

Der Song bei you­tube ist zwar nicht der gesangs­tech­nisch Aller­be­ste, aber wohl recht nah an unse­rer nächt­li­chen Dar­bie­tung am Pool in Spa­ni­en, auf Menorca

Die­se Fas­sung hat den Vor­teil lustig zu sein:

bookmark_borderErinnerungen ....
oder: Die 'Einschläge' kommen näher ....

Gerard Koerts starb am 20. Febru­ar 2019 in Frie­den

Im letz­ten Monat starb einer der Mit­be­grün­der von "Earth & Fire", einer hol­län­di­schen Rockband. 

Das aller­er­ste Rock­kon­zert - das ich auf Betrei­ben von und natür­lich mit mei­ner dama­li­gen 'Bekann­ten' Frl. S. Schnei­de­reit¹ in Holz­min­den in 1973 besuch­te - war ein Auf­tritt die­ser Band.

Neh­men Sie sich einen Augen­blick Zeit, dre­hen Sie die Laut­stär­ke so, dass die Bäs­se dröh­nen .... und dann genie­ßen Sie wirk­lich gute Musik:


________________________________________ 

¹ Manch­mal den­ke ich noch an die­se Zeit und fra­ge mich, was wohl aus ihr gewor­den ist; damals war man noch 'förm­li­cher', man sprach nicht von Freun­din, son­dern von einer 'Bekann­ten', und sie wur­de natür­lich als Frl. (Fräu­lein) ange­spro­chen - bis man sich etwas näher gekom­men war ;c)


Mehr von Earth & Fire
May­be Tomor­row May­be Tonight (Ver­si­on 1973)
Invi­ta­ti­on (1971)
Sea­sons (1969)

Web­sei­te (hol­län­disch) → http://www.earth-and-fire.nl
Web­ar­chiv "way­back" → Band­bio­gra­phie