Sortiert nach

×

bookmark_borderZufriedenheit

Haben Sie in der (gera­de) aus­klin­gen­den Woche von der "Zufrie­den­heits­stu­die" gehört? Und von den tol­len Ergeb­nis­sen der Bür­ger­be­fra­gung
[" .. die Fra­ge, wie es sich in Deutsch­land gut leben lässt .. "] in sound­so­vie­len Ver­an­stal­tun­gen mit Poli­ti­kern, die wis­sen woll­ten wie "das Volk" denkt und was es sich wünscht?

Schon die Fra­ge sug­ge­riert "Es geht uns gut, sag' ja nicht das Gegen­teil" - aber da mag ich ein ande­res Sprach­ver­ständ­nis als die Ver­an­stal­ter haben. Außer­dem bin ich bei sol­cher Art Ver­an­stal­tung immer skep­tisch, denn in Betrie­ben wer­den sie genutzt um die Beleg­schaft zu mani­pu­lie­ren .... Poli­ti­ker tun sowas ja fast nie ..?!

Da kom­me ich jetzt daher und behaup­te: Alles Ali­bi-Ver­an­stal­tun­gen und die Poli­tik schert sich einen feuch­ten Keh­richt dar­um was "das Volk" denkt .... 

Denn es geht schon mit den Gesprächs­run­den los:
Je nach­dem in wel­cher Ein­kom­mens- und Lebens­si­tua­ti­on die Ein­ge­la­de­nen ste­hen wer­den ihre Bedürf­nis­se sein. Wer nicht genug zu essen hat - und des­we­gen zur Tafel geht - inter­es­siert sich nicht für sol­che Ver­an­stal­tun­gen und wird dazu auch nicht ein­ge­la­den, denn selbst der Poli­ti­ker aus Hin­ter­tup­fing weiß, dass die­se Art von "Volk" nicht zufrie­den sein kann.

Fragt man dage­gen jene Men­schen, von denen oft behaup­tet wird sie sei­en "die Mit­te der Gesell­schaft" - also bie­de­rer Durch­schnitt mit Rei­hen­haus und VW - dann fal­len die Ant­wor­ten bestimmt ganz anders aus, weil die­se Leu­te nicht um ihre Exi­stenz fürch­ten müs­sen. Kein Wun­der also, wenn Bedürf­nis­se wie "siche­rer Arbeits­platz", "Gesund­heit", "Frie­de" genannt werden.

Der soge­nann­te „Glücks­at­las 2013“ der Deut­schen Post (mitt­ler­wei­le gibt es einen neu­en Glücks­at­las, ich habe ihn im Inter­net aller­dings erst nach län­ge­rem Suchen gefun­den) - war­um aus­ge­rech­net die deut­sche Post sowas erfor­schen läßt hat nach mei­ner Auf­fas­sung übri­gens nichts mit ihren Kern­auf­ga­ben zu tun. Aber mög­li­cher­wei­se gibt es ja ein Kapi­tel "Zufrie­den­heit & Glück der Emp­fän­ger von Brief­post in Deutschland" .... 

Wenn ich dann noch lese " .. der Frei­bur­ger Finanz­wis­sen­schaft­ler Bernd Raf­fel­hü­schen .. " - der Hans-Dampf-in-allen-Gas­sen˟ der Wis­sen­schaft mit Mei­nung zu Allem & Jedem - sei feder­füh­rend gewe­sen weiß ich wo die­se Ergeb­nis­se hin­ge­hö­ren: In die Tonne!

Sol­che "Stu­di­en" die­nen nur einem Zweck: Es ste­hen ein paar Kern­sät­ze in der Zusam­men­fas­sung die sich in den Medi­en gut zitie­ren und die Regie­rungs­po­li­tik blen­dend aus­se­hen las­sen. Der Rest ist nicht so wich­tig, und vie­le der Bericht­erstat­ter schau­en sich sowie­so nicht den kom­plet­ten Text an son­dern schrei­ben von der 'Pres­se­mit­tei­lung' ab.
Was beim stau­nen­den Publi­kum ankommt ist die gewünsch­te Botschaft:
Es geht uns gut, bes­ser denn je, und bei der Wahl im näch­sten Jahr bit­te kei­ne Experimente!

So. Jetzt gehe ich in die Küche und mache mir einen Beu­tel "Mikro­wel­len­pop­corn" und den ver­zeh­re ich wäh­rend ich mir eini­ge you­tube-Film­chen zur Holz­be­ar­bei­tung anse­he .... ist ja bald Weihnachten.

____________________________________ 

˟ Hin­ter­grund

bookmark_borderPassagiere

gwm gwm

Flug­ha­fen Frank­furt am Main Deutschland

2015. FRA/EDDF 61.032.022 ▲ 2,5 % ▼ 11.
2014. FRA/EDDF 59.566.132 ▲ 2,6 % ▲ 12.
2013. FRA/EDDF 58.036.948 ▲ 0,9 % ▼ 11.
2012. FRA/EDDF 57.520.001 ▲ 1,9 % ▼ 9.
2011. FRA/EDDF 56.436.255 ▲ 6,5 % ▬ 9.
2010. FRA/EDDF 53.009.221 ▲ 4,1 % ▬ 9.
2009. FRA/EDDF 50.932.840 ▼ 4,7 % ▬ 9.

________________________________________________________

Die größten deutschen Flughäfen in Zahlen

[2015]

Flug­ha­fen (IATA-Code) Pas­sa­gie­re (jähr­lich) Ter­mi­nals
Frank­furt am Main (FRA) 59.000.000 3
Mün­chen (MUC) 39.000.000 2
Düs­sel­dorf (DUS) 21.000.000 3
Ber­lin-Tegel (TXL) 20.000.000 5
Ham­burg (HAM) 14.000.000 2
Stutt­gart (STR) 10.000.000 4
Köln/Bonn (CGN) 9.500.000 2
Ber­lin-Schö­ne­feld (SXF) 7.000.000 4
Han­no­ver-Lan­gen­ha­gen (HAJ) 5.000.000 4
Nürn­berg (NUE) 3.000.000 2

_______________________________________________________________

 
Flug­rei­se­ver­kehr auf deut­schen Flughäfen
– ein- und aus­stei­gen­de Passagiere –
Ziel-/Her­kunfts­ge­biet 2014 2013 Ver­än­de­rung
in %
1 000 Passagiere
1 Im inner­deut­schen Ver­kehr wer­den Pas­sa­gie­re nur ein­mal gezählt.
X = Tabel­len­fach gesperrt, weil Aus­sa­ge nicht sinnvoll.
Pas­sa­gie­re ins­ge­samt 1
 
186 388 180 742 3,1
 
Deutsch­land
22 732 22 578 0,7
 
Aus­land
163 657 158 165 3,5
 
Euro­pa
127 142 122 276 4,0
dar­un­ter:
Spa­ni­en 24 323 22 867 6,4
Tür­kei 14 375 13 628 5,5
Ver­ei­nig­tes Königreich 12 519 12 211 2,5
Ita­li­en 11 666 11 303 3,2
Frank­reich 7 223 7 183 0,6
Öster­reich 6 762 6 535 3,5
Schweiz 5 987 5 903 1,4
Grie­chen­land 5 097 4 361 16,9
Inter­kon­ti­nen­tal­ver­kehr 36 514 35 889 1,7
 
Asi­en
15 621 15 232 2,6
dar­un­ter:
Ver­ei­nig­te Ara­bi­sche Emirate 3 514 3 328 5,6
Chi­na (ein­schließ­lich Hongkong) 2 648 2 521 5,1
Japan 1 283 1 334 – 3,9
Indi­en 1 262 1 315 – 4,0
Isra­el   1 095  979 11,8
Thai­land  769  821 – 6,3
Sin­ga­pur  741  785 – 5,7
 
Ame­ri­ka
15 308 14 993 2,1
dar­un­ter:
USA 10 388 10 331 0,6
Kana­da 1 903 1 800 5,7
Bra­si­li­en  879  830 6,0
Mexi­ko 533 431 23,7
 
Afri­ka
5 586 5 636 – 0,9
dar­un­ter:
Ägyp­ten 1 998 1 948 2,5
Tune­si­en 1 078 1 036 4,1
Süd­afri­ka  774  747 3,7
 
Australien/Ozeanien
0 28 X


Alle Pas­sa­gie­re rein / raus :
186.388.000 [2014] | 180.742.000 [2013] Dif­fe­renz: 5.646.000


 

bookmark_borderReichsbürger

Es heißt ja, die Geschich­te sei dazu da von ihr zu ler­nen. Was ler­nen wir also aus der Geschich­te in Bezug auf die plötz­li­chen Akti­vi­tä­ten der baye­ri­schen Ver­wal­tung & Justiz gegen die Reichsbürger?

Es ist ein Para­de­bei­spiel dafür, wie mit bestimm­ten Adjek­ti­ven in der Bericht­erstat­tung ein Bild bei Zuhö­rern & ~sehern erzeugt wird, das man nur als "Zerr­bild der Wirk­lich­keit" bezeich­nen kann.

Die mei­sten der Reichs­bür­ger sind kei­ne Rechts­ra­di­ka­len, radi­kal und unbe­irr­bar sind sie aller­dings schon: Wenn es näm­lich um die Frasge geht ob die Bun­des­re­pu­blik Rechts­nach­fol­ge­rin des drit­ten Rei­ches ist. Da kommt ein glat­tes "Nein" - die Bun­des­re­pu­blik sei, so erklär­te man mir, eine GmbH mit Sitz in New York. [Sie­he ande­re Ver­sio­nen bei WIKIPEDIA]


>>>>>> Anders als in den Medi­en behaup­tet datie­ren die Reichs­bür­ger den letz­ten recht­lich fun­dier­ten Staat "Deutsch­land" auf das Kai­ser­reich zurück, also nicht die Gren­zen von 1937, son­dern die Gren­zen des Kai­ser­rei­ches vor 1912. 

Die soge­nann­ten "Reichs­bür­ger" sind kei­ne unbe­deu­ten­de Min­der­heit, es sind eine Men­ge Men­schen - und die wur­den in den letz­ten Jah­ren immer mehr. So vie­le, dass schon seit Jah­ren die Ver­fas­sungs­schüt­zer der Bun­des­län­der die Akti­vi­tä­ten der Reichs­bür­ger zu durch­schau­en und zu erfas­sen suchen. Da haben uns heu­te, 19.10.2016, am Tag die­ses Zwi­schen­falls in Bay­ern, die Pres­se und das Fern­se­hen falsch infor­miert, mög­li­cher­wei­se, das muß man ein­räu­men, aus purer Unwissenheit.

Mich erin­nert das an die Anfän­ge von Baa­der-Mein­hof. Erst ganz weni­ge Infor­ma­tio­nen, dann plötz­lich gro­ßes Getö­se in den Medi­en und gleich­zei­ti­ge Straf­ver­schär­fung für Straf­ta­ten, die man die­ser Grup­pe zuord­ne­te. Der näch­ste Schritt war die völ­li­ge Dämo­ni­sie­rung ohne eine Aus­ein­an­der­set­zung mit den Zie­len und Argu­men­ten - und dann die tota­le Ver­fol­gung mit allen Mit­teln die dem Staat zur Ver­fü­gung stehen.

Herr­mann, der baye­ri­sche Innen­mi­ni­ster, deu­te­te schon an "inten­si­ver" gegen die­se Leu­te vor­ge­hen zu wol­len. Sie wer­den der Poli­tik wohl unbe­quem, und es soll ein Exem­pel sta­tu­iert werden.

Was hat denn den För­ster plötz­lich "nicht mehr zuver­läs­sig für den Besitz einer Waf­fe" gemacht? DAS hat bis­her in den Medi­en nie­mand erklärt.

Wären Sie, lie­be Lesen­de, nicht auch erstaunt wenn man Ihnen so ganz aus hei­te­rem Him­mel plötz­lich ein bis­he­ri­ges Recht abspre­chen woll­te - nur weil sie den Staat kri­tisch sehen und sei­ne recht­mä­ßi­ge Exi­stenz anzweifeln? 

Der Fra­ge, war­um g e n a u die baye­ri­sche Ver­wal­tung dem Mann sei­ne Waf­fen weg­neh­men woll­te hat sich noch nie­mand in der Bericht­erstat­tung ange­nom­men - und da wäre doch der Ansatz für Außen­ste­hen­de zu ver­ste­hen, ob die­ser Ver­wal­tungs­akt gerecht­fer­tigt oder will­kür­lich war. Was danach folg­te ist doch nur abschlie­ßend zu beur­tei­len, wenn man die Hin­ter­grün­de kom­plett überschaut.

Soweit ich es ver­stan­den habe:
"unge­eig­net" war der Mann nicht etwa weil er jeman­den bedroht hät­te, son­dern ledig­lich, weil er von sei­nem Recht auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung Gebrauch gemacht hat und das der baye­ri­schen Ver­wal­tung nicht gefal­len hat - das ist eine gefähr­li­che Ent­wick­lung, die wir so zuletzt vor '33 hat­ten. Und gleich nach der Hitler'schen Macht­über­nah­me, in deren Fol­ge alle Ander­den­ken­den erst aus­ge­son­dert, dann geäch­tet, und zuletzt in KZs ermor­det wurden.

Gera­de der Innen­mi­ni­ster in Bay­ern ist nicht zim­per­lich wenn es dar­um geht Anders­den­ken­de anzu­schwär­zen, aus­zu­son­dern, zu ächten ....

Damit ich nicht ver­kehrt ver­stan­den werde:

  • Ich bin weder "Reichs­bür­ger" noch sym­pa­thi­sie­re ich mit deren Thesen;
  • Ich leh­ne jede Art von gewalt­sa­mer Akti­on zur Durch­set­zung von poli­ti­schen oder Welt­an­schau­ungs­zie­len ab;
  • Ich tre­te hier für freie Mei­nungs­äu­ße­rung auch von noch so abstru­sen Ideen ein, selbst wenn sie mir nicht gefal­len, denn sie sind ein Grund­pfei­ler der Demokratie.

bookmark_border337.000 sind ganz schön viel ....

.... in Rela­ti­on zur Gesamt­be­völ­ke­rung aller­dings fast nichts.

Die­ser Satz beglei­tet mich nun schon ein paar Tage, seit Regie­rungs­spre­cher Sei­bert ihn in der Bun­des­pres­se­kon­fe­renz aussprach.

Tat­säch­lich und für sich genom­men hat er natür­lich Recht.

Nun sind die­se Unter­schrif­ten von Men­schen in die­sem Land die sich aktiv mit den Inhal­ten der in Rede ste­hen­den Abkom­men aus­ein­an­der­set­zen. daher mit mehr als nur der Fer­tig­keit die Abkür­zun­gen in Voll­be­zeich­nun­gen wie­der­zu­ge­ben, also mit "Sach­ver­stand" urtei­len. In Fol­ge des­sen ableh­nen, was dort fest­ge­schrie­ben wer­den soll. 

Sei­bert urteilt aus sei­ner spe­zi­fi­schen Sicht: Zah­len sind rele­vant wenn es um Mehr­hei­ten im Par­la­ment geht, wenn es um Staats­fi­nan­zen geht, wenn es auf inter­na­tio­na­lem Par­kett um Hil­fe und Unter­stüt­zung geht. 

 
  Hier aller­dings ist eine rei­ne Betrach­tung von Zah­len unan­ge­bracht, weil "Sinn­voll" oder "Falsch" nicht von abso­lu­ten Zah­len abhängt, son­dern von den Fol­gen, die eine bestimm­te Rege­lung tat­säch­lich hat. 

Der Regie­rungs­spre­cher ver­fährt nach dem Muster das ihm geläu­fig ist. Da erkennt man, war­um Poli­tik so oft an der Lebens­wirk­lich­keit vor­bei geht. Es wer­den die fal­schen Prä­mis­sen zu Grun­de gelegt, des­we­gen muß die Schluß­fol­ge­rung zwangs­wei­se falsch sein.

Hal­ten wir also fest:
Zah­len­gläu­big­keit ver­schlei­ert den Blick für die Argu­men­te, ver­hin­dert dem­nach eine ratio­na­le Aus­ein­an­der­set­zung - und ist ein wohl­fei­les Argu­ment für Jene, die wohl um die Män­gel wis­sen, man­ches wahr­schein­lich mit Absicht so gere­gelt haben wollen!
Nur, bit­te­schön, die Betrof­fe­nen sol­len es mög­lichst nicht erkennen.

Eine Regie­rung aller­dings, die im Nach­hin­ein Geset­ze so mma­ni­pu­liert, dass frü­he­re Straf­ta­ten von soge­nann­ten "Dien­sten" durch die­se Ände­rung einen Frei­brief erteilt bekom­men anstatt die­se Geset­zes­über­tre­tun­gen für­der­hin zu ver­hin­dern, hat bestimmt nicht das im Sinn was im Amts­eid geschwo­ren wird, näm­lich das " .. Wohl des deut­schen Vol­kes (zu) mehren .." 

bookmark_borderDer 'merkbefreite' Herr Gabriel ....

.... ist so von sich ein­ge­nom­men, dass er nicht ein­mal merkt was ihm da vom Ver­fas­sungs­ge­richt als Kuckucks-Ei ins Nest gelegt wur­de. Der vor­der­grün­dig von ihm als SIEG gefei­er­te Spruch zum Begeh­ren der 'Einst­wei­li­gen Ver­fü­gung' ist in Wahr­heit eine schal­len­de Ohr­fei­ge für alle Betei­lig­ten an den Ver­hand­lun­gen. Sie haben es in sie­ben Jah­ren (!) nicht zustan­de gebracht ein­deu­ti­ge Regeln zu Papier zu brin­gen und soll­ten daher nicht ver­wun­dert sein, wenn ihnen ihr Mach­werk nun zer­pflückt wird.

Es bleibt aller­dings ein scha­ler Bei­geschmack. Da es kaum wahr­schein­lich ist die Regeln des Gerichts in den weni­gen Tagen bis zur Unter­schrift zu ändern wird es so kommen:

Es wird in Kraft gesetzt und es wer­den Tat­sa­chen geschaf­fen - so, wie es die Regie­run­gen Mer­kel schon immer gemacht haben. Völ­lig igno­rie­rend was Recht & Gesetz in die­sem Land von ihnen als Hand­lung verlangen.

"Auf Zeit spie­len" (aus­sit­zen), und "umfal­len" (das Gegen­teil von dem tun was der Bevöl­ke­rung ver­spro­chen wur­de) sind die neu­en Tugen­den der Poli­tik. Min­de­stens seit Kohl, Schrö­der und Merkel.

bookmark_borderRente
*update* (17-10-2016)

Ich amü­sie­re mich sehr über die der­zei­ti­ge Dis­kus­si­on um die Ren­ten. Alles völ­lig über­flüs­sig, denn wenn die Ent­wick­lung der Welt so fort­schrei­tet ist es müßig dar­über nach­zu­den­ken was in drei­ssig Jah­ren passiert ....

Noch ein ande­rer Gedanke:
Wenn es tat­säch­lich gelingt den Kli­ma­schutz zu akti­vie­ren, und die Welt nicht durch Wirt­schafts­wachs­tum zu zer­stö­ren, droht immer noch die Gefahr es durch Krieg zu tun.

Soll­te Bei­des nicht ein­tref­fen ver­traue ich auf die segens­rei­che Com­pu­ter­tech­nik, die Robo­ter schafft und Arbeit von Men­schen in nicht all­zu fer­ner Zeit über­flüs­sig macht - hof­fent­lich nicht gleich im Zuge die­ser Ände­rung auch den Men­schen selbst.

Da wird Frau Nah­les eines Tages daste­hen und sich die Augen rei­ben. Alle die schö­nen Plä­ne - und ganz umsonst zum Fen­ster raus­ge­hängt! Und der Herr Arbeit­ge­ber­prä­si­dent soll­te es eben­so bes­ser wis­sen und Frau Nah­les nicht aus­schimp­fen, son­dern ihr erklä­ren wie die Welt durch Robo­ter­ein­satz aus­se­hen wird.

LKW-Fah­rer wer­den dem­nächst über­flüs­sig, Taxi- und Uber-Fah­rer auch, Stadt­rei­ni­gung und Müll­ab­fuhr, Piz­za­bo­te und Paket­zu­stel­ler .... tja, und das ist erst der Anfang.

Was der Sozia­lis­mus nicht schaff­te wird mög­li­cher­wei­se durch die vier­te indu­stri­el­le Revo­lu­ti­on geschafft:
Der Mensch wird von "Arbeit" befreit und kann krea­tiv han­deln, ganz nach Lust und Laune.
Das ist eine Zukunft zu der ich anmerke:
Scha­de, dass ich es nicht mehr erle­ben werde. 

________________________________________________________ 

*update*
[Quel­le]

" .. der robo sapi­ens wird uns in naher zukunft über­neh­men. die künst­li­che intel­li­genz ist dem men­schen schon heu­te über­le­gen. die intel­li­genz der robo sapi­ens hat kei­ne gefüh­le und ist des­halb unmensch­lich. eine sol­che intel­li­genz wird erken­nen, dass das ein­zi­ge übel auf unse­rem pla­ne­ten der mensch ist und weil ein robo sapi­ens nur logisch reagiert, kann er das pro­blem nur mit der ver­nich­tung des men­schen lösen .. "

bookmark_borderSo wird das nichts mit der Integration ....

Beim Ein­kauf im Super­markt beob­ach­te ich gern mal was die Leu­te so in ihren Ein­kaufs­wa­gen her­um­fah­ren. Wenn ich dazu anhal­ten muß fah­re ich mei­nen Wagen so an die Sei­te, dass er nir­gends häu­fig nach­ge­frag­te Pro­duk­te ver­sperrt. Also ein mög­lichst gerin­ges Ärger­nis für ande­re Kun­den darstellt.

Vie­le ande­re Kun­den machen das genauso.

Vor ein paar Tagen war ich wie­der mal gezwun­gen erst nach 19:00h ein­zu­kau­fen - um die­se Zeit ist es sehr ruhig, meist hält sich ledig­lich eine Hand­voll Kun­den dort auf.

Wir stan­den vor dem Yoghurt­re­gal - um uns her­um nicht ein ein­zi­ger ande­rer Kun­de - und such­ten gera­de die Geschmacks­rich­tun­gen raus die wir gern essen als plötz­lich eine jun­ge Frau mit Kopf­tuch, von der Sei­te kom­mend, sich erst zwi­schen mei­ne Frau und das Regal, dann zwi­schen mich und das Regal schob.

Die natür­li­che Reak­ti­on auf eine Per­son, die sich so her­an drängt, ist ein Schritt zurück. Gleich hin­ter uns stand aller­dings der Ehe­mann, mit Kind auf dem Arm und vor sich eine Kin­der­kar­re, wodurch uns nach hin­ten eben­falls der Weg ver­sperrt war. Es blieb nur der Aus­weg seit­lich nach rechts und links ....

Eine sol­che Über­heb­lich­keit gepaart mit ellen­bo­gen­ver­stärk­ter Rück­sichts­lo­sig­keit haben wir noch nie erlebt. Die­sen Men­schen fehl­te jede Distanz - nur das eige­ne Ziel bestimm­te die Handlung.

Mög­li­cher­wei­se ist die­ses Ver­hal­ten in dem Her­kunfts­land die­ser Leu­te sozi­al ange­mes­sen - hier ist das, und dar­auf soll­ten sie aller­dings bei einem Inter­gra­ti­ons­un­ter­richt drin­gend hin­ge­wie­sen wer­den - nicht üblich und grob unhöflich.

Mir wur­de da zum ersten Mal bewußt wie weit der Weg zur voll­stän­di­gen Inter­gra­ti­on für eini­ge Zuge­wan­der­te noch ist. Sehr weit. Das Ehe­paar war nach Klei­dung und Geha­be schon eta­bliert, offen­bar tür­ki­scher Natio­na­li­tät. Das macht die Sache aller­dings nicht erfreu­li­cher oder ein­fa­cher - im Gegenteil.

bookmark_borderEin wenig wahrgenommener Skandal

Wenn frü­her ein Alt-Poli­ti­ker nach Brüs­sel abge­scho­ben wur­de - damit er kei­nen Scha­den mehr im Inland anrich­ten konn­te - war das meist nicht sehr gefähr­lich. Im Zeit­al­ter des Inter­nets hat sich das gewan­delt. Beson­ders schwer­wie­gend ist es im Fall des Herrn Oet­tin­ger, unse­rem 'ahnungs­lo­sen, dafür aber akti­ven' Schwa­ben in Brüs­sel .... "hei­se" sagt dazu:

" .. Seit 2014 ist Gün­ther H. Oet­tin­ger "EU-Kom­mis­sar für Digi­ta­le Wirt­schaft und Gesell­schaft". Das ist gut für die Wirt­schaft, aber schlecht für die Gesell­schaft, wie sich immer deut­li­cher zeigt. Oet­tin­ger gilt in Brüs­sel als regel­recht Lob­by-hörig – was Trans­pa­ren­cy Inter­na­tio­nal inzwi­schen sogar empi­risch nach­ge­wie­sen hat. Vom Start weg ließ sich der fach­lich kaum bewan­der­te Digi­tal­kom­mis­sar wenig von Exper­ten bera­ten, viel­mehr lausch­te er Ein­flü­ste­rern der Kon­zer­ne, bei­spiels­wei­se beim The­ma Netzneutralität .. "

bookmark_borderVom Nachdenken

Tag­täg­lich sit­zen Aber­tau­sen­de von Inge­nieu­ren über ihren Plä­nen, Zeich­nun­gen und Zah­len­ko­lon­nen, sie erpro­ben in Labo­ren und Frei­land­ver­su­chen, ver­bes­sern, ver­fei­nern, justie­ren nach .... und schließ­lich kommt es auf den Markt, das gut durch­dach­te, per­fekt funk­tio­nie­ren­de und siche­re Ergeb­nis all die­ser Bemühungen.

Dann erreicht es die 'durch­schnitt­li­che' Hausfrau.
Oder den 'durch­schnitt­li­chen' Haus­mann, heutzutage.

Was pas­siert dann?

Alle Mühen die in den Pro­duk­ten stecken sind hinfällig.
Theo­rie trifft Praxis.
Pla­nung trifft Intuition.
Bedacht­sam­keit trifft Improvisation.

Ken­nen Sie die­se Kör­be, die in Spül­ma­schi­nen für das Besteck vor­han­den sind?
Bestimmt, denn mehr als zwei Drit­tel aller deut­schen Haus­hal­te ver­fü­gen über ein sol­ches Gerät.

Die­se Kör­be ste­hen exem­pla­risch für all das Inge­nieur­wis­sen- und pla­nen, das wei­ter oben beschrie­ben ist. 

Zugleich steht es für die völ­li­ge Nutz­lo­sig­keit all die­sen Auf­wan­des - denn was die Benut­zer damit machen ist nicht das, was die Inge­nieu­re geplant haben. Wie bei den Besteckkörben.

Um Sie nicht zu lang­wei­len neh­me ich nur einen klei­nen Teil die­ser Besteck­kör­be heraus:
Es gibt dort Fächer die tie­fer, also höher, ande­re die fla­cher sind.
War­um wohl?
Damit man beim Lee­ren der Maschi­ne nach Tee­löf­feln nicht in den tie­fe­ren Fächern suchen muß, weil sie so kurz sind, dass sie dar­in völ­lig ver­schwin­den. Die gehö­ren daher in die fla­che­ren Fächer. Soweit die Theorie.

Was aber machen Haus­frau und Hausmann?

Sie grei­fen das Besteck, das schmut­zi­ge Bün­del, das vor­her auf der Spü­le ange­häuft wur­de, und wer­fen es ohne jede Dif­fe­ren­zie­rung ein­fach so in den Besteckkorb ....
Schimp­fen womög­lich noch dabei, wenn ein gro­ßer Löf­fel oder ein Vor­le­ge­teil wie­der her­aus­fal­len, weil sie in den fla­che­ren Korb­teil gera­ten - und dafür ja ganz objek­tiv zu lang sind.

So wer­den inten­si­ves Bemü­hen unzäh­li­ger Inge­nieu­re über vie­le Jah­re und unter gro­ßem Auf­wand gewon­ne­ne Opti­mie­run­gen in Sekun­den­bruch­tei­len hin­fäl­lig, total über­flüs­sig, keh­ren sich gar ins Gegen­teil um.

Ver­ste­hen Sie nun, war­um es immer mehr Juri­sten, Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler und Leh­rer gibt?

Nicht?
OK, dann schau­en Sie sich mal das soge­nann­te "Flu­sen­sieb" ihrer Wasch­ma­schi­ne an.
Jaa-ha, sowas gibt es dort!
Und Sie wer­den sehr erstaunt sein, was man dar­in alles findet ....

bookmark_borderKurzer Hinweis an die SPD ....

" .. Heu­te will sich die SPD auf einem Par­tei­kon­vent auf eine Hal­tung zu CETA eini­gen .. " so war in den Nach­rich­ten bekannt gege­ben worden.

Nach den jüng­sten Wahl­er­geb­nis­sen und den Mas­sen­de­mon­stra­tio­nen gegen CETA und TTIP gibt es für die Par­tei nur eine Grund­hal­tung wenn sie nicht völ­lig unter­ge­hen will:


N
ein zu TTIP,
Nein zu CETA


- und zwar ohne heim­li­che Hin­ter­tür­chen wie neue Namen für (alte) Schieds­ge­rich­te, wie es Herr Gabri­el ver­sucht hat.

bookmark_borderDie Grenzen des "guten Geschmacks"

Es ist nicht Jeder­manns Sache zu erken­nen, wann ein Witz noch "wit­zig" und wann er "geschmack­los" ist. Von einem Witz kann man - das ist vie­len Men­schen offen­bar nicht bewußt - auf die Stim­mungs­la­ge, Moti­va­ti­on und Lebens­ein­stel­lung der Wit­ze­er­zäh­ler Rück­schlüs­se zie­hen. So ist es auch mit die­sen Samm­lun­gen von Text­schnip­seln. Ich fra­ge mich schon lan­ge wer die Zeit & Muße hat sowas zusam­men zu tragen.

Ich geb' mal ein Bei­spiel aus jüng­ster Zeit. Ein Aus­zug aus einer sol­chen "Wuß­ten Sie schon"-Zusammenstellungen, die mir per E-Mail zuging:


>>> *~*~*~*~*~*~*~*~*~*
>>>
>>> The­re are men in Guam who­se full-time job is to tra­vel the coun­try­si­de and deflower young vir­gins, who pay them for the pri­vi­le­ge of having sex for the first time.
>>>
>>> Rea­son: Under Guam law, it is express­ly for­bidden for vir­gins to marry.
>>>
>>> (Let's just think for a minu­te: Is there
>>> any job any­whe­re else in the world that even comes clo­se to this?)
>>>
>>> *~*~*~*~*~*~*~*~*~*

Der Ver­sen­der schloß sein E-Mail mit dem Satz
">>> If you need to reach me in the future,
>>> I will be in Guam !!!!!!"
.

Was sagt uns das über den Absender?
Eine Menge!

bookmark_borderBAYER & MONSANTO ....

"Da wächst zusam­men was zusam­men gehört" - und wer nun glaubt, dass das Geschäft für BAYER loh­nend sein wird ist auf dem Holzweg.

Wie, was, warum?

Zuerst ein­mal ist Monsan­to von vie­len Sei­ten unter Beschuß. Es dro­hen Mil­li­ar­den­kla­gen. Das Haupt­pro­dukt [Gly­pho­sat] wird wohl in Euro­pa ver­bo­ten wer­den und wenn das pas­siert bricht ein erkleck­li­cher Teil des Pro­fits weg. Der Name "Monsan­to" ist ver­brannt, denn die­se Fol­ge von immer neu­en Ent­hül­lun­gen über Hand­lungs­wei­se an der Gren­ze der Lega­li­tät kön­nen selbst durch super-tol­les Mar­ke­ting nicht neu­tra­li­siert werden.

BAYER und Monsan­to haben völ­lig ver­schie­de­ne Unter­neh­mens­phi­lo­so­phien, die Behand­lung und Bezah­lung der Mit­ar­bei­ter, ja selbst die Län­ge des Urlaubs sind so ver­schie­den wie ver­schie­den nur sein kann.
Fusio­nen soll­ten nur dann ange­strebt wer­den, wenn die Unter­neh­mens­kul­tur annä­hernd gleich ist bzw. sich rasch anglei­chen läßt: Ame­ri­ka­ni­sche und deut­sche Unter­neh­mens­kul­tur pas­sen da denk­bar schlecht ins Schema. 

Ich wage wie­der mal eine Prognose:
BAYER wird nach eini­gen Jah­ren [sagen wir mal: 4 Jah­re] wie­der ver­kau­fen. Mit Ver­lust. Der wird buch­mä­ßig die Steu­er­schuld min­dern. So ent­ge­hen der All­ge­mein­heit Steu­er­ein­nah­men in beträcht­li­cher Höhe - der Pro­fit aller­dings wird sofort gemacht, bei denen, die an Monsan­to betei­ligt sind.