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bookmark_borderSommergetränk

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Nach­dem nun für die kom­men­den Tage (und Wochen, sehr gut!) höhe­re, d.h. "som­mer­li­che" Tem­pe­ra­tu­ren vor­her­ge­sagt sind möch­te ich mei­nen Bei­trag dazu lei­sten das Som­mer­ge­fühl abzurunden:
Mit dem Rezept für ein (alko­ho­li­sches) Sommergetränk.

Es schmeckt ein wenig nach San­gria, wird aller­dings sehr viel ein­fa­cher zubereitet.

Man neh­me:

  • ¼ Oran­gen­brau­se (oder Fanta)
  • ¼ Oran­gen­saft (je nach Vor­lie­be mit oder ohne Fruchtfleisch)
  • ½ Rot­wein
  • nicht die bil­lig­ste Sor­te um Kopf­schmerz zu vermeiden,

  • einen Eßlöf­fel klein­ge­schnit­te­ne Früchte
  • es dür­fen auch Dosen­früch­te sein [gut geeig­net sind Oran­gen­stück­chen (wenn der O-Saft schon Frucht­fleisch ent­hält weg­las­sen), Pfir­sich­stück­chen, Ana­nas­stück­chen, gemischt.]

Wenn pro Glas [hohe, schlan­ke Glä­ser] zube­rei­tet wird ein bis zwei Eis­wür­fel zuerst ins Glas geben, anson­sten die Mischung in einem Krug vor­be­rei­ten und im Kühl­schank vor­rä­tig halten.
Wer es süßer mag kann noch etwas zer­sto­ße­nen brau­nen Kan­dis zuge­ben, dann aber gut (ver-)rühren bevor die Oran­gen­brau­se bei­gege­ben wird ....

Pro­sit!

bookmark_borderMakro

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Mar­chan­tia poly­mor­pha (Viel­ge­stalt-Brun­nen­le­ber­moos);
Sub­sp. ~ ruderalis

Die­ses Mini-Pflänz­chen - ca. 2 cm - wird ganz groß wenn man die ent­spre­chen­de Kame­ra benutzt. Ich habe das erste Bild in unse­rem Blu­men­ka­sten geknipst, die fol­gen­den Bil­der stam­men von ver­schie­de­nen Foto­gra­fen [sie­he Anga­ben dort], weil mein 'Schnell-Knips-Appa­rat' nicht so per­fek­te Makro­auf­nah­men ermöglicht.

Kom­plet­te Pflanze:

1
[ Pho­to: WvS]
Der Pfeil zeigt auf einen Brut­be­cher in dem schon Jung­pflan­zen zu sehen sind; bei Regen wer­den die­se Minis her­aus­ge­wa­schen, weg­ge­spült und wenn sie gün­sti­ge Bedin­gun­gen fin­den wächst ein neu­es Pflänz­chen daraus ....

Brut-Becher:

1
[ Pho­to: Wal­ter OBERMAYER]

1 [cc Pho­to: Hol­ger Cas­sel­mann; Crea­ti­ve Com­mons Attri­bu­ti­on-Share Ali­ke 3.0 Unported]

Zel­len:

1
[ Pho­to: Wal­ter OBERMAYER]

bookmark_borderEingebildet.

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Ken­nen Sie das Gefühl sich ein­zu­bil­den irgend­wo auf ihrem Kör­per krab­beln klei­ne Tier­chen rum? So ging es mir heute.

Nein, ich habe nicht getrunken.

Ich habe heu­te zwei Nist­kä­sten gerei­nigt, weil in die­ser Jah­res­zeit kei­ne gefie­der­ten Bewoh­ner dort leben ....
Im Früh­jahr niste­ten noch in bei­den Kästen (nach­ein­an­der) Meisen.

Gut, heu­te also öff­ne­te ich die Kästen um das Nist­ma­te­ri­al her­aus­zu­ho­len und sie zu säu­bern. Ganz unten waren klei­ne Äst­chen geschich­tet, dar­über ver­wo­be­nes Moos ver­schie­de­ner Art und in der ober­sten Schicht bestand die Mul­de im wesent­li­chen aus Tierhaaren. 

Die­se Nest­kon­struk­ti­on ließ sich in einem Stück herausheben.
Was dar­un­ter zum Vor­schein kam war weni­ger erbaulich:
Es hüpf­te, wim­mel­te und wusel­te, klein­ste und klei­ne Tier­chen ver­such­ten - ver­schreckt vom plötz­li­chen Licht - irgend­wie 'unsicht­bar' zu wer­den. Alle wild durcheinander ....

Ich habe natür­lich Alles her­aus­ge­holt & geputzt bis sich kei­nes der Tier­chen mehr dort aufhielt.

Na ja, und seit­dem habe ich die­ses krib­bel-krab­be­li­ge Gefühl.
Wenn ich genau hin­se­he kann ich aber nichts finden.
Ein­ge­bil­det eben.

*edit*
(26.04.2016)
Wie ich beim NABU gele­sen habe soll­te man Ende Sep­tem­ber die Nist­kä­sten rei­ni­gen. Weil dann auch eine "zwei­te Brut" bestimmt geschlüpft & aus­ge­flo­gen ist.

bookmark_borderPositive Stimmung an den Börsen ....

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Sport ist eine posi­ti­ve Beschäf­ti­gung zur Erhal­tung der Gesund­heit. Solan­ge man es nicht über­treibt. PRO­FI-Sport aller­dings ist knall­har­tes Geschäft, das sich den Idea­lis­mus Vie­ler - und deren Bereit­schaft für ihre Ido­le zu zah­len - zunut­ze macht :
Wie stets wird ganz oben abge­sahnt, die ganz unten zah­len dafür.

So wer­den denn auch einen Tag nach dem Sieg, die Mann­schaft ist noch nicht ein­mal zurück im Lan­de, die ersten Kon­tu­ren der Ver­mark­tung sicht­bar .... den Sport­ar­ti­kel­her­stel­lern ste­hen ein paar lukra­ti­ve Mona­te ins Haus und selbst sport­fer­ne Indu­strie­zwei­ge rech­nen damit, dass ein paar Bro­sa­men für sie abfallen.

Anson­sten bleibt Alles so wie es war.
Dar­an ändert der Sieg nichts.
Über­haupt nichts.

bookmark_borderHineingezogen ....

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Hin­ein­ge­zo­gen zu wer­den in die aktu­el­len Ereig­nis­se im Lan­de bleibt nicht aus wenn man im Lan­de ist. So etwa lau­tet mei­ne Erkennt­nis kurz vor dem los­bre­chen­den Sturm, der die Nati­on heu­te Abend erschüt­tern wird.

Das Leben syn­chro­ni­siert sich am Ereig­nis des Tages, dem Fuß­ball­spiel der Natio­nal­mann­schaft, die ein­mal mehr zum Hoff­nungs­trä­ger der Mas­sen wird. Die die Hoff­nung der Dar­stel­lung "Deut­scher Grö­ße" auf ihren Schul­tern trägt. Und wehe das mißlingt!

Obwohl ich dem Ereig­nis völ­lig neu­tral gegen­über­ste­he bin ich davon mit­tel- und unmit­tel­bar betroffen:
Ich wer­de mich jetzt spu­ten zügig das Abend­essen zu kochen, damit die Fami­lie sich den Bart & das Kinn wischen kann bevor der Anpfiff ertönt - sat­te Men­schen sind ver­söhn­li­cher, und wenn dann etwas schief lau­fen soll­te wird die Reak­ti­on hof­fent­lich ein wenig mil­der ausfallen ....

Des­we­gen "Kopf hoch!", lie­be Lands­leu­te, selbst wenn es für Deutsch­land heu­te abend in Bra­si­li­en schlecht aus­ge­hen soll­te, eines ist gewiß:
Der Glo­bus wird sich wei­ter drehen,
die Welt wird nicht untergehen,
und Frau Mer­kel bleibt ....
wobei ich auf letz­te­res am ehe­sten ver­zich­ten könnte.

bookmark_borderKosten & Lebensqualität
* 2.update * (27.01.2020)

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Die Ausgangslage

Als ich 2005 berufs­be­dingt nach Ham­burg zog koste­te eine Zwei-Zim­mer-Woh­nung in Eppen­dorf ca. 450 €uro. Heu­te, knapp zehn Jah­re spä­ter, ist eine sol­che Woh­nung nicht unter 650 €uro zu mie­ten. Ich ken­ne kei­nen Berufs­zweig in dem in den letz­ten zehn Jah­ren die Gehalts­stei­ge­rung 45% betra­gen hat - das wären pro Jahr ca. 5% Gehaltserhöhung.

In Mün­chen, womög­lich noch begehr­ter als Ham­burg, Frank­furt oder Ber­lin, bezahlt man mitt­ler­wei­le für eine Ein-Zim­mer-Woh­nung um die 700 €uro. Das ist selbst bei über­durch­schnitt­li­chen Ein­kom­men ein dicker Bat­zen des monat­li­chen Budgets.

Nun hilft es nicht viel das ledig­lich zu bekla­gen. Es muß erst­mal die Fra­ge gestellt wer­den wodurch die­se Stei­ge­rung ent­steht und zwei­tens wie man ihr begegnet.

Wodurch also werden die steigenden Mieten in deutschen Großstädten hervorgerufen?

Die erste Antwort:

Das ist eine Fra­ge von Ange­bot & Nach­fra­ge - wenn vie­le Men­schen eine Woh­nung suchen kön­nen die Ver­mie­ter die Mie­ten erhö­hen, es fin­den sich offen­bar immer noch genug Mie­ter die das bezahlen.

Die zweite Antwort:

Wer sich eine sol­che Mie­te aus eige­ner Ent­loh­nung nicht lei­sten kann bekommt Hil­fe vom Staat - Wohn­geld, zum Bei­spiel, ist da eine Vari­an­te. Aber wer erfüllt schon die Kri­te­ri­en für den Erhalt von Wohn­geld? Die Zahl der Berech­tig­ten hält sich des­we­gen auch in Gren­zen.
Immer­hin ist es für einen klei­nen Teil der Mie­ter genug um sich die nach­ge­frag­ten, über­höh­ten Mie­ten gera­de noch lei­sten zu können.

Die dritte Antwort:

Anle­ger von nah und fern sehen in den Immo­bi­li­en eine loh­nen­de Geld­an­la­ge, denn in ihren eige­nen Län­dern ist das Geld nicht mehr "sicher" - sie sehen die Gefahr es zu verlieren.
In einer sol­chen Situa­ti­on ist das Risi­ko des Ver­lu­stes von 10 oder 20 % der Geld­an­la­ge ver­nach­läs­sig­bar wenn sich die Markt­la­ge ändert, denn im schlimm­sten Fall droht zu Hau­se ein 100%-Verlust.
Hier kom­men auch die insti­tu­tio­nel­len Anle­ger ins Spiel. Sie suchen eben­falls nach Anla­ge­mög­lich­kei­ten nach­dem die gewerb­li­chen Immo­bi­li­en nicht mehr absetz­bar sind und des­we­gen kei­ne Ren­di­te zu erwar­ten ist. Woh­nun­gen wer­den immer noch nach­ge­fragt, die Zahl der Sin­gle-Haus­hal­te wächst - und damit die benö­tig­te Zahl von Klein­woh­nun­gen vor allem dort, wo noch Unter­neh­men ange­sie­delt sind die wachsen.

Wie lassen sich die Mietpreise bremsen bzw. weitere Erhöhungen stoppen?

Die erste Maßnahme: Wohn- oder Vermietzwang

Wegen der hier­zu­lan­de bestehen­den gesetz­li­chen und steu­er­recht­li­chen Vor­ga­ben kann es sich für Besit­zer loh­nen Wohn­raum unver­mie­tet "leer ste­hen" zu las­sen - da könn­te, nach dem Mot­to "Eigen­tum ver­pflich­tet!" eine Rege­lung hel­fen die es ver­bie­tet Woh­nun­gen über einen gewis­sen Zeit­rah­men hin­aus unver­mie­tet zu hal­ten. Über­schrei­tet der Besit­zer - egal ob Pri­vat­per­son oder Gesell­schaft - die­se Fri­sten müß­te die Kom­mu­ne über­neh­men und eine Ver­mie­tung vor­neh­men. Ziel ist hier eine Ange­bots­er­hö­hung, wodurch die Nach­fra­ge bes­ser befrie­digt wer­den könnte.

Die zweite Maßnahme: Ausgleichsabgabe

Außer­dem könn­ten gesetz­li­che Vor­ga­ben geschaf­fen wer­den, die for­dern, dass Inve­sto­ren zusätz­lich zu ihrer Anla­ge einen Bei­trag zur Infra­struk­tur lei­sten der vom Kauf­preis zum einen und vom Miet­preis zum ande­ren abhän­gig ist.
Dies beinhal­tet den Gedan­ken, dass Men­schen die in die­sem Wohn­raum leben einen Bei­trag zum Gesamt­wohl der Stadt/Region lei­sten, sie dem Anle­ger sei­nen Geld­ein­satz durch die Miet­zah­lung erstat­ten und dar­über hin­aus einen Zuge­winn sichern.
Die Aus­gleichs­ab­ga­be auf den erho­be­nen Miet­preis - even­tu­ell ver­se­hen mit einem Expo­nen­ti­al­fak­tor - bremst das Mietbegehren.

Der Anle­ger pro­fi­tiert durch Wert­stei­ge­rung der Immo­bi­li­en in einem nach­fra­ge­inten­si­ven Markt ohne selbst einen Bei­trag zu lei­sten - die Kosten für die Infra­struk­tur­maß­nah­men wer­den nur von denen getra­gen, die tat­säch­lich dort leben und arbeiten:
Dem­nach han­delt es sich also bei einer Zusatz­ab­ga­be auf den Kauf­preis um eine Abschöp­fung des Gewinn­po­ten­zi­als von Immo­bi­li­en, was eine Abküh­lung des über­hitz­ten Mark­tes nach sich zie­hen könnte.

Die dritte Maßnahme: Mißverhältnis Angebot/Nachfrage korrigieren.

Wenn es ein Miß­ver­hält­nis zwi­schen Ange­bot und Nach­fra­ge gibt wäre es sinn­voll durch ver­mehr­te öffent­li­che Bau­tä­tig­keit die Situa­ti­on zugun­sten des Ange­bots zu ver­schie­ben - das aller­dings durch gemein­nüt­zi­ge, öffent­li­che Insti­tu­tio­nen, denn in der Ver­gan­gen­heit hat sich ja gera­de gezeigt, dass die Ein­bin­dung von auf Pro­fit aus­ge­rich­te­ten Unter­neh­men lang­fri­stig eher zu einer wei­te­ren Ver­teue­rung von Wohn­raum geführt haben - ohne gleich­zei­tig die Erhal­tung und Moder­ni­sie­rung zeit­ge­mäß voranzutreiben.

Nachsatz:
Selbst­ver­ständ­lich erhebt die­ser Arti­kel nicht den Anspruch alle Facet­ten des Pro­blems erschöp­fend zu besprechen.

* update * (14.07.2014; 19:40h)
Sie­he hier­zu => MO 14.7., 22:00 Uhr, WDR "Wahn­sinn Wohnungsmarkt"

* 2. update * (27.01.2020)
Sie­he hier­zu => Stu­die: Mie­ten in Mün­ster um 40 Pro­zent gestiegen

bookmark_borderBlick zurück:
"Als ich heute morgen
die Titelzeile der Zeitung las ...."

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Am Don­ners­tag, 23 April 2009, schrieb ich einen Bei­trag der so begann:

Als ich heu­te mor­gen die Titel­zei­le der Zei­tung las hat­te ich den Ein­druck fast vier Jahr­zehnte zurück­ge­wor­fen zu sein: "Abgrund­tie­fer Hass" stand da zu lesen, und "Sau­er­land-Zel­le plan­te Atten­tate" — so wie zu bes­ten Baa­der-Mein­hof-Ban­den-Zei­ten / RAF* war der Kom­men­tar dann auch zum The­ma "Ter­ro­ris­ten" und begann mit den Zei­len "Die Frat­ze des Ter­rors hat Deutsch­land seit ges­tern wie­der eingeholt .. " 

Zwi­schen­zeit­lich sind fünf Jah­re ver­gan­gen - und die Situa­ti­on hat sich eher ver­schlech­tert als ver­bes­sert. Die Poli­tik ist in ihrem Bestre­ben das Inter­net zu ihren Gun­sten zu ver­än­dern wei­ter gekom­men. Es fehlt eine schlag­kräf­ti­ge Oppo­si­ti­on, denn Jene, die ver­ste­hen wor­um es geht sind in der Min­der­heit. Die Mas­se der Älte­ren wählt "staats­tra­gend" und nicht nach The­men, son­dern nach Gefühl & Tradition ....

bookmark_borderVerdächtig 'unverdächtig'

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TOR? Haben Sie 'was zu verbergen?
Was, Sie sind nicht bei "face­book"?
Ihr Aus­weis steckt in einer Alu-Hülle?
Ach, und von "whats­app" hal­ten Sie nichts?
So so, sie ver­schlüs­seln also ihre E-Mails?!
Heut­zu­ta­ge ist doch Jeder bei "twit­ter" aktiv!
Sie benut­zen statt 'smart­phone' noch ein Nokia von 2003?

Sehr ver­däch­tig "unver­däch­tig" zu sein, weni­ge bis kei­ne Daten­spu­ren zu erzeu­gen - oder wenig­stens den Ver­such zu unter­neh­men so wenig wie mög­lich blei­ben­de Spu­ren im Inter­net zu hinterlassen ....

Die Per­ver­si­on des Den­kens ist mitt­ler­wei­le weit über das hin­aus gedie­hen, was Orwell'sche Fik­ti­on dar­ge­stellt hat:
Allei­ne die Abwei­chung vom NORM­ver­hal­ten macht ver­däch­tig, was gesun­des Miß­trau­en gegen­über den Schnüf­fel­mög­lich­kei­ten diver­ser Kon­zer­ne und "Dien­ste" ist wird als "extrem" eingestuft.

Die Grund­idee von "Bie­der­mann und die Brand­stif­ter" auf den Kopf gestellt: Der unver­däch­ti­ge Bie­der­mann wird zum moder­nen Schur­ken, des­sen Ver­wei­ge­rungs­hal­tung ihn, in Gegen­satz zu den -ver­meint­lich- staats­tra­gen­den und ver­fas­sungs­schüt­zen­den Geheim­dienst­ele­men­ten ste­hend, zum Staats­feind macht.

Unver­däch­tig ist schon verdächtig.
Kei­ne Spur zu hin­ter­las­sen ist sehr verdächtig.
Nicht das zu tun was die Mas­se tut ist höchst verdächtig!

Mer­ke:
Der 'moder­ne' Staats­feind zeich­net sich dadurch aus,
dass er den Geheim­dien­sten das Leben schwer macht. Kein staats­feind­li­ches Ver­hal­ten ist ver­däch­ti­ger als umge­kehrt. Weil nach der Grund­idee der Dien­ste (offen­bar) jede Abwei­chung von der Norm nur eine Schluß­fol­ge­rung zuläßt:
Es muß sich um eine/-n Extre­mi­stin/-ten handeln.

bookmark_border"Und willst du nicht mein Bruder sein ...."

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".... dann schlag' ich dir den Schä­del ein!" - so lau­tet ein etwas dra­sti­sches, geflü­gel­tes Wort. Es ist, wie ich mei­ne, eine gute Ein­lei­tung zu den fol­gen­den Überlegungen. 

Frau Rabe brach­te mich kürz­lich zum Nach­den­ken. Mit einer Fra­ge [Wo ist der Unter­schied zu ande­ren?] in ihrem Kom­men­tar.

Natür­lich sind Men­schen ver­schie­den und 'glau­ben' - geprägt aus Eltern­haus, Schu­le, Beruf, Lands­mann­schaft und Erfah­rung - an sehr unter­schied­li­che Din­ge. Die­se Viel­falt ist es ja gera­de, die das Leben inter­es­sant macht. Was zugleich heißt:

Die­se Ver­schie­den­heit ist weder Anlaß zur Sor­ge, noch soll­te sie Anlaß für 'töd­li­che' Feind­schaft sein.

Wie bekannt gelingt das aber sel­ten bis nie. Wer ver­schie­de­ner Mei­nung ist wird erst­mal mit Wor­ten 'bear­bei­tet'. Um die Mei­nung an die eige­ne anzu­glei­chen. Gelingt das nicht auf Anhieb, so wer­den nach und nach stär­ke­re Geschüt­ze aufgefahren: 

Ver­meint­li­che oder tat­säch­li­che Mei­nungs­füh­rer aus dem öffent­li­chen Leben wer­den zitiert. Auf die schlim­men Fol­gen des­sen, was pas­siert wenn man sich nicht besinnt und umdenkt wird hin­ge­wie­sen. Der Ver­lust an Freun­den und Bekann­ten wird beschwo­ren. Wenn das alles nicht hilft wer­den die Gesprä­che immer lau­ter, immer hef­ti­ger und am Ende gar - je nach Her­kunft und erlern­tem Kon­flikt­lö­sungs­ver­hal­ten - 'tät­lich' ....

Ich kann bei­spiels­wei­se christ­li­ches Den­ken (oder auch natur­heil­kund­li­che "Behand­lung") nicht ernst neh­men. Vie­les, was dazu gesagt und geschrie­ben ist, ist mir schon des­we­gen ver­däch­tig, weil es kei­ner Logik - wenig­stens kei­ner nach­voll­zieh­ba­ren Logik - folgt.

Um aller­dings die Apo­lo­ge­ten einer sol­chen Denk­wei­se als Mensch zu schät­zen, als Mensch zu ach­ten, muß ich nicht unbe­dingt glei­cher Auf­fas­sung zu den oben genann­ten (nur als Bei­spiel gewähl­ten) The­men sein:

Wenn also Jemand eine Mei­nung vetritt die ich nicht tei­len kann so ist das eine Sache. Der­je­ni­ge bleibt aber ein Mensch, er wird nicht auto­ma­tisch zum Feind. 

Ich mag sei­ne Lebens­idea­le nicht tei­len, aber solan­ge er nicht ver­sucht mei­ne weg­zu­neh­men kann ich auch damit bestens leben. Den­noch darf ich und muß ich aus mei­nem Selbst­ver­ständ­nis und Lebens­ent­wurf dar­auf hin­wei­sen WAS ich an dem Den­ken & Han­deln Ande­rer für falsch halte. 

Was Vie­len fehlt ist eine grund­sätz­li­che Gelas­sen­heit ande­re Mei­nun­gen hin­zu­neh­men - und sie nicht als per­sön­li­chen Affront, als Angriff oder Frech­heit zu sehen. Eine Tat­sa­che, die übri­gens auch im geschäft­li­chen und poli­ti­schen Umgang gut täte.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

1. Unter dem - ähn­lich klin­gen­den - Titel "Und willst Du nicht mein Bru­der sein… oder „Was erlau­be Schweiz?“ " gibt es übri­gens einen (sehr) lesens­wer­ten Arti­kel zum The­ma "Ver­hält­nis Schweiz - EU".

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

* Zum Ursprung die­ses Sat­zes gibt es ver­schie­de­ne Deutungen:
2. Uni­ver­sal-Lexi­kon
3. WIKIPEDIA
4. Geflü­gel­te Wor­te (Wiki­pe­dia) / Wiki­quo­te
5. Bis­tum TRIER - das übri­gens mit der Zuord­nung zu Lenin irrt. Wie aus Zif­fern 2-4 leicht zu erken­nen ist.

bookmark_border"wishful thinking" vs. Realität

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.... oder:
Der "ame­ri­ka­ni­sche Exzep­tio­na­lis­mus" ist angeknackst ..?!

Bei uns heißt es:
Wir sind (bald) Weltmeister.
Wir sind Papst.
Mir san mir.

Bei den Ame­ri­ka­nern heißt es:

.. Final­ly, let’s remem­ber that our lea­der­ship is defi­ned not just by our defen­se against thre­ats, but by the enorm­ous oppor­tu­ni­ties to do good and pro­mo­te under­stan­ding around the glo­be - to for­ge grea­ter coöpe­ra­ti­on, to expand new mar­kets, to free peo­p­le from fear and want. And no one is bet­ter posi­tio­ned to take advan­ta­ge of tho­se oppor­tu­ni­ties than America .. 

[tele­po­lis]

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

Das will ich mir schon etwas genau­er anse­hen & kommentieren.

" .. that our lea­der­ship is defi­ned not just by our defen­se against thre­ats .. "

- Wer die größ­te Armee/Luftwaffe/Marine der Welt mit den höch­sten Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben unter­hält bestimmt offen­bar selbst was unter "defen­se" und "thre­ats" zu ver­ste­hen ist. 

Jeden­falls nicht das, was der Rest der Welt dar­un­ter versteht. 

Der Rest der Welt sieht eine völ­lig außer Rand & Band gera­te­ne U.S.A. die über­all wo es ihr paßt mili­tä­risch durch­setzt was poli­tisch nicht durch­setz­bar wäre - unter­stri­chen durch den Anspruch ein 'Mono­pol' auf die allei­ni­ge Defi­ni­ti­on des­sen zu haben, was für jeden gut sein muß, weil es für die U.S.A. gut ist.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

" .. by the enorm­ous oppor­tu­ni­ties to do good and pro­mo­te under­stan­ding around the globe .. "

- Wo immer auf der Welt die U.S.A. in der Ver­gan­gen­heit poli­ti­sche Füh­rer und Syste­me unter­stützt haben war es nicht zum Besten für die Bevöl­ke­rung, son­dern zum Besten für eine schma­le Füh­rungs­eli­te (wobei sich mir die Fin­ger sträu­ben 'Éli­te' zu schrei­ben, Pro­fi­teu­re beschreibt es wohl bes­ser) sowohl in den 'beglück­ten' Län­dern als auch in den U.S.A. selbst.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

" .. to for­ge grea­ter coöpe­ra­ti­on, to expand new markets .. "

- Statt 'forge' (schmie­den) hät­te wohl bes­ser 'force' (zwin­gen) gepaßt, denn nach dem geflü­gel­ten Wort "Und bis du nicht wil­lig, so brauch' ich Gewalt" wird dampf­wal­zen­ar­tig alles platt gemacht was den AMERIKANISCHEN Plä­nen im Wege steht:
Sie­he Koope­ra­ti­ons­ver­trä­ge, die geheim aus­ge­han­delt wer­den und stets zugun­sten der U.S.A. aus­ge­legt wer­den - sie­he ACTA, TTIP, etc. ....

'expand new mar­kets' - ja, nach ame­ri­ka­ni­schem Muster, sogar der gene­ti­sche Code soll­te ja vor eini­gen Jah­ren "paten­tiert" wer­den, was dann selbst dem höch­sten U.S.-Gericht nicht ganz geheu­er war und zurück­ge­pfif­fen wurde. 

Der Schwer­punkt liegt auf 'expand' - was aus U.S.-Sicht bedeutet:
Nach ame­ri­ka­ni­schem Rechts­ver­ständ­nis und mit ame­ri­ka­ni­schen Geschäfts­me­tho­den, bereits vor­han­de­ne Recht­li­che und den Kon­su­men­ten­schutz beinhal­ten­de Schran­ken wer­den als 'wett­be­werbs­wid­rig' und "Wett­be­werbs­hin­der­nis" ange­se­hen und ein­fach igno­riert oder durch Ver­trä­ge 'neu­tra­li­siert' ....

Der Gip­fel aber war die fol­gen­de Aus­sa­ge, und das vor dem Hin­ter­grund der Ent­hül­lun­gen zu den welt­wei­ten und ille­ga­len Prak­ti­ken der NSA und beglei­ten­der Geheimdienste:

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

" .. And no one is bet­ter posi­tio­ned to take advan­ta­ge of tho­se oppor­tu­ni­ties than America .. "

- Ja, sie schaf­fen ihre Mög­lich­kei­ten indem selbst bei befreun­de­ten Natio­nen alles aus­ge­späht wird was man aus­spä­hen kann, in unse­rem Fall sogar noch unter­stützt durch unse­re eige­ne Geheim­dien­ste. Nach ver­lo­re­nen Krie­gen nann­te man die­se Hel­fers­hel­fer des Fein­des "Kol­la­bo­ra­teu­re" und mach­te ihnen den Prozeß.
Bis heu­te wei­gert sich der Bun­des­an­walt auch nur einen Fin­ger zu rüh­ren, obwohl die Spat­zen bereits die Wahr­heit dar­über von den Dächern pfeifen.
Wahr­schein­lich sind in ihm die drei Affen zugleich repräsentiert:
Er sieht nichts, hört nichts und sagen tut er schon erst recht nichts ....