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bookmark_border"I did a liver cleanse" [Leberreinigung]


Die Selbst­ent­blö­ßung im Inter­net nimmt so lan­ge kein Ende, bis sie nicht mehr mit "Besu­cher­zah­len" belohnt wird. Für Auf­merk­sam­keit tun man­che Men­schen wirk­lich alles - oder hät­te vor ein paar Jah­ren jemand geglaubt wenn man behaup­tet hät­te "Irgend­wann in der Zukunft wird es mög­lich sein wild­frem­den Men­schen beim Toi­let­ten­gang zuzu­se­hen!" Man wäre für ver­rückt, per­vers, oder bei­des gehal­ten wor­den - und doch ist es die­ser Tage (wie im Bild und ver­link­ten Video zu sehen) gang und gäbe geworden.

Das ist aller­dings nur eine Sei­te des­sen, was mich an die­sem Bei­spiel abstößt - viel schlim­mer ist die boden­lo­se Dumm­heit und/oder Unwis­sen­heit die­ser jun­gen Frau, die EIN Buch zum Anlass nimmt ihre Gefolg­schaft auf den Pfad des Ver­der­bens zu füh­ren. Zwar mit War­nun­gen ver­se­hen, die aber wohl nur des­we­gen, damit man ihr recht­lich nicht bei­kom­men kann wenn es zu Gesund­heits­schä­den bei jenen führt, die ihren Rat­schlä­gen folgen.
["click!" auf das Bild vergrößert]
Stim­men der Ver­nunft gibt es in den zuge­hö­ri­gen Kom­men­ta­ren - die stel­len rich­tig, was da zuvor behaup­tet und völ­lig falsch zuge­ord­net wurde:
Die gefun­de­nen "Stei­ne" sind Arte­fak­te aus den ein­ge­nom­me­nen Sub­stan­zen, die auf dem Wege einer che­mi­schen Reak­ti­on erst durch deren Ein­nah­me gebil­det wur­den. Also nicht im Kör­per vor­han­den waren, son­dern durch den Hokus­po­kus erzeugt wurden!
Das ist eine völ­lig neue Vari­an­te der Vor­täu­schung von Wir­kung eines sol­chen dra­sti­schen Ein­griffs in die natür­li­che Ver­dau­ung des Körpers.

Bezug hier­zu → Body­Fo­cus "Leber­ent­gif­tung" [Body­Fo­kus Clean Body Restart]

bookmark_borderWas mich vom Hocker reißt ....

Was mich vom Hocker reißt und mich dazu treibt immer wie­der neue Mög­lich­kei­ten zu suchen WIE ich der Ver­nunft, dem rich­ti­gen Abwä­gen zwi­schen "glau­ben" und "wis­sen" auf die Sprün­ge hel­fen kann - indem ich blog­ge, bei­na­he täg­lich, und erfreu­li­cher­wei­se mit stei­gen­der Leserzahl. 

Drei gro­ße The­men­krei­se sind dabei zu identifizieren:

1. Wie halt­lo­se Schluss­fol­ge­run­gen aus weni­gen Ergeb­nis­sen, aus per­sön­li­chen Beob­ach­tun­gen, oder vom Hören­sa­gen als Pseu­do­wis­sen und Pseu­do­er­geb­nis­se erkannt wer­den kön­nen. Zugrun­de liegt der bestän­di­ge Kampf zwi­schen Koin­zi­denz (und Kor­re­la­ti­on) bzw. Kau­sa­li­tät zu unter­schei­den, was Nicht-Natur­wis­sen­schaft­lern und Lai­en beson­ders schwer fällt, wo sie doch eher mit dem Bauch als mit dem Kopf entscheiden.

Ein beson­ders kras­ses Bei­spiel für unwis­sen­schaft­li­ches Geschwur­bel ohne ver­tief­te Kennt­nis­se der Medi­zin habe ich → dort näher beleuchtet.

2. War­um 'popu­la­ri­sier­te' For­schungs­er­geb­nis­se in den ein­schlä­gi­gen 'bun­ten Blät­tern' kei­nen Wert haben - und war­um Ergeb­nis­se der For­schung nicht mehr dis­ku­tiert wer­den kön­nen. 'Mei­nung' zu einem For­schungs­er­geb­nis ist nicht 'Wider­le­gung' die­ses Ergeb­nis­ses, son­dern törich­te Selbstüberschätzung.

For­schungs­er­geb­nis­se sind kei­ne Diskussionsgrundlage
- sie sind zu akzep­tie­ren­de Fakten!

3. Ver­spre­chen und Beteue­run­gen etwas sei so oder so - und nie anders - ste­hen immer auf töner­nen Füßen. Trotz­dem wer­den sie als 'Wahr­heit' ange­prie­sen und ver­brei­tet. Wer zu wenig Hin­ter­grund­wis­sen hat fällt dar­auf her­ein, geht den Schar­la­ta­nen und Hokus­po­kus­künst­lern auf den Leim. Das trifft für vie­le Lebens­be­rei­che zu, und ich erklä­re und erör­te­re das meist für Nah­rung und Gesund­heit, für Natur­wis­sen­schaf­ten und für poli­ti­sche Strö­mun­gen und Gescheh­nis­se hier und in der Welt.

Mein jet­zi­ges Blog "RELA­tief" ist das vier­te Blog unter die­sem Namen. Ange­fan­gen habe ich 2003 bei einer Platt­form die sich bald als *tee­nie-lastig* her­aus­stell­te. Nur Kid­dies am Start, Kat­zen, Ham­ster, Liebeskummer ....
das war zu viel des Guten. Des­we­gen fand ich im April 2004 eine bes­se­re Mög­lich­keit zum Schrei­ben bei "two­day". Das zwei­te Blog RELA­tief (I). Wegen der Beschrän­kun­gen hin­sicht­lich der Daten­men­ge dann eine Erwei­te­rung zu RELA­tief (II). Als es abzu­se­hen war, dass "two­day" nicht wei­ter gepflegt und erneu­ert wer­den wür­de schließ­lich das jet­zi­ge Blog unter wordpress. 

Was ich sehr scha­de fin­de ist fol­gen­de Beobachtung:

Vie­le Blog­gen­de haben eine min­de­stens in Grund­zü­gen über­ein­stim­men­de Hal­tung zu Poli­tik und Gesell­schaft. Die­se Sicht ent­spricht nicht der, die in den gro­ßen Medi­en wie Fern­se­hen, Rund­funk und den bekann­ten Zei­tun­gen der Repu­blik ver­tre­ten werden. 

Ich bedaue­re sehr die man­geln­de Koor­di­na­ti­on und Abstim­mung zwi­schen den Bloggenden:


Hier wäre eine Mög­lich­keit die soge­nann­te "Gegen­öf­fent­lich­keit" her­zu­stel­len. Durch gemein­sa­me, abge­stimm­te Blog­ar­ti­kel die gleich­zei­tig in ALLEN Blogs erschei­nen. Den­ken Sie, lie­be Mit­blog­gen­de, ein­mal dar­über nach ob Ihnen das gefal­len könn­te - eine Mög­lich­keit sich abzu­stim­men stellt die Platt­form blogs50plus dar.
 

Wei­te­re Arti­kel rund um das Bloggen
06/2005 Vom Geist des Blog­gens ...
12/2008 Bekennt­nis ....
07/2009 War­um blog­gen Blog­ger?
01/2011 Wir sind schon ein ver­rück­tes Völk­chen, ....
02/2011 Ein wenig "Küchen­psy­cho­lo­gie" ....
02/2014 Zehn Jah­re ....
04/2018 Der Zusam­men­hang zwi­schen Den­ken, Lesen und dem Ver­ständ­nis der Welt

Die­ser Arti­kel ist ein Bei­trag zu
"Drei Jah­re Blogs50plus! Blog­pa­ra­de: Was moti­viert euch?"

bookmark_borderManchmal muss es eben etwas Besonderes sein ....

"Car­pac­cio vom Frank­fur­ter Ripp­chen mit gro­ber Senf­sauce und war­mem Endi­vi­en­sa­lat mit Kar­tof­feldres­sing"
*update* [18.02.2024; 21:15h; Der Link ist nicht mehr gül­tig, dort → https://www.re-actio.com/wordpress/wp-content/uploads/Rippchen-Carpaccio.png fin­den Sie eine Abbil­dung des vor­ma­li­gen Tex­tes; wie stets ist es eine Fra­ge der Beschrei­bung - Ripp­chen bleibt doch stets Rippchen!]

Manch­mal muss es eben etwas Beson­de­res sein - und wenn es nur der Name ist, wobei die Grund­zu­ta­ten so blei­ben wie sie seit Jahr­hun­der­ten in volks­tüm­li­cher Haus­manns­kost zu fin­den sind:
Ripp­chen, Kraut, Kar­tof­feln, Senf

War­um also ver­an­stal­tet man die­ses Theater?
Weil ein
"Ripp­chen mit Kraut und Salz­kar­tof­feln" für ca. 7,50 € ange­bo­ten wird, dem­ge­gen­über natür­lich das
"Car­pac­cio vom Frank­fur­ter Ripp­chen mit gro­ber Senf­sauce und war­mem Endi­vi­en­sa­lat mit Kar­tof­feldres­sing" für den dop­pel­ten Preis ser­viert wird.

Ver­ste­hen Sie nun, lie­be Lesen­de, was es mit der Gour­met-Küche auf sich hat?

So ist das eben. Mei­ne Mut­ter (Gott hab' sie selig!) pfleg­te zu sagen "Das Kind muss nur einen Namen haben!" und mein­te damit die Auf­wer­tung bana­ler Küche durch geschraub­te, ver­frem­de­te und über­setz­te Namen. So hie­ßen bei uns die Kar­tof­fel­puf­fer "Kar­til­las" und die Eier­pfann­ku­chen "Tor­til­las à la Mama" - na, da bekommt man doch gleich einen wäss­ri­gen Mund! 

Mit jed­we­der Sor­te von Nudeln hat­te sie eine beson­de­re Bezie­hung: Die gab es min­de­stens drei-, öfter vier­mal pro Woche - weil sie sie gern aß. Der Rest der Fami­lie hat bis heu­te ein gestör­tes Ver­hält­nis zu Nudeln. Kein Wunder. 

bookmark_borderNoch’n Gedicht …. (III)

№ 0473: von kanälen

By wvs

auf einen auf­ruf tref­fen sich
kanä­le – war­um weiss ich nich':
durch mich, so spricht 
abwas­ser
keck
fließt immer­zu der schlimm­ste dreck
tv-kanal räus­pert und spricht:
das ist nicht wahr – gilt nicht für mich.
chan­nel – der bri­te – lacht ganz grob
sagt zu tv: that’s what you hope!
but i can tell you, yes indeed,
you pro­du­ce a lot of shit!
kaum war das raus aus sei­nem munde
ver­läßt der mit­tel­land die runde,
und auch nord-ost-see trollt sich jetzt
pana­ma geht ganz zuletzt ….
es ist fast wie im richt’gen leben:
ein’n stän­ke­rer wird’s immer geben ….

16-04-2006 02:20:41 h (363)

Ach so, noch das → copy­right Wolf­gang von Sulecki, jeder Nach­druck, auch aus­zugs­wei­se ver­bo­ten, Zita­te sind auf Halb­sät­ze zu begren­zen, jeden­falls sind stets Quel­le und Autor zu nen­nen .... und "Wehe!" wenn nicht ....

bookmark_borderWas geht passiert auch ....

"Ope­ra­ti­on 'Rubi­kon'" - #Cryp­to­leaks: Wie BND und CIA alle täuschten 
".. Bun­des­nach­rich­ten­dienst und CIA haben über Jahr­zehn­te gemein­sam Staa­ten aus­spio­niert, auch befreun­de­te Län­der. Erkennt­nis­se unter ande­rem über staat­li­chen Mas­sen­mord wur­den ver­schwie­gen .." [zitiert aus ZDF Quelle]

Was mich stut­zig macht ist die Anmer­kung man habe die Ope­ra­ti­on 1993 'ein­ge­stellt' - weil man Beden­ken bekom­men hät­te, das Pro­jekt kön­ne 'auf­flie­gen'.

Kann man denen, die eine sol­che Ope­ra­ti­on über Jahr­zehn­te betrie­ben haben das abneh­men, ist es plau­si­bel? Nein!

Was viel wahr­schein­li­cher - und war­um die CIA sol­ches Inter­es­se am Frank­fur­ter Inter­net­kno­ten hat - ist, dass es einen Ersatz gibt, der die glei­che Infor­ma­ti­ons­men­ge lie­fert. Aller­dings auf eine Art & Wei­se, dass es nicht unmit­tel­bar bewie­sen wer­den kann. Und der BND mischt mit. So, wie es ver­schie­dent­lich an meh­re­ren Stel­len über die Jah­re zu lesen war. Ins­be­son­de­re zu der Zeit, als die Bespit­ze­lung der Kanz­le­rin bekannt wur­de und Herr Pofalla die Affä­re "für been­det" erklärte.

Wer jetzt noch immer 'glaubt' was zu die­sem The­ma ver­laut­bart wird ist wahr­haf­tig 'gut­gläu­big'!


Am absto­ßend­sten fin­de ich die Tat­sa­che, dass ".. Erkennt­nis­se unter ande­rem über staat­li­chen Mas­sen­mord .." ver­schwie­gen wurden.
Hier "Men­schen­rech­te" pre­di­gen - andern­orts schlimm­sten Ver­bre­chen und zehn­tau­send­fa­chem Mord zusehen:
Was müs­sen das für Men­schen sein, die sol­chem Trei­ben zuse­hen und zwar tatenlos?

 

[Mehr zum The­ma fin­det sich → DORT]

bookmark_borderEin Cartoon
und ein(-e) Verdacht begründete Vermutung

Ori­gi­nal­text & Quelle:
Pia Guer­ra comm­ents on the return of Hope Hicks to the White Hou­se, and I’m not sure if she’s just per­cep­ti­ve or if she’s heard the rumors, too, but there’s some­thing run­ning around that the old man is start­ing to slip a few cogs and they’re try­ing to keep him patched up.
Which would not only explain brin­ging back Hope Hicks, who was, after all, com­pe­tent, but the rehiring of Sean Spi­cer, who was, after all, not, and Rein­ce Prei­bus, who sim­ply repres­ents tur­ning back the clock to simp­ler times.
And has the abili­ty to dis­cuss badgers.
The other expl­ana­ti­on is that Dear Lea­der feels his escape in the Sena­te has been a giant reset and that he can start over with no con­sti­tu­tio­nal hindrances.
I guess we’ll see.


["THERE THERE" bedeu­tet über­setzt etwa "Ist schon, wird schon gut" [trö­stend].]


ÜBERSETZUNG:
Pia Guer­ra kom­men­tiert die Rück­kehr von Hope Hicks ins Wei­ße Haus, und ich bin mir nicht sicher, ob sie nur scharf­sin­nig ist oder ob sie auch die Gerüch­te gehört hat. Es läuft dar­auf hin­aus, dass bei dem alten Mann ein paar Zahn­rä­der knir­schen und man ver­sucht Wesent­li­ches unauf­fäl­lig zusammenzuflicken.
Das wür­de nicht nur erklä­ren, war­um man Hope Hicks zurück­bringt, die unwi­der­spro­chen kom­pe­tent war, son­dern auch Sean Spi­cer, der es ganz und gar nicht war, und Rein­ce Prei­bus, der sym­bo­li­siert, dass man die Uhr auf 'ein­fa­che­re' Zei­ten zurück­zu­stel­len ver­sucht. Er hat die Fähig­keit mit dem Unwil­li­gen zu diskutieren.
Die ande­re Erklä­rung ist, dass 'Dear Lea­der' der Ansicht ist, dass sei­ne 'Nicht-Ver­ur­tei­lung' im Senat einen Neu­start dar­stellt und dass er nun ohne ver­fas­sungs­recht­li­che Hin­der­nis­se tun und las­sen kann was er will.
Ich den­ke wir wer­den sehen.
.

 

bookmark_borderDas muss ich 'mal loswerden ....

"Stay­fri­ends"
welt­weit Platz 50 von allen Web­sei­ten und sozia­len Medi­en. WIKIPEDIA sagt: 3,89 Mil­lio­nen *uni­que visi­tors* pro Monat (2013).

Die Basis­ver­si­on (kosten­los) bie­tet ledig­lich ein­fach­ste Kom­mu­ni­ka­ti­on- Bil­der sind nicht zu sehen.
Die GOLD Ver­si­on gibt es in zwei Vari­an­ten: Mit Wer­be­ein­blen­dung und ohne.
[Ich kann bis heu­te nicht ver­ste­hen war­um irgend­je­mand es gut/richtig fin­den kann sich die­ses Wer­be­ge­du­del frei­wil­lig anzu­se­hen wo es doch pri­ma arbei­ten­de Adblocker kosten­los zu laden gibt (mit App-Berech­ti­gun­gen, die erträg­lich sind)].

Die Richt­li­ni­en von "stay­fri­ends" hielt ich für harm­los - bis ich nach Kauf eines Jah­res­a­bos (24,00 €) plötz­lich ein E-Mail bekam, in dem mir mit­ge­teilt wur­de: "Ihre Inhal­te wur­den lei­der gelöscht" - und das war der Bei­trag, in dem ich mei­ne E-Mail-Adres­se (ver­än­dert mit"ÄT" und "PUNKT") und die Web­adres­se für die­ses Blog ange­ge­ben hatte.

"Nach­ti­gall, ick hör dir trap­sen!" - nun weiß ich:
Für "stay­fri­ends" ist man nur so lan­ge ein 'guter Kun­de' wie man zahlt und nicht auf ande­ren Kanä­len kom­mu­ni­ziert als bei "stay­fri­ends". Ich habe mei­ne Inhal­te kom­plett gelöscht und gekün­digt .... ging nicht vor Janu­ar 2021, und Geld zurück gibt's natür­lich selbst nach nur einem hal­ben Monat 'Mit­glied­schaft' auch nicht.

Mein Urteil:
Klas­sen­li­ste von der alten Schu­le anfor­dern und selbst recher­chie­ren - Zeit genug haben min­de­stens all jene, die schon in Rente/Ruhestand sind. Bei den Jün­ge­ren geht das sowie­so schnel­ler, also braucht man kei­ne Platt­form, um alte Freun­de & Klas­sen­ka­me­ra­den zu fin­den und ggf. zu treffen.

bookmark_borderJust faded away ....

Eine gan­ze Bran­che ist dabei zu ver­schwin­den, wie Nebel­schwa­den in der Son­ne zu zer­rin­nen da denkt man an "Video Kil­led the Radio Star" - und jetzt kommt die Bran­che selbst nicht mehr klar .... 
(Über­set­zung der Titel­zei­le: "Immer mehr zer­ron­nen, dahin­ge­schwun­den")
.

Als ich kürz­lich nach Han­no­ver fuhr fiel mir an der Strecke auf:
Eine rie­sen­gro­ße Video­thek war weg, Laden dicht, lee­re Schau­fen­ster und Licht aus.

Da habe ich nach­ge­se­hen was die Such­ma­schi­nen sagen - und in der Tat, wäh­rend es 2018 noch etwa 600 Video­the­ken gab waren es 2019 nur noch ca. 400.

Das ist nur eine Bran­che die beson­ders betrof­fen ist.

Wei­te­re wer­den fol­gen. Wenn erst ein­mal die auto­ma­ti­sier­ten Fahr­zeu­ge soweit gedie­hen sind, dass man sie ohne Beden­ken auf den öffent­li­chen Stra­ßen fah­ren las­sen kann wird es eine wei­te­re "Wel­le" geben: Dann wer­den alle pro­fes­sio­nel­len Fah­rer über­flüs­sig. Was also mit den ersten Robo­ter­ar­men in der Fahr­zeug­pro­duk­ti­on begann und heu­te zu Band­stra­ßen ohne jeden Men­schen als Pro­duk­ti­on gefah­ren wird war nur der Anfang des Unter­gan­ges für vie­le Bran­chen .... selbst Spe­zia­li­sten wie Simul­tan­dol­met­scher, hoch­do­tier­te und geschätz­te Kön­ner, sind irgend­wann durch Über­set­zungs­chips in Ohr­hö­rern ersetz­bar .... und so wird es wei­ter gehen bis mensch­li­che Arbeit völ­lig über­flüs­sig ist.

Der gewal­ti­ge Umbau der Gesell­schaft, den das erfor­dert, ist selbst ansatz­wei­se viel pro­ble­ma­ti­scher als bei­spiels­wei­se heu­te der Kli­ma­wan­del und die nöti­gen Maß­nah­men ihn abzu­wen­den oder min­de­stens zu verlangsamen. 

Da sehe ich tief­schwarz für die näch­sten Gene­ra­tio­nen wenn ich mir die Arbeits­wei­se der Poli­tik anschaue, die immer nur ver­trö­stet und ihre Mini­schrit­te dem Bür­ger als "Gro­ßen Wurf" ver­kau­fen will. Aber viel­leicht waren ja die "Pira­ten" ihrer Zeit weit vor­aus als sie ein kom­ple­xes, elek­tro­ni­sches Wahl- und Mit­wir­kungs­sy­stem geschaf­fen haben. So etwas könn­te die Poli­ti­ker in der Zukunft über­flüs­sig machen - und dem demo­kra­ti­schen Gedan­ken mög­li­cher­wei­se sogar dien­lich sein.

bookmark_borderEin Rattenschwanz ....
*update* [14.02.2020; 17:00h]

Umgangs­sprach­lich heisst es: "Da hängt ein Rat­ten­schwanz dran!"

Man meint damit: Eine Ent­schei­dung führt zu einer unüber­seh­ba­ren Zahl wei­te­rer Ent­schei­dun­gen, die alle­samt als Fol­ge auf­tre­ten. Das ist jeder­mann bekannt. Und doch tref­fen wir alle immer wie­der sol­che Ent­schei­dun­gen .... und zwar ohne genau zu über­se­hen, wohin das füh­ren wird .... 

Vor eini­ger Zeit habe ich je einen Zucht­an­satz von Col­l­em­bo­len (Abb. unten links) und wei­ßen Asseln (Abb. unten rechts) erwor­ben .... und nun wer­den Sie schon ahnen, wor­auf das hinausläuft!

Dabei blieb es natür­lich nicht - denn die Tier­chen, so klein und genüg­sam sie auch sind, brau­chen einen Lebens­raum der ihnen das bie­tet, was sie 'drau­ßen in der Natur' so vor­fin­den. Wo sie sich also gern auf­hal­ten und nicht nur "gera­de so ihr Leben fri­sten", son­dern art­ge­rech­te Nah­rung zu fres­sen haben und die rich­ti­gen Umwelt­be­din­gun­gen zur Ver­meh­rung vorfinden.
Das ist der Erfolgs­mes­ser bei sol­chen wir­bel­lo­sen Kleininsekten:
Ver­meh­ren sie sich geht es ihnen gut ....

Vor eini­ger Zeit hat­te ich schon einen run­den Glas­be­häl­ter erwor­ben, war aber wegen der Umstän­de wochen­lang nicht dazu gekom­men dar­in den Lebens­raum für die­se Klein­tie­re ein­zu­rich­ten. Das habe ich nun in Angriff genom­men und wer­de berich­ten, wenn & wie es wei­ter­ge­gan­gen ist.

*update*

So, der erste Schritt ist getan:
Boden­grund aus dem Buchen­wald, Bor­ken - und weiß­holz­schim­mel­be­fal­le­nes Holz, Moo­se, Far­ne und sich zer­set­zen­de Laub­blät­ter .... die Tie­re sind drin­nen - jetzt heißt es Geduld haben und war­ten wie sich die "Bevöl­ke­rung" entwickelt.

bookmark_borderSo jung, so intelligent - und so verblendet
(und ihre 'Gefolgschaft' ist nicht besser).

Wenn man Schlag­zei­len wie diese
Mün­ste­ra­ner You­tube­rin Nao­mi Seibt: Nach­wuchs­hoff­nung der Neu­en Rechten
oder diese
Rech­te You­tube­rin Nao­mi (19) ist die «Anti-Gre­ta»
Die Deut­sche Nao­mi Seibt gilt als neu­er Star der Kli­ma­leug­ner. 20 Minu­ten hat ihr kri­ti­sche Fra­gen gestellt. 

oder diese
Die Heart­land Lobby

liest wird man schon neu­gie­rig, was sich dahin­ter ver­birgt. Ich will jetzt nicht wie­der­käu­en was andern­orts (sie­he ver­link­te Arti­kel) schon her­aus­ge­fun­den und erzählt wur­de, statt­des­sen stel­le ich hier einen screen shot von 20MIN CH rein, in dem die wesent­li­chen Stich­wor­te zu der "you­tube­rin" Seibt auf­ge­li­stet sind. Mir geht es auch nicht um die abstru­sen The­sen des jun­gen Mäd­chens, die sie als Sprach­rohr wie ein Papa­gei nach­plap­pert, son­dern ich möch­te auf­zei­gen war­um die­se Art des Vor­ge­hens tat­säch­lich Men­schen blen­det. So sehr blen­det, dass sie 'Dich­tung & Wahr­heit' nicht mehr auseinanderhalten.

Als Bei­spiel habe ich einen Leser­kom­men­tar von "rea­list" her­aus­ge­nom­men:

Wie leicht im Bild zu erken­nen ist hat "rea­list" immer­hin knapp über 500 Lesen­de über­zeugt, ca. 180 glau­ben ihm nicht. Was ist denn nun rich­tig, oder anders gefragt: Hat "rea­list" mit sei­ner Aus­sa­ge Recht oder sind sei­ne Argu­men­te falsch?

Was auf den ersten Blick noch über­zeugt fällt bei einem zwei­ten Blick wie ein Kar­ten­haus zusammen.
- Die intel­lek­tu­el­len Fähig­kei­ten der Nao­mi Seibt sind sicher unbe­strit­ten - doch was hat das mit dem Inhalt ihrer Kli­mathe­sen zu tun? NICHTS!
- Sie mag eine Preis­trä­ge­rin bei "Jugend forscht" gewe­sen sein - doch was hat das mit Kli­ma­for­schung zu tun? NICHTS!
- Sie war eine 'Ein­serab­itu­ri­en­tin' - doch was hat das mit Kli­ma­for­schung zu tun? Wie­der NICHTS!
- Sie gewann einen 'Rota­ry Award' - doch was hat das mit Kli­ma­for­schung zu tun? Noch­mal NICHTS!


Was also zunächst stau­nen lässt, Kom­pe­tenz vor­gau­kelt und Ach­tung ver­dient hat über­haupt nichts mit Kli­ma­wan­del, Migra­ti­on oder Isla­mi­sie­rung zu tun. Dar­in liegt die rhe­to­ri­sche Fin­te ver­steckt: Mit der nach­weis­ba­ren Kom­pe­tenz zu ler­nen wird über die Tat­sa­che der abso­lu­ten Unwis­sen­heit und feh­len­den Kom­pe­tenz in spe­zi­fi­schen Theme­ge­bie­ten hin­weg­ge­täuscht.

 

Wel­che Kom­pe­tenz hat also Nao­mi Seibt in Bezug auf Klimaforschung?
Sie ist jetzt 19 Jah­re alt und hat ein erstes Stu­di­um abge­bro­chen und ein Fern­stu­di­um 'Psy­cho­lo­gie' begon­nen. Das qua­li­fi­ziert sie kei­nes­falls gegen­tei­li­ge Aus­sa­gen über ein For­schungs­ge­biet zu machen, in dem bei über 95% aller Fach­wis­sen­schaft­ler Einig­keit besteht, dass der "Kli­ma­wan­del" auf mensch­li­chen Ein­fluß zurück­zu­füh­ren ist.

Wie in dem Arti­kel von 'cor­rec­tiv' her­aus­ge­ar­bei­tet wur­de soll die­ses naï­ve, hoch­in­tel­li­gen­te Kind 'auf­ge­baut' wer­den um als Rat­ten­fän­ge­rin die jun­gen Men­schen auf die rech­te Sei­te zu zie­hen und so zu Geg­nern der Kli­ma­wan­del-Hypo­the­se zu machen. Eine per­fi­de Stra­te­gie, die trotz aller Auf­deckungs­ar­beit und Dar­stel­lun­gen in diver­sen Medi­en Anhän­ger fin­den wird. Zugleich ein Lehr­stück dafür, war­um man bei gehyp­ten Per­so­nen gera­de im Inter­net, soge­nann­ten "influen­cern", dop­pelt hin­schau­en muss.

Zudem stellt sich die Fra­ge nach dem Eltern­haus und dem, was die­ses arme Kind dort erlebt haben muss um sich der rech­ten Sze­ne zuzu­wen­den. Die­ser gewis­sen­lo­sen Aus­nut­zung müß­te doch ein 'ver­nünf­tig den­ken­des' Eltern­haus etwas ent­ge­gen­set­zen, sei­ne Toch­ter war­nen, sich da in etwas zu ver­ren­nen, sich auf etwas ein­zu­las­sen das nur schlecht für sie aus­ge­hen kann:
Ein­mal 'ver­braucht' hat sie das Eti­kett "Rechts" an sich kle­ben wie eine Klet­te - nur wird sie das nach dem Mot­to "Das Inter­net ver­gisst nicht!" bis an ihr Lebens­en­de ver­fol­gen. Ein wei­te­res Bei­spiel, dass 'hoch intel­li­gen' nicht immer mit 'Erfolg im Leben' zu tun haben muss.

bookmark_borderNoch'n Gedicht .... (II)

Nur damit Sie nicht den­ken ich hät­te nur lan­ge Gedich­te, nee, ich hab' auch ganz kurze:

№ 850: meine frau

By wvs

1

mei­ne frau
weiß ganz genau

– was rich­tig ist
– was sie vermißt
– was sie nicht will

und ich bin still


Posted in mensch, wort­spiel

Ach so, noch das → copy­right Wolf­gang von Sulecki, jeder Nach­druck, auch aus­zugs­wei­se ver­bo­ten, Zita­te sind auf Halb­sät­ze zu begren­zen, jeden­falls sind stets Quel­le und Autor zu nen­nen .... und "Wehe!" wenn nicht ....

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bookmark_borderNoch'n Gedicht ....

Gedich­te - so scheint mir - sind der­zeit wie­der in Mode .... da tre­ten Volks­dich­ter und Men­schen mit Reim­zwang ans Licht der Öffent­lich­keit - und ich hat­te schon vor fast zehn Jah­ren mit den Rei­men auf­ge­hört weil ich dach­te das inter­es­siert nie­man­den mehr. Außer­dem hat­te ich lt. psy­chologischem Gut­ach­ten Lan­ge­wei­le und das ist tra­gisch, da muss man 'was dage­gen tun .... Gedich­te schrei­ben hilft da sehr. Pro­jek­ti­on wohin man schaut, Schlimm, sowas.

Aber:
Man soll sich ja nicht dem Trend wider­set­zen, daher folgt hier ein Gedicht von mir.
Zu *grau­er Vor­zeit* geschrie­ben. Die Älte­ren wer­den sich noch erin­nern, damals erschoss man in Bay­ern den Bären Bru­no .... das brach­te mich auf die Idee zu dem fol­gen­den Gedicht.
„Bru­no“ (* 2004 im Natur­park Ada­mel­lo-Bren­ta nahe Tri­ent; † 26. Juni 2006 nahe Bay­risch­zell, Bayern)

Ach so, noch das → copy­right Wolf­gang von Sulecki, jeder Nach­druck, auch aus­zugs­wei­se ver­bo­ten, Zita­te sind auf Halb­sät­ze zu begren­zen, jeden­falls sind stets Quel­le und Autor zu nen­nen .... und "Wehe!" wenn nicht ....

№ 0530: der bär

ein bär schau­te die welt sich an,
und weil ein bär gut den­ken kann
dacht‘ er: als mensch geht es mir besser
als es mir geht als beerenfresser!

so kam es, daß er sich bewarb
als vor­stand von gutz­will & schwab:
dort war man zwar erstaunt bis ratlos
– war’n sonst bewer­ber doch eher haarlos …. 

weil man poli­tisch stets korrekt,
den bär’n man ins assess­ment steckt:
er schlug sich tap­fer und obsiegte,
wes­we­gen er die stel­le kriegte. 

als erste sei­ner vorstandstaten
ließ er im firmenvordergarten
'nen gro­ßen bie­nen­korb aufstellen:
dar­aus soll­te bald honig quellen …. 

sodann stellt er 'ne bärin ein:
sollt‘ sei­ne sekre­tä­rin sein
(tatzt er ihr hin­ter­teil verstohlen
denkt sie: ihn soll der teu­fel holen).

ein vor­stands­auto muß­te her,
da fiel die aus­wahl nicht so schwer:
weil vor­stän­de aus deut­schen firmen
in ‚stern’karossen heim­wärts stürmen 

er sah dann sein salär sich an
und dacht‘ wie er’s erhö­hen kann ….
zahlt sich vier­mal im jahr tantiemen.
die ‚pea­nuts‘ ließ er sich nicht nehmen …. 

ein impor­teur rief bei ihm an:
daß er zigar­ren lie­fern kann,
nichts bil­li­ges aus usa, 
nein – qua­li­tät – kommt aus ku-ba …. 

der auf­sichts­rat der fir­ma tobte.
der­weil extern man ihn sehr lobte,
weil er – mild­tä­tig – geld verteilte
wenn er wo zu 'nem din­ner weilte. 

die sache zog sich lang schon hin.
die fir­ma mach­te zwar gewinn,
doch reg­te sich im aufsichtsrat
der zorn ob man­cher sei­ner tat. 

ver­mehrt sann man dar­über nach
wie man den bären – ohne schmach –
vom leben in den tod befördert,
klar war: man braucht wen der ihn mördert. 

im bay­ern­land geschah die bluttat
(still freu­te sich der aufsichtsrat)
in schock ver­setzt ist die nation:
der bär war tot – was nutzt das schon?

wie wahr – fragt man – ist die geschichte
die ich für euch hier spät noch dichte?
ich geb‘ es zu, ganz unumwunden:
euch wurd‘ ein bär hier aufgebunden ….

zwar meu­chel­te den ‚Bru­no‘ man
im bay­ern­land, im grü­nen tann ….
manch ‚schur­ken‘ gibt’s viel­leicht als vorstand
doch einen bär’n? nicht 'mal in deutschland!

Erst­ver­öf­fent­li­chung:
1. Fssg. 06/07/2008 00:46h;
2. Fas­sung vom 06.07.08 09:10h

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