bookmark_borderSammelsurium (III)

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Heu­te mal nur ein paar Abbil­dun­gen die ich in der letz­ten Zeit gesam­melt habe. Eini­ge bemer­kens­wer­te Gra­fi­ken sind, wie ich fin­de, dabei .... ob (nach mei­nem Geschmack) posi­tiv oder nega­tiv 'bemer­kens­wert' habe ich jeweils bei den Bil­dern notiert. 

 
  
 Nicht allei­ne die "Zweck­mä­ßig­keit" soll­te die Archi­tek­tur bestimmen:
Ein Bei­spiel für hoch­mo­der­ne chi­ne­si­sche Bau­kunst ....
 
 
 
  
 Abge­se­hen von Inhalt und Text noch­mal eine gra­fisch beein­drucken­de Arbeit
- sowas wür­de ich mir im Ori­gi­nal und Groß­for­mat an die Wand hän­gen.
 
 
 
  
 
Wenn ich sowas lese den­ke ich "Die armen Kin­der!"
 
 
 
  
 
Ein immer wie­der­keh­ren­des Motiv. Mal sehen, was aus dem 2014er Ei kriecht ....
 
 
 
  
 
Minia­tur im Dis­ney-Stil; ich fin­de es ver­blüf­fend wie weni­ge Lini­en eine Kon­tur aus­ma­chen.
 
 
 
  
 
"Star Wars" wird ver­schie­dent­lich 'ge-cover­ed'
- hier mal eine gra­fisch über­zeu­gen­de Vari­an­te ....
 
 
 
  
 
Ner­vi­ge Ani­ma­tio­nen haben offen­bar 'sie­ben Leben', man kann ihnen nicht ent­rin­nen - soviel uner­gie­bi­ger Auf­wand!
 
 
 
  
 
Die­se Abbil­dung habe ich bei "burks" gese­hen - Motiv & Text sind beein­druckend im Retro-Stil, und doch so aktu­ell.
 
 

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"click!" auf die Abbil­dun­gen vergrößert ....

bookmark_borderGLASHAUS

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| Teil 1 |
   
Eine Spra­che wie ein soge­nann­ter "Mut­ter­sprach­ler" zu beherr­schen dau­ert so lan­ge, bis der Ler­nen­de die sprach­ty­pi­schen idio­ma­ti­schen Begrif­fe*/** kor­rekt ein­zu­set­zen weiß. Wäh­rend sich der Anfän­ger noch mit ein­zel­nen Voka­beln und Gram­ma­tik­re­geln abmüht nutzt der Fort­ge­schrit­te­ne schon Rede­wen­dun­gen. Aber erst der, der in das 'Mut­ter­land' der neu erlern­ten Spra­che ein­taucht, wird es irgend­wann fer­tig­brin­gen die­se Fein­hei­ten nuan­ciert und balan­ciert zu gebrauchen.

[11012014-glashaus]
   
[Quel­le; Bild: ray­mor­tim]

In der Abbil­dung wird eine Erklä­rung dafür auf­ge­führt wie die Rede­wen­dung zustan­de gekom­men sein soll. Das scheint mir aber nicht die ein­zi­ge Mög­lich­keit zu sein. Als ich kürz­lich eini­ge Vide­os vom CCC-Kon­greß ansah fiel es mir mit­ten in dem Vor­trag von Pro­fes­sor Joa­chim Schar­loth, Ange­wand­te Lin­gu­istik, wie Schup­pen von den Augen:

Da war sie, die Erklä­rung für die Redewendung ....

Dazu - und wel­che ande­ren Erkennt­nis­se ich noch aus Pro­fes­sor Scha­loths Vor­trag gezo­gen habe schrei­be ich dann mor­gen in einem wei­te­ren Bei­trag auf.
   

  * Phra­seo­lo­gis­mus
 ** Idi­om (Sprach­ei­gen­tüm­lich­keit)

bookmark_borderDas U.S.-Frauenbild

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Das U.S.-Frauenbild hat sich seit den Zei­ten der Coca Cola-Kalen­der der Drei­ssi­ger Jah­re nicht wesent­lich geändert.

Der "Typus" tritt zwar mit ver­schie­de­nen Haar­far­ben auf, son­sti­ge Cha­rak­te­ri­sti­ka sind jedoch seit Jahr­zehn­ten gleich geblie­ben. Prü­de wie die Ame­ri­ka­ner nun mal sind ist auch nicht der Ansatz einer Brust­war­ze zu sehen. Alles "sau­ber" & "rein". Die gezeig­ten Abbil­dun­gen sind Moti­ve von T-Shirts und 'hoo­dies' (Sport­pull­over mit Kapu­ze) in denen sich das Grund­mu­ster der 'begeh­rens­wer­ten' Frau dar­stellt. Man beach­te, daß es nicht nur die Frau­en selbst sind, son­dern auch das, was sie tun ....


 .   Viel­leicht liegt die Bevorzugung
 .   der dunk­len Haar­tö­ne aber auch
 .   nur dar­an, daß sie sich besser
 .   zeich­nen las­sen als 'blond' ....
 .   Denn im Gegen­satz zum T-Shirt-Design
 .   sind Frau­en in der Wer­bung meist blond ....

bookmark_borderPrivatinteressen

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Wer kann es sich schon schon lei­sten sei­ne pri­va­ten Inter­es­sen im Beruf aus­zu­le­ben? Das ist nur ganz weni­gen Men­schen ver­gönnt. Einer davon ist Herr Yogeshwar vom WDR, der sich in sei­ner Sen­dung ganz all­ge­mein für die natur­wis­sen­schaft­li­che Volks­bil­dung einsetzt. 

Yogeshwar lebt in Hennef und besitzt eine eige­ne Stern­war­te im Garten.*

Die pri­va­te Stern­war­te konn­te man Diens­tag (03.12.2013) in einer Sen­dung zum kürz­lich zer­fal­le­nen Kome­ten Ison sehen. Ich fand es sehr mutig von ihm sei­ne Pri­vat­sphä­re der­art öffent­lich zu machen. Zu leicht machen sich Neid und Miß­gunst breit, dies beson­ders in Deutsch­land, wo es - unter­schei­dungs­frei - immer noch anrü­chig erscheint wenn es Jemand zu Wohl­stand bringt.

Zwar zäh­le ich mich nicht zu den 'Ster­nen­freun­den', aber die mei­sten ande­ren Sen­dun­gen von "Quarks & Co" fand ich wich­tig und auf­schluß­reich. Min­de­stens gehört die­se Rei­he zu den weni­gen wert­vol­len Momen­ten im deut­schen Fernsehen.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

* Zitat aus Wiki­pe­dia

bookmark_borderAndernorts ....

erwar­tet man, daß es nicht wie "zu Hau­se" ist.

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de habe ich mir den Film "Ava­tar" ange­sehen und bin mir immer noch nicht über des­sen Aus­sage sicher. 

Es gibt eine mili­ta­ris­ti­sche Grund­ten­denz, wie üblich in den 'gro­ßen' U.S.-Filmen. Aller­dings hier mit einer Kom­po­nente "Umwelt­nach­denk­lich­keit" — ver­treten durch Sigour­ney Wea­ver ("Ali­en") als Wis­sen­schaft­lerin. Die arbei­tet gegen die Kom­miß­köppe und den gie­rigen Pro­jekt­leiter, dem die $$-Zei­chen in den Augen stehen.

Logi­sche Brü­che in der Sto­ry wer­den durch rasche Schnit­te und wirk­lich über­zeu­gende Ani­ma­tion über­deckt. Ein wenig "Dra­che­reiter" (Anne McCaf­frey) steckt auch noch drin .… wenigs­tens obsieg­te am Ende 'das Gute' und die Mili­ta­risten bekom­men ihre gerech­te Strafe.

Die Haupt­figur Jake Sul­ly, zunächst als Mensch noch an den Roll­stuhl gefes­selt, wan­delt sich vom Men­schen über den Ava­tar in einen Na'vis um, lebt fort­an glück­lich mit der Aus­er­wählten Ney­tiri — und wenn sie nicht gestor­ben sind dann leben sie noch heu­te .… auf Pan­dora, der Name ist hier nicht unbe­dingt Pro­gramm, denn als lebens­feind­lich stellt sich der Pla­net nur für die unan­ge­paßten, anpas­sungs­un­wil­ligen Söld­ner­typen dar.

Auf­bruch nach Pan­dora — das klingt nicht nur wie eine Fort­set­zungs-Serie: Ava­tar II ist wohl ab 2014 geplant, wei­tere Fol­gen sol­len angeb­lich zeit­gleich vor­be­reitet werden.

bookmark_borderZwischen Krimi und Schmonzette

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Fällt es ihnen mitt­ler­wei­le auch so schwer wie mir den Ein­schalt­knopf des Fern­seh­ap­pa­ra­tes zu drücken?

Tag für Tag der immer wie­der­keh­ren­de Einheitsbrei:

In Courths-Mahler-Stil gedreh­te Edel­sch­mon­zet­ten mit Herz, Schmerz und fei­ner Gesell­schaft, flan­kiert von Kitsch und gedreht an Schau­plät­zen, die ver­meint­lich oder tat­säch­lich ein brei­tes Publi­kum als 'wun­der­vol­le Land­schaft' anse­hen wür­de. Das Erfolgs­re­zept ist die Mischung aus stil­len Sehn­süch­ten vie­ler Frau­en nach Zärt­lich­keit, Gebor­gen­heit und einem treu­en, ver­ständ­nis­vol­len Part­ner - die Seri­en­hel­den ver­ei­nen stets all die­se Eigen­schaf­ten und sind natür­lich immer 'von geho­be­nem Stan­de', oft mit Titel und Adelsprädikat. 

Kri­mi­se­ri­en mit Spiel­or­ten in allen Groß­städ­ten der Repu­blik, dazu "Fahn­der", "Che­fin & Chef", "Kri­mi­na­list", "Poli­zei­ruf", und ande­re Poli­zei­grüpp­chen zu Lan­de, zu Was­ser und in der Luft.

Was uns frü­her in Gro­schen­ro­man­hef­ten von Art des "Jer­ry Cot­ton" ver­kauft und von ein­schlä­gi­gem Publi­kum ver­schlun­gen wur­de macht sich heut­zu­ta­ge auf dem Bild­schirm breit.
Dem Durch­schnitts-Seher muß es so vor­kom­men, als ob das Ver­bre­chen an jeder Ecke lau­ert, die Ver­bre­cher immer einen Schritt vor­aus sind, und wenn sie dann doch gefan­gen wer­den liegt es dar­an, daß sie selbst einen Feh­ler machen der sie ans Mes­ser liefert.
Kein Wun­der, wenn gera­de älte­re Bür­ger den Ver­käu­fern von Siche­rungs­tech­nik für Pri­vat­woh­nun­gen Jahr für Jahr stei­gen­de Gewin­ne besche­ren und den Innen­mi­ni­stern jedes ver­lo­ge­ne Wort zur Not­wen­dig­keit wei­te­rer Maß­nah­men zu Per­so­nen­über­wa­chung von den Lip­pen ablesen.

Dazu die Talk­run­den mit stets den glei­chen Gesich­tern, von denen man mitt­ler­wei­le schon weiß wel­che Gesin­nung und Par­tei­li­nie sie ver­tre­ten, selbst wenn sie nicht - wie die ein­ge­la­de­nen Poli­ti­ker - schon von vorn­her­ein zuge­ord­net sind. Mal locker-flockig, mal staats­tra­gend-erzie­he­risch, mal volks­nah-beleh­red oder seicht-dahin­plät­schernd ver­eint sie alle­samt der Man­gel stets dem 'main­stream' ver­haf­tet zu blei­ben und selbst ein Titel wie "hart aber fair" hält nicht was er ver­spricht: Gesell­schaft­li­che Grund­män­gel wer­den nicht auf­ge­zeigt, man ver­bleibt im Mittelmaß.

Abschlie­ßend ver­ra­te ich noch was mich am Fern­se­hen am mei­sten stört:
ZDF neo - bewor­ben mit ".. ZDF­neo bie­tet jun­ges und unter­halt­sa­mes Fern­se­hen mit inter­na­tio­na­len Seri­en und Spiel­fil­men, Shows, Fac­tu­als und Dokus ..". Die Seri­en über das "Drit­te Reich" und die Wehr­macht spre­chen aber eine ganz ande­re Sprache. 

Unter dem Deck­män­tel­chen der Geschichts­auf­ar­bei­tung wer­den die Nazi-Zeit ver­herr­li­chen­de Sen­dun­gen aus­ge­strahlt, Ori­gi­nal­film-Aus­schnit­te ein­ge­blen­det und zwi­schen den Zei­len strot­zen die­se Sen­dun­gen nur so von unver­hoh­le­ner Bewun­de­rung für "Groß­deutsch­land", den Füh­rer und sei­ne treu­en Mit­strei­ter - Deutsch­land selbst­re­dend in den Gren­zen von 1939!
Finan­ziert aus Gebüh­ren, eine boden­lo­se Unver­schämt­heit. Das rei­ßen die ander­wei­ti­gen Pro­gram­me dort nie heraus.

*edit*
Sie­he hier­zu auch:
- "Cou­si­nen­wirt­schaft .... "
- Total demo­kra­tisch

bookmark_borderLate Night

Eine TV-Serie die ich gern gese­hen habe, aber manch­mal nicht bei der ersten Aus­trah­lung sehen konn­te, läuft der­zeit im Spät-Spät-Pro­gramm auf Pro7. Das wäre noch kein Pro­blem, da ich eher eine 'Nacht­eu­le' bin. Was mich nervt ist die Tat­sa­che, daß in den Wer­be­pau­sen nach Mit­ter­nacht fast nur noch sol­che Spots lau­fen die irgend­wel­che dubio­sen Tele­fon-, Video- & Inter­net-Sex-Ange­bo­te zum Inhalt haben. 

Mal abge­se­hen von den durch­aus ein­fäl­ti­gen Tex­ten ist das Muster offen­bar auf wirk­lich ganz simp­le Gemü­ter aus­ge­rich­tet. Wenn gespro­chen wird sind Ton­la­ge und Beto­nung son­der­bar künst­lich und unna­tür­lich - im 'nor­ma­len' Leben spricht kein ver­nünf­ti­ger Mensch auf die­se Wei­se. Das soll wohl 'ero­ti­sie­rend' wir­ken - ich fin­de es eher lächerlich.

Wer­bung soll sich - wenig­stens nach Lehr­buch - immer an eine Ziel­grup­pe rich­ten. Mir fal­len fol­gen­de Mög­lich­kei­ten ein:

  1. Die Ziel­grup­pen­ana­ly­se ist unvoll­stän­dig oder basiert auf fal­schen 'samples';
  2. Auf Grund mei­ner beson­de­ren per­sön­li­chen Bedin­gun­gen gehö­re ich nicht zum zen­tra­len Bereich die­ser Ziel­grup­pe - dann ist die Adres­sa­ten­ana­ly­se gene­rell kor­rekt und ich lie­ge ein­fach nur weit außer­halb des anzu­neh­men­den Mittelwertes;
  3. Es gibt kei­ne Adres­sa­ten­ana­ly­se - die Wer­bung folgt ledig­lich einem unbe­stimm­ten "Schrot­schuß-Prin­zip".

Wie dem auch sei.
Ich fin­de die­se Wer­bung peinlich.

bookmark_borderFaschistoïde Tendenzen

Am Wochen­en­de habe ich mir - lan­ge nach Mit­ter­nacht - noch einen Film ange­se­hen: Star­ship Tro­o­pers 3 "Mar­au­der". Wie bei Teil 1, den ich vor­mals im Kino sah, war ich nicht beson­ders erbaut von dem, was da über den Bild­schirm flimmerte.

Die Idee mit intel­li­gen­ten Kerb­tie­ren (Insek­ten) ist geni­al aus­ge­ar­bei­tet - ins­be­son­de­re deren Fähig­keit kol­lek­tiv zu agie­ren und über­legt zu han­deln. Auch das Vor­han­den­sein eines "super-bug" als "brain" für die gro­ßen Ent­wür­fe des Insek­ten­han­delns ist neu gewe­sen. Das wiegt aber - sehr bedau­er­lich - den son­sti­gen Schund in die­sem Film nicht auf. 

Eine Recher­che ergab dann auch, daß die Roman­vor­la­ge .. Mili­ta­ry Sci­ence-Fic­tion-Roman von Robert A. Hein­lein aus dem Jahr 1959. Die deutsch­spra­chi­ge Aus­ga­be erschien erst 20 Jah­re spä­ter unter dem Titel Sternenkrieger ..
[Quel­le]
nicht in allen Teil­aspek­ten dem ent­spricht, was nach­her in dem Strei­fen von Ver­hoe­ven dar­aus gemacht wurde. 

Des­we­gen wun­dert es mich auch nicht, fol­gen­de Rezen­si­on zu lesen:
.. Der Film wur­de von Ver­hoe­ven nach eige­ner Aus­sa­ge als Sati­re auf den Faschis­mus und Mili­ta­ris­mus konzipiert.[1] Die Bun­des­prüf­stel­le für jugend­ge­fähr­den­de Medi­en indi­zier­te den Film 1999 auf­grund der Gewalt­dar­stel­lun­gen und des pro-mili­ta­ri­stisch inter­pre­tier­ten Inhalts. Nach Ansicht der BPjM spie­len die sati­ri­schen Ele­men­te nur eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le. Der Film sei ver­ro­hend und geeig­net, Kin­der und Jugend­li­che sozi­al­ethisch zu desorientieren ..
[Quel­le]

Tota­le Mili­ta­ri­sie­rung & faschi­sto­ide Ten­den­zen - das ist eher unter­trie­ben. Die Ver­ro­hung der Gesell­schaft, öffent­li­che Hin­rich­tun­gen als Spek­ta­kel insze­niert, erin­nern eher an mit­tel­al­ter­li­che Feu­dal­struk­tu­ren als eine Zukunfts­per­spek­ti­ve für die Zivi­li­sa­ti­on auf unse­rem Planeten.

In sehr abge­schwäch­ter Form wird das bei "Wiki­pe­dia" ausgedrückt:
.. Zudem besinnt er sich auf die sati­ri­schen und schwarz­hu­mo­ri­gen Wur­zeln des ersten Teils und kari­kiert die immer noch neo­fa­schi­sti­sche Gesell­schaft, die Föde­ra­ti­on die jede Mög­lich­keit nutzt ihre Macht zu erhal­ten und den Krieg als not­wen­di­gen Bestand­teil ihrer Kul­tur zu verkaufen ..
[Quel­le]
Von "sati­risch" oder "schwarz­hu­mo­rig" kann aber wohl kaum die Rede sein. Min­de­stens nicht für mein Ver­ständ­nis die­ser Charakterisierung.

Ein absto­ßen­des, bil­li­ges Mach­werk, ganz ein­deu­tig an ein bestimm­tes Publi­kum gerichtet:
Die Leu­te, die man­nig­fal­ti­ge Explo­sio­nen, wil­de Schie­ße­rei­en, zer­fetz­te und blut­sprit­zen­de Kör­per und ein HASSOBJEKT - in die­sem Fall Insek­ten­ar­ti­ge - brau­chen um ihre eige­ne 'Supe­rio­ri­tät' bestä­tigt zu sehen.

Der sexi­sti­sche Aspekt ist bei Wiki­pe­dia nicht bespro­chen, des­we­gen will ich hier noch dar­auf ein­ge­hen. Dazu ein­gangs ein Zitat zur Pilo­tin, im Film ver­lobt mit einem Gene­ral, hin­ge­zo­gen aller­dings zu einem Colo­nel, den sie am Ende auch hei­ra­tet. Es ist die Schau­spie­le­rin Jolene Bla­lock die hier als zen­tra­les Objekt der Begier­de Vie­ler fungiert.
Notiz am Rande:
".. 2001 wur­de ihr schließ­lich die Rol­le der T’Pol in der Serie Enter­pri­se ange­bo­ten, die sie .. in allen 98 Epi­so­den der Serie ver­kör­per­te .. Zuletzt dreh­te Bla­lock an Star­ship Tro­o­pers 3: Mar­au­der, dem drit­ten Teil der Star­ship-Tro­o­pers-Rei­he .."

Die Schau­spie­le­rin pro­fi­tiert wohl auch von einer gewis­sen Ähn­lich­keit mit Ange­li­na Jolie und Jen­ni­fer Lopez - zumin­dest ist es der glei­che Frau­en­typ, der wäh­rend einer Pha­se vor und nach der Jahr­tau­send­wen­de pro­pa­giert wur­de, sie­he z.B. Pro­to­typ "Lara Croft: Tomb Rai­der 20012003".

Um die­ses Kabi­nett­stück ledig­lich auf 'pro­fit' abge­stell­ten Schund­films end­gül­tig unmög­lich zu machen wird dann zuerst sub­til ver­steckt, spä­ter deut­li­cher ange­deu­tet, und am Ende geballt ein­ge­paukt Reli­gi­on ins Spiel gebracht. Zuerst natür­lich die 'fal­sche' Reli­gi­on in Form der 'Anbe­tung' des gro­ßen Brain-Bugs. Fal­sche Göt­ter - so das Fazit - füh­ren zum Tode der Anbe­ten­den. Den 'ein­zig rich­ti­gen' Gott anzu­be­ten führt aller­dings zu Glück, Heil & Harmonie.

Die­se gefühlstrie­fen­de Ver­eh­rung eines Got­tes, mit den ent­spre­chen­den Ritua­len gar­niert, in Ver­bin­dung mit der pseu­do-reli­giö­sen mili­ta­ri­sti­schen Gesell­schafts­form über­schrei­tet dann auch jeg­li­che Gren­ze des Erträglichen.

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Die­ser Film reiht sich naht­los an ande­re, ver­gleich­ba­re ame­ri­ka­ni­sche Pro­duk­te an - alle­samt von einer "Herrenrasse"-Mentalität durch­zo­gen. Die darf sich ALLES erlau­ben, Recht und Gesetz sind 'was für 'sis­sies' ....

Da bleibt nur Shake­speare zu zitie­ren [»Ham­let« (II, 2)]
".. Ist dies schon Toll­heit, hat es doch Methode .. "

bookmark_borderSammelsurium (II)*

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Bei Herrn Spreng war zu lesen:
Kanz­ler­kan­di­da­tin könn­te sie ohne­hin nur dann wer­den, wenn sie in Ger­hard-Schrö­der-Manier bei der Land­tags­wahl antritt: Die näch­ste Kanz­le­rin muss aus Nord­rhein-West­fa­len kom­men. Das wäre eine gewag­te Ope­ra­ti­on, denn es gibt – im Gegen­satz zu Nie­der­sach­sen - kei­ne NRW-Iden­ti­tät.
Tja, da bin ich völ­lig ande­rer Mei­nung - wenn es eine Lan­des-Iden­ti­tät gibt, dann doch wohl eher in NRW als in Nie­der­sach­sen. Denn die Nie­der­sach­sen sind sehr verschieden:

  • Nord­west-Nie­der­sach­sen mit sei­nen stoi­schen Friesen,
  • die Heid­jer süd­lich von Hamburg, 
  • die 'Dia­spo­ra' ent­lang der vor­ma­li­gen DDR-Grenze,
  • die Braun­schwei­ger mit der Tra­di­ti­on Heinrichs,
  • Salz­git­ter & Wolfs­burg aus dem Boden gestampft als Industriestandorte,
  • Göt­tin­gen und das Umland als Dichter-und-Denker-Standort,
  • die Weser­an­sied­ler mit ihrer sehr drö­gen Art und
  • schließ­lich das etwas pro­vin­zi­el­le, aber doch kul­tu­rell rei­che Hannover.
  • Wahr­haf­tig kei­ne "Lan­de­si­den­ti­tät".

Nein, Herr Spreng, ganz sicher hat das Land NRW eine grö­ße­re Iden­ti­tät, denn es sind nur drei Regio­nen aus­zu­ma­chen: Mün­ster­land, Ruhr­ge­biet und Rhein­schie­ne - und die sind durch Berg­bau und Indu­strie durch und durch verwoben.

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"65 is the new 39" [65 ist das neue 39; Bezug: Lebensalter]
**"Mil­len­ni­als kom­men in Klum­pen. Über­all, wo ich sie sehe bewe­gen sie sich in Klum­pen von 4 oder 5 oder 6 oder mehr durch das Leben. Ich bin mir nicht sicher, ob dies bedeu­tet, daß sie alle Team-Play­er zum n-hoch-x-ten-Grad sind, oder ob sie es sich ein­fach nicht lei­sten kön­nen, ihre eige­ne Woh­nung zu mie­ten oder ihr eige­nes Mit­tag­essen zu bezah­len. Es ist so ärger­lich zu sehen, wie sie 'ver­klumpt' zusam­men Mit­tag­essen indem sie 2 oder 3 klei­ne Tische zusam­men­schie­ben - die sie dann, wenn sie gehen, zusam­men­ge­scho­ben lassen.
Sie ste­hen auf und gehen fort ... in einem Klumpen.
Mei­ne Anmer­kung für die Mil­len­ni­als ist: "Gewöhnt euch an den Gedan­ken, ich habe nicht die Absicht, in den Ruhe­stand zu gehen damit ihr mei­ne Arbeit haben könnt. 65 ist das neue 39. :-)
Und ich bin ein­zig­ar­tig, nicht klump-fähig." 

Aus die­sem Bei­trag zur Alters­dis­kus­si­on habe ich drei Din­ge gelernt & bemer­kens­wert gefunden:
  1. Die Gene­ra­ti­on um die zwan­zig wird als "Mil­len­ni­als" bezeichnet; 
  2. Die­se Gene­ra­ti­on unter­nimmt ALLES in Gruppen; 
  3. Die Gene­ra­ti­on ist auf sich selbst bezo­gen und nimmt auf ihre Umge­bung kei­ne Rücksicht. 

Eine Beob­ach­tung, die ich ähn­lich auch schon gemacht habe. Ver­wun­dert gemacht habe, denn es trifft nicht nur in Ame­ri­ka zu (da kommt der Ori­gi­nal­text her), son­dern auch in euro­päi­schen Län­dern. Ich kann mir kei­nen Reim dar­auf machen war­um das so ist. Irgend­ei­ne Erklä­rung wird es aber bestimmt geben.

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Kürz­lich habe ich mal wie­der etwas Fern­ge­se­hen, der Film heißt:
Mars attacks!
Das ist noch schlim­me­rer Kla­mauk als ich dach­te - trotz Beset­zung mit der Crè­me de la Crè­me von Schau­spie­lern. Aus der Wer­bung zum ursprüng­li­chen Start des Films hat­te ich den Ein­druck gewon­nen: Nicht beson­ders sehens­wert! - und in der Tat, jetzt, nach­dem ich mir den Film in gan­zer Län­ge 'ange­tan' habe bin ich über­zeugt, daß es rei­ne Zeit­ver­schwen­dung war. Egal, was die Film­kri­tik dazu noch an ver­qua­sten Flos­keln beschö­ni­gend zu sagen hat:
Der­art an den Haa­ren her­bei­ge­zo­ge­nen Quatsch kann man wohl nur mit einem IQ unter 80 gut finden.
"Tim Bur­ton ließ sich für die­sen Film von Sam­mel­kar­ten inspi­rie­ren, die es in sei­ner Kind­heit in Kau­gum­mi­packun­gen gab." - kein Wun­der also, wenn sein 'Opus' ent­spre­chend flach & auf­ge­bla­sen wirkt .... es ist scha­de um jeden Cent der in die­ses Mach­werk inve­stiert wurde.

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* Erklä­rung zu 'Sam­mel­su­ri­um':
Wenn ich so durch die Blogs strei­fe fal­len mir Din­ge auf die für einen eige­nen Bei­trag nicht genug sind, die ich aber doch irgend­wie kom­men­tie­ren will. Manch­mal sind es auch scam-Mails die sich von dem übli­chen Schrott abhe­ben — weil sie beson­ders dreist daher­kom­men. Oder ich bekom­me etwas Wit­zi­ges zuge­schickt von dem ich glau­be Ande­re könn­ten es auch wit­zig finden.

** Ori­gi­nal­text:
"Mil­len­ni­als Clump. Ever­y­whe­re I see them, they are moving through life in clumps of 4 or 5 or 6 or more. I'm not sure if this means they are all team play­ers to the nth degree, or if they sim­ply can't afford to rent their own apart­ment or buy their own lunch. It's so annoy­ing to see them clum­ped tog­e­ther for lunch with 2 or 3 litt­le tables pushed tog­e­ther, and then they lea­ve the litt­le tables pushed tog­e­ther when they rise and depart ... in a clump.
So my note to Mil­len­ni­als is "get used to it". I have no inten­ti­on of reti­ring so you can have my job. 65 is the new 39. :-) And I am sin­gu­lar, not clump-able."

bookmark_borderImmer noch gut für ein paar Dollar mehr ....

In der U.S.-Filmindustrie man­gelt es nach den vie­len Jahren
von 'block­bu­ster' zu 'block­bu­ster' zwi­schen­drin immer mal wie­der an The­men. Vor allem sol­chen, bei denen die Ame­ri­ka­ner gut aus­se­hen und ihren eige­nen Anspruch die beste, wirt­schaft­lich stärk­ste und demo­kra­tisch­ste Nati­on der Welt zu sein, vor­füh­ren können.

Beson­ders beliebt sind dabei Rück­grif­fe auf die Nazi­zeit in Deutsch­land. Man soll­te doch den­ken, daß irgend­wann das The­ma 'aus­ge­mol­ken' ist. Ist es grund­sätz­lich ja auch.

Mit "Ing­lou­rious Baster­ds" reiht sich nun ein wei­te­res die­ser Mach­wer­ke in die Ket­te von unglaub­wür­di­gen und lächer­li­chen Geschichts­klit­te­run­gen ein. 

Bedau­er­lich war bei die­sem Strei­fen die Mit­wir­kung von vie­len renom­mier­ten deut­schen & öster­rei­chi­schen Schau­spie­lern. Da gilt wohl das alte römi­sche Sprich­wort "pecu­niam non olet".

Natür­lich "sie­gen" am Ende die Guten - oder die, die in die­sem mora­lisch wie mensch­lich frag­wür­di­gen Strei­fen als die Guten auf­ge­baut wur­den. Damit ist der 2001 wund­ge­schla­ge­nen ame­ri­ka­ni­schen Nati­on wie­der ein­mal die Wan­ge getät­schelt wor­den. So ein­fach geht das wenn man geschicht­li­che Wahr­heit und Kom­ple­xi­tät der poli­ti­schen Situa­ti­on ver­leug­net um mehr Span­nung und Action in dem Film unterzubringen:
Wenn es mit vie­len Explo­sio­nen rich­tig knallt, die Maschi­nen­pi­sto­len Lei­ber zer­fet­zen und Mes­ser das Blut sprit­zen las­sen ist dem simp­len ame­ri­ka­ni­schen Durch­schnitts­ge­schmack Genü­ge getan und die Kas­sen klingeln ....

Ich bedaue­re aller­dings, daß sol­cher Schund vom Geld deut­scher Gebüh­ren­zah­ler zur Vor­füh­rung ange­kauft wur­de. Da ist es mir völ­lig egal wenn Taran­ti­nos Film (bis er 2012 über­holt wur­de) laut WIKIPEDIA sein 'finan­zi­ell größ­ter Erfolg' war. 

Ein­nah­men und Qua­li­tät lau­fen nicht zwangs­wei­se synchron.