bookmark_borderZufriedenheit

Haben Sie in der (gera­de) aus­klin­gen­den Woche von der "Zufrie­den­heits­stu­die" gehört? Und von den tol­len Ergeb­nis­sen der Bür­ger­be­fra­gung
[" .. die Fra­ge, wie es sich in Deutsch­land gut leben lässt .. "] in sound­so­vie­len Ver­an­stal­tun­gen mit Poli­ti­kern, die wis­sen woll­ten wie "das Volk" denkt und was es sich wünscht?

Schon die Fra­ge sug­ge­riert "Es geht uns gut, sag' ja nicht das Gegen­teil" - aber da mag ich ein ande­res Sprach­ver­ständ­nis als die Ver­an­stal­ter haben. Außer­dem bin ich bei sol­cher Art Ver­an­stal­tung immer skep­tisch, denn in Betrie­ben wer­den sie genutzt um die Beleg­schaft zu mani­pu­lie­ren .... Poli­ti­ker tun sowas ja fast nie ..?!

Da kom­me ich jetzt daher und behaup­te: Alles Ali­bi-Ver­an­stal­tun­gen und die Poli­tik schert sich einen feuch­ten Keh­richt dar­um was "das Volk" denkt .... 

Denn es geht schon mit den Gesprächs­run­den los:
Je nach­dem in wel­cher Ein­kom­mens- und Lebens­si­tua­ti­on die Ein­ge­la­de­nen ste­hen wer­den ihre Bedürf­nis­se sein. Wer nicht genug zu essen hat - und des­we­gen zur Tafel geht - inter­es­siert sich nicht für sol­che Ver­an­stal­tun­gen und wird dazu auch nicht ein­ge­la­den, denn selbst der Poli­ti­ker aus Hin­ter­tup­fing weiß, dass die­se Art von "Volk" nicht zufrie­den sein kann.

Fragt man dage­gen jene Men­schen, von denen oft behaup­tet wird sie sei­en "die Mit­te der Gesell­schaft" - also bie­de­rer Durch­schnitt mit Rei­hen­haus und VW - dann fal­len die Ant­wor­ten bestimmt ganz anders aus, weil die­se Leu­te nicht um ihre Exi­stenz fürch­ten müs­sen. Kein Wun­der also, wenn Bedürf­nis­se wie "siche­rer Arbeits­platz", "Gesund­heit", "Frie­de" genannt werden.

Der soge­nann­te „Glücks­at­las 2013“ der Deut­schen Post (mitt­ler­wei­le gibt es einen neu­en Glücks­at­las, ich habe ihn im Inter­net aller­dings erst nach län­ge­rem Suchen gefun­den) - war­um aus­ge­rech­net die deut­sche Post sowas erfor­schen läßt hat nach mei­ner Auf­fas­sung übri­gens nichts mit ihren Kern­auf­ga­ben zu tun. Aber mög­li­cher­wei­se gibt es ja ein Kapi­tel "Zufrie­den­heit & Glück der Emp­fän­ger von Brief­post in Deutschland" .... 

Wenn ich dann noch lese " .. der Frei­bur­ger Finanz­wis­sen­schaft­ler Bernd Raf­fel­hü­schen .. " - der Hans-Dampf-in-allen-Gas­sen˟ der Wis­sen­schaft mit Mei­nung zu Allem & Jedem - sei feder­füh­rend gewe­sen weiß ich wo die­se Ergeb­nis­se hin­ge­hö­ren: In die Tonne!

Sol­che "Stu­di­en" die­nen nur einem Zweck: Es ste­hen ein paar Kern­sät­ze in der Zusam­men­fas­sung die sich in den Medi­en gut zitie­ren und die Regie­rungs­po­li­tik blen­dend aus­se­hen las­sen. Der Rest ist nicht so wich­tig, und vie­le der Bericht­erstat­ter schau­en sich sowie­so nicht den kom­plet­ten Text an son­dern schrei­ben von der 'Pres­se­mit­tei­lung' ab.
Was beim stau­nen­den Publi­kum ankommt ist die gewünsch­te Botschaft:
Es geht uns gut, bes­ser denn je, und bei der Wahl im näch­sten Jahr bit­te kei­ne Experimente!

So. Jetzt gehe ich in die Küche und mache mir einen Beu­tel "Mikro­wel­len­pop­corn" und den ver­zeh­re ich wäh­rend ich mir eini­ge you­tube-Film­chen zur Holz­be­ar­bei­tung anse­he .... ist ja bald Weihnachten.

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˟ Hin­ter­grund

bookmark_border" Einmal mit Profis arbeiten ...!"

Den Spruch aus der Titel­zei­le ken­nen vie­le Men­schen - und in der Tat, wir wün­schen uns doch Poli­ti­ker, die sol­che Pro­fis sind. Die Pro­ble­me nicht nur dis­ku­tie­ren und sich gegen­sei­tig dafür ver­ant­wort­lich machen, son­dern sie mit gering­stem Auf­wand und zur Zufrie­den­heit der größt­mög­li­chen Zahl von Bür­gern lösen.

Ein - sicher nicht feh­ler­frei­er und total von Zwän­gen unab­hän­gi­ger - Poli­ti­ker die­ser Art ist der Pre­mier von Kana­da. Sehen Sie selbst:
 


 

Kommt Ihnen da nicht - so wie mir - die Gal­le hoch wenn Sie mit unse­ren Poli­ti­kern ver­glei­chen? Die sich in Klein­lich­kei­ten erge­hen und nur dar­an den­ken ihre Pfrün­de zu sichern anstatt das Wohl derer im Auge zu haben, von denen sie gewählt wur­den? Den­ken Sie nur an eines der sta­ti­schen Fern­seh­in­ter­views mit Mer­kel oder die flap­sig-abwei­sen­de Schnod­de­rig­keit von Gabriel.

Ich wün­sche mir hier­zu­lan­de Poli­ti­ker vom For­mat und der Intel­li­genz des Justin Trudeau. 

bookmark_borderAbgehängte Generation & verkehrte Welt ....

Wie soll die­se "ver­kehr­te" Welt noch ein älte­rer Mensch ver­ste­hen, der vor 50 Jah­ren ganz ande­re Bedin­gun­gen erlebt hat?

  • Ärz­te gefähr­den die Pati­en­ten­ge­sund­heit durch unnö­ti­ge Eingriffe;
  • Anwäl­te ver­dre­hen das Recht zur Unkenntlichkeit;
  • Psych­ia­ter trei­ben Pati­en­ten in den Wahnsinn;
  • Wis­sen­schaft­ler ver­fäl­schen Ergeb­nis­se für Geld;
  • Medi­en berich­ten par­tei­isch im Sin­ne der Anzeigenkunden;
  • Reli­gi­on wird für übel­ste Zwecke mißbraucht;
  • Demo­kra­ti­sche Regie­run­gen schrän­ken die Frei­heit ein. 
  • Dazu kom­men noch die 'moder­nen Medi­en' [viel­fach gleich­ge­setzt mit "sozia­len Medi­en"] - für Vie­le ein Buch mit sie­ben Sie­geln. Sie begrei­fen nicht mehr was um sie her­um vor­geht. Die Welt ist zu schnellebig geworden.

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    [Bild­quel­le]

    Was für die jün­ge­ren, nach 1990 gebo­re­nen Men­schen zur täg­li­chen Rou­ti­ne gehört ist für zwei Drit­tel der Bevöl­ke­rung wahr­haf­tig "Neu­land". Kein Wun­der also, wenn sie sich zur Infor­ma­ti­on auf die frü­her ver­läß­li­chen Quel­len stüt­zen .... und so der Mani­pu­la­ti­on anheim fallen. 

    Eine Grup­pe dazwi­schen geht den soge­nann­ten "sozia­len Medi­en" auf den Leim: Im festen Glau­ben es wer­de dort "Wahr­heit" ver­brei­tet plap­pern sie nach. Ver­viel­fäl­ti­gen jeden Unfug. Und sind noch stolz darauf.

    bookmark_borderFehleinschätzung

    Sich selbst zu über­schät­zen ist nicht beson­ders klug, sei­ne Geg­ner zu unter­schät­zen ist ein gro­ber Feh­ler. Mit unab­seh­ba­ren Fol­gen. In ihrer Ein­schät­zung von Yanis Varou­fa­kis lagen die natio­na­len Mit­te-Rechts-Poli­ti­ker und die von ihnen ein­ge­setz­ten Brüs­se­ler Büro­kra­ten ganz, ganz falsch:

    Mit sei­ner Abdan­kung auf ihr Betrei­ben war es nicht vor­bei, Varou­fa­kis ent­wickelt sich nun zu ihrer Neme­sis¹.

    Uner­müd­lich hat er in den Mona­ten seit sei­ner Demis­si­on dar­an gear­bei­tet sein Image zu polie­ren, in Pres­se und Fern­se­hen inter­na­tio­nal im Gespräch zu blei­ben - und, so scheint es, die Fäden zu vie­len ande­ren Orga­ni­sa­tio­nen und Par­tei­en des lin­ken Spek­trums zu zie­hen, dar­aus ein Netz zu spin­nen und gestern schließ­lich wur­de das Ergeb­nis präsentiert:

    DiEM25


    [Aus: Mani­festo, Lang­ver­si­on (*.pdf-Datei)]

    In einer mehr als drei­stün­di­gen Ver­an­stal­tung wur­de die Idee erwei­tert vor­ge­stellt und Red­ner aus vie­len Staa­ten ent­wickel­ten ihre Gedan­ken dazu vor dem anwe­sen­den Publi­kum in der Ber­li­ner "Volks­büh­ne".

    Beim zuhö­ren ver­flog mei­ne gestern noch trü­be Stim­mung und am Ende der Ver­an­stal­tung dach­te ich: Das könn­te gelingen.

    Die Zwi­schen­zie­le bis zu einem lebens­wer­ten Euro­pa für die Men­schen sind abge­steckt. Jetzt geht es los. Die Ent­wick­lung zu beob­ach­ten und Ver­än­de­run­gen zu erken­nen wird eine Freu­de sein.


    DiEM25
    [Quel­le Zitat]

    Da eine sol­che Bewe­gung zwar von Vie­len getra­gen wer­den muß, an der Spit­ze aber eine "Licht­ge­stalt" braucht (sie­he Zitat oben) bleibt zu hof­fen, dass Y. Varou­fa­kis den Macht­in­ha­bern der EU-Poli­tik und -Büro­kra­tie nicht zu lästig wird. So lästig mög­li­cher­wei­se, dass sie zum Äußer­sten bereit wären um sich sei­ner zu entledigen.

     ・ • ⚫ • ・ 

    ¹ Neme­sis

    bookmark_borderSieben Stufen der Verteufelung der Opposition durch die regierungsbildende Partei

    Es wird der Satz 

    „Zuerst igno­rie­ren sie dich,
    dann lachen sie über dich,
    dann bekämp­fen sie dich und
    dann gewinnst du.“

    Mahat­ma Gan­dhi zuge­schrie­ben. Er hat sich in der Ver­gan­gen­heit mehr­fach bewahr­hei­tet. Glenn Green­wald modi­fi­ziert die­sen Sinn­spruch in einem jüngst erschie­ne­nen Arti­kel und macht dar­aus "Die sie­ben Stu­fen der Gegen­re­ak­ti­on" durch die eta­blier­te (Regie­rungs-) Par­tei oder, im Fal­le der U.S.A. des Estab­lish­ments, der Macht­eli­te. Er zieht eine Par­al­le­le zum demo­kra­ti­schen Kan­di­da­ten B. San­ders, der auf dem besten Wege ist H. Clin­ton den Rang abzulaufen.


    STAGE
      Poli­te con­de­s­cen­si­on toward what is per­cei­ved to be harm­less (we think it’s real­ly won­derful that your views are being aired).  
     Wohl­wol­len­de Her­ab­las­sung gegen­über dem, was als harm­los wahr­ge­nom­men wird (wir den­ken, es ist wirk­lich wun­der­bar, dass Ihre Ansich­ten ver­öf­fent­licht werden).

    STAGE
     
     Light, casu­al mockery as the self-belief among sup­port­ers grows (no, dears, a left-wing extre­mist will not win, but it’s nice to see you exci­ted).
     
     
    Leich­ter, läs­si­ger Spott wenn der Glau­be an sich selbst unter den Befür­wor­tern wächst (Nein, ihr Lie­ben, ein lin­ker Extre­mist wird nicht gewin­nen, aber schön zu sehen dass ihr Anteil nehmt).

    STAGE
     
     Self-pity and angry eti­quet­te lec­tures direc­ted at sup­port­ers upon rea­lizati­on that they are not per­forming their duty of meek sur­ren­der, fla­vor­ed with hea­vy doses of con­cern trol­ling (nobo­dy but nobo­dy is as rude and gau­che online to jour­na­lists as the­se crusaders, and it’s unfort­u­n­a­te­ly hur­ting their candidate’s cau­se!).
     
     
    Selbst­mit­leid und wüten­de Vor­hal­tun­gen zum Umgang mit­ein­an­der wegen der Erkennt­nis, dass die Unter­stüt­zer nicht pflicht­ge­mäß klein­her­zig nach­ge­ben, mit schwe­ren Dosen von Sor­ge ange­rei­cher­te Vor­hal­tun­gen (nie­mand, wirk­lich nie­mand ist 'online' so unhöf­lich und töl­pel­haft gegen­über Jour­na­li­sten wie die­se Kreuz­rit­ter, und bedau­er­li­cher­wei­se scha­det es der Sache ihres Kandidaten!).

    STAGE
     
     Smear the can­di­da­te and his sup­port­ers with innu­en­dos of sexism and racism by fal­se­ly clai­ming only white men sup­port them (you like this can­di­da­te becau­se he’s white and male like you, not becau­se of ideo­lo­gy or poli­cy or con­tempt for the par­ty establishment’s cor­po­ra­tist, pro-war approach).
     
     
    Ruf­mord­kam­pa­gnen gegen­über dem Kan­di­da­ten und sei­nen Anhän­gern durch fälsch­li­che Andeu­tun­gen von Sexis­mus und Ras­sis­mus, nur wei­ße Män­ner gehö­ren zu den Unter­stüt­zern (Ihnen gefal­len die­se Kan­di­da­ten, weil sie weiß und männ­lich sind wie Sie, nicht wegen der Ideo­lo­gie oder Poli­tik oder Ver­ach­tung für den kor­po­ra­ti­vi­sti­schen, Pro-Kriegs-Ansatz des Parteiestablishments).

    STAGE
     
     Bra­zen invo­ca­ti­on of right-wing attacks to mar­gi­na­li­ze and demo­ni­ze, as polls pro­ve the can­di­da­te is a cre­di­ble thre­at (he’s weak on ter­ro­rism, will sur­ren­der to ISIS, has cra­zy asso­cia­ti­ons, and is a clo­ne of Mao and Sta­lin).
     
     
    Drei­ste Unter­stel­lun­gen rechts­ge­rich­te­ter Krei­se um zu mar­gi­na­li­sie­ren und zu dämo­ni­sie­ren, wenn Umfra­gen bele­gen, dass der Bewer­ber eine glaub­wür­di­ge Bedro­hung dar­stellt (Er ist schwach gegen den Ter­ro­ris­mus, wird sich ISIS erge­ben, hat ver­rück­te Ver­bin­dun­gen und ist ein Klon von Mao und Stalin).

    STAGE
     
     Issu­an­ce of gra­ve and hyste­ri­cal war­nings about the pen­ding apo­ca­lyp­se if the estab­lish­ment can­di­da­te is rejec­ted, as the pos­si­bi­li­ty of losing beco­mes immi­nent (you are desti­ned for deca­des, per­haps even gene­ra­ti­ons, of power­less­ness if you dis­o­bey our decrees about who to sel­ect).
     
     
    Wenn die Mög­lich­keit des Ver­lie­rens unmit­tel­bar bevor­steht wer­den schwer­wie­gen­de und hyste­ri­sche War­nun­gen über die anste­hen­de Apo­ka­lyp­se für den Fall ver­laut­bart, wenn der Kan­di­dat des Estab­lish­ments abge­lehnt wür­de (Sie wer­den Jahr­zehn­te, viel­leicht sogar meh­re­re Gene­ra­tio­nen, der Macht­lo­sig­keit erle­ben, wenn Sie unse­ren Emp­feh­lun­gen gegen­über - wer zu wäh­len ist - unge­hor­sam sind).

    STAGE
     
    Full-sca­le and unres­trai­ned melt­down, panic, las­hing-out, thre­ats, recri­mi­na­ti­ons, self-important foot-stom­ping, overt uni­on with the Right, com­ple­te fury (I can no lon­ger in good con­sci­ence sup­port this par­ty of mis­fits, ter­ro­rist-lovers, com­mu­nists, and hea­thens).
     
     
    Tota­ler und hem­mungs­lo­ser Unter­gang, Panik, Gei­ße­lung, Dro­hun­gen, Schuld­zu­wei­sun­gen, selbst­be­stä­ti­gen­des Fuß­auf­stamp­fen, offe­ne Ver­brü­de­rung mit der Rech­ten, aus­ufern­de Wut (Nie­mand kann mehr guten Gewis­sens die­se Par­tei von Außen­sei­tern, Ter­ro­ri­sten­freun­den, Kom­mu­ni­sten und Hei­den unterstützen).


    Quel­le (Text lin­ke Spal­te); Über­set­zung (Text rech­te Spal­te) wvs.]

    bookmark_borderRußland zu unterschätzen
    war schon immer ein Fehler

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    Davon könn­te Napo­le­on berich­ten - wenn er noch lebte.
    Oder der deut­sche Gene­ral­stab aus dem II. Welt­krieg, der des­we­gen Mil­lio­nen von Sol­da­ten in den siche­ren Tod schickte ....
    Es gäbe auch diver­se klas­si­sche & moder­ne Zita­te die pas­send wären:

    Wir haben im vori­gen Jahr viel über die Ukrai­ne gele­sen und gehört, die Medi­en waren voll von Berich­ten. Je nach Her­kunft der Infor­ma­ti­on woll­te man uns die­ses oder jenes glau­ben machen.

    Sicher ist wohl nur:
    Es gab einen Umsturz an dem die U.S.A. nicht ganz unbe­tei­ligt war. Ruß­land sah sei­ne Inter­es­sen auf der Krim gefähr­det, die rus­si­schen Bevöl­ke­rungs­an­tei­le im Osten der Ukrai­ne shen sich eher als Rus­sen denn als Ukrainer.

    Sank­tio­nen soll­ten die Rus­sen zwin­gen die ein­ge­nom­me­nen Gebie­te der Ukrai­ne wie­der frei zu geben und sich zurück zu zie­hen. Als das nicht erfolg­te wur­den Sank­tio­nen gegen Ruß­land initi­iert - die zwar zwi­schen­durch gelockert, dann aber wie­der ver­schärft wurden.

    Prä­si­dent Putin holt nun zum Gegen­schlag aus - und das dürf­te für die euro­päi­schen und ame­ri­ka­ni­schen Wirt­schafts­sy­ste­me dra­sti­sche Fol­gen haben. Er bringt ein Gesetz ein das es rus­si­schen Unter­neh­men (öffent­lich oder pri­vat) ver­bie­tet Kre­dit­zah­lun­gen auf eine Bank mit einer Natio­na­li­tät zu über­wei­sen die Sank­tio­nen gegen Ruß­land ver­hängt hat oder plant dies zu tun. Es geht um Zah­lun­gen in Höhe von ins­ge­samt min­de­stens 700 Mil­li­ar­den US$.

    Bei den vie­len 'Wackel­kan­di­da­ten' in Euro­pa kann das den Zusam­men­bruch bedeuten.
    Die U.S.A. haben sich zwar erholt, sit­zen aber auf einem Riesendefizit.
    Das sieht nicht gut aus.
    Gar nicht gut.

    bookmark_borderAllegorisches ....


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    Bei der Betrach­tung die­ses Vide­os muß­te ich an unser mensch­li­ches Leben & Ver­hal­ten den­ken. Auch wir reagie­ren wie die­se klei­nen Vögel: 

    Erwerbs­ar­beit führt zu einer Beloh­nung - doch die wirk­li­chen Nutz­nie­ßer fer­ti­gen die Arbei­ten­den mit ein paar Nüs­sen oder Kör­nern, den berühmt gewor­de­ne­nen 'pea­nuts' ab.
    Den Löwen­an­teil der Ein­künf­te behal­ten sie selbst ....

    bookmark_borderPreisunterschiede

    .
    Vie­le Arti­kel des täg­li­chen Bedarfs sind in den mei­sten Län­dern auf erstaun­li­che Wei­se dem Ein­kom­mens­ni­veau ange­paßt. Egal in wel­chem euro­päi­schen Land man sich auf­hält kann man das selbst leicht erken­nen. Ein Blick auf die ein­schlä­gi­ge Sta­ti­stik ver­mit­telt einen Ein­druck zum durch­schnitt­li­chen Ver­dienst der dor­ti­gen Bevölkerung. 

    Grund­nah­rungs­mit­tel kön­nen sich meist selbst jene Men­schen in aus­rei­chen­der Men­ge lei­sten die ledig­lich über gerin­ge Mit­tel ver­fü­gen. Sowie es aller­dings anspruchs­vol­le­re Pro­duk­te sind klafft zwi­schen denen die sie bezah­len kön­nen und denen die es sich nicht kau­fen kön­nen eine immer grö­ße­re Lücke.

    Kürz­lich muß­te ich den Vor­rat an Schmerz­ta­blet­ten erneu­ern und war sehr erstaunt:
    30 Tablet­ten Ibu­profen 400 zum Preis von 2,05 €uro - das war unschlag­bar gün­stig. In Deutsch­land hat­te ich zuletzt für 20 Tablet­ten des glei­chen Wirk­stof­fes in glei­cher Dosie­rung noch mehr als acht €uro bezahlt. Was bei glei­cher Men­ge (30 Stück) den stol­zen Preis von ca. 12,00 €uro aus­ge­macht hätte.

    Sechs­mal soviel?
    Wie erklärt sich das?

    An der Ver­packung und der Her­stel­lung kann es nicht lie­gen - schließ­lich kosten die Maschi­nen über­all auf der Welt gleich viel. Das gilt auch für die Chemikalien.

    Es gibt (min­de­stens) vier Grün­de für den Preisunterschied:

    • Erstens ist der Her­stel­ler­preis niedriger;
    • Zwei­tens legt der Staat eine Preis­ober­gren­ze für die Wirk­stof­fe als Fer­tig­arz­nei­mit­tel fest;
    • Drit­tens ver­die­nen die Apo­the­ker in Spa­ni­en weni­ger pro Packung;
    • Vier­tens sind bestimm­te Pro­duk­te von der Ver­schrei­bung aus­ge­schlos­sen und daher 'zieht' der Preis von ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen Sub­stan­zen den der frei ver­käuf­li­chen, nied­ri­ger dosier­ten Pil­len nicht nach oben.

    "Medi­ca­men­to suje­to a pre­scrip­ción médi­ca" was heißt: "Arz­nei­mit­tel auf ärzt­li­che Ver­schrei­bung" - steht zwar auf der Packung, aber was in "D" nicht denk­bar ist sehen die Spa­ni­er locker, man bekommt dies Arz­nei­mit­tel näm­lich auch ohne Verschreibung.

    200 mg sind in "D" ver­schrei­bungs­frei. Was dar­über dosiert ist bedarf einer Ver­schrei­bung. Welch ein Quatsch, denn wenn man 2 x 200 mg ein­nimmt ist die Dosie­rung wie bei einer 400 mg Tablette.

    Zurück zu den ein­gangs dis­ku­tier­ten Lebens­hal­tungs­ko­sten. Am Bei­spiel der Tablet­ten - natür­lich kein wesent­li­cher Fak­tor des nor­ma­len Haus­halts­bud­gets - wird deut­lich war­um ins­ge­samt die Aus­ga­ben eines spa­ni­schen Haus­hal­tes nied­ri­ger aus­fal­len als in "D". Die klei­nen Unter­schie­de addie­ren sich, ins­ge­samt wer­den so die Kosten gerin­ger und machen, übers Jahr berech­net, einen merk­li­chen Unter­schied aus. 

    bookmark_borderKanalisierung des Zorns

    .
    Solan­ge sich der Volks­zorn - bei­spiels­wei­se bei "PEGIDA" - gegen Aus­län­der rich­tet, und von der Grö­ßen­ord­nung her in etwa so bleibt wie zur Zeit, kann die Regie­rung sich durch­aus zufrie­den zurück­leh­nen und dem Trei­ben zusehen.

    Wer gegen Aus­län­der auf­ge­hetzt und damit beschäf­tigt ist gegen die­se zu demon­strie­ren wird nicht fra­gen wer im Inland für die sozia­le Schief­la­ge Ver­ant­wor­tung trägt!

    Men­schen brau­chen offen­bar einen "Popanz", ein "Opfer­lamm", ein "Hass­ob­jekt" an dem sie sich abar­bei­ten kön­nen wenn sie die Welt um sich her­um als bedroh­lich und nicht mehr fass­bar emp­fin­den, wenn ihnen die Anfor­de­run­gen aus ihrer Umwelt schlicht­weg 'über den Kopf wachsen'.

    Es ist bekannt, dass über­for­der­te Men­schen ein Ven­til suchen um ihre Unsi­cher­heit los zu wer­den - eine der mög­li­chen Vari­an­ten ist Aggres­si­on gegen die ver­meint­li­che Quel­le ihres Zustandes.

    Seit jeher hat sich die soge­nann­te Obrig­keit genau sol­che Zie­le aus­ge­dacht & benannt - und hat so von sich und den eige­nen Machen­schaf­ten abge­lenkt. Gro­ße Tei­le unse­rer Infor­ma­ti­ons­quel­len, ob 'print', 'funk' oder 'medi­en' unter­lie­gen - direkt oder indi­rekt - der Kon­trol­le derer, deren Kon­trol­leu­re sie eigent­lich sein sollten.

    Schaut man sich an gegen wen sich der Volks­zorn rich­tet - sofern man bei den rech­ten Demon­stra­tio­nen davon spre­chen kann - so wird deutlich:

    Hier wer­den die Fal­schen beschimpft und geächtet.

    Der Volks­zorn soll­te sich eher gegen Jene rich­ten, die für die miß­li­che Lage ver­ant­wort­lich sind, gegen die Kon­zer­ne, die mit dem Geschäft in die Kri­sen­ge­bie­te ohne jeg­li­che Skru­pel Geld ver­die­nen und davon nie genug ....

    Also, lie­be Pegi­da & son­sti­ge Demonstranten:
    Rich­tet euch, rich­tet eure Wut, lie­ber gegen die Ver­ur­sa­cher der 'Völ­ker­wan­de­rung' aus den süd­li­chen Gefil­den anstatt die Opfer für ihre Situa­ti­on zu schelten.

    bookmark_borderPlan B

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    In mei­nem näch­sten Leben wer­de ich nicht wie­der studieren.
    Es lohnt sich ein­fach nicht mehr. 

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    Ich wer­de Fle­der­maus. Den Tag ver­schla­fen, nachts wach & umtrie­big, irgend­wie geheim­nis­voll und gefürch­tet - dabei gleich­zei­tig als nütz­lich und schüt­zens­wert betrach­tet. Im Film ver­herr­licht wer­den, und jede Men­ge Koh­le ver­die­nen ohne je eine Bil­dungs­in­sti­tu­ti­on von innen gese­hen zu haben ....

    So ähn­lich ver­läuft sonst nur man­che Poli­ti­ker­kar­rie­re. Nur die Sache mit "nütz­lich und schüt­zens­wert" muß noch­mal über­dacht werden ....

    bookmark_borderVon 'Zielgruppen' ....

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    Gestern (28.05.15) lief in WDR III eine The­men­sen­dung "SUPERNERDS ein Über­wa­chungs­abend", die, trotz eini­ger Ein­la­gen die ich per­sön­lich nicht sehr gelun­gen fand, ins­ge­samt gut gemacht war & über­zeu­gend argumentierte.

    Wer es nicht sehen konn­te soll­te sich die Zeit neh­men und es in der Media­thek anse­hen. Zur Not in Tei­len - das ist sinn­voll ein­ge­setz­te Zeit.

    Ins­ge­samt war es ein guter Ansatz, der aller­dings an Tei­len des Publi­kums vor­bei­ge­gan­gen sein dürfte:
    Den Myria­den von Mobil­te­le­fon­nut­zern die zugleich Fuß­ball anschau­en. Weil gleich­zeitg Fuß­ball lief. Wie so häu­fig also, so häu­fig, dass man schon wider an Absicht glaubt.

    Aber viel­leicht war das ja die Kon­zes­si­on an die Poli­tik, der es über­haupt nicht Recht sein kann wenn noch mehr Men­schen von ihren 'gehei­men' und bestimmt nicht 'volks­na­hen' Machen­schaf­ten wissen.