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bookmark_borderSolar-Ertrag April 2025 [01-30.04.]

 [Gelb = Solar­strom; Blau= Ver­brauch; Rot= Netz­strom]
 
Nun lie­gen die Zah­len für April 2025 fest:
Strom­ver­brauch aus dem Netz nur an den Tagen¹ die mit grü­nem Pfeil gekenn­zeich­net sind [18-04 = 7,2; 19-04 = 4,7; 25-04 = 3,6 zusam­men 15,5 kWh] dazu das *Grund­rau­schen*, der Ver­brauch der Wechel­rich­ter für die Umwand­lung DC zu AC → 24,8 kWh. Die Kosten dafür betra­gen ca. 0,2426/kWh mul­ti­pli­ziert mit 24,8 kWh plus antei­li­ge Grund­ge­bühr 15,88/Monat = 15,5 + 5,56 = ca. 21,44 €uro.
¹ {das sind täg­lich zwi­schen 02 und 0,4 kWh, je nach Akti­vi­tät: Das von der Strom­ge­sell­schaft gestell­te *Smart­Me­ter* zählt die ein­ge­spei­sten kWh zu Gun­sten des Ver­sor­gers (weni­ger kWh von die­sem zu bezah­len); die ent­nom­me­nen kWh hin­ge­gen wer­den *über­zählt* - wir müs­sen etwas mehr bezah­len; Da die Beträ­ge sich im unte­ren zwei­stel­li­gen Bereich befin­den lohnt sich des­we­gen kei­ne Auseinandersetzung!}

Der Gesamt­ver­brauch an Strom war im April 568 kWh - die­se Strom­men­ge haben wir durch die Solar­an­la­ge erzeugt und dadurch 137,80 €uro (die wir an den Netz­be­trei­ber hät­ten zah­len müs­sen!) gespart. 

Ins­ge­samt betrug also die erzeug­te Men­ge 1984 kWh (incl. die der ein­ge­spei­sten 1207 kWh), unse­re Bilanz ist dem­nach 235,68 €uro abzüg­lich 21,44 €uro Netz­strom­ver­brauch, zuzüg­lich der 97,89 €uro Ein­spei­se­ver­gü­tung. End­be­trag 312,13 €uro.

Der Ertrag liegt um knapp 100 €uro unter dem des Monats März.

PS Solar-Ertrag März 2025 [01-31.03.]

bookmark_borderDrei Generationen, manchmal vier ....

Es ist kaum zu glau­ben, noch weni­ger zu verstehen.

Wesent­li­cher Anteil von Geschichts­un­ter­richt (uńd beglei­ten­den Fächern wie Poli­tik, Gesell­schaft uns Staats­bür­ger­kun­de, je nach Bun­des­land und die Auf­stel­lung ist bestimmt noch nicht kom­plett) ist dem The­ma »Ent­ste­hungs­ge­schich­te des so-genann­ten "Drit­ten Reichs"« gewid­met. Gene­ra­tio­nen die nach dem II. Welt­krieg die Schu­len durch­lau­fen haben wur­den mit Bild- und Ton­do­ku­men­ten aus die­ser Zeit mit­tels Spi­ral­cur­ri­cu­lum unterrichtet:

".. Das Cur­ri­cu­lum folgt damit nicht allein einer inner­fach­li­chen Logik, son­dern berück­sich­tigt auch ent­wick­lungs- und lern­psy­cho­lo­gi­sche Gesichts­punk­te, ord­net den Stoff nicht line­ar an, son­dern in Form einer Spi­ra­le, so dass ein­zel­ne The­men im Lau­fe der Schul­jah­re mehr­mals auf jeweils höhe­rem Niveau und in dif­fe­ren­zier­te­rer Form wiederkehren. .."

Aus der Tat­sa­che, daß es - neben den Ent­täusch­ten in der Alt-Wäh­ler­schaft des Ostens - vor allem Jung­wäh­ler zur AfD zieht bedeu­tet ein wesent­li­ches Ver­sa­gen des Schul­sy­stems und der Medi­en, denen es nicht gelun­gen ist die Per­fi­die der Vor­ge­hens­wei­se rech­ter Agi­ta­to­ren zu ent­lar­ven. Die Fol­ge-Gene­ra­tio­nen dar­auf vor­zu­be­rei­ten deren ver­schlei­er­te Vor­ge­hens­wei­se zu durch­schau­en. Die Absicht demo­kra­ti­sche Struk­tu­ren des Staa­tes zu unter­wan­dern somit abzuwehren.

Der Gedan­ke der *AUSGEWOGENHEIT* der Bericht­erstat­tung ist einer­seits zu breit wenn glei­ches Gewicht auf rech­te Dog­ma­tik wie auf demo­kra­ti­schen Aus­gleich gelegt wird, ande­rer­seits zu eng wenn selbst erfolg­ver­spre­chen­de und durch Ver­nunft begrün­de­te For­de­run­gen aus Rich­tung der AfD pau­schal ver­dammt werden.
Die tra­di­tio­nel­le Hal­tung der (Staats-/ öffent­lich-recht­li­chen) Medi­en und ins­be­son­de­re die Wahl der The­men ist in die Mit­te der Gesell­schaft gerich­tet wäh­rend die Rän­der weit­ge­hend igno­riert und daher aus­ge­las­sen wer­den. Mein Para­de­bei­spiel ist die Zeit, die auf Erd­be­ben, Vul­kan­aus­brü­che und son­sti­ge Natur­er­eig­nis­se auf ande­ren Kon­ti­nen­ten ver­schwen­det wird, wäh­rend drän­gen­de sozia­le Pro­ble­me im Inland in weni­gen Sät­zen abge­tan werden.


Wer hier im Lan­de nicht weiß wie er die näch­ste Mie­te, den näch­sten Ein­kauf, die Nach­zah­lung für Ener­gie­un­ter­neh­men bezah­len soll, wird sich wenig für die Not auf ande­ren Kon­ti­nen­ten inter­es­sie­ren - und bedau­er­li­cher­wei­se kön­nen sich die Medi­en­ver­ant­wort­li­chen in die­se Men­schen in unse­rem Land nicht mehr hin­ein­den­ken weil ihre Lebens­welt zu weit davon abge­ho­ben ist.
 

Es ist sicher eine Tra­gö­die wenn Tau­sen­de irgend­wo ster­ben - doch wenn wir weni­ge Jah­re zurück­den­ken wird klar:
Erst der glo­ba­le Aus­tausch von Infor­ma­tio­nen hat es mit sich gebracht, daß dafür Zeit in der Bericht­erstat­tung gebraucht wird, die für loka­le Vor­komm­nis­se dadurch fehlt. Hier man­gelt es an Kri­te­ri­en die­sen Zustand zu ändern und das macht tra­di­tio­nel­le Medi­en für vie­le Men­schen irrele­vant weil sie nicht ihre Erleb­nis­welt umfassen.

So kommt es, daß nach nur drei bzw. vier Gene­ra­tio­nen eine rech­te Bewe­gung sich schlei­chend der Mehr­heit in Wah­len nähert, und es sogar Poli­ti­kern wie Herrn Spahn, der zudem behaup­te­te "Ich ken­ne die Rech­ten!", nicht klar ist wie da mit dem Feu­er gespielt wird. Die NSDAP gab sich *bür­ger­lich* und unter­wan­der­te die Ent­schei­dungs­funk­tio­nen des Staa­tes durch Ein­schleu­sung von gesin­nungs­treu­en Gefolgs­leu­ten .... und war so 1933 schlag­ar­tig zur Macht­er­grei­fung in der Lage.
Wem das alles noch nicht reicht der wer­fe einen Blick nach Westen, in die USA: Da wird vor aller Öffent­lich­keit ein Grund­satz­pro­gramm der Ent­de­mo­kra­ti­sie­rung, Agen­da 2025, in die Tat umgesetzt.
Hit­ler wur­de nicht geglaubt was in "Mein Kampf" stand - eben­so­we­nig haben die Ame­ri­ka­ner ver­stan­den was Trump als Gal­li­ons­fi­gur, nicht als Vor­den­ker, umset­zen soll:
Einen auto­kra­ti­schen, christ­lich-fun­da­men­ta­li­sti­schen Staat, in dem die Bibel über der Ver­fas­sung steht.

So lau­tet mein Appell: Poli­ti­ker und Medi­en soll­ten Stück für Stück die Pro­gram­ma­tik der AfD vor- und deren Fol­gen dar­stel­len, anstatt sich mit Ver­bots­phan­ta­sien und Lebens­läu­fen von AfD-Poli­ti­kern zu verzetteln.

bookmark_borderOn *Collective* and *Individual*

Many Euro­peans may won­der how it came about that, despi­te the well-known lack of cha­rac­ter, full-blown igno­rance, and moral depra­vi­ty of can­di­da­te Donald J. Trump, a majo­ri­ty of voters belie­ved they were bet­ter repre­sen­ted by him than by can­di­da­te Kama­la Har­ris.

In order to cor­rect­ly assess the voting decis­i­on, it is neces­sa­ry to under­stand the pre­vai­ling men­ta­li­ty of the majo­ri­ty of the US population:

Ame­ri­cans are indi­vi­dua­lists,
their mot­to is "Every man for himself!"

The­r­e­fo­re, com­mu­ni­ty pro­jects are only co-finan­ced with reluc­tance, becau­se tho­se who do not direct­ly bene­fit from the­se pro­jects do not want to pay for them.

This is how you can under­stand what the situa­ti­on in the coun­try looks like
[no cla­im to completeness!]:

  • Roads with huge pot­ho­les and in poor con­di­ti­on, which also applies to highways;
  • Poor or even insuf­fi­ci­ent local public transport;
  • Land­scape, spa­ti­al, and urban plan­ning enti­re­ly geared towards indi­vi­du­al trans­port - and where
  • Approa­ches to pro­vi­ding car-inde­pen­dent trans­port exist, this is inef­fec­ti­ve becau­se it only achie­ves lei­su­re oppor­tu­ni­ties, not sup­p­ly activities;
  • Rail trans­port for the rapid trans­port of goods - the trans­port of peo­p­le is a com­pul­so­ry exer­cise, whe­ther for bet­ter or for worse. which, howe­ver, is then paid for by users as a luxu­ry, even though it falls short of medio­cri­ty by Euro­pean standards;
  • The lack of uni­ver­sal health insu­rance and its repla­ce­ment by *for-pro­fit* insu­rance sche­mes who­se pri­ma­ry goal is to gene­ra­te divi­dends for shareholders;
  • Child­ca­re at exor­bi­tant pri­ces that almost com­ple­te­ly skim off the second salary;
  • Elder­ly care that the majo­ri­ty of the affec­ted age group can­not afford;
  • A pen­si­on system that mere­ly ensu­res that tho­se entit­led to it do not die of hunger.
  • Poli­ti­ci­ans' demands to chan­ge the­se con­di­ti­ons and achie­ve an impro­ve­ment in the qua­li­ty of life through coll­ec­ti­ve action and, abo­ve all, payment are dis­credi­ted with "SOCIALISM!", a batt­le cry pri­ma­ri­ly of the wealt­hy, who crea­te their *own world* in iso­la­ted, fen­ced-in ghet­tos and act as if the wel­fa­re of their fel­low citi­zens is none of their business. 


    While in this coun­try [Ger­ma­ny] struc­tures that ser­ve the public and are at a com­pa­ra­b­ly high level are lamen­ted due to the igno­rance of the com­plai­ners and the etern­al­ly dis­sa­tis­fied, in the USA even the exclu­ded lower class does not even con­sider that it might be appro­pria­te to ensu­re the con­di­ti­ons of life (and sur­vi­val!) by invol­ving ever­yo­ne, for all.
    With the batt­le cry SOCIALISM, all attempts to gene­ra­li­ze coll­ec­ti­vist thin­king to impro­ve living con­di­ti­ons for all are nip­ped in the bud.
     

      The rea­son the faça­de of *Ame­ri­can excep­tio­na­lism* is still belie­ved is sim­ply due to the lack of know­ledge the [US] popu­la­ti­on has of other count­ries and living con­di­ti­ons around the world. The *eli­tes* are awa­re of this, but have a strong inte­rest in kee­ping it that way, becau­se then their posi­ti­on will not be shaken. The upper midd­le class – often sur­pri­sin­gly well-infor­med about the dif­fe­ren­ces bet­ween opi­ni­on and fac­tu­al know­ledge – stri­ves for the top and the­r­e­fo­re belie­ves that gene­ral enligh­ten­ment only hin­ders their own aspirations.
    So, ulti­m­ate­ly, we are left with a defi­ci­ent public school system, and tho­se with enough money can fun­nel their off­spring – even tho­se who are unsui­ta­ble becau­se they lack intellec­tu­al skills – through *éli­te*(!) insti­tu­ti­ons and build them up as luminaries.

    See Donald J. Trump, dumb as a stump,
    but with an éli­te uni­ver­si­ty bachelor's degree!¹

    PS:
    In many places, Euro­pe is the coun­ter-evi­dence to the US theo­ry that acting for a fic­ti­tious natio­nal coll­ec­ti­ve by poli­ti­ci­ans and in the poli­ti­cal sphe­re, i.e., ori­en­ting the sta­te toward the com­mon good rather than pro­mo­ting the unbrid­led self-inte­rest of citi­zens, is equi­va­lent to socia­lism or even com­mu­nism. It's not hard to ima­gi­ne that the satis­fac­tion of having social secu­ri­ty in case of emer­gen­cy suits even extre­me indi­vi­dua­lists quite well.

    Pic­tures & text ('foota­ge') has been used respectful­ly in this artic­le in accordance with the FAIR USE DOCTRINE of the U.S. Copy­right Code Sec­tion 107

    bookmark_borderAusge-DEAL-t ..?!

    Wer es bis jetzt immer noch nicht wahr haben wollte:

  • Der US-Prä­si­den­ten­dar­stel­ler ist stroh­dumm, es man­gelt ihm an Allgemeinbildung;
  • Er hat ein sehr beschränk­tes Handlungs-Repertoire;
  • Sei­ne Auf­merk­sam­keits­span­ne ist gleich Null;
  • Wäh­rend er spricht ver­liert er die ursprüng­li­che Idee aus dem Auge und redet in Fragmenten;
  • Was er nicht ver­steht exi­stiert für ihn nicht;
  • Wer mehr als er weiß muß ein Feind sein ....
  • .... über all die Sym­pto­me die auf Nar­ziss­mus hin­wei­sen schrei­be ich nichts - die kann man aller­dings → dort nach­le­sen

    Mit sei­ner völ­lig unsin­ni­gen Zoll­po­li­tik hat er sich nun sein eige­nes Grab geschaufelt:
    Wenn es einen Bereich bei den Ame­ri­ka­nern gibt den sie nie­man­dem *ver­zei­hen* so ist es ihr Geld! Selbst jah­re­lan­ge Freund­schaf­ten kön­nen wegen ein Paar Dol­lar zer­bre­chen - wie viel schlim­mer ist es da, wenn die Pen­si­ons­rück­la­gen schmel­zen wie Schnee in der Sonne!


    _[Quelle Titel­bild / ver­än­dert nach: Clay Ben­nett on GoCo­mics]

    Sie­he zum The­ma auch
    Poli­tik wird Pop: Anti-Trump-Songs und Par­odien, die Lau­ne machen

    bookmark_borderWut, ohnmächtig ....

    Not amused ....

    Nach über einer Woche ist es immer noch nicht end­gül­tig¹:

    Die­se Umstel­lung ist jeden­falls die läng­ste bisher.
    Ein Grund ist, daß in den sechs Jah­ren Nut­zung der alten Ver­si­on von Linux Mint die For­ma­tie­rung der Siche­rungs­da­tei­en geän­dert wurde.

    Davon war aller­dings nir­gend­wo die Rede!

    Alles was von Fire­fox und Thun­der­bird gesi­chert wur­de konn­te nicht direkt über­nom­men wer­den - die Baste­lei hat mäch­tig genervt!
    TIMESHIFT war zum Glück eine sinn­vol­le Hil­fe, sonst wäre der Scha­den end­los geworden ....

    Geän­dert hat sich nach erstem Augen­schein fast nichts was den Auf­wand gerecht­fer­tigt hät­te .... wo ist bloß der Gedan­ke an das (aus mei­ner Per­spek­ti­ve) erste Com­pu­ter-Gesetz geblieben?

    * Never chan­ge a run­ning system! *
     

     
    ¹ Mails weg, Adress­buch weg, Lese­zei­chen weg, alle gespei­cher­ten Kenn­wor­te weg, Archi­ve aus den Jah­ren vor 2019 weg! Nicht völ­lig, da ja auf meh­re­ren Plat­ten noch dop­pelt gesi­chert, aber eben nur auf­wän­dig wie­der zusam­men zu bekommen .... 

    bookmark_borderAllgemeiner Wehrdienst, Wehrpflicht, Demokratie
    - Überlegungen und Antworten auf Kommentare.

    HINWEIS:
    Es hat doch etwas län­ger als 11:00h gedau­ert - ich bit­te das zu entschuldigen

    Auf mei­nen vori­gen Arti­kel (vor der Zwangs­pau­se wegen Neu­ord­nung und Instal­la­ti­on eines aktu­el­le­ren Betriebs­sy­stems) hat Clau­dia Klin­ger in ihrem eige­nen Blog eine Ant­wort ver­fasst auf die es mul­ti­ple Kom­men­ta­re gab - und das indes nicht nur auf Clau­di­as Aus­füh­run­gen, son­dern eben­so auf mei­ne Kom­men­ta­re zu die­sen Kom­men­ta­ren .... Na ja, da sind wir nun und ich stel­le die Ant­wor­ten die ich mitt­ler­wei­le ver­fasst habe hier zusam­men mit den Tex­ten ein zu denen sie gehö­ren. Damit bei­de Tei­le im Zusam­men­hang gele­sen wer­den können.

    Eine Kopie wird sich spä­ter am Tag im Arti­kel bei Frau Klin­ger befinden.

    @ Clau­dia am 23. März 2025
    Nach reif­li­cher Über­le­gung und der Ver­fas­sung meh­re­rer Kom­men­ta­re als Ant­wort auf mich soll­ten die ange­spro­che­nen Beden­ken und alter­na­ti­ven Vor­schlä­ge aus­rei­chen dar­zu­stel­len wie mei­ne Hal­tung zum The­ma und Ein­wän­den ist. Der­zeit ist, denn es könn­te durch­aus sein, daß ich im Ver­lauf der Zeit zu geän­der­ter Ein­schät­zung kom­me. Punk­tu­ell, nicht gene­rell. Wenn dar­ge­bo­te­ne Fak­ten es rechtfertigen.


    @ Sie­wur­den­ge­le­sen 22.03.2025: 18:04


    Ich fan­ge mal bei der Wie­der­be­waff­nung an - wenn Sie auch nicht wei­ter dar­über geschrie­ben haben und ich den Grund dafür dar­in sehe, daß die Besat­zung der (Ost­zo­ne = Besat­zungs­ge­biet der Sowjet­uni­on) ein schmerz­li­ches Ereig­nis in der Geschich­te Deutsch­lands war, die gezeigt hat wel­che Fol­gen eine Besat­zung durch Ruß­land haben würde.

    Zugleich aller­dings ein Bei­spiel wie wenig wir an demo­kra­ti­schen Rech­ten zu erwar­ten hät­ten wür­den wir je wie­der von Ruß­land besetzt werden. 

    Sie zitie­ren mich:
    Ist ihnen klar, wel­che Fol­gen es hät­te wenn wir – bei­spiels­wei­se – unter rus­si­sche Besat­zung kämen? Den­ken Sie dann hät­ten Sie immer noch die Mög­lich­keit hier in Blogs zu schrei­ben was Sie etwa zur Not­wen­dig­keit von Mili­tär zu sagen haben?

    Ohne jedoch auf den Kern die­ser Bemer­kung ein­zu­ge­hen. Nein, falsch, das gefällt Ihnen nicht und Sie nen­nen es ".. Die Keu­le rus­si­sche Besat­zung zu zie­hen, zeugt auch nicht gera­de von kon­struk­ti­ver Dis­kus­si­on .." - das war kei­ne Keu­le, son­dern die Dastel­lung wel­che Ver­hält­nis­se wir mit Sicher­heit haben wür­den wenn der Fall ein­trä­te - denn die Fol­gen haben wir doch in der vor­ma­li­gen DDR 'live' erlebt und beob­ach­ten kön­nen. Das als *Keu­le* abzu­tun ist unredlich.

    Des­we­gen noch­mal anders aus­ge­drückt um mich bes­ser ver­ständ­lich zu man­chen. Natür­lich hät­ten wir dann ganz ande­re Pro­ble­me, näm­lich die, die die Men­schen in Ruß­land der­zeit haben:
    - Unter­drückung von unlieb­sa­mer Oppo­si­ti­on zum Staatsapparat;
    - Ein­schrän­kung der Rei­se­frei­heit und Bestim­mung des Auf­ent­halts durch den Staat;
    - staat­lich bestimm­te Berufs­aus­bil­dung /-übung ohne Berück­sich­ti­gung der per­sön­li­chen Wün­sche und/oder Vorzüge;
    - Zutei­lun­gen nach Wohl­ver­hal­ten und Unter­stüt­zung für den Par­tei- und Staatsapparat.
    [Aus­wahl!]

    Mei­ne Dar­stel­lung zum Erzie­hungs­zweck bei anson­sten resi­sten­ten Jung­män­nern basie­ren auf jah­re­lan­ger Erfah­rung nicht auf Hören­sa­gen. Ich nen­ne Ihnen ein­mal zwei Beispiele.
    1.Fall:
    Ein Sol­dat wäscht sich tage­lang nicht und sei­ne Kame­ra­den bit­ten ihn das end­lich ein­mal zu machen weil er anfängt zu stin­ken und alle in einer Stu­be mit 9 Sol­da­ten damit belä­stigt. Als er sich immer noch wei­gert ergrei­fen sie ihn gemein­sam und brin­gen ihn unter die Dusche, waschen & bür­sten ihn sau­ber. Das brauch­ten sie nach die­sem einen Mal bis zum Ende der Dienst­zeit nicht wie­der zu tun;

    2. Fall:
    Ein Sol­dat kam regel­mä­ßig zu spät aus dem Kaser­nen­ge­bäu­de zum Appell - was dazu führ­te, daß alle erst mit Ver­zö­ge­rung die Kaser­ne zum Wochen­en­de ver­las­sen konn­ten, man­che den Zug nach Hau­se verpassten.
    Sie haben die­sen Kame­ra­den zu meh­re­ren - in dem Zustand der Beklei­dung in der er sich gera­de befand als zum Appell gerufen/gepfiffen wur­de - nach drau­ßen geschafft damit alle pünkt­lich waren. So wur­de die 'fer­ti­gen' Sol­da­ten ent­las­sen und nur der
    Unbe­lehr­ba­re spür­te die Folgen.

    Ein Teil der Grund­aus­bil­dung ist 'Staats­bür­ger­kun­de', es mag nun eine alter­na­ti­ve Bezeich­nung haben, ver­mit­telt jedoch Grund­wer­te der Ver­fas­sung und der Pflich­ten und Rech­te der Staats­bür­ger. Es war für mich immer erschreckend wenn die Rekru­ten zwar über Pop-Ido­le und deren Umfeld, über Fuß­bal­ler und Autos, sowie über die besten Rei­seźie­le Bescheid wuß­ten, jedoch nicht dar­über was ein Grund­recht ist, wie der Staat mit­tels Gewal­ten­tei­lung zum Woh­le aller Bür­ger ver­fasst ist, und wel­che inter­na­tio­na­len Ver­pflich­tun­gen sich aus Völ­ker­recht, Kriegs­völ­ker­recht und inter­na­tio­na­ler Gerichts­bar­keit ergeben.

    Die "Inne­re Füh­rung" war und ist umstrit­ten: Beton­köp­fe und wenig fle­xi­ble, macht­hung­ri­ge Füh­rungs­kräf­te has­sen sie. Vie­le kön­nen sich nur schwer zur Balan­ce der Behand­lung von Unter­ge­be­nen zwi­schen *Bür­ger in Uni­form* und *Gehor­sam als Sol­dat* bewe­gen weil sie nicht die gei­sti­ge Beweg­lich­keit haben. Zuletzt gibt es noch die Grup­pe, die aus Bequem­lich­keit Respekt und Dis­zi­plin schlei­fen las­sen und so Unsi­cher­heit des Han­delns befördern.
    Es kommt - das ist kei­ne Fra­ge - auf die gei­sti­ge und mensch­li­che Fle­xi­bi­li­tät der jewei­li­gen Füh­rungs­per­sön­lich­keit an. Da habe ich alle Vari­an­ten zwi­schen ehe­ma­li­gen Wehr­machts­of­fi­zie­ren und in der Bun­des­wehr in den Rän­gen auf­ge­stie­ge­nen Offi­zie­ren erlebt. Es gibt immer Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al, denn hier greift die Lebensweisheit:
    "Wo Men­schen sind menschelt's!"

    So-genann­te "Eli­te­ein­hei­ten" haben nach mei­ner Auf­fas­sung kei­ne Son­der­rech­te - sie sind ach­tens­wer­te Spe­zia­li­sten, jedoch wie jeder ande­re Sol­dat zu behan­deln und ver­pflich­tet sich so zu beneh­men. Alles ande­re ist abzu­stel­len und wenn ein Fehl­ver­hal­ten vor­liegt ent­spre­chend zu ahnden.
    Soll­te den­noch eine Ungleich­be­hand­lung, ein falsch ver­stan­de­ner Korps-Geist, ein­rei­ßen, so sind die­se eben­falls zu unterbinden.

    Zudem:
    Wenn die fal­sche Vor­stel­lung "Éli­te", etwas "Beson­de­res" zu sein zu Aus­wüch­sen führt ist das nicht der bestehen­den Struk­tur, der Grund­idee der Inne­ren Füh­rung zuzu­rech­nen! Der Man­gel ent­steht durch falsch ver­stan­de­ne Pri­vi­le­gie­rung und kann des­we­gen dem Grund­ge­dan­ken nicht ange­la­stet werden.

    Ein Wort zu Unter­schie­den im Kriegsfall:
    Ande­rer Mei­nung als eine Füh­rungs­kraft zu sein ist kei­ne man­geln­de Dis­zi­plin solan­ge sie nicht die gestell­te Auf­ga­be einer Trup­pe unmög­lich macht:
    - VOR einem Befehl ist Dis­kus­si­on erwünscht,
    - NACH einem Befehl muß Gehor­sam herrschen.

    Ein im Frie­den von sei­nen Sol­da­ten aner­kann­ter Vor­ge­setz­ter wird auch im Krieg immer aner­kannt sein - wer es als Vor­ge­setz­ter also nicht schafft den Respekt sei­ner Mann­schaf­ten zu errin­gen ist fehl am Plat­ze. Offi­zie­re die nur auf­grund des Dienst­gra­des füh­ren sind ungeeignet.

    Natür­lich gelingt es manch­mal nicht die Spreu vom Wei­zen zu tren­nen und Aus­wüch­se zu ver­hin­dern. Wich­tig ist aber auf allen Ebe­nen ein Auge dar­auf zu haben und die von Ihnen geschil­der­ten Ent­glei­sun­gen zu erken­nen, abzu­stel­len und das Wie­der­auf­le­ben durch orga­ni­sa­to­ri­schen Ände­run­gen zu verhindern-
    Auch dafür gibt es Bei­spie­le, Initia­ti­ons­ri­ten, *gehei­me* Zir­kel in der Trup­pe, Moti­va­ti­ons­ver­ir­run­gen zur Auf­ga­be des Mili­tärs im Staate.

    Sven 22.03.2025; 20:34h (Zitat­link)

    ".. ich bin ein sehr neu­gie­ri­ger Mensch und hät­te mir ihre Ant­wort in ihrem Blog wahr­schein­lich auch durch­ge­le­sen, wenn sich ihr Kom­men­tar wie eine Ein­la­dung ange­hört hät­te. Tat­säch­lich hör­te er sich wie ein per­sön­li­cher Angriff auf mei­ne Per­son an – egal, ob das jetzt ihre Inten­ti­on war oder nicht. Ihren Blog­ein­trag wür­de ich jetzt genau so lesen, als per­sön­li­chen Angriff auf mich. Das ergibt kei­nen Sinn, weil sie – da gehe ich jetzt ein­fach ein­mal davon aus – in ihrem Bei­trag mit Sicher­heit nur ihre Sicht der Din­ge wie­der­ge­ben möch­ten und mit Argu­men­ten bele­gen wol­len, war­um mein Kom­men­tar falsch ist .." 

    Es ist bei schrift­li­cher Kom­mu­ni­ka­ti­on immer schwie­rig genau den Ton zu tref­fen den der Kom­men­ta­tor erwar­tet oder anson­sten ver­stimmt ist. Mir tut es leid, wenn das so bei Ihnen ankam und ich ver­si­che­re, daß das nicht mei­ne Absicht war. 

    Es geht mir auch nicht dar­um Recht zu haben oder zu bewei­sen Sie hät­ten etwa eine *fal­sche Sicht* oder min­de­stens ihre Argu­men­te sei­en *falsch* - ich möch­te ledig­lich bei­tra­gen eine ande­re Sicht­wei­se dar­zu­stel­len, da es stets meh­re­re Betrach­tun­gen geben wird und sich jeder sein Bild aus meh­re­ren Quel­len selbst zusammenreimt.

    Zur Vor­ge­schich­te:
    Ich hat­te '66 das Abitur und woll­te '67 mit dem Stu­di­um anfan­gen - doch der Ein­be­ru­fungs­be­scheid kam und ich war gezwun­gen mei­ne Plä­ne zu ändern. Damals war die Grund­wehr­dienst­zeit 18 Monate.

    Aus bereits benann­ten Grün­den bewarb ich mich für die Offi­ziers­lauf­bahn (B&Z;drei Jah­re, spä­ter wur­de eine Lauf­zeit von zwei Jah­ren ein­ge­führt - doch das traf für mich damals noch nicht zu).

    Mili­tär hat zunächst nichts mit Demo­kra­tie zu tun, das ist völ­lig klar. Es ist hin­ge­gen sinn­voll bei der Füh­rung von Men­schen demo­kra­ti­sche Prin­zi­pi­en zu berück­sich­ti­gen, denn Über­zeu­gung ist alle­mal bes­ser als Gehor­sam zu erzwingen.
    Die demo­kra­ti­sche Kom­po­nen­te besteht für mich dar­in den Zweck eines Befehls so zu ver­deut­li­chen, daß des­sen Not­wen­dig­keit erkenn­bar wird. Damit han­deln die Emp­fän­ger von Befeh­len im Sin­ne des­sen, was beab­sich­tigt ist und kön­nen bei Hin­der­nis­sen selbst, ohne Nach­fra­ge, Alter­na­ti­ven ent­schei­den die das Ziel erreich­bar machen.

    [Die­ser Unter­schied zur Wehr­macht, wo aus­drück­lich Abwei­chun­gen ver­bo­ten waren, oder wie bei der US-Armee, bei der ein schrift­li­cher (!) Befehl buch­sta­ben­ge­treu zu erfül­len ist, macht die Erfolgs­aus­sich­ten wesent­lich bes­ser als rei­ne gedan­ken­lo­se Befehlsausführung]

    Inso­weit sehe ich den Unter­schied zwi­schen ver­schie­de­nen Model­len der Füh­rung im Mili­tär nicht anders als in einem Unter­neh­men: Wenn die Absich­ten des wie und war­um des zu errei­chen­den Zie­les und der Gesamt­la­ge ver­stan­den wur­den kann der gut aus­ge­bil­de­te Unter­ge­be­ne nach eige­nem Muster den besten Weg fin­den sich an der Errei­chung des Zie­les zu betei­li­gen - so wer­den aus Befeh­len die geeig­ne­te­ren Zieldarstellungen.

    Was davon unbe­trof­fen bleibt ist der Bereich der kör­per­li­chen Ertüch­ti­gung und der Ein­übung von Rou­ti­ne­ab­läu­fen, sowohl per­sön­li­cher wie der von Grup­pen. Vie­le Men­schen gleich­zei­tig zu bewe­gen erfor­dert Ord­nung, daher die not­wen­di­ge Übung von For­ma­ti­ons­be­we­gun­gen (*For­ma­ti­ons­aus­bil­dung; *For­mal­dienst )

    Hier­ar­chie bedeu­tet kei­nes­falls Wert­un­ter­schie­de zwi­schen den Rän­gen (Per­so­nen) - es bedeu­tet Auf­ga­ben­stel­lun­gen die pro Ebe­ne ver­schie­den sind und daher mehr oder weni­ger Fol­gen für die Hand­lungs­wei­sen haben die der indi­vi­du­el­len Ein­schät­zung unter­lie­gen können:

    Wer in höhe­rem Rang ist soll­te mehr Über­sicht und Erfah­rung haben und des­sen Wort soll­te des­we­gen mehr Gewicht haben.
    Da ich nicht 80 Jah­re mit Scheu­klap­pen durch das Leben gegan­gen bin - und gehe - ist mir natür­lich klar, daß die Abwei­chun­gen von der *rei­nen Leh­re*, dem *theo­re­tisch Sinn­vol­len* oft Grün­de ent­ge­gen­ste­hen. Die sind viel­fach nicht objek­tiv nach­voll­zieh­bar, nicht fak­ten­ba­siert, hin­ge­gen von Vor­ur­teil und *Mei­nung* bestimmt.

    Wenn es Bedro­hung der bür­ger­li­chen Rech­te lt. Grund­ge­setz gibt, die von aus­län­di­schen Kräf­ten per Gewalt durch Armeen aus­ge­übt wer­den sol­len, hal­te ich es für ange­bracht die­sen mit mili­tä­ri­scher Stär­ke zu begeg­nen. Damit es dazu erst nicht kommt ist Mili­tär notwendig.

    In der augen­blick­li­chen Umwäl­zungs­be­we­gung auf vie­len Fel­dern des Lebens ist es zwei­fel­los ver­wir­rend die ein­zel­nen Berei­che zu iden­ti­fi­zie­ren und zu tren­nen. Des­we­gen ist schritt­wei­se Auf­lö­sung ange­bracht, ein Schritt ist der Abbau des zivi­len Inno­va­ti­onsstaus, ein wei­te­rer das ver­nach­läs­sig­te mili­tä­ri­sche Poten­zi­al der Abschreckung und drit­tens die För­de­rung der Wirtschaftskraft.

    Den Pisto­ri­us-Vor­schlag es mit Frei­wil­li­gen im ersten Schritt zu ver­su­chen den Auf­bau des Mili­tärs zu erwei­tern - wir haben ja trotz Aus­set­zung des Wehr­dien­stes schon mehr als 120.000 Sol­da­ten unter Waf­fen sodaß wir nicht bei Null anfan­gen müs­sen - hal­te ich für ziel­füh­rend und schnell umsetzbar.

    Zur Abschluß­fra­ge:

    Natio­nal­staa­ten sind nicht mehr zeit­ge­mäß - Euro­pa muß das Ziel sein! 
    Damit ist klar: Es gilt die Demo­kra­tie als die beste Staats­form zu verteidigen.

    @ Wolf Jäger 22.03.2025, 20:26h

    Es ist eine sehr indi­vi­du­el­le Erfah­rung mit der man je nach Per­sön­lich­keit und Erleb­nis umgeht. Wir hat­ten mal einen Rekru­ten der sehr unsi­cher im Umgang mit Hand­gra­na­ten war. Solan­ge es Übungs­mu­ni­ti­on war ging es leid­lich, aber wenn schar­fe Muni­ti­on geübt wur­de war es brand­ge­fähr­lich. Wir haben daher einen zwei­ten Unter­of­fi­zier als *Auf­sicht beim Schüt­zen* hin­ge­stellt, einer rechts, einer links. Als der Sol­dat die bereits ent­si­cher­te Hand­gra­na­te fal­len ließ anstatt sie zu wer­fen hat der Unter­of­fi­zier sie ergrif­fen und über den Wall beför­dert wäh­rend der zwei­te den Schüt­zen zu Boden zog.

    Was ich damit sagen will:
    Feh­ler sind nie aus­zu­schlie­ßen, Schuld­zu­wei­sung ist - wenn nötig - oft eher unge­recht, min­de­stens aber ein Zei­chen von Man­gel in der Ausbildung.
    Mili­tär bedeu­tet Umgang mit töd­li­chen Waf­fen, da kann mensch­li­ches und/oder tech­ni­sches Ver­sa­gen nicht aus­ge­schlos­sen wer­den. Ein­schlä­gi­ge Bestim­mun­gen zu erklä­ren, zu üben, und auf ihrer Ein­hal­tung zu bestehen aller­dings schon ein guter Schritt zu mehr Sicherheit.

    PS:
    Es erfolg­te nur eine Schnell­durch­sicht -des­we­gen kön­nen noch TYPOs zu fin­den sein 

    bookmark_borderWer hätte das gedacht:
    Ich nenne etwas *alternativlos* mindestens aber:
    Die normative Kraft des Faktischen

    ".. Ist ein demo­kra­ti­scher Beschluss zur Durch­set­zung der Struk­tur von­nö­ten, so wird die Alter­na­tiv­lo­sig­keit betont .." Falls nun der Fall ein­tritt - und den sehe ich hier gege­ben - daß es in der Tat kei­ne Alter­na­ti­ve gibt, so ist der Son­der­fall das Zusam­men­tref­fen von theo­re­ti­scher Basis der Über­le­gung mit prak­ti­scher Not­wen­dig­keit vorhanden.

    Aha!
    Um was geht es denn eigent­lich hier?

    Es geht um das Wie­der­auf­le­ben der Wehr­pflicht, weil ich kürz­lich fol­gen­de Titel­zei­le zu einer Erör­te­rung las:


    Wie sich her­aus­stellt war die Aus­set­zung der all­ge­mei­nen Wehr­pflicht schon zur Zeit des dafür not­wen­di­gen Beschlus­ses ein Feh­ler. Der all­ge­mei­ne *Erzie­hungs­fak­tor* zur staats­bür­ger­li­chen Ver­ant­wor­tung der Gene­ra­tio­nen wur­de durch ein *lais­sez-fai­re*-System ersetzt. Der Belie­big­keit des Staats­ver­ständ­nis­ses, ja des Demo­kra­tie­ver­ständ­nis­ses wur­de abrupt Tür und Tor geöffnet.

    Wo frü­her der Zusam­men­hang zwi­schen Rech­ten und Pflich­ten dem Staats­we­sen gegen­über, durch Inan­spruch­nah­me durch den Wehr­dienst, her­ge­stellt waren, brach nun gäh­nen­de Lee­re auf:
    Demo­kra­tie ohne - akti­ve - Betei­li­gung der Bür­ger ist schwach, der Abstand zwi­schen zwei wesent­li­chen Pfei­lern des Staats­we­sens, näm­lich theo­re­ti­schem und prak­ti­schem Inter­es­se geht ins Unend­li­che und ist damit unüberbrückbar.

    Es geht also nicht um das WOLLEN,
    son­dern Erfül­lung einer (bit­te­ren) NOTWENDIGKEIT
    wenn das Staatswesen
    und bür­ger­li­che Frei­hei­ten erhal­ten blei­ben sollen!

    Nicht zu ver­ges­sen auch die Tat­sa­che, daß so man­cher drecki­ge, pöbeln­de und unhöf­li­che Jung­mann durch das Mili­tät zu einem umgäng­li­chen, gepfleg­ten und ordent­li­chen Men­schen gemacht wurde.

    bookmark_borderMit großer Wahrscheinlichkeit ....

    So unbe­re­chen­bar wie die Admi­ni­stra­ti­on Trump ist - besetzt mit Dilet­tan­ten - so sehr ist die Sor­ge um Loya­li­tät gegen­über den euro­päi­schen NATO-Part­ners gerecht­fer­tigt, die Geschwät­zig­keit und Anbie­de­rung gegen­über den dik­ta­to­ri­schen Regimes der Welt zu erwar­ten. Wer Geheim­do­ku­men­te als 'per­sön­li­chen Besitz' in Club-Bade­zim­mern lagert kann nicht als ver­läß­li­cher Geheim­nis­trä­ger ange­se­hen werden.

    bookmark_borderWie deutlich muß es denn noch sein ..?!
    Wird eine Zeichnung gebraucht ..?!
    Sollen erst die Panzer aus dem Osten
    an die Grenze rollen ..?!

    Zitat 1:
    ".. Man möch­te den USA kei­nen Allein­gang in die­ser Fra­ge signa­li­sie­ren. Das sagen .. Exper­ten und Poli­ti­ker immer wie­der. Das Bünd­nis und damit auch Euro­pa soll nicht durch den Auf­bau par­al­le­ler Struk­tu­ren gespal­ten werden .."

    Zitat 2:
    ".. Frank­reich ver­folgt eine völ­lig eigen­stän­di­ge, natio­na­le Nukle­ar­stra­te­gie. Die etwa 290 fran­zö­si­schen Nukle­ar­waf­fen sind nicht in die NATO-Pla­nung inte­griert. Und aktu­ell sieht es auch nicht danach aus, als ob Frank­reich dazu bereit wäre, sich in die eta­blier­ten Struk­tu­ren der NATO ein­zu­brin­gen und dem Bünd­nis sei­ne Nukle­ar­waf­fen zur Ver­fü­gung zu stel­len .. Damit wür­de, „Schutz­schirm“ hin oder her, allein ein fran­zö­si­sches Staats­ober­haupt dar­über ent­schei­den, wann – und ob – es auf den roten Knopf drückt. Die­se Abhän­gig­keit möch­te offen­sicht­lich nie­mand ernst­haft ein­ge­hen; schon gar nicht die bal­ti­schen Staa­ten, die von Russ­land beson­ders bedroht sind .." 
    [Quel­le der Zita­te "Wie ver­tei­di­gungs­fä­hig ist Deutschland?"]

    Hal­ten wir doch ein­mal fest wie es steht:
    - Trump ist auf die Putin-Linie ein­ge­schwenkt und tut alles um Mos­kau den Krieg zu erleichtern;
    - Trump hat die Unter­stüt­zung für Euro­pä­er / NATO zurückgenommen;
    - Trump will kei­ne eige­nen Trup­pen für die Ver­tei­di­gung der Ukrai­ne bereitstellen.

    Mit dem ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten will er nicht mehr reden, er ver­brei­tet Lügen über des­sen Bereit­schaft zum Frieden. 

    Trotz­dem wer­den die Beteue­run­gen man wer­de die USA nicht durch Allein­gän­ge 'ver­stö­ren' nicht etwa weni­ger, son­dern mehr!

    Wen wol­len die Poli­ti­ker die so etwas ver­laut­ba­ren täu­schen? Ist es so etwas wie "Pfei­fen im Wald !" um sich Mut zu machen? Ist es die Unfä­hig­keit nun end­lich zu erken­nen, daß auf Trump kein Ver­laß mehr ist? Daß die USA nur abschöp­fen wol­len, und das zum geringst­mög­li­chen Ein­satz von Men­schen und Material?

    Das jahr­zehn­te­lan­ge Ver­hält­nis zu den USA und die *Freund­schaft*, die immer vom Gedan­ken den schnel­len Dol­lar zu machen bestimmt war, nun etwa nicht zu Ende? Wer kann so naiv sein zu glau­ben es kön­ne in abseh­ba­rer Zeit ein Revi­val stattfinden?


    Trump, vom Alters­starr­sinn geprägt und ohne Ver­ständ­nis auch nur der ele­men­ta­ren Gege­ben­hei­ten in Poli­tik und Wirt­schaft, wird auf den kru­den The­sen behar­ren weil ihm die Kennt­nis­se feh­len - da ist kei­ne Ände­rung zu erwarten.
    Sein Umfeld ist auf Kurs und ver­tei­digt noch so idio­ti­sche Vor­ha­ben ohne jede Kri­tik - da ist eben­so kei­ne Ände­rung zu erwarten.
    Des­we­gen ist es müßig sich zu bemü­hen, es ist nötig die Wahr­heit zu erken­nen und sich ALLEINE und ohne *Rück­ver­si­che­rung* oder *Rück­spra­che* stark zu machen und das euro­päi­sche Schick­sal selbst in die Hän­de zu neh­men.
     

     

    Nach­trag:
    Nur um kei­ne Miß­ver­ständ­nis­se auf­kom­men zu las­sen sei noch erwähnt, daß Euro­pa mehr Waf­fen­sy­ste­me und Rüstungs­gü­ter braucht als hier kurz­fri­stig her­ge­stellt wer­den kön­nen - des­we­gen wer­den wir auf den Ein­kauf in USA (und andes­wo) ange­wie­sen sein. Da habe ich aller­dings kei­ne Sor­ge, denn selbst der Herr Prä­si­den­ten­dar­stel­ler wird uns gern das Benö­tig­te ver­kau­fen. Es kur­belt dort die Pro­duk­ti­on an, und das ist er, der DEAL, der zum Ruhm des Prä­si­den­ten führt. 

    bookmark_borderWachstum (II)

    Die Bemü­hun­gen uns mit­tels Mar­ke­ting ver­ges­sen zu las­sen ob wir all das, was ange­bo­ten wird, über­haupt brau­chen, sind ein vol­ler Erfolg:
    Kon­sum steht für Zufriedenheit,
    mehr Kon­sum für noch mehr Zufriedenheit,
    noch mehr zu haben als die Nach­barn und noch wei­ter zu rei­sen als sie läßt die Zufrie­den­heit (und Selbst­ge­fäl­lig­keit) ins Ufer­lo­se wachsen ....

    So neben­bei bemerkt:
    Der Kon­sum bringt uns um, wir rich­ten dafür den Pla­ne­ten zugrunde.
    UNUMKEHRBAR!

    Wenn also eine Par­tei in Per­so­na ihrer Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten "Wachs­tum" ver­spricht, obwohl das zum Unter­gang führt, haben die­se Per­so­nen, und die Par­tei die sie reprä­sen­tie­ren, nicht IHR, der Wäh­ler Bestes im Sinn.
    Son­dern sie wol­len gern an die Honig­töp­fe, die Abge­od­ne­ten­be­zü­ge kommen.

    Sie­he hier­zu auch → Wachs­tum (11.05.2009)

    bookmark_borderLiebe Polizeigewerkschaft, ....

    ich fin­de es ja beson­ders erfreu­lich wenn ihr euch dafür ein­setzt mehr Tem­po-30-Zonen einzurichten.


    Aller­dings hät­te ich da einen Vor­schlag zur Rei­hen­fol­ge von Aktionen:

    - Wie wäre es denn, wenn ihr erst Mal dafür sorgt, daß bestehen­de Tem­po-30-Zonen über­wacht wer­den und Über­tre­tun­gen ver­folgt & geahn­det werden?

    - Das Auf­stel­len von Geschwin­dig­keits-Anzei­ge-Tafeln könnt ihr euch schen­ken, denn wenn kein Radar dabei ist hustet euch die Mas­se der Auto­fah­rer 'was und gibt wei­ter Gas;

    - Laßt doch mal in den Medi­en eine *Public-Ser­vice-Kam­pa­gne* mit dem Mot­to laufen:

    Ich woh­ne an einer Stra­ße die als Tem­po-30-Zone aus­ge­wie­sen ist. Hier wer­den Geschwin­dig­kei­ten bis zu 100 km/h gefah­ren. Alle Ver­su­che irgend­ei­ne Behör­de zum Han­deln zu brin­gen waren bis­her vergebens:
    Die Stadt sagt der Land­kreis ist ver­ant­wort­lich die Ein­hal­tung der Geschwin­dig­keit zu gewähr­lei­sten - der Land­kreis sagt die Poli­zei­di­rek­ti­on ist dafür zustän­dig - die Poli­zei ver­weist auf das städ­ti­sche Ord­nungs­amt .... des­sen Fin­ger zeigt auf den Land­kreis etc.

    Hier durch unse­re Stra­ße führt der Weg zu zwei Schu­len, einem Kin­der­gar­ten, und einer Grund­schu­le. Gleich­zei­tig ver­bin­det unse­re Stra­ße zwei viel befah­re­ne Nord-Süd Ach­sen. Es ist zugleich Zufahrt zu einer Ost-West-Ach­se, einer Bun­des­stra­ße, und wenn es sich dort staut läuft der Ver­kehr durch unse­re Tem­po-30-Zone - NICHT mit Tem­po 30!
    Und also ob all das noch nicht genug ist: Ein neu errich­te­ter Super­markt führt seit einem Jahr zu zusätz­li­chem Ver­kehr hin zum Markt und durch unser Stadtviertel.

    Wahr­schein­lich sind ein paar tote Vögel, Igel, und Kat­zen noch nicht genug, es muß erst ein Kind ange­fah­ren wer­den bevor etwas gegen die Rase­rei getan wird.

    Nur noch als Ergän­zung:
    Neu­lich habe ich einem Auto­fah­rer der mit min­de­stens 60 km/h fuhr mit drei Fin­gern "30" signalisiert.
    Er hielt an und stieg aus "Was haben Sie mir da gera­de gezeigt?"
    Ich hebe mei­ne Hand und zei­ge drei Finger,
    ant­wor­te "Daß hier eine Tem­po 30 Zone ist und Sie waren min­de­stens dop­pelt so schnell!" 
    Er dar­auf: "Woher wis­sen Sie das, haben Sie ein Radargerät?"
    Ich: "Nein, aber mehr als 50 Jah­re Fahr­pra­xis - und genug Erfah­rung den Unter­schied zwi­schen 30 und 60 zu beurteilen .."

    Spä­ter, ein paar Tage danach, sehe ich sein Auto vor einem kürz­lich neu bezo­ge­nen Haus ste­hen. Wenn selbst die Anlie­ger sich nicht an "Tem­po 30" hal­ten kann man es von orts­frem­den Fah­rern wohl erst recht nicht erwarten ....