bookmark_borderWissenschaft & Erfolgsmessung

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Wenn es um Erfolgs­mes­sung geht wer­den die mei­sten fest­an­ge­stell­ten Uni­ver­si­täts­leh­rer (Pro­fes­so­ren, aber auch die nach­ge­ord­ne­ten Char­gen) leicht ner­vös und reagie­ren gereizt - wie kann es das pro­fa­ne Volk wagen die Qua­li­tät ihrer Leh­re zu unter­su­chen? Oder gar, noch viel unver­schäm­ter, in Zwei­fel ziehen?

Aus mei­ner eige­nen Erfah­rung in Ame­ri­ka wun­dert mich das Ver­hal­ten hier­zu­lan­de sehr. Eine Bewer­tung der Qua­li­tät der Leh­re, mei­ner Arbeit, durch Kol­le­gen und Stu­den­ten war mir sogar Recht. Wie sonst hät­te ich erken­nen sol­len ob das, was ich unter­rich­te, aus­rei­chend in das Fach­ge­biet ein­ge­bet­tet ist und die Erwar­tun­gen der Kol­le­gen & Stu­den­ten nach Metho­de und Tie­fe erfüllt? 

Sin­gu­lä­re The­men die nir­gend­wo Bezug haben mögen zwar vom rein aka­de­mi­schen Stand­punkt her inter­es­sant sein, sind aber manch­mal für eine Gesamt­schau des Fach­ge­bie­tes nutz­los. Stu­den­ten erwar­ten Ori­en­tie­rung, denn sie über­schau­en noch nicht wohin sie das jeweil­ge The­ma ein­ord­nen müs­sen. Sie kön­nen aber Aus­kunft dar­über geben, ob sie aus einer Ver­an­stal­tung Kennt­nis­se erwor­ben haben - oder nicht. Oder ob die Metho­de pas­send war, weil sie das Ver­ständ­nis geför­dert hat.
Die Kol­le­gen hin­ge­gen kön­nen die Inhal­te ein­ord­nen und ent­schei­den, ob der Anspruch ange­mes­sen ist. Des­we­gen ist ihre Stel­lung­nah­me dazu eben­so wich­tig wie notwendig.
Aus bei­den Bewer­tun­gen ergibt sich dem­nach eine Nut­zen­ab­wä­gung für das eige­ne Lehrvorhaben.

Die viel­ge­prie­se­ne "aka­de­mi­sche Frei­heit" ist zwar wün­schens­wert, hat aber nichts mit der Qua­li­tät der Leh­re zu tun - den Unter­richt zu bewer­ten heißt also nicht die aka­de­mi­sche Frei­heit des Leh­ren­den einschränken. 

Qua­li­täts­prü­fung ist ein drin­gen­des Erfor­der­nis, denn gera­de in den mehr und mehr ver­schul­ten Bache­lor- und Masters-Stu­di­en­gän­gen bau­en die Ver­an­stal­tun­gen auf­ein­an­der auf und es ist nicht im Inter­es­se eines Stu­di­en­fort­schritts wenn die Lehr­ver­an­stal­tun­gen nicht das erbrin­gen, was von ihnen erwar­tet wird.

Ob aller­dings Stu­di­en wie jüngst in U.S.A. durch­ge­führt* schlüs­sig über die Qua­li­tät der Leh­re Aus­kunft geben kön­nen erscheint mir min­de­stens zweifelhaft. 

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"A New Kind of Stu­dy Seeks to Quan­ti­fy Edu­ca­tio­nal Qua­li­ty" Eit­her America’s col­leges are the envy of the world, or they’re of que­stionable worth.

bookmark_borderEine Frage der Perspektive ....

Betrach­tet man das obi­ge Bild völ­lig unvor­ein­ge­nom­men, so wird klar, daß der Zeich­ner eine von der Norm abwei­chen­de Per­spek­ti­ve ein­ge­nom­men hat.
Denn übli­cher­wei­se lau­tet die Beschrei­bung entweder:
"Das Glas ist halb voll" 1
oder:
"Das Glas ist halb leer" 2
Unter dem Aspekt der Flüs­sig­keits­auf­nah­me mag eine der bei­den Aus­sa­gen stim­men, natur­wis­sen­schaft­lich betrach­tet muß es aller­dings lauten:
"Das Glas ist voll" 3
- und genau das drückt der Zeich­ner aus.

Zu berech­nen wie­viel die Luft im Glas wiegt ist etwas komplizierter.

Zudem ein sehr ein­fa­ches Modell um den Unter­schied zwi­schen "Glau­ben"1;2
und "Wis­sen"3 darzustellen. 

bookmark_borderPrivatinteressen

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Wer kann es sich schon schon lei­sten sei­ne pri­va­ten Inter­es­sen im Beruf aus­zu­le­ben? Das ist nur ganz weni­gen Men­schen ver­gönnt. Einer davon ist Herr Yogeshwar vom WDR, der sich in sei­ner Sen­dung ganz all­ge­mein für die natur­wis­sen­schaft­li­che Volks­bil­dung einsetzt. 

Yogeshwar lebt in Hennef und besitzt eine eige­ne Stern­war­te im Garten.*

Die pri­va­te Stern­war­te konn­te man Diens­tag (03.12.2013) in einer Sen­dung zum kürz­lich zer­fal­le­nen Kome­ten Ison sehen. Ich fand es sehr mutig von ihm sei­ne Pri­vat­sphä­re der­art öffent­lich zu machen. Zu leicht machen sich Neid und Miß­gunst breit, dies beson­ders in Deutsch­land, wo es - unter­schei­dungs­frei - immer noch anrü­chig erscheint wenn es Jemand zu Wohl­stand bringt.

Zwar zäh­le ich mich nicht zu den 'Ster­nen­freun­den', aber die mei­sten ande­ren Sen­dun­gen von "Quarks & Co" fand ich wich­tig und auf­schluß­reich. Min­de­stens gehört die­se Rei­he zu den weni­gen wert­vol­len Momen­ten im deut­schen Fernsehen.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

* Zitat aus Wiki­pe­dia

bookmark_borderair fresheners

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Kürz­lich sah ich eine Wer­bung für "Raum­par­füm"
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von AIR WICK.

Da ich prin­zi­pi­ell der Auf­fas­sung bin sol­che zusätz­li­chen che­mi­schen Stof­fe müs­sen nicht sein wenn es nor­ma­les 'Lüf­ten' auch tut, habe ich mal nach­ge­se­hen was es im Inter­net dazu zu lesen gibt. Nicht viel, wie sich herausstellte.

Im eng­li­schen Sprach­raum gab es den fol­gen­den Text:

..Air Fres­he­ners are a com­mon com­mer­cial pro­duct used to crea­te a plea­sant smel­ling and clean indoor atmo­sphe­re in homes and busi­nesses. They are known to con­tain a num­ber of dif­fe­rent che­mical agents in order to neu­tra­li­ze offen­si­ve odors and crea­te a more plea­sant scent. The basic ingre­di­ents in air fres­he­ners are form­alde­hyde, petro­le­um distil­la­tes, 1,4 dichlo­r­oben­zene and aero­sol pro­pel­lants. Recent­ly many of the­se che­micals have been inve­sti­ga­ted for their safe­ty. Some com­mon che­micals found in air fres­he­ners have been found to be toxic to humans and may increa­se the inci­dence of many dif­fe­rent health pro­blems. Natu­ral and healt­hy air fres­he­ners are now being used as alter­na­ti­ves to con­ven­tio­nal air fres­he­ners in order to mini­mi­ze health hazards and envi­ron­men­tal pollution.

Envi­ron­men­tal Impact
The fra­grance indu­stry is esti­ma­ted to reach $6 bil­li­on in the U.S. by 2012. About $1.7 bil­li­on of this mar­ket is direct­ly rela­ted to air fres­he­ner sales, up $600 mil­li­on sin­ce 2003. The recent increa­se in the use of the­se pro­ducts sti­mu­la­ted a more com­pre­hen­si­ve inve­sti­ga­ti­on into their safe­ty. The­re are many con­cerns with using com­mon com­mer­cial air fres­he­ners but the main pro­blem lies in the types of che­micals pre­sent insi­de them. The most dan­ge­rous of the­se che­micals are phtha­la­tes (pro­no­un­ced ''thal-ates''). Phtha­la­tes are hazar­dous che­micals known to cau­se can­cer, hor­mo­n­al abnor­ma­li­ties, birth defects, and repro­duc­ti­ve problems.. 

[Quel­le]


Über­set­zung:
Luft­fri­scher sind ein geläu­fi­ges kom­mer­zi­el­les Pro­dukt, das eine ange­neh­me rie­chen­de und sau­be­re Innen­at­mo­sphä­re in Häu­sern und Unter­neh­men her­stel­len soll. Es ist bekannt, dass sie eine Rei­he ver­schie­de­ner che­mi­scher Mit­tel ent­hal­ten, um offen­si­ve Gerü­che zu neu­tra­li­sie­ren und einen ange­neh­me­ren Duft zu erzeu­gen. Die grund­le­gen­den Zuta­ten in Luft­fri­schern sind Form­alde­hyd, Erd­öl­de­stil­la­te, 1,4-Dichlorbenzol und Aero­sol-Treib­mit­tel. In jüng­ster Zeit wur­den vie­le die­ser Che­mi­ka­li­en auf ihre Sicher­heit unter­sucht. Eini­ge häu­fi­ge Che­mi­ka­li­en, die in Luft­fri­schern gefun­den wur­den, sind als für den Men­schen gif­tig gekenn­zeich­net und kön­nen die Inzi­denz vie­ler ver­schie­de­ner Gesund­heits­pro­ble­me erhö­hen. Natür­li­che und gesun­de Luft­er­fri­scher wer­den jetzt als Alter­na­ti­ven zu her­kömm­li­chen Luft­er­fri­scher ver­wen­det, um Gesund­heits­ri­si­ken und Umwelt­ver­schmut­zung zu minimieren.
Umwelt­be­la­stung
Die Duft­bran­che wird bis Ende 2012 schät­zungs­wei­se 6 Mil­li­ar­den US-Dol­lar in den USA ein­brin­gen. Etwa 1,7 Mil­li­ar­den US-Dol­lar die­ses Mark­tes ste­hen in direk­tem Zusam­men­hang mit dem Umsatz von Luft­er­fri­schern, der seit 2003 um 600 Mil­lio­nen US-Dol­lar gestie­gen ist. Die jüng­ste Zunah­me der Ver­wen­dung die­ser Pro­duk­te hat eine umfas­sen­de­re Unter­su­chung ihrer Sicher­heit ange­regt. Es gibt vie­le Beden­ken bei der Ver­wen­dung gän­gi­ger kom­mer­zi­el­ler Luft­er­fri­scher, aber das Haupt­pro­blem liegt in den Che­mi­ka­li­en, die in ihnen vor­han­den sind. Die gefähr­lich­sten die­ser Che­mi­ka­li­en sind Phtha­la­te (aus­ge­spro­chen ''Tha­la­te''). Phtha­la­te sind gefähr­li­che Che­mi­ka­li­en, von denen bekannt ist, dass sie Krebs, hor­mo­nel­le Anoma­lien, Geburts­de­fek­te und repro­duk­ti­ve Pro­ble­me ver­ur­sa­chen.
 

 
Nun, das war zwar schon recht auf­schluß­reich, aber ich dach­te mir das Bun­des­um­welt­mi­ni­ste­ri­um könn­te mehr Infor­ma­ti­on haben. Ich schick­te also ein E-Mail mit fol­gen­den Fragen:

  • - Wel­che Erkennt­nis­se lie­gen in ihren Hau­se zu die­ser Pro­dukt­grup­pe vor?
  • - Gibt es Unter­su­chun­gen zu den meist gebräuch­li­chen Inhalts­stof­fen die­ser Produkte?
  • - Wel­che Wir­kun­gen haben die­se Pro­duk­te auf Ver­brau­cher und Umwelt?
  • - Gilt das ebe­so für län­ger­fri­sti­ge Anwen­dung und/oder ggf. Miß­ve­hält­nis zwi­schen Raum­grö­ße und ver­dun­sten­der Men­ge anIn­halts­stof­fen die­ser Produkte?
  • - Lie­gen ihnen Infor­ma­tio­nen zur Lang­zeit­stu­di­en bei Nut­zung die­ser Pro­duk­te vor? Wenn "Ja", mit wel­chen Ergebnissen?

Die erste Ant­wort war nicht sehr infor­ma­tiv, genau­ge­nom­men eine übli­che Abwim­me­lung mit All­ge­mein­plät­zen und der Hin­weis auf eine Bro­schü­re die dem­nächst erschei­nen wird.

Also setz­te ich noch­mal nach:
Mög­li­cher­wei­se waren aber mei­ne Fra­gen nicht prä­zi­se genug gestellt, wes­we­gen ich sie hier noch­mal einenge:

  • Müs­sen die Her­stel­ler von Luft­fri­schern für deren in-Ver­kehr-brin­gen die Ein­zel­sub­stan­zen benen­nen die in ihren Pro­duk­ten ver­wen­det werden?
  • Für wel­che Han­dels­pro­duk­te lie­gen Zulas­sun­gen vor und wel­che Inhalt­stof­fe sind dar­in jeweils vorhanden?
  • Sofern sich die Her­stel­ler auf Zulas­sung in ande­ren EU-Län­dern bezie­hen kön­nen, auf wel­che Grund­la­gen stüt­zen sie sich dann?
  • Lie­gen bei Ihnen Erkennt­nis­se und/oder Infor­ma­tio­nen zu
    Ver­brau­cher­sei­ten ähn­lich denen unter [=>
    http://www.toxipedia.org/display/toxipedia/Air+Fresheners] vor? Wenn "Ja" wie ist deren Webadresse? 

Als Ant­wort bekam ich ein wei­te­res E-Mail, dies­mal von einem höher­ge­stell­ten Mit­ar­bei­ter des Bun­des­am­tes. Ich zitie­re zwei Sätze:
".. bit­te haben Sie Ver­ständ­nis dafür, dass wir noch ein­mal abschlie­ßend auf das in Kür­ze erschei­nen­de Papier ver­wei­sen .." und ".. Wir bedau­ern, dass Sie mit dem Infor­ma­ti­ons­an­ge­bot des Umwelt­bun­des­am­tes unzu­frie­den sind. Bit­te beden­ken Sie jedoch, dass wir als wis­sen­schaft­li­che Bun­des­ober­be­hör­de natur­ge­mäß nicht allen Ein­zel­in­ter­es­sen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger unse­res Lan­des gerecht wer­den kön­nen, weder im Infor­ma­ti­ons­spek­trum, noch in der Informationstiefe .."

WOW, dach­te ich da, das war mehr als deutlich!
Man kann 'laß uns mit dei­nen Fra­gen zufrie­den, wir haben Wich­ti­ge­res zu tun' natür­lich auch so aus­drücken .... die Höf­lich­keit ver­bie­tet mir Namen zu nen­nen und zu sagen, was ich von die­sem Herrn i.A. Dr. (med, von dem die zitier­ten Sät­ze stam­men) denke ....

War­ten wir also gemein­sam auf die dem­nächst erschei­nen­de Bro­schü­re "„Infor­ma­tio­nen über den Umgang mit Duftstoffen“"

 ∙ ▪ ° ▪ ∙ 

Sie­he hier­zu → Nach­ge­fasst: air fres­he­ners (Luft­ver­bes­se­rer?)

bookmark_borderErdbevölkerung

So vie­le Men­schen wie noch nie leben auf die­sem Planeten.
Wäh­rend die Res­sour­cen schwin­den wächst die Zahl der Men­schen ste­tig wei­ter. Nicht line­ar, son­dern expo­nen­ti­ell. Das Pro­blem ist nicht die schie­re Zahl, son­dern die Tat­sa­che, daß alle die­se Men­schen Ener­gie ver­brau­chen. Direkt, durch die täg­li­chen Bedürf­nis­se Nah­rung zuzu­be­rei­ten - und indi­rekt, weil die Erzeu­gung des Bedarfs in allen Lebens­be­rei­chen Ener­gie verbraucht.

Da ist es erfreu­lich fest­zu­stel­len, daß es Hoff­nung wenig­stens in Teil­be­rei­chen der Ver­sor­gung gibt. Durch die Erfin­dung und mitt­ler­wei­le fort­ge­schrit­te­ne Tech­no­lo­gie des 3-D-Druckens wer­den min­de­stens sol­che Pro­duk­te nicht mehr weit trans­por­tiert wer­den müs­sen die dem täg­li­chen Bedarf die­nen und sich auf die­sem Wege her­stel­len lassen.

Wer weiß, viel­leicht wird irgend­wann auf die­sem Wege der "Repli­ka­tor" aus der Star Trek-Serie Wirklichkeit:
Er ver­mag nicht nur Gegen­stän­de, son­dern auch Nah­rung ver­schie­den­ster Art herzustellen.

bookmark_border1,618

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".. Seit dem 19. Jahr­hun­dert wur­de ..(der "Gol­de­ne Schnitt").. zunächst in der ästhe­ti­schen Theo­rie .. und dann auch in künst­le­ri­scher, archi­tek­to­ni­scher und kunst­hand­werk­li­cher Pra­xis als ein idea­les Prin­zip ästhe­ti­scher Pro­por­tio­nie­rung bewer­tet. Die wahr­neh­mungs­psy­cho­lo­gi­sche Fra­ge der Nach­weis­bar­keit einer der­art beson­de­ren ästhe­ti­schen Wir­kung ist in der For­schung aller­dings umstrit­ten, des­glei­chen die histo­ri­sche Fra­ge, ob der Gol­de­ne Schnitt auch schon bei der Pro­por­tio­nie­rung von Kunst- und Bau­wer­ken älte­rer Epo­chen eine Rol­le gespielt hat .."

Das Fern­se­hen ließ Sen­ta Ber­ger durch eine Sen­dung führen.
[".. Vor­hang auf zur Pre­miè­re: um 19.30 Uhr prä­sen­tiert Sen­ta Ber­ger den ersten Teil der zwei­tei­li­gen histo­ri­schen Spu­ren­su­che "Die Geschich­te der Schön­heit". Als erste weib­li­che Mode­ra­to­rin berei­chert die Gran­de Dame des deut­schen Films die Rie­ge der Ter­ra X-Prä­sen­ta­to­ren. Mit Charme, Klug­heit und augen­zwin­kern­der Iro­nie bewegt sie sich als Kund­schaf­te­rin durch das Reich ästhe­ti­scher Rät­sel und Geheim­nis­se .."]
Es ist mitt­ler­wei­le mehr­fach wis­sen­schaft­lich fun­diert nach­ge­wie­sen, daß die Benut­zung des "Gol­de­nen Schnitts" kei­nes­falls in der kunst­hi­sto­ri­schen Fach­welt akzep­tiert ist - ganz im Gegen­teil. Aber wie so oft inter­es­siert sich dafür nie­mand solan­ge die Idee sich treff­lich ver­mark­ten läßt - und der Ein­satz von Frau Ber­ger ver­spricht "Quo­te".
Damit sind wir end­gül­tig auf dem Niveau der wer­be­fi­nan­zier­ten Sen­der angekommen.

In der Bio­lo­gie aller­dings muß man die The­se etwas dif­fe­ren­zier­ter betrach­ten, denn es gibt Nach­wei­se des Vorkommens:

 
".. Bei die­sen Pflan­zen teilt der Win­kel zwi­schen zwei auf­ein­an­der fol­gen­den Blät­tern den Voll­kreis von 360° im Ver­hält­nis des Gol­de­nen Schnit­tes, wenn man die bei­den Blatt­wur­zeln durch eine Par­al­lel­ver­schie­bung eines der Blät­ter ent­lang der Pflan­zen­ach­se zur Deckung bringt. Es han­delt sich dabei um den Gol­de­nen Win­kel von etwa 137,5° .."
 
Wie nach­zu­le­sen ist han­delt es sich um rein zufäl­li­ge Wachs­tums­form die eine opti­ma­le Licht­aus­beu­te für mög­lichst vie­le Blät­ter ermög­licht. Die Ver­tei­lung ist mathe­ma­tisch zu erfas­sen - so wie Vie­les sich mathe­ma­tisch erfas­sen läßt - aber ohne Ursa­che zu sein. Ich habe das - für mich - aus bio­lo­gi­scher Sicht so entschieden:
Pflan­zen ken­nen kei­ne Mathe­ma­tik. Wie erfolg­reich sie sind hängt von der gün­sti­gen Ver­tei­lung der Blät­ter ab - sol­che Pflan­zen bei denen die Blät­ter mehr Licht bekom­men pflan­zen sich mit grö­ße­rer Wahr­schein­lich­keit fort. So wird durch die Gene­ra­tio­nen eine bes­se­re Wuchs­form zum Standard. 

Ins­ge­samt ist es ein Bei­spiel dafür, wie fach­frem­de Erwä­gun­gen oder fach­fer­ne Schluß­fol­ge­run­gen die Sicht­wei­se ver­fäl­schen. Ein wei­te­res Argu­ment sol­che Über­le­gun­gen den Fach­wis­sen­schaft­lern zu überlassen.

Quel­le de Zitate

bookmark_borderWas man nicht unbedingt wissen muß, ....

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.... was aber auch nicht scha­det zu wissen:

  • Glas wird in meh­re­ren Tau­send Jah­ren nicht zer­setzt - was bedeu­tet: Es ist prak­tisch unver­gäng­lich. Es ist außer­dem eine Sub­stanz die unend­lich vie­le Male recy­celt wer­den kann.
  • Gold ist das ein­zi­ge Metall das nicht oxi­diert - selbst wenn es vie­le Jah­re in der Erde liegt.
  • Die mensch­li­che Zun­ge ist der ein­zi­ge Mus­kel der nur an einer Sei­te befe­stigt ist. Anson­sten haben alle Mus­keln zwei Ansatzpunkte.
  • Sobald man kei­nen Durst mehr ver­spürt muß man trin­ken - weil bei Aus­trock­nung der Durst-Mecha­nis­mus 'aus­ge­schal­tet' wird.
  • Nach dem Essen Was­ser zu trin­ken senkt die Aci­di­tät (Säu­re­ge­halt; Säu­re­grad) der Mund­höh­le um 60% - aller­dings senkt Was­ser auch die Säu­re­kon­zen­tra­ti­on im Magen und redu­ziert so die Ver­dau­ungs­lei­stung. Es ist daher klug nicht zuviel Was­ser zu trinken ;)
  • "Null" (0) ist die ein­zi­ge Zahl die man nicht in römi­schen Zif­fern schrei­ben kann.
  • In Unter­see­boo­ten wird Erd­nuß­öl zum Kochen ver­wen­det weil es nicht 'raucht' bis es auf etwa 230°C erhitzt ist.
  • Das Geräusch, das man hört wenn man eine Muschel ans Ohr hält, ist nicht das Rau­schen des Oze­ans - es ist das Rau­schen des eige­nen Blu­tes in den Blut­ge­fä­ßen des Ohres.
  • Neun von zehn Lebe­we­sen auf der Erde leben im Meer.
  • Die Zucht­for­men der Bana­ne kön­nen sich nicht mehr auf natür­li­chem Wege ver­meh­ren. Sie brau­chen zur Repro­duk­ti­on mensch­li­che Hil­fe. Die Früch­te der natür­li­chen For­men der Bana­ne sind Bee­ren - und die kön­nen sich ohne mensch­li­che Hil­fe ver­meh­ren. Außer­dem trei­ben Bana­nen Rhi­zo­me (Wur­zel­spros­se), dar­aus wach­sen neue Pflanzen.
  • Flug­plät­ze in höher gele­ge­nen Gebie­ten der Erde brau­chen län­ge­re Start- und Lan­de­bah­nen weil die Dich­te der Luft mit der Höhe abnimmt.
  • Zäh­ne und Ner­ven­zel­len sind die ein­zi­gen Gewebs­ty­pen des Men­schen die nicht zur Rege­ne­ra­ti­on fähig sind.
  • Im alten Grie­chen­land bedeu­te­te einer jun­gen Frau einen Apfel zuzu­wer­fen einen Hei­rats­an­trag - wenn sie ihn fing war das eine Zusage.
  • Intel­li­gen­te Men­schen haben mehr Kup­fer und Zink in ihren Haa­ren - je mehr, desto intelligenter.
  • Der Kome­ten­schweif weist immer in die der Son­ne abge­wand­te Richtung.
  • Die Schwei­negrip­pe-Imp­fung (1976) rief mehr Erkran­kun­gen und Todes­fäl­le her­vor als sta­ti­stisch ohne Imp­fung auf­ge­tre­ten wären.
    [Grip­pe­imp­fun­gen sind nur für älte­re, geschwäch­te Per­so­nen und bett­lä­ge­ri­ge, bereits ander­wei­tig erkrank­te Kin­der sinnvoll.]
  • Kof­feïn ver­stärkt die Wir­kung von Schmerz­mit­teln und wird die­sen oft bei­gemischt - der Mecha­nis­mus ist fol­gen­der: Kof­feïn erhöht kurz­zei­tig (30 min.) die Durch­blu­tung, auch des Magens, und die Wirk­sub­stan­zen pas­sie­ren schnel­ler ins Blut.
  • Der mili­tä­ri­sche Gruß erin­nert an das Hoch­klap­pen des Visiers bei den Rit­ter­rü­stun­gen um dem Kon­tra­hen­ten das Gesicht zu zeigen.
  • Der Hand­schlag, das 'Hän­de rei­chen', waren Gesten um dem Gegen­über zu zei­gen, daß man unbe­waff­net war.
  • Wenn der Mensch stirbt geht zuerst die Seh­fä­hig­keit, zuletzt die Hör­fä­hig­keit zu Ende.
  • Erd­bee­ren sind die ein­zi­gen Früch­te bei denen die Samen außen wach­sen - was wir als Frucht essen ist der ver­grö­ßer­te Blütenboden.
  • Avo­ca­dos sind von allen Früch­ten die­je­ni­gen mit den mei­sten Kalo­rien - sie ent­hal­ten ca. 160 kcal/100g Fruchtmasse.
  • Der Mond ent­fernt sich pro Jahr um ca. 6 cm von der Erde.
    [Sie­he hier­zu => "vom mond"]
  • Täg­lich wächst das Gewicht der Erde um ca. 100 Ton­nen durch den Welt­raum­staub, der auf die Erde fällt.
  • Die Schwer­kraft der Erde limi­tiert die Höhe der Ber­ge auf ca. 15.000m.
  • Vor Brücken wer­den Marsch­ko­lon­nen von Sol­da­ten ange­wie­sen den Gleich­schritt auf­zu­lö­sen - weil anson­sten Schwin­gun­gen ent­ste­hen könn­ten, die die Brücke zum Ein­sturz brin­gen können.
  • Am Äqua­tor ist das Gewicht um ca. 1% reduziert.
  • Pro Kilo­gramm Gewicht wer­den bei einem Welt­raum­start 530 kg Treib­stoff gebraucht
  • Der Buch­sta­be "J" kommt im Peri­oden­sy­stem der Ele­men­te nicht mehr vor [Jod wird im Peri­oden­sy­stem mit "I" gekenn­zeich­net; ame­ri­ka­ni­sche Les­art ist: (Iod) vom eng­li­schen "iod­i­ne" - Falsch!; von »ioei­des«, griech. vio­lett. Die älte­re Schreib­wei­se war: »Jod« mit dem Sym­bol »J«.].

bookmark_borderDer Calhoun-Effekt

.. Ein Fünf­tel der jetzt 20-jäh­ri­gen Süd­ko­rea­ner soll für den Rest des Lebens Sin­gles blei­ben. Sinkt die Bereit­schaft für feste Bezie­hun­gen oder nimmt der Trend zur Ase­xua­li­tät zu? Ein düste­res Bild der sexu­el­len Bezie­hun­gen in Süd­ko­rea malt das KIHASA. Nach einem Bericht des Insti­tuts wer­den immer mehr Män­ner und Frau­en für den Rest ihres Lebens Sin­gles bleiben .. 

[Zitat­quel­le]

Stress durch Über­be­völ­ke­rung und zuwe­nig Indi­vi­du­al­di­stanz füh­ren zu ver­rin­ger­ter Fer­ti­li­tät & Libi­do - das erklärt den von KIHASA berich­te­ten Befund. Sie­he dazu auch "Pro­xe­mics", und dort spe­zi­ell die Abschnit­te zu Indi­vi­du­al­di­stanz und Revierdistanz.

Was Cal­houn her­aus­fand war ganz verblüffend:

Wächst eine Mäu­se­po­pu­la­ti­on in einem zur Ver­fü­gung ste­hen­den Gebiet über eine bestimm­te Indi­vi­du­en­zahl hin­aus, so ent­steht eine Stress­si­tua­ti­on, die die Frucht­bar­keit und Paa­rungs­be­reit­schaft sin­ken läßt. Bis wie­der genü­gend Indiv­du­al­raum vor­han­den ist. Dann setzt die art­spe­zi­fi­sche Ver­meh­rungs­quo­te wie­der ein.

So abstrakt das The­ma mög­li­cher­wei­se auch auf den ersten Blick erschei­nen mag, hat es doch prak­ti­sche Bedeu­tung. Ich grei­fe hier nur einen Aspekt her­aus, wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu die­sem The­ma fin­den sich reich­lich unter der Über­schrift "Inter­kul­tu­rel­le Kompetenz". 

In den Kul­tur­krei­sen unse­res Pla­ne­ten herr­schen sehr unter­schied­li­che Auf­fas­sun­gen zur Indi­vi­du­al­di­stanz vor, die sich in der zwi­schen­mensch­li­chen Ver­hal­tens- und Inter­ak­ti­ons­struk­tur zeigt:

  • kühl / entscheidend:
    - Nord­eu­ro­pa / Nord­ame­ri­ka (Deutsch­land, Nor­we­gen, USA)
  • warm­her­zig / impulsiv:
    - Latein­ame­ri­ka / Süd­eu­ro­pa (Bra­si­li­en, Mexi­co, Ita­li­en, Spanien)
  • zuvor­kom­mend / konfrontationsscheu:
    - Asi­en (Viet­nam, Chi­na, Japan)

Sexua­li­tät erfor­dert einen ande­ren Men­schen in die­se Nah­zo­ne, die "Indi­vi­du­al­di­stanz", hin­ein­zu­las­sen. Dazu ist es not­wen­dig Aggres­si­on zu unter­drücken. Stress durch zu häu­fi­ge Erfah­rung der Unter­schrei­tung der Indi­vi­du­al­di­stanz im All­tag macht aber zuneh­mend aggres­si­ver - und redu­ziert so die Fähig­keit des Indi­vi­du­ums "Nähe" zuzu­las­sen. Uner­wünsch­te und bei hoher Bevöl­ke­rungs­dich­te unver­meid­ba­re Inter­ak­ti­on mit frem­den Men­schen zerrt so sehr an den Ner­ven, daß die Chan­ce auf Sexua­li­tät sich zuneh­mend verringert.

Wenig ver­wun­der­lich ist, daß das in dem Bei­trag bei 'hei­se' für asia­ti­sche Län­der beschrie­ben wird: Ist doch dort die Dich­te der Bevöl­ke­rung beson­ders groß. Das, gepaart mit der asia­ti­schen Abnei­gung gegen­über Kon­fron­ta­ti­on (s.o.), ist gera­de­zu eine 'Brut­stät­te' für stress­be­ding­te Asexualität.

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John B. Cal­houn; [Wiki­pe­dia; gibt's bedau­er­li­cher­wei­se nur auf Englisch]
② (KIHASA) [www.kihasa.re.kr Korea Insti­tu­te for Health and Social Affairs ]
Pro­xe­mics 

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 ④ [Paa­rungs­ver­hal­ten]
⑤ [Über­be­le­gung von Zucht­kä­fi­gen]

bookmark_borderCephalopoden (Nachtrag)

Kürz­lich hat­te ich zum Ver­gleich Cepa­ha­lo­po­den - Mammalia 
einen Bei­trag
ver­faßt. Inter­es­san­ter­wei­se ist in der Woche danach eine neue For­schungs­ar­beit ver­öf­fent­licht wor­den, die eini­ge Aspek­te der zuvor erwähn­ten Gehirn- und Ner­ven­sy­stem­ar­chi­tek­tur bei den Kopf­fü­ßern auf­nimmt und genau­er dar­stellt wie die Zusam­men­hän­ge sind.

Es ging dabei spe­zi­fisch um die Ner­ven­struk­tur in den Armen. Dort sind - wie zuvor bereits ange­spro­chen - nahe­zu 60% der gesam­ten Ner­ven loka­li­siert. Auch zur Rege­ne­ra­ti­on der Arme gibt es einen neu­en Bericht - und wenn man ver­glei­chend ansieht wie das Wachs­tum bei den Säu­ge­tie­ren von­stat­ten geht - es wird von eins­prie­ßen­den Ner­ven­fa­sern gesteu­ert - dann lag die Ver­mu­tung nahe, daß das bei den Mol­lus­ken mög­li­cher­wei­se ähn­lich 'gere­gelt' sein könnte.
Ist es, und die Neu­ro­trans­mit­ter, die vor­han­den sind um die Vor­gän­ge steu­ern, sind eben­so iden­tisch mit jenen, die bei Säu­ge­tie­ren gefun­den werden.

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Wei­te­re Lite­ra­tur zu Stu­di­en an Cepha­lo­po­den [Eng­lisch]

bookmark_borderAuf dem Weg zu
»SOYLENT green«

»SOYLENT green«
- das Syn­onym für aus Ver­stor­be­nen gewon­ne­ne Nah­rung für die Leben­den - das war der Plot eines Films aus 1973, der in New York im Jahr 2022 spielt. Der Titel hier­zu­lan­de lau­te­te ent­spre­chend "Jahr 2022… die über­le­ben wol­len". Weit sind wir von 2022 nicht mehr ent­fernt. So holt die Wirk­lich­keit wie­der ein­mal die schrift­stel­le­ri­sche Fik­ti­on ein.

Wie ich dar­auf komme?
Nun, gera­de ist es gelun­gen den ersten künst­li­chen Bur­ger aus Grund­stof­fen zu fer­ti­gen die nur bedingt von natür­lich gewach­se­nem Fleisch abhän­gig sind. Ledig­lich für den Start der "Kul­tur" (in einer Petri-Scha­le, die man im Labor bis­her dazu nutzt Bak­te­ri­en auf Nähr­bö­den wach­sen zu las­sen) wer­den noch Zel­len aus Kühen benö­tigt - der Rest ist fol­gen­der­ma­ßen beschrie­ben:

" .. Zur Erzeu­gung wer­den Stamm­zel­len auf (sic! - soll wohl "aus" hei­ßen) der Schul­ter von Kühen ent­nom­men. Die­se wer­den mit Nähr­stof­fen und Wachs­tums-för­dern­den Che­mi­ka­li­en behan­delt. Nach drei Wochen sind es mehr als eine Mil­li­on Stamm­zel­len, die in klei­ne­re Scha­len auf­ge­teilt wer­den, wo sie zu ca. 1 cm lan­gen und weni­gen Mil­li­me­tern dicken Strei­fen verschmelzen .. "

Die­se "Nähr­stof­fe" sind zwar nicht näher beschrie­ben, müs­sen aber Vor­stu­fen von Ami­no­säu­ren oder Ami­no­säu­ren selbst sein, denn aus denen setzt sich Eiweiß¹ zusam­men .... so, wie der mensch­li­che Kör­per auch zu ca. 24%² aus Eiweiß³ besteht: Haut, Haa­re, Mus­keln, Gefä­ße, Herz, Darm usw. - alles, jeg­li­che Struk­tur, wird aus Eiweiß⁴ auf­ge­baut. Sogar die Kno­chen haben noch einen Eiweiß­an­teil von ca. 18%. 

Aus all die­sem Eiweiß was aus Men­schen gewon­nen wer­den könn­te lie­ßen sich aber auch die Grund­stof­fe her­stel­len, die man für den "künst­li­chen Bur­ger" braucht. Die zwei Ver­suchs­per­so­nen wuß­ten woher die Aus­gangs­stof­fe der von ihnen ver­zehr­ten Bur­ger stammten. 

In ein paar Jah­ren wer­den wir da nicht mehr so sicher sein kön­nen ....
"Soy­lent green" läßt grüßen!

*edit*
Völ­lig uner­wähnt blei­ben wei­te­re Aspek­te die­ses Expe­ri­men­tes. Da wäre zunächst die Ener­gie­bi­lanz zu betrach­ten - wie­viel Ener­gie ver­braucht die Her­stel­lung des Kunst­flei­sches im Ver­gleich zu dem, was heu­te ein­zu­set­zen ist. Sinn­voll wäre doch nur eine erheb­li­che Redu­zie­rung der auf­zu­wen­den­den Ener­gie­men­ge, da Ener­gie nicht mehr, son­dern weni­ger zur Ver­fü­gung ste­hen wird und zudem die Kosten explo­die­ren. Die Betrach­tung muß dabei die gesam­te Ket­te von Tier­fut­ter­er­zeu­gung über des­sen Trans­port bis hin zum ein­zel­nen Zucht­be­trieb umfas­sen. In die­ser Betrach­tung stecken Chan­cen und Risi­ken zugleich. Des­we­gen ist es wich­tig tat­säch­lich unab­hän­gi­ge Gut­ach­ten und Gut­ach­ter zu haben. Denn die Ver­su­chung wird groß sein, da zu der Erfül­lung eige­ner Inter­es­sen ein wenig an Zah­len und Ergeb­nis­sen 'zu dre­hen' - dafür gibt es bei ähn­lich gela­ger­ten Groß­um­stel­lun­gen aus­rei­chend Negativbeispiele. 

Wei­ter­hin ist die Fra­ge der benö­tig­ten Arbeits­kräf­te zu unter­su­chen. Sind genü­gend spe­zia­li­sier­te Arbeits­kräf­te ver­füg­bar oder läßt sich der Pro­zeß wei­test­ge­hend auto­ma­ti­sie­ren? In letz­te­rem Fall müß­te min­de­stens über­legt wer­den was mit all den frei­ge­setz­ten Arbeits­kräf­ten aus dem Tier­zucht­be­reich gesche­hen soll, die dann ihre Arbeit ver­lie­ren wer­den. Nur ein Teil von ihnen wird - soviel läßt sich aus ver­gan­ge­nen tech­no­lo­gi­schen Umstel­lun­gen ent­leh­nen - in die neue Pro­duk­ti­ons­wei­se über­nom­men wer­den. Vie­le blei­ben also auf der Strecke - und dann?

Die ethisch-mora­li­schen Impli­ka­tio­nen stel­len aus mei­ner Sicht die größ­te Her­aus­for­de­rung dar. Eine 'Umer­zie­hung' der Ver­brau­cher dau­ert Gene­ra­tio­nen - und eine zwangs­wei­se Umstel­lung schließt sich ja wohl aus. Bleibt der Weg Über­zeu­gungs­ar­beit zu lei­sten. Das wird eines der größ­ten Hin­der­nis­se sein. Ver­ge­licht man hier z.B. die Ein­füh­rung von "Bio"-Produkten in den Markt kann man abschät­zen, was sich erst bei "Kunst­fleisch" abspie­len wird. Noch dazu, wenn es sich um "böse" Che­mie & gene­ti­sche Mani­pu­la­ti­on han­delt, die hier eine wesent­li­che Rol­le spielen.

Der brei­ten Nut­zung ste­hen sehr vie­le Hin­der­nis­se im Weg. Des­we­gen habe ich zwar die Befürch­tung, daß irgend­wann irgend­wer auf die Idee kom­men könn­te Men­schen zu recy­celn, bin mir aber sicher das für der­lei Über­le­gun­gen die Zeit bestimmt noch nicht 'reif' ist.

Glück­li­cher­wei­se.
Dann lie­ber Insekten.
Da weiß man was man hat.

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¹ Pro­te­ine oder Eiwei­ße (sel­te­ner: Eiweiß­stof­fe) sind aus Ami­no­säu­ren auf­ge­bau­te bio­lo­gi­sche Makromoleküle.

² Quel­le: For­bes GB. Human body com­po­si­ti­on. Growth, aging, nut­ri­ti­on, and acti­vi­ty. Hei­del­berg (Ger­ma­ny) & New York Sprin­ger Ver­lag, 1987.

³ Tages­be­arf: 0,8 g Eiweiß pro Kilo­gramm Körpergewicht. 

Täg­lich brau­chen wir 15 % Eiweiß in unse­rer Nah­rung. Als Bau­stei­ne für den Auf­bau kör­per­ei­ge­ner Pro­te­ine sind sie lebens­not­wen­dig, ohne sie stirbt der Mensch.

bookmark_border"Alle Ding' sind Gift, und nichts ohn' Gift;
allein die Dosis macht, daß ein Ding kein Gift ist."

Fol­gen­de Anek­do­te las ich gestern [Zitat]:

" .. Ich hat­te mal einen Anruf einer besorg­ten Mut­ter - ihre 4jährige Toch­ter hat­te soeben eine gan­ze Dose Glo­bu­li gefut­tert, weil sie dach­te, es wären Bon­bons. Was sie jetzt tun sollte.
Ich habe die Mut­ter dann beru­higt: da die HP* davon aus­geht, dass die Wir­kung umso grö­sser wird, je weni­ger Ursub­stanz in einer Ver­dün­nung vor­han­den ist, bedeu­tet eine hohe Dosie­rung auto­ma­tisch eine schwä­che­re Wir­kung. Homöo­pa­thi­ka sind also qua­si ihr eige­nes Antidot.
Hat mir die Anru­fe­rin glatt abgekauft. .. "

Ein sehr gutes Bei­spiel für die man­gel­haf­te Bil­dung in Sachen Natur­wis­sen­schaf­ten und ein Armuts­zeug­nis für die Ver­ant­wort­li­chen in den Gesund­heits­mi­ni­ste­ri­en, die sol­che Geschäf­te­ma­che­rei unter dem Män­tel­chen "Alter­na­ti­ve Medi­zin" über­haupt zulassen ....

*HP = Homöopathie