bookmark_borderKommentierter Textauszug zu "wokeness".
Viele benutzen den Begriff
- nur Wenige wissen wovon sie reden!


"Es allen Leu­ten Recht getan
ist eine Kunst die nie­mand kann!
"
 

Tat­säch­lich stellt Woke­ness jedoch eine Abkehr von den natur­wis­sen­schaft­li­chen Prin­zi­pi­en und vom huma­ni­sti­schen Welt­bild dar. In den Gei­stes- und Sozi­al­wis­sen­schaf­ten führt Woke­ness bereits seit Jah­ren dazu, dass kein objek­ti­ver Stand­punkt gegen­über For­schungs­ob­jek­ten ein­ge­nom­men wird, son­dern ein mora­li­scher, die ent­spre­chen­den Arbei­ten sind des­halb nicht mehr wirk­lich ergebnisoffen.

Das wird schnell klar, wenn man sich vor Augen führt, dass Woke­ness eigent­lich nur ein ande­res Wort für "Cri­ti­cal Social Justi­ce" ist. "Cri­ti­cal" bedeu­tet hier nicht nur kri­tisch den gegen­wär­ti­gen Gesell­schafts­struk­tu­ren gegen­über. Kri­tisch wer­den hier viel­mehr die übli­chen Metho­den gese­hen, mit denen heu­te Wis­sen über die Welt gewon­nen wird. Kri­tik bedeu­tet hier beson­ders auch "Selbst­kri­tik" der­je­ni­gen, die von gesell­schaft­li­chen Pri­vi­le­gi­en profitieren.

Woke­ness geht von fol­gen­den Prä­mis­sen aus:
Wis­sen ist nicht das, was wir an Erkennt­nis­sen über die Rea­li­tät sam­meln, indem wir unse­re Ideen, Vor­stel­lun­gen, Hypo­the­sen an ihr testen und dann kor­ri­gie­ren und anpassen.
Wis­sen ist viel­mehr ein sozia­les Kon­strukt. Grup­pen, die sich durch ver­schie­de­ne Eigen­schaf­ten aus­zeich­nen – etwa die eth­ni­sche Her­kunft, die Kul­tur, das Geschlecht, die sexu­el­le Ori­en­tie­rung oder Iden­ti­tät – machen ihre eige­nen Erfah­run­gen und ver­fü­gen des­halb über ein eige­nes spe­zi­fi­sches Wis­sen. Da ande­re Grup­pen nicht die­sel­ben "geleb­ten Erfah­run­gen" machen, kön­nen sie die­ses Wis­sen nicht infra­ge stellen.

Jede Grup­pe kann also für sich ihre eige­ne Wahr­heit bean­spru­chen, die akzep­tiert wer­den muss. Selbst wenn sich das Wis­sen der Grup­pen wider­spricht. Zu ent­schei­den, dass eine Grup­pe mit ihren Erfah­run­gen der Rea­li­tät näher kommt als eine ande­re Grup­pe, ist für Woke anma­ßend und dis­kri­mi­nie­rend. Vor die­sem Hin­ter­grund hat etwa Neu­see­land beschlos­sen, an Schu­len das tra­di­tio­nel­le, teils eso­te­risch-reli­giö­se "Wis­sen" der Mao­ri zu leh­ren – als ande­re, aber gleich­be­rech­tig­te Form des Wis­sens neben den natur­wis­sen­schaft­li­chen Fächern, die ja nur das "west­li­che" Ver­ständ­nis von Wis­sen­schaft berück­sich­ti­gen. Eigent­lich dürf­te es nur eine Fra­ge der Zeit sein, bis Krea­tio­ni­sten den Ball auf­neh­men und for­dern, ihr beson­de­res reli­giö­ses Wis­sen über die Schöp­fung müs­se neben der Evo­lu­ti­ons­theo­rie im Bio­lo­gie­un­ter­richt gelehrt wer­den. Hat­ten wir das nicht schon?
[Text­aus­zug aus dem Arti­kel vom 26.05.2023 "Woke­ness ist letzt­lich eine anti-wis­sen­schaft­li­che Welt­an­schau­ung" beim hpd]

".. Tat­säch­lich stellt Woke­ness jedoch eine Abkehr von den natur­wis­sen­schaft­li­chen Prin­zi­pi­en und vom huma­ni­sti­schen Welt­bild dar. In den Gei­stes- und Sozi­al­wis­sen­schaf­ten führt Woke­ness bereits seit Jah­ren dazu, dass kein objek­ti­ver Stand­punkt gegen­über For­schungs­ob­jek­ten ein­ge­nom­men wird, son­dern ein mora­li­scher, die ent­spre­chen­den Arbei­ten sind des­halb nicht mehr wirk­lich ergebnisoffen .."
In der Ver­gan­gen­heit habe ich - mit zuneh­men­der Ten­denz - den Ver­fall der Objek­ti­vi­tät in Ver­öf­fent­li­chun­gen der nicht-natur­wis­sen­schaft­li­chen Fach­be­rei­che her­vor­ge­ho­ben und dafür hef­ti­ge Schel­te ein­ge­steckt [Tabel­le unten, Zif­fern 1-6]. Die 'Belie­big­keit' der Stand­punk­te ist letzt­lich der Grund war­um *Gen­der­for­schung* über­haupt ihren Anfang neh­men konn­te. Daher wird es Sie nicht wun­dern, lie­be Lesen­de, daß ich mit Genug­tu­ung lese, was ein Fach­mann aus die­sem For­schungs­um­feld dazu darlegt.

Inwie­fern soll uns das interessieren?
Nun, zunächst ein­mal gilt es die eige­ne Posi­ti­on in die­sem nun­mehr völ­lig belie­bi­gen Koor­di­na­ten­sy­stem von Denk­va­ri­an­ten zu bestimmen:
- Was also ist mei­ne Gedan­ken­welt - und wie stel­le ich sie Ande­ren gegen­über dar?
- Wel­che Anknüp­fungs­punk­te der mög­li­cher­wei­se völ­lig an ders­ar­ti­gen Wer­te, Begriff­lich­kei­ten, Zie­le gibt es zu mei­ner Welt und
- wo sind Ver­schie­den­hei­ten oder Gemeinsamkeiten?

Der Ver­lust einer gemein­sa­men Basis, der durch das zu-Ende-den­ken von *woke* ent­steht hat unab­seh­ba­re Fol­gen. Denn wenn die­se Basis der Kom­mu­ni­ka­ti­on, das gleich­sin­ni­ge Bewer­ten von Begrif­fen und den zuge­hö­ri­gen Fak­ten auf­ge­löst wird ver­las­sen wir den Pfad der Evo­lu­ti­on der Mensch­heit, die in vie­len Jahr­tau­sen­den eine Ent­wick­lung zur heu­ti­gen Zivi­li­sa­ti­on des­we­gen errei­chen konn­te, weil es trotz aller Ver­schie­den­heit des täg­li­chen Lebens, also der Lebens­um­stän­de und Not­wen­dig­kei­ten, immer ver­bin­den­de Grund­la­gen gab:
Das sind die Grund­be­dürf­nis­se, wie sie in der *Bedürf­nis­py­ra­mi­de* dar­ge­stellt wer­den. Die, das soll fest­ge­stellt wer­den, eine eben­so lan­ge wie bewähr­te Geschich­te hat. Das Den­ken in *woke*-Struktur will gera­de sol­che Grund­la­gen auf­lö­sen und der Belie­big­keit anheim stellen.

Die ersten Fol­gen sol­cher Belie­big­keit sehen wir immer da, wo 'alter­na­ti­ve Fak­ten' salon­fä­hig gemacht werden.
Wie durch­aus ent­ge­gen­kom­mend für all Jene, die über wenig Wis­sen und viel Phan­ta­sie verfügen:
Eine Pipi-Lang­strumpf-Welt wie bei­spiels­wei­se die vom vor­ma­li­gen Prä­si­den­ten­dar­stel­ler Trump ist die Folge.

Die natur­wis­sen­schaft­li­che Grund­la­ge der Welt auf­zu­lö­sen und durch indi­vi­du­el­le Defi­ni­ti­on der Grund­la­gen mit zuge­hö­ri­gen Attri­bu­ten zu ver­las­sen kann nur zu einem Cha­os füh­ren. Wol­len wir uns das als Mensch­heit wirk­lich antun jeg­li­che Gemein­sam­keit zu ver­nei­nen und in eine dif­fu­se Wol­ke der Unbe­stimmt­heit weggleiten?

Nein.
Nicht für mich geeignet.
Weder *woke*, noch *gen­dern*, noch .... was immer anson­sten den Phan­ta­sten einfällt.
Es gibt nur eine Wahr­heit, nur eine Art der Erkennt­nis­ge­win­nung, nur ein Universum.
Alles ande­re ist Aus­ge­burt ver­wirr­ter, unwis­sen­der Gei­ster die nach *Bedeu­tung* lechzen.

 

bookmark_borderBenin Bronzen

Über "Kunst­raub" und "Raub­kunst" läßt sich treff­lich strei­ten. Das wird deut­lich, nach­dem wohl­mei­nen­de See­len sich dafür ein­ge­setzt hat­ten ein­stens durch die Bri­ten geraub­te Kunst­schät­ze, die die­se sehr groß­zü­gig teil­wei­se an ande­re euro­päi­sche Natio­nen ver­teilt hat­ten, wie­der an die 'recht­mä­ßi­gen' Besit­zer zurück zu geben.

Wie so oft war "gut gemeint nicht zugleich gut gemacht", und wen wun­dert es daß die Frau Kul­tur­staats­mi­ni­ste­rin Roth bei der vor eini­gen Wochen abge­lau­fe­nen Über­ga­be die Hän­de mit im Spiel hat­te? Der Voll­stän­dig­keit und gerech­ten Ver­tei­lung der miß­glück­ten Beglückung der Ben­i­ner, nun inte­griert in den Staat Nige­ria, Genü­ge zu tun bedeu­tet noch dar­auf zu ver­wei­sen, daß die zuvor amtie­ren­de Kul­tur­staats­mi­ni­ste­rin der CDU, Moni­ka Grüt­ters (März 2021), wesent­lich mit betei­ligt war - ihre Par­tei­ge­nos­sen haben das bei ihrer Kri­tik der Ange­le­gen­heit¹ bei einer Anhö­rung geflis­sent­lich ver­mie­den zu erwähnen.
Die NZZ hat zuvor² und jetzt aktu­ell wie­der dazu sehr poin­tiert Stel­lung genom­men: Fast iden­tisch mit der CDU/CSU Linie. Wer da von wem beein­flußt wur­de ist nicht zu ergründen.

Text dazu in der NZZ

".. der Traum platz­te: Im März mach­te der unmit­tel­bar vor sei­nem Amt­s­en­de ste­hen­de Staats­prä­si­dent Muham­ma­du Buha­ri dem König von Ben­in, dem Oba, ein Staats­ge­schenk. Das natio­na­le Kul­tur­gut, das die deut­sche Aussen­mi­ni­ste­rin (sic!) in rühr­se­li­gen Wor­ten dem «nige­ria­ni­schen Volk» gewid­met hat­te, wur­de damit zu Privateigentum .."

Es rei­chen gemein­hin ein paar prä­gnant gesetz­te Adjek­ti­ve wie hier das Wort 'rühr­se­lig', um sowohl die Poli­ti­ke­rin Baer­bock, als auch die bun­des­re­pu­bli­ka­ni­sche gute Absicht her­ab­zu­wür­di­gen. Soviel zur *Neu­tra­li­tät* der Bericht­erstat­tung selbst in renom­mier­ten Blät­tern wie der NZZ.

Abschlie­ßend will ich hier­zu noch auf ein beson­de­res Bon­bon ver­wei­sen das wohl nicht zu den bekann­te­ren Quel­len der mei­sten Inter­net­nut­zer gehört und doch oft rele­van­te Ein­blicke in die Grün­de hin­ter man­chen euro­päi­schen Gege­ben­hei­ten und Win­kel­zü­gen liefert:
"Coro­na – Nach­rich­ten für Mon­ar­chi­sten": *Ben­in­bron­zen: Deutsch­land bla­miert – Nige­ria kon­se­quent*. In die­sem Arti­kel sind wei­ter­hin sehr inter­es­san­te Aus­füh­run­gen zur Rol­le Otto von Bis­marcks in Sachen Kolo­ni­al­po­li­tik gemacht die so man­che Lesen­den hier erstau­nen dürf­ten und zugleich erhel­lend sind, denn da ist so man­ches Fal­sch­ur­teil über den eiser­nen Kanz­ler im Umlauf.

bookmark_borderEin Zitat.
Von einem Laien.
Bemerkenswert ...!

.. Für man­che ist die Wahr­heit nicht mehr empi­risch. Sie basiert nicht mehr auf Daten, nicht auf gesun­dem Men­schen­ver­stand und nicht ein­mal auf Anstand“, sag­te er [Tom Hanks, Anm. d. Übers.]. „Die Wahr­heit wird heu­te durch Mei­nun­gen und Null­sum­men­spie­le als form­bar ange­se­hen. Bil­der wer­den mit Drei­stig­keit und der Absicht her­ge­stellt die Auf­ga­be zu erfül­len, die Wahr­heit durch Schein­lo­gik zu verfälschen .."

Ori­gi­nal / Quel­le:
„.. The truth, to some, is no lon­ger empi­ri­cal. It’s no lon­ger based on data nor com­mon sen­se nor even com­mon decen­cy,” he said. “Truth is now con­side­red mal­leable by opi­ni­on and by zero-sum end­ga­mes. Imagery is manu­fac­tu­red with auda­ci­ty and with pur­po­se to achie­ve the pri­mal task of mar­ring the truth with mock logic, to achie­ve with fake exper­ti­se, with fal­se sincerity ..”

bookmark_borderEin Blick nach Übersee ....

Wir bekom­men hier stets einen Hauch des­sen mit was in USA tat­säch­lich poli­tisch abläuft - wir wer­den durch die Kor­re­spon­den­ten­be­rich­te in deren Denk­wei­se ein­ge­führt. Das ist bestimmt nicht die Sicht­wei­se gro­ßer Tei­le der US Bevölkerung.

Der­zeit tobt ein Kampf um die Schul­den­auf­nah­me, die Repu­bli­ka­ner [GOP] wol­len Strei­chun­gen im Bud­get vor allem in sozia­len Berei­chen vor­neh­men, sprich die Ärm­sten und Armen noch ärmer machen. Die Demo­kra­ten wol­len sich das nicht gefal­len las­sen und wei­sen auf Mög­lich­kei­ten hin Geld frei zu machen indem man die groß­zü­gi­gen Steu­er­erleich­te­run­gen durch Trump für Kor­po­ra­tio­nen und rei­che Ein­zel­per­so­nen zurück­nimmt, und deren Ver­mö­gen höher besteuert.

Unten sind eini­ge twit­ter-Aus­schnit­te zu sehen, die­se ent­hal­ten die Sicht­wei­se der Demokraten.
Da ich alles ande­re als Unver­schämt­heit und Heu­che­lei der Repu­bli­ka­ner anse­he bleibt es dabei.

bookmark_borderSchier unglaublich diese
behördliche und vorverurteilende Unverfrorenheit

Sie haben es wahr­schein­lich in den Medi­en gehört oder gelesen:
Die baye­ri­sche Akti­on gegen die "Letz­te Gene­ra­ti­on" war weit über­zo­gen und nach Urteil meh­re­rer Rechts­exper­ten ver­fas­sungs­wid­rig und rechts­miss­bräuch­lich. Sol­ches Hasard­thea­ter ist unglaub­lich für einen Rechts­staat, und doch knüpft es an die Tra­di­ti­on der rech­ten Hard­li­ner in der CSU an. Zitat ".. Die Gene­ral­staats­an­walt­schaft Mün­chen ver­an­lass­te die Raz­zi­en zusam­men mit der Baye­ri­schen Zen­tral­stel­le zur Bekämp­fung von Extre­mis­mus und Terrorismus .."


Eine Stim­me bei twit­ter (s.o.) bringt zwar eine absur­de Gegen­über­stel­lung von Tat­sa­chen - benennt jedoch gera­de so das Grund­übel in der Hand­lungs­wei­se: Die Ten­denz in die­sem Land rech­te Bestre­bun­gen wenig ernst zu neh­men, bür­ger­li­chen Unge­hor­sam jedoch wie zu Kai­sers Zei­ten streng zu ahnden.

Selbst die "Süd­deut­sche Zei­tung [SZ] schreibt dazu
".. Die Aktio­nen der "Letz­ten Gene­ra­ti­on" mögen man­chen ner­ven und manch­mal die Gren­ze zum Straf­ba­ren über­schrei­ten. Aber des­we­gen ste­hen die Akti­vi­sten noch lan­ge nicht auf einer Stu­fe mit Schleu­ser­rin­gen und Drogenkartellen .."

Eine recht­li­che Einschätzung
Zitat ".. Rechts­an­walt Lukas Theu­ne hält die Raz­zi­en für poli­tisch moti­viert. Die Orga­ni­sa­ti­on stel­le kei­ne Gefahr für die öffent­li­che Sicher­heit dar ..". Doch in Erman­ge­lung tat­säch­li­cher Erfol­ge gegen den Kli­ma­wan­del ist den poli­ti­schen Akteu­ren nun schon jedes Mit­tel recht von ihrer Hand­lungs­un­fä­hig­keit abzu­len­ken und das Augen­merk der Öffent­lich­keit - wohl auch mit der Absicht deren Zorn - auf jene zu len­ken, die auf die Ver­säum­nis­se hinweisen.

Wie es frü­her ein­mal los ging
Zitat ".. Bei der Bera­tung eines Ent­wurfs des Ersten Straf­rechts­än­de­rungs­ge­set­zes von 1951 räum­te der CDU-Abge­ord­ne­te Edu­ard Wahl, Bericht­erstat­ter des Rechts­aus­schus­ses, im ersten Deut­schen Bun­des­tag ohne wei­te­res ein, auch »an sich mehr oder weni­ger harm­lo­se'' Hand­lun­gen sei­en straf­bar: auf die »Absicht« kom­me es an.
Als ein Par­la­men­ta­ri­er sich pein­lich an altes Gesin­nungs­straf­recht erin­nert fühl­te, wur­de er dar­in vom FDP-Spre­cher Lud­wig Schnei­der bestärkt: »Jawohl . . . wir schaf­fen in gewis­ser Bezie­hung ein Gesin­nungs­straf­recht« .."

Min­de­stens eines ist klar:
Das Muster unlieb­sa­me Pro­te­ste zu kri­mi­na­li­sie­ren ist eine Neu­auf­la­ge des Dreh­buchs gegen­über der "Rote Armee Frak­ti­on" [RAF; bit­te beach­ten Sie die nega­ti­ve Ten­denz der Aus­sa­gen als das was sie sind: Nach­träg­li­che Ver­su­che die Kri­mi­na­li­sie­rung zu recht­fer­ti­gen!], dort wur­den in einer Spi­ra­le des Unrechts immer neue vor­he­ri­ge Ord­nungs­wid­rig­kei­ten rück­wir­kend in straf­be­wehr­tes Unrecht ver­wan­delt - und dann die jetzt als *Täter* gebrand­mark­ten vom Justiz­ap­pa­rat in die Man­gel genom­men. Poli­ti­ker mögen es eben nicht wenn ihre Untä­tig­keit und Abhän­gig­keit von Kon­zer­nen an die Öffent­lich­keit gebracht werden ....

Sie­he hier­zu noch
- Poli­zei­ein­satz gegen "Letz­te Gene­ra­ti­on" Immer mehr Ungereimtheiten

bookmark_borderBlick zurück (1):
Die 68er - Dichtung und Wahrheit
'Inoffizielle' Zeitzeugensicht

Im Ver­lauf der Jah­re gehen vie­le der frü­he­ren Arti­kel die­ses Web­logs in der Gesamt­heit von nun­mehr fast 12.000 (in 20 Jah­ren) unter. Des­we­gen hier der erste Teil einer the­ma­ti­schen Zusam­men­stel­lung mit den ent­spre­chen­den Links zu den ver­schie­de­nen Arti­keln und einer bewusst vor­ge­nom­me­nen Ord­nung. Mein Bemü­hen war weni­ger nach Erschei­nungs­da­tum als nach Inhalt aufzuzeigen.

In dem Bei­trag "'68er'- eine etwas umfas­sen­de­re Erör­te­rung" geht es um die Tat­sa­che, dass der­zeit die Ver­su­che die Geschich­te umzu­schrei­ben, also Ereig­nis­se anders dar­zu­stel­len als sie zu ihrer Zeit tat­säch­lich ablie­fen, zunehmen.
Zugun­sten derer, die den Staat seit Jah­ren umge­baut haben, so, dass ihre Pfrün­de erhal­ten blei­ben, gefe­stigt wer­den, und neu­en Strö­mun­gen wenig Raum gege­ben wird. Bestes Bei­spiel ist die Pira­ten­par­tei, die mit Sach­ver­stand, fak­ten­ba­sier­ten Vor­schlä­gen und neu­en Ideen zur Gefahr für die Eta­blier­ten wur­de und des­we­gen in allen Medi­en ver­teu­felt und her­un­ter gemacht wur­de .... bis sie schließ­lich kei­ne Bedeu­tung mehr hatte.

Im Arti­kel ".. Von der 68er-Rebel­li­on zum links­li­be­ra­len Estab­lish­ment .." befasst sich mit der Ver­schie­bung das Par­tei­en­spek­trums nach rechts, in dem die frü­her lin­ke SPD heu­te etwa die 'Mit­te' dar­stellt - ohne sie tat­säch­lich zu reprä­sen­tie­ren. Das tun dog­ma­tisch wie seit Anbe­ginn die Grü­nen, ohne jedoch die brei­te Mas­se der Mit­tel­schicht mit­zu­neh­men. Die­sen Men­schen fehlt eine poli­ti­sche Reprä­sen­tanz, im Vaku­um zwi­schen CDU/CSU und SPD/Grüne sind sie die wah­ren Trä­ger der Lasten des Sozi­al­staa­tes - ohne jedoch eine ange­mes­se­ne poli­ti­sche Ver­tre­tung zu haben!
Dazu mehr im Arti­kel "Die Gren­zen des Mach­ba­ren haben sich nach rechts verschoben"

Braucht es dafür eines Beweises?
Wenn ja lesen Sie doch bit­te den nach­fol­gen­den 'tweet'.
Eine tref­fen­de­re Aus­sa­ge ist kaum zu machen!
Bay­ern hat wie­der ein­mal gezeigt was für die Christ­par­tei­en gilt:
Pro­fit sichern, Bür­ger mund­tot machen und
sich selbst berei­chern so schnell und gut es geht.

bookmark_borderWarum ich gern mit Linux arbeite

Es gibt vie­le Grün­de, und sie alle auf­zu­zäh­len wür­de sehr lang dau­ern. Des­we­gen gebe ich hier ein­mal ein Bei­spiel dafür, wie man einen Feh­ler unter Linux schnell und sicher behe­ben kann:

Oft kommt es vor, dass beim Hoch­fah­ren des Betriebs­sy­stems Trei­ber für Anwen­dun­gen nicht oder nicht kor­rekt akti­viert wer­den. Unter Win­dows fängt dann eine end­lo­se Suche an an wel­cher Stel­le im Pro­gramm die Funk­ti­on ver­steckt ist mit­tels derer man den Feh­ler behe­ben kann .... unter­des wird man mehr­fach gefragt ob man denn wirk­lich die­se Ände­rung ver­fol­gen will und dass es bedeu­ten kön­ne das Pro­gramm (Win­dows) völ­lig zu ruinieren.

Emp­find­li­che Trei­ber sind bei­spiels­wei­se jene, die zum Emp­fang von WLan [WiFi] die nöti­gen Ver­bin­dun­gen her­stel­len. Die­se Art von Pro­gramm wird im Eng­li­schen mit 'net­work' bezeichnet.

Wenn also ein­mal eine Stö­rung vor­liegt und das Netz­werk­an­zei­ge- und -aus­wahl­me­nue nicht auf­ge­ru­fen wur­de kann ich es mit einem Ter­mi­nal (klei­nes Fen­ster zur Ein­ga­be von Befeh­len an das Linux Betriebs­sy­stem) sehr ein­fach und in einem Schritt wie­der herstellen:

Zwei Zei­len code, davon eine mit dem Pass­wort. Denn anders als bei Win­dows-Syste­men wird jede Ände­rung am Betriebs­sy­stem von Linux nur mit Geneh­mi­gung des Besit­zers aus­ge­führt! Es ist der wesent­li­che Unter­schied zu Micro­soft-Pro­gram­men, die im Hin­ter­grund unkon­trol­lier­bar und manch­mal ent­ge­gen den Inter­es­sen der Besit­zer eines Com­pu­ters Ände­run­gen vor­neh­men, Daten nach Red­mont über­tra­gen und den US Geheim­dien­sten die­se Daten unein­ge­schränkt zur Ver­fü­gung stel­len.

bookmark_borderReisevorbereitungen in Lebensabschnitten ....

Mit 10:
- Rucksack
- Herbergsausweis
- Brustbeutel

Mit 20:
- Rucksack
- Roll-Iso-Matte
- Schlafsack
- Minizelt
- Rail-Ticket

Mit 30:
- Autoschlüssel
- Kindersitz
- Kühlbox
- Sonnenbrille
- Reisetasche

Mit 40:
- Autoschlüssel
- Buchungsbestätigung
- Lesebrille
- Reiseführer
- Foto- / Video-Kamera
- Hun­de­näp­fe & Futter
- Koffer-Set

Mit 50:
- Autoschlüssel
- Buchungsbestätigung
- Lesebrille
- Reiseführer
- Gleitsichtbrille
- Medikamententäschchen

Mit 60:
- Flugticket
- Buchungsbestätigung
- Lesebrille
- Gleitsichtbrille
- Rollkoffer
- Medikamententäschchen
- Zahnersatzbehälter
- Arzt­adres­se vor Ort

Mit 70:
- Fahrkarte
- Lese­bril­le und Ersatzbrille
- Geschen­ke für die Enkel
- Medikamententasche
- Hausschuhe

Mit 80:
- Fahrkarte
- Lese­bril­le und Ersatzbrille
- Geschen­ke für die Enkel
- Medikamententasche
- Hausschuhe
- Gehstock
- Mobi­li­täts­dienst gebucht

Mit 90:
- Sitz­bank vor dem Haus
- Sitz­kis­sen und war­me Decke
- Klön­schnack mit Nachbarn
- Plan wo die näch­ste Toi­let­te ist
- Rollator
- Herzpillen

Mit 100:
- es kommt die Bür­ger­mei­ste­rin zum Gratulieren ...

bookmark_borderGenetik - Fluch oder Segen durch mehr Wissen über unsere Erbinformation ...?

Über­set­zung
Aber wir ste­hen noch am Anfang des Ver­ständ­nis­ses, wie genau unse­re Gene bestim­men, was wir tun, und wel­che Rol­le sie bei unse­ren Ent­schei­dun­gen spie­len. In den letz­ten zwei Jahr­zehn­ten haben Ste­fáns­son und ande­re vie­le die­ser Zusam­men­hän­ge lang­sam ent­schlüs­selt, aber es gibt immer noch vie­le grund­le­gen­de Fra­gen, die noch beant­wor­tet wer­den müssen.

Da die Kosten für die gene­ti­sche Sequen­zie­rung wei­ter sin­ken, ist es mög­lich, dass die­se in Zukunft zur Unter­su­chung von Kin­dern oder Jugend­li­chen ein­ge­setzt wird, die Anzei­chen von Sucht­ver­hal­ten zei­gen. „Ich hof­fe, dass die Stig­ma­ti­sie­rung ver­rin­gert wird, wenn die Öffent­lich­keit bes­ser ver­steht, dass Pro­ble­me wie Sucht oder Ver­hal­ten von Kin­dern häu­fig mit dem Zufalls­glück bei den geerb­ten Genen zusam­men­hän­gen“, sagt Dick. „Indem wir früh­zei­tig in der Ent­wick­lung gefähr­de­te Per­so­nen iden­ti­fi­zie­ren, kön­nen wir Res­sour­cen bereit­stel­len, die ihnen dabei hel­fen, ihr vol­les Poten­zi­al auszuschöpfen.“

Ori­gi­nal­text
But we are still only at the begin­ning of under­stan­ding exact­ly how our genes dic­ta­te what we do, and the role they play in our choices. For the last two deca­des, Ste­fáns­son and others have slow­ly unra­vel­led many of the­se links, but the­re are still many basic que­sti­ons which are yet to be answered.

With the cost of gene­tic sequen­cing con­ti­nuing to fall, it is pos­si­ble that this might be used in future to screen child­ren or ado­le­s­cents who are dis­play­ing signs of addic­ti­ve beha­viour. "My hope is that as the­re is grea­ter public under­stan­ding that pro­blems like addic­tion or child beha­viour are often rela­ted to the luck of the draw when it comes to the genes one inhe­rits, it will redu­ce stig­ma," says Dick. "By iden­ti­fy­ing indi­vi­du­als who are at risk ear­lier in deve­lo­p­ment, we can put resour­ces in place to help them reach their full potential."

[Quel­le]

Der vor­ge­nannt zitier­te Text ist ein Abriß des­sen, was bis­her über die gene­ti­sche Struk­tur des Men­schen bekannt ist und wel­che Ver­knüp­fun­gen es zwi­schen der Gene­tik und dem tat­säch­li­chen Leben von Per­so­nen gibt, deren Poten­zi­al vor­ge­ge­ben ist - und was sie dar­aus gemacht haben, bezie­hungs­wei­se wel­che unaus­weich­li­chen Schick­sa­le durch Kon­stel­la­tio­nen der Gene her­vor­ge­ru­fen wer­den können.

Die Aus­sa­ge: „Indem wir früh­zei­tig in der Ent­wick­lung gefähr­de­te Per­so­nen iden­ti­fi­zie­ren, kön­nen wir Res­sour­cen bereit­stel­len, die ihnen dabei hel­fen, ihr vol­les Poten­zi­al aus­zu­schöp­fen.“ hal­te ich hin­ge­gen für einen Euphe­mis­mus der beson­de­ren Art, birgt er doch eher eine Dro­hung für zukünf­ti­ge Gene­ra­tio­nen als das, was vor­der­grün­dig so hübsch for­mu­liert geschrie­ben ist.

Die Kennt­nis von gene­ti­schen Mar­kern für sol­che Ver­hal­tens- und Ent­wick­lungs­for­men wird - so lehrt es die Ver­gan­gen­heit - bestimmt nicht ledig­lich zum Vor­teil der Indi­vi­du­en gerei­chen die so iden­ti­fi­ziert sind. Zunächst kommt es dar­auf an WER die­se Infor­ma­tio­nen bekommt, dann WAS damit gemacht wird und wel­che Hal­tung zukünf­ti­ge Gesell­schaf­ten die­sen Ergeb­nis­sen gegen­über ein­neh­men werden.

Wir habe in dys­to­pisch struk­tu­rier­ten Fil­m¹²³⁴ schon sol­che Über­le­gun­gen ange­stellt gese­hen: Wer in eine bestimm­te gene­ti­sche *Klas­se* ein­ge­stuft wird hat nur die Chan­cen die für die­se Klas­se vor­ge­se­hen sind. Es gibt eine Hier­ar­chie die­ser Klas­sen und die Ein­ord­nung legt den wei­te­ren Lebens­lauf fest, aus dem es kein Ent­rin­nen gibt.
So weit muss es nicht gehen, zwei­fel­los ist hin­ge­gen schon eine Ent­deckung bestimm­ter Merk­ma­le durch (bei­spiels­wei­se) Ver­si­che­run­gen durch­aus lukra­tiv, könn­ten sie doch so Risi­ken neu ord­nen und nicht mehr auf Basis rei­nen Zufalls, son­dern auf gesi­cher­ten Fak­ten fußend kalkulieren.

Was aber, wenn gar eine aut­ok­tra­tisch-dik­ta­to­ri­sche Regie­rung mit einem beson­de­ren Men­schen­bild sich die Ergeb­nis­se der Wis­sen­schaft zunut­ze macht und 'geneh­me' Staats­bür­ger zum Ziel einer Aus­le­se macht? Bestre­bun­gen die­ser Art sind aus der Geschich­te hin­läng­lich bekannt. Das sie schwe­len und irgend­wann wie­der auf­flam­men scheint nur eine Fra­ge der Zeit zu sein: WANN nicht OB!

Bit­te lesen Sie selbst den Arti­kel bei der BBCHow much of our beha­viour is pre-deter­mi­ned by our under­ly­ing bio­lo­gy? {Wie viel von unse­rem Ver­hal­ten wird durch unse­re zugrun­de­lie­gen­de Bio­lo­gie vor­be­stimmt?} und sagen Sie in einem Kom­men­tar was Sie davon hal­ten. Danke!

[Abbil­dung Titel: Von Tho­mas Splett­stoe­sser (www.scistyle.com) - Eige­nes Werk, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=53468185; Von <a href="//commons.wikimedia.org/wiki/User:Splette" title="User:Splette">Thomas Splettstoesser</a> (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.scistyle.com">www.scistyle.com</a>) - <span class="int-own-work" lang="de">Eigenes Werk</span>, CC BY 4.0, Link]

¹· GATTACA
²· Code 46
³· Gekauf­te Wahr­heit - Gen­tech­nik im Magnet­feld des Geldes
⁴· Jupi­ter Ascending

bookmark_borderWarum randomisierte,
kontrollierte Studien wichtig sind
und welche Verfahren sie stärken

Der fol­gen­de Text ist eine Über­set­zung einer Zusam­men­fas­sung eines Arti­kels aus dem Eng­li­schen, der kurz zusam­men­fasst und sehr klar dar­stellt, war­um es eines Regel­wer­kes bedarf um wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten ver­glei­chen zu kön­nen, ihnen ver­trau­en zu dür­fen, und war­um nur sol­che Stu­di­en das all­ge­mei­ne Wis­sen bereichern.

Anders aus­ge­drückt:
Was nicht mit die­sen Kri­te­ri­en unter­sucht wird hat kei­ner­lei Bedeu­tung und kann nicht als "Beweis" für eine Fest­stel­lung gewer­tet werden.

Um die größ­ten Pro­ble­me der Welt anzu­ge­hen, müs­sen wir in der Lage sein, ihre Ursa­chen zu iden­ti­fi­zie­ren und wirk­sa­me Wege zu ihrer Lösung zu finden.

Wie wür­den wir über die Aus­wir­kun­gen einer neu­en Idee, Behand­lung oder Richt­li­nie Bescheid wis­sen? Die Beant­wor­tung die­ser Fra­ge kann schwie­rig sein. Eini­ge For­schungs­ar­bei­ten sind schlecht durch­ge­führt und es gibt Anrei­ze für Wis­sen­schaft­ler und Geld­ge­ber, ihre Ergeb­nis­se zu übertreiben.

In die­sem Arti­kel betrach­ten wir ein wich­ti­ges Instru­ment zur zuver­läs­si­gen Unter­su­chung von Ursa­che und Wir­kung: ran­do­mi­sier­te kon­trol­lier­te Stu­di­en (RCTs).

Was RCTs nütz­lich macht, ist die Rei­he von Ver­fah­ren, die von ihnen erwar­tet wer­den. Dazu gehö­ren Pla­ce­bo­kon­trol­len, Anony­mi­sie­rung, Ran­do­mi­sie­rung und Vor­re­gi­strie­rung. Die­se Ver­fah­ren schüt­zen vor Her­aus­for­de­run­gen, mit denen Wis­sen­schaft­ler nor­ma­ler­wei­se in der For­schung kon­fron­tiert sind.

Um wis­sen­schaft­li­che For­schung ver­ste­hen zu kön­nen, müs­sen wir ver­ste­hen, war­um die­se Ver­fah­ren wich­tig sind und war­um sie in der Pra­xis nicht immer befolgt wer­den. Mit die­sem Wis­sen sind wir bes­ser in der Lage, die Ursa­chen und Lösun­gen für die größ­ten Pro­ble­me zu iden­ti­fi­zie­ren, die uns betreffen.

Mei­ne Emp­feh­lung ist, sich die­sen Arti­kel anzu­se­hen - und für Alle, die nicht so gut in der eng­li­schen Spra­che bewan­dert sind schla­ge ich vor, sich den Text Stück für Stück von *goog­le* über­set­zen zu las­sen. Da gibt es zwar immer noch Über­set­zungs­feh­ler, aber der Gedan­ke den der Autor hat­te wird meist kor­rekt übertragen.