bookmark_borderWie fanden Sie, liebe Lesende,
ihren Biologie-Unterricht?

Die­ser Bei­trag ent­stand als Kom­men­tar zu einem Arti­kel des hpd über einen Vor­trag zur Evo­lu­ti­on des Auges - einer Ent­my­sti­fi­zie­rung, die dar­stellt, war­um es zur Ent­ste­hung kom­pli­zier­ter Augen (wie denen der Säu­ge­tie­re) kei­nes "Schöp­fers" bedurf­te, son­dern wie eine schritt­wei­se Ver­än­de­rung schließ­lich zu den heu­te beob­ach­te­ten For­men führte. 

Beden­ken Sie bit­te dabei¹, daß es in den letz­ten Jahr­zehn­ten auf vie­len Gebie­ten der Bio­lo­gie (und ande­rer Natur­wis­sen­schaf­ten) eine rasan­te Ent­wick­lung gab!
Als ich 1970 anfing zu stu­die­ren gab es noch kei­ne Bio­che­mie als eigen­stän­di­ge Fach­rich­tung, sie war in die Phy­sio­lo­gie *ein­ge­glie­dert*. Eben­so gab es nur Ansät­ze an man­chen Hoch­schu­len die Gene­tik als eigen­stän­di­ges Fach zu sehen/lehren. Heu­te, nur 50 Jah­re spä­ter, ist das kaum noch glaub­haft zu machen.

Die Sicht­wei­se die Schul-Bio­lo­gie als eine Art abge­speck­te Ver­si­on des Faches zu leh­ren und auf weni­ge Grund­la­gen zu redu­zie­ren ist der erste gro­ße Man­gel in der Vorgehensweise:

Ein Ansatz der viel bes­ser gewe­sen wäre (und sich bedau­er­li­cher­wei­se heu­te immer noch nicht durch­ge­setzt hat!) ist es über­grei­fen­de Prín­zi­pi­en zu leh­ren und ver­ein­fach­te Merk­ma­le als Hil­fe zur Unter­schei­dung zu unter­rich­ten um eine Brei­te der Erkennt­nis­se wach­sen zu lassen.

Etwa so:
Wie unter­schei­den sich die Glie­der­tie­re von­ein­an­der? Durch die Zahl ihrer Bei­ne, Kreb­se 10, Spin­nen 8, Insek­ten 6 ... um nur ein Bei­spiel auf­zu­zei­gen. Die Ver­schie­den­heit der auf­bau­en­den Struk­tu­ren kön­nen dann fol­gen, sie wer­den aller­dings viel bes­ser ein­zu­ord­nen sein als wenn man nur ihre Form ver­glei­chend ein­stu­die­ren läßt.
Es kommt nicht immer auf ver­tief­tes Fach- oder Spe­zi­al­wis­sen hin­sicht­lich Mole­kül­auf­bau und Reak­ti­ons-Ein­zel­hei­ten im Zitrat-Zyklus an - viel wich­ti­ger wäre des­sen zen­tra­le Posi­ti­on für man­nig­fal­ti­gen Mole­kül-Umbau exem­pla­risch dar­zu­stel­len. Wer da *ange­fixt* ist lernt von allei­ne ver­tie­fend weiter.

Wenn dann noch die Beden­ken­trä­ger schwei­gen, die Exkur­sio­nen von Schü­lern in die freie Natur (mit festem Unter­su­chungs­ziel!) für zu gefähr­lich, zu auf­wen­dig und zu umständ­lich hal­ten, dann wird die Begei­ste­rung für das *Erfor­schen*, das alle Kin­der (und meist noch Jugend­li­che) haben wenn man sie nicht durch Fron­tal­un­ter­richt mit unnüt­zem Abfra­ge­wis­sen voll­ge­stopft und abge­stumpft hat, dann steht der Brei­te des Ver­ständ­nis­ses und damit des Wis­sens nichts im Wege.

So, da habe ich mich ein wenig *aus­ge­las­sen* und fas­se noch­mal zusammen:
Weni­ger drö­ger Lern­stoff - selbst erfor­schen las­sen - mehr prak­ti­sche Bio­lo­gie in der Natur als im Klas­sen­zim­mer ... und wenn schon dort, dann mit Pflan­zen & Tie­ren *zum anfas­sen* anstatt auf Bildschirmen.

Der Bio­lo­gie­un­ter­richt den ich erlebt habe war so wie der, den Sie beschrei­ben². Ich hat­te nur wenig Spaß dar­an und habe außer­halb der Schu­le 'stu­diert' - bin schließ­lich Bio­lo­ge gewor­den. Ein­ein­halb Jah­re habe ich Begei­ste­rung für das Fach als "Aus­hilfs­leh­rer" in einem Gym­na­si­um vor­ge­lebt. Wur­de nur des­we­gen kein Leh­rer, weil mir das Lehr­plan-Kon­zept & -Kor­sett zu eng erschien. Des­we­gen habe ich das Diplom-Stu­di­um been­det. In die­ser kur­zen Zeit in der Schu­le ist es mir immer­hin gelun­gen zwei Schü­ler so zu moti­vie­ren, daß sie selbst Bio­lo­gie stu­diert haben ....

Kom­men­tar beim hpd am 20. Janu­ar 2026 - 0:22 Per­ma­nen­ter Link

¹ Sie­he die­sen Kommentar
² Sie­he → dort

bookmark_borderGefragt wird nach dem *kleinen Finger*
Genommen wird der ganze Arm ...!

USA wol­len Fin­ger­ab­drücke und Gesichts­scans für visa­frei­es Rei­sen,
EU-Regie­run­gen geben nach 

".. Die EU-Län­der¹ berei­ten sich dar­auf vor, den Ver­ei­nig­ten Staa­ten Zugang zu natio­na­len bio­me­tri­schen Daten­ban­ken zu gewäh­ren, in denen sen­si­ble per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten wie Fin­ger­ab­drücke und Gesichts­bil­der gespei­chert sind. Im Gegen­zug dafür soll die Visum­frei­heit für Rei­sen in die USA bei­be­hal­ten wer­den .. Ent­schei­dend ist, dass das EU-wei­te Abkom­men nur die Arten von Daten­ban­ken und Daten­ka­te­go­rien fest­legt, auf die die USA Zugriff haben wer­den. Die ein­zel­nen Regie­run­gen wer­den mit Washing­ton genau aus­han­deln, wel­che natio­na­len Daten­ban­ken und Daten von Bür­gern den US-Behör­den letzt­end­lich zugäng­lich gemacht wer­den .. Trotz der zuneh­mend ange­spann­ten Bezie­hun­gen zwi­schen der EU und den USA in einer Rei­he von Han­dels- und Rechts­staat­lich­keits­fra­gen scheint die Aus­sicht, daß die USA Zugang zu sen­si­blen Daten von Mil­lio­nen von Euro­pä­ern erhal­ten, unter den EU-Regie­run­gen nicht umstrit­ten zu sein. Die Staa­ten stimm­ten zu, der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on im Dezem­ber ein Ver­hand­lungs­man­dat für den Rah­men zu ertei­len .."
[Quel­le]

Es ist völ­lig unver­ständ­lich wenn auf der einen Sei­te sen­si­ble Daten aus Euro­pa durch umfas­sen­de Maß­nah­men vor Aus­beu­tung durch US-Kon­zer­ne - die stets alle Infor­ma­tio­nen die sie haben an die US-Behör­den wei­ter­rei­chen müs­sen - geschützt wer­den, das hin­te­re Scheu­nen­tor aber wei­ter geöff­net wer­den soll, durch das nicht nur die­se Daten in kom­pak­ter Form, son­dern auch noch ent­ge­gen der übli­chen Vor­be­hal­te für die USA, genau­er der Regie­rung der USA (!), auf einem gol­de­nen Tablett ser­viert wer­den sollen.

Für die paar Tou­ri­sten die jetzt noch in die USA rei­sen soll­te es doch finan­zi­ell kein Pro­blem sein ein Visum zu erwer­ben und damit Zugang zu erhal­ten - anstatt Hun­dert­tau­sen­de von per­sön­li­chen Infor­ma­tio­nen über Bür­ger der EU ohne jede Gegen­lei­stung der US Regie­rung zu überlassen.


"Daten­spar­sam­keit" sieht anders aus!
Soll­te man bei der EU mög­li­cher­wei­se dar­an glau­ben auf die­sem Weg den Herrn Prä­si­den­ten­dar­stel­ler mil­de und abwä­gend zu stim­men so soll­te doch das bis­he­ri­ge auto­kra­tisch-kri­mi­nel­le Han­deln und die ins­ge­samt auf Abschot­tung getrimm­te Poli­tik des Lan­des durch die Strip­pen­zie­her im Hin­ter­grund, die die Agen­da 2025 voll­enden wol­len ein wesent­li­cher Abschreckungs­fak­tor dafür sein sich in vor­aus­ei­len­den Gehor­sam zu ent­blö­ßen und EU-Bür­ger ohne Rei­se­ab­sich­ten unnö­tig *glä­sern* zu machen.
 

In mei­ner Hei­mat, dem Bun­des­land Hes­sen, gibt es eine Rede­wen­dung die hier ange­mes­sen scheint:

Vom wil­den Watz gebissen!"

Das meint, daß die Han­deln­den ohne Sinn und Ver­stand vor­ge­hen, weil sie durch den Biß eines wil­den Schwei­nes in Panik gera­ten sind. Dabei erwar­ten wird doch von unse­ren Poli­ti­kern eine sorg­sa­me Abwä­gung des­sen, was sie tun und ande­ren Staa­ten zur Ver­fü­gung stellen.

Sie­he hier­zu auchDer wah­re Grund

¹".. Es gibt ein paar Ausnahmen:
Däne­mark und Irland wer­den nicht an den Rah­men gebun­den sein: Kopen­ha­gen, weil es aus den EU-Ver­trä­gen aus­ge­klam­mert wur­de, und Dub­lin, weil Irland nicht zur Paß-frei­en Zone der EU, dem Schen­gen-Raum, gehört .." [Quel­le]

bookmark_borderDas kommt davon ....

Das kommt davon wenn man Oli­go­po­le ein­setzt und wal­ten läßt:
Sie füh­ren sich auf wie klei­ne Köni­ge in ihrem jewei­li­gen Grundversorgungsgebiet!

Nicht nur ist die­se For­de­rung NACH dem Ter­min ein­ge­gan­gen an dem die Able­sung hät­te statt­fin­den müs­sen, son­dern sie wur­de mit Datum 24.12.2025 ver­se­hen, doch der Umschlag zeigt das Datum 30.12.2025. Hier bei uns ein­ge­wor­fen wur­de der Brief heu­te, 05.01.2026 von Hand durch einen Mit­ar­bei­ter der EWE.

Mei­ne Geschäfts­part­ner sind aller­dings für 2025 Stadt­wer­ke Flens­burg und für 2026 octo­pus Gas. Bei­den habe ich die Able­sung noch am 31.12.2025 per E-Mail mit­ge­teilt. Mit der EWE habe ich hin­sicht­lich GAS­ver­sor­gung nichts zu tun.
Zwangs­wei­se aber durch mei­ne Solar­an­la­ge mit EWE Netz Strom.

Selbst säu­mig im Ver­sand die­ser Mit­tei­lung - aller­dings immer gleich eine Dro­hung bei *non-com­pli­ance* mit dabei ....

bookmark_borderZu wichtig um es zurück zu halten ...!

Bit­te sehen Sie sich das nach­fol­gen­de Video an.
Das ist der Grund dafür war­um Fun­da­men­ta­li­sten Frau­en fürchten:
Sie sind über­wie­gend sehr viel klü­ger als die Beton­köp­fe
die nichts kön­nen als Dog­men herunterzuspulen.
Es stellt einen Ver­gleich an den man nicht ein­fach so weg­wi­schen kann.

Jede Form von reli­giö­ser Bevor­mun­dung der Gesell­schaft ist ein Übel!

Die "Gefahr" droht nicht von einer im Fokus befind­li­chen Reli­gi­on - sie droht durch Ein­sickern der christ­li­chen Dog­men in die deut­sche Poli­tik unter dem Deck­man­tel der "Erhal­tung fun­da­men­ta­ler deut­scher Werte"!

bookmark_borderDas war's für 2025 ....

Fei­er­ta­ge mit Kin­der- und Enkel-Besuch erfor­dern mei­ne Aufmerksamkeit.
Des­we­gen ist hier bis 08.01.2026 Pause.
Allen Lesen­den wün­sche ich schö­ne Fei­er­ta­ge, gute Ein­fäl­le fürs Blog,
und ein gesun­des, erfolg­rei­ches Jahr 2026! 

PS

Ach ja, sich für den Fall der Fäl­le vor­zu­be­rei­ten und Vorräte
für ein paar Tage zu haben ist klug, nicht unnütz.

Covid hat gezeigt was pas­siert wenn es Eng­päs­se gibt,
und da waren es nur Nudeln und Toilettenpapier:

" .. Da wer­den Wei­ber zu Hyänen
Und trei­ben mit Ent­set­zen Scherz,
Noch zuckend, mit des Pan­thers Zähnen,
Zer­rei­ßen sie des Fein­des Herz.
375
Nichts Hei­li­ges ist mehr, es lösen
Sich alle Ban­de from­mer Scheu,
Der Gute räumt den Platz dem Bösen,
Und alle Laster wal­ten frei.

Gefähr­lich ist's, den Leu zu wecken,
380
Und grim­mig ist des Tigers Zahn,
Jedoch der schreck­lich­ste der Schrecken
Das ist der Mensch in sei­nem Wahn
.."

{Quel­le; 371- 382} 

bookmark_borderDa hat offenbar der Teufel sein Werk vollbracht

Ein neu­es Miß­brauchs­gut­ach­ten für die Diö­ze­se Pas­sau:
Die Dimen­si­on der Abgrün­de ist unfaßbar;
Jeder zwan­zig­ste Prie­ster ein Täter!

Wie stets in die­sen Fäl­len waren die Staats­an­walt­schaf­ten samt Poli­tik "Kom­pli­zen durch Untä­tig­keit", ein Muster, das alle bekannt gewor­de­nen Fäl­le eint. Bedenkt man den sitt­lich-mora­li­schen Anspruch der Kir­che, ins­be­son­de­re die Hal­tung die­ser kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung zu Abtrei­bung, Ehe und Ster­be­hil­fe, so kann man nur mit Ver­wun­de­rung auf die Zahl der Ver­tre­ter in öffent­lich-recht­li­chen, kari­ta­ti­ven und poli­ti­schen Gre­mi­en schau­en: Wenn irgend­wo im Lan­de "der Bock zum Gärt­ner" gemacht wird, dann doch in die­sen Fällen.


[Abb "Straf­tat­ver­däch­ti­ge" via Sta­ti­sta]

Bit­te lesen Sie den voll­stän­di­gen Arti­kel beim hpd der zudem auf­zeigt wie vor dem Hin­ter­grund die­ser erschüt­tern­den Erkennt­nis­se der zustän­di­ge Bischof ver­sucht mit fal­schen Zah­len­ver­glei­chen die Taten der Kin­der­schän­der zu rela­ti­vie­ren [kor­rek­te Daten bei *Sta­ti­sta*].

Wie ich schon öfter ange­merkt habe:
Hier muß mit eiser­nem Besen aus­ge­fegt wer­den um die ent­larv­ten Mis­se­tä­ter ans Licht zu zer­ren und zur Ver­ant­wor­tung zu ziehen!

bookmark_borderOriginal & Fälschung
Original & Fake

 

Spie­le­rei mit ChatGPT - es gibt sicher *ernst­haf­te­re* Anwendungen.
Aber 'mal ehrlich:
Sowas macht doch genau­so viel Spaß?!
Play­ing around with ChatGPT – the­re are cer­tain­ly more serious applications.
But honestly:
Isn't some­thing like this just as much fun?!
Das Aus­gangs­bild zeigt das berühm­te Gemäl­de „Ame­ri­ka­ni­scher Fort­schritt“ von John Gast aus dem Jahr 1872. Es ist eine alle­go­ri­sche Dar­stel­lung des Mani­fest Desti­ny, des Glau­bens des 19. Jahr­hun­derts, daß es die Bestim­mung ame­ri­ka­ni­scher Sied­ler sei, sich über ganz Nord­ame­ri­ka auszubreiten.
Das hat fast zur Aus­rot­tung der India­ner und unzäh­li­ger (für den mensch­li­chen Ver­zehr geeig­ne­ter) Tier­ar­ten geführt und setzt sich heu­te im *Ame­ri­can Excep­tio­na­lism* fort - den hal­ten die Ame­ri­ka­ner heu­te als Rechts­grund­la­ge sich auf der gan­zen Welt als Herr­scher aufzuspielen

Im *gefälsch­ten Bild* ersetzt Nele (4) den Engel, die hat kei­nen ande­ren Anspruch als Lecker­li, Spa­zier­gang und Streicheleinheiten ....

The ori­gi­nal image shows the famous pain­ting "Ame­ri­can Pro­gress" by John Gast from 1872. It is an alle­go­ri­cal repre­sen­ta­ti­on of Mani­fest Desti­ny, the 19th-cen­tu­ry belief that it was the desti­ny of Ame­ri­can sett­lers to spread throug­hout North America.

This almost led to the exter­mi­na­ti­on of Nati­ve Ame­ri­cans and count­less (food-gra­de edi­ble) ani­mal spe­ci­es and con­ti­nues today in *Ame­ri­can Excep­tio­na­lism* – which Ame­ri­cans now use as a legal basis to act as rulers of the world.

In the *fake pic­tu­re*, Nele (4) replaces the angel; she has no other cla­im than tre­ats, a walk, and petting....

bookmark_borderDas geht warm runter ....


Das war nicht aus einem chi­ne­si­schen Restaurant,
son­dern lag in einer Weihnachtstüte.
Ein­ge­backen in einen Glückskeks.
Für einen Moment hat­te ich ein gutes Gefühl ....
bis ich wie­der in der Wirk­lich­keit zurück war.

bookmark_borderWer bestimmt wohin die Gesellschaft sich bewegt?
Zum Blog "Digitale Notizen ツ"; Dirk von Gehlen [anstatt eines dort nicht möglichen Kommentares]

Dem *Direc­tor Think Tank* am Süd­deut­sche Zei­tung-Insti­tut, befaßt mit der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on von Kul­tur, Gesell­schaft und Unter­neh­men, zu wider­spre­chen ist eine gewag­te Sache. Klar. Ich habe kei­ne Bücher geschrie­ben, ken­ne mich nicht in der Jugend­kul­tur aus, und es fehlt mir ein jour­na­li­sti­scher Hin­ter­grund. Lau­fen kann ich aller­dings, in mei­ner Jugend kur­ze und mitt­le­re Strecken, aber mit 80 nur noch jen­seits von Wett­kämp­fen ein paar Tau­send Schrit­te, wie emp­foh­len. Zwan­zig Jah­re Feld-, Wald-, und Wie­sen-Blog betrie­ben zu haben, und auf Basis aka­de­mi­scher Abschlüs­se ein erfolg­rei­ches Berufs­le­ben gestal­tet zu haben zählt ja wohl nicht gegen so viel geball­te Kom­pe­tenz aus Mit­ar­beit und Prak­ti­ka in jun­gen Jah­ren als Grund­la­ge für ein Jour­na­lis­mus-Stu­di­um. "Lobe dich selbst - ande­re wer­den es nicht tun!" ist nahe genug an der Wahr­heit und Selbst­ver­trau­en kann nie schaden!? 

Trotz­dem:

Was mich sofort stut­zig wer­den läßt, dann umtreibt, ist, wenn ein Blog mit einem Betrei­ber, der alle sei­ne beruf­li­che Posi­tio­nen, sei­ne Wer­ke und Schrif­ten, und vor allem sei­ne umfas­sen­den Kom­pe­ten­zen in vie­ler­lei Sach- und Fach­ge­bie­ten auf­zählt, in sei­nem Blog kei­ne Kom­men­ta­re zuläßt.

Traut er sich nicht gegen­tei­li­ge Mei­nun­gen oder Fak­ten zu kontern?
Hält er jene, die sei­ne Gedan­ken auf­neh­men und ver­ar­bei­ten für so viel weni­ger gebil­det, so daß sie ihm kei­ne ange­mes­se­nen Dis­kus­si­ons­part­ner sein können?
Hat er schlicht­weg kei­ne Zeit sich mit Alter­na­ti­ven zu befas­sen weil er schon alle über­legt, geprüft, und bis auf weni­ge ver­wor­fen hat?
Ist ihm nicht klar, daß ein Blog davon lebt / leben soll­te mit den Lesen­den ins Gespräch zu kommen?

Wenn dann noch ein smi­ley am Blog­ti­tel ange­hängt ist, der sug­ge­riert: Nicht so Ernst neh­men - ist doch alles cool, easy, chill .... dann ist das der per­fek­te Weg sich bei Miß­ver­ständ­nis­sen ele­gant her­aus zu reden, flockig, mit einem Lächeln, war doch nicht so, son­dern ganz anders gemeint. So las­sen sich bequem und ohne Fol­gen Unver­schämt­hei­ten ein­fü­gen die im Nach­hin­ein pro­blem­los zu rela­ti­vie­ren sind.

Prei­se wer­den ver­lie­hen weil irgend­wann irgend jemand damit ange­fan­gen hat Prei­se zu ver­ge­ben. Sind sie erst ein­mal da erwar­tet die Gesell­schaft eine Fort­set­zung, neue Preis­trä­ger. Wenn die Wahl eng wird und kei­ne Top-Kan­di­da­ten in Sicht sind - dann wird schon mal auf die zwei­te oder drit­te Wahl zurück gegrif­fen aller­dings ohne das bekannt zu machen. Man geht mit der zu ver­lei­hen­den Wür­de stets gleich um. Schwamm drü­ber, es geht wei­ter, die näch­ste Ver­lei­hung kommt ja schon bald.
Zurück bleibt die Fra­ge ob denn eine Preis­ver­lei­hung gleich­be­deu­tend ist mit der Erkennt­nis die Basis dafür sei eine abso­lu­te Annah­me, ein Fak­tum, eine unum­stöß­li­che Gewiß­heit - das übri­gens sehr viel zwin­gen­der in den Gei­stes­wis­sen­schaf­ten, wäh­rend es das Wesen der Natur­wis­sen­schaf­ten ist stets zu zwei­feln und Wider­le­gung des Bekann­ten zu versuchen.

Da haben es die Gei­stes­wis­sen­schaft­ler - die Jour­na­li­sten rech­nen sich denen doch zu? - natür­lich leich­ter ihre Mei­nung als durch brei­ten Kon­sens getra­ge­ne Erkennt­nis zu eta­blie­ren. Wer woll­te wider­spre­chen, wo es doch nicht um Fak­ten geht die man so ein­fach mit ande­ren Fak­ten wider­le­gen kann? Wird also eine The­se auf­ge­stellt und bekannt gemacht, wir­ken nicht nur die beinhal­te­ten Dar­le­gun­gen, son­dern gleich­sin­nig die Repu­ta­ti­on des­sen, der die­se The­sen dar­ge­stellt und ver­öf­fent­licht hat. 

Unser Land lei­det an Selbst­über­hö­hung wo Selbst­kri­tik ange­mes­sen wäre. Es wird mit Gefühl beur­teilt wo Fak­ten als Kri­te­ri­um ange­mes­se­ner wären. Viel wich­ti­ger als etwas zu wis­sen ist die rich­ti­gen Leu­te zu ken­nen .... Sie wis­sen schon, *net­wor­king und so*, eine Hand wäscht die ande­re, tust-du-mir-nichts-tu-ich-dir-nichts .... über Allem schwebt das Regel­werk für Fort­kom­men: Wenn über­haupt Kri­tik, dann nur in Meta­phern verkleidet.

Nun zum Anlaß für all das, was wei­ter oben steht:
"Deutsch­lands bekann­te­ster Teen­ager: Fünf Grün­de war­um die­ses Land mehr Zahi­de braucht"
Was Deutsch­land zuerst braucht ist der Erhalt der Spra­che, die als umfas­sen­de Gemein­sam­keit die Ver­gan­gen­heit, Gegen­wart und Zukunft des Den­kens und Han­delns bestimmt.

Es ist völ­lig unver­ständ­lich, wenn Män­gel in der Aus­drucks­wei­se, der Sinn­erfas­sung, und dem Regle­ment der Spra­che zu einer "Jugend­ver­si­on der Zukunft" hoch­sti­li­siert wer­den anstatt sie als unzu­rei­chen­de Fähig­keit sich kor­rekt aus­zu­drücken anzu­pran­gern, Herr von Gehlen!

RAP ist Aus­druck von Roh­heit, der Unfä­hig­keit erlit­te­ne oder gefühl­te Ernied­ri­gung ange­mes­sen zu ver­ar­bei­ten weil aus der eige­nen Sozia­li­sa­ti­on kei­ne Mecha­nis­men dafür zur Ver­fü­gung sind - archai­sche Struk­tu­ren eben. Ver­ach­tung von Wer­ten die eine Gesell­schaft zusam­men hal­ten, ein Instru­ment Unver­schämt­hei­ten unge­straft los­zu­wer­den, ja sogar geset­zes­wid­ri­ge Nei­gun­gen als *Kunst* ver­klei­det im *main­stream* unter­zu­brin­gen, sie so zu baga­tel­li­sie­ren und schlei­chend das Koor­di­na­ten­kreuz des Selbst­ver­ständ­nis­ses der Gesell­schaft ins Nega­ti­ve zu verschieben.

14 Jah­re, Sän­ge­rin Sing-Sang-Spre­che­rin und Tän­ze­rin - das reicht?

Da fällt mir doch sofort die Fabel von Amei­se und Gril­le ein:
Wenn der her­an­wach­sen­den Jugend kri­tik­los sol­che Bei­spie­le, Wer­te (?) als Grund­la­ge für eine erstre­bens­wer­te per­sön­lich Zukunft vor­ge­gau­kelt wer­den - wie soll dann jemals die Kul­tur von Arbeit und Frei­zeit her­ge­stellt wer­den die vor­mals den Erfolg des Lan­des als Grund­la­ge ermöglichte?
Irgend­wie anein­an­der gereih­te Tex­te ohne viel Sinn und Her­um­ge­hüp­fe solo oder als Grup­pe, das als *Tanz* benannt wird, als Ersatz für Anstren­gung zu ler­nen, sich zu bewäh­ren und die Zukunft ver­ant­wor­tungs­voll zu gestal­ten? Reicht es denn tat­säch­lich ein Idol zu wer­den wenn man lan­ge Haa­re und Reste von Baby­speck hat .... oh, wie nied­lich, und noch ein Plüsch­tier dabei!?

Vor ein paar Jah­ren hät­te ich noch behaup­tet das wäre wohl eine vor­über­ge­hen­de Erschei­nung, Puber­tät und so, aber nach­dem ich die­se unan­ge­mes­se­nen Lob­prei­sun­gen vom *Direc­tor Think Tank* am Süd­deut­sche Zei­tung-Insti­tut lesen muß­te kom­men mir da hef­ti­ge Zweifel .... 

Bit­te, Herr von Geh­len, erklä­ren Sie mir wie auf die­ser schma­len Basis eine gesell­schaft­li­che Sta­bi­li­tät erreicht und auf­recht erhal­ten wer­den kann, aus was wer­den Wer­te geschöpft, die die Gesell­schaft mit allem ver­sor­gen was zum Über­le­ben gebraucht wird. Hal­ten Sie die Rap­per für die prä­de­sti­nier­ten Gestal­ter der Zukunft?

bookmark_borderSag' ich doch schon immer ....
{re-visited}

.. Wenn ein Staat mit dem Rücken zur Wand steht, wird er dra­sti­sche Mit­tel ein­set­zen, um sei­nen Bank­rott abzu­wen­den. Die­se waren in der Ver­gan­gen­heit immer gleich: Zugriff auf das Pri­vat­ver­mö­gen, Infla­ti­on, Währungsreform .. "

[Zitat-Quel­le]
 

Was im obi­gen Zitat noch fehlt ist der Hin­weis, daß mit Hil­fe von Krieg(-en) nicht nur 'Wer­te' ver­nich­tet, son­dern auch Unsum­men ver­dient wer­den .... zugleich ver­nich­tet Krieg auch Leben und Güter - ver­nich­te­tes Leben kostet Staa­ten weni­ger Unter­halt für Ren­ten, Inve­sti­ti­ons­gü­ter müs­sen ersetzt wer­den - und das kur­belt die Wirt­schaft an ....
 
Seit Jahr­zehn­ten zet­teln die USA über­all auf der Welt Unru­hen und Schar­müt­zel, offe­ne Kon­flik­te und Krie­ge an. Zur glei­chen Zeit wach­sen die Grö­ße und Pro­fi­te der dor­ti­gen Waf­fen­in­du­strie. Gleich­sin­nig fast über­all in den ver­bün­de­ten Staa­ten, die gezwun­gen wer­den ein Min­dest­wachs­tum ihrer Streit­kräf­te zu ermög­li­chen.
 
War es ein gro­ber Feh­ler des dama­li­gen Mini­sters K.T. zu Gut­ten­berg die Streit­kräf­te extrem zu redu­zie­ren, so ist es heu­te ein Feh­ler über­stürzt der­art zu mobi­li­sie­ren, daß es wie Kriegs­vor­be­rei­tung aussieht.
[Beson­ders jetzt, wenn sol­che Nach­rich­ten erschei­nen → "Russia's Enti­re Front­li­ne ERUPTS — 18,400 Tro­ops Lost in One Night Strike; Rachel Mad­dow" ist es ange­bracht skep­tisch auf Wahr­heits­ge­halt zu prü­fen und zwar in bei­de Richtungen!]
"Die Offen­heit der edlen See­le bedarf der Beschrän­kung!" pfleg­te mein Vater zu erklä­ren - und gera­de auf dem Gebiet der Lan­des­ver­tei­di­gung wünsch­te ich mir mehr Dis­kre­ti­on, Zurück­hal­tung, und vor allem kei­ne kon­kre­ten Orte und Zah­len - also nichts, was dem poten­ti­el­len Feind nüt­zen könn­te.
 
Hin­weis: Zuerst ver­öf­fent­licht am: 5. Apr. 2010 um 13:34 Uhr; ergänzt durch aktu­el­le Beobachtung.

bookmark_borderEs ist *vollbracht* ....

Vor kur­zer Zeit hat­te ich schon erwähnt wie hier bei uns in der 30-Zone stän­dig die erlaub­te Geschwin­dig­keit über­schrit­ten wird. 

Nun ist das beid­sei­tig les­ba­re Ban­ner ange­bracht und steht im Vorgarten.
Zwei Bil­der zei­gen die Per­spek­ti­ve aus den Fahrt­rich­tun­gen, das drit­te Bild die Konstruktion.

Von ChatGPT habe ich eine kom­plet­te Anlei­tung vor­lie­gen wie ein Meß­in­stru­ment auf­ge­baut sein könn­te das die Geschwin­dig­keit in 10 km/h-Schrit­ten anzeigt. Eine preis­wer­te Vari­an­te, aller­dings fehlt mir der nöti­ge Sach­ver­stand die Bau­tei­le so zu ver­bau­en, daß es zum Schluß ein funk­ti­ons­fä­hi­ges Gerät wird .... wer das könn­te und Lau­ne hät­te es zu bau­en: Ich zah­le die Tei­le lt. Stück­li­ste, Por­to & Ener­gie. Na, wie wär's?

         

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