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bookmark_borderWort zum Sonntag (II)

 

Die Dis­kus­sio­nen um Homöo­pa­thie und men­schen­ver­ur­sach­te, glo­ba­le Erwär­mung sind allent­hal­ben ent­brannt. Erfreu­li­cher­wei­se steigt die Zahl der Men­schen die klar den­ken, und des­we­gen Fak­ten von Mei­nung unter­schei­den kön­nen, so an, dass sie mitt­ler­wei­le in der Über­zahl sind .... ein wei­te­res Indiz ist, dass auch die Zahl der *Gläu­bi­gen* ste­tig abnimmt.

Es besteht noch Hoff­nung für eine Mensch­heit deren Augen­merk sich nun auf den Wahr­heits­ge­halt über­kom­me­ner Vor­stel­lun­gen rich­tet und Hokus­po­kus als sol­chen beim Namen nennt.

Den­noch heißt es wach­sam sein, denn wie ein Hund, der, in die Enge getrie­ben, sich umso hef­ti­ger zur Wehr setzt, kon­so­li­die­ren sowohl die Homöo­pa­thie­ver­fech­ter, die Kli­ma­leug­ner und die Fun­di-Chri­sten nun ihre Kräf­te um der neu­en Auf­klä­rungs­wel­le etwas ent­ge­gen zu setzen.

Im eng­li­schen Sprach­raum gibt es das schö­ne Wort "com­pla­cen­cy", das laut dict.cc, Deutsch-Eng­lisch-Wör­ter­buch
fol­gen­de Bedeu­tun­gen anneh­men kann: 

¹ com­pla­cen­cy [smug­ness]
Selbst­ge­fäl­lig­keit {f}
² complacency
Selbst­zu­frie­den­heit {f}
Wohl­be­ha­gen {n}
³ com­pla­cen­cy [com­for­ta­b­leness]
Bequem­lich­keit {f}


 

 

 





 


Hüten wir uns davor, uns in selbst einer die­ser Eigen­schaf­ten gemüt­lich ein­zu­rich­ten. Der demo­kra­ti­sche Pro­zess rich­tet sich nicht nach "Ver­nunft", son­dern nach "Mehr­hei­ten".
 

Aus­ge­nom­men jene ca. 30% die sich für nichts ernst­haft interessieren.
Nicht zu ver­ges­sen die extre­me Rech­te - der eine eige­ne Erör­te­rung gewid­met wer­den muss.

bookmark_borderDer Herr Professor, schon wieder ...! (II)

" ..Infor­ma­ti­on bedeu­tet jenen sprach­li­chen Aus­druck, durch wel­chen Ver­hal­ten¹ in Form gebracht wer­den soll. In Aus­nah­me­fäl­len ent­wickelt sich Infor­ma­ti­on durch Ver­such und Irr­tum². Als ent­schei­dend für das Bewer­ten des Erfolg(es)³ eines Ver­suchs gilt das gefühls­mä­ßi­ge Emp­fin­den ange­sichts des Ergeb­nis­ses.. "
[von da → Begriffs­ka­len­der]

¹ Infor­ma­ti­on so zu defi­nie­ren heißt den Begriff unnö­ti­ger­wei­se ein­schrän­ken, denn Infor­ma­ti­on kann auch sach­li­cher Natur sein, beschrei­bend um etwas dar­zu­stel­len. Auto­ri­tä­re Per­so­nen mögen im Vor­der­grund auf das Ver­hal­ten ein­wir­ken wol­len - mög­li­cher­wei­se ist der Herr Pro­fes­sor da von eige­nem Welt­bild und Ver­hal­ten geprägt und hat es des­we­gen so per­sön­lich gefärbt formuliert.

 
² Die schlech­te­ste Art 'fürs Leben zu ler­nen' ist der hier geschil­der­te Weg von Ver­such und Irr­tum - viel bes­ser ist es zu pla­nen und abzu­wä­gen, Vor­er­fah­rung zu stu­die­ren und erst prak­tisch zu wer­den wenn eine gewis­se Erfolgs­aus­sicht besteht. Eine abstrak­te Dar­stel­lung - so wie hier - soll­te aller­dings schon mit Bei­spie­len arbei­ten. Es sei denn, man schwa­felt nur und WILL das gar nicht. Pro­fes­so­ra­le Ele­gi­en: Vie­le Wor­te - kaum Inhalt.

 
Die näch­sten drei Punk­te sind eng ver­knüpft - ich ver­su­che den­noch sie getrennt zu behandeln.
³ Sofern ein Ver­such mit einer Hypo­the­se ange­legt wird - das wäre exak­te, gut fun­dier­te Wis­sen­schaft - geht es nicht um Bewer­tung, son­dern um eine neu­tra­le Zusam­men­fas­sung und die Erör­te­rung der Ergebnisse.

 
Gefühl ist bei der Bewer­tung von Ver­su­chen ein schlech­ter, nein, der schlech­te­ste Rat­ge­ber! Wie sol­len Gefüh­le objek­ti­viert und repro­du­zier­bar gemacht wer­den, wo sie doch eine indi­vi­du­el­le Dis­po­si­ti­on im Augen­blick der Aus­sa­gen darstellen?

 
Han­delt es sich um Ergeb­nis­se im Sin­ne von 'beweis­bar', 'durch Fak­ten belegt', nach den Regeln der (jewei­li­gen) Dis­zi­plin aus­ge­führt? Dann erst recht haben 'Gefüh­le' hier nichts zu suchen.

 
Wie lau­tet das Fazit?
"Frue*er"™ konn­te der Herr Pro­fes­sor durch sei­ne Schrif­ten über­zeu­gen. Selbst wenn es um gei­stes­wis­sen­schaft­li­che Grund­über­le­gun­gen ging. Irgend­wie, scheint mir, ist nun *die Luft raus*. Man soll­te den Moment nicht ver­säu­men wenn es Zeit ist auf­zu­hö­ren und lie­ber von frü­he­ren Erfol­gen zeh­ren als sich spä­ter lächer­lich zu machen. 

bookmark_borderDas Kind als *life-style* Accessoire

oder:
Wie sich man­che *Müt­ter* mit Allem ver­sor­gen. Auch mit Kind.

Der Herr bloed­bab­b­ler hat kürz­lich auf ein beson­de­res Ereig­nis hin­ge­wie­sen,
→ den "Welt­män­ner­tag". Nun mag man zu sol­chen *Gedenk­ta­gen* ste­hen wie man will, die­ser Tag könn­te zukünf­tig noch an Bedeu­tung gewin­nen, da bin ich mir sicher!

Was hat das nun mit der Über­schrift zu die­sem Arti­kel zu tun?

Noch vor weni­gen Jah­ren - und in Ein­zel­fäl­len auch heu­te noch - wur­de und wird allent­hal­ben das schwe­re Schick­sal der "allein­er­zie­hen­den Müt­ter" beklagt. Zu Recht, wenn die Ker­le abge­hau­en sind und Mut­ter samt Spröss­ling ohne min­de­stens finan­zi­el­le Ver­sor­gung zurück lie­ßen. Das "Amt" trat ein und bezahl­te mehr schlecht als recht was der Raben­va­ter sich wei­ger­te zu tun: Unterhalt.

Doch seit Jah­ren fin­det eine schlei­chen­de Umschich­tung statt. 

Das man dar­über so wenig liest mag dar­an lie­gen, dass es auf Sei­ten der Frau­en­ma­ga­zi­ne ein Tabu ist dar­auf hin zu wei­sen. Was nicht posi­tiv im Sin­ne des Kli­en­tel - Frau­en! - aus­ge­schlach­tet wer­den kann, oder gar die Eman­zi­pa­ti­ons­pre­dig­ten ein­schlä­gi­ger Blät­ter, ich sage nur "EMMA", zu stö­ren in der Lage wäre, wird totgeschwiegen. 

So auch bei die­sem Pro­blem, das ich ein­mal pla­ka­tiv die 

"Suche-psy­chisch-eini­ger­ma­ßen-erträg­li­chen-und-phy­sisch-wohl­ge­stal­te­ten-viel­leicht-auch-noch-intel­lek­tu­ell-ganz-pas­sa­blen-und-ver­trau­ens­se­li­gen-Mann-zwecks-Kon­zep­ti­on-eines-Kindes-das-ich-dann-aber-für-mich-allein-haben-will"-Emanzipation

nen­ne.


Damit könn­te ich mei­ne Über­le­gun­gen prin­zi­pi­ell schon abschlie­ßen, denn das Wesent­li­che ist gesagt:
Die­se miss­brauch­ten Män­ner sind am A****! Sie haben - weil die deut­schen Gerich­te und Insti­tu­tio­nen immer noch ein über­kom­me­nes Frau­en­bild "treu sor­gen­de Mut­ter all­zeit kämp­fend für das Beste für ihr Kind" haben - kei­ne Chan­ce, wenn ihnen der Kon­takt zu ihrem Kind vor­ent­hal­ten wird. Sie ste­hen macht­los da und müs­sen trotz­dem zah­len.
 

 
Die­se Art *eman­zi­pier­ter allein­er­zie­hen­der Müt­ter nach eige­ner Wahl* pas­sen natür­lich nicht in das viel­be­schwo­re­ne Opfer­bild der über­for­der­ten, ver­las­se­nen und finan­zi­ell ver­arm­ten Mut­ter die sich rüh­rend um ihr Kind sorgt und vor Trä­nen ob des ruch­lo­sen 'Gefähr­ten' Abwe­sen­heit nicht in den Schlaf fin­den kann.
Dabei sind es die Män­ner, die leiden.
Wenn sie mehr als ein­mal Hoff­nung haben und eine neue Part­ne­rin suchen mit der es die­ses mal *bes­ser* lau­fen soll, dann kann es ihnen, soll­te sich das Dra­ma wie­der­ho­len, pas­sie­ren, dass sie am Ende mit zwei oder mehr Zahl­kin­dern dasit­zen, finan­zi­ell für den Rest ihres Lebens erle­digt und das alles ohne dass sie ihre Kin­der auf­wach­sen sehen, geschwei­ge denn an deren Leben Anteil haben.

Dem Ver­neh­men nach gibt es schon Müt­ter mit meh­re­ren Kin­dern von ver­schie­de­nen Part­nern¹, die auf die­se Wei­se nicht mehr arbei­ten, son­dern von Kin­der­geld, zah­len­den Vätern und Stüt­ze ein beque­mes Leben füh­ren, in dem die Väter die­ser armen Kin­der zu rei­nen *Samen­spen­dern* gewor­den sind, wo sie doch eine intak­te Fami­lie und stil­les, gemein­sa­mes Glück als Ziel hatten.


Sin­gle­mut­ter & "Wunsch­kind"- Erör­te­rung eines Para­do­xons (2018)
Was wir aus "Hän­sel & Gre­tel" ler­nen .... (2016)
Eine jun­ge Frau .... (2006)
Von lau­si­gen Müt­tern, die nie selbst an etwas Schuld sind, son­dern immer die Schuld für ihre Unfä­hig­keit ver­nünf­tig auf ihre Kin­der auf­zu­pas­sen bei ande­ren Men­schen suchen und offen­sicht­lich anneh­men, alle Men­schen hät­ten einen 7. Sinn, mit dem sie erah­nen, was die Kin­der gera­de jener Müt­ter nicht abkön­nen - und die anneh­men, sie könn­ten ganz frech behaup­ten, sie selbst sei­en völ­lig feh­ler­frei .... (2005)

*edit/update*
¹ Die Schau­spie­le­rin Muri­el Bau­mei­ster fällt wohl - wenn auch in abge­mil­der­ter Form - in die­se Kategorie

bookmark_borderLernen wo die Grenzen sind

Anläss­lich eines Umzu­ges erfährt man so man­chen Umstand, den der sess­haf­te Nor­mal­bür­ger über­haupt nicht zur Kennt­nis nimmt. Din­ge, die im All­tag nichts zu suchen haben, weil man sie als Dienst über­wie­gend nicht braucht, bzw. so sel­ten braucht, dass man zwar ihre Spu­ren sieht, den Dienst selbst bestimmt auch für wich­tig hält, aber eben nur so am Ran­de. Bis man davon Gebrauch machen muss weil man umzieht.

Wovon ist hier die Rede?
Es geht um das was gemein­hin als "Sperr­müll­ent­sor­gung" bezeich­net wird. Wobei das, selbst in klit­ze­klei­nen Klein­städ­ten, mitt­ler­wei­le zu einem fast unsicht­ba­ren, aber schein­bar doch recht lukra­ti­ven Moloch mutiert ist.

Wohin mit dem Elek­tronik­schrott? Zum Rest­müll­hof, zur Restmüllsammelstelle!
Was aber ist mit Gerä­ten, die zu groß sind um sie von Hand allei­ne zu bewe­gen? Da denkt der durch­schnitt­lich begab­te Bür­ger "die wer­den bestimmt auf Anfra­ge abge­holt, denn es gibt doch älte­re Per­so­nen, die einen Elek­tro­herd oder gar schon eine grö­ße­re Mikro­wel­le nicht allei­ne trans­por­tie­ren kön­nen".
Denkt man so unbe­darft, wie man als Nor­mal­bür­ger halt 'mal ist.

Tja, lie­be Lesen­de, Pech gehabt! Egal wie groß oder klein elek­tri­sche oder elek­tro­ni­sche Gerä­te sind: Selbst ist der Bürger!
Der 'Stan­dard­sperr­müll' nimmt sowas nicht mit, da muss jeder zuse­hen wie er sol­che Tei­le los wird.

Und nun das *high­light* des Tages zur Sperrmüllentsorgung:
Ver­su­chen Sie mal einen Ter­min zu bekommen .... 

Hier, wo ich der­zeit noch woh­ne, hat die Stadt *out­ges­our­ced*, also das, was frü­her von der öffent­li­chen Hand erle­digt wur­de an ein Pri­vat­un­ter­neh­men abge­ge­ben, das sich nun dar­um küm­mert. Küm­mer­lich küm­mert. Warum?
Weil der Ent­sor­gungs­ter­min­ka­len­der nur maxi­mal vier- bis sechs Wochen in die Zukunft reicht.

Das ist Real­sa­ti­re pur.
Maxi­mal vier bis sechs Wochen.
Es gibt Com­pu­ter seit meh­re­ren Jahrzehnten.
Eine der ersten Anwen­dun­gen waren Zah­len­ko­lon­nen, *spreadsheets*, mit deren Hil­fe man Ter­mi­ne ein­rich­ten und ver­fol­gen konn­te. Die sogar in der Lage sind das über Jah­re (!) im vor­aus zu erledigen.


Aber hier, hin­ter den sie­ben Ber­gen, bei den sie­ben Zwer­gen, kann das net­te Schnee­witt­chen des Ent­sor­gungs­be­trie­bes - trotz EDV für vie­le Tau­sen­de Euro - kei­ne Ter­min­wün­sche für Sperr­müll ent­ge­gen neh­men, die wei­ter in die Zukunft rei­chen als vier bis maxi­mal sechs Wochen!

 

Ich gebe zu, das sind die Momen­te, in denen ich mir die gute alte Müll­ent­sor­gung durch die Stadt zurück wün­sche - das war viel­leicht nicht so kosten­gün­stig wie die Aus­beu­tung der Arbeits­kraft der *Müll­wer­ker* heu­te durch ein Pri­vat­un­ter­neh­men, aber man konn­te wenig­stens ein paar Wochen mehr in die Zukunft einen Sperr­müll­ter­min ver­ein­ba­ren .... selbst wenn er per Hand mit einem Blei­stift­stum­mel auf eine A6-Kar­tei­kar­te ein­ge­tra­gen und in einen Kar­tei­ka­sten abge­legt wurde.

bookmark_borderWenn der Algorithmus zuschlägt ....

Wegen bal­digst bevor­ste­hen­dem Umzug bin ich gera­de dabei mei­ne Kugel-Samm­lung auf­zu­lö­sen und zu ver­kau­fen. Das geht wegen der Viel­falt an Kugeln am besten bei ebay-Klein­an­zei­gen. Und lief bis Frei­tag kom­plett pro­blem­los. Anzei­ge vor­be­rei­tet, rein­ge­stellt, und .... na ja, die Reso­nanz auf man­che Arti­kel ist halt grö­ßer als bei anderen.

Nun waren vor­ge­stern zwei eng­li­sche, anti­ke Rasen-Bow­le-Kugeln dran sich bei den Klein­an­zei­gen zu präsentieren:
Die bestehen auf einer mitt­ler­wei­le geschütz­ten Holz­art und - das war wohl der Grund für die nach­fol­gen­den Pro­ble­me - einer plätt­chen­för­mi­gen Ein­la­ge aus Elfenbein. 

Gefer­tigt wur­den die­se Kugeln - es sind aller­dings kei­ne exak­ten Kugeln son­dern Ellip­so­ide, da sie einen wech­seln­den Durch­mes­ser zwi­schen 11 und 11,5 cm haben - vor Beginn des letz­ten Jahr­hun­derts, also vor 1900. Da gab es noch kei­ne Arten­schutz­ab­kom­men die den Han­del mit Elfen­bein ver­bie­ten, da gab es auch noch kein Bewusst­sein für die Erhal­tung von Bäu­men einer sel­te­nen Art mit beson­ders har­tem Holz, das zudem noch die Eigen­schaft hat sich selbst zu schmie­ren weil es ein beson­de­res Harz und Öl enthält. 

So sieht man an die­sem Bei­spiel, wohin es führt, wenn unge­nau oder unscharf gestal­te­te Algo­rith­men unser Leben anfan­gen zu bestim­men - was als Ver­ein­fa­chung gedacht ist macht das Leben unbe­que­mer. Der größ­te Man­gel ist, dass wegen feh­len­den Per­so­nals die Sache sich zu einer end­lo­sen Geschich­te ent­wickeln kann, weil kein MENSCH mehr *zustän­dig* ist!

Ⓐ Die Kugeln ["click!" ver­grö­ßert die Abbildungen]
¹   ²   ³
  ⁵
Der grü­ne Pfeil deu­tet auf einen Defekt bei einer der Kugeln. 

Ⓑ Das Holz
Lig­num Vitae ist das für "bowls" benutz­te Holz
(Guia­cum offi­ci­na­le L. prin­ci­pal­ly; auch: G. sanc­tum L. & G. gua­ta­ma­lense Planch. Fami­lie - Zygophyllaceae.)
Lig­num Vitae ist eines der her­aus­ra­gend­sten Höl­zer über­haupt, da es nicht nur eines der här­te­sten und schwer­sten bekann­ten Höl­zer ist, son­dern auch die fast ein­zig­ar­ti­ge Eigen­schaft besitzt, selbst­schmie­rend zu sein.

Ⓒ Das Mail von ebay

Ⓓ Mein Einspruch

bookmark_borderVom "Glauben" und "Vertrauen" ....

oder: Der Herr Pro­fes­sor, schon wie­der ...!
 

" .. Wis­sen schafft Sicher­heit, Glau­ben aber Vertrauen .. "
[von da → Begriffs­ka­len­der]
 

Da der Herr Pro­fes­sor Dr. phil. habil. auf Kom­men­ta­re nicht ant­wor­tet und sich so mit dem *gemei­nen Plebs*, weit unter sei­nem Niveau den­kend, nicht abge­ben will neh­me ich das oben gezeig­te Zitat zum Anlass es hier zu dis­ku­tie­ren.
 

"Wis­sen schafft Sicher­heit" - den Teil der Aus­sa­ge kann ich voll unter­strei­chen. Fak­ten zu sam­meln und zu ver­knüp­fen, dabei ohne vor­ge­fass­te Ein­stel­lung, wohl aber mit einer Arbeits­hy­po­the­se das Für und Wider einer Fra­ge­stel­lung zu erar­bei­ten, nüch­tern die Daten zu ver­glei­chen und dann zu einer Schluss­fol­ge­rung zu kom­men, das ist das Wesen der Natur­wis­sen­schaf­ten:
 

Ein fak­ten­ba­sier­tes, nach­voll­zieh­ba­res, repro­du­zier­ba­res Gedan­ken­ge­bäu­de, das seit der Auf­klä­rung in viel­fa­cher Wei­se erwei­tert und hin­ter­fragt wur­de - und nun als gesi­cher­tes Wis­sen gel­ten kann.

"Glau­ben aber [schafft] Ver­trau­en" - die­sen Teil wol­len wir uns etwas genau­er ansehen:

➀ Sind nicht "Glau­ben" und "Ver­trau­en" ein und die­sel­be Sache?


Wenn ein Mensch glaubt, dann ver­traut er einer Aus­sa­ge, einem Ver­spre­chen, dass die­se wahr­haf­tig und unab­än­der­lich ist. Ich sehe da kei­nen Unter­schied, son­dern eine Abhän­gig­keit der bei­den Begrif­fe, die einen Wunsch des Indi­vi­du­ums von zwei Sei­ten her beschrei­ben.
 

 
➁ Ist das nicht ein unzu­läs­si­ger Zirkelschluß?


In etwas ver­trau­en heißt doch dar­an zu glau­ben, dass es ein­tre­ten wird. Inso­weit ist glau­ben nicht selb­stän­dig mög­lich, denn es muss sich auf etwas bezie­hen auf des­sen Ein­tre­ten man sich ver­lässt - des­sen ein­tre­ten man als ein­zi­ge Mög­lich­keit erwar­tet, in des­sen Ein­tre­ten man Ver­trau­en setzt.
 

 
➂ und meint man damit nicht zugleich die eige­ne Ein­bil­dungs­kraft, die sich selbst bestätigt?


Der Mensch der glaubt / ver­traut ver­bin­det damit die Gewiss­heit des Ein­tre­tens eines Ver­spre­chens, das nicht phy­sisch vor­han­den ist (oder zwangs­läu­fig phy­sisch vor­han­den sein muss), son­dern in sei­nem Kopf, vor dem 'gei­sti­gen Auge' eine bestimm­te Form ange­nom­men hat - nie­mand außer die­ser Per­son kann ein glei­ches Bild haben.
 

 

 

 

bookmark_border"Tugenden" & "Leitkultur"

 

.... oder:
Kön­nen Schwei­ne flie­gen und gibt es Pegasus? 

Es gibt Tage, da kann ich die­se immer wie­der­keh­ren­den Poli­ti­ker­phra­sen ein­fach nicht mehr ertra­gen. Das gilt bei­lei­be nicht nur für die aus der rech­ten Ecke, son­dern genau so auch für die aus der lin­ken Ecke, die gera­de wie­der anläss­lich der Thü­rin­gen-Wahl in all ihren Aus­prä­gun­gen (*bull­shit-Bin­go*)¹ zu hören waren.

Gibt es denn nie­man­den mehr, der ein­mal auf den Tisch haut und den Damen und Her­ren Poli­ti­kern sagt: "Wenn ihr nichts Wich­ti­ges zu sagen habt hal­tet doch ein­fach mal den Mund - nicht jedes Mikro­fon vor der Nase ist ein Zwang sich zu äußern!"

Wenn ich dann aus­ge­rech­net aus der süd­öst­li­chen Ecke des Lan­des die CSU­ler tönen höre: "Das Chri­sten­tum gehört zu unse­rer Leit­kul­tur!" dann fra­ge ich mich, wie vie­le von denen wirk­lich in der Lage wären zur Bibel mit Zita­ten zu dis­ku­tie­ren - es wäre ver­mut­lich nach weni­gen Sät­zen vor­bei mit der Leitkultur ....
Denn ich selbst, zwi­schen 12 und 18 noch 'aktiv' als Christ, bevor mir ein Licht auf­ging wel­cher Mär ich da auf den Leim gegan­gen war, und wie ver­rot­tet die Insti­tu­ti­on an 'Haupt & Glie­dern' tat­säch­lich (war und) ist, kann heu­te nur noch weni­ge Stel­len aus­wen­dig zitie­ren. Da bezweif­le ich sehr, dass es ein x-belie­bi­ger Poli­ti­ker bes­ser könnte.

'Wie sieht es aber mit Lite­ra­tur und Kunst, mit der klas­si­schen Musik aus?' höre ich nun man­che fra­gen, 'das ist doch eben­so Teil unse­rer Leit­kul­tur?' Selbst da gilt: Wel­cher Absol­vent einer "höhe­ren Lehr­an­stalt" hat denn noch all die Gedich­te, all die in Reclam-Heft­chen her­aus­ge­ge­be­nen Klas­si­ker der deut­schen Lite­ra­tur so im Gedächt­nis, dass sie/er mehr als ein, zwei Sät­ze zitie­ren könnte?

Die soge­nann­te "Leit­kul­tur" ist ein Popanz, auf­ge­baut um Men­schen zu spal­ten, in 'Wich­ti­ge und Rich­ti­ge' sowie in 'Unwich­ti­ge und Fal­sche' einzuteilen.

Soll­ten wir nicht bes­ser nach Tugen­den und per­sön­li­chen Eigen­schaf­ten von Men­schen urtei­len - egal wie sie aus­se­hen und woher sie kom­men? Solan­ge die­se Tugen­den gelebt wer­den müs­sen ohne Unter­schei­dung alle "dazu gehö­ren". Alle, die die­se gesell­schaft­lich not­wen­di­gen Grund­zü­ge des Ver­hal­tens ein­hal­ten und danach stre­ben sie gegen­über Anfein­dun­gen zu ver­tei­di­gen. Es reicht heu­te nicht mehr, sich das Leben pas­siv anzu­se­hen und nach dem Mot­to "Was geht mich das an?" sich aus Allem her­aus zu hal­ten von dem man nicht unmit­tel­bar betrof­fen ist, Auch "Enga­ge­ment gegen­über Stö­rern der Leit­kul­tur" gehört zu jeman­dem, der behaup­tet zur "Leit­kul­tur" zu gehören!


Was ist nach mei­ner Auf­fas­sung der Leit­kul­tur zuzurechnen?
Es sind die Tugen­den:
Ord­nung, Sau­ber­keit, Wahr­haf­tig­keit (Ver­läss­lich­keit),
gepaart mit Mild­tä­tig­keit, Hilfs­be­reit­schaft und Nächstenliebe.

 

¹ sie­he auch: Trollshit-Bin­go

bookmark_borderVon "Schmerzgrenzen"

Anläss­lich des bevor­ste­hen­den Umzugs kommt der eine oder ande­re Gegen­stand zum Vor­schein, den man lan­ge nicht gese­hen hat­te und irgend­wie hat er über­haupt nicht gefehlt.

Sieht man ihn aller­dings jetzt wie­der, ist der erste Gedan­ke 'könn­te noch­mal wie­der nütz­lich sein, bes­ser auf­he­ben als neu kau­fen' .... eine gefähr­li­che Fal­le, denn was wie­der in irgend­ei­ner Kiste lan­det, also nicht weg­ge­wor­fen wird, liegt da auf Dau­er. Bis zum näch­sten Umzug. Oder bis der der­zei­ti­ge Besit­zer stirbt und sei­ne Erben den Nach­lass durch­ar­bei­ten und schließ­lich - man­gels gefühls­mä­ßi­ger Bin­dung an sol­che Gegen­stän­de - kur­zen Pro­zess machen und ihn entsorgen.

Etwas weg­zu­wer­fen ist ein schmerz­li­cher Vor­gang. Mitt­ler­wei­le sehe ich das so: Weg ist damit Ver­ant­wor­tung dafür, die­se Gegen­stän­de auf­zu­be­wah­ren, dafür den Platz mit zu bezah­len .... und am Ende doch etwas Neu­es kau­fen zu müs­sen, weil die Tech­nik fort­ge­schrit­ten ist, und der Betrieb eines alten Gegen­stan­des ein mehr­fa­ches an Ener­gie kosten würde.

Aller­dings machen es dem *weg­werf­wil­li­gen* Bür­ger die Kom­mu­nen nicht immer leicht - der Recy­cling­hof am einen Ende der Stadt, wenn aller­dings Pro­blem­ab­fall, bei­spiels­wei­se Far­ben, dann bit­te am ande­ren Ende der Stadt abge­ben. Glas (auch einen Kar­ton alte Glä­ser!) nicht als gepack­ten Kar­ton, son­dern ein­zeln in den Glas­con­tai­ner wer­fen. Aus Bleik­ri­stall­glä­sern, das Stück (!) für heu­te umge­rech­net zwi­schen 12,- und 20,- €, trinkt schein­bar nie­mand mehr, wohl auch des­we­gen, weil kaum noch ein jün­ge­rer Mensch den Unter­schied zwi­schen einem Was­ser-, Süd­wein-, Rot­wein-, und Weiss­wein­glas kennt .... getrun­ken wird aus Ein­mach­glä­sern, lee­ren Mar­me­la­den- und Senfgläsern.

Dazu noch das "nicht-mehr-en-vogue"-Pro­blem:
Beim letz­ten Umzug habe ich ein kom­plet­tes Ser­vice (12 Per­so­nen Ess- und Kaf­fee­ser­vice in zar­tem Beige mit ech­tem Gold­rand, alle Schüs­seln, Plat­ten, Ter­ri­ne etc.) in den Por­zel­lan­con­tai­ner gewor­fen - weil es selbst mit dem Label "Zu Ver­schen­ken" bei ebay-Klein­an­zei­gen kei­nen Abneh­mer gefun­den hat. Gold­rand ist nicht Spül­ma­schi­nen­fest - und damit obsolet. 

Ken­nen Sie noch *Platz­tel­ler*? Schwe­re, echt sil­ber­ne Tel­ler, mit einem Durch­mes­ser, auf den der größ­te Ess­tel­ler passt? Unse­re mit einem dezen­ten (echt ver­gol­de­ten) Rand, die man unter den unter­sten Tel­ler stell­te, um den Platz sicht­bar zu machen, und auf den - der Spei­se­fol­ge ent­spre­chend - die ver­schie­de­nen Tel­ler für den jewei­li­gen Menue­gang gestellt wur­den. Braucht heu­te nie­mand mehr - und was nun? 

Das ist nur ein Bei­spiel für so vie­le ande­re, die nun beim Umzug wie­der anfallen.
Aber wahr­schein­lich lang­wei­le ich Sie hier nur mit mei­nen Luxus-Wegwerf-Problemen.

Stel­len Sie sich vor was mor­gen pas­siert gestern pas­siert ist:
Da hol(t)e ich gra­tis und ohne Ein­schrän­kun­gen eine z. T. decken­ho­he Mar­ken-Wohn­zim­mer­wand mit einer Brei­te von ca. 3,50 m in Kirsch­baum­holz-Echt­fur­nier aus einem Haus­halt ab, des­sen Besitzer:in 'woan­ders hin zieht wo schon ein kom­plet­ter Haus­halt vor­han­den ist'.

Einen Luxus-Weg­werf-Pro­blem - wohin man auch sieht!
Ich jeden­falls bin froh dar­über nun ein so schö­nes Mobi­li­ar bekom­men zu haben - da hat sich der Auf­wand gelohnt.

 


Wo wir gera­de dabei sind über 'stil­vol­le Aus­stat­tung' zu reden:
Möch­ten Sie ein stil­vol­les Ess- und Kaf­fee­ser­vice aus dem besten Por­zel­lan mit allen Schüs­seln, Plat­ten, etc., in ele­gant-dün­nem "Bone­Chi­na", preis­gün­stig erwer­ben? Dann schau­en Sie 'mal unter die­ser Adres­se nach → ebay-Klein­an­zei­gen
Wei­te­res dort → Rosen­thal "Clas­sic Rose" Bone China

bookmark_borderWedeln mit der Goldkarte ....

Heu­te an der Tank­stel­len­kas­se - es ist gegen­über beim Schul­zen­trum gera­de gro­ße Pau­se - eine Schlan­ge von ca. 12-13 Schü­lern vor mir und etwa genau­so vie­le hin­ter mir, die alle­samt irgend­wel­che beleg­ten Bröt­chen, Geträn­ke, Süß­wa­ren kau­fen. Es geht nur lang­sam voran.

Plötz­lich schiebt sich ein Mann so um die 50 mit hoch erho­be­ner gol­de­ner Kre­dit­kar­te neben den Schü­ler an der Kas­se, wedelt mit sei­ner Kar­te und sagt
"Ich habe getankt!"

Die Kas­sie­re­rin sagt platt
"Gut, das freut uns." 

Und bedient die Schü­le­rin, die jetzt als Näch­ste in der Rei­he steht.
Der Kar­ten­wed­ler steht immer noch an der Seite.

Ich sage zu ihm
"Wie wäre es denn, wenn Sie als Älte­rer der Jugend mit gutem Bei­spiel vor­an­ge­hen? Über das Ver­hal­ten der jun­gen Leu­te wird immer gemeckert und es wird ihnen vor­ge­wor­fen wird sie hiel­ten sich nicht an Regeln. Hier haben sie eine gute Mög­lich­keit sich als Vor­bild zu bewei­sen. Zu bewei­sen, dass Älte­re sich an Regeln hal­ten und nicht nur meckern. Hin­ten anstel­len, bitte!"

Als ich mich umse­he steht er am Ende der mitt­ler­wei­le noch gewach­se­nen Schlan­ge und eine Schü­le­rin hin­ter mir sagt:
"Dem haben Sie es aber gege­ben. War rich­tig so!" 

bookmark_borderEin 'Wunder' ist geschehen ...!

Was ist tat­säch­lich gesche­hen? Denn Sie wis­sen ja: Ich glau­be nicht an Wunder!

Vor ein paar Tagen hat­te ich mei­nen Tin­ten­rol­ler­stift zur Repa­ra­tur ver­sandt - ein Geschenk einer dank­ba­ren Klas­se, mit ein­gra­vier­tem Namen. Fast ein gan­zes Jahr lern­ten die Teil­neh­men­den in einem Spi­ral­cur­ri­cu­lum was zu den The­men Anatomie/Physiologie/Pathophysiologie des Men­schen und Arz­nei­mit­tel­leh­re für sie berufs­re­le­vant war. 

Sol­che Geschen­ke ach­tet man, denn es ist mehr als nur ein Schreib­ge­rät, es ist eine ste­te Erin­ne­rung an *feed-back* von den Unter­rich­te­ten. Ein Geschenk habe ich in all den Jah­ren, die ich Erwach­se­ne unter­rich­tet habe, eher sel­ten bekom­men hat­te. Was in den Acht­zi­gern noch gang und gäbe war ist immer mehr aus der Mode gekom­men. Vie­le den­ken, '.. der wird doch dafür bezahlt ..' und so unter­bleibt jede noch so klei­ne Geste der Aner­ken­nung oftmals.

Nun bin ich schon wie­der abge­schweift, denn ich woll­te Ihnen ja von einer ganz ande­ren, einer erfreu­li­chen Sache berichten:
Die­sen Tin­ten­rol­ler­stift hat­te ich also seit vie­len Jah­ren, und es gibt immer noch Minen dafür zu kau­fen: Blau, schwarz, grün, rot - ein Wun­der, denn oft wird die Pro­duk­ti­on von der­glei­chen preis­wer­ten Ersatz­tei­len ein­ge­stellt und der Nut­zer des Gerä­tes bleibt ohne Nach­schub - das Gerät wird wertlos.

Nicht so bei einem LAMY!

 

["click!" ver­grö­ßert]

Nun hat­te ich den Stift an C. Josef LAMY GmbH in Hei­del­berg geschickt und was ich schrieb sehen Sie im Bild (gel­ber Zettel).

Für ein paar Tage hör­te ich nichts davon und dach­te schon: Auf dem Post­we­ge ver­lo­ren gegangen.
Bis dann am 24.10. der DHL-Bote ein klei­nes Päck­chen brach­te und zu mei­ner gro­ßen Freu­de ent­hielt es den Stift.

Repa­riert.

Kur­ze Anmer­kung auf dem Lieferschein:
"Wir haben Ihre/n Reparatur/Umtausch kosten­los für Sie aus­ge­führt".

Eine neue Mine war eben­falls noch in das Gerät ein­ge­legt worden.


[Die­se loben­de Dar­stel­lung ist aus ehr­li­cher Über­zeu­gung hier nie­der­ge­legt - ohne jede Beein­flus­sung oder gar Bezah­lung; aus rei­ner Dank­bar­keit für die immer sel­te­ner wer­den­de Geste der Pro­dukt­ver­ant­wor­tung über den Kauf hinaus.]

bookmark_borderEine 2000 Jahre alte Mythologie, die von einer primitiven Hirtenkultur entwickelt worden ist ...

Ein wirk­lich sehens­wer­tes Video - knapp gehal­ten, aber gera­de­wegs auf den Punkt, den Nerv der Nutz­nie­ßer zen­tral getrof­fen .... hach, wie ich dem Mann für sei­ne Rede dan­ke! Sie müss­te noch brei­ter ver­füg­bar gemacht werden.