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bookmark_borderEinheit

Ein­heit - und blü­hen­de Land­schaf­ten - das wur­de uns schon vor vie­len Jah­ren ver­spro­chen.

Ich habe nicht den Ein­druck, daß wir ein 'ein­heit­li­ches' Volk sind. Vor zehn Jah­ren hat­te ich mehr Hoff­nung als heu­te. Mitt­ler­wei­le war ich mehr­fach im soge­nann­ten "Osten". Sowie man als 'West­ler' erkannt wird ändert sich die Ein­stel­lung - lei­der bei den mei­sten Men­schen nicht zum Positiven. 

Das ist der Aber­witz: Wo kaum noch Geschäfts­tä­tig­keit statt­fin­det sind die Stra­ßen brand­neu, die Indu­strie­ge­bie­te geräu­mig und die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­struk­tu­ren sind auf dem neue­sten Stand - genau das Gegen­teil im Westen. Der Auf­bau Ost ist weit vor­an­ge­schrit­ten - dafür ist die Infra­struk­tur West am Ende weil die Kom­mu­nen kein Geld mehr haben. 

Das hat­te ich vor mehr als fünf­zehn Jah­ren schon mal vor­aus­ge­sagt und wur­de an dem Abend gleich von meh­re­ren mei­ner Freun­de ange­gan­gen. Ich sei zu nega­tiv, zu kri­tisch und überhaupt ....

Es ist in die­sem Fall bedau­er­lich Recht behal­ten zu haben.

bookmark_borderImmer noch gut für ein paar Dollar mehr ....

In der U.S.-Filmindustrie man­gelt es nach den vie­len Jahren
von 'block­bu­ster' zu 'block­bu­ster' zwi­schen­drin immer mal wie­der an The­men. Vor allem sol­chen, bei denen die Ame­ri­ka­ner gut aus­se­hen und ihren eige­nen Anspruch die beste, wirt­schaft­lich stärk­ste und demo­kra­tisch­ste Nati­on der Welt zu sein, vor­füh­ren können.

Beson­ders beliebt sind dabei Rück­grif­fe auf die Nazi­zeit in Deutsch­land. Man soll­te doch den­ken, daß irgend­wann das The­ma 'aus­ge­mol­ken' ist. Ist es grund­sätz­lich ja auch.

Mit "Ing­lou­rious Baster­ds" reiht sich nun ein wei­te­res die­ser Mach­wer­ke in die Ket­te von unglaub­wür­di­gen und lächer­li­chen Geschichts­klit­te­run­gen ein. 

Bedau­er­lich war bei die­sem Strei­fen die Mit­wir­kung von vie­len renom­mier­ten deut­schen & öster­rei­chi­schen Schau­spie­lern. Da gilt wohl das alte römi­sche Sprich­wort "pecu­niam non olet".

Natür­lich "sie­gen" am Ende die Guten - oder die, die in die­sem mora­lisch wie mensch­lich frag­wür­di­gen Strei­fen als die Guten auf­ge­baut wur­den. Damit ist der 2001 wund­ge­schla­ge­nen ame­ri­ka­ni­schen Nati­on wie­der ein­mal die Wan­ge getät­schelt wor­den. So ein­fach geht das wenn man geschicht­li­che Wahr­heit und Kom­ple­xi­tät der poli­ti­schen Situa­ti­on ver­leug­net um mehr Span­nung und Action in dem Film unterzubringen:
Wenn es mit vie­len Explo­sio­nen rich­tig knallt, die Maschi­nen­pi­sto­len Lei­ber zer­fet­zen und Mes­ser das Blut sprit­zen las­sen ist dem simp­len ame­ri­ka­ni­schen Durch­schnitts­ge­schmack Genü­ge getan und die Kas­sen klingeln ....

Ich bedaue­re aller­dings, daß sol­cher Schund vom Geld deut­scher Gebüh­ren­zah­ler zur Vor­füh­rung ange­kauft wur­de. Da ist es mir völ­lig egal wenn Taran­ti­nos Film (bis er 2012 über­holt wur­de) laut WIKIPEDIA sein 'finan­zi­ell größ­ter Erfolg' war. 

Ein­nah­men und Qua­li­tät lau­fen nicht zwangs­wei­se synchron.

bookmark_borderLebensplanung


Manch­mal, wenn ich die Lebens­ent­wür­fe in den U.S.A. in Pla­nung und Aus­füh­rung stu­die­re, mer­ke ich wel­che Unter­schie­de zu den hie­si­gen Grund­la­gen bestehen:

Wäh­rend dort ein festes Raster von Vier-Jah­res-Schrit­ten besteht ist wegen der unter­schied­li­chen Start­be­din­gun­gen bei uns in Deutsch­land kaum ein Lebens­lauf wie der ande­re - und ich kann nicht erken­nen, daß das bes­ser wäre. Die Indi­vi­dua­li­tät hat ihre Tücken, das Feh­len einer gesell­schaft­li­chen Norm macht die Ori­en­tie­rung* (beson­ders) für Her­an­wach­sen­de schwie­rig - zumal es kei­ne Gewähr dafür gibt, daß Anstren­gung und inten­si­ves Ler­nen auch tat­säch­lich zu Lebens­er­folg führen. 

In den U.S.A. geht man bis zum sech­sten Lebens­jahr in den Kin­der­gar­ten, dann vier Jah­re Grund­schu­le (mit regio­nal beding­ten Unter­schie­den, auf die ich hier nicht wei­ter ein­ge­hen will), dann vier Jah­re Juni­or High School, vier Jah­re Seni­or High School und alle Schü­ler machen mit 18 Jah­ren gemein­sam einen High School Abschluß.

Von da an tren­nen sich die Wege, denn je nach gewähl­ten Fächern und erreich­ten Noten - und natür­lich auch den finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten - schlie­ßen sich danach Stu­di­um oder Arbeits­le­ben an.
Sofern es sich um ein Stu­di­um han­delt wird der Vier-Jah­res-Zyklus fortgesetzt:
Vier Jah­re bis zum Bache­lors, vier Jah­re bis zum Masters und wenn die Fähig­keit vor­han­den ist noch wei­te­re vier Jah­re bis zum Doktorat.

Das bedeu­tet, die mei­sten Absol­ven­ten sind mit 22 durch den ersten Abschluß in der Lage einen Job anzu­neh­men. Wer wei­ter­stu­diert hat gute Aus­sich­ten auf ein über­durch­schnitt­li­ches Ein­kom­men, denn der Masters Abschluß öff­net Berei­che zu denen die Bache­lorsab­sol­ven­ten kei­nen Zugang haben. Mit 26 ist dem­nach die über­wie­gen­de Zahl von Schul­ab­gän­gern pro­duk­tiv im Arbeits­le­ben und kann gleich­zei­tig eine Lebens­pla­nung auf finan­zi­ell gesun­der Basis machen.
 


Es zeigt sich in die­ser Art des Vor­ge­hens auch die so ver­schie­de­ne Mentalität:
Wäh­rend bei uns 105% (!) Wis­sen im Stu­di­um ange­häuft wer­den soll reicht es den Ame­ri­ka­nern eine Basis von Fach­wis­sen zu schaf­fen. Ich schät­ze das auf ca. 66% - die dann in den ersten Jah­ren des Berufs­le­bens, je nach Bedarf, leicht auf das nöti­ge Niveau ange­ho­ben wer­den kön­nen, weil die Ein­stei­ger noch jung genug sind um dazu­zu­ler­nen - "on the job", bes­ser als rein theoretisch ....


 
Über die Abhän­gig­keit der Aus­bil­dung vom Vor­han­den­sein finan­zi­el­ler Mit­tel will ich hier nicht aus­führ­li­cher wer­den. Nur soviel: Stu­di­en­ge­büh­ren sind zwar über­all zu zah­len, dafür ist aber die Steu­er­last der Eltern­ge­nera­ti­on (die sie zah­len muß) sehr viel gerin­ger als bei uns - wes­we­gen die Bela­stung für das Stu­di­um der Kin­der zah­len zu müs­sen nicht das Gewicht und die Aus­schluß­funk­ti­on hat wie hier­zu­lan­de immer ange­nom­men wird.

Mag es sein wie es will - die Indi­vi­dua­li­tät mit all ihren Beschrän­kun­gen bei uns führt nicht zu einem Zusam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl einer jeden Gene­ra­ti­on - im Gegen­teil, das Gegen­ein­an­der wird geför­dert und zemen­tiert, mit dem Ergeb­nis stän­di­gen Kamp­fes um die besten Arbeits­plät­ze und allem, was dann dar­an hängt.

Die man­gel­haf­te All­ge­mein­bil­dung in U.S.A. ist natür­lich zu bekla­gen, aber es ist wenig­stens sicher­ge­stellt, daß alle Schul­ab­gän­ger ein Min­dest­wis­sen vor­zu­wei­sen haben, das sie 'lebens­fä­hig' macht. Ganz abzu­se­hen von dem "Wir"-Gefühl bei gemein­schaft­li­chem Abschluß, das auch im spä­te­ren Leben zunächst ein­mal den Men­schen im Vor­der­grund sieht - und nicht die Funk­ti­on oder den Beruf. Natür­lich ist mir bekannt, daß das theo­re­tisch zwar so kor­rekt ist aber prak­tisch nicht immer so läuft. Doch vom Grund­satz her stimmt es min­de­stens für die Mas­se der U.S.-Gesellschaft.

Je län­ger ich dar­über nach­den­ke und je älter ich werde:
Ver­bun­den mit dem Gedan­ken der Selbst­hil­fe statt Staats­hil­fe und Len­kung durch 'die Obrig­keit' in allen Lebens­la­gen scheint mir das dor­ti­ge Modell bes­ser geeig­net ein zufrie­de­nes und aus­ge­füll­tes Leben zu gewähr­lei­sten. Es ist wohl auch der Grund für das Stre­ben Vie­ler nach den U.S.A. aus­zu­wan­dern. Weil Men­schen meist klü­ger sind als ihre "Obrig­keit" wahr haben will spü­ren sie näm­lich Beha­gen oder Unbe­ha­gen auch wegen der bestehen­den Lebensverhältnisse.

∙ ▪  ▪ ∙
 

* Ins­be­son­de­re wird die Inter­gra­ti­on von Zuge­wan­der­ten aus ande­ren Kul­tur­krei­sen durch unser System erschwert, wäh­rend das U.S.-System die Ein­glie­de­rung erleichtert.


 


∙ ▪  ▪ ∙
 

*edit*
Seit ich die­sen Bei­trag in einem der 'antville'-Blogs geschrie­ben hat­te [Mitt­woch, 8. Mai 2013 09:59h] hat sich das Bild der U.S.A. in der Welt durch die Spio­na­ge­ak­ti­vi­tä­ten ihrer "Dien­ste" wesent­lich ver­än­dert. Ich selbst fah­re nie wie­der dort­hin - und die Zahl derer, die für immer dort­hin will wird sich bestimmt auch redu­zie­ren. Was bleibt ist aber ein offe­ne­res Gesell­schafts­mo­dell von dem wir etwas ler­nen könn­ten - denn das ist von den Machen­schaf­ten der Admi­ni­stra­ti­on dort zu unterscheiden.
Adm­ni­ni­stra­tio­nen kom­men und gehen, die Grund­struk­tu­ren bleiben.
Schon des­we­gen ist das Land für vie­le Men­schen in der Welt, in deren Län­dern die Gesell­schaft arm & unter­ent­wickelt ist, wei­ter ein erstre­bens­wer­tes Ziel.

 

bookmark_borderRente mit 75 ...?

Hal­ten wir doch erst ein­mal die Fak­ten fest:

Wir finan­zie­ren seit Jahr­zehn­ten ein Gesund­heits-System das uns eine län­ge­re Lebens­er­war­tung beschert und durch die­se Per­spek­ti­ve ver­schie­ben wir gleich­zei­tig das Ren­ten­al­ter ste­tig – und zwangs­läu­fig – immer wei­ter nach hinten. 

Per Sal­do gewin­nen wir (“die All­ge­mein­heit”) dadurch nichts als mehr Streß in den vie­len Arbeits­jah­ren, denn das Arbeits­tem­po hat sich durch Ratio­na­li­sie­rung - und gestie­ge­ne Kosten auch bei den Arbeit­ge­bern, die das durch "Ver­dich­tung" der Arbeits­pro­zes­se auf­zu­fan­gen ver­su­chen - pro­por­tio­nal erhöht. 

Gleich­zei­tig erfolgt durch die Glo­ba­li­sie­rung eine Ver­schie­bung der manu­el­len Arbeits­lei­stung in geo­gra­phi­sche Regio­nen in denen - schon wegen der dort herr­schen­den kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen - eine Ver­dich­tung der Arbeit nur in gerin­ge­rem Maße als in gemä­ßig­ten Kli­ma­zo­nen mög­lich ist. Hier­zu­lan­de fal­len Arbeits­plät­ze weg oder sie wer­den wegen der herr­schen­den Unsi­cher­hei­ten als Teil­zeit- oder Zeit­ar­beits­be­schäf­ti­gung wie­der eingerichtet. 

Wo frü­her eine Lebens­pla­nung mög­lich war fällt sie heu­te zwangs­läu­fig aus. Den­noch wird natür­lich erwar­tet, daß Men­schen so wie in frü­he­ren Jah­ren Kin­der bekom­men und das Staats­we­sen durch Abga­ben lebens­fä­hig hal­ten. Sich dabei auch noch sozi­al enga­gie­ren und ohne Mur­ren jeden staat­li­chen Ein­griff in ihre Pri­vat­sphä­re hinnehmen. 

Das ist weni­ger als ein Null-Sum­men-Spiel:
Mehr Arbeit, mehr unsi­che­re Arbeits­plät­ze, ste­tig stei­gen­de Anfor­de­run­gen an Infra­struk­tur und Bil­dung, stei­gen­de Kosten für die Alters­si­che­rung und eine über­pro­por­tio­na­le, wenn nicht gar expo­nen­ti­el­le Stei­ge­rung der Kosten für das Gesundheitswesen.


Der viel­ge­prie­se­ne "Fort­schritt"
ent­puppt sich bei nähe­rem Hinsehen
als eine men­schen­ver­ach­ten­de Tretmühle.
Irgend­wann wird die Sche­re soweit auf­ge­bo­gen sein daß sie bricht.
Kei­ne beson­ders attrak­ti­ve Zukunfts­per­spek­ti­ve.
 

  


Ren­te mit 75 ...? wur­de zuerst am Frei­tag, 13. Aug 2010 ver­öf­fent­licht; sie­he dazu auch:
"Lebens­er­war­tung", sta­ti­stisch und - als völ­lig gegen­sätz­li­che Zukunfts­vi­si­on - "Hun­dert Jah­re Glück";
Der frü­her hier vor­han­de­ne Link zum "Quer­Blog" war tot und wur­de ent­fernt
.

bookmark_borderSenioren-Einheitsbrei ...?

.
oder:
"Die Alzis ral­len nicht
dass sie das schon x-Mal gele­sen haben."

 

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Die Stich­wort­su­che tauch­te nun schon mehr­fach in mei­nem 'coun­ter' auf - da wur­de ich neu­gie­rig und habe nach­ge­se­hen. Was ich fand war ein wei­te­res Bei­spiel dafür, wie wenig in man­chen 'Blät­tern' selbst pro­du­ziert son­dern von Agen­tu­ren abge­schrie­ben wird. "Pres­se­mit­tei­lung" heißt es dann, das Pro­dukt von dem abge­schrie­ben wer­den darf, nein, SOLL, denn Irgend­wer steckt doch dahin­ter und zahlt. Will also eine mög­lichst gro­ße Ver­brei­tung erreichen ....
 
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Alles "Qua­li­täts­pres­se", ver­steht sich!

bookmark_borderFrom Russia Putin - with love ....

Aus einem Essay Putins in der NY Times, wie­der­um zitiert bei 'tele­po­lis' und mit einem Kom­men­tar ver­se­hen:

 
»» No mat­ter how tar­ge­ted the strikes or how sophi­sti­ca­ted the wea­pons, civi­li­an casu­al­ties are ine­vi­ta­ble, inclu­ding the elder­ly and child­ren, whom the strikes are meant to pro­tect. ««
Mit die­sem Satz erschei­nen nicht nur ein mög­li­cher Syri­en-Ein­satz, son­dern auch die Droh­nen­ein­sät­ze in Paki­stan, die israe­li­schen Bom­bar­die­run­gen von Gaza und Bei­rut, die Krie­ge in Irak und Afgha­ni­stan auf ein­mal als das, was sie eigent­lich sind: Poli­tisch unwirk­sa­me und recht­lich ille­gi­ti­me For­men mili­tä­ri­scher Gewalt

Dies ist schon das zwei­te Zitat aus Putins Feder das ich in die­sem Jahr her­vor­he­be - ich muß ganz ehr­lich sagen, daß ich das vor ein paar Mona­ten noch als abwe­gi­ge Idee bestrit­ten hät­te. Wenn nun auch noch die Ame­ri­ka­ner zur Ver­nunft kom­men wür­den könn­te es etwas wer­den mit dem Frieden.

Aller­dings ist das wenig wahr­schein­lich wenn man die Reak­tio­nen auf die Ver­öf­fent­li­chung liest. Zwar wer­den in den Kom­men­ta­ren vie­le aner­ken­nen­de Mei­nun­gen offen­bar, ins­ge­samt aber ist wie­der ein­mal die "ame­ri­ka­ni­sche See­le" ver­letzt. Mei­nungs­frei­heit, sonst so hoch geprie­sen und als eine über­ra­gen­de ame­ri­ka­ni­sche Errun­gen­schaft gefei­ert, scheint nur für Jene zu gel­ten, die eine Mei­nung haben die den Mas­sen in den U.S.A. gefällt.
Inter­es­sant auch das Datum der Ver­öf­fent­li­chung: 911/13 - in der U.S.-Darstellungsweise - genau zwölf Jah­re nach dem (ver­meint­li­chen) Anschlag auf WTC und Pentagon.

Zwei Argu­men­te Putins sind unter beson­de­rem 'Beschuss':

Da ist zuerst sein Argu­ment gegen die The­se es gäbe einen ame­ri­ka­ni­schen "excep­tio­na­lism" [Ein­zig­ar­tig­keit] - inter­pre­tiert als Frei­brief sich über­all auf der Welt in alle Ange­le­gen­hei­ten ande­rer Län­der zu mischen wenn sie den U.S.A. nicht gefallen.

Zum zwei­ten sei­ne The­se zu der angeb­lich reli­gi­ös zu begrün­den­den, beson­de­ren Legi­ti­ma­ti­on der U.S.A. als Wah­re­rin einer christ­li­chen Welt­ord­nung zu agie­ren ['Gods own coun­try']. Das hat beson­ders 'geses­sen', obwohl doch - min­de­stens nomi­nell - die U.S.A. eine Tren­nung von Kir­che und Staat haben, die der in unse­rer Ver­fas­sung ähn­lich ist.

Eine gute Freun­din aus den U.S.A. schreibt mir dazu:
I have begun to ? capi­ta­lism, and our so-cal­led "demo­cra­cy"...
Our peo­p­le have for­got­ten 2 important facts:
We were estab­lished as a Repu­blic, and were not foun­ded on christian,
or any other reli­gious beliefs.
Inte­re­st­ing times. 

Dem ist nichts hinzuzufügen.

∙ ▪  ▪ ∙
 

"From Rus­sia with love" [deutsch: "Lie­bes­grü­ße aus Mos­kau"] ist der Titel eines James-Bond-Films gedreht nach einer Vor­la­ge von Ian Fle­ming
tele­po­lis | http://www.heise.de/tp/artikel/39/39910/1.html
NY Times | http://www.nytimes.com/2013/09/12/opinion/putin-plea-for-caution-from-russia-on-syria.html

bookmark_borderVergebene Hoffnung

Am 27. Mai 2009 hat­te ich unter der Überschrift 
"Was unter­schei­det uns (Euro­pä­er) von den Ame­ri­ka­nern?" einen Bei­trag ver­faßt, der sich mit der Ver­schie­den­heit des U.S.- und euro­päi­schen Wis­sen­schafts­be­triebs befaßte.

Seit­her sind ein paar Jah­re ins Land gegan­gen und es hat den Anschein, daß es nicht nur die auf­stre­ben­den wis­sen­schaft­li­chen Köp­fe sind, die Ame­ri­ka in vie­len Berei­chen einen Vor­sprung verschaffen:

Mitt­ler­wei­le wur­de bekannt, in wel­chem Aus­maß die Spio­na­ge der Ver­ei­nig­ten Staa­ten mit Hil­fe ihrer Dien­ste welt­weit auf Daten aus öffent­li­chen, wirt­schaft­li­chen und pri­va­ten Quel­len zuzu­grei­fen in der Lage ist - und wie inten­siv die­se Mög­lich­keit in nie geahn­tem Maße auch tat­säch­lich genutzt wird.

"Wis­sen ist Macht!" - und Macht bedeu­tet oft skru­pel­lo­ses und unge­setz­li­ches Vor­ge­hen. Eine Nati­on, in der sich füh­ren­de Krei­se nicht scheu­en eige­ne Bür­ger in gro­ßen Zah­len einem ver­meint­lich grö­ße­ren Ziel zu opfern (9 / 11; Video), wird sich frem­den Natio­nen gegen­über noch viel weni­ger Zwän­ge auf­er­le­gen. Wer in der Lage ist im eige­nen Land eine sol­che Mas­sen­ver­nich­tung zu insze­nie­ren und für sei­ne Zwecke zu nut­zen wird auch über die Mit­tel ver­fü­gen über­all auf der Welt ähn­li­che oder ver­gleich­ba­re Aktio­nen aus­zu­füh­ren und vor einer brei­ten Öffent­lich­keit zu ver­heim­li­chen. Das Netz­werk von Geheim­dien­sten rund um die Welt ist gespannt und wird in sei­nen Struk­tu­ren nicht zu erschüt­tern sein - denn wer damit & dar­in agiert kann schon im Vor­feld Oppo­si­ti­on erken­nen und Gegen­maß­nah­men einleiten.

Unter der Prä­mis­se, daß die "Mäch­ti­gen" der Welt in klei­nen Zir­keln Ent­wür­fe ver­fas­sen und zukünf­ti­ge Hand­lun­gen pla­nen, ist eine Betei­li­gung der jeweils füh­ren­den Poli­ti­ker in vie­len wich­ti­gen Län­dern rund um den Glo­bus anzu­neh­men. Zum 'Herr­schafts­wis­sen' gehört dem­nach auch das Wis­sen um die Betei­li­gung von Per­so­nen an die­sen ver­bor­gen agie­ren­den Netz­werk der Macht. Und weil sol­ches Wis­sen zugleich pri­vi­le­giert und gefähr­lich ist wer­den sie sich hüten es öffent­lich zu machen.

Inso­weit ist die Hoff­nung auf Auf­klä­rung der Machen­schaf­ten der Geheim­dien­ste sinn­los. Die Wel­len der Empö­rung wer­den abklin­gen - und man wird zu "busi­ness as usu­al" zurück­keh­ren. Schon ein Blick auf den Aus­gang der Wahl in Bay­ern - und das wird auch bei der Bun­des­tags­wahl am kom­men­den Sonn­tag nicht anders aus­se­hen - zeigt, daß die trä­gen Mas­sen nicht begrif­fen haben was da mit ihnen pas­siert. Hät­ten sie es begrif­fen, dann hät­te das Ergeb­nis anders aus­se­hen müssen.

Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten sind die letz­te Welt­macht, die sich noch gegen das fried­li­che Pri­mat des Wirt­schaf­tens wehrt, indem sie im eige­nen Lan­de wie in der Welt mit Waf­fen­ge­walt und Staats­ter­ro­ris­mus den Auf­bau zivi­len Wohl­stan­des für alle Bür­ger verhindert.

[tele­po­lis | http://www.heise.de/tp/artikel/39/39910/1.html]

Da wären wir beim zwei­ten gro­ßen Fra­ge­zei­chen - das ja, wie bereits anfangs aus­ge­führt - mit dem ersten Fra­ge­zei­chen hin­sicht­lich der ver­mu­te­ten Geheim­bün­de zusam­men­hängt. Frie­de rund um den Glo­bus kann weder im Inter­es­se sol­cher Zir­kel, noch im Inter­es­se der Geheim­dien­ste sein:
Den Einen ent­zieht es die Grund­la­ge für 'pro­fit', den Ande­ren ihre wirt­schaft­li­che Exi­stenz. Genau des­we­gen ist die Hoff­nung auf eine fried­li­che Welt - min­de­stens nach der­zei­ti­ger Situa­ti­on - vergebens.

bookmark_borderEin "Schmarrn" - kein Journalismus.

Gemein­hin kann man bei "tele­po­lis" dar­auf ver­trau­en,
daß die Bei­trä­ge gut recher­chiert und intel­lek­tu­ell berei­chernd sind. Wel­che Ent­täu­schung ist da der Bei­trag, des­sen Titel, tag line und Autor ich hier der Ein­fach­heit hal­ber als screen shot zeige:

[07082013]

"Begin­nen sich eini­ge Autorin­nen zu fra­gen" - heißt es da. Nach­dem ich den Bei­trag gele­sen hat­te wuß­te ich: Es sind genau zwei Autorin­nen genannt. 

Da muß­te ich an klei­ne Kin­der den­ken, die, wenn sie noch nicht zäh­len kön­nen, nach dem Muster "Eins, zwei, Vie­le ..." ver­fah­ren. Zwei Autorin­nen sind nach mei­nem Ver­ständ­nis nicht "eini­ge Autorin­nen". So, wie in die­sem Fall min­de­stens schlam­pig argu­men­tiert wur­de, geht es dann in dem wei­te­ren Text auch nur dar­um Bele­ge zu fin­den wie per­fi­de die männ­li­chen Athe­isten dafür sor­gen ihre weib­li­chen Gesin­nungs­ge­nos­sin­nen zu unter­drücken - frei nach dem Mot­to "Nur eine gefü­gi­ge Athe­istin ist eine gute Atheistin. 

Da es aber immer eine Streu­brei­te der Gesin­nung gibt hier ein Bei­spiel dafür, wie männ­li­che Athe­isten dar­an erin­nert wer­den wie sie mit den weib­li­chen Athe­istin­nen umge­hen sol­len. Das klingt mir dann doch eher nach einem ernst­haf­ten Ver­such die all­zu aus­ufern­de Männ­lich­keit zu begren­zen - was der The­se des Autors im "telepolis"-Beitrag widerspricht.

Ich habe sel­ten soviel Unsinn in einem Bei­trag gele­sen. Wenn der Autor sich die Mühe gemacht hät­te mal über den Tel­ler­rand nach U.S.A. zu schau­en, dann wären ihm bestimmt noch ein­ge durch­aus aner­kann­te weib­li­che Athe­istin­nen auf­ge­fal­len. Die zudem kei­ne Pro­ble­me mit männ­li­chen Athe­isten haben. Und die nicht mit den Frauen.
[Nur eine Quel­le die die­sen Umstand näher beleuch­tet und zu dem Ergeb­nis kommt, daß sich Athe­is­mus und Ein­tre­ten für Femi­nis­mus nicht aus­schlie­ßen, aber auch nicht bedingen.]

Selbst wenn es stim­men wür­de - daß näm­lich frau­en­feind­li­che Struk­tu­ren bei den Athe­isten zu fin­den sind - wäre das doch nur ein Spie­gel der gesell­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se und damit ledig­lich ein Beweis für die pro­por­tio­na­le Ver­tei­lung von Vor­ur­tei­len auch unter Athe­isten. Die sind nun mal kei­ne Über­men­schen, inso­weit wäre der Befund kei­ne Offen­ba­rung, son­dern ledig­lich ein Hin­weis auf die Realität.

Ein­zig ein Argu­ment in dem genann­ten Bei­trag scheint mir stich­hal­tig begrün­det: Es gibt weni­ger weib­li­che als männ­li­che Atheisten.
Das ist des­we­gen ein­leuch­tend, weil Frau­en auf­grund ihrer gene­ti­schen Grund­prä­gung eher ver­bin­dend als tei­lend den­ken. Ob sie aller­dings gene­rell dem Okkul­ten & Mysti­schen eher zuge­neigt sind - so wird es dort behaup­tet - mag ich nicht beur­tei­len, denn dafür gibt es kei­ne Belege.

bookmark_borderÖkofaschisten .... (1)

eine - von vie­len - Beschrei­bun­gen für die Par­tei "Die Grünen". 

Sie hat sich den Namen red­lich ver­dient, es sei an Fla­schen- und Dosen­pfand erin­nert, oder an die The­se Ben­zin sol­le irgend­wann 5,- DM kosten - weit sind wir davon nicht mehr entfernt. 

[06082013]"Die Grü­nen" geben sich recht­zei­tig vor der Wahl wie­der ein­mal durch eige­ne Ver­laut­ba­rung als Öko­fa­schi­sten zu erken­nen. Die ver­kün­de­te Idee ist ein erneu­tes Bei­spiel was "Ideo­lo­gie" bedeutet:

Aus­schal­tung jeg­li­cher Ver­nunft und Logik zugun­sten einer Idee.

Zitat:
 

[06082013]

FAZ via Legal Tri­bu­ne

Dabei moch­te ich die Par­tei anfangs, denn sie waren die Ein­zi­gen, die schon früh auf die öko­lo­gi­schen Gefah­ren des end­lo­sen Wachs­tums­ge­dan­kens für Natur und Umwelt hin­ge­wie­sen haben. Aber immer als "Gesamt­pa­ket". Wer "A" sag­te soll­te auch "B" und "C" sagen - und wer das nicht woll­te konn­te nicht "grün" sein ....

[06082013]Dann noch die­ses Neu­sprech: "veggie day" - klingt irgend­wie 'nied­li­cher' als "Roh­kost­tag" oder "Vege­ta­rier­tag" oder "Fleisch­frei­er Tag" .... 

Es gibt gute Grün­de dafür nicht jeden Tag Fleisch zu essen - was aber über­haupt nicht geht ist eine "Anord­nung" von poli­ti­scher Sei­te. Die­se Über­heb­lich­keit bestim­men zu wol­len was für Ande­re gut ist steckt so tief in den Köp­fen der Grü­nen, daß sie jedes Maß und Ziel ver­lie­ren. Beson­ders frech ist der Gedan­ke, das in 'öffent­li­chen Kan­ti­nen' ein­zu­füh­ren - die dort Essen­den wer­den sich hof­fent­lich bei der kom­men­den Wahl dar­auf besin­nen wer ihnen die­se "Sup­pe" ein­ge­brockt hat.

Waren die Grü­nen wegen ihrer Steig­bü­gel­hal­ter­funk­ti­on für aller­lei Gemein­hei­ten gegen­über dem Wahl­volk bis­her schon nicht wähl­bar so kommt nun noch das Tüp­fel­chen auf das "i" dazu.

Wie­der ein­mal wird das Pro­blem nicht an der Wur­zel ange­packt:
Anstatt die Mas­sen­tier­hal­tung gezielt zu zer­schla­gen - indem die gesetz­li­chen Auf­la­gen auch ergeb­nis­ori­en­tiert geprüft und durch­ge­setzt wer­den - greift die grü­ne Par­tei da an, wo es ihr nicht weh tut, beim Ver­brau­cher. Hof­fent­lich sind die klug genug sich bei der Bun­des­tags­wahl für die­se - und ähn­li­che - "Wohl­ta­ten" der Grü­nen für das Volk durch Stimm­ver­ga­be für eine ande­re Par­tei zu bedanken.

* zum Bei­trag dort → "Öko­fa­schi­sten .... (2)"
oder
dort → "Öko­fa­schi­sten .... (2); Heu­te: Grü­ne Phi­lo­so­phie statt “Wort zum Sonntag”"

 

Sie­he auch → Geschich­te - krea­tiv ins Gegen­teil verändert
 

bookmark_borderEs ist gelungen ....

Ich stel­le fest, daß die 'Auf­re­gung' hin­sicht­lich des unge­heu­ren Skan­dals rund um "Prism" und "Tem­po­ra" in den Medi­en - da sind die Web­logs ein­ge­schlos­sen - nach und nach abebbt. Die Rech­nung der Regie­rung sich bedeckt zu hal­ten und abzu­war­ten, in der Zwi­schen­zeit abzu­wie­geln, zu beschö­ni­gen, und zu leug­nen scheint aufzugehen. 

Mir stellt sich die Frage:
Wenn so etwas nicht mehr dazu ange­tan ist Men­schen auf die Bar­ri­ka­den zu trei­ben - was muß dann noch pas­sie­ren, damit ein Auf­schrei durchs Land geht? Die Reak­ti­on auf eine tot­ge­fah­re­ne Kat­ze oder einen miß­han­del­ten Hund ist gemein­hin umfang­rei­cher als die, die man auf die­se unent­schuld­ba­re und völ­lig geset­zes­wid­ri­ge Ver­hal­tens­wei­se der Ame­ri­ka­ner & Bri­ten beob­ach­ten konnte.

Wahr­schein­lich den­ken Viele:
Geht mich nichts an, ich mache ganz wenig oder über­haupt nichts im Inter­net - und das, was ich da mache kann ruhig jeder wissen!

Das ist der gro­ße Trugschluß!

Fast jeder Mensch hat heu­te ein Mobil­te­le­fon, ein Kon­to, einen Per­so­nal­aus­weis sowie­so, eine Steu­er­num­mer, Kreditkarte(-n), Kran­ken­ver­si­che­rungs­kar­te, Ser­vice­kar­te vom Auto­händ­ler, Dis­count­kar­te vom Ein­zel­händ­ler, Jah­res­kar­te vom Auto­mo­bil­club / Cam­ping­kar­te, etc. Wenn man sich im öffent­li­chen Raum bewegt wer­den Auf­zeich­nun­gen per Video gemacht, auf Bahn­hö­fen, in öffent­li­chen Gebäu­den, bei Kauf­häu­sern, in Park­häu­sern - die Daten aus all den regi­strier­ten Doku­men­ten und Auf­nah­men, zusam­men mit den Ein­käu­fen und geführ­ten Gesprä­chen sind irgend­wo 'gespei­chert'. Dazu die E-Mails an Bekann­te & Freun­de. Wenn das Navi­ga­ti­ons­grät meh­re­re Tage unbe­nutzt ist schal­tet es sich ein - und gibt sei­nen Stand­ort an die Her­stel­ler­fir­ma weiter ....
So erge­ben all die­se Daten ein Bild des Men­schen, der da mit ande­ren kommuniziert:

Man kann dar­aus mit­tels com­pu­ter­ge­stütz­ter Pro­gram­me ein Muster machen, das die­sen Men­schen "beschreibt" - sei­ne Vor­lie­ben, sei­ne Gedan­ken, ja sei­ne Per­sön­lich­keit. Da lie­gen so vie­le Daten vor, die zusam­men­ge­nom­men die­sen ein­zel­nen Men­schen bes­ser beschrei­ben als er sich selbst kennt.

Das ist das Erschreckende.

Nicht die ein­zel­ne Infor­ma­ti­on ist aus­sa­ge­fä­hig, aber zusam­men­ge­führt wie bei den Geheim­dienst­pro­gram­men wird ein "Bild" daraus.

Noch haben wir kei­ne Hin­wei­se, daß sol­che Daten, von weni­gen doku­men­tier­ten Fäl­len (Bei­spiel) ein­mal abge­se­hen, gegen Ein­zel­ne ver­wen­det wer­den - aber wenn es ein­mal soweit ist wird es schon zu spät sein, dem Ein­halt zu gebieten.