bookmark_borderLiebe Versandhändler ....

ich schrei­be euch mal
einen klei­nen Erfah­rungs­be­richt auf
aus dem ihr ler­nen könnt:

Inner­halb von vier Tagen habe ich bestell­te Pro­duk­te gelie­fert bekom­men - aus GB, mit "Roy­al Mail Regi­stered Express". Ganz ohne "paypal", nur durch Abbu­chung vom Kon­to und ohne "ama­zon" für die Abwick­lung des Versands. 

Ich hät­te die Bestel­lung auch in "D" bei eini­gen von euch auf­ge­ben kön­nen - dann aber ent­we­der nur über ama­zon und wenn über die nicht dann nur bei Bezah­lung mit "paypal" - oder, schlim­mer, in Kom­bi­na­ti­on von beidem.


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Lie­be Versandhändler,
nicht nur ich den­ke so, ich ken­ne eine gan­ze Men­ge Leu­te die auch nicht per "paypal" zah­len wol­len, weil da ihre Daten nach U.S.A. trans­fe­riert wer­den, inclu­si­ve aller beglei­ten­den Abfra­gen .... das Ein­zi­ge was fehl­te war noch die Fra­ge nach dem Geburts­tag mei­nes Groß­va­ters. So nicht. 

Wozu will ein Ver­sen­der, in die­sem Fal­le "ama­zon", zusätz­lich zu mei­ner Tele­fon­num­mer auch noch mei­ne Mobil­te­le­fon­num­mer wis­sen? E-Mail hat er doch schon, reich das nicht?
Kommt da nur bei mir der Gedan­ke auf, daß mei­ne Daten trotz aller Beteue­run­gen doch mög­li­cher­wei­se für noch ganz ande­re Zwecke erho­ben oder gar ver­kauft werden?

Die "wah­ren Daten­kra­ken" sind erst mal die­se Ver­sen­der und online-Bezahl­dien­ste. Was natür­lich nicht bedeu­tet, daß es damit getan ist - auch der Staat will immer mehr und immer tie­fer gehen­de Infor­ma­tio­nen von uns haben.


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Lie­be Leser,
bit­te über­den­ken sie noch­mal die Not­wen­dig­kei­ten bei online-Bestel­lun­gen und ent­schei­den sie sich gegen sol­che Dien­ste die für eine Bestel­lung völ­lig unnö­ti­ge Daten abfra­gen - und für sol­che Dien­ste, die mit Name, Adres­se und PLZ/Ort auskommen.

bookmark_borderErkenntnis: Pitch­forks and Tor­ches*

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Der nach­fol­gend zitier­te Arti­kel stellt die gän­gi­ge kon­ser­va­ti­ve Sicht des öko­no­mi­schen Gleich­ge­wichts in Fra­ge. Auf eine Über­set­zung habe ich dies­mal ver­zich­tet, denn über Goog­le Über­set­zer kann bei Ein­ga­be des eng­li­schen Tex­tes eine zumin­dest in Grund­zü­gen ver­ständ­li­che Ver­si­on gene­riert wer­den - und wer Eng­lisch zu lesen imstan­de ist wird sowie­so die Ori­gi­nal­ver­si­on vorziehen.

Der Autor räumt auf mit der The­se es sei schäd­lich für das Wirt­schafts­sy­stem eines Lan­des höhe­re Löh­ne & Gehäl­ter zu zah­len und stellt in weni­gen Absät­zen klar, dass genau das Gegen­teil der Fall ist - als Bei­spiel führt er eine bereits abge­lau­fe­ne Initia­ti­ve im Raum Seat­tle an, durch die bewie­sen wer­den konn­te dass sein Vor­schlag zur Bele­bung der Wirt­schaft funktioniert.

Das erste Text­zi­tat habe ich gewählt weil es aus­drückt was Vie­le denken:
Wer das Tau­send­fa­che ver­dient gibt nicht das Tau­send­fa­che aus - son­dern inve­stiert den 'Über­schuß' um dar­aus Zin­sen und Zin­ses­zin­sen zu generieren. 

Das zwei­te Zitat zeigt auf wie gleich­zei­tig der Was­ser­kopf von Regie­rungs­be­hör­den geschrumpft wer­den kann - wenn der Wil­le von Wirt­schaft und Poli­tik auf das glei­che Ziel gerich­tet ist.


 
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Der Autor [Nick Hanau­er; Text: My Fel­low Zil­lion­aires.] warnt alle 'Super­rei­chen' davor die Augen vor dem zuneh­men­den Gefäl­le zur Mas­se der Bevöl­ke­rung zu schlie­ßen und greift zu einer dra­sti­schen Beschrei­bung der Fol­ge sol­cher Ignoranz:
Er zitiert die Heu­ga­bel- & Fackeln-Sze­ne aus dem ersten Dra­cula­film (sie­he Link & Quel­le unten) in der der auf­ge­brach­te Mob sich zur Lynch­ju­stiz auf­macht - und warnt die obe­ren 0,01% sei­nes Lan­des davor sich die­sem Risi­ko aus­zu­set­zen, des­sen Her­an­na­hen er kom­men sieht.
Unausweichlich.
 
 

* Pitch­forks and tor­ches have long sym­bo­li­zed an angry mob. The pitch­forks-and-tor­ches mob was pre­sent in the film Fran­ken­stein (1931)


bookmark_borderKosten & Lebensqualität
* 2.update * (27.01.2020)

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Die Ausgangslage

Als ich 2005 berufs­be­dingt nach Ham­burg zog koste­te eine Zwei-Zim­mer-Woh­nung in Eppen­dorf ca. 450 €uro. Heu­te, knapp zehn Jah­re spä­ter, ist eine sol­che Woh­nung nicht unter 650 €uro zu mie­ten. Ich ken­ne kei­nen Berufs­zweig in dem in den letz­ten zehn Jah­ren die Gehalts­stei­ge­rung 45% betra­gen hat - das wären pro Jahr ca. 5% Gehaltserhöhung.

In Mün­chen, womög­lich noch begehr­ter als Ham­burg, Frank­furt oder Ber­lin, bezahlt man mitt­ler­wei­le für eine Ein-Zim­mer-Woh­nung um die 700 €uro. Das ist selbst bei über­durch­schnitt­li­chen Ein­kom­men ein dicker Bat­zen des monat­li­chen Budgets.

Nun hilft es nicht viel das ledig­lich zu bekla­gen. Es muß erst­mal die Fra­ge gestellt wer­den wodurch die­se Stei­ge­rung ent­steht und zwei­tens wie man ihr begegnet.

Wodurch also werden die steigenden Mieten in deutschen Großstädten hervorgerufen?

Die erste Antwort:

Das ist eine Fra­ge von Ange­bot & Nach­fra­ge - wenn vie­le Men­schen eine Woh­nung suchen kön­nen die Ver­mie­ter die Mie­ten erhö­hen, es fin­den sich offen­bar immer noch genug Mie­ter die das bezahlen.

Die zweite Antwort:

Wer sich eine sol­che Mie­te aus eige­ner Ent­loh­nung nicht lei­sten kann bekommt Hil­fe vom Staat - Wohn­geld, zum Bei­spiel, ist da eine Vari­an­te. Aber wer erfüllt schon die Kri­te­ri­en für den Erhalt von Wohn­geld? Die Zahl der Berech­tig­ten hält sich des­we­gen auch in Gren­zen.
Immer­hin ist es für einen klei­nen Teil der Mie­ter genug um sich die nach­ge­frag­ten, über­höh­ten Mie­ten gera­de noch lei­sten zu können.

Die dritte Antwort:

Anle­ger von nah und fern sehen in den Immo­bi­li­en eine loh­nen­de Geld­an­la­ge, denn in ihren eige­nen Län­dern ist das Geld nicht mehr "sicher" - sie sehen die Gefahr es zu verlieren.
In einer sol­chen Situa­ti­on ist das Risi­ko des Ver­lu­stes von 10 oder 20 % der Geld­an­la­ge ver­nach­läs­sig­bar wenn sich die Markt­la­ge ändert, denn im schlimm­sten Fall droht zu Hau­se ein 100%-Verlust.
Hier kom­men auch die insti­tu­tio­nel­len Anle­ger ins Spiel. Sie suchen eben­falls nach Anla­ge­mög­lich­kei­ten nach­dem die gewerb­li­chen Immo­bi­li­en nicht mehr absetz­bar sind und des­we­gen kei­ne Ren­di­te zu erwar­ten ist. Woh­nun­gen wer­den immer noch nach­ge­fragt, die Zahl der Sin­gle-Haus­hal­te wächst - und damit die benö­tig­te Zahl von Klein­woh­nun­gen vor allem dort, wo noch Unter­neh­men ange­sie­delt sind die wachsen.

Wie lassen sich die Mietpreise bremsen bzw. weitere Erhöhungen stoppen?

Die erste Maßnahme: Wohn- oder Vermietzwang

Wegen der hier­zu­lan­de bestehen­den gesetz­li­chen und steu­er­recht­li­chen Vor­ga­ben kann es sich für Besit­zer loh­nen Wohn­raum unver­mie­tet "leer ste­hen" zu las­sen - da könn­te, nach dem Mot­to "Eigen­tum ver­pflich­tet!" eine Rege­lung hel­fen die es ver­bie­tet Woh­nun­gen über einen gewis­sen Zeit­rah­men hin­aus unver­mie­tet zu hal­ten. Über­schrei­tet der Besit­zer - egal ob Pri­vat­per­son oder Gesell­schaft - die­se Fri­sten müß­te die Kom­mu­ne über­neh­men und eine Ver­mie­tung vor­neh­men. Ziel ist hier eine Ange­bots­er­hö­hung, wodurch die Nach­fra­ge bes­ser befrie­digt wer­den könnte.

Die zweite Maßnahme: Ausgleichsabgabe

Außer­dem könn­ten gesetz­li­che Vor­ga­ben geschaf­fen wer­den, die for­dern, dass Inve­sto­ren zusätz­lich zu ihrer Anla­ge einen Bei­trag zur Infra­struk­tur lei­sten der vom Kauf­preis zum einen und vom Miet­preis zum ande­ren abhän­gig ist.
Dies beinhal­tet den Gedan­ken, dass Men­schen die in die­sem Wohn­raum leben einen Bei­trag zum Gesamt­wohl der Stadt/Region lei­sten, sie dem Anle­ger sei­nen Geld­ein­satz durch die Miet­zah­lung erstat­ten und dar­über hin­aus einen Zuge­winn sichern.
Die Aus­gleichs­ab­ga­be auf den erho­be­nen Miet­preis - even­tu­ell ver­se­hen mit einem Expo­nen­ti­al­fak­tor - bremst das Mietbegehren.

Der Anle­ger pro­fi­tiert durch Wert­stei­ge­rung der Immo­bi­li­en in einem nach­fra­ge­inten­si­ven Markt ohne selbst einen Bei­trag zu lei­sten - die Kosten für die Infra­struk­tur­maß­nah­men wer­den nur von denen getra­gen, die tat­säch­lich dort leben und arbeiten:
Dem­nach han­delt es sich also bei einer Zusatz­ab­ga­be auf den Kauf­preis um eine Abschöp­fung des Gewinn­po­ten­zi­als von Immo­bi­li­en, was eine Abküh­lung des über­hitz­ten Mark­tes nach sich zie­hen könnte.

Die dritte Maßnahme: Mißverhältnis Angebot/Nachfrage korrigieren.

Wenn es ein Miß­ver­hält­nis zwi­schen Ange­bot und Nach­fra­ge gibt wäre es sinn­voll durch ver­mehr­te öffent­li­che Bau­tä­tig­keit die Situa­ti­on zugun­sten des Ange­bots zu ver­schie­ben - das aller­dings durch gemein­nüt­zi­ge, öffent­li­che Insti­tu­tio­nen, denn in der Ver­gan­gen­heit hat sich ja gera­de gezeigt, dass die Ein­bin­dung von auf Pro­fit aus­ge­rich­te­ten Unter­neh­men lang­fri­stig eher zu einer wei­te­ren Ver­teue­rung von Wohn­raum geführt haben - ohne gleich­zei­tig die Erhal­tung und Moder­ni­sie­rung zeit­ge­mäß voranzutreiben.

Nachsatz:
Selbst­ver­ständ­lich erhebt die­ser Arti­kel nicht den Anspruch alle Facet­ten des Pro­blems erschöp­fend zu besprechen.

* update * (14.07.2014; 19:40h)
Sie­he hier­zu => MO 14.7., 22:00 Uhr, WDR "Wahn­sinn Wohnungsmarkt"

* 2. update * (27.01.2020)
Sie­he hier­zu => Stu­die: Mie­ten in Mün­ster um 40 Pro­zent gestiegen

bookmark_borderAußer Spesen ....

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.... nichts gewesen!

Der alte Spruch beweist wie­der ein­mal sei­ne Gültigkeit:
Wie bei Hei­se und im Han­dels­blatt mit­ge­teilt wird, schickt sich die Tele­kom gera­de an ihre U.S.-Tochter an Sprint zu verkaufen.

Das ist ein wei­te­rer Rück­zug aus dem U.S.-Geschäft, das vor­mals der unse­li­ge Herr Steu­er­be­trü­ger Zum­win­kel in sei­ner Groß­manns­sucht auf Kosten der deut­schen Tele­kom- und Post-Kun­den vor­an­ge­trie­ben hat. 

bookmark_borderDurchblick

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Unter­ti­tel: Tri­via­le Alltagsprobleme

Haben Sie letzt­lich Bedarf für Bat­te­rien gehabt?
Grö­ße AAA?
Ich schon.
Womit ich unwei­ger­lich zu mathe­ma­ti­scher Höchst­form gezwun­gen wurde.

Grund dafür sind die ver­schie­de­nen Packungsgrößen:
Jede Fir­ma hat da ver­schie­de­ne Men­gen, etwa 4, 6, 8, 10 und 12 und zusätz­lich noch Son­der­ver­packun­gen nach dem Muster 4 + x, 6 + x, 8 + x, 10 + x und so wei­ter. Son­der­ba­rer­wei­se gibt es bei den Chi­ne­sen meist Viel­fa­che von 3 als Packungsgrößen.

Ich gebe mal drei Preis-Beispiele:
- 6 + 4 | PANASONIC: 7,99 €
- 8 + 4 | SONY: 9,99 €
- 4 + 4 | DURACELL 8,99 €

Sehen Sie nun vor wel­cher Schwie­rig­keit ich da stand?
Mir hat dann eine Nähe­rungs­rech­nung geholfen.
Basis waren die PANASONIC Bat­te­rien, da habe ich pro Bat­te­rie auf 80 ₵ gerun­det - und konn­te so leicht erkennen:
Die SONY-Bat­te­rien sind teu­rer [12 x 80 = 9,60, tat­säch­li­cher Preis höher] - und die Duracell sind die teu­er­sten Bat­te­rien [8 x 80 = 6,40, tat­säch­li­cher Preis sehr viel höher].

Aus­ge­hend von der Annah­me, dass alle Bat­te­rien glei­che Tech­nik bie­ten war daher die Ent­schei­dung für PANASONIC gefallen.

Ach, noch ein Nachtrag:
Die "no-name" in einem chi­ne­si­schen Geschäft - Packungs­in­halt 15 Bat­te­rien - waren mit 13,50 € auch teu­rer als die letzt­lich gekauf­ten Bat­te­rien. Zudem waren die Hül­len schlecht gear­bei­tet, an den Kan­ten aus­ge­franst und bei zwei Bat­te­rien in der Packung schien der Inhalt schon herauszuquellen.

bookmark_borderUnglaublich - aber wahr.

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Die Gra­fik zeigt die Dimen­si­on der Deut­schen Bank im Ver­gleich zum Brut­to­in­lands­pro­dukt der Bun­des­re­pu­blik und der EU

.. Fünf Mal das BIP der gesam­ten Euro­päi­schen Uni­on, zwan­zig Mal mehr als das BIP von Deutsch­land und eine Zahl, ver­gleich­bar mit dem Brut­to­in­lands­pro­dukt aller Län­der der Welt zusammen .. 

Dazu der Text im spa­ni­schen Blog:
¿Y quién va a ser el vali­en­te que res­ca­te a este monstruo?
[Und wer wird als tap­fe­rer Ret­ter die­ses Mon­sters heraneilen?]

bookmark_borderMogelpackung


Die Vor­freu­de auf den tol­len Apfel­stru­del war groß.
Das Ergeb­nis nach dem Backen war eher enttäuschend.
Das bei­geleg­te Behält­nis mit Bour­bon-Vanil­le-Soße reicht höch­stens für zwei Personen.
Der Stru­del ist nur halb so lang wie die Umverpackung.

Der Preis betrug 2,19 €uro.
Das habe ich noch­mal auf dem Kas­sen­zet­tel nachgesehen.
Teu­er ist der Stru­del nicht, der Preis steht in ange­mes­se­nem Ver­hält­nis zum Produkt.

Was mich dar­an ärger­te ist die Vor­täu­schung einer Grö­ße die der Stru­del nach­her nicht hatte:
Wenn die Packung sug­ge­riert er rei­che für vier Per­so­nen und tat­säch­lich bekommt dann jeder nur ein Mini-Stück ist die Ent­täu­schung groß. Hät­te ich es vor­her gewußt, dann hät­te ich eben zwei Stru­del gekauft. So, wie es jetzt gelau­fen ist wer­de ich die­ses Pro­dukt nicht wie­der kau­fen. Ich suche nun nach einem ande­ren Ange­bot. Einem, bei dem Abbil­dung und Grö­ße des Umkar­tons die tat­säch­li­che Men­ge wahr­heits­ge­treu wiedergeben.

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PS 
Glück­li­cher­wei­se hat­ten wir noch Des­sert-Alter­na­ti­ven im Vor­rat. Zusam­men mit köst­li­chem Vanil­le-Eis und einer Aus­wahl fein gewür­fel­ter tro­pi­scher Früch­te konn­te das Mini­stück Apfel­stru­del zu einer ansehn­li­chen & ange­mes­sen gro­ßen Por­ti­on 'auf­ge­peppt' werden ....

bookmark_borderExponentiell ....

Beleb­te Syste­me ste­hen in einem stän­di­gen Gleich­ge­wicht zwi­schen Auf­bau und Abbau:
Es ist ein dyna­mi­scher Pro­zeß, der - nach Art einer Sinus­kur­ve* - um einen Mit­tel­wert schwankt und sich stets selbst wie­der einreguliert.

Abwei­chun­gen hier­von bedin­gen - bei Über­wie­gen des Abbaus - den Tod. Das pas­siert aber nicht plötz­lich, Unfäl­le ein­mal aus­ge­nom­men, son­dern es han­delt sich um einen schlei­chen­den Pro­zeß, der der Gesetz­mä­ßig­keit des "expo­nen­ti­el­len Wachs­tums" folgt. Genau genom­men ist es natür­lich ein Zer­fall, ähn­lich wie man ihn bei Ato­men kennt. Das bedeu­tet, daß für lan­ge Zeit ein Nor­mal­zu­stand bestehen bleibt, weni­ge Sym­pto­me, kaum erkenn­ba­re Anzei­chen für den bevor­ste­hen­den Zusam­men­bruch des Gleichgewichts.

Expo­nen­ti­ell bedeu­tet immer:
Erst wenn eine Umkehr nicht mehr mög­lich ist zei­gen sich deut­li­che Anzei­chen für den end­gül­ti­gen Untergang.

Betrach­tet man das Finanz­we­sen auf die­sem Pla­ne­ten, so meh­ren sich die Zei­chen, daß wir es mit einem sol­chen Pro­zeß des "expo­nen­ti­el­len Unter­gan­ges" zu tun haben. Die Zin­sen und Zin­ses­zin­sen für das auf­ge­nom­me­ne Kapi­tal - von Staa­ten, Fir­men und Bür­gern glei­cher­ma­ßen - stei­gen ins Uner­meß­li­che. Schon heu­te ist es für nor­mal den­ken­de Men­schen kaum faß­bar mit wel­chen Zah­len da jon­gliert wird.

Expo­nen­ti­al­kur­ve - das klingt zunächst abstrakt, wird aber deut­lich, wenn man sich die Kur­ve selbst ansieht. Das Zitat am Ende faßt noch­mal zusammen ....

Kur­ve
[Bild-Quel­le WIKIPEDIA]:

Wie deut­lich zu erken­nen ist bewegt sich die Kur­ve [rot] anfangs nur sehr lang­sam nach oben - dann aller­dings, in der letz­ten Pha­se geht es steil nach oben ....


Zitat:
" .. Kein Wirt­schafts­sy­stem kann jemals eine so gro­ße Wirt­schafts­lei­stung** errei­chen, um die­sen Zin­sen­dienst zu erbrin­gen. In jeder Zins-Wirt­schaft kommt des­halb irgend­wann der Zeit­punkt, an dem die Geld­men­ge (rot) schnel­ler wächst als die Pro­duk­ti­vi­tät (blau). Aus gutem Grund ver­öf­fent­licht die US-Noten­bank seit 2006 nicht mehr die umlau­fen­de Geld­men­ge. Es bestün­de sonst die Gefahr, dass die Men­schen mer­ken könn­ten, dass die Geld­men­ge deut­lich schnel­ler als die Pro­duk­ti­vi­tät der Welt­wirt­schaft wächst.

Uns wird das aber so ver­kauft, als ob das schlech­te Haus­hal­ten der Grie­chen schuld an der Mise­re wäre. Kei­ne Sor­ge, nach den schwa­chen Län­dern wer­den auch die pro­duk­ti­ve­ren wie Deutsch­land oder USA ihre Zin­sen nicht mehr zah­len können .. "

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

* Abbil­dung "Sinus­kur­ve (Bild-Quel­le WIKIPEDIA)"


** Hier­bei wur­de in der Kur­ve davon aus­ge­gan­gen, daß die Pro­duk­ti­vi­tät line­ar wächst - eine sehr opti­mi­sti­sche Annah­me. Tat­säch­lich dürf­te sich die Kur­ve abfla­chen und schließ­lich par­al­lel zur x-Ach­se ver­lau­fen: Dann näm­lich, wenn kei­ne wei­te­re Pro­duk­ti­vi­täts­stei­ge­rung mehr statt­fin­den kann weil ein Opti­mum erreicht ist.
 

bookmark_borderDAX & Konsorten

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DAX, MDAX, DowJo­nes, und so weiter ....

Trotz gerin­ger Ver­brei­tung des Akti­en­be­sit­zes in Hän­den der all­ge­mei­nen Bevöl­ke­rung [sie­he insb. Abs.2] wer­den Tag für Tag die Daten im Fern­se­hen aus­ge­brei­tet und ver­le­sen, oft auch noch in Zusam­men­hang und Aus­wir­kun­gen erläutert.

Ich fra­ge mich - und bin sicher, damit nicht allei­ne zu sein - wem die­se Zah­len samt Erläu­te­run­gen eigent­lich nüt­zen. Mich inter­es­siert es nicht, ande­re Infor­ma­tio­nen wären mir statt­des­sen viel lieber.

".. In deut­schen Hän­den sind wei­ter­hin 37 Pro­zent der DAX-Papie­re, wie aus der am Frei­tag ver­öf­fent­lich­ten Ana­ly­se der Unter­neh­mens­be­ra­tung Ernst & Young her­vor­geht. 2005 hat­ten Inve­sto­ren aus dem Inland mit 49 Pro­zent noch die Ober­hand gegen­über 44 Pro­zent aus dem Aus­land .."[Quel­le; v. 10.05.2013]

Dabei han­delt es sich NICHT um Pri­vat­an­le­ger, son­dern im wesent­li­chen um insti­tu­tio­nel­le Anleger. 

".. Die Aktie ist - und bleibt vor­erst - das Stief­kind der Anle­ger in Deutsch­land .. Nur fünf Pro­zent ihres Geld­ver­mö­gens oder 250 Mrd. DM hat­ten sie Ende 1995 in Akti­en inve­stiert. Damit haben Divi­den­den­pa­pie­re rela­tiv gese­hen sogar Boden ver­lo­ren, betrug doch der Anteil der Akti­en am pri­va­ten Geld­ver­mö­gen Anfang der 70er Jah­re noch gut zehn Pro­zent, heißt es im jüng­sten Monats­be­richt .."[Quel­le]

Auch hier ist es eine pau­scha­le Anga­be: "die Anle­ger". Unter glei­chem Link wird wei­ter ausgeführt:

".. Sind in Deutsch­land ledig­lich 14,6 Pro­zent der Akti­en in pri­va­ter Hand, so sind es in den USA 36, in Groß­bri­tan­ni­en 30 und in Japan 22 Pro­zent .."[Quel­le]

Da wird doch mehr als deut­lich, wie unnütz die Akti­en­schau in den Nach­rich­ten ist. Selbst von die­sen 14,6% Akti­en­be­sit­zern wird nur ein Bruch­teil sich mit den spär­li­chen Infor­ma­tio­nen im Fern­se­hen zufrie­den geben:

Wer - ent­ge­gen dem all­ge­mei­nen Trend - tat­säch­lich sein Geld in Akti­en anlegt, wird sich bestimmt umfas­sen­der infor­mie­ren und dazu ein­schlä­gi­ge Bör­sen­blät­ter, Akti­en­be­ra­ter in Finanz­zeit­schrif­ten oder News­let­ter nutzen.

Die Bör­sen­mi­nu­ten sind vor die­sem Hin­ter­grund nicht nur nutz­los, son­dern über­flüs­sig - und das seit Jah­ren. Sie sind allen­falls für Eines gut: Sie zei­gen auf wie ver­kru­stet die Struk­tu­ren in den Nach­rich­ten­re­dak­tio­nen (oder die ihrer vor­ge­setz­ten Stel­len) tat­säch­lich sind und wie drin­gend da etwas getan wer­den müßte.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

*edit* (19:40h)
Beim Herrn blöd­bab­b­ler ist heu­te (7. Nov, 19:05) dan­kens­wer­ter­wei­se ein Bei­trag erschie­nen, der sich mit den Fol­gen des Akti­en­hö­hen­flu­ges aus­ein­an­der­setzt - sehr emp­feh­lens­wer­te Lektüre!

bookmark_borderWaffenlieferanten der Welt

Mit "Krieg" läßt sich viel Geld verdienen.

Es sind nicht die Län­der der "Drit­ten Welt", die sich unbe­dingt & frei­wil­lig mit Waf­fen aus­stat­ten wol­len - es sind die soge­nann­ten "Indu­strie­na­tio­nen", allen vor­an die U.S.A., die Hil­fe nur dann anbie­ten wenn sie zugleich Waf­fen lie­fern können.

Es wer­den Mit­tel in die armen Län­der ver­ge­ben, sogar beträcht­li­che Sum­men. Die sind zu einem über­wie­gen­den Teil dafür gedacht Waf­fen­käu­fe im Geber­land zu täti­gen. So fließt das "wohl­tä­tig gespen­de­te" Geld wie­der an die Wohl­tä­ter zurück und sta­bi­li­siert dort die Wirt­schaft - neben­bei wer­den die Aktio­nä­re immer reicher. 

Der­wei­len hun­gern die Men­schen in den betrof­fe­nen Län­dern und haben kein Dach über dem Kopf, weil das ins Land flie­ßen­de Geld von kor­rup­ten Poli­ti­kern ver­ein­nahmt wird. Nach­dem sie ihren 'Anteil' abge­zwackt haben zah­len sie die Kre­di­te bei den Gebern ab und erhal­ten ihre Macht & das dar­aus resul­tie­ren­de Wohl­le­ben durch Waf­fen­ge­walt - Waf­fen haben sie ja genug gehortet.

Wer Geschäf­te mit Waf­fen macht wird aus einer Über­sicht deut­lich, ver­ar­bei­tet sind die Zah­len bis 2009.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

 


"click!" auf die Abbil­dung vergrößert

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

 

bookmark_borderMaut

Maut für Ausländer?
Nur für Ausländer?
Eine Lachnummer!

Ich hat­te schon frü­her dar­auf hin­ge­wie­sen wie das lau­fen wür­de - und nun sind wir bald soweit. Damals schrieb ich:
" .. Zwar faselt die CSU noch etwas von 'belastungsneutrale(-r) Ein­füh­rung' - aber das sind die übli­chen Nebel­ker­zen um die wah­ren Absich­ten zu verschleiern.

Für den Stra­ßen­bau wird nichts übrig blei­ben. Der Finanz­mi­ni­ster hat so vie­le Löcher zu stop­fen daß ihm ein sol­cher "Maut-Regen" nur recht sein kann .. "

Das, was ich damals schrieb ist auch heu­te noch aktuell.

Die CSU hat eine eige­ne "Ver­hand­lungs­de­le­ga­ti­on" für die Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen. Allei­ne das ist eine Lach­num­mer oder ein Trau­er­spiel - je nach Natur des Betrachters.

Mei­ne Pro­gno­se für die Zukunft:
Wir bekom­men eine PKW-Maut.
Alle Auto­fah­rer wer­den zah­len müssen.
Ein Aus­gleich für deut­sche Fah­rer wird nicht stattfinden.
Das Geld wird nicht zweck­ge­bun­den für Stra­ßen­bau ein­ge­setzt werden.

Die Län­der wer­den Auto­bahn­ab­schnit­te - wie schon in eini­gen Län­dern aus­ge­führt - an pri­va­te Unter­neh­mens­kon­sor­ti­en lang­fri­stig "ver­mie­ten". Schon des­we­gen drängt die Zeit zur Ein­füh­rung einer PKW-Maut, denn dann steht wei­te­ren Ver­trä­gen mit "Inve­sto­ren" nichts mehr im Wege. Und die Poli­tik wird auch die­se für die Steu­er­zah­ler letzt­lich fata­le Rege­lung als "alter­na­tiv­los" ver­kau­fen. Das Geld wird in die Haus­hal­te flie­ßen, Gewin­ne machen die Betrei­ber­fir­men - und die Stra­ßen­bau­be­hör­den wer­den wei­ter aus Steu­er­mit­teln bezahlt werden.

Für die Inve­sto­ren wie "Geld drucken" - die Steu­er­zah­ler bluten.

Bleibt mir nur noch fol­gen­des anzumerken:
Ich war­te dar­auf, daß der erste CDU-Wäh­ler mir wegen der Maut sein Leid kla­gen will .... 

∙ ▪  ▪ ∙
 
Sie­he hier­zu auch:

 

bookmark_borderDer Bankrott der Vereinigten Staaten
ist nun sicher

Über­set­zung
des unter "http://www.thedailycrux.com/Post/43485/porter-stansberry-the-bankruptcy-of-the-united-states-is-now-certain" ver­öf­fent­lich­ten Tex­tes mit der Überschrift:

Por­ter Stans­ber­ry:
Der Bank­rott der Ver­ei­nig­ten Staa­ten ist nun sicher
Fri­day, 27. Sep­tem­ber 2013

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Heu­te beinhal­tet das Essay kei­ne kom­pli­zier­ten finan­zi­el­len Geheim­nis­se ... kei­ne lang­at­mi­gen Erklä­rung des Anlei­he­mark­tes ... kei­ne Anga­ben über eine aus­ge­feil­te Optio­nen-Stra­te­gie. Nein, nein. Heu­te möch­te ich über etwas reden, das ein­fach und grund­le­gend ist ... etwas, dass jeder Ame­ri­ka­ner ver­ste­hen sollte ...

Wenn Sie Geld lei­hen haben Sie es irgend­wann zurück­zu­zah­len ... plus Zinsen.

Das ist alles, was Sie wis­sen müs­sen, um die Finanz­kri­se - und die schreck­li­chen Fol­gen vor denen wir ste­hen - zu begrei­fen. Wenn wir nicht auf­hö­ren, Kre­di­te von aus­län­di­schen Gläu­bi­gern aufzunehmen.

Vor der Finanz­kri­se von 2008/2009 wur­de Ame­ri­ka in einen rie­si­gen Schul­den finan­zier­ten Aus­ga­ben­boom gestürzt. Unse­re Defi­zi­te gerie­ten außer Kon­trol­le, weil wir fort­ge­setzt mehr ver­brauch­ten als wir pro­du­zier­ten. Die Schul­den um die­sen Kon­sum zu finan­zie­ren häuf­ten sich in Form von Hypo­the­ken und Staats­de­fi­zit an. Der ent­stan­de­ne Immo­bi­li­en­boom trieb wie­der­um die Finanz­in­du­strie in das Deba­kel, das die AIG zer­stör­te und aus­lösch­te, Bear Stear­ns und Leh­man Brot­hers vernichtete.

Was Men­schen über "Boom & Bust"1 weni­ger rea­li­sie­ren ist, daß Aus­län­der wei­ter immer mehr US-Ver­mö­gens­wer­te anhäu­fen. In kur­zer Zeit erwar­ben so aus­län­di­sche Anle­ger Ver­mö­gen im Wert von net­to 2.5 Bil­lio­nen US-$$.

Das fol­gen­de Dia­gramm, mit Daten aus der Filia­le St. Lou­is der Fede­ral Reser­ve erstellt, zeigt die aktu­el­len Kon­to­stän­de von 1980 bis 2006. Wie Sie sehen kön­nen, ist der Han­dels- und Finanz­aus­gleich2 zwi­schen Ame­ri­ka und dem Rest der Welt völ­lig aus dem Gleich­ge­wicht gera­ten. Mit Beginn in der Mit­te der 1990er Jah­re und einer Beschleu­ni­gung in den Jah­ren nach 2000. Dies geschah, weil die Ame­ri­ka­ner irgend­wann begon­nen haben weit mehr zu ver­brau­chen als sie pro­du­zier­ten. Die Finan­zie­rung des Defi­zits wur­de über bil­li­ge Kre­di­te in Dol­lar, der Welt-Reser­ve­wäh­rung, ausgeführt ...

ABBILDUNG:
 
US-Finanzdesaster

Kein Gerin­ge­rer als der legen­dä­re Inve­stor War­ren Buf­fett hat im Jahr 2003 gewarnt, daß unse­re natio­na­le Prä­fe­renz für Kon­sum statt Spar­sam­keit unse­re Wäh­rung schließ­lich rui­nie­ren und eine Finanz­kri­se aus­lö­sen wür­de. Er war beson­ders besorgt, daß wir jetzt so viel Kre­dit­auf­nah­me und Aus­ga­ben hat­ten, dass wir von aus­län­di­schen Gläu­bi­gern abhän­gig gewor­den waren. Er beschrieb die Situa­ti­on in einem Arti­kel den er für die Zeit­schrift For­bes ver­faß­te und nann­te es "Squan­der­ville vs Thrift­ville."3

Buf­fett warn­te, daß wir in Bezug auf den Rest der Welt zwangs­läu­fig immer ärmer und unse­re Gläu­bi­ger immer rei­cher wür­den. Er schrieb:

Ich freue mich dar­über eine War­nung lie­fern zu kön­nen, denn unser natio­na­les Ver­mö­gen wird gera­de mit einer alar­mie­ren­den Geschwin­dig­keit ins Aus­land über­tra­gen. Eine Fort­dau­er die­ses Trans­fers wird zu gro­ßen Schwie­rig­kei­ten führen.

So kam es auch. Wir lie­hen uns so viel Geld, dass in den Jah­ren 2004, 2005 und 2006 die Finanz­ge­sell­schaf­ten mehr als 40% aller erziel­ten Gewin­ne im S&P-500 aus Zin­sen erwirt­schaf­te­ten! Wenn 40% aller Gewin­ne der Wirt­schaft aus Finan­zie­rungs­ge­büh­ren bezo­gen wer­den, haben wir eine Gesell­schaft, die außer Rand und Band gera­ten ist. Wir haben uns unser Land in eine Art rie­si­gen Geld­au­to­ma­ten ver­wan­delt ... was der Auto­mat aus­gab waren die Erspar­nis­se von aus­län­di­schen Investoren.

Es waren die­se Kre­dit­auf­nah­me und Aus­ga­ben, die­ser stän­di­ge Ver­brauch weit, weit über unse­re Fähig­keit zu pro­du­zie­ren. Das war die Ursa­che für unse­re finan­zi­el­len Pro­ble­me. Es gibt kei­ne ande­re, ein­fa­che­re und genaue­re Metho­de, um die wirk­li­chen Grund­la­gen des­sen zu ver­ste­hen, was pas­sier­te. Buf­fett erklär­te in sei­nem For­bes-Arti­kel wie das geschah:

"In der Tat hat sich unser Land wie eine außer­or­dent­lich rei­che Fami­lie benom­men, die einen rie­sen­gro­ßen Bau­ern­hof besitzt. Um vier Pro­zent mehr zu ver­brau­chen als wir pro­du­zier­ten - das ent­spricht dem Han­dels­bi­lanz­de­fi­zit - haben wir, Tag für Tag, sowohl Stücke der Farm ver­kauft, als auch Hypo­the­ken auf das, was wir noch besa­ßen, stän­dig erhöht."

Vie­le Men­schen (vor allem US-Poli­ti­ker) sagen stän­dig, daß die­se Defi­zi­te kei­ne Rol­le spie­len, dass wir sie "uns selbst" schul­den. Das ist ein­fach nicht wahr, wor­auf Buf­fett schon vor 10 Jah­ren hinwies: 

"Der Rest der Welt besitzt erstaun­li­che $ 2.5 Bil­lio­nen mehr an Wer­ten in den USA als wir in ande­ren Län­dern besit­zen ... Um die $ 2.5 Bil­lio­nen aus­län­di­scher Betei­li­gun­gen in Per­spek­ti­ve zu set­zen, muß man sie mit den $ 12 Bil­lio­nen Gesamt­wert aller von Pri­vat beses­se­nen US-Akti­en ver­glei­chen."

Aus­län­dern Mie­te (bzw. Zin­sen) auf deren Ver­mö­gens­wer­te zu zah­len wird unse­ren Wohl­stand und unse­ren Lebens­stan­dard unter­gra­ben. "So wie die aus­län­di­schen Betei­li­gun­gen wach­sen wer­den die jähr­li­chen Net­to-Kapi­tal­an­la­ge­ge­win­ne aus dem Land abflie­ßen", erklär­te Buf­fett. "Des­we­gen wer­den Divi­den­den und Zin­sen, die wir an die Welt zah­len, stän­dig anstei­gen, anstatt daß wir - wie in der Ver­gan­gen­heit - Net­to-Emp­fän­ger aus ande­ren Län­dern sind. Wir erle­ben eine nega­ti­ve Bilanz­ent­wick­lung: Adieu Freu­de - Hal­lo Frustration!"

Nun, wei­ter unten wer­de ich Ihnen ein paar Daten nen­nen. Aber Sie brau­chen grund­sätz­lich nicht ein­mal Fak­ten um die fol­gen­den Grund­satz­fra­gen zu beantworten ... 

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  • Hat sich in den letz­ten fünf Jah­ren irgend­et­was Greif­ba­res in der Art und Wei­se des Lebens und der Art, wie wir in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten wirt­schaf­ten, verändert? 
  • Haben wir damit begon­nen tat­säch­lich mehr zu pro­du­zie­ren als wir verbrauchen? 
  • Haben wir auf­ge­hört, eine Gesell­schaft zu sein die davon beses­sen ist zu konsumieren?
  • Haben wir den Wahn­sinn gestoppt unse­ren Kauf­rausch durch Schul­den zu finanzieren?
  • Haben wir irgend­et­was aus der Kri­se gelernt - und unse­re finan­zi­el­len, kul­tu­rel­len oder mora­li­schen Aus­schwei­fun­gen geändert?

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Wie ver­spro­chen ... ein paar Fakten:
Seit dem vier­ten Quar­tal 2009 hat sich das US-Lei­stungs­bi­lanz­de­fi­zit um mehr als 100 Mil­li­ar­den Dol­lar pro Quar­tal erhöht. Als Ergeb­nis besit­zen Aus­län­der nun $ 4.2 Bil­lio­nen mehr US-Invest­ment­ver­mö­gen als wir im Aus­land besit­zen. Das sind $ 1.7 Bil­lio­nen mehr als zum Zeit­punkt der ersten War­nung Buf­fetts zu die­sem Rie­sen­pro­blem im Jahr 2003. Anders gesagt, das Pro­blem ist jetzt um 68 % größer.

Und hier kom­men ein paar Zah­len die Ihnen sonst nie­mand sagen wird - nicht ein­mal Buf­fett. Aus­län­der besit­zen nun 25 Bil­lio­nen US-$$ in US-Ver­mö­gens­wer­ten. Und trotz­dem kon­su­mie­ren wir wei­ter­hin weit mehr als wir pro­du­zie­ren, und wir ver­schul­den uns wei­ter mas­siv um unse­re Defi­zi­te zu finanzieren. 

Seit 2007 hat die gesam­te Staats­ver­schul­dung in den USA (auf Bun­des- , Staats- und loka­ler Ebe­ne) von etwa 10 Bil­lio­nen auf $ 20 Bil­lio­nen US-$$ verdoppelt. 

Unter­des­sen redu­zier­te sich die Grö­ße der bei Fan­nie und Fred­die4 gebuch­ten Hypo­the­ken seit 2007 leicht und sank von $ 4,9 auf 4,6 Bil­lio­nen Dol­lar. Das ist eine gute Nach­richt, nicht wahr? 

Kei­nes­wegs. Die Exzes­se wur­den ledig­lich in einer neu­en Agen­tur 'ver­bucht'. Die "Bun­des- Hypo­the­ken­bank", die "Fede­ral Housing Admi­ni­stra­ti­on", hält nun 20% aller Hypo­the­ken in den USA - gegen­über weni­ger als 5% in 2007. 

Die Ver­schul­dung der Stu­die­ren­den, eben­falls durch staat­li­che Garan­tien ange­spornt, boom­te genau­so, seit 2007 auf mehr als 1 Bil­li­on US-$$, eine Ver­dop­pe­lung. Ins­ge­samt hat Ver­schul­dung in unse­rer Wirt­schaft seit 2007 von rund 50 Bil­lio­nen auf mehr als 60 Bil­lio­nen US-$$ zugenommen. 

Viel­leicht könn­ten wir die­se Ver­pflich­tun­gen erfül­len wenn unse­re Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten rasch erwei­tert wür­den. Wur­den sie aber nicht. Seit 2007 hat sich die Pro­duk­ti­on auf einer Pro-Kopf-Basis redu­ziert. Real war das Pro-Kopf-BIP5 in den USA am Ende des Jah­res 2007 43.635,59 US-$$. Am Ende des Jah­res 2012 betrug es $ 43.063,36 US-$$. Ein wich­ti­ger Grund war­um die Pro­duk­ti­vi­tät sinkt: Mehr Ame­ri­ka­ner als je zuvor arbei­ten nicht. Heu­te sind mehr als 900.000 Ame­ri­ka­ner nicht in der Erwerbs­be­völ­ke­rung. Das sind 13% mehr Men­schen als im Jahr 2007 die nicht arbeiten. 

Wer arbei­tet? Die Regie­rung, die pro­du­ziert nichts. Wir schät­zen die Gesamt­be­schäf­ti­gung in der Bun­des­re­gie­rung wur­de seit 2007 um fast 400.000 erhöht - oder rund 10%. Offi­zi­ell ist die Zahl mit 276.000 Neu­ein­stel­lun­gen ange­ge­ben. Aber wir wis­sen, daß zwi­schen 100.000 und 200.000 Arbeits­plät­zen bei der Natio­nal Secu­ri­ty Admi­ni­stra­ti­on [NSA] bzw. CIA nicht gezählt wurden. 

Was tun all die­se net­ten Men­schen um uns zu die­nen? Mei­stens schrei­ben sie neue Regeln die wir befol­gen sol­len. Es gab im Jahr 2007 22.771 Sei­ten von Bun­des-Regeln und Vor­schrif­ten. Heu­te gibt es 27.274 Sei­ten von Regeln die die Bür­ger zu befol­gen haben - 20% mehr Regeln in nur sechs Jah­ren. Und wie wer­den die­se neu­en Mit­ar­bei­ter und die neu­en Regeln uns bei der Lösung unse­res Kern­pro­blems - den aus­ufern­den Aus­ga­ben - hel­fen? Mei­ne Wet­te ist sie wer­den nichts helfen. 

An den Ursa­chen der Finanz­kri­se hat sich über­haupt nichts geän­dert. Wir haben immer noch rie­si­ge Men­gen an Schul­den, viel zu viel, um sie jemals wirk­lich zu finan­zie­ren. Wir lei­hen noch wei­ter und und mit immer höhe­ren Beträ­gen, als ob über­haupt nichts schief gegan­gen sei. Nun, wie­der ein­mal, erwirt­schaf­ten die Finanz­un­ter­neh­men rie­si­ge, unver­hält­nis­mä­ßi­ge Gewin­ne die 20% des S&P 500 ausmachen. 

Das pas­siert nicht nur bei uns. In der Euro­päi­schen Wäh­rungs­uni­on belief sich die Staats­ver­schul­dung im Jahr 2007 auf 66% des BIP. Heu­te sind es mehr als 90%. Im Ver­ei­nig­ten König­reich betrug im Jahr 2007 die Staats­ver­schul­dung 43% der gesam­ten Wirt­schafts­lei­stung. Heu­te liegt sie eben­falls bei 90%. Unglaub­lich ... nie­mand in der ent­wickel­ten Welt zu sein scheint in der Lage zu sein mehr Wohl­stand zu erzeu­gen. Nur mehr Schulden. 

Um die­se Schul­den zu finan­zie­ren ver­kau­fen wir wei­ter­hin Tei­le unse­res "Bau­ern­hofs" an Aus­län­der. Auf die­se Wei­se sind wir im Lau­fe der Zeit viel ärmer gewor­den. Vor zehn Jah­ren erar­bei­te­ten die Volks­wirt­schaf­ten von Bra­si­li­en, Russ­land, Indi­en und Chi­na (die soge­nann­ten "BRIC" Natio­nen6) rund 29 % unse­rer Wirt­schafts­lei­stung. Bis 2007 waren ihre Volks­wirt­schaf­ten auf 53% der uns­ri­gen ange­wach­sen. Heu­te ent­spre­chen sie 91%. Unse­re Kre­dit­auf­nah­me treibt ihren Boom. Buf­fett hat­te gewarnt, dies wür­de gesche­hen. Und er hat­te Recht. 

Er warn­te auch davor, was pas­sie­ren wür­de, nach­dem wir uns all die­se Schul­den auf­ge­halst hätten: 

Frü­her oder spä­ter wird die Schul­den-Regie­rung, mit Blick auf immer höhe­re Zah­lun­gen für den Schul­den­dienst, sich ent­schei­den eine hoch infla­tio­nä­re Poli­tik zu betrei­ben - das heißt, die Drucker­pres­se anzu­wer­fen um mehr Dol­lars aus­zu­ge­ben, was deren Wert immer wei­ter ver­dün­nen wird ...

Die­se Aus­sicht ist der Grund war­um ich, wenn ich ein Bewoh­ner von 'Spar­stadt' wäre, mich für den direk­ten Besitz von 'Schuldenstadt'-Liegenschaften ent­schei­den wür­de anstatt Anlei­hen von der Regie­rung zu neh­men. Die mei­sten Regie­run­gen fin­den es mora­lisch viel schwie­ri­ger aus­län­di­sches Eigen­tum zu beschlag­nah­men, als die Kauf­kraft zu 'ver­dün­nen' und damit den Zins­an­spruch von Aus­län­dern real zu mini­mie­ren. Heim­li­cher Dieb­stahl wird so dem Dieb­stahl mit Gewalt gegen­über bevorzugt. 

Buf­fett hat­te wie­der mal recht. Im Jahr 2009 begann die Fede­ral Reser­ve [Kurz­form: Fed; Anm.d.Ü.] mas­siv die US-Schul­den in Geld umzu­wan­deln. Das US-Finanz­mi­ni­ste­ri­um durf­te mehr Schul­den ver­an­las­sen und die Rück­zah­lung bestehen­der Schul­den ein­fach durch den Ver­kauf an die Fede­ral Reser­ve til­gen (die schafft die Mit­tel für sol­che Käu­fe durch Drucken von Geld). Die Fed hat seit­dem 3,5 Bil­lio­nen US-$$ gedruckt. Und gera­de in die­ser Woche ver­sprach sie das wei­ter so zu tun. Als Ergeb­nis ist seit 2007 der "M2" - ein grund­le­gen­des Maß für zir­ku­lie­ren­des Geld in der US-Wirt­schaft - um 38 % nach oben gegangen. 

Was machen nun unse­re aus­län­di­schen Her­ren? Sie ver­schleu­dern Regie­rungs-Schuld­ver­schrei­bun­gen und kau­fen US-Ver­mö­gens­wer­te. Chi­ne­si­sche Fir­men besit­zen nun IBMs PC-Spar­te, die AMC Film­thea­ter­ket­te, den Schwei­ne­fleisch­pro­du­zen­ten Smit­h­field, sowie eini­ge unse­rer wert­voll­sten neue Ener­gie­quel­len, über Equi­ty-Deals mit Devon Ener­gy und Che­sapea­ke Ener­gy. Bis­her hat allein Chi­na im Jahr 2013 10 Mil­li­ar­den US-$$ für US-Ver­mö­gens­wer­te aus­ge­ge­ben, ver­gli­chen mit weni­ger als 1 Mil­li­ar­de im Jahr 2008. 

Unse­re aus­län­di­schen Her­ren wer­den in Kür­ze mit dem Kauf gro­ßer Men­gen von US-Immo­bi­li­en begin­nen, indem sie ihre Bestän­de wegen der Ver­pflich­tun­gen von Fred­die und Fan­nie redu­zie­ren und direkt in die zugrun­de lie­gen­den Ver­mö­gens­wer­te inve­stie­ren. Im Jahr 2012 kauf­ten die Chi­ne­sen für 3 Mil­li­ar­den US-$$ gewerb­li­che Immo­bi­li­en in Kali­for­ni­en. Bald, so glau­be ich, wer­den sie den Kauf von gro­ßen Pake­ten von US-Wohn­häu­sern begin­nen. So wer­den Mil­lio­nen von Ame­ri­ka­nern ... in drei oder vier Jah­ren ... buch­stäb­lich Mie­te an die Chi­ne­sen zah­len. Es ist sicher, daß das passiert.

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1 Boom & Bust = in Euro­pa spre­chen wir von der "Immo­bi­li­en­bla­se", die schließ­lich platzt.
2 bei uns "Han­dels­bi­lanz­über­schuß"
3 to squan­der = ver­pras­sen, ver­schleu­dern; thrift = Spar­sam­keit, spar­sam sein.
4 Fan­nie und Fred­die US-Hypo­the­ken­ban­ken die vor der Immo­bi­li­en­kri­se den über­wie­gen­den Teil der staat­li­chen Sub­ven­tio­nen in Haus­bau & den über­wie­gen­den Teil pri­va­ter Haus­fi­nan­zie­rung abwickelten.
5 Pro-Kopf-BIP Brut­to-Inlands-Pro­dukt, Maß für die Wirt­schafts­lei­stung eines Lan­des (nicht unumstritten).
6 "BRIC"-Nationen, auch "BRICS", Bra­si­li­en, Russ­land, Indi­en, Chi­na und Süd­afri­ka - soge­nann­te "auf­stre­ben­de Wirt­schafts­na­tio­nen" (US-Les­art!); wobei sich die Fra­ge stellt, ob die­se - aus US-Sicht getrof­fe­ne Ein­ord­nung - heu­te noch Bestand hat oder nur noch Aus­druck der US-Hybris ist.

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Anmer­kung wvs:
Für die Über­set­zung wird kei­ne Gewähr über­nom­men. Es han­delt sich um eine frei­wil­li­ge· pri­va­te Lei­stung ohne Bezah­lung - und daher auch ohne jeg­li­che Haftung.

Eini­ge Absät­ze am Ende des ursprüng­li­chen Tex­tes wur­den nicht berück­sich­tigt, weil sie nach mei­ner Auf­fas­sung kei­ne neu­en Fak­ten anfüh­ren son­dern nur Ite­ra­tio­nen des vor­her Geschrie­be­nen darstellen.

Soll­ten sie, lie­be Leser, Feh­ler fin­den, so bit­te ich um Mit­tei­lung per Mail oder in den Kom­men­ta­ren. Danke.