bookmark_borderVom "anders sein" ....

In unse­rer Stadt gibt es ein Asy­lan­ten­heim mit ca. 140 Bewoh­nern, vie­le Fami­li­en dar­un­ter. Im Vor­über­ge­hen riecht man manch­mal exo­ti­sche, meist aller­dings wohl­be­kann­te Düf­te aus der Gemein­schafts­kü­che. Eine Nach­ba­rin die sich um jun­ge Asyl­fa­mi­li­en küm­mert und ihnen hilft nöti­ge Uten­si­li­en für die Klein­kin­der zu bekom­men erzählt manch­mal ein wenig über ihre Ein­drücke - meist gip­felt es in der Aussage: 

Sooo ver­schie­den sind die Leu­te gar nicht. 

Das leuch­tet mir ein, doch wie immer steckt der Teu­fel im Detail. Beson­ders Frau­en dort haben bei­spiels­wei­se Angst vor Hun­den, mehr als ich es bei Deut­schen erlebt habe. Kein Wun­der, Hun­de sind 'unrein', fast so schlimm wie Schweine. 

"Schwei­ne", so sagt ein syri­scher Nach­bar, "Schwei­ne fres­sen jeden Dreck - und der steckt dann in ihnen. Wie kann man sowas essen?"

Wir machen uns dar­um schon kei­ne Gedan­ken mehr. Trotz­dem regt die­se Ver­schie­den­heit zum Den­ken an. Es paßt auch gera­de gut, denn wir sol­len wegen der durch die Schwei­ne­zucht enste­hen­den all­ge­mei­nen Umwelt­pro­ble­me und Gesund­heits­ri­si­ken für die Esser sowie­so weni­ger Schwein verzehren.

Kei­nen Sinn ergibt etwa eine zwangs­wei­se "Umer­zie­hung" der Mus­li­me was das Essen angeht. So sehe ich das für den Umgang mit Hunden:
Wenn Men­schen zu uns kom­men, denen das unan­ge­nehm ist wenn der Hund sie berührt wird der Hund eben mal für eini­ge Zeit in einem Zim­mer für sich untergebracht.

Ich sehe nur eine Grund­li­nie die für alle jet­zi­gen & zukünf­ti­gen Staats­bür­ger hier­zu­lan­de gel­ten muß:

Das sind die Regeln, Pflich­ten & Rech­te lt. unse­rer Ver­fas­sung.

Trotz freund­li­cher Sicht auf fast alle Beson­der­hei­ten gibt es da kei­nen Kom­pro­miß. Wer das nicht akzep­tiert muß die Kon­se­quen­zen zie­hen und an einen Ort zie­hen, wo er sei­ne Bedin­gun­gen ver­wirk­licht findet.

Im übri­gen gefällt mir die­se abso­lu­te Posi­tio­nie­rung nicht, die zuneh­mend zu beob­ach­ten ist: Man kann gegen­über dem Asyl­recht posi­tiv ein­ge­stellt sein und gleich­zei­tig auf Pro­ble­me hin­wei­sen, die sich durch gro­ße Zah­len erge­ben. Der Feh­ler dabei ist, dass man Ver­säum­nis­se der Büro­kra­ten denen selbst anla­sten muß - nicht jenen, die um Asyl nachsuchen.

Zuletzt möch­te ich noch­mal auf eine zah­len­mä­ßi­ge Tat­sa­che hin­wei­sen, es kann nicht oft genug gesagt werden:

Bei einem Zustrom von einer Mil­li­on Men­schen macht deren Zahl 1,25% aus [anders aus­ge­drückt: Auf 400 Bun­des­bür­ger fünf (5) Asyl­be­wer­ber]. HIER sind die Zah­len eben­falls berech­net - mit einer sehr gerin­gen Dif­fe­renz zu mei­nem Ergeb­nis, aller­dings ist die Schluß­fol­ge­rung dar­aus nahe­zu identisch.

Wer da von "Über­frem­dung" spricht betreibt Demagogie.

 

bookmark_borderFehleinschätzung

Sich selbst zu über­schät­zen ist nicht beson­ders klug, sei­ne Geg­ner zu unter­schät­zen ist ein gro­ber Feh­ler. Mit unab­seh­ba­ren Fol­gen. In ihrer Ein­schät­zung von Yanis Varou­fa­kis lagen die natio­na­len Mit­te-Rechts-Poli­ti­ker und die von ihnen ein­ge­setz­ten Brüs­se­ler Büro­kra­ten ganz, ganz falsch:

Mit sei­ner Abdan­kung auf ihr Betrei­ben war es nicht vor­bei, Varou­fa­kis ent­wickelt sich nun zu ihrer Neme­sis¹.

Uner­müd­lich hat er in den Mona­ten seit sei­ner Demis­si­on dar­an gear­bei­tet sein Image zu polie­ren, in Pres­se und Fern­se­hen inter­na­tio­nal im Gespräch zu blei­ben - und, so scheint es, die Fäden zu vie­len ande­ren Orga­ni­sa­tio­nen und Par­tei­en des lin­ken Spek­trums zu zie­hen, dar­aus ein Netz zu spin­nen und gestern schließ­lich wur­de das Ergeb­nis präsentiert:

DiEM25


[Aus: Mani­festo, Lang­ver­si­on (*.pdf-Datei)]

In einer mehr als drei­stün­di­gen Ver­an­stal­tung wur­de die Idee erwei­tert vor­ge­stellt und Red­ner aus vie­len Staa­ten ent­wickel­ten ihre Gedan­ken dazu vor dem anwe­sen­den Publi­kum in der Ber­li­ner "Volks­büh­ne".

Beim zuhö­ren ver­flog mei­ne gestern noch trü­be Stim­mung und am Ende der Ver­an­stal­tung dach­te ich: Das könn­te gelingen.

Die Zwi­schen­zie­le bis zu einem lebens­wer­ten Euro­pa für die Men­schen sind abge­steckt. Jetzt geht es los. Die Ent­wick­lung zu beob­ach­ten und Ver­än­de­run­gen zu erken­nen wird eine Freu­de sein.


DiEM25
[Quel­le Zitat]

Da eine sol­che Bewe­gung zwar von Vie­len getra­gen wer­den muß, an der Spit­ze aber eine "Licht­ge­stalt" braucht (sie­he Zitat oben) bleibt zu hof­fen, dass Y. Varou­fa­kis den Macht­in­ha­bern der EU-Poli­tik und -Büro­kra­tie nicht zu lästig wird. So lästig mög­li­cher­wei­se, dass sie zum Äußer­sten bereit wären um sich sei­ner zu entledigen.

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¹ Neme­sis

bookmark_borderHeureka!

1Es gibt die­se Momen­te im Leben, in denen man tat­säch­lich "Heu­re­ka!" rufen möch­te. Kürz­lich hat­te ich so einen Moment als ich von einem Mode­schöp­fer las der ein Kleid nur für eine bestimm­te Per­son anfertigte:
Eine Nobel­preis­trä­ge­rin.

Das Kleid ist ein Traum. Sein Design reprä­sen­tiert die Ergeb­nis­se, die sei­ner Trä­ge­rin, May-Britt Moser, den Preis brachten.
Schau­en Sie sich auf der Sei­te um - es lohnt sich.

[Link: "sci­ence & engi­nee­ring" via wis­sens­kü­che;
FAZ-Arti­kel, ein wenig schwül­stig, trotz­dem lesenswert.]

bookmark_borderVerräter unter uns

" .. No one wins by allo­wing the Govern­ment to sign us up to a deal that crea­tes a de fac­to upper cham­ber to our Par­lia­ment which is con­trol­led by Ame­ri­can Corporations.

The eco­no­mic gains are an illu­si­on. The pro­tec­tions to our envi­ron­ment are a lie. The abili­ty for Mao­ri to uphold the Trea­ty has been ter­mi­nal­ly wea­k­en­ed. We will have to pay more for our medi­ci­nes. We open our­sel­ves up to be mani­pu­la­ted by Ame­ri­can Corporations.

There’s not­hing in this deal that bene­fits anyo­ne other than the alre­a­dy wealt­hy. It locks NZ into being a gar­den for America’s food chain, which is fine for Far­mers and the Natio­nal Par­ty, but kin­da screws the rest of us .. "


[Text­aus­zug aus die­ser Quel­le]

Übersetzung:
".. Nie­mand gewinnt wenn der Regie­rung gestat­tet wird uns an einen Deal zu betei­li­gen das de fac­to eine Kam­mer ober­halb unse­res Par­la­men­tes instal­liert, die von ame­ri­ka­ni­schen Unter­neh­men kon­trol­liert wird.
Die wirt­schaft­li­chen Vor­tei­le sind eine Illu­si­on. Der Schutz unse­rer Umwelt ist eine Lüge. Die Fähig­keit der Mao­ri, den Ver­trag zu wah­ren, wur­de end­gül­tig unmög­lich gemacht. Wir müs­sen mehr für unse­re Medi­ka­men­te bezah­len. Wir öff­nen uns dafür von ame­ri­ka­ni­schen Unter­neh­men mani­pu­liert zu werden.
Es gibt nichts in die­sem Abkom­men, das ande­re als die bereits Wohl­ha­ben­den begün­stigt. Er sperrt Neu­see­land in eine Rol­le als Gar­ten für Ame­ri­kas Lebens­mit­tel­ket­ten ein, die gut für Land­wir­te und die Natio­na­le Par­tei sind, den Rest der Bür­ger dage­gen hereinlegt .. "

Wer tat­säch­lich von einem Abkom­men wie TTIP (in Austra­li­en und Neu­see­land als TPP bezeich­net) wird nicht nur hier­zu­lan­de dis­ku­tiert. Die Neu­see­län­di­sche Regie­rung betont viel­fach und wie­der­holt ihre Bereit­schaft das Par­la­ment ein­zu­schal­ten - dabei steht heu­te schon fest, dass die Unter­zeich­nung dort erfol­gen soll bevor das Par­la­ment wie­der in Sit­zung geht!

Allei­ne aus einer sol­chen Situa­ti­on wird deutlich:
Es geht nicht um das Wohl­erge­hen von Bür­gern, es geht dar­um auf Bie­gen und Bre­chen eine ein­mal gefaß­te Absicht in die Tat umzusetzen. 

Ähn­lich wird es hier in Euro­pa geplant werden:
Man legt den Ter­min (wie in der Ver­gan­gen­heit schon häu­fig gesche­hen) in die Nähe eines gro­ßen Sport­er­eig­nis­ses. Lenkt das Inter­es­se auf ein ande­res The­ma wie z.B. die Flücht­lings­po­li­tik. Oder nutzt die Feri­en­zeit. Oder ver­bin­det damit ein Ver­spre­chen all­ge­mei­ner 'Seg­nun­gen' für die Alt­be­völ­ke­rung, oder .... All das wird natür­lich nie ein­ge­hal­ten wenn erst ein­mal die Zustim­mung erreicht wurde. 

Gabri­el & die SPD wer­den so wie­der ein­mal Steig­bü­gel­hal­ter der Bour­geoi­sie weil sie ver­ges­sen haben wo ihre Wur­zeln lie­gen. Und wel­che Bevöl­ke­rungs­grup­pe sie ver­tre­ten soll­ten. Sie haben ver­ges­sen, dass sie selbst "Arbei­ter­klas­se" sind.
Na ja, man­che mög­li­cher­wei­se nicht mehr, die haben ihre See­le & ihre Klas­se ver­ra­ten und zwar für so vie­le Sil­ber­lin­ge, dass es reich­te sich aus ihrer Her­kunft nach oben zu arbei­ten. Ohne Gefahr zu lau­fen wegen Geld­man­gels dort­hin zurück gewor­fen zu werden.
Empor­kömm­lin­ge wie Schrö­der gibt es mehr­fach, man braucht nur des­sen Umfeld anzu­se­hen. Sie sind alle­samt skru­pel­los, ohne Gewis­sen und ohne Ein­sicht, nur ihrem eige­nen Nut­zen ver­pflich­tet. Geach­tet wer­den sie nur von Ihres­glei­chen, alle ande­ren ver­ach­ten sie, weil ihnen die ange­nom­me­ne "gut situ­ier­te" Hal­tung und das Groß­manns­geh­abe um Meter vor­aus läuft und sie als Blen­der, als Rol­len­spie­ler entlarvt.

Was die­se Leu­te ver­ges­sen ist:
Sie wer­den von denen, für die sie die Drecks­ar­beit machen NIE aner­kannt wer­den, nie 'gleich­wer­tig' wer­den und damit stets außen vor sein. Da sie sich nicht kri­tisch mit ihrer eige­nen Situa­ti­on aus­ein­an­der­set­zen - und im Amte die Annehm­lich­kei­ten genie­ßen - wer­den ihnen Schlei­er vor die Augen gezo­gen, die sie Alles rosa­rot sehen las­sen .... das wird für man­che ein tie­fer Fall vom hohen Sockel werden.

Das Volk, wir Alle, sind dann längst für fast ewi­ge Zei­ten an die ame­ri­ka­ni­schen Groß­kon­zer­ne & Ban­ken, und an die glei­chen Inter­es­sen­grup­pen in Euro­pa verkauft.


Sie­he auch die­se Quelle

bookmark_borderAsyl, eine Zwischenbilanz

Zustrom
Wir ver­zeich­nen einen Zustrom von Asyl­su­chen­den aus den ver­schie­den­sten Län­dern - und da die Schleu­sen offen sind strö­men auch Vie­le mit die wir erstens nicht haben wol­len und die zwei­tens auch kei­ne Not lei­den. Anders als Men­schen in Kriegs- und Span­nungs­ge­bie­ten. Men­schen ohne Asyl­grün­de ver­stär­ken das Pro­blem. Weil die schie­ren Zah­len schon Angst unter der Bevöl­ke­rung aus­lö­sen. Sei es gerecht­fer­tigt oder nicht - es ist in sich ein logi­sti­sche Pro­blem, denn auch die­se Men­schen müs­sen erst­mal ver­sorgt werden.

Kri­mi­nel­le
Wir sehen eine zuvor schon ein­ge­rei­ste Zahl an Men­schen die hier kri­mi­nel­le Absich­ten ver­wirk­li­chen wol­len - wir sind uns einig dar­in, dass so etwas nicht gedul­det wer­den kann und darf und dass die Poli­zei dage­gen alles Mög­li­che unter­neh­men muß. Geht man aber von einer sta­ti­sti­schen Ver­tei­lung des Guten & Bösen auf der Welt aus, so sind die Asyl­su­chen­den nicht mehr oder weni­ger kri­mi­nell als die eige­ne Bevölkerung.

Die Vor­komm­nis­se von Köln sind sicher kein Ein­zel­fall. Sie sind nicht der aller­er­ste Fall sol­cher Kri­mi­na­li­tät. Jetzt wer­den sie des­we­gen mit beson­de­rer Auf­merk­sam­keit wahr­ge­nom­men, weil es ein her­aus­ra­gen­des Datum & ein tou­ri­stisch stark fre­quen­tier­ter Ort ist.

Es heißt aber strikt von den vie­len Zuwan­de­rern zu tren­nen die aus ganz ande­ren Grün­den einreisen.

Kri­mi­nel­le gibt es in jeder Popu­la­ti­on - und mit einem sinn­voll gestal­te­ten Ein­wan­de­rungs­recht könn­ten die aktu­el­len Pro­ble­me sehr viel bes­ser ange­gan­gen werden.

Amts­ver­sa­gen
Wir haben ein Amt für Migra­ti­on das es jah­re­lang wie in einem Dorm­rö­schen­schlaf ver­säumt hat sei­ne Struk­tur so ein­zu­rich­ten, dass auch ein über­durch­schnitt­li­cher Zustrom bewäl­tigt wer­den kann. Ein Teil des Übels ist die Unfä­hig­keit adäquat zu erfas­sen & zu ver­tei­len, so kann es zu Unre­gi­strier­ten und Mehr­fach­re­gi­strier­ten - und einer Fehl­ver­tei­lung der knap­pen Res­sour­cen - kommen.

Feh­ler­haf­te und/oder nicht vor­han­de­ne Einwanderungspolitik
Wir haben eine Poli­tik, seit Jah­ren, die leug­net, dass wir [de fac­to] ein Ein­wan­de­rungs­land sind und Ein­wan­de­rer brau­chen um die Alters­py­ra­mi­de zu glät­ten bzw. umzu­dre­hen. Die sich selbst ange­sichts die­ser Tat­sa­chen - offen vor Jeder­manns Augen! - immer noch wei­gert ein Ein­wan­de­rungs­ge­setz zu ver­ab­schie­den das den Zustrom regelt und so zu einer Beru­hi­gung bzw. Absen­kung der Zah­len von Ille­ga­len füh­ren würde.

Reli­gi­on
Wir erle­ben einen Kul­tur- und Reli­gi­ons­kampf, des­sen Ursprung aus mei­ner Sicht eher bei den Mus­li­men zu suchen ist, denn sie haben es in den letz­ten 100 Jah­ren ver­säumt sich den Ver­än­de­run­gen die­ser Welt anzu­pas­sen - und nun sind sie [teil­wei­se] in Panik den Anschluß zu verlieren.
Gebil­de­te­re unter ihnen sehen kei­ne Zukunft und machen sich auf den Weg ....
Was die Kul­tur angeht darf man kein Umden­ken in weni­gen Tagen erwarten:
Sol­che Pro­zes­se dau­ern - bis also die Neu­an­kömm­lin­ge wis­sen wie hier das Rechts­sy­stem und die gesell­schaft­li­chen Nor­men sind und sie natür­lich erst dann befol­gen kön­nen, wird es eini­ge Zeit dauern.

Kon­troll­ver­lust der Groß­mäch­te & ent­so­li­da­ri­sier­te EU-Länder
Wir beob­ach­ten Groß­mäch­te, die ihr eige­nes Wohl über Alles stel­len und mit Nai­vi­tät glau­ben die Welt auf immer in ihrem Sin­ne beein­flus­sen zu kön­nen - und die eben­so in Panik sind, weil sie erken­nen, dass ande­re Völ­ker das ganz anders sehen und kei­ne Anlei­tung mehr dul­den wol­len die nur den Anlei­ten­den dient (sie­he Süd­ame­ri­ka, Vene­zue­la, Bra­si­li­en, etc., und die mei­sten der afri­ka­ni­schen und süd­ost­asia­ti­schen Staaten.).

Dann noch die man­geln­de Soli­da­ri­tät der EU Län­der, die zwar die Vor­tei­le gern ange­nom­men haben, die Nach­tei­le aber nicht mit­tra­gen wol­len. Da rächt es sich, dass die EU mit aller Macht aus­ge­wei­tet wur­de um einer Ein­fluß­nah­me Ruß­lands vor­zu­beu­gen und die Gren­zen nach Osten zu schieben.

Die Net­to­zah­ler & auf­nah­me­be­rei­ten Län­der müß­ten hier den Geld­hahn für die Unwil­li­gen zudre­hen! Es kann nicht erwar­tet wer­den, dass nur weni­ge Län­der die gesam­te Last tragen.

Auch die Ays­l­su­chen­den müs­sen ein­se­hen:
Es kann nicht immer das Land ihrer Wahl sein, das sie auf­nimmt. Sofern nichts ent­ge­gen­steht müs­sen sie bereit sein dort­hin zu gehen wo man ihnen Sicher­heit für sich und ihre Kin­der, eine Unter­kunft und eine Zukunft bietet.
Das müß­te noch sehr viel deut­li­cher als bis­her in den Her­kunfts­län­dern bekannt gemacht wer­den. Wozu gibt es denn die soge­nann­ten "sozia­len Medi­en"? Hier wäre endl­lich ein­mal eine sinn­vol­le Nut­zung die­ser anson­sten nutz­lo­sen Plauderecken.

Woh­nungs­markt; Infrastruktur
Wir beob­ach­ten einen Woh­nungs­markt der an Par­ti­ku­lar­in­ter­es­sen derer ori­en­tiert ist die Kapi­tal ange­häuft & vor dem Fis­kus in 'Sicher­heit' gebracht haben. Unter Ver­nach­läs­si­gung oder Pri­va­ti­sie­rung hat die soge­nann­te öffent­li­che Hand Auf­ga­ben, die ihr zukom­men, an Gesell­schaf­ten abge­ge­ben obwohl Bei­spie­le seit Jahr­zehn­ten zei­gen, dass dies immer zu Lasten der Mit­tel- und Unter­schicht geht. Wegen der lan­gen Zeit­räu­me die hier für Pla­nung und Fer­ti­gung von Wohn­raum nötig sind wird es lan­ge dau­ern bis Ent­span­nung ein­kehrt. In die­sem Bereich sehe ich die größ­ten Pro­ble­me, weil woh­nen mit inte­grie­ren ver­wo­ben ist und der Ghet­to­bil­dung vor­ge­beugt wer­den muß - wo doch zugleich sol­che Ghet­to­woh­nun­gen am schnell­sten & billg­s­ten zu bau­en sind. Der BDA hat aber schon seit ein paar Mona­ten eine Arbeits­grup­pe gebil­det. Die sich die­ser Sache annimmt und Vor­schlä­ge erar­bei­tet. Die Poli­tik wäre gut bera­ten hier ein­mal auf die Fach­leu­te zu hören.

Arbeits­markt
Wir haben einen Arbeits­markt, des­sen Öff­nung für gering­fü­gi­ge Beschäf­ti­gung und Weg­nah­me von Arbeit­neh­mer­rech­ten seit der Regie­rung Schrö­der [Cle­ment, Hartz] alle zuvor durch die Gewerk­schaf­ten errun­ge­nen Sicher­hei­ten für die abhän­gig Beschäf­tig­ten wie­der kas­siert haben. An der Lage der Betrof­fe­nen wird sich nichts ändern, denn selbst wenn sie in Kon­kur­renz mit den Zuge­wan­der­ten ste­hen kämp­fen bei­de Grup­pen nicht immer um die glei­chen Jobs - das wird allei­ne schon durch die Sprach­bar­rie­re noch ein paar Jah­re so blei­ben. Es ist und bleibt ein Pro­blem­feld, in mei­nen Augen das zweitwichtigste.

Eine Ver­nach­läs­si­gung der Kern­be­völ­ke­rung und deren Bedürf­nis­se, ins­be­son­de­re derer, die von Sozi­al­lei­stun­gen leben, sind der Anfang vom Unter­gang. Wel­cher Hartz IV Emp­fän­ger ver­steht schon für klein­ste Feh­ler mit Lei­stungs­ent­zug 'bestraft' zu wer­den, wenn ande­rer­seits an Asyl­be­wer­ber groß­zü­gig und ohne Bedin­gun­gen aus­ge­teilt wird?

Stand­ort­be­stim­mung, Rol­le der Poli­tik und Gefahreneinschätzung
Ins­ge­samt betrach­tet kann man die momen­ta­ne Lage als ein kaum noch zu über­se­hen­des Gemisch aus Ver­sa­gen in der Ver­gan­gen­heit, aktu­el­len Unzu­läng­lich­kei­ten, und Ver­fol­gung von Regio­nal­in­ter­es­sen beschrei­ben. Die - jede für sich - schon ein Poten­ti­al zu Unru­he in der Bevöl­ke­rung beinhalten.

Dazu kommt eine Über­heb­lich­keit der Poli­tik. Die sich der Pres­se bedient und ihr zugleich die Marsch­rich­tung vor­gibt - sofern sie nicht selbst von gro­ßen Pres­se­häu­sern (Sprin­ger, Bur­da) getrie­ben ist. Und sich des­we­gen nicht traut gegen deren Inter­es­sen vor­zu­ge­hen. Ganz im Gegen­teil, sich anzu­bie­dern und des­we­gen zwar nicht als "Lügen­pres­se", aber doch als "Die-gan­ze-Wahr­heit-ver­schwei­gen-Pres­se" bezeich­net wer­den kann. Fern­se­hen & Rund­funk über­wie­gend eingeschlossen.

Die Über­heb­lich­keit setzt sich da fort, wo Poli­tik nicht mehr die Kar­ten auf den Tisch legt und es dem "mün­di­gen Bür­ger" selbst über­läßt aus einer Fül­le von Fak­ten, neu­tral prä­sen­tiert, sich ein Bild zu machen. Son­dern ein Bild vor­zu­täu­schen sucht das den jewei­li­gen Par­tei­in­ter­es­sen genehm ist (bei­spiels­wei­se die de Mai­zie­re-Aus­sa­ge zur "Ver­un­si­che­rung").

Rech­te Poli­tik bie­tet Schlag­wor­te an die ein­gän­gig sind weil sie selbst von wenig Gebil­de­ten ver­stan­den wer­den, man braucht nicht viel zu den­ken, das über­neh­men Ande­re, und die ein­fa­chen Lösungs­vor­schlä­ge sind wie ein Heilsversprechen:
Schon klein­ste 'Bewei­se' wer­den als Erfolg für die Gesamt­ideo­lo­gie verkauft.

Lin­ke Poli­tik tut sich schwe­rer, weil das Prin­zip der Umver­tei­lung von Macht & Geld zunächst gegen die mensch­li­che Natur ist, sich also nicht unmit­tel­bar son­dern mit Ver­zö­ge­rung als Beloh­nung für aktu­el­len Ver­zicht einstellt.
Lin­ke Poli­tik ist aber eine Garan­tie dafür, dass es nicht um die Inter­es­sen von Mäch­ti­gen geht. Nicht das Wohl­erge­hen derer, die Arbeits­mit­tel bereit­stel­len, son­dern das der Arbei­ten­den die die Wer­te schaf­fen ist im Fokus.

Die Zah­len ins­ge­samt - ich hat­te das schon mal ange­spro­chen - sind bestimmt nicht beunruhigend:
Wie ich vor eini­gen Tagen J.G. auf sei­ne Ein­las­sung "Euro­pe will be under the rule of Islam" schrieb, die Pro­zent­zahl aller bekann­ten & geschätz­ten Zuwan­de­rer liegt bei 1,3% im Ver­gleich zur Gesamt­be­völ­ke­rung der BRD. Selbst mit Nach­zug von Fami­li­en [da zeigt sich was Paro­len ver­mö­gen: Einer­seits sind es zuvie­le jun­ge Män­ner, die da kom­men - und gleich­zei­tig wer­den Phan­ta­sie­zah­len zu angeb­lich nach­kom­men­den Fami­li­en unter­stellt. Bei­des geht aber doch nicht!] wer­den es viel­leicht 2, oder gar drei Pro­zent werden.

Da machen mir 9% unkon­trol­lier­te und durch Zuge­ständ­nis an Erdo­gan noch stei­gen­de Zuwan­de­rung aus der Tür­kei schon grö­ße­re Sor­gen. Zumal es sich da um zwei ver­fein­de­te Blöcke [Tür­ken / Kur­den] han­delt die dazu nei­gen ihre Kon­flik­te hier­zu­lan­de aus­zu­tra­gen. Die sich zudem, das hat die Ver­gan­gen­heit gezeigt, über­wie­gend auch nicht inte­grie­ren WOLLEN - was ich für viel schlim­mer halte.

Den­noch, die wirk­li­che Gefahr für Woh­nung, Güter und Leben kommt von denen, die schon län­ger hier woh­nen und kri­mi­nel­le Struk­tu­ren unter dem Auge des Geset­zes auf­ge­baut haben - unbe­hel­ligt. Auch das bedarf drin­gend der Auf­merk­sam­keit der Poli­tik. Wenn es sein muß gegen die Grü­nen, die da feder­füh­rend einen Traum von "Mul­ti-Kul­ti" träu­men. Obwohl das Schei­tern längst erwie­sen ist und nüch­tern fest­ge­stellt wer­den muß:
Anpas­sung an UNSERE Kul­tur ist von­nö­ten [sie­he 4. & 5.!] - anders geht es nicht!

Ver­such einer Zusam­men­fas­sung: "Zie­le"
Men­schen in Not muß man hel­fen. Selbst unter Inkauf­nah­me von Rand­er­schei­nun­gen wie IS-Ein­schleu­sung und Kri­mi­na­li­tät. Denn dafür ist die man­gel­haf­te Orga­ni­sa­ti­on ver­ant­wort­lich und das darf nicht auf dem Rücken der Not­lei­den­den aus­ge­tra­gen werden.
Selbst bei bes­se­rer Orga­ni­sa­ti­on lie­ße sich - so die all­ge­mei­ne Lebens­er­fah­rung - feh­ler­haf­te Beur­tei­lung durch die mit der Zuwan­de­rer­prü­fung betrau­ten Kräf­te nicht aus­schlie­ßen. Es gibt kei­ne 100% Sicherheit.

Wir kön­nen das schaf­fen. Dazu ist Deutsch­land in der Lage. Aber die Struk­tu­ren müs­sen stim­men. Ghet­tos & Mas­sen­un­ter­künf­te sind bestimmt die fal­sche Vor­ge­hens­wei­se. Inte­gra­ti­on kann nur gelin­gen wenn sich neue & alte Bür­ger auf­ein­an­der zube­we­gen und in der glei­chen Umge­bung woh­nen. Da ist noch viel Bedarf an Ver­än­de­run­gen. Die Bevöl­ke­rung muß wahr­heits­ge­treu und ohne Umschwei­fe gesagt bekom­men, dass das Opfer bedeutet.

'Ver­nünf­ti­ge' Poli­tik muß den Steu­er­pflich­ti­gen, die bis­her nach Schlupf­lö­chern suchen und hier­zu­lan­de wenig oder kei­ne Steu­ern zah­len, auf den Fer­sen blei­ben und sie drin­gen­der denn je zur Kas­se bit­ten. Als Teil der Gesell­schaft sind sie ver­pflich­tet ihren (gerech­te­ren) Anteil zu zahlen.



Die­ser Erör­te­rung ist ein Gedan­ken­aus­tausch per E-Mail und Tele­fon­ge­sprä­chen mit mei­nem Sohn vor­aus­ge­gan­gen, dem ich für sei­ne kon­struk­ti­ven & kri­ti­schen Ein­wän­de herz­lich danke.

bookmark_borderFriede, Freude, etc. ....

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oder: Wer will schon stän­dig auf die Übel der Welt hin­ge­wie­sen werden?

Auf die­sem Pla­ne­ten läuft so eini­ges nicht so wie es lau­fen müß­te. Das wis­sen vie­le Leu­te. Aller­dings mögen sie es nicht tag­täg­lich dar­auf hin­ge­wie­sen zu wer­den. Es ist doch viel ange­neh­mer etwas zu lesen und mit sei­nen Bekann­ten zu bespre­chen was die Stim­mung hebt.
Gutes Wet­ter, gedei­hen­de Klein­kin­der, ein drol­li­ges Hundchen und gutes Essen - das sind die Ren­ner unter den The­men die gern gele­sen oder dis­ku­tiert werden.

Manch­mal gibt es aber "Auf­re­ger" - so wie etwa die Gescheh­nis­se in Köln am Sil­ve­ster­abend. Da gehen die Emo­tio­nen hoch, da hat Jeder eine Mei­nung und es wird spe­ku­liert was das Zeug hält. Son­der­bar, wo doch fast kei­ner der Dis­ku­tan­ten dort war. Von "infor­mier­ter Mei­nungs­bil­dung" kann des­we­gen kaum die Rede sein - und trotz­dem sind sich alle sicher wie es war. 

Sobald aber The­men wie bei­spiels­wei­se "Ener­gie­wen­de" anste­hen wer­den die Dis­kus­sio­nen spär­li­cher. Es feh­len den mei­sten Men­schen die Grund­la­gen. Mit Mei­nung ist da nicht viel zu bespre­chen: Man kann gegen oder für die eine oder ande­re Tech­no­lo­gie sein, gefühls­mä­ßig, doch bestimmt nicht mit fun­dier­ten Argu­men­ten. Das macht unsi­cher, und des­we­gen wer­den die­se The­men gemieden.

So kommt es, dass zwar viel gele­sen und gere­det, aber nichts bes­ser wird. Weil kom­ple­xe The­men ver­nach­läs­sigt wer­den. Oder, wenn dar­über geschrie­ben wird, die­se Art von Tex­ten nicht oder viel sel­te­ner bis zum Ende gele­sen wer­den. Men­schen sind erst­mal 'faul', was Anstren­gung bedeu­tet wird gemie­den. Daher gehen Vie­le erst zu Quel­len von denen sie wissen:
Da brau­che ich nicht mit­den­ken, da wird mir etwas gelie­fert was ich schön fin­den kann. Ver­ständ­lich und begrün­det, wie ich wei­ter oben darlegte.

Dann aller­dings dür­fen sich genau die­se Leu­te nicht beschwe­ren wenn es ihnen irgend­wann übel auf­stößt was um sie her­um in der Welt schief läuft oder was die Regie­rung - auch in ihrem Namen - so tut.

Sie woll­ten es ja so.

bookmark_borderWieder da ....

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Für eini­ge Tage, fast zwei Wochen ins­ge­samt, war himm­li­sche Ruhe in unse­rer Nach­bar­schaft eingekehrt:
Kein Geräusch im Kel­ler, im Haus­flur, auf dem Dachboden ....

Doch nun ist er wie­der da, der klei­ne Pol­ter­geist, der tag­aus, tag­ein sein Unwe­sen treibt und ohne Unter­laß Geräu­sche pro­du­ziert die bei den unfrei­wil­li­gen Zuhö­rern abwech­selnd Schau­er des Schreckens oder Gän­se­haut der Angst her­vor­ru­fen - wenn nicht schon (bei­na­he) das Blut aus den Ohren rinnt, weil das Pol­tern und Rumo­ren, das Klap­pern und Zischen, das Krei­schen und Don­nern stän­dig und meist völ­lig uner­war­tet an- und abschwillt und ihnen die Vor­mit­tags-, Nach­mit­tags-, und Nacht­ru­he raubt.

Bald fängt die Schu­le wie­der an.
Ein Segen!
Dann wird der Pol­ter­geist sein Wir­ken wenig­stens für einen Teil des Tages dort­hin ver­le­gen und hier, bei mir, in mei­ner nähe­ren Umge­bung, wird erneut das Auf­tref­fen einer Steck­na­del auf dem Lami­nat (!) zu hören sein.

"Lami­nat" - ein Stich­wort zu dem ich näch­stens etwas schrei­ben wer­de. Weil ich es für die dus­se­lig­ste, schäd­lich­ste und über­flüs­sig­ste Erfin­dung zum Aus­gang des letz­ten Jahr­hun­derts halte ....

bookmark_borderEin halbes Jahrhundert ....

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Als ich mich im Juli 1963 per Schiff auf den Weg in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka, kurz: U.S.A., auf­mach­te wuß­te ich kaum etwas über das, was mich da erwar­ten würde.

In Syra­cu­se, N.Y., emp­fing mich mei­ne Gast­fa­mi­lie, Vater, Mut­ter, Gast­bru­der & ~schwe­ster. Der erste Anlauf­punkt war das Haus der Schwe­ster mei­nes Gast­va­ters, die in Syra­cu­se wohn­te. Da gab es ein aus­ge­dehn­tes Abend­essen und am näch­sten Tag fuh­ren wir zum Wohn­ort der Gast­fa­mi­lie, nach Gou­ver­neur, N.Y., nicht weit vom St. Lorenz Was­ser­weg ent­fernt gele­gen. Jeden­falls eine typi­sche Klein­stadt im Nord­we­sten des Staa­tes New York, kaum 7.000 Ein­woh­ner und sechs Kir­chen, alle nahe des Ortszentrums.

In der Umge­bung - dem 'Coun­ty' - haupt­säch­lich Wei­de­wirt­schaft, Milch­kü­he, aber auch Tal­k­um­för­de­rung und Holzwirtschaft.

Die Schu­le, Gou­ver­neur Seni­or High School, war nur weni­ge Minu­ten vom Haus mei­ner Gast­fa­mi­lie ent­fernt. So konn­te ich den über­wie­gen­den Teil des Schul­jah­res dar­auf ver­zich­ten in den Schul­bus zu stei­gen um zum Unter­richt zu kommen.

In die­ser Regi­on der U.S.A. war die Welt noch in Ord­nung. Was nach Les­art der dor­ti­gen Gesell­schaft bedeu­te­te: Kei­ne Ras­sen­un­ru­hen, kei­ne Arbeits­lo­sig­keit, kei­ne reli­gi­ons­lo­sen Anwoh­ner - und wenn wel­che da gewe­sen wären hät­ten sie es der Mehr­heit bestimmt nicht mitgeteilt ....

Wäh­rend des Jah­res geschah dann das Ungeheuerliche:
Ein far­bi­ger Schü­ler wur­de ange­mel­det und besuch­te fort­an die Schu­le - und weil wenig über die Hin­ter­grün­de bekannt war bro­del­te die Gerüchteküche.



 
x°°y°

 

[Quel­le der Abbildung] 

Zu die­ser Zeit gab es in den Sezes­si­ons­staa­ten noch "Ras­sen­tren­nung"*, die erst 1964, dem Jahr in dem ich im Juni wie­der nach Deutsch­land zurück rei­ste, auf­ge­ho­ben wurde.

Was ist nach 50 Jah­ren "Auf­he­bung der Ras­sen­tren­nung" das Fazit?
For­mal mag es zwar Ände­run­gen gege­ben haben, von einer Gleich­be­rech­ti­gung der far­bi­gen US-Bevöl­ke­rung kann aller­dings nicht die Rede sein. Es wer­den durch unver­hält­nis­mä­ßi­ge poli­zei­li­che Über­grif­fe immer noch Schwar­ze anders behan­delt als Wei­ße (Sie­he hier­zu auch "Black Lives Mat­ter" [#Black­Li­ves­Mat­ter] & die­sen Bericht).

Das Land hat sich ver­än­dert. Ich habe mich ver­än­dert. Wie anders soll­te man die Ent­wick­lung in fünf­zig Jah­ren beschrei­ben? Das Ame­ri­ka von heu­te ist nicht mehr das Land, in das ich all die Jah­re nach mei­ner Rück­kehr wie­der rei­sen und dort leben woll­te. Das habe ich schon 1998 gemerkt, als ich zum ersten Mal wie­der mehr als ein paar Wochen Urlaub dort ver­bracht habe. 

Noch viel hef­ti­ger war der Schock als die Regie­rung Bush 2002 begann das Land in ein Hoch­si­cher­heits­ge­fäng­nis zu ver­wan­deln, von dem die drin­nen kaum etwas merken:
Ein­tritt und Aus­gang mit
- ver­schärf­ten Personenkontrollen,
- Metalldetektoren,
- Ganz­kör­per­scan­nern und
- sicher­heits­dienst­li­cher Behand­lung inclusive
- Iris­scan und
- Fingerabdrücken.

"Land of the Free" - das war ein­mal und ist unwie­der­bring­lich ver­lo­ren .... wenn es auch den Tou­ri­sten der ADAC-geführ­ten-deutsch­spra­chi­ge-Rei­se­lei­tung-inbe­grif­fen-Tour und den Drei-Tage-Shop­ping-New-York Rei­sen­den anders erschei­nen mag.

 * Sie­he hier­zu auch fol­gen­den LINK

bookmark_borderWenn Shakespeare vom Atom gewußt hätte ....

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g°°gl°

Screen­shot aus [Quel­le: twit­ter]

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Ich bezweif­le, dass die Schluß­fol­ge­rung kor­rekt ist. Shake­speare war ein getrie­be­ner Mensch der all das los­wer­den muß­te was in sei­nem Kopf her­um­schwirr­te. Eine mög­li­cher­wei­se alter­na­ti­ve Prä­sen­ta­ti­on des The­mas viel­leicht, aber einen so wich­ti­gen Aspekt mensch­li­cher Wesen­äu­ße­rung ganz weg­las­sen? Wohl kaum.

Jeden­falls begeg­nen wir hier wie­der­um dem Phä­no­men der Bestimmt­heit der Lebe­we­sen durch die mole­ku­la­re Che­mie, die letzt­lich auf das Atom zurück­zu­füh­ren ist. So wenig es uns gefal­len mag: 

Wir sind nicht "selbst­be­stimmt" im Sin­ne von "frei" oder "unab­hän­gig", son­dern Ergeb­nis von unwill­kür­li­cher Inter­ak­ti­on von Ato­men. Zufäl­lig so wie wir sind. Wie alles Leben auf die­sem Planeten.

bookmark_borderErweiterung des literarischen Angebotes

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Mei­ne Frau - indem sie den Hund strei­chelt, der schnar­chend auf der Couch liegt - teilt mir fol­gen­des mit: Sie pla­ne dem­nächst die Her­aus­ga­be eines Buches mit dem Titel

"Wie ich mein Leben zwi­schen zwei Schnar­chies fristete!"
Nun muß ich mir ernst­haft Gedan­ken über eine Gegen­ver­öf­fent­li­chung machen.
Sie schnarcht näm­lich auch.
Lau­ter als der Hund.

bookmark_borderVon "Rechtsanwälten" & "Lästigkeit"

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Glück­li­cher­wei­se haben vie­le Men­schen eher sel­ten in ihrem Leben die Not­wen­dig­keit mit Rechts­an­wäl­ten ihre berech­tig­ten For­de­run­gen durch­zu­set­zen - bzw. es wenig­stens zu versuchen. 

Kürz­lich hat­te ich - nach vie­len Jah­ren wie­der ein­mal - eine Sache, in der ich mich mit einem Anwalt unter­hal­ten muß­te. Mit dem, den die Gegen­sei­te ein­ge­schal­tet hat­te. Man­che Leu­te sind zwar in der Lage ihr täg­li­ches Leben zu mei­stern, aber nicht kom­ple­xe Sach­ver­hal­te selbst zu erör­tern und ihre Auf­fas­sung ver­ständ­lich in Schrift­form darzulegen:

In die­sem Fall bie­tet sich offen­bar an einen Anwalt mit dem Schrift­ver­kehr zu betrau­en, denn es ist das Wesen die­ses Beru­fes for­mell und inhalt­lich aus­ge­wo­ge­ne Schrei­ben zu verfassen.

So hat­te ich, nach Lek­tü­re eines Schrift­sat­zes der mir zuge­gan­gen war, ein äußerst kurz­wei­li­ges Gespräch mit dem Anwalt des Geg­ners (den ich aus for­ma­lem Grund so bezeich­ne, denn ich will nicht unter­stel­len, dass die­ser net­te älte­re Herr aus nie­de­ren Moti­ven han­del­te. Es steck­te wohl eher sei­ne Frau dahin­ter - die mach­te mir den Ein­druck über das Geld zu herr­schen). Wie erwar­tet waren natür­lich alle vor­ge­brach­ten Argu­men­te in der Ein­schät­zung des Anwal­tes null und nich­tig, ich nicht nur 'hin­ter dem Mond' und 'völ­lig ohne jeden sach­li­chen Anspruch', nein, ich habe selbst dazu bei­getra­gen, dass mei­ne viel­leicht mög­li­chen For­de­run­gen sich in Luft auf­ge­löst hätten.

Es war tat­säch­lich in etwa das, was ich mir schon gedacht hat­te bevor ich den Hörer auf­nahm - schließ­lich muß der Anwalt den Ver­such unter­neh­men sei­nen Man­dan­ten als den wei­ße­sten aller wei­ßen Engel daste­hen zu las­sen, der natür­lich die wei­ße­ste aller wei­ßen Westen hat und zu kei­ner Mis­se­tat fähig ist.

Das Ergeb­nis die­ses - von herz­haf­tem Lachen beglei­te­ten - Exkur­ses über die Fall­stricke des deut­schen Kauf­ver­trags­rechts ist nun­mehr die Zah­lung einer "Lästig­keits­prä­mie", ja, sie lesen rich­tig, sowas gibt es im Umgang von Par­tei­en in Rechtssachen.

Eine sol­che Prä­mie wur­de schließ­lich ver­ein­bart - damit ich nicht wei­ter insi­stie­re und dadurch 'lästig' bin. Sie deckt zwar nicht den Scha­den bzw. den Min­der­wert der erwor­be­nen Sache, been­det aber die Ange­le­gen­heit ohne wei­te­ren Rechts­streit. Das war es mir wert auf ein paar €uro zu verzichten.

Bedeut­sa­mer ist dabei das, was ich aus mei­nem Ver­trau­en in einen - ver­meint­lich ehr­li­chen - Ver­käu­fer gelernt habe:

Lie­ber drei­mal prü­fen als ein­mal zu Unrecht vertrauen!

Glau­ben sie also kei­nem Ver­käu­fer, son­dern las­sen sie einen Fach­mann nach­se­hen, ob die Aus­sa­gen tat­säch­lich zutref­fen. Und las­sen sie sich wei­te­re zuge­si­cher­te Eigen­schaf­ten schrift­lich bestätigen. 

PS
Bei der Gele­gen­heit war ich erstaunt wie vie­le Anwäl­te es so in einem klei­nen Teil­be­reich unse­res Land­krei­ses gibt. Rund um Rhei­ne (Radi­us 30 km) wer­den allei­ne mehr als 40 Kanz­lei­en bei einer Suche ange­zeigt. Bei der Kon­kur­renz ist es nicht ver­wun­der­lich, wenn nicht immer mit 'lau­te­ren' Mit­teln um Man­dan­ten gekämpft und gehan­delt wird.

bookmark_borderKanalisierung des Zorns

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Solan­ge sich der Volks­zorn - bei­spiels­wei­se bei "PEGIDA" - gegen Aus­län­der rich­tet, und von der Grö­ßen­ord­nung her in etwa so bleibt wie zur Zeit, kann die Regie­rung sich durch­aus zufrie­den zurück­leh­nen und dem Trei­ben zusehen.

Wer gegen Aus­län­der auf­ge­hetzt und damit beschäf­tigt ist gegen die­se zu demon­strie­ren wird nicht fra­gen wer im Inland für die sozia­le Schief­la­ge Ver­ant­wor­tung trägt!

Men­schen brau­chen offen­bar einen "Popanz", ein "Opfer­lamm", ein "Hass­ob­jekt" an dem sie sich abar­bei­ten kön­nen wenn sie die Welt um sich her­um als bedroh­lich und nicht mehr fass­bar emp­fin­den, wenn ihnen die Anfor­de­run­gen aus ihrer Umwelt schlicht­weg 'über den Kopf wachsen'.

Es ist bekannt, dass über­for­der­te Men­schen ein Ven­til suchen um ihre Unsi­cher­heit los zu wer­den - eine der mög­li­chen Vari­an­ten ist Aggres­si­on gegen die ver­meint­li­che Quel­le ihres Zustandes.

Seit jeher hat sich die soge­nann­te Obrig­keit genau sol­che Zie­le aus­ge­dacht & benannt - und hat so von sich und den eige­nen Machen­schaf­ten abge­lenkt. Gro­ße Tei­le unse­rer Infor­ma­ti­ons­quel­len, ob 'print', 'funk' oder 'medi­en' unter­lie­gen - direkt oder indi­rekt - der Kon­trol­le derer, deren Kon­trol­leu­re sie eigent­lich sein sollten.

Schaut man sich an gegen wen sich der Volks­zorn rich­tet - sofern man bei den rech­ten Demon­stra­tio­nen davon spre­chen kann - so wird deutlich:

Hier wer­den die Fal­schen beschimpft und geächtet.

Der Volks­zorn soll­te sich eher gegen Jene rich­ten, die für die miß­li­che Lage ver­ant­wort­lich sind, gegen die Kon­zer­ne, die mit dem Geschäft in die Kri­sen­ge­bie­te ohne jeg­li­che Skru­pel Geld ver­die­nen und davon nie genug ....

Also, lie­be Pegi­da & son­sti­ge Demonstranten:
Rich­tet euch, rich­tet eure Wut, lie­ber gegen die Ver­ur­sa­cher der 'Völ­ker­wan­de­rung' aus den süd­li­chen Gefil­den anstatt die Opfer für ihre Situa­ti­on zu schelten.