bookmark_borderWARUM?

Die­se Fra­ge stel­le ich mir immer noch, jetzt, nach der Lek­tü­re eines Arti­kels in der Süd­deut­schen Zeitung.
Wo ich doch auf Auf­klä­rung durch den Arti­kel gehofft hatte.

Doch von Anfang an.
Online war unter der »head­line«¹:
" .. Über­wa­chung durch Geheim­dien­ste Aus Angst vor dem Volk .. " ver­faßt von Jut­ta Weber (13. August 2013) die fol­gen­de »tag­li­ne«²⁻³ᵃ⁻³ᵇ zu lesen:

" .. Die Späh­af­fä­re macht deut­lich, wie sehr sich die Sicher­heits­po­li­tik des Westens gewan­delt hat - hin zu einer gefähr­li­chen Daten­sam­mel­wut. Die eigent­lich inter­es­san­te Fra­ge ist:
War­um über­wa­chen demo­kra­ti­sche Gesell­schaf­ten ihre eige­ne Bevöl­ke­rung so hautnah? .. "

Im »wrap-up«⁴ lau­te­te die Fra­ge­stel­lung dann so:

" .. Letzt­end­lich muss man sich aber fra­gen, war­um demo­kra­ti­sche Regie­run­gen so gro­ße Angst vor ihren Bevöl­ke­run­gen haben .. "

Bei gemein­sa­mer Betrach­tung der Ein­gangs­fra­ge und des abschlie­ßen­den Sat­zes ist das Ergeb­nis des Artikels:
"Demo­kra­ti­sche Regie­run­gen über­wa­chen ihre Bevöl­ke­rung weil sie Angst vor ihr haben." Selbst das wird dann wie­der ein­ge­schränkt, weil es in Fra­ge­form geklei­det ist. Ob die gestell­ten Fra­gen Rele­vanz haben bleibt ohne­hin offen. Auch dazu ver­mis­se ich eine Erör­te­rung in dem Artikel.

Ich will hier bestimmt kei­ne Text­in­ter­pre­ta­ti­on à la Gym­na­si­um machen, doch fra­ge ich mich als Leser was ein Bei­trag in einer renom­mier­ten Zei­tung soll, der die selbst­ge­stell­te Ein­gangs­fra­ge im Text­ver­lauf nur vage anreißt und statt einer Lösung am Ende nur eine wei­te­re Fra­ge stellt. Da hät­te ich doch mehr erwar­tet, zumal von einer Wis­sen­schaft­le­rin, die sich mit dem The­ma Kom­mu­ni­ka­ti­on in wei­te­rem Sin­ne befaßt und daher als fach­kom­pe­tent ange­se­hen wer­den sollte. 

Ich füh­le mich 'ver­schau­kelt' - weil ich Zeit geop­fert habe um den Arti­kel zu lesen und hin­ter­her genau­so schlau bin wie vor der Lektüre.

Dabei fal­len mir - weil ich es andern­orts gele­sen und selbst dar­über nach­ge­dacht habe - schon ein paar Grün­de ein. Da wäre zunächst der Gedan­ke der Erfor­schung der jeweil­gen Stim­mungs­la­ge im Lan­de. Das kann für die Durch­set­zung von poli­ti­schen Zie­len bedeut­sam sein, weil es unklug ist gegen eine Mehr­heit Poli­tik zu machen. 

Es wäre ins­be­son­de­re auch an die Erfor­schung der Hal­tung der eige­nen Par­tei­gän­ger und der Oppo­si­ti­on zu den­ken - denn ich bin sicher, das Kanz­ler­amt bekommt dar­über Dos­siers gelie­fert. Ein Teil der Geheim­nis­krä­me­rei ist bestimmt des­we­gen vor­han­den, weil man die­se Aus­spä­hung weder den eige­nen Par­tei­leu­ten, noch einer brei­ten Öffent­lich­keit als "unver­zicht­bar" oder "alter­na­tiv­los" ver­kau­fen könn­te. Die Lügen­ge­bäu­de, die um die Aus­spä­hung auf­ge­baut wer­den, loh­nen sich doch nur, wenn dafür bei dem 'inne­ren Zir­kel' Infor­ma­tio­nen ankom­men um derent­wil­len sich die­se Lüge­rei lohnt.

Wei­ter könn­te man an die Ver­flech­tung zwi­schen Poli­tik und Wirt­schaft, oder zwi­schen Poli­tik und Finanz­we­sen im Lan­de denken:
Da ist es doch von gro­ßem Vor­teil wenn die ande­ren Akteu­re aus­ge­späht wer­den und man so "Hebel" in die Hand bekommt um For­de­run­gen abweh­ren oder Lei­stun­gen ein­for­dern zu kön­nen. Ande­re 'erpreß­bar' zu machen ist immer bes­ser als selbst erpreßt zu wer­den - und bei den Sum­men und Fol­gen, die durch die Regie­rungs­po­li­tik ent­ste­hen ist ein Wis­sens­vor­sprung von außer­or­dent­li­chem Vor­teil. "Wis­sen ist Macht" gilt im poli­ti­schen Geschäft doch min­de­stens eben­so wie in der rei­nen Wissenschaft.

Schließ­lich ist der inter­na­tio­na­le, ins­be­son­de­re euro­päi­sche Raum zu beden­ken: Auch dort wer­den die Bevöl­ke­run­gen von ihren Regie­run­gen aus­ge­späht - aber auch die staat­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen und die jewei­li­gen Poli­ti­ker. So bie­tet auf die­ser Ebe­ne ein Kennt­nis­vor­sprung durch die Geheim­dien­ste durch­aus inter­es­san­te Mög­lich­kei­ten. Wie im Inland führt auch bei den aus­län­di­schen Aus­ge­späh­ten die Tat­sa­che, daß sie nicht genau wis­sen WAS ihr Gegen­über von ihnen an 'klei­nen Geheim­nis­sen' weiß zu einer Ver­un­si­che­rung - und wer 'ver­un­si­chert' ist, ist leich­ter zu mani­pu­lie­ren. Ein 'guter' Geheim­dienst hat also für eine Regie­rung durch­aus hand­fe­ste Vor­tei­le. Wes­we­gen ich sicher bin, daß die For­de­rung aus ver­schie­den­sten Krei­sen nach Abschaf­fung der 'Dien­ste' nicht erfüllt wer­den wird. Sie sind nun mal ein Trumpf im Ärmel der Herr­schen­den auf den die­se nicht ver­zich­ten werden.

Zwei­fel habe ich aber den­noch - und zwar an der Lei­stung der 'Dien­ste' die hier­zu­lan­de vor­han­den sind:
Es sind nicht immer die Besten, die dort­hin gelan­gen. Oft sind es aus­ge­dien­te Sol­da­ten, ehe­ma­li­ge Poli­zi­sten, weg­ge­lob­te Ver­wal­tungs­leu­te - und bestimmt nicht nicht die 'crè­me-de-la-crè­me' - min­de­stens ist das mein Ein­druck von den weni­gen Berüh­run­gen die ich mit akti­ven oder im Ruhe­stand befind­li­chen Per­so­nen aus dem Geheim­dienst­be­reich hat­te. Die waren eher mit­tel­mä­ßi­ge, spie­ßi­ge und nur durch­schnitt­lich intel­li­gen­te Menschen. 

Ob die in der Lage sind tat­säch­lich rele­van­te Ergeb­nis­se zu liefern?

Man könn­te auf "Schwarm­in­tel­li­genz" hof­fen. Dage­gen spricht aber wie­der die Beob­ach­tung der weni­gen, expo­nier­ten Ver­tre­ter der Zunft. Oder deren Auf­tre­ten. Wer über wirk­lich bedeut­sa­me 'Geheim­nis­se' von ande­ren Men­schen Bescheid weis tritt anders auf und benimmt sich souveräner. 

PS.
Mei­ne eige­ne Über­schrift genügt nicht den Anfor­de­run­gen, die bei Herrn Nömix an eine Über­schrift gestellt wer­den. Dies ist mir klar und den­noch blei­be ich dabei ledig­lich ein "War­um?" dort­hin zu schrei­ben. Wenn schon in über­re­gio­na­len Zei­tun­gen nicht nach jour­na­li­sti­schen Regeln gear­bei­tet wird kann ich, nein, will ich es mir erlau­ben die Regeln bei­sei­te zu las­sen und das zu tun was mir gefällt.

∙  ▫  ∙

¹ »head­line; Zitat Nömix: »Zwei Haupt­fra­gen müs­sen in einer Schlag­zei­le beant­wor­tet wer­den, näm­lich Wer? und Was?« (aus: Wolf Schnei­der, “Die Überschrift“)
² »tag­li­ne«
Eine »tag­li­ne« (vom eng­li­schen »tag« für „Auf­hän­ger“ und »line« für „Zei­le“) ent­hält die Bot­schaft einer Prä­sen­ta­ti­ons­sei­te in einem Satz.
³ᵃ »slo­gan« (syn­onym für »tag­li­ne«, auch »cla­im«)
Der »slo­gan« soll in kom­pak­ter Form eine Aus­sa­ge ver­mit­teln und die Öffent­lich­keit schlag­ar­tig beein­flus­sen. In Deutsch­land wird in Fach­krei­sen auch der Begriff »cla­im« - deutsch "Anspruch" - verwendet.
³ᵇ »Slo­gans« sind kur­ze Phra­sen, die beschrei­ben­de oder emo­tio­na­le Infor­ma­tio­nen vermitteln.
»wrap-up«; »wrap-up line« - hier han­delt es sich um eine abschlie­ßen­de For­mu­lie­rung, die die Zusam­men­fas­sung der vom Autor ver­tre­te­nen The­sen / Mei­nung / Auf­fas­sung wie­der­ge­ben soll.

bookmark_border'Bernie' stellt Fragen ....

WIESO?
WESHALB?
WARUM?

Wer nicht fragt bleibt dumm!
Das wis­sen wir seit es die SESAMSTRASSE gibt. Des­we­gen fin­det man im Inter­net ein Forum mit der Bezeich­nung "www.gutefrage.net". Dort kann man Fra­gen stellen.

Über eine Such­an­fra­ge die bei mir im coun­ter lan­de­te wur­de ich auf Ber­nie auf­merk­sam. Ber­nie stellt auch Fra­gen. Dort, bei "www.gutefrage.net".

Nun ist das so eine Sache mit den Fra­gen. Denn in jeder Fra­ge - das lehrt das Vier-Ohren-Modell von Frie­de­mann Schulz von Thun - steckt auch eine Viel­zahl ande­rer Aussagen:

  • Sach­ebe­ne / Sachinhalt 
  • Selbst­of­fen­ba­rung
    ".. Auf den Spre­cher bezo­ge­ner Aspekt: das­je­ni­ge, was anhand der Nach­richt über den Spre­cher deut­lich wird („[Selbst­of­fen­ba­rung]“, „Was ich von mir selbst kundgebe“) .."
  • Bezie­hungs­ebe­ne
  • Appell

Ich wei­se ins­be­son­de­re auf den Unter­punkt "Selbst­of­fen­ba­rung" hin. Weil der bedeutet:
In jeder Fra­ge steckt zugleich eine Aus­sa­ge zu den Fähig­kei­ten und zur Per­sön­lich­keit des Fragenden.

Ber­nie hat meh­re­re Fra­gen gestellt, von denen ich drei her­aus­neh­me und hier als screen shot darstelle:

Nach­dem ich das so gele­sen hat­te stell­te ich mir die Frage:
Kann es wirk­lich sein, daß Ber­nie erfolg­reich Psy­cho­lo­gie stu­die­ren wird?

Er ver­fügt nur über man­gel­haf­te Grammatikkenntnisse.
Das allein wäre noch nicht schlimm.

Aber:
Er ist zudem nicht in der Lage ohne frem­de Hil­fe einen mäßig kom­ple­xen Gedan­ken wie den in der Orwell'schen Aus­sa­ge zu interpretieren.


Soll­te man jeman­den wie Bernie
als Psy­cho­lo­gen auf die Mensch­heit loslassen?



 

bookmark_borderDie "genialen" Birkenbihler ....

sind nicht mehr bei "two­day", und das schon eine gan­ze Weile.

[genial1]

Zuerst dach­te ich: 

Die sind nach ihrem Trai­ning tat­säch­lich "geni­al" gewor­den und brau­chen des­we­gen weder Blog noch Publi­kum, sind sich selbst genug. Oder sie hät­ten mei­nen Blog­ein­trag gele­sen, wären 'in sich gegan­gen' und hät­ten auf­ge­hört. Das war aber falsch.

Sie sind umge­zo­gen um 'Spam' - also ein­fach gesagt: Kri­tik an ihrem Quatsch - zu ver­mei­den bzw. zu zensieren. 

[genial2]
Was an Kri­tik gar­nicht erst zu lesen ist läßt den Rest bes­ser aus­se­hen. Min­de­stens ent­steht beim durch­schnitt­li­chen Leser so der Ein­druck es gäbe nichts ein­u­wen­den gegen die­se Metho­de 'geni­al' zu werden.

Die Grund­la­gen für "Genia­li­tät" - nur um sie, lie­be Leser auf den aktu­el­len Stand zu brin­gen - sind Listen:
Ent­we­der asso­zi­iert nach Stich­wor­ten die den Aus­gangs­punkt bil­den, oder ABC_Listen, in denen sind die Asso­zia­tio­nen nach den Buch­sta­ben des Alpha­bets geord­net. Wer ganz schnell 'geni­al' wer­den will schreibt die zunächst hand­schrift­lich ver­faß­ten Listen dann noch ab, es wird zwar nicht genau gesagt, aber ich ver­mu­te mit Computer. 

Das hät­ten sie nicht gedacht. Oder doch? Ich mei­ne, daß man von sowas 'geni­al' wer­den kann. Ich stau­ne immer wie­der wie gut­gläu­big, naiv oder schlicht unbe­darft man­che Zeit­ge­nos­sen sind, die sich sol­chen Hum­bug andie­nen las­sen und dafür ihr sau­er ver­dien­tes Geld einer geschickt agie­ren­den Beu­tel­schnei­de­rin in den Rachen werfen.

Dabei waren die Betrei­ber des "Geni­al wer­den mit Birkenbihl"-Blogs offen­bar aber nicht 'geni­al' genug. Denn sie haben eine Plat­form gewählt die mitt­ler­wei­le dicht machte 

[genial]
. War also kei­ne beson­ders 'genia­le' Wahl.

So fra­ge ich mich:
Wird die "Genia­li­tät" nun end­gül­tig ver­lo­ren sein? Wer­den kei­ne 'genia­len' Men­schen mehr her­vor­ge­bracht wer­den - jetzt, wo kein "Genia­li­täts­trai­ning" mehr per Inter­net zu stu­die­ren ist?

Das myste­riö­se Ver­schwin­den der Genialitätstrainer:
Ein gro­ßer Schritt in Rich­tung Vernunft ....


Sie­he auch:
1. "Genia­li­täts­trai­ning"
2. "Ver­gleich"
3. Geni­al - mit Birkenbihl .... 

bookmark_borderEin "Schmarrn" - kein Journalismus.

Gemein­hin kann man bei "tele­po­lis" dar­auf ver­trau­en,
daß die Bei­trä­ge gut recher­chiert und intel­lek­tu­ell berei­chernd sind. Wel­che Ent­täu­schung ist da der Bei­trag, des­sen Titel, tag line und Autor ich hier der Ein­fach­heit hal­ber als screen shot zeige:

[07082013]

"Begin­nen sich eini­ge Autorin­nen zu fra­gen" - heißt es da. Nach­dem ich den Bei­trag gele­sen hat­te wuß­te ich: Es sind genau zwei Autorin­nen genannt. 

Da muß­te ich an klei­ne Kin­der den­ken, die, wenn sie noch nicht zäh­len kön­nen, nach dem Muster "Eins, zwei, Vie­le ..." ver­fah­ren. Zwei Autorin­nen sind nach mei­nem Ver­ständ­nis nicht "eini­ge Autorin­nen". So, wie in die­sem Fall min­de­stens schlam­pig argu­men­tiert wur­de, geht es dann in dem wei­te­ren Text auch nur dar­um Bele­ge zu fin­den wie per­fi­de die männ­li­chen Athe­isten dafür sor­gen ihre weib­li­chen Gesin­nungs­ge­nos­sin­nen zu unter­drücken - frei nach dem Mot­to "Nur eine gefü­gi­ge Athe­istin ist eine gute Atheistin. 

Da es aber immer eine Streu­brei­te der Gesin­nung gibt hier ein Bei­spiel dafür, wie männ­li­che Athe­isten dar­an erin­nert wer­den wie sie mit den weib­li­chen Athe­istin­nen umge­hen sol­len. Das klingt mir dann doch eher nach einem ernst­haf­ten Ver­such die all­zu aus­ufern­de Männ­lich­keit zu begren­zen - was der The­se des Autors im "telepolis"-Beitrag widerspricht.

Ich habe sel­ten soviel Unsinn in einem Bei­trag gele­sen. Wenn der Autor sich die Mühe gemacht hät­te mal über den Tel­ler­rand nach U.S.A. zu schau­en, dann wären ihm bestimmt noch ein­ge durch­aus aner­kann­te weib­li­che Athe­istin­nen auf­ge­fal­len. Die zudem kei­ne Pro­ble­me mit männ­li­chen Athe­isten haben. Und die nicht mit den Frauen.
[Nur eine Quel­le die die­sen Umstand näher beleuch­tet und zu dem Ergeb­nis kommt, daß sich Athe­is­mus und Ein­tre­ten für Femi­nis­mus nicht aus­schlie­ßen, aber auch nicht bedingen.]

Selbst wenn es stim­men wür­de - daß näm­lich frau­en­feind­li­che Struk­tu­ren bei den Athe­isten zu fin­den sind - wäre das doch nur ein Spie­gel der gesell­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se und damit ledig­lich ein Beweis für die pro­por­tio­na­le Ver­tei­lung von Vor­ur­tei­len auch unter Athe­isten. Die sind nun mal kei­ne Über­men­schen, inso­weit wäre der Befund kei­ne Offen­ba­rung, son­dern ledig­lich ein Hin­weis auf die Realität.

Ein­zig ein Argu­ment in dem genann­ten Bei­trag scheint mir stich­hal­tig begrün­det: Es gibt weni­ger weib­li­che als männ­li­che Atheisten.
Das ist des­we­gen ein­leuch­tend, weil Frau­en auf­grund ihrer gene­ti­schen Grund­prä­gung eher ver­bin­dend als tei­lend den­ken. Ob sie aller­dings gene­rell dem Okkul­ten & Mysti­schen eher zuge­neigt sind - so wird es dort behaup­tet - mag ich nicht beur­tei­len, denn dafür gibt es kei­ne Belege.

bookmark_borderEs ist gelungen ....

Ich stel­le fest, daß die 'Auf­re­gung' hin­sicht­lich des unge­heu­ren Skan­dals rund um "Prism" und "Tem­po­ra" in den Medi­en - da sind die Web­logs ein­ge­schlos­sen - nach und nach abebbt. Die Rech­nung der Regie­rung sich bedeckt zu hal­ten und abzu­war­ten, in der Zwi­schen­zeit abzu­wie­geln, zu beschö­ni­gen, und zu leug­nen scheint aufzugehen. 

Mir stellt sich die Frage:
Wenn so etwas nicht mehr dazu ange­tan ist Men­schen auf die Bar­ri­ka­den zu trei­ben - was muß dann noch pas­sie­ren, damit ein Auf­schrei durchs Land geht? Die Reak­ti­on auf eine tot­ge­fah­re­ne Kat­ze oder einen miß­han­del­ten Hund ist gemein­hin umfang­rei­cher als die, die man auf die­se unent­schuld­ba­re und völ­lig geset­zes­wid­ri­ge Ver­hal­tens­wei­se der Ame­ri­ka­ner & Bri­ten beob­ach­ten konnte.

Wahr­schein­lich den­ken Viele:
Geht mich nichts an, ich mache ganz wenig oder über­haupt nichts im Inter­net - und das, was ich da mache kann ruhig jeder wissen!

Das ist der gro­ße Trugschluß!

Fast jeder Mensch hat heu­te ein Mobil­te­le­fon, ein Kon­to, einen Per­so­nal­aus­weis sowie­so, eine Steu­er­num­mer, Kreditkarte(-n), Kran­ken­ver­si­che­rungs­kar­te, Ser­vice­kar­te vom Auto­händ­ler, Dis­count­kar­te vom Ein­zel­händ­ler, Jah­res­kar­te vom Auto­mo­bil­club / Cam­ping­kar­te, etc. Wenn man sich im öffent­li­chen Raum bewegt wer­den Auf­zeich­nun­gen per Video gemacht, auf Bahn­hö­fen, in öffent­li­chen Gebäu­den, bei Kauf­häu­sern, in Park­häu­sern - die Daten aus all den regi­strier­ten Doku­men­ten und Auf­nah­men, zusam­men mit den Ein­käu­fen und geführ­ten Gesprä­chen sind irgend­wo 'gespei­chert'. Dazu die E-Mails an Bekann­te & Freun­de. Wenn das Navi­ga­ti­ons­grät meh­re­re Tage unbe­nutzt ist schal­tet es sich ein - und gibt sei­nen Stand­ort an die Her­stel­ler­fir­ma weiter ....
So erge­ben all die­se Daten ein Bild des Men­schen, der da mit ande­ren kommuniziert:

Man kann dar­aus mit­tels com­pu­ter­ge­stütz­ter Pro­gram­me ein Muster machen, das die­sen Men­schen "beschreibt" - sei­ne Vor­lie­ben, sei­ne Gedan­ken, ja sei­ne Per­sön­lich­keit. Da lie­gen so vie­le Daten vor, die zusam­men­ge­nom­men die­sen ein­zel­nen Men­schen bes­ser beschrei­ben als er sich selbst kennt.

Das ist das Erschreckende.

Nicht die ein­zel­ne Infor­ma­ti­on ist aus­sa­ge­fä­hig, aber zusam­men­ge­führt wie bei den Geheim­dienst­pro­gram­men wird ein "Bild" daraus.

Noch haben wir kei­ne Hin­wei­se, daß sol­che Daten, von weni­gen doku­men­tier­ten Fäl­len (Bei­spiel) ein­mal abge­se­hen, gegen Ein­zel­ne ver­wen­det wer­den - aber wenn es ein­mal soweit ist wird es schon zu spät sein, dem Ein­halt zu gebieten. 

bookmark_borderZeichen der Zeit ....

Grund­sätz­lich ist es ja so, daß die lebens­not­wen­di­gen Grund­la­gen (Ener­gie, Was­ser, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel) in die Begehr­lich­keit Jener fal­len, die dadurch Abhän­gig­keit erzeu­gen & Pro­fit gene­rie­ren wollen: 

Aber gera­de beim Was­ser haben sie auf EU-Ebe­ne vor ein paar Wochen eine Abfuhr erteilt bekom­men - was nicht heißt, daß da der Kampf zu Ende ist - man sieht ja wie immer wie­der aufs Neue ver­sucht wird unter ande­rem Namen das Glei­che durch­zu­brin­gen (Bsp. ACTA). In der Hoff­nung die Bestän­di­gen zu zer­mür­ben und dann doch zu obsie­gen. In eini­gen Län­dern ist das gelun­gen, da erkennt man dann wie die Nach­tei­le die (zuvor) ange­prie­se­nen Vor­tei­le über­wie­gen [Eng­land, Spanien].

Bei den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­teln sind wir schon über­töl­pelt wor­den - da ist der Zug abge­fah­ren! Erst haben wir in Euro­pa die tech­ni­schen Grund­la­gen gelegt und die Paten­te ver­ges­sen zu for­mu­lie­ren - dann haben die Ame­ri­ka­ner sich die Tech­no­lo­gie zu eigen gemacht und das nöti­ge Per­so­nal 'ame­ri­ka­ni­siert':
Nun ist die welt­weit benutz­te Hard- und Soft­ware fast aus­schließ­lich in U.S.-Hand und dem­entspre­chend wer­den wir 'gemol­ken'. Was die Hard- und Soft­ware­fir­men noch nicht geschafft haben erle­di­gen dann die Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men im Gleich­klang und in Gleichschaltung ....

Es ist eine böse Welt. Aber die Geschich­te zeigt, daß der­glei­chen Machen­schaf­ten immer wie­der ver­sucht wur­den - und schließ­lich an sich selbst, ihrer Uner­sätt­lich­keit, ihrer mora­li­schen Ver­kom­men­heit & Gier zer­bro­chen sind. Es scheint in der mensch­li­chen Natur begrün­det zu sein, daß sol­che Struk­tu­ren sich auf­bau­en und wie­der zer­bre­chen, wie eine Sinus­wel­le, auf- und abschwingend.

bookmark_borderInhomogen

Gemein­hin wer­den die soge­nann­ten "Athe­isten" als Gegen­pol zu den "Gläu­bi­gen" (Chri­sten, Mos­lems, etc.) genannt - und dabei wird völ­lig ver­kannt, daß es sich um eine inho­mo­ge­ne Grup­pe han­delt, deren Mit­glie­der sehr unter­schied­li­che Grund­über­zeu­gun­gen haben. Allen gemein­sam ist vor­der­grün­dig eine Ableh­nung jeg­li­chen "Glau­bens", es zäh­len nur Bewei­se, also objek­ti­vier­ba­re Tatsachen. 
[wahl2009] 
Anson­sten aber gibt es, wie eine Stu­die der Uni­ver­si­tät von Chat­ta­noo­ga her­aus­fand, gro­ße Unter­schie­de in der Moti­va­ti­on und Aus­prä­gung der Weltanschauung. 

Es wur­den dazu sechs Unter­grup­pen gebil­det (Abb.) die von tota­ler bis stil­ler Ableh­nung des Glau­bens rei­chen. Die erho­be­nen Zah­len sind natürlch nicht 1:1 auf Euro­pa zu über­tra­gen, die Ein­tei­lung hin­ge­gen scheint mir mit dem über­ein­zu­stim­men, was ich selbst aus Beob­ach­tung, in Gesprä­chen und aus Gele­se­nem für schlüs­sig halte.

Wis­sen­schaft­lich begrün­de­te Ableh­nung (1) macht mit knapp 38% die größ­te Grup­pe aus, es folgt die Grup­pe der "Ableh­nungs­ak­ti­vi­sten" (2) mit 23%, und an drit­ter Stel­le ste­hen die Got­tes­ab­leh­ner (4) mit knapp 15%. 

Inter­es­sant ist aus mei­ner Sicht die Grup­pe (6) der "ritu­el­len Athe­isten", die sich äußer­lich nicht als Athe­isten zu erken­nen geben und mit der Teil­nah­me an christ­li­chen (und ande­ren reli­giö­sen) Ritua­len 'so-tun-als-ob' sie zuge­hö­rig wären. Immer­hin han­delt es sich dabei um die viert­größ­te Grup­pe, mit 12,5% fast so groß wie die der Gottesablehner.

Die Fra­ge nach der Moti­va­ti­on die­ser letzt­ge­nann­ten Grup­pe kann ich aus eige­ner Erfah­rung und Hand­lungs­wei­se erklären:
Es gibt Fami­li­en­si­tua­tio­nen in denen eine Nicht-Teil­nah­me an reli­giö­sen Festen zur Zer­split­te­rung des Fami­li­en­ver­bun­des füh­ren wür­de - und da macht man not­ge­drun­gen die Ritua­le mit, weil ande­res Ver­hal­ten von Eini­gen weder ver­stan­den noch akzep­tiert wür­de. Es ist eine Situa­ti­on in der die Dar­stel­lung der eige­nen Auf­fas­sung mit viel Auf­wand und Unstim­mig­kei­ten ver­bun­den wäre. Da ist es im Sin­ne der Erhal­tung von har­mo­ni­scher Stim­mung oft bes­ser sich nicht zu erklären. 


Abbil­dung: Chat­ta­noo­ga-athe­ism-rese­arch; Stu­dy­ing Non-Belief
 

bookmark_border.. zehn jungfrauen ..

In mei­nem Gedichte­b­log schrei­be ich immer dann, wenn ich dazu beson­de­re Lau­ne habe - es läßt sich schlecht lustig rei­men wenn man schwer­wie­gen­de Pro­ble­me wälzt ....

Zur Vor­ge­schich­te des neue­sten Reimes:
In mei­nem coun­ter ste­hen die Fra­gen & Begrif­fe, nach denen gesucht wur­de. Man­ches wie­der­holt sich, aber von Zeit zu Zeit wer­den ganz skur­ri­le oder beson­de­re Anfra­gen auf­ge­li­stet – wie z.b. Anfang Juli 2013 nach:
“gedicht über 10 jungfrauen”.

Mehr dazu im Gedichte­b­log unter

¶ .. № 0832: zehn jung­frau­en; by wvs; posted in kuri­os & absurd, men­schen, stichwort-reim .. ¶

bookmark_borderFlucht vor Gemeinsamkeit

In den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren habe ich mir oft die Fra­ge gestellt, wie­so sich Ehe­paa­re / Lebens­ge­mein­schaf­ten auf den Weg machen und für vie­le Mona­te fern ihrer 'Hei­mat' mit Wohn­wa­gen oder Wohn­mo­bil unter­wegs sind.

Natür­lich kommt da zuerst der Gedanke:

  • "Die sind Rent­ner und haben Zeit!", 
  • dann folgt 

  • "Die wol­len die Son­ne genie­ßen und der Käl­te entfliehen!", 
  • oder es könn­te der Gedan­ke sein 

  • "Die sind fit und aktiv und wol­len nicht zu Hau­se ver­sau­ern und Enkel hüten!" 

Das mag - jedes Argu­ment für sich oder kumu­liert - zutref­fend sein, ist aber nicht allein ausschlaggebend.

Sieht man genau­er hin kom­men wei­te­re Moti­ve hin­zu, die sich aus der ver­än­der­ten Lebens­si­tua­ti­on im Alter, mit errei­chen des Ren­ten­al­ters ergeben:
Wäh­rend in der Zeit davor das gemein­sa­me Leben sich auf Aben­de, Wochen­en­den und Urlau­be kon­zen­trier­te ist jetzt Zeit und Gemein­sam­keit im Über­fluß vor­han­den. Die Paa­re haben nach Jah­ren getrenn­ter Tages­ab­läu­fe plötz­lich sehr viel Zeit mit­ein­an­der zu ver­brin­gen - und da gehen Vie­len schon nach weni­gen Mona­ten die Gesprächs­the­men aus. Die Gemein­sam­kei­ten sind unzu­rei­chend, die Über­ein­stim­mung sinkt, die Dif­fe­ren­zen in Den­ken und Han­deln tre­ten her­vor und wer­den zuneh­mend zur Last. Streit ist vor­pro­gram­miert und bestimmt immer häu­fi­ger das Leben. Man geht sich 'auf die Ner­ven' und weiß nichts mit sich und dem Part­ner anzufangen.

Dem mit Wohn­wa­gen oder Wohn­mo­bil zu ent­flie­hen ist eine der mög­li­chen Lösun­gen und die zuneh­men­den Zah­len der Wohn­mo­bil- und Wohn­wa­gen­be­sit­zer spricht eine ein­deu­ti­ge Sprache:
Wenn man so reist sind tag­täg­lich viel­fäl­ti­ge Auf­ga­ben zu bewäl­ti­gen. Die Beschäf­ti­gung mit­ein­an­der redu­ziert sich, es wird 'funk­tio­niert' und 'erle­digt' und 'mit Drit­ten' kom­mu­ni­ziert, 'Aktio­nis­mus' beherrscht das Leben, über­tüncht die inter­nen Span­nun­gen. Die 'Ablen­kung' ver­stärkt sich durch die räum­li­che Nähe zu ande­ren Per­so­nen im Umfeld, denn auf den Cam­ping­plät­zen und Wohn­mo­bil­stell­plät­zen geht es eng zu, da dreht man sich um und hat schon einen neu­en Ansprech­part­ner. Die Beschäf­ti­gung mit Frem­den nimmt mehr Raum ein als die Beschäf­ti­gung mit­ein­an­der, das inter­ne Kon­flikt­po­ten­ti­al sinkt.

Die ganz oben genann­ten Bedin­gun­gen für die Flucht in den Süden stel­len genau­ge­nom­men nur einen klei­nen Teil der tat­säch­li­chen Moti­va­ti­on dar. In Wahr­heit - und das wol­len die mei­sten Betrof­fe­nen natür­lich nicht wahr­ha­ben, schon erst recht nicht zuge­ben - ist es eine Flucht vor dem gegen­sei­ti­gen Anöden, der Unfä­hig­keit sich nütz­lich zu beschäf­ti­gen, der man­geln­den Dia­log­fä­hig­keit und der Angst vor Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit dem Partner. 

Das fröh­li­che Cam­per­le­ben ist dem­nach eine dün­ne Fas­sa­de. Sie ermög­licht Vie­len 'klei­ne Fluch­ten' aus dem All­tag, bie­tet Ori­en­tie­rung weg vom Part­ner hin zu einer - ver­meint­lich - "gro­ßen Fami­lie von Cam­pern". Gemein­sa­me Akti­vi­tä­ten in der Grup­pe: Rad­tou­ren, Gril­len, Auf- und Abbau, zusam­men Fuß­ball anse­hen und dabei Bier trin­ken, usw. - das füllt die Zeit und gibt Gele­gen­heit Bemer­kun­gen über Ande­re, als "Scherz" oder "Flach­se­rei" getarnt, unter­zu­brin­gen. Auf Dau­er wird aber auch bei die­ser Lebens­ge­stal­tung die Kon­flikt­ver­mei­dung nur bedigt gelin­gen - was an Streit mit dem Part­ner ver­mie­den wird bahnt dem Kon­flikt mit Frem­den den Weg .... und dem wie­der­um begeg­nen die Wohn­mo­bi­li­sten durch ste­ten Orts­wech­sel. Ich wage also die The­se, daß beson­ders die­se Lang­zeit­ur­lau­ber a-sozia­le Men­schen sind, die sich für kur­ze Zeit 'ver­stel­len' kön­nen und sozi­al inter­agie­ren, deren wah­re Natur aber schnell zum Aus­druck kommt, wenn sie für län­ge­re Zeit mit den glei­chen Men­schen umge­hen müssen.

Schaut man sich unter die­ser Annah­me die Zah­len an - Deut­sche sind unter den Wohn­mo­bi­li­sten die größ­te Grup­pe - so ent­steht das Fazit:
Deut­sche Wohn­mo­bi­li­sten* sind meist schlech­te Ehe­part­ner und häu­fig unver­träg­li­che Soziopathen.

* Ich weiß, pau­scha­le Urtei­le sind schlecht. Den­noch trifft das - aus mei­ner Beob­ach­tung - über­wie­gend zu. Es betrifft glei­cher­ma­ßen die Wohn­wa­gen-Lang­zeit­cam­per, und nicht nur die im Süden! 

  1. Die Zahl der Wohn­mo­bi­li­sten hat - gemes­sen an der Zulas­sungs­zah­len - in den letz­ten Jahr­zehn­ten ste­tig zuge­nom­men. ¹
  2. Cam­per mit Wohn­wa­gen, die wäh­rend der käl­te­ren Jah­res­zeit "Dau­er­cam­ping" irgend­wo in süd­li­chen Gefil­den machen wer­den immer zahl­rei­cher. ²,³
  3. Die Nord-Euro­pä­er besit­zen auf Basis der Bevöl­ke­rungs­zahl mehr Wohn­wa­gen & Wohn­mo­bi­le als die Süd­eu­ro­pä­er, Schwe­den hat Hol­land über­holt. ⁴
  4. Die Zahl der zuge­las­se­nen Wohn­wa­gen sta­gniert, bei den Wohn­mo­bi­len gibt es ein sat­tes Plus von annä­hernd 11%. ⁵,

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¹ http://www.kfz-auskunft.de/news/7063.html
² http://appsso.eurostat.ec.europa.eu/nui/show.do?dataset=tour_occ_nin2&lang=de
³ http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_OFFPUB/KS-HA-10-001-11/DE/KS-HA-10-001-11-DE.PDF
http://www.autobild.de/artikel/caravan-statistik-in-europa-1001923.html
http://www.civd.de/caravaning/presse/pressemeldungen/2013/14-januar-2013-3/
http://www.civd.de/caravaning/presse/pressemeldungen/2013/14-januar-2013-2/
 

bookmark_borderLebensqualität

Die unglei­che Ver­tei­lung von Lebens­qua­li­tät im Nor­den, der Mit­te und Süden Euro­pas ist nicht in allen Aspek­ten glei­cher­ma­ßen ungerecht:
Wirt­schaft­lich geht es zwar den mitt­le­ren und nörd­li­chen Staa­ten bes­ser, die Luft- und Was­ser­qua­li­tät und die Art sich zu ernäh­ren sind dage­gen im Süden vor­teil­haf­ter - ein­mal ganz abge­se­hen vom all­ge­mei­nen Lebens­stil, der vor allem in unse­rem Land ("D") mehr regle­men­tiert und zwi­schen­mensch­lich distan­zier­ter ist als über­all sonst. Das Tüp­fel­chen auf dem 'i' aller­dings ist für mich die durch­schnitt­li­che Tagestemperatur:
Sie liegt - z.B. an Spa­ni­ens Küsten­ab­schnit­ten süd­lich von Valen­cia, rund um die Süd­spit­ze bis etwa in die Gegend von Jerez - um gut 10-12°C höher als in der Mit­te Deutschlands ....

Vor die­sem Hin­ter­grund ist es ver­ständ­lich, wenn immer mehr Ruhe­ständ­ler ihren Lebens­mit­tel­punkt - wenn auch oft nicht ganz­jäh­rig, so doch in der käl­te­ren Jah­res­zeit - nach Süden verlegen.

Wenn sie dann noch in der Lage wären ihr "deut­sches Wesen" (an dem ja bekannt­lich "die Welt gene­sen" soll­te) abzu­le­gen und sich dem süd­li­chen Lebens­rhyth­mus anzupassen:
Dann wür­de auch mein Auf­ent­halt dort sich qua­li­ta­tiv verbessern.

bookmark_borderZukunftsvisionen ade ...!

Über vie­le Jahr­zehn­te war es das erklär­te Ziel von Bil­dungs­po­li­tik "alle Schü­ler mit­zu­neh­men" - dabei hat man die natür­li­chen Lei­stungs­un­ter­schie­de von Men­schen schlicht­weg negiert. Das Ver­spre­chen Jeder kön­ne Alles errei­chen ist eine schön­fär­be­ri­sche Illu­si­on, ein lächer­li­ches Wunschdenken.

Die ste­te Sen­kung des Anfor­de­rungs­ni­veaus ist ein Irr­weg, weil das nie zu brei­te­rer Qua­li­fi­ka­ti­on füh­ren kann. Das Resul­tat ist eher eine Flut von min­der­wer­ti­gen Abschlüs­sen, deren ein­zi­ger Erfolg es ist, die Arbeit­ge­ber zu bevorteilen:
Weni­ger qua­li­fi­zier­te Mit­ar­bei­ten­de sind bil­li­ger anzustellen.

Nach­dem nun die Fol­ge der ver­fehl­ten Bil­dungs­po­li­tik offen­bar wird geht man nicht etwa dar­an die Rea­li­tät zu akzep­tie­ren, son­dern es wer­den wei­te­re Absen­kun­gen der Stan­dards in Gang gesetzt. "Sit­zen­blei­ben" soll es nicht mehr geben.

Na pri­ma. Wir schau­en über den 'gro­ßen Teich' und sehen dort, was mit einer Gesell­schaft pas­siert die in ihren Schu­len nur noch 'gute Staats­bür­ger' und nicht mehr den­ken­de, kri­ti­sche hin­ter­fra­gen­de und mit einer brei­ten All­ge­mein­bil­dung aus­ge­stat­te­te Schü­ler in ihren Bil­dungs­stät­ten 'pro­du­ziert ....

Ledig­lich eine 'staats­tra­gen­de Gesin­nung' ist für die moder­ne Welt eine zu gerin­ge Überlebensvoraussetzung.