bookmark_borderEinstens ....

Ein­stens hat­te ich eine Woh­nung in Ame­ri­ka: N Uni­on St, Inde­pen­dence, MO 64050, in einer (Doppel-)haushälfte eines der Häu­ser, die in der Abbil­dung unten zu sehen sind. Die Auf­tei­lung ent­spricht dem typi­schen Fami­li­en­bild jun­ger Fami­li­en, 2 Erwach­se­ne, noch kei­ne Kin­der. Gleich hin­ter der Ein­gangs­tür das Wohn-/Eß-Zim­mer und die Küche, Haus­ar­beits­raum mit zen­tra­ler Kli­ma­an­la­ge für Kühlung/Heizung und Waschmaschine/Trockner. Noch Platz genug für eine Gefrier­tru­he. 2 Schlaf­zim­mer oben, ein Dusch­bad unten, ein Bad mit Wan­ne (und Dusch­schlauch) oben. Stan­dard eben.

Mit mei­nem dama­li­gen Ver­mie­ter habe ich trotz Aus­zug bereits im Som­mer 2002 immer noch Kon­takt. Er ist Physiker/ Mathe­ma­ti­ker und inso­fern kein typi­scher Ame­ri­ka­ner. Hier wür­de man ihn wohl für einen etwas ver­schro­be­nen, lie­bens­wer­ten Intel­lek­tu­el­len hal­ten. Momen­tan stellt er For­meln für die Berech­nung der fünf­ten Dimen­si­on auf. Und den damit ver­bun­de­nen Zeit-Raum-Energie-Phänomenen.
(Ich bin schon froh wenig­stens die vier­te Dimen­si­on zu verstehen).

Die Häu­ser ste­hen direkt gegen­über der "Tru­man Libra­ry", dane­ben Park­an­la­gen und ein Erho­lungs­ge­biet. Dort habe ich - man höre und stau­ne! - sogar Ame­ri­ka­ner spa­zie­ren gehen sehen. Eine völ­lig un-ame­ri­ka­ni­sche Freizeitaktivität.


Soll­ten Sie sich fra­gen was die­ser Arti­kel soll - ganz einfach:
Ich woll­te ihn schon im August 2022 schrei­ben, 20 Jah­re nach mei­nem Aus­zug dort, die Bil­der waren aller­dings in Archi­ven ver­schol­len und ich fand sie erst kürz­lich beim Umfor­ma­tie­ren wieder.

  Ein Klick auf die Bil­der führt zu einer höhe­ren Auf­lö­sung!
 

bookmark_borderZum Jahresende ....

Zum Jah­res­en­de mein "Lied des Jahres".

Das Ende ist uns allen klar (sie­he Kommentar)
- aber bis dahin ... ist es noch lan­ge hin.
Ich hof­fe es gefällt mei­nen treu­en Lese­rin­nen und Lesern
und bit­te blei­ben sie mir in 2023 treu.

Dan­ke, dass Sie 2022 hier waren. 

bookmark_borderReligion [%] und Heilpraktiker [absolut*] nach Bundesland

   
Es gibt eine erstaun­li­che Über­ein­stim­mung zwi­schen der Zahl der Gläu­bi­gen und der Zahl der Heil­prak­ti­ker / Homöo­pa­then / Ärz­ten mit Zusatz­be­zeich­nung in den Bun­des­län­dern. Aus­nah­me ist das Saar­land, wo zwar vie­le christ­li­che (ins­be­son­de­re katho­li­sche) Men­schen resi­die­ren - die aller­dings nicht so wie in ande­ren Regio­nen auf Heil­prak­ti­ker zu ver­trau­en schei­nen. Deren Zahl ist in die­sem Bun­des­land eher klein.
["click!" auf die Abbil­dung ver­grö­ßert]
 


Die bun­des­wei­ten Zah­len zei­gen sehr deut­lich, dass "Glau­be" an ein über­sinn­li­ches Wesen, in den christ­li­chen Glau­bens­ge­mein­schaf­ten genannt "Gott", direkt pro­por­tio­nal den Glau­ben an eine Alter­na­tiv- oder Kom­ple­men­tär­me­di­zin bedingt. Die ist in Wahr­heit weder alter­na­tiv noch kom­ple­men­tär, son­dern schlicht­weg über­haupt kei­ne Medi­zin!
Son­dern ledig­lich Quack­sal­be­rei.
 

 

Mitgliederzahlen in Prozent (2021!)

 
Bundesland  Katholisch  Evangelisch  Zusammen  Heilpraktiker 
1 Saar­land 53,2 % 16,4 % 69,7 % 446 
2 Rhein­land-Pfalz 37,6 % 25,2 % 62,8 % 1161 
3 Bay­ern 45,7 % 16,8 % 62,5 % 7412 
4 Nord­rhein-West­fa­len 35,4 % 22,4 % 57,8 % 5090 
5 Baden-Würt­tem­berg 30,8 % 26,4 % 57,2 % 4207 
6 Nie­der­sach­sen 15,9 % 40,0 % 56,0 % 2544 
7 Hes­sen 20,5 % 30,7 % 51,2 % 2732 
8 Schles­wig-Hol­stein 5,7 % 40,9 % 46,7 % 1059 
9 Bre­men 9,3 % 29,8 % 39,1 % 188 
10 Ham­burg 9,2 % 22,8 % 32,0 % 756 
11 Thü­rin­gen 7,5 % 19,5 % 26,9 % 371 
12 Ber­lin 8,0 % 13,8 % 21,7 % 502 
13 Sach­sen 3,7 % 16,8 % 20,4 % 720 
14 Bran­den­burg 3,7 % 13,5 % 17,2 % 455 
15 Meck­len­burg-Vor­pom­mern 3,4 % 13,7 % 17,1 % 113 
16 Sach­sen-Anhalt 3,2 % 11,1 % 14,3 % 223 

! Es gibt für 2022 noch kei­ne Zah­len; die Zah­len vor den Bun­des­län­dern stel­len dar wie vie­le Kir­chen­mit­glie­der es pro­zen­tu­al aus der Gesamz­be­völ­ke­rung im Bun­des­land gibt; die Tabel­len­un­ter­bre­chung nach (7) Hes­sen stellt dar, ob es eine Mehr­heit an Gläu­bi­gen gibt: Ober­halb ste­hen die Län­der mit mehr Gläu­bi­gen als ande­ren Men­schen, dar­un­ter ist das Ver­hält­nis umgekehrt.
* Quel­le Heilpraktikerzahlen
- Heil­prak­ti­ker: Wer seid ihr und wenn ja, wie viele?
- Sta­ti­stik: Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit in Deutschland
- Homöo­pa­thie: For­schung für *Das gro­ße Nichts*

bookmark_borderVon Wurzeln des Übels ....

Seit etwas mehr als 100 Jah­ren gibt es das Wahl­recht von Frau­en, bit­ter erkämpft in Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit dem dama­li­gen 'Estab­lish­ment', einer immer noch hoheits­gläu­bi­gen und män­ner­do­mi­nier­ten Gesell­schaft, in der noch weni­ge Jah­re zuvor Frau­en nicht ein­mal stu­die­ren durften.
Nach Ende des II. Welt­krie­ges ver­lang­te die Gesetz­ge­bung noch, daß Frau­en nur mit Erlaub­nis ihrer Ehe­män­ner arbei­ten durften

Grün­de für die immer noch vor­herr­schen­de Dis­kri­mi­nie­rung von Frau­en hin­sicht­lich ihrer beruf­li­chen Mög­lich­kei­ten und Bezah­lung rüh­ren zu einem gro­ßen Teil aus den jahr­hun­der­te­lan­gen Ein­flüs­sen der Kir­chen auf die Gesell­schaft und ihrer Grund­ein­stel­lung her: 

Sie hal­ten Frau­en für nicht gleich­wer­tig zu Männern
- das zeigt sich selbst heu­te noch!
Mehr in katho­lisch gepräg­ten Institutionen
und ver­stärkt in der katho­li­schen Kir­che selbst.

Lan­ge Zeit war der Ein­fluß der Groß­kir­chen auf Staat und Poli­tik enorm, da die Zahl der Gläu­bi­gen und Kir­chen­mit­glie­der auf einem beson­ders hohen Niveau lag. Der Schwund an Mit­glie­dern [1990 → 57,9 Mio. = 72,7%; 2021 → 41,3 Mio. = 49,7%] ist aller­dings nicht gleich­sin­nig mit dem Schwund des Ein­flus­ses die­ser Orga­ni­sa­tio­nen in Staat und Gesell­schaft ein­her­ge­gan­gen. Wäh­rend­des­sen stieg der Anteil an ande­ren Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten ste­tig - so wur­den aus rund 3 Mio. Mus­li­men in 1990 [3,7%] mitt­ler­wei­le in 2021 schon 5,5 Mio. in 2021 [6,6%]

Zitat: ".. Hin­sicht­lich der Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit in aus­ge­wähl­ten 18 deut­schen Groß­städ­ten ist der Anteil der christ­li­chen Bevöl­ke­rung 2003 bereits unter 50 % gesun­ken. Dazu gehö­ren nicht nur alle ost­deut­schen Groß­städ­te ein­schließ­lich Ber­lin, son­dern auch Ham­burg und Frank­furt. Han­no­ver, Bre­men, München .."

Wel­chen Zusam­men­hang haben nun die Zahl der Kir­chen­mit­glie­der und die Stel­lung der Frau­en in der Gesellschaft?

Ganz ein­fach: Der kirch­li­che Ein­fluß auf die poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­ger schon vor dem 20. Jahr­hun­dert und sein Fort­be­stehen bis zum heu­ti­gen Tage im Sin­ne einer män­ner­do­mi­nier­ten und erz­kon­ser­va­ti­ven Gesell­schaft­struk­tur. Erheb­lich wei­ter, im nega­ti­ven Sinn, erweist sich der isla­mi­sche Ein­fluß, der Frau­en als unter­ge­ord­ne­te Wesen behan­delt, die als 'Besitz' von Män­nern gelten.


Es sind - wie­der ein­mal! - die Dog­men der Reli­gio­nen die sich nicht aus ihren Quel­len zu lösen ver­mö­gen und die­se Grund­la­gen sind immer frauenfeindlich.
Im Umkehr­schluß läßt sich daher fol­gen­de Zusam­men­fas­sung geben:
Immer da wo Kir­chen­leu­te an Ein­fluß ver­lie­ren wächst die gesell­schaft­li­che Bereit­schaft eine *wah­re* Gleich­be­rech­ti­gung her­zu­stel­len. Patri­ar­chat wird immer dort wo Kir­chen­ein­fluß besteht geför­dert und so Frau­en­rech­te zu ver­hin­dern suchen.
 

 
Es gilt also auf allen gesell­schaft­li­chen Ebe­nen ste­tig die­sen Ein­fluß zu ent­lar­ven, ihn anzu­spre­chen und Maß­na­men dage­gen zu ver­lan­gen. Das ist nicht allei­ni­ge Auf­ga­be von Frau­en, im Gegen­teil, es ist die beson­de­re Pflicht der Män­ner in unse­rem Land dafür zu sor­gen die­se Gleich­stel­lung zu för­dern. Den Struk­tu­ren und Reli­gio­nen ent­ge­gen zu tre­ten und eine Erneue­rung des Den­kens und Han­delns zu fordern:

Weg mit allen alten Zöpfen,
allen noch bestehen­den Pri­vi­le­gi­en und
vor allem weg mit Kir­chen­steu­er und
staat­li­chen Zah­lun­gen an die Kirchen.

Mehr und Hin­ter­grün­de in Zahlen:

  1. Kir­chen­mit­glie­der und Kon­fes­si­ons­freie in Ber­lin, 1867 - 2017
  2. Deutsch­land: Die Konfessionen
  3. Katho­li­sche und evan­ge­li­sche Kirche
  4. Chri­sten­tum glo­bal: Was ein Blick auf Sta­ti­sti­ken und Pro­gno­sen ver­rät

bookmark_borderWer einmal lügt dem glaubt man nicht ....

"Wer ein­mal lügt dem glaubt man nicht und wenn er selbst die Wahr­heit spricht!", "Wer zwei­mal lügt dem glaubt man schon eher" die hei­mi­sche Spruch­weis­heit fasst zusam­men was Gene­ra­tio­nen beob­ach­tet und als rich­tig emp­fun­den haben. Frei­lich fehlt es an Kennt­nis die­ser Über­lie­fe­rung in USA und offen­bar gleich­sin­nig bei den Mit­ar­bei­ten­den von Micro­soft in Deutschland.

   

Die offen­ba­ren ihre Hal­tung zu ihren Kun­den ohne Umschwei­fe wenn sie schreiben
".. Kun­den müs­sen die tech­ni­sche Funk­ti­ons­wei­se von Micro­soft 365 nicht voll­stän­dig verstehen .."!
Eine Hal­tung, die bereits zu Anfang von Win­dows vom Unter­neh­men ein­ge­nom­men wur­de. Damals begann Micro­soft Funk­tio­nen so zu gestal­ten, daß die Nut­zer sie nicht mehr ändern konn­ten - und das war der Anfang der Daten­über­mitt­lung nach Red­mond zum Fir­men­sitz - und natür­lich zur Nut­zung durch die US Geheimdienste.

Man stel­le sich nur vor wel­che Infor­ma­tio­nen im gesam­ten Schrift­ver­kehr von Unter­neh­men der ver­schie­den­sten Bran­chen stecken und wie die­se Daten - com­pu­ter­ge­stützt - aus­ge­wer­tet wer­den kön­nen (sie­he Quel­le 3, unten) um damit euro­päi­sche Wett­be­wer­ber zu US Unter­neh­men aus­zu­spä­hen. Gera­de­zu lächer­lich ist es, wenn dann behaup­tet wird '.. (Prä­si­dent Biden) hat­te dazu Anfang Okto­ber 2022 den Geheim­dien­sten neue Vor­ga­ben gemacht, um die Beden­ken des Euro­päi­schen Gerichts­hofs (EuGH) aus­zu­räu­men ..'.

   

Eines ist aller­dings immer im Hin­ter­kopf zu behalten:
"Ame­ri­ca first!" ist kei­ne Erfin­dung des Prä­si­den­ten­dar­stel­lers Trump, das gilt für alle Prä­si­den­ten der USA als ober­stes Gebot .... und da flun­kert man den Ver­bün­de­ten schon 'mal was vor. Wenn es oppor­tun erscheint begrün­det man es dann spä­ter als 'bedau­er­li­ches Fehl­ver­hal­ten sub­al­ter­ner Ebe­nen' - da ist selbst­re­dend das Kind schon im Brunnen.

Daher:
Es gilt die Regeln erbar­mungs­los durch­zu­set­zen. Gera­de weil ein Unter­neh­men wie Micro­soft sich auf sei­ne Grö­ße ver­läßt und sich daher für unan­greif­bar hält.
Höch­ste Zeit aus mei­ner Sicht die­sem Unter­neh­men klar zu zei­gen: Der Kun­de hat alles Recht zu wis­sen was mit sei­nen Daten geschieht -egal wel­chen Auf­wand das bedeu­tet. Schließ­lich sind die Pro­gram­me ja nicht gra­tis, son­dern ver­ur­sa­chen hohe Kosten bei oft man­gel­haf­ter Per­for­mance. Die dann als Feh­ler auf­tre­ten eine Rück­mel­dung zur Zen­tra­le aus­lö­sen und so den Kun­den unfrei­wil­lig zu den Ver­suchs­ka­nin­chen machen das die Pro­gram­me über­haupt erst total funk­ti­ons­fä­hig macht.

  1. Daten­schutz­kon­fe­renz: Ein­satz von Micro­soft 365 bleibt datenschutzwidrig
  2. Daten­schutz bei Office 365: Kun­den müs­sen Funk­tio­nen "nicht voll­stän­dig ver­ste­hen"
  3. Die EU-Daten­gren­ze für Microsoft-Cloud-Lösungen
  4. Daten­schutz­be­den­ken wegen M365: Micro­soft wehrt sich heftig

Sie­he auch → 16. Janu­ar 2012 · 18:45 Uner­träg­lich: Die Aus­fäl­le des Hans-Peter Uhl (CSU)

bookmark_borderIch bin verblüfft ....

Beim Durch­strei­fen der "you­tube shorts" fand ich die ver­link­te Mathe­sei­te und das gezeig­te Rätsel.

Zum → Video

Kann mir bit­te jemand erklä­ren wie das zustan­de kommt?

Die Schrit­te sind wie folgt [so ergibt es sich bei mir]:

1. Schuh­grö­ße zwei­stel­lig, dahin­ter zwei Nul­len → 4500
2. Geburts­jahr von der gefun­de­nen Zahl abzie­hen → 4500 - 1945 = 2555
3. die aktu­el­le Jah­res­zahl addie­ren → 2555 + 2022 = 4577

4. Ergeb­nis 77 Jahre

PS:
Es funk­tio­niert eben­falls mit der Kör­per­gro­ße in cm anstatt der Schuh­grö­ße. Des­we­gen ver­mu­te ich es ist völ­lig egal wel­chen Aus­gangs­wert man annimmt (an den die bei­den Nul­len ange­hängt wer­den), da immer zugleich das Geburts­jahr und das aktu­el­le Jahr in der Rech­nung ange­ge­ben sind, deren Addi­ti­on das tat­säch­li­che Lebens­al­ter angibt. Das ist aller­dings noch kei­ne Beweis­füh­rung, ledig­lich eine Vermutung.

bookmark_borderData Mining - was sich aus Metadaten folgern lässt

   

Bekannt­lich wird mit Sta­ti­stik oft Miß­brauch getrie­ben: Zu leicht - und ohne daß es Lai­en auf den ersten Blick erken­nen kön­nen - las­sen sich Schluß­fol­ge­run­gen behaup­ten, die über­haupt nicht durch die vor­han­de­nen Zah­len beweis­bar sind. Des­we­gen ist es ange­ra­ten sich über die Basis von 'Umfra­gen' Gedan­ken zu machen und die The­sen die dar­aus ent­wickelt wur­den einer Prü­fung auf Plau­si­bi­li­tät zu unterziehen.

Was bedeu­tet das ?

Nun, man könn­te eben­so sagen:
Man läßt 'gesun­den Men­schen­ver­stand' wal­ten und beur­teilt zunächst ob das, was behaup­tet wird, wirk­lich so mit der all­ge­mei­nen Lebens­er­fah­rung über­ein­stim­men kann. Wird das bejaht, so ist die näch­ste Stu­fe zu fra­gen wie vie­le Men­schen befragt wur­den bzw. wel­che Men­ge die Daten­ba­sis aus­macht. Aus frü­he­ren Arti­keln hier wer­den Sie sicher erin­nern, daß es aus mathe­ma­tisch-sta­ti­sti­schen Grün­den eine Min­dest­zahl gibt die bei 120 liegt - das des­we­gen, weil der sta­ti­sti­sche Feh­ler klei­ner sein muß als die Feh­ler­brei­te des gefun­de­nen Ergeb­nis­ses. Denn anson­sten wür­de man kei­ne halt­ba­re Aus­sa­ge machen können.

In der oben gezeig­ten Dar­stel­lung eines Text­aus­schnit­tes wur­den die Daten von mehr als 385.000 Per­so­nen aus­ge­wer­tet, die zudem noch ganz spe­zi­fi­sche Alters­struk­tur hat­ten. Das ist ein wei­te­res posi­ti­ves Kri­te­ri­um dafür, daß man nicht Äpfel mit Bir­nen ver­gleicht. Ein zusätz­li­cher Plus­punkt für die Rich­tig­keit der getrof­fe­nen Aussage. 

Was also war das Fazit aus die­ser Untersuchung?

Teil­neh­men­de, die den Kli­ma­wan­del so wie er von der Wis­sen­schaft dar­ge­stellt wird befür­wor­ten beka­men 43% mehr Zustim­mung und ins­ge­samt 28,5% mehr Zuschrif­ten ins­ge­samt. Dies trifft für die Ziel­grup­pen "Mil­le­ni­als" [Gene­ra­ti­on Y] und "GenZ" [Gene­ra­ti­on Z] zu.

Ein Hoff­nungs­schim­mer der anzeigt, daß es gera­de die jün­ge­ren Gene­ra­tio­nen in USA sind, die sich von den knapp 57% der Kli­ma­leug­ner dort nichts vor­ma­chen lassen.
Nun wäre ich sehr gespannt ein Mei­nungs­bild ähn­li­cher Aus­sa­ge­kraft für unser Land oder Euro­pa ins­ge­samt zu fin­den. Ken­nen Sie, lie­be Lesen­de, etwa dazu Veröffentlichungen?

bookmark_borderErbauliches in dieser zur Zeit wenig erbaulichen Welt

Haben Sie manch­mal das Gefühl Sie müss­ten Abstand von all den Hor­ror­ge­schich­ten, Mord- und Tot­schlags­nach­rich­ten, Krie­gen und Skan­da­len gewin­nen und sich mit etwas Erfreu­li­chem beschäftigen?

Suchen Sie nicht weiter!
Klicken Sie auf den roten But­ton von you­tube und hören Sie sich an, was der Schöp­fer von "Häns­chen klein ging allein ..." noch gedich­tet hat - hier wird es vom "Mon­tan­a­ra Chor" zum Besten gegeben.

Älte­re Fassung

Neue­re Fassung

Ich wün­sche Ihnen ein schö­nes Wochenende.

PS: Wer hat heut­zu­ta­ge noch ein "Vater­haus"? Das wäre längst zu "Vater/Mutter/Divers" gegendert .... 

bookmark_borderZur Frage der Verfassungsmäßigkeit des kirchlichen Arbeitsrechts und ähnlicher Privilegien

Mei­ne Emp­feh­lung zum Thema:
Ket­zert­ag 2019 - Kirch­li­ches Arbeits­UN­recht [Vor­trag von Ingrid Mat­thä­us-Mai­er beim Ket­zert­ag, der ein­zi­gen kri­ti­schen Gegen­ver­an­stal­tung zum Kir­chen­tag in Dortmund.]

98% der Kosten bei der (katho­li­schen) Cari­tas und der (evan­ge­li­schen) Dia­ko­nie sind Staats­zah­lun­gen - ledig­lich 1,8% tra­gen die Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten selbst.

Die so oft als "wesent­li­che Lei­stung der Kir­chen für sozia­le Dien­ste und Wohl­tä­tig­keit" genann­ten Berei­che wer­den also fremd­fi­nan­ziert und den­noch erdrei­sten sich die Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten dafür (und für die noch dazu in vie­len Berei­chen statt­fin­den­den frei­wil­li­gen Lei­stun­gen ohne Bezah­lung!) die Lor­bee­ren zu kas­sie­ren und sich damit zu schmücken. Damit die seit mehr als zwei­hun­dert Jah­ren andau­ern­de, geset­zes­wid­ri­ge Ali­men­tie­rung durch die Län­der zu recht­fer­ti­gen. Wenn immer von "Wahr­haf­tig­keit" und der Bedeu­tung der Kir­chen für gesell­schaft­li­che Ord­nung, Sit­te und ange­mes­se­nem Beneh­men, kurz: Wer­ten, gespro­chen wird, wider­spricht das ekla­tant dem, was tat­säch­lich pas­siert und vor allem wie es durch ganz offen­sicht­li­che Lügen, Intri­gen und unmo­ra­li­sche Lob­by­be­mü­hun­gen gestützt wird.


Bei­de gro­ßen Kir­chen wen­den sich gegen Unge­rech­tig­keit und Gesetz­lo­sig­keit, Dis­kri­mi­nie­rung, Anti­se­mi­tis­mus, Frem­den­feind­lich­keit und ähn­li­che Scheuß­lich­kei­ten in der Welt. Sicher lobens­wert und ange­mes­sen, betrach­tet man den Stand der Men­schen­rechts­si­tua­ti­on und die Machen­schaf­ten vie­ler dik­ta­to­ri­scher Régime rund um den Glo­bus.
 

Doch wie sieht es im Inne­ren, in Deutsch­land mit den 'guten Wer­ken' der Kir­chen aus? Auf die erbärm­li­chen Ver­su­che der katho­li­schen Kir­che durch 'Aus­sit­zen' und 'Ableug­nen', oder 'Ver­set­zung' der Täter auf ande­re Kon­ti­nen­te (wo sie wei­ter ihr Unwe­sen trei­ben!) die Sexua­li­täts­de­lik­te gro­ßer Zah­len ihrer Geist­li­chen zu 'ver­schlep­pen' und durch Ver­zö­ge­run­gen der Ver­fah­rens­wei­se in Kauf zu neh­men, dass Vie­le der Betrof­fe­nen mög­li­cher­wei­se die Erle­di­gung ihrer Fäl­le schon nicht mehr erle­ben wer­den, will ich hier nicht wei­ter eingehen.

Wor­um es hier geht ist die rie­si­ge Dis­kre­panz zwi­schen gepre­dig­ter und aus­ge­führ­ter Barm­her­zig­keit. Was irgend­wo auf der Welt beklagt wird fin­det man hier­zu­lan­de in aus­ge­feil­ter juri­sti­scher Recht­fer­ti­gung und zahl­lo­sen, end­lo­sen Ver­hand­lun­gen wie­der: An eine men­schen­wür­di­ge Behand­lung durch die Groß­kir­chen hier ist nicht zu den­ken, wäh­rend ihre Reprä­sen­tan­ten Scho­nung und Barm­her­zig­keit (!) durch die Justiz erfahren.

Neh­men wir aktu­el­le Bei­spie­le her­aus und fra­gen "Ist die Ein­stel­lung der Kir­chen zu die­sen The­men 'barm­her­zig', ist sie 'zeit­ge­mäß' und ist sie 'mehr­heits­fä­hig' in der deut­schen Bevöl­ke­rung?". Natür­lich umfasst eine sol­che Betrach­tung pau­scha­li­siert vie­le Berei­che in denen es regio­nal und nach Kon­fes­si­on Unter­schie­de gibt. Die hier im Ein­zel­nen zu erör­tern wäre ein wochen­lan­ges Unter­fan­gen - des­we­gen bit­te ich um Ver­ständ­nis wenn ich hier sehr gro­be Raster anle­ge. Soll­ten Sie Fein­hei­ten ken­nen und zu erör­tern wün­schen bin ich für eine Dis­kus­si­on offen. Wie immer bit­te mit Fak­ten, nicht Mei­nung. Danke.

Kir­che gegen Bevölkerung? 
Thema  barm­her­zig zeit­ge­mäß mehr­heits­fä­hig
Abtreibung  NEIN¹  NEIN²  NEIN³ 
Sterbehilfe  NEIN⁴  NEIN⁵  NEIN⁶ 
Arbeitsverträge  NEIN⁷  NEIN⁸  NEIN⁹ 


Bei kei­nem der The­men ein "JA"
- was für ein Armuts­zeug­nis!
 

 

Links aus der Tabel­le & wei­te­re Lese­emp­feh­lun­gen zum Thema
- Homo­se­xua­li­tät;
- (¹) Miser­i­cor­dia et mise­ra Abtreibungsvergebung;
- (¹) Abtrei­bungs­ver­bo­te ver­hin­dern nicht, dass unge­wollt Schwan­ge­re abtrei­ben - sie machen Abtrei­bun­gen jedoch lebensgefährlich.
- (²) Käme für dich eine Abtrei­bung infrage?
- (²) 47 Pro­zent befür­wor­ten Abschaf­fung von §219a
- (³) Spahn: Kein Kom­pro­miss bei Wer­be­ver­bot - Kei­ne Ahnung, und davon ganz viel!
- HISTORISCH: Text­aus­zug aus: Stöcker, Hele­ne (1924): Fort mit der Abtrei­bungs­stra­fe!

- (⁴) Sterbehilfe-Debatte.de (Ins­be­son­de­re → Kri­tik an der Ster­be­hil­fe-Umfra­ge und ff.)
- (⁵) Frei­heit und Ver­trau­en am Ende des Lebens
- (⁶) Fal­sche Richtung

- (⁷) Kirch­li­ches Arbeits­recht: Sach­grund­lo­se Befri­stung stark eingeschränkt
- (⁸) Arbeits­recht der Kirchen
- (⁹) Son­der­sta­tus der Kir­chen im Arbeits­recht bleibt umstrit­ten Vor­wurf der Dis­kri­mi­nie­rung

Verschiedene:
- Pro und Con­tra Schwan­ger­schafts­ab­bruch: War­um wir reden müssen
- Lega­le Abtrei­bung – Für & Wider
- Ster­be­hil­fe in Deutsch­land und Euro­pa: Die Tötung auf Verlangen

ⓐ Kin­der hel­fen Kin­dern - und die Kir­che bestimmt wie das Geld ver­teilt wird.
Ob das immer im Inter­es­se ALLER Kin­der geschieht oder wird nur denen gehol­fen, die katho­li­schen Glau­bens sind?
".. Wir sind dank­bar, in einem Land zu leben, in dem die Aller­mei­sten gut ver­sorgt wer­den. In Län­dern, die von Armut geprägt sind, kön­nen sich hin­ge­gen vie­le Eltern eine gute medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung ihrer Kin­der nicht lei­sten. Der näch­ste Arzt und das näch­ste Kran­ken­haus sind oft weit ent­fernt. Nicht sel­ten sind es die Pro­jekt­part­ner der Stern­sin­ger, die hel­fen: Sie küm­mern sich um ver­letz­te Kin­der, brin­gen Medi­ka­men­te und medi­zi­ni­sche Fach­kräf­te in ent­le­ge­ne Gegen­den und för­dern Kin­der mit Behin­de­rung. Sie unter­stüt­zen die Vor­sor­ge und zei­gen jun­gen Men­schen, wie man sich vor Unfäl­len und Infek­ti­ons­krank­hei­ten schützt ..“ [Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz]

ⓑ ".. Zu oft klärt noch die Justiz offe­ne ethi­sche Fra­gen und treibt den Gesetz­ge­ber damit vor sich her. Sowohl die Urtei­le des Bun­des­ge­richts­hofs zur Ster­be­hil­fe als auch zur PID aus die­sem Jahr sind dafür bei­spiel­haft. Einem ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit bri­san­ten ethi­schen The­men ent­spricht das nicht. Es ist not­wen­dig, dass das Par­la­ment den gan­zen The­men­kom­plex Fort­pflan­zungs­me­di­zin schnell cou­ra­giert angeht – mit wel­chem Ergeb­nis auch immer, und Rechts­si­cher­heit schafft. Das wäre eine wirk­li­che Stern­stun­de. .." [Wider eine ethisch gefes­sel­te Rechts­po­li­tik]

ⓒ/(³) ".. Mit einem Regie­rungs­bünd­nis aus SPD, Bünd­nis 90/Die Grü­nen und FDP steht nun end­lich die Strei­chung von § 219a Straf­ge­setz­buch (StGB) an. Sie wird es Ärzt*innen ermög­li­chen, öffent­lich und umfäng­lich über Schwan­ger­schafts­ab­brü­che und damit ver­bun­de­ne medi­zi­ni­sche Lei­stun­gen zu infor­mie­ren .." [#wegmit219a]
ⓓ / (⁶) Sind Sie für oder gegen das Gewäh­ren von pas­si­ver Ster­be­hil­fe? (Gra­fisch)
Sie­he hier­zu aktu­ell → Säku­la­re The­men: Vie­les ist offen, aber möglich

[Zuerst ver­öf­fent­licht → 06. Jan. 2022 um 00:38 Uhr]

 

bookmark_borderWenn sie will klappt es ....

Die Tele­kom, das undurch­schau­ba­re Wesen.
Bei uns hier im Lan­de stets mehr ver­spre­chen als was gehal­ten wird.
In USA inve­stie­ren was bei uns selbst mit schlech­tem Ser­vice und über­höh­ten Kosten abge­zockt wird.

Glas­fa­ser hier: Unrentabel
Glas­fa­ser USA: Pri­ma, machen wir!

Seit der Pri­va­ti­sie­rung der Post und dem Bör­sen­gang der Tele­kom sind so vie­le Jah­re vergangen.
Doch der Koloß scheint sich eher lang­sa­mer als schnel­ler zu bewe­gen wenn man die tat­säch­li­chen Dienst­lei­stun­gen mit den ande­ren euro­päi­schen Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men vergleicht.

Ein immer noch mehr­heit­lich vom Staat kon­trol­lier­tes Unternehmen.

Wann haut da end­lich 'mal einer auf den Tisch und wirft die hier für vie­le Mil­lio­nen pro Jahr täti­gen Ver­sa­ger end­lich raus?

bookmark_borderMünster. Diesmal keine Delinquenten gerädert und am Turm in Käfigen aufgehängt ....

Beim hpd war jüngst über einen Skan­dal zu lesen, der erst zu einem Skan­dal wur­de als die Münster'sche Haus­po­stil­le ihre Chan­ce sah ein­mal wie­der aus der publi­zi­sti­schen Ver­sen­kung her­aus­zu­lu­gen - und prompt aus einer Mücke einen Ele­fan­ten zu basteln.

Ein Kom­men­ta­tor, ein gewis­ser "Chri­sti­an Meiß­ner", hat es beson­ders eif­rig auf­ge­nom­men was da pas­siert war und gleich in drei Abschnit­ten argu­men­tiert. Obwohl es um die Ent­fer­nung eines Kreu­zes ging lasen sich sei­ne Ein­las­sun­gen strecken­wei­se wie ein reli­giö­ses Pam­phlet zur Besin­nung auf das ein­zig *rich­ti­ge* Denken.

Mei­ne Ant­wort, auch auf­ge­teilt, in an den Kom­men­ta­tor gerich­te­ter For­mu­lie­rung:

https://hpd.de/comment/78564#comment-78564
Chri­sti­an Meiß­ner am 4. Novem­ber 2022 - 21:38

Sie stel­len fol­gen­des drei­tei­li­ges Zitat zusam­men und behan­deln es so, als ob es einen Zusam­men­hang gäbe 

".. "We hold the­se truths to be self-evi­dent, that all men are crea­ted equal, and are endo­wed by their Crea­tor with cer­tain unali­enable rights, that among the­se are Life, Liber­ty and the pur­su­it of Happiness." .."

".. Ele­a­n­or Roo­se­velt, die als Vor­sit­zen­de der UN-Men­schen­rechts­kom­mis­si­on 1948 die all­ge­mei­ne Erklä­rung der Men­schen­rech­te mit her­aus­ar­bei­te­te, hat­te bereits in ihrem 1932 erschie­ne­nen Auf­satz "Was Reli­gi­on mir bedeu­tet" den christ­li­chen Glau­ben als Trieb­fe­der für ihr Han­deln herausgestellt .."

".. Die Men­schen­rech­te wären also ohne Reli­gi­on nicht denk­bar gewe­sen .."

1. Falsch, denn ob Frau Roo­se­velt gläu­big war oder nicht hat mit dem, was spä­ter als "Men­schen­rech­te" dekla­riert wur­de nichts zu tun. Genau­so­we­nig Bedeu­tung haben ande­re Äuße­run­gen die sie mög­li­cher­wei­se zu ande­ren The­men gemacht hat - sucht man lan­ge genug nach "Bewei­sen" für ihre Reli­gio­si­tät fin­det man schließ­lich etwas wie das, was Sie hier präsentieren. 

Ein typi­sches Bei­spiel für *dog­ma­ti­sches Den­ken*, das an bestehen­den The­sen kei­ne Zwei­fel zuläßt und stets nur sol­che Grün­de sucht, die das Dog­ma bestä­ti­gen. Wis­sen­schaft­lich gilt aber nur als Beweis was ergeb­nis­of­fen unter­sucht wurde.

2. E. Roosevelt
WIKIPEDIA stellt fest: ".. Wesent­li­chen Anteil an der Abfas­sung hat­ten der kana­di­sche Jurist John Peters Hum­phrey, der liba­ne­si­sche Poli­ti­ker und Phi­lo­soph Charles Malik, der fran­zö­si­sche Jurist René Cas­sin, der chi­ne­si­sche Phi­lo­soph Peng Chun Chang, Ele­a­n­or Roo­se­velt, die Wit­we des vor­ma­li­gen US-Prä­si­den­ten Frank­lin D. Roo­se­velt, sowie Jac­ques Mari­tain, ein fran­zö­si­scher Phi­lo­soph .." [Quel­le → https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte#Vorl%C3%A4ufer]

Es erschließt sich dem Leser nicht, wie­so aus­ge­rech­net Frau Roo­se­velt als eine von 18 betei­lig­ten Per­so­nen maß­geb­lich oder bestim­mend für die Men­schen­rechts­char­ta gewe­sen sein soll­te, waren doch Fach­leu­te mit juri­sti­scher Vor­bil­dung und Erfah­rung bestimmt bes­ser in der Lage einen alle Natio­nen befrie­di­gen­den Text zu erar­bei­ten. Als Vor­sit­zen­de wird sie - nach heu­te noch übli­chem Pro­to­koll - eher eine ora­ni­sa­to­ri­sche und logi­sti­sche, mit­un­ter aus­glei­chen­de ond ver­mit­teln­de Auf­ga­be gehabt haben.

3. 1776 wuss­ten es die Men­schen nicht bes­ser - ihr Welt­bild war geprägt davon, dass es einen Gott gäbe. Für jene moder­nen Men­schen, die das immer noch trotz aller gegen­tei­li­gen Bewei­se tun mag das als 'Beweis' her­hal­ten. Für alle Ande­ren ist es ledig­lich eine anek­do­ti­sche Erwähnung.

Ganz ein­fach gesagt:
Reli­gi­on ist basiert auf einer Fik­ti­on. Ist die­se wider­legt so kann Reli­gi­on nicht ursäch­lich für die Men­schen­rech­te sein.
Wenn Reli­gi­on für die Men­schen­rech­te so bedeut­sam gewe­sen wäre wie Sie es dar­stel­len hät­te das doch Erwäh­nung in der End­fas­sung der Char­ta gefun­den. Dass es nicht gesche­hen ist bedeu­tet kei­nes­falls das, was Sie anfüh­ren: ".. Die Men­schen­rech­te wären also ohne Reli­gi­on nicht denk­bar gewe­sen .." son­dern offen­bar genau das Gegenteil.

https://hpd.de/comment/78564#comment-78564
Chri­sti­an Meiß­ner am 4. Novem­ber 2022 - 21:38

Wei­ter füh­ren Sie aus:
".. Im Übri­gen ist es ein Irr­tum, zu glau­ben, dass Wer­te wie Soli­da­ri­tät und Fair­ness schon von vorn­her­ein qua Auto­ma­tis­mus im Men­schen zur Gel­tung kom­men. Wer dies meint, über­sieht eine ent­schei­den­de Tat­sa­che, näm­lich die Not­wen­dig­keit der Unter­schei­dung zwi­schen Natur­ge­set­zen und nor­ma­ti­ven Gesetzen.
In Karl Pop­pers "Die offe­ne Gesell­schaft und ihre Fein­de" heißt es: "Aber sogar die­se höhe­ren Nor­men sind unser Werk. Wir haben uns frei­wil­lig für sie ent­schie­den und wir allein tra­gen für die­se Ent­schei­dung die Ver­ant­wor­tung. In der Natur kom­men sie nicht vor."

ebda, Band I, "Der Ursprung von Mythos und Schick­sal", Kapi­tel 5.: "Natur und Konvention"

1. Wer betreibt Rosi­nen­picke­rei? Sie doch eher, weil Sie von Pop­per zitie­ren was Ihnen gefällt aber Pop­pers Kri­tik an den drei mono­the­isti­schen Reli­gio­nen völ­lig über­geht, weil sie nicht in ihre Argu­men­ta­ti­ons­schie­ne passt:

Ich fand nach kur­zer Suche fol­gen­den total wider­sprüch­li­chen Text:
".. Hier zeigt sich Pop­per, der ja kei­ne Moral begrün­det hat, als Ver­tre­ter einer Ethik der Näch­sten­lie­be im Sin­ne der Bibel. Das Erschrecken­de für ihn sei, dass die drei mono­the­isti­schen Reli­gio­nen, die alle das Gebot: ‚Du sollst nicht töten!’
ken­nen, die grau­sam­sten Ver­fol­gun­gen und Reli­gi­ons­krie­ge ent­fes­selt haben. Das alles sei tra­gi­scher­wei­se um der soge­nann­ten Recht­gläu­big­keit wil­len gesche­hen. In logi­scher Fort­set­zung sei­en spä­ter „ande­re Glau­bens­grün­de“ dazu­ge­kom­men, um jeden Ter­ror zu recht­fer­ti­gen: Nati­on, Ras­se, eine ande­re poli­ti­sche Über­zeu­gung. „In der Idee der Recht­gläu­big­keit und des Ket­zer­tums sind die klein­lich­sten Laster ver­steckt; jene Laster, für die die Intel­lek­tu­el­len beson­ders anfäl­lig sind: Arro­ganz, Recht­ha­be­rei, Bes­ser­wis­sen, intel­lek­tu­el­le Eitel­keit.“ Pop­per meint, dass eben die­se „klein­li­chen Laster“ der Intel­lek­tu­el­len die Aus­lö­ser für gro­ße Mensch­heits­ka­ta­stro­phen waren und sind .."
[Vgl. Pop­per, „Duld­sam­keit und intel­lek­tu­el­le Ver­ant­wor­tung“, in: ders. ,Auf der Suche nach einer bes­se­ren Welt’, 222f.]

".. In der Natur kom­men sie nicht vor .."
Pop­per ist wei­ter­hin bezüg­lich der Fähig­keit von Tie­ren längst wider­legt und hat selbst (!) die drei mono­the­isti­schen Reli­gio­nen der Klein­lich­keit und Laster der Arro­ganz etc. gezie­hen und sie als Aus­lö­ser der gro­ßen Mensch­heits­ka­ta­stro­phen bloßgestellt.

2. Es gibt wis­sen­schaft­lich fun­dier­te Unter­su­chun­gen und Nach­wei­se von Soli­da­ri­tät, Fair­ness, Mit­ge­fühl und Altru­is­mus bei Tieren:
Zu Zei­ten der ersten Bestands­auf­nah­me durch Pop­per waren die For­schun­gen noch eher auf Ana­to­mie und Phy­sio­lo­gie der Tie­re gerich­tet. Wie soll­te er da Hin­wei­se auf höhe­re Funk­tio­nen und Hand­lun­gen von Tie­ren haben?
Ich schla­ge vor Sie suchen ein­mal bei you­tube nach Vide­os mit den Stich­wor­ten die ange­führt sind - Sie wer­den erstaunt sein, wie gut die Fähig­kei­ten von Tie­ren in Bild und Ton belegt sind. 

Hier ist wei­ter­hin wich­tig zu erwäh­nen, dass die Zita­te der Bibel Tie­ren jeg­li­che Wür­de abspre­chen, wer­den sie doch als 'dem Men­schen unter­tan' und zum 'Gebrauch' ver­füg­bar dar­ge­stellt. Die moder­ne Bio­lo­gie unse­rer Tage hat genü­gend Bewei­se, dass der Mensch ledig­lich auf Grund reli­giö­ser Fehl­an­nah­men eine beson­de­re Stel­lung unter den Lebe­we­sen bekom­men hat, die sich so als nicht halt­bar erwei­sen und den Men­schen als ledig­lich eine Art unter vie­len Tier­ar­ten einordnen.

Dar­aus ergibt sich wei­ter­hin die schlüs­si­ge Annah­me der Mensch habe nicht mehr vor­zu­wei­sen als die ihn umge­ben­de Fau­na. Ganz im Gegen­teil: Es gibt Tie­re die auf Teil­ge­bie­ten der Lebens­äu­ße­run­gen erheb­lich bes­ser aus­ge­stat­tet sind als der Mensch. 

Ein wesent­li­cher Teil der Pro­ble­me in Hin­sicht auf Umwelt­schä­den und glo­ba­le Erwär­mung basiert gera­de auf der von den Reli­gio­nen postu­lier­ten 'gott­ähn­li­chen Ein­zig­ar­tig­keit' und den dar­aus her­ge­lei­te­ten Rech­ten ALLES zu sei­nem eige­nen Nut­zen zu ver­wen­den - ohne jede Rück­sicht auf sei­ne Mit-Lebewesen.

https://hpd.de/comment/78570#comment-78570
Chri­sti­an Meiß­ner am 5. Novem­ber 2022 - 5:52

Sie schrei­ben als 'Beweis' gött­li­cher Fügung:
".. Am 9. Okto­ber 1989 gin­gen nach dem Frie­dens­ge­bet in der Leip­zi­ger Niko­lai­kir­che rund 70.000 Men­schen auf die Stra­ße, um für ihre Frei­hei­ten und gegen die SED-Dik­ta­tur zu demonstrieren.

Es ist nicht erfor­der­lich, an die Wir­kung von Gebe­ten zu glau­ben, um den Fakt anzu­er­ken­nen, dass der reli­giö­se Glau­be eini­gen die­ser Men­schen den Mut gege­ben hat, erfolg­reich fried­li­chen Pro­test gegen das dama­li­ge Régime zu orga­ni­sie­ren. Der­sel­be reli­giö­se Glau­be war für den Wider­stand der Beken­nen­den Kir­che im Drit­ten Reich verantwortlich .."

Die infa­me Ver­keh­rung der Tat­sa­chen zeigt sich aber in ihrer Formulierung:
".. Glück­li­cher­wei­se gibt es in die­ser Repu­blik genug ver­nunft­be­gab­te Men­schen, die bzgl. der Reli­gi­on auf die­se Masche des Her­aus­pickens der faul­sten Rosi­nen nicht her­ein­fal­len .." - waren es doch die gro­ßen Kir­chen die mit Dul­dung und Ver­leug­nung dem Régime der NSDAP Vor­schub lei­ste­ten und sich von denen in ihren Rei­hen distan­zier­ten die in klei­nen Zah­len (!) Wider­stand leisteten.

Zwei­fels­frei ist das Gegen­teil rich­tig, denn es gibt kei­nen Gott. Für an Fak­ten ori­en­tier­te Men­schen ist daher des­sen angeb­li­ches Ein­wir­ken auf die 70.000 Per­so­nen in der genann­ten Demon­stra­ti­on ohne jeden Wert. Allein der gerin­ge tat­säch­li­che Pro­zent­satz an 'Gläu­bi­gen' in den frü­he­ren Gebie­ten der DDR läßt es mehr als zwei­fel­haft erschei­nen, dass die­se sich mehr­heit­lich an jenem Tag in Leip­zig ver­sam­melt hätten. 

Absurd, wie ihre Aus­füh­run­gen ins­ge­samt. Die mit der Ent­fer­nung eines christ­li­chen Sym­bols im Ver­samm­lungs­raum einer poli­ti­schen Tagung im *pech­schwar­zen Mün­ster* zwei­fels­oh­ne kei­ner­lei kaum Bezug haben. Sie rich­ten einen Popanz auf um ihn sodann zu bekämp­fen und sei­ne Schwä­chen bloß­zu­stel­len. Rei­ne Spie­gel­fech­te­rei ohne jede Beweiskraft.