
Abbildung: Theodorakis2013 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0,
via → [WIKIPEDIA: Drehplattentür]
Die gibt es schon seit 22 Jahren
- und ich habe bis heute noch nie davon gelesen geschweige denn ein Exemplar gesehen.
nichts ist so, wie es zu sein scheint ....

Abbildung: Theodorakis2013 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0,
via → [WIKIPEDIA: Drehplattentür]
Die gibt es schon seit 22 Jahren
- und ich habe bis heute noch nie davon gelesen geschweige denn ein Exemplar gesehen.
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Die Diskussionen um Homöopathie und menschenverursachte, globale Erwärmung sind allenthalben entbrannt. Erfreulicherweise steigt die Zahl der Menschen die klar denkenⒶ, und deswegen Fakten von Meinung unterscheiden können, so an, dass sie mittlerweile in der Überzahl sind .... ein weiteres Indiz ist, dass auch die Zahl der *Gläubigen* stetig abnimmt. Es besteht noch Hoffnung für eine Menschheit deren Augenmerk sich nun auf den Wahrheitsgehalt überkommener Vorstellungen richtet und Hokuspokus als solchen beim Namen nennt. Dennoch heißt es wachsam sein, denn wie ein Hund, der, in die Enge getrieben, sich umso heftiger zur Wehr setzt, konsolidieren sowohl die Homöopathieverfechter, die Klimaleugner und die Fundi-ChristenⒷ nun ihre Kräfte um der neuen Aufklärungswelle etwas entgegen zu setzen. Im englischen Sprachraum gibt es das schöne Wort "complacency", das laut dict.cc, Deutsch-Englisch-Wörterbuch ¹ complacency [smugness] |
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Hüten wir uns davor, uns in selbst einer dieser Eigenschaften gemütlich einzurichten. Der demokratische Prozess richtet sich nicht nach "Vernunft", sondern nach "Mehrheiten".

Ⓐ Ausgenommen jene ca. 30% die sich für nichts ernsthaft interessieren.
Ⓑ Nicht zu vergessen die extreme Rechte - der eine eigene Erörterung gewidmet werden muss.
" ..Information bedeutet jenen sprachlichen Ausdruck, durch welchen Verhalten¹ in Form gebracht werden soll. In Ausnahmefällen entwickelt sich Information durch Versuch und Irrtum². Als entscheidend für das Bewerten des Erfolg(es)³ eines Versuchs gilt das gefühlsmäßige Empfinden⁴ angesichts des Ergebnisses⁵.. "
[von da → Begriffskalender]
¹ Information so zu definieren heißt den Begriff unnötigerweise einschränken, denn Information kann auch sachlicher Natur sein, beschreibend um etwas darzustellen. Autoritäre Personen mögen im Vordergrund auf das Verhalten einwirken wollen - möglicherweise ist der Herr Professor da von eigenem Weltbild und Verhalten geprägt und hat es deswegen so persönlich gefärbt formuliert.
² Die schlechteste Art 'fürs Leben zu lernen' ist der hier geschilderte Weg von Versuch und Irrtum - viel besser ist es zu planen und abzuwägen, Vorerfahrung zu studieren und erst praktisch zu werden wenn eine gewisse Erfolgsaussicht besteht. Eine abstrakte Darstellung - so wie hier - sollte allerdings schon mit Beispielen arbeiten. Es sei denn, man schwafelt nur und WILL das gar nicht. Professorale Elegien: Viele Worte - kaum Inhalt.
Die nächsten drei Punkte sind eng verknüpft - ich versuche dennoch sie getrennt zu behandeln.
³ Sofern ein Versuch mit einer Hypothese angelegt wird - das wäre exakte, gut fundierte Wissenschaft - geht es nicht um Bewertung, sondern um eine neutrale Zusammenfassung und die Erörterung der Ergebnisse.
⁴ Gefühl ist bei der Bewertung von Versuchen ein schlechter, nein, der schlechteste Ratgeber! Wie sollen Gefühle objektiviert und reproduzierbar gemacht werden, wo sie doch eine individuelle Disposition im Augenblick der Aussagen darstellen?
⁵ Handelt es sich um Ergebnisse im Sinne von 'beweisbar', 'durch Fakten belegt', nach den Regeln der (jeweiligen) Disziplin ausgeführt? Dann erst recht haben 'Gefühle' hier nichts zu suchen.
Wie lautet das Fazit?
"Frue*er"™ konnte der Herr Professor durch seine Schriften überzeugen. Selbst wenn es um geisteswissenschaftliche Grundüberlegungen ging. Irgendwie, scheint mir, ist nun *die Luft raus*. Man sollte den Moment nicht versäumen wenn es Zeit ist aufzuhören und lieber von früheren Erfolgen zehren als sich später lächerlich zu machen.
oder:
Wie sich manche *Mütter* mit Allem versorgen. Auch mit Kind.
Der Herr bloedbabbler hat kürzlich auf ein besonderes Ereignis hingewiesen,
→ den "Weltmännertag". Nun mag man zu solchen *Gedenktagen* stehen wie man will, dieser Tag könnte zukünftig noch an Bedeutung gewinnen, da bin ich mir sicher!
Was hat das nun mit der Überschrift zu diesem Artikel zu tun?
Noch vor wenigen Jahren - und in Einzelfällen auch heute noch - wurde und wird allenthalben das schwere Schicksal der "alleinerziehenden Mütter" beklagt. Zu Recht, wenn die Kerle abgehauen sind und Mutter samt Sprössling ohne mindestens finanzielle Versorgung zurück ließen. Das "Amt" trat ein und bezahlte mehr schlecht als recht was der Rabenvater sich weigerte zu tun: Unterhalt.
Doch seit Jahren findet eine schleichende Umschichtung statt.
Das man darüber so wenig liest mag daran liegen, dass es auf Seiten der Frauenmagazine ein Tabu ist darauf hin zu weisen. Was nicht positiv im Sinne des Klientel - Frauen! - ausgeschlachtet werden kann, oder gar die Emanzipationspredigten einschlägiger Blätter, ich sage nur "EMMA", zu stören in der Lage wäre, wird totgeschwiegen.
So auch bei diesem Problem, das ich einmal plakativ die
"Suche-psychisch-einigermaßen-erträglichen-und-physisch-wohlgestalteten-vielleicht-auch-noch-intellektuell-ganz-passablen-und-vertrauensseligen-Mann-zwecks-Konzeption-eines-Kindes-das-ich-dann-aber-für-mich-allein-haben-will"-Emanzipation
nenne.
Damit könnte ich meine Überlegungen prinzipiell schon abschließen, denn das Wesentliche ist gesagt:
Diese missbrauchten Männer sind am A****! Sie haben - weil die deutschen Gerichte und Institutionen immer noch ein überkommenes Frauenbild "treu sorgende Mutter allzeit kämpfend für das Beste für ihr Kind" haben - keine Chance, wenn ihnen der Kontakt zu ihrem Kind vorenthalten wird. Sie stehen machtlos da und müssen trotzdem zahlen.
Diese Art *emanzipierter alleinerziehender Mütter nach eigener Wahl* passen natürlich nicht in das vielbeschworene Opferbild der überforderten, verlassenen und finanziell verarmten Mutter die sich rührend um ihr Kind sorgt und vor Tränen ob des ruchlosen 'Gefährten' Abwesenheit nicht in den Schlaf finden kann.
Dabei sind es die Männer, die leiden.
Wenn sie mehr als einmal Hoffnung haben und eine neue Partnerin suchen mit der es dieses mal *besser* laufen soll, dann kann es ihnen, sollte sich das Drama wiederholen, passieren, dass sie am Ende mit zwei oder mehr Zahlkindern dasitzen, finanziell für den Rest ihres Lebens erledigt und das alles ohne dass sie ihre Kinder aufwachsen sehen, geschweige denn an deren Leben Anteil haben.
Dem Vernehmen nach gibt es schon Mütter mit mehreren Kindern von verschiedenen Partnern¹, die auf diese Weise nicht mehr arbeiten, sondern von Kindergeld, zahlenden Vätern und Stütze ein bequemes Leben führen, in dem die Väter dieser armen Kinder zu reinen *Samenspendern* geworden sind, wo sie doch eine intakte Familie und stilles, gemeinsames Glück als Ziel hatten.

Ⓐ Singlemutter & "Wunschkind"- Erörterung eines Paradoxons (2018)
Ⓑ Was wir aus "Hänsel & Gretel" lernen .... (2016)
Ⓒ Eine junge Frau .... (2006)
Ⓓ Von lausigen Müttern, die nie selbst an etwas Schuld sind, sondern immer die Schuld für ihre Unfähigkeit vernünftig auf ihre Kinder aufzupassen bei anderen Menschen suchen und offensichtlich annehmen, alle Menschen hätten einen 7. Sinn, mit dem sie erahnen, was die Kinder gerade jener Mütter nicht abkönnen - und die annehmen, sie könnten ganz frech behaupten, sie selbst seien völlig fehlerfrei .... (2005)
*edit/update*
¹ Die Schauspielerin Muriel Baumeister fällt wohl - wenn auch in abgemilderter Form - in diese Kategorie
Anlässlich eines Umzuges erfährt man so manchen Umstand, den der sesshafte Normalbürger überhaupt nicht zur Kenntnis nimmt. Dinge, die im Alltag nichts zu suchen haben, weil man sie als Dienst überwiegend nicht braucht, bzw. so selten braucht, dass man zwar ihre Spuren sieht, den Dienst selbst bestimmt auch für wichtig hält, aber eben nur so am Rande. Bis man davon Gebrauch machen muss weil man umzieht.
Wovon ist hier die Rede?
Es geht um das was gemeinhin als "Sperrmüllentsorgung" bezeichnet wird. Wobei das, selbst in klitzekleinen Kleinstädten, mittlerweile zu einem fast unsichtbaren, aber scheinbar doch recht lukrativen Moloch mutiert ist.
Wohin mit dem Elektronikschrott? Zum Restmüllhof, zur Restmüllsammelstelle!
Was aber ist mit Geräten, die zu groß sind um sie von Hand alleine zu bewegen? Da denkt der durchschnittlich begabte Bürger "die werden bestimmt auf Anfrage abgeholt, denn es gibt doch ältere Personen, die einen Elektroherd oder gar schon eine größere Mikrowelle nicht alleine transportieren können".
Denkt man so unbedarft, wie man als Normalbürger halt 'mal ist.
Tja, liebe Lesende, Pech gehabt! Egal wie groß oder klein elektrische oder elektronische Geräte sind: Selbst ist der Bürger!
Der 'Standardsperrmüll' nimmt sowas nicht mit, da muss jeder zusehen wie er solche Teile los wird.
Und nun das *highlight* des Tages zur Sperrmüllentsorgung:
Versuchen Sie mal einen Termin zu bekommen ....
Hier, wo ich derzeit noch wohne, hat die Stadt *outgesourced*, also das, was früher von der öffentlichen Hand erledigt wurde an ein Privatunternehmen abgegeben, das sich nun darum kümmert. Kümmerlich kümmert. Warum?
Weil der Entsorgungsterminkalender nur maximal vier- bis sechs Wochen in die Zukunft reicht.
Das ist Realsatire pur.
Maximal vier bis sechs Wochen.
Es gibt Computer seit mehreren Jahrzehnten.
Eine der ersten Anwendungen waren Zahlenkolonnen, *spreadsheets*, mit deren Hilfe man Termine einrichten und verfolgen konnte. Die sogar in der Lage sind das über Jahre (!) im voraus zu erledigen.
Aber hier, hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen, kann das nette Schneewittchen des Entsorgungsbetriebes - trotz EDV für viele Tausende Euro - keine Terminwünsche für Sperrmüll entgegen nehmen, die weiter in die Zukunft reichen als vier bis maximal sechs Wochen!
Ich gebe zu, das sind die Momente, in denen ich mir die gute alte Müllentsorgung durch die Stadt zurück wünsche - das war vielleicht nicht so kostengünstig wie die Ausbeutung der Arbeitskraft der *Müllwerker* heute durch ein Privatunternehmen, aber man konnte wenigstens ein paar Wochen mehr in die Zukunft einen Sperrmülltermin vereinbaren .... selbst wenn er per Hand mit einem Bleistiftstummel auf eine A6-Karteikarte eingetragen und in einen Karteikasten abgelegt wurde.
Wegen baldigst bevorstehendem Umzug bin ich gerade dabei meine Kugel-Sammlung aufzulösen und zu verkaufen. Das geht wegen der Vielfalt an Kugeln am besten bei ebay-Kleinanzeigen. Und lief bis Freitag komplett problemlos. Anzeige vorbereitet, reingestellt, und .... na ja, die Resonanz auf manche Artikel ist halt größer als bei anderen.
Nun waren vorgestern zwei englische, antike Rasen-Bowle-KugelnⒶ dran sich bei den Kleinanzeigen zu präsentieren:
Die bestehen auf einer mittlerweile geschützten HolzartⒷ und - das war wohl der Grund für die nachfolgenden Probleme - einer plättchenförmigen Einlage aus Elfenbein.
Gefertigt wurden diese Kugeln - es sind allerdings keine exakten Kugeln sondern Ellipsoide, da sie einen wechselnden Durchmesser zwischen 11 und 11,5 cm haben - vor Beginn des letzten Jahrhunderts, also vor 1900. Da gab es noch keine Artenschutzabkommen die den Handel mit Elfenbein verbieten, da gab es auch noch kein Bewusstsein für die Erhaltung von Bäumen einer seltenen Art mit besonders hartem Holz, das zudem noch die Eigenschaft hat sich selbst zu schmieren weil es ein besonderes Harz und Öl enthält.
So sieht man an diesem Beispiel, wohin es führt, wenn ungenau oder unscharf gestaltete Algorithmen unser Leben anfangen zu bestimmen - was als Vereinfachung gedacht ist macht das Leben unbequemer. Der größte Mangel ist, dass wegen fehlenden Personals die Sache sich zu einer endlosen Geschichte entwickeln kann, weil kein MENSCH mehr *zuständig* ist!

Ⓐ Die Kugeln ["click!" vergrößert die Abbildungen]
¹
²
³
⁴
⁵
Der grüne Pfeil deutet auf einen Defekt bei einer der Kugeln.

Ⓑ Das Holz
Lignum Vitae ist das für "bowls" benutzte Holz
(Guiacum officinale L. principally; auch: G. sanctum L. & G. guatamalense Planch. Familie - Zygophyllaceae.)
Lignum Vitae ist eines der herausragendsten Hölzer überhaupt, da es nicht nur eines der härtesten und schwersten bekannten Hölzer ist, sondern auch die fast einzigartige Eigenschaft besitzt, selbstschmierend zu sein.


oder: Der Herr Professor, schon wieder ...!
" .. Wissen schafft Sicherheit, Glauben aber Vertrauen .. "
[von da → Begriffskalender]
Da der Herr Professor Dr. phil. habil. auf Kommentare nicht antwortet und sich so mit dem *gemeinen Plebs*, weit unter seinem Niveau denkend, nicht abgeben will nehme ich das oben gezeigte Zitat zum Anlass es hier zu diskutieren.
"Wissen schafft Sicherheit" - den Teil der Aussage kann ich voll unterstreichen. Fakten zu sammeln und zu verknüpfen, dabei ohne vorgefasste Einstellung, wohl aber mit einer Arbeitshypothese das Für und Wider einer Fragestellung zu erarbeiten, nüchtern die Daten zu vergleichen und dann zu einer Schlussfolgerung zu kommen, das ist das Wesen der Naturwissenschaften:
Ein faktenbasiertes, nachvollziehbares, reproduzierbares Gedankengebäude, das seit der Aufklärung in vielfacher Weise erweitert und hinterfragt wurde - und nun als gesichertes Wissen gelten kann.
"Glauben aber [schafft] Vertrauen" - diesen Teil wollen wir uns etwas genauer ansehen:
➀ Sind nicht "Glauben" und "Vertrauen" ein und dieselbe Sache?
Wenn ein Mensch glaubt, dann vertraut er einer Aussage, einem Versprechen, dass diese wahrhaftig und unabänderlich ist. Ich sehe da keinen Unterschied, sondern eine Abhängigkeit der beiden Begriffe, die einen Wunsch des Individuums von zwei Seiten her beschreiben.
➁ Ist das nicht ein unzulässiger Zirkelschluß?
In etwas vertrauen heißt doch daran zu glauben, dass es eintreten wird. Insoweit ist glauben nicht selbständig möglich, denn es muss sich auf etwas beziehen auf dessen Eintreten man sich verlässt - dessen eintreten man als einzige Möglichkeit erwartet, in dessen Eintreten man Vertrauen setzt.
➂ und meint man damit nicht zugleich die eigene Einbildungskraft, die sich selbst bestätigt?
Der Mensch der glaubt / vertraut verbindet damit die Gewissheit des Eintretens eines Versprechens, das nicht physisch vorhanden ist (oder zwangsläufig physisch vorhanden sein muss), sondern in seinem Kopf, vor dem 'geistigen Auge' eine bestimmte Form angenommen hat - niemand außer dieser Person kann ein gleiches Bild haben.
.... oder:
Können Schweine fliegen und gibt es Pegasus?
Es gibt Tage, da kann ich diese immer wiederkehrenden Politikerphrasen einfach nicht mehr ertragen. Das gilt beileibe nicht nur für die aus der rechten Ecke, sondern genau so auch für die aus der linken Ecke, die gerade wieder anlässlich der Thüringen-Wahl in all ihren Ausprägungen (*bullshit-Bingo*)¹ zu hören waren.
Gibt es denn niemanden mehr, der einmal auf den Tisch haut und den Damen und Herren Politikern sagt: "Wenn ihr nichts Wichtiges zu sagen habt haltet doch einfach mal den Mund - nicht jedes Mikrofon vor der Nase ist ein Zwang sich zu äußern!"
Wenn ich dann ausgerechnet aus der südöstlichen Ecke des Landes die CSUler tönen höre: "Das Christentum gehört zu unserer Leitkultur!" dann frage ich mich, wie viele von denen wirklich in der Lage wären zur Bibel mit Zitaten zu diskutieren - es wäre vermutlich nach wenigen Sätzen vorbei mit der Leitkultur ....
Denn ich selbst, zwischen 12 und 18 noch 'aktiv' als Christ, bevor mir ein Licht aufging welcher Mär ich da auf den Leim gegangen war, und wie verrottet die Institution an 'Haupt & Gliedern' tatsächlich (war und) ist, kann heute nur noch wenige Stellen auswendig zitieren. Da bezweifle ich sehr, dass es ein x-beliebiger Politiker besser könnte.
'Wie sieht es aber mit Literatur und Kunst, mit der klassischen Musik aus?' höre ich nun manche fragen, 'das ist doch ebenso Teil unserer Leitkultur?' Selbst da gilt: Welcher Absolvent einer "höheren Lehranstalt" hat denn noch all die Gedichte, all die in Reclam-Heftchen herausgegebenen Klassiker der deutschen Literatur so im Gedächtnis, dass sie/er mehr als ein, zwei Sätze zitieren könnte?
Die sogenannte "Leitkultur" ist ein Popanz, aufgebaut um Menschen zu spalten, in 'Wichtige und Richtige' sowie in 'Unwichtige und Falsche' einzuteilen.
Sollten wir nicht besser nach Tugenden und persönlichen Eigenschaften von Menschen urteilen - egal wie sie aussehen und woher sie kommen? Solange diese Tugenden gelebt werden müssen ohne Unterscheidung alle "dazu gehören". Alle, die diese gesellschaftlich notwendigen Grundzüge des Verhaltens einhalten und danach streben sie gegenüber Anfeindungen zu verteidigen. Es reicht heute nicht mehr, sich das Leben passiv anzusehen und nach dem Motto "Was geht mich das an?" sich aus Allem heraus zu halten von dem man nicht unmittelbar betroffen ist, Auch "Engagement gegenüber Störern der Leitkultur" gehört zu jemandem, der behauptet zur "Leitkultur" zu gehören!
Was ist nach meiner Auffassung der Leitkultur zuzurechnen?
Es sind die Tugenden:
Ordnung, Sauberkeit, Wahrhaftigkeit (Verlässlichkeit),
gepaart mit Mildtätigkeit, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe.

¹ siehe auch: Trollshit-Bingo
Anlässlich des bevorstehenden Umzugs kommt der eine oder andere Gegenstand zum Vorschein, den man lange nicht gesehen hatte und irgendwie hat er überhaupt nicht gefehlt.
Sieht man ihn allerdings jetzt wieder, ist der erste Gedanke 'könnte nochmal wieder nützlich sein, besser aufheben als neu kaufen' .... eine gefährliche Falle, denn was wieder in irgendeiner Kiste landet, also nicht weggeworfen wird, liegt da auf Dauer. Bis zum nächsten Umzug. Oder bis der derzeitige Besitzer stirbt und seine Erben den Nachlass durcharbeiten und schließlich - mangels gefühlsmäßiger Bindung an solche Gegenstände - kurzen Prozess machen und ihn entsorgen.
Etwas wegzuwerfen ist ein schmerzlicher Vorgang. Mittlerweile sehe ich das so: Weg ist damit Verantwortung dafür, diese Gegenstände aufzubewahren, dafür den Platz mit zu bezahlen .... und am Ende doch etwas Neues kaufen zu müssen, weil die Technik fortgeschritten ist, und der Betrieb eines alten Gegenstandes ein mehrfaches an Energie kosten würde.
Allerdings machen es dem *wegwerfwilligen* Bürger die Kommunen nicht immer leicht - der Recyclinghof am einen Ende der Stadt, wenn allerdings Problemabfall, beispielsweise Farben, dann bitte am anderen Ende der Stadt abgeben. Glas (auch einen Karton alte Gläser!) nicht als gepackten Karton, sondern einzeln in den Glascontainer werfen. Aus Bleikristallgläsern, das Stück (!) für heute umgerechnet zwischen 12,- und 20,- €, trinkt scheinbar niemand mehr, wohl auch deswegen, weil kaum noch ein jüngerer Mensch den Unterschied zwischen einem Wasser-, Südwein-, Rotwein-, und Weissweinglas kennt .... getrunken wird aus Einmachgläsern, leeren Marmeladen- und Senfgläsern.
Dazu noch das "nicht-mehr-en-vogue"-Problem:
Beim letzten Umzug habe ich ein komplettes Service (12 Personen Ess- und Kaffeeservice in zartem Beige mit echtem Goldrand, alle Schüsseln, Platten, Terrine etc.) in den Porzellancontainer geworfen - weil es selbst mit dem Label "Zu Verschenken" bei ebay-Kleinanzeigen keinen Abnehmer gefunden hat. Goldrand ist nicht Spülmaschinenfest - und damit obsolet.
Kennen Sie noch *Platzteller*? Schwere, echt silberne Teller, mit einem Durchmesser, auf den der größte Essteller passt? Unsere mit einem dezenten (echt vergoldeten) Rand, die man unter den untersten Teller stellte, um den Platz sichtbar zu machen, und auf den - der Speisefolge entsprechend - die verschiedenen Teller für den jeweiligen Menuegang gestellt wurden. Braucht heute niemand mehr - und was nun?
Das ist nur ein Beispiel für so viele andere, die nun beim Umzug wieder anfallen.
Aber wahrscheinlich langweile ich Sie hier nur mit meinen Luxus-Wegwerf-Problemen.
Stellen Sie sich vor was morgen passiert gestern passiert ist:
Da hol(t)e ich gratis und ohne Einschränkungen eine z. T. deckenhohe Marken-Wohnzimmerwand mit einer Breite von ca. 3,50 m in Kirschbaumholz-Echtfurnier aus einem Haushalt ab, dessen Besitzer:in 'woanders hin zieht wo schon ein kompletter Haushalt vorhanden ist'.
Einen Luxus-Wegwerf-Problem - wohin man auch sieht!
Ich jedenfalls bin froh darüber nun ein so schönes Mobiliar bekommen zu haben - da hat sich der Aufwand gelohnt.

Wo wir gerade dabei sind über 'stilvolle Ausstattung' zu reden:
Möchten Sie ein stilvolles Ess- und Kaffeeservice aus dem besten Porzellan mit allen Schüsseln, Platten, etc., in elegant-dünnem "BoneChina", preisgünstig erwerben? Dann schauen Sie 'mal unter dieser Adresse nach → ebay-Kleinanzeigen
Weiteres dort → Rosenthal "Classic Rose" Bone China
Heute an der Tankstellenkasse - es ist gegenüber beim Schulzentrum gerade große Pause - eine Schlange von ca. 12-13 Schülern vor mir und etwa genauso viele hinter mir, die allesamt irgendwelche belegten Brötchen, Getränke, Süßwaren kaufen. Es geht nur langsam voran.
Plötzlich schiebt sich ein Mann so um die 50 mit hoch erhobener goldener Kreditkarte neben den Schüler an der Kasse, wedelt mit seiner Karte und sagt
"Ich habe getankt!"
Die Kassiererin sagt platt
"Gut, das freut uns."
Und bedient die Schülerin, die jetzt als Nächste in der Reihe steht.
Der Kartenwedler steht immer noch an der Seite.
Ich sage zu ihm
"Wie wäre es denn, wenn Sie als Älterer der Jugend mit gutem Beispiel vorangehen? Über das Verhalten der jungen Leute wird immer gemeckert und es wird ihnen vorgeworfen wird sie hielten sich nicht an Regeln. Hier haben sie eine gute Möglichkeit sich als Vorbild zu beweisen. Zu beweisen, dass Ältere sich an Regeln halten und nicht nur meckern. Hinten anstellen, bitte!"
Als ich mich umsehe steht er am Ende der mittlerweile noch gewachsenen Schlange und eine Schülerin hinter mir sagt:
"Dem haben Sie es aber gegeben. War richtig so!"
Was ist tatsächlich geschehen? Denn Sie wissen ja: Ich glaube nicht an Wunder!
Vor ein paar Tagen hatte ich meinen Tintenrollerstift zur Reparatur versandt - ein Geschenk einer dankbaren Klasse, mit eingraviertem Namen. Fast ein ganzes Jahr lernten die Teilnehmenden in einem Spiralcurriculum was zu den Themen Anatomie/Physiologie/Pathophysiologie des Menschen und Arzneimittellehre für sie berufsrelevant war.
Solche Geschenke achtet man, denn es ist mehr als nur ein Schreibgerät, es ist eine stete Erinnerung an *feed-back* von den Unterrichteten. Ein Geschenk habe ich in all den Jahren, die ich Erwachsene unterrichtet habe, eher selten bekommen hatte. Was in den Achtzigern noch gang und gäbe war ist immer mehr aus der Mode gekommen. Viele denken, '.. der wird doch dafür bezahlt ..' und so unterbleibt jede noch so kleine Geste der Anerkennung oftmals.
Nun bin ich schon wieder abgeschweift, denn ich wollte Ihnen ja von einer ganz anderen, einer erfreulichen Sache berichten:
Diesen Tintenrollerstift hatte ich also seit vielen Jahren, und es gibt immer noch Minen dafür zu kaufen: Blau, schwarz, grün, rot - ein Wunder, denn oft wird die Produktion von dergleichen preiswerten Ersatzteilen eingestellt und der Nutzer des Gerätes bleibt ohne Nachschub - das Gerät wird wertlos.
Nicht so bei einem LAMY!
Nun hatte ich den Stift an C. Josef LAMY GmbH in Heidelberg geschickt und was ich schrieb sehen Sie im Bild (gelber Zettel).
Für ein paar Tage hörte ich nichts davon und dachte schon: Auf dem Postwege verloren gegangen.
Bis dann am 24.10. der DHL-Bote ein kleines Päckchen brachte und zu meiner großen Freude enthielt es den Stift.
Repariert.
Kurze Anmerkung auf dem Lieferschein:
"Wir haben Ihre/n Reparatur/Umtausch kostenlos für Sie ausgeführt".
Eine neue Mine war ebenfalls noch in das Gerät eingelegt worden.
[Diese lobende Darstellung ist aus ehrlicher Überzeugung hier niedergelegt - ohne jede Beeinflussung oder gar Bezahlung; aus reiner Dankbarkeit für die immer seltener werdende Geste der Produktverantwortung über den Kauf hinaus.]
Ein wirklich sehenswertes Video - knapp gehalten, aber geradewegs auf den Punkt, den Nerv der Nutznießer zentral getroffen .... hach, wie ich dem Mann für seine Rede danke! Sie müsste noch breiter verfügbar gemacht werden.