bookmark_borderDie Folgen (I)

Stel­len Sie sich einen schön ange­leg­ten Park vor, klein, aber ein­la­dend. Dahin­ter ein impo­san­tes Stadt­schloss. Jetzt Sitz der Kom­mu­nal­be­hör­den. Da ste­hen sta­bi­le Bän­ke unter gro­ßen, alten Bäu­men, meist Kasta­ni­en.- Die sieht man heu­te immer sel­te­ner obwohl sie doch bei Son­ne Schat­ten auf die Bän­ke wer­fen und so zum Ver­wei­len einladen.

Auf zwei Bän­ken mit etwa vier Meter Abstand sit­zen zwei alte Damen, neben den Bän­ken ste­hen ihre Rol­la­to­ren, sie sit­zen so, dass sie sich sehen kön­nen und unter­hal­ten sich mit erho­be­ner Stim­me, die von den Schloss­wän­den wider­hallt, über ihre Erfah­run­gen mit Covid-19, Coro­na, und .... den Tod von Mitbewohnern.

1. Senio­rin
"Die Frau Zie­sel ist vor­ge­stern gestorben!"

2. Senio­rin
"Die kann­te ich kaum, hat auf dem zwei­ten Flur gewohnt."

1. Senio­rin
"Ich traf sie immer beim Früh­stück, die war noch frü­her auf."

2. Senio­rin
"Ich ess' ja sel­ten Frühstück."
Pause
"Die Frau Fried­rich hab' ich auch lang nicht mehr gesehen."

1. Senio­rin
"Ach, wis­sen Sie das nicht, die ist schon vor vier Wochen gestorben.
Noch vor dem Herrn Wil­helm, mein Gott, wie die Zeit vergeht!"

2. Senio­rin
"So, der Wil­helm ist auch schon tot.
Scha­de, der hat mich immer zum Ein­kau­fen mit­ge­nom­men - und zum Doktor.
Ich hab' mich gewun­dert war­um er in letz­ter Zeit nicht mehr kam."

1. Senio­rin
"Zum Dok­tor müss­te ich bald 'mal wie­der, war schon zwei Wochen nicht da."

2. Senio­rin ....

Den Rest der Kon­ver­sa­ti­on schen­ke ich mir und füge nur ein paar klei­ne Anmer­kun­gen hinzu:
A. Wenn das so wei­ter geht müs­sen bald vie­le Arzt­pra­xen dicht machen weil ihnen die 'betag­ten Pati­en­ten' wegbleiben,
B. Die Alten neh­men den Tod ande­rer Bewoh­ner nicht so tra­gisch wie man­che hyste­ri­schen Berichterstatter.
C. Da bin ich nun siche­rer als je zuvor, dass ich nie frei­wil­lig in "betreu­tes Woh­nen" ein­zie­hen werde. 

bookmark_borderIn der Provinz bin ich der Märchenprinz ....

*In der Pro­vinz bin ich der Mär­chen­prinz* - nicht wirk­lich, das war 'mal, vor lan­ger Zeit. In der Pro­vinz ist die moder­ne Zeit ange­kom­men und mit ihr gibt es auch die gar nicht mehr so pro­vin­zi­el­len Preise.

Ich war gestern in Cham, im Baye­ri­schen Wald, ganz nah an der tsche­chi­schen Grenze:
"Unser Vol­vo hat ein Brü­der­chen bekommen!"
So könn­te ich in Ana­lo­gie zu Geburts­an­zei­gen for­mu­lie­ren .... nur wird der Vol­vo vom neu­en Auto, RAV 4, über­flüs­sig gemacht und muss wei­chen. Hof­fent­lich dem­nächst. Obwohl er mit der Gas­an­la­ge ein sehr spar­sa­mes Auto ist - und als Cabrio eben auch ein 'Spaß-Auto', aller­dings wenig fami­li­en­taug­lich, und da er so gut wie kei­nen Kof­fer­raum hat nicht so sehr zum Ein­kau­fen geeignet.

Das war es aller­dings nicht, was ich berich­ten woll­te, das war ledig­lich der Anlaß war­um ich in Cham war. Als wir anka­men war es Mit­tags­zeit und die Toyo­ta-Ver­tre­tung mit ange­schlos­se­ner Werk­statt hat von 12:30 bis 13:30h Mit­tags­pau­se. Eine gute Gele­gen­heit selbst - nach 450 km Fahrt - ein Häpp­chen zu essen ....

Am Markt­platz gab es meh­re­re klei­ne Loka­le und wir ent­schie­den uns für ein Kaf­fe­haus mit eige­ner Röste­rei. Was soll ich sagen? Der Kaf­fee war wirk­lich Spit­ze, aller­dings bin ich nicht sicher WO die Röste­rei sich ver­steckt, denn in dem Gebäu­de wo das Café liegt war sie nicht. 

Die Prei­se waren bestimmt nicht "pro­vin­zi­ell":
Zwei­mal Flamm­ku­chen, ca. 10×15 cm, läng­lich-oval, zu je 7,50 € plus 2x Waf­feln mit Puder­zucker und Sah­ne (eine Waf­fel auf dem Tel­ler, dia­go­nal geteilt, und drei Kleck­se Sah­ne dabei) zu je 5,00 € und ein Haferl Kaf­fee plus ein Cap­puc­ci­no - alles in allem 32,- €.

Wech­selnd schien die Son­ne und es gab kurz vor Ende unse­res Essens noch Regen, der uns nach innen scheuch­te .... aber wir muss­ten uns sowie­so spu­ten, denn nun hieß es das Auto übernehmen.

Auf der Rück­fahrt haben wir dann noch bei der Kocher­tal­brücke eine Rast ein­ge­legt und uns das Bau­werk von unten ange­se­hen .... ich war schon so oft dar­über gefah­ren und nun end­lich hat­te ich Zeit genug um ein­mal drun­ter zu sehen und zu bewun­dern mit wie wenig Beton die­se Fahr­bah­nen sta­bi­li­siert sind.

Mitt­ler­wei­le gibt es schon spek­ta­ku­lä­re­re Brücken­bau­wer­ke, sicher, aber die­se Brücke war zu ihrer Zeit eine tech­ni­sche Großleistung. 

bookmark_borderOptimierung:
Am Anfang war das Internet öd und leer ....
* u p d a t e * [13.04.2025]

Am Anfang war das Inter­net öd und leer - und dann hat es sich all­mäh­lich gefüllt, kaum bemerkt, aber doch ste­tig im Hin­ter­grund wach­send, und zwar expo­nen­ti­ell.

Am Anfang war Goog­le (nur als Bei­spiel, es gibt ja noch mehr Such­ma­schi­nen) noch recht knapp und prä­zi­se: Wonach gesucht wur­de war ent­we­der da - oder man bekam die Nach­richt dazu lie­ge nichts vor.

Wie sieht das heu­te aus?

Aber­tau­sen­de von Ant­wor­ten auf die ein­ge­ge­be­ne Fra­ge - und das Mei­ste davon nichts von Wert, min­de­stens nichts, nach dem man gesucht hat (auch da neh­men sich die Such­ma­schi­nen unter­ein­an­der nichts).

Aber hier will ich auf die soge­nann­te "Opti­mie­rung" hin­wei­sen. Das ist so ein Reiz­wort, wie 'digi­tal nati­ve' oder 'com­pu­ter savy' - klingt gut, sagt aller­dings nichts Kon­kre­tes aus, und jeder stellt sich etwas ande­res dar­un­ter vor.

Solan­ge nur weni­ge Web­sei­ten da waren konn­te die­se "Opti­mie­rung" viel­leicht noch funk­tio­nie­ren. Aber heu­te? Unzäh­li­ge SEO {nur ein aufs Gera­te­wohl her­aus­ge­nom­me­nes Bei­spiel} Bera­ter:innen opti­mie­ren so vor sich hin, ver­spre­chen beste Plat­zie­rung und natür­lich schnel­len Rück­fluss des ein­ge­setz­ten Gel­des, das so eine Ver­bes­se­rung nun 'mal kostet. 

Es ist wie bei einem Schnee­ball­sy­stem - nur ohne das es straf­bar wäre oder dass es irgend­wer ein­mal ernst­haft in Fra­ge stellt:

Die opti­mier­ten Sei­ten wach­sen expo­nen­ti­ell, bis sie schließ­lich alle *top* opti­miert sind. Kei­ne nicht-opti­mier­ten Sei­ten mehr übrig .... und wie unter­schei­den die vor­han­de­nen Sei­ten sich nun voneinander?


Gera­de hat­te ich ja schon auf das ähn­li­che Opti­mie­rungs­an­ge­bot hin­ge­wie­sen - zuge­ge­ben nicht ganz ernst­haft dar­ge­stellt - in Sachen "Pro­fil­ver­bes­se­rung" durch eine "Pro­fi­la­gen­tin". Wenn alle die sich im Inter­net bewe­gen opti­ma­le Pro­fi­le haben - hat sich dann die Opti­mie­rung von selbst erle­digt oder wird dann eine - ent­schul­di­gen Sie die dra­sti­sche Aus­drucks­wei­se - neue Sau durchs Dorf getrie­ben?
 

Da behaup­te ich doch ganz frech wie der klei­ne Bub aus der Men­ge, der rief "Der Kai­ser hat ja gar nichts an!": Alles wie bei "Des Kai­sers neue Klei­der" - nichts zu sehen, nichts zu fin­den, nichts zu unter­schei­den - aber Alles bestens *opti­miert* und die pas­sen­den Daten wer­den gleich von meh­re­ren track­ing- und tra­cing-Unter­neh­men geliefert.

Natür­lich opti­miert auf ihre spe­zi­el­le Situation .... 

* u p d a t e * [13.04.2025]
Sie­he hier­zu "Web­sei­te-Traf­fic durch Such­ma­schi­nen ist tot "

bookmark_borderGeschichte - kreativ ins Gegenteil verändert

Aktu­el­le Mel­dung ver­brei­tet im Inter­net "Schrö­der bei LinkedIn"

" .. Damit wird Schrö­der zur Medi­en­mar­ke. Auf Nach­fra­ge von kress.de bestä­tig­te Albrecht Funk, der das Büro des Bun­des­kanz­lers a.D. lei­tet, dass der sowohl auf Deutsch wie auch auf Eng­lisch ver­öf­fent­lich­te Bei­trag ein Start­punkt für Wei­te­res sein soll. "Ger­hard Schrö­der wird hier regel­mä­ßig The­men ansto­ßen, die ihn bewe­gen. In der Regel wer­den das über­ge­ord­ne­te The­men abseits der Tages­po­li­tik sein", so Funk .. " [Quel­le] - wer das glaubt hat in den letz­ten Jah­ren nicht ver­folgt, was der 'Alt­kanz­ler', Ren­ten­kür­zer, Leih­ar­beits­be­für­wor­ter und Hartz IV-Ein­füh­rer, Mot­to: "Was­ser pre­di­gen und Wein sau­fen!" so in den Medi­en brabbelte. 

Der Pro­let, der zum Staats­mann wur­de. Tat­säch­lich? An sei­nen Taten kann man den 'wah­ren' Schrö­der erken­nen - und der ist bestimmt nur ein Abklatsch eines "Staats­man­nes", da hel­fen kei­ne Umdeu­tungs­ver­su­che oder Geschichts­ver­fäl­schun­gen. Der ehe­ma­li­ge Berufs­pro­test­ler der Grü­nen, Josch­ka Fischer, der zum Außen­mi­ni­ster avan­cier­te, und Schrö­der ver­stan­den sich auf eine Art, wie sie nur Unter­schicht­ler unter­ein­an­der her­zu­stel­len wis­sen. Es ist heu­te noch das, was die Ruhr­ge­biet­ler so stolz vor sich her­tra­gen, weil sie es nicht bes­ser wissen: 

Schlich­te Spra­che, schlich­tes Den­ken und eine schlich­te Sicht der Welt. Wer auch nur eines die­ser Merk­ma­le durch Bil­dung ver­liert gilt danach nicht mehr als "Einer von uns". 

"Kurz nach ihrem Amts­an­tritt stand die Regie­rung Ger­hard Schrö­ders vor der Ent­schei­dung, erst­mals seit dem Zwei­ten Welt­krieg deut­sche Sol­da­ten in einen bewaff­ne­ten Kon­flikt zu schicken. Nach jah­re­lan­gen Bür­ger­krie­gen auf dem Bal­kan fiel das ehe­ma­li­ge Jugo­sla­wi­en aus­ein­an­der. Im Koso­vo wur­den Men­schen ver­folgt, ermor­det und ver­trie­ben. Des­halb betei­lig­te sich Deutsch­land an der Nato-Akti­on zur Befrie­dung des Kosovo."
So beschreibt sich der Herr Alt­kanz­ler selbst, bzw. läßt sich beschreiben:
" .. Ger­hard Schrö­der war von 1998 bis 2005 Bun­des­kanz­ler der Bun­des­re­pu­blik Deutschland.
(1) Sei­ne Kanz­ler­schaft war von den umfas­sen­den Refor­men der Agen­da 2010 geprägt. Sie tru­gen wesent­lich dazu bei, die inter­na­tio­na­le Wett­be­werbs­fä­hig­keit der deut­schen Wirt­schaft zu stei­gern, den Indu­strie­stand­ort zu sichern und neue Arbeits­plät­ze zu schaf­fen. (2) Die Außen-, Euro­pa- und Sicher­heits­po­li­tik der Kanz­ler­schaft waren von gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen gekenn­zeich­net, wie dem Kampf gegen den inter­na­tio­na­len Ter­ro­ris­mus nach den Anschlä­gen am 11. Sep­tem­ber 2001, den Kon­flik­ten in Ex-Jugo­sla­wi­en, dem Wider­stand gegen den Irak-Krieg und der Ver­tie­fung der euro­päi­schen Eini­gung .. "
[Klam­mern () zugefügt]

Da ist doch Musik drin, da denkt sich jeder, der die Zeit sei­ner Kanz­ler­schaft nicht mit­er­lebt hat: Das muss ein pri­ma Kanz­ler gewe­sen sein, so vie­le posi­ti­ve Ergeb­nis­se sei­ner Führung!"

(1) "Das "Bünd­nis für Arbeit" zwi­schen Staat, Arbeit­neh­mern und Arbeit­ge­bern dämm­te die aus­ufern­de Arbeits­lo­sig­keit ein." so heißt es euphe­mi­stisch ver­frem­det auf einer Sei­te zum Wir­ken des Herrn Schrö­der in zwei von ihm geführ­ten Regie­run­gen. Wei­ter wird dort behaup­tet "Bestim­mend in der zwei­ten Amts­zeit Schrö­ders war die innen­po­li­ti­sche Dis­kus­si­on um das Reform­pro­gramm der "Agen­da 2010". Die Arbeits­lo­sig­keit war bedrückend hoch gewor­den, die Aus­ga­ben für Arbeits­lo­sen­geld und -hil­fe wuch­sen dem Staat über den Kopf. "Mut zur Ver­än­de­rung" for­der­te der Kanz­ler in die­ser Situa­ti­on." Es ging aller­dings nicht um 'Ver­än­de­run­gen' auf der Ein­nah­me­sei­te, son­dern dar­um, die Sozi­al­aus­ga­ben zurück zu fah­ren und Men­schen zu zwin­gen, auch in Jobs zu gehen, die nicht ihrer Qua­li­fi­ka­ti­on ent­spra­chen. Zudem wur­de die Kün­di­gungs­frist und der Kün­di­gungs­schutz geschwächt, und die Leih­ar­beit geför­dert - das war das Werk des Herrn Cle­mens, der anschlie­ßend in der Füh­rung des Leih­ar­beits-Welt­kon­zerns Adec­co einen Vor­stands­po­sten bekam.

(2) Zur Außen­po­li­tik heißt es " .. Kurz nach ihrem Amts­an­tritt stand die Regie­rung Ger­hard Schrö­ders vor der Ent­schei­dung, erst­mals seit dem Zwei­ten Welt­krieg deut­sche Sol­da­ten in einen bewaff­ne­ten Kon­flikt zu schicken. Nach jah­re­lan­gen Bür­ger­krie­gen auf dem Bal­kan fiel das ehe­ma­li­ge Jugo­sla­wi­en aus­ein­an­der. Im Koso­vo wur­den Men­schen ver­folgt, ermor­det und ver­trie­ben. Des­halb betei­lig­te sich Deutsch­land an der Nato-Akti­on zur Befrie­dung des Koso­vo .." Die Grü­nen, einst hef­ti­ge NATO Geg­ner, waren dabei inten­siv betei­ligt. Der rechts­wid­ri­ge Ein­satz der Bun­des­wehr war so umstrit­ten wie die Kür­zun­gen und Gän­ge­lun­gen im Sozi­al­be­reich. Es gab vor allem des­we­gen Pro­ble­me, weil die Betei­li­gung im Ein­zel­nen nicht natio­nal, son­dern über die NATO durch US MIli­tär gesteu­ert wur­de, das kei­nes­wegs 'neu­tral' dar­an ging den Kon­flikt zu bereinigen.

(3) " .. Die inhalt­li­che Aus­rich­tung sei­ner Kanz­ler­schaft, etwa der Reform­kurs in (6) Ren­te, Gesund­heit und den Hartz-Geset­zen, sowie die Teil­nah­me am Koso­vo-Krieg, führ­ten zu inner­par­tei­li­chen Kon­flik­ten. In den Jah­ren sei­ner Kanz­ler­schaft hat sich eine bis dahin bei­spiel­lo­se Öff­nung der Bun­des­re­gie­rung für Anlie­gen und Metho­den des Lob­by­is­mus voll­zo­gen. Im Zuge des Welt­fi­nanz­crash 2007 erscheint vor allem die unter Schrö­der vor­an­ge­trie­be­ne Finanz­markt­de­re­gu­lie­rung, z.B. durch die Öff­nung des deut­schen Mark­tes gegen­über Hedge­fonds, von Bedeu­tung .. " Ins­be­son­de­re der letz­te Teil - davor noch von füh­ren­den SPD Poli­ti­kern wie Franz Mün­te­fe­ring als "Heu­schrecken" kor­rekt geschol­ten - war eine der wesent­li­chen Sün­den, die u.a. für den heu­ti­gen unge­brem­sten Anstieg der Mie­ten ver­ant­wort­lich sind. Fonds agie­ren um Ren­di­te zu erwirt­schaf­ten - und das geht stets zu asten derer, die die­se Mie­ten bezah­len müssen. 

(4) Erdoğan ist nun Staats- und Regie­rungs­chef in einem. Mit dabei als "beson­de­rer Freund" des Prä­si­den­ten ist auch Alt­kanz­ler Ger­hard Schrö­der. Da trifft doch glatt ein Spruch zu, den ich kürz­lich in einer US Ver­öf­fent­li­chung las: 


" .. His efforts to appear as 'elder sta­tes­man' would be far more cre­di­ble if he did not dis­play an irri­ta­ting enthu­si­asm for strong­men .. " {Ü: .. Sei­ne Bemü­hun­gen, als 'ver­dien­ter Staats­mann' auf­zu­tre­ten, wären weit­aus glaub­wür­di­ger, wenn er kei­ne irri­tie­ren­de Begei­ste­rung für skru­pel­lo­se Macht­ha­ber zei­gen wür­de ..}

 

 
Zu den 'skru­pel­lo­sen Macht­ha­bern' zählt der rus­si­sche Staats­prä­si­dent Putin, der wie ande­re Schrö­der-Freun­de dafür bekannt ist, in sei­nem Land mit eiser­nem Besen zu keh­ren und mit der Oppo­si­ti­on nicht gera­de zim­per­lich umzugehen.

(5) Was geflis­sent­lich ver­schwie­gen wird sind vier ver­gan­ge­ne Ehen, die teil­wei­se unter Betei­li­gung der Öffent­lich­keit und strit­tig been­det wur­den. Sind fünf Ehen ein Zei­chen von per­sön­li­cher Rei­fe und cha­rak­ter­li­cher Stabilität?

(6) Die Ren­ten­kür­zun­gen und die Ver­län­ge­rung der Lebens­ar­beits­zeit waren angeb­lich "alter­na­tiv­los" - was vor dem Hin­ter­grund einer lächer­li­chen Untä­tig­keit gegen­über den Steu­er­spar­mo­del­len der Wirt­schaft sehr befremd­lich anmu­tet. Durch eine Regu­lie­rung der Steu­er­po­li­tik hät­te vie­les von dem, was sich spä­ter als fata­le Ent­wick­lung für Arbeit­neh­mer her­aus­stell­te, ver­mie­den wer­den können. 

Nimmt man alle die­se nega­ti­ven Fol­gen zusam­men so kann man mit gutem Gewis­sen behaup­ten und bele­gen, dass die Regie­run­gen Schrö­der unter SPD-Füh­rung des Staats­we­sens genau das Gegen­teil des­sen dar­stell­te, was der Kern der Sozi­al­de­mo­kra­tie ein­mal vor Schrö­der und sei­nen Kabi­net­ten gewe­sen war. Die­se Poli­tik voll­ende­te Vie­les, wovor in den ver­gan­ge­nen Jah­ren der Regie­run­gen Kohl die CDU/CSU wohl­weis­lich zurück­ge­schreckt war.

Es war die Umstel­lung vom 'Sozi­al­staat' zu einem 'Neo­li­be­ra­len Wirt­schafts­staat' in dem der Sou­ve­rän, der Bür­ger, das Nach­se­hen hat. Was hef­ti­ge­re Ver­wer­fun­gen aus­ge­schlos­sen hat sind zwei Gründe:
Erstens nei­gen die Deut­schen nicht zu offe­ner Rebel­li­on gegen die 'Obrig­keit', zwei­tens geht es dem Durch­schnitt der Bevöl­ke­rung immer noch bes­ser als den Bür­gern in ver­gleich­ba­ren Län­dern - und die Men­schen, die am Ende der Ein­kom­mens­ska­la ste­hen wer­den von der Poli­tik für ver­nach­läs­sig­bar gehal­ten. Ein schwe­rer Feh­ler, wie nicht zuletzt wegen der durch die Regie­run­gen Schrö­der und deren sozia­lem Kahl­schlag geför­der­ten rech­ten Bewe­gun­gen, wie der AfD sehr deut­lich zeigen.

Es stellt eine Per­ver­si­on des Den­kens dar, wenn man die Schrö­der­sche Regie­rungs­zeit nun im Nach­hin­ein als "poli­ti­sche Groß­tat" dar­zu­stel­len versucht. 

bookmark_borderIch brauch jetzt erstmal eine Profilagentin ....
Ich werde jetzt *Profilagent*!
Aus der Serie "Liebes Tagebuch"

Ich brauch jetzt erst­mal eine Pro­fi­la­gen­tin sonst wird das nichts mit dem digi­ta­len Geld­ver­die­nen, lie­bes Tage­buch, und nun weißt du auch, war­um ich dir sooo lan­ge nix erzählt habe:

Ich bin dabei mein *PROFIL* zu ver­bes­sern, und das kostet heut­zu­ta­ge Zeit und Geld!

Da wirst du dich sicher fra­gen "Was ist das denn, so eine *Pro­fi­la­gen­tin*?"
Hab ich mich auch gefragt als ich auf, Ach­tung: "Kix­ka Nebras­ka" gesto­ßen bin.

Da muss­te ich ein­fach tie­fer ein­stei­gen, lie­bes Tage­buch, wo ich doch seit 1988 per Com­pu­ter unter­wegs bin und seit 2003 ein Web­log habe .... und noch nie hat­te ich bis­her von der Exi­stenz die­ses wirk­lich außer­ge­wöhn­li­chen neu­en Beru­fes gehört!

Es gibt dafür kei­ne Aus­bil­dung. Soviel steht fest. Es hilft wenn man mit­tel­alt und Frau ist. Gut ist auch, wenn man ein Pro­fil­fo­to nicht von einem pro­fes­sio­nel­len Foto­gra­fen machen lässt, son­dern sich selbst im eige­ne Bade­zim­mer per *sel­fie* foto­gra­fie­ren kann und es dann ver­frem­det. Kann ich auch, aller­dings ohne Ver­frem­dung, lie­bes Tage­buch, hier ist der Beweis:

Nur der Teil 'mit­tel­alt und Frau' wird mir nicht gelin­gen - viel­leicht geht ja auch 'hoch­be­tagt und Mann'? Na, hof­fent­lich, Tage­buch, ist DAS kein Aus­schluss­fak­tor in mei­nem Bestre­ben ein *Pro­fi­l­agent* zu werden.

Wenn man das wer­den will braucht man ein eige­nes Pro­fil - da steht dann drin wie toll man ist. Sich selbst über den grü­nen Klee zu loben ist nur die Fort­set­zung von über­trie­be­nem Lob der Eltern "Das hast du aber fein gemacht!". Wenn du dir das Bild­chen ansiehst, lie­bes Tage­buch, dann lernst du gleich noch dazu: Bei "twit­ter" hat man eine "Web­sei­te"!
Steht da drin → (screen­shot bei kix­ka im Web­log gemacht)

Zudem braucht man noch 'con­nec­tions' - zu "Bri­git­te", via "Job-Sym­po­si­um 2020" oder zu "Frank Elst­ner Master­class" und so wei­ter, und so wei­ter .... du siehst, lie­bes Tage­buch, es muß gelin­gen klin­gen­de Namen im Kli­en­tel zu haben damit man dann ande­ren Men­schen zu einem tol­len Pro­fil ver­hel­fen kann, das sie bekannt macht.
Das Netz­werk immer wei­ter spin­nen, also das mit dem 'spin­nen' ist jetzt rein zufäl­lig in meh­rer­lei Hin­sicht passend.

Es ist nicht so wich­tig, dass man mit dem Com­pu­ter und einer Pro­jek­ti­ons­soft­ware umge­hen kann - wozu gibt es schließ­lich Män­ner die das kön­nen - es reicht wenn man nach meh­re­ren Anläu­fen irgend­was Bana­les zu dem stam­meln kann, was heu­te so unter "sozia­le Netz­wer­ke" läuft. Unvor­teil­haf­te Klei­dung scheint ja fast schon "Tol­le Mode" zu sein - gab's das bei "Bri­git­te" als Vor­schlag für ein auf Com­pu­ter­freaks abge­stimm­tes 'busi­ness outfit'?

Ein ande­rer Vor­trag ging über "Ver­ges­sen" - weil ja das Inter­net nicht von selbst etwas ver­gisst, hat Frau Kix­ka gesam­melt, was an Pro­gram­men so da ist, dem man ein­ge­ben kann dass es 'ver­ges­sen' soll was geschrie­ben wur­de, weil es wäre ja blöd, wenn man Jah­re spä­ter sei­nen Quatsch wie­der unter die Nase gerie­ben bekommt .... dar­auf, lie­bes Tage­buch, muss man erst mal kommen:
Auto­ma­ti­sier­te Löschung des unüber­leg­ten Gebrab­bels in den sozia­len Netz­wer­ken als *fea­ture*.
Mhhh .... wenn ich recht über­le­ge ist das doch etwas umständ­lich - wäre es da nicht bes­ser gleich dar­auf zu ver­zich­ten irgend­wel­chen Quatsch in die Welt zu posaunen?

Da fehlt noch, das eige­ne, nicht so gut gelun­ge­ne Web­log zu löschen, damit es da nicht etwas kri­ti­sche Anmer­kun­gen geben kann die einem das Geschäft stö­ren. Noch ist es *online*, aller­dings habe ich in den letz­ten fast zwan­zig Jah­ren schon eine Men­ge sehr viel loh­nen­de­re Blogs gelesen ....

Fort­schritt wohin man schaut, die­se Sache mit dem *ver­ges­sen*!

Tja, lie­bes Tage­buch, das war's dann auch schon wieder.
*Pro­fi­l­agent* - und ich habe bis­her immer mei­ne Tipps zu Ver­bes­se­rung von Web­logs völ­lig gra­tis abge­ge­ben und dafür manch­mal Schel­te bekom­men. Ich hät­te es - wie man sieht - ein­fach nur anders benen­nen sol­len und schon wäre alles gut gewe­sen .... lie­bes Tage­buch, *Pro­fi­l­agent* ist offen­bar kei­ne geschütz­te Berufs­be­zeich­nung - daher nen­ne ich mich jetzt ein­fach so:

"Dies schrieb exklu­siv für dich dein *PROFILAGENT* wvs."

bookmark_border"Frue*er"™ noch nie ....

"Frue*er"™ noch nie erlebt oder getan - aber letz­te Woche ....

Zuerst die Geschich­te von mei­ner Fahrt mit der Bahn nach Han­no­ver. Das war letz­te Woche am Mon­tag, 11.05.2020.

"Wenn ich schon 'mal Bahn fah­re", dach­te ich als kurz nach bestei­gen des Regio­nal­ex­press das abge­bil­de­te gel­be Warn­schild im Bild­schirm erschien, und " .. das fängt ja schon gut an!"
Das war rich­tig gedacht, denn auch der Fern­zug nach Nor­den hat­te Verspätung. 

So ergab es sich, dass ich trotz zwei­er Stö­run­gen eine unge­stör­te Fahrt nach Han­no­ver hat­te .... ähem, nicht ganz, denn noch vor Frank­furt kam fol­gen­de Durch­sa­ge "Lie­be Fahr­gä­ste, wir begrü­ßen Sie ... bla, bla ... der Grund für die Ver­spä­tung war ein tech­ni­scher Defekt am Zug."

Na, wenn das nicht die abso­lu­te Beru­hi­gung für die in genau die­sem Zug sit­zen­den Fahr­gä­ste ist ....

 

Im Inter­net, bei you­tube, gibt es meh­re­re Vlogs die sich mit der Zucht von Gemü­se aus Tei­len der gekauf­ten Pro­duk­te befas­sen. Vor ein paar Mona­ten hat­te ich ein Video gese­hen, da wur­de aus der Wur­zel von Lauch eine neue Pflan­ze gezo­gen. Der Herr bloed­bab­b­ler hat­te mir auch schon gezeigt, wie er sowas ähn­li­ches anstellt um mehr­mals zu ern­ten .... Da ich ja stets skep­tisch bin wenn ich sol­che Geschich­ten sehe/lese/höre, dach­te ich es selbst ein­mal zu pro­bie­ren - und sie­he da, es klappt! Bei mir sogar so gut, dass die 'Rest­pflan­ze' eine Blü­te gebil­det hat und zu die­sem Zweck auf statt­li­che 60 cm Höhe gewach­sen ist.
["click!" ver­grö­ßert das Bild]

 

[Bei etwas bes­se­rem Licht folgt noch­mal eine neue Auf­nah­me, die­se ist nicht beson­ders gut geraten] 


Mei­ne Leser wis­sen ja, dass ich mit Reli­gi­on jed­we­der Art kein beson­ders gutes Ver­hält­nis habe, weil Reli­gi­on zwei wesent­li­che Eck­punk­te der Auf­klä­rung - Evi­denz und Plau­si­bi­li­tät - erst ver­sucht hat zu unter­drücken und dann ver­sucht hat sich dran­zu­wan­zen indem behaup­tet wird, sie sei stets in der Geschich­te Ver­fech­ter von Erwei­te­rung des Wis­sens gewesen ....
Eine drei­ste­re Lüge gibt es nicht, aber es ist ja nicht ver­wun­der­lich, denn jede Reli­gi­on ist auf einer Lüge auf­ge­baut, näm­lich, dass es irgend­ei­ne *Höhe­re Macht* gäbe, die unse­re Geschicke lei­tet - wo wir doch genau wis­sen und bewei­sen kön­nen, dass das Leben, der Pla­net, das Uni­ver­sum, ein Ergeb­nis von Zufäl­len und Gesetz­mä­ßig­kei­ten sind.
Wie aus der obi­gen Abbil­dung zu erken­nen ist befin­den wir uns auf einem guten Weg, die Athe­isten wer­den mehr.
Doch es heißt wach­sam zu blei­ben, denn die in die Enge getrie­be­nen Reli­gio­ten wer­den da wie Tie­re, die man bedrängt:
Sie bei­ßen wild um sich und rich­ten im Unter­gang noch gro­ßen Scha­den an!

bookmark_borderLeiharbeit ....
eine Schandtat der Schröder'schen Regierungszeit

Wie so oft im Leben bekom­men jene Men­schen, denen es schon schlecht geht, immer noch wei­te­re 'Nacken­schlä­ge' und müs­sen sich mit schlech­ten Arbeits- und Ver­dienst­be­din­gun­gen herumschlagen. 

Wäh­rend die Leih­ar­beits­fir­men Geld von der Arbeits­agen­tur für die Ein­glie­de­rung erhal­ten war­ten sie offen­bar nur dar­auf bis die Fri­sten für der­glei­chen För­de­rung ein­ge­hal­ten sind und ent­las­sen dann die Leu­te wie­der um das Spiel­chen von vor­ne zu beginnen. 

Die Schan­de ist, dass die Zuschüs­se wegen der läp­pi­schen Bezah­lung meist 30% des Ent­gelts betra­gen - das zah­len die Steu­er­zah­ler, wäh­rend der Leih­ar­beits­agen­tur­chef im dicken BMW her­um­fährt, sich eine prot­zi­ge Vil­la lei­stet, und sich ein Fäust­chen lacht ob der Ein­fäl­tig­keit derer, die sol­che Struk­tu­ren erst ein­ge­führt haben und nun auch noch durch Zuschüs­se reich­lich belohnen .... 

Selbst beob­ach­tet, und zwar als ich noch in einem Vor­ort von Mün­ster in West­fa­len wohn­te, dazu war das einer der schmie­rig­sten Ker­le die ich je ken­nen gelernt habe. Durch­trie­ben und skru­pel­los - und das war für mich von da an der Pro­to­typ eines Leiharbeitsunternehmers.

In dem ver­link­ten Arti­kel wird aller­dings auch Posi­ti­ves berich­tet: Die Zahl der Leih­ar­beits­ver­hält­nis­se ist seit Jah­ren rück­läu­fig. Gut so! Ich hof­fe, das bleibt selbst unter den Ver­wer­fun­gen durch CORONA die Tendenz.

[Quelle/Weiterlesen]

bookmark_borderEine Replik auf ....

.... eine Liste von Unzu­läng­lich­kei­ten die Frau Zucker­wat­te­wol­ken­mond auf­ge­schrie­ben hat. Das schrei­be ich hier, weil ich es dort nicht schaf­fe einen Kom­men­tar zu hin­ter­las­sen. Weder mit mei­nem Goog­le-log­in, noch mit Name & URL noch anonym, weil ich die­se letz­te Vari­an­te ver­ab­scheue - etwas *anonym* zu kom­men­tie­ren hal­te ich für Feigheit.

* edit*
Mitt­ler­wei­le stellt sich her­aus, dass es doch dort einen Kom­men­tar gab - was nicht sofort ersicht­lich war, da das Blog­pro­gramm kei­ne Rück­mel­dung gab. 

* 2. edit*
Lei­der wur­de ein wei­te­rer Kom­men­tar den ich dort geschrie­ben hat­te dann doch vom *klei­nen lila Kom­men­tar­fres­ser* verschlungen .... 

So, nach die­ser Vor­re­de nun ein Text­aus­zug, in dem Arti­kel heißt es: 

Man könn­te sich auch mal fra­gen, war­um gegen fol­gen­de Miss­stän­de und Gefähr­dun­gen nichts unter­nom­men wird, wenn unse­re Gesund­heit angeb­lich doch so wich­tig sein soll:

>>Jähr­lich unge­fähr 200.000 Fäl­le schwe­rer Medi­ka­men­ten­ne­ben­wir­kun­gen, 58.000 Men­schen ster­ben durch die­se Nebenwirkungen 

>>20.000 Todes­fäl­le durch resi­sten­te Kran­ken­haus­kei­me bei jähr­lich ca. 600.000 Krankenhausinfektionen 

>>80.000 vor­zei­ti­ge Todes­fäl­le wegen Luft­ver­schmut­zung in Deutschland 

>>Jähr­lich 18.800 Tote durch ärzt­li­che Behandlungsfehler

Mei­ne Antworten:
Müss­te hier nicht die Gesamt­zahl aller mit Medi­ka­men­ten behan­del­ten Pati­en­ten gegen gehal­ten wer­den? Wie vie­le Men­schen ster­ben nicht, genau weil sie Medi­ka­men­te bekom­men haben die ihre Sym­pto­me oder gar die Ursa­chen begrenzt haben? Sich hier ein­sei­tig auf die nega­ti­ven Fol­gen der Medi­ka­men­ten­ga­be zu bezie­hen heißt doch sich nicht neu­tral dem The­ma zu nähern, son­dern ledig­lich sein Vor­ur­teil bestä­tigt sehen zu wol­len. Die Gegen­fra­ge lau­tet also: Wie vie­le Men­schen wür­den ins­ge­samt ster­ben wenn es kei­ne Medi­ka­ti­on gäbe? 

Ähn­lich ver­hält es sich mit den Kran­ken­haus­kei­men - da lie­gen die Ursa­chen doch teil­wei­se gar nicht in den Kran­ken­häu­sern, son­dern sie sind die Fol­ge von miss­bräuch­li­chem Anti­bio­ti­ka­ein­satz in der Tier­zucht, die wie­der­um eine Fol­ge der Nach­fra­ge nach bil­li­gem Fleisch ist .... das die Kran­ken­häu­ser alle Anstren­gun­gen ver­stär­ken müs­sen ist klar - aber das kapi­ta­li­sti­sche System ver­langt nun mal nach *pro­fit* auch dort - des­we­gen ist es ange­bracht dar­über nach­zu­den­ken ob nicht Gesund­heits­ein­rich­tun­gen gene­rell kei­ne *for pro­fit* Ein­rich­tun­gen sein dürften.

Je nach Wohn­ort und Wet­ter­la­ge wer­den sol­che pau­scha­len Aus­sa­gen bestimmt nicht rich­tig sein. Die Schwer­punk­te zu erken­nen und Abhil­fe zu schaf­fen ist seit Jah­ren eine immer wie­der ver­bes­ser­te öffent­li­che Auf­ga­be. Wer soll aber bestim­men, wel­che Luft­ver­schmut­zer zuerst 'abge­schal­tet' wer­den? Für jeden Bereich ste­hen sofort die Lob­by­isten bei den Par­la­men­ten Schlan­ge und die Demon­stran­ten auf der Stra­ße um Druck zu machen - immer nach dem Mot­to "Ach du hei­li­ger Flo­ri­an, ver­schon' mein Haus zünd' and're an!"

Wie vie­le Tote gäbe es, wenn es kei­ne ärzt­li­che Behand­lung gäbe? Leben ist von Geburt an mit dem Tode bedroht, wenn uns das auch durch die Errun­gen­schaf­ten (?) der Zivi­li­sa­ti­on manch­mal nicht mehr so deut­lich bewußt wird. Der Zusam­men­hang besteht: Wo gehan­delt wird wer­den Feh­ler gemacht.
Es ist unehr­lich auch hier nur den Man­gel zu bekla­gen, ohne die lebens­er­hal­ten­den Ergeb­nis­se ärzt­li­cher Behand­lung dage­gen zu stel­len: Unter dem Strich ist die Bilanz die­ser Tätig­keit positiv.

Ein wei­te­rer Gedan­ke wird dann in den Kom­men­ta­ren auf­ge­nom­men und bespro­chen. Dazu fol­gen­de Anmer­kung, Frau Zucker schreibt:

".. Ich selbst habe übri­gens mit Lys­inⓐ, äthe­ri­schem Thy­mi­an­ölⓑ, Zit­ron­nen­me­lis­seⓒ und Holun­derⓓ gute Erfah­run­gen gemacht .."

- das ist nicht zu bezwei­feln, da sie es ja selbst erlebt hat und posi­tiv bewertet.

Den­noch bleibt es eine Ein­zel­be­ob­ach­tung, deren Aus­sa­ge­kraft nich­tig ist, denn erst wenn man Dop­pel­blind­ver­su­che mit die­sen Mit­teln durch­ge­führt hat kön­nen sta­ti­stisch halt­ba­re Ergeb­nis­se erwar­tet wer­den. Das Pro­blem ist nicht, dass Sie (*anm.: die Frau Zucker) es so bewer­ten, das Pro­blem ist, dass Sie es ver­all­ge­mei­nern und anneh­men, es wer­de bei allen ande­ren Men­schen eine min­de­stens ähn­li­che Wir­kung haben wie sie sie bei sich beob­ach­tet haben. 

Wis­sen­schaft hin­ge­gen sucht nach dem Beweis, nicht nach einer Überzeugung. 

Wenn also eine Unter­su­chung zu die­ser Sache statt­fän­de könn­te das Ergeb­nis auch sein, dass es kei­ne Wir­kung gibt, son­dern es eine fal­sche Kau­sa­li­tät war:
Pati­en­ten wären auch ohne die ein­ge­nom­me­nen Mit­tel wie­der gesund / weni­ger beein­träch­tigt gewe­sen und hät­ten die­se Tat­sa­che der beob­ach­te­ten Gesun­dung fälsch­lich den Sub­stan­zen zuge­ord­net. Die Wahr­schein­lich­keit dafür ist groß, denn das Immun­sy­stem reagiert immer ver­zö­gert um eini­ge Tage - und oft wer­den Mit­tel genom­men wenn schon die kör­per­ei­ge­ne Abwehr voll hoch­ge­fah­ren ist, also die Noxe (die Krank­heits­ur­sa­che) auf brei­ter Front schon bekämpft - nur kann man das ja nicht sehen, weil es noch unbe­merkt funk­tio­niert. Dann nimmt man etwas ein und rech­net die Bes­se­rung die­ser Ein­nah­me zu (sie­he dazu unten "anek­do­ti­sche Evi­denz" - was hoch wis­sen­schaft­lich klingt ist in Wahr­heit eine 'Ein­zel­erfah­rung' ohne wis­sen­schaft­li­chen Wert oder Beweiskraft).

Noch kurz zu die­sen Substanzen

ⓐ Lys­in Der Nut­zen ist zwei­fel­haft - der Scha­den even­tu­ell enorm: Nie­ren­funk­ti­ons­stö­run­gen, Blut­ge­rin­nungs­stö­run­gen, Blutzuckerschwankungen

ⓑ Äthe­ri­sches Thy­mi­an­öl - schon der Begriff ist falsch, weil Tymi­an­öl immer ein äthe­ri­sches Öl ist. Nur wer­den in der soge­nann­ten Natur­heil­kun­de gern sol­che Über­trei­bun­gen und Dop­pe­lun­gen gewählt um die Sub­stan­zen bedeu­tungs­vol­ler und wir­kungs­vol­ler erschei­nen zu lassen.
Neh­men wir nur einen Satz her­aus, um das Pro­blem zu beleuchten:
"Das Thy­mi­an­öl ver­leiht uns Kraft und Mut, es stärkt unser Selbst­be­wusst­sein." - das sind angeb­li­che Wir­kun­gen auf die Psy­che, die in kei­ner Unter­su­chung nach­weis­bar sind, es sind ledig­lich Phra­sen, die den Ver­kauf för­dern sollen.

Zitro­nen­me­lis­se - das ist ein Bestand­teil der bereits seit Jahr­zehn­ten wider­leg­ten "Basen­the­ra­pie", was aller­dings nicht bedeu­tet, dass das Kapi­tel abge­schlos­sen ist - es gibt genug Gut­gläu­bi­ge, die nichts von Che­mie ver­ste­hen und daher den Dro­gi­sten und Heil­prak­ti­kern auf den Leim gehen und die Basen­lü­ge trotz­dem glauben

Holun­der - dazu lesen wir:
"Holun­der ist ein uralter, mysti­scher Haus­strauch, wel­cher schon immer die Nähe zu Men­schen such­te." Über­le­gen Sie mal, wer hier wen *sucht* - das ist Schwur­bel­schwatz vom Fein­sten! Holun­der wächst sehr anspruchs­los fast über­all - wenn man ihn wach­sen läßt, was heu­te immer weni­ger vor­kommt, weil die Früch­te häß­li­che dukle­blau-schwätz­li­che Flecken verursachen.
Die Natur­heil­kund­ler sehen aller­dings ganz ande­re Eigen­schaf­ten. Wenn man dar­an glaubt.

Das alles zusam­men­ge­braut soll also irgend­wie hel­fen - ich ken­ne kei­ne Stu­di­en, die das bewei­sen. Es ist wie stets in die­sem Bereich "anek­do­ti­sche Evi­denz", was nichts ande­res heißt als "Wer dar­an glaubt dem hilft es!"#

PS
Auf das Grund­the­ma des Arti­kels gehe ich nicht ein, denn um die Wir­kung von DNA/RNA zu ver­ste­hen braucht es ein umfang­rei­ches Stu­di­um und wer das nicht hat­te kann nicht ver­tieft dazu dis­ku­tie­ren & argu­men­tie­ren - und so kommt es dann, dass eine Stel­lung­nah­me zu den 'neu­en Impf­stof­fen' zu einem Kon­glo­me­rat von Mei­nung und Falsch­aus­sa­gen / Falschein­schät­zun­gen aus Unwis­sen­heit gerät.

bookmark_borderArm, Schwach, Krank, ...

"Arm, Schwach, Krank" - alles zusam­men oder min­de­stens ein Teil davon!
So scheint das Bild der mei­sten Men­schen - die älter sind als das Ren­ten­ein­tritts­al­ter - bei den jün­ge­ren Antei­len der Gesell­schaft zu sein.

Wenn die Jun­gen oft so den­ken kön­nen sie zunächst ein­mal nichts dafür.
War­um es so ist und war­um es aller­dings eben­so falsch sein kann folgt.

Ich neh­me den Euro als Beispiel:
Ein­ge­führt wur­de er am 31. Dez. 1998*. Neh­men wir ein­mal an, eine jün­ge­re Per­son war zu die­ser Zeit 10 Jah­re alt, dann ist sie heu­te, 2020, 31 Jah­re alt. Bezo­gen auf die Bar­geld­ein­füh­rung wären es drei Jah­re weni­ger, also 29 Jahre. 

All die­se Jahr­gän­ge und alle danach ken­nen nicht mehr die D-Mark. Sie haben ja nur (bewusst) den Euro erlebt. Vie­le der Älte­ren erin­nern sich noch an die Kauf­kraft der D-Mark und wenn sie *umrech­nen* ist ihnen der Euro weni­ger lieb, weil sie die neu­en Prei­se als über­trie­ben hoch anse­hen - ins­be­son­de­re im Ver­gleich zu ihren Ein­künf­ten, deren Höhe nicht pro­por­tio­nal mit­ge­wach­sen ist.

All das, was pas­sier­te, bevor die jet­zi­ge Gene­ra­ti­on bis Mit­te drei­ßig gebo­ren wur­de, kennt die­se nicht - und daher ist es schwer für die­se jun­gen Leu­te zu erken­nen, dass vor ihrem Leben die Eltern­ge­nera­ti­on vor ähn­li­chen Her­aus­for­de­run­gen stand wie sie die­se nun erle­ben. Dass die Vor­ge­ne­ra­tio­nen die Pro­ble­me in den Griff bekom­men haben wird dadurch deut­lich, dass der Staat noch exi­stiert und wei­ter­hin grund­sätz­lich über­le­bens­fä­hig ist.

Was will ich damit sagen?

"Die Alten", deren Lei­stun­gen und Erfah­run­gen dafür gesorgt haben, dass die jet­zi­gen jün­ge­ren Gene­ra­tio­nen auf einem soli­den Fun­da­ment des Staats­we­sens - bei allen Feh­lern, Ver­säum­nis­sen und Unge­rech­tig­kei­ten - wei­ter bau­en kön­nen. Sie ver­die­nen es nicht, dass man sie, gera­de in den Zei­ten der Pan­de­mie, als Hemm­schuh für die Wie­der­eröff­nung unge­brem­sten öffent­li­chen Lebens ver­leum­det und von ihnen behaup­tet, sie sei­en sowie­so nur ein Klotz am Bein der Jün­ge­ren, die sie per erzwun­ge­ner Abga­ben­re­ge­lun­gen mit ernäh­ren müssten.

* [Genau­er: Janu­ar 1999 wur­de der Euro in elf Mit­glied­staa­ten als amt­li­che Wäh­rung ein­ge­führt. Die Aus­ga­be als Bar­geld an die End­ver­brau­cher begann am 1. Janu­ar 2002.] 

bookmark_borderÜberbewertet - Unterbewertet

Es gibt ja für Alles und Jedes Umfra­gen, bei denen es nie klar ist, was denn die Fra­ge­stel­lung oder wie hoch die Zahl der Teil­neh­men­den war. 

Bei "golem" fand ich kürz­li­che eine Unter­sei­te, in der es um Frei­wil­lig­keit bei der Coro­na App ging. Dazu gab es eine Befra­gung von "CIVEY" [Link geht zu einer Befra­gung zur Auto­mo­bil­in­du­strie], die genau da ansetzt und das Ergeb­nis in Echt­zeit dargestellt. 

Wie das immer so geht bin ich von einer zur näch­sten Befra­gung wei­ter gegan­gen und .... habe recht viel Zeit ver­trö­delt. Na ja, es war gleich­zei­tig trotz­dem aufschlussreich.

Eini­ge der Ergeb­nis­se von Umfra­gen denen ich gefolgt bin habe ich her­aus­ge­sucht und zei­ge sie hier - weil ich vom Ergeb­nis über­rascht war und ange­nom­men hat­te, die Mehr­hei­ten sei­en ganz anders, also gegen­tei­lig zu dem gezeig­ten Ergeb­nis. Stau­nen Sie mit - oder erfreu­en Sie sich dar­an, dass Sie rich­tig lagen ....

Glaub­wür­dig­keit "sozia­ler Medien"

Ver­ständ­nis für Corona-Einschränkungen

Ein­schät­zung zur Dau­er der Coro­na Einschränkungen

Eige­ne Ein­schrän­kun­gen wegen Corona

Wirt­schafts­vor­rang oder Ausbreitungsschutz?

Aus­ge­gli­chen­heit der Bericht­erstat­tung zu Corona

Ein­schät­zung: Wahr­haf­tig­keit der Berich­te der Regierung

Die­se Aus­wahl ist von der aktu­el­len Situa­ti­on bestimmt. Es gibt aller­dings eine Fül­le wei­te­rer The­men an denen Sie aktiv teil­neh­men kön­nen und deren Durch­sicht ich nur emp­feh­len kann.

bookmark_borderOoups - they did it again ...!¹


Wer glaub­te, die US Ban­ken hät­ten nach dem *crash* von 2008 die Nase voll von extre­men Spe­ku­la­ti­ons­ge­schäf­ten, die meh­re­re von ihnen an den Rand der Aus­lö­schung gebracht hat­te, der lag falsch:
 
Ein­mal Zocker - immer Zocker!
 

»».. Among the toxic con­tri­bu­tors to the finan­cial cri­sis of 2008, few cau­sed as much havoc as mor­tga­ges with dod­gy num­bers and infla­ted values. Huge quan­ti­ties of them were assem­bled into secu­ri­ties that cra­s­hed and bur­ned, dama­ging homeow­ners and inve­stors ali­ke. After­ward, reforms were pro­mi­sed. Never again, regu­la­tors vowed, would real estate finan­ciers be able to fudge num­bers and threa­ten the enti­re economy.
Twel­ve years later, there’s evi­dence some­thing simi­lar is hap­pe­ning again
..««


[Quel­le]

Über­set­zung:
» Unter den toxi­schen Fak­to­ren, die zur Finanz­kri­se von 2008 bei­getra­gen haben, haben nur weni­ge so viel Cha­os ange­rich­tet wie Hypo­the­ken mit zwei­fel­haf­ten Zah­len und über­höh­ten Wer­ten. Rie­si­ge Men­gen von ihnen wur­den zu Wert­pa­pie­ren gebün­delt, die abstürz­ten und 'ver­brann­ten' und sowohl Haus­be­sit­zern als auch Inve­sto­ren Scha­den zufüg­ten. Danach wur­den Refor­men ver­spro­chen. Nie wie­der, schwo­ren die Auf­sichts­be­hör­den, könn­ten Immo­bi­li­en­fi­nan­zie­rer in der Lage sein, Zah­len zu ver­fäl­schen und die gesam­te Wirt­schaft zu bedrohen.
Zwölf Jah­re spä­ter gibt es Hin­wei­se dar­auf, dass wie­der etwas Ähn­li­ches pas­sier­te.
«

Stel­len Sie sich nur vor, lie­be Lesen­de, wie das im Zusam­men­spiel mit der Pan­de­mie die sowie­so schon stark geschwäch­te Wirt­schaft und die schwin­den­den Erspar­nis­se der Pri­vat­haus­hal­te durch Gesund­heits­aus­ga­ben aus dem Gleis schleu­dern wird! Was die Men­schen dort gebraucht hät­ten wäre wenig­stens kei­ne Sor­ge um die wirt­schaft­li­che Zukunft im Alter - und nun geht auch noch die­se Sicher­heit ver­lo­ren. Das wird den sprich­wört­li­chen ame­ri­ka­ni­schen Opti­mis­mus nun end­gül­tig in schie­re Ver­zweif­lung stür­zen - und dass wünscht man wahr­haf­tig nie­man­dem, vor allem nicht den Betrof­fe­nen die­ser Spe­ku­la­ti­ons­ge­schäf­te. Zugleich ist es ein Warn­si­gnal an unse­re Poli­tik, denn was in USA pas­siert ist stets ein Vor­bild für die Zocker in unse­ren Ban­ken gewesen .... 

¹ Oops!...I Did It Again