Klei­ner Exkurs zur Ein­stim­mung auf das The­ma, bit­te gedul­den Sie sich ein wenig, Atlan­tis kommt gegen Ende die­ses Bei­tra­ges dran ....

Vor ein paar Tagen las ich einen Bei­trag der sich mit den WAL­DORF-Schu­len beschäf­tig­te. Eher um Zeit tot zu schla­gen. Weil mein Bild von die­sen Ein­rich­tun­gen zwar vage, aber doch umfas­send genug war, um es als eine Rand­er­schei­nung des der­zei­tig wie­der auf­le­ben­den Eso-Trends abzu­tun.

Seit den spä­ten sech­zi­ger und frü­hen sieb­zi­ger Jah­ren schos­sen eini­ge die­ser Schu­len aus dem Boden. Noch­mals 'ange­heizt' durch päd­ago­gi­sche Expe­ri­men­te wie die "anti­au­to­ri­tä­re Erzie­hung" nach A.S. Neill [theo­rie und pra­xis der anti­au­to­ri­tä­ren erzie­hung; das bei­spiel sum­mer­hill; rororo; 6707-6708]

Zitat (nach A.S. Neill) ".. Nur das Bewusst­sein, als respek­tier­tes Indi­vi­du­um einer demo­kra­ti­schen Gesell­schaft auf­zu­wach­sen, befä­higt Men­schen, sich zu selbst­be­wuss­ten, krea­ti­ven gemein­schafts- und kon­flikt­fä­hi­gen Per­sön­lich­kei­ten zu ent­wickeln, wel­che den Anfor­de­run­gen einer moder­nen Lei­stungs­ge­sell­schaft gewach­sen sind .."

Die soge­nann­te "Wal­dorf-Päd­ago­gik" ist hin­ge­gen das genaue Gegen­teil des­sen, was Neill pro­pa­gier­te und in sei­nem Expe­ri­ment "sum­mer­hill" - das immer noch besteht - auch prak­tisch zum Erfolg führ­te: Sie will die Per­sön­lich­keit der Ler­nen­den auf die The­sen und Erkennt­nis­se des Wal­dorf-Grün­ders und Apo­lo­ge­ten Rudolf Stei­ner ein­schwö­ren - und dazu bedient sie sich sub­ti­ler und ganz offen­sicht­li­cher Metho­den, die man als "Gehirn­wä­sche" bezeich­nen kann. Das (höchst umstrit­te­ne) Gedan­ken­ge­bäu­de des Anthro­po­so­phis­mus basiert auf Annah­men, Spe­ku­la­tio­nen und Erfin­dun­gen von nie statt­ge­hab­ten geschicht­li­chen Ereig­nis­sen.

Hier sei­en je ein Bei­spiel in Wort und Abbil­dung gezeigt - die 'pars-pro-toto' - für die­se Schar­la­ta­ne­rie ste­hen, die über vie­le Jahr­zehn­te eine Rei­he bedeu­ten­der Köp­fe als Anhän­ger hat­te & bedau­er­li­cher­wei­se immer noch hat. Dabei scheint es mir fast sicher, dass man­che die­ser Pro­mi­nen­ten nicht das kom­plet­te Gedan­ken­ge­bäu­de kann­ten auf dem sich die Steiner'schen The­sen auf­bau­en ("click!" auf die Abbil­dun­gen ver­grö­ßert).

tafel 
 altlantischevorfahren

Es bleibt aller­dings abschlie­ßend zu ver­mer­ken:
Längst sind die unbe­wie­se­nen Ver­mu­tun­gen und völ­lig will­kür­li­chen Ein­tei­lun­gen der mensch­li­chen Ent­wick­lung¹ durch die tat­säch­li­che Wis­sen­schaft (Bio­lo­gie / Che­mie / Medi­zin) wider­legt, sie bil­den aller­dings auch heu­te noch das Grund­ge­rüst der Wal­dorf-Insti­tu­tio­nen. Gut gemischt mit einer pseu­do-christ­li­chen Ideo­lo­gie und ras­si­sti­schem Men­schen­bild in dem die ARIER die Füh­rungs­ras­se dar­stel­len.
Na, das kommt und doch gleich irgend­wie bekannt vor ....

Doch nun end­lich zu ATLANTIS² zitiert „Aus der Akas­ha-Chro­nik“:

Die Vor­fah­ren der Atlan­tier wohn­ten auf einem ver­schwun­de­nen Lan­des­teil, des­sen Haupt­ge­biet süd­lich vom heu­ti­gen Asi­en lag. Man nennt sie in theo­so­phi­schen Schrif­ten die Lemu­ri­er. Nach­dem die­se durch ver­schie­de­ne Ent­wick­lungs­stu­fen gegan­gen waren, kam der größ­te Teil in Ver­fall. Er wur­de zu ver­küm­mer­ten Men­schen, deren Nach­kom­men heu­te noch als soge­nann­te wil­de Völ­ker gewis­se Tei­le der Erde bewoh­nen. Nur ein klei­ner Teil der lemu­ri­schen Mensch­heit war zur Fort­ent­wick­lung fähig. Aus die­sen bil­de­ten sich die Atlan­tier. – Auch spä­ter fand wie­der etwas ähn­li­ches statt. Die größ­te Mas­se der atlan­ti­schen Bevöl­ke­rung kam in Ver­fall, und von einem klei­nen Teil stam­men die soge­nann­ten Ari­er ab, zu denen unse­re gegen­wär­ti­ge Kul­tur­mensch­heit gehört.
Lemu­ri­er, Atlan­tier und Ari­er sind, nach der Benen­nung der Geheim­wis­sen­schaft, Wur­zel­rassen der Mensch­heit.“

Sehen Sie, lie­be Leser, so genau weiß auch der Herr Stei­ner nicht WO Atlan­tis gele­gen haben soll - und Bewei­se für sei­ne Annah­men? Wel­cher Anthro­po­soph braucht schon so etwas 'pro­fa­nes' wie Bewei­se, da reicht es schon das Gedan­ken­ge­bäu­de über­zeu­gend vor­zu­tra­gen.

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¹
- 0 – 7 Jah­re wird der phy­si­sche Leib ent­wickelt,
– von 8 – 14 Jah­re der Äther­leib,
– von 15 – 21 Jah­re der Astral­leib,
– vom 21 Lebens­jahr an das ‘Ich’ – erst dann ist der Mensch ein Mensch, voll­wer­tig.

²
Rudolf Stei­ner, „Aus der Akas­ha-Chro­nik“, GA 11, Rudolf Stei­ner Ver­lag, Dornach/Schweiz, 1986, Sei­te 32


[Abbil­dun­gen & Zita­te aus­zugs­wei­se aus "ruhr­ba­ro­ne"]
 

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