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bookmark_borderEuropawahl 2019

Am 26 Mrz (2019) schrieb ich:
Absur­di­tä­ten wohin man schaut .... - und in den Wochen die seit­dem hin­ter uns lie­gen hat sich das Bild noch ver­fe­stigt. Beim Brexit wird noch immer ver­han­delt, in Eng­land wird gefeilscht, da rin­gen sich die Gro­ßen Kom­pro­mis­se ab und die Klei­nen grei­fen der­weil mehr Stim­men ab und sind die eigent­li­chen Sie­ger - sie ste­hen auf der "No Brexit" Sei­te. Sind aller­dings zu Weni­ge, um wirk­lich etwas zu bewir­ken. Shake­speare hät­te Stoff für gleich meh­re­re Stücke, alles von Tra­gö­die bis Komödie. 

Im Eng­li­schen gibt es den Ausspruch:
It's poli­cy, not per­so­na­li­ty that counts!

[Über­set­zung: Es zählt das Pro­gramm, nicht die Persönlichkeit!]

In Wahr­heit jedoch haben wir genau das Gegen­teil des­sen, was die­ser Apho­ris­mus sagt:

Wir haben Blen­der, Heuch­ler, Oppor­tu­ni­sten und Lüg­ner. Wir haben es wohl nicht bes­ser ver­dient als mani­pu­liert zu wer­den. Schaut man sich an, wel­che Poli­ti­ker "Erfolg" bei den Wah­len hat­ten, so fin­det man immer häu­fi­ger durch­ge­styl­te, gebrief­te, und mit wohl­klin­gen­der Histo­rie ver­se­he­ne Marionettenfiguren.
So aus­tausch­bar wie Lego­stei­ne oder Brioeisenbahnschienen. 

Bei kraut­re­por­ter war fol­gen­des zu lesen:

".. Man­fred Weber, der den Mit­te-Links-Block der EVP anführt ..(und).. Frans Tim­mermans, Spit­zen­kan­di­dat der Sozi­al­de­mo­kra­ten. .."

Als ich das las habe ich mir ver­wun­dert die Augen gerie­ben und noch­mal hin­ge­se­hen. Tat­säch­lich, da stand "Weber vom Mit­te-Links-Block" - seit wann ist die CDU/CSU Mit­te-Links? Oder die EVP? Über Weber lesen wir bei der Tagesschau:

"Bay­ern ist mei­ne Hei­mat, Deutsch­land mein Vater­land, Euro­pa mei­ne Zukunft."
Wenn es einen CSU-Poli­ti­ker gibt, der das berühm­te Mot­to von Franz Josef Strauß ver­in­ner­licht hat, dann ist es Man­fred Weber. Seit 2004 ist der gelern­te Inge­nieur aus Wil­den­berg bei Lands­hut auf dem euro­päi­schen Par­kett aktiv. Seit 2014 führt er die mit­glie­der­stärk­ste Frak­ti­on im EU-Par­la­ment, die EVP-Frak­ti­on, und zieht von die­ser ein­fluss­rei­chen Posi­ti­on aus erfolg­reich die Fäden.

Seit 15 Jah­ren ist der Mann in Brüs­sel tätig und bis heu­te kennt ihn kaum jemand in Deutsch­land? Wie kann sowas sein? Was hat er tat­säch­lich gelei­stet und war­um ist er eine sol­che Schat­ten­fi­gur? Für wen stellt er den Stroh­mann dar?

Ein Hohn, ihn als Mit­te-Links zu bezeich­nen, wo er doch als CSU-Mann "Äußerst-Rechts" anzu­sie­deln ist. Schon des­we­gen, wegen die­ses Eti­ket­ten­schwin­dels fällt er für mich aus. Ich soll­te bes­ser sagen: Wür­de er für mich aus­fal­len wenn ich je geplant hät­te CDU/CSU zu wählen.

Nun will er Kom­mis­si­ons­prä­si­dent wer­den und ver­spricht das Blaue vom Him­mel durch­zu­set­zen (Link zur Tages­schau oben) - ja wo war er denn in den letz­ten 15 Jah­ren? War­um hat er all sei­ne schö­nen Ideen nicht schon frü­her durchgesetzt?

Wie son­der­bar, dass immer zu Wah­len plötz­lich die­se Poli­ti­ker den Drang ver­spü­ren etwas zu bewir­ken - um dann, nach der Wahl wie­der zu behaup­ten das sei wegen die­sem und jenem Zwang lei­der, sehr bedau­er­lich, nun doch nicht möglich ....

Wo ich poli­tisch ste­he sehen Sie, lie­be Lesen­de in der nach­fol­gen­den Abbil­dung. Die stammt aus dem Wahl-O-Mat der Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung und ist recht akkurat.

Wenn Frau Reda nicht auf­hör­te und nicht davor gewarnt hät­te die Pira­ten zu wählen:



Ein Grund auf kei­nen Fall
die PIRATEN bei der Euro­pa­wahl zu wählen
wird dort erklärt →
https://youtu.be/q2qS56P-7kA
 

 
.... wäre klar gewe­sen was ich wäh­le. Aber die zwei­te Wahl, DiEM25, "Demo­kra­tie in Euro­pa", die mit der Schwal­be als Logo, sind eine fast noch bes­se­re Wahl, denn wenn Herr Varou­fa­kis ins EU Par­la­ment ein­zieht gibt es Stoff für vie­le Blog­ein­trä­ge und mich freut dabei am mei­sten wenn Herr Schäub­le dar­ob vor Wut schnau­ben wird. Sor­ry, aber das muss­te ich mal loswerden.

Es gibt noch eine Alter­na­ti­ve "Wahl­Swi­per" mit App, da wer­den mir aber zu vie­le Daten abge­grif­fen und wer weiß wo die landen ....

Bleibt nur noch mei­ne Abschluss­bit­te an Sie, lie­be Lesende:
Gehen Sie wäh­len und wäh­len Sie bit­te kei­nes­falls eine der soge­nann­ten "eta­blier­ten Par­tei­en" - die hat­ten jah­re­lang die Mög­lich­keit etwas zu tun - getan haben sie ent­we­der NICHTS oder genau das, was die Bür­ger im Lan­de per Peti­tio­nen und Demon­stra­tio­nen NICHT woll­ten. Damit muss Schluss sein .... raus mit die­sen lob­by­an­hän­gi­gen, kor­rum­pier­ten Ver­sa­gern, rein mit fri­schen Kan­di­da­ten, die noch etwas für uns Alle tun wollen!

Zum Wei­ter­le­sen:
Zwei Zita­te ....
Nebel­ker­zen
Ver­schla­fen ....
Wie es wirk­lich aus­sieht ....
Tro­ja 'mal anders ....

bookmark_border"Lerne klagen ohne zu leiden!"

Der durch­schnitt­li­che deut­sche Rent­ner sitzt min­de­stens 17 mal pro Jahr in den War­te­zim­mern der Nati­on [Daten aus/von GEK-Report 2008 und DAZ 03/2016].
In der neben­ste­hen­den Abbil­dung sind die Anzahl der Besu­che mit ihrem pro­zen­tua­len Anteil an Besu­chen ins­ge­samt dargestellt.
Das las ich kürz­lich in einer Rand­no­tiz zu einem Arti­kel zum Ärz­te­not­stand auf dem *fla­chen Land*, also jen­seits der Ver­lockun­gen von Ein­kaufs­pas­sa­gen und inner­städ­ti­schen Fuß­gän­ger­zo­nen in den Metro­po­len Deutschlands.

Schaut man sich die Dar­stel­lun­gen zur Sta­ti­stik an, so fällt auf: Es gibt zwi­schen den rei­nen Zah­len und vor­han­de­nen Dar­stel­lun­gen Dis­kre­pan­zen - die sind aller­dings nicht gra­vie­rend. Daher wer­den sie wohl nicht exakt, aber nähe­rungs­wei­se rich­tig sein.

*edit* Der Herr bloed­bab­b­ler hat sich die Mühe gemacht die aktu­el­le­ren Zah­len zu suchen und stieß auf ein ähn­lich ver­wir­ren­des Bild. Man muss wohl damit leben, dass wegen der Ver­schie­den­heit der gemes­se­nen Daten nur eine annä­hern­de Aus­sa­ge mög­lich ist.*/edit*

Dazu ein Zitat [tages­spie­gel]:

» .. sei­en die Deut­schen „nach ver­füg­ba­ren Infor­ma­tio­nen wei­ter­hin welt­weit Spit­zen­rei­ter bei Arzt­kon­tak­ten“ .. Berech­nun­gen zufol­ge kamen die nie­der­ge­las­se­nen Medi­zi­ner 2007 auf ins­ge­samt 1,48 Mil­li­ar­den Pati­en­ten­kon­tak­te – das macht 5,2 Mil­lio­nen Arzt­be­su­che pro Werktag .. «

Wenn ich den sta­ti­sti­schen Durch­schnitts­wert von 17 Arzt­be­su­chen lese kommt mir der Gedan­ke, dass irgend­wer viel häu­fi­ger zum Arzt gehen muß, denn ich war in den letz­ten drei Jah­ren ein ein­zi­ges Mal zu einer Unter­su­chung. Die aller­dings war recht umfang­reich und man könn­te es als eine *Gene­ral­inspek­ti­on* bezeich­nen. Von Kopf bis Fuß durch­ge­checkt, mit der Ver­si­che­rung des Arz­tes ich sei zwar nicht in Top-Form, aber für mein Alter durch­aus *ker­nig*, konn­te ich erfreut die Pra­xis verlassen.
Wie vie­le Pati­en­ten [in % der Alters­grup­pe] - außer mir - nicht zum Arzt gehen zeigt die fol­gen­de Abbildung 

Nun fra­ge ich mich natür­lich zweierlei:

Erstens, ob es in länd­li­chen Gegen­den wirk­lich zu weni­ge Ärz­te gibt, oder ob es mög­li­cher­wei­se eher eine zu hohe, nicht durch Krank­heit begrün­de­te Fre­quenz der Arzt­be­su­che ist die das vor­gau­kelt. Es wird doch gemein­hin behaup­tet, in länd­li­chen Gebie­ten sei die gesund­heit­li­che Bela­stung viel nied­ri­ger als in den hek­ti­schen Groß­städ­ten - also irgend­wie paßt das nicht zusammen.

Zwei­tens, wie es kommt, dass ich in drei Jah­ren nur ein­mal, ande­re Pati­en­ten offen­bar in drei Jah­ren ca. 50 mal in War­te­zim­mern sit­zen. Wenn ich mich so umschaue (ich woh­ne in einer Klein­stadt mit 10.000 Ein­woh­nern) sehe ich mun­te­re Rent­ner umhe­rei­len, auf Bän­ken und in Cafes sit­zen, und die machen mir nicht den Ein­druck als ob sie dahin­sie­chen und der stän­di­gen ärzt­li­chen Betreu­ung bedürfen.

Sind es dann also die jün­ge­ren Mit­bür­ger die die Arzt­pra­xen füllen?
Wel­che Erkran­kun­gen haben all die­se Pati­en­ten, bzw. wor­über kla­gen sie?

Dazu noch eine wei­te­re Abbil­dung, die auf sta­ti­sti­schen Daten von Kran­ken­kas­sen und Bun­des­be­hör­den basiert:

-
Herz-Kreis­lauf­erkran­kun­gen, Mus­keln-Ske­lett-Erkran­kun­gen und Stö­run­gen im Ner­ven­sy­stem sind eher sol­che Fäl­le die in höhe­rem Alter vor­kom­men, bei allen ande­ren darf man eine gleich­mä­ßi­ge Ver­tei­lung in der Bevöl­ke­rung annehmen. 

Ein wesent­li­cher Unter­schied zwi­schen älte­ren und jün­ge­ren Pati­en­ten ist die Dauer:
Jün­ge­re gene­sen schnel­ler, Älte­re lang­sa­mer. Die Wahr­schein­lich­keit eine Krank­heit wie­der 'los zu wer­den' sinkt mit stei­gen­dem Lebens­al­ter, inso­weit ist bei Beschwer­den in höhe­rem Lebens­al­ter man­che Kla­ge durch­aus berechtigt.

Hörst du Hufe, denk an Pfer­de, nicht an Zebras.“ Mit die­sem Lehr­satz ler­nen ange­hen­de Ärz­te, für ihre Dia­gno­se das Nahe­lie­gen­de zuerst in Betracht zu zie­hen. Die Dia­gno­stik ist ein wei­tes Feld. Daher ver­su­chen vie­le Ärz­te durch appa­ra­ti­ve Medi­zin mög­lichst vie­le objek­ti­ve Befun­de zu erhe­ben, bevor sie dar­an gehen, die­se mit Erfah­rungs­wer­ten und Sym­pto­men abzu­glei­chen und dar­aus eine Vor­ge­hens­wei­se für die Behand­lung zu entwickeln.

Vie­le Pati­en­ten hin­ge­gen den­ken zuerst an das Dra­ma­ti­sche, das Exo­ti­sche, an Ein­hör­ner oder Sau­ri­er, nicht an Zebras, und was in den gol­de­nen, bun­ten und son­sti­gen Wochen­blätt­chen ver­brei­tet wird trägt eher zur Ver­wir­rung als zur Auf­klä­rung über Krank­hei­ten bei. Dar­aus ent­wickeln sie dann für sich durch Gesprä­che und Ver­glei­che ["Tan­te Inge hat­te das auch ...."; "Bei Frau Hasen­fuß hat man das erst nicht erkannt ...."] eine (ver­meint­li­che) Dia­gno­se, mit der sie dann zum Arzt kom­men um sich *kurie­ren* zu lassen.

Wor­über sie kla­gen ist mei­stens eine "Befind­lich­keits­stö­rung", kei­ne Krankheit.

Zumal wenn man älter wird knackst es schon mal in den Kno­chen, zwickt einen hier und da etwas, kommt man tage­wei­se nicht so gut vor­an wie sonst, tut es mal hier oder dort etwas län­ger weh .... alles halb so schlimm, es geht meist schnell wie­der vorbei.
Bevor das aller­dings pas­siert gibt es einen Anlaß ein­mal so rich­tig zu stöh­nen, zu kla­gen und sei­nen bal­di­gen Tod vor­her zu sehen ....

Zum Wei­ter­le­sen:

① Über­me­di­ka­ti­on, Unver­hält­nis­mä­ßig­keit http://www.3sat.de/page/?source=/nano/medizin/168919/index.html

② Ursa­chen - tatsächlich/vorgeschoben http://www.fnp.de/ratgeber/familieundlebensart/Haeufige-Arztbesuche-im-Alter-Dahinter-steckt-oft-Einsamkeit;art288,2207070

③ War­te­zeit und Arzt­dich­te https://www.tagesspiegel.de/politik/arztbesuche-ewig-im-wartezimmer/1419300.html

④ Befind­lich­keits­stö­rung https://medlexi.de/Befindlichkeitsst%C3%B6rung

{Erst­ver­öf­fent­li­chung: 18. Sep 2018 um 16:30}

bookmark_borderFreitagstexter (19.&20. KW 2019)
*update* [08.05.2019]

Der Herr Schla­bon­ski hat mir erneut die Ehre zuteil wer­den las­sen den Pokal für den "Frei­tags­tex­ter" davon zu tra­gen .... er wird nicht bei mir blei­ben, son­dern dem­nächst an eine/-n wür­di­ge/-n Nach­fol­ger/-in ver­lie­hen werden.

- - -

Was müs­sen Sie dafür tun um den Pokal zu bekommen?

*update* [08.05.2019]
Das Gan­ze beginnt am Frei­tag, 03.05.2019, und endet wie immer am Diens­tag, also am Diens­tag kom­men­der Woche, dem 07.05.2019; 23:59 Uhr. Danach wer­den kei­ne Bei­trä­ge mehr ange­nom­men. Am Mitt­woch erfolgt die Sie­ger­eh­rung und der Pokal wird wei­ter gereicht. 

Das Gan­ze begann am Frei­tag, 03.05.2019, und soll­te wie immer am Diens­tag, dem 07.05.2019; 23:59 Uhr enden. Da kei­ne Bei­trä­ge ein­ge­gan­gen sind - aus­ge­nom­men der a.K. vom Herrn Schla­bon­ski - ver­län­gert sich die *dead­line* auf Diens­tag, den 14. Mai (Mit­ter­nacht ist Schluß!) und am Mitt­woch, den 15. Mai erfolgt die Sie­ger­eh­rung und der Pokal wird wei­ter gereicht. 

A C H T U N G !
Soll­te - wider Erwar­ten - auch bis zum näch­sten Schluß­ter­min kein gül­ti­ger Wett­be­werbs­bei­trag ein­ge­hen wer­de ich für die drit­te Ver­län­ge­rung ein ganz fürch­ter­lich mie­ses Bild rein­set­zen, ätsch­mann! gibt es ein neu­es Bild zum betexten.

Da Sie sich mit der Teil­nah­me ver­pflich­ten den Frei­tags­tex­ter im Fal­le des Pokal­ge­win­nes in der Fol­ge­wo­che aus­zu­rich­ten, wer­den nur Bei­trä­ge ange­nom­men die mit einer gül­ti­gen Blog­adres­se ver­se­hen sind. 

Sie kön­nen auch "a.K." [außer Kon­kur­renz] teil­neh­men wenn Sie ihre Zei­len ent­spre­chend kenn­zeich­nen. Ein­sen­dun­gen ohne Blog­adres­se wer­den als "a.K." behan­delt. Mehr­fach­teil­nah­me ist erlaubt, einen Rechts­weg gibt es nicht.

Fin­den Sie eine pas­sen­de Bild­un­ter­schrift zu dem nach­fol­gend gezeig­ten Bild, es gibt kei­ne Vor­schrif­ten, aller­dings soll­te es im Rah­men der bestehen­den Geset­ze bleiben.

*edit*


!! Achtung:
Mein pro­vi­der sperrt bestimm­te Adres­sen, sodass nicht jeder Kom­men­tar sofort ange­zeigt wird - ich schal­te aller­dings nach und nach immer wie­der frei ....

 

{Erste Fas­sung v. 03. Mai 2019 um 2:26; 2. Fas­sung v. 8. Mai 2019 um 0:26}

bookmark_borderLassen Sie uns mal über "Bildung" reden

Aus Grün­den:

Mei­ne The­se ist, dass es all­ge­mein gebil­de­te Men­schen gibt, die trotz ihrer Bil­dung ihre Gren­zen nicht erken­nen. Des­we­gen glau­ben sie irgend­wann von ALLEM ALLES zu ver­ste­hen .... und sind ganz ver­wun­dert, wenn Ande­re das völ­lig anders sehen .... und sie es trotz allem anstu­dier­ten Wis­sen nicht schaf­fen akzep­tiert zu werden. 

Zugleich zeigt es uns den Unter­schied zwi­schen "ange­lernt gebil­det" und "natür­lich gebil­det" .... letz­te­res ist man wohl nur wenn man sich - mit wachem Auge sich umse­hend - in Gesell­schaft bewegt, beob­ach­tet und ana­ly­siert, und das Fin­ger­spit­zen­ge­fühl hat oder ent­wickelt sich zurück zu neh­men wenn es ange­mes­sen ist.

Das erfor­dert neben "Wis­sen" etwas, das man "Cha­rak­ter" nennt - und es erfor­dert wah­re Herz­lich­keit, dass man Men­schen mag, und sich nicht selbst für das Zen­trum des Uni­ver­sums hält.

Weil "gebil­det sein" mehr erfor­dert als nur 'zu wissen'.
Das geht Neu­rei­chen, Möch­te­gern-Play­boys & son­sti­gen Empor­kömm­lin­gen ab.

bookmark_borderWeniger kann oft mehr sein? Klar, sagt das ZDF!

Oft ist 'der Wunsch Vater des Gedan­kens' - was als Apho­ris­mus kur­siert und soviel bedeu­tet wie:

Wem etwas eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit ist, der ori­en­tiert sich manch­mal nicht an der Wahr­heit, son­dern an dem, was er für wün­schens­wert hält - unter Ver­nach­läs­si­gung der demon­strier­ten Wirklichkeit 

Das ZDF hat beim Wahl-O-Mat das Polit­ba­ro­me­ter unter­ge­bracht - oder umge­kehrt? - und dort­her (Pres­se­mit­tei­lung) kommt der oben abge­bil­de­te screen­shot. Lesen Sie doch bit­te den dort geschil­der­ten Sach­ver­halt noch­mal lang­sam und kri­tisch durch. Danke.

Was haben Sie gelesen? 

Ich lese:
Zwar sind die ange­ge­be­nen Zah­len für und gegen Auf­rü­stung klar gegen (49%) und nur 46% dafür, die Aus­sa­ge stellt das aber umge­kehrt dar.

Was ist das nun?
Eine Fehlinterpretation?
Ein Versehen?
Ist es gar Absicht?


"Ähn­lich hoch"
ist schlicht­weg eine Falsch­aus­sa­ge. Denn 49% sind genau drei Pro­zent mehr als 46% - und das ist dem­nach drei Pro­zent weni­ger Zustim­mung für eine Erhö­hung der Verteidigungsausgaben.

Auf jeden Fall ist es außer­or­dent­lich irri­tie­rend wenn eine Anstalt öffent­li­chen Rechts das Ergeb­nis einer Befra­gung der­art falsch dar­stellt und damit ins Gegen­teil verkehrt.


Eine wei­te­re Abbil­dung.

bookmark_borderSchöner Gigolo, armer Gigolo ....
oder: Herr Dix will die Monogamie abschaffen

Herr Deniz Y. Dix hat beim hpd [Huma­ni­sti­scher Pres­se­dienst] mit einem neu­en, bahn­bre­chen­den Arti­kel 'zuge­schla­gen'. Der Titel lau­tet sug­ge­stiv-dem­ago­gisch und mani­pu­la­tiv: "War­um wir die Mono­ga­mie über­den­ken soll­ten".

Als ich den Arti­kel las muss­te ich an die Zeit um 1966 bis 1970 den­ken, als wir im Chor skandierten 

"Die Frau von Welt geht nur ins Bett
mit Fah­nen­jun­kern B+Z(ett)!"

Wir - und ähn­li­che Grup­pen von *Jung­män­nern* - voll von Hor­mo­nen und Adre­na­lin, waren auf der Suche nach wil­li­gen Part­ne­rin­nen, an Hei­rat und Fami­lie, schon erst recht nicht an Ver­ant­wor­tung, dach­te kei­ner, wohl aber an hem­mungs­lo­sen und unver­bind­li­chen Sex.

Genau dar­an denkt auch der schwanz­ge­steu­er­te Herr Dix, Jahr­gang '92 und U30. Nur ver­brämt er es mit Schwur­bel­schwatz­ar­gu­men­ten um es geho­ben und über­legt, ja groß­män­nisch klin­gen zu las­sen. Es ist ein Mani­fest eines unrei­fen Jüng­lings, der für sei­ne pro­mis­kui­ti­ven Eska­pa­den Part­ne­rin­nen sucht, die auf einer all­ge­mei­nen, trend­be­ding­ten Mani­pu­la­ti­ons­wel­le zu Opfern gewor­den sind. Einer Mode­wel­le, die ihnen, den jun­gen Frau­en, sug­ge­riert, sie könn­ten ihre Unab­hän­gig­keit und Eman­zi­pa­ti­on nur dadurch bewei­sen, dass sie ihre war­nen­de inne­re Stim­me bei­sei­te schie­ben, die ihnen sagt was gut und rich­tig ist - und sol­chen Gigo­los vom Schla­ge des Herrn Dix auf den Leim gehen und mit ihm ins Bett hüp­fen .... no risk - no fun, no sex - no ful­film­ent, no emancipation! 

So ein Schwach­sinn! Da gibt es unter dem Dix'schen Bei­trag tat­säch­lich noch eine Rei­he von labi­len Cha­rak­te­ren die sich durch sol­che The­sen in ihrer Suche nach Per­sön­lich­keit irre­lei­ten las­sen und hef­tig­ste Zustim­mung signa­li­sie­ren. Ob straight, ob schwul, zu kurz zu den­ken ist kei­ne Sache der sexu­el­len Ori­en­tie­rung, es ist eher eine Sache von man­geln­der Denk­fä­hig­keit, das wird in der Kom­men­tar­sek­ti­on deutlich.

Dag­mar [Dag­mar am 2. Mai 2019 - 23:39] weist aller­dings auf ganz ande­re Sach­ver­hal­te hin:
".. Poly­amo­rie passt zur neo­li­be­ra­len Gesell­schaft. Die Schö­nen, Jun­gen, Rei­chen und die emo­tio­nal Sta­bil­sten kön­nen auf vie­le Part­ner hof­fen; ande­re, die der Kon­kur­renz nicht so gewach­sen sind, gehen leicht leer aus. Kann aber bei Mono­ga­mie mit Untreue und häu­fi­gen Tren­nun­gen auch so gese­hen wer­den. Schwie­rig wird außer der Kin­der­fra­ge aber auch, wie gegen­sei­ti­ge finan­zi­el­le Unter­stüt­zung gere­gelt wird .."

Genau. Das ist etwas, was Herr Dix und sei­ne Gesin­nungs­ge­nos­sen gern bei­sei­te schie­ben - wenig­stens ist von dem, was als Fol­ge von Sex im Rau­me steht nir­gend­wo die Rede.
War­um wohl?
Weil sol­che Jung­män­ner sich gern sexu­ell betä­ti­gen, aller­dings die dar­an hän­gen­de Ver­ant­wor­tung für even­tu­ell gezeug­te Kin­der gern den 'Bräu­ten', den Gespie­lin­nen über­las­sen - und wei­ter ziehen 

'Du, ich bin jetzt nicht so auf Kin­der
und Win­deln und Geschrei ein­ge­stellt, tschüss!'

.... und weg sind sie.
Das eben noch eman­zi­pier­te Sex­ob­jekt wird zum Sozi­al­fall, weil sich die Ker­le sofort zurück­zie­hen wenn es brenz­lig wird, wenn Stress und Ver­ant­wor­tung 'dro­hen'.

Wie hat Herr Dix sich in einer der Ver­öf­fent­li­chun­gen charakterisiert?
So →

Wie bei Amei­se und Gril­le - eine tref­fen­de Fabel.

Wor­auf ich nun noch war­te ist eine Stu­die, sind Zah­len, die das bele­gen, was Herr Dix ein­gangs sei­nes Arti­kels so aus­drückt:".. Wer meh­re­re Men­schen zugleich liebt oder sich die Pro­mis­kui­tät stolz auf die Fah­ne schreibt, gerät immer sel­te­ner unter Recht­fer­ti­gungs­druck und muss sich ins­be­son­de­re der jün­ge­ren Gene­ra­ti­on kaum noch erklären .."
Ein sol­ches sozio­lo­gi­sches Phä­no­men zu behaup­ten ist ein­fach - ich zweif­le aller­dings, ob der Herr Dix dafür irgend­wel­che hand­fe­sten, belast­ba­ren Bewei­se anfüh­ren kann. Bis zu die­sem Beweis behaup­te ich, dass er das frei erfun­den hat um sei­ner Fest­stel­lung Glaub­wür­dig­keit zu geben. Chri­sto­pher Hit­chens hat es so formuliert:
"Was ohne Beleg behaup­tet wer­den kann, kann auch ohne Beleg ver­wor­fen wer­den." Wie ich schon beim hpd schrieb: Sie wol­len doch nicht Gefahr lau­fen dass ich am Ende damit Recht behal­te, dass Gei­stes­wis­sen­schaft­ler in die Luft grei­fen und etwas behaup­ten (erfin­den!) ohne dafür die gering­sten Bewei­se zu haben?

Zum Abschluß noch dies:
Es quält mich die Fra­ge wie­so der hpd dem Herrn Dix eine Platt­form für sei­ne mehr als abwe­gi­gen The­sen bie­tet. Die Auf­ga­be, die sich der hpd stellt, lautet 

".. Der hpd ver­steht sich als Pres­se­por­tal, das die Anlie­gen huma­ni­stisch-auf­klä­re­ri­scher Posi­tio­nen öffent­lich­keits­wirk­sam prä­sen­tiert, damit die­se in der Poli­tik und den Medi­en grö­ße­re Beach­tung finden .."

Was an dem hier bespro­che­nen Arti­kel des Herrn Dix ist es wert '.. in der Poli­tik und den Medi­en grö­ße­re Beach­tung (zu) fin­den ..'?
Er ist schlam­pig durch­ge­se­hen, sie­he dort → ".. Denn Mono­ga­mie beher­bergt aus sei­ner Natur her­aus mora­li­sche Miss­stän­de, meint Deniz Y. Dix .." - 'sei­ner'? Seit wann ist 'Mono­ga­mie' männ­lich? Nicht lt. Duden .... und wahr­haf­tig nicht der wei­te­ren Dis­kus­si­on würdig.
Ein spät­pu­ber­tä­res Gedan­ken­kon­strukt, man wünscht dem Herrn Dix er möge erwach­sen werden.

bookmark_borderPrivatschulen

[Quel­le des Bild­zi­ta­tes: " .. Fund­stück des Tages .."]

Ich hat­te aus dem Stu­di­um zwei Freun­de die an Pri­vat­schu­len eine Anstel­lung fan­den. Einer in Süd­deutsch­land, am Boden­see, mit einem Hauch von Exklu­si­vi­tät, der ande­re an einer kon­fes­si­ons­ge­bun­de­nen Insti­tu­ti­on von welt­wei­tem Ruf mit ange­schlos­se­nem Internat.

Der Unter­schied bei­der Arbeits­plät­ze hät­te nicht grö­ßer sein kön­nen. Ging es doch beim einen Fall um 'höhe­re Gesell­schaft' (oder was man dazu auch immer sagen wür­de), im ande­ren Fall um Wei­ter­füh­rung einer Jahr­hun­der­te alten Tradition.

Wenn ich also von Pri­vat­schu­len lese erzeugt das eine gewis­se Auf­merk­sam­keit weil ich mit dem The­ma schon frü­her inten­siv in Ver­bin­dung kam. Selbst­ver­ständ­lich ist klar, dass es im Lau­fe der Jahr­zehn­te gesell­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen gege­ben hat. Die betra­fen eher kir­chen­na­he Insti­tu­tio­nen, nicht aber die 'eli­tä­ren Lehr­an­stal­ten für exklu­si­ve Krei­se'. Denn deren Auf­ga­be ist es nach wie vor eine (ver­meint­li­che) Éli­te zu bil­den, die spä­ter ein­mal die Geschicke des Lan­des - wenn auch meist unsicht­bar oder wenig­stens mit wenig öffent­li­cher Wahr­neh­mung - bestim­men soll.

"Distink­ti­ons­ge­winn", so lern­te ich heu­te, kann neben dem oben geschil­der­ten Zweck des Errei­chens eines Exklu­si­vi­täts­zir­kels, ein gewünsch­ter Effekt sein. Nicht alle 'höher gestell­ten Per­so­nen' brau­chen aller­dings die­se Ent­fer­nung vom 'gemei­nen Pöbel'. Ich habe wäh­rend mei­ner selb­stän­di­gen Tätig­keit eine Rei­he von durch­aus jovia­len, volks­na­hen Unter­neh­mern ken­nen­ge­lernt, die kei­ner­lei Berüh­rungs­äng­ste hat­ten - aber das mag durch­aus eine beson­ders posi­ti­ve Aus­wahl gewe­sen sein.

Der Zweck der Pri­vat­schu­len ist nun ange­ris­sen. Die Fra­ge war­um in der FAZ ein Arti­kel erscheint, der das Augen­merk auf eine ande­re Facet­te der Pri­vat­schul­land­schaft lenkt - und damit sug­ge­riert es han­de­le sich doch um nichts exklu­si­ves, son­dern etwas stink­nor­ma­les, das nur etwas teu­rer sei - ist leicht beantwortet:

Allent­hal­ben rumort es im Lan­de wegen der sich aus­wei­ten­den Sche­re zwi­schen Arm und Reich .... und was ist da nahe­lie­gen­der, als zu berich­ten, dass 'reich sein' gar nicht so anders ist als 'arm sein'. Min­de­stens, so scheint es vom Titel her, sind die Ergeb­nis­se der Lehr­an­stal­ten für 'nor­ma­le Krei­se' nicht sehr ver­schie­den von denen, die 'bes­se­ren Krei­sen' 40.000 € pro Jahr für die Bil­dung ihrer Kin­der wert sind.

Da ver­gisst man doch gleich wie vie­le Men­schen das Jahr über durch­schnitt­lich von etwa der Hälf­te die­ses Betra­ges zu zwei Per­so­nen leben müssen.

Wir sehen nun sofort ein:
Mehr Geld zu haben ist beschwer­lich, denn es sichert nicht den Schul­erfolg der Kin­der, und wir haben spon­tan Mit­leid mit den armen Reichen.

Was brin­gen denn nun die "ELITE-AUSBILDUNGSSTÄTTEN"?

Das "net­wor­king", eine vor­neh­me Umschrei­bung dafür, dass man Fäden spinnt und sich mit den rich­ti­gen Per­so­nen zusam­men tut um gemein­sam den Wohl­stand dadurch zu erhö­hen, dass man sich Auf­trä­ge und 'Ver­bin­dun­gen' eröff­net. Es ist die moder­ne Umschrei­bung für "Vet­tern­wirt­schaft", wobei da nicht immer nur 'Vet­tern' im Sin­ne von Ver­wandt­schaft gemeint waren und sind: 

Man kennt halt jeman­den der wie­der jeman­den kennt, der eine Mög­lich­keit zum Geld ver­die­nen anbie­ten kann oder jeman­den kennt der das kann .... und so wei­ter, Sie verstehen ....

bookmark_border0,01% der globalen Biomasse

Ledig­lich 0,01% der glo­ba­len Bio­mas­se macht die Mensch­heit aus - und doch schickt sie sich gera­de dazu an den Pla­ne­ten zugrun­de zu rich­ten .... wenn das kei­ne evo­lu­tio­nä­re Fehl­ent­wick­lung ist!


["click!" ver­grö­ßert]

bookmark_borderWas der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika in einer öffentlichen Ansprache Ende April 2019 als Tatsache hinsichtlich (Spät-) 'Abtreibung' behauptete:

" .. Das Baby ist gebo­ren. Die Mut­ter trifft sich mit dem Arzt. Sie wickeln das Baby schön ein und dann bestim­men der Arzt und die Mut­ter, ob sie das Baby hin­rich­ten oder nicht .."

Sie­he hier­zu: Eine  ver­nich­ten­de Replik einer Ent­bin­dungs-Kran­ken­schwe­ster [in Englisch]

bookmark_borderThe Void
- die Leere, das NICHTS ...!

Lang­sam däm­mert es den Mit­glie­dern und Abge­ord­ne­ten der CDU:

Sie star­ren auf die gro­ße Lee­re, die Lee­re, die Ange­la Mer­kel in ihren Regie­rungs­jah­ren erzeugt hat indem sie . . . . nichts tat.

Wo es den Men­schen im Lan­de schon längst klar war, dass die Aktio­nen und Ent­wür­fe der Regie­rung, sowie ihre Plä­ne für zukünf­ti­ges Han­deln gene­rell an den Bedürf­nis­sen vor­bei gehen wür­den. Im schlimm­sten Fall nur denen die­nen könn­ten, die sowie­so nichts mehr brau­chen weil sie schon mehr als genug haben.

Die CSU hat in all den Jah­ren dafür gesorgt, dass es in Bay­ern vie­le Pro­gram­me gab die aus Bun­des­mit­teln co-finan­ziert wur­den. Dadurch hat sich der all­ge­mei­ne Lebens­stan­dard aus­ein­an­der ent­wickelt und es ist kein Zufall, dass am Starn­ber­ger See pro Kopf dop­pelt soviel ver­dient wird wie in Gelsenkirchen.

Nun ste­hen wir vor dem Scher­ben­hau­fen der Merkel'schen Regie­rungs­zeit und fra­gen uns 'Wie soll es wei­ter gehen?' Frau Kramp-Kar­ren­bau­er wird den Gegen­wind noch viel stär­ker spü­ren als zur Zeit. Sie hat dem nichts ent­ge­gen zu set­zen als alt­backe­ne Schub­la­den­pro­gram­me - die taug­ten frü­her nichts und sind durch lan­ge Lage­rung nicht bes­ser geworden!

Mit einem Finanz­mi­ni­ster der den Vor­gän­ger nach­äfft, und die unsäg­li­che *schwar­ze Null* wie die­ser 'anbe­tet', anstatt die Umwand­lung der Pro­duk­ti­on von ste­ti­gem Wachs­tum hin zu umwelt­ver­träg­li­cher und nach­hal­ti­ger Pro­duk­ti­on zu för­dern, und dafür alle Regi­ster der Finanz­po­li­tik zu zie­hen, ist bestimmt die Zukunft nicht rosig oder viel­ver­spre­chend. Ganz im Gegenteil.

Der­wei­len träu­men die Einen davon wenig­stens bis zum Monats­en­de 'flüs­sig' zu blei­ben, die Ande­ren davon eine aus­kömm­li­che Ren­te zu erhal­ten, und wie­der Ande­re davon gesund genug zu blei­ben um die immer spä­ter aus­ge­zahl­te Ren­te spä­ter auch genie­ßen zu kön­nen und nicht schon vor Aus­zah­lungs­be­ginn zu sterben.

Und die SPD?
Weder vom Pro­gramm noch vom Wol­len wird man irgend­et­was glau­ben, was aus die­ser Rich­tung kommt. Zu oft umge­fal­len, zu oft ver­spro­chen und nicht gelie­fert, zu oft genau die Wer­te ver­leug­net und mit Füßen getre­ten die ein­mal Kern der SPD Pro­gram­ma­tik waren.

Noch geht es uns wirt­schaft­lich so gut, dass sich kei­ne Mas­sen mobi­li­sie­ren um die Schü­ler­de­mon­stra­tio­nen zu unter­stüt­zen und das Anlie­gen der Zukunfts­si­che­rung mit dem Anlie­gen einer gerech­te­ren Gesell­schaft zu verknüpfen.

Wenn aller­dings die Auto­in­du­strie zu schwä­cheln beginnt weil rund um den Glo­bus nicht die glei­che Phi­lo­so­phie wie hier­zu­lan­de geteilt wird - das Auto müs­se nur etwas spar­sa­mer sein und weni­ger Dreck aus­sto­ßen, dann sei die Zukunft gesi­chert - dann wird der Unter­gang der Gesamt­wirt­schaft nicht lan­ge auf sich war­ten las­sen. Dann wer­den mög­li­cher­wei­se die *bra­ven Bür­ger* aus ihrem Koma erwa­chen und unwirsch werden!

Der jetzt noch behä­big sich zurück leh­nen­de Bür­ger wird auf­ge­schreckt sein, sich am Kopf krat­zen und fra­gen, war­um ihm denn *Mut­ti Mer­kel* das alles nicht vor­her gesagt hat.
Wie sie ihn über­haupt so im Stich las­sen kann, wo er sie doch seit Jah­ren treu gewählt hat ....

bookmark_border"worst case scenario"

Die Hoff­nung dar­auf, ab 2020 einen Prä­si­den­ten der USA zu erle­ben, der die Bezeich­nung wert ist, schwin­det beträchtlich.

Der vor­ma­li­ge Vize­prä­si­dent Biden, der sofort nach sei­ner Kan­di­da­tur erheb­li­che (Bestechungs-)Gelder als Wahl­kampf­spen­den bekom­men hat, ist eine (männ­li­che) Neu­auf­la­ge von Frau Clinton.

Das bedeu­tet:
Wir wer­den mit Trump wei­ter leben müs­sen, denn die pro­gres­siv-links aus­ge­rich­te­ten jun­gen Kräf­te in der Par­tei sind ein­fach nicht zah­len­mä­ßig so auf­ge­stellt, dass sie die kon­ser­va­ti­ven Bestechungs­geld­emp­fän­ger aus den Ämtern ver­drän­gen können.

Sie haben zwar die bes­se­ren Ideen, die fort­schritt­lich­sten Pro­gram­me und fast zwei Drit­tel der Men­schen unter 40 Jah­ren hin­ter sich - doch bei den US Wah­len zählt wer das mei­ste Geld ein­set­zen kann und sich die schlimm­sten Ver­leum­dun­gen ausdenkt.

Weil aber ein drö­ger Lang­wei­lers.u. gegen Trumps Lügen­ti­ra­den nicht ankom­men wird bleibt die­ser wohl am Ende Sieger.

War­um ich stets "Bestechungs­gel­der" schrei­be hat einen ein­fa­chen Grund:
Wer spen­det erwar­tet irgend­ei­ne Gegen­lei­stung falls der Bespen­de­te gewinnt - und Geld an Amts­trä­ger nen­ne ich beim Namen.

B E S T E C H U N G !

s.u. dem aller­dings eini­ge *Über­grif­fe* (Tat­sche­rei­en!) nach­ge­sagt wer­den - und die füh­ren schon jetzt zu ent­spre­chen­den Reak­tio­nen der Republikaner → 

bookmark_borderUngeeignet!

Evolu­ti­on ist ein dyna­mi­scher Pro­zess - nur jene Lebe­we­sen, die mit evo­lu­tio­nä­rer Ver­än­de­rung Schritt hal­ten kön­nen, wer­den überleben. 

Die Situa­ti­on der Erde ist kata­stro­phal und fatal - und weil sich in den "Top 10" der Län­der, die zusam­men 45% aller Umwelt­schä­den und schä­di­gen­den Emis­sio­nen ver­ur­sa­chen, nichts wirk­lich Nen­nens­wer­tes tut - scheint das Ende der öko­lo­gi­schen Aus­gleichs­fä­hig­keit gekom­men zu sein und das Über­le­ben der Mensch­heit immer unsicherer.

Wie ich kürz­lich in den Kom­men­ta­ren schon formulierte:

Es ist bestimmt rich­tig, dass Men­schen Vie­les in ihrer Umwelt falsch ein­schät­zen - dafür gibt es eine ein­fa­che bio­lo­gi­sche Erklä­rung, die Bio­lo­gen schon seit mei­ner Stu­di­en­zeit (und wahr­schein­lich auch davor schon) kann­ten. Es ist die Unzu­läng­lich­keit unse­res Gehirns sich auf die­se rasan­te, expo­nen­ti­el­le Ände­rung der Inpu­tra­te ein­zu­stel­len. Die *evo­lu­tio­nä­re Auf­rü­stung* hinkt hin­ter der *tech­nisch-prak­ti­schen Wand­lung* der Umwelt her. Kaum glau­ben wir etwas ver­stan­den zu haben, da hat es sich schon wie­der ver­än­dert - aus die­ser Dis­kre­panz nährt sich das Vor­ur­teil. Wir brau­chen eine Re-Syn­chro­ni­sie­rung der mög­li­chen evo­lu­tio­nä­ren Ände­rung mit der Ent­wick­lung die wir ansto­ßen, sonst wird die Zahl derer, die die Wirk­lich­keit rich­tig ein­schät­zen kön­nen immer kleiner.

Es fällt uns in der Hek­tik des All­tags nicht auf, eine gro­ße Zahl Men­schen wird es nicht ein­mal als Pro­blem erken­nen - und einer noch grö­ße­ren Zahl wird es völ­lig schnup­pe sein, dass es sich so ver­hält. 'Nichts Neu­es!' höre ich da man­che sagen, und ja, es ist ein Pro­blem, das wir seit vie­len Jahr­hun­der­ten haben. Der gro­ße Unter­schied ist allerdings:

Die Sche­re zwi­schen der Fähig­keit die Welt um uns her­um zu ver­ste­hen (grün) und dem Umfang des Fort­schritts, der Men­ge an Infor­ma­ti­ons­zu­wachs (rot) geht stän­dig wei­ter auf.

Ich behaup­te sogar, sie ist so weit aus­ein­an­der, dass es nie­man­den mehr auf die­ser Welt gibt, der alle Infor­ma­tio­nen allei­ne ver­ar­bei­ten, geschwei­ge denn ver­ste­hen kann. Inso­weit war mei­ne For­mu­lie­rung oben '.. sonst wird die Zahl derer, die die Wirk­lich­keit rich­tig ein­schät­zen kön­nen immer klei­ner ..' noch eine sehr opti­mi­sti­sche Sicht der Wirklichkeit.

Wir sind auf die­sem Pla­ne­ten als "Spe­zi­es" [ = Art] eine evo­lu­tio­nä­re Fehl­ent­wick­lung, "unge­eig­net", und des­we­gen wer­den wir - da revi­die­re ich mein vor­her geäu­ßer­tes Votum - untergehen.