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bookmark_borderWo bleibt der Staatsanwalt?
*update* (07.10.2013; 10:00h)

Beim NDR ist auf der Web­sei­te zu lesen:

" .. In Hameln kommt es zur Stich­wahl zwi­schen Uwe Schü­ne­mann (CDU) und Tjark Bartels (SPD). Kei­ner der bei­den Kan­di­da­ten für den Posten des Land­ra­tes hat die erfor­der­li­che Mehr­heit erreicht .. "

Das ist der Schü­ne­mann, unter des­sen Amts­zeit als Inne­mi­ni­ster rechts­wid­rig Jour­na­li­sten - und wie jetzt bekannt wur­de auch Rechts­an­wäl­te (!) - vom nie­der­säch­si­schen Ver­fas­sungs­schutz aus­ge­späht wur­den. Anwäl­te sind eine beson­ders geschütz­te Grup­pe und deren Obser­va­ti­on ist unzulässig.

Wenn eine Bäcke­rei­ver­käu­fe­rin ein beleg­tes Bröt­chen ißt wird sie frist­los ent­las­sen - wenn ein Herr Schü­ne­mann gleich meh­re­re Geset­ze bricht weil er Jour­na­li­sten und Anwäl­te aus­spio­nie­ren läßt wird er trotz­dem Landratskandidat. 

Wo ist das Poli­zei­auf­ge­bot um Herrn Schü­ne­mann abzuholen?

Gemes­sen an ihren eige­nen Grund­sät­zen müß­te die CDU ihn hoch­kant raus­wer­fen und mit Schimpf und Schan­de davonjagen ....

∙ ▪  ▪ ∙
 
*update* (07.10.2013; 10:00h)

" .. Dem vor­läu­fi­gen amt­li­chen End­ergeb­nis zufol­ge hol­te Bartels 59,8 Pro­zent der Stim­men .. Ex-Innen­mi­ni­ster Uwe Schü­ne­mann (CDU) kam auf 40,2 Prozent .. "

[Quel­le]

Damit ist der unse­li­ge Schü­ne­mann wohl 'Geschich­te' ....

bookmark_borderImmer noch gut für ein paar Dollar mehr ....

In der U.S.-Filmindustrie man­gelt es nach den vie­len Jahren
von 'block­bu­ster' zu 'block­bu­ster' zwi­schen­drin immer mal wie­der an The­men. Vor allem sol­chen, bei denen die Ame­ri­ka­ner gut aus­se­hen und ihren eige­nen Anspruch die beste, wirt­schaft­lich stärk­ste und demo­kra­tisch­ste Nati­on der Welt zu sein, vor­füh­ren können.

Beson­ders beliebt sind dabei Rück­grif­fe auf die Nazi­zeit in Deutsch­land. Man soll­te doch den­ken, daß irgend­wann das The­ma 'aus­ge­mol­ken' ist. Ist es grund­sätz­lich ja auch.

Mit "Ing­lou­rious Baster­ds" reiht sich nun ein wei­te­res die­ser Mach­wer­ke in die Ket­te von unglaub­wür­di­gen und lächer­li­chen Geschichts­klit­te­run­gen ein. 

Bedau­er­lich war bei die­sem Strei­fen die Mit­wir­kung von vie­len renom­mier­ten deut­schen & öster­rei­chi­schen Schau­spie­lern. Da gilt wohl das alte römi­sche Sprich­wort "pecu­niam non olet".

Natür­lich "sie­gen" am Ende die Guten - oder die, die in die­sem mora­lisch wie mensch­lich frag­wür­di­gen Strei­fen als die Guten auf­ge­baut wur­den. Damit ist der 2001 wund­ge­schla­ge­nen ame­ri­ka­ni­schen Nati­on wie­der ein­mal die Wan­ge getät­schelt wor­den. So ein­fach geht das wenn man geschicht­li­che Wahr­heit und Kom­ple­xi­tät der poli­ti­schen Situa­ti­on ver­leug­net um mehr Span­nung und Action in dem Film unterzubringen:
Wenn es mit vie­len Explo­sio­nen rich­tig knallt, die Maschi­nen­pi­sto­len Lei­ber zer­fet­zen und Mes­ser das Blut sprit­zen las­sen ist dem simp­len ame­ri­ka­ni­schen Durch­schnitts­ge­schmack Genü­ge getan und die Kas­sen klingeln ....

Ich bedaue­re aller­dings, daß sol­cher Schund vom Geld deut­scher Gebüh­ren­zah­ler zur Vor­füh­rung ange­kauft wur­de. Da ist es mir völ­lig egal wenn Taran­ti­nos Film (bis er 2012 über­holt wur­de) laut WIKIPEDIA sein 'finan­zi­ell größ­ter Erfolg' war. 

Ein­nah­men und Qua­li­tät lau­fen nicht zwangs­wei­se synchron.

bookmark_borderTherapeutische Nothilfe

Es gibt Men­schen die schrei­ben in Foren Bei­trä­ge offen­bar nur weil sie Auf­merk­sam­keit brauchen. 

Übli­cher­wei­se denkt man bei The­men­fo­ren an sach­li­che Infor­ma­tio­nen die von den Kom­men­ta­to­ren auf Fra­gen ange­bo­ten wer­den um den Fra­gen­den weiterzuhelfen.

Wenn ein Fra­ger dann aber nach einer Wei­le plötz­lich den Ande­ren mit­teilt er hät­te das, was da als Ant­wor­ten gege­ben wur­de, sowie­so schon alles gewußt, dann kom­men Zwei­fel auf zu wel­chem Zweck die Fra­gen über­haupt gestellt wer­den. Des­we­gen mei­ne The­se zu Anfang.

Auf­merk­sam­keit ist etwas, das vie­len Leu­ten fehlt. Wie bit­ter wenn Men­schen gezwun­gen sind sol­che Umwe­ge ein­zu­schla­gen um Auf­merk­sam­keit zu bekommen. 

bookmark_borderWas haben Frosch
& Calamarisalat miteinander zu tun?

Manch­mal ist es auf­schluß­reich in alten Kri­mis nicht nur auf die Hand­lung zu achten. 
In den Sze­nen sind ver­schie­de­ne Din­ge zu sehen die sich im Lauf der Jah­re geän­dert haben. Im Kri­mi aller­dings noch den Ori­gi­nal­zu­stand aus dem Jahr zei­gen, in dem gedreht wurde.

In einem Strei­fen aus 1988, Ham­burg, waren ver­schie­de­ne Prei­se mit Krei­de auf Tafeln gemalt zu erken­nen. Einer davon ist mir in Erin­ne­rung geblieben:

» Cala­ma­ri-Salat 9,00 DM «

Momen­tan lie­gen die Prei­se für ein sol­ches Gericht bei ver­schie­de­nen Brin­ge­dien­sten zwi­schen 7,50 und 10,50 €uro. Natür­lich ist das kein abso­lu­ter Ver­gleich, weil ja die Men­ge und Bei­la­gen nicht bekannt sind. So 'Pi-mal-Dau­men' kann es aber als Anhalt dienen.

Wenn man den Preis umrech­net sind das zwi­schen 14.60 bis 20.50 DM. In den 25 Jah­ren seit 1988 hat sich der Preis also um zwi­schen 62% und 128% erhöht. Das bedeu­tet eine jähr­li­che Stei­ge­rung zwi­schen 2,5 und 5,1%. Was defi­ni­tiv über dem liegt, wie sich die Löh­ne und Gehäl­ter in die­sen Jah­ren ent­wickelt haben.

Ich traue mich also zu behaupten:
Wenn uns das Sta­ti­sti­sche Bun­des­amt Jahr für Jahr mit­teilt die Preis­stei­ge­run­gen sei­en mar­gi­nal und immer unter den Stei­ge­run­gen der Ent­loh­nung, so war das - min­de­stens in die­sem Fall - falsch. 

Manch­mal sind es sol­che Klei­nig­kei­ten die die Wahr­heit ans Licht brin­gen, und es bestä­tigt hier punk­tu­ell das, was brei­te Bevöl­ke­rungs­schich­ten schon län­ger ver­mu­ten. Die Ein­füh­rung des Euro hat in vie­len Berei­chen zu einer Ver­teue­rung geführt. 

Die Ent­loh­nung hat die­se Stei­ge­rung nicht mit­ge­macht. Sowas nennt man "stil­le Infla­ti­on"*, schlei­chend und kaum merk­lich wird das ver­füg­ba­re Geld immer weni­ger, wäh­rend gleich­zei­tig die Prei­se ste­tig ansteigen.

Da erin­nert man sich an das Bei­spiel vom Frosch in zunächst kal­tem Was­ser, des­sen Tem­pe­ra­tur all­mäh­lich erhöht wird. Das hat Phil­ip Rös­ler (in einem Anflug von Wahr­heits­lie­be) bei Lanz gebracht:
Erhöht man die Tem­pe­ra­tur lang­sam, so wird der Frosch gekocht bevor er es merkt ...!

» Wir Bür­ger sind die Frö­sche die 'abge­kocht' werden! «

∙ ▪  ▪ ∙
 

* " .. Bereits jetzt zeigt die "stil­le" Infla­ti­on Wir­kung, da real Spar­ver­mö­gen durch die nied­ri­ge Ver­zin­sung ver­nich­tet wer­den. Gera­de die Deut­schen, die allein an Bar­geld und Spar­ein­la­gen im Okto­ber 2012 knapp 2.000 Mil­li­ar­den Euro besitzen .."


 

bookmark_borderVon wegen "Mutti": R-R-G!

Beim "Cice­ro" gab es eine Umfrage
- und obwohl ich von sol­chen pseu­do-wis­sen­schaft­li­chen Mei­nungs­for­schern nicht viel hal­te ist es doch recht auf­schluß­reich wie die Sym­pa­thien ver­teilt werden.

Min­de­stens deckt sich das Ergeb­nis mit dem, wor­über ich kürz­lich schon mal berich­tet hatte.

bookmark_border'role models'

Kin­der und Jugend­li­che suchen sich soge­nann­te 'role models'
- die Über­set­zung ist bedau­er­li­cher­wei­se umständ­lich und was im Eng­li­schen mit zwei Wor­ten gesagt wird braucht im Deut­schen nur den Begriff "Vor­bild". Zwar wird der annä­hernd genutzt, umfaßt aber nicht kom­plett all das, was dar­un­ter im Eng­li­schen ver­stan­den wird. Für die nach­fol­gen­de Betrach­tung aller­dings ist es ausreichend.

WIKIPEDIA sagt zum Wortursprung:
".. The term first appeared in Robert K. Merton's socia­lizati­on rese­arch of medi­cal stu­dents. Mer­ton hypo­the­si­zed that indi­vi­du­als compa­re them­sel­ves with refe­rence groups of peo­p­le who occu­py the social role to which the indi­vi­du­al aspires .."

Unter dem Stich­wort "Vor­bild" heißt es:
" .. Vor­bild ist eine Per­son oder Sache, die als rich­tungs­wei­sen­des und idea­li­sier­tes Muster oder Bei­spiel ange­se­hen wird. Im enge­ren Sin­ne ist Vor­bild eine Per­son, mit der ein – meist jun­ger – Mensch sich iden­ti­fi­ziert und des­sen Ver­hal­tens­mu­ster er nach­ahmt oder nach­zu­ah­men versucht .. "

Im MacMil­lan Dic­tion­a­ry wird "role model" so beschrieben:
".. someone who­se beha­viour is con­side­red to be a good exam­p­le for other peo­p­le to copy .."

Es geht dem­nach um Beob­ach­tung und Nach­ah­mung. Genau­so wie Kin­der von ihren Eltern mehr durch Bei­spiel als durch Wor­te erzo­gen werden.

Da das so ist soll­te doch in der Erzie­hung alles ver­mie­den wer­den, was Kin­dern und Jugend­li­chen fal­sche Vor­bil­der zeigt. Falsch inso­fern, als das gezeig­te Ver­hal­ten unge­setz­lich, gebots­wid­rig oder schlicht unhöf­lich ist. 

Heu­te sah ich einen Wer­be­block von Deich­mann - der folgt hier als "youtube"-Video. Ich war zunächst noch amü­siert, dann aller­dings zuneh­mend irri­tiert .... aber sehen Sie selbst, es dau­ert nur ca. zwei Minuten:
 

Hat­ten Sie an man­chen Stel­len den Gedanken:
"Das geht jetzt aber zu weit!"
oder
"Das hät­te man bes­ser so nicht gezeigt!"?

Bei mir waren das die Stel­len bei 1':16" (Rad­kap­pe abtre­ten) und 1':22" (Kau­gum­mi­au­to­mat ent­lee­ren durch Tritt dage­gen), sowie 1':26" (Glit­zer­ku­gel aus Auto stehlen).

Zwar geht es in dem Video um Schu­he - aber WIE das gezeigt wird hal­te ich für verfehlt:
Man tritt nicht gegen Rad­kap­pen um sie dann als Fris­bee zu benut­zen. Das ist Van­da­lis­mus. Man leert kei­ne Auto­ma­ten durch dage­gen tre­ten. Das ist Sach­be­schä­di­gung. Etwas 'mit­ge­hen' zu las­sen, wie die Glit­zer­ku­gel, ist Dieb­stahl. Nicht gut durch­dacht ist da noch ein mil­des Urteil. "Völ­lig dane­ben" sage ich.

"for" - "every" - "you" steht dann noch auf drei Hän­den, die der Kame­ra ent­ge­gen­ge­streckt wer­den. Das ist kein kor­rek­tes Eng­lisch. Auch das - obwohl nur eine Peti­tes­se - zeigt wes Gei­stes die Macher die­ses "Wer­kes" sind.

Damit hier kei­ne Miß­ver­ständ­nis­se auftreten:
Ich habe nichts gegen Wer­bung, die gern auch aus­ge­fal­len sein darf, aber zwei Grund­sät­ze müs­sen beach­tet werden:

  • Es dür­fen kei­ne unge­setz­li­chen oder gebots­wid­ri­gen Hand­lun­gen gezeigt wer­den, vor allem nicht in einem Kon­text der sie als tole­ra­bel darstellt.
  • Die Tat­sa­che, daß bestimm­te Ver­hal­tens­wei­sen "in" sind, also bei der Ziel­grup­pe gang und gäbe, darf nicht so dar­ge­stellt wer­den als ob dadurch die­ses Ver­hal­ten akzep­ta­bel bzw. kor­rekt sei.

bookmark_borderSehr interessant!

Was da in der Titel­zei­le steht war der Spruch von A. Bio­lek wenn sein Gast in der Koch­show etwas nicht ganz so Über­zeu­gen­des gekocht hatte
- sub­til ver­pack­te Skep­sis hin­sicht­lich der Qua­li­tät des Erreich­ten. Da konn­ten sich die Ein­ge­la­de­nen nicht düpiert fühlen.

Das trifft aller­dings nicht auf all jene Wäh­ler zu, die den Par­tei­en ihre Stim­men gege­ben haben, die nun als Oppo­si­ti­on oder Koali­tio­nä­re daste­hen - wobei letz­te­re wahr­schein­lich mit ein paar unwich­ti­gen Mini­ster­pöst­chen abge­speist wer­den und dar­über auch noch froh sein werden. 

Zwar ist es kor­rekt, daß die CDU/CSU zusam­men die höch­ste Stim­men­zahl auf sich ver­ei­ni­gen. Wie aber alle Kom­men­ta­re ganz rich­tig fest­stel­len reicht das nicht um zu regie­ren. Frau Mer­kel allei­ne kann es nicht.

Aller­dings ver­fü­gen die ande­ren Par­tei­en - SPD, Grü­ne und Lin­ke zusam­men über eine aus­rei­chen­de Stim­men­zahl und könn­ten eine wei­te­re Regie­rung Mer­kel verhindern.

Son­der­bar, daß von all den vie­len Stel­lung­nah­men kaum eine dar­auf verweist.
Wo doch, wird sofort die Ein­schrän­kug hin­ter­her­ge­scho­ben man kön­ne mit der Lin­ken nicht regieren.

Zu die­sem Sach­ver­halt gibt es eine Zusam­men­stel­lung und Erör­te­rung bei "neo­pres­se" aus der ich hier nur eine Pas­sa­ge als screen shot vor­stel­len will - anson­sten ver­wei­se ich auf den ver­link­ten Arti­kel. Der ist wirk­lich lesenswert.

∙ ▪  ▪ ∙
 
[Quel­le]

bookmark_borderAbsurditäten ....

In ver­zwei­fel­ter Situa­ti­on kom­men man­chen Men­schen son­der­ba­re Gedanken. 

Eini­ge sind amü­sant, ande­re völ­lig abwe­gig, und natür­lich gibt es dazwi­schen eine brei­te Palet­te. Ich habe schon so man­che gele­sen und abgehakt. 

Nun ist mir heu­te ein Bei­spiel unter­ge­kom­men, das ich gern her­vor­he­ben möch­te. Erst­mal den zuge­hö­ri­gen screen shot:


[Quel­le]

Es ist ein wei­te­res Bei­spiel dafür, wie wenig Rea­li­täts­sinn in die­sem Land vor­herrscht. Anstatt eine ein­fa­che und schon gesetz­lich ver­an­ker­te Mög­lich­keit zu suchen wer­den Gedan­ken­ex­pe­ri­men­te gemacht. Das ist eine typisch deut­sche Eigenschaft.

Mein Vor­schlag daher:
Wir las­sen jeman­den wür­feln! Auf jeden Wür­fel - maxi­mal zwei - wer­den sechs Par­tei­en gedruckt und dann fol­gen sovie­le Wür­fe bis die Zahl der Abge­ord­ne­ten für den Bun­des­tag erreicht ist ....

∙ ▪  ▪ ∙
 

;)

bookmark_borderLebensplanung


Manch­mal, wenn ich die Lebens­ent­wür­fe in den U.S.A. in Pla­nung und Aus­füh­rung stu­die­re, mer­ke ich wel­che Unter­schie­de zu den hie­si­gen Grund­la­gen bestehen:

Wäh­rend dort ein festes Raster von Vier-Jah­res-Schrit­ten besteht ist wegen der unter­schied­li­chen Start­be­din­gun­gen bei uns in Deutsch­land kaum ein Lebens­lauf wie der ande­re - und ich kann nicht erken­nen, daß das bes­ser wäre. Die Indi­vi­dua­li­tät hat ihre Tücken, das Feh­len einer gesell­schaft­li­chen Norm macht die Ori­en­tie­rung* (beson­ders) für Her­an­wach­sen­de schwie­rig - zumal es kei­ne Gewähr dafür gibt, daß Anstren­gung und inten­si­ves Ler­nen auch tat­säch­lich zu Lebens­er­folg führen. 

In den U.S.A. geht man bis zum sech­sten Lebens­jahr in den Kin­der­gar­ten, dann vier Jah­re Grund­schu­le (mit regio­nal beding­ten Unter­schie­den, auf die ich hier nicht wei­ter ein­ge­hen will), dann vier Jah­re Juni­or High School, vier Jah­re Seni­or High School und alle Schü­ler machen mit 18 Jah­ren gemein­sam einen High School Abschluß.

Von da an tren­nen sich die Wege, denn je nach gewähl­ten Fächern und erreich­ten Noten - und natür­lich auch den finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten - schlie­ßen sich danach Stu­di­um oder Arbeits­le­ben an.
Sofern es sich um ein Stu­di­um han­delt wird der Vier-Jah­res-Zyklus fortgesetzt:
Vier Jah­re bis zum Bache­lors, vier Jah­re bis zum Masters und wenn die Fähig­keit vor­han­den ist noch wei­te­re vier Jah­re bis zum Doktorat.

Das bedeu­tet, die mei­sten Absol­ven­ten sind mit 22 durch den ersten Abschluß in der Lage einen Job anzu­neh­men. Wer wei­ter­stu­diert hat gute Aus­sich­ten auf ein über­durch­schnitt­li­ches Ein­kom­men, denn der Masters Abschluß öff­net Berei­che zu denen die Bache­lorsab­sol­ven­ten kei­nen Zugang haben. Mit 26 ist dem­nach die über­wie­gen­de Zahl von Schul­ab­gän­gern pro­duk­tiv im Arbeits­le­ben und kann gleich­zei­tig eine Lebens­pla­nung auf finan­zi­ell gesun­der Basis machen.
 


Es zeigt sich in die­ser Art des Vor­ge­hens auch die so ver­schie­de­ne Mentalität:
Wäh­rend bei uns 105% (!) Wis­sen im Stu­di­um ange­häuft wer­den soll reicht es den Ame­ri­ka­nern eine Basis von Fach­wis­sen zu schaf­fen. Ich schät­ze das auf ca. 66% - die dann in den ersten Jah­ren des Berufs­le­bens, je nach Bedarf, leicht auf das nöti­ge Niveau ange­ho­ben wer­den kön­nen, weil die Ein­stei­ger noch jung genug sind um dazu­zu­ler­nen - "on the job", bes­ser als rein theoretisch ....


 
Über die Abhän­gig­keit der Aus­bil­dung vom Vor­han­den­sein finan­zi­el­ler Mit­tel will ich hier nicht aus­führ­li­cher wer­den. Nur soviel: Stu­di­en­ge­büh­ren sind zwar über­all zu zah­len, dafür ist aber die Steu­er­last der Eltern­ge­nera­ti­on (die sie zah­len muß) sehr viel gerin­ger als bei uns - wes­we­gen die Bela­stung für das Stu­di­um der Kin­der zah­len zu müs­sen nicht das Gewicht und die Aus­schluß­funk­ti­on hat wie hier­zu­lan­de immer ange­nom­men wird.

Mag es sein wie es will - die Indi­vi­dua­li­tät mit all ihren Beschrän­kun­gen bei uns führt nicht zu einem Zusam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl einer jeden Gene­ra­ti­on - im Gegen­teil, das Gegen­ein­an­der wird geför­dert und zemen­tiert, mit dem Ergeb­nis stän­di­gen Kamp­fes um die besten Arbeits­plät­ze und allem, was dann dar­an hängt.

Die man­gel­haf­te All­ge­mein­bil­dung in U.S.A. ist natür­lich zu bekla­gen, aber es ist wenig­stens sicher­ge­stellt, daß alle Schul­ab­gän­ger ein Min­dest­wis­sen vor­zu­wei­sen haben, das sie 'lebens­fä­hig' macht. Ganz abzu­se­hen von dem "Wir"-Gefühl bei gemein­schaft­li­chem Abschluß, das auch im spä­te­ren Leben zunächst ein­mal den Men­schen im Vor­der­grund sieht - und nicht die Funk­ti­on oder den Beruf. Natür­lich ist mir bekannt, daß das theo­re­tisch zwar so kor­rekt ist aber prak­tisch nicht immer so läuft. Doch vom Grund­satz her stimmt es min­de­stens für die Mas­se der U.S.-Gesellschaft.

Je län­ger ich dar­über nach­den­ke und je älter ich werde:
Ver­bun­den mit dem Gedan­ken der Selbst­hil­fe statt Staats­hil­fe und Len­kung durch 'die Obrig­keit' in allen Lebens­la­gen scheint mir das dor­ti­ge Modell bes­ser geeig­net ein zufrie­de­nes und aus­ge­füll­tes Leben zu gewähr­lei­sten. Es ist wohl auch der Grund für das Stre­ben Vie­ler nach den U.S.A. aus­zu­wan­dern. Weil Men­schen meist klü­ger sind als ihre "Obrig­keit" wahr haben will spü­ren sie näm­lich Beha­gen oder Unbe­ha­gen auch wegen der bestehen­den Lebensverhältnisse.

∙ ▪  ▪ ∙
 

* Ins­be­son­de­re wird die Inter­gra­ti­on von Zuge­wan­der­ten aus ande­ren Kul­tur­krei­sen durch unser System erschwert, wäh­rend das U.S.-System die Ein­glie­de­rung erleichtert.


 


∙ ▪  ▪ ∙
 

*edit*
Seit ich die­sen Bei­trag in einem der 'antville'-Blogs geschrie­ben hat­te [Mitt­woch, 8. Mai 2013 09:59h] hat sich das Bild der U.S.A. in der Welt durch die Spio­na­ge­ak­ti­vi­tä­ten ihrer "Dien­ste" wesent­lich ver­än­dert. Ich selbst fah­re nie wie­der dort­hin - und die Zahl derer, die für immer dort­hin will wird sich bestimmt auch redu­zie­ren. Was bleibt ist aber ein offe­ne­res Gesell­schafts­mo­dell von dem wir etwas ler­nen könn­ten - denn das ist von den Machen­schaf­ten der Admi­ni­stra­ti­on dort zu unterscheiden.
Adm­ni­ni­stra­tio­nen kom­men und gehen, die Grund­struk­tu­ren bleiben.
Schon des­we­gen ist das Land für vie­le Men­schen in der Welt, in deren Län­dern die Gesell­schaft arm & unter­ent­wickelt ist, wei­ter ein erstre­bens­wer­tes Ziel.

 

bookmark_borderBundestagswahl

Deutsch­land bekommt die Regie­rung die es verdient.

„Das ist ein Jammer:
Die Dum­men sind so sicher und die Geschei­ten so vol­ler Zweifel“
– die­ses Zitat wird dem Alt­kanz­ler Hel­mut Schmidt zugeschrieben.

Eine Mehr­heit ist nun mal nicht in der Lage zwi­schen hoh­len Phra­sen und der Not­wen­dig­keit einer Visi­on für eine erfolg­rei­che Zukunft des Lan­des zu unterscheiden.

Bewah­ren ist bequem, es ver­hin­dert aber Erfolg in der Zukunft.

Frau Mer­kel mag inte­ger sein, aber schon unter denen, die mit ihr auf dem Podi­um stan­den sind eini­ge, die ich dort lie­ber nicht gese­hen hät­te. Weil sie das Volk belo­gen und irre­ge­führt haben, wie z.B. Frau v.d. Ley­en, die es nicht schafft zwei Sät­ze zu sagen von denen nicht min­de­stens einer die Wahr­heit verbiegt. 

Ich bin nun sehr gespannt was wir als Regie­rung erle­ben wer­den, tip­pe auf schwarz-grün. Das wird die Grü­nen zum Unter­gang führen: 

Düm­peln sie jetzt noch um 8% wird das immer weni­ger wer­den - sie­he FDP, die von der Uni­on erst vor­ge­führt und dann ver­schlis­sen wur­de. Eine Koali­ti­on mit der CDU wird die grü­nen Vögel vie­le Federn kosten ....

Naja.
Ich hät­te es mir anders gewünscht.

Leben müs­sen wir Alle mit dem Ergeb­nis und ich habe jetzt wenig­stens ein Argu­ment wenn wie­der mal Jemand mir die Ohren über die schlim­men Ver­hält­nis­se volljammert:
Ich habe Frau Mer­kel nicht gewählt und wei­se alle Schuld von mir ;)

∙ ▪  ▪ ∙
 
*edit*
Jetzt habe ich doch noch etwas gefun­den was pas­send zum Wahl­aus­gang und pas­send zur Wäh­ler­schaft der Frau Kanz­le­rin ist:
 

bookmark_borderRente mit 75 ...?

Hal­ten wir doch erst ein­mal die Fak­ten fest:

Wir finan­zie­ren seit Jahr­zehn­ten ein Gesund­heits-System das uns eine län­ge­re Lebens­er­war­tung beschert und durch die­se Per­spek­ti­ve ver­schie­ben wir gleich­zei­tig das Ren­ten­al­ter ste­tig – und zwangs­läu­fig – immer wei­ter nach hinten. 

Per Sal­do gewin­nen wir (“die All­ge­mein­heit”) dadurch nichts als mehr Streß in den vie­len Arbeits­jah­ren, denn das Arbeits­tem­po hat sich durch Ratio­na­li­sie­rung - und gestie­ge­ne Kosten auch bei den Arbeit­ge­bern, die das durch "Ver­dich­tung" der Arbeits­pro­zes­se auf­zu­fan­gen ver­su­chen - pro­por­tio­nal erhöht. 

Gleich­zei­tig erfolgt durch die Glo­ba­li­sie­rung eine Ver­schie­bung der manu­el­len Arbeits­lei­stung in geo­gra­phi­sche Regio­nen in denen - schon wegen der dort herr­schen­den kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen - eine Ver­dich­tung der Arbeit nur in gerin­ge­rem Maße als in gemä­ßig­ten Kli­ma­zo­nen mög­lich ist. Hier­zu­lan­de fal­len Arbeits­plät­ze weg oder sie wer­den wegen der herr­schen­den Unsi­cher­hei­ten als Teil­zeit- oder Zeit­ar­beits­be­schäf­ti­gung wie­der eingerichtet. 

Wo frü­her eine Lebens­pla­nung mög­lich war fällt sie heu­te zwangs­läu­fig aus. Den­noch wird natür­lich erwar­tet, daß Men­schen so wie in frü­he­ren Jah­ren Kin­der bekom­men und das Staats­we­sen durch Abga­ben lebens­fä­hig hal­ten. Sich dabei auch noch sozi­al enga­gie­ren und ohne Mur­ren jeden staat­li­chen Ein­griff in ihre Pri­vat­sphä­re hinnehmen. 

Das ist weni­ger als ein Null-Sum­men-Spiel:
Mehr Arbeit, mehr unsi­che­re Arbeits­plät­ze, ste­tig stei­gen­de Anfor­de­run­gen an Infra­struk­tur und Bil­dung, stei­gen­de Kosten für die Alters­si­che­rung und eine über­pro­por­tio­na­le, wenn nicht gar expo­nen­ti­el­le Stei­ge­rung der Kosten für das Gesundheitswesen.


Der viel­ge­prie­se­ne "Fort­schritt"
ent­puppt sich bei nähe­rem Hinsehen
als eine men­schen­ver­ach­ten­de Tretmühle.
Irgend­wann wird die Sche­re soweit auf­ge­bo­gen sein daß sie bricht.
Kei­ne beson­ders attrak­ti­ve Zukunfts­per­spek­ti­ve.
 

  


Ren­te mit 75 ...? wur­de zuerst am Frei­tag, 13. Aug 2010 ver­öf­fent­licht; sie­he dazu auch:
"Lebens­er­war­tung", sta­ti­stisch und - als völ­lig gegen­sätz­li­che Zukunfts­vi­si­on - "Hun­dert Jah­re Glück";
Der frü­her hier vor­han­de­ne Link zum "Quer­Blog" war tot und wur­de ent­fernt
.

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Es gibt Tage, die möch­te ich am lieb­sten aus dem Kalen­der streichen.

Meist sind das die Tage, an denen mit Com­pu­ter und/oder Inter­net irgend­was nicht stimmt. Was genau kann man ja besten­falls im Nach­hin­ein sagen - wenn es auf­tritt fängt erst mal die Suche­rei an WORAN es denn wohl lie­gen könnte.

Erst­mal den­ke ich da meist an die Inter­net­ver­bin­dung. Weil die schon mehr­fach aus­ge­fal­len ist. Dazu muß man wis­sen, daß ich zwar einen LAN-Zugang habe, zwi­schen ISP und mir aller­dings eine ca. 25 km lan­ge Funk­strecke liegt. Sowas ist natur­ge­mäß stör­an­fäl­li­ger als eine Kup­fer- oder Glas­fa­ser­ver­bin­dung. Gemein­hin funk­tio­niert sie aber mit einer Geschwin­dig­keit die mich manch­mal selbst über­rascht. Immer­hin muß das Signal vom Com­pu­ter bis zum Ser­ver gut 2.500 km durch­lau­fen - hin- und zurück. Trotz­dem ist das Bild in Sekun­den­bruch­tei­len da. 

Wenn schon der Ver­bin­dungs­auf­bau ver­zö­gert ist, so, daß ich die Anmel­de­pro­ze­dur des Com­pu­ters beim ISP sehe, erken­ne ich: Das wird heu­te nicht ohne Ärger abge­hen! Denn dann ist die Ver­bin­dung nur ca. 1/100stel so schnell wie nor­mal und das bedeu­tet nichts Gutes. 

Bau­en sich danach die Sei­ten wenig­stens zügig auf ist noch nicht Alles ver­lo­ren - denn das wäre es nur, wenn auch der Sei­ten­auf­bau stark ver­zö­gert ist und die Bil­der ganz lang­sam, zei­len­wei­se, den Schirm füllen ....

"time­out", das rote Tuch, dann geht gar­nichts mehr. Die Geschwin­dig­keit ist so nied­rig, daß das Pro­gramm von sich aus erkennt: HOFFNUNGSLOS - und abbricht. Manch­mal funk­tio­niert es dann bei "neu laden" doch noch. War also nur vorübergehend.

Die letz­te Stu­fe ist:
Ser­vice Tem­po­r­a­ri­ly Unavailable
The ser­ver is tem­po­r­a­ri­ly unable to ser­vice your request due to main­ten­an­ce down­ti­me or capa­ci­ty pro­blems*. Plea­se try again later.

So, in etwa, lief das am Sonn­abend ab.
Da hilft nur noch: Aus­schal­ten und dar­auf hof­fen, daß es am näch­sten Tag bes­ser sein wird. Jede Minu­te län­ger vor dem Com­pu­ter för­dert ledig­lich die Herzinfarktgefahr.

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* Ich habe zwei Web­sei­ten unter "word­press" lau­fen - dort kommt in den letz­ten Wochen immer häu­fi­ger die zuletzt genann­te Ser­vice-Mel­dung. Ande­re Sei­ten wer­den noch auf­ge­baut. Daher ver­mu­te ich, das Pro­blem ist in "word­press" begrün­det. Ich habe schon dar­auf ver­zich­tet auf die aktu­el­le Ver­si­on (3.6.1) umzu­stel­len, weil ich in der Ver­gan­ge­heit mit den neu­en Ver­sio­nen anfangs immer Schwie­rig­kei­ten bekam. Ob es dies­mal so ist, daß das auf­tritt WEIL ich noch nicht umge­stellt habe? 

Da fängt die Rät­se­lei schon wie­der an ....