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bookmark_borderNoch so ein Relikt ....

Man­che Gege­ben­hei­ten hal­ten sich, trotz allen Fort­schritts. Erstaun­li­cher­wei­se sogar ent­ge­gen einem all­ge­mei­nen Trend. Höch­stens ein wenig moder­ni­siert, aber im Grun­de nur mar­gi­nal, kom­men wie­der ande­re Din­ge des All­tags und Rege­lun­gen des Zusam­men­le­bens daher. So wird ein 'aktu­el­ler' Ein­druck ver­mit­telt wo doch im Grun­de noch 'anno Tobak' drinsteckt.

Ein sol­ches Bei­spiel ist die Bahn - da muss­te ich heu­te dar­an den­ken als ich auf dem Bahn­hof stand und mei­ne Frau abho­len woll­te. Ich ste­he ja anson­sten eher sel­ten auf einem Bahn­hof. Weil ich aber noch gut Zeit bis zur Ankunft ǵhat­te nutz­te ich die Gele­gen­heit und schau­te mich ein wenig um.

Beson­ders ins Auge fal­len ja die moder­nen Anzei­ge­ta­feln weil auf denen aktu­el­le Infor­ma­tio­nen lau­fen wenn es Ände­run­gen gibt. Das ist ganz hilf­reich, könn­te ich mir den­ken, wenn Ver­spä­tun­gen zu mel­den sind - dann kön­nen sich die Fahr­gä­ste aus­rech­nen, ob es noch zu ihren Anschluss­zü­gen reicht .... genau­so inter­es­sant dürf­te es sein wenn man die­se quä­ken­den Ansa­gen nicht ver­stan­den hat, die irgend­wie akzen­tu­ier­ter gespro­chen sein sollten. 

Der soge­nann­te "Wagen­stands­an­zei­ger" ist das, wor­an ich hän­gen­blieb und auf die­ses The­ma kam, denn eine Durch­sa­ge lautete: 

"Durch­sa­ge für Fahr­gä­ste der Ersten Klas­se des ICE 15xx Die Wagen der ersten Wagen­klas­se befin­den sich in Abän­de­rung der Wagen­stands­an­zei­ge heu­te am vor­de­ren Ende des Zuges."

Erste und zwei­te Wagen­klas­se. Das war das Stich­wort. Ich erin­ner­te mich mit mei­ner Groß­mutter von unse­rem Wohn­ort in den Kur­ort 'Bad Orb' gefah­ren zu sein, da war ich so unge­fähr fünf Jah­re alt, noch vor mei­ner Ein­schu­lung. Da gab es noch drei Wagen­klas­sen, wovon die III. Klas­se quer­ste­hen­de Holz­bän­ke hat­te, quer zur Fahrt­rich­tung. Das Abteil war abge­schlos­sen, man konn­te wäh­rend der Fahrt nicht von Abteil zu Abteil laufen.

Nach mei­nem Emp­fin­den gehört die Klas­si­fi­zie­rung abge­schafft und die Prei­se müs­sen ver­ein­heit­licht wer­den - das aller­dings nicht wie in den mei­sten Fäl­len nach oben, son­dern nach unten! Wenn es ernst gemeint ist mit der Absen­kung der schäd­li­chen Treib­haus­ga­se, so wird man an der guten Umwelt­bi­lanz der Bahn nicht vor­bei kom­men - und dafür sor­gen müs­sen, dass die­se Vari­an­te des Rei­sens popu­lä­rer wird als jede ande­re, kli­ma­schäd­li­che­re Fortbewegungsart.

 
PS
Mei­ne Abnei­gung gegen­über dem Herrn Pofalla hat sich durch die Lek­tü­re des "Bahn Blog"s noch ver­stärkt - dort habe ich näm­lich gele­sen, dass er es war, der die Nacht­zü­ge abge­schafft hat. Ich fin­de es immer wie­der ver­blüf­fend wie gera­de sol­che Pfei­fen unter den Poli­ti­kern die Trep­pe hin­auf beför­dert wer­den. So wie der Unsym­path Pofalla!

["click!" vergrößert]

 
Herrn Ronald Pofalla .... (12|2005)
Was mich - nach Wah­len - am mei­sten an Poli­ti­kern stört …. (06|2009)
#Pofallabe­en­det­Din­ge | 2014 (01|2014)
Vor­bil­der .... (05|2015)
Von *Haupt­stadt­flug­hä­fen* .... (10|2019)
Was geht pas­siert auch .... (02|2020)

 

bookmark_borderMit Bildern überzeugen ..?

Kari­ka­tu­ren wer­den oft dazu ver­wen­det Stim­mung zu machen, auf einen Blick zu erfas­sen­de Erklä­run­gen - ohne vie­le Wor­te! - zu vermitteln.

Den wah­ren Sach­ver­halt habe ich im unte­ren Teil des Bil­des dargestellt.
Das ist so ein Fall in dem ich sehr bedaue­re nicht zeich­nen zu können.
Scha­de, es wäre bestimmt noch überzeugender.

bookmark_borderCommunity, die Vierte ....

Drü­ben bei two­day .... ich war wie­der ein­mal da. 

Las dann wie die Finan­zen der viel­ge­prie­se­nen 'Com­mu­ni­ty' stehen.
Mies. 

So wie ich es vor Mona­ten bereits vor­aus­ge­sagt hatte.
Die mei­sten Schreiber/innen sind sowie­so nur spo­ra­disch in ihrem Weblog.
Weil es ihnen an Durch­hal­te­ver­mö­gen und Ideen fehlt.

Da wäre es doch eine Schan­de noch dafür 'was zu zahlen. 

*face­book* ist *for free* - den­ken die.
War­um also dann bei two­day etwas zahlen?
So sinkt das Niveau wei­ter und weiter ....
Es wäre wohl bes­ser gewe­sen Schluß zu machen
als es das erste Mal ange­kün­digt wurde.
Die weni­gen akti­ven Blogs waren ja schon weg.

So wird nun 'Schrott' gepäp­pelt wie Edelstahl.
Wel­cher Widersinn!

bookmark_borderNeues von der Glaubensfront

Im hpd-Arti­kel "Das Kreuz mit den 1000 Kreu­zen" hat sich eine Dis­kus­si­on erge­ben, die recht zivi­li­siert abläuft, was ein katho­li­scher Prie­ster, der die Akti­on, die im Arti­kel beschrie­ben wur­de, begrüßt. Daher ist sein Kom­men­tar (sie­he screen shot unten) nicht ver­wun­der­lich .... und ich konn­te es mir nicht ver­knei­fen ihm dar­auf eine Ant­wort zu schreiben.

Jetzt bin ich gespannt, ob er das auch als "..spöt­ti­schen, gehäs­si­gen oder ver­ächt­li­chen Kom­men­tar.." sieht oder ob er Form / Inhalt als das sieht, als was es gemeint ist:

Ein Hin­weis auf zwei­er­lei Maß in sei­nem Denken.


["click!" auf das Bild vergrößert]

Wenn eine Ant­wort kommt wer­de ich sie hier einfügen.

bookmark_borderMan nennt es heute "Frue*er"™

"Frue*er"™ gab es Kin­der, die ohne jede elter­li­che Auf­sicht auf Trüm­mer­grund­stücken her­um tur­nen konn­ten. In ver­wil­der­ten Gär­ten mit ver­fal­le­nen Gar­ten­häu­sern Ver­steck spiel­ten. Deren Knie, Arme und alles sonst was aus der kur­zen Hose her­aus­schau­te, Krat­zer, Ris­se, Schrun­den auf­wie­sen, ohne dass man sie sofort in die Not­auf­nah­me schlepp­te. Wir muss­ten uns nicht Wochen vor unse­ren gemein­sa­men Streif­zü­gen durch die Umge­bung ver­ab­re­den, wir hat­ten kei­nen "Kin­der-Ter­min­ka­len­der".

Unse­re ein­zi­ge feste Regel war: "Wenn es dun­kel wird bist du zu Hause!"

Wir sind groß gewor­den. Wir haben ohne Auf­sicht über­lebt. Wir haben selbst aus­pro­biert, Phan­ta­sie wal­ten las­sen, uns etwas zuge­traut und es gemei­stert - und wenn nicht, unse­re Gren­zen erlebt und dar­aus gelernt. Waren das näch­ste Mal vor­sich­ti­ger. Unse­re Nase wur­de oft trotz obli­ga­to­risch mit­ge­führ­tem Taschen­tuch mit dem Ärmel abge­wischt. Na ja, nicht immer, aber meistens.

Wir haben Erwach­se­ne - egal wie wir ver­wandt­schaft­lich zu ihnen stan­den oder ob es Frem­de waren - als Auto­ri­tä­ten gese­hen. Was bestimmt nicht immer zutref­fend war, ja meist sogar falsch. Und trotz­dem ist weni­ger pas­siert, weil wir ein Gespür dafür ent­wickeln konn­ten wel­chen Frem­den gegen­über man lie­ber vor­sich­tig ist. Es wur­de uns nicht 'erklärt', wir haben es selbst gelernt.

Zur Schu­le wur­de man nicht mit dem Auto 'gebracht', man lief. Zu Fuß. Wenn man alt genug war durf­te man mit dem Fahr­rad zur Schu­le fah­ren. Ein Auto hat­ten die wenig­sten Fami­li­en. Ein­ge­kauft wur­de bei 'Tan­te Emma', im Vier­tel, neben­an, im Läd­chen. Mit Ein­kaufs­netz aus Baum­woll­schnur für den Trans­port. Pla­stik und all die Pro­ble­me damit waren noch völ­lig unbekannt.
Milch wur­de in einer gro­ßen Kan­ne selbst vom Bau­ern­hof geholt - und wenn man ganz über­mü­tig war pro­bier­te man als Kind die Kan­ne so her­um­zu­schleu­dern, dass kei­ne Milch her­aus­lau­fen konnte.

Wir haben gelernt höf­lich zu sein. "Dan­ke" und "Bit­te" zu sagen. Wer schon gebeugt lief, wei­ße Haa­re hat­te oder einen Geh­stock brauch­te war - wie Oma und Opa - mit beson­de­rer Auf­merk­sam­keit zu behan­deln. In öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln, Bahn, Stra­ßen­bahn oder Bus stan­den wir Kin­der auf und lie­ßen die Alten sit­zen. Wir mach­ten ihnen auf dem Geh­weg Platz und frag­ten, ob wir das schwe­re Ein­kaufs­netz für sie tra­gen soll­ten, sogar dann, wenn es uns selbst ganz schön schwer wur­de. Die Alten hat­ten kei­ne Angst, dass wir mit ihren Sachen weg­lau­fen wür­den - und wir erwar­te­ten nicht jedes Mal eine Beloh­nung fürs Helfen.

Geges­sen wur­de min­de­stens ein­mal am Tag zusam­men - alle saßen zusam­men am Tisch. Mit vol­lem Mund wur­de nicht gespro­chen. Nicht geschlürft oder im Essen her­um­ge­matscht. Man nahm nur so viel auf den Tel­ler wie man essen konn­te - und ach­te­te dar­auf, dass Alle etwas abbe­kom­men wür­den. Es wur­de Sit­zen geblie­ben bis es hieß "Kin­der kön­nen jetzt auf­ste­hen!".

Wir hat­ten ein paar San­da­len im Som­mer und ein Paar geschlos­se­ne Schu­he im Win­ter - mit Schuh­band, zum Schnü­ren, und wir waren stolz wie Oskar, wenn wir gelernt hat­ten, end­lich ver­stan­den hat­ten wie der Kno­ten und die Schlei­fe gebun­den wer­den. Zwei oder drei Hem­den und Hosen, davon min­de­stens eine (kur­ze) Leder­ho­se waren unse­re kom­plet­te 'Gar­de­ro­be'. Nie­mand nann­te das *Mini­ma­lis­mus*, es war eine Not­wen­dig­keit, weil es nur wenig gab. Viel­leicht noch ein Turn­hemd, eine Turn­ho­se und Turn­schläpp­chen im Turn­beu­tel, wenn man bereits zur Schu­le ging, das war schon 'Luxus'.

Wenn man sich zu Hau­se über (den) Leh­rer beschwer­te wur­de nicht gleich ein Eltern­abend ver­langt. Man wur­de gefragt was man denn getan hät­te, um den Leh­rer zu ver­är­gern. Eltern rede­ten noch mit den Leh­rern, nicht abschät­zig über sie.

Unse­re Mut­ter war zu Hau­se. Oder arbei­te­te. Nie­mand mach­te aus dem einen oder ande­ren eine Welt­an­schau­ung. Kin­der, die einen Schlüs­sel zur Woh­nung an einer Schnur um den Hals tru­gen waren "Schlüs­sel­kin­der", was bedeu­te­te, dass bei­de Eltern arbei­te­ten weil es sonst knapp gewor­den wäre. Das unser Vater tags­über zur Arbeit weg war stör­te nicht. Er nahm sich abends und am Wochen­en­de Zeit mit uns etwas zu unter­neh­men, zu spie­len, zu toben. Er brauch­te dafür kei­ne Anlei­tung "Qua­li­ty time with your kid!" oder so ....

"Frue*er"™ waren die Men­schen noch soli­da­risch, man half dem Nach­barn anstatt ihn geflis­sent­lich im Haus­flur zu mei­den. Bis zu dem Tag an dem das Fern­se­hen ein­ge­führt wur­de rede­te man noch mit­ein­an­der wenn man Nach­barn und Fami­lie traf. Medi­en­kon­sum bestand aus *Radio hören*, man konn­te da so neben­bei noch Din­ge mit den Hän­den erle­di­gen und es hieß noch nicht "mul­ti-tas­king". Es gab kei­ne Aus­flüch­te wie "Da gibt es doch *ABC*, das will ich sehen, da kann ich nicht!"

"Frue*er"™ war bestimmt nicht "Alles" besser.
Aber schlech­ter war es auch nicht, nur "anders".
Einfacher.
Für Vie­le, die heu­te *über­for­dert*, vom *burn­out* über­wäl­tigt sind, wäre es damals bes­ser gewesen ....


Redi­gier­te Fas­sung; aus gege­be­nem Anlass!


bookmark_borderO, diese Ironie!

Die frü­he Mensch­heit - heu­te noch in spär­li­chen Resten in weni­gen Enkla­ven auf der Welt von der soge­nann­ten "Zivi­li­sa­ti­on" abge­schirmt - war bis ins Mit­tel­al­ter hin­ein nicht prü­de und kör­per­feind­lich. Das begann erst, als die Kir­che, damals ja noch rein katho­lisch, dem lusti­gen und fri­vo­len Volk mit erho­be­nem Zei­ge­fin­ger droh­te und befahl, sich keusch und züch­tig zu beklei­den um "Gott" gefäl­lig zu sein.

Ist es da nicht ein Trep­pen­witz der Welt­ge­schich­te, wenn aus­ge­rech­net die Ver­tre­ter die­ser Kin­der­schän­der- und Ver­tu­scher-Orga­ni­sa­ti­on "katho­li­sche Kir­che", die schlimm­ste Bilanz in Sachen sexu­el­lem Miss­brauch und unzüch­ti­gem Lebens­wan­del trotz aller gegen­tei­li­gen Gebo­te haben und das Mis­se­tä­ter­feld anführen?

Wenn sich die katho­li­sche und evan­ge­li­sche Kir­che, die nur noch weni­ger als die Hälf­te aller Men­schen im Lan­de orga­ni­sie­ren, wovon nach eige­ner Aus­sa­ge ledig­lich etwa 7% noch zu Got­tes­dien­sten gehen, also als "Gläu­bi­ge" bezeich­net wer­den kön­nen, der Poli­tik als "Sach­ver­stän­di­ge in ethi­schen und mora­li­schen Fra­gen" andie­nen und von jener so befragt werden?

Erst Sit­te und Moral als Stüt­zung der eige­nen Macht pro­pa­gie­ren, dann die­se Grund­sät­ze ver­ges­sen und sich der Flei­sches­lust hin­ge­ben, um schließ­lich wie­der­um den Zei­ge­fin­ger zu erhe­ben, sich auf das höch­ste Ross zu set­zen und sich zuletzt, trotz die­ser trau­ri­gen Bilanz, als Wäch­ter von Sit­te, Moral, Lebens­schutz und allen Fra­gen rund um das Ster­ben aufzuspielen?


7% der Bevöl­ke­rung, die dem Rest ihre ver­schro­be­ne Mei­nung zu Lebens­fra­gen auf­drücken wol­len. Und das in einem demo­kra­ti­schen Staats­we­sen, in dem angeb­lich eine Tren­nung von Kir­che und Staat vor­han­den sein soll?
 

 

So kann es nicht weitergehen.
Sagen Sie das ein­mal ihrer/ihrem Bundestagsabgeordneten.
Oder noch bes­ser: Wäh­len Sie im Sep­tem­ber 2021 Abge­ord­ne­te von ande­ren Par­tei­en, die nicht das 'christ­li­che' schon im Par­tei­na­men füh­ren und der Bigot­te­rie Vor­schub leisten.

bookmark_borderDie dunkle Seite der Macht ....

Die 'dunk­le Sei­te der Macht' hat über­all auf der Welt ein gewis­se Attrak­ti­on. Der Ein­stieg ist leicht, die all­mäh­li­che Ver­ro­hung und Kri­tik­lo­sig­keit gegen­über dem "Bösen" ist schlei­chend und ehe sich die Erkennt­nis ein­stellt wohin man abge­drif­tet ist - ist es schon zu spät für ein 'zurück'.


.. Immer­hin neun Pro­zent [der Deut­schen] wür­den lie­ber auf der "dunk­len Sei­te" ste­hen, sie füh­len sich also eher zu Darth Vader, den Sith und dem Todes­s­tern hin­ge­zo­gen ..
 

[Quel­le]

 
Betrach­tet man die Welt­po­li­tik, so wird klar: 

Es ist ein Hang zur (domi­nie­ren­den) Auto­ri­tät vor­han­den, es wird allent­hal­ben nach (star­ken, ja sogar skru­pel­lo­sen) Füh­rungs­per­so­nen gesucht, eine ein­fach struk­tu­rier­te (rech­te) Ideo­lo­gie mit kla­rem Feind­bild ist attrak­tiv für Vie­le, die sich nicht selbst Gedan­ken machen wol­len oder können. 

Sehen Sie, lie­be Lesen­de, wohin das führt?

Das sind die Anhän­ger der 'dunk­len Sei­te der Macht' die sich offen dazu beken­nen .... und die Dun­kel­zif­fer ist wahr­schein­lich beträcht­lich, wenn­gleich dazu die Fak­ten fehlen.

Doch wozu nun die­se Analogie?

Sie beschreibt die augen­blick­li­che Situa­ti­on in Ame­ri­ka. Die dunk­le Sei­te regiert. Sie kennt kei­ne 'nor­ma­len' mensch­li­chen Regeln und Ver­hal­tens­wei­sen. Mit­ge­fühl mit Schwa­chen und Behin­der­ten, Ver­ant­wor­tung für eige­nes Tun, eine fun­da­men­ta­le Über­zeu­gung Gutes tun zu müs­sen, eine Ver­pflich­tung zu Wahr­heit in den Aus­sa­gen, Ach­tung jedes Men­schen unab­hän­gig von sei­ner Haut­far­be - Fehlanzeige! 

Für die 'dunk­le Sei­te' zählt nur der Augen­blick. Zählt nur die unmit­tel­ba­re Beloh­nung durch Applaus. Zäh­len Freund­schaf­ten und Ver­spre­chen nichts, sie wer­den schnell über Bord gewor­fen wenn es oppor­tun erscheint. Nichts ist sicher, es gibt kei­ner­lei Verläßlichkeit. 

In weni­ger als einem Monat wis­sen wir, ob die 'hel­le Sei­te der Macht' obsiegt hat. Ob die Men­schen in den USA ver­stan­den haben, wohin, in wel­chen Abgrund, sie die dunk­le Sei­te geschleift hat .... und dann wird es nötig sein sich den Feh­lern der hel­len Sei­te zuzu­wen­den und da mit Repa­ra­tu­ren zu beginnen.

bookmark_borderKlartext ....

Heu­te möch­te ich ein­mal etwas tun, was ich sonst sel­ten tue und erst weni­ge Male getan habe:

Ich möch­te Ihnen einen you­tube-Kanal, oder bes­ser den Autor der dor­ti­gen you­tube Vide­os emp­feh­len, den ich nun schon fast zwei Jah­re ver­fol­ge. Sei­ne Ana­ly­sen sind zwar oft sehr poin­tiert und teil­wei­se dra­stisch aus­ge­drückt, aber den­noch gut mit Recher­che und Fak­ten unterlegt.

Der Mann gefällt mir, weil er sich nicht scheut sehr kri­ti­sche Anmer­kun­gen zu machen, Poli­ti­ker anzu­grei­fen - und das ohne Umschwei­fe oder fal­sche Zurück­hal­tung: Er nennt Betrü­ger 'Betrü­ger' und Schuf­te 'Schuf­te'.

Es han­delt sich um den Kanal von Jes­se Dol­lem­ore, einem gedien­ten US Mari­ne, der in repu­bli­ka­ni­scher Umge­bung auf­wuchs und zuneh­mend an die­ser Sei­te der Poli­tik (ver-) zwei­fel­te. Weil er zwi­schen Tat­sa­chen und ver­que­ren Theo­rien zu ver­meint­li­chen Ver­hält­nis­sen ein­fach kei­ne Über­ein­stim­mung mehr sah - wes­we­gen er nun zum Demo­kra­ten wurde.

Sol­che Men­schen braucht Ame­ri­ka - und wenn Sie es lei­sten kön­nen emp­feh­le ich Ihnen ein *chan­nel mem­ber* bei ihm zu wer­den. Schon mit einem klei­nen Betrag (ab 5 €uro) för­dern Sie so - wie ich es schon seit Mona­ten tue - frei­en Jour­na­lis­mus und zeit­na­he Ana­ly­sen zur Tages­po­li­tik und bren­nen­den Themen.

Der Kanal­in­halt ist in eng­li­scher Spra­che, aber sehr deut­lich gespro­chen und mit einer Wort­wahl, die auch Zuse­her ver­ste­hen, die nicht ganz sat­tel­fest sind. Wenn es Ihnen eine Stüt­ze ist kön­nen Sie noch Unter­ti­tel ein­schal­ten, das hilft das gespro­che­ne Wort zu rich­tig zu deuten.

bookmark_borderAn die eigene Nase fassen ....

Letz­tens las ich beim hpd:

.. Zum Ende des letz­ten Jah­res ist der Bevöl­ke­rungs­an­teil der kon­fes­si­ons­frei­en Men­schen auf 38,8 Pro­zent ange­stie­gen, der Anteil der Katho­li­ken und Pro­te­stan­ten hin­ge­gen auf 27,1 bezie­hungs­wei­se 24,9 Pro­zent gesun­ken. Dies geht aus der heu­te ver­öf­fent­lich­ten Sta­ti­stik "Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­kei­ten 2019" der "For­schungs­grup­pe Welt­an­schau­un­gen in Deutsch­land" (fowid) her­vor. Erst­mals ent­hält das Daten­blatt auch eine Ana­ly­se der "geleb­ten Reli­gi­on", die auf­zeigt, dass nur 7,9 Pro­zent der in Deutsch­land leben­den Men­schen als "prak­ti­zie­ren­de Gläu­bi­ge" ein­zu­stu­fen sind .. 

Wie da noch immer von unse­ren Poli­ti­kern kei­ne Anstal­ten gemacht wer­den jenen fast 39 Pro­zent zu einer Stim­me zu ver­hel­fen und sie in Bera­tungs­gre­mi­en mit­re­den zu las­sen ver­ste­he wer will. Es wur­de mir nur vor ein paar Tagen deut­lich, als ich las, der Vati­kan habe schon vor Jah­ren eine Schrift her­aus­ge­ge­ben, die es Katho­li­schen ver­bie­tet welt­li­ches Recht als vor­ran­gig vor katho­li­schem Recht zu sehen. Son­dern sie - bei Andro­hung des Schmo­rens in der Höl­le, Ver­lu­stes ihren See­len­heils und des ewi­gen Lebens - ver­pflich­tet, immer zuerst das Kir­chen­recht und danach erst das welt­li­che Recht zu beachten.

Wenn mir näch­stens wie­der ein­mal einer von die­sen 'besorg­ten Bür­gern' etwas über die schlim­men Fol­gen des Ein­grif­fes in jeden Lebens­be­reich bei den Mus­li­men erzäh­len will wer­de ich das her­aus­kra­men und die Ana­lo­gie herausstreichen.

Wenn es einen west­lich gepräg­ten 'Got­tes­staat" gibt, dann ist es die Bun­des­re­pu­blik Deutschland. 

bookmark_borderBRIGITTE:
Den Dummköpfen eine Chance ....

Zitat:

.. Ganz ehr­lich: Wir soll­ten uns sowie­so lang­sam mal abge­wöh­nen, "Intel­li­genz" im Sin­ne eines mess­ba­ren IQ als eine so aus­ge­spro­chen groß­ar­ti­ge Eigen­schaft ein­zu­stu­fen. Ohne Selbst­ver­trau­en ist ein hoher IQ näm­lich nicht beson­ders hilf­reich. Und eine Zah­len­rei­he kor­rekt ver­voll­stän­di­gen zu kön­nen, ist im wah­ren Leben weit­aus weni­ger wert als ein gutes Gespür für Men­schen. Kin­der soll­ten wir am besten gar nicht erst auf die Idee brin­gen, dass der Intel­lekt etwas wäre, auf den sich ein Mensch etwas ein­bil­den kann .. 

Was die/der Autor/in völ­lig über­sieht ist, dass es nicht dar­um geht wer Zah­len­rei­hen rich­tig ergän­zen kann, son­dern dar­um, die Fähig­keit zu prü­fen, die 'rich­ti­gen' Zah­len der Rei­he zu ergän­zen. Es geht um die Eigen­schaft kom­ple­xe Vor­gän­ge zu erken­nen und eine Lösung zu fin­den. Die Zah­len­rei­hen sind - und da fehlt es eben am Intel­lekt der/des Schreiber/in/s abstrakt zu den­ken und den Sinn sol­cher Prü­fun­gen zu erfas­sen - ledig­lich eine Stan­dar­di­sie­rung um Ver­glei­che zu ermöglichen.

Wenn ich mir vor­stel­le wer so etwas schreibt dann schwebt mir eine Per­son vor, die selbst unfä­hig war der­glei­chen Tests sicher zu lösen und daher völ­lig kom­plex­be­la­den dage­gen Vor­ur­tei­le auf­ge­baut hat. Eige­ne Unfä­hig­keit wird hier zum Anlass genom­men auf intel­li­gen­te­re Men­schen ein­zu­dre­schen. Beschä­mend, wenn so etwas durch die Redak­ti­on läuft ohne bean­stan­det zu werden.

Mei­ne Abnei­gung gegen so genann­te "Frau­en­zeit­schrif­ten" ist seit Jah­ren gewach­sen, weil ich - zu Stu­di­en­zwecken - ab und zu eines der 'füh­ren­den' Blät­ter aus die­ser Kate­go­rie lese um zu wis­sen, wel­cher Quatsch da unbe­darf­ten, unkri­ti­schen 'Heim­chen am hei­mi­schen Herd' so ein­ge­bla­sen wird.
Beson­ders Kolum­nen wie die, aus der das obi­ge Zitat stammt [Bri­git­te Baby], sind geeig­net eine völ­lig ver­schro­be­ne Gene­ra­ti­on zu pro­du­zie­ren, wenn deren Müt­ter (und Väter?) sol­che "Weis­hei­ten" unter­ge­ju­belt bekommen ....

Es wird beklagt, dass es zuneh­men­de Wis­sen­schafts­feind­lich­keit gibt, dass immer mehr Men­schen Mei­nungs­äu­ße­run­gen anstatt Fak­ten Glau­ben schen­ken. Ja, wie denn sol­len sie ler­nen der Wis­sen­schaft und den Wis­sen­den zu ver­trau­en, wenn ihnen gera­ten wird nicht " .. Intelligenz..als eine so aus­ge­spro­chen groß­ar­ti­ge Eigen­schaft ein­zu­stu­fen .. "? Seit wann bestim­men denn Journalist/inn/en von Frau­en­zeit­schrif­ten dar­über was gesell­schaft­li­che Aner­ken­nung haben soll­te und was nicht?

Vor die­sem Hin­ter­grund bekommt die Dis­kus­si­on um Zita­te und Zitier­recht eine völ­lig neue Bedeu­tung: Wenn man sol­che unver­ant­wort­li­chen, wis­sens­feind­li­chen Aus­sa­gen von offen­bar wenig gebil­de­ten Jour­na­li­sten nicht mehr zitie­ren darf wird auch nicht klar, woher gan­ze Gene­ra­tio­nen ihre Vor­ur­tei­le neh­men und spä­ter natür­lich aus­le­ben. Ein wei­te­rer Bau­stein, der zur Volks­ver­dum­mung bei­trägt. Der dazu führt, dass sich Men­schen nicht an Ergeb­nis­se der Wis­sen­schaft, son­dern an Paro­len von Wort­füh­rern hal­ten, die ihnen unbe­wie­se­ne Mei­nun­gen ein­häm­mern um so Vor­tei­le für sich selbst zu errei­chen. *brain­wa­sh* auf die sanf­te Tour.

Ich könn­te k**zen vor Ärger über sol­che halb­ge­bil­de­ten Schreiber/innen, die glau­ben (!) die Weis­heit zu besit­zen. Wahr­schein­lich haben sie nicht in ihrer eige­nen Publi­ka­ti­on geblät­tert, sonst wären sie auf die­sen Arti­kel → Dun­ning-Kru­ger-Effekt: 5 Din­ge, die wir von unfä­hi­gen Men­schen ler­nen kön­nen gesto­ßen und wären ins Grü­beln ver­fal­len, ob die­ses Phä­no­men mög­li­cher­wei­se exakt auf sie selbst zutrifft ....

bookmark_borderLaschet, Merz,
und der 'wiedererweckte' Herr Röttgen

Bei uns ste­hen ja auch Wah­len an.
Wie in den USA.
Wegen der unde­mo­kra­ti­schen Begleit­erschei­nun­gen dort geht das hier manch­mal unter.
Wie dort ist es eine Wahl zwi­schen den ledig­lich abge­stuf­ten Übeln.

Wenn ich davon aus­ge­he, einer der in der Über­schrift genann­ten Kan­di­da­ten wer­de *Kanz­ler­kan­di­dat* der CDU/CSU, sind es alle­samt irgend­wie geschass­te, ent­las­se­ne, raus­ge­ekel­te Män­ner. Wol­len wir so einen als Kanzler?

Der „Nord Stream 2 war nie im deut­schen Interesse“-Röttgen ist ein von US Inter­es­sen ein­ge­kauf­ter Polit­knecht, der dem­entspre­chend mit unbe­wie­se­nen Ver­schwö­rungs­theo­rien ver­sucht die Ver­bin­dun­gen nach Russ­land madig zu machen und die Pipe­line zu ver­hin­dern - die Grün­de sind all­zu faden­schei­nig. Pas­sier­te es wür­den die USA ihr drecki­ges Frack­ing­gas lie­fern. Wol­len wir das hier­zu­lan­de wirk­lich benut­zen? Und wol­len wir so einen Kapi­ta­li­sten­knecht wie Rött­gen als Kanzler?

Der Herr Laschet ist das Mit­tel­maß in Per­son - zu schlau um sich zu weit aus dem Fen­ster zu hän­gen, zu fad um Men­schen zu begei­stern, zu bür­ger­lich um zukunfts­wei­sene Ideen zu pro­du­zie­ren und zu ver­ses­sen auf 'höhe­re poli­ti­sche Wei­hen' um zu erken­nen, dass er dafür nicht geeig­net ist.
Für einen Lan­des­va­ter bei den nicht beson­ders anspruchs­vol­len Nord­rhein-West­fa­len langt es gera­de noch - aber wol­len wir so einen Men­schen als Kanzler?

Herrn Merz habe ich mal in Ber­lin Tem­pel­hof eine Wei­le beob­ach­ten kön­nen. Sicht­lich genervt zwi­schen all den 'durch­schnitt­li­chen' Men­schen war­ten zu müs­sen, die wie er auf eine ver­zö­ger­te Maschi­ne warteten.
Er reprä­sen­tiert den unter­neh­mer­freund­li­chen, markt- und neo­li­be­ra­len Flü­gel und hat bestimmt die Inter­es­sen derer im Sinn und Fokus, die die schma­le Ober­schicht der 'Wirt­schafts­len­ker' und 'Lei­stungs­klas­se' in unse­rem Land dar­stel­len. So weit abge­ho­ben, die so genann­ten 'klei­nen Leu­te' sind nicht sein Ding. Er bewegt sich in ande­ren Kreisen.
Wäre das etwa der Rich­ti­ge als Kanz­ler für uns?

Wis­sen Sie, was ich mir da schon bes­ser vor­stel­len könnte?
Trotz all der Beden­ken gegen Grü­ne Poli­tik der Vergangenheit?

Einen grü­nen Kanz­ler vom Schla­ge des Herrn Habeck kann ich mir da schon eher vor­stel­len. Wir brau­chen neue Ideen, fri­schen Wind, Zukunfts­vi­sio­nen .... und bit­te kei­ne Minister/in vom Schla­ge Trit­tin, Kret­sch­mann, Hof­rei­ter, Göring-Eckardt.

Oder ganz etwas Ausgefallenes:
Wie wäre es mit Frau Baer­bock,
mit 97,1 Pro­zent der Stim­men wiedergewählt,
bestes Ergeb­nis der Parteigeschichte,
als neue Kanzlerin?

Jun­ge Frau­en an der Spit­ze - das funk­tio­niert in Island, Däne­mark, Finn­land und Neuseeland.
War­um nicht auch bei uns?

bookmark_borderNicht so!
Please not: "The easy way out"
*update* [08.10.2020]

Nein, das darf nicht sein!
Nicht so.
Ich hof­fe drauf, dass der Prä­si­den­ten­dar­stel­ler Trump wie­der gesundet.
Völ­lig geheilt wird.
Sein Amt bis zum Ende aus­fül­len kann.

Nun wer­den Sie sich fra­gen, war­um ich das so schrei­be obwohl ich doch anson­sten nie ein gutes Haar(!) an ihm las­se. Der Grund ist einfach:

Wenn er jetzt, vor den Wah­len, ster­ben soll­te stirbt nur er als Per­son. Nicht aber der Mythos "Trum­pism", der Trum­pis­mus, jene rechts­ra­di­ka­le Gesin­nung, die sei­ne Anhän­ger dazu ver­an­las­sen wer­den ihn als Mär­ty­rer zu feiern.

Er muss leben und ein kra­chen­de Nie­der­la­ge am Wahl­tag erleben.
So ein­deu­tig, dass ihm sei­ne stän­di­gen Ein­wän­de gegen die­se oder jene angeb­lich betrü­ge­ri­sche Begleit­erschei­nung der Wahl nie­mand mehr abnimmt. 

Dass selbst die dümm­sten sei­ner Anhän­ger aus den Zah­len erkennen:


Nie­mand will noch mal vier Jah­re Trump!
 

 

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No, this can't be! 
Not this way.
I hope that the dope come­di­an Trump will recover.
Will be com­ple­te­ly healed.
Can resu­me his office to the end.

You may ask yours­elf why I wri­te this in con­trast to always picking him to pie­ces. The rea­son is simple:

If he dies now, befo­re the elec­tion, only he dies as a per­son. But not the myth of Trum­pism, that right-wing radi­cal sen­ti­ment, that will cau­se his fol­lo­wers to cele­bra­te him as a martyr.

He has to live and expe­ri­ence a crus­hing defeat on elec­tion day.
A lands­li­de, so evi­dent that no one can belie­ve or hang on to his con­stant objec­tions to this or that - alle­gedly frau­du­lent - side effect of the election.

So that even the dum­best of his fol­lo­wers should be able to tell from the numbers:


Nobo­dy wants ano­ther four years of Trump!
 

 
Sie­he hier­zu auch → Was immer schon ver­mu­tet wurde ....

 

*update* [08.10.2020]
Bei der Vize-Prä­si­den­ten-Debat­te gab es eine kla­re *Sie­ge­rin*:

 


 
Beim Bericht des ZDF zur Dis­kus­si­on gab es eini­ge Kom­men­ta­to­ren die - in Unkennt­nis der Tat­sa­che, dass die­se Erhe­bung aus USA die kla­re Mei­nung der dor­ti­gen Zuse­her dar­stell­te - bezwei­fel­ten, dass das so stim­men könn­te und dem ZDF 'Schwin­del', 'Ver­zer­rung' und 'Vor­ur­teil' vor­war­fen. Herr Trump scheint selbst hier­zu­lan­de eini­ge dümm­li­che Natu­ren von sei­ner Gross­a­rig­keit (!) über­zeugt zu haben .... arme ver­irr­te Seelen.