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Kategorie: Nachtarockt ....
bookmark_border» Die Vernunft setzt sich durch.
Dafür sprechen doch die Fakten. «

[Quelle der Titelzeile & des Eingangszitates]
Einmal völlig davon abgesehen, dass es dem Autor des Zitates gelungen ist fast den ganzen Absatz durch einen verschachtelten Satz zu gestalten, was den journalistischen Grundregeln, nach denen Sätze kurz zu sein haben und möglichst wenige Einschübe der Erläuterung enthalten sollen, völlig widerspricht, ist es ein im Ansatz gelungener Artikel, der nur eine Schwäche hat:
Mit jedem neuen, und insbesondere dem letzten Absatz wird das zuvor aufgebaute Gebäude der Gedanken sozusagen mit dem Hinterteil wieder eingerissen ....
Sie erkennen, liebe Lesende, sicher den Widersinn in meinem vorherigen Satz. Selbst etwas tun was man Anderen anlastet. Der (mein) Eingangssatz war zu lang, zu geschachtelt und hatte einen Einschub.
Vom Formalen abgesehen zum Inhalt:
Nein, Herr Grimm, wenn man die Wissenschaft zu Rate zieht ist es eben NICHT so, dass jeder Alles kann! Die Wissenschaft beweist:
Es gibt Leistungsunterschiede zwischen den Menschen und das bedeutet, dass manche unserer Mitbürger nicht in der Lage sind sinnerfassend zu lesen wenn Sätze & Inhalte komplexer werden, über Subjekt-Objekt-Prädikat hinausgehen und Transfer geleistet werden muß um einen Sachverhalt zu verstehen.
Wie soll z.B. der "Otto Normalverbraucher" die komplexeren Tricks der Banken bei Fonds, Aktien und sonstigen Wertpapieren verstehen, wenn er - ich nehme hier ein triviales Beispiel, das allerdings schon Viele überfordert - nicht einmal in der Lage ist auszurechnen was 14% Überziehungszins von 100 geborgten €uro in Geld bedeutet?
Demokratie muß also vom Vertrauen Vieler in die guten Absichten Weniger leben. Weil direkte Demokratie - so sagen es uns die Politiker - schon wegen der schieren Zahlen nicht möglich sei. Das Argument ist leicht zu kippen. Ich lasse es doch einmal stehen und frage:
Wie ist es um die Glaubwürdigkeit der Politiker bestellt?
Da zeigt sich schon:
Weder Vernunft noch Wissenschaft werden zur Klärung beitragen, das ist nur mit Transparenz auch nicht zu schaffen - hier fehlen verläßliche, nicht redigierte Zahlen, die die Wirklichkeit abbilden. So wird es schon mit "gesundem Menschenverstand" klar, dass es keine Unabhängigkeit der Politiker geben kann, denn wer umfangreiche Zuwendungen erhält fühlt sich den Gebern irgendwie verpflichtet. Glücklicherweise gibt/gab es immer Ausnahmen hiervon.
Da drängt sich doch der Verdacht auf, es sei im Eigeninteresse der Politiker uns glauben zu machen sie seien unverzichtbar zur Bündelung der Meinungen aus ihrem Wahlkreis - weil sie dort ebenso von Gönnern und deren Zuwendungen profitieren und daher (überwiegend) nicht das Wohl der Masse, sondern Einzelner im Auge haben. Dass das nicht von der Hand zu weisen ist kann man ohne viel Aufwand nachlesen. Einige gescheiterte oder im Scheitern begriffene Großprojekte sprechen eine beredte Sprache.
" .. Denn die Tatsächlichkeit der Welt hat sich nicht geändert, nur die Bedingungen ihres Beschreibens. Die ersten, die das gemerkt haben, waren Journalisten, als vor zwei Jahren mit der Ukraine-Krise plötzlich eine „Lügenpresse“-Diskussion durch das Land rollte, die die Branche erschüttert hat .. "
Gerade diese sogenannte "Krise" ist doch das Paradebeispiel für mißlungenen Journalismus, hier insbesondere der öffentlich-rechtlichen MedienanstaLten. Wie sich - gerade im jetzt schon möglichen Rückblick - zeigte, waren es die Bestrebungen und subversiven (Geheimdienst-) Machenschaften der U.S.A., die die Destabilisierungspolitik, in Südamerika bei unliebsamen Regierungen erprobt, siehe jüngstes Beispiel Brasilien, einsetzten um durch die Unruhen eine Begründung für die Einmischung zu haben. Wen wundert es da wenn Russland - insoweit zeigt sich Autor Grimm wenig informiert sondern bestens indoktriniert - sich anders als die vergleichsweise schwachen Südamerikaner verhält und seine Tatzen zeigt?
Erstaunlich ebenfalls die Zurückhaltung das was in der Türkei gerade passiert beim Namen zu nennen:
Eine Säuberungswelle durch einen nach Alleinherrschaft strebenden Despoten, der wie all diese Heilsversprecher aus kleinsten Verhältnissen stammt und in entsprechend unkomplizierten Mustern "Schwarz - Weiß" denkt.
Eine Presse die sich tatsächlich als "Vierte Gewalt" verstehen würde hätte da beste Ansätze das Wirken dieses 'Saubermannes' zu zerpflücken und aufzuzeigen, dass er seine fünfte Kolonne bereits seit Jahren hierzulande agieren läßt um Andersdenkende selbst weit weg von der 'Heimat' zu bedrohen und ihnen nach dem Leben zu trachten.
Bevor wir also über zukünftige Richtungen und Strömungen der Presseorgane nachdenken sollten wir, Herr Grimm, über die praktischen Fragen nachdenken: Wie wir nämlich eine Transparenz schaffen können die nicht durch von Interessengruppen sorgfältig ausgewählten Journalisten 'vor-bearbeitet' wird, die zugleich frei von persönlichen Vorurteilen der Autoren sein sollte, und es den Lesenden überläßt dazu eine Einstellung zu gewinnen.
Wie ich neulich schon schrieb:
Unsere Perspektive ist falsch. Man hat uns den Blickwinkel seit Jahrzehnten erfolgreich 'antrainiert' .. allerdings werden die Anzeichen immer deutlicher, dass Vieles, was noch vor zwanzig, dreissig oder mehr Jahren als 'absurd' bezeichnet wurde, mittlerweile als Tatsache feststeht.
Sie, Herr Grimm, überschauen vielleicht bewußt etwa zwanzig Jahre Politik. Ich überschaue mehr als das Doppelte, etwa fünfzig Jahre. Glauben Sie mir einfach mal, dass sich in all den Jahren eine Politik-Wirtschafts-Unternehmens-Struktur heranbildete, die, unterstützt von den beiden großen Glaubensrichtungen, den Staat zu einem Instrument umgebildet hat in dem Geld von unten nach oben umgeschichtet und die Macht weniger über Viele ausgebaut wird. Die Ausgebeuteten, das ist die Ironie der Situation, wählen seit Jahrzehnten genau die Politik, die ihnen so das Fell über die Ohren zieht.
Was sagen also die Fakten?
Es sieht nicht nach einem "Sieg der Vernunft" aus. Es sieht eher danach aus als ob von der NATO ein Krieg angestrebt würde, der viele Probleme lösen würde. Mit Frau v.d. Leyen als nächster Kanzlerin kommen wir dem einen Riesenschritt näher:
Schulden weg, Infrastruktur weg, Privatvermögen der Bürger weg - und Alles wieder auf "Null" gesetzt .... und der Neuaufbau beschert den Kriegstreibern satte Gewinne.
PS
Nur mal so am Rande erwähnt - auf das Eingangszitat bezogen - gab es zur Zeit der Aufklärung noch keine Menschen die vor Computern saßen.
bookmark_borderZwischenruf: Kappe ab!
.

Diskussionsrunde im Fernsehen - und sowohl im Publikum wie auch auf dem Podium sitzen 'Gäste' mit Baseballkappen auf dem Kopf.Im Studio.
Bei wahrscheinlich erträglichen Temperaturen.
Extreme Wetterverhältnisse sind dort nicht zu erwarten.
Je nach Grundeinstellung sind Slogans eingestickt oder aufgeklebt - das ist ein wenig so wie Aufkleber am Auto, mit deren Hilfe der Umwelt die Gesinnung der Besitzer mitgeteilt werden.
Ich will sowas nicht wissen.
Ich halte solche Hinweise für unnötig.
Ich mag keine Kappenträger in geschlossenen Räumen.Ich denke, sie sind unhöflich und von solchen ungehobelten Zeitgenossen will ich gar nicht erst wissen was sie zu sagen haben.
Wer so wenig Persönlichkeit hat, dass er/sie sich solcher Accessoires bedienen muß 'um etwas darzustelllen', 'wer zu sein' disqualifiziert sich als ernsthafter Diskussionspartner.
PS
Noch schlimmer sind solche Zeitgenossen, die ihre Kappe schräg oder mit dem Schild nach hinten tragen: Persönlichkeitsersatz?
bookmark_borderPräsident Carter
.
.... ist der am meisten unterschätzte Präsident der letzten 100 Jahre.

["click!" auf das Bild vergrößert]
Carter erreichte es zum Gouverneur gewählt zu werden, indem er als geschickten Schachzug zunächst vor der Wahl für Rassentrennung eintrat - dann aber nach der Wahl alle Weichen für eine Beendigung dieses Unrechts stellte. Er wäre mit seiner 'wahren' Position nie zum Gouverneur eines der Südstaaten der U.S.A. gewählt worden.
Carter scheute sich all die Jahre während und nach der Präsidentschaft nicht den Finger in die Wunde zu legen und seinen Landsleuten die Wahrheit zu sagen, zuletzt: Das Land ist auf dem besten Wege seine frühere Identität zu verlieren ("Land of the Free"). Wenn es nicht schon zu spät dafür ist. Ich selbst sehe dafür Anzeichen.
Präsident Carters Stiftung hat es, gestartet in 1986, geschafft eine der ekeligsten Parasitenkrankheiten ["Guinea worm"; Medinawurm (Dracunculus medinensis); Krankheitsbild: Dracontiasis] nahezu auszurotten - wo andere nur nach Publicity gierten hat er ganz im Stillen gewirkt und tatsächlich etwas erreicht.
ACHTUNG!
Das Video ist nichts für schwache Nerven ....
https://youtu.be/J5sWCsgDKvQ
Nachsatz:
J. Carter ist der einzige Präsident nach dem II.Weltkrieg unter dessen Präsidentschaft die U.S.A. keinen (offenen) Krieg führten.
bookmark_borderPreisunterschiede
.
Viele Artikel des täglichen Bedarfs sind in den meisten Ländern auf erstaunliche Weise dem Einkommensniveau angepaßt. Egal in welchem europäischen Land man sich aufhält kann man das selbst leicht erkennen. Ein Blick auf die einschlägige Statistik vermittelt einen Eindruck zum durchschnittlichen Verdienst der dortigen Bevölkerung.
Grundnahrungsmittel können sich meist selbst jene Menschen in ausreichender Menge leisten die lediglich über geringe Mittel verfügen. Sowie es allerdings anspruchsvollere Produkte sind klafft zwischen denen die sie bezahlen können und denen die es sich nicht kaufen können eine immer größere Lücke.
Kürzlich mußte ich den Vorrat an Schmerztabletten erneuern und war sehr erstaunt:
30 Tabletten Ibuprofen 400 zum Preis von 2,05 €uro - das war unschlagbar günstig. In Deutschland hatte ich zuletzt für 20 Tabletten des gleichen Wirkstoffes in gleicher Dosierung noch mehr als acht €uro bezahlt. Was bei gleicher Menge (30 Stück) den stolzen Preis von ca. 12,00 €uro ausgemacht hätte.
Sechsmal soviel?
Wie erklärt sich das?
An der Verpackung und der Herstellung kann es nicht liegen - schließlich kosten die Maschinen überall auf der Welt gleich viel. Das gilt auch für die Chemikalien.
Es gibt (mindestens) vier Gründe für den Preisunterschied:
- Erstens ist der Herstellerpreis niedriger;
- Zweitens legt der Staat eine Preisobergrenze für die Wirkstoffe als Fertigarzneimittel fest;
- Drittens verdienen die Apotheker in Spanien weniger pro Packung;
- Viertens sind bestimmte Produkte von der Verschreibung ausgeschlossen und daher 'zieht' der Preis von verschreibungspflichtigen Substanzen den der frei verkäuflichen, niedriger dosierten Pillen nicht nach oben.
"Medicamento sujeto a prescripción médica" was heißt: "Arzneimittel auf ärztliche Verschreibung" - steht zwar auf der Packung, aber was in "D" nicht denkbar ist sehen die Spanier locker, man bekommt dies Arzneimittel nämlich auch ohne Verschreibung.
200 mg sind in "D" verschreibungsfrei. Was darüber dosiert ist bedarf einer Verschreibung. Welch ein Quatsch, denn wenn man 2 x 200 mg einnimmt ist die Dosierung wie bei einer 400 mg Tablette.
Zurück zu den eingangs diskutierten Lebenshaltungskosten. Am Beispiel der Tabletten - natürlich kein wesentlicher Faktor des normalen Haushaltsbudgets - wird deutlich warum insgesamt die Ausgaben eines spanischen Haushaltes niedriger ausfallen als in "D". Die kleinen Unterschiede addieren sich, insgesamt werden so die Kosten geringer und machen, übers Jahr berechnet, einen merklichen Unterschied aus.
bookmark_borderEs war einmal ein Oettinger ....
.
Liebe Kinder,
gebt fein Acht,
ich hab' euch etwas mitgebracht:
Die Geschichte vom schwäbischen Oettinger.
Der Herr Oettinger ist ganz doll beleidigt.
Weil ihn niemand versteht wenn er Englisch spricht.
Da hat er sich gerächt und die Netzneutralität weggeputzt.
Einfach so.
Ätsch!
Weil er es konnte.
Vielleicht dachte er auch nur "Neutralität" ist 'was ganz, ganz Schlimmes.
Noch schlimmer als SPD und Flüchlinge.
Jetzt lacht er über die,
die zwar Englisch können
aber nicht die Netzneutralität retten.
bookmark_borderDen starren Fels besetzen wackere Helden *

.
Der Text stammt aus der 1808 veröffentlichten Fassung - und ist immer noch aktuell, wenngleich der Ausdruck für heutige Begriffe wenig diplomatisch gewählt ist. Gekreuzigt & verbrannt wird heutzutage jedenfalls nicht mehr - aber 'sozial ausgegrenzt', sprich von den umgebenden Personen 'geschnitten', wird schon.
Das Zitat ist deswegen zeitlos, weil es in mehrerlei Richtung wirkt. Gegen sogenannte "Eigenbrötler", die sich einer Assimilation, der zwangsweisen Übernahme von Gruppenritualen, entziehen. Selbst gegen bisher integrierte Personen mit geringer Neigung zum "Einzelgängertum", die aus irgendwelchen Gründen irgendwann eine Gruppenentscheidung nicht mehr mittragen wollen und das aussprechen, wird ebenso 'gemobbt'.
Weniger abstrakt ausgedrückt heißt das:
Solange sich eine Person** mit ihrer Meinung "gruppenkonform" verhält ist sie akzeptiert - bei der geringsten Abweichung richtet sich sogleich der gebündelte Unmut auf die "Abweichler".
Aber:
Wer zu langsam denkt wird oft geduldet - zu schnell & 'quer' zu denken ist allerdings ein Sakrileg!
Unterstützer zu erwarten, also Hilfestellung oder mindestens "Fürsprecher" aus der Gruppe, ist völlig nutzlos. Wer sich in eine Gemeinschaft integriert und damit arrangiert hat ist nicht stark genug als Einzelperson Position zu beziehen - schon erst recht nicht gegen den Gruppenkonsens.
Die verlangte Integration wird oft mißgedeutet als Notwendigkeit einer kritiklosen Übernahme von etablierten gesellschaftlichen ~ & Gruppenverhaltensweisen - alle Einwände hiergegen stellen für das Integrationsumfeld, insbesondere die oft biedere, denk~ und entscheidungsfaule Bürokratie, eine Handlung aus Unwillen dar.
| * | [Zitat aus Faust II; Kapitel 50; Auf dem Vorgebirg; Obergeneral] .... und diese "wack'ren Helden" sind zugleich unbeweglich wie Fels! |
|
| ** | Nur zur Klarstellung sei ergänzt, dass ich hier nicht von mir spreche - ich lebe ja schon länger nur noch sporadisch in "D" bzw. in einer Gruppe. Das gilt ebenso im Ausland. |
_
bookmark_border"Und willst du nicht mein Bruder sein ...."
.
".... dann schlag' ich dir den Schädel ein!" - so lautet ein etwas drastisches, geflügeltes Wort. Es ist, wie ich meine, eine gute Einleitung zu den folgenden Überlegungen.
Frau Rabe brachte mich kürzlich zum Nachdenken. Mit einer Frage [Wo ist der Unterschied zu anderen?] in ihrem Kommentar.
Natürlich sind Menschen verschieden und 'glauben' - geprägt aus Elternhaus, Schule, Beruf, Landsmannschaft und Erfahrung - an sehr unterschiedliche Dinge. Diese Vielfalt ist es ja gerade, die das Leben interessant macht. Was zugleich heißt:
Diese Verschiedenheit ist weder Anlaß zur Sorge, noch sollte sie Anlaß für 'tödliche' Feindschaft sein.
Wie bekannt gelingt das aber selten bis nie. Wer verschiedener Meinung ist wird erstmal mit Worten 'bearbeitet'. Um die Meinung an die eigene anzugleichen. Gelingt das nicht auf Anhieb, so werden nach und nach stärkere Geschütze aufgefahren:
Vermeintliche oder tatsächliche Meinungsführer aus dem öffentlichen Leben werden zitiert. Auf die schlimmen Folgen dessen, was passiert wenn man sich nicht besinnt und umdenkt wird hingewiesen. Der Verlust an Freunden und Bekannten wird beschworen. Wenn das alles nicht hilft werden die Gespräche immer lauter, immer heftiger und am Ende gar - je nach Herkunft und erlerntem Konfliktlösungsverhalten - 'tätlich' ....
Ich kann beispielsweise christliches Denken (oder auch naturheilkundliche "Behandlung") nicht ernst nehmen. Vieles, was dazu gesagt und geschrieben ist, ist mir schon deswegen verdächtig, weil es keiner Logik - wenigstens keiner nachvollziehbaren Logik - folgt.
Um allerdings die Apologeten einer solchen Denkweise als Mensch zu schätzen, als Mensch zu achten, muß ich nicht unbedingt gleicher Auffassung zu den oben genannten (nur als Beispiel gewählten) Themen sein:
Wenn also Jemand eine Meinung vetritt die ich nicht teilen kann so ist das eine Sache. Derjenige bleibt aber ein Mensch, er wird nicht automatisch zum Feind.
Ich mag seine Lebensideale nicht teilen, aber solange er nicht versucht meine wegzunehmen kann ich auch damit bestens leben. Dennoch darf ich und muß ich aus meinem Selbstverständnis und Lebensentwurf darauf hinweisen WAS ich an dem Denken & Handeln Anderer für falsch halte.
Was Vielen fehlt ist eine grundsätzliche Gelassenheit andere Meinungen hinzunehmen - und sie nicht als persönlichen Affront, als Angriff oder Frechheit zu sehen. Eine Tatsache, die übrigens auch im geschäftlichen und politischen Umgang gut täte.
1. Unter dem - ähnlich klingenden - Titel "Und willst Du nicht mein Bruder sein… oder „Was erlaube Schweiz?“ " gibt es übrigens einen (sehr) lesenswerten Artikel zum Thema "Verhältnis Schweiz - EU".
* Zum Ursprung dieses Satzes gibt es verschiedene Deutungen:
2. Universal-Lexikon
3. WIKIPEDIA
4. Geflügelte Worte (Wikipedia) / Wikiquote
5. Bistum TRIER - das übrigens mit der Zuordnung zu Lenin irrt. Wie aus Ziffern 2-4 leicht zu erkennen ist.
bookmark_borderEntkoppelung
.
In der nachstehenden Abbildung wird gezeigt, wie Einwohner ihre eigene, bzw. die Situation ihres jeweiligen Landes in Hinsicht auf die Wirtschaftssituation einstufen.
[Der Prozentsatz stellt dar, wie viele die Situation für "schlecht" halten.]
Wie in vielen Bereichen von Umfragen steht Deutschland auch hier nicht besonders schlecht da - was nicht verwundert, denn im Vergleich zu anderen europäischen Nationen geht es uns tatsächlich besser. Diesen Kerngedanken verbreiten die Medien, die Politiker und die Unternehmer:
Das wird 'eingetrichtert'.
Mit Erfolg, wie die Zahlen es darstellen.
Davon, wie sich in den vergangenen zwanzig Jahren die Situation insgesamt verschlechtert hat, weil die Einkommen zwar fiktiv, also vom Betrag her immer höher, effektiv jedoch (Kaufkraft) immer geringer wurden, spricht natürlich niemand - und die Politiker wären keine, wenn sie es sich nicht verkneifen würden solche heiße Eisen öffentlich zu diskutieren.

[Abbildung via "ZeroHedge"]
Es fragt sich, ob nun die soziale Unruhe nicht da zu erwarten ist, wo die höchsten Unzufriedenheitszahlen festgestellt wurden. Scheinbar nur punktuell in Europa, in den U.S.A und Russland nicht. Meine Vermutung ist, dass es nur da passiert wo die Einwohner die tatsächliche Lage zu durchschauen imstande sind:
Da, wo noch Bildung vermittelt wird und die Menschen nicht völlig abgestumpft sind - überall sonst geht es hoch her, man braucht sich nur anzusehen, wo überall Unabhängigkeitsbestrebungen entstanden (Abbildung zu diesem Teilaspekt ebenfalls unter besagter Quelle).
EUROPA hat, wenn es so betrachtet wird, offenbar keine besondere Attraktivität mehr ....
bookmark_borderM. Lanz
.
Wie zuvor schon berichtet war ich letztens per Auto unterwegs. Eine Station der Reise war Freiburg i. Breisgau.
Mir gefällt Lebens~ und Mundart der Leutchen dort. Ganz in der Nähe des Hotels - ein Spaziergang von ca. einem Kilometer tut nach dem langen Sitzen gut - gab es ein 'gutbürgerliches' Gasthaus mit lokalem Angebot auf der Karte.
Selbstverständlich war das Essen wohlschmeckend & reichhaltig. Wir haben uns allerdings kein Gericht mit Spätzle gewählt, sondern lieber mit Bratkartoffeln .... und während der Wartezeit hatten wir dann Gelegenheit "Volkes Stimme" zu lauschen.
Neben anderen Themen war die Lanz'sche Sendung [16. Januar im ZDF] ein Aufreger für die ansonsten so gemütlichen Damen und Herren am Nachbartisch. Im Grundsatz spiegelte die Konversation unser Empfinden wider. Wir waren während der Sendung zweimal in Versuchung abzuschalten. Zunächst als der abgehalfterte Wirrkopf Hans-Ulrich Jörges vom STERN sich endgültig mit verbalen Abfälligkeiten unmöglich machte, dann als Lanz Frau Wagenknecht mit gehässigen Nebensätzen versuchte beim Thema Europa aus der Ruhe zu bringen.
Kurz gesagt:
Ein Paradebeispiel für Schrott-Talk - der einzige Lichtblick war die angegriffene Frau Wagenknecht die Lanz durch Worte und Körpersprache deklassierte. Wenn wir doch mehr Politiker wie Frau Dr. Wagenknecht hätten.
Siehe hierzu auch:
*edit* (26.01. - 11:30h)
Ich habe mir mal die Rezensionen zur Sendung "Wetten Dass!" durchgelesen - meist Agenturvorgaben, die ein wenig variiert waren. Jedenfalls nichts ganz Neues. Die Show war wohl nicht der große Hit. Ich habe sie selbst nicht angesehen. Hab' ich früher auch nicht gemacht, das hat mit Lanz nichts zu tun sondern mit dem seichten Inhalt und dem verabscheuungswürdigen Starrummel.
Meine These ist: Man wird den weiteren Verfall stoppen wollen indem man Gottschalk nochmal holt, das wird ein kurzes Strohfeuer geben, dann wird die Sendung sang- und klanglos endgültig verschwinden ....
bookmark_borderAbwanderung aus dem Osten
Wieder mal so eine "Ente":
Angeblich hat sich laut aktuellem "Jahresbericht zur Deutschen Einheit" die Abwanderung aus dem Osten wegen der stabilisierten Wirtschaftslage verringert. Die Nettowanderung soll durch den gleichzeitigen Zuzug West nach Ost auf ein sehr niedriges Niveau gesunken sein. Die Zahlen:
Rückgang von über 300.000 in 1989 auf nunmehr 2.000 (Ost nach West). Nehmen wir 'mal an, es trifft zu. Damit meine ich: Die Zahlen sind korrekt.
Es ist nicht das Verdienst der Politik sondern eine Folge der jahrelangen Abwanderung - wer gehen konnte ist bis dato schon weggegangen. Irgendwann werden Alle, die noch eine Chance haben im Westen eine Stelle zu finden, weg sein - und dann könnte sogar die Zuwanderung von West nach Ost überwiegen.
Die Regierung verbreitet ".. dazu hätten die deutlich verbesserte Lage auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt und die insgesamt gute wirtschaftliche Situation beigetragen .."
Die Wahrheit ist:
Es sind einfach keine Leute mehr übrig die noch in den Westen abwandern könnten. Dennoch schreiben viele 'mainstream'-Medien* genau das, was offenbar als Agenturmeldung verbreitet wurde.
Die Regierung - händeringend nach vorzeigbaren Ergebnisse ihres Wirkens suchend - verkauft dieses Phänomen dem 'gemeinen' Volk gegenüber als ".. Erfolg des jahrelangen Bemühens das jetzt endlich zu wirken beginnt .."
Ein weiteres Kapitel aus der Reihe "Lügen mit wahren Zahlen" .... und wer wird der Verkünder dieser 'guten Botschaft' sein?
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU).
Wer sonst?
OK, es hätte auch Pofalla sein können ....
*
- Badische Zeitung: Abwanderung aus dem Osten gestoppt
- Die Zeit: Abwanderung von Ost nach West gestoppt
- RTL: Lies mehr über Einheits-Bericht Der Osten gewinnt an Attraktivität – Abwanderung gestoppt -
- SPON: Erstmals seit der Wende: Abwanderung von Ost nach West ist gestoppt
- Merkur-online: Ende der Abwanderung? - Hoffnung im Osten
- Stern: Regierung: Ost-Abwanderung gestoppt
bookmark_borderWahlbeteiligung & Sitzverteilung
Seit Wochen werden nun Gespräche zu einer neuen Koalition geführt. Was herauskommen wird ist ein Parlament in dem den Regierungsvorschlägen breite Zustimmung sicher ist, denn kein Abgeordneter, der nochmal ins Parlament will, kann es sich leisten sich "non-konform" zu verhalten. Sonst ist er bei der nächsten Wahl (spätestens) seinen Posten los ....
2008 hatte ich angesichts der niedrigen Wahlbeteiligung schon mal einen Vorschlag gemacht den ich hier nochmal aufnehmen, mit den neuen Zahlen neu berechnen und betrachten will [Sitzvergabe im Parlament (18.10.2008)].
Die Wahlbeteiligung hat bei 71,5% gelegen. Demnach nur das Votum von ca. drei Vierteln der wahlberechtigten Bevölkerung - die Parteien haben es also nicht geschafft, die Bürger zur Urne zu bekommen!
Nach dem jetzigen System werden sie mit "Luftsitzen" im Parlament belohnt, Sitze für Null-Stimmen:
Die Zahl der Parlamentarier ist doch von der Zahl der Wahlberechtigten abhängig - warum also nicht Abgeordnetenmandate reduzieren wenn weniger Berechtigte tatsächlich wählen? - und zwar proportional zur Wahlbeteiligung ....
Alle Parteien müßten so mindestens die Wahlbeteiligung 'gemeinsam' erhöhen - wenn sie sich schon von den Inhalten her kaum noch unterscheiden. Weniger "Verdrossenheit" des Wahlvolks bedeutete dann mehr Sitze im Parlament. Das wäre aus meiner Sicht ein wünschenswertes Ergebnis einer solchen "Neuberechnung" (Ich war schon großzügig und habe 'aufgerundet' wenn gebrochene Zahlen herauskamen ...!).
| Partei |
Prozent |
Sitze jetzt |
Sitze n. Korr. |
| CDU |
34,1 |
255 |
182 |
| CSU |
7,4 |
56 |
40 |
| |
|
||
| CDU/CSU |
41,5 |
311 |
222 |
| SPD |
25,7 |
193 |
138 |
| Linke |
8,6 |
64 |
46 |
| Grüne |
8,4 |
63 |
45 |
| GESAMT | 631 | 451 |
180 (!) Abgeordnete weniger. Die Proportionen gleich, aber: weniger Diskussionen und Streitereien, weniger Ausgaben für das Parlament .... man denke nur daran, welche enormen Beträge eingespart würden. Geld, das sinnvoller als zur Alimentierung von "Luft"-Sitzen im Parlament genutzt werden könnte.













