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bookmark_borderVon Königinnen, Königen und Monarchien

In "Coro­na – Nach­rich­ten für Mon­ar­chi­sten, Aus­ga­be 299" fin­det man den Arti­kel "Däne­mark begrüßt das neue Königs­paar".

Dort wird berich­tet, was das Deut­sche Fern­se­hen, genau­er das ARD-„Europamagazin“ ver­lau­te­ten ließ:
„Däne­mark: Wer braucht noch eine Monarchie?“

Wei­ter heißt es dort:

".. Selt­sam, daß die­se Fra­ge aus­ge­rech­net in einem Land auf­ge­wor­fen wird, des­sen Regie­rung von kaum 30% der Bevöl­ke­rung eine Zustim­mung erfährt und die Wer­te des Bun­des­prä­si­den­ten nur gering­fü­gig höher lie­gen. Die Pro­kla­ma­ti­on von Kron­prinz Fre­de­rik zum neu­en König war eine hun­dert­tau­send­fa­che Bestä­ti­gung, daß das Volk nicht nur Ver­trau­en in den neu­en Mon­ar­chen setzt, son­dern auch in die Staats­form. Men­schen­mas­sen vor Schloß Chri­sti­ans­borg ver­folg­ten direkt die Aus­ru­fung zum König durch die sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Mini­ster­prä­si­den­tin Met­te Fre­de­rik­sen. Auch vor 52 Jah­ren war es ein Sozi­al­de­mo­krat, der vom Bal­kon des Schlos­ses Chri­sti­ans­borg Mar­gre­the dem Volk als Köni­gin vor­stell­te: Jens Otto Krag .. "

In der Tat, das ist eine schar­fe Ein­las­sung die ich für durch­aus ange­mes­sen hal­te. Dies ins­be­son­de­re wegen der Begrün­dung mit exak­ten Zah­len, die die Schlag­zei­le der Fern­seh­leu­te ad absur­dum füh­ren, ste­hen doch die Dänen ganz offen­sicht­lich in sehr viel grö­ße­rer Zahl hin­ter dem Königs­haus als Reprä­sen­tant des Lan­des als die Deut­schen hin­ter dem Ver­le­gen­heits­kan­di­da­ten und Kom­pro­miß­prä­si­den­ten Stein­mei­er, des­sen wei­ße Weste von vie­ler­lei Flecken getrübt ist und des­sen Amts­füh­rung eher ein Stol­pern als sou­ve­rä­nes Vor­an­schrei­ten darstellt.

Ich wage sogar die The­se, dass ein Erstar­ken der extre­men Rech­ten in die­sem Aus­maß hier­zu­lan­de nicht mög­lich gewe­sen wäre, hät­te die Bevöl­ke­rung ein Königs­haus in Kon­ti­nui­tät anstatt einem Prä­si­den­ten, zumal die ver­schie­de­nen Prä­si­dent­schaf­ten eher glück­los, min­de­stens aber mit wenig Aus­gleichs- und Mäßi­gungs­po­ten­zi­al ver­lau­fen sind.
Frü­he­re nega­ti­ve Ein­schät­zun­gen zu Mon­ar­chien sind mitt­ler­wei­le über­kom­men - die Ten­denz ist eher posi­tiv, denn unter den glück­lich­sten Staa­ten sind zahl­rei­che euro­päi­sche Mon­ar­chien.

Nicht alle Pro­ble­me sind durch eine kon­sti­tu­tio­nel­le Mon­ar­chie wie von Zau­ber­hand gelöst, doch zei­gen die bestehen­den Mon­ar­chien min­de­stens in Euro­pa eine Ten­denz zufrie­de­ner Bür­ger und Unter­stüt­zung durch die poli­ti­schen Parteien. 

Abbildung/Beitragsbild: Däni­sche Kronen

bookmark_borderVon 'Situationen'

Stel­len Sie sich vor Sie wären eine Frau aus einem süd-ost-euro­päi­schen Land in mitt­le­rem Lebens­al­ter und hät­ten ein Kind aus einer geschei­ter­ten Bezie­hung. Da ler­nen Sie einen net­ten, alters­glei­chen Mann ken­nen. Er ist freund­lich, beson­nen, arbeit­sam und gut aus­se­hend. Es wer­den Ver­ab­re­dun­gen gemacht, man lernt sich bes­ser ken­nen und aus Sym­pa­thie wird Lie­be. Das Paar beschließt zusam­men das wei­te­re Leben zu gestalten. 

Der Mann bekommt ein lukra­ti­ves Ange­bot in einem boo­men­den Wirt­schafts­sek­tor zu arbei­ten. Der größ­te Nach­teil dabei ist: Er muss für jeweils sechs Mona­te 'auf Mon­ta­ge', das heißt in ent­le­ge­ne Ecken der Welt, um dort an Groß­pro­jek­ten mit­zu­ar­bei­ten. Groß­zü­gi­ge Bezah­lung, Flü­ge und Unter­kunft frei, die ein­zi­gen Kosten die ent­ste­hen sind die für Essen und Trinken.

Sie (die oben­ge­nann­te Frau) stim­men schwe­ren Her­zens zu, denn die Aus­sicht des Freun­des ein mehr­fa­ches des­sen zu ver­die­nen, was er im Hei­mat­land bekom­men wür­de. Was man von dem Aus­lands­job anspa­ren könn­te um sich etwas zu lei­sten ist ver­lockend. Die bes­se­re Zukunft erscheint wich­ti­ger als der kurz­fri­sti­ge Ver­lust an Nähe und Gemeinsamkeit.

Aus einer Aus­lands­tour wer­den zwei. Das was gespart wer­den konn­te erscheint nicht genug zu sein. Er kom­men zwei wei­te­re Ein­sät­ze dazu. Zwi­schen den drit­ten und vier­ten Mon­ta­ge­ein­satz kommt es zu einer Schwangerschaft.
Sie bestehen dar­auf, dass es jetzt genug Geld ist und Sie bestehen dar­auf, dass mit der vier­ten Abwe­sen­heit, vor der Geburt, end­gül­tig die­se Arbeit auf­ge­ge­ben wird.

Da Sie sich in der EU frei bewe­gen kön­nen sehen Sie für sich, ihr erstes und das erwar­te­te zwei­te Kind, den Part­ner, ein bes­se­res Leben in Deutsch­land als erstre­bens­wer­tes Ziel. Sie set­zen sich durch, das zwei­te Kind kommt in Deutsch­land zur Welt.

Sie kön­nen die Spra­che nicht, noch kann es ihr Part­ner. Der spricht rudi­men­tär Eng­lisch, Beto­nung auf 'rudi­men­tär'. Vie­le Bewer­bun­gen - kein Erfolg. Es schei­tert immer an man­geln­der Sprach­kennt­nis (Deutsch). Ein Sprach­kurs 'kom­pakt', ist über­for­dernd, wird abge­bro­chen. Der Mann will zurück zu der Fir­ma die ihn ins Aus­land geschickt hat. Geld ver­die­nen. Das Ange­spar­te ist mitt­ler­wei­le man­gels Arbeits­stel­le zusam­men­ge­schmol­zen. Zu wenig um noch län­ger in Deutsch­land das Leben zu bezahlen.

Das älte­re Kind ist alt genug um es zu den Groß­el­tern in die Hei­mat zu schicken - es kam sowie­so nicht gut zurecht - kei­ne Aus­bil­dungs­mög­lich­keit. Wegen man­geln­der Deutschkenntnisse.
Trotz aller Ein­schrän­kung und schlecht bezahl­ten 'Neben­jobs' bei­der Part­ner reicht das Geld hin­ten und vor­ne nicht. Der Mann will nun end­gül­tig auf Mon­ta­ge gehen. Die Frau ist dage­gen. Man strei­tet, der Streit eska­liert. Er läßt Frau und Kind mit­tel­los zurück um in das Hei­mat­land zu rei­sen und sich dort wie­der für den Aus­lands­auf­ent­halt zu verdingen.

Die mitt­ler­wei­le ver­zwei­fel­te Frau steht vor dem Ruin:
Kein Geld außer dem, was sie mit den paar Stun­den Aus­hilfs­job schwarz ver­die­nen kann, immer in Sor­ge wie sie ihr Klein­kind ver­sor­gen soll - kein Part­ner der mit hilft und sei­nen Teil der Last trägt. Gebro­che­nes Herz, kein Geld, kein Auto, kei­ne Perspektive.
Sie will zurück in ihre Hei­mat, zu dem ersten Kind und zunächst bei ihren Eltern unterkommen.

Der Flug kostet ca. 200 €.
Die hat Sie nicht

Ich habe die­se Frau noch nie gese­hen, ken­ne nur die Geschich­te, den Mann und das erste Kind,
bin Athe­ist und glau­be nicht dar­an, dass 'gute Taten' mir einen Platz im Para­dies sichern.
Aber dar­an, dass man Men­schen in Not nach Kräf­ten hel­fen soll.

Ich fah­re Mut­ter und Kind zum wei­ter ent­fern­ten Flugplatz.
Den Flug in ihre Hei­mat habe ich auf den Namen der Frau gebucht und bezahlt.

Wenn Sie nun den­ken "Was soll das?" sage ich darauf
"Tue Gutes und sprich davon, es könn­te Ande­re dazu brin­gen sich ähn­lich zu verhalten."

[Ergän­zend ver­wei­se ich auf die­sen → Arti­kel]

bookmark_borderSammelsurium XXXVIII

Beckenbauer ist doch nicht *unsterblich*?!

[D]
Franz Becken­bau­er, Licht­ge­stalt des deut­schen Fußballs,
ist ent­ge­gen der Erwar­tun­gen sei­ner Ver­eh­rer sterb­lich gewe­sen, denn er ist ....gestor­ben - und alle sei­ne Ver­feh­lun­gen sind plötz­lich völ­lig unwich­tig und ver­ges­sen - die­sen Ein­druck ver­mit­teln die sich über­schla­gen­den Nach­ru­fe: "Fuß­ball-Legen­de", "unver­ges­sen", "Lei­stungs­trä­ger", "einer der Größ­ten", "kei­ner grö­ßer als er".

Das ZDF hat schon ungün­sti­ge Infor­ma­tio­nen aus dem Fun­dus her­aus­ge­nom­men - unklar ist der Grund dafür. Geschich­te wird von Men­schen geschrie­ben, und elek­tro­nisch auf­ge­zeich­ne­te Geschich­te ist ruck-zuck weg ...!

Ande­rer­seits fin­det man ver­schie­den­ste Quel­len (wie die nach­fol­gen­de), die sich mit der 'dunk­len Sei­te der Macht' des Herrn Becken­bau­er befassen

Der Mann ist gestor­ben, so wie ver­mut­lich wei­te­re ca. 2.699 ande­re Per­so­nen, die durch­schnitt­lich in Deutsch­land pro Tag ster­ben - über die reden wahr­schein­lich nur deren Angehörige .... 

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Jüngerinnen und Jünger

[D]
Kirche im Radio - an sich schon ein Unding in einem Land, des­sen Ver­fas­sung eine Tren­nung von Kir­che und Staat vor­sieht - mit eil­fer­ti­ger Anpas­sung an den Zeit­geist. In der jüng­sten Sen­dung vom 09.01.24 hör­te ich "Jün­gerinnen und Jün­ger" und dach­te schon zu hal­lu­zi­nie­ren, aber 'Nein'! Als ich nach­forsch­te stieß ich auf den Text der Sen­dung und da stand es, schwarz auf weiß 

".. Jesus hat mit allen zu Tisch geses­sen - mit sei­nen Jün­ge­rin­nen und Jüngern .."

Gen­dern ist eben "IN", da muss die Kir­che mit­hal­ten. Muss sie? Für die paar Per­so­nen denen die "Jün­gerinnen" wich­tig sind ver­liert der Pastor im Ruhe­stand sicher ein paar ande­re Men­schen, sol­che, die die­se Anbie­de­rung für ver­fehlt und höchst pein­lich halten.

PS: Als ich zum Kon­fir­ma­ti­ons­un­ter­richt ging (1957) hat­te Jesus NUR Jün­ger. Wenn jemand der hier liest erklä­ren kann war­um es plötz­lich *Jün­ge­rin­nen* gibt .... nur her damit! (Kom­men­tar, bitte).

2. PS: Seit wann schreibt man eigent­lich 'pulen' mit 'h', wie der Herr Pfar­rer in dem unten abge­bil­de­ten Text für den Rundfunkbeitrag?

Quel­le der Abbildung
NDR 1 Zwi­schen­tö­ne 09.01.2024 09:50-09:53 [PDF]

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Chief-Evangelist ..?!

[D]
Da war ich doch schon sehr erstaunt die­sen Titel zu lesen. Die Ame­ri­ka­ner lie­ben es sol­che Kon­struk­tio­nen zu benut­zen, und ich wuss­te gar nicht, dass es schon über den gro­ßen Teich gesprun­gen ist.

Wer die­sen Job hält ist KEIN Pre­di­ger von Evan­ge­li­en wie das Wort in Über­set­zung ver­mu­ten läßt, er ist viel­mehr ein Zukunfts-Vor­her­sa­ger. Das klingt natür­lich nicht so schön wich­tig und hat zudem einen Hauch von Übersinnlichem.
Dass es bei­lei­be nicht die ein­zi­ge Sprach­ver­wir­rung und Ver­hun­zung ist beweist eine kur­ze Suche

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"Entbudgetieren": Ende gut, Alles gut ...?

[D]

Die unse­li­ge Frau Ulla Schmid (SPD) hat den schwe­ren Feh­ler des Herrn Horst See­ho­fer (CSU) noch etwas schwer­wie­gen­der gemacht und vie­le der damals getrof­fe­nen Ände­run­gen haben weder das Bud­get für die Kran­ken­kas­sen geret­tet noch die Behand­lung der Pati­en­ten gebes­sert oder den Zugang dazu beschleu­nigt. Was her­aus­kam war eine Wel­le von Pri­va­ti­sie­run­gen der Kran­ken­häu­ser - und wie wir seit Mona­ten in der Pres­se erfah­ren dür­fen ster­ben die nach und nach den Konkurstod: 

Geld her­aus geholt für die Anteilseigner,
kaputt­ge­spart durch zu gerin­ge Inve­sti­tio­nen und immer enge­re Personalschlüssel.
Wie üblich im Kapitalismnus:
Gewin­ne pri­va­ti­siert, Ver­lu­ste sozialisiert. 

WIKIPEDIA sagt dazu:
".. Die Bud­ge­tie­rung der Behand­lungs­aus­ga­ben wur­de in Deutsch­land 1993 ein­ge­führt. Die Aus­ga­ben der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen für Ver­wal­tung, Wer­bung und so genann­te „Gesund­heits­för­de­rungs­an­ge­bo­te“ (z. B. Koch-, Tanz­kur­se o. ä.) waren hin­ge­gen kei­ner Regle­men­tie­rung unter­wor­fen und stei­ger­ten sich ent­spre­chend. 2004 wur­den im soge­nann­ten GKV-Moder­ni­sie­rungs­ge­setz Maß­nah­men ein­ge­führt, die zur Dämp­fung die­ser Kosten füh­ren sollten .."

Hier ein Tabel­len­ab­schnitt mit Horst See­ho­fer (CSU) / Ulla Schmidt (SPD)

WIKIPEDIAKom­plet­te Tabelle

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bookmark_borderSorge um Kriegsgeflüchtete

In einem Gast­kom­men­tar fragt Autorin Rame­za Monir in der taz zu Silvesterfeuerwerk:
".. Ist es die Tra­di­ti­on wert,
dass Kriegs­ge­flüch­te­te retrau­ma­ti­siert werden?
Dass Tie­re und Atem­luft leiden?
Was hält uns ab vom Verbot? .."

Kur­ze Antwort:
Nein.

Lan­ge Antwort:
Tie­re lei­den sehr viel mehr unter der Nach­läs­sig­keit, Abge­stumpft­heit, Mit­leids­lo­sig­keit, Tier­quä­le­rei und Grau­sam­keit als nur unter dem Lärm zu Sil­ve­ster. Das soll aber nicht dar­an hin­dern die Böl­le­rei zu ver­bie­ten, die bei Exzes­sen (Bei­spiel Fuß­ball) miss­bräuch­lich ver­wen­det werden.

Die Kriegs­flücht­lin­ge sehe ich aller­dings anders. Sie sind hier in (rela­ti­ver!) Sicher­heit und soll­ten das ver­in­ner­li­chen. Sie zu pam­pern und zu hät­scheln ist einer­seits unwür­dig und ande­rer­seits unnö­tig. Sie *lei­den* ja nicht mehr als die rest­li­che Bevöl­ke­rung in Hin­sicht auf Lärm­be­lä­sti­gung und schlech­te Luft. 

Wo, fra­ge ich abschlie­ßend, kämen wir hin, wenn wir alle Emp­find­lich­kei­ten aller Son­der­grup­pen hier­zu­lan­de der­art berück­sich­ti­gen woll­ten? Das Land käme zum Stillstand!

Wofür ich plädiere:
Feu­er­werk soll­te auf öffent­li­che Anläs­se redu­ziert und von Fach­leu­ten aus­ge­führt wer­den - so müss­te nicht die All­ge­mein­heit für Poli­zei-, Feu­er­wehr-, Kran­ken­trans­port-, und Behand­lungs­ko­sten bela­stet wer­den wenn Lai­en sich damit schaden.

bookmark_borderZur Geschlechtsidentität
und der langwierigen Suche nach der *wahren* Zahl von Betroffenen

Wiki­pe­dia sagt dazu: ".. Das Kon­zept der Nicht­bi­na­ri­tät ent­wickel­te sich in den 1990er-Jah­ren in den USA (sie­he unten) und wird seit 2010 zuneh­mend öfter in den Medi­en welt­weit behandelt .."

Die Anzahl nicht binä­rer Men­schen in Deutsch­land ist Gegen­stand in vie­len Quel­lenListe- aller­dings ist allen die­sen Dar­stel­lun­gen eigen, dass sie kei­ne abso­lu­te, fak­ten­ba­sier­te Anga­be machen son­dern weit­hin schwam­mi­ge Ver­mu­tun­gen und Her­lei­tun­gen (wie­der­um aus ande­ren Quel­len ähn­li­cher Qua­li­tät!) ver­öf­fent­li­chen. "Nichts Genau­es weiß man nicht!" haben wir frü­her in sol­chen Fäl­len gesagt und sol­che Rate­spie­le abge­lehnt - nicht so heu­te in den ein­schlä­gi­gen Krei­sen die damit ihre Absich­ten / Ansich­ten stüt­zen. Dort wer­den immer die 'pas­sen­den', also am mei­sten gewünsch­ten Zah­len als 'noch zu nied­rig geschätzt' bezeichnet.

Die­se *Quel­le* ist inso­fern auf­fäl­lig, als sie auf 21 Sei­ten und mit fast 68.000 Zei­chen zum Ende das Fazit zieht:

".. Immer wie­der wer­den wir gefragt, wie vie­le Trans­se­xu­el­le es denn in Deutsch­land gäbe .. Eine end­gül­ti­ge Ant­wort auf die­se Fra­ge wer­den auch wir heu­te nicht geben kön­nen. Wir ver­fü­gen jedoch über Infor­ma­tio­nen des Bun­des­amts für Justiz, aus der die Fall­zah­len der Ver­fah­ren nach dem Trans­se­xu­el­len­ge­setz an den deut­schen Amts­ge­rich­ten her­vor­geht .. Bei einem Bevöl­ke­rungs­stand von 82,79 Mil­lio­nen Ein­woh­nern in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land im Juli 2019 ent­spricht dies 0,038% der Bevöl­ke­rung, die in die­sen 29 Jah­ren ein Ver­fah­ren nach dem Trans­se­xu­el­len­ge­setz durch­lau­fen haben. Bezo­gen auf das Ver­hält­nis der jähr­li­chen TSG Ver­fah­ren zu den jähr­li­chen Gebur­ten (795492 in 2021) ergibt sich jedoch ein Bevöl­ke­rungs­an­teil von 0,41% (2021) .."

Nicht sehr viel mehr Klar­heit, aller­dings wenig­stens kon­kre­te Zah­len hat die "WELT" ver­öf­fent­licht:
".. Bis zum 30. Sep­tem­ber 2020 haben ins­ge­samt 394 Men­schen den Geschlechts­ein­trag divers gewählt oder den Ein­trag offen gelas­sen. Außer­dem wur­den 19 Neu­ge­bo­re­ne als „divers“ registriert.
Viel häu­fi­ger wur­de die Ände­rung des Per­so­nen­stands­ge­set­zes genutzt, um den Geschlechts­ein­trag von „weib­lich“ zu „männ­lich“ oder umge­kehrt zu ändern. Das pas­sier­te ins­ge­samt 1191 Mal .."
Dort wird dis­ku­tiert wor­an das lie­gen mag. Es könn­te sein, dass nur eine gerin­ge Zahl tat­säch­lich zu die­sen Kate­go­rien gehö­ren möch­te - oder es gibt eine Dun­kel­zif­fer bestehend aus sol­chen Per­so­nen, die lie­ber kon­form zu bis­he­ri­gen Defi­ni­tio­nen blei­ben wollen.

Die Fra­ge ob die stei­gen­de Zahl von Men­schen, die Rat suchen durch die erhöh­te media­le Prä­senz des The­mas gene­riert wird, ob es mög­li­cher­wei­se ein­fach eine Fol­ge der freie­ren Dis­kus­si­on von Geschlecht und Sexua­li­tät dar­stellt, oder ob es ein tat­säch­li­ches explo­die­ren der phy­si­schen, und vor allem psy­chi­schen, Fol­gen des Erwach­sen­wer­dens in moder­nen Gesell­schaf­ten gibt, in denen nicht der täg­li­che Kampf zu über­le­ben besteht, sei dahin­ge­stellt. Der Zuwachs an Bera­tungs­an­ge­bo­ten und der gleich­zei­ti­ge Zuwachs an Bera­tungs­su­chen­den ist nicht abschlie­ßend zu beur­tei­len - denn die­se Fra­ge ist ana­log zu der, ob Huhn oder Ei zuerst da waren 

Die Lon­do­ner Tavi­stock-Cli­nic, euro­pa­weit füh­rend in der Behand­lung trans-iden­ter Jugend­li­cher, beriet im Jahr 2009 in ihrem „Gen­der Iden­ti­ty Deve­lo­p­ment Ser­vice“ gera­de mal rund hun­dert Her­an­wach­sen­de. Im Jahr 2018 hin­ge­gen waren es 2500. Im sel­ben Jahr berich­te­te die Wochen­zei­tung „Die Zeit“ davon, dass sich die Zah­len von Rat suchen­den Jugend­li­chen auch in ver­schie­de­nen füh­ren­den deut­schen Kli­ni­ken, die sie befragt hat­ten, seit dem Jahr 2013 ver­fünf­facht habe.

Letzt­lich ist es egal ob die eine oder ande­re Zahl zutref­fend ist - es gibt eben kei­ne ver­läss­li­che Sta­ti­stik dazu.
Wenn dann aus ideo­lo­gi­schen Grün­den, und dem Wunsch das ein­schlä­gi­ge Kli­en­tel nicht als Wäh­ler zu ver­lie­ren, die Gesetz­ge­bung an Min­der­hei­ten­in­ter­es­sen fest­ge­macht wird, sind wir an einem Tief­punkt des demo­kra­ti­schen Staa­tes angekommen.
Min­der­hei­ten dür­fen nicht die Mehr­heit zwin­gen sich nach Ihnen zu rich­ten, ins­be­son­de­re nicht in einer *Reprä­sen­ta­ti­ven Demo­kra­tie*, denn der Mehr­heits­wil­le hat die han­deln­den Poli­ti­ker an die Macht gebracht um deren Inter­es­sen zu beför­dern - nicht anders, selbst dann nicht, wenn Herr Gabri­el (SPD) es ein­mal genau anders her­um dar­ge­stellt hat.


Nur noch um es klar zu sagen:
Mir ist völ­lig egal wer mit wem auf wel­che Art Sex hat oder wer sich zu wel­chem Geschlecht oder Nicht-Geschlecht zäh­len will. NICHT egal ist mir, wenn ich von 0,04% bis 0,4% (!) der Bevöl­ke­rung gezwun­gen wer­den soll mich ent­ge­gen MEINER Über­zeu­gung zu ver­hal­ten und aus­ge­klü­gel­te Sprach­va­ria­tio­nen zu ler­nen, die nicht die wis­sen­schaft­lich beleg­te Iden­ti­tät dar­stel­len.
 

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In der Begriffs­wü­ste zur Benen­nung der Iden­ti­tä­ten ist es leicht sich zu ver­lau­fen .... ein PDF der FU, Titel "Glos­sar geschlecht­li­che Viel­falt" hilft dabei sich zu orientieren.

Quel­len

bookmark_borderDer Film «Saltburn»

Der Film «Saltb­urn» zielt auf Pro­vo­ka­ti­on – und trifft ins Schwarze.
Doch dar­um geht es hier über­haupt nicht.
Was mich zuneh­mend stört ist der Begriff, das Verb "liest" in einem Zusam­men­hang, der als Inter­pre­ta­ti­on von etwas Gese­he­nem ver­wen­det wird. Im obi­gen Zitat (NZZ Feuil­le­ton) geht es um die Bewer­tung eines Kri­ti­kers zu die­sem Film. Die NZZ Autorin Mari­on Löhn­dorf [Stu­di­um der Kom­pa­ra­ti­stik¹, Ger­ma­ni­stik und Kunst­ge­schich­te.] benutzt in ihrer Über­sicht zur Rezep­ti­on des Fil­mes [03.01.2024] die­ses Wort um die Mei­nung des Kri­ti­kers Maher zu bewerten.

Anders aus­ge­drückt: Maher hat (s)eine Wer­tung zum Film abgegeben;
Löhn­dorf bezeich­net dies als "lesen", lesen steht also für 'wer­tet' oder 'inter­pre­tiert'.


Spra­che schrei­tet fort, in der Benut­zung steckt immer auch Wan­del. Die­ser wird auf unte­ren Sprach­ebe­nen aus Unwis­sen­heit erzeugt - man kann sich nicht gewählt aus­drücken (oder will wis­sent­lich pro­vo­zie­ren, etwa beim *gen­dern*) und *schöpft* daher neue Wor­te oder neu­en Wortsinn.
Unsinn, der im *main­stream* ange­kom­men ist.
Scha­de, wenn das vom Feuil­le­ton einer renom­mier­ten Zei­tung geför­dert wird.
 

¹ PS: Gei­stes­wis­sen­schaf­ten - alles ist mög­lich, Fak­ten sind überflüssig!

bookmark_borderEhrenwert

"Wert" braucht eine Defi­ni­ti­on, denn vie­le Men­schen haben vie­le unter­schied­li­che Vor­stel­lun­gen davon was dar­un­ter zu ver­ste­hen ist. Hier geht es um "Wert" im Sin­ne von "Bei­trag zur Erhal­tung und För­de­rung demo­kra­ti­scher Errungenschaften".

Aha, wer­den Sie den­ken, nun weiß ich schon wohin das führt!"
Mag sein, aber mög­li­cher­wei­se kann ich Sie überraschen.

Poli­ti­ker, die nie etwas gear­bei­tet haben - damit mei­ne ich Arbeit in einem Betrieb der Dienst lei­stet oder Waren pro­du­ziert, oder die­se pro­du­zier­ten Waren ver­treibt - ent­schei­den den­noch wesent­li­che Para­me­ter die für alle gel­ten zu denen sie nie gehört haben:

- Abge­bro­che­nen Studien;
- Examen nicht bestanden;
- kurz vor dem Examen alles hingeworfen;
- beim Ver­such ein Geschäft zu grün­den gescheitert
- aus einem erfolg­rei­chen Betrieb gekün­digt und herausgeworfen 

Fängt der Mensch erst beim Aka­de­mi­ker an? Nein, aber Erfolg kann auch so defi­niert wer­den, dass jemand in der Lage ist sich im nor­ma­len Arbeits­um­feld zu bewäh­ren und dort sei­nen Lebens­un­ter­halt zu verdienen.

Schau­en wir uns hin­ge­gen die Wer­de­gän­ge vie­ler Poli­ti­ker an so fällt auf: Stu­di­en- und Aus­bil­dungs-Abbre­cher, geschei­ter­te Fir­men­grün­der, Aus­wan­de­rungs­rück­keh­rer usw. sind oft in lei­ten­den Funk­tio­nen ihrer Frak­ti­on tätig. Ohne das erfor­der­li­che Gespür für die Not­wen­dig­kei­ten des Arbeits­le­bens, ohne die erfor­der­li­che Kraft auch unter Bela­stung durch­zu­hal­ten, und ohne die erfor­der­li­che Erfah­rung wie das Zusam­men­ar­bei­ten mit Men­schen ver­schie­de­ner Her­kunft und Welt­an­schau­ung funk­tio­nie­ren kann - sind sie doch stän­dig von gleich­ge­sinn­ten Par­tei­kol­le­gen umge­ben, die im Wesent­li­chen ähn­lich den­ken und han­deln wie sie selbst.

Etwas ist faul an der Art wie in die­sem Land Men­schen in füh­ren­de Posio­tio­nen der Poli­tik *gera­ten*. Man­che dadurch, dass sie from­me Kirch­gän­ger sind. Ande­re dadurch, dass sie gelernt haben sich so belie­big aus­zu­drücken, dass nie­mad so recht ver­steht für was sie ste­hen und die des­we­gen als Lösung ohne Pro­blem­po­ten­zi­al ange­se­hen wer­den. Vie­le, weil sie Ver­bin­dun­gen mit­brin­gen die Geld als Mit­tel der Zustim­mungs­ge­win­nung ein­zu­set­zen bereit sind. Die Zahl derer, die aus altru­isti­schen Grün­den an der Ver­bes­se­rung der Lebens­be­din­gun­gen im Staa­te mit­wir­ken wol­len ist garan­tiert die klein­ste Grup­pe unse­rer Volks­ver­tre­ter. Beson­ders schlimm ist die Tat­sa­che, dass eini­ge Abge­ord­ne­te die­sen Weg nur gewählt haben weil er ihnen Ein­künf­te beschert die sie mit ihrem Her­kom­men und Vor­bil­dung nie hät­ten errei­chen können.

Stel­len Sie sich nur ein­mal vor wie Füh­rungs­kräf­te gemein­hin aus­ge­wählt werden:
In akri­bisch aus­ge­ar­bei­te­ten Pro­zes­sen ver­si­chert man sich ihrer 

- fach­li­chen Qua­li­fi­ka­ti­on, ihrer
- Fähig­keit Men­schen zu füh­ren, ihrer
- Weit­sicht, die die Zukunft vor­aus­sieht und ent­spre­chend die Wei­chen stellt, ihrer
- Per­sön­lich­keit, die Sach­ori­en­tie­rung und Fak­ten vor Bedeu­tungs­wunsch und Lob­prei­sung durch Drit­te bervorzugt. 

Das könn­te noch aus­ge­spon­nen wer­den, aber zur Unter­le­gung der Argu­men­ta­ti­on reicht es zumin­dest schon aus.
Vie­le poli­ti­sche Stel­len wer­den besetzt ohne dass nach den zuvor genann­ten Kri­te­ri­en aus­ge­sucht wur­de. An deren Stel­le tre­ten Zuge­hö­ruig­keit zu Seil­schaf­ten, Pro­porz in lands­mann­schaft­li­cher Her­kunft, reli­giö­ser Aus­rich­tung und Grup­pen­zu­ge­hö­rig­keit zu den wesent­li­che Faktoren.

Ein Bei­spiel ist die letz­te Frau Mini­ste­rin der CDU für Bil­dung und For­schung Anja Kar­lic­zek, aus­ge­bil­de­te Hotel­fach­ar­bei­te­rin mit einem Abschluß eines Fern­stu­di­ums Betriebs­wirt­schaft - und das obwohl im Lan­de bestens beleu­mun­de­te und von der Fach­welt aner­kann­te Pro­fes­so­ren in Scha­ren vor­han­den sind, die bestimmt kei­ne zwei Jah­re 'Ein­ar­bei­tung' gebraucht hät­ten bis sie ver­stan­den haben was sie in die­sem Amt zu erle­di­gen und zu initi­ie­ren haben.
Oder Herr Spahn, vor­mals Bank­mit­ar­bei­ter, dann Gesund­heits­mi­ni­ster .... es gibt im Lan­de vie­le hoch ange­se­he­ne Medi­zin­pro­fes­so­ren die gro­ße Häu­ser lei­ten und sich sowohl admi­ni­stra­tiv wie fach­lich bewährt haben, jedoch aus­ge­sucht wur­de ein aus dem fin­ster­sten schwar­zen Mün­ster­land stam­men­der Bank­mit­ar­bei­ter, der die Sache der Kir­che ver­trat und auf Gerichts­ur­tei­le der höch­sten Gerich­te des Lan­des pfiff?
Ein wei­te­res Trau­er­spiel waren (und sind vor Ort in Bay­ern immer noch) das Tri­um­vi­rat aus See­ho­fer, Scheu­er, Dob­rindt. Die viel gelob­te Frau Bär als weib­li­ches Aus­hän­ge­schild des Män­neclubs CSU hat in Sachen Digi­ta­li­sie­rung nichts bewirkt und wir hän­gen im hin­te­ren Drit­tel der EU Staa­ten was die Inter­net­ver­sor­gung angeht! 

Ehren­wer­te Ami­gos in meh­re­ren Par­tei­en die sich dar­auf ver­ste­hen aus ihren Posten Geld zu machen und der Bevöl­ke­rung zu raten den Gür­tel enger zu schnal­len. Ehren­wert, aber wehe man kratzt an der Ober­flä­che - dann tun sich Abgrün­de auf.

bookmark_borderBauchweh

Sie ken­nen alle die For­mu­lie­rung "Das macht mir Bauch­weh!" wenn es die­ses unbe­stimm­te Gefühl ist, dass einen beschleicht wenn etwas Uner­klär­li­ches, Unbe­schreib­ba­res und Unan­ge­neh­mes im Raum zu ste­hen scheint und man dies als Macht­lo­sig­keit gegen­über dem, was gera­de pas­siert empfindet.

"Das macht mir Bauch­weh!" - eine all­ge­mei­ne Fest­stel­lung, die aus­sagt man habe nicht die Initia­ti­ve selbst in der Hand, sei also den Umstän­den gegen­über ausgeliefert.

Nie­mand kann so etwas län­ger aushalten.
Es ent­steht ein Drang etwas zu unter­neh­men, wie­der Herr der Situa­ti­on zu werden.

Wir sind hier in Deutsch­land gewöhnt die Struk­tu­ren zu über­schau­en. Wir sind dar­auf ein­ge­stellt nach Namen, Haut­far­be und Spra­che "zuge­hö­rig" und "fremd" zu unter­schei­den. Kön­nen wir das nicht, so berei­tet es uns Bauchweh ....

Andern­orts ist man da - ver­meint­lich - schon wei­ter. Bei­spiels­wei­se in den tra­di­tio­nel­len Ein­wan­de­rungs­län­dern. Selbst da gibt es zuneh­mend Men­schen denen die­se Mischung, oder soll­te es bes­ser hei­ßen: die­ser Flicken­tep­pich ohne Muster und Ord­nung Unbe­ha­gen berei­tet. Weil der Mensch nach Rastern dür­stet in die Beob­ach­tun­gen, Erleb­nis­se und Tra­di­tio­nen 'pas­sen'.
Gerät das durch­ein­an­der gibt es Widerstand.

So erklä­re ich mir die­ses Bauch­weh was man­che Lands­leu­te emp­fin­den wenn sie mit Aus­län­dern zu tun haben:
Ihre Muster sind anders und fremd, das macht Angst und Aggres­si­on ist dann eines der Ventile.

Wir sind ein Einwanderungsland.
Was hier grund­sätz­lich fehlt sind Struk­tu­ren und Beschränkungen.
Das wur­de über vie­le Jahr­zehn­te durch frü­he­re Regie­run­gen, geführt von der CDU/CSU, sträf­lich vernachlässigt.
Die Fol­gen erle­ben wir nicht erst seit heu­te, son­dern zuneh­mend seit 2010.
Es sind Men­schen ein­ge­wan­dert denen unse­re Tra­di­tio­nen fremd sind, die unse­re kul­tu­rel­len Grund­la­gen nicht ver­ste­hen, und unser Rechts­ver­ständ­nis ableh­nen, weil sie andern­orts sozia­li­siert wurden.

Man­che davon wol­len sich ein­glie­dern und lernen.
Vie­le nicht.
Eini­ge wol­len sogar die hie­si­gen Grund­la­gen gewalt­sam verändern.

Dem gilt es zu begeg­nen - und so wie es der­zeit aus­sieht bestehen kei­ne wirk­li­chen Absich­ten und Ideen der Poli­tik auf wel­chem Wege das gelei­stet wer­den kann. 

bookmark_borderباشند اما سویشرت ها معمولا بدون کلاه تولید می شوند

Da stau­nen Sie sicher die­se Über­schrift zu lesen ...?

Die­ser Satz war Teil eines (SPAM?) Kommentares.
Letzt­lich hat­te ich meh­re­re sol­cher und ähn­li­cher Einträge.
Was ich mich dabei fra­ge ist:
Glau­ben die Men­schen, die so etwas Tau­send­fach ver­sen­den, wirk­lich dar­an, dass dar­aus ein Nut­zen ent­ste­hen könnte?

Beson­ders gelun­gen fand ich aller­dings die­sen Satz:
که از این رو مهم ترین تفاوت هودی وسویشرت، کلاه می باشد.

Bemü­hen Sie bit­te Goog­le trans­la­te um zu erfah­ren wor­um es in die­sen fremd­sprach­li­chen Aus­sa­gen geht.

Oder sehe ich das ganz falsch,
und es ist eine gehei­me Bot­schaft in dem Text versteckt
die sich mir ledig­lich nicht erschließt? 

Hin­weis:
دقت ترجمه [آلمانی ← فارسی] تضمین کننده ترجمه برگشتی [فارسی → آلمانی]

bookmark_borderEs heißt ja ....

Es heißt ja, man sol­le sich sach­lich mit dem aus­ein­an­der­set­zen was man an den Grund­sät­zen ande­rer Men­schen für unzu­läng­lich hält. Fak­ten sind immer die bes­se­ren Argu­men­te und des­halb ver­ste­he ich nicht, wie­so immer noch so vie­le schwär­me­ri­sche Ver­brä­mun­gen kur­sie­ren wenn es um den Islam geht.

Die CDU hat nun wie­der den Begriff "Leit­kul­tur" aus­ge­gra­ben - das ist irgend­wie das Lieb­lings­wort von Herrn Merz - aller­dings bedeu­tungs­los, denn Jeder stellt sich dar­un­ter etwas ande­res vor. Da wäre es doch gut gewe­sen ein paar Bei­spie­le zu nen­nen und sie zu erläu­tern. Oder ist das Absicht etwas 'vage' zu hal­ten damit man mög­lichst vie­le Men­schen für sich / als Wäh­ler gewin­nen will? So stellt sich mir das als wenig gelun­ge­ner Ver­such dar der AfD ein paar Wäh­ler abspen­stig zu machen, wohl zuerst jene, die sich nicht so wohl dabei füh­len eine Par­tei zu wäh­len die als 'rechts­extrem' in meh­re­ren Bun­des­län­der ein­ge­stuft ist.
Wie auch immer: Es feh­len die Fak­ten die sich mit den AfD The­sen aus­ein­an­der­set­zen - wenn das nicht gelei­stet wird (wird es nicht!) dann taugt es nicht Über­zeu­gun­gen zu ändern.

Die­se dif­fu­se Ver­eh­rung des Islam einer­seits - durch Gleich­stel­lung mit den Katho­li­ken und Pro­te­stan­ten -fin­de ich erschreckend und ent­lar­vend zugleich, zeigt sich da doch die Unwis­sen­heit der Wohl­mei­nen­den, die nicht erken­nen kön­nen WAS die­se Reli­gi­on von den bes­ser bekann­ten christ­li­chen Strö­mun­gen unter­schei­det, Ande­rer­seits feh­len die Ansät­ze Reli­gi­on nüch­tern als Pri­vat­sa­che zu betrach­ten und aus dem Staats­we­sen kom­plett fern­zu­hal­ten. Zu groß ist der Nut­zen, den Poli­ti­ker aus der Nähe zu den Groß­kir­chen und zu durch den Erhalt von Zuwen­dun­gen an sie gewinnen.

Weil es in der öffent­li­chen Dis­kus­si­on immer ver­ges­sen oder absicht­lich weg­ge­las­sen wird stel­le ich nach­fol­gend ein­mal ein paar grund­sätz­li­che Stel­len aus dem Koran vor. So kann man sich ein Bild davon machen was gläu­bi­ge Mus­li­me - min­de­stens theo­re­tisch - befol­gen müssen:
Alle Grund­sät­ze die als *ver­bind­li­che Glau­bens­ba­sis* anzu­se­hen sind wider­spre­chen dem, was unter Demo­kra­tie laut unse­rem Grund­ge­setz ver­bind­lich gere­gelt ist. Des­we­gen habe ich schon häu­fi­ger betont, dass es der Qua­dra­tur des Krei­ses gleich­kommt, wenn eine Abwä­gung "Glau­be gegen Grund­ge­setz" vor­ge­nom­men wird. 


Wer mus­li­mi­schen Glau­bens ist kann nicht - bedingungslos! -
auf dem Boden des Grund­ge­set­zes ste­hen.
 

Bei­spie­le (via Gene­ti­cal­ly Modi­fi­ed Skep­tic, plus feat. Ratio­na­li­ty Rules)

bookmark_borderDer letzte Ton ist noch nicht gesungen ...!

Die­sen Satz in der Über­schrift hör­te ich heu­te im Radio als es um das all­mäh­li­che Ver­schwin­den der Män­ner­chö­re in Deutsch­land ging. Es wur­den aller­lei Grün­de ange­führt: Nicht mehr zeit­ge­mäß, zu wenig Frei­zeit und eher rezep­ti­ve Grund­hal­tung, Lied­gut antiquiert .... 

All das trifft es jedoch - zumin­dest aus mei­ner Sicht - nicht.
So wie Knei­pen frü­her der Ort von Gesel­lig­keit waren und das ein Ende hat­te als das Fern­se­hen in Deutsch­land ein­zog, so ver­schwin­den die Män­ner­chö­re weil sie einen erheb­li­chen Auf­wand an Zeit und manch­mal, bei Ver­an­stal­tun­gen außer­halb des Nah­be­reichs des Wohn­or­tes , auch an Geld bedeu­ten. Gera­de da hapert es bei Men­schen die Sin­gen als Frei­zeit­be­schäf­ti­gung mit­ma­chen könn­ten - weil sie eben die Zeit dafür haben. Rent­ner beispielsweise.

In die­sem Zusam­men­hang trifft man im Eng­li­schen die (übri­gens wenig schmei­chel­haf­te) Redewendung:
It ain't over till the fat lady sings! [Es ist nicht zu Ende bis die dicke Frau gesun­gen hat].

Ähn­li­che Rede­we­dun­gen gibt es im Deut­schen, z.B.:
Das letz­te Wort ist noch nicht gespro­chen ...! - und ich bin sicher, dass sich in fast jeder Spra­che sinn­ge­mäß stim­mi­ge Rede­wen­dun­gen fin­den lassen.
Wenn Sie wel­che ken­nen: Bit­te als Kom­men­tar mit­tei­len. Danke!

Sie­he zum Chor­ge­sang auch → Von TOKOROZAWA nach Mün­ster; da hat­ten wir zwei der Sän­ger als Gäste für fünf Tage bei uns wohnen.