bookmark_borderErklärungsnot

Wie bekannt bin ich bestimmt kein Impf­muf­fel oder Kri­ti­ker der Ein­schrän­kun­gen, die nötig waren, um die expo­nen­ti­el­len Infek­ti­ons-Anstie­ge mit Covid 19 im ver­gan­ge­nen und die­sem Jahr einzudämmen.

Nun aber kommt es mir doch sehr zwei­fel­haft vor wie man den Bür­gern in unse­rem Land­kreis ver­ständ­lich machen will, dass bei den vor­lie­gen­den Zah­len (Tabel­le) erneut Ein­schrän­kun­gen nötig sei­en. Mir jeden­falls erschließt sich nicht wel­che Logik dahin­ter ste­hen könn­te. Hät­ten Sie eine Idee?

bookmark_borderSex, aus christlicher Sicht und doch ganz anders ...!

Mei­ne Leser wer­den sich ver­mut­lich die Augen wischen und ihren Augen nicht trau­en wenn sie erken­nen, dass ich hier zwei sehr gelun­ge­ne Arti­kel emp­feh­len möch­te, die zwar von grund­sätz­lich christ­li­cher Gesin­nung getra­gen sind, jedoch for­dern sie Kin­der, Jugend­li­che und vor allem in Ämtern ste­hen­de und sonst­wie für noch-nicht-ganz-erwach­se­ne ver­ant­wort­li­che Per­so­nen auf, die Mot­ten­ki­ste zu öff­nen und den alten Plun­der rauszuwerfen ....

Aus mei­ner Sicht erge­ben bei­de Arti­kel zusam­men ein bes­se­res Bild einer neu­en Sicht­wei­se der Sexua­li­tät und den dar­aus ent­ste­hen­den Fol­gen als jeder Arti­kel für sich, und was Sie kei­nes­falls ver­säu­men soll­ten ist, die dar­un­ter ste­hen­den Kom­men­ta­re zu lesen.

Sex: Chri­sten, ent­spannt euch!
Sex vor der Ehe? Ja, bitte!

Zitate:
" .. Wir befin­den uns im Jahr 2021. Lie­bes­paa­re haben selbst­ver­ständ­lich Sex. Alle Lie­bes­paa­re? Nein! Eine Bubble aus unbeug­sa­men Christfluencer:innen und hip­pen Pastor:innen lei­stet uner­müd­lich Wider­stand. Sex gehört für sie allein in die Ehe — und Paa­re soll­ten war­ten. Doch gesun­de Part­ner­schaf­ten sind ganz­heit­lich .. "

" .. Wenn es ein Reiz­the­ma unter Chri­sten gibt, dann Sex. Über wenig kön­nen Chri­sten so dau­er­haft und lei­den­schaft­lich strei­ten wie dar­über, wer wem wann wie an die Wäsche darf. Die einen wol­len Sex stark regle­men­tie­ren, die ande­ren sich auf kei­nen Fall regle­men­tie­ren las­sen. Was fehlt: Eine christ­li­che Sexu­al­ethik, die Frei­heit schenkt, Lust an der Lust hat und mit Lei­den­schaft ver­ant­wor­tungs­voll han­delt. Ein Ent­wurf .. "

bookmark_borderDer Weltraum .... unendliche Weiten ....

..Der Welt­raum, unend­li­che Wei­ten. Wir schrei­ben das Jahr 2200. Dies sind die Aben­teu­er des Raum­schiffs Enter­pri­se, das mit sei­ner 400 Mann star­ken Besat­zung 5 Jah­re unter­wegs ist, um frem­de Gala­xien zu erfor­schen, neu­es Leben und neue Zivi­li­sa­tio­nen. Vie­le Licht­jah­re von der Erde ent­fernt dringt die Enter­pri­se in Gala­xien vor, die nie ein Mensch zuvor gese­hen hat..“

So wur­de die Serie "Raum­schiff Enter­pi­se" mit Cap­tain Kirk 1972 vor­ge­stellt, und heu­te, knapp 50 Jah­re spä­ter flie­gen kurz nach­ein­an­der zwei gut betuch­te Mil­li­ar­dä­re in eine Erd­um­lauf­bahn und erklä­ren der stau­nen­den Erd­be­völ­ke­rung was sie in Sachen Raum­flug noch so vor­ha­ben. Frem­de Gala­xien zu besu­chen wird noch etwas dau­ern - und mög­li­cher­wei­se ist das auch gut so.

Erin­nern Sie sich noch an die Par­odie bei den Mup­pets "Schwei­ne im Welt­all!"? Das war Kult - und heute?

Die Her­ren Bezos und Bran­son war­ten nun sicher auf den Drit­ten im Bun­de, Herrn Musk, damit ihr Trio kom­plett ist. Letz­te­rer hat sei­ne iden­ti­schen Absich­ten schon bekannt gemacht. 

Alles nur 'Show' und Erfül­lung von Kindheitsträumen?
"..Nein, denn die drei Mil­li­ar­dä­re insze­nie­ren sich selbst als nichts Gerin­ge­res als die Ret­ter der Mensch­heit. Bezos, Bran­son und Co. wol­len uns weis­ma­chen, dass es ihnen beim Welt­raum­tou­ris­mus um mehr geht als ein Geschäft. Elon Musk und Jeff Bezos schwebt vor, einen Teil der Mensch­heit ins All zu ver­frach­ten. Bezos träumt von einem rotie­ren­den Zylin­der im Welt­all. Elon Musk möch­te eine Kolo­nie auf dem Mars besie­deln.." [Quel­le]


Wis­sen Sie, lie­be Lesen­de, was mich an dem gan­zen Rum­mel um die­se rei­chen Men­schen im All mäch­tig stört? Jeder Mensch in fast allen Län­dern der Erde braucht umfang­rei­che behörd­li­che Geneh­mi­gun­gen nur um einen Zaun um sein Grund­stück zu bau­en. In USA gibt es viel­tau­send­fa­che 'codes', Bestim­mun­gen, die jeg­li­che Akti­vi­tät ihrer Bür­ger bis ins Klein­ste regeln.
 

 

Wie kann es sein, dass drei rei­che Unter­neh­mer Aus­flü­ge ins All unter­neh­men? Tätig­kei­ten ent­wickeln, die sonst Regie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen vor­be­hal­ten sind? Sich jen­seits aller welt­weit gel­ten­den und in lang­wie­ri­gen Ver­hand­lun­gen beschlos­se­nen Regeln als Pri­vat­leu­te ein Recht her­aus­neh­men, das sie ledig­lich aus ihrer Fähig­keit her­lei­ten alle Hin­der­nis­se davor mit viel Geld aus dem Weg räu­men und Kri­tik an ihrem Vor­ge­hen mit Geld zuzu­schmei­ßen und so mun­dot machen?

Gibt es denn Nie­man­den, kei­ne inter­na­tio­na­le Behör­de oder Orga­ni­sa­ti­on, die sol­chem Trei­ben ein Ende berei­ten kann?
Hat der baye­ri­sche Innen­mi­ni­ster Herr­mann schon die Erwei­te­rung der Vor­rats­da­ten­spei­che­rung gefordert?
Zuletzt:
Wo bleibt der Auf­schrei der Femi­ni­stin­nen, was sagt Frau Schwarzer?

bookmark_border'Feigheit vor dem Feind'

Mit gro­ßem Bedau­ern habe ich vor eini­ger Zeit den Hin­weis des hpd Pres­se­dien­stes gele­sen, man wer­de zukünf­tig kei­ne Kom­men­ta­re auf der Web­sei­te mehr zulas­sen, da das erfor­der­li­che Per­so­nal feh­le, um eine Durch­sicht der ein­ge­hen­den Anmer­kun­gen zu den erschie­ne­nen Arti­keln zu gewährleisten.

Die Zahl der Kom­men­ta­re zu die­sem Arti­kel lag (zuletzt geprüft) bei 96. Es gab all­ge­mei­nes Bedau­ern mit und ohne Ver­ständ­nis, Äuße­run­gen von ver­är­ger­ten Lesern, Ange­bo­te beim Scree­ning zu hel­fen und so unge­fähr Alles sonst, was man in sol­chen Fäl­len liest.

Ohne jeden Erfolg - Kom­men­ta­re sind abge­schal­tet, und das bleibt wohl so.

Nun kann ich ver­ste­hen, dass es viel Arbeit ist den Schrott von sinn­vol­len Kom­men­ta­ren zu tren­nen. Dass aber aus­ge­rech­net ein Pres­se­dienst einer Orga­ni­sa­ti­on die sich den Huma­nis­mus auf den Schild schreibt Dis­kus­si­on abwürgt scheint mit völ­lig daneben.

Was also könn­te noch die Redak­ti­on moti­viert haben die­sen Schritt zu gehen, sozu­sa­gen als leich­ten Schubs es durchzuziehen ...? 

Spe­ku­la­tiv! höre ich da zu Recht, ja, hier erlau­be ich mir ein­mal zu spe­ku­lie­ren und bin dabei nicht allei­ne.
Es war in der Ver­gan­gen­heit öfter zu Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten zwi­schen Redak­ti­on und Lesen­den gekom­men, die sich u.a. am Ver­weis auf die so-genann­ten 'Sozia­len Medi­en' bezo­gen. Dort war man der Mei­nung es gäbe kaum Alter­na­ti­ven, auf Sei­ten der Kri­ti­ker kam eine Fül­le von Vor­schlä­gen was an Stel­le der Daten­sau­ger wie *face­book* bes­ser geeig­net sei - und zudem mit bes­se­rem Daten­schutz. Aller­dings war sie 'bera­tungs­re­si­stent' - geän­dert hat es nichts.
Die Dis­kus­si­on war hef­tig, und ich kann mir schon vor­stel­len, dass da die Redak­ti­on end­gül­tig die Nase voll hat­te und "Abschal­ten!" die Devi­se wurde. 

Ab und zu lese ich noch­mal beim hpd, zuneh­mend weni­ger. Auch da bin ich nicht allein. Ich hal­te es für ein Unding kei­ne Dis­kus­si­on mehr zuzu­las­sen und dann aus­ge­rech­net auf *face­book* zu ver­wei­sen. Das bei dem Publi­kum, das der hpd anspre­chen will. "Feig­heit vor dem Feind!" schrieb ich in den Titel, weil ich den Ver­dacht habe, dass auch eini­ge der Autoren (exem­pla­risch ¹) dort ganz froh sind, wenn nicht mehr direkt unter ihren manch­mal ver­un­glück­ten Ela­bo­ra­ten die bei­ßen­de Kri­tik steht, die ihnen bestimmt nicht gefal­len hat.

¹ → Schö­ner Gigo­lo, armer Gigo­lo ....
oder: Herr Dix will die Mono­ga­mie abschaffen

¹ → Deniz Y. Dix

bookmark_borderHow fiction is brought to life
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Wie Fiktion zur Wahrheit wird

".. I once read in a children’s book about saints, which was that the aut­hor didn’t cla­im the­se things had hap­pen­ed, only that they would have hap­pen­ed if God had wan­ted them to .."

And that's how the dilem­ma of explai­ning any devia­ti­on of faith from rea­li­ty has been ele­gant­ly mastered:
What kind of limits would God have in such an assump­ti­on? Null, nada, nix, nien­te, not­hing! "Ever­ything goes!" as the Anglo-Saxons put it and once again we skep­tics stand the­re with our mouths open and we are speechl­ess about how hocus-pocus is tur­ned into truth with out-of-the-air reasoning?

So what do you do, how do you respond?
Quite sim­ply, do not be ama­zed and destroy the approach by tur­ning their sto­ry against them:
If it was God who wan­ted the­re to be only peo­p­le 'in his own image', then he would not have wan­ted athe­ists. Sin­ce they exist, God can­not have crea­ted humans. 

To sum up I'd like to add this quo­te: ".. befo­re you can learn to live with your own truth, or even with other people’s views of truth, you need to be able to reject the pret­ty lies — per­so­nal, poli­ti­cal, cos­mo­lo­gi­cal — that seem so much more invi­ting and attractive .."

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".. Ich habe ein­mal in einem Kin­der­buch über Hei­li­ge gele­sen, dass der Autor nicht behaup­te­te, dass es sie tat­säch­lich gege­ben habe, son­dern dass es sie gege­ben hät­te, wenn Gott es so gewollt hätte .." 

Und schon ist das Dilem­ma der Erklä­rung jeg­li­cher Abwei­chung des Glau­bens von der Wirk­lich­keit ele­gant gemeistert:
Was hät­te Gott denn für Gren­zen in einer sol­chen Annah­me? Null, nada, nix, nien­te, not­hing! "Ever­ything goes!" sagen die Angel­sach­sen und wir Skep­ti­ker ste­hen wie­der ein­mal mit off­nem Mund da und es ver­schlägt uns die Spra­che wie Hokus­po­kus mit aus der Luft gegrif­fe­nen Begrün­dun­gen zur Wahr­heit gemacht wird?

Was also tun, wie entgegnen?
Ganz ein­fach, sich nicht ver­blüf­fen las­sen und den Ansatz zer­stö­ren indem man das Modell umdreht:
Wenn es Gott war, der gewollt hät­te, dass es nur Men­schen 'nach sei­nem Bil­de' gibt, dann hät­te er kei­ne Athe­isten haben wol­len. Da es sie gibt kann nicht Gott die Men­schen erschaf­fen haben.

Zusam­men­fas­send möch­te ich die­ses Zitat anfü­gen: ".. bevor Sie ler­nen kön­nen, mit Ihrer eige­nen Wahr­heit oder sogar mit den Ansich­ten ande­rer Leu­te zu leben, müs­sen Sie in der Lage sein, die beque­men Lügen zurück­zu­wei­sen - per­sön­li­che, poli­ti­sche, kos­mo­lo­gi­sche – auch wenn sie so viel ein­la­den­der und attrak­ti­ver sind als die Wahrheit .." 

bookmark_borderVon Denkmälern .... für lebende Personen

"Ket­ten­sä­gen­mas­sa­ker" - und schon setzt wahr­schein­lich bei Ihnen, lie­be Lesen­de, das so genann­te "Kopf­ki­no" ein, und wenn Sie ein­schlä­gi­ge Film­sze­nen gese­hen haben ganz sicher.

Ein Nach­bar ist Ket­ten­sä­ge­welt­mei­ster - es ver­geht kein Tag (außer Sonn­tag) an dem nicht sei­ne Ket­ten­sä­ge benutzt wird - und wenig spä­ter sei­ne Kreis­sä­ge, kurz danach immer wie­der die Kettensäge. 


Ich fra­ge mich, was es stän­dig zu sägen gibt, ins­be­son­de­re, da ich noch nie eine Lie­fe­rung von Holz habe kom­men sehen, die für die­sen Nach­barn bestimmt gewe­sen wäre.

 

Trotz­dem 'beglücken' der sin­gen­de Ton der Kreis­sä­ge kurz, der mehr schnar­ren­de Ton der Ket­ten­sä­ge oft für meh­re­re Stun­den (!) die Nachbarschaft. 

Als ich kürz­lich einer Nach­ba­rin gegen­über mei­ne Ver­wun­de­rung und mein Befrem­den dar­über offen­bar­te, dass es einen Nach­barn gibt der fast schon unun­ter­bro­chen seit Wochen Sägen im Ein­satz hat, ern­te­te ich nur ein Schul­ter­zucken, einen Geste der Unwis­sen­heit und ein abweh­ren­des "Sowas hören wir schon gar nicht mehr!" Kein Ver­such einer Erläu­te­rung, ver­husch­te Heim­lich­tue­rei und die ganz offen­sicht­li­che Unlust das The­ma irgend­wie zu erklä­ren bzw. für mich als neu Zuge­zo­ge­nen zu vertiefen.

Es gibt recht son­der­ba­re "Hob­bys", und je älter ich wer­de desto mehr davon begeg­nen mir ... und wie sieht das bei Ihnen aus? Sägen Sie auch?

bookmark_bordercryptocurrency
oder:
Des Kaisers neue Kleider

*update* [17.07.2021; 13:00h]
*update* [06.02.2022; 21:00h]

Nen­nen Sie mich blö­de, unbe­weg­lich, rück­stän­dig oder einen ver­grei­sten Fortschrittsfeind:

Ich hal­te nichts von "cryp­to­cur­ren­cy".
Man kann die­se Wäh­rung nicht sehen,
man kann die­se Wäh­rung nicht riechen,
man kann die­se Wäh­rung nicht anfassen.
Was man weder sehen, noch rie­chen, noch anfas­sen kann ist eine Illusion.

Sie besteht nur, weil *JEMAND* ver­si­chert sie sei existent.
Bis jetzt habe ich noch kei­ne Erklä­rung gefun­den, die mir, finanz­tech­ni­schem Lai­en, plau­si­bel erklärt hät­te WAS "cryp­to­cur­ren­cy" ist und wie der Wert 'geschöpft' wird. Ist das so etwas, was frü­her nur Ban­ken machen konn­ten, näm­lich durch Ver­ga­be von Kre­di­ten "Geld zu schöp­fen" - und nun kann es jeder mit einem schnel­len Com­pu­ter und einer Gra­fik­kar­te die einen Bat­zen Geld kostet? 

Dann wäre das nur eine ande­re Masche Sach­wer­te für Weni­ge zu reser­vie­ren und fik­ti­ve Wer­te auf den Rest der Men­schen zu ver­tei­len. Nur Sach­wer­te haben Bestand und einen von jed­we­der Wäh­rung unab­hän­gi­gen Wert. Rei­che Men­schen inve­stie­ren nicht in fik­ti­ve Wer­te, sie inve­stie­ren in Sachwerte.

Wenn ich dann eine sol­che Ein­schät­zung lese,
".. Sup­port­ers of Bit­co­in and other cryp­to­cur­ren­ci­es cla­im that the­se finan­cial plat­forms are inher­ent­ly trust­less systems - that is, they’re not direct­ly tied to any nati­on-sta­te, govern­ment, or body. They would argue that cryp­to­cur­ren­cy is supe­ri­or to tra­di­tio­nal phy­si­cal cur­ren­ci­es becau­se it is not depen­dent on, for instance, the U.S. fede­ral govern­ment. .. Grund­fest notes that regard­less of whe­ther you think that’s a good or bad thing, it’s not enti­re­ly accu­ra­te. Cryp­to­cur­ren­cy aren’t real­ly trust­less at all. They are still reli­ant on the under­ly­ing infras­truc­tu­re powe­ring cryp­to­cur­ren­ci­es like Bit­co­in, much of which is loca­ted in Chi­na. The Chi­ne­se govern­ment could theo­re­ti­cal­ly make chan­ges to cryp­to­cur­ren­ci­es at a fun­da­men­tal level by impo­sing its will on the data miners who keep them running .."
[Quel­le]

kom­me ich zu dem Ergebnis:
Das ist mir eine zu win­di­ge Ange­le­gen­heit um mich dar­auf einzulassen.

Und ich ver­ra­te ihnen noch ein Geheimnis:
Das mei­ste Geld auf die­sem Pla­ne­ten, näm­lich das, was nicht in Mün­zen und Schei­nen exi­stiert, hat genau die Eigen­schaf­ten, die "cryp­to­cur­ren­cy" zuge­schrie­ben werden.

Für mich bedeu­tet es, dass auch die­ses Geld 'nicht exi­stent' ist.
Wenn der Wert auf einem 'Ver­spre­chen' basiert, es sei etwas wert, was pas­siert dann wenn plötz­lich die­ses Ver­spre­chen wider­ru­fen wird und wegfällt?

Irgend­wer muss drin­gend dem klei­nen Jun­gen aus dem Mär­chen Bescheid sagen
- er wird wie­der ein­mal gebraucht ...!

¹ Über­set­zung:
Befür­wor­ter von Bit­co­in und ande­ren Kryp­to­wäh­run­gen behaup­ten, dass die­se Finanz­platt­for­men von Natur aus ver­trau­ens­wür­di­ge Syste­me sind – das heißt, sie sind nicht direkt an einen Natio­nal­staat, eine Regie­rung oder eine Kör­per­schaft gebun­den. Sie wür­den argu­men­tie­ren, dass Kryp­to­wäh­rung tra­di­tio­nel­len phy­si­schen Wäh­run­gen über­le­gen ist, weil sie bei­spiels­wei­se nicht von der US-Bun­des­re­gie­rung abhän­gig ist.
Grund­fest stellt fest, dass es nicht ganz kor­rekt ist, unab­hän­gig davon, ob Sie das für gut oder schlecht hal­ten. Kryp­to­wäh­run­gen sind nicht wirk­lich ver­trau­ens­wür­dig. Sie sind immer noch auf die zugrun­de lie­gen­de Infra­struk­tur ange­wie­sen, die Kryp­to­wäh­run­gen wie Bit­co­in antreibt, von denen sich ein Groß­teil in Chi­na befin­det. Die chi­ne­si­sche Regie­rung könn­te theo­re­tisch Ände­run­gen an Kryp­to­wäh­run­gen auf grund­le­gen­der Ebe­ne vor­neh­men, indem sie den Data Minern, die sie am Lau­fen hal­ten, ihren Wil­len aufzwingt.

*update* [17.07.2021; 13:00h]
Sie­he hier­zu fol­gen­de Artikel:
Deep in rural Chi­na, bit­co­in miners are pack­ing up; A govern­ment clamp­down has forced most of them offline
Der Bit­co­in-Crash ist pro­gram­miert; Der per­ma­nent stei­gen­de Strom­ver­brauch zwingt die markt­stärk­ste Kryp­to­wäh­rung in ein Pon­zi-System. Ver­eb­ben die Geld­zu­flüs­se, kommt der Absturz 

*update* [06.02.2022; 21:00h]
Sieh hier­zu → Die Bit­co­in-Fal­le | Doku über die Abzocke mit Kryp­to-Wäh­run­gen; das ARD radio­fea­ture · 06.02.2022 · 52 Min.

bookmark_borderEin Zeichen wirklicher Intelligenz ....

Ein Zei­chen wirk­li­cher Intel­li­genz ist es
einen Sach­ver­halt zu vertreten
ohne des­sen Unum­stöß­lich­keit anzunehmen

[Quel­le]
 
 
Wir leben in einer Zeit in der es zu vie­le indi­vi­du­el­le und zu weni­ge glo­ba­le Wahr­hei­ten gibt.
Wie­so das?
Ist es nicht genau umgekehrt?
Stimmt.
Aber:
Was da als 'per­sön­li­che' (=angeb­lich indi­vi­du­el­le) Wahr­heit bezeich­net wird ist doch in der Mehr­zahl der Fäl­le ledig­lich das nach­ge­plap­pert, was irgend­wel­che selbst­er­nann­ten Mei­nungs­bild­ner vor­ge­kaut haben. Zu Vie­le haben zu wenig Grund­kennt­nis­se von den Din­gen wor­über sie sich auf­re­gen. Von denen sie 'glau­ben' genug zu wis­sen und die sie als Fak­ten anneh­men, obwohl es doch mei­stens nur Paro­len von Typen sind die sich wich­tig machen. Indem sie dum­mes Zeug erzäh­len das schwer zu wider­le­gen ist. Nicht weil es nicht zu wider­le­gen wäre, son­dern weil etwas nicht Exi­sten­tes zu wider­le­gen erheb­li­chen Auf­wand bedeu­tet und in man­chen Fäl­len gar nicht mög­lich ist.


  Haben Sie in der Coro­na­zeit schon jemals einen der Schrei­häl­se etwas zurück­neh­men gehört wenn die Fak­ten­la­ge die abstru­sen Theo­rien längst wider­legt hat­te? Wohl kaum. Sol­che Leu­te bestehen immer noch dar­auf, dass hin­ter all dem eine irgend­wie gear­te­te Mani­pu­la­ti­ons­ab­sicht herrscht, Men­schen durch Imp­fun­gen 'ver­dummt' wer­den sol­len .... wo sie doch als Impf­geg­ner genau das Para­de­bei­spiel dafür sind, wie schreck­lich dumm man ohne Imp­fung sein kann!
 

Und noch ein Gedan­ke zum Abschluss:
Mitt­ler­wei­le schal­te ich ab wenn mir jemand etwas zu Coro­na, zum Imp­fen, zu Inzi­den­zen erzäh­len will.
Die vier­te Wel­le wird kom­men, egal wer und wie dazu Stel­lung nimmt. Die Frau Kanz­le­rin nicht ausgeschlossen.

Wir wer­den auch die über­ste­hen - sicher aber men­tal stär­ker, wenn wir nicht mehr jedem Hans­wurst zuhö­ren, der sei­nen total wich­ti­gen neu­en Kennt­nis­se zu Coro­na hinausposaunt.


 

 

bookmark_borderWas bleibt unterm Strich ...?

Vom Gast­ar­bei­ter zum Mit­bür­ger - ein Traum, der nur ver­ein­zelt wahr wur­de!
Dem Herrn bloed­bab­b­ler gewidmet ....


 
Ras­sis­mus / Anti-Rassismus
".. inkon­se­quen­te Anti­ras­si­sten, die fest­ge­fah­re­ne Grup­pen­iden­ti­tä­ten in den Vor­der­grund stel­len statt den ein­zel­nen Men­schen. Ein sol­cher Anti­ras­sis­mus habe näm­lich "das Poten­zi­al, die Gesell­schaft auf ähn­li­che Wei­se zu spal­ten wie der Ras­sis­mus selbst. Weil es eben nicht um die Men­schen geht, son­dern um die Attri­bu­te, die man ihnen zuschreibt." Den Ras­sis­mus, erklärt Abdel-Samad, bekämp­fe man daher am besten durch das Lösen star­rer Loya­li­tä­ten und .. über­kom­me­nen Iden­ti­täts­scha­blo­nen, die wir alle mit uns her­um­schlep­pen. An deren Stel­le sol­le eine welt­of­fe­ne Kul­tur des Plu­ra­lis­mus tre­ten, "die sich natür­lich ent­wickelt, nicht aber durch ideo­lo­gi­sches Social Engi­nee­ring einer Iden­ti­täts­po­li­tik, die nur zu noch mehr Spal­tung führt". Die Öff­nung von kol­lek­ti­ven Iden­ti­tä­ten sieht Abdel-Samad nicht zuletzt auch als Vor­aus­set­zung für eine gelun­ge­ne Integrationspolitik .." 

Zitat aus: "Hamed Abdel-Samad: Wege aus der Iden­ti­täts­fal­le"]
 
 
Nicht alles, was sich wie Ras­sis­mus anhört ist auch Ras­sis­mus. Das vor­weg geschickt will ich hier kei­ne Vor­ur­tei­le fort­füh­ren oder Men­schen, egal woher sie kom­men, irgend­wie wer­ten oder in Schub­la­den stecken.

Zu einer gründ­li­chen Betrach­tung der Bilanz nach mehr als 60 Jah­ren Ein­wan­de­rung, die von den Par­tei­en der bestehen­den Koali­ti­on und eini­gen ande­ren, die nur noch außer­par­la­men­ta­risch ver­tre­ten sind, stets abwei­chend beti­telt wur­de, gehört aller­dings Din­ge beim Namen zu nen­nen und bit­te­re Wahr­hei­ten auszusprechen.

Vie­le Län­der der heu­ti­gen EU began­nen mit einer Ein­wan­de­rungs­po­li­tik ohne die lang­fri­sti­gen Fol­gen zu über­den­ken, und schon gar nicht zu über­wa­chen. Ein­wan­de­rung wur­de als unver­zicht­ba­re Reak­ti­on auf den Arbeits­kräf­te­man­gel ange­se­hen. War das zunächst noch von der Bevöl­ke­rung akzep­tiert, da die "Gast­ar­bei­ter" aus Län­dern kamen, die eine zu Deutsch­land ver­gleich­ba­re Geschich­te und Lebens­art hat­ten, wenig­stens aus christ­lich struk­tu­rier­ten Gesell­schaf­ten stamm­ten, sodass sie sich nur in Klei­nig­kei­ten, wie etwa den Zuta­ten ihrer Haupt­ge­rich­te unter­schie­den. Es dau­er­te aller­dings nicht lan­ge, bis die Stim­mung sich wandelte.

Das änder­te sich grund­le­gend und ohne ent­spre­chen­de Inte­gra­ti­ons­maß­nah­men durch den Staat als tür­ki­sche Gast­ar­bei­ter in Deutsch­land ein­wan­der­ten, von denen ange­nom­men wur­de, sie wür­den wahr­schein­lich wegen der gesell­schaft­lich und reli­gi­ös so sehr ver­schie­de­nen Auf­fas­sun­gen und fami­liä­rer Lebens­ent­wür­fe, irgend­wann mit ihrem erar­bei­te­ten Ren­ten­an­spruch im Ruhe­stand nach Hau­se zurück­keh­ren wol­len. Die Ent­wick­lung seit­dem stellt sich dem­ge­gen­über kom­plett anders als in die­sen Vor­her­sa­gen ange­nom­men dar.


Das rosi­ge Bild, was ins­be­son­de­re die Lin­ken manch­mal schwär­me­risch ver­brei­ten, ist dabei genau­so falsch, wie der Gegen­ent­wurf der Rech­ten, die ihre Iden­ti­tät aus der Abwer­tung von Ein­wan­de­rern bezie­hen, die sie für 'min­der­wer­tig' hal­ten um sich selbst aufzuwerten. 

 

Die Ver­klä­rung und Fehl­in­ter­pre­ta­ti­on des­sen, was mit Ein­wan­de­rungs­po­li­tik bzw. Inte­gra­ti­ons­po­li­tik zu errei­chen ist und wie Ein­wan­de­rung die Gesell­schaft des Gast­lan­des berei­chern soll, ist hin­ge­gen ein 'Wohl­fühl­ele­ment' der Lin­ken, die sich dadurch zu bes­se­ren, weil aus­ge­spro­chen altru­isti­schen Men­schen erklä­ren können.

Was fehlt ist eine nüch­ter­ne Fest­stel­lung von Tat­sa­chen, die nicht ver­schweigt, dass aus frem­dem sozio­lo­gi­schen Gefü­ge kom­men­de Men­schen anders geprägt sind und daher einen lan­gen Pro­zess der Ände­rung von Grund­auf­fas­sun­gen vor sich haben, den Vie­le schaf­fen. Vie­le ande­re nie schaf­fen wer­den, weil sie es im Extrem ein­fach nicht wol­len. Da liegt zwar der Wunsch vor im Gast­land zu leben und des­sen Annehm­lich­kei­ten, vor allem die sicher ver­füg­ba­ren sozia­len Lei­stun­gen (im Ver­gleich zum Her­kunfts­land), für die die ein­hei­mi­sche Bevöl­ke­rung mit ihren Steu­ern zahlt in Anspruch¹ zu neh­men, anson­sten aber so wei­ter zu leben, zu den­ken und sich zu ver­hal­ten wie sie es zuvor gewohnt waren. Ja sogar häu­fig die Lebens­wei­se im 'Gast­land' ver­ächt­lich zu machen, sich damit zu brü­sten wie leicht man den Deut­schen Geld aus der Tasche zie­hen kann.

Wie sich am Bei­spiel der tür­ki­schen Ein­wan­de­rer gezeigt hat ver­lau­fen die Ent­wick­lun­gen völ­lig ver­schie­den zum 'gewünsch­ten' Inte­gra­ti­ons­ge­sche­hen, je nach­dem wel­che sozio­lo­gi­sche Grup­pe die­ser Natio­na­li­tät man betrach­tet. Aus jah­re­lan­ger Beob­ach­tung sind vier Grup­pen grob zu unter­schei­den. Tür­ken mit und ohne Bin­dung an den Islam, Kur­den mit oder ohne reli­giö­se Bin­dung. Es scheint, als ob es zwi­schen die­sen Grup­pen ein Gefäl­le gibt, das die Wahr­schein­lich­keit einer Ein­glie­de­rung in die hie­si­ge Gesell­schaft mehr oder weni­ger wahr­schein­lich macht, und zwar von "wenig wahr­schein­lich" zu "sehr wahrscheinlich":
Streng reli­giö­se Tür­ken, mili­tan­te Kur­den², wenig bis über­haupt nicht reli­giö­se Tür­ken, wenig bis über­haupt nicht reli­giö­se Kurden.

Das Bild wird durch die letz­te Ein­wan­de­rungs­wel­le der Jah­re 2015 (mitt­ler­wei­le zah­len­mä­ßig stark abge­schwächt) bis heu­te noch ver­kom­pli­ziert, denn trotz grund­le­gend glei­cher Reli­gi­ons­ba­sis im Islam ist doch die prak­ti­sche Lebens­füh­rung und damit zusam­men­hän­gen­de Kul­tur der ver­schie­de­nen Eth­ni­en breit gestreut. Die "typi­schen" Ein­wan­de­rer gibt es nicht, wes­we­gen der Ver­such Alle mit den glei­chen Regeln und Maß­nah­men ein­zu­glie­dern schon im Ansatz zum Schei­tern ver­ur­teilt ist. Das ist zugleich ein wesent­li­cher Gesichts­punkt der die Fra­ge auf­wirft, ob wir denn in den nord­west­eu­ro­päi­schen Län­dern über­haupt ein Kon­zept für eine sol­che Inte­gra­ti­on ent­wickeln kön­nen, das die­ser Sach­la­ge gerecht wer­den könnte.

Wovon das Wohl­erge­hen Ein­ge­wan­der­ter abhängt ist an der Art ihrer Beschäf­ti­gung, ihrer reli­giö­sen Bin­dung und ihrer Bereit­wil­lig­keit, sich dem neu­en gesell­schaft­li­chen Gefü­ge anzu­pas­sen fest zu machen. Wesent­lich­stes Ele­ment ist die Fähig­keit sich in der Lan­des­spra­che zu unter­hal­ten, und zwar nicht nur eines Fami­li­en­mit­glie­des, son­dern aller Fami­li­en­mit­glie­der glei­cher­ma­ßen. Ohne Sprach­kennt­nis­se ist jeder Ver­such einer Inte­gra­ti­on zum Schei­tern verurteilt.

Die The­se, es wer­de durch die Arbeit der Zuge­wan­der­ten in die Sozi­al­sy­ste­me ein­ge­zahlt ist zwar kor­rekt, doch hält man dage­gen die Kosten, die eine sol­che Fami­lie ver­ur­sacht, so wird die Bilanz schnell nega­tiv. Dies ins­be­son­de­re, wenn Arbei­ten ver­rich­tet wer­den, die im unte­ren Bereich der Lohn­ska­la ange­sie­delt sind:

- Hier wer­den Antei­le am sozia­len Gefü­ge nur bedingt ein- aber oft in gro­ßem Umfang aus­ge­zahlt. Etwa Kin­der­geld, Wohn­geld, Kran­ken­ver­si­che­rungs­lei­stun­gen und Betreu­ung in Kin­der­gar­ten und Schu­len. In den Schu­len müs­sen für ein­ge­wan­der­te Kin­der erheb­lich höhe­rer Auf­wand und eine schwer auf­zu­ho­len­de Distanz zu alters­glei­chen Kin­dern aus hei­mi­scher Bevöl­ke­rung ange­nom­men wer­den, wofür es zahl­rei­che Bele­ge aus den Schul­ver­wal­tun­gen gibt.

- Die sprach­li­chen und kul­tu­rel­len Unter­schie­de füh­ren schnell zu einer Über­for­de­rung der übli­chen Struk­tu­ren - und obwohl die Schul­ver­wal­tun­gen das erkannt haben und abzu­stel­len ver­su­chen bleibt stets der Satz "Gut gewollt ist nicht gleich gut gemacht!" aktu­ell, weil sich das Bild vom Ver­wal­tungs­schreib­tisch aus oft in wirk­lich­keits­frem­de Akti­on ergiesst, die am Man­gel nichts ändert, son­dern sogar wei­te­re Stö­run­gen her­vor­ru­fen kann. 

Was bis­her erör­tert wur­de gilt für die erste Gene­ra­ti­on. Die Bilanz für die zwei­te und wei­te­re Gene­ra­tio­nen derer, die sich aus ver­schie­den­sten Grün­den nicht ein­glie­dern wol­len oder es man­gels intel­lek­tu­el­ler Fähig­kei­ten schlicht­weg nicht kön­nen, sieht beson­ders schlimm aus:

Die Kin­der ler­nen ein Rol­len­ver­ständ­nis, das von dem unse­ren extrem abwei­chen kann. Etwa, was die Rol­le der Frau angeht. Wenn Jun­gen unge­bremst die Macho­al­lü­ren aus­le­ben dür­fen, wäh­rend Mäd­chen in die­nen­de, unter­wür­fi­ge Rol­len gedrängt wer­den, kann das nicht gut gehen. Die so zu klei­nen männ­li­chen Tyran­nen erzo­ge­nen Kna­ben, durch den Islam bestärkt alle Anders­gläu­bi­gen und Ungläu­bi­gen sei­en min­der­wer­ti­ge Krea­tu­ren, beneh­men sich auch Per­so­nen außer­halb ihres Kul­tur­krei­ses, gegen­über so, wie sie es gelernt haben: 

Über­heb­lich, auf­müp­fig, frech, ver­ächt­lich - oder eine Kom­bi­na­ti­on davon. 


Die Über­be­to­nung männ­li­cher Pri­vi­le­gi­en schafft eine Schicht von Her­an­wach­sen­den, die kei­ne Gren­zen mehr akzep­tiert und sich schon dadurch von der Kern­be­völ­ke­rung ganz wesent­lich unter­schei­det, sich auch bewusst abhebt und schließ­lich nicht mehr ein­glie­dern und anpas­sen will.

 

Dem ste­hen dia­me­tral ande­re Grup­pen gegen­über, die sich 'ein­glie­dern', indem sie als 'deut­sche Tugen­den' beschrie­be­ne Ver­hal­tens­wei­sen über­neh­men, ja manch­mal sogar über­kom­pen­sie­ren, indem sie die­se Ver­hal­tens­mu­ster aus­ge­präg­ter zei­gen als Geburts­deut­sche. Men­schen aus die­ser Grup­pe, nicht nur Kin­der und Jugend­li­che, son­dern ins­be­son­de­re ihre Eltern, dür­fen gleich­wohl als die "Erfolg­rei­chen" ange­se­hen wer­den, denen eine naht­lo­se Inte­gra­ti­on in weni­gen Jah­ren gelingt und wei­ter­hin, in Fol­ge­ge­nera­tio­nen, gelin­gen wird. Es zeich­net sich deut­lich ab, dass zwi­schen den Extre­men die Unter­schie­de zwei wesent­li­che Ursa­chen haben:

Reli­gi­on und Intellekt.

"Alle Deut­schen sind Über­flie­ger und kön­nen alles errei­chen" - das ist ein immer noch vor­han­de­ner Trug­schluss der zum Wohl der Gesell­schaft ins­ge­samt ein­mal demon­tiert und offen kom­mu­ni­ziert wer­den soll­te - und das gilt ver­gleichs­wei­se natür­lich für Men­schen aus ande­ren Kul­tur­krei­sen und Lebens­ver­hält­nis­sen. Wenn aber (bei­spiels­wei­se) tür­ki­sche Frau­en so an das Haus gebun­den sind, dass sie trotz Jahr­zehn­te lan­ger Anwe­sen­heit in Deutsch­land immer noch nicht die Spra­che beherr­schen, so deu­tet das auf Absicht oder Gleich­gül­tig­keit hin, die nicht akzep­tiert wer­den kann, wenn man die Errun­gen­schaf­ten der moder­nen Gesell­schaft nicht ad absur­dum füh­ren will.
[Die vor­ge­nann­ten tür­ki­schen Frau­en könn­ten sicher bes­ser leben und mehr tun als in dem engen Gefü­ge in das sie der reli­giö­se Wahn ein­bin­det, nur damit die obi­ge Anmer­kung nicht miss­ver­stan­den wird.]

Um auf eine posi­ti­ve Note zu enden will ich noch von einer syri­schen Fami­lie berich­ten, die aus mei­ner Sicht ein Para­de­bei­spiel für gelun­ge­ne Inte­gra­ti­on ist:
Vater, Mut­ter und drei Söh­ne sind geflo­hen. Alle haben inner­halb von zwei Jah­ren Deutsch gelernt. Die drei Kna­ben besu­chen alle das Gym­na­si­um mit gro­ßem Erfolg. Die Mut­ter, von Beruf Apo­the­ke­rin, hat nicht gewar­tet bis sie in ihrem Beruf etwas fand und hat statt­des­sen in einer Schu­le in der 'Über­mit­tags­be­treu­ung' Arbeit gefun­den. Der Vater, Elek­tro­in­ge­nieur von Beruf, hat eine Fort­bil­dung zu moder­nen CAD-Syste­men & Pro­gram­men gemacht, war ein­ein­halb Jah­re als 'Prak­ti­kant' bei einem Unter­neh­men um die Arbeits­welt ken­nen zu ler­nen, und wur­de dann in ein Fest­an­stel­lungs­ver­hält­nis übernommen.
Nach fünf Jah­ren ist die­se Fami­lie voll inte­griert, sie trägt ihre Kosten selbst und die Söh­ne wer­den alle­samt in höhe­ren Beru­fen wesent­lich zu den Staats­fi­nan­zen bei­tra­gen - wodurch sie mehr ein­zah­len als sie frü­her an Kosten ver­ur­sacht haben.

¹
".. Die Zuwan­de­rung aus nicht-west­li­chen Regio­nen ist in der Regel ungün­stig für die öffent­li­chen Finan­zen. Dies gilt ins­be­son­de­re für die Her­kunfts­ge­bie­te Kari­bik, West­asi­en, Tür­kei und Nord-, Zen­tral- und West­afri­ka mit Net­to­ko­sten von 200.000 € bis 400.000 € pro Ein­wan­de­rer sowie Marok­ko, Horn von Afri­ka und Sudan mit Net­to­ko­sten von 550.000 € auf 600.000 € pro Ein­wan­de­rer. Zum Ver­gleich: Ein durch­schnitt­li­cher Nie­der­län­der ist in sei­nem Leben unge­fähr „bud­get­neu­tral“.
Aus allen Migra­ti­ons­mo­ti­ven schei­nen west­li­che Ein­wan­de­rer „bes­ser abzu­schnei­den“ als nicht-west­li­che Ein­wan­de­rer. Die Dif­fe­renz beträgt ca. 125.000 € für Arbeits- und Stu­di­en­mi­gran­ten und 250.000 € für Asyl- und Familienmigranten.
Für sich genom­men schei­nen nur zwei Kate­go­rien für die öffent­li­chen Finan­zen der Nie­der­lan­de gün­stig zu sein; Arbeits­mi­gra­ti­on aus west­li­chen Län­dern (außer mit­tel- und ost­eu­ro­päi­schen Län­dern), Asi­en (außer Mitt­le­rer Osten) und Latein­ame­ri­ka sowie Stu­di­en­mi­gra­ti­on aus der EU. Alle ande­ren For­men der Zuwan­de­rung sind besten­falls haus­halts­neu­tral oder haben erheb­li­che nega­ti­ve fis­ka­li­sche Auswirkungen .. "
['..As regards the net con­tri­bu­ti­on of immi­grants to public finan­ces, the­re are sub­stan­ti­al dif­fe­ren­ces be-
tween groups with dif­fe­rent migra­ti­on moti­ves as regi­stered by the Dutch Immi­gra­ti­on and Naturali-
sati­on Ser­vice (IND). Only labour migra­ti­on gene­ra­tes a posi­ti­ve net con­tri­bu­ti­on of, on average,
€125,000 per immi­grant. Stu­dy migra­ti­on shows, on avera­ge, a nega­ti­ve net con­tri­bu­ti­on of
€75,000. Fami­ly migra­ti­on shows, on avera­ge, a nega­ti­ve net con­tri­bu­ti­on of about €275,000 per im-
migrant. Asyl­um migra­ti­on shows a nega­ti­ve figu­re as well, amoun­ting to an avera­ge of €475,000 per
immigrant.
The­re are also con­sidera­ble dif­fe­ren­ces by regi­on of ori­gin. On avera­ge, Western immi­grants make a
posi­ti­ve con­tri­bu­ti­on of €25,000, while non-western immi­grants cost near­ly €275,000. Within the cat-
ego­ries Western and non-Western the­re is, howe­ver, much varia­ti­on..'
ebda.]
„Der gren­zen­lo­se Wohl­fahrts­staat“ Jan van de Beek, Hans Roo­den­burg, Joop Har­tog und Ger­rit Kref­fer, 2021, Amster­dam School of Eco­no­mics. [Link: Gren­zelo­ze Ver­zor­gings­staat]

²
".. Die Kur­di­sche Arbei­ter­par­tei PKK tritt heu­te bei ihrem Kampf für die Rech­te der Kur­den am mili­tan­te­sten auf, auch wenn sie mili­tä­risch kaum Chan­cen gegen die tür­ki­sche Armee hat. Spek­ta­ku­lä­re Aktio­nen bis hin zu Selbst­ver­bren­nun­gen und ter­ro­ri­sti­schen Anschlä­gen mar­kie­ren über Jahr­zehn­te die Poli­tik der PKK .." - so eine 'offi­zi­el­le' Dar­stel­lung im ZDF, die ich mir nicht zu eigen mache.

bookmark_borderJetzt kommt die 'perfekte' Welle ...?

Es gibt, wie hin­rei­chend bekannt, eine Fül­le von Blogs die sich mit dem Rei­sen befas­sen. Rei­sen ist eine Beschäf­ti­gung für jung und alt - so jeden­falls erscheint es mir als Leser in die­sen Blogs. Und ich muss zuge­ben, es sind viel­fach inter­es­san­te Bil­der und Hin­wei­se, die denen, die rei­sen wol­len, wirk­lich hel­fen können.


Was aber oft ver­nach­läs­sigt wird ist die Fra­ge, wie die Rei­sen­den von der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung im Rei­se­land betrach­tet und auf­ge­nom­men wer­den. Die vie­len bun­ten und anspre­chen­den Blogs zum The­ma "Rei­sen" klam­mern immer aus was rund­her­um vor­geht, auf wel­chem Niveau die arbei­ten­de Bevöl­ke­rung des Rei­se­ge­bie­tes arbei­tet und verdient.
Wäh­rend die Tou­ri­sten ein üppi­ges, mehr­gän­gi­ges Menü ver­spei­sen, sit­zen ein paar Kilo­me­ter ent­fernt oft die Men­schen auf Lehm­bo­den und haben außer einer Schüs­sel Reis und etwas Gemü­se nichts wei­ter zu essen.
Bei Hin­wei­sen, die so for­mu­liert sind: "Las­sen Sie Wert­ge­gen­stän­de, Uhren, Rin­ge und son­sti­gen Schmuck im Hotel und füh­ren Sie nur Kopien der Päs­se mit sich." soll­ten Sie als erwar­tungs­vol­le Rei­sen­de ein­mal dar­über nach­den­ken WARUM die­ser Rat erteilt wird!
Wenn Sie in ein Land rei­sen, des­sen Spra­che Sie nicht ver­ste­hen, wie wol­len Sie dann mehr als Sehens­wür­dig­kei­ten betrach­ten? Sie wer­den nichts über die Lebens­um­stän­de der dort leben­den Bevöl­ke­rung erfah­ren - außer natür­lich ein paar Folk­lo­re­dar­bie­tun­gen als Abendunterhaltung. 

 

Nun bin ich aber schon wie­der abge­schweift, denn ich woll­te ja den Trend - so wie er sich für mich dar­stellt - erklä­ren. Es wird ein gewal­ti­ger Abschwung kom­men. Die Eupho­rie der Öff­nung nach der Pan­de­mie hat wohl zunächst einen Boom bei den Rei­sen zur Fol­ge - dann aber wird die Wel­le zusam­men­bre­chen und Vie­le wer­den sich dar­auf besin­nen, dass Rei­sen immer Vie­les an Vor­be­rei­tun­gen erfor­dern. Etwas, das man bei kur­zen Trips in die nähe­re Umge­bung nicht beden­ken muss. Dazu kom­men die oft lang­wie­ri­gen Abläu­fe bis man - end­lich - am Ziel ange­kom­men ist. 

Den letz­ten 'Todes­stoß' bekommt die Rei­se­wel­le durch das gestie­ge­ne und noch wei­ter stei­gen­de Umwelt­be­wusst­sein der jün­ge­ren Gene­ra­tio­nen. Die rei­sen nicht mehr als Tou­ri­sten für weni­ge Tage oder Wochen, die rei­sen als 'digi­tal nomads'. Arbei­ten an wech­seln­den Pro­jek­ten für wech­seln­de Auf­trag­ge­ber, wäh­rend sie frem­de Län­der inten­siv erkun­den, unter den Ein­hei­mi­schen leben, und sich auf deren Ebe­ne des Kon­sums begeben.

Die Luxus­res­sorts wer­den nicht leer wer­den, aber ihre Zahl wird erheb­lich schwin­den. Das viel geprie­se­ne Dubai ist da ein gutes Bei­spiel: Man kann dort­hin zu Dum­ping­prei­sen oder Son­der­an­ge­bo­ten flie­gen - und dann?
Ab in die umlie­gen­de Wüste wenn man des Glan­zes & Gla­mours satt ist?

"Aber die Senio­ren, die haben doch ihr Leben lang dar­auf gewar­tet end­lich gro­ße Rei­sen unter­neh­men zu kön­nen!" wer­den Sie den­ken. Ich ver­ra­te Ihnen 'mal wie das bei mir war und was ich zuneh­mend von Men­schen mei­nes Alters höre:

Zuerst wird ganz wild die neue Frei­heit, die Unab­hän­gig­keit von Sai­son­zu­schlä­gen genutzt. Dann, im Ver­lauf der Jah­re, wer­den die Rei­sen immer weni­ger, und nun heißt es oft "War­um soll ich mir die­se Stra­pa­zen noch antun, wenn ich Berich­te aus allen ent­fern­te­sten Ecken der Welt durch die elek­tro­ni­schen Medi­en nach Hau­se gelie­fert bekomme?" 

"Been the­re, done that!" sagen die Ame­ri­ka­ner - und ja, das ist eine tref­fen­de Zusam­men­fas­sung. Rei­sen Sie lie­ber - über­legt - wäh­rend Sie noch jün­ger sind ....

bookmark_borderRevolution in Deutschland? Undenkbar ..!?

Es gab - über die letz­ten 200 Jah­re betrach­tet - man­chen Auf­stand im Lan­de, aber so eine 'rich­ti­ge' Revo­lu­ti­on haben die Deut­schen nie hin­be­kom­men. Ich erin­ne­re noch eine Stel­le aus Tho­mas Manns Bud­den­brooks, [Zitat]

 
".. Kon­sul Bud­den­brook tritt ihnen ent­ge­gen. Er spricht einen 22-jäh­ri­gen Lager­ar­bei­ter sei­ner Fir­ma an, der in vor­der­ster Rei­he steht:
„Nu red’ mal, Carl Smolt! Nu is’ Tied! Ji heww hier den lee­wen lan­gen Namid­dag bröllt” […] Smolt, wat wull Ji nu eent­lich! Nu seg­gen Sei dat mal!“
„Je, Herr Kunsel, ick seg man bloß: wi wull nu ’ne Repu­bli­ke, seg ick man bloß …“
„Öwer du Dös­kopp … Ji heww ja schon een!“
„Je, Herr Kunsel, denn wull wi noch een .."
[Zitat Ende]
Die Revo­lu­ti­on fiel dann wegen Lächer­lich­keit aus.
 


Gefähr­lich wur­de aller­dings die Samm­lungs­be­we­gung um den SDS und Rudi Dutsch­ke, der als Vor­den­ker und Leit­fi­gur prä­zi­se zu for­mu­lie­ren ver­moch­te und über­wie­gend ver­ständ­lich dar­zu­stel­len wuss­te wor­an das Staats­sy­stem in den 60ziger Jah­ren man­gel­te und wie sich die im wach­sen befind­li­che Par­tei­en­struk­tur zu Ungun­sten der Bevöl­ke­rung zu eta­blie­ren begann - mit Regeln und Vor­ga­ben, die das eige­ne Stre­ben ver­fe­sti­gen sollten.
Was, blickt man heu­te auf die ver­filz­ten Struk­tu­ren, durch­aus als gelun­gen ange­se­hen wer­den muss.
 

 

Aus der Tat­sa­che, dass nach kürz­lich ver­öf­fent­lich­ten Papie­ren aus USA bekannt wur­de, dass Dutsch­ke lang­jäh­rig von US Geheim­dien­sten beob­ach­tet wur­de und man befürch­te­te er wol­le in die USA emi­grie­ren, hat sich die Vor­stel­lung ent­wickelt, das Atten­tat auf ihn kön­ne nicht die Tat eines Ein­zel­nen 'rech­ten' Atten­tä­ters gewe­sen, son­dern von den USA initi­iert wor­den sein. Eine Ver­bin­dung zwi­schen dem Atten­tä­ter Bach­mann und der NPD wur­de zwar nach­ge­wie­sen, nicht jedoch ein Auf­trags­mord durch die­se rech­te Par­tei. Ins­be­son­de­re die Tat­sa­che, dass der Atten­tä­ter ".. jedoch am 24. Febru­ar 1970 im Gefäng­nis im sech­sten Ver­such Sui­zid .." beging gab der The­se neu­en Auf­trieb Dutsch­ke sei auf Geheim­dienst­ge­heiß ange­schos­sen wor­den. Ist es nicht ver­wun­der­lich, dass so vie­le Per­so­nen unter unauf­zu­klä­ren­den Umstän­den Selbst­mord bege­hen, wenn sie etwas aus­sa­gen könn­ten, das herr­schen­de Poli­ti­ker / Regie­run­gen / Kor­po­ra­tio­nen bloß­stel­len könnte?

 
  [Quel­le: screen­shot]

 

Hät­te Dutsch­ke eine Chan­ce gehabt die sich noch ent­wickeln­de Repu­blik nach links aus­zu­rich­ten wenn er nicht durch die Tat schwer beein­träch­tigt wor­den wäre?
Schwer zu sagen.
Bestimmt war er der Mensch mit den ent­schei­den­den Fähig­kei­ten, die nötig sind, um Mas­sen zu bewegen.
Dabei aber kein "Dem­ago­ge" im her­kömm­li­chen Sinn, son­dern stets am Wohl der All­ge­mein­heit ori­en­tiert und immer so dar­ge­stellt, wie es die tat­säch­li­che Absicht war. Beson­ders die "Sprin­ger-Pres­se", mit Flagg­schiff BILD, stell­te das ver­zerrt und rück­wärts­ge­wandt als lin­ke Revo­lu­ti­ons­ab­sicht dar. Man erging sich in Lügen - weil das natür­lich viel ein­fa­cher war als sich inhalt­lich, argu­men­ta­tiv aus­ein­an­der­zu­set­zen. Revo­lu­tio­när war ledig­lich, dass eine Bewe­gung mit füh­ren­dem Kopf Dutsch­ke stand, die das All­ge­mein­wohl vor den 'Unter­neh­mens­pro­fit' einordnete. 

Der SWR hat ein fünf­tei­li­ges Inter­view von Dutsch­ke durch Gün­ter Gaus aus­ge­strahlt, das auf you­tube ver­füg­bar ist. Eine Kopie liegt in mei­nem Ser­ver­space - nur für den Fall, dass die Serie mög­li­cher­wei­se bei you­tube nicht mehr ver­füg­bar sein soll­te. In die­sem Fall ände­re ich den Link. 

bookmark_borderAntwort auf eine nicht gestellte Frage

Wie Ihnen, lie­be Lesen­de, sicher bekannt ist, nut­zen die mei­sten Web­logs - wie auch ande­re im Inter­net ver­öf­fent­lich­te Infor­ma­ti­ons­lei­stungs­er­brin­ger (!) - den Dienst so-genann­ter "coun­ter", was zu Deutsch bedeu­tet "Zähl­ein­rich­tun­gen". Allein aus der Fül­le die­ser ein­schlä­gig arbei­ten­den Dien­ste ergibt sich schon, dass es sich hier um die Befrie­di­gung einer wesent­li­chen mensch­li­chen Eigen­schaft, näm­lich der NEUGIERDE, handelt.

Zu dis­ku­tie­ren wäre natür­lich ob es immer oder mög­li­cher­wei­se nur ein­ge­schränkt mög­lich sein soll­te die­sem Begeh­ren nach Befrie­di­gung der NEUGIER nach­zu­kom­men, oder ob die Mög­lich­keit der Erfül­lung erst dazu bei­trägt, dass die NEUGIER per­p­etu­iert oder gar beför­dert wird. Doch das, lie­be Lesen­de, wird bes­ser in einem extra dafür zum schrei­ben­den Arti­kel zu erör­tern sein.

Wie Sie, lie­be Lesen­de, nun rich­tig ver­mu­ten, habe ich als Mensch genau die­se - sagen wir nor­mal aus­ge­präg­te - Nei­gung, mir Zugang zu Infor­ma­tio­nen zu ver­schaf­fen, wer wie lan­ge und was von dem kon­su­miert, was hier ange­bo­ten wird. Die ein­gangs benann­te Viel­zahl der Anbie­ter schmilzt schnell auf eini­ge weni­ge ver­blei­ben­de Unter­neh­men zusam­men wenn man die hier­zu­lan­de gel­ten­den Per­sön­lich­keits­rech­te für die Arbeit sol­cher Dien­ste zugrun­de legt:

Sie set­zen der o.g. NEUGIER nach Ein­zel­hei­ten wesent­li­che Hür­den ent­ge­gen, die zu über­schrei­ten hef­ti­ge juri­sti­sche Fol­gen haben könn­te, wes­we­gen sich die Infor­ma­ti­ons­samm­ler über­wie­gend zurück­hal­ten und die recht­li­chen Gren­zen ein­zu­hal­ten ver­su­chen. Nicht nur das, ihre Arbeit auch tat­säch­lich in den gesetz­lich gestal­te­ten Gren­zen halten. 

Ein Rät­sel ist es mir nach wie vor - und ich bit­te Sie, lie­be Lesen­de, mir die­sen kur­zen Exkurs zu gestat­ten - wie sol­che Unter­neh­men sich finan­zie­ren, denn ich sehe bei­spiels­wei­se bei mir (dank tat­säch­lich arbei­ten­der Ad-Blocker) kei­ne Wer­bung. Das müss­te doch Wer­be­trei­ben­den bekannt sein - und sie zu der ein­zig betriebs­wirt­schaft­li­chen Erkennt­nis füh­ren, in sol­che "coun­ter" kei­ne Wer­bung zu setzen.

Wovon also leben die­se Fir­men, die "coun­ter" kosten­los zur Ver­fü­gung stellen?

Wenn Sie, lie­be Lesen­de, nun dach­ten DAS sei die in der Über­schrift auf­ge­wor­fe­ne Fra­ge, so muss ich Sie ent­täu­schen. Dar­um geht es nicht, ich bin nur - wie­der ein­mal mehr - von dem zunächst geplan­ten Kon­zept für die­sen Arti­kel abge­wi­chen. Habe Sie - was mich tat­säch­lich hin und wie­der betrübt wenn ich alte Arti­kel von mir noch­mal lese - zwar nicht in die Irre, so doch auf Abwe­ge geführt. Da Sie mir aber die Treue hal­ten und immer 'mal wie­der her­kom­men und lesen und kom­men­tie­ren gehe ich aller­dings davon aus, dass Sie das mei­nem fort­ge­schrit­te­nen Alter und der dar­aus resul­tie­ren­den, nach­las­sen­den Kurz­zeit­er­in­ne­rung zuschrei­ben, und dass es Sie grund­sätz­lich nicht stört.

Die Fra­ge um die es geht ist "Wie vie­le Besu­cher lesen denn über­haupt das hier ange­bo­te­ne Sam­mel­su­ri­um von Gedan­ken zur Zeit?" und ich hät­te das in zwei Zei­len samt einem Bild, das hier wei­ter unten ange­zeigt wird, berich­ten kön­nen. Dann wäre Sie ver­mut­lich nur ein paar Sekun­den hier gewe­sen, hät­ten das Bild ange­se­hen, sich die­se oder jene Gedan­ken gemacht - und wären ent­täuscht gewe­sen mit einem Gedan­ken­split­ter abge­fer­tigt wor­den zu sein, wo Sie doch eine umfang­rei­che­re Erör­te­rung erwar­tet hatten.

In den drei Jah­ren, die ich nun die­sen "counter"-Service mit der Bezeich­nung "Bloggerei.de" benut­ze, sind 42.000 Besu­cher hier gewe­sen. Das waren pro Jahr 14.000, pro Monat ca. 1.167, und pro Tag ca. 39 'ech­te' Besuche.