bookmark_border19.000

19.000 Reichs­bür­ger - und von denen hat einer (1) vor Jah­ren einen Poli­zi­sten erschossen.

Allein in Nie­der­sach­sen gab es 2016 ins­ge­samt 163 Mord­fäl­le, erstaun­lich viel von 373 Mor­den ins­ge­samt in der BRD. Davon habe ich in den Nach­rich­ten nichts gehört, und selbst im Inter­net dazu nichts gelesen.

Aller­dings stür­zen sich die Gazet­ten auf den einen Reichs­bür­ger und die offi­zi­el­le Les­art der Poli­tik ist dadurch gestützt:
Reichs­bür­ger sind brand­ge­fähr­lich, man muss ihrer 'Herr werden'.

Schau­en wir uns die Gesamt­be­völ­ke­rung an:
2011: → 80,2 Mio
2016: → 82,5 Mio
2018: → 82,8 Mio [82,5 / 81,4 Mio Bür­ger = "Deut­sche"]

Setzt man die Zah­len ins Ver­hält­nis - 82.800.000 Bun­des­bür­ger zu 19.000 Reichs­bür­gern - so kommt ein Pro­zent­satz von 0,023% her­aus. Nähe­rungs­wei­se also 2‰ [Pro­mil­le], zwei Hun­dert­stel eines Prozents.

War­um, so fra­ge ich mich, macht man sei­tens der Poli­tik soviel Auf­he­bens um die paar Leut­chen mit etwas ver­zerr­ter Sicht des Staats- bzw. Völkerrechts?

Soll­ten wir nicht lie­ber über wich­ti­ge The­men reden von denen uns Nach­rich­ten wie die über *Reichs­bür­ger* ablen­ken sol­len?


Nur damit ich nicht falsch inter­pre­tiert wer­de:
Jeder ein­zel­ne Todes­fall ist einer zuviel!

Ich sym­pa­thi­sie­re auch kei­nes­wegs mit der Ideo­lo­gie die­ser Men­schen mit dem Label "Reichs­bür­ger". Mir gefällt nur nicht, wie hier abwei­chen­de Welt­sicht zu qua­si-kri­mi­nel­lem Den­ken auf­ge­bauscht wird. Wenn Straf­ta­ten began­gen wer­den gehö­ren die Täter bestraft. *Den­ken* gehört (noch?) nicht zu den Straf­tat­be­stän­den in unse­rem Land, und hof­fent­lich bleibt es so.

__________________ Quel­len __________________

https://countrymeters.info/
https://hpd.de/artikel/reichsbuerger-berlin-16539
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland#Bev%C3%B6lkerung
Mor­de, Kri­mi­na­li­taets­sta­ti­stik, Niedersachsen

world

mou­se over vergrößert 

bookmark_borderJa, ja, die Psychologie ....

psychologie

 screen shot aus "kraut­re­por­ter"

Was, so fra­ge ich mich, wür­de die Psy­cho­lo­gie mit mir als Ver­suchs­per­son anfan­gen? Wenn ich bei­spiels­wei­se zuerst fra­gen wür­de nach wel­chen Kri­te­ri­en die­se Über­ein­stim­mung beur­teilt wer­den soll? Oder was käme dabei her­aus, wenn ich, wie es mein erster Impuls war, Affe und Bana­ne wähl­te, obwohl ich doch im west­li­chen Kul­tur­kreis auf­ge­wach­sen und geprägt bin? Spricht das dafür, dass in mei­nem Erb­gut prä­gen­de asia­ti­sche Spu­ren vor­han­den sind oder es auf mich 'abge­färbt' hat, dass mein Vater die chi­ne­si­sche Spra­che studierte? 

Eine genaue­re Betrach­tung der Grund­la­gen zu die­sem *Test* - eine "wis­sen­schaft­li­che Unter­su­chung" mag ich die­ses Mach­werk nicht nen­nen - zeigt, dass es sich bei den "west­li­chen Pro­ban­den" um Ame­ri­ka­ner, bei den "öst­li­chen Pro­ban­den" um Fest­land­chi­ne­sen, Tai­wa­ne­sen, Hong­Kong- und Sin­ga­pur-Chi­ne­sen [".. Main­land, Tai­wan, Hong Kong, Sin­ga­po­re .."] han­del­te. Darf man die Ergeb­nis­se, die in den USA oder mit Per­so­nen, die in den USA sozia­li­siert wur­den für Euro­pä­er bzw. hier sozia­li­sier­te Men­schen ein­fach so über­neh­men? Nein, das darf man bestimmt nicht, ist doch die US-Gesell­schaft auf gänz­lich ver­schie­de­nen Wer­ten auf­ge­baut als wir sie hier in Euro­pa für wich­tig und als gesell­schaft­lich ver­bind­lich ansehen.

Der Man­gel sol­cher "Wis­sen­schaft" wie der Psy­cho­lo­gie ist - und das zeigt sich an einem Bei­spiel wie die­sem wie­der ein­mal mit aller Deut­lich­keit - dass *Befun­de* bes­ser als "Inter­pre­ta­tio­nen durch die Unter­su­chen­den" bezeich­net wer­den soll­ten. Einen Anspruch auf Repro­du­zier­bar­keit der Ergeb­nis­se kann ich eben­so­we­nig erken­nen. Zah­len und Berech­nun­gen spie­geln *Fak­ten* ledig­lich vor, ohne es tat­säch­lich zu sein. Ins­ge­samt kom­me ich daher zu dem Ergebnis:

Das Niveau der *Unter­su­chung* ist etwa mit dem zu ver­glei­chen, was in einer typi­schen Frau­en­zeit­schrift gleich neben dem Horo­skop den Lese­rin­nen anbie­tet
"Erken­nen Sie wel­cher Typ Mann zu Ihnen passt!"

bookmark_borderVorne getrommelt ....

Vor­ne getrom­melt - und hin­ten kei­ne Sol­da­ten - so lau­te­te ein Spruch, den mein Groß­va­ter immer dann anführ­te, wenn er sagen woll­te: Die neh­men den Mund zu voll, zu viel hei­ße Luft, da stimmt doch etwas nicht.

Mir geht es so, wenn ich mir anse­he oder durch­le­se was so über die Sowjet­uni­on ver­laut­bart wird. Wo doch das Leben beweist: Zwi­schen ganz tief schwarz und ganz glän­zend weiß gibt es vie­le Schat­tie­run­gen von Grau. 

Manch­mal gibt es sogar ein paar posi­ti­ve Wor­te zum Nach­fol­ge­staat der UDSSR, aller­dings sel­ten und wenn, dann eher ver­steckt, schon bald ver­schämt, so, als ob die Autoren es lie­ber nicht gesagt hät­ten und sich bei­na­he fürch­ten etwas Posi­ti­ves ver­lau­ten zu las­sen. Seit Jah­ren läuft die Erd­gas­ver­sor­gung pro­blem­los - und jetzt, ganz plötz­lich, soll das irgend­wie gefähr­lich sein?

Von unse­ren *Ver­bün­de­ten*, den U.S.A. bekom­men wir - trotz Trump und der von ihm ange­rich­te­ten Mise­re - stän­dig irgend­wel­che guten Nach­rich­ten serviert. 

cartoon

[screen shot]
Kein Wort der Kri­tik wenn wie­der ein­mal in Süd­ame­ri­ka eine gewähl­te Regie­rung unter­gra­ben, desta­bi­li­siert und dann mit­tels des Geheim­dien­stes gestürzt wird. Unse­re Medi­en haben ihr *Nar­ra­tiv* gefun­den, ihre *Bla­se* ist noch intakt und daher bekom­men wir einen Ein­heits­brei ser­viert der nur Freun­de im Westen und Fein­de im Osten kennt. Mir feh­len da die Nuancen.

cartoon

"Demo­kra­tie" als Illu­si­on,
als Vor­wand

Was die Ein­mi­schung der U.S.A. in die inne­ren Ange­le­gen­hei­ten der süd­ame­ri­ka­ni­schen Staa­ten wirk­lich bedeu­tet.
[screen shot]

Ganz im Gegen­teil, es wird in die glei­che Ker­be gehau­en und alle Geschich­te der von ihren jewei­li­gen Bevöl­ke­run­gen frei gewähl­ten süd­ame­ri­ka­ni­schen Links­re­gie­run­gen, gestürzt zum Nut­zen US-basier­ter Unter­neh­men, wird hier geflis­sent­lich ver­schwie­gen. Vasal­len­treue, bis in den Tod - wir sind ja der­zeit in Afgha­ni­stan mit mehr Trup­pen ver­tre­ten als die U.S.A., die sich sti­kum her­aus­ge­löst haben und das Wei­te such­ten .... selbst­re­dend geht alles Posi­ti­ve auf das US-Kon­to, Miss­erfol­ge wer­den den Koali­tio­nä­ren zugeordnet.

Von bösen Fein­den im Osten - die uns wirk­lich in den letz­ten 50 Jah­ren nichts Böses getan haben, son­dern zur Ver­ei­ni­gung ver­hol­fen haben - hören wir nur Schlech­tes, von den angeb­lich so guten Freun­den haben wir jüngst einen Bot­schaf­ter geschickt bekom­men, der sich offen dro­hend gebär­det und wie ein Kolo­ni­al­herr - ohne jede diplo­ma­ti­sche Distanz - in unse­re Ange­le­gen­hei­ten ein­mischt und unver­ho­len, nach Mafia­art, "Wohl­ta­ten" an Bedin­gun­gen knüpft. Wer sagt uns denn, dass die­ser Droh­ge­bär­de - soll­ten wir den Feh­ler machen und uns von den U.S.A. Gas lie­fern zu las­sen - nicht tat­säch­li­che Lie­fer­eng­päs­se zwecks Erpres­sung fol­gen? Die U.S.A. waren in ande­ren Ange­le­gen­hei­ten noch nie zim­per­lich, war­um also hier?

"Guten Freun­den gibt man ein Küß­chen!" heißt es in der Wer­bung, aber auf sol­che Mafia-Boss-Ring-Küs­se für die U.S.A. soll­ten wir bes­ser ver­zich­ten und unse­re Ange­le­gen­hei­ten in unse­rem eige­nen Inter­es­se betreiben. 

bookmark_borderAuto fahren: Wie Methusalem ....

In der monat­li­chen ADAC Zei­tung las ich kürz­lich einen Arti­kel zu die­sem The­ma [ADAC motor­welt, Win­ter­spe­zi­al 12/2018; "Noch fit genug fürs Steu­er?"; Mei­ne Regi­on; Sei­te 92/93]. Dar­in stand sinn­ge­mäß: Wer nicht mehr ohne Hil­fe lau­fen kann soll­te aufs Auto fah­ren verzichten. 


Wie Methu­sa­lem ist einer mei­ner Nach­barn, wir nen­nen ihn 'mal Herrn Mül­ler, offen­bar nur wenn man sein Alter betrach­tet, wobei ich nicht glau­be, dass er noch wie der legen­dä­re Methu­sa­lem aus dem Alten Testa­ment in der Lage wäre Gene­ra­tio­nen von Nach­kom­men zu zeu­gen, nein, dage­gen spricht schon sei­ne all­ge­mei­ne Gebrech­lich­keit. Schon beim 69 Jah­re alten Richard Gere regen sich die ein­schlä­gi­gen Blät­ter auf und es wird Ver­schie­de­nes unter­stellt, und der bewuss­te Nach­bar Mül­ler ist knapp zwan­zig Jah­re älter ....

Auch was sei­ne Geh­fä­hig­keit angeht habe ich ernst­haf­te Zweifel:
Ent­we­der Herr Mül­ler geht mit einer Krücke, und das nur sehr lang­sam, Schritt für Schritt, wobei er sich mit der frei­en Hand an Gelän­dern o.ä. fest­hält - oder er fährt mit dem Auto. 

Und genau da fängt es an pro­ble­ma­tisch zu werden.

Nun schreibt der ADAC sol­che Arti­kel nicht von unge­fähr in sei­ne Club­zei­tung. Dahin­ter steht das Inter­es­se, den Mit­glie­dern den "Fahr-Fit­ness-Check" des Auto­clubs anzu­die­nen. Das ist sicher eine gute Sache, denn die Ergeb­nis­se wer­den an kei­ne Behör­de wei­ter gege­ben. Eine zwei­schnei­di­ge Sache ist es aller­dings doch - und obwohl ich kein Anwalt bin hät­te ich Beden­ken, ob das nicht gegen den über­prüf­ten Fah­rer ver­wen­det wer­den könnte. 

Etwa so, einen Unfall ange­nom­men und der Ver­ur­sa­cher vor Gericht:
Sie haben doch seit dem Fahr-Fit­ness-Check gewusst, dass sie nicht mehr fahr­tüch­tig waren, und sind trotz­dem mit dem Auto unter­wegs gewesen ..?! 
Wird das dann mög­li­cher­wei­se straf­ver­schär­fend gegen Herrn Mül­ler ver­wen­det werden?

Ein­mal ganz abge­se­hen davon fra­ge ich mich nun: Was tun, wenn der besag­te Herr Mül­ler ein­fach nicht erken­nen will, dass er nicht mehr fahr­tüch­tig ist? Wenn er nicht zur Fahrt­si­cher­heits­prü­fung gehen will? Sich also, kurz gesagt, unver­ant­wort­lich verhält?

Dar­auf gibt der ADAC bedau­er­li­cher­wei­se kei­ne Antwort.

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bookmark_borderJetzt, auf einmal ....

Jetzt, auf ein­mal .... kommt die SPD auf die Idee, das mit Hartz IV könn­te mög­li­cher­wei­se doch kei­ne so gute Idee gewe­sen sein.

Die Ein­sicht ist - da bin ich sicher - weni­ger einer plötz­li­chen Erkennt­nis zu ver­dan­ken, dass man Men­schen, die durch Umstän­de, die sie meist nicht zu ver­ant­wor­ten haben, in Not gera­ten, nicht wie schur­ki­sche Betrü­ger behan­deln darf. Das ist schon des­we­gen falsch, weil die Lei­stun­gen durch Ein­zah­lung in die Sozi­al­sy­ste­me ein Recht dar­stel­len, nicht ein Almo­sen oder eine Freund­lich­keit der Amtsmitarbeiter.

Frau Nah­les tritt aller­dings so auf wie immer: Laut, und ohne jede Scheu die Wahr­heit so hin zu bie­gen wie es ihr passt, Pipi Lang­strumpf eben, das Lied dazu hat sie ja schon im Bun­des­tag vorgetragen. 

Es ist mehr als deut­lich was bezweckt wer­den soll - die Akti­on könn­te die Über­schrift haben "Lie­be Leu­te, wir sind ganz unten mit unse­ren Pro­zen­ten und brau­chen eure Stim­me um wei­ter unse­re Bezü­ge zu erhal­ten, und zwar schon des­we­gen, weil wir sie in unse­ren erlern­ten & frü­her aus­ge­üb­ten Beru­fen nie in der Höhe erreicht hät­ten .... und sie, lie­be Wäh­ler, wol­len uns doch nicht in Hartz IV schicken ..?!"

Was wird kommen?

Bei der näch­sten Wahl wird die SPD unter 20% blei­ben, wahr­schein­lich näher an 15%. Die CDU wird ver­lie­ren, schon weil die CSU ohne See­ho­fer nicht klü­ger, son­dern noch düm­mer han­delt und Quatsch her­aus­po­saunt. Des­we­gen kann eine Koali­ti­on nur mit Grü­nen oder FDP als Drei­er­bünd­nis regie­ren - und da wird alles, was die SPD will abge­blockt wer­den .... und Frau Nah­les erklärt es den ent­täusch­ten Wäh­lern, die wider bes­se­res Wis­sen doch SPD gewählt haben:

Der Koali­ti­ons­zwang bla, bla, die Alter­na­ti­ve wäre schreck­lich gewor­den bla, bla, bei Neu­wah­len käme auch nichts Bes­se­res her­aus bla, bla ....

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bookmark_borderDeniz Y. Dix

"X. hat nach Ende sei­nes Stu­di­ums erkannt, dass der Schul­dienst sei­ne aka­de­mi­sche Neu­gier nicht stil­len wer­de und such­te des­we­gen Her­aus­for­de­run­gen außer­halb die­ses Berufs­fel­des".

Es ist eine bekann­te und nicht ganz ehr­li­che Vor­ge­hens­wei­se, dass ein Lehr­amts­stu­di­um absol­viert wird, ohne das Ziel in den Schul­dienst zu gehen. Krea­tiv ver­brämt und *posi­tiv* aus­ge­drückt heißt es so wie im Ein­gangs­satz (oben, blau) dar­ge­stellt. Nicht ganz wahr, aber auch nicht ganz unwahr, Herr Dix kennt sich da aus, er hat dazu einen "Schnell­kurs" abge­hal­ten, der als Video auf­ge­zeich­net wur­de ["Crash­kurs Lügen­er­ken­nung"].

Will man beim Stu­di­um Auf­wand spa­ren, so ist die­ser Neben­weg über das Lehr­amts­stu­di­um ein pro­ba­tes Mit­tel, es win­ken meh­re­re Vor­tei­le als 'Beloh­nung':

- Zunächst wer­den in beson­ders für sie ein­ge­rich­te­ten Fächern Lehr­amts­stu­den­ten auf einem in den Schu­len benö­tig­tes Niveau unter­rich­tet. Das liegt fast immer unter dem, was die Haupt­fach­kom­mi­li­to­nen ler­nen müs­sen. "Stu­di­um light", bei gerin­ge­rem aka­de­mi­schen Anspruch hat der so Stu­die­ren­de noch einen Zeitgewinn.

- Die Bezeich­nung des stu­dier­ten Faches ist in der über­wie­gen­den Zahl der Fäl­le gleich. Lai­en wis­sen das häu­fig nicht, sie sehen nur die Bezeich­nung, ken­nen nicht den Unter­schied, und das bringt daher das glei­che Pre­sti­ge - bei gerin­ge­rem Auf­wand! Aus "Lehr­amt für Gym­na­si­en mit den Fächern Phi­lo­so­phie und Sozi­al­kun­de" wird dann "Lehr­amt Sozi­al­kun­de · Bil­dungs­wis­sen­schaf­ten · Lehr­amt Phi­lo­so­phie · (Trier)" und beim hpd wird dar­aus "Er stu­dier­te Poli­tik­wis­sen­schaft und Phi­lo­so­phie an der Uni­ver­si­tät Trier". 

 

Die son­der­ba­re Meta­mor­pho­se von "Sozi­al­kun­de" zu "Sozi­al­wis­sen­schaf­ten" zu "Poli­tik­wis­sen­schaf­ten" kann wahr­schein­lich nur Herr Dix erschöp­fend erklä­ren. Offi­zi­ell sind näm­lich bei­de Fächer völ­lig ver­schie­den nach Inhalt und Ausrichtung.


Die Stadt Frei­berg zu "Wich­ti­ge Per­sön­lich­kei­ten der Stadt"

Ich habe mir erst mal das "Werk" von Herrn Dix mit dem Titel "Besti flok­ku­rinn¹; Der Erfolg einer Sati­re­par­tei" [Stu­di­en­ar­beit aus dem Jahr 2014] bestellt. 13,99€ für 24 Sei­ten ist ein stol­zer Preis, ich soll­te viel­leicht mei­ne Diplom­ar­beit [> 80 Sei­ten, 800 Labor- und 600 Feld­ar­beits­stun­den; Dau­er 18 Mona­te] in ein Buch umwan­deln. Das wären umge­rech­net ca. 54,-€ pro Exem­plar, die noch den Vor­teil hät­ten, dass sie - nach­prüf­bar - das Wis­sen über die Ent­wick­lung von Amei­sen wäh­rend der Pup­pen­pha­se auf eine höhe­re Stu­fe geho­ben haben. 

Gro­ße Span­nung, ich wer­de das Werk des Herrn Dix stu­die­ren. Wie es Zufäl­le so an sich haben sind sie für die Einen ganz hilf­reich, den Ande­ren kom­men sie höchst unge­le­gen. Über Pla­gi­ats­fäl­le in der Wis­sen­schaft ist in den letz­ten Jah­ren so man­cher Möch­te­gern-Wis­sen­schaft­ler gestol­pert und am Ende war die erlo­ge­ne Repu­ta­ti­on per­dü! Mal sehen, wie es um das Polit-Werk tat­säch­lich steht und ob es einer gründ­li­chen Prü­fung stand­hält. Wenn Alles schief läuft und es weder mit phi­lo­so­phi­schen Tex­ten noch mit Lehr­amt läuft hat Herr Dix ja noch das *fall-back* als Poli­ti­ker in der Sati­re-Par­tei "Die Partei" ...

In einem jüngst ver­öf­fent­lich­tem Arti­kel beim hpd ver­tritt Herr Dix - nicht ganz unum­strit­ten, wie die Dis­kus­si­on zeigt - eini­ge The­sen zur Wahr­neh­mung der Phi­lo­so­phie, genauer:
Zur fal­schen Inter­pre­ta­ti­on des­sen, was eini­ge wich­ti­ge Phi­lo­so­phen gesagt bzw. was sie - Dix' Mei­nung nach hat­ten sagen wol­len. Voll Beschei­den­heit schob er spä­ter ein er habe nur den aktu­el­len Stand der Kennt­nis­se refe­riert. Aha, dann ist ja alles in But­ter, es sind *Ande­re* die in Zwei­fels­fäl­len den schwar­zen Peter haben ....

Was in den Gei­stes­wis­sen­schaf­ten [Zitat: ".. .."] unter Klar­heit ver­stan­den wird demon­striert sehr schön das nach­fol­gen­de Bild­zi­tat in dem Herr Dix auf eine Leser­fra­ge ant­wor­tet - mög­li­cher­wei­se erken­ne Sie, lie­be Lesen­de, was er eigent­lich sagen wollte ...?

Nun möch­te ich noch eine Abbil­dung anfü­gen, die sehr ele­gant zusam­men­fasst wie die obi­gen Ein­las­sun­gen des Herrn Dix zu Sin­ger aus mei­ner Sicht ein­zu­ord­nen sind:

¹ Besti flok­ku­rinn ist Islän­disch, es bedeu­tet "The best par­ty", zu Deutsch "Die beste Partei" → 
Wei­te­re Quellen:
https://de-de.facebook.com/denizdix
https://dubito-magazin.de/author/deniz-y-dix/
http://vereins.wikia.com/wiki/Freiberg
Bild Deniz Y. Dix → CC-BY-SA-4.0; 12. April 2016; Source www.partei-rlp.de; Aut­hor Isa­bel­la Zühlke.

bookmark_borderOffener Brief an einen jungen Redakteur¹

"Ver­eint sind auch die Schwa­chen mächtig!"
"Fünf Fin­ger sind eine Faust!"
"Macht kaputt was euch kaputt macht!"

- all das hat irgend­wo auf der Welt den ver­meint­lich 'Schwa­chen' Mut gemacht & gehol­fen etwas zu verändern.

Hal­lo & guten Tag,

ich neh­me gern die Mög­lich­keit wahr auf ein paar Din­ge hin­zu­wei­sen und durch Fra­gen auf Män­gel in unse­rem Staa­te auf­merk­sam zu machen.

War­um sind wohl in den Schu­len seit den sech­zi­ger Jah­ren die Stun­den für Natur­wis­sen­schaf­ten, Geschich­te, Sozi­al­kun­de immer wei­ter zurück gefah­ren wor­den - wäh­rend Reli­gi­on noch immer auf den Stun­den­plä­nen steht? War­um gibt es kei­ne Unter­rich­te zu Ver­trags­ab­schlüs­sen (Kauf-, Arbeits-, Miet-, Lea­sing-), zu Bewer­bung und (neu­tral!) zu Geld & zum Haushalten?

Weil bes­se­re, brei­te­re Infor­ma­ti­on denen die Sup­pe ver­salzt, die mit der Unwis­sen­heit Geld verdienen.

War­um ist die Poli­tik nun bestrebt jun­gen Leu­ten das Inter­net in der bekann­ten Form weg­zu­neh­men (Netz­neu­tra­li­tät / Axel Voss, CDU, Lei­stungs­schutz­recht EU) und es weni­gen Play­ern zuzuspielen?

Weil viel­fäl­ti­ge Mei­nun­gen ande­re zum Den­ken anre­gen und die Mäch­ti­gen die Deu­tungs­ho­heit (sie­he Fern­se­hen, Rund­funk, 5 Groß­ver­la­ge in "D") ver­lie­ren und weil sie das erkannt haben unter­neh­men sie euro­pa­weit alles, was nur mög­lich ist es zu unter­bin­den bzw. zu unterlaufen.

Lin­ke Poli­tik ist immer schlech­ter dran als rech­te, deren Paro­len man leicht nach­plap­pern & dann auf Demos brül­len kann - weil für lin­ke Poli­tik die Men­schen ver­ste­hen müs­sen was ihnen die Mäch­ti­gen weg­neh­men, und zwar gegen deren Pro­pa­gan­da­ap­pa­rat. Sie müs­sen erken­nen, dass nicht der Spatz in der Hand das erstre­bens­wer­te Ziel ist, wie ihnen durch Sprich­wor­te ein­ge­bläut wird, son­dern die Tau­be auf dem Dach!

.... und auch ihr (set­ze: online Publi­ka­tio­nen) macht mit, wenn ihr "face­book" oder "whats­app" usw. damit 'adelt', dass ihr dahin ver­weist und dort etwas nie­der­legt. Weil sol­che *sozia­len Dien­ste* total unso­zi­al und Teil der *Kana­li­sie­rung von Mas­sen­un­mut* in eine den Mäch­ti­gen geneh­me Rich­tung sind. Wer bei denen dad­delt & schwa­felt kommt nicht auf die Idee Revo­lu­ti­on zu machen.

¹
Die­sen Brief habe ich an einen jun­gen Redak­teur geschickt, der gera­de zur Wirk­sam­keit von Schü­ler­pro­te­sten Infor­ma­tio­nen sam­melt- weil ich den­ke, dass man hier eine Stu­fe vor­her anfan­gen muss zu boh­ren um der Wahr­heit auf die Spur zu kommen.

OT/
Wie zu erken­nen ist, hat die Rekon­struk­ti­on des Betriebs­sy­stems - bis auf Klei­nig­kei­ten - geklappt und die Inter­net­ver­bin­dung läuft einst­wei­len über LAN-Kabel - wir pas­sen auf nicht dar­über zu stolpern ....
 

bookmark_bordertwoday abgeschaltet ...!

Wir haben Twoday.net wie­der abge­dreht" so lau­tet die Über­schrift der Mit­tei­lung über das nun wohl end­gül­ti­ge Ende der Platt­form "Two­day" nach immer­hin 15 Jah­ren Laufzeit.

Wenn es im Text [von Tobi] heißt: " .. Ich bin selbst etwas bestürzt, über die Ansprü­che, die sich da bei eini­gen Two­day-Nut­ze­rin­nen her­aus­le­sen las­sen .." - dann wird klar: Hier ist kei­ne objek­ti­ve Hal­tung zur Sache zu erwar­ten, denn "her­aus­le­sen" ist kei­ne neu­tra­le Haltung. 

Nicht die Boten sind hier *schuld* an irgend­et­was, sie wei­sen ledig­lich auf eine dro­hen­de Gefahr hin - und anstatt dafür dank­bar zu sein auf die­se Gefahr hin­ge­wie­sen wor­den zu sein wird nun auf die War­nen­den ein­ge­dro­schen. Ver­kehr­te Welt.

Selbst nach mehr­fa­chem lesen der Tex­te habe ich nichts gefun­den, dass als "Ansprü­che" zu inter­pre­tie­ren wäre - mir scheint, hier wer­den Socken­pup­pen auf­ge­baut damit man sich spä­ter dar­auf beru­fen kann wenn bei "two­day" end­gül­tig 'dicht gemacht' wird.

[Eine Lösung zum Erhalt der Blogs von vor­ma­li­gen two­day-Nut­zern könn­te sein die­sen anzu­bie­ten sich bei ant­ville zu regi­strie­ren? Dann hät­ten sie ein neu­es, ver­schlüs­sel­tes Pass­wort und dem Gesetz wäre Genü­ge getan. Gleich­zei­tig wären die sowie­so ver­wai­sten Blogs vom Netz verschwunden ....]

Es bleibt spannend.
Ein Janu­ar, an den sich Vie­le erin­nern werden!

[Sie­he auch → https://t.co/KtoFsx6YHz]

bookmark_borderWer hat's erfunden?


[Quel­le]

Über­set­zung:


... im Ver­gleich dazu scheint das öffent­li­che Schul­sy­stem der Ver­ei­nig­ten Staa­ten (eine Idee, die übri­gens wir erfun­den haben) außer­or­dent­lich kleinlich ... 

Als ich die­se Aus­sa­ge las dach­te ich "Das kann so nicht rich­tig sein - das ist bestimmt wie­der so eine hoch­tra­ben­de ame­ri­ka­ni­sche Aus­sa­ge, die jeder Wahr­heit entbehrt!" 

Was in sol­chen Fäl­len hilft ist, sich schlau zu machen und nach den Anfän­gen des "Öffent­li­chen Schul­sy­stems" zu suchen. Gefun­den habe ich zuerst eine Zusam­men­stel­lung zu den Schu­len die vor dem Jahr 1500 nach­weis­lich vor­han­den waren und dann vie­le der danach begrün­de­ten Schulen.

Dann stieß ich auf einen Arti­kel beim Deutsch­land­funk, der unter dem Titel "300 Jah­re Schul­pflicht; Bil­dungs­hi­sto­ri­ker: Schu­le muss sich selbst neu erfin­den kön­nen" die Ereig­nis­se von 1717 [Erstes Friedrich'sches Dekret zur Unter­richts­pflicht¹], 1763 [Gene­ralland­schul­re­gle­ment] und 1794 [All­ge­mei­nes Land­recht für die Preu­ßi­schen Staa­ten²] in einer Dis­kus­si­on darstellt.

Doch das preu­ßi­sche Bil­dungs­re­gle­ment stand nicht ganz am Anfang, "Die Zeit" ord­net es - nach Erfor­schung meh­re­rer Quel­len - eher ein hal­bes Jahr­hun­dert frü­her im Jah­re 1657 ein:

Ein all­ge­mei­nes Schul­recht, ver­bun­den mit einer Schul­pflicht für alle Kin­der, scheint end­gül­tig ab 1874 bestan­den zu haben³.

Dage­gen ste­hen die Daten aus der Kolo­nia­li­sie­rung der U.S.A.:
1607 Jame­stown Colony
1620 Besie­de­lung durch die "Pil­ger­vä­ter"
1776 Unab­hän­gig­keits­er­klä­rung; Grün­dung der Ver­ei­nig­ten Staaten
17871788 Verfassung
18041806 Lewis-und-Clark-Expe­di­ti­on von
1842 Land­nah­men durch Sied­ler auf den Trecks nach Westen
1861 – 1865 Bürgerkrieg

Abge­se­hen davon, dass es ein umfas­sen­des, all­ge­mei­nes Schul­recht für Preu­ßen erst im Jahr 1794 gege­ben hat, waren doch schon seit min­de­stens dem Jah­re 1500 höhe­re Bil­dungs­an­stal­ten in Deutsch­land flä­chen­deckend vor­han­den. Das war etwa die Zeit, in der Ame­ri­ka gera­de ent­deckt wur­de [Okto­ber 1492]. 

Es scheint zudem vor dem Hin­ter­grund der Geschich­te der U.S.A. [sie­he aus­zugs­wei­se Zeit­ta­fel oben] wenig wahr­schein­lich, dass die Ver­ei­nig­ten Staa­ten das Schul­sy­stem "erfun­den" haben als sie noch dabei waren den Westen zu besie­deln, und als es noch weni­ger als 35 Staa­ten in die­sem Land gab. Die Auf­nah­me von Ter­ri­to­ri­en in den Ver­bund setz­te sich über­wie­gend bis 1846, teil­wei­se noch ins 20. Jahr­hun­dert fort.

Ich habe trotz inten­si­ver Suche kei­nen Beweis dafür gefun­den, dass das Schul­sy­stem für Alle [All­ge­mei­ne Schul­pflicht] in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka *erfun­den* wur­de. Inso­weit hat sich mein erster Gedan­ke zu dem Zitat ganz oben auf die­ser Sei­te bestä­tigt. Soll­ten Sie, lie­be Lesen­de, dazu etwas wis­sen, so bit­te ich um Mit­tei­lung um hier even­tu­el­le Kor­rek­tu­ren vor­neh­men zu können. 

Dan­ke!

¹

²

³

Zita­te aus Leser­kom­men­ta­ren zu Arti­kel in der "Washing­ton Post":
1.
Hey, may­be our kids would bet­ter be able to make fri­ends if they were edu­ca­ted enough to be able to car­ry on a con­ver­sa­ti­on about some­thing bes­i­des styl­es and drugs and phones.

2.
Die­ses Zitat spielt dar­auf an, dass es eine zuneh­men­de Zer­split­te­rung des Schul­sy­stems gibt, die teil­wei­se aus reli­giö­sen Krei­sen her­vor­ge­ru­fen wur­de, da dem all­ge­mei­nen Schul­sy­stem unter­stellt wird es *bekämp­fe* den Glau­ben bzw. neh­me nicht die reli­giö­sen Stand­punk­te (Bei­spiel: Evo­lu­ti­on vs. Schöp­fungs­ge­schich­te) aus­rei­chend ernst.

Ein wei­te­res Zitat:

Inter­na­tio­na­ler Ver­gleich und Kritik
Im Ver­gleich zu ande­ren ent­wickel­ten Staa­ten errei­chen die Fähig­kei­ten der Schü­ler und Absol­ven­ten oft nur unter­durch­schnitt­li­che Lei­stun­gen. In den PISA der OECD beleg­ten 2003 in Mathe­ma­tik 15-jäh­ri­ge den 24. Platz, in Natur­wis­sen­schaf­ten den 19. Platz, in Lesen den 12. Platz und in Pro­blem­lö­sungs­fä­hig­kei­ten den 26. Platz. Teil­ge­nom­men an der Stu­die hat­ten 38 Staa­ten. Bei­na­he jeder drit­te Ame­ri­ka­ner ver­lässt die Schu­le ohne Abschluss.[2] Vie­le Wirt­schafts­füh­rer haben dahin­ge­hend Beden­ken geäu­ßert, dass die Qua­li­tät des US-Bil­dungs­sy­stems in sei­ner Gesamt­heit unter einem akzep­ta­blen Niveau liegt.

Sie­he dazu noch
Eine Fra­ge des Gel­des?; Das Bil­dungs­sy­stem der USA

bookmark_borderImmer mehr "Plastikmenschen"

Da wer­den Sie aber gestaunt haben, lie­be Lesen­de, als Sie das Wort: "Pla­stik­men­schen" lasen.

Ich fin­de ein "Pla­stik­mensch" ist der Inbe­griff abso­lu­ter Rein­heit. Damit mei­ne ich sol­che Men­schen ohne Laster, Schwä­chen - und Mensch­lich­keit .... die bestehen natür­lich über­wie­gend nicht aus Pla­stik, son­dern aus Metal­len. Mit­tels KI, der künst­li­chen Intel­li­genz, sind For­scher dabei sol­che rei­nen, schie­ren Figu­ren zu schaf­fen. Sie wer­den dank ihrer Ober­flä­chen­be­schaf­fen­heit schon äußer­lich das dar­stel­len was sie durch ihre Elek­tro­nik sind, über­le­gen ihrem Vor­bild Mensch in meh­rer­lei Hinsicht:

- Fast unzer­stör­bar durch Spe­zi­al­ober­flä­che und beson­de­re Legierungen;
- Resi­stent gegen vie­ler­lei Umwelteinflüsse;
- Kraft­prot­ze, mit­tels Ser­vo-unter­stütz­ter Bewegungselemente.

- Schließ­lich ihre größ­te Stär­ke, ihr elek­tro­ni­sches Gehirn, viel­fach schnel­ler als das jedes Men­schen, und sta­bil in der Erin­ne­rung, durch draht­lo­se Anbin­dung an ein Zen­tral­ge­hirn mit schier end­lo­sem Wis­sen und simul­ta­nen Infor­ma­tio­nen zu Zustän­den von über­all her prak­tisch allwissend.

Kei­ne Laster, kei­ne Ver­su­chung, kei­ne Schwä­chen
--- und kein Fun­ke "Mensch­lich­keit".

["click!" auf das Robo­ter-Bild ver­grö­ßert]

Mir scheint, es besteht drin­gen­der Hand­lungs­be­darf fest­zu­le­gen, was sol­che Wesen, die Pla­stik­men­schen, tun dür­fen und was nicht. Wer die Ein­hal­tung der Gren­zen ihrer Mög­lich­kei­ten kon­trol­liert und sicher­stellt, dass sie sich nicht gegen ihre - wenig per­fek­ten - Erbau­er wenden.

Ale­xa & Siri
Sca­ry Things Ale­xa & Siri Say Are Cau­se For Concern

Elek­tro­ni­sches Kän­gu­ru

bookmark_borderEhrlich sein & trotzdem irreleiten - geht das?

Wir haben nicht ver­spro­chen, dass die Mehr­hei­ten die Aus­wahl erge­ben wer­den und wir haben in der Tat betont, dass wir Redak­teu­re sind, die um Hand­lungs­emp­feh­lung bit­ten, nicht Kell­ner, die Bestel­lun­gen ent­ge­gen neh­men.
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We didn’t pro­mi­se that num­bers would make the choices and, in fact, were careful to empha­si­ze that we were edi­tors loo­king for gui­dance, not wai­ters taking orders.
[Quel­le]
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Vor ein paar Tagen habe ich die oben zitier­ten Zei­len gele­sen und mir gedacht: Wozu denn dann eine Umfra­ge, wenn die Ver­ant­wort­li­chen am Ende doch das machen was sie selbst für rich­tig halten?

Als ich dann ein wenig län­ger dar­über nach­ge­dacht habe kamen mir eini­ge Bei­spie­le in den Sinn wo wir - in ganz ande­rem Zusam­men­hang - mit genau die­ser Metho­de für dumm ver­kauft wer­den. Wo uns also vor­ge­gau­kelt wird wir könnten 

*uns ein­brin­gen*,
*mit entscheiden*,
*etwas bewegen*,

und wie sonst all die­se Sprach­hül­sen lau­ten. Alle­samt sagen sie zwar etwas Posi­ti­ves, sind jedoch zugleich der Beweis dafür, dass, wer auch immer eine sol­che Befra­gung ver­an­stal­tet, die Ein­sen­dun­gen ledig­lich als Ali­bi haben will, um sagen zu kön­nen: "Wir haben den Betrof­fe­nen Gele­gen­heit gege­ben sich mit dem The­ma zu befas­sen und uns dazu eine Rück­mel­dung zu geben." - So oder ähn­lich lau­ten doch stets die Beteue­run­gen, die lästi­ge Fra­gen nach der Betei­li­gung, der Ein­bin­dung der Betrof­fe­nen abbü­geln sollen.

Wir soll­ten uns für das neue Jahr vor­neh­men bei sol­chen Gele­gen­hei­ten die Betref­fen­den nicht unge­scho­ren davon­kom­men zu las­sen, son­dern ihnen deut­lich machen, dass sie mit die­ser stump­fen Rhe­to­rik­schlei­fe nicht punk­ten kön­nen. Manch­mal sind sie ein­fach nur zu *betriebs­blind* um zu erken­nen, was sie da eigent­lich tun.

bookmark_borderWieso, weshalb, warum ....
oder: Die Kunst der Ablenkung

War­um, so fragt man sich, wird denn das The­ma "Aus­län­der" immer wie­der in den Talk­shows, in den Polit­ma­ga­zi­nen und in der Pres­se der­art breit behandelt? 

Wenn die Auf­merk­sam­keit nicht auf der Ein­wan­de­rung und ihren Fol­gen läge, wor­über müß­te dann berich­tet werden?
Wer hat ein Inter­es­se dar­an die Bevöl­ke­rung in stän­di­ger Angst vor Ver­bre­chen zu halten?

statt-linie

Wäre es nicht viel wich­ti­ger dar­über zu berich­ten, dass eine klei­ne Zahl von Men­schen in die­sem Land den über­wie­gen­den Teil des Reich­tums besitzt, und die­ser Reich­tum durch eine im Schwer­punkt fal­sche Fis­kal­po­li­tik zustan­de gekom­men ist und noch zustan­de kommt? Dass mehr Geld durch das Jon­glie­ren von Geld oder fik­ti­vem Geld (unver­steu­ert) ver­dient wer­den kann als mit Arbeit?

Wäre es nicht viel wich­ti­ger die regie­rungs­be­tei­lig­ten Par­tei­en zu fra­gen war­um es immer noch kein Ende der unbe­grün­det befri­ste­ten Arbeits­ver­hält­nis­se gibt und Berufs­ein­stei­gern eine Lebens­pla­nung dadurch erschwert wird, dass sie über Jahr­zehn­te nicht wis­sen wovon sie ihren Unter­halt im näch­sten Jahr bestrei­ten sollen?

Wäre es nicht viel wich­ti­ger zu erfah­ren war­um unse­re hoch bezahl­ten Par­la­men­ta­ri­er - mit Aus­nah­me der Lin­ken - sich von allen mög­li­chen Inter­es­sen­grup­pen in Neben­be­schäf­ti­gung bezah­len las­sen, wobei das oft um ein mehr­fa­ches ihre Abge­ord­ne­ten­be­zü­ge über­steigt? Und wäre es in die­sem Zusam­men­hang nicht eben­so wich­tig die Fra­ge zu stel­len war­um sol­che *Zuwen­dun­gen* nicht Bestechung genannt wer­den, wo sie doch Amts­trä­ger dazu brin­gen sol­len zugun­sten von Fir­men oder Dienst­lei­stern die Gesetz­ge­bung zu manipulieren?

Wäre es nicht sinn­voll dar­über zu reden wie­so wir nicht in der EU demo­kra­ti­sche Regeln haben kön­nen, weil der­zeit bedau­er­li­cher­wei­se das Par­la­ment nur die Maß­nah­men der nicht demo­kra­tisch gewähl­ten EU-Büro­kra­tie und des Mini­ster­ra­tes abnicken darf?

Wäre es nicht wich­tig die Rol­le der USA als "Welt­po­li­zei" und "Füh­rungs­macht der frei­en Welt" poli­tisch in Fra­ge zu stel­len, ins­be­son­de­re wenn man sich ansieht wel­che Kaprio­len der der­zei­ti­ge Prä­si­dent schlägt und wie das Land zum Poli­zei- und Über­wa­chungs­staat ver­kom­men ist?

Wäre es wei­ter nicht wich­ti­ger zu fra­gen war­um deut­sche Sol­da­ten über­all auf der Welt ein­ge­setzt wer­den obwohl dort weder (deut­sche) wirt­schaft­li­che noch natio­na­le Inter­es­sen gefähr­det sind?

Sie sehen, lie­be Lesen­de, hier tut sich eine Fül­le von Fel­dern auf die in den Medi­en behan­delt wer­den könn­ten .... und dafür ist eben dadurch kei­ne Zeit, weil wir über Aus­län­der, 2% der Bevöl­ke­rung (!) Tag für Tag 'unter­rich­tet' wer­den. Oder dar­über, was irgend­wo auf der Welt gera­de an Erd­be­ben, Tsu­na­mi, oder son­sti­ger Kata­stro­phe pas­siert, wovon hier­zu­lan­de nie­mand in irgend­ei­ner Wei­se betrof­fen ist.

Wir wer­den am Nasen­ring geführt, so wie Stie­re, die sich ihrer Macht nicht bewußt sind.