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bookmark_borderÜberflüssig, überteuert, überbewertet: Salat

Wer 'aus­wärts' speist kennt die Situation: 

Nach den ersten Geträn­ken und der Auf­nah­me des Essens­wun­sches der Anwe­sen­den dau­ert es nicht lan­ge und ER kommt, der Salat! Grün, volu­mi­nös, benetzt von Dres­sings man­nig­fal­ti­ger Art, bil­det er die Grund­la­ge, das Volu­men, das Herz­stück des Salat­tel­lers, auf und in ihm sind ande­re Vege­ta­bi­li­en pla­ziert, gele­gent­lich ver­lie­ren sich in ihm ange­rö­ste­te Brot­klümp­chen, "Croû­tons" genannt, die in Fett getränkt und gewürzt dem Ensem­ble Geschmack und Viel­falt geben sol­len. Eine oft farb­lich abge­stimm­te Aus­wahl der beglei­ten­den Bestand­tei­le ist meist rein zufäl­lig und kei­nes­wegs wegen ihrer Nütz­lich­keit für den bes­se­ren Geschmack der Zusam­men­stel­lung oder die Gesund­heit der Essen­den gewählt. 

Selbst in der geho­be­nen Gastro­no­mie wird heu­te getan was noch vor Jah­ren eine Tod­sün­de gewe­sen wäre: 

Fer­tig geschnit­te­ne und gemisch­te Salatsor­ten, mit ein­falls­rei­chen Bezeich­nun­gen wie "Niz­za"-, "New Orleans"- oder "Sumatra"-Mischung wer­den en gros und natür­lich 'tau­frisch' beim 'con­ve­ni­ence food pro­vi­der' ein­ge­kauft und blätt­chen­wei­se oder 'bulk' dem wer­ten Publi­kum auf über­gro­ßen, platz­fül­len­den Tel­lern serviert. 

Gera­de in der euphe­mi­stisch schö­nen­den Spra­che der System­ga­stro­no­mie ist "Salat" jed­we­der Art kaum weg­zu­den­ken. Womit soll­te gewor­ben wer­den, wenn nicht mit Salat? Einem Muß, denn was wäre da zwi­schen den Buns, in den Wraps und im Döner noch übrig näh­me man ihnen den Salat ...! 

Die Pro­duk­ti­on von Salat, der zu mehr als 90% aus Was­ser besteht, und der damit das teu­er­ste Tafel­wäs­ser­chen in gebläu­ten oder gegrün­ten Desi­gner­fläsch­chen ser­viert, preis­lich leicht über­trifft, ist auf­wen­dig und ver­braucht viel Was­ser, Ener­gie und Dün­ger. Um dann Volu­men vor­zu­täu­schen. Selbst ohne Wert, denn Nähr­stof­fe gibt es kaum, Vit­ami­ne nur in Spu­ren und Mikro­ele­men­te an der Nach­weis­gren­ze - Salat lebt nur von der Mär alles Grü­ne sei gesund. 

Alles zusam­men genom­men han­delt es sich dem­nach bei Salat um eine auf­ge­bläh­te Täu­schungs­ma­sche, die kei­ne der Erwar­tun­gen tat­säch­lich erfül­len kann und deren Ruf sich hart­näckig hält, obwohl er doch mit ein wenig Über­le­gung vom Tisch zu wischen wäre. Theo­re­tisch, ver­steht sich. Seit Jah­ren schon schaue ich ver­zück­ten Sala­tes­sern zu, die sich der Illu­si­on hin­ge­ben etwas Gutes für ihre Gesund­heit zu tun. Dabei gra­ben sie sich durch den enor­men Res­sour­cen­ver­brauch den die Salat­pro­duk­ti­on nun ein­mal for­dert ihr eige­nes (Umwelt-) Grab, weil sie an ande­rer Stel­le zur Spar­sam­keit just jenen Ver­brau­ches auf­ge­for­dert sind.

Exo­ti­sche­rer Salat, bei­spiels­wei­se der in jüng­ster Zeit immer wie­der ange­prie­se­ne Löwen­zahn oder Giersch, sind mir per­sön­lich aus meh­re­ren Grün­den ein Gräu­el - schau­en Sie nur ein­mal WO die­se Pflan­ze wächst und wel­che Tie­re auf und in ihrer Nähe bestimm­te Geschäf­te ver­rich­ten .... aber die neu­en *Smoothies* wer­den bestimmt aus hoch gerei­nig­ten und aus­ge­such­ten Blätt­chen gefer­tigt. Bestimmt! 

Wiki­pe­dia ist weni­ger schwär­me­risch, denn dort steht zu lesen ".. Giersch gilt all­ge­mein als lästi­ges Unkraut; er wuchert und lässt sich wegen sei­ner unter­ir­di­schen Trie­be nur schwer bekämp­fen .. Der Tri­vi­al­na­me Podag­ra­kraut oder Zip­per­leins­kraut weist dar­auf hin, dass Giersch als ein Mit­tel gegen Gicht galt. Er soll auch gegen Rheu­ma und Arthri­tis, krampf­lö­send, ent­gif­tend und blut­rei­ni­gend wir­ken. Da kei­ne Bele­ge für die genann­ten Indi­ka­tio­nen gefun­den wur­den, wird der Giersch in neu­en Arz­nei­bü­chern nicht mehr aufgeführt .."

Wenig­stens läßt sich für Giersch und Löwen­zahn anmerken:
Sie wer­den nicht spe­zi­ell ange­baut und scho­nen die Res­sour­cen, wäh­rend der gewöhn­li­che Blatt­sa­lat, im Volks­mund "Grü­ner Salat" genannt, wenig Nut­zen bei hoher Umwelt­be­la­stung durch die Pro­duk­ti­on hat. Was bleibt ist also: Salat ist in Wahr­heit 'teu­res Was­ser mit ein paar Pflan­zen­stof­fen und viel - für den Men­schen unnüt­zem - Chlorophyll".

Wie es schon in der Über­schrift steht: Über­flüs­sig, über­teu­ert, überbewertet ...!

bookmark_borderSkandalös! Wäre das hier möglich?
Das etwas andere “Wort zum Sonntag”

".. it is, as Gary Huck (car­toon 1) points out, a faith-based decision.

It is not enti­re­ly fair to point to the dis­pro­por­tio­na­te num­ber of Roman Catho­lics on the bench, though it is remar­kab­le that, in a coun­try in which Catho­lics are 22 per­cent of the popu­la­ti­on, they make up two-thirds of the Supre­me Court, plus Neil Gor­such, a “crad­le Catho­lic” tur­ned Episcopalian.

Still, four Catho­lics plus Gor­such voted to over­turn, one (Roberts) agreed with sti­pu­la­ti­ons, and only one Catho­lic, Soto­ma­yor, defen­ded Roe, along­side her Jewish associates.

And nobo­dy felt that their reli­gious beliefs should cau­se them to recu­se them­sel­ves from the case .."

[Quel­le Text und 2 Abbil­dun­gen]

Über­set­zung (frei nach Google)

".. es ist, wie Gary Huck (Car­toon 1) betont, eine auf Glau­ben basie­ren­de Entscheidung.
Es ist nicht ganz fair, auf die unver­hält­nis­mä­ßig hohe Anzahl der Katho­li­ken auf der Rich­ter­bank hin­zu­wei­sen, obwohl es bemer­kens­wert ist; Gor­such, ein „Geburts­ka­tho­lik“, kon­ver­tie­te zum Episcopalismus.
Trotz­dem stimm­ten vier Katho­li­ken plus Gor­such für die Auf­he­bung, einer (Roberts) stimm­te mit Ein­schrän­kun­gen zu, und nur Katho­li­kin Soto­ma­yor ver­tei­dig­te Roe neben ihren jüdi­schen Mit­ar­strei­tern des Gerichtshofes.
Nie­mand hat­te das Gefühl, dass ihre reli­giö­sen Über­zeu­gun­gen sie dazu ver­an­las­sen soll­ten, sich aus dem Fall zurückzuziehen .. "

Wenn wir auf die aktu­el­le Situa­ti­on schau­en gibt es Hoff­nung, die neue Regie­rung wer­de - wenn sie lan­ge genug im Amt bleibt (!) - die erz­kon­ser­va­ti­ven Rege­lun­gen aus den ver­gan­ge­nen 16 Jah­ren, was sage ich, den ver­gan­ge­nen 40 Jah­ren, end­lich dahin beför­dern wohin sie gehö­ren: Auf den Müll­platz der Geschich­te als lästi­ges Ver­mächt­nis einer Zeit, in der die Kir­chen das öffent­li­che Leben durch ihre rück­wärts­ge­wand­te Indok­tri­na­ti­on ver­gif­tet haben.

Doch wol­len wir uns nicht zu früh freu­en. Was in USA pas­sier­te kann hier immer noch blühen: 

Wenn die Kon­ser­va­ti­ven mit dem "C" und die Rech­ten, zusam­men mit den auf­wach­sen­den Evan­ge­li­ka­len, die in Deutsch­land einen *Angel­punkt* für ihre Vor­ha­ben sehen und Geld her­ein pum­pen um dafür zu wer­ben / anzu­wer­ben das Ruder in Sachen "Repro­duk­ti­ve Selbst­be­stim­mung der Frau­en" her­um­zu­wer­fen, mit ihren Bemü­hun­gen Erfolg haben soll­ten. Dann sind die Mit­glie­der­zah­len bei den Groß­kir­chen nich­tig, denn ein rüh­ri­ger reli­giö­ser Akti­vist gleich mit Leich­tig­keit 100 trä­ge, sat­te Bun­des­bür­ger aus, die ihre Frei­hei­ten für fest­ge­mau­ert hal­ten und nicht mit der Listig­keit der Gegen­sei­te rechnen.

Hof­fent­lich sind wir weit genug 'selb­stän­dig' gewor­den um nicht auch in die­ser Sache die USA nachzuäffen.

bookmark_borderAssoziationen (II)

Vor ein paar Minu­ten war ich noch bei you­tube und habe mir ein Video ange­se­hen in dem eine jun­ge Frau einen alten Bahn-Wag­gon zu einem klei­nen Häus­chen umge­baut hat­te und nach der Fer­tig­stel­lung im Inter­view reka­pi­tu­lier­te wel­che Über­le­gun­gen sie zu wel­cher Art von Ein­bau­ten und 'gad­gets' ver­an­lasst haben.

Man erfährt bei sol­che einer Gele­gen­heit nicht nur etwas über die Gedan­ken, Wün­sche und Moti­va­ti­on der befrag­ten Per­son - nein, man erfährt auch recht viel über sich selbst:

Es gehen Ver­glei­che durch den Kopf. Zwi­schen dem was gesagt wird und dem was man selbst dar­über denkt .... blitz­schnell schal­tet unser Gehirn zwi­schen Zuhö­ren und Her­vor­kra­men von frü­he­ren Gedan­ken - basie­rend auf Schlüs­sel­wor­ten - hin und her und manch­mal bleibt man bei den Asso­zia­tio­nen des eige­nen Gedächt­nis­ses hän­gen. Hört und sieht nur noch ohne wirk­lich zuzu­hö­ren und zuzu­se­hen in Rich­tung des Bild­schirms und denkt dabei wei­ter an das, was da an dem tief im Ver­bor­ge­nen gewe­se­nen Gedan­ken hing .... 

Bei mir war es ein Lied. Das hat­te ich in den frü­hen Sech­zi­ger Jah­ren in USA gehört, Titel "Freight train, freight train run­ning so fast ... " so hat­te ich es in Erin­ne­rung. Als ich nach­schlug stell­te sich her­aus es muß­te 'Freight train, freight train going so fast ... ' hei­ßen, da war etwas nicht kor­rekt eingespeichert.

Hier also das Lied, ich wür­de mich freu­en wenn es Ihnen gefällt.

Vom Stil und von der Aus­füh­rung her ist es jeden­falls typisch für die Musik aus die­ser Zeit der frü­hen Sech­zi­ger bis etwa zum Beginn der Viet­nam-Kriegs-Jah­re, in denen ging es dann um ganz ande­re, viel wich­ti­ge­re und grund­sätz­li­che Pro­ble­me die­ser Welt. 

Krieg, und ich dach­te - ein wenig naïv - wäh­rend mei­nes Lebens kei­nen Krieg erle­ben zu müssen.
Dafür ste­hen momen­tan die Chan­cen schlecht.

Wis­sen Sie was?
Ich hän­ge ein zwei­tes Lied dran, mit dem zuge­hö­ri­gen Text.
Der klingt recht harm­los, hat es aber bei nähe­rem Hin­se­hen in sich!
Erstaun­lich nur, daß all die Anti-Kriegs-Lie­der der Welt Krie­ge nicht been­det haben. 

Text 1

Text 2

→ zuvor:
Asso­zia­tio­nen ....

bookmark_borderHä? Wie bitte? Was haben Sie gesagt?

Ich sit­ze im War­te­be­reich eines Kos­me­tik- und Körperpflegeinstitutes.
Gleich gegen­über der Rezeption.
Ein älte­rer Herr betritt das Foy­er und geht auf die (lee­re) Rezep­ti­on zu.

Aus einem Zim­mer neben der Rezep­ti­on ruft eine Frau­en­stim­me, sie fragt:
Haben sie einen Termin?

Er ant­wor­tet:
Nein, ich habe kein Han­dy dabei.

Sie kommt aus dem Zim­mer her­aus, wie­der­holt, das Wort TERMIN etwas lau­ter als zuvor:
Für wann haben Sie einen TERMIN, und bei Susan­ne oder Anja?

Er ant­wor­tet:
Nein, da geh' ich nicht mehr hin. Des­we­gen bin ich ja hier.

Sie, jetzt schon etwas ungeduldig:
Kom­men Sie mal' näher ich schreib es Ihnen auf!

Er:
Das haben wir doch schon letz­tes Mal alles aufgeschrieben.
In den Com­pu­ter, suchen Sie dort .... ich hei­ße Fischer.

Sie:
Ach, Herr Fischer, haben Sie nicht vor einer Stun­de ange­ru­fen um ihren Ter­min abzusagen?

Er:
Es geht um mei­nen Ter­min bei einer von ihren Mit­ar­bei­te­rin­nen, Anja, ich will aber auch nicht zu der ande­ren, zu Susanne.

Sie:
Wir pla­nen die Ter­mi­ne langfristig.
Dann kön­nen Sie erst im Juli wie­der kom­men, zu Gerlinde.
Ach nein, geht ja nicht dann haben wir Urlaub.

Er:
Ich fah­re nicht in Urlaub, Juli ist gut.
Nur nicht am Sieb­ten, da hat mei­ne Frau Geburtstag.

Sie:
Ich muß jetzt wie­der zu mei­ner Kundin.
Rufen Sie doch bit­te Anfang Juli noch­mal an.

[dreht sich um und läuft weg]. 

Herr Fischer [steht noch eine Wei­le da und] mur­melt schließ­lich im Weggehen:
Na sowas, DEN Weg hät­te ich mir spa­ren kön­nen ... alle wol­len immer nur telefonieren ... 

bookmark_borderDie Kaffeesatzleser vom "FOCUS"
*update* [12.06.2022; 12:45h]

[LINK]

Ein Para­de­bei­spiel für Null-Infor­ma­ti­on und öffent­li­ches Rate­spiel bie­tet die­ser Tage die Pres­se wenn es um den Ben­zin­preis nach dem 31. Mai 2022 geht - denn ab 01. Juni soll Die­sel um 17 Cent und Ben­zin um 36 Cent pro Liter bil­li­ger wer­den weil der Staat auf einen Teil der Steu­ern verzichtet.

Beson­ders krass ist wie­der ein­mal "FOCUS", der Arti­kel strotzt nur so von "kann sein, wür­de, wäre, und ver­mut­lich", der Leser kratzt sich am Kopf und ist nach der Lek­tü­re genau­so schlau wie vorher. 

Wis­sen Sie was ich vorhersage?
Der Preis wur­de in den letz­ten Tagen bereits um mehr als 15 Cent ange­ho­ben. Des­we­gen bleibt von der Steu­er­sen­kung nun weni­ger als 20 Cent übrig. Die wer­den in den kom­men­den Wochen lang­sam aber sicher von den Kon­zer­nen wie­der durch Erhö­hun­gen vereinnahmt!
Weil sie es kön­nen. An Begrün­dun­gen hat es noch nie gefehlt und "Wer ein­mal lügt ..." wie die Mine­ral­öl­kon­zer­ne bewie­sen haben, dem fällt es spä­ter immer leichter.

*update* [12.06.2022; 12:45h]
   
Frau Wagen­knecht hat dazu ein sehr auf­schluß­rei­ches Video gedreht ....

* update *
[09:30h]
Jeweils der preis­wer­te­ste Anbie­ter:

   

   


* update *
[21:30h]; es geht schon los mit der Erhöhung ...!

 
 

*update* [04.06.2022; 22:05h]
   

 

 

bookmark_borderÜber Schicksal, Glück & Natur

Wie grau­sam und unaus­weich­lich man­che Lebens­si­tua­ti­on ist liest man der­zeit in Berich­ten über den Krieg in der Ukrai­ne. Die getö­te­ten Men­schen dort haben - über­wie­gend - nichts Böses getan, ihr Leben war unspek­ta­ku­lär. Ihr sinn­lo­ser Tod, nur weil sie sich gera­de am fal­schen Ort auf die­sem Pla­ne­ten befan­den, weckt in mir zwei wider­sprüch­li­che Gefüh­le: Betrof­fen­heit und Dankbarkeit.

Betrof­fen­heit wenn ich mir vor­stel­le wie weni­ge Kilo­me­ter wir hier, satt und stets am mau­len über unse­re klei­nen Unzu­frie­den­hei­ten, von den dra­sti­schen Ein­schnit­ten ent­fernt sind den die Leu­te dort durchmachen.
Dank­bar­keit dafür, dass wir (noch?) nicht unmit­tel­bar in ähn­li­chen Ver­hält­nis­sen leben müssen.

So bleibt zu hof­fen die Ham­ster­käu­fer blie­ben auf ihren Vor­rä­ten sit­zen weil es nicht zu Ver­sor­gungs­eng­päs­sen wegen Kriegs­er­eig­nis­sen hier­zu­lan­de kommt. 

Gewiss ist nur das:
Über­ge­ord­ne­te Abläu­fe der Natur stö­ren sich nicht an dem was wir Men­schen tun. Die Jah­res­zei­ten schrei­ten fort - der Früh­ling geht in den Som­mer über und dann fol­gen Herbst und Winter .... 

Wie bedeu­tungs­los, ja ver­zicht­bar, Men­schen vor die­sem Hin­ter­grund sind.

bookmark_borderKein Aprilscherz ...!

Sie ken­nen bestimmt die­se Mails die Ihnen erklä­ren, dass man Sie gehackt hät­te, und nun Bil­der von einem Split-Bild­schirm ver­öf­fent­li­chen wer­de, das Sie bei der Selbst­be­frie­di­gung zeigt - es sei denn, Sie über­wei­sen einen bestimm­ten Geld­be­trag (in bit­co­in) an den Erpresser.

Das ist nichts Neu­es.

Was aber neu ist:
Die­se Nach­richt kommt nun nicht mehr nur in Deutsch und Eng­lisch, son­dern jetzt auch Ita­lie­nisch ("click!" ver­grö­ßert):


Ich war­te mit der Bezah­lung bis ich die­se Bot­schaft auf Klin­go­nisch erhalte.

Ich fra­ge mich ob da ein Zusam­men­hang besteht:
Vor etwa einer Woche habe ich bei "air-b'n'b'" nach einem Urlaubs­do­mi­zil in Ita­li­en gesucht und kürz­lich hat­te ich gele­sen "air-b'n'b'" sei kom­pro­mit­tiert. Irgend­wo­her müs­sen die­se Lum­pen ja die E-Mail-Adres­sen haben.

bookmark_borderWas bisher "GEHEIM" war
- jetzt exklusiv bei "RELAtief" enthüllt!

Wenn Sie schon ein­mal in Papen­burg waren und die Rie­sen­hal­len der MEYER WERFT gese­hen haben wer­den Sie sich fra­gen was denn wohl in die­sen Hal­len gebaut wird. Gemein­hin glaubt die Bevöl­ke­rung - und wird von der Pres­se dahin­ge­hend unter­rich­tet - es sei­en die­se gro­ßen Kreuz­fahrt­schif­fe, wie sie manch­mal vor den Hal­len lie­gen, oder die Ems hin­ab in die Nord­see gefah­ren werden.

Die Wahr­heit jedoch wird seit Jah­ren in den rasch errich­te­ten Hal­len ver­bor­gen. Die Bau­zeit ist enorm lang, denn es sind Rie­sen­ob­jek­te, die eine aus­ge­feil­te Tech­no­lo­gie und sehr vie­le gehei­me Bau­ele­men­te benö­ti­gen. Damit deren Zweck nicht sofort deut­lich wird fin­det der Zusam­men­bau funk­ti­ons­fä­hi­ger Ele­men­te erst in Papen­burg statt.


 


Die Enter­pri­se NCC-1701 läuft ver­mut­lich 2045 vom Dock, immer vor­aus­ge­setzt, die erfor­der­li­chen Geneh­mi­gun­gen für den dafür nöti­gen wei­te­ren Ener­gie­ver­brauch wer­den von der Welt-Ener­gie-Komis­si­on [WEC; World Ener­gy Commis­si­on] gestat­tet.
 

 

[Bild Werft­ge­bäu­de von Frank Vin­c­entz: Eige­nes Werk; CC BY-SA 3.0, Link ; im lin­ken Teil wer­den Schif­fe gebaut, im rech­ten Teil wird die ENTERPRISE gefer­tigt (links neben den Schif­fen der Antriebs­teil, rechts im fla­che­ren Hal­len­teil die Untertasseneinheit)]

bookmark_borderOpfer sein. Wie bequem!

Kürz­lich sah ich ein Video [Eng­lisch] in dem fest­ge­stellt wur­de, wie sich - schlei­chend - ein Wan­del in der öffent­li­chen Wahr­neh­mung abge­spielt hat.
Ein Wan­del von

" .. ich bin für mein Leben selbst verantwortlich .."
zu
" .. ich bin ein Opfer, man spielt mir übel mit .. "

"Hopp­la!", dach­te ich, "es kommt mir doch sehr bekannt vor, ist es nicht hier­zu­lan­de genauso?"

Wir erle­ben seit Jah­ren, dass immer mehr Men­schen Ande­re dafür ver­ant­wort­lich machen wie ihr Schick­sal sich entwickelt.
Wenn eine chro­ni­sche Krank­heit auf­tritt ist bestimmt der Stress bei der Arbeit Schuld, nicht der über­mä­ßi­ge Gebrauch von Alko­hol & Ziga­ret­ten oder zu wenig Schlaf oder zu wenig kör­per­li­che Betätigung.

Dar­an, dass man nicht beruf­lich wei­ter kommt ist der Vor­ge­setz­te Schuld, der nicht das Poten­zi­al erkennt das man hat, oder es sind die miss­gün­sti­gen Kol­le­gen, die lästern und het­zen nicht etwa eige­ne Antriebs­lo­sig­keit, Des­in­ter­es­se an Fort­bil­dung oder schlicht Ableh­nung von mehr Verantwortung.

Reicht das Geld nicht sind es die hohen Abzü­ge, die hohen Lebens­hal­tungs­ko­sten oder die unver­schäm­ten Kosten für die Alters­vor­sor­ge, nicht etwa man­gel­haf­ter Über­blick über die eige­nen Aus­ga­ben oder Aus­ga­ben für über­teu­er­te, kurz­le­bi­ge Kon­sum­gü­ter um "IN" zu sein und mit­spre­chen zu kön­nen wenn es um das toll­ste Urlaubs­ziel geht.

Lebens­zie­le nicht zu errei­chen liegt an "Umstän­den", die nicht man selbst schafft, son­dern die von drit­ter Sei­te auf­ge­zwun­gen werden.

Schau­en wir auf Grün­de für Ein­schrän­kun­gen oder Miss­erfolg, so fällt auf:
Sehr, sehr sel­ten wer­den fal­sche Ent­schei­dun­gen, Feh­ler beim Ver­hal­ten oder schlech­tes Wirt­schaf­ten genannt.

Man ist "Opfer" von irgend­wel­chen omi­nö­sen "Umstän­den".

[Wie bei allen pau­scha­len Beur­tei­lun­gen ist gleich­sin­nig bei die­sem The­ma eine gewis­se Unschär­fe, eine man­gel­haf­te Tren­nung zwi­schen Wol­len und Kön­nen und/oder Unfä­hig­keit, sozia­ler Unge­rech­tig­keit und gesell­schaft­li­chen Gren­zen vor­han­den; der Kern jedoch, die Ablen­kung des Unmuts auf 'Umstän­de' greift aus mei­ner Beob­ach­tung immer wei­ter um sich.]

bookmark_borderVon 'Logik' - und Zweifeln

Heu­te beim Super­markt. Der übli­che umfas­sen­de­re Ein­kauf im letz­ten Monats­drit­tel, da dann die Läden nicht so voll sind und es schnel­ler von­stat­ten geht, der Auf­ent­halt sich redu­ziert. 'Umfas­sen­der' bedeu­tet, dass Dau­er­wa­ren in län­ge­rer Per­spek­ti­ve auf dem Ein­kaufs­zet­tel ste­hen, also nicht nur für die näch­sten Tage, son­dern Wochen.

Mein Ein­kauf liegt fast schon kom­plett auf dem Band - da spricht mich die fol­gen­de Kun­din an "Sie sind wohl 'prep­per'?" ich packe still wei­ter um die letz­ten Pro­duk­te auf das Band zu bekom­men. Sie, hart­näcki­ge­rer Ton­fall "Das haben Sie wohl nicht gern wenn man Sie dar­auf anspricht!"

Jetzt kann ich durch­lau­fen, vor den Kas­sen­be­reich und mei­ne Ware wie­der einpacken.
Die Dame ist beschäf­tigt mit dem Ver­frach­ten ihres Ein­kaufs auf das För­der­band, dabei mur­melt sie vor sich hin, halb zu den nach­fol­gen­den Kun­den, halb zur Kas­sie­re­rin gebeugt "Das nutzt dem nichts, für so lan­ge kann der sich nicht bevor­ra­ten wie das dau­ert wenn die Rus­sen erst mal hier sind."

Da ich fer­tig bin mit Ein­packen erwi­de­re ich "Die Rus­sen wer­den nicht kom­men, Herr Putin wird höch­stens eine Atom­bom­be wer­fen und dann ist hier Alles platt - da nützt ein Vor­rat über­haupt nichts."
Sie
"Atom­bom­be? Das wäre ja dumm von ihm, da hat er nichts vom Land und sei­nen Reichtümern!"

Logik ist nicht jeder­manns Sache:
Wer so idio­tisch denkt, dass er eine Atom­bom­be wirft, der inter­es­siert sich nicht für Reich­tü­mer und Land­ge­winn - dem geht es dar­um Macht zu zei­gen und so Rich­tun­gen vorzugeben.

Wenn über­haupt 'Vobe­rei­tung' (oder *prep­pen* → to prepa­re), dann wegen der Panik­käu­fe man­cher Zeit­ge­nos­sen die schon wie­der los­gin­gen. Die Ant­wort war an den Rega­len zu lesen: Nur in haus­halts­üb­li­chen Men­gen, maxi­mal 3 Stück. Klo­pa­pier, Mehl, Raps- und Son­nen­blu­men-Öl, Nudeln ... ich fra­ge mich was die Leu­te damit an Mahl­zei­ten her­rich­ten wol­len ;c)

bookmark_borderÜberrumpelt ...!

Ken­nen Sie die­se oder eine ähn­li­che Situation: 

Sie sind zu einer Ver­an­stal­tung ein­ge­la­den und freu­en sich auf die Mög­lich­keit etwas Neu­es ken­nen zu ler­nen, neue Men­schen zu tref­fen und ver­tief­te Infor­ma­tio­nen aus erster Hand von Hel­fen­den zu erhal­ten, die unmit­tel­bar, in erster Linie, mit den sozia­len Ver­wer­fun­gen in einem frem­den Land kon­fron­tiert sind und ver­su­chen, den Scha­den von den Betrof­fe­nen so gut es geht abzuwenden.

So weit so gut, der Abend nimmt sei­nen Ver­lauf, ihre Erwar­tun­gen wer­den zwar nicht voll­stän­dig, aber doch über­wie­gend erfüllt.

Das Ende des Pro­gram­mes ist erreicht - und jetzt nimmt sich der Ver­an­stal­ter die Frei­heit Sie mit einem klei­nen Pazi­fi­sten-Video zu verabschieden:

Ein Chor aus einer Hand­voll Mäd­chen so um die 12 bis 14 Jah­re singt ein mehr­stro­phi­ges Lied zu Gitar­ren-Begleit­mu­sik, das die Fra­ge stellt war­um es Krieg gibt, wer dar­an Schuld hat und war­um man Krieg schlecht fin­den muss.

Mich stört nicht die Idee des Lie­des - wer ist schon ernst­haft FÜR Krieg?
Mich stört auch nicht, dass man das von klei­nen Mäd­chen sin­gen lässt - wer hat schon 'was gegen nied­li­che Kinderstimmen?
Mich stört auch nicht, dass die Mäd­chen es toll fin­den und sicht­lich Spaß dabei haben zusam­men zu sin­gen obwohl sie wahr­schein­lich nicht ein­mal genau ver­ste­hen WAS sie da sin­gen und Spaß zu haben irgend­wie nicht zum Inhalt passt.

Wenn es wirk­lich um die Sache geht hät­te man bes­ser das Ori­gi­nal von Udo Lin­den­berg aus 1981 (!) neh­men sol­len anstatt die­sen Kin­der­chor zu präsentieren .... 


Was mich mäch­tig gestört hat ist, dass mich die Ver­an­stal­ter zwin­gen woll­ten mich mit die­sem The­ma, in die­sem Kreis, und zu die­ser Zeit zu konfrontieren. 

 
Ange­mes­sen wäre gewe­sen, den Anwe­sen­den die Wahl zu las­sen sich das anzu­se­hen oder zu gehen. Die Annah­me war offen­bar, dass alle die gekom­men waren in glei­chem Maße wie die Ver­an­stal­ter an einem sol­chen 'state­ment' inter­es­siert seien. 

So stö­rungs­frei wie mög­lich habe ich den Saal kurz nach einem ersten Ein­druck des­sen ver­las­sen, was da trans­por­tiert wer­den soll­te. Von einem nied­li­chen Mäd­chen­chor anstatt dem Alt­mei­ster U. Lindenberg.