Schauen Sie sich mal diesen kurzen Ausschnitt aus einem Video einer Youtube-Kreativen an die regelmäßig über ihre Reisen, Eindrücke und Erfahrungen berichtet. Sie war kürzlich in China und hat das Roboter-Kaufhaus besichtigt.
Das ist nicht etwa ein Kaufhaus wo man von Robotern bedient wird, sondern dort kann man Roboter kaufen.
Ganz richtig gelesen:
Roboter kaufen!
Wer mir ein solches Kaufhaus in Europa nachweist bekommt eine "1" mit Sternchen ....
Was ich damit sagen will:
Das Ausmaß des Vorsprungs der Chinesen übersteigt ganz offensichtlich jede Vorstellungskraft unserer Politiker, die es noch nicht einmal geschafft haben deutschlandweit Glasfaser- oder sonstiges schnelles Internet auf die Beine zu stellen .... weil solche Schnarchnasen wie unser jetziger Innenminister das Internet und die Softwareentwicklung nur unter dem Blickwinkel der möglichst lückenlosen Kontrolle der Bürger [Stichwort PALANTIR] sehen.
Da werden wir bald einen Überwachungsstaat wie in China haben - mit dem wesentlichen Unterschied, daß wir uns privat noch mit der Technologie des letzten Jahrhunderts herumschlagen müssen.
Von wegen "Deutschland hat eine führende Rolle in der Weltpolitik", eben *Wolkenkuckucksheim*! Zu mehr als Mittelmaß, wenn überhaupt zu irgend etwas, taugen unsere Politiker nicht ....
Mein erster Computer (1988) hatte noch den Trafo im Bildschirm integriert und es war die erste Generation mit Farbdisplay. Nicht lange danach kam eine Maschine auf den Schreibtisch die man mit BTX verbinden - und so in einem Vorläufer des Internets korrespondieren konnte.
Windows gab es noch nicht, Textverarbeitung und Nachrichten zu versenden war allerdings möglich. Reihe für Reihe und alle Befehle über DOS-Eingaben. Das sah beispielsweise für den Druck unter MS-DOS 2.0 bis 3.2 so aus
Bestimmt wurden so der Drucker, die Puffergröße (Datenmenge), Standardwert 512 bytes (!) und weitere Befehle für das Betriebssystem.
Genug davon, es geht um etwas völlig anderes, aber eng mit diesen Anfängen aus den späten achtziger Jahren verbunden. Glücklicherweise kamen bald sehr viel einfachere Programme als Windows-Versionen, mit grafischer Oberfläche, Maussteuerung, und sehr viel mehr Speicher. Zu wesentlich höheren Kosten. Aber sehr viel schneller und mit erweiterten Anwendungen.
Die ersten *smartphones* kamen so um Ende 2005 - und seitdem haben diese Geräte ein Touchscreen für die Steuerung.
Die Vorteile Telefonie mit Kalender und Termindatenbank zur Hand zu haben, dazu noch eine Foto-Funktion, war der Grund für die rasante Verbreitung dieser Technologie.
Wo Vorteile sind gibt es immer auch Nachteile.
Da ist zunächst als erstes die ständige Verfügbarkeit, "24/7", wie es im Jargon heißt. Die ständigen Änderungen am Design, an der Leistung, bzw. Funktonen, ist ebenso zu betrachten. Sie führen zu einer geradezu zwanghaften Welle von Neukäufen - und das, obwohl die älteren Versionen weder verschlissen noch funktionsuntüchtig sind. Der Ressourcenverbrauch ist enorm - gleichsinnig steigen die Preise.
Der mittlerweile entstanden Digitalzwang ist ein zweiter Nachteil:
Es gibt viele Leistungen, die nicht mehr analog sondern nur noch per App wahrgenommen werden können. So vorteilhaft die Nutzung von *smartphones* also sein kann, sie wird zunehmend mit Zwängen verbunden die ich zumindest nicht mitzumachen bereit bin.
Insoweit gehöre ich zu den Verweigerern, nicht aus Prinzip, sondern weil die Vorteile nicht mehr greifbar sind.
Die Nachteile sind aus meiner Sicht mittlerweile größer als die Vorteile.
Drittens greift jede App Daten ab, in Summe wird der Nutzer damit gläsern und kalkulierbar. Auf eine Art wie sie noch nie in der Menschheitsgeschichte möglich war. Durch die - verbreitete - Ahnungslosigkeit der Gesetzgeber, und so öffentlich demonstrierte Unfähigkeit Datensicherheit zu garantieren, haben Unternehmen die Regeln zu ihren Gunsten ausgebreitet und sind vermutlich nicht mehr daran zu hindern das weiter zu betreiben und daraus Nutzen zu ziehen.
Wohin solche Datensammlungen führen können wird in China schon eindrücklich demonstriert:
Das Leben wird von *scores* bestimmt, wer aus dem (politisch) gewünschten Raster fällt ist sozial isoliert und verliert schrittweise Bürgerrechte
Verstehen Sie mich nicht falsch: Smartphones sind zuerst eine gute Erfindung. Nur ist es hier wie in vielen Wechselfällen des Lebens die Art und Weise der Nutzung durch die Besitzer. Der (vierte) Nachteil ist nämlich die geradezu süchtig machende Art wie die so-genannten *sozialen Netzwerke* aufgebaut und programmiert sind.
Eine Sucht wie Alkohol, Wetten, und *IN-Sein*, dazu zu gehören, ist die ständige Nutzung des *smartphones*.
Es kann mir niemand erklären warum es besser oder unbedingt notwendig sein soll anstatt der Bankkarte mit dem Telefon zu bezahlen. Der einzig denkbare Vorteil (in diesem Fall) ist doch die Ersparnis von Personal bei den Banken.
Die mögliche Zusammenführung der Bewegungs- und Kaufdaten, der Gesamtsituation der Finanzen des Nutzers und die Weitergabe von wesentlichen physischen und psychischen Parametern aus den Apps zum Zwecke der Beeinflussung dieser Person für Verkäufer von Waren und Dienstleistungen, oder der Beurteilung von Risiken für z.B. Versicherungen, sind doch bestimmt nicht als erwünschte Folgen zu bezeichnen.
Ich verrate ihnen noch etwas:
Ich kann Menschen nicht verstehen, wenn sie sich Chips einpflanzen lassen, so wie sie zur Kenntlichmachung von Hundebesitzern deren Hunden eingepflanzt werden, nur weil sie dann keinen Schlüssel mehr für ihre Haustüre benutzen müssen, oder sich automatisch das Flurlicht anschaltet wenn sie nach Hause kommen.
"In the year 2525" aus Juni 1969 kommt mir immer wieder mal in den Sinn - was damals noch Utopie war ist heute teilweise schon Wirklichkeit: Der Mensch zerstört seine Lebensgrundlagen. Etwas, was andere Lebewesen auf diesem Planeten noch nicht geschafft haben und nicht leisten könnten.
Ist also das Leben durch Mobiltelefone "Bequemer, sicherer, günstiger" geworden?
1. Bequemer vielleicht.
2. Sicherer keinesfalls, ganz im Gegenteil, denn nie wurden auf der Welt so viele Daten und Erkenntnisse zu jedem Individuum in den meisten Ländern der Welt erhoben - auch solche, die gegebenenfalls GEGEN den Besitzer verwendet werden können wenn man Machtergreifung durch eine neo-faschistische Regierung unterstellt!
3. Günstiger schon erst recht nicht, wenn man die Preise für Mobiltelefone abwägt. Die Technik ist im wesentlichen so geblieben wie sie vor einem Jahrzehnt war, es werden hingegen Pseudo-Innovationen eingebaut die kein Mensch braucht, mit denen die Preise gerechtfertigt werden.
Unterm Strich:
Menschen verwenden eine auf vielen Ebenen gegen sie gerichtete Technik und begrüßen das auch noch!
Meine selige Mutter - sie ruhe in Frieden - hatte eine Lebensweisheit für Ehefrauen parat, die sie, Jahrgang 1921, zu jeder passenden (oder auch unpassenden) Gelegenheit zu äußern pflegte:
Männer dürfen Alles essen,
aber nicht Alles wissen.
Mir scheint, diese Weisheit hat sich, mit ein wenig verschobener Perspektive, bis in höchste Politikerkreise verbreitet:
Dass ausgerechnet zwei Politiker der CDU/CSU gegen abgeordnetenwatch.de Stimmung machen, hat uns nicht überrascht. Denn unsere erfolgreiche Hausausweis-Klage gegen den Bundestag hat vergangenes Jahr ans Licht gebracht, dass die Union per Geheimverfahren mehr als 750 Lobbyisten Zugang zu den Abgeordnetenbüros verschafft hat - darunter Waffenproduzenten, Atomkonzerne und Frackingunternehmen. Sie und viele andere gingen im Bundestag jahrelang unentdeckt ein und aus.
Trotz all dieser kleinen Schritte in Richtung Transparenz - gegen erbitterten Widerstand derjenigen Politiker, die am meisten von den Lobbyisten profitieren, aber nicht wollen, dass man davon erfährt - ist es noch ein langer Weg bis die Masse der Abgeordneten begreift:
Sie sind ihren Wählern zuerst verpflichtet, wenn es auch viel einfacher ist sich von einigen wenigen Organisationen alimentieren zu lassen. Es gilt doch gerade bei solchen Abhängigkeiten besonders wachsam zu sein, denn "ACTIO = REACTIO", wer annimmt ist nachher gezwungen zu geben.
Das grundsätzliche Problem der Einflußnahme ist durch Transparenz alleine freilich noch nicht gelöst. Dazu bedarf es weiterer Schritte. Einen davon halte ich persönlich für den Wichtigsten überhaupt:
Nennen wir doch das, was da so schamhaft-verniedlichend, euphemistisch, als "Lobbyismus" bezeichnet wird beim richtigen Namen - es ist, alleine schon von den Summen her betrachtet, Bestechung! Ein Straftatbestand.
"STASI 2.0" in Gestalt des vormaligen Innenministers Schäuble, der jetzt als Finanzminister sein Unwesen treibt, ist schon lange passé. Sein Schwiegersohn [ .. verheiratet mit Christine, geb. Schäuble .. ] sorgt mindestens schon in Baden-Württemberg für kontinuierlichen Einfluß [Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration] der Familie.
Wir sind nicht einmal mehr bei "Stasi 3.0",
wir driften auf "Stasi 4.0" zu.
"Frü*er" nannte man das was wir heute erleben "Salamitaktik" - und es wurde der DDR zugeschrieben. Seit der sogenannten "Wiedervereinigung" passiert das - offen oder verdeckt - in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens genau nach diesem Muster.
Die Ausspähung ist grenzenlos, gegen die Machenschaften der NSA sei angeblich nichts zu machen, und wenn die großen Autofirmen die Daten der Besitzer abgreifen und deren Verhalten minutiös notieren steht der Herr Verkehrsminister im Frankenfeld-Anzug wie ein Komödiant da° und bläst heiße Luftballon-Phrasen heraus ....
Bin ich da allein auf weiter Flur und bilde mir sowas nur ein, nehme ich diese Umschichtung und den Trend zu STASI-Vorgehensweisen vielleicht anders wahr als es den Tatsachen entspricht??
Was die Gesetzgebung und die Überwachung angeht sieht es nicht anders aus. Stück für Stück sind die Daumenschrauben enger geworden. Was in 2000 noch nicht als Informationen abgegriffen werden konnte wird heute en masse abgefragt, zugeordnet, vernetzt und gespeichert.
Es wird bewußt über die verfassungsmäßig vorgegebenen Rahmenbedingungen hinaus geschossen - um dann zuzusehen, ob sich jemand zur Wehr setzt, wer sich dagegen zur Wehr setzt, und welches Ergebnis das hat. Oft ist es so, dass von den angestrebten Regelungen nichts übrig bleibt, aber genauso oft kommt es vor, dass immer ein wenig mehr geregelt wird als zuvor - Salamitaktik, ich erwähnte den Begriff schon weiter oben.
Der 'brave Bürger' schaut sich im Staate um, reibt sich die Augen, und wundert sich (allmählich von den Medien eingelullt) über nichts mehr ....
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° Zitat " .. seine Anzüge, von denen der ein oder andere an Tapetenmuster aus den 70er Jahren erinnert. .. " [Quelle]
.. Guantánamo, gezielte Tötungen mit Hilfe von Drohnen, Beobachtungslisten, Tötungslisten, präventive Kriege – diese Politik wird auf uns selbst zurückfallen. Nicht nur, dass diese Politik internationales Recht bricht und die Menschenrechte verletzt, sie untergräbt auf fundamentale Weise unsere Sicherheit. Die amerikanische Politik nach den Anschlägen vom 11.September hat zu einer Woge ungewollter Folgen geführt, und das ist eine Folge der Instabilität und der Gewalt, die wir verbreitet haben .. Die gegenwärtige amerikanische Politik schafft mehr Terror und mehr Chaos in der Welt, nicht weniger. Demokratien sollten ein Beispiel geben und den Buchstaben des Gesetzes folgen. Die willkürliche und tiefgreifende Bespitzelung von Regierungschefs und führenden Politikern befreundeter und verbündeter Staaten unterminiert die Fähigkeit der Demokratien, den vielen Gefahren zu begegnen, denen die Freiheit in der heutigen Welt ausgesetzt ist ..
Nicht erst seit 2001 - so möchte ich korrigierend einwerfen:
Das aber ist wohl dem Lebensalter der Frau Poitras (*1964) geschuldet. Sie war ja nicht 'mal auf der Welt bzw. noch ein Kind als manche "Eingriffe" und "Aktionen" ihres Landes vor allem in Südamerika & Südostasien genauso ungesetzlich und überheblich "Politik mit anderen Mitteln" machten.
.. 1936 stieg man sogar auf die Datenerfassung mit einem hochmodernen Lochkartensystem um. 1939 aktualisierte eine Volkszählung das Stadtregister nochmals.
Im Mai 1940 rissen die einmarschierten deutschen Besatzer das Register an sich und ermittelten anhand dieses Datenschatzes in wenigen Tagen fast alle jüdischen Einwohner. Ein Großteil der rund 100 000 Amsterdamer Juden wurde ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Von einem Tag auf den anderen entschied ein Marker im Big-Data-Pool über Leben und Tod. Zuvor hatte 90 Jahre lang niemand etwas zu verbergen gehabt ..
.
Gestern (28.05.15) lief in WDRIII eine Themensendung "SUPERNERDS ein Überwachungsabend", die, trotz einiger Einlagen die ich persönlich nicht sehr gelungen fand, insgesamt gut gemacht war & überzeugend argumentierte.
Wer es nicht sehen konnte sollte sich die Zeit nehmen und es in der Mediathek ansehen. Zur Not in Teilen - das ist sinnvoll eingesetzte Zeit.
Insgesamt war es ein guter Ansatz, der allerdings an Teilen des Publikums vorbeigegangen sein dürfte:
Den Myriaden von Mobiltelefonnutzern die zugleich Fußball anschauen. Weil gleichzeitg Fußball lief. Wie so häufig also, so häufig, dass man schon wider an Absicht glaubt.
Aber vielleicht war das ja die Konzession an die Politik, der es überhaupt nicht Recht sein kann wenn noch mehr Menschen von ihren 'geheimen' und bestimmt nicht 'volksnahen' Machenschaften wissen.
. TOR? Haben Sie 'was zu verbergen?
Was, Sie sind nicht bei "facebook"?
Ihr Ausweis steckt in einer Alu-Hülle?
Ach, und von "whatsapp" halten Sie nichts?
So so, sie verschlüsseln also ihre E-Mails?!
Heutzutage ist doch Jeder bei "twitter" aktiv!
Sie benutzen statt 'smartphone' noch ein Nokia von 2003?
Sehr verdächtig "unverdächtig" zu sein, wenige bis keine Datenspuren zu erzeugen - oder wenigstens den Versuch zu unternehmen so wenig wie möglich bleibende Spuren im Internet zu hinterlassen ....
Die Perversion des Denkens ist mittlerweile weit über das hinaus gediehen, was Orwell'sche Fiktion dargestellt hat:
Alleine die Abweichung vom NORMverhalten macht verdächtig, was gesundes Mißtrauen gegenüber den Schnüffelmöglichkeiten diverser Konzerne und "Dienste" ist wird als "extrem" eingestuft.
Die Grundidee von "Biedermann und die Brandstifter" auf den Kopf gestellt: Der unverdächtige Biedermann wird zum modernen Schurken, dessen Verweigerungshaltung ihn, in Gegensatz zu den -vermeintlich- staatstragenden und verfassungsschützenden Geheimdienstelementen stehend, zum Staatsfeind macht.
Unverdächtig ist schon verdächtig.
Keine Spur zu hinterlassen ist sehr verdächtig.
Nicht das zu tun was die Masse tut ist höchst verdächtig!
Merke:
Der 'moderne' Staatsfeind zeichnet sich dadurch aus, dass er den Geheimdiensten das Leben schwer macht. Kein staatsfeindliches Verhalten ist verdächtiger als umgekehrt. Weil nach der Grundidee der Dienste (offenbar) jede Abweichung von der Norm nur eine Schlußfolgerung zuläßt:
Es muß sich um eine/-n Extremistin/-ten handeln.
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In einem bahnbrechenden Urteil hat der "Supreme Court" in den U.S.A. richtig- und sichergestellt, welche Auswirkungen die Durchsuchung eines Mobiltelefons für die Betroffenen im Gegensatz zu bisherigen Durchsuchungsgegenständen hat. Unter dem zitierten Original füge ich eine Übersetzung an.
Um es ganz deutlich zu agen: Dieses Urteil bezieht sich auf Einzelfälle. Nach der allgemein gültigen gesetzgeberischen Logik scheint es jedoch geboten, dieses Urteil auf die Durchsuchung von Daten ganz allgemein auszudehnen und entsprechend restriktiv zu handeln.
Es wäre durchaus wünschenswert, wenn wir hierzulande eine ähnlich klare gesetzliche Regelung hätten. Die dann nicht durch Zusammenarbeit zwischen BND/BKA/Verfassungsschutz u.a. und der NSA wieder "durchlöchert" wird, indem die im jeweiligen Land erlaubte Spionage in Fremdländern stillschweigend praktiziert wird und deren Ergebnisse klammheimlich (durch Geheimverträge abgesichert) übertragen werden.
.. Before cell phones, a search of a person was limited by physical realities and tended as a general matter to constitute only a narrow intrusion on privacy…Today, by contrast, it is no exaggeration to say that many of the more than 90% of Americans who own a cell phone keep on their person a digital record of nearly every aspect of their lives — from the mundane to the intimate .. The implications of this pro-privacy ruling at a time of the exposure of a vast government surveillance régime centered at the NSA are obvious. All of that troubling cell phone data is a relatively small fraction of what the NSA scoops up employing precisely the general warrants that the Fourth Amendment was designed to prohibit .. In 1761, the patriot James Otis delivered a speech in Boston denouncing the use of writs of assistance .. Now, about the NSA and its rummaging, might Edward Snowden come to be viewed as the contemporary James Otis? ..
Übersetzung:
❝ .. Vor Mobiltelefonen wurde die Durchsuchung einer Person auf physische Gegenstände beschränkt und eher als eine allgemeine Angelegenheit angesehen, die lediglich einen geringfügigen Eingriff in die Privatsphäre darstellt ... Heute dagegen ist es keine Übertreibung zu sagen, dass viele der mehr als 90% der Amerikaner, die ein Mobiltelefon besitzen eine digitale Aufzeichnung von fast jedem Aspekt ihres Lebens mit sich tragen - von weltlich-allgemein bis höchst intim .. die Auswirkungen dieser Pro-Privatsphären-Regelung in einer Zeit, in der die Überwachungsaktivitäten der Regierung - zentriert bei der NSA - aufgedeckt sind, ist offensichtlich. All die Mobilfunkdaten sind jedoch nur ein relativ kleiner Teil von dem, was die NSA durch ihre eigenwillige Interpretation von allgemeinen Durchsuchungsbeschlüssen abschöpft. Der vierte Verfassungszusatz wurde aber geschaffen um genau das zu verbieten .. Im Jahre 1761, hielt der Patriot James Otis eine Rede in Boston und verurteilte den Einsatz von generalisierten 'Haftbefehlen' (Durchsuchungsverfügungen) .. Könnte nun, wegen der Aktivitäten und Herumsucherei der NSA, Edward Snowden als der zeitgenössische James Otis betrachtet werden? .. ❞
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Das ZDF hat distanziert-sachlich, aber doch bestimmt, über die illegalen Machenschaften der Geheimdienste vor allem aus den U.S.A. und der BRD in einer zweiteiligen Dokumentation [Dienstag&Mittwoch] unter dem Titel "Verschwörung gegen die Freiheit" berichtet.
Der zweite Teil wurde zwar zu einer etwas ungünstigeren Zeit gesendet, schade, weil darin die tatsächliche Verwicklung unserer "Dienste" mit denen der U.S.A. aufgezeigt wurde.
Trotzdem:
Es hat sich gelohnt.
Die arrogante Selbstherrlichkeit des Herrn Hayden und die Skrupellosigkeit von Vizepräsident Cheney mit denen sie sich über jedes Recht und die Gesetze stellen war das Schlimmste in dieser Dokumentation. Null Unrechtsbewußtsein - Gewissenlosigkeit wie man sie ansonsten nur von "Unrechtsstaaten" auf der Welt kennt.
In der danach folgenden Sendung von M. Lanz - die ich grundsätzlich weniger schätze - blieb ich auf dem Kanal und muß zugeben, dass auch diese Sendung sich gelohnt hat. In sonst selten gekannter Deutlichkeit wurden die unrechtmäßigen, unangemessenen und vor allem unnötigen Schnüffelmaßnahmen nochmal vereinfacht und mit Beispielen durchgesprochen - so, dass es auch einem "Bildungs- und Internerfernen" Publikum verdeutlicht wurde.
Ganz wichtig war, das wurde herausgearbeitet, dass auch Menschen betroffen sind, die ansonsten wenig mit dem Internet zu tun haben, sondern lediglich Bankgeschäfte abwickeln und ihre Steuererklärung abgeben.
Wenn es so weitergehen sollte kommt es vielleicht doch dazu, dass diese beispiellose Unverfrorenheit der Verantwortlichen für diese Schnüffelaktionen die Bevölkerung wachrüttelt.
. "De Maizière berichtet von Abhör-Einschränkungen" schreibt das Handelsblatt - so wie auch einige andere Blätter die Agenturmeldungen kritiklos und ohne weitere Prüfung auf tatsächliche Gegebenheiten unter das (Europa-) Wahlvolk bringen.
Liest man genauer, so wird deutlich, dass es sich erneut lediglich um Absichtserklärungen ohne konkrete Ausgestaltung handelt - wie stets im Verhältnis zu unserem "wichtigsten Verbündeten" U.S.A. .... da denkt der informierte und nachdenkliche Bürger "Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube." und ist sicher wie das aussehen wird wenn erstmal die Europawahl vorbei ist:
"business as usual"
- die NSA wird nicht einen Deut an ihrer Vorgehensweise ändern. Da es aber so bald keinen zweiten Snowden geben wird dürfen wir rätseln, ob das, was wir aufgetischt bekommen, der Wahrheit entspricht.