bookmark_borderIch brauch jetzt erstmal eine Profilagentin ....
Ich werde jetzt *Profilagent*!
Aus der Serie "Liebes Tagebuch"

Ich brauch jetzt erst­mal eine Pro­fi­la­gen­tin sonst wird das nichts mit dem digi­ta­len Geld­ver­die­nen, lie­bes Tage­buch, und nun weißt du auch, war­um ich dir sooo lan­ge nix erzählt habe:

Ich bin dabei mein *PROFIL* zu ver­bes­sern, und das kostet heut­zu­ta­ge Zeit und Geld!

Da wirst du dich sicher fra­gen "Was ist das denn, so eine *Pro­fi­la­gen­tin*?"
Hab ich mich auch gefragt als ich auf, Ach­tung: "Kix­ka Nebras­ka" gesto­ßen bin.

Da muss­te ich ein­fach tie­fer ein­stei­gen, lie­bes Tage­buch, wo ich doch seit 1988 per Com­pu­ter unter­wegs bin und seit 2003 ein Web­log habe .... und noch nie hat­te ich bis­her von der Exi­stenz die­ses wirk­lich außer­ge­wöhn­li­chen neu­en Beru­fes gehört!

Es gibt dafür kei­ne Aus­bil­dung. Soviel steht fest. Es hilft wenn man mit­tel­alt und Frau ist. Gut ist auch, wenn man ein Pro­fil­fo­to nicht von einem pro­fes­sio­nel­len Foto­gra­fen machen lässt, son­dern sich selbst im eige­ne Bade­zim­mer per *sel­fie* foto­gra­fie­ren kann und es dann ver­frem­det. Kann ich auch, aller­dings ohne Ver­frem­dung, lie­bes Tage­buch, hier ist der Beweis:

Nur der Teil 'mit­tel­alt und Frau' wird mir nicht gelin­gen - viel­leicht geht ja auch 'hoch­be­tagt und Mann'? Na, hof­fent­lich, Tage­buch, ist DAS kein Aus­schluss­fak­tor in mei­nem Bestre­ben ein *Pro­fi­l­agent* zu werden.

Wenn man das wer­den will braucht man ein eige­nes Pro­fil - da steht dann drin wie toll man ist. Sich selbst über den grü­nen Klee zu loben ist nur die Fort­set­zung von über­trie­be­nem Lob der Eltern "Das hast du aber fein gemacht!". Wenn du dir das Bild­chen ansiehst, lie­bes Tage­buch, dann lernst du gleich noch dazu: Bei "twit­ter" hat man eine "Web­sei­te"!
Steht da drin → (screen­shot bei kix­ka im Web­log gemacht)

Zudem braucht man noch 'con­nec­tions' - zu "Bri­git­te", via "Job-Sym­po­si­um 2020" oder zu "Frank Elst­ner Master­class" und so wei­ter, und so wei­ter .... du siehst, lie­bes Tage­buch, es muß gelin­gen klin­gen­de Namen im Kli­en­tel zu haben damit man dann ande­ren Men­schen zu einem tol­len Pro­fil ver­hel­fen kann, das sie bekannt macht.
Das Netz­werk immer wei­ter spin­nen, also das mit dem 'spin­nen' ist jetzt rein zufäl­lig in meh­rer­lei Hin­sicht passend.

Es ist nicht so wich­tig, dass man mit dem Com­pu­ter und einer Pro­jek­ti­ons­soft­ware umge­hen kann - wozu gibt es schließ­lich Män­ner die das kön­nen - es reicht wenn man nach meh­re­ren Anläu­fen irgend­was Bana­les zu dem stam­meln kann, was heu­te so unter "sozia­le Netz­wer­ke" läuft. Unvor­teil­haf­te Klei­dung scheint ja fast schon "Tol­le Mode" zu sein - gab's das bei "Bri­git­te" als Vor­schlag für ein auf Com­pu­ter­freaks abge­stimm­tes 'busi­ness outfit'?

Ein ande­rer Vor­trag ging über "Ver­ges­sen" - weil ja das Inter­net nicht von selbst etwas ver­gisst, hat Frau Kix­ka gesam­melt, was an Pro­gram­men so da ist, dem man ein­ge­ben kann dass es 'ver­ges­sen' soll was geschrie­ben wur­de, weil es wäre ja blöd, wenn man Jah­re spä­ter sei­nen Quatsch wie­der unter die Nase gerie­ben bekommt .... dar­auf, lie­bes Tage­buch, muss man erst mal kommen:
Auto­ma­ti­sier­te Löschung des unüber­leg­ten Gebrab­bels in den sozia­len Netz­wer­ken als *fea­ture*.
Mhhh .... wenn ich recht über­le­ge ist das doch etwas umständ­lich - wäre es da nicht bes­ser gleich dar­auf zu ver­zich­ten irgend­wel­chen Quatsch in die Welt zu posaunen?

Da fehlt noch, das eige­ne, nicht so gut gelun­ge­ne Web­log zu löschen, damit es da nicht etwas kri­ti­sche Anmer­kun­gen geben kann die einem das Geschäft stö­ren. Noch ist es *online*, aller­dings habe ich in den letz­ten fast zwan­zig Jah­ren schon eine Men­ge sehr viel loh­nen­de­re Blogs gelesen ....

Fort­schritt wohin man schaut, die­se Sache mit dem *ver­ges­sen*!

Tja, lie­bes Tage­buch, das war's dann auch schon wieder.
*Pro­fi­l­agent* - und ich habe bis­her immer mei­ne Tipps zu Ver­bes­se­rung von Web­logs völ­lig gra­tis abge­ge­ben und dafür manch­mal Schel­te bekom­men. Ich hät­te es - wie man sieht - ein­fach nur anders benen­nen sol­len und schon wäre alles gut gewe­sen .... lie­bes Tage­buch, *Pro­fi­l­agent* ist offen­bar kei­ne geschütz­te Berufs­be­zeich­nung - daher nen­ne ich mich jetzt ein­fach so:

"Dies schrieb exklu­siv für dich dein *PROFILAGENT* wvs."

bookmark_borderGefunden: Sitten- und Bekleidungswart 2.0

Man könn­te es als Kurio­si­tät abtun, was ein Herr "Rai­ner Johan­nes Ger­hard Schmidt" als Kom­men­tar auf der Vlog-Sei­te einer jun­gen you­tube­rin geschrie­ben hat - das Mäd­chen spricht meh­re­re Spra­chen und ist seit sei­nem 18. Lebens­jahr durch eige­ne Lei­stung weit in der Welt herumgekommen.

Dann schwingt sich ein ver­knö­cher­ter katho­lisch-sitt­sa­mer älte­rer Herr Tugend­wäch­ter ¹ auf ihr Anwei­sun­gen zu ertei­len was "wir" (in Deutsch­land, angeb­lich) für ange­mes­se­ne Beklei­dung halten. 

Bezeich­nend:
Wenn man auf sei­ne Sei­te geht und auf den Tab "Lie­be & Sexua­li­tät" klickt wird man auf eine Sei­te mit Bild ² geführt. Noch kurio­ser wird es, wenn man auf den Tab "Psy­cho­hy­gie­ne in Kul­tur und Medi­en" klickt - da kom­men dann die ech­ten katho­li­schen Häm­mer - aber gehen Sie mal hin und schau­en sie selbst, screen­shot wei­ter unten ³.

Mich hat er jeden­falls nicht gefragt, ob ich das auch so sehe, bevor er es so non­cha­lant nie­der­schrieb - hat er Sie, lie­ben Lesen­de, gefragt? Nein? Dach­te ich mir doch, er hat nur für sich allei­ne gehan­delt, es aber uns allen in die Schu­he geschoben. 

Des­we­gen habe ich ihm ein paar Zei­len auf sei­ne you­tube Sei­te geschrieben:


Der Herr Schmidt soll­te sich eher ein­mal um die Sexu­al­tä­ter unter den katho­li­schen Prie­stern sor­gen. Und um die son­sti­gen frei­wil­li­gen, Klamp­fe spie­len­den, kurz­be­ho­sten Berufs­ju­gend­li­chen und Alt-Pfad­fin­der, die die Nähe von Kna­ben und Mäd­chen gesucht und sie dann miss­braucht haben .... anstatt sich unge­fragt dar­über aus­zu­las­sen wie er glaubt, dass sich eine jun­ge Frau bei you­tube beklei­den, beschu­hen und schmin­ken soll­te.
 

 

¹ screen­shot von der Web­sei­te des Herrn Schmidt. Wel­chen Ein­druck die­se Frak­tur macht - min­de­stens auf mich macht - geht in die deutsch­na­tio­na­le-rechts­la­sti­ge-Blut-und-Boden-Ideo­lo­gie. Der Inhalt ent­täuscht dann auch nicht ....

² screen­shot der Sei­te, auf die man kommt wenn man "Lie­be & Sexua­li­tät" anklickt

³ screen­shot der Sei­te wenn man auf den Tab "Psy­cho­hy­gie­ne in Kul­tur und Medi­en" klickt

Was zum The­ma passt:
- .... eine glo­ba­le, kri­mi­nel­le Orga­ni­sa­ti­on .... (01−2019)
- "Rechts­freie Räu­me" War­um hören wir nichts von den übli­chen (baye­ri­schen & son­sti­gen) Schrei­häl­sen ...? *update* [17.10.2018; 02:00h] (10−2018)
- Reli­gi­on ist der Hemm­schuh ...! (06−2018)
- Katho­li­sche Men­schen­fein­de und tum­be frän­ki­sche (und ande­re süd- und nord­west­deut­sche) Herr­scher .... (09−2018)

bookmark_borderDenken | Gedanke

Der Herr Pro­fes­sor 'mal wie­der, ich zitie­re drei Sätze:

1. Ein „GEDANKE“ beinhal­tet eine ver­sprach­lich­te, kla­re Vor­stel­lung von einem Ablauf.
2. Gedan­ke = Wort => Bild
3. Ein Gedan­ke ist erst dann gege­ben, wenn man Bewe­gung bzw. Vor­ha­ben anti­zi­pie­ren kann!

1. Ein Gedan­ke muss nicht 'einen Ablauf' beinhal­ten. Vie­le Gedan­ken beinhal­ten kei­ne Zeit­ach­se [Ver­gan­gen­heit-Gegen­wart-Zukunft], son­dern krei­sen viel­mehr um einen zen­tra­len Begriff, der wäh­rend des Denk­vor­gan­ges durch in der Erin­ne­rung gespei­cher­te, dazu pas­sen­de Ele­men­te ergänzt, erwei­tert und ver­voll­kom­ment wird.

2. Es gibt 'abstrak­te' Gedan­ken, denen kein Bild zuge­ord­net wer­den kann. Das beste Bei­spiel hier - wel­che Iro­nie! - ist das Wort "Gedan­ke". Völ­lig imma­te­ri­ell, daher ohne "Bild".

3. Es gibt mehr 'ziel­lo­se' als auf ein Objekt, eine Bewe­gung, aus­ge­rich­te­te Gedanken.

Die (sprach­lich-gram­ma­ti­ka­li­schen) Brü­che in wei­te­ren Sät­zen las­sen das gesam­te Gedan­ken­kon­strukt irgend­wie wirr, unter­bro­chen, zusam­men­hang­los erscheinen.


Mer­ke
:
Der schlimm­ste Feind ist Gewohnheit.

Über­tra­gen auf das Wir­ken des Professors:
Nur weil von Pro­fes­so­ren *pro­fes­so­ra­les* erwar­tet wird muss man nicht stän­dig *nutz- und sinn­lo­ses* schrift­lich nie­der­le­gen. Wer in sei­nem Den­ken, sei­nen Ver­öf­fent­li­chun­gen den krampf­haf­ten Ver­such unter­nimmt an die Erfol­ge der Ver­gan­gen­heit anzu­knüp­fen wird nie in der Gegen­wart, und schon erst recht nicht zu alter Grö­ße (an-)kommen.

bookmark_borderSchriftwechsel (mit einem Kundenservice)

Es geht um einen Rauch(warn)melder, der neu ange­bracht wer­den soll.
Die Bedie­nungs­an­lei­tung (bes­ser: Mon­ta­ge­an­lei­tung) ist mir nicht deut­lich genug gewe­sen - ich fand nicht, was im Text ange­spro­chen war.

Aber lesen Sie selbst:
("click!" auf die Abbil­dun­gen vergrößert)

Wie Sie, lie­be Lesen­de, sofort erkannt haben, geht es hier nicht um CORONA. Mit Absicht. Wir brau­chen etwas um uns wie­der ein­mal 'schmun­zeln' zu las­sen in die­ser so trü­ben, ange­spann­ten Zeit.

bookmark_borderNoch'n Gedicht ....

Gedich­te - so scheint mir - sind der­zeit wie­der in Mode .... da tre­ten Volks­dich­ter und Men­schen mit Reim­zwang ans Licht der Öffent­lich­keit - und ich hat­te schon vor fast zehn Jah­ren mit den Rei­men auf­ge­hört weil ich dach­te das inter­es­siert nie­man­den mehr. Außer­dem hat­te ich lt. psy­chologischem Gut­ach­ten Lan­ge­wei­le und das ist tra­gisch, da muss man 'was dage­gen tun .... Gedich­te schrei­ben hilft da sehr. Pro­jek­ti­on wohin man schaut, Schlimm, sowas.

Aber:
Man soll sich ja nicht dem Trend wider­set­zen, daher folgt hier ein Gedicht von mir.
Zu *grau­er Vor­zeit* geschrie­ben. Die Älte­ren wer­den sich noch erin­nern, damals erschoss man in Bay­ern den Bären Bru­no .... das brach­te mich auf die Idee zu dem fol­gen­den Gedicht.
„Bru­no“ (* 2004 im Natur­park Ada­mel­lo-Bren­ta nahe Tri­ent; † 26. Juni 2006 nahe Bay­risch­zell, Bayern)

Ach so, noch das → copy­right Wolf­gang von Sulecki, jeder Nach­druck, auch aus­zugs­wei­se ver­bo­ten, Zita­te sind auf Halb­sät­ze zu begren­zen, jeden­falls sind stets Quel­le und Autor zu nen­nen .... und "Wehe!" wenn nicht ....

№ 0530: der bär

ein bär schau­te die welt sich an,
und weil ein bär gut den­ken kann
dacht‘ er: als mensch geht es mir besser
als es mir geht als beerenfresser!

so kam es, daß er sich bewarb
als vor­stand von gutz­will & schwab:
dort war man zwar erstaunt bis ratlos
– war’n sonst bewer­ber doch eher haarlos …. 

weil man poli­tisch stets korrekt,
den bär’n man ins assess­ment steckt:
er schlug sich tap­fer und obsiegte,
wes­we­gen er die stel­le kriegte. 

als erste sei­ner vorstandstaten
ließ er im firmenvordergarten
'nen gro­ßen bie­nen­korb aufstellen:
dar­aus soll­te bald honig quellen …. 

sodann stellt er 'ne bärin ein:
sollt‘ sei­ne sekre­tä­rin sein
(tatzt er ihr hin­ter­teil verstohlen
denkt sie: ihn soll der teu­fel holen).

ein vor­stands­auto muß­te her,
da fiel die aus­wahl nicht so schwer:
weil vor­stän­de aus deut­schen firmen
in ‚stern’karossen heim­wärts stürmen 

er sah dann sein salär sich an
und dacht‘ wie er’s erhö­hen kann ….
zahlt sich vier­mal im jahr tantiemen.
die ‚pea­nuts‘ ließ er sich nicht nehmen …. 

ein impor­teur rief bei ihm an:
daß er zigar­ren lie­fern kann,
nichts bil­li­ges aus usa, 
nein – qua­li­tät – kommt aus ku-ba …. 

der auf­sichts­rat der fir­ma tobte.
der­weil extern man ihn sehr lobte,
weil er – mild­tä­tig – geld verteilte
wenn er wo zu 'nem din­ner weilte. 

die sache zog sich lang schon hin.
die fir­ma mach­te zwar gewinn,
doch reg­te sich im aufsichtsrat
der zorn ob man­cher sei­ner tat. 

ver­mehrt sann man dar­über nach
wie man den bären – ohne schmach –
vom leben in den tod befördert,
klar war: man braucht wen der ihn mördert. 

im bay­ern­land geschah die bluttat
(still freu­te sich der aufsichtsrat)
in schock ver­setzt ist die nation:
der bär war tot – was nutzt das schon?

wie wahr – fragt man – ist die geschichte
die ich für euch hier spät noch dichte?
ich geb‘ es zu, ganz unumwunden:
euch wurd‘ ein bär hier aufgebunden ….

zwar meu­chel­te den ‚Bru­no‘ man
im bay­ern­land, im grü­nen tann ….
manch ‚schur­ken‘ gibt’s viel­leicht als vorstand
doch einen bär’n? nicht 'mal in deutschland!

Erst­ver­öf­fent­li­chung:
1. Fssg. 06/07/2008 00:46h;
2. Fas­sung vom 06.07.08 09:10h

(268)

 
Wenn Ihnen das Gedicht gefal­len hat freut es mich - wenn Sie von nun an jede Woche ein neu­es Gedicht lesen wol­len schrei­ben Sie es bit­te in einen Kom­men­tar, dann machen wir jeden Diens­tag zum "Gedicht­e­tag" ....

 

bookmark_borderFachkompetenz gibt es genug ....

Neue Woh­nung = neue Gerä­te, Uten­si­li­en, Anschaf­fun­gen, kurzum: 

Es bringt Ver­än­de­run­gen mit sich, die weit über den Rah­men des Orts­wech­sels hin­aus­ge­hen. Denn das ist der klei­ne­re Teil. Alles was die Nor­ma­li­tät des All­tags aus­ge­macht hat wird für den Zeit­raum zwi­schen Ein­packen und Vor­be­rei­ten des Umzugs und Aus­räu­men der Umzugs­ki­sten und Wie­der­her­stel­lung eines 'nor­ma­len' Lebens bei­sei­te gescho­ben und gegen ein fast all­täg­li­ches Cha­os getauscht.

Wo war noch­mal .... wohin habe ich das ein­ge­packt .... war das in der Kiste für die Küche oder für das Bad ...? Sie ver­ste­hen was gemeint ist. 

Das ist nicht ein­fach, und alle Leu­te die umzie­hen müs­sen damit umge­hen und irgend­wie fer­tig wer­den. Da fängt es an inter­es­sant zu wer­den, denn jeder Mensch hat erstens eine ande­re Auf­fas­sung von Ord­nung und zwei­tens eine ande­re Art von Fer­tig­keit das erwünsch­te Ziel in die Tat umzusetzen.

Dar­auf will ich nicht näher ein­ge­hen, das wird sehr per­sön­lich, son­dern mich dem zuwen­den was ich mit der Titel­zei­le anrei­ßen wollte:

Neue Gerä­te und Ein­rich­tungs­ge­gen­stän­de kom­men zwangs­läu­fig mit neu­en Räum­lich­kei­ten und ande­ren Umstän­den in der neu­en Woh­nung hin­zu. Nach mehr als 25 Umzü­gen in 45 Jah­ren kann ich mit Bestimmt­heit sagen, dass die Umzugs­ko­sten allei­ne den gerin­ge­ren Teil aus­ma­chen - es sind die Klei­nig­kei­ten, die noch­mal min­de­stens eben­so viel kosten. Das geht damit los, dass die Küche für meh­re­re Tage nicht nutz­bar ist - da hat man noch Glück, wenn es nur Tage und nicht Wochen sind. Und in die­sen Tagen kann man nicht fasten - da braucht man feste und flüs­si­ge Nah­rung. Das ist dann ein wirk­li­ches Organisationsproblem.

Kurz­fri­sti­ge Not­wen­dig­keit etwas durch einen Hand­wer­ker (Instal­la­ti­on, Elek­tro, Schrei­ner, Deko­ra­teur) rich­ten oder her­stel­len zu lassen?

Ver­ges­sen Sie es, das ist unmöglich! 

Ich gebe nur ein Beispiel:
Von sechs orts­an­säs­si­gen Klemp­ne­rei­en habe zwei gleich abge­sagt weil sie kei­ne neu­en Kun­den mehr anneh­men. Eine macht selbst nur kom­plet­te Neu­in­stal­la­tio­nen in Woh­nun­gen / Häu­sern, alles ande­re an 'Klei­nig­kei­ten' machen Sub­un­ter­neh­mer. Eine wei­te­re Fir­ma will in drei Wochen jeman­den vor­bei­schicken um sich die Sache mal anzu­se­hen - Ter­mi­ne hat man aber erst wie­der im März frei. Zwei wei­te­re Betrie­be haben es nicht ein­mal nötig gehabt eine Ant­wort zu schreiben.

Fach­li­che Kom­pe­tenz ist ja da in unse­rem Land. Man­gel gibt es nur bei den Ter­mi­nen, der Zeit, die­se Kom­pe­tenz für sich nutz­bar zu machen. Ler­nen Sie also recht­zei­tig selbst Hand anzu­le­gen und bestimm­te Klei­nig­kei­ten allei­ne zu erle­di­gen. Min­de­stens dann, wenn Sie nicht eine Wei­le ins Hotel zie­hen wol­len bis alle Hand­wer­ker durch sind und die Spe­di­ti­ons­mit­ar­bei­ter ihre Sachen wie­der aus­ge­packt haben .... ein sol­cher Umzug liegt dann aller­dings preis­lich in der Grö­ßen­ord­nung des­sen, was ein Klein­wa­gen kostet. 

bookmark_borderDie Besten der Besten der Besten, Sir!
oder: Wie ich einen neuen Staubsauger auswählte.

Haben Sie in letz­ter Zeit ein­mal den Wunsch & die Not­wen­dig­keit gehabt sich ein elek­tri­sches Gerät zu kau­fen und lagen zwi­schen dem letz­ten Kauf und dem jet­zi­gen Kauf­wunsch mehr als fünf­und­zwan­zig Jahre?
Dann haben Sie bestimmt mit­tels einer Such­ma­schi­ne nach Test­be­rich­ten gesucht.

Ich hat­te heu­te das Ver­gnü­gen, denn der 'alte' Staub­sauger, von Sie­mens, war schon län­ger ein Entsorgungskandidat:
Nur noch Kle­be­fo­lie hielt das Gerät so geschlos­sen, dass man damit sau­gen konn­te - und das war jedes Mal beim Beu­tel­wech­sel ein Pro­blem. Außer­dem war zugleich die Saug­lei­stung nicht mehr so prickelnd. Weil das Gerät recht alt ist gab es kei­ne Innen­fil­ter mehr, ledig­lich Staubbeutel.
[Klei­ner Schlen­ker: Es sind nur ganz weni­ge Fir­men die in die­sem Markt Ange­bo­te machen - dem­entspre­chend teu­er sind die Staub­sauger­beu­tel dann auch .... aber ich schwei­fe ab .... ]

Zwar warf das Inter­net eine Fül­le von Mög­lich­kei­ten für "Test­sie­ger" aus - aber son­der­ba­rer­wei­se waren die auf jeder Sei­te ande­re Gerä­te. Hä? Wie kann das sein? Wenn objek­tiv geprüft wird erwar­tet der *durch­schnitt­lich ver­stän­di­ge Ver­brau­cher* doch irgend­wie eine Über­ein­stim­mung zwi­schen all die­sen Prüfungen. 

Aber ich ver­si­che­re: Das war nicht so!

Mal war es AEG, mal Dys­on, mal Mie­le und dann wie­der Bosch, Dirt­De­vil oder sogar Ama­zon - ja, die haben meh­re­re Staub­sauger als Eigen­mar­ke. In nied­ri­ger, mitt­le­rer oder Luxus­preis­klas­se? Mit Düsen für Tep­pich, Hart­bö­den, Möbel- und Fugen­dü­sen, mit Par­kett­dü­se, Saug­pin­sel und Leicht­lauf-Soft-Rol­len .... mit Beu­tel, ohne Beu­tel, für Boden- oder Stiel­be­trieb oder gar ganz auto­ma­tisch, als Roboter?

Dach­te ich, ich hät­te nun end­lich das rich­ti­ge Gerät gefun­den - da stell­te sich her­aus, das war ein Bericht mit eini­gen Model­len aus den Vor­jah­ren die es gar nicht mehr zu kau­fen gab. Aha! Einer der Grün­de war­um es so unter­schied­li­che "Sie­ger" gab war, dass super alte mit super neu­en Gerä­ten ver­gli­chen wur­den - alles ordent­lich und doku­men­tiert, nur lei­der nichts für einen rich­ti­gen Ent­schei­dungs­pro­zess wert. 

Nach etwas mehr als zehn sol­cher Test­sei­ten war ich *reif*. Anstatt etwas Posi­ti­ves für die Aus­wahl mit­zu­neh­men wur­de der Dschun­gel der Ein­zel­hei­ten immer dich­ter. Schließ­lich bekam ich Angst im Gewirr der Prüf­pa­ra­me­ter und Typen­be­zeich­nun­gen stecken zu blei­ben und mein Leben ohne die tie­fe Erkennt­nis, was denn nun der beste Staub­sauger sei, dort auszuhauchen .... 

Ein Fru­stra­ti­ons­schub pack­te mich.
Wis­sen Sie, was ich da gemacht habe?
Ich habe mir wie­der einen Staub­sauger von Sie­mens bestellt.
Der sieht so ähn­lich aus wie der letz­te, ist aller­dings leich­ter, mit saug­kräf­ti­ge­rer Tech­nik, spar­sa­mer im Watt-Ver­brauch und er schleu­dert weni­ger Staub als Abluft aus - und die noch dazu nach oben und nicht nach hin­ten oder seit­lich. Im Gegen­satz zu sei­nem 25 Jah­re alten Vor­gän­ger wird er nicht in Deutsch­land, son­dern in Chi­na gefer­tigt wor­den sein .... was heu­te kein Man­ko mehr ist, die Chi­ne­sen haben in den letz­ten 25 Jah­ren auf­ge­holt, in vie­len Bran­chen überholt.

Ha!
Geschafft.
Ich las­se mir ein T-Shirt drucken. So wie bei "Das tap­fe­re Schnei­der­lein" der Tod von "Sie­ben auf einen Streich" ver­kün­det wur­de - nur las­se ich dar­auf schreiben:

"13 Test­be­rich­te im Inter­net gele­sen und noch gei­stig gesund!"

bookmark_borderDen Wald vor lauter Bäumen nicht sehen

Den Wald vor lau­ter Bäu­men nicht sehen zu kön­nen - das ist oft das Ergeb­nis von "zu viel" Auf­wand bei der Gestal­tung eines Blogs. Der Trend alles als "Mul­ti­me­dia­er­eig­nis" zu gestal­ten lenkt, so mei­ne ich, davon ab, was denn nun eigent­lich in die­sem Blog zu fin­den ist. Eine Flut von (neue­ren) the­mes bei "word­press" hat sich offen­bar genau das zum Ziel gesetzt:
Was an eye-cat­chern, slidern, pop-ups etc. mög­lich ist wird ein­ge­baut - -- --- doch die Ori­en­tie­rung wird zuneh­mend durch die­se Kin­ker­litz­chen erschwert. 

Dabei will ein Autor doch gele­sen werden!?

Ganz schlimm wird es, wenn bei­spiels­wei­se erst eine gan­ze Fol­ge von von­ein­an­der abhän­gi­gen Klicks durch­lau­fen wer­den muss um dahin zu kom­men, wohin man als (poten­ti­ell) Lesen­der kom­men möch­te. Und *wehe*, man ver­klickt sich mal, dann geht es wie­der von vor­ne los mit Suchen.
Oder man fin­det die Kom­men­tar­funk­ti­on erst ganz weit unten, unter der Pla­ka­tie­rung ande­rer Beiträge.

Steckt womög­lich doch ein tie­fe­rer Sinn hinter
die­ser etwas unhand­li­chen Handhabung?
Mir fie­le da nur ein, dass der Autor eine Art *Intel­li­genz­test* beabsichtigt:

Wer nicht durch das Laby­rinth hin­durch findet
ist es nicht wert sei­ne wohl­ge­setz­ten Wor­te zu lesen?

"Weni­ger kann oft mehr sein!" - hier hat es sei­ne Berechtigung.

bookmark_borderDer Herr Professor, schon wieder .... (III)

Her­ge­lei­tet aus "ekto-" wer­den vie­le Wor­te, meist aus Bio­lo­gie und Medi­zin, hier und da auch ver­wand­ten Naturwissenschaften:
Ekto­derm, Ekto­p­a­ra­sit, Ekto­plas­ma, Ekto­dermo­se, Ekto­des­men, Ekto­sit, Ekto­ske­lett, Ekto­sko­pie, Ekto­spo­re, Ekto­to­xin; her­ge­lei­tet aus "exo-"
Exo­ske­lett, exo­tisch, exo­gen, exotherm.

Ein neu­es Wort - her­ge­lei­tet aus "ekto-" als Vor­sil­be und "Phy­sik", aller­dings nicht in der Bedeu­tung, wie es die mei­sten Men­schen ver­ste­hen, als Bezeich­nung einer der tra­gen­den Säu­len der Natur­wis­sen­schaf­ten, son­dern als eine 'Erfin­dung' einer neu­en Spe­zi­al­rich­tung der Gei­stes­wis­sen­schaf­ten (!), mit Erläu­te­run­gen zu deren Inhalten:

Ekto­phy­sik

Was ist nun die­se myste­riö­se, omi­nö­se "Ekto­phy­sik"?
Las­sen wir den Herrn Pro­fes­sor sprechen:

A-ha! So, so!
Wir betrach­ten zunächst das Wort "intui­tiv". Des­sen Defi­ni­ti­on bei WIKTIONARY lau­tet: ".. auf einer plötz­li­chen Ahnung, Ver­mu­tung beru­hend, durch sie bewirkt .. "

Etwas, von dem man noch nichts weiß, das man aber ver­mu­tet, eine "Ahnung, auf Ver­mu­tung beru­hend" und was man bis­her noch nicht beschrie­ben hat - eben weil man nichts davon weiß.
Wenn das nicht der abso­lu­te Durch­bruch in der Gei­stes­wis­sen­schaft ist:

Ahnung

Die "Bedin­gun­gen der Mög­lich­keit zu den­ken" sind - lie­ber Herr Pro­fes­sor Schmid - hin­läng­lich bekannt. Sie sind Gegen­stand eines For­schungs­ge­bie­tes mit fak­ti­scher, phy­si­scher Grund­la­ge. Man nennt sie "Neu­ro­ana­to­mie & ~phy­sio­lo­gie".

In den Natur­wis­sen­schaf­ten braucht man kei­ne Ahnun­gen oder Ver­mu­tun­gen, man muss sich nicht etwas aus­den­ken was noch nie zuvor jemand beschrie­ben hat um "Wis­sen­schaft­ler" zu sein - man muss nur che­mi­sche & phy­si­ka­li­sche Abläu­fe, also "Tat­sa­chen" und ana­to­mi­sche Grund­la­gen, also "Human­ana­to­mie" beherr­schen und sie dem neu­en Befund zuordnen.


Kommt man sich bei sol­chen Kreis­be­grün­dun­gen (Zir­kel­schluss), for­mel­len oder infor­mel­len Fehl­schlüs­sen (Expli­zi­te Wei­ter­füh­rung), Schein­ar­gu­men­ten und zuge­hö­ri­gem Schwur­bel­schwatz nicht irgend­wie son­der­bar vor?
Da hilft es auch nicht mit latei­ni­schen und grie­chi­schen Fremd­wor­ten um sich zu wer­fen - bes­ser wäre es, eine ver­ständ­li­che All­tags­spra­che zu ver­wen­den, damit selbst im Fach­ge­biet unkun­di­ge Lesen­de es ver­ste­hen und ihre Zeit nutz­brin­gend einsetzen.

 

Öffent­lich bezahl­te Wis­sen­schaft soll­te der Öffent­lich­keit - nicht nur sich selbst und der Selbst­über­hö­hung - die­nen, nicht als Selbst­zweck an ihr vor­bei 'for­schen' und 'ver­öf­fent­li­chen'.

(I) Vom "Glau­ben" und "Ver­trau­en" ....
(II)Der Herr Pro­fes­sor, schon wieder ...! 

bookmark_borderDer Herr Professor, schon wieder ...! (II)

" ..Infor­ma­ti­on bedeu­tet jenen sprach­li­chen Aus­druck, durch wel­chen Ver­hal­ten¹ in Form gebracht wer­den soll. In Aus­nah­me­fäl­len ent­wickelt sich Infor­ma­ti­on durch Ver­such und Irr­tum². Als ent­schei­dend für das Bewer­ten des Erfolg(es)³ eines Ver­suchs gilt das gefühls­mä­ßi­ge Emp­fin­den ange­sichts des Ergeb­nis­ses.. "
[von da → Begriffs­ka­len­der]

¹ Infor­ma­ti­on so zu defi­nie­ren heißt den Begriff unnö­ti­ger­wei­se ein­schrän­ken, denn Infor­ma­ti­on kann auch sach­li­cher Natur sein, beschrei­bend um etwas dar­zu­stel­len. Auto­ri­tä­re Per­so­nen mögen im Vor­der­grund auf das Ver­hal­ten ein­wir­ken wol­len - mög­li­cher­wei­se ist der Herr Pro­fes­sor da von eige­nem Welt­bild und Ver­hal­ten geprägt und hat es des­we­gen so per­sön­lich gefärbt formuliert.

 
² Die schlech­te­ste Art 'fürs Leben zu ler­nen' ist der hier geschil­der­te Weg von Ver­such und Irr­tum - viel bes­ser ist es zu pla­nen und abzu­wä­gen, Vor­er­fah­rung zu stu­die­ren und erst prak­tisch zu wer­den wenn eine gewis­se Erfolgs­aus­sicht besteht. Eine abstrak­te Dar­stel­lung - so wie hier - soll­te aller­dings schon mit Bei­spie­len arbei­ten. Es sei denn, man schwa­felt nur und WILL das gar nicht. Pro­fes­so­ra­le Ele­gi­en: Vie­le Wor­te - kaum Inhalt.

 
Die näch­sten drei Punk­te sind eng ver­knüpft - ich ver­su­che den­noch sie getrennt zu behandeln.
³ Sofern ein Ver­such mit einer Hypo­the­se ange­legt wird - das wäre exak­te, gut fun­dier­te Wis­sen­schaft - geht es nicht um Bewer­tung, son­dern um eine neu­tra­le Zusam­men­fas­sung und die Erör­te­rung der Ergebnisse.

 
Gefühl ist bei der Bewer­tung von Ver­su­chen ein schlech­ter, nein, der schlech­te­ste Rat­ge­ber! Wie sol­len Gefüh­le objek­ti­viert und repro­du­zier­bar gemacht wer­den, wo sie doch eine indi­vi­du­el­le Dis­po­si­ti­on im Augen­blick der Aus­sa­gen darstellen?

 
Han­delt es sich um Ergeb­nis­se im Sin­ne von 'beweis­bar', 'durch Fak­ten belegt', nach den Regeln der (jewei­li­gen) Dis­zi­plin aus­ge­führt? Dann erst recht haben 'Gefüh­le' hier nichts zu suchen.

 
Wie lau­tet das Fazit?
"Frue*er"™ konn­te der Herr Pro­fes­sor durch sei­ne Schrif­ten über­zeu­gen. Selbst wenn es um gei­stes­wis­sen­schaft­li­che Grund­über­le­gun­gen ging. Irgend­wie, scheint mir, ist nun *die Luft raus*. Man soll­te den Moment nicht ver­säu­men wenn es Zeit ist auf­zu­hö­ren und lie­ber von frü­he­ren Erfol­gen zeh­ren als sich spä­ter lächer­lich zu machen. 

bookmark_borderVom "Glauben" und "Vertrauen" ....

oder: Der Herr Pro­fes­sor, schon wie­der ...!
 

" .. Wis­sen schafft Sicher­heit, Glau­ben aber Vertrauen .. "
[von da → Begriffs­ka­len­der]
 

Da der Herr Pro­fes­sor Dr. phil. habil. auf Kom­men­ta­re nicht ant­wor­tet und sich so mit dem *gemei­nen Plebs*, weit unter sei­nem Niveau den­kend, nicht abge­ben will neh­me ich das oben gezeig­te Zitat zum Anlass es hier zu dis­ku­tie­ren.
 

"Wis­sen schafft Sicher­heit" - den Teil der Aus­sa­ge kann ich voll unter­strei­chen. Fak­ten zu sam­meln und zu ver­knüp­fen, dabei ohne vor­ge­fass­te Ein­stel­lung, wohl aber mit einer Arbeits­hy­po­the­se das Für und Wider einer Fra­ge­stel­lung zu erar­bei­ten, nüch­tern die Daten zu ver­glei­chen und dann zu einer Schluss­fol­ge­rung zu kom­men, das ist das Wesen der Natur­wis­sen­schaf­ten:
 

Ein fak­ten­ba­sier­tes, nach­voll­zieh­ba­res, repro­du­zier­ba­res Gedan­ken­ge­bäu­de, das seit der Auf­klä­rung in viel­fa­cher Wei­se erwei­tert und hin­ter­fragt wur­de - und nun als gesi­cher­tes Wis­sen gel­ten kann.

"Glau­ben aber [schafft] Ver­trau­en" - die­sen Teil wol­len wir uns etwas genau­er ansehen:

➀ Sind nicht "Glau­ben" und "Ver­trau­en" ein und die­sel­be Sache?


Wenn ein Mensch glaubt, dann ver­traut er einer Aus­sa­ge, einem Ver­spre­chen, dass die­se wahr­haf­tig und unab­än­der­lich ist. Ich sehe da kei­nen Unter­schied, son­dern eine Abhän­gig­keit der bei­den Begrif­fe, die einen Wunsch des Indi­vi­du­ums von zwei Sei­ten her beschrei­ben.
 

 
➁ Ist das nicht ein unzu­läs­si­ger Zirkelschluß?


In etwas ver­trau­en heißt doch dar­an zu glau­ben, dass es ein­tre­ten wird. Inso­weit ist glau­ben nicht selb­stän­dig mög­lich, denn es muss sich auf etwas bezie­hen auf des­sen Ein­tre­ten man sich ver­lässt - des­sen ein­tre­ten man als ein­zi­ge Mög­lich­keit erwar­tet, in des­sen Ein­tre­ten man Ver­trau­en setzt.
 

 
➂ und meint man damit nicht zugleich die eige­ne Ein­bil­dungs­kraft, die sich selbst bestätigt?


Der Mensch der glaubt / ver­traut ver­bin­det damit die Gewiss­heit des Ein­tre­tens eines Ver­spre­chens, das nicht phy­sisch vor­han­den ist (oder zwangs­läu­fig phy­sisch vor­han­den sein muss), son­dern in sei­nem Kopf, vor dem 'gei­sti­gen Auge' eine bestimm­te Form ange­nom­men hat - nie­mand außer die­ser Per­son kann ein glei­ches Bild haben.
 

 

 

 

bookmark_borderZitat (II)

Vor (end­los vie­len) Jah­ren, als ich ein wenig über Mit­te 20, also etwa fast 30 war, hat­te ich eine Freun­din mit der ich mich nicht nur gut ver­stand, son­dern sowohl über ern­ste wie auch über lusti­ge The­men unter­hal­ten konn­te. Sie stu­dier­te an der FH und war neben­bei in einem Rei­se­bü­ro tätig, das sta­bi­li­sier­te ihre Unter­halts­ko­sten, denn ihre Eltern konn­ten ihr ledig­lich einen klei­nen Zuschuss zahlen.

Nun erzäh­le ich Ihnen ein bis­her streng gehü­te­tes Geheimnis.
Näm­lich: Wie es kam, dass mir die Dame den Lauf­pass gab.

Das war fol­gen­de Situa­ti­on, hier nun eini­ge (fast wört­li­che) Zita­te von Frl. Schnei­de­reit (im fol­gen­den Text als "S" bezeichnet) ....

S: Du, wir müs­sen uns trennen.

Ich: Ach, und wieso?

S: Ich habe jeman­den kennengelernt.

Ich: Wo denn?

S: Ein Kun­de im Reisebüro.

Ich: Wie heißt er denn?

S: Fri­do­lin ....

Ich: (pru­stend vor lachen) F r i d o l i n

S: (indi­gniert) Lach nur - der ist nett!

Ich: Nett? Das sagt man über den Haus­mei­ster, oder den Briefträger.

S: Schmoll­pau­se.

Ich: Nun sag schon, was ist denn an Fri­do­lin so toll dass du mich abservierst?

S: Er kann bes­se­re Kom­pli­men­te machen als du.

Ich: Ich dach­te du hast was gegen Kom­pli­men­te, chau­vi­ni­stisch, ver­al­tet und unehr­lich - wenn ich es rich­tig erinnere ....

S: (bestimmt) Manch­mal braucht man trotz­dem ein Kompliment.

Ich: Klar, je nach Situa­ti­on, so schnell ist die Eman­zi­pa­ti­on dahin ....

S: Man ist trotz Eman­zi­pa­ti­on immer noch Frau ....

Ich: Hab' ich geschnallt - und was hat er denn so gesagt?

S: Er hat gesagt '..Sabi­ne - du siehst aus wie eine Ste­war­dess, so blen­dend schön!..'

Ich: (sprach­los)

Nach­dem ich ein paar Unten­si­li­en wie Schall­plat­ten, Zahn­bür­ste, und Unter­wä­sche zum Wech­seln zusam­men­ge­klaubt hat­te sag­te ich freund­lich "Tschüss!" - und ein wei­te­res Kapi­tel "Bezie­hun­gen" war vorbei. 

Fri­do­lin stell­te sich übri­gens als Ein­tags­flie­ge her­aus, oder bes­ser "Schmet­ter­ling" .... denn er mach­te nach eini­gen hei­ßen Näch­ten mit S die Flat­ter. Schwups, weg war er! So wur­de mir von gemein­sa­men Bekann­ten berichtet. 

Aber mög­li­cher­wei­se woll­ten sie mir nur mein Ego pampern ....