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bookmark_borderBibelunterricht

Wir machen uns oft Gedan­ken dar­über, dass in ande­ren Län­dern reli­giö­se Fana­ti­ker nicht nur das Gesche­hen in ihren Kir­chen / Got­tes­häu­sern bestim­men, son­dern auch außer­halb, in der Poli­tik, ihre völ­lig unbe­wie­se­nen Grund­re­geln, Mythen und Erzäh­lun­gen befolgt wis­sen wol­len. Ganz abge­se­hen davon, dass sie bei Gesetz­ge­bung und Regeln für den All­tag - selbst ihrer nicht-gläu­bi­gen Mit­bür­ger - eine domi­nan­te Rol­le ein­neh­men wollen.

Kurz: Reli­giö­se stre­ben danach Alles zu bestim­men und Alle ihrer Dok­trin unterzuordnen.

In U.S.A. gibt es der­zeit wie­der Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen Fun­da­men­ta­li­sten und Säku­la­ren wegen des Ver­suchs nicht nur das Alte und Neue Testa­ment in Schu­len zwangs­wei­se auf Staats­ebe­ne unter­rich­ten zu las­sen (was es punk­tu­ell schon gibt), son­dern eine Gesamt­schau von christ­li­cher Reli­gi­on für alle Schü­ler einzuführen: 


".. HB 195 would force schools to offer “objec­ti­ve” clas­ses on the Old Testa­ment, New Testa­ment, or a com­bi­na­ti­on of the two. Keep in mind that offe­ring a class like this is alre­a­dy legal, but Dani­els wants to force every district to offer it.
It rai­ses an inte­re­st­ing que­sti­on: How can you objec­tively teach stu­dents the myth about Jesus resurrecting? .." 

Übersetzung:
"(Das Gesetz) HB 195 wür­de Schu­len dazu zwin­gen, "objek­ti­ve" Kur­se im Alten Testa­ment, im Neu­en Testa­ment oder in einer Kom­bi­na­ti­on der bei­den anzu­bie­ten. Den­ken Sie dar­an, dass das Ange­bot sol­cher Klas­sen bereits legal ist, aber Dani­els möch­te jeden Bezirk dazu zwin­gen es anzubieten.
Es stellt sich eine inter­es­san­te Frage:
Wie soll den Schü­lern objek­tiv der Mythos von der Wie­der­be­le­bung Jesu bei­gebracht werden? .. "

Wir den­ken an unse­ren Staat und rei­ben uns die Augen wenn wir das lesen - dort, in den U.S.A. wird noch gerun­gen - und bei uns? 

Wir sind doch schon sehr viel wei­ter, denn bei uns gibt es bereits Unter­richt in evan­ge­li­scher und katho­li­scher Reli­gi­on. Anstatt nun - wegen der For­de­rung mus­li­mi­scher Ver­bän­de eben­falls Unter­richt durch­füh­ren zu wol­len - den Reli­gi­ons­un­ter­rich kom­plett zu strei­chen, den gan­zen Hokus­po­kus über Bord zu wer­fen und die Zeit bes­ser zu ver­wen­den, wird eine Aus­wei­tung auf Islam­un­ter­richt durchgeführt.

All das geschieht, obwohl es objek­tiv kei­ner­lei "Bewei­se" für die reli­giö­sen The­sen und Erzäh­lun­gen gibt. Mär­chen­stun­de im 21. Jahr­hun­dert auf Kosten der All­ge­mein­heit in unse­ren Schu­len, die doch immer bekla­gen es sei zu wenig Zeit & Geld für 'zukunfts­wich­ti­ge' Fächer vorhanden.

bookmark_borderNeues vom Mafiaboss Don Trumpone

Der GM Che­fin Mary Bar­ra hat er anemp­foh­len anstatt ein Werk in Ohio zu schlie­ßen es doch lie­ber zu ver­kau­fen - ein Prä­si­dent, der nicht ver­steht, dass es in sei­nem Land den viel geprie­se­nen "Frei­en Markt" gibt, der Alles allei­ne regelt. Angeb­lich. Und dass er dar­auf kei­nen Ein­fluss hat ist ihm offen­bar auch nicht klar.

Nicht nur, dass Herr Trump Geld von allen Län­dern in denen Ame­ri­ka­ner sta­tio­niert sind erpres­sen will, nein, er möch­te nun noch 'was oben­drauf bezahlt haben.

Er ver­lang­te kürz­lich, wie­der ein­mal: ".. dass (die Ver­bün­de­ten) nicht nur alle Kosten der US-Streit­kräf­te auf ihrem Ter­ri­to­ri­um abdecken, son­dern auch eine zusätz­li­che Prä­mie von 50 Pro­zent zah­len müs­sen, um ame­ri­ka­ni­schen Schutz zu erhalten .."

 

Da kann ich nur ant­wor­ten: Tschüss Ame­ri­ka­ner, viel Spaß zu Hau­se, da gibt es wenig­stens die rich­ti­ge Steak-Sau­ce und das grün gefärb­te Zucker­ge­tränk *moun­tain dew* das ihr hier in Deutsch­land so schreck­lich ver­misst und dem ihr nachweint.

 

Bis­her kann­ten wir der­glei­chen *Ange­bot, das man nicht aus­schla­gen kann* nur von Mafia­fa­mi­li­en­ober­häup­tern in US Fil­men, nun erle­ben wir es *live* vom regie­ren­den Präsidenten.

Viel­leicht soll­te ihm einer sei­ner Bera­ter ein­mal erzäh­len war­um das bis­he­ri­ge Ver­fah­ren der Sta­tio­nie­rung sei­ner Trup­pen schon ein Plus für Ame­ri­ka (und ein Minus für alle Sta­tio­nie­rungs­län­der!) darstellt:
Soll­te es zu einem kon­ven­tio­nel­len Krieg kom­men fän­de er nicht auf ame­ri­ka­ni­schem Boden statt.

Es ist nur zu begrü­ßen, wenn die USA ihre hier sta­tio­nier­ten Trup­pen abzie­hen, so wer­den wenig­stens kei­ne ihrer Basen auf deut­schem Boden zum Ziel - und mit die­sen die umlie­gen­den Städ­te und Gemeinden ....

》 By Griff Wit­te; Novem­ber 27, 2018
BERLIN — Some­ti­mes, even in the best of rela­ti­on­ships, per­cep­ti­ons fail to ali­gn: One side sen­ses that all is going swim­mingly. The other is mise­ra­ble. So it is, appar­ent­ly, with the United Sta­tes and Ger­ma­ny. Ask the avera­ge Ame­ri­can, and the German-U.S. part­ner­ship is hale and hear­ty. The avera­ge Ger­man has the oppo­si­te view, see­ing a fri­end­ship gone sour.
Tho­se were the fin­dings of a joint sur­vey con­duc­ted by the U.S-based Pew Rese­arch Cen­ter and Germany’s Kör­ber Foun­da­ti­on. The results were released over­night Mon­day, and pre­sen­ted Tues­day at a for­eign poli­cy forum in Ber­lin. 《
[Zitat Quel­le]

bookmark_borderVon *Normalzustand* und *Schieflage*

Poli­tik hat sich ver­än­dert, anstatt von Inhal­ten bekom­men wir Wort­hül­sen, anstatt Taten bekom­men wir Durch­hal­te­pa­ro­len, anstatt Akti­on ste­hen die Zei­chen auf Stillstand:

Nicht das Erreich­te zählt, son­dern das Erzähl­te reicht.
[Unbe­kann­ter Autor]

Ganz im Gegen­teil: Die Poli­ti­ker set­zen auf das Ver­ges­sen der Men­schen - und oft behal­ten sie mit die­ser Masche ihre Posten und Diäten ....

 

Die Lage des Con­tai­ner­schif­fes im lin­ken Bild ist sta­bil, so soll­te das Schiff im Was­ser lie­gen - dage­gen sieht selbst ein Laie sofort: Mit dem Schiff rechts stimmt etwas nicht. Man braucht kein Kli­no­me­ter um die pre­kä­re Lage die­ses Trans­port­schif­fes zu erkennen.

Sie wer­den sich schon den­ken, dass ich hier kei­ne Geschich­te eines nau­ti­schen Not­falls erzäh­len will. Die Abbil­dung soll ledig­lich verdeutlichen: 

Eine gering­fü­gi­ge Ein­wir­kung von Außen - und schon kommt ein schein­bar siche­res System ins Ungleich­ge­wicht und eine Kata­stro­phe nimmt ihren Lauf. Anders gesagt: Das Schiff hat sei­ne "Mit­te" ver­lo­ren, es hat sich zu weit von der Nor­mal­la­ge ent­fernt, und das hat das Gleich­ge­wicht so gestört, dass sich die inne­ren Kräf­te ver­la­gert haben und nicht wie­der selbst nor­ma­li­sie­ren konnten.

Der baye­ri­sche Poli­ti­ker F.J.Strauß hat in der ihm eige­nen abso­lut-bestimm­ten Art behaup­tet: ".. Es gibt nur eine Mit­te - und das ist die Posi­ti­on der Mitte! .."
Dabei war er - nach all­ge­mei­nem Dafür­hal­ten - das Para­de­bei­spiel eines kon­ser­va­tiv-rech­ten Poli­ti­kers. Der aller­dings für sich bean­spruch­te die "Mit­te" zu reprä­sen­tie­ren und zwar bis zum äußer­sten rech­ten Rand des Gesin­nungs- bzw. Parteienspektrums.

O-Ton Strauß:

Stimmt denn die Aus­sa­ge? Ist es kor­rekt zu behaupten:
Es gibt nur eine gesell­schaft­li­che *Mit­te* ...?
Oder:
Wo ist die gesell­schaft­li­che Mit­te wenn alle nach rechts gerückt sind? Abso­lut und/oder gefühlt ist es doch sicher rich­tig, wenn man seit Auf­tre­ten der AfD von einem "Rechts­ruck" in der poli­ti­schen Land­schaft redet.

Was wir beob­ach­ten ist eine all­mäh­lich-schlei­chen­de Ent­wick­lung weg von dem, was noch in den sech­zi­ger und sieb­zi­ger Jah­ren als "Mit­te" bezeich­net wurde.

Zitat


Ursprüng­lich ist als „Neue Rech­te“ die kon­ser­va­ti­ve Gegen­be­we­gung zur 68er-Gene­ra­ti­on bezeich­net wor­den. Heu­te kommt dem Begriff eine neue Bedeu­tung zu. Man ver­steht dar­un­ter das Vor­drin­gen völ­kisch-natio­na­li­sti­scher Ansich­ten in die gesell­schaft­li­che Mit­te. Stu­di­en bele­gen schon seit Jah­ren, dass etwa 20 Pro­zent der deut­schen Bevöl­ke­rung über ein geschlos­se­nes rech­tes Welt­bild ver­fü­gen. Als Teil die­ses Welt­bil­des gel­ten auch Ver­schwö­rungs­theo­rien und eine Abnei­gung gegen den Islam. [detek­tor]

Hei­ner Geiß­ler, CDU, hat die so genann­te "Lager­theo­rie" for­mu­liert, da gab es
- das „bür­ger­li­che“ Lager aus CDU/CSU und FDP und
- das lin­ke Lager aus SPD und Grünen

Wohin, fragt man sich, ist plötz­lich die "Mit­te" ver­schwun­den? Ist sie tat­säch­lich nicht mehr da oder ver­steckt sie sich mög­li­cher­wei­se in den bei­den Lagern? Und wenn das so ist, ist sie dann noch das, was als "Mit­te" zu bezeich­nen wäre oder hat sie eine ande­re Form angenommen?

Horst See­ho­fer ver­or­tet gar im März 2018 sei­ne Par­tei, die CSU so:


"Die Geo­gra­fie der CSU ... ist eine Mit­te Rechts-Volks­par­tei, ein Sam­mel­becken für Kon­ser­va­ti­ve, Libe­ra­le, Natio­nal­kon­ser­va­ti­ve, für Men­schen, die auf dem demo­kra­ti­schen Boden unse­res Lan­des stehen." 


" .. Der in Deutsch­land von kon­ser­va­ti­ven Poli­ti­kern pro­pa­gier­te Begriff der Leit­kul­tur ist dies­be­züg­lich höchst miss­ver­ständ­lich, weil er den Anschein erweckt, fak­ti­sche Dif­fe­ren­zie­run­gen in viel­fäl­ti­ge huma­ne Welt­an­schau­un­gen und Kul­tu­ren auf natio­na­ler Ebe­ne rück­gän­gig machen zu wol­len .. " [Wertkonservative_Ethik.pdf]

Die­se Aus­sa­ge beruht auf der eben­so fal­schen Annah­me es habe sich an der Par­tei­en­land­schaft nichts geän­dert. Schau­en wir doch ein­mal bei unse­ren Nach­barn genau­er hin, viel­leicht ler­nen wir für unse­re Ver­hält­nis­se etwas daraus:

In Öster­reich wird die Par­tei­en­land­schaft lt. Wiki­pe­dia vor dem II. Welt­krieg so beschrie­ben:
- Das christ­lich-sozi­al-kon­ser­va­ti­ve Lager mit der Christ­lich-Sozia­len Par­tei (CSP) samt Heim­wehr (Haupt­teils) und Bau­ern­ver­bän­den mit enger Bin­dung zur katho­li­schen Kirche
- das sozia­li­sti­sche Lager bestehend aus der Sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Par­tei (SDAPDÖ) und den Orga­ni­sa­tio­nen der Arbeiterbewegung
- das natio­na­le Lager mit der Groß­deut­schen Volks­par­tei (GDVP), Land­bund und Natio­nal­so­zia­li­sti­sche Deut­sche Arbei­ter­par­tei (NSDAP).

Zur der­zei­ti­gen Situa­ti­on heisst es am glei­chen Orte:
".. Im heu­ti­gen Par­tei­en­sy­stem Öster­reichs mit den drei Tra­di­ti­ons­par­tei­en ÖVP, SPÖ und FPÖ und ihrem immer noch gro­ßen Geflecht von Vor­feld­or­ga­ni­sa­tio­nen sind die histo­ri­schen Lager noch immer erkennbar .." 

Was ist - in der Gesamt­schau der poli­ti­schen Land­schaft - denn nun mit der "Mit­te" passiert?

Es gibt sie nicht mehr!

Wir müs­sen feststellen:
Was frü­her ein­mal "Mit­te" war ist ver­scho­ben in eine kon­ser­va­tiv-rech­te Grund­stim­mung, die libe­ra­len Ele­men­te der Mit­te sind eben­falls nach rechts gedrif­tet, die SPD hat sich über­wie­gend den frü­he­ren Stand­punk­ten der CDU genä­hert und steht nun rechts der "Mit­te". Die von den frü­her als "Lin­ke" bezeich­ne­ten Par­tei­en "Die Grü­nen" und "Die Lin­ke" ste­hen mit ihren Über­zeu­gun­gen als neue "Mit­te" der Gesell­schaft da - eine ech­te Lin­ke fehlt mitt­ler­wei­le völlig.

Wenn ich das noch­mal bild­lich beschrei­be sieht es so aus:


Im Aus­gangs­zu­stand ist die "Mit­te" - der Pfeil des Kli­no­me­ters - senk­recht. Rech­te Poli­tik und Lin­ke Poli­tik sind jeweils seit­lich von der Mit­te aus­ge­hend. Durch die Dre­hung wird die fort­schrei­ten­de Zeit dar­ge­stellt. Der Pfeil wan­dert nicht mit, die "Mit­te" bleibt also, die Denk­rich­tun­gen (Par­tei-Ideo­lo­gien) ver­schie­ben sich nach rechts.

 
 

Wir den­ken noch in den übli­chen Kate­go­rien - dabei haben sich die Schwer­punk­te und die Grund­sät­ze der Par­tei­en ver­scho­ben, so weit ver­scho­ben, dass lin­ke Poli­tik die Mit­te dar­stellt, wäh­rend sich am rech­ten Rand des Spek­trums immer mehr Par­tei­en tum­meln, sich die rech­ten Ideo­lo­gen gera­de­zu über­schla­gen im Wett­be­werb
"Wer ist der rech­te­re Rechte?" 

John Rawls:
"Ein Poli­ti­ker schaut auf die näch­ste Wahl, ein Staats­mann auf die näch­ste Generation."
[Rawls, J.: The Law of Peo­p­les, The Idea of Public Rea­son Revi­si­ted, Lon­don 1999, S. 97] 

 
Sie­he auch
Der grö­ße­re Schaden
„Das Netz­werk der Neu­en Rech­ten“ im Rowohlt Ver­lag. [via "kraut­re­por­ter"]

 

bookmark_borderVon 'Geheimnissen'

Es gibt feste Wort- und Sinn­kom­bi­na­tio­nen die man heu­te kaum noch hört - die "Frue*er"™ häu­fig benutzt wur­den. Der Trend geht zu kur­zen Sät­zen, zu Flos­keln, zu Abkür­zun­gen: btw¹, imo², tbh³. Dabei sind man­che der 'alt­backe­nen' Rede­wen­dun­gen durch­aus nicht ein­fach, man muss schon nach­den­ken. Wie bei­spiels­wei­se bei die­sem Satz:

"Durch mich soll nichts zuletzt herauskommen!"

Ich fin­de es fas­zi­nie­rend wie hier die Wahr­heit gesagt wird - und zugleich dar­auf gebaut wird, dass man­che Gesprächs­part­ner nur ober­fläch­lich hin­hö­ren. Selbst Schuld, könn­te man da sagen, wenn sie zuge­hört hät­ten wüss­ten sie, dass ihre Geheim­nis­se nicht sehr gut auf­ge­ho­ben sein werden.


btw¹ by the way
imo² in my opinion
tbh³ to be honest

 
 

bookmark_border.... en miniature?

Seit vie­len Jahr­zehn­ten ver­su­chen wir nun als Mensch­heit mit ver­schie­den­sten Metho­den Außer­ir­di­sche auf­zu­spü­ren und mit ihnen in Kon­takt zu tre­ten. Mög­li­cher­wei­se suchen wir mit den fal­schen Metho­den und Mitteln?

Wenn bei­spiels­wei­se die Bewoh­ner ande­rer Pla­ne­ten klit­ze­klein wären, so klein, dass wir sie mit blo­ßem Auge nicht sehen könn­ten? Stel­len wir uns nur ein­mal vor wie sie - ver­ge­bens - in einer ihnen zur Ver­fü­gung ste­hen­den höch­sten Laut­stär­ke schrei­en wür­den .... und nie­mand von uns könn­te sie hören! Sie wür­den mas­sen­wei­se unter unse­ren Schu­hen zer­malmt, sie müss­ten uns zwangs­läu­fig für gewis­sen­lo­se Mon­ster hal­ten. Wobei das 'zer­mal­men' noch das gerin­ge­re Übel wäre.

Den­ken Sie mal dar­über nach wie froh wir sein könn­ten wenn es nicht umge­kehrt wäre.

bookmark_border.... ohne Lügen?

Die evan­ge­li­sche Kir­che hat in Deutsch­land in die­sem Jahr
„Mal ehr­lich! Sie­ben Wochen ohne Lügen” als Mot­to
(für die Fasten­zeit) aus­er­ko­ren. [Zitat/Quelle]

Na pri­ma, dann wäre ja jetzt die Gele­gen­heit uns dar­über auf­zu­klä­ren wie es in Sachen "Miß­brauch" in der evan­ge­li­schen Kir­che steht, denn die katho­li­schen Prie­ster sind ja nicht allei­ne als *Amts­trä­ger* in der Versuchung .... 

Und wenn die Evan­ge­li­schen schon 'mal dabei sind:
Eine Über­sicht zu den Finan­zen wäre ganz toll, und nicht ver­ges­sen den Staats­an­teil aus Steu­ern aus­zu­wei­sen, danke.

Sie­he zum The­ma "Lügen" → Aus der Serie "Opa erzählt vom Krieg": Drei­ste Lügner ....

https://www.erzdioezese-wien.at/10-gebote/8-gebot
http://www.hauskirche.at/glartikel/dekacht.htm
https://de.wikipedia.org/wiki/Zehn_Gebote

bookmark_borderPeinlich

oder: Litt­le brown jug, don't I love thee!

"Frue*er"™ bin ich - so wie vie­le Deut­sche - min­de­stens zwei­mal im Jahr in Urlaub gewe­sen. Manch­mal sogar drei Mal, das aber eher sel­ten. Mit Fami­lie, so lan­ge, bis die Kin­der jeweils ent­schie­den haben sie wären jetzt alt genug um allei­ne zu rei­sen und wohin sie wol­len. Auf jeden Fall nicht mehr mit den Eltern urlauben .... 

Das war für uns OK, unter der Vor­aus­set­zung, dass es bezahl­bar und sicher war. Die Tat­sa­che, dass nie etwas ernst­haf­tes pas­siert ist scheint min­de­stens dar­auf hin­zu­wei­sen, dass das gelun­gen ist.

In all den Urlau­ben sind wir immer wie­der ande­ren deut­schen Tou­ri­sten begeg­net, einer breit gestreu­ten Typo­lo­gie von Men­schen, manch­mal ohne zu ver­ste­hen, war­um jemand aus­ge­rech­net auf eine Insel fliegt um sich dann dort zu beschwe­ren wie ein­ge­schränkt man doch sei ....

Was ich immer sehr schwie­rig fand waren Gesprä­che mit Men­schen, die aus der Tat­sa­che, dass wir 'auch' Deut­sche waren fal­sche Schlüs­se zogen. Oder sagen wir: Erst­mal ange­nom­men haben wir müss­ten wegen glei­cher Natio­na­li­tät auch gleich denken. 

Da wur­de eine Ver­trau­lich­keit vor­aus­ge­setzt, eine Kom­pli­zen­schaft, und Einig­keit in der Beur­tei­lung des­sen, was man so im Urlaubs­land vor­fand. Wie bit­ter dann aller­dings für die Mei­sten die Ent­täu­schung war wenn sie merk­ten, dass die­se Annah­me falsch war.

Ich erin­ne­re beson­ders einen sol­chen Mit­ur­lau­ber, der mich ange­sichts einer Grup­pe ein­tref­fen­der Eng­län­der bei­sei­te zog und mir klar mach­te es sei nun mit der Ruhe hier vor­bei weil wenn erst die Eng­län­der ein­fie­len, dann sei es laut und unver­ständ­li­ches Kauderwelsch.

Es stell­te sich heraus:
Die Ange­rei­sten waren Schot­ten, alle aus einem Sport­ver­ein, die jedes Jahr in ein ande­res Land rei­sten um 'mal unter der Son­ne zu schwim­men, anstatt wie zu Hau­se bei Nebel, Regen und käl­te­ren Tem­pe­ra­tu­ren. Ein lusti­ges und gesel­li­ges Trüpp­chen. Sie lagen nach dem Früh­stück am Pool, und wenn einer ins Was­ser ging folg­ten die ande­ren meist nach - und dann wur­de es für ande­re Urlau­ber eng. 

Eines Abends saßen wir (mei­ne Frau und ich, die Kin­der waren in der Woh­nung geblie­ben und wir dach­ten sie schlie­fen) an der Bar, die lag gleich neben dem Pool und der war ab Dun­kel­heit geschlos­sen - nicht so rich­tig, es war nur vor dem Pool eine Ket­te gespannt an der ein Schild in meh­re­ren Spra­chen ver­kün­de­te geöff­net sei nur von Son­nen­auf- bis -untergang. 

Mit einem der Schot­ten kam ich ins Gespräch weil er von der Bar her, sechs Geträn­ke auf einem Tablett balan­cie­rend, an uns vor­bei kam und ich gese­hen hat­te, dass er nur mit sei­ner Frau an einem der benach­bar­ten Tische saß. Auf mei­ne Nach­fra­ge erklär­te er mir, die Geträn­ke sei­en für Bewoh­ner heu­te her­un­ter­ge­setzt, 3:1, drei Geträn­ke für den Preis von einem. Wärend er das erklär­te wink­te er mei­ner Frau zu her­über zu kom­men, schob einst­wei­len mir ein Glas über den Tisch und dann mei­ner Frau eben­so, als sie gekom­men war.

Der wei­te­re Ver­lauf des Abends war, na, sagen wir: feucht-fröhlich. 

Wor­an ich mich noch erin­ne­re sind zwei Sachen: Dass der Schot­te mir erklär­te es sei ihm sehr pein­lich, dass er und sei­ne Lands­leu­te mich tags­über vom Was­ser fern hiel­ten und mir anbot Wache zu ste­hen, damit ich gleich ein­mal ganz allei­ne ins Was­ser gehen könn­te - aber erst wenn wir noch zusam­men das Lied "My wife and I lived all alo­ne in a litt­le ...." ¹ gesun­gen hätten.

Wir konn­ten bei­de nicht gut sin­gen, und unse­re Frau­en hat­ten ver­geb­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die ande­ren Gäste es mög­li­cher­wei­se gar nicht schät­zen wür­de unse­ren *Gesang* zu ertra­gen. Wir san­gen trotz­dem, und zwar laut und voll Inbrunst .... und ich zog Hemd und Schu­he aus, sprang dann mit lan­ger Hose (!) in den Pool wäh­rend mein neu­er schot­ti­scher Freund dar­über wach­te, dass mir nie­mand zu nahe kam. 

Mei­ne Frau erzähl­te mir am näch­sten Nach­mit­tag, als ich, nach dem vie­len Gin mit Eis und Limet­ten­saft, wie­der eini­ger­ma­ßen auf­nah­me­fä­hig war, dass ich erst aus dem Was­ser kom­men woll­te als mei­ne bei­den Kin­der am Rand stan­den und mir erklär­ten das Schwim­men sei doch bei Dun­kel­heit verboten.

Und dann erin­ne­re ich mich noch an den deut­schen Lands­mann, der mich vor den Eng­län­dern gewarnt hat­te: Er tat fort­an so, als ob ich *Luft* für ihn sei. War auch bes­ser, wir hät­ten uns nicht so recht ver­stan­den, er und ich .... 

¹ Der Text lau­tet kor­rekt so wie folgt, aller­dings gibt es meh­re­re, abwei­chen­de Fassungen:
Me and my wife live all alone
In a litt­le log hut we're all our own;
She loves gin and I love rum
And don't we have a lot of fun!

Cho­rus:
Ha, ha, ha, you and me
Litt­le brown jug, don't I love thee!

Der Song bei you­tube ist zwar nicht der gesangs­tech­nisch Aller­be­ste, aber wohl recht nah an unse­rer nächt­li­chen Dar­bie­tung am Pool in Spa­ni­en, auf Menorca

Die­se Fas­sung hat den Vor­teil lustig zu sein:

bookmark_borderErinnerungen ....
oder: Die 'Einschläge' kommen näher ....

Gerard Koerts starb am 20. Febru­ar 2019 in Frie­den

Im letz­ten Monat starb einer der Mit­be­grün­der von "Earth & Fire", einer hol­län­di­schen Rockband. 

Das aller­er­ste Rock­kon­zert - das ich auf Betrei­ben von und natür­lich mit mei­ner dama­li­gen 'Bekann­ten' Frl. S. Schnei­de­reit¹ in Holz­min­den in 1973 besuch­te - war ein Auf­tritt die­ser Band.

Neh­men Sie sich einen Augen­blick Zeit, dre­hen Sie die Laut­stär­ke so, dass die Bäs­se dröh­nen .... und dann genie­ßen Sie wirk­lich gute Musik:


________________________________________ 

¹ Manch­mal den­ke ich noch an die­se Zeit und fra­ge mich, was wohl aus ihr gewor­den ist; damals war man noch 'förm­li­cher', man sprach nicht von Freun­din, son­dern von einer 'Bekann­ten', und sie wur­de natür­lich als Frl. (Fräu­lein) ange­spro­chen - bis man sich etwas näher gekom­men war ;c)


Mehr von Earth & Fire
May­be Tomor­row May­be Tonight (Ver­si­on 1973)
Invi­ta­ti­on (1971)
Sea­sons (1969)

Web­sei­te (hol­län­disch) → http://www.earth-and-fire.nl
Web­ar­chiv "way­back" → Band­bio­gra­phie

 

bookmark_borderLassen Sie uns mal über große, böse Wölfe reden ....

Neu­lich las ich es habe wie­der mehr geris­se­ne Scha­fe gegeben. 

Zuvor hat­te ich gele­sen man sei erfreut, dass die Bemü­hun­gen zur Wie­der­ein­füh­rung von Wöl­fen gelun­gen sei: Man zäh­le mehr Rudel mit mehr Tie­ren und es gäbe (hier gebo­re­nen) Nach­wuchs. Mensch und Wolf kön­nen ohne Pro­ble­me neben­ein­an­der leben, Wöl­fe mei­den die Nähe der Menschen.

Klar: Mehr Wöl­fe, mehr geris­se­ne Scha­fe. Die Wöl­fe sind ja nicht doof, sie jagen das *Fut­ter*, was mit dem gering­sten Auf­wand ver­füg­bar ist. Da sind nun mal Scha­fe die Beu­te der Wahl. Sie tre­ten in gro­ßer Zahl auf, sind selbst nicht wehr­haft, nicht beson­ders schnell im Ver­gleich mit ande­rer (mög­li­cher) Beu­te und daher leicht zu jagen.

Wie sieht es mit den Bestän­den an Scha­fen aus? Wer­den sie vom Vor­han­den­sein der Wöl­fe gefähr­det? Wir haben in Deutsch­land ein sehr genau­es System für die Zäh­lung von Haus­tie­ren, man könn­te auch sagen: Kein Tier bleibt ungezählt!

Scha­fe. ".. Im Jahr 2018 belief sich der Bestand in Deutsch­land auf ins­ge­samt rund 1,57 Mil­lio­nen Tie­re .." Dabei hat die Zahl der Betrie­be über die Jah­re abge­nom­men, die Zahl der gehal­te­nen Tie­re zuge­nom­men - ins­ge­samt führ­te es dazu, dass der Bestand in etwa gleich blieb. Die mei­sten Scha­fe größ­ten Betrie­be fin­den sich lt. Mini­ste­ri­um (Land­wirt­schaft & For­sten) in Bay­ern und Baden-Württemberg.

Je nach­dem wohin man schaut gibt es sehr ver­schie­de­ne Zahlen:
(1) Der "NABU" stellt für die BRD (Abbil­dung unten) 70 Rudel, 30 Ein­zel­paa­re und 3 Ein­zel­tie­re dar.
(2) "agrar­heu­te" berich­tet 67 Rudel in 6 Bundesländern.
(3) Der Deutsch­land­funk stellt fest ".. dass mit sehr unter­schied­li­chen Zah­len argu­men­tiert wird. Mal sind es über 1000 leben­de Wöl­fe in Deutsch­land - mal sind es zwi­schen 150 und 400 .."
(4) Der deut­sche Jagd­ver­band [DJV] sagt ".... dass in Deutsch­land bereits mehr als 1000 Wöl­fe leben. Bin­nen neun Jah­ren habe sich die Zahl der von Wöl­fen ver­letz­ten oder getö­te­ten Tie­re mehr als ver­zehn­facht .. Des­halb wach­se nun der Druck, den Schutz der Wöl­fe zu lockern .."

Es hilft immer, wen man sich die Dimen­sio­nen in bild­li­cher Form bewusst macht, hilfs­wei­se setzt man die Zah­len zu bekann­ten, all­täg­li­chen Ereig­nis­sen ins Verhältnis.

Für Sach­sen (2016) lagen die genaue­sten Zah­len vor, des­we­gen neh­me ich die hier als Grundlage:
Es wur­den 160 in Gat­tern gehal­te­ne Tie­re in 50 Ereig­nis­sen geris­sen, pro Fall also unge­fähr drei Tie­re. Die­se Zahl ist gerin­ger als die bei ande­ren Gege­ben­hei­ten (Unfäl­le, Stür­ze, Krank­heits­aus­brü­che) getö­tet wer­den - und zudem wer­den die Schä­den auf Antrag der Tier­hal­ter ersetzt ["agrar­heu­te" (10)]:
".. Laut Bun­des­amt für Natur­schutz wur­den im Jahr 2015 von den Bun­des­län­dern mit Wolfs­vor­kom­men zusam­men 107.783 Euro an Aus­gleichs­zah­lun­gen für Scha­dens­fäl­le gelei­stet, bei denen ein Wolf als Ver­ur­sa­cher nach­ge­wie­sen oder nicht ganz aus­ge­schlos­sen wer­den konnte. .."
Legt man die oben genann­ten Zah­len von Wöl­fen zugrun­de wären das ca. 270,- € pro Wolf - ein Abend­essen für zehn Per­so­nen kostet mehr ....

Struwelpeter

Die auf­schluß­rei­che Zusam­men­fas­sung des Wolfs­exper­ten Lars Wester­mann beim Deutsch­land­funk lautet:
".. Man kann auf jeden Fall sagen, dass der deut­sche Jagd­ver­band seit Jah­ren ver­sucht, den Wolf aus dem Natur­schutz­recht ins Jagd­recht zu bekommen .."

Soll­te das näm­lich gelin­gen, dann machen sich Hor­den von wil­den Jägers­leu­ten auf um den Wolf in Deutsch­land als lästi­ge Kon­kur­renz um Dam-, Rot- und ande­res Wild im Revier los zu wer­den indem sie ihn ausrotten. 

Ich kann in die­sem Fall aus mei­nem Her­zen kei­ne Mör­der­gru­be machen - ich mag die Jäger aus meh­re­ren Grün­den nicht, das wer­de ich mög­li­cher­wei­se spä­ter mal dis­ku­tie­ren. Sie behaup­ten immer in Sachen "Natur­schutz" im Wald zu sein - ich behaup­te ganz dreist, dass sie dort sind um zu den *bes­se­ren Krei­sen* zu gehö­ren, die sich das unnüt­ze Töten von künst­lich hoch­ge­züch­te­ten Popu­la­tio­nen von wald­zer­stö­ren­den Tie­ren als Aus­gleich für ihr anson­sten ereig­nis­lo­ses und lust­lo­ses Leben gewählt haben.

NABU

bookmark_borderEin später Beweis

oder: Wie Schäub­le Volk und Volks­ver­tre­ter belo­gen hat.

So man­chen Bür­ger der EU mag die Demü­ti­gung der hoch ver­schul­de­ten Grie­chen vor ein paar Jah­ren schon wegen der abschät­zi­gen Art des Umgan­ges¹ mit ihren Ver­tre­tern abge­sto­ßen haben - mir ging es zumin­dest so. Vor allem weil es die kon­ser­va­tiv-rech­ten Regie­run­gen vor der Tsi­pras' Links­re­gie­rung waren, die all die­se Schul­den auf­ge­häuft hat­ten - die nun von den kon­ser­va­ti­ven Regie­run­gen der lin­ken Regie­rung in die Schu­he gescho­ben wur­den. Dies schon des­halb, um in den eige­nen Län­dern jed­we­de Art von Links­be­tei­li­gung an einer Regie­rung zu diskreditieren. 

Min­de­stens des­we­gen, um eine Links­re­gie­rung in Spa­ni­en zu ver­hin­dern, indem das Signal gesetzt wur­de: Wer sich gegen rech­te EU-Poli­tik wen­det wird das Schick­sal der Grie­chen erleiden! 

Selbst betrof­fen, ist es der SPD nicht auf­ge­fal­len, dass sie hier einen wei­te­ren Grund dafür fin­det, war­um sie dem Unter­gang geweiht ist:
Auch in einer Koali­ti­on kann man nicht jedes *Umfal­len* als Koali­ti­ons­zwang interpretieren.

Der dama­li­ge Finanz­mi­ni­ster Varou­fa­kis hat­te mehr­fach auf die Unsin­nig­keit der EU-Troi­ka Äuße­run­gen und Lösungs­an­sät­ze hin­ge­wie­sen - das Duo Schäub­le-Dijs­sel­b­loom hin­ge­gen - zer­fres­sen von Neid auf den popu­lä­ren Varou­fa­kis und zusam­men­ge­schweißt durch die Tat­sa­che vor ihren jewei­li­gen Bevöl­ke­run­gen die Lügen über die tat­säch­li­chen Ursa­chen und Nutz­nie­ßer² der Grie­chen­land­ver­schul­dung ver­tu­schen zu müs­sen, konn­te nicht anders han­deln. Denn die erste Lüge gegen­über ihren Par­la­men­ten zog unbe­dingt eine zwei­te Lüge nach sich. Das wäre so wei­ter gegan­gen, hät­te nicht der IWF die Reiß­lei­ne³ gezo­gen. Auch das war eine Zeit lang nicht abzu­se­hen, denn irgend­wer (?) hat­te frü­her schon den Ver­such unter­nom­men des­sen Che­fin Chri­sti­ne Lag­ar­de aus­zu­boo­ten. Indem man den - schwe­len­den - Finanz­skan­dal wie­der zum Auf­flam­men brach­te stand das wie­der im Raum, wur­de aller­dings zu ihren Gun­sten (ohne Stra­fe) recht­lich end­gül­tig abgeschlossen.

Dass es anders geht als Schäub­le-Dijs­sel­b­loom stets behaup­tet haben, und was die Grie­chen noch über Jahr­zehn­te bela­sten wird, zeigt Por­tu­gal - seit es eine lin­ke Regie­rung hat, die sich erfolg­reich gegen den zwangs­wei­sen Spar­kurs wehr­te und ihrer Bevöl­ke­rung dadurch nicht nur ver­schärf­te Austeri­täts­maß­nah­men, son­dern auch einen Ruck nach rechts ersparte.

Es ist der Beweis, dass Varou­fa­kis mit sei­ner Ein­schät­zung Recht hat­te und die EU irrte.
→ Bild: Por­tu­gal geht den sozia­li­sti­schen Weg 

Portugal

Die­ses düste­re Sze­na­rio - die Übel­tä­ter haben sich wäh­rend und nach der Grie­chen­land­kri­se mit immer neu­en Lügen der Öffent­lich­keit gegen­über geäu­ßert - beweist, dass sich die Regie­run­gen Mer­kel erst ein­mal selbst geschützt haben, denn was mit einer Unwahr­heit zum Zwecke des Macht­er­hal­tes begann ist nach Jah­ren zu einem Sta­pel von Lügen angewachsen.

Das Schlim­me dabei ist:
Die Ver­ant­wort­li­chen sind immer noch in Amt und Wür­den, anstatt dass man sie mit Schimpf und Schan­de zum Tor hin­aus gejagt hat.
Das Gute dar­an ist:
Die Poli­tik Por­tu­gals ist geeig­net erstens sozia­le Gerech­tig­keit bei aus­rei­chen­den Löh­nen zu schaf­fen, zwei­tens blüht die Wirt­schaft trotz Mehr­be­la­stung für sozia­le Zwecke auf und drit­tens ist lin­ke Poli­tik durch­aus dazu imstan­de eine gerech­te­re Gesell­schaft zu schaffen.

Das soll­te in der Dis­kus­si­on um die poli­ti­sche Aus­rich­tung der BRD und der EU in beson­de­rem Maße Beach­tung fin­den. Das Schreck­ge­spenst "Sozia­lis­mus" zer­fließt bei genaue­rem Hin­se­hen wie Nebel in der Son­ne, und erweist sich ledig­lich als ein Dis­kus­si­ons­punkt den rech­te Poli­tik auf ihr Schild malt, um zu dis­kre­di­tie­ren - ohne die Wahr­heit dis­ku­tie­ren zu müssen.

¹ → Bild: IWF Ent­scheid ohne Schul­den­schnitt nicht wei­ter mitzumachen 

troika
² → Bild: Nutz­nie­ßer der *Grie­chen­land­ret­tung*

troika
³ → Bild: IWF Ent­scheid ohne Schul­den­schnitt nicht wei­ter mitzumachen 

troika

 
Yanis Varou­fa­kis rech­net ab: mit Ange­la Mer­kel, mit Wolf­gang Schäub­le und mit der „Troi­ka“
Fünf gute Nach­rich­ten, die im Febru­ar unter­ge­gan­gen sind
22 Uni­ons­ab­ge­ord­ne­te gegen Griechenland-Hilfe
Zitat → ".. Uni­ons­frak­ti­ons­chef Vol­ker Kau­der (CDU) ver­är­gert. Jedoch wür­den die Abge­ord­ne­ten ihre Ent­schei­dun­gen nicht basie­rend auf "die­sen halb­star­ken Sät­zen" tref­fen, son­dern sich an den Inter­es­sen Deutsch­lands und Euro­pas orientieren .."
Wider das "Ver­ges­sen"
Zitat → ".. Über die Rol­le Schäubles grü­belt der 'durch­schnitt­lich ver­stän­di­ge Bür­ger' schon des­we­gen, weil er aus der gan­zen Affä­re wie ein Phö­nix aus der Asche wie­der in höch­ste Staats­äm­ter gekom­men ist .." 

 Ande­re Arti­kel zur *Grie­chen­land­ret­tung* - die in Wahr­heit eine Ban­ken­ret­tung war:
(1) Grie­chen­land .... für die Ver­ant­wort­li­chen kei­ne Fol­gen. (09−2018)
(2) Bit­te­re Bilanz (11−2015)
(3) Hört, hört ...! incl. *update* (02−2015)
(4) »Big Schäub­le is watching you!« (06−2009)

bookmark_borderIn diesen Tagen ....

In die­sen Tagen wird nicht nur bei uns die Abrech­nung des Strom­ver­sor­gers ein­ge­gan­gen sein. Es hat sich ja so ein­ge­spielt, dass 11 Mona­te lang ein Abschlag gezahlt wird und dann im Febru­ar eine Abrech­nung erfolgt. 

Seit Jah­ren schon ist das mit Über­ra­schung ver­bun­den. Ein­mal, weil der Strom­preis kon­ti­nu­ier­lich Jahr für Jahr 'ange­passt' wur­de - eine freund­lich-ver­schlei­ern­de Umschrei­bung für "Preis­er­hö­hung". Sofern der Abschlag noch aus­ge­reicht hat und kei­ne Nach­zah­lung ins Haus stand, pri­ma! War das Gegen­teil der Fall, so wur­de man schon weni­ger fröh­lich und hat - zäh­ne­knir­schend - gezahlt.
→ Strompreistabelle 

world

Im Ver­gleich zu den Kosten an unse­rem frü­he­ren Wohn­ort in NRW (2010 bis 2016) sieht es nun in Hes­sen schlim­mer aus. In NRW haben wir (etwa glei­che Flä­che, glei­che Zahl Zim­mer, mit den glei­chen Gerä­ten im Haus­halt) pro Monat 54 € bezahlt und bis zuletzt reich­te das immer noch für eine klei­ne Erstattung.

Wie zu lesen war, ist der Strom selbst, die Strom­erzeu­gung, in den letz­ten Jah­ren immer preis­wer­ter gewor­den - wie passt das zusammen?


".. Dabei waren die Strom­prei­se in der ersten Jah­res­hälf­te noch auf bis zu 27,44 Cent je KWh gesun­ken – und über das gesam­te Jahr gese­hen sta­bil geblie­ben. Inzwi­schen schla­gen aber die höhe­ren Notie­run­gen im Groß­han­del bei den Ver­brau­chern voll durch .." [Han­dels­blatt]

Bei uns sieht das (nur für die letz­ten zwei Jah­re) so aus:
→ Strom­preis ente­ga 2017 / 2018 

strom

Wir haben in 2017 monat­lich 70 Euro gezahlt und muß­ten knapp 200 € nach­zah­len (970 € p.a.), in 2018 lag die Vor­aus­zah­lung bei 102 € und die Nach­zah­lung beträgt 115 € (1240 € p.a.) - und das obwohl wir in 2018 nur 3.600 anstatt wie in 2017 3.850 kWh ver­braucht haben. Das bedeu­tet eine Strom­ein­spa­rung von ca. 7% und trotz­dem einen Preis­an­stieg um 270 €, monat­lich 24,54 €. Das stellt eine Stei­ge­rung der Kosten um 21,8% dar - wobei die redu­zier­te Strom­men­ge noch nicht ein­mal berück­sich­tigt ist.

Des Rät­sels Lösung ist - min­de­stens teil­wei­se - im obe­ren Teil der Abbil­dung erkenn­bar, unter "Zusam­men­set­zung des Strom­prei­ses", und in der letz­ten Abbil­dung auf die­ser Seite. 

Es sind nicht die Strom­ko­sten,
son­dern der uner­sätt­li­che Fis­kus,
der die Prei­se nach oben treibt!


Wie in der fol­gen­den Dar­stel­lung zu erken­nen ist:
→ Strom­steu­ern (Staat)

strom


Unge­klärt ist der Preis­sprung zwi­schen unse­rer alten Woh­nung (monat­li­che Strom­ko­sten zuletzt 54 €, zu mitt­ler­wei­le 102 €) und der neu­en Woh­nung. Machen wirt­schaft­li­che und sozia­le Unter­schie­de zwi­schen NRW und Hes­sen die Balan­ce von Ange­bot und Nach­fra­ge anders? 


Wie sieht es bei Ihnen mit den Strom­ko­sten aus, lie­be Lesende?


→ Strom­preis­ent­wick­lung pro kWh 

strom
→ Strom­preis Zusammensetzung 

strom

bookmark_borderWas der Schwejk zu sagen gehabt hätte ....

Bei einem lan­ge *stum­men* Blog­ger las ich heu­te einen Bei­trag mit den nach­ste­hen­den Titel - wor­auf­hin mir ein paar Gedan­ken ein­fie­len, die ich Ihnen hier wie­der­ge­ben möchte:
".. Jesus Chri­stus war auch unschul­dig…, sag­te Schwe­jk, und sie ham ihn doch gekreuzigt.."
[Jaros­lav Hašek: Die Aben­teu­er des bra­ven Sol­da­ten Schwe­jk, Kapi­tel 4]

Wie durch­aus tref­fend hat der Schwe­jk die Sach­la­ge in knap­pe Wor­te gefasst - wobei er die­ses Bei­spiel auch an einer ande­ren Per­son als Jesus hät­te fest­ma­chen kön­nen .... nur wäre er dann wie­der mit der (christ­lich-katho­li­schen) Geist­lich­keit anein­an­der gera­ten. Und gera­de das woll­te er doch - wo er Auf­merk­sam­keit nie gebrau­chen konn­te - durch­aus vermeiden.

Er hät­te anson­sten dar­auf hin­ge­wie­sen, dass es sich bei der Bibel­ge­schich­te von Jesus um eine schö­ne Fik­ti­on han­delt, deren Grund­la­ge über vie­le Jahr­hun­der­te zusam­men­ge­tra­ge­ne Frag­men­te sind und daher besten­falls 'anek­do­tisch' genannt wer­den kön­nen und nie­mals eine ernst zu neh­men­de "Quel­le" im histo­ri­schen Sin­ne sind!

Wei­ter­hin hät­te er bestimmt den Zusam­men­hang zwi­schen dem Wohl­le­ben der Geist­lich­keit auf Kosten der Mas­sen (= Gläu­bi­gen) auf­ge­zeigt und ange­merkt, sie lie­ßen sich hofie­ren und ali­men­tie­ren indem sie den Men­schen (= Gläu­bi­gen) from­me Geschich­ten erzähl­ten und ihnen bei Nicht­ach­tung ewi­ge Ver­damm­nis und schmo­ren in der Höl­le androhten.

Sicher wäre er auch auf den Aspekt der Kum­pa­nei zwi­schen der welt­li­chen Obrig­keit und den geist­li­chen Wür­den­trä­gern zu deren bei­der­sei­ti­gem Nut­zen ein­ge­gan­gen und hät­te auf­ge­zeigt wie sie Was­ser pre­dig­ten und Wein sau­fen wür­den solan­ge sie sicher sein konn­ten man käme ihnen nicht auf die Schliche.

Obwohl er selbst dem ande­ren Geschlecht eher abhold war hät­te er gleich­wohl die Lude­rig­keit und Ver­dor­ben­heit der Pfaf­fen ange­pran­gert, die sich an jed­we­der Per­son auf irgend­ei­ne sexu­el­le Art - in Beicht­stüh­len, in Sakri­stei­en, ja sogar auf dem Altar zu ver­gnü­gen such­ten - mit ganz, ganz weni­gen Aus­nah­men und dass sie unbe­scha­det die­ser ver­ach­tungs­wür­di­gen Aus­nut­zung ihrer her­aus­ge­ho­be­nen Stel­lung als *Seel­sor­ger* dann in den Mes­sen ihren Schäf­chen auf­ge­ge­ben hät­ten sich sexu­ell ent­halt­sam zu zei­gen, weil das allein Gott wohl­ge­fäl­lig sei ....

Das alles hät­te der Schwe­jk sicher gesagt, wenn er nicht, wie oben schon erwähnt, lie­ber Din­ge für sich behal­ten hät­te, die ihm Ärger mit Auto­ri­tä­ten ein­brin­gen würden.

Ein Glück, dass wir heu­te sagen dür­fen, dass das Geschäfts­mo­dell "GLAUBE" ein aus­lau­fen­des Modell ist, da es auf rei­ner Fik­ti­on beruht und noch nie­mand, der die Exi­stenz eines Got­tes behaup­tet hat, einen Beweis dafür erbrin­gen konn­te. Wir dür­fen auch sagen, dass nicht nur die katho­li­sche Kir­che inner­lich ver­rot­tet ist, son­dern eben­so alle ande­ren *Glau­bens­ge­mein­schaf­ten*, da sie auf dem glei­chen Geschäfts­mo­dell beru­hen, näm­lich der Leicht­gläu­big­keit von Men­schen die nicht gelernt haben Rich­tig und Falsch bzw. Wahr­heit und Lüge zu unter­schei­den ...die also Ent­schei­dun­gen 'aus dem Bauch her­aus' treffen.

Der Schwe­jk war ein schlau­es Kerl­chen. Er hat­te schon erkannt was immer mehr Men­schen jetzt so all­mäh­lich ler­nen, da ihnen end­lo­se Infor­ma­ti­on per Inter­net zur Ver­fü­gung steht:

Die Welt beschreibt man am besten mit einer logi­schen Fol­ge von Fak­ten, sol­chen Fak­ten, deren Beweis man antre­ten kann. Was nicht bewie­sen wer­den kann ist nicht exi­stent .... aber ich will 'mal nicht so streng sein, man­ches mag nur bis­her noch nicht beweis­bar sein und ist den­noch schlüs­sig, pas­send wie Schloss und Schlüs­sel, und des­we­gen las­sen wir es einst­wei­len gel­ten und hof­fen spä­ter den Beweis antre­ten zu können.

Sicher ist nur, dass jed­we­de Reli­gi­on den Men­schen eher scha­det als nützt. Das gilt seit Anbe­ginn der Aufzeichnungen:
Reli­gi­on ver­bin­det nicht, wie behaup­tet wird, son­dern entzweit!