Wir machen uns oft Gedanken darüber, dass in anderen Ländern religiöse Fanatiker nicht nur das Geschehen in ihren Kirchen / Gotteshäusern bestimmen, sondern auch außerhalb, in der Politik, ihre völlig unbewiesenen Grundregeln, Mythen und Erzählungen befolgt wissen wollen. Ganz abgesehen davon, dass sie bei Gesetzgebung und Regeln für den Alltag - selbst ihrer nicht-gläubigen Mitbürger - eine dominante Rolle einnehmen wollen.
Kurz: Religiöse streben danach Alles zu bestimmen und Alle ihrer Doktrin unterzuordnen.
In U.S.A. gibt es derzeit wieder Auseinandersetzungen zwischen Fundamentalisten und Säkularen wegen des Versuchs nicht nur das Alte und Neue Testament in Schulen zwangsweise auf Staatsebene unterrichten zu lassen (was es punktuell schon gibt), sondern eine Gesamtschau von christlicher Religion für alle Schüler einzuführen:
".. HB 195 would force schools to offer “objective” classes on the Old Testament, New Testament, or a combination of the two. Keep in mind that offering a class like this is already legal, but Daniels wants to force every district to offer it.
It raises an interesting question: How can you objectively teach students the myth about Jesus resurrecting? .."
Übersetzung:
"(Das Gesetz) HB 195 würde Schulen dazu zwingen, "objektive" Kurse im Alten Testament, im Neuen Testament oder in einer Kombination der beiden anzubieten. Denken Sie daran, dass das Angebot solcher Klassen bereits legal ist, aber Daniels möchte jeden Bezirk dazu zwingen es anzubieten.
Es stellt sich eine interessante Frage:
Wie soll den Schülern objektiv der Mythos von der Wiederbelebung Jesu beigebracht werden? .. "
Wir denken an unseren Staat und reiben uns die Augen wenn wir das lesen - dort, in den U.S.A. wird noch gerungen - und bei uns?
Wir sind doch schon sehr viel weiter, denn bei uns gibt es bereits Unterricht in evangelischer und katholischer Religion. Anstatt nun - wegen der Forderung muslimischer Verbände ebenfalls Unterricht durchführen zu wollen - den Religionsunterrich komplett zu streichen, den ganzen Hokuspokus über Bord zu werfen und die Zeit besser zu verwenden, wird eine Ausweitung auf Islamunterricht durchgeführt.
All das geschieht, obwohl es objektiv keinerlei "Beweise" für die religiösen Thesen und Erzählungen gibt. Märchenstunde im 21. Jahrhundert auf Kosten der Allgemeinheit in unseren Schulen, die doch immer beklagen es sei zu wenig Zeit & Geld für 'zukunftswichtige' Fächer vorhanden.
Der GM Chefin Mary Barra hat er anempfohlen anstatt ein Werk in Ohio zu schließen es doch lieber zu verkaufen - ein Präsident, der nicht versteht, dass es in seinem Land den viel gepriesenen "Freien Markt" gibt, der Alles alleine regelt. Angeblich. Und dass er darauf keinen Einfluss hat ist ihm offenbar auch nicht klar.
Nicht nur, dass Herr Trump Geld von allen Ländern in denen Amerikaner stationiert sind erpressen will, nein, er möchte nun noch 'was obendrauf bezahlt haben.
Er verlangte kürzlich, wieder einmal: ".. dass (die Verbündeten) nicht nur alle Kosten der US-Streitkräfte auf ihrem Territorium abdecken, sondern auch eine zusätzliche Prämie von 50 Prozent zahlen müssen, um amerikanischen Schutz zu erhalten .."
Da kann ich nur antworten: Tschüss Amerikaner, viel Spaß zu Hause, da gibt es wenigstens die richtige Steak-Sauce und das grün gefärbte Zuckergetränk *mountain dew* das ihr hier in Deutschland so schrecklich vermisst und dem ihr nachweint.
Bisher kannten wir dergleichen *Angebot, das man nicht ausschlagen kann* nur von Mafiafamilienoberhäuptern in US Filmen, nun erleben wir es *live* vom regierenden Präsidenten.
Vielleicht sollte ihm einer seiner Berater einmal erzählen warum das bisherige Verfahren der Stationierung seiner Truppen schon ein Plus für Amerika (und ein Minus für alle Stationierungsländer!) darstellt:
Sollte es zu einem konventionellen Krieg kommen fände er nicht auf amerikanischem Boden statt.
Es ist nur zu begrüßen, wenn die USA ihre hier stationierten Truppen abziehen, so werden wenigstens keine ihrer Basen auf deutschem Boden zum Ziel - und mit diesen die umliegenden Städte und Gemeinden ....
》 By Griff Witte; November 27, 2018 BERLIN — Sometimes, even in the best of relationships, perceptions fail to align: One side senses that all is going swimmingly. The other is miserable. So it is, apparently, with the United States and Germany. Ask the average American, and the German-U.S. partnership is hale and hearty. The average German has the opposite view, seeing a friendship gone sour.
Those were the findings of a joint survey conducted by the U.S-based Pew Research Center and Germany’s Körber Foundation. The results were released overnight Monday, and presented Tuesday at a foreign policy forum in Berlin. 《 [Zitat Quelle]
Politik hat sich verändert, anstatt von Inhalten bekommen wir Worthülsen, anstatt Taten bekommen wir Durchhalteparolen, anstatt Aktion stehen die Zeichen auf Stillstand:
Nicht das Erreichte zählt, sondern das Erzählte reicht. [Unbekannter Autor]
Ganz im Gegenteil: Die Politiker setzen auf das Vergessen der Menschen - und oft behalten sie mit dieser Masche ihre Posten und Diäten ....
Die Lage des Containerschiffes im linken Bild ist stabil, so sollte das Schiff im Wasser liegen - dagegen sieht selbst ein Laie sofort: Mit dem Schiff rechts stimmt etwas nicht. Man braucht kein Klinometer um die prekäre Lage dieses Transportschiffes zu erkennen.
Sie werden sich schon denken, dass ich hier keine Geschichte eines nautischen Notfalls erzählen will. Die Abbildung soll lediglich verdeutlichen:
Eine geringfügige Einwirkung von Außen - und schon kommt ein scheinbar sicheres System ins Ungleichgewicht und eine Katastrophe nimmt ihren Lauf. Anders gesagt: Das Schiff hat seine "Mitte" verloren, es hat sich zu weit von der Normallage entfernt, und das hat das Gleichgewicht so gestört, dass sich die inneren Kräfte verlagert haben und nicht wieder selbst normalisieren konnten.
Der bayerische Politiker F.J.Strauß hat in der ihm eigenen absolut-bestimmten Art behauptet: ".. Es gibt nur eine Mitte - und das ist die Position der Mitte! .."
Dabei war er - nach allgemeinem Dafürhalten - das Paradebeispiel eines konservativ-rechten Politikers. Der allerdings für sich beanspruchte die "Mitte" zu repräsentieren und zwar bis zum äußersten rechten Rand des Gesinnungs- bzw. Parteienspektrums.
O-Ton Strauß:
Stimmt denn die Aussage? Ist es korrekt zu behaupten:
Es gibt nur eine gesellschaftliche *Mitte* ...?
Oder:
Wo ist die gesellschaftliche Mitte wenn alle nach rechts gerückt sind? Absolut und/oder gefühlt ist es doch sicher richtig, wenn man seit Auftreten der AfD von einem "Rechtsruck" in der politischen Landschaft redet.
Was wir beobachten ist eine allmählich-schleichende Entwicklung weg von dem, was noch in den sechziger und siebziger Jahren als "Mitte" bezeichnet wurde.
Zitat
Ursprünglich ist als „Neue Rechte“ die konservative Gegenbewegung zur 68er-Generation bezeichnet worden. Heute kommt dem Begriff eine neue Bedeutung zu. Man versteht darunter das Vordringen völkisch-nationalistischer Ansichten in die gesellschaftliche Mitte. Studien belegen schon seit Jahren, dass etwa 20 Prozent der deutschen Bevölkerung über ein geschlossenes rechtes Weltbild verfügen. Als Teil dieses Weltbildes gelten auch Verschwörungstheorien und eine Abneigung gegen den Islam. [detektor]
Heiner Geißler, CDU, hat die so genannte "Lagertheorie" formuliert, da gab es
- das „bürgerliche“ Lager aus CDU/CSU und FDP und
- das linke Lager aus SPD und Grünen
Wohin, fragt man sich, ist plötzlich die "Mitte" verschwunden? Ist sie tatsächlich nicht mehr da oder versteckt sie sich möglicherweise in den beiden Lagern? Und wenn das so ist, ist sie dann noch das, was als "Mitte" zu bezeichnen wäre oder hat sie eine andere Form angenommen?
Horst Seehofer verortet gar im März 2018 seine Partei, die CSU so:
"Die Geografie der CSU ... ist eine Mitte Rechts-Volkspartei, ein Sammelbecken für Konservative, Liberale, Nationalkonservative, für Menschen, die auf dem demokratischen Boden unseres Landes stehen."
" .. Der in Deutschland von konservativen Politikern propagierte Begriff der Leitkultur ist diesbezüglich höchst missverständlich, weil er den Anschein erweckt, faktische Differenzierungen in vielfältige humane Weltanschauungen und Kulturen auf nationaler Ebene rückgängig machen zu wollen .. " [Wertkonservative_Ethik.pdf]
Diese Aussage beruht auf der ebenso falschen Annahme es habe sich an der Parteienlandschaft nichts geändert. Schauen wir doch einmal bei unseren Nachbarn genauer hin, vielleicht lernen wir für unsere Verhältnisse etwas daraus:
In Österreich wird die Parteienlandschaft lt. Wikipedia vor dem II. Weltkrieg so beschrieben:
- Das christlich-sozial-konservative Lager mit der Christlich-Sozialen Partei (CSP) samt Heimwehr (Hauptteils) und Bauernverbänden mit enger Bindung zur katholischen Kirche
- das sozialistische Lager bestehend aus der Sozialdemokratischen Partei (SDAPDÖ) und den Organisationen der Arbeiterbewegung
- das nationale Lager mit der Großdeutschen Volkspartei (GDVP), Landbund und Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP).
Zur derzeitigen Situation heisst es am gleichen Orte: ".. Im heutigen Parteiensystem Österreichs mit den drei Traditionsparteien ÖVP, SPÖ und FPÖ und ihrem immer noch großen Geflecht von Vorfeldorganisationen sind die historischen Lager noch immer erkennbar .."
Was ist - in der Gesamtschau der politischen Landschaft - denn nun mit der "Mitte" passiert?
Es gibt sie nicht mehr!
Wir müssen feststellen:
Was früher einmal "Mitte" war ist verschoben in eine konservativ-rechte Grundstimmung, die liberalen Elemente der Mitte sind ebenfalls nach rechts gedriftet, die SPD hat sich überwiegend den früheren Standpunkten der CDU genähert und steht nun rechts der "Mitte". Die von den früher als "Linke" bezeichneten Parteien "Die Grünen" und "Die Linke" stehen mit ihren Überzeugungen als neue "Mitte" der Gesellschaft da - eine echte Linke fehlt mittlerweile völlig.
Wenn ich das nochmal bildlich beschreibe sieht es so aus:
Im Ausgangszustand ist die "Mitte" - der Pfeil des Klinometers - senkrecht. Rechte Politik und Linke Politik sind jeweils seitlich von der Mitte ausgehend. Durch die Drehung wird die fortschreitende Zeit dargestellt. Der Pfeil wandert nicht mit, die "Mitte" bleibt also, die Denkrichtungen (Partei-Ideologien) verschieben sich nach rechts.
Wir denken noch in den üblichen Kategorien - dabei haben sich die Schwerpunkte und die Grundsätze der Parteien verschoben, so weit verschoben, dass linke Politik die Mitte darstellt, während sich am rechten Rand des Spektrums immer mehr Parteien tummeln, sich die rechten Ideologen geradezu überschlagen im Wettbewerb "Wer ist der rechtere Rechte?"
John Rawls:
"Ein Politiker schaut auf die nächste Wahl, ein Staatsmann auf die nächste Generation."
[Rawls, J.: The Law of Peoples, The Idea of Public Reason Revisited, London 1999, S. 97]
Es gibt feste Wort- und Sinnkombinationen die man heute kaum noch hört - die "Frue*er"™ häufig benutzt wurden. Der Trend geht zu kurzen Sätzen, zu Floskeln, zu Abkürzungen: btw¹, imo², tbh³. Dabei sind manche der 'altbackenen' Redewendungen durchaus nicht einfach, man muss schon nachdenken. Wie beispielsweise bei diesem Satz:
"Durch mich soll nichts zuletzt herauskommen!"
Ich finde es faszinierend wie hier die Wahrheit gesagt wird - und zugleich darauf gebaut wird, dass manche Gesprächspartner nur oberflächlich hinhören. Selbst Schuld, könnte man da sagen, wenn sie zugehört hätten wüssten sie, dass ihre Geheimnisse nicht sehr gut aufgehoben sein werden.
btw¹ by the way
imo² in my opinion
tbh³ to be honest
Seit vielen Jahrzehnten versuchen wir nun als Menschheit mit verschiedensten Methoden Außerirdische aufzuspüren und mit ihnen in Kontakt zu treten. Möglicherweise suchen wir mit den falschen Methoden und Mitteln?
Wenn beispielsweise die Bewohner anderer Planeten klitzeklein wären, so klein, dass wir sie mit bloßem Auge nicht sehen könnten? Stellen wir uns nur einmal vor wie sie - vergebens - in einer ihnen zur Verfügung stehenden höchsten Lautstärke schreien würden .... und niemand von uns könnte sie hören! Sie würden massenweise unter unseren Schuhen zermalmt, sie müssten uns zwangsläufig für gewissenlose Monster halten. Wobei das 'zermalmen' noch das geringere Übel wäre.
Denken Sie mal darüber nach wie froh wir sein könnten wenn es nicht umgekehrt wäre.
Die evangelische Kirche hat in Deutschland in diesem Jahr „Mal ehrlich! Sieben Wochen ohne Lügen” als Motto (für die Fastenzeit) auserkoren.[Zitat/Quelle]
Na prima, dann wäre ja jetzt die Gelegenheit uns darüber aufzuklären wie es in Sachen "Mißbrauch" in der evangelischen Kirche steht, denn die katholischen Priester sind ja nicht alleine als *Amtsträger* in der Versuchung ....
Und wenn die Evangelischen schon 'mal dabei sind:
Eine Übersicht zu den Finanzen wäre ganz toll, und nicht vergessen den Staatsanteil aus Steuern auszuweisen, danke.
Siehe zum Thema "Lügen" → Aus der Serie "Opa erzählt vom Krieg": Dreiste Lügner ....
"Frue*er"™ bin ich - so wie viele Deutsche - mindestens zweimal im Jahr in Urlaub gewesen. Manchmal sogar drei Mal, das aber eher selten. Mit Familie, so lange, bis die Kinder jeweils entschieden haben sie wären jetzt alt genug um alleine zu reisen und wohin sie wollen. Auf jeden Fall nicht mehr mit den Eltern urlauben ....
Das war für uns OK, unter der Voraussetzung, dass es bezahlbar und sicher war. Die Tatsache, dass nie etwas ernsthaftes passiert ist scheint mindestens darauf hinzuweisen, dass das gelungen ist.
In all den Urlauben sind wir immer wieder anderen deutschen Touristen begegnet, einer breit gestreuten Typologie von Menschen, manchmal ohne zu verstehen, warum jemand ausgerechnet auf eine Insel fliegt um sich dann dort zu beschweren wie eingeschränkt man doch sei ....
Was ich immer sehr schwierig fand waren Gespräche mit Menschen, die aus der Tatsache, dass wir 'auch' Deutsche waren falsche Schlüsse zogen. Oder sagen wir: Erstmal angenommen haben wir müssten wegen gleicher Nationalität auch gleich denken.
Da wurde eine Vertraulichkeit vorausgesetzt, eine Komplizenschaft, und Einigkeit in der Beurteilung dessen, was man so im Urlaubsland vorfand. Wie bitter dann allerdings für die Meisten die Enttäuschung war wenn sie merkten, dass diese Annahme falsch war.
Ich erinnere besonders einen solchen Miturlauber, der mich angesichts einer Gruppe eintreffender Engländer beiseite zog und mir klar machte es sei nun mit der Ruhe hier vorbei weil wenn erst die Engländer einfielen, dann sei es laut und unverständliches Kauderwelsch.
Es stellte sich heraus:
Die Angereisten waren Schotten, alle aus einem Sportverein, die jedes Jahr in ein anderes Land reisten um 'mal unter der Sonne zu schwimmen, anstatt wie zu Hause bei Nebel, Regen und kälteren Temperaturen. Ein lustiges und geselliges Trüppchen. Sie lagen nach dem Frühstück am Pool, und wenn einer ins Wasser ging folgten die anderen meist nach - und dann wurde es für andere Urlauber eng.
Eines Abends saßen wir (meine Frau und ich, die Kinder waren in der Wohnung geblieben und wir dachten sie schliefen) an der Bar, die lag gleich neben dem Pool und der war ab Dunkelheit geschlossen - nicht so richtig, es war nur vor dem Pool eine Kette gespannt an der ein Schild in mehreren Sprachen verkündete geöffnet sei nur von Sonnenauf- bis -untergang.
Mit einem der Schotten kam ich ins Gespräch weil er von der Bar her, sechs Getränke auf einem Tablett balancierend, an uns vorbei kam und ich gesehen hatte, dass er nur mit seiner Frau an einem der benachbarten Tische saß. Auf meine Nachfrage erklärte er mir, die Getränke seien für Bewohner heute heruntergesetzt, 3:1, drei Getränke für den Preis von einem. Wärend er das erklärte winkte er meiner Frau zu herüber zu kommen, schob einstweilen mir ein Glas über den Tisch und dann meiner Frau ebenso, als sie gekommen war.
Der weitere Verlauf des Abends war, na, sagen wir: feucht-fröhlich.
Woran ich mich noch erinnere sind zwei Sachen: Dass der Schotte mir erklärte es sei ihm sehr peinlich, dass er und seine Landsleute mich tagsüber vom Wasser fern hielten und mir anbot Wache zu stehen, damit ich gleich einmal ganz alleine ins Wasser gehen könnte - aber erst wenn wir noch zusammen das Lied "My wife and I lived all alone in a little ...."¹ gesungen hätten.
Wir konnten beide nicht gut singen, und unsere Frauen hatten vergeblich darauf hingewiesen, dass die anderen Gäste es möglicherweise gar nicht schätzen würde unseren *Gesang* zu ertragen. Wir sangen trotzdem, und zwar laut und voll Inbrunst .... und ich zog Hemd und Schuhe aus, sprang dann mit langer Hose (!) in den Pool während mein neuer schottischer Freund darüber wachte, dass mir niemand zu nahe kam.
Meine Frau erzählte mir am nächsten Nachmittag, als ich, nach dem vielen Gin mit Eis und Limettensaft, wieder einigermaßen aufnahmefähig war, dass ich erst aus dem Wasser kommen wollte als meine beiden Kinder am Rand standen und mir erklärten das Schwimmen sei doch bei Dunkelheit verboten.
Und dann erinnere ich mich noch an den deutschen Landsmann, der mich vor den Engländern gewarnt hatte: Er tat fortan so, als ob ich *Luft* für ihn sei. War auch besser, wir hätten uns nicht so recht verstanden, er und ich ....
¹ Der Text lautet korrekt so wie folgt, allerdings gibt es mehrere, abweichende Fassungen:
Me and my wife live all alone
In a little log hut we're all our own;
She loves gin and I love rum
And don't we have a lot of fun!
Chorus:
Ha, ha, ha, you and me
Little brown jug, don't I love thee!
Der Song bei youtube ist zwar nicht der gesangstechnisch Allerbeste, aber wohl recht nah an unserer nächtlichen Darbietung am Pool in Spanien, auf Menorca
Gerard Koerts starb am 20. Februar 2019 in Frieden
Im letzten Monat starb einer der Mitbegründer von "Earth & Fire", einer holländischen Rockband.
Das allererste Rockkonzert - das ich auf Betreiben von und natürlich mit meiner damaligen 'Bekannten' Frl. S. Schneidereit¹ in Holzminden in 1973 besuchte - war ein Auftritt dieser Band.
Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, drehen Sie die Lautstärke so, dass die Bässe dröhnen .... und dann genießen Sie wirklich gute Musik:
________________________________________
¹ Manchmal denke ich noch an diese Zeit und frage mich, was wohl aus ihr geworden ist; damals war man noch 'förmlicher', man sprach nicht von Freundin, sondern von einer 'Bekannten', und sie wurde natürlich als Frl. (Fräulein) angesprochen - bis man sich etwas näher gekommen war ;c)
Neulich las ich es habe wieder mehr gerissene Schafe gegeben.
Zuvor hatte ich gelesen man sei erfreut, dass die Bemühungen zur Wiedereinführung von Wölfen gelungen sei: Man zähle mehr Rudel mit mehr Tieren und es gäbe (hier geborenen) Nachwuchs. Mensch und Wolf können ohne Probleme nebeneinander leben, Wölfe meiden die Nähe der Menschen.
Klar: Mehr Wölfe, mehr gerissene Schafe. Die Wölfe sind ja nicht doof, sie jagen das *Futter*, was mit dem geringsten Aufwand verfügbar ist. Da sind nun mal Schafe die Beute der Wahl. Sie treten in großer Zahl auf, sind selbst nicht wehrhaft, nicht besonders schnell im Vergleich mit anderer (möglicher) Beute und daher leicht zu jagen.
Wie sieht es mit den Beständen an Schafen aus? Werden sie vom Vorhandensein der Wölfe gefährdet? Wir haben in Deutschland ein sehr genaues System für die Zählung von Haustieren, man könnte auch sagen: Kein Tier bleibt ungezählt!
Schafe. ".. Im Jahr 2018 belief sich der Bestand in Deutschland auf insgesamt rund 1,57 Millionen Tiere .." Dabei hat die Zahl der Betriebe über die Jahre abgenommen, die Zahl der gehaltenen Tiere zugenommen - insgesamt führte es dazu, dass der Bestand in etwa gleich blieb. Die meisten Schafe größten Betriebe finden sich lt. Ministerium (Landwirtschaft & Forsten) in Bayern und Baden-Württemberg.
Je nachdem wohin man schaut gibt es sehr verschiedene Zahlen:
(1) Der "NABU" stellt für die BRD (Abbildung unten) 70 Rudel, 30 Einzelpaare und 3 Einzeltiere dar.
(2) "agrarheute" berichtet 67 Rudel in 6 Bundesländern.
(3) Der Deutschlandfunk stellt fest ".. dass mit sehr unterschiedlichen Zahlen argumentiert wird. Mal sind es über 1000 lebende Wölfe in Deutschland - mal sind es zwischen 150 und 400 .."
(4) Der deutsche Jagdverband [DJV] sagt ".... dass in Deutschland bereits mehr als 1000 Wölfe leben. Binnen neun Jahren habe sich die Zahl der von Wölfen verletzten oder getöteten Tiere mehr als verzehnfacht .. Deshalb wachse nun der Druck, den Schutz der Wölfe zu lockern .."
Es hilft immer, wen man sich die Dimensionen in bildlicher Form bewusst macht, hilfsweise setzt man die Zahlen zu bekannten, alltäglichen Ereignissen ins Verhältnis.
Für Sachsen (2016) lagen die genauesten Zahlen vor, deswegen nehme ich die hier als Grundlage:
Es wurden 160 in Gattern gehaltene Tiere in 50 Ereignissen gerissen, pro Fall also ungefähr drei Tiere. Diese Zahl ist geringer als die bei anderen Gegebenheiten (Unfälle, Stürze, Krankheitsausbrüche) getötet werden - und zudem werden die Schäden auf Antrag der Tierhalter ersetzt ["agrarheute" (10)]: ".. Laut Bundesamt für Naturschutz wurden im Jahr 2015 von den Bundesländern mit Wolfsvorkommen zusammen 107.783 Euro an Ausgleichszahlungen für Schadensfälle geleistet, bei denen ein Wolf als Verursacher nachgewiesen oder nicht ganz ausgeschlossen werden konnte. .."
Legt man die oben genannten Zahlen von Wölfen zugrunde wären das ca. 270,- € pro Wolf - ein Abendessen für zehn Personen kostet mehr ....
Die aufschlußreiche Zusammenfassung des Wolfsexperten Lars Westermann beim Deutschlandfunk lautet:
".. Man kann auf jeden Fall sagen, dass der deutsche Jagdverband seit Jahren versucht, den Wolf aus dem Naturschutzrecht ins Jagdrecht zu bekommen .."
Sollte das nämlich gelingen, dann machen sich Horden von wilden Jägersleuten auf um den Wolf in Deutschland als lästige Konkurrenz um Dam-, Rot- und anderes Wild im Revier los zu werden indem sie ihn ausrotten.
Ich kann in diesem Fall aus meinem Herzen keine Mördergrube machen - ich mag die Jäger aus mehreren Gründen nicht, das werde ich möglicherweise später mal diskutieren. Sie behaupten immer in Sachen "Naturschutz" im Wald zu sein - ich behaupte ganz dreist, dass sie dort sind um zu den *besseren Kreisen* zu gehören, die sich das unnütze Töten von künstlich hochgezüchteten Populationen von waldzerstörenden Tieren als Ausgleich für ihr ansonsten ereignisloses und lustloses Leben gewählt haben.
oder: Wie Schäuble Volk und Volksvertreter belogen hat.
So manchen Bürger der EU mag die Demütigung der hoch verschuldeten Griechen vor ein paar Jahren schon wegen der abschätzigen Art des Umganges¹ mit ihren Vertretern abgestoßen haben - mir ging es zumindest so. Vor allem weil es die konservativ-rechten Regierungen vor der Tsipras' Linksregierung waren, die all diese Schulden aufgehäuft hatten - die nun von den konservativen Regierungen der linken Regierung in die Schuhe geschoben wurden. Dies schon deshalb, um in den eigenen Ländern jedwede Art von Linksbeteiligung an einer Regierung zu diskreditieren.
Mindestens deswegen, um eine Linksregierung in Spanien zu verhindern, indem das Signal gesetzt wurde: Wer sich gegen rechte EU-Politik wendet wird das Schicksal der Griechen erleiden!
Selbst betroffen, ist es der SPD nicht aufgefallen, dass sie hier einen weiteren Grund dafür findet, warum sie dem Untergang geweiht ist:
Auch in einer Koalition kann man nicht jedes *Umfallen* als Koalitionszwang interpretieren.
Der damalige Finanzminister Varoufakis hatte mehrfach auf die Unsinnigkeit der EU-Troika Äußerungen und Lösungsansätze hingewiesen - das Duo Schäuble-Dijsselbloom hingegen - zerfressen von Neid auf den populären Varoufakis und zusammengeschweißt durch die Tatsache vor ihren jeweiligen Bevölkerungen die Lügen über die tatsächlichen Ursachen und Nutznießer² der Griechenlandverschuldung vertuschen zu müssen, konnte nicht anders handeln. Denn die erste Lüge gegenüber ihren Parlamenten zog unbedingt eine zweite Lüge nach sich. Das wäre so weiter gegangen, hätte nicht der IWF die Reißleine³ gezogen. Auch das war eine Zeit lang nicht abzusehen, denn irgendwer (?) hatte früher schon den Versuch unternommen dessen Chefin Christine Lagarde auszubooten. Indem man den - schwelenden - Finanzskandal wieder zum Aufflammen brachte stand das wieder im Raum, wurde allerdings zu ihren Gunsten (ohne Strafe) rechtlich endgültig abgeschlossen.
Dass es anders geht als Schäuble-Dijsselbloom stets behauptet haben, und was die Griechen noch über Jahrzehnte belasten wird, zeigt Portugal - seit es eine linke Regierung hat, die sich erfolgreich gegen den zwangsweisen Sparkurs wehrte und ihrer Bevölkerung dadurch nicht nur verschärfte Austeritätsmaßnahmen, sondern auch einen Ruck nach rechts ersparte.
Dieses düstere Szenario - die Übeltäter haben sich während und nach der Griechenlandkrise mit immer neuen Lügen der Öffentlichkeit gegenüber geäußert - beweist, dass sich die Regierungen Merkel erst einmal selbst geschützt haben, denn was mit einer Unwahrheit zum Zwecke des Machterhaltes begann ist nach Jahren zu einem Stapel von Lügen angewachsen.
Das Schlimme dabei ist:
Die Verantwortlichen sind immer noch in Amt und Würden, anstatt dass man sie mit Schimpf und Schande zum Tor hinaus gejagt hat. Das Gute daran ist: Die Politik Portugals ist geeignet erstens soziale Gerechtigkeit bei ausreichenden Löhnen zu schaffen, zweitens blüht die Wirtschaft trotz Mehrbelastung für soziale Zwecke auf und drittens ist linke Politik durchaus dazu imstande eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen.
Das sollte in der Diskussion um die politische Ausrichtung der BRD und der EU in besonderem Maße Beachtung finden. Das Schreckgespenst "Sozialismus" zerfließt bei genauerem Hinsehen wie Nebel in der Sonne, und erweist sich lediglich als ein Diskussionspunkt den rechte Politik auf ihr Schild malt, um zu diskreditieren - ohne die Wahrheit diskutieren zu müssen.
¹ → Bild: IWF Entscheid ohne Schuldenschnitt nicht weiter mitzumachen
² → Bild: Nutznießer der *Griechenlandrettung*
³ → Bild: IWF Entscheid ohne Schuldenschnitt nicht weiter mitzumachen
In diesen Tagen wird nicht nur bei uns die Abrechnung des Stromversorgers eingegangen sein. Es hat sich ja so eingespielt, dass 11 Monate lang ein Abschlag gezahlt wird und dann im Februar eine Abrechnung erfolgt.
Seit Jahren schon ist das mit Überraschung verbunden. Einmal, weil der Strompreis kontinuierlich Jahr für Jahr 'angepasst' wurde - eine freundlich-verschleiernde Umschreibung für "Preiserhöhung". Sofern der Abschlag noch ausgereicht hat und keine Nachzahlung ins Haus stand, prima! War das Gegenteil der Fall, so wurde man schon weniger fröhlich und hat - zähneknirschend - gezahlt.
→ Strompreistabelle
Im Vergleich zu den Kosten an unserem früheren Wohnort in NRW (2010 bis 2016) sieht es nun in Hessen schlimmer aus. In NRW haben wir (etwa gleiche Fläche, gleiche Zahl Zimmer, mit den gleichen Geräten im Haushalt) pro Monat 54 € bezahlt und bis zuletzt reichte das immer noch für eine kleine Erstattung.
Wie zu lesen war, ist der Strom selbst, die Stromerzeugung, in den letzten Jahren immer preiswerter geworden - wie passt das zusammen?
".. Dabei waren die Strompreise in der ersten Jahreshälfte noch auf bis zu 27,44 Cent je KWh gesunken – und über das gesamte Jahr gesehen stabil geblieben. Inzwischen schlagen aber die höheren Notierungen im Großhandel bei den Verbrauchern voll durch .." [Handelsblatt]
Bei uns sieht das (nur für die letzten zwei Jahre) so aus:
→ Strompreis entega 2017 / 2018
Wir haben in 2017 monatlich 70 Euro gezahlt und mußten knapp 200 € nachzahlen (970 € p.a.), in 2018 lag die Vorauszahlung bei 102 € und die Nachzahlung beträgt 115 € (1240 € p.a.) - und das obwohl wir in 2018 nur 3.600 anstatt wie in 2017 3.850 kWh verbraucht haben. Das bedeutet eine Stromeinsparung von ca. 7% und trotzdem einen Preisanstieg um 270 €, monatlich 24,54 €. Das stellt eine Steigerung der Kosten um 21,8% dar - wobei die reduzierte Strommenge noch nicht einmal berücksichtigt ist.
Des Rätsels Lösung ist - mindestens teilweise - im oberen Teil der Abbildung erkennbar, unter "Zusammensetzung des Strompreises", und in der letzten Abbildung auf dieser Seite.
Es sind nicht die Stromkosten, sondern der unersättliche Fiskus, der die Preise nach oben treibt!
Wie in der folgenden Darstellung zu erkennen ist:
→ Stromsteuern (Staat)
Ungeklärt ist der Preissprung zwischen unserer alten Wohnung (monatliche Stromkosten zuletzt 54 €, zu mittlerweile 102 €) und der neuen Wohnung. Machen wirtschaftliche und soziale Unterschiede zwischen NRW und Hessen die Balance von Angebot und Nachfrage anders?
Wie sieht es bei Ihnen mit den Stromkosten aus, liebe Lesende?
Wie durchaus treffend hat der Schwejk die Sachlage in knappe Worte gefasst - wobei er dieses Beispiel auch an einer anderen Person als Jesus hätte festmachen können .... nur wäre er dann wieder mit der (christlich-katholischen) Geistlichkeit aneinander geraten. Und gerade das wollte er doch - wo er Aufmerksamkeit nie gebrauchen konnte - durchaus vermeiden.
Er hätte ansonsten darauf hingewiesen, dass es sich bei der Bibelgeschichte von Jesus um eine schöne Fiktion handelt, deren Grundlage über viele Jahrhunderte zusammengetragene Fragmente sind und daher bestenfalls 'anekdotisch' genannt werden können und niemals eine ernst zu nehmende "Quelle" im historischen Sinne sind!
Weiterhin hätte er bestimmt den Zusammenhang zwischen dem Wohlleben der Geistlichkeit auf Kosten der Massen (= Gläubigen) aufgezeigt und angemerkt, sie ließen sich hofieren und alimentieren indem sie den Menschen (= Gläubigen) fromme Geschichten erzählten und ihnen bei Nichtachtung ewige Verdammnis und schmoren in der Hölle androhten.
Sicher wäre er auch auf den Aspekt der Kumpanei zwischen der weltlichen Obrigkeit und den geistlichen Würdenträgern zu deren beiderseitigem Nutzen eingegangen und hätte aufgezeigt wie sie Wasser predigten und Wein saufen würden solange sie sicher sein konnten man käme ihnen nicht auf die Schliche.
Obwohl er selbst dem anderen Geschlecht eher abhold war hätte er gleichwohl die Luderigkeit und Verdorbenheit der Pfaffen angeprangert, die sich an jedweder Person auf irgendeine sexuelle Art - in Beichtstühlen, in Sakristeien, ja sogar auf dem Altar zu vergnügen suchten - mit ganz, ganz wenigen Ausnahmen und dass sie unbeschadet dieser verachtungswürdigen Ausnutzung ihrer herausgehobenen Stellung als *Seelsorger* dann in den Messen ihren Schäfchen aufgegeben hätten sich sexuell enthaltsam zu zeigen, weil das allein Gott wohlgefällig sei ....
Das alles hätte der Schwejk sicher gesagt, wenn er nicht, wie oben schon erwähnt, lieber Dinge für sich behalten hätte, die ihm Ärger mit Autoritäten einbringen würden.
Ein Glück, dass wir heute sagen dürfen, dass das Geschäftsmodell "GLAUBE" ein auslaufendes Modell ist, da es auf reiner Fiktion beruht und noch niemand, der die Existenz eines Gottes behauptet hat, einen Beweis dafür erbringen konnte. Wir dürfen auch sagen, dass nicht nur die katholische Kirche innerlich verrottet ist, sondern ebenso alle anderen *Glaubensgemeinschaften*, da sie auf dem gleichen Geschäftsmodell beruhen, nämlich der Leichtgläubigkeit von Menschen die nicht gelernt haben Richtig und Falsch bzw. Wahrheit und Lüge zu unterscheiden ...die also Entscheidungen 'aus dem Bauch heraus' treffen.
Der Schwejk war ein schlaues Kerlchen. Er hatte schon erkannt was immer mehr Menschen jetzt so allmählich lernen, da ihnen endlose Information per Internet zur Verfügung steht:
Die Welt beschreibt man am besten mit einer logischen Folge von Fakten, solchen Fakten, deren Beweis man antreten kann. Was nicht bewiesen werden kann ist nicht existent .... aber ich will 'mal nicht so streng sein, manches mag nur bisher noch nicht beweisbar sein und ist dennoch schlüssig, passend wie Schloss und Schlüssel, und deswegen lassen wir es einstweilen gelten und hoffen später den Beweis antreten zu können.
Sicher ist nur, dass jedwede Religion den Menschen eher schadet als nützt. Das gilt seit Anbeginn der Aufzeichnungen:
Religion verbindet nicht, wie behauptet wird, sondern entzweit!