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bookmark_borderWas bleibt unterm Strich ...?

Vom Gast­ar­bei­ter zum Mit­bür­ger - ein Traum, der nur ver­ein­zelt wahr wur­de!
Dem Herrn bloed­bab­b­ler gewidmet ....


 
Ras­sis­mus / Anti-Rassismus
".. inkon­se­quen­te Anti­ras­si­sten, die fest­ge­fah­re­ne Grup­pen­iden­ti­tä­ten in den Vor­der­grund stel­len statt den ein­zel­nen Men­schen. Ein sol­cher Anti­ras­sis­mus habe näm­lich "das Poten­zi­al, die Gesell­schaft auf ähn­li­che Wei­se zu spal­ten wie der Ras­sis­mus selbst. Weil es eben nicht um die Men­schen geht, son­dern um die Attri­bu­te, die man ihnen zuschreibt." Den Ras­sis­mus, erklärt Abdel-Samad, bekämp­fe man daher am besten durch das Lösen star­rer Loya­li­tä­ten und .. über­kom­me­nen Iden­ti­täts­scha­blo­nen, die wir alle mit uns her­um­schlep­pen. An deren Stel­le sol­le eine welt­of­fe­ne Kul­tur des Plu­ra­lis­mus tre­ten, "die sich natür­lich ent­wickelt, nicht aber durch ideo­lo­gi­sches Social Engi­nee­ring einer Iden­ti­täts­po­li­tik, die nur zu noch mehr Spal­tung führt". Die Öff­nung von kol­lek­ti­ven Iden­ti­tä­ten sieht Abdel-Samad nicht zuletzt auch als Vor­aus­set­zung für eine gelun­ge­ne Integrationspolitik .." 

Zitat aus: "Hamed Abdel-Samad: Wege aus der Iden­ti­täts­fal­le"]
 
 
Nicht alles, was sich wie Ras­sis­mus anhört ist auch Ras­sis­mus. Das vor­weg geschickt will ich hier kei­ne Vor­ur­tei­le fort­füh­ren oder Men­schen, egal woher sie kom­men, irgend­wie wer­ten oder in Schub­la­den stecken.

Zu einer gründ­li­chen Betrach­tung der Bilanz nach mehr als 60 Jah­ren Ein­wan­de­rung, die von den Par­tei­en der bestehen­den Koali­ti­on und eini­gen ande­ren, die nur noch außer­par­la­men­ta­risch ver­tre­ten sind, stets abwei­chend beti­telt wur­de, gehört aller­dings Din­ge beim Namen zu nen­nen und bit­te­re Wahr­hei­ten auszusprechen.

Vie­le Län­der der heu­ti­gen EU began­nen mit einer Ein­wan­de­rungs­po­li­tik ohne die lang­fri­sti­gen Fol­gen zu über­den­ken, und schon gar nicht zu über­wa­chen. Ein­wan­de­rung wur­de als unver­zicht­ba­re Reak­ti­on auf den Arbeits­kräf­te­man­gel ange­se­hen. War das zunächst noch von der Bevöl­ke­rung akzep­tiert, da die "Gast­ar­bei­ter" aus Län­dern kamen, die eine zu Deutsch­land ver­gleich­ba­re Geschich­te und Lebens­art hat­ten, wenig­stens aus christ­lich struk­tu­rier­ten Gesell­schaf­ten stamm­ten, sodass sie sich nur in Klei­nig­kei­ten, wie etwa den Zuta­ten ihrer Haupt­ge­rich­te unter­schie­den. Es dau­er­te aller­dings nicht lan­ge, bis die Stim­mung sich wandelte.

Das änder­te sich grund­le­gend und ohne ent­spre­chen­de Inte­gra­ti­ons­maß­nah­men durch den Staat als tür­ki­sche Gast­ar­bei­ter in Deutsch­land ein­wan­der­ten, von denen ange­nom­men wur­de, sie wür­den wahr­schein­lich wegen der gesell­schaft­lich und reli­gi­ös so sehr ver­schie­de­nen Auf­fas­sun­gen und fami­liä­rer Lebens­ent­wür­fe, irgend­wann mit ihrem erar­bei­te­ten Ren­ten­an­spruch im Ruhe­stand nach Hau­se zurück­keh­ren wol­len. Die Ent­wick­lung seit­dem stellt sich dem­ge­gen­über kom­plett anders als in die­sen Vor­her­sa­gen ange­nom­men dar.


Das rosi­ge Bild, was ins­be­son­de­re die Lin­ken manch­mal schwär­me­risch ver­brei­ten, ist dabei genau­so falsch, wie der Gegen­ent­wurf der Rech­ten, die ihre Iden­ti­tät aus der Abwer­tung von Ein­wan­de­rern bezie­hen, die sie für 'min­der­wer­tig' hal­ten um sich selbst aufzuwerten. 

 

Die Ver­klä­rung und Fehl­in­ter­pre­ta­ti­on des­sen, was mit Ein­wan­de­rungs­po­li­tik bzw. Inte­gra­ti­ons­po­li­tik zu errei­chen ist und wie Ein­wan­de­rung die Gesell­schaft des Gast­lan­des berei­chern soll, ist hin­ge­gen ein 'Wohl­fühl­ele­ment' der Lin­ken, die sich dadurch zu bes­se­ren, weil aus­ge­spro­chen altru­isti­schen Men­schen erklä­ren können.

Was fehlt ist eine nüch­ter­ne Fest­stel­lung von Tat­sa­chen, die nicht ver­schweigt, dass aus frem­dem sozio­lo­gi­schen Gefü­ge kom­men­de Men­schen anders geprägt sind und daher einen lan­gen Pro­zess der Ände­rung von Grund­auf­fas­sun­gen vor sich haben, den Vie­le schaf­fen. Vie­le ande­re nie schaf­fen wer­den, weil sie es im Extrem ein­fach nicht wol­len. Da liegt zwar der Wunsch vor im Gast­land zu leben und des­sen Annehm­lich­kei­ten, vor allem die sicher ver­füg­ba­ren sozia­len Lei­stun­gen (im Ver­gleich zum Her­kunfts­land), für die die ein­hei­mi­sche Bevöl­ke­rung mit ihren Steu­ern zahlt in Anspruch¹ zu neh­men, anson­sten aber so wei­ter zu leben, zu den­ken und sich zu ver­hal­ten wie sie es zuvor gewohnt waren. Ja sogar häu­fig die Lebens­wei­se im 'Gast­land' ver­ächt­lich zu machen, sich damit zu brü­sten wie leicht man den Deut­schen Geld aus der Tasche zie­hen kann.

Wie sich am Bei­spiel der tür­ki­schen Ein­wan­de­rer gezeigt hat ver­lau­fen die Ent­wick­lun­gen völ­lig ver­schie­den zum 'gewünsch­ten' Inte­gra­ti­ons­ge­sche­hen, je nach­dem wel­che sozio­lo­gi­sche Grup­pe die­ser Natio­na­li­tät man betrach­tet. Aus jah­re­lan­ger Beob­ach­tung sind vier Grup­pen grob zu unter­schei­den. Tür­ken mit und ohne Bin­dung an den Islam, Kur­den mit oder ohne reli­giö­se Bin­dung. Es scheint, als ob es zwi­schen die­sen Grup­pen ein Gefäl­le gibt, das die Wahr­schein­lich­keit einer Ein­glie­de­rung in die hie­si­ge Gesell­schaft mehr oder weni­ger wahr­schein­lich macht, und zwar von "wenig wahr­schein­lich" zu "sehr wahrscheinlich":
Streng reli­giö­se Tür­ken, mili­tan­te Kur­den², wenig bis über­haupt nicht reli­giö­se Tür­ken, wenig bis über­haupt nicht reli­giö­se Kurden.

Das Bild wird durch die letz­te Ein­wan­de­rungs­wel­le der Jah­re 2015 (mitt­ler­wei­le zah­len­mä­ßig stark abge­schwächt) bis heu­te noch ver­kom­pli­ziert, denn trotz grund­le­gend glei­cher Reli­gi­ons­ba­sis im Islam ist doch die prak­ti­sche Lebens­füh­rung und damit zusam­men­hän­gen­de Kul­tur der ver­schie­de­nen Eth­ni­en breit gestreut. Die "typi­schen" Ein­wan­de­rer gibt es nicht, wes­we­gen der Ver­such Alle mit den glei­chen Regeln und Maß­nah­men ein­zu­glie­dern schon im Ansatz zum Schei­tern ver­ur­teilt ist. Das ist zugleich ein wesent­li­cher Gesichts­punkt der die Fra­ge auf­wirft, ob wir denn in den nord­west­eu­ro­päi­schen Län­dern über­haupt ein Kon­zept für eine sol­che Inte­gra­ti­on ent­wickeln kön­nen, das die­ser Sach­la­ge gerecht wer­den könnte.

Wovon das Wohl­erge­hen Ein­ge­wan­der­ter abhängt ist an der Art ihrer Beschäf­ti­gung, ihrer reli­giö­sen Bin­dung und ihrer Bereit­wil­lig­keit, sich dem neu­en gesell­schaft­li­chen Gefü­ge anzu­pas­sen fest zu machen. Wesent­lich­stes Ele­ment ist die Fähig­keit sich in der Lan­des­spra­che zu unter­hal­ten, und zwar nicht nur eines Fami­li­en­mit­glie­des, son­dern aller Fami­li­en­mit­glie­der glei­cher­ma­ßen. Ohne Sprach­kennt­nis­se ist jeder Ver­such einer Inte­gra­ti­on zum Schei­tern verurteilt.

Die The­se, es wer­de durch die Arbeit der Zuge­wan­der­ten in die Sozi­al­sy­ste­me ein­ge­zahlt ist zwar kor­rekt, doch hält man dage­gen die Kosten, die eine sol­che Fami­lie ver­ur­sacht, so wird die Bilanz schnell nega­tiv. Dies ins­be­son­de­re, wenn Arbei­ten ver­rich­tet wer­den, die im unte­ren Bereich der Lohn­ska­la ange­sie­delt sind:

- Hier wer­den Antei­le am sozia­len Gefü­ge nur bedingt ein- aber oft in gro­ßem Umfang aus­ge­zahlt. Etwa Kin­der­geld, Wohn­geld, Kran­ken­ver­si­che­rungs­lei­stun­gen und Betreu­ung in Kin­der­gar­ten und Schu­len. In den Schu­len müs­sen für ein­ge­wan­der­te Kin­der erheb­lich höhe­rer Auf­wand und eine schwer auf­zu­ho­len­de Distanz zu alters­glei­chen Kin­dern aus hei­mi­scher Bevöl­ke­rung ange­nom­men wer­den, wofür es zahl­rei­che Bele­ge aus den Schul­ver­wal­tun­gen gibt.

- Die sprach­li­chen und kul­tu­rel­len Unter­schie­de füh­ren schnell zu einer Über­for­de­rung der übli­chen Struk­tu­ren - und obwohl die Schul­ver­wal­tun­gen das erkannt haben und abzu­stel­len ver­su­chen bleibt stets der Satz "Gut gewollt ist nicht gleich gut gemacht!" aktu­ell, weil sich das Bild vom Ver­wal­tungs­schreib­tisch aus oft in wirk­lich­keits­frem­de Akti­on ergiesst, die am Man­gel nichts ändert, son­dern sogar wei­te­re Stö­run­gen her­vor­ru­fen kann. 

Was bis­her erör­tert wur­de gilt für die erste Gene­ra­ti­on. Die Bilanz für die zwei­te und wei­te­re Gene­ra­tio­nen derer, die sich aus ver­schie­den­sten Grün­den nicht ein­glie­dern wol­len oder es man­gels intel­lek­tu­el­ler Fähig­kei­ten schlicht­weg nicht kön­nen, sieht beson­ders schlimm aus:

Die Kin­der ler­nen ein Rol­len­ver­ständ­nis, das von dem unse­ren extrem abwei­chen kann. Etwa, was die Rol­le der Frau angeht. Wenn Jun­gen unge­bremst die Macho­al­lü­ren aus­le­ben dür­fen, wäh­rend Mäd­chen in die­nen­de, unter­wür­fi­ge Rol­len gedrängt wer­den, kann das nicht gut gehen. Die so zu klei­nen männ­li­chen Tyran­nen erzo­ge­nen Kna­ben, durch den Islam bestärkt alle Anders­gläu­bi­gen und Ungläu­bi­gen sei­en min­der­wer­ti­ge Krea­tu­ren, beneh­men sich auch Per­so­nen außer­halb ihres Kul­tur­krei­ses, gegen­über so, wie sie es gelernt haben: 

Über­heb­lich, auf­müp­fig, frech, ver­ächt­lich - oder eine Kom­bi­na­ti­on davon. 


Die Über­be­to­nung männ­li­cher Pri­vi­le­gi­en schafft eine Schicht von Her­an­wach­sen­den, die kei­ne Gren­zen mehr akzep­tiert und sich schon dadurch von der Kern­be­völ­ke­rung ganz wesent­lich unter­schei­det, sich auch bewusst abhebt und schließ­lich nicht mehr ein­glie­dern und anpas­sen will.

 

Dem ste­hen dia­me­tral ande­re Grup­pen gegen­über, die sich 'ein­glie­dern', indem sie als 'deut­sche Tugen­den' beschrie­be­ne Ver­hal­tens­wei­sen über­neh­men, ja manch­mal sogar über­kom­pen­sie­ren, indem sie die­se Ver­hal­tens­mu­ster aus­ge­präg­ter zei­gen als Geburts­deut­sche. Men­schen aus die­ser Grup­pe, nicht nur Kin­der und Jugend­li­che, son­dern ins­be­son­de­re ihre Eltern, dür­fen gleich­wohl als die "Erfolg­rei­chen" ange­se­hen wer­den, denen eine naht­lo­se Inte­gra­ti­on in weni­gen Jah­ren gelingt und wei­ter­hin, in Fol­ge­ge­nera­tio­nen, gelin­gen wird. Es zeich­net sich deut­lich ab, dass zwi­schen den Extre­men die Unter­schie­de zwei wesent­li­che Ursa­chen haben:

Reli­gi­on und Intellekt.

"Alle Deut­schen sind Über­flie­ger und kön­nen alles errei­chen" - das ist ein immer noch vor­han­de­ner Trug­schluss der zum Wohl der Gesell­schaft ins­ge­samt ein­mal demon­tiert und offen kom­mu­ni­ziert wer­den soll­te - und das gilt ver­gleichs­wei­se natür­lich für Men­schen aus ande­ren Kul­tur­krei­sen und Lebens­ver­hält­nis­sen. Wenn aber (bei­spiels­wei­se) tür­ki­sche Frau­en so an das Haus gebun­den sind, dass sie trotz Jahr­zehn­te lan­ger Anwe­sen­heit in Deutsch­land immer noch nicht die Spra­che beherr­schen, so deu­tet das auf Absicht oder Gleich­gül­tig­keit hin, die nicht akzep­tiert wer­den kann, wenn man die Errun­gen­schaf­ten der moder­nen Gesell­schaft nicht ad absur­dum füh­ren will.
[Die vor­ge­nann­ten tür­ki­schen Frau­en könn­ten sicher bes­ser leben und mehr tun als in dem engen Gefü­ge in das sie der reli­giö­se Wahn ein­bin­det, nur damit die obi­ge Anmer­kung nicht miss­ver­stan­den wird.]

Um auf eine posi­ti­ve Note zu enden will ich noch von einer syri­schen Fami­lie berich­ten, die aus mei­ner Sicht ein Para­de­bei­spiel für gelun­ge­ne Inte­gra­ti­on ist:
Vater, Mut­ter und drei Söh­ne sind geflo­hen. Alle haben inner­halb von zwei Jah­ren Deutsch gelernt. Die drei Kna­ben besu­chen alle das Gym­na­si­um mit gro­ßem Erfolg. Die Mut­ter, von Beruf Apo­the­ke­rin, hat nicht gewar­tet bis sie in ihrem Beruf etwas fand und hat statt­des­sen in einer Schu­le in der 'Über­mit­tags­be­treu­ung' Arbeit gefun­den. Der Vater, Elek­tro­in­ge­nieur von Beruf, hat eine Fort­bil­dung zu moder­nen CAD-Syste­men & Pro­gram­men gemacht, war ein­ein­halb Jah­re als 'Prak­ti­kant' bei einem Unter­neh­men um die Arbeits­welt ken­nen zu ler­nen, und wur­de dann in ein Fest­an­stel­lungs­ver­hält­nis übernommen.
Nach fünf Jah­ren ist die­se Fami­lie voll inte­griert, sie trägt ihre Kosten selbst und die Söh­ne wer­den alle­samt in höhe­ren Beru­fen wesent­lich zu den Staats­fi­nan­zen bei­tra­gen - wodurch sie mehr ein­zah­len als sie frü­her an Kosten ver­ur­sacht haben.

¹
".. Die Zuwan­de­rung aus nicht-west­li­chen Regio­nen ist in der Regel ungün­stig für die öffent­li­chen Finan­zen. Dies gilt ins­be­son­de­re für die Her­kunfts­ge­bie­te Kari­bik, West­asi­en, Tür­kei und Nord-, Zen­tral- und West­afri­ka mit Net­to­ko­sten von 200.000 € bis 400.000 € pro Ein­wan­de­rer sowie Marok­ko, Horn von Afri­ka und Sudan mit Net­to­ko­sten von 550.000 € auf 600.000 € pro Ein­wan­de­rer. Zum Ver­gleich: Ein durch­schnitt­li­cher Nie­der­län­der ist in sei­nem Leben unge­fähr „bud­get­neu­tral“.
Aus allen Migra­ti­ons­mo­ti­ven schei­nen west­li­che Ein­wan­de­rer „bes­ser abzu­schnei­den“ als nicht-west­li­che Ein­wan­de­rer. Die Dif­fe­renz beträgt ca. 125.000 € für Arbeits- und Stu­di­en­mi­gran­ten und 250.000 € für Asyl- und Familienmigranten.
Für sich genom­men schei­nen nur zwei Kate­go­rien für die öffent­li­chen Finan­zen der Nie­der­lan­de gün­stig zu sein; Arbeits­mi­gra­ti­on aus west­li­chen Län­dern (außer mit­tel- und ost­eu­ro­päi­schen Län­dern), Asi­en (außer Mitt­le­rer Osten) und Latein­ame­ri­ka sowie Stu­di­en­mi­gra­ti­on aus der EU. Alle ande­ren For­men der Zuwan­de­rung sind besten­falls haus­halts­neu­tral oder haben erheb­li­che nega­ti­ve fis­ka­li­sche Auswirkungen .. "
['..As regards the net con­tri­bu­ti­on of immi­grants to public finan­ces, the­re are sub­stan­ti­al dif­fe­ren­ces be-
tween groups with dif­fe­rent migra­ti­on moti­ves as regi­stered by the Dutch Immi­gra­ti­on and Naturali-
sati­on Ser­vice (IND). Only labour migra­ti­on gene­ra­tes a posi­ti­ve net con­tri­bu­ti­on of, on average,
€125,000 per immi­grant. Stu­dy migra­ti­on shows, on avera­ge, a nega­ti­ve net con­tri­bu­ti­on of
€75,000. Fami­ly migra­ti­on shows, on avera­ge, a nega­ti­ve net con­tri­bu­ti­on of about €275,000 per im-
migrant. Asyl­um migra­ti­on shows a nega­ti­ve figu­re as well, amoun­ting to an avera­ge of €475,000 per
immigrant.
The­re are also con­sidera­ble dif­fe­ren­ces by regi­on of ori­gin. On avera­ge, Western immi­grants make a
posi­ti­ve con­tri­bu­ti­on of €25,000, while non-western immi­grants cost near­ly €275,000. Within the cat-
ego­ries Western and non-Western the­re is, howe­ver, much varia­ti­on..'
ebda.]
„Der gren­zen­lo­se Wohl­fahrts­staat“ Jan van de Beek, Hans Roo­den­burg, Joop Har­tog und Ger­rit Kref­fer, 2021, Amster­dam School of Eco­no­mics. [Link: Gren­zelo­ze Ver­zor­gings­staat]

²
".. Die Kur­di­sche Arbei­ter­par­tei PKK tritt heu­te bei ihrem Kampf für die Rech­te der Kur­den am mili­tan­te­sten auf, auch wenn sie mili­tä­risch kaum Chan­cen gegen die tür­ki­sche Armee hat. Spek­ta­ku­lä­re Aktio­nen bis hin zu Selbst­ver­bren­nun­gen und ter­ro­ri­sti­schen Anschlä­gen mar­kie­ren über Jahr­zehn­te die Poli­tik der PKK .." - so eine 'offi­zi­el­le' Dar­stel­lung im ZDF, die ich mir nicht zu eigen mache.

bookmark_borderHätten Sie's gedacht?
*update* [21.06.2021; 00:11h]

" .. Bei über 80 war’s evtl. auch Marsch­mu­sik vom Blas­or­che­ster „Alte Kame­ra­den“.. " so for­mu­lier­te ein mit­tel­al­ter Herr kürz­lich in einem Kom­men­tar. Die 80 bezog sich auf das Lebens­al­ter des Men­schen, der stö­rend lau­te Musik lau­fen hat­te und sei­ne Nach­ba­rin damit beeinträchtigte.

Immer wie­der stellt man fest, dass Men­schen mitt­le­ren Alters schwer­ste Vor­ur­tei­le gegen­über der Vor­ge­ne­ra­ti­on haben. Das liegt oft dran, dass die­se Leu­te nicht erken­nen, dass es ein Leben vor ihrem gege­ben hat, und zwar von denen, die sie nun mit ihren Vor­ur­tei­len belei­di­gen .... was für die nun 50-jäh­ri­gen als 'Musik' gilt, also Musik aus der Mit­te der 80-ziger Jah­re, ist nur ein Abklatsch des­sen, was es vor ihrer Zeit gege­ben hat. Als Musik noch eine har­mo­ni­sche Abfol­ge von Tönen war. Ein­mal ganz zu schwei­gen von klas­si­scher Musik, die dem Kom­men­ta­tor offen­bar völ­lig unbe­kannt ist und die er des­we­gen nicht als Geräusch­ur­sa­che annimmt. 

Und "Nein!" damit sind bestimmt kei­ne Mär­sche gemeint. Die wären wohl eher bei den 90-Jah­re-und-älte­ren Zeit­ge­nos­sen zu suchen, die noch in ihrer Jugend damit groß wurden.

*update*

Hal­lo Herr Neon Heselm­nann,

gera­de habe ich gese­hen, dass Sie mich nun end­gül­tig bei 'two­day' raus­ge­wor­fen haben. Anstatt sich mit der Berech­ti­gung für kri­ti­sche Anmer­kun­gen aus­ein­an­der­zu­set­zen den Kri­ti­ker raus­wer­fen - das ist die moder­ne Vari­an­te, die mit Gum­mi-Nut­zungs­be­din­gun­gen erreich­bar ist. 

Wo Sie doch selbst immer so über­legt und über­le­gen formulieren:
It's sim­ply not your f*ing business!

Ich stel­le mir amü­siert vor wie Sie Tag für Tag dar­auf gewar­tet haben
nun end­lich den Anlass zu bekom­men, mir zu zei­gen wer bestimmt
was ange­mes­se­nes und unan­ge­mes­se­nes Ver­hal­ten beim Blog­gen und kom­men­tie­ren ist:

Ha!
Da!
Endlich!
Jetzt kann ich 'wvs' end­gül­tig tilgen .... 

[Pas­sen­der Zeit­punkt, da wird mir mein heu­ti­ger 76. Geburts­tag lan­ge in Erin­ne­rung bleiben.]

Fach­lich mögen Sie gut sein, Herr Hesel­mann, als Mensch fal­len Sie durch.
Mög­li­cher­wei­se ist ihr auto­ri­tä­res Ver­hal­ten genau dar­aus zu erklären.
Inso­weit pas­sen Sie zu dem Pseu­do­po­li­ti­ker von 'ant­ville',
der nicht ein­mal mehr mit sei­nem eige­nen Namen auftritt ....

Herr Lo steht schon bereit zu applaudieren.

bookmark_borderWenn "Sicherheit" zu weit geht ....

Die ver­gan­ge­nen Tage war ich von mei­nem eige­nen Blog 'aus­ge­sperrt'!

Eine auto­masti­sier­te Funk­ti­on von fire­fox hat nicht das neue son­dern das vor­he­ri­ge Pass­wort in das ent­spre­chen­de Feld ein­ge­fügt, obwohl ich es gelöscht hat­te .... das Ergeb­nis war eine 165 Stun­den Sper­re. Wer mich kennt weiß, dass ich mit so etwas sehr, sehr schlecht umge­hen kann - ich has­se die­se Unmün­dig­keit, die man­che soft­ware-Pro­gram­me dem Nut­zer über­stül­pen, so als hät­ten sie es nur mit Idio­ten zu tun. 

Das 'work-around' war schließ­lich nach eini­gen Schimpf­an­fäl­len und schlimm­sten Ver­wün­schun­gen für all die, die sol­che Pro­gram­me schrei­ben, die selbst den Nut­zer ausschließen: 

In den Ser­ver gehen und dort die ent­spre­chen­den plug-ins für word­press deaktivieren.

Geschafft, wie man an die­sem Bei­trag sieht .... ;c)
Nun bin ich trotz der hohen Tem­pe­ra­tu­ren wie­der to-tal fröhlich.

bookmark_borderKind fragt Papa

Ein Kind fragt sei­nen Papa, das kommt viel­tau­send­fach täg­lich vor. Eben­so oft gibt jeder Papa bereit­wil­lig Ant­wort. Die Ant­wort kann mehr oder weni­ger über­zeu­gend sein. Der im car­toon dar­ge­stell­te Dia­log stellt aus mei­ner Sicht eine wenig hilf­rei­che Ant­wort des Vaters dar:

  • 1. Es ist ungün­stig ein Kind dazu anzu­hal­ten etwas zu 'glau­ben' - man soll­te ihm emp­feh­len nur das zu akzep­tie­ren, was als Tat­sa­che bewie­sen ist;
  • 2. Man soll­te auf 'Hören­sa­gen' nichts geben, son­dern sich selbst vergewissern;
  • 3. Der Vater ist ein schlech­tes Vor­bild wenn er sich als gut­gläu­big dar­stellt anstatt dem Kind auf­zu­zei­gen, dass man sich nicht unge­prüft auf die Mei­nung ande­rer Men­schen verlässt.
  • Ori­gi­nalOriginal

     

     

     

    bookmark_borderVon Relationen ....
    Oder: Preise hoch - Einkünfte stagnieren
    aber Bevölkerung wählt wieder die Parteien, die das zu verantworten haben.

    Wir "Alten" gehö­ren noch zu denen, die DM-Zei­ten erlebt haben. Wir rech­nen den Euro in DM um und sind sehr erstaunt, wenn wir den Betrag zur Kennt­nis nehmen.

    Heu­te wur­de ich wie­der ein­mal dar­an erin­nert, wel­chen rasan­ten Ver­lauf die Prei­se nach der Euro-Ein­füh­rung genom­men haben.
    Für den Preis einer Erd­beer­schnit­te - 2,95 € - umge­rech­net in die Alt­wäh­rung - 5,90 Mark - konn­te man zu DM Zei­ten einen gan­zen Erd­beer­ku­chen kaufen.

    Um ein­mal die Rela­ti­on zu verdeutlichen:
    Der Min­dest­lohn liegt der­zeit bei 9,50 € / Stun­de, das wären 19 DM. Als 'stu­den­ti­scher Hilfs­ar­bei­ter' habe ich das 1974 im Hei­zungs­bau ver­dient. Damals koste­te ein Liter Ben­zin 60 Pfen­ni­ge, heu­te dage­gen 1,65 € (ent­sprä­che 3,30 DM).


    Für eine Stun­de Arbeit hät­te ich vor ca. 50 Jah­ren bei glei­chem Stun­den­lohn (!) einen gan­zen Erd­beer­ku­chen kau­fen kön­nen - heu­te bekommt man dafür drei Erdbeerschnitten.

     
    Zu die­ser Zeit koste­te ein Reihen(-mittel-)haus mit 140 m² ca. 55.000 DM; das glei­che Haus, im glei­chen Ort, ein wenig außer­halb von Han­no­ver gele­gen, kostet heu­te 280.000 € und für einen Neu­bau mit glei­cher Grö­ße zahlt man dort 360.000 €.

     

    PS:
    Ein gan­zer Erd­beer Cheese­ca­ke von Cop­pen­rath & Wie­se (jetzt Dr. Oet­ker) kostet 4,99 €

    bookmark_borderEin Video, wie versprochen ....

    Vor ein paar Tagen hat­ten wir das The­ma "Ana­nas zer­tei­len" und ich habe erklärt, dass ich die Tei­lung in Vier­tel nicht so gün­stig fin­de und selbst lie­ber in Sech­stel tei­le .... dazu woll­te ich ein Video auf­neh­men - und nun ist es fertig:

    bookmark_borderJetzt kommt die 'perfekte' Welle ...?

    Es gibt, wie hin­rei­chend bekannt, eine Fül­le von Blogs die sich mit dem Rei­sen befas­sen. Rei­sen ist eine Beschäf­ti­gung für jung und alt - so jeden­falls erscheint es mir als Leser in die­sen Blogs. Und ich muss zuge­ben, es sind viel­fach inter­es­san­te Bil­der und Hin­wei­se, die denen, die rei­sen wol­len, wirk­lich hel­fen können.


    Was aber oft ver­nach­läs­sigt wird ist die Fra­ge, wie die Rei­sen­den von der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung im Rei­se­land betrach­tet und auf­ge­nom­men wer­den. Die vie­len bun­ten und anspre­chen­den Blogs zum The­ma "Rei­sen" klam­mern immer aus was rund­her­um vor­geht, auf wel­chem Niveau die arbei­ten­de Bevöl­ke­rung des Rei­se­ge­bie­tes arbei­tet und verdient.
    Wäh­rend die Tou­ri­sten ein üppi­ges, mehr­gän­gi­ges Menü ver­spei­sen, sit­zen ein paar Kilo­me­ter ent­fernt oft die Men­schen auf Lehm­bo­den und haben außer einer Schüs­sel Reis und etwas Gemü­se nichts wei­ter zu essen.
    Bei Hin­wei­sen, die so for­mu­liert sind: "Las­sen Sie Wert­ge­gen­stän­de, Uhren, Rin­ge und son­sti­gen Schmuck im Hotel und füh­ren Sie nur Kopien der Päs­se mit sich." soll­ten Sie als erwar­tungs­vol­le Rei­sen­de ein­mal dar­über nach­den­ken WARUM die­ser Rat erteilt wird!
    Wenn Sie in ein Land rei­sen, des­sen Spra­che Sie nicht ver­ste­hen, wie wol­len Sie dann mehr als Sehens­wür­dig­kei­ten betrach­ten? Sie wer­den nichts über die Lebens­um­stän­de der dort leben­den Bevöl­ke­rung erfah­ren - außer natür­lich ein paar Folk­lo­re­dar­bie­tun­gen als Abendunterhaltung. 

     

    Nun bin ich aber schon wie­der abge­schweift, denn ich woll­te ja den Trend - so wie er sich für mich dar­stellt - erklä­ren. Es wird ein gewal­ti­ger Abschwung kom­men. Die Eupho­rie der Öff­nung nach der Pan­de­mie hat wohl zunächst einen Boom bei den Rei­sen zur Fol­ge - dann aber wird die Wel­le zusam­men­bre­chen und Vie­le wer­den sich dar­auf besin­nen, dass Rei­sen immer Vie­les an Vor­be­rei­tun­gen erfor­dern. Etwas, das man bei kur­zen Trips in die nähe­re Umge­bung nicht beden­ken muss. Dazu kom­men die oft lang­wie­ri­gen Abläu­fe bis man - end­lich - am Ziel ange­kom­men ist. 

    Den letz­ten 'Todes­stoß' bekommt die Rei­se­wel­le durch das gestie­ge­ne und noch wei­ter stei­gen­de Umwelt­be­wusst­sein der jün­ge­ren Gene­ra­tio­nen. Die rei­sen nicht mehr als Tou­ri­sten für weni­ge Tage oder Wochen, die rei­sen als 'digi­tal nomads'. Arbei­ten an wech­seln­den Pro­jek­ten für wech­seln­de Auf­trag­ge­ber, wäh­rend sie frem­de Län­der inten­siv erkun­den, unter den Ein­hei­mi­schen leben, und sich auf deren Ebe­ne des Kon­sums begeben.

    Die Luxus­res­sorts wer­den nicht leer wer­den, aber ihre Zahl wird erheb­lich schwin­den. Das viel geprie­se­ne Dubai ist da ein gutes Bei­spiel: Man kann dort­hin zu Dum­ping­prei­sen oder Son­der­an­ge­bo­ten flie­gen - und dann?
    Ab in die umlie­gen­de Wüste wenn man des Glan­zes & Gla­mours satt ist?

    "Aber die Senio­ren, die haben doch ihr Leben lang dar­auf gewar­tet end­lich gro­ße Rei­sen unter­neh­men zu kön­nen!" wer­den Sie den­ken. Ich ver­ra­te Ihnen 'mal wie das bei mir war und was ich zuneh­mend von Men­schen mei­nes Alters höre:

    Zuerst wird ganz wild die neue Frei­heit, die Unab­hän­gig­keit von Sai­son­zu­schlä­gen genutzt. Dann, im Ver­lauf der Jah­re, wer­den die Rei­sen immer weni­ger, und nun heißt es oft "War­um soll ich mir die­se Stra­pa­zen noch antun, wenn ich Berich­te aus allen ent­fern­te­sten Ecken der Welt durch die elek­tro­ni­schen Medi­en nach Hau­se gelie­fert bekomme?" 

    "Been the­re, done that!" sagen die Ame­ri­ka­ner - und ja, das ist eine tref­fen­de Zusam­men­fas­sung. Rei­sen Sie lie­ber - über­legt - wäh­rend Sie noch jün­ger sind ....

    bookmark_borderDer Kuchenwurm

    Gestern habe ich wie­der ein­mal Kuchen gebacken. Nicht so Pi*Daumen¹ die Zuta­ten zusam­men­ge­schüt­tet wie das mei­ne Mut­ter immer mach­te, son­dern hübsch 'ordent­lich' mit einer Back­mi­schung - da gelingt selbst dem unge­üb­ten Kuchen­bäcker was sonst nur mit viel Rou­ti­ne geschafft wird.

    Völ­lig unspek­ta­ku­lä­re Zuta­ten, eine gro­ße Tüte mit der Grund­mi­schung, eine klei­ne­re Tüte mit Scho­ko­stück­chen, eine Tüte mit fester Scho­ko­mas­se, die noch vor der Nut­zung erwärmt wer­den soll­te. Zur Back­mi­schung noch drei Eier, 250 g But­ter und 100 ml Milch. Das kam nach und nach in die Küchen­ma­schi­ne und nach fünf Minu­ten war der Teig gut durch­ge­mischt, die Kon­si­stenz zäh­flüs­sig und nach der Anlei­tung nun fer­tig für die Kuchenform.

    Da ich nicht gern die Kasten­form benut­ze habe ich einen Back­rah­men auf Back­pa­pier gestellt und auf dem gro­ßen Blech mit dem Teig dar­in in den Ofen geschoben.
    Der fer­ti­ge Kuchen wur­de nach ca. 35 Minu­ten auf das Kuchen­git­ter gepackt und nun kam die 'Ver­zie­rung': Zucker­guss, gut ver­teilt über die Ober­flä­che mit einem Back­pin­sel und dann die ver­flüs­sig­te Scho­ko­la­de .... und ich gebe zu, das Muster wur­de sehr 'abstrakt'. Mei­ne Frau sah es sich an und schüt­tel­te den Kopf.

    Dann der - in mei­nen Augen beste - Moment:
    Es wur­de der Kuchen ange­schnit­ten und je ein Stück auf die Tel­ler geschoben.
    O Lohn des Auf­wan­des, köst­li­cher Stracciatellakuchen!

    Nach drei Hap­pen spuckt mei­ne Frau den letz­ten Bis­sen aus und ruft entsetzt
    "Da war 'was läng­li­ches drin - ein Kuchen­wurm, igitt!"

    Eine nähe­re Unter­su­chung ergab .... nichts.

    Der Kuchen­wurm muss - ob sei­ner Ent­deckung - das Wei­te gesucht und sich ver­flüch­tigt haben. 

    ¹ π*Daumen

    bookmark_borderRevolution in Deutschland? Undenkbar ..!?

    Es gab - über die letz­ten 200 Jah­re betrach­tet - man­chen Auf­stand im Lan­de, aber so eine 'rich­ti­ge' Revo­lu­ti­on haben die Deut­schen nie hin­be­kom­men. Ich erin­ne­re noch eine Stel­le aus Tho­mas Manns Bud­den­brooks, [Zitat]

     
    ".. Kon­sul Bud­den­brook tritt ihnen ent­ge­gen. Er spricht einen 22-jäh­ri­gen Lager­ar­bei­ter sei­ner Fir­ma an, der in vor­der­ster Rei­he steht:
    „Nu red’ mal, Carl Smolt! Nu is’ Tied! Ji heww hier den lee­wen lan­gen Namid­dag bröllt” […] Smolt, wat wull Ji nu eent­lich! Nu seg­gen Sei dat mal!“
    „Je, Herr Kunsel, ick seg man bloß: wi wull nu ’ne Repu­bli­ke, seg ick man bloß …“
    „Öwer du Dös­kopp … Ji heww ja schon een!“
    „Je, Herr Kunsel, denn wull wi noch een .."
    [Zitat Ende]
    Die Revo­lu­ti­on fiel dann wegen Lächer­lich­keit aus.
     


    Gefähr­lich wur­de aller­dings die Samm­lungs­be­we­gung um den SDS und Rudi Dutsch­ke, der als Vor­den­ker und Leit­fi­gur prä­zi­se zu for­mu­lie­ren ver­moch­te und über­wie­gend ver­ständ­lich dar­zu­stel­len wuss­te wor­an das Staats­sy­stem in den 60ziger Jah­ren man­gel­te und wie sich die im wach­sen befind­li­che Par­tei­en­struk­tur zu Ungun­sten der Bevöl­ke­rung zu eta­blie­ren begann - mit Regeln und Vor­ga­ben, die das eige­ne Stre­ben ver­fe­sti­gen sollten.
    Was, blickt man heu­te auf die ver­filz­ten Struk­tu­ren, durch­aus als gelun­gen ange­se­hen wer­den muss.
     

     

    Aus der Tat­sa­che, dass nach kürz­lich ver­öf­fent­lich­ten Papie­ren aus USA bekannt wur­de, dass Dutsch­ke lang­jäh­rig von US Geheim­dien­sten beob­ach­tet wur­de und man befürch­te­te er wol­le in die USA emi­grie­ren, hat sich die Vor­stel­lung ent­wickelt, das Atten­tat auf ihn kön­ne nicht die Tat eines Ein­zel­nen 'rech­ten' Atten­tä­ters gewe­sen, son­dern von den USA initi­iert wor­den sein. Eine Ver­bin­dung zwi­schen dem Atten­tä­ter Bach­mann und der NPD wur­de zwar nach­ge­wie­sen, nicht jedoch ein Auf­trags­mord durch die­se rech­te Par­tei. Ins­be­son­de­re die Tat­sa­che, dass der Atten­tä­ter ".. jedoch am 24. Febru­ar 1970 im Gefäng­nis im sech­sten Ver­such Sui­zid .." beging gab der The­se neu­en Auf­trieb Dutsch­ke sei auf Geheim­dienst­ge­heiß ange­schos­sen wor­den. Ist es nicht ver­wun­der­lich, dass so vie­le Per­so­nen unter unauf­zu­klä­ren­den Umstän­den Selbst­mord bege­hen, wenn sie etwas aus­sa­gen könn­ten, das herr­schen­de Poli­ti­ker / Regie­run­gen / Kor­po­ra­tio­nen bloß­stel­len könnte?

     
      [Quel­le: screen­shot]

     

    Hät­te Dutsch­ke eine Chan­ce gehabt die sich noch ent­wickeln­de Repu­blik nach links aus­zu­rich­ten wenn er nicht durch die Tat schwer beein­träch­tigt wor­den wäre?
    Schwer zu sagen.
    Bestimmt war er der Mensch mit den ent­schei­den­den Fähig­kei­ten, die nötig sind, um Mas­sen zu bewegen.
    Dabei aber kein "Dem­ago­ge" im her­kömm­li­chen Sinn, son­dern stets am Wohl der All­ge­mein­heit ori­en­tiert und immer so dar­ge­stellt, wie es die tat­säch­li­che Absicht war. Beson­ders die "Sprin­ger-Pres­se", mit Flagg­schiff BILD, stell­te das ver­zerrt und rück­wärts­ge­wandt als lin­ke Revo­lu­ti­ons­ab­sicht dar. Man erging sich in Lügen - weil das natür­lich viel ein­fa­cher war als sich inhalt­lich, argu­men­ta­tiv aus­ein­an­der­zu­set­zen. Revo­lu­tio­när war ledig­lich, dass eine Bewe­gung mit füh­ren­dem Kopf Dutsch­ke stand, die das All­ge­mein­wohl vor den 'Unter­neh­mens­pro­fit' einordnete. 

    Der SWR hat ein fünf­tei­li­ges Inter­view von Dutsch­ke durch Gün­ter Gaus aus­ge­strahlt, das auf you­tube ver­füg­bar ist. Eine Kopie liegt in mei­nem Ser­ver­space - nur für den Fall, dass die Serie mög­li­cher­wei­se bei you­tube nicht mehr ver­füg­bar sein soll­te. In die­sem Fall ände­re ich den Link. 

    bookmark_borderVon "Motivation" und "Erkenntnis" ....

    Die­ser car­toon stammt aus dem Jahr 2005 - und ist so aktu­ell als wäre er erst kürz­lich gezeich­net wor­den. Wir wis­sen ja um das 'Körn­chen Wahr­heit', das in Sar­kas­mus steckt. Mehr oder weni­ger. Hier beson­ders bissig.

    Ori­gi­nalOriginal

     

     

     
    Noch lie­ber wäre mir gewe­sen, wenn der Zeich­ner
    statt­des­sen for­mu­liert hät­te
    "..und dann hat er 'face­book' entdeckt!"

     

    bookmark_borderAntwort auf eine nicht gestellte Frage

    Wie Ihnen, lie­be Lesen­de, sicher bekannt ist, nut­zen die mei­sten Web­logs - wie auch ande­re im Inter­net ver­öf­fent­lich­te Infor­ma­ti­ons­lei­stungs­er­brin­ger (!) - den Dienst so-genann­ter "coun­ter", was zu Deutsch bedeu­tet "Zähl­ein­rich­tun­gen". Allein aus der Fül­le die­ser ein­schlä­gig arbei­ten­den Dien­ste ergibt sich schon, dass es sich hier um die Befrie­di­gung einer wesent­li­chen mensch­li­chen Eigen­schaft, näm­lich der NEUGIERDE, handelt.

    Zu dis­ku­tie­ren wäre natür­lich ob es immer oder mög­li­cher­wei­se nur ein­ge­schränkt mög­lich sein soll­te die­sem Begeh­ren nach Befrie­di­gung der NEUGIER nach­zu­kom­men, oder ob die Mög­lich­keit der Erfül­lung erst dazu bei­trägt, dass die NEUGIER per­p­etu­iert oder gar beför­dert wird. Doch das, lie­be Lesen­de, wird bes­ser in einem extra dafür zum schrei­ben­den Arti­kel zu erör­tern sein.

    Wie Sie, lie­be Lesen­de, nun rich­tig ver­mu­ten, habe ich als Mensch genau die­se - sagen wir nor­mal aus­ge­präg­te - Nei­gung, mir Zugang zu Infor­ma­tio­nen zu ver­schaf­fen, wer wie lan­ge und was von dem kon­su­miert, was hier ange­bo­ten wird. Die ein­gangs benann­te Viel­zahl der Anbie­ter schmilzt schnell auf eini­ge weni­ge ver­blei­ben­de Unter­neh­men zusam­men wenn man die hier­zu­lan­de gel­ten­den Per­sön­lich­keits­rech­te für die Arbeit sol­cher Dien­ste zugrun­de legt:

    Sie set­zen der o.g. NEUGIER nach Ein­zel­hei­ten wesent­li­che Hür­den ent­ge­gen, die zu über­schrei­ten hef­ti­ge juri­sti­sche Fol­gen haben könn­te, wes­we­gen sich die Infor­ma­ti­ons­samm­ler über­wie­gend zurück­hal­ten und die recht­li­chen Gren­zen ein­zu­hal­ten ver­su­chen. Nicht nur das, ihre Arbeit auch tat­säch­lich in den gesetz­lich gestal­te­ten Gren­zen halten. 

    Ein Rät­sel ist es mir nach wie vor - und ich bit­te Sie, lie­be Lesen­de, mir die­sen kur­zen Exkurs zu gestat­ten - wie sol­che Unter­neh­men sich finan­zie­ren, denn ich sehe bei­spiels­wei­se bei mir (dank tat­säch­lich arbei­ten­der Ad-Blocker) kei­ne Wer­bung. Das müss­te doch Wer­be­trei­ben­den bekannt sein - und sie zu der ein­zig betriebs­wirt­schaft­li­chen Erkennt­nis füh­ren, in sol­che "coun­ter" kei­ne Wer­bung zu setzen.

    Wovon also leben die­se Fir­men, die "coun­ter" kosten­los zur Ver­fü­gung stellen?

    Wenn Sie, lie­be Lesen­de, nun dach­ten DAS sei die in der Über­schrift auf­ge­wor­fe­ne Fra­ge, so muss ich Sie ent­täu­schen. Dar­um geht es nicht, ich bin nur - wie­der ein­mal mehr - von dem zunächst geplan­ten Kon­zept für die­sen Arti­kel abge­wi­chen. Habe Sie - was mich tat­säch­lich hin und wie­der betrübt wenn ich alte Arti­kel von mir noch­mal lese - zwar nicht in die Irre, so doch auf Abwe­ge geführt. Da Sie mir aber die Treue hal­ten und immer 'mal wie­der her­kom­men und lesen und kom­men­tie­ren gehe ich aller­dings davon aus, dass Sie das mei­nem fort­ge­schrit­te­nen Alter und der dar­aus resul­tie­ren­den, nach­las­sen­den Kurz­zeit­er­in­ne­rung zuschrei­ben, und dass es Sie grund­sätz­lich nicht stört.

    Die Fra­ge um die es geht ist "Wie vie­le Besu­cher lesen denn über­haupt das hier ange­bo­te­ne Sam­mel­su­ri­um von Gedan­ken zur Zeit?" und ich hät­te das in zwei Zei­len samt einem Bild, das hier wei­ter unten ange­zeigt wird, berich­ten kön­nen. Dann wäre Sie ver­mut­lich nur ein paar Sekun­den hier gewe­sen, hät­ten das Bild ange­se­hen, sich die­se oder jene Gedan­ken gemacht - und wären ent­täuscht gewe­sen mit einem Gedan­ken­split­ter abge­fer­tigt wor­den zu sein, wo Sie doch eine umfang­rei­che­re Erör­te­rung erwar­tet hatten.

    In den drei Jah­ren, die ich nun die­sen "counter"-Service mit der Bezeich­nung "Bloggerei.de" benut­ze, sind 42.000 Besu­cher hier gewe­sen. Das waren pro Jahr 14.000, pro Monat ca. 1.167, und pro Tag ca. 39 'ech­te' Besuche.