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bookmark_borderGesetzliche Inhumanität

Das Geord­ne­te-Rück­kehr-Gesetz ist ein wei­te­res Glied in einer Ket­te von Unge­schick­lich­kei­ten und gro­ben Feh­lern, die die SPD in den Jah­ren seit der ersten Regie­rung Schrö­der gemacht hat. So ist denn nun von der füh­rer- und wohl auch ziel­lo­sen Par­tei fol­gen­des zu lesen:

" .. Dem Absturz der Par­tei in den Mei­nungs­um­fra­gen folg­te bei der Abstim­mung am 7. Juni auch der Absturz der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on in die tota­le Rück­grat­lo­sig­keit. Die Frak­ti­on hat sich offen­bar der „Das Boot ist voll“-Rhetorik von AfD und CDU unter­wor­fen. Das jetzt beschlos­se­ne Gesetz ist nichts als ver­ord­ne­te Inhumanität .. "

Wenn die Frau Kanz­le­rin in ihrer Regie­rungs­zeit etwas rich­tig gemacht hat, dann war es die Öff­nung der Gren­zen für Asyl­su­chen­de in ihrer Not! Jede ande­re Hand­lungs­wei­se ist falsch - wir haben über Jahr­zehn­te - direkt oder indi­rekt - von den armen Län­dern pro­fi­tiert. Nun war es an der Zeit etwas zurück zu geben.

Aller­dings fehl­te ein Aspekt, der weit­aus wich­ti­ger gewe­sen wäre:
Den Ame­ri­ka­nern, die für die end­lo­sen Krie­ge und Schar­müt­zel rund um den Glo­bus ver­ant­wort­lich sind, die rote Kar­te zu zei­gen. Anstatt wei­ter zu hofie­ren und mit immer mehr Geld zu finanzieren: 

Raus­wer­fen aus Deutschland!

Von Frau Kramp-Kar­ren­bau­er oder ande­ren Per­so­nen in der der­zei­ti­gen Füh­rung der Nati­on ist es aller­dings nicht zu erwarten.

bookmark_borderEnergiewende ..!?


Beim Stö­bern stieß ich auf fol­gen­den Arti­kel in "SPEKTRUM"
Kaf­fee: Dann halt gese­gelt von Chri­sti­an Eich­ler [Mis­si­on Energiewende].

Kurz gesagt geht es um Kaf­fee, der von Coope­ra­ti­ven pro­du­ziert wird und dann per Segel­schiff aus Nica­ra­gua nach Ham­burg ver­schifft wer­den soll - 'ver­schifft wird' könn­te man sagen, denn das Schiff ist seit März unter­wegs und wird im Juli erwartet.

Der so pro­du­zier­te und gehan­del­te Kaf­fee wird ca. 30€ pro Kilo kosten, das ist das Dop­pel­te bis Drei­fa­che des­sen, was anson­sten für unge­mah­le­nen Kaf­fee ver­langt wird.
Das fin­de ich - wenn man den Gedan­ken der Kli­ma­neu­tra­li­tät und der fai­ren Bezah­lung der Kaf­fee­bau­ern zugrun­de legt - nicht unbe­dingt zu teu­er. Aller­dings wird es für vie­le Men­schen, beson­ders Gering­ver­die­ner, uner­schwing­lich sein.

Wenn es vor­ran­gig um die CO2-Bilanz geht ist das OK, irgend­wo muss ja schließ­lich ange­fan­gen wer­den. Da fällt mir aber so man­cher übler Ver­schmut­zer ein, der nutz­los die Umwelt ver­saut und den man viel­leicht bes­ser dazu zwin­gen soll­te sich ein­zu­schrän­ken: Das Mili­tär!

Nutz­los, sinn­los, gefähr­lich - und was da an Dreck pro­du­ziert wird stellt alle von Haus­hal­ten ver­ur­sach­ten Emis­sio­nen in den Schatten.

bookmark_borderGenerationen

Eine Fol­ge von Fei­er­ta­gen nut­zen Men­schen sehr ver­schie­den. Ich nut­ze sie wie ande­re Tage an denen die Betrieb­sam­keit drau­ßen abebbt: Mit stö­bern im Inter­net, lesen und - schla­fen. An vie­len Tagen schla­fe ich sonst nur vier bis höch­stens fünf Stun­den am Stück, da ist es ganz prak­tisch zu sol­chen Gele­gen­hei­ten eine Extra­schicht 'Schlaf' einzulegen.

Als ich heu­te aus dem Mit­tags­schlaf auf­wach­te muss­te ich an Gene­ra­tio­nen den­ken - wahr­schein­lich wirk­te da immer noch nach, dass ich vor dem Ein­schla­fen an die kürz­lich durch­ge­se­he­nen Bil­der von mei­nen Enkeln gedacht hat­te und im Zuge des­sen über Gene­ra­tio­nen sinnierte ....

Bei uns Men­schen sind die Gene­ra­tio­nen ver­gleichs­wei­se lang, und zwar in Abhän­gig­keit von unse­rer Natio­na­li­tät. Eine Gene­ra­ti­on wird defi­niert von dem Zeit­punkt, an dem Kin­der gebo­ren wer­den, bis zu dem Zeit­punkt, an dem die­se Kin­der dann selbst Kin­der bekom­men. Genau­er defi­niert rech­net man so:
Der Alters­durch­schnitt aller Kin­der einer Mut­ter oder eines Vaters zu deren Alter in Jah­ren - man erkennt, dass das zwei ver­schie­de­ne Wer­te annimmt, wenn die Eltern nicht gleich alt sind. In der Tat erge­ben sich so bis zu sie­ben Mut­ter­ge­ne­ra­tio­nen auf sechs Vatergenerationen.

Ein beson­de­rer Aspekt ist dabei der Ver­lauf die­ser Zah­len in den Jahr­hun­der­ten seit man es auf­ge­zeich­net hat bzw. aus den vor­han­de­ne Urkun­den berech­nen konn­te. Der Ver­gleich ist dadurch nicht ganz kor­rekt - weil in Zei­ten vor den Errun­gen­schaf­ten die wir heu­te 'moder­ne Medi­zin' nen­nen, durch die Sterb­lich­keit die wah­re Gene­ra­ti­ons­ra­te ver­än­dert wur­de, bzw. mit den heu­ti­gen Ver­hält­nis­sen nur bedingt ver­gleich­bar ist.

WIKIPEDIA bezif­fert den Gene­ra­tio­nen­ab­stand für 1800 auf 30 Jah­re, für 1875 auf 34,5 Jah­re, und für das frü­he 20. Jahr­hun­dert auf 25 Jah­re. Dar­aus ergibt sich, wie vie­le Gene­ra­tio­nen im Mit­tel in einer Fami­lie vor­han­den sein kön­nen: Fünf (Urgroß­mutter = 100; Groß­mutter = 75; Mut­ter = 50; Toch­ter = 25; Kind 'Säug­ling'.) Tat­säch­lich gibt es - natür­lich wie­der bei WIKIPEDIA - ein Bei­spiel in dem es in einer Fami­lie sie­ben Gene­ra­tio­nen waren.

Von die­ser Betrach­tung abge­se­hen gibt es noch eine mehr natur­wis­sen­schaft­li­che Sicht auf die Gene­ra­tio­nen. Wenn näm­lich in einer Art die Gene­ra­tio­nen schnell hin­ter­ein­an­der fol­gen, dann wer­den Ver­än­de­run­gen in der Erb­infor­ma­ti­on (Muta­tio­nen) schnel­ler sicht­bar und bestim­mend für den wei­te­ren Bestand die­ser Spe­zi­es. Das kann sich posi­tiv oder nega­tiv aus­prä­gen, je nach­dem wie die Ver­än­de­rung aus­ge­stal­tet ist. Der Erfolg oder Miß­er­folg prägt dann das wei­te­re Schick­sal die­ser Art: Über­wie­gen die posi­ti­ven Merk­ma­le, so wird die­se Spe­zi­es Bestand haben, wenn nicht stirbt sie aus. Sol­che Pro­zes­se sind unter­schied­lich lang, als Faust­re­gel kann man sagen "Schnel­le Gene­ra­ti­ons­fol­ge lässt gene­ti­sche Ver­än­de­run­gen schnel­ler sicht­bar wer­den und bestimmt damit das Schick­sal einer Spezies".

Für den Men­schen ist noch eine Fra­ge ungeklärt:
Wie vie­le Men­schen ver­trägt der Planet?


Eine nähe­rungs­wei­se Dar­stel­lung der Gene­ra­tio­nen erhält man nur indi­rekt über die jewei­li­ge Abhän­gig­keits­zahl ¹ eines Lan­des, wobei Abhän­gig­keit von jün­ge­ren Gene­ra­tio­nen, von älte­ren Gene­ra­tio­nen, oder bei­dem vor­han­den sein kön­nen (sie­he Legende).

Nach den Schät­zun­gen der Fach­wis­sen­schaft­ler sind wir schon an dem Punkt der Über­be­völ­ke­rung ange­kom­men, min­de­stens ist die Ver­tei­lung der Lebens­grund­la­gen nicht so, dass alle gebo­re­nen Men­schen auch ernährt wer­den kön­nen. Selbst wenn das gege­ben wäre, bleibt noch die Fra­ge wie vie­le Kin­der sinn­vol­ler Wei­se gebo­ren wer­den soll­ten - die­se Zahl ist, wie man heu­te weiß, an die Auf­klä­rung und den Wohl­stand der Eltern­ge­nera­ti­on gebunden: 

Arme und wenig gebil­de­te Men­schen haben mehr Kin­der als bei einer Gesamt­be­trach­tung der Erd­be­völ­ke­rung sinn­voll erscheint.


¹ ".. The world popu­la­ti­on will reach 9.9 bil­li­on by 2050, up 2.3 bil­li­on or 29 per­cent from an esti­ma­ted 7.6 bil­li­on peo­p­le now, accor­ding to pro­jec­tions by Popu­la­ti­on Refe­rence Bureau (PRB) inclu­ded in the 2018 World Popu­la­ti­on Data Sheet .."
[Quel­le: http://www.worldpopdata.org/]

 

Da man nie­man­dem vor­schrei­ben kann wie die gezeug­te Kin­der­zahl sein soll hilft hier nur der Auf­klä­rungs- und Erzie­hungs­ein­satz um das Wis­sen zu erwei­tern und so die Kin­der­zahl zu reduzieren.

¹ ".. What Is a Depen­den­cy Ratio?
A depen­den­cy ratio is the num­ber of peo­p­le in a depen­dent age group (tho­se under age 15 or ages 65 and older) divi­ded by the num­ber in the working-age group (ages 15 to 64), mul­ti­pli­ed by 100. For instance, a child depen­den­cy ratio of 45 means the­re are 45 child­ren for every 100 working-age individuals .."

bookmark_borderForderungen: Zum Zusammenspiel zwischen Staat und (organisierter) Religion

.... und den Fol­gen für das sozia­le Gefü­ge, in dem sich dadurch ande­re Inter­es­sen­grup­pen ermu­tigt füh­len ähn­li­che Son­der­lei­stun­gen für sich zu fordern.

Unser Staats­we­sen ist weit ent­fernt davon *Sozia­le Markt­wirt­schaft* oder gar *Sozia­lis­mus* zu sein. Es herrscht ein als *demo­kra­tisch* gela­bel­ter Popu­lis­mus vor, der - vor­der­grün­dig nur 'ver­meint­lich', in Wahr­heit 'total sicher' - die jahr­zehn­te­lan­ge Poli­tik so aus­ge­stal­tet hat: 

Ver­steckt von vie­len Armen neh­men und es den Rei­chen geben - und blu­mig das Gegen­teil behaup­ten, in der Gewiss­heit, dass es nicht Vie­le gibt, die den Umver­tei­lern auf die Schli­che kommen.

Ist es gerecht­fer­tigt, das so zu for­mu­lie­ren und wenn "Ja", ist es dann eine Ver­pflich­tung dazu auf­zu­ru­fen, etwas am poli­ti­schen System, an der Aus­ge­stal­tung des Staats­we­sens, an der Art und Wei­se wie der Staat funk­tio­niert zu ändern, um die­sem Zustand zu beenden?

Wenn wir Gegen­po­si­tio­nen nen­nen - wozu rufen wir auf?
Die Macht der Geschol­te­nen zu brechen?
Die Macht der Geschol­te­nen zu übernehmen?
Die Macht Eini­ger über Ande­re end­gül­tig auszuschalten?

Reli­gi­on ist hier nur ein Bei­spiel für For­de­run­gen und deren Erfül­lung durch den Staat:
Wozu führt *per­sön­li­cher Glau­be* für die Gläubigen?
Sie dür­fen - neben den ver­spro­che­nen Beloh­nun­gen wie 'ewi­ges Leben' und 'Para­dies' - für ihren Glau­ben Son­der­kon­di­tio­nen erwar­ten, sie wer­den in vie­len Berei­chen auch heu­te noch bevor­zugt, hofiert, her­aus­ge­ho­ben. Das alles ohne jede per­sön­li­che LEISTUNG, ledig­lich auf Grund einer Gruppenzugehörigkeit.

Sie tra­gen die Sor­ge um Gebrech­li­che, Arme, Alte, ganz Jun­ge als *Schild* gegen die Regeln vor sich her, die für die All­ge­mein­heit ganz selbst­ver­ständ­lich GÜLTIG sind.

Es freut mich wenn eine Über­zeu­gung FÜR jeman­den wirkt und er damit glück­lich ist. Es freut mich nicht, wenn die­se Per­son aus die­ser Über­zeu­gung beson­de­re Rech­te oder Pri­vi­le­gi­en herleitet.
Schon des­we­gen nicht, weil der Glau­be an eine all­mäch­ti­ge Kraft, die über uns bestimmt und wacht, eine mir unver­ständ­li­che Gut­gläu­big­keit, eine kind­li­che Naї­vi­tät und einen Beweis für man­gel­haf­te natur­wis­sen­schaft­li­che Bil­dung darstellt.

Das ins­ge­samt ist frei­lich für die jetzt Herr­schen­den eine gute Sache, denn wer nicht mit zwei Füßen auf der Erde steht und an höhe­re Wesen glaubt wird auch die "welt­li­che Obrig­keit" nicht in Fra­ge stellen.

[Revi­dier­te Fas­sung; Erst­ver­öf­fent­li­chung 16.03.2019 um 12:00h]


 

bookmark_borderHere-Too ..?!

Wer sich jetzt ange­sichts des Skan­dals um den FPÖ Vor­sit­zen­den auf's hohe Ross set­zen will sei gewarnt:

Wenn in einem EU Land die fin­ste­ren Machen­schaf­ten von Par­tei­mit­glie­dern hin­ter den Kulis­sen auf­ge­deckt wur­den bedeu­tet das nicht etwa, dass das eine gro­ße Aus­nah­me wäre.
Wo einer der Mäch­ti­gen (?) erwischt wur­de haben vie­le ande­re min­de­stens genau so viel Dreck am Stecken - und der Beweis dafür liegt auf der Hand:

Niemand will *whist­le­b­lower*
bes­ser schüt­zen als bisher.


 

Das kann doch nur bedeu­ten, dass die Befürch­tung besteht selbst eines Tages das Pro­blem zu haben *geoutet* zu wer­den, selbst am Pran­ger zu ste­hen. Fällt es ihnen auf, lie­be Lesen­de, wie weni­ge Poli­ti­ker - außer den in Öster­reich betrof­fe­nen - sich zu die­sem Skan­dal äußern?

Wie sagen uns die Poli­ti­ker immer wenn wir Beden­ken wegen der Staats­schnüf­fe­lei vor­brin­gen? "Wer nichts zu ver­ber­gen hat ...." Wir Bür­ger in Mas­se haben nichts zu ver­ber­gen - die­je­ni­gen, die etwas zu ver­ber­gen haben ver­hin­dern aller­dings, dass sie selbst zum Gegen­stand inten­si­ver Beob­ach­tung oder Unter­su­chung werden.

Da braucht man kein Geni­us zu sein
um zu ver­ste­hen warum.

Hin­weis: °°
Ab 22.Oktober letz­ten Jah­res wur­de per *crowd­fun­ding* ein Maga­zin namens "DOSSIER" [Wien] ver­kauft - das es damals noch nicht gab, und des­sen erste, mono­the­ma­ti­sche Aus­ga­be den Titel "Wer hat Angst vor der Kro­nen Zei­tung? Wie ein Bou­le­vard­blatt Öster­reich regiert; №1 | 4/2019 hat. Ich habe damals 52€ zuge­sagt und wur­de so 'Mit­glied' - das kön­nen Sie auch wer­den, oder nur das näch­ste Maga­zin bestel­len¹ → https://crowdfunding.dossier.at/

PS
Ich kann nicht ver­heh­len, dass es mich beson­ders beim Herrn FPÖ-Chef und Vize­kanz­ler Öster­reichs, Heinz-Chri­sti­an Stra­che, freut, dass er erwischt wur­de. Nun wird hof­fent­lich die Rech­te im EU Par­la­ment ins­ge­samt geschwächt.

¹ nur das Maga­zin kau­fen – 20 Euro (inkl. Versand)

bookmark_borderPrivatschulen

[Quel­le des Bild­zi­ta­tes: " .. Fund­stück des Tages .."]

Ich hat­te aus dem Stu­di­um zwei Freun­de die an Pri­vat­schu­len eine Anstel­lung fan­den. Einer in Süd­deutsch­land, am Boden­see, mit einem Hauch von Exklu­si­vi­tät, der ande­re an einer kon­fes­si­ons­ge­bun­de­nen Insti­tu­ti­on von welt­wei­tem Ruf mit ange­schlos­se­nem Internat.

Der Unter­schied bei­der Arbeits­plät­ze hät­te nicht grö­ßer sein kön­nen. Ging es doch beim einen Fall um 'höhe­re Gesell­schaft' (oder was man dazu auch immer sagen wür­de), im ande­ren Fall um Wei­ter­füh­rung einer Jahr­hun­der­te alten Tradition.

Wenn ich also von Pri­vat­schu­len lese erzeugt das eine gewis­se Auf­merk­sam­keit weil ich mit dem The­ma schon frü­her inten­siv in Ver­bin­dung kam. Selbst­ver­ständ­lich ist klar, dass es im Lau­fe der Jahr­zehn­te gesell­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen gege­ben hat. Die betra­fen eher kir­chen­na­he Insti­tu­tio­nen, nicht aber die 'eli­tä­ren Lehr­an­stal­ten für exklu­si­ve Krei­se'. Denn deren Auf­ga­be ist es nach wie vor eine (ver­meint­li­che) Éli­te zu bil­den, die spä­ter ein­mal die Geschicke des Lan­des - wenn auch meist unsicht­bar oder wenig­stens mit wenig öffent­li­cher Wahr­neh­mung - bestim­men soll.

"Distink­ti­ons­ge­winn", so lern­te ich heu­te, kann neben dem oben geschil­der­ten Zweck des Errei­chens eines Exklu­si­vi­täts­zir­kels, ein gewünsch­ter Effekt sein. Nicht alle 'höher gestell­ten Per­so­nen' brau­chen aller­dings die­se Ent­fer­nung vom 'gemei­nen Pöbel'. Ich habe wäh­rend mei­ner selb­stän­di­gen Tätig­keit eine Rei­he von durch­aus jovia­len, volks­na­hen Unter­neh­mern ken­nen­ge­lernt, die kei­ner­lei Berüh­rungs­äng­ste hat­ten - aber das mag durch­aus eine beson­ders posi­ti­ve Aus­wahl gewe­sen sein.

Der Zweck der Pri­vat­schu­len ist nun ange­ris­sen. Die Fra­ge war­um in der FAZ ein Arti­kel erscheint, der das Augen­merk auf eine ande­re Facet­te der Pri­vat­schul­land­schaft lenkt - und damit sug­ge­riert es han­de­le sich doch um nichts exklu­si­ves, son­dern etwas stink­nor­ma­les, das nur etwas teu­rer sei - ist leicht beantwortet:

Allent­hal­ben rumort es im Lan­de wegen der sich aus­wei­ten­den Sche­re zwi­schen Arm und Reich .... und was ist da nahe­lie­gen­der, als zu berich­ten, dass 'reich sein' gar nicht so anders ist als 'arm sein'. Min­de­stens, so scheint es vom Titel her, sind die Ergeb­nis­se der Lehr­an­stal­ten für 'nor­ma­le Krei­se' nicht sehr ver­schie­den von denen, die 'bes­se­ren Krei­sen' 40.000 € pro Jahr für die Bil­dung ihrer Kin­der wert sind.

Da ver­gisst man doch gleich wie vie­le Men­schen das Jahr über durch­schnitt­lich von etwa der Hälf­te die­ses Betra­ges zu zwei Per­so­nen leben müssen.

Wir sehen nun sofort ein:
Mehr Geld zu haben ist beschwer­lich, denn es sichert nicht den Schul­erfolg der Kin­der, und wir haben spon­tan Mit­leid mit den armen Reichen.

Was brin­gen denn nun die "ELITE-AUSBILDUNGSSTÄTTEN"?

Das "net­wor­king", eine vor­neh­me Umschrei­bung dafür, dass man Fäden spinnt und sich mit den rich­ti­gen Per­so­nen zusam­men tut um gemein­sam den Wohl­stand dadurch zu erhö­hen, dass man sich Auf­trä­ge und 'Ver­bin­dun­gen' eröff­net. Es ist die moder­ne Umschrei­bung für "Vet­tern­wirt­schaft", wobei da nicht immer nur 'Vet­tern' im Sin­ne von Ver­wandt­schaft gemeint waren und sind: 

Man kennt halt jeman­den der wie­der jeman­den kennt, der eine Mög­lich­keit zum Geld ver­die­nen anbie­ten kann oder jeman­den kennt der das kann .... und so wei­ter, Sie verstehen ....

bookmark_borderAbsurditäten wohin man schaut ....

"Clowns zu mei­ner Lin­ken, Witz­bol­de zu mei­ner Rech­ten, hier bin ich - nicht in der Mit­te fest­steckend, son­dern über dem gesam­ten absur­den Spek­trum schwe­bend, wei­nend, wäh­rend ich die Hin­ga­be mei­ner Mit­men­schen für poli­ti­sche Illu­si­on und Selbst­zer­stö­rung betrachte."


“"Clowns to the left of me, jokers to the right, here I am -- not stuck in the midd­le, but hove­ring abo­ve the enti­re far­ci­cal spec­trum, wee­ping as I behold my fel­low man's devo­ti­on to poli­ti­cal illu­si­on and self-des­truc­tion.” ― Robert Higgs

Wor­an merkt man, dass bald wie­der Wah­len anstehen?
Poli­ti­ker zau­bern immer neue Ver­spre­chen aus dem Hut!

Woher weiß man, dass das lee­re Ver­spre­chen sind und nie­mand sich dar­an hal­ten wird?
Weil man die Ver­spre­chen vor ande­ren Wah­len gehört hat und sie nie ein­ge­löst wurden!

"wei­nend" - so ist mir manch­mal zumu­te wenn ich auf die Ergeb­nis­se der deut­schen Poli­tik schaue, ins­be­son­de­re heu­te, weil in Euro­pa die Wei­chen gegen ein frei­es Inter­net gestellt wurden.

Für wen Poli­tik gemacht wird hat man gesehen:
Sprin­ger & Kon­sor­ten konn­ten in "D" mit dem Lei­stungs­schutz­recht nichts ver­die­nen - da wur­de es auf die euro­päi­sche Ebe­ne geho­ben und durch­ge­paukt - aller gesell­schaft­li­cher Pro­te­ste zum Trotz. Da wur­de behaup­tet* die Demon­stra­tio­nen sei­en "gesteu­ert" gewe­sen - der Gip­fel an Absur­di­tät, wenig­stens für Men­schen, die in Inter­net kein #neu­land sehen ....
Und die Par­tei­en, die dafür ver­ant­wort­lich sind, deren Poli­ti­ker teil­wei­se etwas ande­res ver­spro­chen hat­ten, wol­len uns weis­ma­chen es wer­de zukünf­tig bei ande­ren The­men anders laufen?

Das Haupt­the­ma soll­te für alle Par­tei­en der Kli­ma­wan­del sein. Aller­dings nicht so wie Frau Kramp-Kar­ren­bau­er (CDU #nie­mehr­cdu) es anspricht: Die Schü­ler soll­ten nicht schwän­zen! Da ist sie nicht allein, denn auch Herr Lind­ner von der FDP (#nie­mehrfdp) sagt es ähn­lich. Der Herr Scheu­er von der CSU (#nie­mehrc­su) meint gar, man müs­se nur ein wenig an den Aus­stoß­men­gen der Fahr­zeu­ge arbei­ten - dann sei schon wie­der aller gut ... und die SPD (#nie­mehr­spd)? Da sagt Frau Bar­ley, Spit­zen­kan­di­da­tin der SPD für Euro­pa, das ist doch alles halb so schlimm und der Koali­ti­ons­ver­trag, na, ein Anhalt ....

Was den Poli­ti­kern offen­bar immer noch nicht klar ist:
Wenn das öko­lo­gi­sche Gleich­ge­wicht kippt ist das endgültig!
Ein bio­lo­gi­sches System kann - anders als ein defek­tes tech­ni­sches Gerät - NICHT repa­riert werden.
Kaputt ist kaputt, unumkehrbar.

Wenn wegen der Kosten und der Fol­gen für die Wirt­schaft geklagt wird kann ich nur sagen:
Wenn der Pla­net kaputt ist ist auch die Wirt­schaft kaputt.

Daher ist es durch­aus sinn­voll lie­ber jetzt Ein­schrän­kun­gen hin zu neh­men anstatt spä­ter mit der geschän­de­ten Natur unterzugehen.

Leu­te, wer­det klug!
Wählt bei der Euro­pa­wahl Pira­ten, "Die Lin­ke" oder DIEM25


Poli­tik: Die Kunst, Euphe­mis­men, Lügen, Emo­tio­na­li­tät und Angst­ma­che­rei ein­zu­set­zen, um durch­schnitt­li­che Men­schen dazu zu brin­gen, ihre eige­ne Skla­ve­rei zu akzep­tie­ren oder sogar zu fordern.
Poli­tics: the art of using euphe­misms, lies, emo­tio­na­lism and fear-mon­ge­ring to dupe avera­ge peo­p­le into accep­ting--or even deman­ding--their own enslavement. 


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[03-2019]

B*LD bedroht auf sei­ne Art
seit 60 Jah­ren den Rechts­staat
durch Het­ze und Fälschungen

bookmark_borderRassismus (Neufassung)

Vor ein paar Stun­den las ich fol­gen­den Text:

".. Ras­sis­mus ist nicht natür­lich. Babys - schwarz, braun, weiß - erkun­den die Welt und ein­an­der mit Stau­nen, nicht mit Hass. Ras­sis­mus muss gelehrt wer­den. Es ist erlern­tes Ver­hal­ten. Die Annah­me, dass eine Per­son auf­grund ihrer Ras­se von Natur aus über­le­gen oder min­der­wer­tig ist, ist unna­tür­lich .. Ras­sis­mus wird für poli­ti­sche Mani­pu­la­ti­on und wirt­schaft­li­che Aus­beu­tung ver­wen­det. In einem Land, das auf dem Glau­ben gegrün­det ist, dass alle Men­schen gleich sind, könn­te Skla­ve­rei nicht ohne einen Ras­sis­mus gerecht­fer­tigt wer­den, der Skla­ven als Unter­men­schen darstellt.Diese grund­le­gen­den Wahr­hei­ten müs­sen in die­ser schreck­li­chen Zeit wie­der her­ge­stellt wer­den. Über­all auf der Welt sehen wir den Auf­stieg von Ras­sis­mus, Anti­se­mi­tis­mus¹ und Isla­mo­pho­bie¹ und ihren gewalt­sa­men Aus­druck .."

[Quel­le: https://www.commondreams.org/views/2019/03/19/everyone-must-condemn-trumps-sly-enscouragement-lawless-violence]
[Ursprungs­text Fuß­no­te s.u.]

Es ist sehr scha­de, dass wir in die­ser Zeit immer noch an sol­che Grund­sät­ze des Umgangs von Men­schen mit­ein­an­der erin­nern müs­sen. Dabei ist es egal von wel­cher Sei­te aus die­se In-Fra­ge-Stel­lung her­rührt, denn es gibt nicht nur wei­ße Ras­si­sten¹. Das soll nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass sie in Euro­pa und U.S.A. die Mehr­heit bilden.

Wo immer man dem Ras­sis­mus begeg­net soll­te man dage­gen pro­te­stie­ren, hin­ter­fra­gen in wel­cher Absicht man damit kon­fron­tiert wird und natür­lich gegen­hal­ten, wenn es den Umstän­den nach mög­lich ist. Dabei ist es klug nicht direkt gegen die Aus­sa­gen zu argu­men­tie­ren - weil dann sofort die Gegen­sei­te in 'Kampf­mo­dus' ver­setzt wird und Ein­sicht in eine ande­re Betrach­tungs­wei­se eher unwahr­schein­lich wird. Bes­ser ist es mit Fra­gen zu ope­rie­ren, auch wenn man schon die Ant­wort vor­aus­se­hen kann:
Es ist eine Mög­lich­keit zu erken­nen, ob es sich nur um nach­ge­plap­per­te Sät­ze oder um tie­fe Über­zeu­gun­gen han­delt und man bekommt durch die Ant­wort Hin­wei­se dar­auf, wie wei­ter vor­ge­gan­gen wer­den könn­te. Eine Fra­ge wird gemein­hin nicht als 'Angriff' ver­stan­den. Das ent­spannt die Situa­ti­on und hält die Kom­mu­ni­ka­ti­on in Gang.

Auch Wit­ze kön­nen ras­si­stisch sein - und sind des­we­gen anzu­grei­fen und nicht weni­ger pro­ble­ma­tisch. Es ist eine sehr belieb­te Form von Ras­sis­mus, weil sie schwer anzu­grei­fen sein kann - will man nicht als Spaß­ver­der­ber gel­ten. Man soll­te hier je nach Umfeld abwä­gen ob even­tu­ell igno­rie­ren oder 'dumm stel­len' und nach der Poin­te fra­gen die rich­ti­ge Vor­ge­hens­wei­se sind. 

Es gibt nach mei­ner Auf­fas­sung kei­nen Ras­sis­mus gegen­über einem Staat, wohl aber gegen­über sei­ner Füh­rung, sei­nen Ver­wal­tungs­mit­glie­dern oder sei­nen Poli­ti­kern. So, wie man die­sen durch eine oder meh­re­re Per­so­nen gepräg­ten Insti­tu­tio­nen gegen­über kri­tisch sein kann, kann man ihnen gegen­über auch ras­si­stisch sein - wobei genau hin­ge­se­hen wer­den muss, ob es sich tat­säch­lich um Kri­tik oder schon um Ras­sis­mus handelt.

¹Zum Begriff der "Isla­mo­pho­bie" und des "Anti­se­mi­tis­mus"
Im Aus­gangs­text wur­den die­se Begrif­fe - unkri­tisch - benutzt. Des­we­gen soll hier beson­ders dar­auf ver­wie­sen wer­den, dass es durch­aus gute Grün­de gibt, an die­ser Benut­zung zu zwei­feln, bzw. die­se abzulehnen.

Islamophobie

Unter "Die Erfin­dung der Isla­mo­pho­bie; Von Pas­cal Bruck­ner; 13.12.2010" schreibt Herr Bruck­ner ein Essay das mich schon beim ersten Lesen wegen sei­ner kla­ren Gedan­ken- und Beweis­füh­rung über­zeug­te. Das Ori­gi­nal fin­den Sie dort → LINK, eine Kopie habe ich (vor­sorg­lich) hier → abge­legt.

Anti­se­mi­tis­mus
Laut Defi­ni­ti­on der Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung: ".. Hass auf die Juden .., der aus ihrer blo­ßen Exi­stenz als Fremd­grup­pe mit abwei­chen­den Gebräu­chen unter ande­ren Völ­kern entsteht .."



Ursprungs­text
Racism is not natu­ral. Babies — black, brown, white — explo­re the world and each other with won­der, not hate. Racism has to be taught. It is lear­ned beha­vi­or. To assu­me that a per­son is inher­ent­ly supe­ri­or or infe­ri­or to ano­ther based upon race is unna­tu­ral and ungod­ly. Racism is used for poli­ti­cal mani­pu­la­ti­on and eco­no­mic explo­ita­ti­on. In a land foun­ded on the belief that all men are crea­ted equal, slavery could not be justi­fi­ed wit­hout a racism that depic­ted slaves as sub-human.


The­se basic truths need resta­ting in this ter­ri­ble time. Across the world, we see the rise of racism, anti­se­mi­tism and isla­mo­pho­bia, and its vio­lent expression.

Gera­de wird beim hpd ein Buch bespro­chen, das sich mit dem Anti­se­mi­tis­mus in deut­schen Par­tei­en beschäftigt.

bookmark_borderVon *Normalzustand* und *Schieflage*

Poli­tik hat sich ver­än­dert, anstatt von Inhal­ten bekom­men wir Wort­hül­sen, anstatt Taten bekom­men wir Durch­hal­te­pa­ro­len, anstatt Akti­on ste­hen die Zei­chen auf Stillstand:

Nicht das Erreich­te zählt, son­dern das Erzähl­te reicht.
[Unbe­kann­ter Autor]

Ganz im Gegen­teil: Die Poli­ti­ker set­zen auf das Ver­ges­sen der Men­schen - und oft behal­ten sie mit die­ser Masche ihre Posten und Diäten ....

 

Die Lage des Con­tai­ner­schif­fes im lin­ken Bild ist sta­bil, so soll­te das Schiff im Was­ser lie­gen - dage­gen sieht selbst ein Laie sofort: Mit dem Schiff rechts stimmt etwas nicht. Man braucht kein Kli­no­me­ter um die pre­kä­re Lage die­ses Trans­port­schif­fes zu erkennen.

Sie wer­den sich schon den­ken, dass ich hier kei­ne Geschich­te eines nau­ti­schen Not­falls erzäh­len will. Die Abbil­dung soll ledig­lich verdeutlichen: 

Eine gering­fü­gi­ge Ein­wir­kung von Außen - und schon kommt ein schein­bar siche­res System ins Ungleich­ge­wicht und eine Kata­stro­phe nimmt ihren Lauf. Anders gesagt: Das Schiff hat sei­ne "Mit­te" ver­lo­ren, es hat sich zu weit von der Nor­mal­la­ge ent­fernt, und das hat das Gleich­ge­wicht so gestört, dass sich die inne­ren Kräf­te ver­la­gert haben und nicht wie­der selbst nor­ma­li­sie­ren konnten.

Der baye­ri­sche Poli­ti­ker F.J.Strauß hat in der ihm eige­nen abso­lut-bestimm­ten Art behaup­tet: ".. Es gibt nur eine Mit­te - und das ist die Posi­ti­on der Mitte! .."
Dabei war er - nach all­ge­mei­nem Dafür­hal­ten - das Para­de­bei­spiel eines kon­ser­va­tiv-rech­ten Poli­ti­kers. Der aller­dings für sich bean­spruch­te die "Mit­te" zu reprä­sen­tie­ren und zwar bis zum äußer­sten rech­ten Rand des Gesin­nungs- bzw. Parteienspektrums.

O-Ton Strauß:

Stimmt denn die Aus­sa­ge? Ist es kor­rekt zu behaupten:
Es gibt nur eine gesell­schaft­li­che *Mit­te* ...?
Oder:
Wo ist die gesell­schaft­li­che Mit­te wenn alle nach rechts gerückt sind? Abso­lut und/oder gefühlt ist es doch sicher rich­tig, wenn man seit Auf­tre­ten der AfD von einem "Rechts­ruck" in der poli­ti­schen Land­schaft redet.

Was wir beob­ach­ten ist eine all­mäh­lich-schlei­chen­de Ent­wick­lung weg von dem, was noch in den sech­zi­ger und sieb­zi­ger Jah­ren als "Mit­te" bezeich­net wurde.

Zitat


Ursprüng­lich ist als „Neue Rech­te“ die kon­ser­va­ti­ve Gegen­be­we­gung zur 68er-Gene­ra­ti­on bezeich­net wor­den. Heu­te kommt dem Begriff eine neue Bedeu­tung zu. Man ver­steht dar­un­ter das Vor­drin­gen völ­kisch-natio­na­li­sti­scher Ansich­ten in die gesell­schaft­li­che Mit­te. Stu­di­en bele­gen schon seit Jah­ren, dass etwa 20 Pro­zent der deut­schen Bevöl­ke­rung über ein geschlos­se­nes rech­tes Welt­bild ver­fü­gen. Als Teil die­ses Welt­bil­des gel­ten auch Ver­schwö­rungs­theo­rien und eine Abnei­gung gegen den Islam. [detek­tor]

Hei­ner Geiß­ler, CDU, hat die so genann­te "Lager­theo­rie" for­mu­liert, da gab es
- das „bür­ger­li­che“ Lager aus CDU/CSU und FDP und
- das lin­ke Lager aus SPD und Grünen

Wohin, fragt man sich, ist plötz­lich die "Mit­te" ver­schwun­den? Ist sie tat­säch­lich nicht mehr da oder ver­steckt sie sich mög­li­cher­wei­se in den bei­den Lagern? Und wenn das so ist, ist sie dann noch das, was als "Mit­te" zu bezeich­nen wäre oder hat sie eine ande­re Form angenommen?

Horst See­ho­fer ver­or­tet gar im März 2018 sei­ne Par­tei, die CSU so:


"Die Geo­gra­fie der CSU ... ist eine Mit­te Rechts-Volks­par­tei, ein Sam­mel­becken für Kon­ser­va­ti­ve, Libe­ra­le, Natio­nal­kon­ser­va­ti­ve, für Men­schen, die auf dem demo­kra­ti­schen Boden unse­res Lan­des stehen." 


" .. Der in Deutsch­land von kon­ser­va­ti­ven Poli­ti­kern pro­pa­gier­te Begriff der Leit­kul­tur ist dies­be­züg­lich höchst miss­ver­ständ­lich, weil er den Anschein erweckt, fak­ti­sche Dif­fe­ren­zie­run­gen in viel­fäl­ti­ge huma­ne Welt­an­schau­un­gen und Kul­tu­ren auf natio­na­ler Ebe­ne rück­gän­gig machen zu wol­len .. " [Wertkonservative_Ethik.pdf]

Die­se Aus­sa­ge beruht auf der eben­so fal­schen Annah­me es habe sich an der Par­tei­en­land­schaft nichts geän­dert. Schau­en wir doch ein­mal bei unse­ren Nach­barn genau­er hin, viel­leicht ler­nen wir für unse­re Ver­hält­nis­se etwas daraus:

In Öster­reich wird die Par­tei­en­land­schaft lt. Wiki­pe­dia vor dem II. Welt­krieg so beschrie­ben:
- Das christ­lich-sozi­al-kon­ser­va­ti­ve Lager mit der Christ­lich-Sozia­len Par­tei (CSP) samt Heim­wehr (Haupt­teils) und Bau­ern­ver­bän­den mit enger Bin­dung zur katho­li­schen Kirche
- das sozia­li­sti­sche Lager bestehend aus der Sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Par­tei (SDAPDÖ) und den Orga­ni­sa­tio­nen der Arbeiterbewegung
- das natio­na­le Lager mit der Groß­deut­schen Volks­par­tei (GDVP), Land­bund und Natio­nal­so­zia­li­sti­sche Deut­sche Arbei­ter­par­tei (NSDAP).

Zur der­zei­ti­gen Situa­ti­on heisst es am glei­chen Orte:
".. Im heu­ti­gen Par­tei­en­sy­stem Öster­reichs mit den drei Tra­di­ti­ons­par­tei­en ÖVP, SPÖ und FPÖ und ihrem immer noch gro­ßen Geflecht von Vor­feld­or­ga­ni­sa­tio­nen sind die histo­ri­schen Lager noch immer erkennbar .." 

Was ist - in der Gesamt­schau der poli­ti­schen Land­schaft - denn nun mit der "Mit­te" passiert?

Es gibt sie nicht mehr!

Wir müs­sen feststellen:
Was frü­her ein­mal "Mit­te" war ist ver­scho­ben in eine kon­ser­va­tiv-rech­te Grund­stim­mung, die libe­ra­len Ele­men­te der Mit­te sind eben­falls nach rechts gedrif­tet, die SPD hat sich über­wie­gend den frü­he­ren Stand­punk­ten der CDU genä­hert und steht nun rechts der "Mit­te". Die von den frü­her als "Lin­ke" bezeich­ne­ten Par­tei­en "Die Grü­nen" und "Die Lin­ke" ste­hen mit ihren Über­zeu­gun­gen als neue "Mit­te" der Gesell­schaft da - eine ech­te Lin­ke fehlt mitt­ler­wei­le völlig.

Wenn ich das noch­mal bild­lich beschrei­be sieht es so aus:


Im Aus­gangs­zu­stand ist die "Mit­te" - der Pfeil des Kli­no­me­ters - senk­recht. Rech­te Poli­tik und Lin­ke Poli­tik sind jeweils seit­lich von der Mit­te aus­ge­hend. Durch die Dre­hung wird die fort­schrei­ten­de Zeit dar­ge­stellt. Der Pfeil wan­dert nicht mit, die "Mit­te" bleibt also, die Denk­rich­tun­gen (Par­tei-Ideo­lo­gien) ver­schie­ben sich nach rechts.

 
 

Wir den­ken noch in den übli­chen Kate­go­rien - dabei haben sich die Schwer­punk­te und die Grund­sät­ze der Par­tei­en ver­scho­ben, so weit ver­scho­ben, dass lin­ke Poli­tik die Mit­te dar­stellt, wäh­rend sich am rech­ten Rand des Spek­trums immer mehr Par­tei­en tum­meln, sich die rech­ten Ideo­lo­gen gera­de­zu über­schla­gen im Wett­be­werb
"Wer ist der rech­te­re Rechte?" 

John Rawls:
"Ein Poli­ti­ker schaut auf die näch­ste Wahl, ein Staats­mann auf die näch­ste Generation."
[Rawls, J.: The Law of Peo­p­les, The Idea of Public Rea­son Revi­si­ted, Lon­don 1999, S. 97] 

 
Sie­he auch
→ Der grö­ße­re Schaden
→ „Das Netz­werk der Neu­en Rech­ten“ im Rowohlt Ver­lag. [via "kraut­re­por­ter"]

 

bookmark_borderKlimaforschung: Kleines Klima-1x1

02|2019

Die Situation:

1.   Es wird wärmer 

2.   Grund sind unse­re Aktivitäten 

3.   Zwei­fels­frei ...!   

4.   Die Zeit wird knapp 

5.   Noch kön­nen wir den Kol­laps abwenden 

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6.   DAS KLEIN GEDRUCKTE:   

  • Nur wenn umge­hend und umfas­send der Aus­stoß von CO2 redu­ziert, der Ver­brauch von fos­si­len Brenn­stof­fen ein­ge­dämmt und der Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gie­er­zeu­gung beschleu­nigt wird. 
  • 02|2019

    bookmark_borderWas es braucht um Erfolg zu haben

    .

     

     
    PS°°E°

     
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    [Quel­le: twit­ter]

    .

    Talent sei, so die Aus­sa­ge, eine Kom­bi­na­ti­on aus Intel­li­genz, Élan & Sozi­al­kom­pe­tenz. Ganz rich­tig ergänzt ein ande­rer twit­te­rer man müs­se doch wohl auch "Kön­nen" haben um erfolg­reich zu sein. Dem kann ich nur bei­pflich­ten, um dann fest­zu­stel­len, dass zusätz­lich Wis­sen und Erfah­rung bestimmt nicht scha­den würden.

    Talent ist, das sei dem Herrn Joa­kim Bar­neus¹ mit­ge­teilt, eine ange­bo­re­ne Eigen­schaft die man nicht erwer­ben kann son­dern haben muß.

    Wer frei­lich weder Kön­nen, noch Wis­sen oder Erfah­rung hat wird das mög­li­cher­wei­se anders ein­schät­zen. Es zeigt aber, wel­che fehl­ge­lei­te­ten Dumm­köp­fe glau­ben ledig­lich mit Geschwätz die Welt erobern zu können.

    "Élan", per Defi­ni­ti­on " .. Zustand freu­di­ger Erre­gung, lei­den­schaft­li­chen Eifers; von freu­dig erreg­ter Zustim­mung, lei­den­schaft­li­cher Anteil­nah­me getra­ge­ner Taten­drang; Hoch­stim­mung, Enthu­si­as­mus .. " ist etwas, was man bei einer posi­ti­ven Ein­stel­lung zu dem, was man beruf­lich tut, erwar­ten soll­te - eine Selbst­ver­ständ­lich­keit also, die hier als beson­de­re Lei­stung her­aus­ge­stri­chen wird.

    Wer also der­glei­chen her­vor­hebt ist nicht beson­ders intel­li­gent, weiß nicht wovon er spricht und zeigt erheb­li­che Män­gel an Wis­sen und Kom­pe­tenz. Nicht 'Sozi­al­kom­pe­tenz', denn das ist nur ein 'label' und bedeu­tet in Wahr­heit wohl eher sich in einer Grup­pe ähn­lich Inkom­pe­ten­ter wohl zu füh­len und mit dem Strom zu schwimmen.

    Der Schrei­ber des Aus­gangst­weets wird wohl eines jener Hät­schel­kin­der sein denen ihre Mut­ter stets auf jeden Pups ein "Das hast du aber toll gemacht!" ent­ge­gen­schal­len ließ. So kann man ja nur ein über­stei­ger­tes Selbst­bild bekom­men das einer prak­ti­schen Prü­fung nicht stand­hält. Bedauernswert.

    Wer an die unbe­grenz­te "Mach­bar­keit" im Sin­ne neo­li­be­ra­ler Struk­tu­ren denkt wird wohl kaum ver­ste­hen, schon erst recht nicht akzep­tie­ren, dass "Talent" nie eine erwerb­ba­re Eigen­schaft ist, son­dern gene­tisch fixiert vor­han­den sein & geför­dert wer­den muß, um sich zu entfalten.

    ¹ Joa­kim Bar­neus [Inhal­te des twit­ter accounts gelöscht (Stand: 15.02.2019); jetzt bei pin­te­rest → https://www.pinterest.de/pin/191614159123541128/]

    [Zuerst ver­öf­fent­licht 07.01.2016 um 00:03]

    bookmark_borderRentengerechtigkeit

    Der Herr Lind­ner, aus­ge­rech­net der, bei des­sen Reden mir immer ganz blü­merant wird ob des Neu­sprech-Jar­gons, [Update 18.31] sagt was ich den­ke [Link mitt­ler­wei­le nicht mehr pas­send, da hat der Mer­kur etwas ver­scho­ben. Es geht um die soge­nann­te *Basis­ren­te* der FDP die dort → Basis­ren­te zu fin­den ist]:
    Wer ein­ge­zahlt hat soll auch aus­ge­zahlt bekom­men - eine ein­fa­che mathe­ma­ti­sche Glei­chung, zumal sowie­so schon durch die "Ren­ten­for­mel" dafür gesorgt wird, dass es eine Ein­engung des Ren­ten­be­tra­ges nach oben und unten gibt, die jetzt schon eine Unge­rech­tig­keit gegen­über denen bedeu­tet, die an der Ober­gren­ze ein­ge­zahlt haben. 

    Ein­fach ausgedrückt:

    Wer viel ein­ge­zahlt hat wird durch die Berech­nung nach unten gedrückt und bekommt pro­por­tio­nal zu wenig, wäh­rend Ein­zah­ler im unte­ren Bereich über­pro­por­tio­nal begün­stigt und so ange­ho­ben wer­den. Das noch­mals zu stei­gern bedeu­tet die Unge­rech­tig­keit der Ren­ten­be­zü­ge noch wei­ter zu steigern.

    Bei denen, die stu­diert haben kommt noch eine Kür­zung dazu:r°°e
    "Frue*er"™ wur­de die Stu­di­en­zeit bis zur Län­ge der so genann­ten "Regel­stu­di­en­zeit" in die Ren­ten­be­rech­nung ein­be­zo­gen, seit der Regie­rung Schrö­der rech­net nur noch eine *Rumpf­stu­di­en­zeit* von zwei Jah­ren. Das ist gleich­be­deu­tend mir einer Ren­ten­kür­zung für all jene, die an der Höchst­gren­ze ein­ge­zahlt haben. Und wel­cher Name steht hin­ter dem jüng­sten Ver­such für alle, die stu­diert haben, noch wei­ter zu kür­zen? Frau Nah­les, SPD, wer sonst! Wen wun­dert es da noch, dass die SPD im stei­len Sink­flug ist.

    Die ein­zig gang­ba­re Form einer Reform zu Bes­ser­stel­lung der unte­ren Ren­ten ist:
    Eine pro­por­tio­na­le Anhe­bung aller Ren­ten, auch der Bestands­ren­ten um einen sol­chen Betrag X, dass auf der unter­sten Stu­fe mehr gezahlt wird als der Grund­si­che­rung entspricht.

    Alles ande­re wäre ein wei­te­rer Betrug an den Ein­zah­lern, die sich auf das Ver­spre­chen der diver­sen Mini­ster ver­las­sen haben, ihre Ren­te sei sicher und ange­mes­sen dem, was sie gelei­stet & ein­ge­zahlt haben. Es gibt schon Berech­nun­gen der FDP dazu, wie eine *gerech­te Ren­te* erreicht wer­den könn­te - und ich muss sagen, dass mir die­se Vari­an­te sehr viel bes­ser gefällt und weni­ger kom­pli­ziert ist als die von Heil.

    Es heißt immer von Poli­ti­ker­sei­te: "Es darf nicht sein, die schrump­fen­de Zahl von Jün­ge­ren mit immer höhe­ren Ren­ten­zah­lun­gen an älte­re zu bela­sten!" Sicher ist das rich­tig, aber woher soll dann das Geld kom­men? Aus Steu­ern, selbst­ver­ständ­lich. Da müs­sen sich die Par­tei­en ein­fach nur ent­schlie­ßen den obe­ren Steu­er­satz für Ver­dien­ste von - sagen wir - mehr als 12 Mil­lio­nen im Jahr wei­ter nach oben, auf 60 oder 70% zu schie­ben - und *null Kom­ma nichts* ist das Geld dafür in den öffent­li­chen Kas­sen .... und wenn das noch nicht reicht, dann sind da noch die Steu­er­ver­mei­der, die gro­ßen, inter­na­tio­na­len Ver­die­ner - da wäre bestimmt ein noch höhe­rer Betrag denk­bar. Wenn man nur woll­te. Kürz­lich las ich das fol­gen­de Zitat dazu:

    Die Auf­ga­be eines Berufs­po­li­ti­kers in der markt­kon­for­men Demo­kra­tie ist die Durch­set­zung von Indu­strie­in­ter­es­sen, bei Bedarf auch gegen den Bür­ger. Dazu muss er das The­ma weder ver­ste­hen noch wei­ter­ge­hend ken­nen, die Vor­la­ge bekommt er genau­so zuge­lie­fert wie die PR.
    Igno­rance is a choice.
    Nur: war­um wer­den sol­che Leu­te und Par­tei­en von so vie­len gewählt?

    .... und wenn auch das Besteu­ern der obe­ren 2-5% der Super­rei­chen immer noch nicht aus­reicht um die Ren­ten auf­zu­stocken, dann sind da noch die 19 Mil­li­ar­den [19.000.000.000,- €uro], die jähr­lich (!) an die Kir­chen *ver­teilt* wer­den (um bei­spiels­wei­se die Bischö­fe pro Kopf mit einem Ein­kom­men von mehr als 12.000,- €uro monat­lich aus­zu­stat­ten) - und das vor dem Hin­ter­grund eines jähr­li­chen Schwun­des der Kir­chen­mit­glie­der um rund 10.000 Personen.