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bookmark_borderVon "Definitionen" ....

".. Des­halb ist Natur­wis­sen­schaft immer nur der aktu­el­le Stand des Irr­tums, Phi­lo­so­phie eine evi­denz­freie Mei­nungs­äu­ße­rung und Reli­gi­on der fest­be­to­nier­te Stand des Irr­tums .."

[Quel­le]

In end­lo­sen Dis­kus­sio­nen um die Rele­vanz von Defi­ni­tio­nen fal­len mir immer zwei Extre­me auf:
Die ganz ver­zag­te Ein­stel­lung es gäbe kei­ne all­ge­mein gül­ti­ge Defi­ni­ti­on, alles sei schließ­lich indi­vi­du­ell, so wie der Mensch, der sie auf­stellt - und die unver­rück­ba­re Über­zeu­gung es ste­he doch für vie­le Berei­che des Lebens schon eine kla­re Beschrei­bung mit end­gül­tig defi­nier­ten Begrif­fen fest. Was sonst noch vor­kommt fällt zwi­schen die­se Extreme.

Damit könn­te man es gut sein las­sen und sich nicht wei­ter dar­über Gedan­ken machen. Schließ­lich gibt es Wich­ti­ge­res! Ja? Gibt es das? Sind nicht Defi­ni­tio­nen das Gerüst, an dem wir uns, ande­re, das Leben, die Welt und das Uni­ver­sum mes­sen um zu ver­ste­hen? Das kann doch nicht unwich­tig sein.

Ist es bestimmt auch nicht - nur müs­sen Vor­aus­set­zun­gen ein­ge­hal­ten wer­den, damit Defi­ni­tio­nen einen Sinn haben. Es nützt doch nie­man­dem etwas, wenn man zwar den glei­chen Begriff aus­spricht, dar­un­ter aber etwas grund­sätz­lich Ver­schie­de­nes ver­steht. So ist es denn eine gute Grund­la­ge für Dis­kus­sio­nen sich über die Begrif­fe (und deren Defi­ni­ti­on) ein Bild zu machen, einen Kon­sens herzustellen.

Von da an wird es schwierig. 

Die Christ­li­chen - auf deren fest­be­to­nier­te Defi­ni­ti­on der Welt ich hier in die­sem Zusam­men­hang nicht wei­ter ein­ge­hen will - behaup­ten bei­spiels­wei­se die Evo­lu­ti­on sei als "Theo­rie" gekenn­zeich­net. Daher sei ihr Wahr­heits­an­spruch von vorn­her­ein abzu­leh­nen. Da besteht ein grund­sätz­li­cher Gedan­ken­feh­ler, denn "Theo­rie" bedeu­tet natur­wis­sen­schaft­lich etwas ande­res als in gei­stes­wis­sen­schaft­li­cher Deutung.
Natur­wis­sen­schaft­lich ist es eine offe­ne Aus­sa­ge, da sich durch expe­ri­men­tel­le For­schung, Beob­ach­tung und dar­aus her­zu­lei­ten­de Erkennt­nis die Sicht auf einen Zustand, eine frü­he­re Beweis­füh­rung und deren Ergeb­nis durch­aus ändern kön­nen, ohne dass dabei das gesam­te Gedan­ken­ge­bäu­de zusam­men­brä­che. Neh­men wir als Bei­spiel ein Haus, an dem eine Tür ver­brei­tert wird - dadurch ändert sich nichts Wesent­li­ches am Zweck aber bei der Nutz­bar­keit, denn nun pas­sen grö­ße­re Gegen­stän­de hindurch.
Gei­stes­wis­sen­schaft­lich betrach­tet ist eine "Theo­rie" so rele­vant wie die ande­re, es gibt kei­ne Mög­lich­keit die Rich­tig­keit der einen oder die Irrig­keit der ande­ren zu bewei­sen. Um ganz deut­lich zu wer­den: Dafür fällt mir kein pas­sen­des Bei­spiel ein. Mög­li­cher­wei­se liegt das dar­an, dass ich Natur- und kein Gei­stes­wis­sen­schaft­ler bin.

Kön­nen Sie, lie­be Lesen­de, da helfen?

bookmark_borderNun auch noch das ...!

Wir regen uns über Trump in den U.S.A. auf - dabei haben wir bei uns zu Hau­se min­de­stens genau so ein­fäl­ti­ge Per­so­nen die glau­ben die Welt zu ver­ste­hen. Frau Nah­les ist da nur ein Bei­spiel und wegen der Koali­ti­on ist ihr Ein­fluss begrenzt, glücklicherweise!

Schau­en wir aller­dings zur CDU und ins­be­son­de­re zum unse­li­gen Herrn Voss [Spitz­na­me: "Sprin­ger-Lob­by­ist"] aus Hameln (!) der zwar das Inter­net zer­stö­ren will aber nicht ein­mal ver­steht was er da anrich­tet und wie er es anrich­tet - soviel Unwis­sen­heit, soviel Selbstüberschätzung. 

Aber mög­li­cher­wei­se ist es ganz anders?
Da das Inter­net mit sei­ner Mög­lich­keit die Lügen der Poli­ti­ker sofort und end­gül­tig zu wider­le­gen den Betei­lig­ten ein Dorn im Auge ist, könn­ten sie pla­nen, mit die­sem Gesetz zwei Flie­gen mit einer Klap­pe zu schlagen:
Den Ver­le­gern einen Gefal­len tun, und ihre Kri­ti­ker zu beschränken. 

Zu Hau­se in Deutsch­land leh­nen (angeb­lich) sowohl CDU/CSU als auch SPD das Upload-Fil­ter- und Lei­stungs­schutz­recht der EU ab, zei­gen wie stets mit Fin­gern auf die EU und schrei­en: "Wir wol­len es nicht, es ist die EU, die das macht!"

Zu wel­cher Par­tei gehört noch­mal der Herr Voss?
Zur CDU!

Typi­sches Poli­tik-WIN-WIN, der Bür­ger verliert ...!

bookmark_borderSchwäche

.
Man­che Ver­hal­tens­wei­sen - das beweist die Wis­sen­schaft - sind für die Lebens­er­war­tung ungün­stig. Gefahr lau­ert in vie­len Tätig­kei­ten und manch­mal ist sie nicht ver­bor­gen, son­dern sehr offensichtlich.

Trotz­dem gehen Vie­le gera­de die­sen 'gefähr­li­chen' Akti­vi­tä­ten nach: Bun­gee-Jum­ping, Auto­rennen, Moun­tain-Biking, ... Natür­lich gibt es auch viel ein­fa­che­re, all­täg­li­che­re Risi­ken: Alko­hol, Rau­chen, Dro­gen zum Beispiel.

Selbst noch all­täg­li­che­re Ver­hal­tens­wei­sen wie Essen & Trin­ken sind zwar nicht grund­sätz­lich gefähr­lich für unser Leben, sie kön­nen es aber wer­den wenn wir das nor­ma­le Maß des­sen über­schrei­ten, was wir zum Lebens­er­halt brauchen.

Die Beherr­schung all die­ser poten­ti­el­len Gefah­ren erfor­dert Ent­schei­dun­gen - und wie wir wis­sen geht die Ten­denz oft nicht zum Posi­ti­ven. Wir nei­gen dazu mehr gegen unse­re Erhal­tung zu tun als für sie.

Alle wol­len mög­lichst lang, glück­lich, gesund und unver­sehrt alt wer­den - und doch scheint es so, als ob Men­schen gera­de­zu zwang­haft genau das Gegen­teil des­sen tun, was die­ses Ziel wahr­schein­lich macht.

Wir sind schon eine son­der­ba­re Spezies.

 ∙ ▪ ⚫ ▪ ∙ 

bookmark_borderFür wen "arbeiten" die Parlamentarier?

Oder:
Die Inter­es­sen der Einen sind nicht die Inter­es­sen der Anderen

Stel­len sie sich ein­mal vor, lie­be Lesen­de, es gäbe eine Fabrik mit fla­cher Hier­ar­chie, Geschäfts­lei­tung, Abtei­lungs­lei­ter, deren Stell­ver­tre­ter und 700 Arbei­ter. Und stel­len sie sich wei­ter vor, 5⁄6 der Arbei­ter hät­ten Neben­be­schäf­ti­gun­gen, sol­che, in denen sie mehr ver­die­nen als in ihrer Haupt­tä­tig­keit. Die Abtei­lungs­lei­ter haben Neben­be­zü­ge von ande­ren Unter­neh­men, man­che haben noch eine selb­stän­di­ge Fir­ma neben­bei, die von Kol­le­gen wei­ter geführt wird - und die­se Unter­neh­men arbei­ten auch für die glei­chen Kun­den und Mit­be­wer­ber der Branche.

Die Arbei­ter sind tage­lang nicht da und neh­men der­weil Ter­mi­ne bei ihren Neben­ar­bei­ten wahr. Die Ver­tre­ter der Abtei­lungs­lei­ter über­las­sen das, was sie zu erar­bei­ten hät­ten, Mit­ar­bei­tern aus Kon­kur­renz­un­ter­neh­men die extra für die­sen Zweck abge­stellt wer­den und ange­reist kommen. 

Ach, sie den­ken das gibt es nicht, das wür­de kei­ne Fir­ma zulassen?

Na, da muß ich sie ent­täu­schen. Eine sol­che Struk­tur gibt es - die nennt sich zwar nicht Fir­ma, funk­tio­niert aller­dings so ähn­lich. Es ist unser Bun­des­tag, die Ver­tre­tung des Vol­kes, die in unser aller Name die Geschicke des Staa­tes leiten.

Da wer­den sie den­ken: "In mei­nem Namen? Davon mer­ke ich nicht viel, wenn ich genau über­le­ge fast nichts, im Gegen­teil, Vie­les was da gemacht wird rich­tet sich gegen mei­ne Interessen!"

Stimmt:

Wenn Ban­ken geret­tet wer­den müs­sen sind Mil­lio­nen ein Klacks, da wer­den Mil­li­ar­den locker gemacht. Wenn Abge­od­ne­ten­be­zü­ge erhöht wer­den ist genug Geld da, für die Ren­ten reicht es nicht, die wer­den nach jah­re­lan­gem Still­stand vor den Wah­len noch schnell um weni­ge Euro oder Cent angehoben.
Schu­len, Kin­de­gär­ten, Uni­ver­si­tä­ten, Stra­ßen und Frei­zeit­ein­rich­tun­gen ver­kom­men - aber für Waf­fen und Erhö­hung des Mann­schafts­be­stan­des beim Mili­tär sind wie­der­um Mil­li­ar­den vorhanden.
Die Auto­in­du­strie wird nach den Betrü­g­rei­en nicht etwa bestraft - ganz im Gegen­teil, es wer­den Ver­ein­ba­run­gen getrof­fen, die die betro­ge­nen Käu­fer bil­lig abspei­sen. Oder die ein Kon­junk­tur­pro­gramm für die betrü­ge­ri­schen Fir­men dar­stel­len, indem man den her­ein­ge­leg­ten Auto­käu­fern eine Prä­mie für den Neu­kauf von Fahr­zeu­gen zusagt - und damit den Absatz erhöht. Das vor dem Hin­ter­grund einer dro­hen­den Kri­se bei der Roh­öl­ver­sor­gung, die an der Zukunft von mit fos­si­len Ener­gie­trä­gern gespei­sten Fahr­zeu­gen zwei­feln las­sen. Wenn nicht aus die­sem Grund, dann wegen des dro­hen­den öko­lo­gi­schen Zusam­men­bruchs und der glo­ba­len Erwärmung. 

Von den ca. 700 Abge­ord­ne­ten ist die Mas­se mit Neben­tä­tig­kei­ten 'geseg­net', die ihnen mehr Ein­kom­men ver­schaf­fen als das, was sie als Diä­ten, als Abge­ord­ne­ten­be­zü­ge ver­die­nen. Und was glau­ben sie wohl, lie­be Lesen­de, wes­sen Inter­es­sen die­se Abge­ord­ne­ten ver­tre­ten wenn sie von inter­es­sier­ten Fir­men und Orga­ni­sa­tio­nen groß­zü­gig bezahlt werden?

Die Mini­ster - im obi­gen Bei­spiel als Abtei­lungs­lei­ter bezeich­net - und ihre Beam­ten­schaft sind zwar wäh­rend ihrer Amzszeit ver­pflich­tet kei­ne sol­che Neben­tä­tig­kei­ten und Bezü­ge anzu­neh­men, aber was danach kommt haben wir bereits hun­dert­fach erlebt:
Sie bekom­men Tätig­kei­ten auf höch­sten Ebe­nen von Unter­neh­men für deren Inter­es­sen sie wäh­rend ihrer Amts­zeit Poli­tik gemacht haben - den Zusam­men­hang kann natür­lich nie­mand kon­kret bewei­sen, aber wenn ein für Ener­gie­wirt­schaft ver­ant­wort­li­cher Mini­ster bei einem Ener­gie­un­ter­ne­men in den Vor­stand ein­steigt, für des­sen bes­se­re Markt­be­din­gun­gen er zuvor Geset­ze erlas­sen hat, sagt der kla­re Men­schen­ver­stand, dass das irgend­wie zusam­men­hän­gen wird und wohl nicht rei­ner Zufall ist.

Betrach­ten wir Abge­ord­ne­te und Mini­ster unse­rer Volks­ver­tre­tung, so wird klar:
Die Wün­sche und Vor­stel­lun­gen der Bevöl­ke­rung wer­den zwar immer wie­der mit gro­ßen Wor­ten beschwo­ren, Lösun­gen wer­den mit viel Tra­ra ange­kün­digt, die Taten aller­dings rich­ten sich mehr­heit­lich an den Wün­schen und Bedin­gun­gen der Unter­neh­men aus die an Par­tei­en und Abge­ord­ne­te zah­len oder ihnen für spä­ter lukra­ti­ve Posten & Bezü­ge zusagen. 

Das Wohl der Men­schen die die­se VOLKSVERTRETER gewählt haben ist unwich­tig, es wird nach­ran­gig behan­delt. Ein Skan­dal, der drin­gend geän­dert wer­den muß.

bookmark_borderDENIALISM - oder: 
Die Kunst sich selbst 'in die Tasche zu lügen' ....

"DENIALISM" - also die Kunst weg­zu­se­hen, so zu tun, als ob etwas nicht vor­han­den oder wahr wäre, ist eine weit ver­brei­te­te Form der Selbst­täu­schung. Der "Denia­list" schiebt offen­sicht­li­che Tat­sa­chen bei­sei­te und beharrt dar­auf die Welt durch sei­ne eige­ne Begrün­dung so dar­zu­stel­len wie es ihm gefällt. Das hat natür­lich auch etwas mit dem Behar­ren auf Vor­ur­tei­len zu tun. Den­noch geht es etwas wei­ter, da auch all­ge­mein aner­kann­te Tat­sa­chen als "nicht begrün­det", "falsch begrün­det" oder "irrele­vant" gese­hen & bezeich­net werden.

Bei Men­schen, die mit der Ein­falt (Ein­fäl­tig­keit), Ver­zweif­lung, Alter­na­tiv­lo­sig­keit und dem dar­aus ent­ste­hen­den man­geln­den Urteils­ver­mö­gen ihre Geschäf­te machen fin­det man so etwas sehr häu­fig. Na klar, sie müs­sen ja sich selbst gegen­über irgend­wie ins Rei­ne kom­men. Wer will schon stän­dig mit dem Gedan­ken leben, dass sei­ne Exi­stenz auf dem Unglück von und Betrug an sei­nen Mit­men­schen basiert ....

Inso­weit wer­den man­che betrü­ge­ri­schen Machen­schaf­ten zumin­dest erklär­lich, wenn es auch bestimmt nicht als Entschul(dig)ung der jewei­li­gen Akteu­re fehl­in­ter­pre­tiert wer­den sollte.

*edit*
Das Buch zum Thema ....


bookmark_borderSchule, Bildung, Chancengleichheit
  ** edit/update ** [12.10.2018]

Nicht jedes Kind ist zu Allem fähig, und wenn man sich ein­sei­tig nur mit der sozia­len Her­kunft befaßt greift das zu kurz.

Es stimmt sicher, dass es unter­schied­li­che Aus­gangs­si­tua­tio­nen gibt, doch wenn Kin­der in (kon­fes­si­ons­frei­em) Kin­der­gar­ten sind, nivel­liert sich der Unter­schied der Eltern­häu­ser. Dazu müs­sen die Kin­der natür­lich den Kin­der­gar­ten besu­chen, wes­we­gen ich es für sinn­voll hiel­te das so wie den Schul­be­such zu regeln! Wenn von Inte­gra­ton die Rede ist gehört das vor­ran­gig dazu, sonst haben wir die Situa­ti­on wie bei den Tür­ken und Rus­sen, dass die Kin­der wegen man­geln­dem häus­li­chen Inter­es­se & Ver­ständ­nis / man­geln­der häus­li­cher Zuwen­dung bil­dungs­mä­ßig zurück bleiben.

Das Ergeb­nis kann man in den Groß­städ­ten, aber zuneh­mend auch in länd­li­chen Gegen­den sehen.

Legt man die Gauß'sche Ver­tei­lung zugrun­de, so gibt es Unter­schie­de bei der Lei­stungs­fä­hig­keit - dies ist kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung, son­dern eine natur­wis­senschft­li­che Tat­sa­che. Dass es von inter­es­sier­ten Krei­sen (Poli­ti­ker von rechts) fehl­in­ter­pre­tiert wird macht den Wahr­heits­ge­halt der grund­sätz­li­chen Aus­sa­ge nicht etwa 'unwahr'. Auch das gehör­te in die­sem Zusam­men­hang ein­mal aus­drück­lich dar­ge­stellt und damit aufgeklärt.

Wo bestimmt die Chan­cen­gleich­heit aus­ge­he­belt ist:
Hier­hin gehört die Erzie­hung von soge­nann­ten "Eli­ten" in Eli­te­schu­len, meist pri­vat und im Stil­len, ohne viel öffent­li­che Dar­stel­lung arbei­tend. Wer schickt sei­ne Kin­der da hin? War­um wer­den Kin­der dort­hin geschickt? Wie steht es um die fami­liä­ren Ket­ten­be­ru­fe bei denen Eltern durch die­se spe­zi­el­len Ver­bin­dun­gen in Pri­vat­schu­len und eige­ne Posi­tio­nen in Ver­wal­tung, Staats­dienst ganz all­ge­mein und Poli­tik ihren Nach­wuchs eben­da unterbringen?

Schließ­lich ist noch die Fra­ge im Raum war­um die Finan­zie­rung von Bil­dung trotz gegen­tei­li­ger Lip­pen­be­kennt­nis­se so schwach ist. Das hat den ein­fa­chen Grund, dass gebil­de­te, nicht nur zum Nach­plap­pern & Repro­du­zie­ren von gelehr­tem Stoff ange­hal­te­ne Schü­ler/-innen kri­ti­sche­re Den­ker sind als es der Poli­tik lieb ist, die seit Jahr­hun­der­ten im Ver­bund mit den Kir­chen Bil­dung & Auf­klä­rung eher bekämpft hat. Das Den­ken in Fak­ten und Bewei­sen ist weder bei Kir­chen noch bei Poli­ti­kern beliebt, daher wird viel gefor­dert und wenig getan.

Die Infla­ti­on von Abitu­ri­en­ten und nach­fol­gend natür­lich Stu­den­ten, die Auf­wer­tung von Fach­hoch­schu­len und gleich­zei­ti­ge Abwer­tung der Hoch­schul­bil­dung auf Bache­lor-/ Masters-Niveau ist doch nur dadurch mög­lich gewor­den, dass die Anfor­de­run­gen in den letz­ten 50 Jah­ren stän­dig abge­senkt wurden. 

bildung


Mehr Gym­na­sia­sten und weni­ger Real- bzw. Haupt­schü­ler sind doch nicht des­we­gen vor­han­den, weil es zu einer plötz­li­chen Explo­si­on von Intel­li­genz gekom­men ist!

 

Zu der Zeit, als ich das Gym­na­si­um besu­chen woll­te [1955], mach­te man eine ein­wö­chi­ge Auf­nah­me­prü­fung (!) um dahin zu kom­men, die vor­ran­gig gei­sti­ge Fit­ness (4 Tage), und kör­per­li­che Lei­stung (1 Tag) prüf­te, das schaff­ten etwa 20% der Grundschüler.

Aus wel­chem Grund soll­te sich die­se Rela­ti­on
in den ver­gan­ge­nen 50 Jah­ren von 20:80 auf 80:20 umge­kehrt haben?


Wenn man die Evo­lu­ti­on als Grund­la­ge von Ver­än­de­run­gen sieht so geschieht die­se in Jahr­tau­sen­de wäh­ren­den Schwün­gen, nicht in 50 Jah­ren. Des­we­gen muß es eine Ver­än­de­rung der Bedin­gun­gen sein, die die­se Flut von Abitu­ri­en­ten und Stu­die­ren­den beschert. Sehr viel bes­ser steht es dadurch nicht in unse­rem Staa­te. Es gibt nun mehr Men­schen mit Abitur, auch mit uni­ver­si­tä­rem Abschluß - aber hilft uns das wirk­lich weiter?
Ist "Quan­ti­tät" bes­ser als "Qua­li­tät"?

 

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Abbildungen:
Bil­dungs­be­tei­li­gung und Bildungschancen

 
** edit/update **
Hier noch eine kürz­lich ver­öf­fent­lich­te Sati­stik zum The­ma "Bil­dung":

 
Infografik: Die Bildung hat sich verschlechtert | Statista Mehr Info­gra­fi­ken fin­den Sie bei Sta­ti­sta

 

bookmark_borderAufforderung zur Blasphemie [2018]

Über­set­zung
» Per­sön­lich hal­te ich Blas­phe­mie für ehren­haft und ehr­lich. Es ist eine Pflicht den­ken­der Men­schen, Skep­sis gegen­über über­na­tür­li­chem Hokus­po­kus auszudrücken.
Aber Zwei­fel an Göt­tern haben seit Jahr­tau­sen­den Hin­rich­tun­gen, Mor­de, Stei­ni­gun­gen, Ver­bren­nun­gen und ande­re Stra­fen ver­ur­sacht. Gläu­bi­ge sind so emp­find­lich hin­sicht­lich ihrer Dog­men, dass sie manch­mal die töten, die sie in Fra­ge stellen.
Noch vor zwei Jahr­hun­der­ten herrsch­te - mei­ne Güte! - in Euro­pa sol­cher Wahn­sinn. Und der­sel­be Wahn­sinn hin­dert noch heu­te die mus­li­mi­sche Welt am Gedeihen.
Gegen­wär­tig schrei­ben 13 isla­mi­sche Natio­nen den Tod für Athe­is­mus vor, und die Ankla­ge wegen Blas­phe­mie löst Gräu­el aus.
«

Es kann nicht oft genug erwähnt werden:
Nicht die 'rei­ne Leh­re' der ver­schie­de­nen Reli­gio­nen tötet, son­dern Jene, die deren Aus­le­gung unver­än­dert in die Moder­ne über­nom­men haben und sie heu­te noch, nach mehr als 2000 Jah­ren, zwin­gend zur Lebens­grund­la­ge machen. 

Äch­tung oder Boy­kott sol­cher Umstän­de wären bestimmt angebracht.
Doch unse­re Poli­ti­ker wol­len uns weis­ma­chen, dass "Wan­del durch Han­del" Erfolg bringt. Das bringt ledig­lich eini­gen Unter­neh­men Pro­fi­te und den Par­tei­en Spen­den - geän­dert hat sich in den gut 50 Jah­ren die ich das bewußt über­blicke •••• nichts!

∘ ∘ ∘ ∘ ∘

Wer Eng­lisch lesen kann, dem sei der kom­plet­te (ver­link­te) Text empfohlen.

Wei­te­re Quel­len zum Thema
→ https://www.deutschlandfunk.de/atheismus-die-aechtung-der-unglaeubigen.1148.de.html?dram:article_id=376766
→ https://www.mena-watch.com/warum-atheismus-im-arabischen-raum-als-groesste-gefahr-gilt/
→ https://www.igfm.de/abfall-vom-islam/

bookmark_borderRaus aus der Ecke ...!

Es gab eine Zeit, in der war es nicht beson­ders klug sich gegen den Strom zu bewe­gen. Es sei denn man war bereit sein Leben zu ris­kie­ren. Das war die Zeit die nur noch weni­ge heu­te Leben­de - und wenn, dann als Kin­der - mit­ge­macht haben:
Die Zeit des soge­nann­ten "Drit­ten Reichs".

Im Osten der jet­zi­gen Repu­blik gab es nach '49 die DDR, in deren Gren­zen es auch nicht gut oder klug war sich gegen den Strom, sprich: "Deut­schen Sozia­lis­mus", mit einem stark bie­der-bür­ger­li­chen Ein­schlag, aus­zu­spre­chen. Man 'arran­gier­te' sich, mach­te Tausch­ge­schäf­te um die man­gel­haf­te Zutei­lung und Plan­wirt­schaft abzu­mil­dern .... und leb­te anson­sten ohne vie­le Illu­sio­nen in den durch das System, das Régime gesetz­ten Grenzen.

Ähn­lich war es - aller­dings bestimmt nicht lebens­ge­fähr­lich - in den Anfangs­jah­ren der Bun­des­re­pu­blik sich als "links" und/oder "ungläu­big" zu 'outen'. Das waren die Zei­ten, in denen die Kir­chen­zu­ge­hö­rig­keit über 90% betrug. Die Kol­la­bo­ra­ti­on der gro­ßen Kir­chen mit dem Hit­ler­reich wur­de nach und nach offen­bar und führ­te zu einem ersten Schub an Aus­trit­ten, der sich in den spä­ten Sech­zi­gern stei­ger­te und bis heu­te dazu geführt hat, dass es (jeweils) weni­ger evan­ge­li­sche und katho­li­sche Kir­chen­mit­glie­der gibt als Men­schen, die sich als "Athe­isten", "Huma­ni­sten" oder "Agno­sti­ker" bezeichnen.

Wis­sen hat den Glau­ben ersetzt, und das ist eine sehr erfreu­li­che Ent­wick­lung. Vor allem des­we­gen, weil damit ein Plus an per­sön­li­cher Frei­heit ein­her geht. Frei­lich, weil dazu gehö­rig, auch mit grö­ße­rer per­sön­li­cher Verantwortung.

Stel­len Sie sich selbst die Frage:
Wann war ich zuletzt in einer Kirche?

Wenn das höch­stens ein­mal im Jahr zu Weih­nach­ten war sind Sie schon der­art "kir­chen­fern", dass der Voll­zug des Aus­trit­tes längst über­fäl­lig war ....

Mein Appell an alle noch zöger­li­chen, aber 'aus­stiegs­wil­li­gen' oder 'aus­stiegs­rei­fen' Men­schen ist daher:
Tre­ten Sie jetzt aus, es wird ihnen weder per­sön­lich noch gesell­schaft­lich scha­den - Sie dür­fen aller­dings sicher sein, dass Sie nicht mehr Teil eines zer­fal­len­den, ver­rot­te­ten und grund­sätz­lich sich selbst am mei­sten die­nen­den Geld­schöp­fungs­sy­stem sind.

Es ist an der Zeit, dass die Ein­fluß­nah­me der auf weni­ger als die Hälf­te der Bevöl­ke­rung geschrumpf­ten "christ­li­chen" Reli­gio­nen end­lich been­det wird. Die Mit­glieds­zah­len bil­den - dar­ge­stellt in meh­re­ren Unter­su­chun­gen - nicht mehr die tat­säch­li­chen "Gläu­bi­gen" ab, da Vie­le nur noch auf dem Papier einer Glau­bens­ge­mein­schaft angehören.

bookmark_borderMit Wissenschaft tun sich selbst Wissenschaftler schwer

Weil Wis­sen­schaft­ler auch nur Men­schen sind müs­sen sie sich immer wie­der fra­gen, ob sie wirk­lich unvor­ein­ge­nom­men ein The­ma bear­bei­ten - weil die wich­tig­ste Vor­aus­set­zung ist, eine ergeb­nis­of­fe­ne Fra­ge­stel­lung auch ergeb­nis­of­fen durchzuführen.
Im Fol­gen­den habe ich noch­mal eini­ge The­men zusam­men­ge­faßt, die ich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren bespro­chen habe, und die sich mit Wis­sen­schaft und den zuge­hö­ri­gen Pro­ble­men befassen.

bull­shit-Wis­sen­schaft
Auch wenn es immer wie­der (angeb­lich) bestä­tigt wird: Erlern­te Eigen­schaf­ten wer­den NICHT vererbt.

Von Pseu­do­wis­sen­schaf­ten ....
"Gen­der Stu­dies" sind Schwa­fel­fä­cher mit einer Wer­tig­keit wie der Krea­tio­nis­mus - auch "Pipi-Langstrumpf"-Fächer [Ich mach die Welt wie sie mir gefällt]

Miß­brauch­te Wissenschaft
Hier geht es um den Anschlag auf das World Trade Cen­ter und was die Wis­sen­schaft dazu sagt.

Wis­sen­schaft
Hier geht es dar­um den wis­sen­schaft­li­chen Pro­zeß zu erklä­ren, lai­en­ver­ständ­lich, um Vor­ur­tei­le abzubauen.

Wis­sen­schaft & Erfolgsmessung
Stimmt es, dass Bewer­tung einer Vor­le­sung oder eines Semi­nars die "aka­de­mi­sche Frei­heit" ein­schränkt? Eini­ge The­sen dazu.

Wis­sen­schaft­li­cher Fortschritt
Was haben Feld­ham­ster, Gier nach Geld und der nied­li­che "Knut"(†) aus Ber­lin mit­ein­an­der zu tun? 

Wis­sen­schaft ....
"Gos­sen­blog­ger" sind zwar nicht direkt Gegen­stand der Wis­sen­schaft, aber ....

Wie ver­rin­gert man natur­wis­sen­schaft­li­che Kenntnisse ....
Zuviel Bil­dung - vor allem in den Natur­wis­sen­schaf­ten - führt dazu, dass Men­schen zu viel den­ken und unbe­que­me Fra­gen stel­len - was macht also die Poli­tik, wenn sie weni­ger davon haben will aber es nicht laut sagen kann?


Wis­sen­schaft mal nicht ganz so ernst genommen:

 

Zum Abschluß noch zum Unter­schied zwi­schen den Natur­wis­sen­schaf­ten - ganz ein­fach erklärt als "Schnell-Defi­ni­ti­on"¹:

  • If it is green or it wig­gles -- it is Biology. 
  • If it stinks or explo­des -- it is Chemistry. 
  • If it doesn't work -- it is Physics.
  • If it doesn't make sen­se - it is Math.
  • And if it real­ly rocks - it is Geology.

Über­set­zung

  • Wenn etwas grün ist und/oder zap­pelt -- ist es Biologie. 
  • Wenn etwas stinkt oder explo­diert -- ist es Chemie. 
  • Wenn etwas nicht funk­tio­niert -- ist es Physik.
  • Wenn etwas unver­ständ­lich ist -- ist es Mathematik.
  • Und wenn es wirk­lich rockt -- ist es Geologie.

Das ist doch bestimmt ein­fach zu mer­ken .... und ich erin­ne­re mich dabei gern an mei­nen Phy­sik­leh­rer der Ober­stu­fe. Der sag­te näm­lich vor jedem Ver­such " .. und wenn alles klappt, dann sehen Sie .. ", doch meist sah man nichts und er erklär­te genau was man hät­te sehen sol­len. Spä­ter, im Stu­di­um, wur­den vie­le die­ser Ver­su­che im Grund­kurs noch­mal aus­ge­führt - und da hat es immer funktioniert!

¹ [Mehr davon HIER; von dort mit gering­fü­gi­ger Ände­rung übernommen]

bookmark_borderKatholische Menschenfeinde und tumbe fränkische (und andere süd- und nordwestdeutsche) Herrscher ....

.. Ohne Kul­tur­ein­rich­tun­gen, ohne Gar­ni­so­nen und Beam­ten­schaft bricht in Mit­tel­eu­ro­pa die gesam­te nicht-kle­ri­ka­le Stadt­kul­tur zusam­men. Wäh­rend die Römer einen gan­zen Kon­ti­nent mit einer berau­schen­den Stadt­kul­tur über­zie­hen, die Ara­ber, wo immer sie sich ansie­deln, schein­bar aus dem Nichts blü­hen­de Städ­te zau­bern, schaf­fen es Kir­che und frän­ki­sche Herr­scher, das urba­ne Erbe in eine städ­te­lo­se Agrar­land­schaft mit ein­ge­spren­gel­ten Bischofs­sit­zen zu ver­wan­deln. Karl "der Gro­ße" resi­diert nicht mehr in einer Haupt­stadt, son­dern aus dem Sat­tel. Beglei­tet von sei­ner Hof­e­qui­pa­ge auf Och­sen­kar­ren, zieht er mit Sack und Pack von einer Pfalz in die näch­ste und ver­bringt sei­nen Lebens­abend in einem Eifel-Kaff, rund tau­send Kilo­me­ter vom Mit­tel­meer ent­fernt, auf den Resten einer von den Römern ver­las­se­nen Ther­me, unter dem Namen "Aachen" bekannt. Sein Königs­hof wäre im römi­schen Reich besten­falls den Ansprü­chen eines Pro­vinz­gou­ver­neurs gerecht gewor­den .. So ist der Katho­li­zis­mus eine Reli­gi­on sui gene­ris, .. ver­ord­net .. In einer ein­sa­men Ent­schei­dung, .. Durch einen Erlass vom 28. Febru­ar 380, der Euro­pa fast 1500 Jah­re lang beherrscht und des­sen Wir­kung bis in die Spit­zen Süd­ame­ri­kas reicht. Ohne die­ses Gesetz wäre die Geschich­te anders ver­lau­fen, nicht zwangs­läu­fig fried­li­cher, aber wohl weni­ger erbar­mungs­los, ohne Kreuz­zü­ge, die bis heu­te die Bezie­hun­gen zwi­schen Ori­ent und Okzi­dent auf trau­ma­ti­sche Wei­se prä­gen, ohne Zwangs­tau­fen und Indi­ces ver­bo­te­ner Bücher, ohne Inqui­si­ti­on, Hexen­ver­bren­nung, Juden­ver­fol­gung, ohne Reli­gi­ons­krie­ge und ohne reli­gi­ös begrün­de­te Ein­schrän­kung des Wissenschaftsbetriebes .. 
[Quel­le]

Die Reprä­sen­tan­ten die­ser Un-Kul­tur, ver­lan­gen auch heu­te noch eine Son­der­stel­lung, sei es in Schu­len unter ihrer Obhut, von Steu­er­gel­dern bezahlt, oder in Gesund­heits­ein­rich­tun­gen, eben­falls über­wie­gend aus Steu­er­mit­teln finan­ziert, und in der Poli­tik. Frau­en- und men­schen­feind­lich gegen Alle, die nach der kirch­li­chen Les­art "anders" den­ken als es der katho­li­schen Kir­che paßt.

Der Sturz des Herrn Kau­der ist hof­fent­lich ein Signal, dass der kirch­li­che Ein­fluß in der Poli­tik all­mäh­lich als unge­sund erkannt wird und sich eine Oppo­si­ti­on dage­gen auf­tut. Wie im zitier­ten Text dar­ge­stellt sind es vor allem die süd­deut­schen Regio­nen, die frü­her wie heu­te eine pie­ti­sti­sche, rück­wärts­ge­wand­te Reli­gi­ons­schwär­me­rei pfle­gen und aus die­ser her­aus frem­den­feind­lich, men­schen­feind­lich und fort­schritts­feind­lich eing­stellt sind - und die Hoch­bur­gen der CDU / CSU im Lan­de dar­stel­len, mit den Fol­gen der zähen Ver­lang­sa­mung allen Fort­schritts der nicht in ihr enges christ­li­ches Gedan­ken­kor­sett paßt. Nicht zu ver­ges­sen die Hei­mat unse­res Herrn Gesund­heits­mi­ni­sters ["Ein Gesund­heits­mi­ni­ster den sie kau­fen kön­nen!"], das Grenz­ge­biet zu den Nie­der­lan­den, das Mün­ster­land, in dem noch heu­te die Pfaf­fen fast unbe­grenz­ten Ein­fluß haben, weil die land­wirt­schaft­lich struk­tu­rier­te Gegend nicht gera­de die hell­sten Köp­fe behei­ma­tet, die sol­chen Hokus-Pokus noch glau­ben. Und weil ande­rer­seits die Poli­tik davon pro­fi­tiert wenn die Kir­chen dafür sor­gen, dass sie an der Macht blei­ben. Das sind Gegen­den, in denen die CDU noch 60% der Wäh­ler hin­ter sich hat.
Schwer­fäl­li­ge Den­ker sind eben über­wie­gend CDU/C­SU-Wäh­ler.

Es wird Zeit, die­se Fin­ster­nis des Den­kens zurück zu las­sen, vor allem auch weil ihre Reprä­sen­tan­ten sich selbst zu fast der Hälf­te ihrer "Amts­trä­ger" auf der unter­sten gesell­schaft­lich geäch­te­ten Ebe­ne der Kri­mi­na­li­tät, näm­lich der gegen wehr­lo­se Kin­der und Jugend­li­che zur Aus­le­bung einer ver­kork­sten Sexua­li­tät bewegen.

Von sol­chen mie­sen Cha­rak­te­ren, die ihre Sexua­li­tät nicht zügeln kön­nen und sie an den Schwäch­sten aus­le­ben, sol­len wir uns heu­te noch Sit­te & Moral pre­di­gen lassen?

Nur damit ich nicht falsch inter­pre­tiert werde:
Es gibt bestimmt eben­so vie­le ehren­wer­te, völ­lig unschul­di­ge Prie­ster - aber das macht die Ver­ge­hen der Schul­di­gen nicht wett. Das ändert nichts an der Geheim­nis­tue­rei der obe­ren Wür­den­trä­ger bis hin in den Vati­kan, die Ver­tu­schung und Ver­set­zung von Ver­ant­wort­li­chen noch immer für eine "Lösung" sol­cher Ver­bre­chen hal­ten. Solan­ge die Unschul­di­gen es nicht schaf­fen die Sit­te & Moral wie­der her­zu­stel­len, auch gegen den Wider­stand der Hier­ar­chie, so lan­ge machen sie sich mit schuldig.

Ande­re Glau­bens­ge­mein­schaf­ten, das sei noch hin­zu­ge­fügt, soll­ten schon ein­mal anfan­gen ihre eige­nen Wür­den­trä­ger zu prü­fen und sich zu fra­gen, ob es nicht der gesun­de Men­schen­ver­stand nahe­legt, dass auch in ihren Rei­hen sich der­ar­ti­ge Mis­se­tä­ter befin­den! Sie kön­nen sich ange­sichts des Aus­ma­ßes an Ver­ge­hen in einer Reli­gi­ons­ge­mein­schaft nicht zurück­leh­nen und sagen "Ach du hei­li­ger Flo­ri­an - ver­schon mein Haus, zünd and­re an!" [die­se Les­art stammt von mei­ner Groß­mutter] und etwa anneh­men bei ihnen sei das so völ­lig anders ....

bookmark_borderZur Frage von Fachkompetenz

Bekla­gens­wer­te Fehl­grif­fe bei der Beur­tei­lung von Per­so­nen sind im pri­va­ten Leben nicht unbe­dingt pro­ble­ma­tisch. Aller­dings sieht das grund­sätz­lich anders aus wenn es um Auf­trit­te vor grö­ße­rer Öffent­lich­keit geht. Da kann ein Fehl­griff hin­sicht­lich eines "aus­ge­wie­se­nen Exper­ten" schon recht unan­ge­neh­me Aus­wir­kun­gen haben.

Gemein­hin geht man davon aus, dass ein stu­dier­ter und pro­mo­vier­ter Fach­mann eine brei­te Exper­ti­se in sei­nem Fach­ge­biet hat. Das kann, muß aller­dings nicht auto­ma­tisch kor­rekt sein.

Neh­men wir bei­spiels­wei­se einen pro­mo­vier­ten und habi­li­tier­ten Che­mi­ker. Der wird über die Che­mie im All­ge­mei­nen und über sein Pro­mo­ti­ons­the­ma im Beson­de­ren fun­diert Bescheid wis­sen. Wenn es um sein Spe­zi­al­ge­biet - durch Habi­li­ta­ti­on nach­ge­wie­sen - geht, gibt es wohl nicht vie­le Men­schen auf der Welt, die sich da mit ihm mes­sen kön­nen. Sol­che The­men bedin­gen außer­or­dent­lich spe­zia­li­sier­te Fach­kennt­nis­se, die so tief in die Mate­rie ein­drin­gen, dass sie bestimmt mit Recht als "Nischen­wis­sen" ein­ge­stuft wer­den können.

Jetzt stel­len wir uns vor, ein Pro­gramm­ver­ant­wort­li­cher sucht einen Che­mi­ker der zur glo­ba­len Erwär­mung etwas sagen soll. Da wis­sen die mei­sten Men­schen, dass es etwas mit CO2, Stick­oxi­den und Schwe­fel­ver­bin­dun­gen zu tun hat. Ganz ver­sier­te wis­sen zudem, dass auch Schwer­me­tal­le in Abga­sen ein nen­nens­wer­tes Pro­blem für die Umwelt darstellen. 

Da ist der Fach­wis­sen­schaft­ler in einer Zwickmühle:
Einer­seits hat er natür­lich ver­tief­te Kennt­nis­se zu der Inter­ak­ti­on von che­mi­schen Sub­stan­zen - ande­rer­seits feh­len ihm Kennt­nis­se hin­sicht­lich der Beur­tei­lung von meter­eo­lo­gi­schen Abläu­fen, die eine Kon­zen­tra­ti­on oder Redu­zie­rung bestimm­ter Stof­fe beeinflussen.

Ein ver­ant­wor­tungs­be­wuß­ter Wis­sen­schaft­ler wird in einer sol­chen Situa­ti­on drauf ver­wei­sen wo sei­ne Gren­zen der Exper­ti­se lie­gen - und im Zwei­fel davon Abstand neh­men sich öffent­lich dazu zu äußern. Wir Alle ken­nen aber das Gegen­teil - und Men­schen tun schon ver­rück­te Din­ge nur um ein­mal im Ram­pen­licht ste­hen zu können ....

Betrach­ten wir jetzt ein­mal einen ande­ren Bereich, die Gei­stes­wis­sen­schaf­ten. Da zu unter­schei­den wer wel­che Exper­ti­se besitzt ist bei wei­tem schwie­ri­ger als bei den Naturwissenschaften.

Dass ein bekann­ter und pro­mo­vier­ter, gar habi­li­tier­ter und ver­öf­fent­lich­ter Autor Vie­les weiß und dazu etwas sagen kann ist klar. Aber wird er stets, in jedem gei­stes­wis­sen­schaft­li­chen Fach, wis­sen, wovon er redet ...? Häu­fig wird argu­men­tiert, dass ein Wis­sen­schaft­ler x Zita­te hat, und des­we­gen glaub­wür­di­ger sei als jemand, der zwar eben­falls (bei­spiels­wei­se) Psy­cho­lo­gie stu­diert hat, aber nur einen Bache­lor­ab­schluß erreich­te und nir­gend­wo zitiert wurde. 

Wenn aber das The­ma Phi­lo­so­phie oder Poli­tik ist?! Nein, aka­de­mi­sche Auto­ri­tät funk­tio­niert nicht so, dass Auto­ri­tät in einem Fach gleich­zei­tig Auto­ri­tät in wei­te­ren, rand­stän­di­gen Fel­dern bedeu­tet! Wer Psy­cho­lo­gie stu­diert hat und sich dort eines her­vor­ra­gen­den Rufes erfreut kann - und wird wahr­schein­lich - in der Anthro­po­lo­gie, der Phi­lo­so­phie, der poli­ti­schen Geschich­te oder sogar der Sozi­al­psy­cho­lo­gie etwas Fal­sches sagen, wenn sein Schwer­punkt die kli­ni­sche Psy­cho­lo­gie ist.

Geht es aller­dings allei­ne um das Renom­mee, den Bekannt­heits­grad, also dar­um, eine "Auto­ri­tät" vor sich zu haben, so ist die­ser nicht auto­ma­tisch eine Kom­pe­tenz zuzu­ord­nen - im Gegen­teil, hier darf und muß die Fra­ge gestellt wer­den auf Grund wel­cher Fach­kennt­nis­se sich die­se Per­son äußert.

Mein Punkt ist, dass ein Wis­sen­schaft­ler viel­leicht pro­mo­viert hat und in sei­nem Fach aner­kannt ist. Oft spricht ein sol­cher Mensch über vie­le Berei­che, die außer­halb sei­nes Fach­ge­bie­tes lie­gen, was bedeu­tet, dass er nicht mehr not­wen­di­ge Auto­ri­tät über die­se The­men hat als Sie oder ich. 

Um fair zu sein:
Es sieht so aus, als ob die­se Tat­sa­che nicht von all­zu vie­len Beob­ach­tern so erfasst wird. Das ist ein gro­ßes Ärger­nis. Ermög­licht es doch man­chem Schar­la­tan so eine Kar­rie­re auf­zu­bau­en und durch die Lan­de zu tin­geln. Leu­te neh­men das ernst was von die­ser Per­son kommt, dabei bestehen die Aus­sa­gen größ­ten­teils aus dem, was außer­halb der Exper­ti­se gesagt wird. Dabei wer­den vie­le all­ge­mei­ne Feh­ler und spe­zi­fisch sach­li­che Feh­ler auf­tre­ten - nur küm­mert es in vie­len sol­chen Fäl­len nie­man­den mehr.

Talk­shows leben davon sol­che *Exper­ten* ein­zu­la­den - und bedau­er­lich ist, dass dabei die soge­nann­te "Publi­kums­wirk­sam­keit" einer Per­son wich­ti­ger ist als deren Wis­sen bzw. die Fer­tig­keit die­ses Wis­sen ver­ständ­lich zu arti­ku­lie­ren. Von der Poli­tik will ich in die­sem Zusam­men­hang gar nicht erst anfan­gen .... sonst schrei­be ich noch in ein paar Wochen.

bookmark_border➀ Wir leben in einer DEMOKRATIE.
Echt jetzt ...? Eine Erörterung in vier Teilen

Teil ➀
Ein­lei­tung, Mythen 1 & 2

Wor­an erken­nen wir, ob ein Staat eine Demo­kra­tie ist?
Wenn unser Staat kei­ne Demo­kra­tie ist, war­um gibt es dann kei­nen Auf­stand um sie wie­der herzurichten? 

Das ist der Aus­gangs­punkt für die Fra­ge­stel­lung im Titel.
Wie wird also das Volk 'zufrie­den' gehal­ten und wie wird den Bür­gern Demo­kra­tie vor­ge­spielt, so glaub­haft, dass sie Ruhe bewahren?

Nun, das Zau­ber­wort heißt "Mythos" - lt. WIKTIONARY: Legen­de, Sage - es wer­den uns bestimm­te Geschich­ten erzählt die zum Beweis die­nen sol­len, dass unser Staat eine Demo­kra­tie ist. 

Wenn etwas sehr häu­fig und aus vie­len Rich­tun­gen wie­der­holt wird muß es doch wahr sein?
Das ist die all­ge­mei­ne Auf­fas­sung und die Mas­se der Bevöl­ke­rung kommt gar nicht erst auf die Idee die­ses (angeb­li­che) Fun­da­ment des Staa­tes in Fra­ge zu stellen.

Vie­le 'bedeu­ten­de' Per­sön­lich­kei­ten ste­hen hin­ter die­sen Aus­sa­gen, wird da behaup­tet. Wer sind die­se Per­sön­lich­kei­ten und wie haben sie sich tat­säch­lich geäu­ßert? Wur­den mög­li­cher­wei­se ihre Wor­te aus dem Zusam­men­hang geris­sen und als Zitat ver­wen­det obwohl die Aus­sa­ge ins­ge­samt eine völ­lig ande­re Ten­denz hat? "Lügen mit Zita­ten" - ein mie­ser Trick der Poli­tik, die sich dafür oft bestimm­ter Mas­sen­blät­ter bedient. Im Gegen­zug wer­den die hand­voll Ver­le­ger sol­cher Mas­sen­zei­tun­gen - die noch im Lan­de bestehen - von der Poli­tik geschützt indem man die vom Vol­ke bezahl­ten Medi­en­an­stal­ten ihrer Archi­ve beraubt weil die Ver­le­ger dar­in "Kon­kur­renz" sehen.

Doch schau­en wir ein­mal genau­er hin wie es um die ver­schie­de­nen Mythen bestellt ist, die uns sug­ge­rie­ren, wir leb­ten in einem demo­kra­ti­schen Staat in dem jede Stim­me glei­ches Gewicht und jeder Bür­ger glei­che Rech­te hat. 

  • Mythos # 1:
    Unser Staat ist eine Demokratie
  • Immer vor gro­ßen (Bun­des­tags-) Wah­len über­bie­ten sich die Poli­ti­ker dabei zu beto­nen wie wich­tig es sei zur Wahl zu gehen. Wor­te. Aber wo sind die Taten?
    Wie ich vor Jah­ren schon in die­sem Bei­trag → Wahl­be­tei­li­gung & Sitz­ver­tei­lung berech­net habe könn­ten wir mit einem alter­na­ti­ven Modell den Bun­des­tag klei­ner machen und viel Geld spa­ren. Zumal wir immer bei Wah­len "Luft­sit­ze" [man nennt sie vor­neh­mer "Über­hang­man­da­te"] haben. Es fehlt aller­dings am Wil­len der Par­tei­en weil sie nicht gewillt sind selbst spar­sam zu sein, son­dern lie­ber an Aus­ga­ben für die Bür­ger sparen.
    Wo frü­her eine gewis­se Ver­läß­lich­keit der poli­ti­schen Rich­tung vor­han­den war fin­den wir heu­te sich ganz schnell dre­hen­de Fähn­lein im Win­de .... ein Bei­spiel aus der vor­letz­ten Wahl in Hes­sen: → Sind "Grü­ne Lügen" die bes­se­ren Lügen? Da haben die Grü­nen vor Bouf­fier als Mini­ster­prä­si­dent gewarnt und nach der Wahl waren sie es, die ihn in den Sat­tel hoben. Kann man sol­che Poli­ti­ker noch ernst neh­men? Oder gar wäh­len? Dann doch lie­ber "Die Lin­ke", trotz ihrer mehr als dubio­sen Ein­stel­lung zur Reli­gi­on ganz allgemein.
    Womit wir beim zwei­ten Mythos ange­kom­men sind:

  • Mythos # 2:
    Unser Wahl­sy­stem ist aus­ge­wo­gen und spie­gelt den Volks­wil­len wieder
  • Nichts an unse­rem Wahl­sy­stem ist "demo­kra­tisch" - abge­se­hen viel­leicht von der Tat­sa­che, dass es kei­nen Betrug an den Urnen gibt. Der Betrug an den Wäh­lern fin­det schon vor­her, ganz offen, bei der Aus­wahl der Kan­di­da­ten und wegen des bestehen­den Wahl­sy­stems statt.

    Kan­di­da­ten wer­den zumeist in den Wahl­krei­sen von der Basis mit-bestimmt. Dar­in steckt schon ein Detail: Vor­schlä­ge kom­men nicht von den Mit­glie­dern, son­dern von extra dazu bestimm­ten Gre­mi­en - mit der faden­schei­ni­gen Begrün­dung man wol­le den Pro­zeß straf­fen und allen Betei­lig­ten Zeit und Auf­wand spa­ren. Es gibt natür­lich Vari­an­ten. Wenn sie, lie­be Lesen­de, wel­che ken­nen, bit­te ver­mer­ken sie es in den Kom­men­ta­ren. Danke!

    Der viel grö­ße­re Betrug am Wäh­ler folgt in der näch­sten Stufe:
    Den Landeslisten.
    Dort wer­den Kan­di­da­ten "abge­si­chert", die die Par­tei­füh­rung unbe­dingt im Par­la­ment haben will.
    Selbst wenn also die Bevöl­ke­rung die­se Per­son satt hat, für unfä­hig hält oder deren Arbeit für unzu­läng­lich und des­we­gen nicht mehr haben will - die Lan­des­li­ste bringt sie wie­der in die Spit­ze bzw. Regie­rung, gegen allen Wider­stand der Wäh­ler, deren Wil­le hier schlicht­weg gefälscht wird, denn die Wahl eines Wahl­kreis­kan­di­da­ten wür­de doch schon völ­lig aus­rei­chen - aber Nein, über die Zweit­stim­me mogeln die Par­tei­obe­ren ihre beson­de­ren Spe­ze­ln wie­der in die Ämter.
    Die wis­sen eben, wie man mit Lob­by­isten umgeht und die Par­tei­spit­zen wis­sen, wer ihnen den größ­ten Rei­bach beschert.

    Gera­de­zu 'pro­phe­tisch' ana­ly­sier­te Gre­gor Gysi schon vor Jah­ren war­um eine Grün­dung der EU schei­tern muß, wenn sie ledig­lich auf einem wirt­schaft­li­chen Fun­da­ment gebaut wird - die Bevöl­ke­run­gen in der EU wur­den nicht gefragt, das haben die Poli­ti­ker ganz allei­ne zu ver­ant­wor­ten - und nun fra­gen wir uns:
    War das Alles rech­tens, war­um wur­den da die Bür­ger nicht ein­be­zo­gen, war das tat­säch­lich eine demo­kra­ti­sche Vor­ge­hens­wei­se? Und wie sieht es mit den wei­te­ren Gre­mi­en der EU aus die ledig­lich von den natio­na­len Par­la­men­ten dort­hin geschickt wer­den? Kei­ne poli­ti­sche Ver­ant­wor­tung auf­grund von Wah­len, dort fin­det man meist wil­li­ge "Par­tei­sol­da­ten", denen das Aus­schei­den aus der natio­na­len Poli­tik durch groß­zü­gi­ge Diä­ten und Kosten­er­stat­tun­gen leicht gemacht wird, und die dann ihr Mario­net­ten­da­sein bis zum Gro­tes­ken aus­le­ben - sie­he Öttin­ger!

    --------------------------------- So geht es wei­ter .... ---------------------------------

    Fort­set­zung Teil ➁
    Mythen 3 & 4

  • Mythos # 3:
    Unse­re Medi­en, Pres­se, Rund­funk und Fern­se­hen sind die 4. Gewalt und schau­en den ande­ren drei Gewal­ten [Gesetz­ge­bung (Legis­la­ti­ve), Voll­zie­hung (Exe­ku­ti­ve) und Recht­spre­chung (Judi­ka­ti­ve)] auf die Finger.
  • Mythos # 4:
    Unse­re Justiz ist "unab­hän­gig"
  • Fort­set­zung Teil ➂
    Mythen 5 & 6

  • Mythos # 5:
    Die Poli­zei ist unser "Freund & Helfer"
  • Mythos # 6:
    Kon­sum macht glücklich
  • Fort­set­zung Teil ➃
    Mythen 7 & 8 und Schlußüberlegungen

  • Mythos # 7:
    Wer hart arbei­tet sorgt für ein zufrie­de­nes Leben für sich und sei­ne Familie
  • Mythos # 8:
    Jeder Bür­ger des Staa­tes genießt 'per­sön­li­che Freiheit'