bookmark_borderWas du nicht willst, ....

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Was du nicht willst, was man dir tu
- das füg' auch kei­nem andern zu!

Wie gut, daß es wenigs­tens jetzt einen Auf­schrei quer durch die Nati­on & die EU gibt weil Frau Mer­kel abge­hört wird. Angeb­lich ist das been­det. Wer's glaubt wird selig!

Das Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz ist als völ­lig nutz­los ent­larvt. Die sit­zen sich offen­bar nur den Hin­tern platt. Die schlimm­sten Befürch­tun­gen sind bewie­sen. Ich bin gespannt, was da an Maß­nah­men erfolgt.

"Wir müs­sen ein biß­chen vor­sich­ti­ger sein wenn wir die Deut­schen aus­spio­nie­ren" - genau das muß ein Ende haben. Die Igno­ranz von Recht & Gesetz durch die Ame­ri­ka­ner darf so nicht wei­ter gehen - wird aber trotz­dem. Die U.S.A. sind wohl doch schon ein tota­li­tä­res System. Kein Zweifel.

Wenn wenig­stens dabei her­aus­kommt, daß die Schnüf­fe­lei hier im Lan­de zurück­ge­fah­ren wird, ist schon etwas gewon­nen. Frau Mer­kel wäre gut bera­ten Frau Leu­theu­sser-Schnar­ren­ber­ger als Justiz­mi­ni­ste­rin zu behal­ten - das wäre ein gutes Signal an die Bevöl­ke­rung, daß man das The­ma "Bür­ger­rech­te" wahr­haf­tig ange­hen will.

bookmark_borderLate Night

Eine TV-Serie die ich gern gese­hen habe, aber manch­mal nicht bei der ersten Aus­trah­lung sehen konn­te, läuft der­zeit im Spät-Spät-Pro­gramm auf Pro7. Das wäre noch kein Pro­blem, da ich eher eine 'Nacht­eu­le' bin. Was mich nervt ist die Tat­sa­che, daß in den Wer­be­pau­sen nach Mit­ter­nacht fast nur noch sol­che Spots lau­fen die irgend­wel­che dubio­sen Tele­fon-, Video- & Inter­net-Sex-Ange­bo­te zum Inhalt haben. 

Mal abge­se­hen von den durch­aus ein­fäl­ti­gen Tex­ten ist das Muster offen­bar auf wirk­lich ganz simp­le Gemü­ter aus­ge­rich­tet. Wenn gespro­chen wird sind Ton­la­ge und Beto­nung son­der­bar künst­lich und unna­tür­lich - im 'nor­ma­len' Leben spricht kein ver­nünf­ti­ger Mensch auf die­se Wei­se. Das soll wohl 'ero­ti­sie­rend' wir­ken - ich fin­de es eher lächerlich.

Wer­bung soll sich - wenig­stens nach Lehr­buch - immer an eine Ziel­grup­pe rich­ten. Mir fal­len fol­gen­de Mög­lich­kei­ten ein:

  1. Die Ziel­grup­pen­ana­ly­se ist unvoll­stän­dig oder basiert auf fal­schen 'samples';
  2. Auf Grund mei­ner beson­de­ren per­sön­li­chen Bedin­gun­gen gehö­re ich nicht zum zen­tra­len Bereich die­ser Ziel­grup­pe - dann ist die Adres­sa­ten­ana­ly­se gene­rell kor­rekt und ich lie­ge ein­fach nur weit außer­halb des anzu­neh­men­den Mittelwertes;
  3. Es gibt kei­ne Adres­sa­ten­ana­ly­se - die Wer­bung folgt ledig­lich einem unbe­stimm­ten "Schrot­schuß-Prin­zip".

Wie dem auch sei.
Ich fin­de die­se Wer­bung peinlich.

bookmark_borderWahlbeteiligung & Sitzverteilung

Seit Wochen wer­den nun Gesprä­che zu einer neu­en Koali­ti­on geführt. Was her­aus­kom­men wird ist ein Par­la­ment in dem den Regie­rungs­vor­schlä­gen brei­te Zustim­mung sicher ist, denn kein Abge­ord­ne­ter, der noch­mal ins Par­la­ment will, kann es sich lei­sten sich "non-kon­form" zu ver­hal­ten. Sonst ist er bei der näch­sten Wahl (spä­te­stens) sei­nen Posten los ....

2008 hat­te ich ange­sichts der nied­ri­gen Wahl­be­tei­li­gung schon mal einen Vor­schlag gemacht den ich hier noch­mal auf­neh­men, mit den neu­en Zah­len neu berech­nen und betrach­ten will [Sitz­ver­ga­be im Par­la­ment (18.10.2008)].

Die Wahl­be­tei­li­gung hat bei 71,5% gele­gen. Dem­nach nur das Votum von ca. drei Vier­teln der wahl­be­rech­tig­ten Bevöl­ke­rung - die Par­tei­en haben es also nicht geschafft, die Bür­ger zur Urne zu bekommen! 

Nach dem jet­zi­gen System wer­den sie mit "Luft­sit­zen" im Par­la­ment belohnt, Sit­ze für Null-Stimmen:
Die Zahl der Par­la­men­ta­ri­er ist doch von der Zahl der Wahlberech­tig­ten abhän­gig - war­um also nicht Abge­ord­ne­ten­man­da­te redu­zie­ren wenn weni­ger Berech­tig­te tat­säch­lich wäh­len? - und zwar pro­por­tio­nal zur Wahlbeteiligung .... 

Alle Par­tei­en müß­ten so min­de­stens die Wahl­be­tei­li­gung 'gemein­sam' erhö­hen - wenn sie sich schon von den Inhal­ten her kaum noch unter­schei­den. Weni­ger "Ver­dros­sen­heit" des Wahl­volks bedeu­te­te dann mehr Sit­ze im Par­la­ment. Das wäre aus mei­ner Sicht ein wün­schens­wer­tes Ergeb­nis einer sol­chen "Neu­be­rech­nung" (Ich war schon groß­zü­gig und habe 'auf­ge­run­det' wenn gebro­che­ne Zah­len herauskamen ...!).

[71,5% Wahl­bet.]

Par­tei
Pro­zent
 Sit­ze jetzt
 Sit­ze n. Korr.
CDU
34,1
 255
 182
CSU
7,4
 56
 40
 
 
CDU/CSU
41,5
 311
 222
SPD
25,7
 193
 138
Lin­ke
8,6
 64
 46
Grü­ne
8,4
 63
 45
GESAMT    631  451

 

180 (!) Abge­ord­ne­te weni­ger. Die Pro­por­tio­nen gleich, aber: weni­ger Dis­kus­sio­nen und Strei­te­rei­en, weni­ger Aus­ga­ben für das Par­la­ment .... man den­ke nur dar­an, wel­che enor­men Beträ­ge ein­ge­spart wür­den. Geld, das sinn­vol­ler als zur Ali­men­tie­rung von "Luft"-Sitzen im Par­la­ment genutzt wer­den könnte.

bookmark_borderSammelsurium (II)*

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Bei Herrn Spreng war zu lesen:
Kanz­ler­kan­di­da­tin könn­te sie ohne­hin nur dann wer­den, wenn sie in Ger­hard-Schrö­der-Manier bei der Land­tags­wahl antritt: Die näch­ste Kanz­le­rin muss aus Nord­rhein-West­fa­len kom­men. Das wäre eine gewag­te Ope­ra­ti­on, denn es gibt – im Gegen­satz zu Nie­der­sach­sen - kei­ne NRW-Iden­ti­tät.
Tja, da bin ich völ­lig ande­rer Mei­nung - wenn es eine Lan­des-Iden­ti­tät gibt, dann doch wohl eher in NRW als in Nie­der­sach­sen. Denn die Nie­der­sach­sen sind sehr verschieden:

  • Nord­west-Nie­der­sach­sen mit sei­nen stoi­schen Friesen,
  • die Heid­jer süd­lich von Hamburg, 
  • die 'Dia­spo­ra' ent­lang der vor­ma­li­gen DDR-Grenze,
  • die Braun­schwei­ger mit der Tra­di­ti­on Heinrichs,
  • Salz­git­ter & Wolfs­burg aus dem Boden gestampft als Industriestandorte,
  • Göt­tin­gen und das Umland als Dichter-und-Denker-Standort,
  • die Weser­an­sied­ler mit ihrer sehr drö­gen Art und
  • schließ­lich das etwas pro­vin­zi­el­le, aber doch kul­tu­rell rei­che Hannover.
  • Wahr­haf­tig kei­ne "Lan­de­si­den­ti­tät".

Nein, Herr Spreng, ganz sicher hat das Land NRW eine grö­ße­re Iden­ti­tät, denn es sind nur drei Regio­nen aus­zu­ma­chen: Mün­ster­land, Ruhr­ge­biet und Rhein­schie­ne - und die sind durch Berg­bau und Indu­strie durch und durch verwoben.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

 
"65 is the new 39" [65 ist das neue 39; Bezug: Lebensalter]
**"Mil­len­ni­als kom­men in Klum­pen. Über­all, wo ich sie sehe bewe­gen sie sich in Klum­pen von 4 oder 5 oder 6 oder mehr durch das Leben. Ich bin mir nicht sicher, ob dies bedeu­tet, daß sie alle Team-Play­er zum n-hoch-x-ten-Grad sind, oder ob sie es sich ein­fach nicht lei­sten kön­nen, ihre eige­ne Woh­nung zu mie­ten oder ihr eige­nes Mit­tag­essen zu bezah­len. Es ist so ärger­lich zu sehen, wie sie 'ver­klumpt' zusam­men Mit­tag­essen indem sie 2 oder 3 klei­ne Tische zusam­men­schie­ben - die sie dann, wenn sie gehen, zusam­men­ge­scho­ben lassen.
Sie ste­hen auf und gehen fort ... in einem Klumpen.
Mei­ne Anmer­kung für die Mil­len­ni­als ist: "Gewöhnt euch an den Gedan­ken, ich habe nicht die Absicht, in den Ruhe­stand zu gehen damit ihr mei­ne Arbeit haben könnt. 65 ist das neue 39. :-)
Und ich bin ein­zig­ar­tig, nicht klump-fähig." 

Aus die­sem Bei­trag zur Alters­dis­kus­si­on habe ich drei Din­ge gelernt & bemer­kens­wert gefunden:
  1. Die Gene­ra­ti­on um die zwan­zig wird als "Mil­len­ni­als" bezeichnet; 
  2. Die­se Gene­ra­ti­on unter­nimmt ALLES in Gruppen; 
  3. Die Gene­ra­ti­on ist auf sich selbst bezo­gen und nimmt auf ihre Umge­bung kei­ne Rücksicht. 

Eine Beob­ach­tung, die ich ähn­lich auch schon gemacht habe. Ver­wun­dert gemacht habe, denn es trifft nicht nur in Ame­ri­ka zu (da kommt der Ori­gi­nal­text her), son­dern auch in euro­päi­schen Län­dern. Ich kann mir kei­nen Reim dar­auf machen war­um das so ist. Irgend­ei­ne Erklä­rung wird es aber bestimmt geben.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

 
Kürz­lich habe ich mal wie­der etwas Fern­ge­se­hen, der Film heißt:
Mars attacks!
Das ist noch schlim­me­rer Kla­mauk als ich dach­te - trotz Beset­zung mit der Crè­me de la Crè­me von Schau­spie­lern. Aus der Wer­bung zum ursprüng­li­chen Start des Films hat­te ich den Ein­druck gewon­nen: Nicht beson­ders sehens­wert! - und in der Tat, jetzt, nach­dem ich mir den Film in gan­zer Län­ge 'ange­tan' habe bin ich über­zeugt, daß es rei­ne Zeit­ver­schwen­dung war. Egal, was die Film­kri­tik dazu noch an ver­qua­sten Flos­keln beschö­ni­gend zu sagen hat:
Der­art an den Haa­ren her­bei­ge­zo­ge­nen Quatsch kann man wohl nur mit einem IQ unter 80 gut finden.
"Tim Bur­ton ließ sich für die­sen Film von Sam­mel­kar­ten inspi­rie­ren, die es in sei­ner Kind­heit in Kau­gum­mi­packun­gen gab." - kein Wun­der also, wenn sein 'Opus' ent­spre­chend flach & auf­ge­bla­sen wirkt .... es ist scha­de um jeden Cent der in die­ses Mach­werk inve­stiert wurde.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

* Erklä­rung zu 'Sam­mel­su­ri­um':
Wenn ich so durch die Blogs strei­fe fal­len mir Din­ge auf die für einen eige­nen Bei­trag nicht genug sind, die ich aber doch irgend­wie kom­men­tie­ren will. Manch­mal sind es auch scam-Mails die sich von dem übli­chen Schrott abhe­ben — weil sie beson­ders dreist daher­kom­men. Oder ich bekom­me etwas Wit­zi­ges zuge­schickt von dem ich glau­be Ande­re könn­ten es auch wit­zig finden.

** Ori­gi­nal­text:
"Mil­len­ni­als Clump. Ever­y­whe­re I see them, they are moving through life in clumps of 4 or 5 or 6 or more. I'm not sure if this means they are all team play­ers to the nth degree, or if they sim­ply can't afford to rent their own apart­ment or buy their own lunch. It's so annoy­ing to see them clum­ped tog­e­ther for lunch with 2 or 3 litt­le tables pushed tog­e­ther, and then they lea­ve the litt­le tables pushed tog­e­ther when they rise and depart ... in a clump.
So my note to Mil­len­ni­als is "get used to it". I have no inten­ti­on of reti­ring so you can have my job. 65 is the new 39. :-) And I am sin­gu­lar, not clump-able."

bookmark_borderHistorische Figur oder fiktionaler Charakter?
*update*

Das Chri­sten­tum wur­de - und wird! - benutzt um Mas­sen zu kontrollieren.

Ame­ri­can Bibli­cal scho­lar Joseph Atwill will be appearing befo­re the Bri­tish public for the first time in Lon­don on the 19th of Octo­ber to pre­sent a con­tro­ver­si­al new discovery:
Anci­ent con­fes­si­ons recent­ly unco­ver­ed now pro­ve, accor­ding to Atwill, that the New Testa­ment was writ­ten by first-cen­tu­ry Roman ari­sto­crats and that they fab­ri­ca­ted the enti­re sto­ry of Jesus Christ.
{Über­set­zung: sie­he letz­ter Absatz}
. [Quel­le]

[screen shot]

Des­we­gen ist die Ant­wort auf die Titel­fra­ge eindeutig:
"Fik­tio­na­ler Cha­rak­ter" - histo­risch nicht zu bele­gen - und ich setz­te aus mei­ner Sicht hin­zu "Mas­sen­psy­cho­lo­gi­sches Instru­ment", des­sen Nütz­lich­keit stets von den Mäch­ti­gen aus­ge­nutzt wur­de, des­sen Ursprung aber in dem soge­nann­ten "Dunk­len Zeit­al­ter" der Geschich­te ver­lo­ren ging.


 

Nun blei­ben natür­lich Fra­gen offen, wie z.B. "War­um hat das frü­her nie­mand gemerkt?" oder "Wo waren die jetzt her­an­ge­zo­ge­nen Quel­len gela­gert?" und eine beson­ders wich­ti­ge Fra­ge "War­um wer­den die­se Infor­ma­tio­nen in einem Buch ver­öf­fent­licht - und nicht wie üblich in einem wis­sen­schaft­li­chen Fachblatt?"

Egal wie die Sache letzt­lich aus­geht ist sie doch in einer Wei­se 'auf­rüt­telnd':
Die Ver­mu­tung, in den Kir­chen­ar­chi­ven lage­re noch eine Fül­le von Infor­ma­tio­nen bekommt neue Nah­rung. Weder die Wis­sen­schaft und schon erst recht nicht das brei­te­re Publi­kum erfährt WAS die Kir­che even­tu­ell dort noch verbirgt. 

Denn es ist sicher, daß bri­san­tes Mate­ri­al, das den Bestand der Kirche(-n) gefähr­den könn­te, sehr sicher unter Ver­schluß ist. Da wird es wohl bleiben.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

* Der ame­ri­ka­ni­sche Bibel­wis­sen­schaft­ler Joseph Atwill wird in Lon­don am 19. Okto­ber vor der bri­ti­schen Öffent­lich­keit zum ersten Mal zu sehen sein, um sei­ne umstrit­te­ne Ent­deckung zu prä­sen­tie­ren: Histo­ri­sche Auf­zeich­nun­gen die er kürz­lich ent­deck­te bewei­sen, so Atwill, dass das Neue Testa­ment von römi­schen Ari­sto­kra­ten im ersten Jahr­hun­dert geschrie­ben wur­de und dass sie die gesam­te Geschich­te von Jesus Chri­stus frei erfun­den haben.
 


 ∙ ▪  ▪ ∙ 

*update* (14.10.2013; 12:00h)
Bei "tele­po­lis" gibt es hier­zu jetzt auch einen Artikel
"Ver­schwö­rungs­theo­rie: Chri­sten­tum als Psy-Op-Pro­gramm zur Nahostbefriedung"

bookmark_borderWas man nicht unbedingt wissen muß, ....

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.... was aber auch nicht scha­det zu wissen:

  • Glas wird in meh­re­ren Tau­send Jah­ren nicht zer­setzt - was bedeu­tet: Es ist prak­tisch unver­gäng­lich. Es ist außer­dem eine Sub­stanz die unend­lich vie­le Male recy­celt wer­den kann.
  • Gold ist das ein­zi­ge Metall das nicht oxi­diert - selbst wenn es vie­le Jah­re in der Erde liegt.
  • Die mensch­li­che Zun­ge ist der ein­zi­ge Mus­kel der nur an einer Sei­te befe­stigt ist. Anson­sten haben alle Mus­keln zwei Ansatzpunkte.
  • Sobald man kei­nen Durst mehr ver­spürt muß man trin­ken - weil bei Aus­trock­nung der Durst-Mecha­nis­mus 'aus­ge­schal­tet' wird.
  • Nach dem Essen Was­ser zu trin­ken senkt die Aci­di­tät (Säu­re­ge­halt; Säu­re­grad) der Mund­höh­le um 60% - aller­dings senkt Was­ser auch die Säu­re­kon­zen­tra­ti­on im Magen und redu­ziert so die Ver­dau­ungs­lei­stung. Es ist daher klug nicht zuviel Was­ser zu trinken ;)
  • "Null" (0) ist die ein­zi­ge Zahl die man nicht in römi­schen Zif­fern schrei­ben kann.
  • In Unter­see­boo­ten wird Erd­nuß­öl zum Kochen ver­wen­det weil es nicht 'raucht' bis es auf etwa 230°C erhitzt ist.
  • Das Geräusch, das man hört wenn man eine Muschel ans Ohr hält, ist nicht das Rau­schen des Oze­ans - es ist das Rau­schen des eige­nen Blu­tes in den Blut­ge­fä­ßen des Ohres.
  • Neun von zehn Lebe­we­sen auf der Erde leben im Meer.
  • Die Zucht­for­men der Bana­ne kön­nen sich nicht mehr auf natür­li­chem Wege ver­meh­ren. Sie brau­chen zur Repro­duk­ti­on mensch­li­che Hil­fe. Die Früch­te der natür­li­chen For­men der Bana­ne sind Bee­ren - und die kön­nen sich ohne mensch­li­che Hil­fe ver­meh­ren. Außer­dem trei­ben Bana­nen Rhi­zo­me (Wur­zel­spros­se), dar­aus wach­sen neue Pflanzen.
  • Flug­plät­ze in höher gele­ge­nen Gebie­ten der Erde brau­chen län­ge­re Start- und Lan­de­bah­nen weil die Dich­te der Luft mit der Höhe abnimmt.
  • Zäh­ne und Ner­ven­zel­len sind die ein­zi­gen Gewebs­ty­pen des Men­schen die nicht zur Rege­ne­ra­ti­on fähig sind.
  • Im alten Grie­chen­land bedeu­te­te einer jun­gen Frau einen Apfel zuzu­wer­fen einen Hei­rats­an­trag - wenn sie ihn fing war das eine Zusage.
  • Intel­li­gen­te Men­schen haben mehr Kup­fer und Zink in ihren Haa­ren - je mehr, desto intelligenter.
  • Der Kome­ten­schweif weist immer in die der Son­ne abge­wand­te Richtung.
  • Die Schwei­negrip­pe-Imp­fung (1976) rief mehr Erkran­kun­gen und Todes­fäl­le her­vor als sta­ti­stisch ohne Imp­fung auf­ge­tre­ten wären.
    [Grip­pe­imp­fun­gen sind nur für älte­re, geschwäch­te Per­so­nen und bett­lä­ge­ri­ge, bereits ander­wei­tig erkrank­te Kin­der sinnvoll.]
  • Kof­feïn ver­stärkt die Wir­kung von Schmerz­mit­teln und wird die­sen oft bei­gemischt - der Mecha­nis­mus ist fol­gen­der: Kof­feïn erhöht kurz­zei­tig (30 min.) die Durch­blu­tung, auch des Magens, und die Wirk­sub­stan­zen pas­sie­ren schnel­ler ins Blut.
  • Der mili­tä­ri­sche Gruß erin­nert an das Hoch­klap­pen des Visiers bei den Rit­ter­rü­stun­gen um dem Kon­tra­hen­ten das Gesicht zu zeigen.
  • Der Hand­schlag, das 'Hän­de rei­chen', waren Gesten um dem Gegen­über zu zei­gen, daß man unbe­waff­net war.
  • Wenn der Mensch stirbt geht zuerst die Seh­fä­hig­keit, zuletzt die Hör­fä­hig­keit zu Ende.
  • Erd­bee­ren sind die ein­zi­gen Früch­te bei denen die Samen außen wach­sen - was wir als Frucht essen ist der ver­grö­ßer­te Blütenboden.
  • Avo­ca­dos sind von allen Früch­ten die­je­ni­gen mit den mei­sten Kalo­rien - sie ent­hal­ten ca. 160 kcal/100g Fruchtmasse.
  • Der Mond ent­fernt sich pro Jahr um ca. 6 cm von der Erde.
    [Sie­he hier­zu => "vom mond"]
  • Täg­lich wächst das Gewicht der Erde um ca. 100 Ton­nen durch den Welt­raum­staub, der auf die Erde fällt.
  • Die Schwer­kraft der Erde limi­tiert die Höhe der Ber­ge auf ca. 15.000m.
  • Vor Brücken wer­den Marsch­ko­lon­nen von Sol­da­ten ange­wie­sen den Gleich­schritt auf­zu­lö­sen - weil anson­sten Schwin­gun­gen ent­ste­hen könn­ten, die die Brücke zum Ein­sturz brin­gen können.
  • Am Äqua­tor ist das Gewicht um ca. 1% reduziert.
  • Pro Kilo­gramm Gewicht wer­den bei einem Welt­raum­start 530 kg Treib­stoff gebraucht
  • Der Buch­sta­be "J" kommt im Peri­oden­sy­stem der Ele­men­te nicht mehr vor [Jod wird im Peri­oden­sy­stem mit "I" gekenn­zeich­net; ame­ri­ka­ni­sche Les­art ist: (Iod) vom eng­li­schen "iod­i­ne" - Falsch!; von »ioei­des«, griech. vio­lett. Die älte­re Schreib­wei­se war: »Jod« mit dem Sym­bol »J«.].

bookmark_borderKonditionierung

Die Maschi­ne­rie der U.S.-Filmindustrie
wirft Jahr für Jahr Fil­me auf den Markt deren Inhal­te dar­auf abge­stellt sind bestimm­te Ver­hal­tens­wei­sen der 'Staats­macht' als völ­lig nor­mal darzustellen.

Wenn Poli­zi­sten, Detec­ti­ves, Geheim-Agen­ten, und mili­tä­ri­sche Spe­zi­al­kräf­te den "Feind" bekämp­fen han­deln sie in den sel­ten­sten Fäl­len nach Recht & Gesetz. Sie ste­hen - im Dienst der 'guten Sache' - natür­lich über dem Gesetz.

Wenn dann im 'rich­ti­gen Leben' ein paar Opfer zu bekla­gen sind weil irgend­ein Orts­she­riff oder High­way-Tro­o­per aus der Hüf­te geschos­sen hat - so what! Genau­so wird auf ver­schie­de­nen Kriegs­schau­plät­zen nicht so genau dar­auf geach­tet ob der Ein­satz nach Kriegs­völ­ker­recht statt­fin­det. B. Man­ning wan­der­te für die Offen­le­gung sol­cher Kriegs­ver­bre­chen für 30 Jah­re ins Gefäng­nis -'col­la­te­ral damage'.

Wenn man dann noch die Droh­nen - "Kil­ler­spie­le" für die rich­ti­ge Welt - dazu­nimmt, wird das Bild abgerundet: 

Was Schwar­zen­eg­ger, Segal, Stal­lo­ne, Van­D­am­me, Wil­lis und Kol­le­gen in Fil­men vor­ex­er­zie­ren hat sich tief in das ame­ri­ka­ni­sche Bewußt­sein als kor­rek­tes Ver­hal­ten ein­ge­fres­sen. Und nicht nur das ame­ri­ka­ni­sche Bewußt­sein, son­dern mitt­ler­wei­le auch in das bei ande­ren Men­schen rund um die Welt.

Kon­di­tio­nie­rung.
Sowas macht man auch mit Laborratten.
Nur kön­nen die nicht mit Mes­ser, Pisto­le oder Fern­be­die­nung umgehen.
Sie bezah­len auch nicht dafür auf die­se Wei­se kon­di­tio­niert zu werden. 

bookmark_borderEinheit

Ein­heit - und blü­hen­de Land­schaf­ten - das wur­de uns schon vor vie­len Jah­ren ver­spro­chen.

Ich habe nicht den Ein­druck, daß wir ein 'ein­heit­li­ches' Volk sind. Vor zehn Jah­ren hat­te ich mehr Hoff­nung als heu­te. Mitt­ler­wei­le war ich mehr­fach im soge­nann­ten "Osten". Sowie man als 'West­ler' erkannt wird ändert sich die Ein­stel­lung - lei­der bei den mei­sten Men­schen nicht zum Positiven. 

Das ist der Aber­witz: Wo kaum noch Geschäfts­tä­tig­keit statt­fin­det sind die Stra­ßen brand­neu, die Indu­strie­ge­bie­te geräu­mig und die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­struk­tu­ren sind auf dem neue­sten Stand - genau das Gegen­teil im Westen. Der Auf­bau Ost ist weit vor­an­ge­schrit­ten - dafür ist die Infra­struk­tur West am Ende weil die Kom­mu­nen kein Geld mehr haben. 

Das hat­te ich vor mehr als fünf­zehn Jah­ren schon mal vor­aus­ge­sagt und wur­de an dem Abend gleich von meh­re­ren mei­ner Freun­de ange­gan­gen. Ich sei zu nega­tiv, zu kri­tisch und überhaupt ....

Es ist in die­sem Fall bedau­er­lich Recht behal­ten zu haben.

bookmark_borderImmer noch gut für ein paar Dollar mehr ....

In der U.S.-Filmindustrie man­gelt es nach den vie­len Jahren
von 'block­bu­ster' zu 'block­bu­ster' zwi­schen­drin immer mal wie­der an The­men. Vor allem sol­chen, bei denen die Ame­ri­ka­ner gut aus­se­hen und ihren eige­nen Anspruch die beste, wirt­schaft­lich stärk­ste und demo­kra­tisch­ste Nati­on der Welt zu sein, vor­füh­ren können.

Beson­ders beliebt sind dabei Rück­grif­fe auf die Nazi­zeit in Deutsch­land. Man soll­te doch den­ken, daß irgend­wann das The­ma 'aus­ge­mol­ken' ist. Ist es grund­sätz­lich ja auch.

Mit "Ing­lou­rious Baster­ds" reiht sich nun ein wei­te­res die­ser Mach­wer­ke in die Ket­te von unglaub­wür­di­gen und lächer­li­chen Geschichts­klit­te­run­gen ein. 

Bedau­er­lich war bei die­sem Strei­fen die Mit­wir­kung von vie­len renom­mier­ten deut­schen & öster­rei­chi­schen Schau­spie­lern. Da gilt wohl das alte römi­sche Sprich­wort "pecu­niam non olet".

Natür­lich "sie­gen" am Ende die Guten - oder die, die in die­sem mora­lisch wie mensch­lich frag­wür­di­gen Strei­fen als die Guten auf­ge­baut wur­den. Damit ist der 2001 wund­ge­schla­ge­nen ame­ri­ka­ni­schen Nati­on wie­der ein­mal die Wan­ge getät­schelt wor­den. So ein­fach geht das wenn man geschicht­li­che Wahr­heit und Kom­ple­xi­tät der poli­ti­schen Situa­ti­on ver­leug­net um mehr Span­nung und Action in dem Film unterzubringen:
Wenn es mit vie­len Explo­sio­nen rich­tig knallt, die Maschi­nen­pi­sto­len Lei­ber zer­fet­zen und Mes­ser das Blut sprit­zen las­sen ist dem simp­len ame­ri­ka­ni­schen Durch­schnitts­ge­schmack Genü­ge getan und die Kas­sen klingeln ....

Ich bedaue­re aller­dings, daß sol­cher Schund vom Geld deut­scher Gebüh­ren­zah­ler zur Vor­füh­rung ange­kauft wur­de. Da ist es mir völ­lig egal wenn Taran­ti­nos Film (bis er 2012 über­holt wur­de) laut WIKIPEDIA sein 'finan­zi­ell größ­ter Erfolg' war. 

Ein­nah­men und Qua­li­tät lau­fen nicht zwangs­wei­se synchron.

bookmark_borderLebensplanung


Manch­mal, wenn ich die Lebens­ent­wür­fe in den U.S.A. in Pla­nung und Aus­füh­rung stu­die­re, mer­ke ich wel­che Unter­schie­de zu den hie­si­gen Grund­la­gen bestehen:

Wäh­rend dort ein festes Raster von Vier-Jah­res-Schrit­ten besteht ist wegen der unter­schied­li­chen Start­be­din­gun­gen bei uns in Deutsch­land kaum ein Lebens­lauf wie der ande­re - und ich kann nicht erken­nen, daß das bes­ser wäre. Die Indi­vi­dua­li­tät hat ihre Tücken, das Feh­len einer gesell­schaft­li­chen Norm macht die Ori­en­tie­rung* (beson­ders) für Her­an­wach­sen­de schwie­rig - zumal es kei­ne Gewähr dafür gibt, daß Anstren­gung und inten­si­ves Ler­nen auch tat­säch­lich zu Lebens­er­folg führen. 

In den U.S.A. geht man bis zum sech­sten Lebens­jahr in den Kin­der­gar­ten, dann vier Jah­re Grund­schu­le (mit regio­nal beding­ten Unter­schie­den, auf die ich hier nicht wei­ter ein­ge­hen will), dann vier Jah­re Juni­or High School, vier Jah­re Seni­or High School und alle Schü­ler machen mit 18 Jah­ren gemein­sam einen High School Abschluß.

Von da an tren­nen sich die Wege, denn je nach gewähl­ten Fächern und erreich­ten Noten - und natür­lich auch den finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten - schlie­ßen sich danach Stu­di­um oder Arbeits­le­ben an.
Sofern es sich um ein Stu­di­um han­delt wird der Vier-Jah­res-Zyklus fortgesetzt:
Vier Jah­re bis zum Bache­lors, vier Jah­re bis zum Masters und wenn die Fähig­keit vor­han­den ist noch wei­te­re vier Jah­re bis zum Doktorat.

Das bedeu­tet, die mei­sten Absol­ven­ten sind mit 22 durch den ersten Abschluß in der Lage einen Job anzu­neh­men. Wer wei­ter­stu­diert hat gute Aus­sich­ten auf ein über­durch­schnitt­li­ches Ein­kom­men, denn der Masters Abschluß öff­net Berei­che zu denen die Bache­lorsab­sol­ven­ten kei­nen Zugang haben. Mit 26 ist dem­nach die über­wie­gen­de Zahl von Schul­ab­gän­gern pro­duk­tiv im Arbeits­le­ben und kann gleich­zei­tig eine Lebens­pla­nung auf finan­zi­ell gesun­der Basis machen.
 


Es zeigt sich in die­ser Art des Vor­ge­hens auch die so ver­schie­de­ne Mentalität:
Wäh­rend bei uns 105% (!) Wis­sen im Stu­di­um ange­häuft wer­den soll reicht es den Ame­ri­ka­nern eine Basis von Fach­wis­sen zu schaf­fen. Ich schät­ze das auf ca. 66% - die dann in den ersten Jah­ren des Berufs­le­bens, je nach Bedarf, leicht auf das nöti­ge Niveau ange­ho­ben wer­den kön­nen, weil die Ein­stei­ger noch jung genug sind um dazu­zu­ler­nen - "on the job", bes­ser als rein theoretisch ....


 
Über die Abhän­gig­keit der Aus­bil­dung vom Vor­han­den­sein finan­zi­el­ler Mit­tel will ich hier nicht aus­führ­li­cher wer­den. Nur soviel: Stu­di­en­ge­büh­ren sind zwar über­all zu zah­len, dafür ist aber die Steu­er­last der Eltern­ge­nera­ti­on (die sie zah­len muß) sehr viel gerin­ger als bei uns - wes­we­gen die Bela­stung für das Stu­di­um der Kin­der zah­len zu müs­sen nicht das Gewicht und die Aus­schluß­funk­ti­on hat wie hier­zu­lan­de immer ange­nom­men wird.

Mag es sein wie es will - die Indi­vi­dua­li­tät mit all ihren Beschrän­kun­gen bei uns führt nicht zu einem Zusam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl einer jeden Gene­ra­ti­on - im Gegen­teil, das Gegen­ein­an­der wird geför­dert und zemen­tiert, mit dem Ergeb­nis stän­di­gen Kamp­fes um die besten Arbeits­plät­ze und allem, was dann dar­an hängt.

Die man­gel­haf­te All­ge­mein­bil­dung in U.S.A. ist natür­lich zu bekla­gen, aber es ist wenig­stens sicher­ge­stellt, daß alle Schul­ab­gän­ger ein Min­dest­wis­sen vor­zu­wei­sen haben, das sie 'lebens­fä­hig' macht. Ganz abzu­se­hen von dem "Wir"-Gefühl bei gemein­schaft­li­chem Abschluß, das auch im spä­te­ren Leben zunächst ein­mal den Men­schen im Vor­der­grund sieht - und nicht die Funk­ti­on oder den Beruf. Natür­lich ist mir bekannt, daß das theo­re­tisch zwar so kor­rekt ist aber prak­tisch nicht immer so läuft. Doch vom Grund­satz her stimmt es min­de­stens für die Mas­se der U.S.-Gesellschaft.

Je län­ger ich dar­über nach­den­ke und je älter ich werde:
Ver­bun­den mit dem Gedan­ken der Selbst­hil­fe statt Staats­hil­fe und Len­kung durch 'die Obrig­keit' in allen Lebens­la­gen scheint mir das dor­ti­ge Modell bes­ser geeig­net ein zufrie­de­nes und aus­ge­füll­tes Leben zu gewähr­lei­sten. Es ist wohl auch der Grund für das Stre­ben Vie­ler nach den U.S.A. aus­zu­wan­dern. Weil Men­schen meist klü­ger sind als ihre "Obrig­keit" wahr haben will spü­ren sie näm­lich Beha­gen oder Unbe­ha­gen auch wegen der bestehen­den Lebensverhältnisse.

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* Ins­be­son­de­re wird die Inter­gra­ti­on von Zuge­wan­der­ten aus ande­ren Kul­tur­krei­sen durch unser System erschwert, wäh­rend das U.S.-System die Ein­glie­de­rung erleichtert.


 


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*edit*
Seit ich die­sen Bei­trag in einem der 'antville'-Blogs geschrie­ben hat­te [Mitt­woch, 8. Mai 2013 09:59h] hat sich das Bild der U.S.A. in der Welt durch die Spio­na­ge­ak­ti­vi­tä­ten ihrer "Dien­ste" wesent­lich ver­än­dert. Ich selbst fah­re nie wie­der dort­hin - und die Zahl derer, die für immer dort­hin will wird sich bestimmt auch redu­zie­ren. Was bleibt ist aber ein offe­ne­res Gesell­schafts­mo­dell von dem wir etwas ler­nen könn­ten - denn das ist von den Machen­schaf­ten der Admi­ni­stra­ti­on dort zu unterscheiden.
Adm­ni­ni­stra­tio­nen kom­men und gehen, die Grund­struk­tu­ren bleiben.
Schon des­we­gen ist das Land für vie­le Men­schen in der Welt, in deren Län­dern die Gesell­schaft arm & unter­ent­wickelt ist, wei­ter ein erstre­bens­wer­tes Ziel.

 

bookmark_borderRente mit 75 ...?

Hal­ten wir doch erst ein­mal die Fak­ten fest:

Wir finan­zie­ren seit Jahr­zehn­ten ein Gesund­heits-System das uns eine län­ge­re Lebens­er­war­tung beschert und durch die­se Per­spek­ti­ve ver­schie­ben wir gleich­zei­tig das Ren­ten­al­ter ste­tig – und zwangs­läu­fig – immer wei­ter nach hinten. 

Per Sal­do gewin­nen wir (“die All­ge­mein­heit”) dadurch nichts als mehr Streß in den vie­len Arbeits­jah­ren, denn das Arbeits­tem­po hat sich durch Ratio­na­li­sie­rung - und gestie­ge­ne Kosten auch bei den Arbeit­ge­bern, die das durch "Ver­dich­tung" der Arbeits­pro­zes­se auf­zu­fan­gen ver­su­chen - pro­por­tio­nal erhöht. 

Gleich­zei­tig erfolgt durch die Glo­ba­li­sie­rung eine Ver­schie­bung der manu­el­len Arbeits­lei­stung in geo­gra­phi­sche Regio­nen in denen - schon wegen der dort herr­schen­den kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen - eine Ver­dich­tung der Arbeit nur in gerin­ge­rem Maße als in gemä­ßig­ten Kli­ma­zo­nen mög­lich ist. Hier­zu­lan­de fal­len Arbeits­plät­ze weg oder sie wer­den wegen der herr­schen­den Unsi­cher­hei­ten als Teil­zeit- oder Zeit­ar­beits­be­schäf­ti­gung wie­der eingerichtet. 

Wo frü­her eine Lebens­pla­nung mög­lich war fällt sie heu­te zwangs­läu­fig aus. Den­noch wird natür­lich erwar­tet, daß Men­schen so wie in frü­he­ren Jah­ren Kin­der bekom­men und das Staats­we­sen durch Abga­ben lebens­fä­hig hal­ten. Sich dabei auch noch sozi­al enga­gie­ren und ohne Mur­ren jeden staat­li­chen Ein­griff in ihre Pri­vat­sphä­re hinnehmen. 

Das ist weni­ger als ein Null-Sum­men-Spiel:
Mehr Arbeit, mehr unsi­che­re Arbeits­plät­ze, ste­tig stei­gen­de Anfor­de­run­gen an Infra­struk­tur und Bil­dung, stei­gen­de Kosten für die Alters­si­che­rung und eine über­pro­por­tio­na­le, wenn nicht gar expo­nen­ti­el­le Stei­ge­rung der Kosten für das Gesundheitswesen.


Der viel­ge­prie­se­ne "Fort­schritt"
ent­puppt sich bei nähe­rem Hinsehen
als eine men­schen­ver­ach­ten­de Tretmühle.
Irgend­wann wird die Sche­re soweit auf­ge­bo­gen sein daß sie bricht.
Kei­ne beson­ders attrak­ti­ve Zukunfts­per­spek­ti­ve.
 

  


Ren­te mit 75 ...? wur­de zuerst am Frei­tag, 13. Aug 2010 ver­öf­fent­licht; sie­he dazu auch:
"Lebens­er­war­tung", sta­ti­stisch und - als völ­lig gegen­sätz­li­che Zukunfts­vi­si­on - "Hun­dert Jah­re Glück";
Der frü­her hier vor­han­de­ne Link zum "Quer­Blog" war tot und wur­de ent­fernt
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