bookmark_borderÜber den Mangel an 'kritischem Denken'

» Jemand, der nach­weis­lich fal­sche Vor­stel­lun­gen ver­tritt,
kann leicht in ande­re fal­sche Über­zeu­gun­gen abglei­ten.
«

Die­sen Satz habe ich vor eini­ger Zeit gele­sen und ihn mir auf­ge­schrie­ben, weil er mit mei­ner Erfah­rung aus vie­len Beob­ach­tun­gen über­ein­stimmt. Wir haben ja nicht nur unse­re Vor­ur­tei­le, son­dern auch unse­re Denk­mu­ster mit denen wir unse­re Umge­bung ein­schät­zen, Pro­ble­me ange­hen und lösen, vor­ge­faß­te Muster bestä­ti­gen oder verwerfen.

Die­se Denk­mu­ster stam­men aus Erzie­hung und Erfah­rung - und was ein­mal gut geklappt hat, uns Vor­tei­le ver­schaff­te oder von Vie­len in unse­rer Umge­bung genau so ein­ge­schätzt wur­de, das ver­su­chen wir zu bewah­ren um den *Erfolg* zu wiederholen. 

Anders aus­ge­drückt:

Wir füh­len uns bes­ser wenn wir mit einer Vor­ge­hens­wei­se Erfolg statt Miß­er­folg haben und mei­den des­we­gen neue Denk­an­sät­ze und neu­es Ver­hal­ten. Etwas - ab von *ein­ge­tre­te­nen Pfa­den* - zu wagen ist mit sehr viel Unsi­cher­heit ver­bun­den und der Erfolg ist unge­wiß. Unge­wiß­heit macht Streß. Streß zu ver­mei­den ist eine völ­lig nor­ma­le Verhaltensweise.

Ich will zwei kon­kre­te Bei­spie­le für die wei­te­re Erör­te­rung anfüh­ren. Das erste Bei­spiel ist es ist ein Kom­men­tar zu einer Aus­sa­ge, die in einem you­tube-Video gemacht wurde:


Der Kom­men­ta­tor weist - zu Recht, wie ich mei­ne - dar­auf hin, dass die Staats­an­ge­hö­rig­keit kei­ne per­sön­li­che Lei­stung ist und man des­we­gen dar­auf nicht *stolz* sein kann.
Der Wert die­ser Aus­sa­ge wird nicht dadurch geschmä­lert, dass er dann noch ein paar zusätz­li­che Anmer­kun­gen zu Ame­ri­ka­nern ganz all­ge­mein macht, die sein eige­nes Vor­ur­teil in die­ser Hin­sicht dar­stel­len. Allein, mit sei­ner Ein­schät­zung des der­zei­ti­gen Prä­si­den­ten scheint er aber im 'mai­stream' zu liegen.

Stolz kann man auf eine eige­ne Lei­stung sein, etwa eine, die dem Gemein­we­sen ins­ge­samt nützt - und dann steckt dar­in die Aner­ken­nung für die­sen Staat, der Ver­hält­nis­se geschaf­fen hat in denen sol­che Ergeb­nis­se mög­lich sind.

Das zwei­te Bei­spiel zeigt einen Fall auf, in dem vie­le Betei­lig­te zu Unrecht *stolz* auf ihre Lei­stung sind:


Da geht es um die angeb­li­che "Grie­chen­land­ret­tung" die in Wahr­heit ein Ret­tung von meh­re­ren deut­schen und fran­zö­si­schen Groß­ban­ken war. Das Ergeb­nis der Inter­ven­ti­on, die kei­ne Ret­tung war, son­dern der tau­meln­den grie­chi­schen Öko­no­mie den Todes­stoß ver­setzt hat, kann mit dem Abstand den wir heu­te haben beur­teilt werden:

Das gro­be Ver­sa­gen der bei­den Haupt­ak­teu­re Wolf­gang Schäub­le und Jero­en René Vic­tor Anton Dijs­sel­b­lo­em ent­larvt sie als Dilet­tan­ten, die ent­ge­gen aller War­nun­gen der Fach­wis­sen­schaft­ler glaub­ten es bes­ser zu wis­sen .... der eine wohl aus Alters­starr­sinn, der ande­re aus purem Neid auf die Popu­la­ri­tät von Y. Varou­fa­kis, dem grie­chi­schen Finanz­mi­ni­ster & Wis­sen­schaft­ler, dem geschol­te­nen und ver­höhn­ten Wider­sa­cher, der letzt­end­lich Recht behal­ten hat, und des­sen Sta­tur und Cha­ris­ma er nie wird errei­chen können.

In bei­den Bei­spie­len sehen wir grund­sätz­li­che Ver­hal­tens­mu­ster. Ein­mal der Stolz auf eine fik­ti­ve Grö­ße die nicht selbst erar­bei­tet wur­de, im ande­ren Fall der Dün­kel es qua Amt bes­ser zu wis­sen als einer der es stu­diert hat. Bei­de Male ein­stu­dier­te Ver­hal­tens­mu­ster die zu kata­stro­pha­len Ergeb­nis­sen füh­ren, natür­lich gra­du­ell unter­schied­lich in ihrer Auswirkung.

Erfah­ren wir über der­glei­chen Ver­sa­gen von ein­ge­fah­re­nen Denk- und Ver­hal­tens­mu­stern in der Poli­tik und Wirt­schaft unse­res Lan­des in den Medien?
Nein ....
.... und da fan­ge ich an zu grü­beln war­um das wohl so ist.

bookmark_borderDie Gesundheitsbehörden geben bekannt: ....

Herbst­zeit - Grip­pe­zeit. Bald ist es wie­der soweit. Da ist es nur all­zu ver­ständ­lich, wenn die Gesund­heits­be­hör­den - wie hier die aus Spa­ni­en - die Bür­ger umfas­send und ver­ständ­lich infor­mie­ren und auf die dro­hen­den Gefah­ren auf­merk­sam machen.

Frei­lich ist eine War­nung ohne kon­kre­te Vor­schlä­ge zur Ver­mei­dung von Ansteckun­gen nutz­los, daher erfolgt die Beleh­rung zum bes­se­ren Ver­ständ­nis in Wort & Bild:

 

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[Erst­ver­öf­fent­li­chung: 26. Okt 2012 um 11:39]
 

bookmark_borderWarum eigentlich nicht?

Nach Lek­tü­re von Frau Lakrit­zes Anre­gung mache ich mich auf um am Blog­ger­hür­den­lauf, den sich Herr Zeilen­sturm ausge­dacht hat, teilzunehmen. 

" .. Ein Weg, abseits der ausge­tre­te­nen Wege neue Blogs zu fin­den und zu lesen (Anlei­tung unten). Und es wur­de wahr­lich ein Hürden­lauf mit Einbahn­stra­ßen, Irr- und Umwe­gen .. " war dazu bei vil­mosk­ör­tes Blog zu lesen - und das stimmt aufs Wort, es war ein Hür­den­lauf mit vie­len Hindernissen:
Tote Links, kei­ne Blogroll, öfter zuviel Eso­te­rik­ge­schwur­bel, Reli­gi­ons­lob­hu­de­lei und schlicht­weg Absur­des, zuviel für mei­nen Geschmack - und das woll­te ich aus Über­zeu­gung nicht noch wei­ter verbreiten ....

Schließ­lich ergab sich nach vie­len Stun­den lesen, über­le­gen, wei­ter­ge­hen, lesen, etc. fol­gen­de Reihenfolge:

1. Sta­ti­on:
Bunt und far­ben­froh …… was mir alles auf mei­nem Weg begeg­net! - und dort las ich den Bei­trag "Respekt".
Eine sehr lesens­wer­te Erör­te­rung des Begrif­fes und der ver­schie­de­nen For­men, die Respekt anneh­men kann. Je nach­dem, um wen es dabei geht und in wel­cher Situa­ti­on man sich selbst befin­det. Ganz knapp zusam­men­ge­faßt sagt sie: " .. brach­te er (ihr Vater) uns bei, dass unser Respekt tat­säch­lich nur Men­schen gel­ten soll­te, die sich die­sen Respekt durch ihre Hal­tung, ihre Ansich­ten oder Taten auch ver­dient haben .. " - so sage ich es auch, und füge hin zu, dass nie­mand wegen eines Amtes oder einer Posi­ti­on in der Gesell­schaft 'auto­ma­tisch' Respekt hat oder haben sollte.

2. Sta­ti­on:
kein­biss­chen­lei­se­blog keinbisschenleise2.0 ….ein­fach die Fort­set­zung des alten Blogs Da steht aktu­ell ein drei­tei­li­ger Bericht zu einer Rei­se ins Elb­sand­stein­ge­bir­ge, u.a. zur Festung König­stein, die ich zwar gele­sen habe und sehr emp­feh­len kann, bespre­chen wer­de ich alle­dings den Bei­trag mit dem Titel "Weil ich es ver­spro­chen habe…"
Uschi schreibt von einem Thea­ter­be­such in der Fel­sen­büh­ne Rathen, gege­ben wur­de „Win­ne­tou 1“. Die Fel­sen­büh­ne ist eine Natur­büh­ne in der Säch­si­schen Schweiz und hat 1800 Sitz­plät­ze. Die­sen Bei­trag habe ich gewählt, weil gera­de die­se klei­nen Büh­nen auf etwas Wer­bung ange­wie­sen sind - das ken­ne ich noch von der Frei­licht­büh­ne in Teck­len­burg (Teu­to­bur­ger Wald), wo ich bis 2017 gewohnt habe.

3. Sta­ti­on:
In Leben Live Blog1 wird von Uli spo­ra­disch geschrie­ben, er fährt einen gro­ßen Rol­ler und hat sich noch ein Motor­rad gekauft. Das ist aller­dings nicht Gegen­stand sei­ner letz­ten Ein­trä­ge, da geht es um den Umgang mit dem Daten­schutz - um den macht sich Uli gro­ße Sor­gen. Sor­gen habe ich da kaum, aller­dings hal­te ich von der jetzt getrof­fe­nen Rege­lung nicht viel: Mehr Unkla­res als Nut­zen, das ist nie gut.

4. Sta­ti­on (ver­wor­fen)
.... das war eine "rechts­la­sti­ge" Sack­gas­se mit den übli­chen Ver­schwö­rungs­theo­rien und ras­si­sti­schen Aus­fäl­len - eine ekel­haf­te Lügenseite!
SKB NEWS -ein main­strea­m­un­ab­hän­gi­ger Nach­rich­ten -und Informationskanal
– Her­aus­ge­be­rin: Gaby Kraal 

Des­we­gen ging es wei­ter bei

4. Sta­ti­on:
Zum Glück bin ich anders! Die Kunst zu leben besteht dar­in, im Regen zu tan­zen statt auf die Son­ne zu warten.
Bei 'blog­bel­lo­na' geht es locker und flockig zu, ich nen­ne hier nicht einen ein­zel­nen Bei­trag, ein bun­tes Gemisch aus pri­va­ter Urlaubs­er­in­ne­rung und Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten über den manch­mal auf­tre­ten­den Blog­frust bis hin zum Tref­fen mit Freun­din­nen und Berich­ten zu Arbeits- und Haushaltsaktivitäten.
Ein Blog für jun­ge Müt­ter, möch­te ich mei­nen, die sich mal sagen wol­len: "So geht's mir auch!"

.... und zu guter Letzt zur
5. Sta­ti­on:

Die Hoff­nung stirbt zuletzt, Blog über All­tag im Ruhr­ge­biet - Ruhr­pott von Belang
Aus die­sem Blog habe ich mir den Bei­trag mit dem Titel "Wie es um den Durch­blick bestellt ist" durch­ge­le­sen und dabei gelernt wie und wo sich medi­zi­ni­sche Lai­en so infor­mie­ren, wenn sie nicht umfas­send von ihren Ärz­ten unter­rich­tet wer­den. Erkran­kun­gen am Auge sind ja sehr erschreckend für die Betrof­fe­nen - da fällt es manch­mal schwer fröh­lich und opti­mi­stisch zu sein, der Autorin des Blogs gelingt es allerdings.
Ich jeden­falls schlie­ße das ab mit dem Wunsch für bal­di­ge völ­li­ge Genesung.

Dein Bei­trag star­tet - nach den Regeln - wo die­ser hier endet.
Das letz­te Blog hat aber kei­ne Blogroll.
Des­we­gen ver­wei­se ich auf mein Aus­gangs­blog → https://annaschmidt-berlin.com/
Soll­te Ihnen das nicht zusa­gen könn­ten sie dort → https://lakritze.wordpress.com/ beginnen.

1. So funk­tio­niert der Blogger-Hürdenauf
(Copy and Paste, bit­te, und am Ende der eige­nen *Rei­se* durch die Blogs anhängen):

Nimm dir die Blogroll/Blogliste des fünf­ten von mir kom­men­tier­ten Blogs vor. Von die­ser Liste klicke eines an. Das ist nun dei­ne Sta­ti­on 1. (Aber nur, falls es selbst eine Blogroll hat, sonst ein ande­res Blog der aktu­el­len Blogroll aus­wäh­len! Die­se Bedin­gung gilt logi­scher­wei­se immer, Aus­nah­me s.o.)

Lies im Blog 1 einen Bei­trag, den du auch ver­linkst, und schrei­be nur drei Zei­len dar­über: Lob, Kri­tik, Erstau­nen, Fas­sungs­lo­sig­keit, Dank, whatever.

Nun klicke auf ein Blog der Blogroll von Sta­ti­on 1. Hat die­ses sei­ner­seits eine Blogroll? Sehr gut, dann ist es Sta­ti­on 2. Lese einen Bei­trag … ver­lin­ke … schrei­be drei Zeilen …

Und so noch drei Mal. Bis ein­schließ­lich Sta­ti­on 5. Dei­ne Arbeit ist fast getan: fünf Rei­se­no­ti­zen zu fünf Blogbeiträgen. 

Nur noch die­se Regeln hier anhän­gen – fertig!

Nun muss jemand ande­res den Staf­fel­stab (und viel­leicht sogar meh­re­re) bei der Blogroll des letz­ten in dei­nem Bei­trag kom­men­tier­ten Blogs über­neh­men – und fünf wei­te­re kommentieren.

bookmark_borderVon ausländischen Besserwissern ....

Der rechts­la­stig-tief­re­li­giö­se Jebe­diah Cle­tus McGee, Jr., aus Whistl­episs, Mis­sis­sip­pi, U.S.A., der noch nie die Gren­zen sei­nes Staa­tes über­schrit­ten hat und kei­ne Fremd­spra­che beherrscht, selbst mit sei­ner Mut­ter­spra­che Schwie­rig­kei­ten hat, weiß ganz genau, was hier bei uns in Deutsch­land los ist. Er hat Prä­si­dent D. Trump im Fern­se­hen reden gehört. Und er läßt sich vom 'smart'phone sei­ner Enkel­toch­ter vor­le­sen was die "Tea Par­ty" und Breit­bart zu sagen haben.

Seit­dem ist ihm klar:
- In Deutsch­land gibt es ein Pro­blem mit der Redefreiheit
- Deutsch­land wird von Mus­li­men über­rollt, es sind Mas­sen, die hier ein­fal­len um das Chri­sten­tum zu zerstören
- Was die Mus­li­me nicht schaf­fen wer­den die Athe­isten in Deutsch­land vollenden
- Die Deut­schen wer­den aus­ster­ben weil dort Abtrei­bun­gen legal sind und die Mus­li­ma so viel mehr Kin­der bekommen
- Es ist über­wie­gend sau­kalt in Deutschland
- In Deutsch­land ist es im Som­mer so heiß weil es kei­ne Kli­ma­an­la­gen gibt
- Deut­sche trin­ken täg­lich liter­wei­se Bier
- Sie lau­fen in Leder­ho­sen und Dirndl herum
- Deut­sche haben kei­nen Humor
- Auf deut­schen Auto­bah­nen ist man wegen feh­len­der Geschwin­dig­keits­be­gren­zun­gen dem Tode nahe
- Deut­sche ernäh­ren sich haupt­säch­lich von Wurst und Sauerkraut
- Wir Deut­schen sind Skla­ven von Putin weil wir aus Russ­land Gas kaufen
- Wir haben eine sozia­li­sier­te Medi­zin in der Gesun­de für Kran­ke zah­len müssen

usw.

Jebe­diah Cle­tus McGee, Jr., aus Whistl­episs, Mis­sis­sip­pi, U.S.A. weiß viel bes­ser als wir Ein­hei­mi­schen wie es hier aus­sieht, was falsch läuft und war­um daher sein Prä­si­dent uns erklä­ren muß, dass wir uns ändern müs­sen oder untergehen. 

bookmark_borderGrundsätzlich wollte ich mich zu diesem Thema nicht mehr äußern ....
*update* [09.02.2019]

.... und doch fin­de ich mich wie­der dabei genau das zu tun. Las­sen Sie mich mit einem Zitat beginnen:

.. Die Bericht­erstat­tung ver­stärkt all­zu­oft Panik und Angst, was im Fal­le des Atten­tats von Mün­chen beson­ders deut­lich wur­de. Und sie ver­mit­telt auch jetzt den Ein­druck, als sei es gera­de beson­ders unsi­cher in Deutsch­land zu leben. Obwohl das Gegen­teil der Fall ist. .. Die­se Äng­ste der Men­schen ste­hen in einem gera­de­zu absur­den Miss­ver­hält­nis zu den tat­säch­li­chen Risi­ken für den Einzelnen.
Obwohl es also kei­ne Zeit in der Geschich­te gab, in der man so sicher in Mit­tel­eu­ro­pa leben konn­te wie jetzt, neh­men die Äng­ste der Men­schen immer stär­ker zu. Man fühlt sich bedroht von Ter­ro­ris­mus, Amok­läu­fern und Flücht­lin­gen, die angeb­lich so vie­le Straf­ta­ten begehen .. 

[Quel­le]

Was mich in mei­nem eige­nen Umfeld trau­rig stimmt ist die Unfä­hig­keit Wahr­heit und Lüge aus­ein­an­der zu hal­ten. Ver­nunft wal­ten zu las­sen und sich von Fak­ten, Plau­si­bi­li­tät, nicht Gerüch­ten, lei­ten zu las­sen bevor eine Mei­nung gebil­det wird. Genau die­se Angst und Ver­un­si­che­rung von denen Stad­ler spricht erle­be ich in den Gesprä­chen der letz­ten Tage und Wochen. Es wird geglaubt was an Gerüch­ten bei face­book, hier stell­ver­tre­tend für die soge­nann­ten "sozia­len" Medi­en genannt, oder in irgend­wel­chen dritt­klas­si­gen Anzei­gen­blätt­chen steht, die Alles abschrei­ben was Zei­len füllt - weil sooo vie­le Men­schen ja nicht lügen kön­nen, ganz im Gegen­teil zur Lügen­pres­se, wo Weni­ge, angeb­lich gesteu­ert, die Unwahr­heit verbreiten.

Nun ist die Pres­se ins­ge­samt selbst Schuld an die­sem Ver­dacht, hat es doch zu vie­le Bei­spie­le gera­de im letz­ten Jahr­zehnt gege­ben, bei denen der stau­nen­den Öffent­lich­keit etwas ver­mit­telt wur­de was sich spä­ter als Ente her­aus­ge­stellt hat. Grund­säz­lich jedoch gibt es bei uns kei­nen Zwei­fel an dem Wahr­heits­wil­len der Medi­en - ledig­lich die Qua­li­tät der Ver­fol­gung die­ses heh­ren Zie­les läßt manch­mal zu wün­schen übrig. 

*edit* [09.02.2019]

Ein­schrän­kend zu den Aus­sa­gen des vori­gen Absat­zes kom­me ich mitt­ler­wei­le zu einer ande­ren Schluss­fol­ge­rung hin­sicht­lich der Absich­ten der Pres­se­or­ga­ne: Sie ver­hal­ten sich - ob nun gezielt ver­an­laßt oder per Zufall, wobei ich zu erste­rem ten­die­re - 'staaats­tra­gend', was bedeu­tet, es wird die aktu­el­le Regie­rungs­po­li­tik nicht hin­ter­fragt son­dern ledig­lich kom­men­tiert.
LINK: "Ehr­lich sein & trotz­dem irre­lei­ten - geht das?"

*/edit*

Es wird mir bei­spiels­wei­se immer vor­ge­hal­ten wir leb­ten hier, in einer nord­west­fä­li­schen Klein­stadt, auf einer "Insel der Seli­gen" was Kri­mi­na­li­tät ins­ge­samt, im Ver­gleich zu Gewalt­ver­bre­chen und Eigen­tums­de­lik­ten in ghet­to­ähn­li­chen Berei­chen der Groß­städ­te, oder Über­grif­fe bzw. Straf­ta­ten von Aus­län­dern andern­orts, angeht.

Was die­se 'Über­zeug­ten' - durch Fäl­le in ihrer Umge­bung alar­miert und schockiert - völ­lig ver­ges­sen ist, dass Sta­ti­stik nicht nach ein­zel­nen Berei­chen fragt, son­dern ein Gesamt­bild, einen Über­blick zeich­net. Da mag es einen oder meh­re­re Schwer­punk­te an Kri­mi­na­li­tät irgend­wo im Lan­de geben. Das ändert den­noch nichts an der sta­ti­sti­schen Aus­sa­ge es gäbe weni­ger Kri­mi­na­li­tät in Deutsch­land als vor zehn Jahren:
Zwar kann punk­tu­ell die Kri­mi­na­li­tät hoch sein, in der Brei­te muß dem aus mathe­ma­ti­schen Grün­den ein Rück­gang ent­ge­gen stehen! 

Dazu bedarf es aller­dings zwei­er­lei Fertigkeiten:
Erstens muß man ein wenig Mathe­ma­tik ver­ste­hen, und zwei­tens muß man zur Abstrak­ti­on in der Lage sein, d.h. sich von der punk­tu­el­len Betrach­tung lösen und eine gene­rel­le Sicht einnehmen.

Die Über­le­gung war­um die Dar­stel­lung des Herrn Stad­ler den­noch stimmt ist ein­fach. Zwei Drit­tel der Bevöl­ke­rung glau­ben lie­ber eine beque­me Lüge als eine unbe­que­me Wahr­heit. Das ent­spricht in etwa dem Anteil der Men­schen die irra­tio­nal, aus dem Bauch her­aus, 'den­ken'(?) und handeln.

Ohne Selbst­mit­leid sit­ze ich dann und grüb­le über Don Qui­xo­te [Don Qui­jo­te] und Micha­el Kohl­haas, um schließ­lich bei Götz v. Ber­li­chin­gen zu landen ....

Aktua­li­sier­te Neu­fas­sung; Erst­ver­öf­fent­li­chung: 31. Jul 2016 um 4:37h

bookmark_borderSinglemutter & "Wunschkind"
- Erörterung eines Paradoxons

wunschkind

Abbil­dung via "pin­te­rest", eBook: "Wunsch­kind" von Mag­gie Schwarz.

 
Wir sind es ja mitt­ler­wei­le gewohnt, dass, wie es so schön figu­ra­tiv heißt "jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrie­ben wird" .... und ich habe es mir abge­wöhnt den Kopf zu schüt­teln, weil ich dar­in wegen der täg­li­chen Absur­di­tä­ten eine Gefahr sehe viel­leicht noch einen Gehirn­scha­den zu bekommen.

Als ich den Titel des Buches sah war ich aller­dings mehr als verblüfft.

Kom­men Kin­der jetzt im Son­der­ver­kauf für Sin­gle­frau­en auf die Hit­li­ste von Amazon?
Wer­den sie in der letz­ten Aus­ga­be des OTTO-Ver­sand-Kata­lo­ges erscheinen?
Oder ver­schenkt irgend­wer Kin­der an Singlefrauen?
Bringt am Ende doch der Storch sol­che Kinder?

Vor allem aber:
Wo kom­men all die­se eltern­lo­sen Kin­der her, die die­sen Wunsch von Sin­gle­frau­en erfül­len sollen?

Sofern es sich - was ich nicht weiß, weil ich das Buch bestimmt nicht kau­fen wer­de - um einen natür­li­chen Zeu­gungs­vor­gang han­deln soll­te, ist da min­de­stens ein 'wil­li­ger' Mann von Nöten.
OK, das wird nicht schwer sein, wenn das ein­zi­ge Kri­te­ri­um ist, dass er Samen­flüs­sig­keit pro­du­ziert. Für die­sen 'Spaß' mit der Sin­gle­frau wer­den eini­ge Schlan­ge ste­hen - obwohl ich nicht glau­be, dass das so läuft. Eine Sin­gle­frau mit die­sem Wunsch hat wahr­schein­lich noch Zusatz­wün­sche was das gene­ti­sche Reper­toire des poten­ti­el­len Samen­spen­ders angeht:

  • - Hochintelligent,
  • - gut aussehend,
  • - eben­mä­ßi­ge, mus­ku­lö­se Statur,
  • - min­de­stens 190 cm groß.
  • um 'mal nur bei den wich­tig­sten Merk­ma­len zu bleiben. 

Der "Wunsch­ka­ta­log" wird bei so einer Anspruchs­hal­tung bestimmt noch län­ger sein, ich über­las­se wei­te­re Attri­bu­te ihrer Phan­ta­sie, lie­be Lesende. 

Git­te, eine Schla­ger­sän­ge­rin mit bester Zeit im letz­ten Jahr­hun­dert, sang einen Schla­ger mit dem Titel "Ich will alles, ich will alles - und zwar sofort!" - und so scheint es die Autorin des Buches ver­in­ner­licht zu haben. Und: Git­te ist Kult! Nur damit das klar ist.

In einer Welt, in der stän­dig alle Bedürf­nis­se sofort und um jeden Preis erfüllt wer­den kön­nen, kann es doch nicht schwer sein, wenn man sich als Sin­gle­frau ein Kind wünscht. 

Das neue I-Pho­ne kann man doch immer sofort kau­fen .... man­no, *fuß­auf­stampf*

bookmark_borderWorum es wirklich geht

Menschlichkeit

Mich wun­dert immer, dass ins­be­son­de­re die Chri­sten völ­lig ver­ges­sen was in der Bibel steht, die doch sonst immer für alle mög­li­chen Zwecke instru­men­ta­li­siert wird. Seit frü­he­ster Kind­heit - ich wur­de katho­lisch getauft und evan­ge­lisch erzo­gen - habe ich fol­gen­den Satz & Inter­pre­ta­tio­nen dazu gehört:
Menschlichkeit2

" Liebe dei­nen Näch­sten wie dich selbst"

[Näch­sten]

Sie­he die­ses Video zum Thema
 


 

bookmark_borderWarnung aus der Zukunft für unsere Gegenwart?
Eine nicht 'bierernst' gemeinte Erörterung

War Geor­ge Orwell ein Bote aus der Zukunft
der uns war­nen wollte?

Betrach­tet man die Ent­wick­lung rund um die Welt - weg von Huma­ni­tät und sozia­lem Den­ken, hin zu Men­schen­ver­ach­tung und rechts­ra­di­ka­lem Ras­sis­mus - so gibt es vie­le Bei­spie­le für Fehl­ent­wick­lun­gen deren Fol­gen unse­re Nach­kom­men dau­er­haft beein­träch­ti­gen wer­den. Das gilt für den exzes­si­ven Res­sour­cen­ver­brauch eben­so wie für die viel­fäl­ti­ge Ver­schmut­zung und Ver­seu­chung der Umwelt von der wir Alle leben¹. carbon-cycle
Vie­len Men­schen scheint der Kreis­lauf der atem­ba­ren Gase und des Was­sers auf unse­rem Pla­ne­ten, und unse­re Abhän­gig­keit von Pflan­zen und Tie­ren für deren Sta­bi­li­tät nicht bewußt zu sein. 

Über Jahr­tau­sen­de haben die Glau­bens­ge­mein­schaf­ten den Men­schen gesagt "Macht euch die Erde unter­tan" - und damit der Zer­stö­rung ihr OK gegeben.

Im gesell­schaft­lich-poli­ti­schen Bereich unse­res Lebens meh­ren sich die Zei­chen des Ver­falls: Fami­li­en bre­chen aus­ein­an­der oder wer­den gar nicht erst gegrün­det, man rennt dem mate­ri­el­len Besitz nach und ver­gißt dabei, dass es nur ein Leben zu leben gibt und man kein Leben 2.0 haben wird um alles anders, mög­li­cher­wei­se bes­ser zu machen.

Da kommt für mich Geor­ge Orwell mit sei­nem Werk "1984" ins Spiel.

Aus den Sci-Fi Sto­ries in den Medi­en ken­nen wir den ewi­gen Kampf um den Erhalt von Impe­ri­en, sei es mit sanf­ten oder dra­sti­schen Mit­teln. Orwell hat eine Dik­ta­tur von "Big Brot­her" in "1984" beschrie­ben - und wenn man genau hin­sieht ent­deckt man unend­lich vie­le Par­al­le­len dazu in unse­rer Zeit.

War Geor­ge Orwell also ein Bote aus der Zukunft
der uns war­nen wollte?

Ist er gekom­men um uns zu war­nen indem er in sei­nem Buch die Ver­hält­nis­se beschrieb auf die wir zusteu­ern? Ist des­we­gen in "1984" mit Ana­lo­gien gear­bei­tet wor­den, die uns 'bekannt' vor­kom­men sol­len, um uns dazu zu brin­gen vom der­zei­ti­gen Pfad in den Unter­gang abzu­ge­hen, und uns zu besin­nen bevor es zu spät ist?

Orwell hat bestimmt in guter Absicht geschrie­ben. Er unter­schätz­te wohl die Träg­heit der Mas­sen, die über­wie­gend in sei­nem Buch ledig­lich eine wei­te­re span­nen­de, alter­na­ti­ve Zukunfts­vi­si­on sehen, und die War­nung, die dar­in ver­steckt ist, igno­rie­ren. Die anvi­sier­te Ziel­grup­pe gleich nach Erschei­nen [Eng­li­sche Erst­aus­ga­be 08.Juni 1949; Deut­sche Erst­aus­ga­be 1950] war noch von Krieg und Völ­ker­mord gezeich­net. Zu jener Zeit hat­ten die Men­schen Bes­se­res zu tun als Bücher zu lesen - es gab wenig zu essen und das zu beschaf­fen war zeitaufwendig.

Hät­te da ein Bot­schaf­ter aus der Zukunft nicht ein bes­se­res Zeit­fen­ster gewählt? Man könn­te ein­wen­den: Viel­leicht steht es nicht in der Macht derer die in der fer­nen Zukunft leben das so genau zu bestim­men? Min­de­stens hat das Buch spä­ter, als für die Grund­be­dürf­nis­se gesorgt war, doch noch eine gro­ße Ver­brei­tung gefun­den. Immer­hin wer­den, wenn man heu­te von über­mä­ßi­ger staat­li­cher Über­wa­chung spricht, oft "1984" oder "Orwell'sche Ver­hält­nis­se" als Kür­zel für sol­che Zustän­de benutzt. Vie­le ken­nen also den Autor und den Titel - bedau­er­lich nur, dass sie den Inhalt nicht so gut ken­nen, und wenn doch, ihn nicht zum Anlaß neh­men den poli­tisch Ver­ant­wort­li­chen die Fra­gen zu stel­len, die sich dar­aus herleiten.

War­um geben sich die Bot­schaf­ter aus der Zukunft - von denen Orwell einer hät­te sein kön­nen - nicht ein­fach zu erken­nen und sto­ßen die nöti­gen Ver­än­de­run­gen an um eine "bes­se­re Zukunft" sicher zu stel­len? Dar­an ist die Ober­ste Direk­ti­ve schuld [Zitat]:

".. ein Aus­druck des Prin­zips der Nicht­ein­mi­schung, vor allem, aber nicht aus­schließ­lich, gegen­über Prä­warp²-Zivi­li­sa­tio­nen, wes­halb sie deskrip­tiv auch Nicht­ein­mi­schungs­di­rek­ti­ve genannt wird .."

Wir wis­sen aus den Sci-Fi-Seri­en und -Fil­men, dass es den War­nern aus der Zukunft ver­wehrt ist direk­ten Ein­fluß auf das aktu­el­le Gesche­hen einer ver­gan­ge­nen Kul­tur zu nehmen.
Die­se Grund­re­gel³ wird auch in ande­ren Sci-Fi-Wer­ken und -Fil­men immer wie­der zum Gegen­stand gemacht, den­ken wir nur an die Ter­mi­na­tor-Rei­he, in der die Risi­ken eines Zeit-Para­do­xons durch die Rei­se von der Zukunft in die Ver­gan­gen­heit oder von dort in die Zukunft the­ma­ti­siert sind.


Wenn also Geor­ge Orwell ein Bote aus der Zukunft war, der uns durch die Schöp­fung des Buches "1984" indi­rekt war­nen woll­te, wäre es dann nicht an der Zeit Maß­nah­men zu ergrei­fen die­ses Schick­sal von uns abzu­wen­den?

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¹
Abbil­dung Karbon­kreis­lauf | Gemeinfrei
File: Car­bon cycle-cute diagram-german.png; Erstellt: 20. Mai 2011

²
Prä­warp-Zivi­li­sa­tio­nen sind sol­che, die noch nicht schnel­ler als Licht­ge­schwin­dig­keit rei­sen können.

³ Zitat
Die „Ober­ste Direk­ti­ve“ ist der wich­tig­ste poli­ti­sche Grund­satz der Föde­ra­ti­on. Sie ent­hält ein ver­bind­li­ches Nicht­ein­mi­schungs­prin­zip in die inter­nen Ange­le­gen­hei­ten ande­rer Zivi­li­sa­tio­nen, ganz beson­ders, solan­ge die­se noch kei­ne Warp-Tech­no­lo­gie ent­wickelt haben. Sol­che „Prä-Warp-Zivi­li­sa­tio­nen“ genie­ßen den beson­de­ren Schutz ihrer kul­tu­rel­len und gei­sti­gen Ent­wick­lung vor Ein­flüs­sen aus höher ent­wickel­ten Zivi­li­sa­tio­nen. Die ober­ste Direk­ti­ve schließt ein prin­zi­pi­el­les Ver­bot aller Maß­nah­men ein, die geeig­net sein könn­ten, die natür­li­che Ent­wick­lung einer Prä-Warp-Zivi­li­sa­ti­on zu ver­än­dern, selbst wenn dies unter den besten Absich­ten oder unbe­merkt geschä­he. Erlaubt sind ledig­lich getarn­te anthro­po­lo­gi­sche Beob­ach­tungs­expe­di­tio­nen mit dem Ziel der Erfor­schung nicht raum­fah­ren­der Zivi­li­sa­tio­nen unter Beach­tung der Nicht­ein­mi­schung.

Sie­he hier­zu auch: https://www.ifex.org/europe_central_asia/2018/07/04/censorship-machine-lgbt-poland

 

bookmark_border"Beleidigt" werden ....

beleidigt  
[Quel­le: Dar­win und die gött­li­che Regen­bo­gen­wol­ke]

Für mich ist es ein Skan­dal, dass ich "Das Wort zum Sonn­tag" durch die - zwangs­wei­se erho­be­nen - Gebüh­ren mit­fi­nan­zie­re. Wäh­rend bereits bezahl­te Inhal­te in den Media­the­ken auf Betrei­ben der Ver­le­ger nach einer Zeit wie­der gelöscht wer­den müs­sen. War­um sit­zen eigent­lich Ver­tre­ter der Ver­le­ger z.B. im ZDF-Fern­seh­rat? ¹

Für mich ist es eben­so ein Affront wenn in Fern­seh­bei­rä­ten Kir­chen­ver­tre­ter sit­zen und das Lei­tungs­per­so­nal vie­ler Anstal­ten über­pro­por­tio­nal zugleich als Lob­by­isten für die gro­ßen Kir­chen neben­bei arbei­tet. Alle bestim­men mit dar­über was "gesell­schaft­li­cher Auf­trag" zu sein hat (den das Fern­se­hen erfül­len soll), wäh­rend Atheisten/Humanisten (bis auf ganz weni­ge Aus­nah­men) dort nicht ver­tre­ten sind.

Oder, um ein wei­te­res Bei­spiel zu nen­nen, war­um ich durch mei­ne Bei­trä­ge in jeder (Haupt-) Nach­rich­ten­sen­dung Bör­sen­kur­se erklärt bekom­me, wo doch bekannt ist, dass ledig­lich ca. 7% der Bevöl­ke­rung tat­säch­lich Akti­en besit­zen. Wer Akti­en kauft wird über die im Fern­se­hen berich­te­ten Akti­en­in­for­ma­tio­nen sowie­so höch­stens lachen .... also ist es ver­ta­ne Zeit und raus­ge­wor­fe­nes Geld.

Also, lie­be Kir­chen­ver­tre­ter und Evangelikale:
Seid froh noch ein paar wei­te­re Jah­re dort Ein­fluß zu haben. Eure Zeit ist fast aus­ge­lau­fen. Die "Gott­lo­sen" neh­men zu. Die "Christ­li­chen" neh­men in ste­tig wach­sen­der Zahl ab .... es kehrt Ver­nunft ein und des­we­gen ist es egal ob das fik­ti­ve Wesen, das angeb­lich zwi­schen den Wol­ken thront, männ­lich oder weib­li­chen Geschlechts ist.

____________________________
¹ [Ana­log zum ZDF-Fern­seh­rat gibt es bei der ARD län­der­spe­zi­fisch Rund­funk­rä­te die auch über das Fern­se­hen mitbestimmen]

Redi­gier­te Fas­sung, Erst­ver­öf­fent­li­chung 19.04.2018 um 13:55h.


 

bookmark_borderAlt & Jung ....

Es hat schon sei­ne Grün­de, war­um ab einem bestimm­ten Lebens­al­ter Kin­der sich von ihren Eltern lösen und eige­ne Wege gehen ....

Frü­her war ich der Auf­fas­sung das müß­te nicht so sein.

Heu­te bin ich geneigt anzu­neh­men, dass das eine Grund­ge­setz­lich­keit der Natur ist, so wie im Früh­jahr die Blät­ter sprie­ßen und im Herbst wie­der run­ter fal­len .... Vie­le Klei­nig­kei­ten, die bei engem Zusam­men­le­ben stö­rend wären, ent­fal­len - und ver­bes­sern so den Umgang mit­ein­an­der - wenn das Kind erst ein­mal in räum­li­cher Fer­ne von den Eltern wohnt. Kin­der müs­sen ihre eige­nen Erfah­run­gen machen kön­nen. Sie müs­sen auch mal selbst auf die Nase fal­len und sich wie­der aufrappeln. 

Fami­li­en­le­ben bedeu­tet: Frei­heit, Ver­ant­wor­tung und Pflich­ten, aber auch Ver­bun­den­heit in schwie­ri­gen Situa­tio­nen. Das Gan­ze unter dem Mot­to: Es gibt Nichts was unse­ren Zusam­men­halt auf­bre­chen kann, wir ste­hen zusam­men .... und dafür ist es nicht unbe­dingt nötig zusam­men unter einem Dach zu wohnen!
Natür­lich gehö­ren Lie­be, Gebor­gen­heit und Akzep­tanz der indi­vi­du­el­len Per­sön­lich­keit unter­ein­an­der dazu - ich erwäh­ne es nur der Voll­stän­dig­keit hal­ber, weil ich es eigent­lich für selbst­ver­ständ­lich halte .... 

Was noch ergänzt wer­den muß:
Alters­ge­mäße Ein­sicht gehört mit zu einem gedeih­li­chen Mit­ein­an­der, sie zu ver­lan­gen ist kei­ne Zumu­tung den Kin­dern gegen­über, son­dern eine Selbst­ver­ständ­lich­keit, die durch das eige­ne Vor­bild gelebt wer­den soll­te. Weder Kin­der noch Eltern kön­nen zu irgend­ei­nem Zeit­punkt stur auf ihrer Sicht der Welt behar­ren - gefragt ist dem­nach immer Kompromißbereitschaft.

Eltern ver­su­chen oft die Kin­der zu schüt­zen und das bis ins Erwach­se­nen­al­ter. Den Aus­gleich zwi­schen ange­mes­se­ner Nähe zu und ange­mes­se­nem Abstand von den Eltern zu fin­den ist sicher eine schwie­rige Grat­wan­de­rung, vor allem dann, wenn Eltern ungern 'los­las­sen' wollen ....

Eine glucken­de Mut­ter, die ihre Kin­der nicht in die Welt las­sen will ist häu­fi­ger das Übel (Väter sind nach mei­ner Erfah­rung meist locke­rer was das angeht). Ein Teil der Kin­der schafft es sich trotz aller gegen­tei­li­gen Wün­sche von Eltern­sei­te abzu­set­zen, man­che aber nur, um sich wie­der in eine Abhän­gig­keit von einem Part­ner zu bege­ben und nicht den Schritt in die Eigen­stän­dig­keit zu schaf­fen. Ande­re sit­zen lie­ber noch zu Hau­se im Nest. Mit der Kon­se­quen­z, dass es des Öf­te­ren hef­tig­ste Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen Alt und Jung gibt. Aber noch nicht hef­tig genug für man­che Jun­gen, um den end­gül­ti­gen Absprung zu schaffen.

Schlimm ist es immer dann, wenn Kin­der den Eltern zur Last wer­den und sie das zu spü­ren bekom­men. Das Urver­trau­en, dass Kin­der zu ihren Eltern haben, wird dadurch zer­stört. Mir scheint das der schlimm­ste Fall von Ver­sa­gen der Eltern zu sein.


Neu­fas­sung unter Ein­be­zie­hung frü­he­rer Kommentare;
Erst­ver­öf­fent­li­chung: 28.06.2008; 17:11h.

bookmark_borderDeutsche Ordnung stirbt zuletzt

Sie woh­nen in einer ange­mie­te­ten Woh­nung¹ und ken­nen, lie­be Lesen­de, alle die "Haus­ord­nung" des Hau­ses in dem Sie wohnen? 

Wenn nicht emp­feh­le ich Ihnen es nach­zu­ho­len und zu lesen was dar­in fest­ge­legt ist.

Wahr­schein­lich ist es so:
Sie haben schon gegen die­se Haus­ord­nung verstoßen!
Mehr als einmal.
Das geht ganz leicht.
Sie wer­den es viel­leicht nicht ein­mal bemerkt haben.
Sie haben in die­sem Fall net­te Nachbarn.
Sol­che, denen unsin­ni­ge Regeln schnup­pe sind.

Aber "WEHE!" Sie haben die 'ande­re' Sor­te Nachbarn.

Die durch und durch "Deutsch", d.h. gläu­bi­ge Befol­ger und Ver­tei­di­ger einer buch­sta­ben­ge­treu­en Aus­le­gung der Haus­ord­nung sind, mögen die dor­ti­gen Regeln auch noch so unsin­nig sein.

Vögel füt­tern ver­bo­ten! So steht es in der Hausordnung.
Krä­hen, Elstern, Tau­ben. Klein­vö­gel füt­tern geht nicht weil ".. an den Außen­an­la­gen kei­ne Gegen­stän­de ange­bracht wer­den dür­fen ..".
War­um weiß nie­mand so genau.
Steht da eben so.

Aber auf den Bal­ko­nen und Ter­ras­sen sind Vögel aus Ton, aus Pla­stik oder aus Glas aufgestellt.
Die haben aller­dings den Nach­teil, dass sie kei­ne Insek­ten fressen.
Die an den Bal­kon­blu­men Scha­den anrichten.
Sowas, sol­che Zusam­men­hän­ge, sind den Wenig­sten bewußt.

Vögel machen Dreck.
Sie streu­en die Kör­ner umher, lee­re Scha­len flie­gen her­um, und so man­cher Kot­trop­fen fällt auch her­un­ter. Das stört den Ord­nungs­sinn des deut­schen Rent­ners, der es gern blit­ze­blank haben will.

"Hör' 'mal wie schön die wie­der sin­gen!" sprach kürz­lich eine Nach­ba­rin zu ihrem Mann. Das waren die, die sich beschwert haben, weil ' .. über­all Kör­ner, Scha­len und Kot .. ' lagen.
Eine maß­lo­se Über­trei­bung, aber so soll­te der Beschwer­de Gewicht ver­schafft werden.
Ich muß­te mein Fut­ter­haus abbauen.
Es wur­de per Foto ein "Beweis" verlangt.

"Die sin­gen so schön weil sie im Win­ter gefüt­tert wor­den sind und über­lebt haben - aber das darf ja nicht mehr sein, weil sie soviel Dreck machen," habe ich dar­auf geantwortet.

Man spricht nun nicht mehr mit mir.
Das war zuviel Wahr­heit und zu wenig Sinn für Ord­nung und Sauberkeit.

In die­sem 'ordent­li­chen' Haus.

Skla­vi­sche Befol­gung von
- Regeln
- star­rer Ordnung
- über­trie­be­ner Sauberkeit
sind einer gedeih­li­chen Nach­bar­schaft nicht zuträglich.

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¹ (Haus­be­sit­zer sind hier aus­ge­nom­men, es sei denn Sie wol­len sich wie­der ein­mal bewußt machen, dass ein Haus zu bau­en / zu kau­fen die rich­ti­ge Wahl war .... )

Zur Rechts­la­ge:
Das Füt­tern von Sing­vö­geln ist grund­sätz­lich als 'sozi­al-adäqua­te Hand­lung' erlaubt. Auch wenn die Haus­ord­nung etwas ande­res sagt. Ich hat­te nur kei­ne Lust auf einen Rechtsstreit.

bookmark_borderUnterschiede

.

Jeder Mensch hat (physiologisch)
eine eigene Sicht der Welt.

Neh­men wir ein ganz ein­fa­ches Bei­spiel. Zwei Men­schen, der eine 1,90m groß, der ande­re 1,65m groß betrach­ten ihre Umge­bung. Schon aus die­sem 'Höhen­un­ter­schied' des Gesichts­fel­des ergibt sich eine ande­re Per­spek­ti­ve, die zu einer unter­schied­li­chen Wahr­neh­mung führt - denn: was man nicht sieht geht nicht in die Steue­rung des Ver­hal­tens ein.

Bei der Bewer­tung von Sin­nes­ein­drücken besteht eben­falls eine Ver­schie­den­heit. Jedes Indi­vi­du­um nimmt auf jedem "Kanal₁,₂,₃" ver­schie­den die Umwelt wahr. Man kann sich leicht vor­stel­len, wel­che Fül­le an Vari­an­ten der Wahr­neh­mung schon dar­aus resultiert.

Noch grö­ßer wird die Varia­ti­on durch den fol­gen­den Aspekt: 

Jeder Mensch hat (psychisch)
eine eigene Kapazität die Welt zu analysieren.

Kei­ne zwei Men­schen sind völ­lig gleich, selbst ein­ei­ige Zwil­lin­ge sind noch ver­schie­den. Schon vor der Geburt sind die Ein­drücke, die der Fötus wahr­nimmt von den Außen­ein­flüs­sen und dem Ver­hal­ten der Mut­ter und ihrer Umge­bung abhängig.

Auf die­se Art ent­ste­hen in dem sich ent­wickeln­den Ner­ven­sy­stem Unter­schie­de - je nach Fül­le der Ein­drücke und ihrer Intensität.
Wie das Ner­ven­sy­stem ver­ar­bei­tet ist aller­dings noch von der gene­ti­schen Aus­prä­gung mit bestimmt, denn das Grund­mu­ster ist dort fest­ge­legt. Nach der Geburt wer­den zusätz­li­che Ent­wick­lungs­schrit­te durch­lau­fen die ein wei­te­res Auf­fä­chern der Wahr­neh­mung der Umwelt bedingen.

Deswegen (Synthese):
Jeder Mensch hat
(s)eine 'individuelle' Wahrheit.

Es kann dem­nach als eine fest­ste­hen­de Tat­sa­che ange­se­hen wer­den, dass durch die ver­schie­den­ar­ti­ge Ver­ar­bei­tung und die unter­schied­li­che Geschwin­dig­keit eine völ­lig ande­re Wahr­neh­mung der Wirk­lich­keit gege­ben ist. Alle ande­ren Fak­to­ren, wie etwa Erzie­hung, Prä­gung, Erfah­rung wer­den die­se Ver­schie­den­heit noch wei­ter zer­split­tern und aus­ein­an­der drif­ten lassen.

Schon frü­her habe ich den Begriff der "Wahr­heit" aus ver­schie­de­ner Per­spek­ti­ve betrachtet.

Fazit:
Es gibt "Wahr­heit" nur zwi­schen denen, die Kri­te­ri­en für deren Erken­nung dis­ku­tiert, aner­kannt und als für sich ver­bind­lich fest­ge­legt haben. Jede ande­re "Wahr­heit" muß davon abwei­chen und kann des­we­gen als "unwahr" bezeich­net werden. 

Ich zitie­re mich selbst:

.. Wir leben in einer Welt voll von Parallel-Wahrheiten.
Suchen Sie sich, lie­be Leser, ihre eige­ne Wahr­heit aus.
Gewin­nen, soviel ist sicher, wird aber die Wahr­heit, die die Wahr­heit der Macht ist. Instru­mente dazu sind die Wahr­hei­ten der Geheim­dienste und Medi­en, die wie­derum den Mäch­ti­gen zuarbeiten .. 

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Wiki­pe­dia
Erleb­nis Mensch
Schule.at

Erst­ver­öf­fent­li­chung: 11. Dez 2014 um 6:00