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nichts ist so, wie es zu sein scheint ....

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Weil Wissenschaftler auch nur Menschen sind müssen sie sich immer wieder fragen, ob sie wirklich unvoreingenommen ein Thema bearbeiten - weil die wichtigste Voraussetzung ist, eine ergebnisoffene Fragestellung auch ergebnisoffen durchzuführen.
Im Folgenden habe ich nochmal einige Themen zusammengefaßt, die ich in den vergangenen Jahren besprochen habe, und die sich mit Wissenschaft und den zugehörigen Problemen befassen.
bullshit-Wissenschaft
Auch wenn es immer wieder (angeblich) bestätigt wird: Erlernte Eigenschaften werden NICHT vererbt.
Von Pseudowissenschaften ....
"Gender Studies" sind Schwafelfächer mit einer Wertigkeit wie der Kreationismus - auch "Pipi-Langstrumpf"-Fächer [Ich mach die Welt wie sie mir gefällt]
Mißbrauchte Wissenschaft
Hier geht es um den Anschlag auf das World Trade Center und was die Wissenschaft dazu sagt.
Wissenschaft
Hier geht es darum den wissenschaftlichen Prozeß zu erklären, laienverständlich, um Vorurteile abzubauen.
Wissenschaft & Erfolgsmessung
Stimmt es, dass Bewertung einer Vorlesung oder eines Seminars die "akademische Freiheit" einschränkt? Einige Thesen dazu.
Wissenschaftlicher Fortschritt
Was haben Feldhamster, Gier nach Geld und der niedliche "Knut"(†) aus Berlin miteinander zu tun?
Wissenschaft ....
"Gossenblogger" sind zwar nicht direkt Gegenstand der Wissenschaft, aber ....
Wie verringert man naturwissenschaftliche Kenntnisse ....
Zuviel Bildung - vor allem in den Naturwissenschaften - führt dazu, dass Menschen zu viel denken und unbequeme Fragen stellen - was macht also die Politik, wenn sie weniger davon haben will aber es nicht laut sagen kann?

Zum Abschluß noch zum Unterschied zwischen den Naturwissenschaften - ganz einfach erklärt als "Schnell-Definition"¹:
Übersetzung
Das ist doch bestimmt einfach zu merken .... und ich erinnere mich dabei gern an meinen Physiklehrer der Oberstufe. Der sagte nämlich vor jedem Versuch " .. und wenn alles klappt, dann sehen Sie .. ", doch meist sah man nichts und er erklärte genau was man hätte sehen sollen. Später, im Studium, wurden viele dieser Versuche im Grundkurs nochmal ausgeführt - und da hat es immer funktioniert!
¹ [Mehr davon HIER; von dort mit geringfügiger Änderung übernommen]
Kürzlich war ich an der Supermarktkasse, hinter einer jungen Frau, ca. Mitte 30, mit kleinem Knaben, so um 6-7 Jahre alt. Die Mutter bittet den Jungen einen von diesen Teilerstäben hinter ihre Sachen zu legen.
Ich hatte eine Lücke gelassen, dorthin legte der Junge den Teiler. Dabei betrachtet er was ich so auf dem Band habe und es entspann sich zwischen ihm und seiner Mutter folgender Dialog:
Sohn
Der Mann hat Lebkuchen - wollen wir auch welche kaufen?
Mutter
Nein, wir warten noch damit bis zum Advent. Sonst geht die ganze Freude auf Weihnachten verloren wenn man jetzt schon Weihnachtsgebäck kauft und ißt.
Sohn (mit etwas Vorwurf in der Stimme, mich anblickend)
Der Mann hat aber jetzt schon welche und wartet nicht bis Weihnachten.
Mutter (mit festem Blick zu mir)
Der Mann ist ja schon alt. Da weiß man nie wie lange man noch lebt. Vielleicht erlebt er Weinachten nicht mehr und stirbt schon vorher.
(Jetzt dem Sohn zugewandt)
Da will er eben jetzt schon Lebkuchen essen.
Es geht nichts über pragmatische Ansagen seinen Kindern gegenüber. Wie sollen sie sonst in dieser gnadenlosen Welt überleben?
.. Ohne Kultureinrichtungen, ohne Garnisonen und Beamtenschaft bricht in Mitteleuropa die gesamte nicht-klerikale Stadtkultur zusammen. Während die Römer einen ganzen Kontinent mit einer berauschenden Stadtkultur überziehen, die Araber, wo immer sie sich ansiedeln, scheinbar aus dem Nichts blühende Städte zaubern, schaffen es Kirche und fränkische Herrscher, das urbane Erbe in eine städtelose Agrarlandschaft mit eingesprengelten Bischofssitzen zu verwandeln. Karl "der Große" residiert nicht mehr in einer Hauptstadt, sondern aus dem Sattel. Begleitet von seiner Hofequipage auf Ochsenkarren, zieht er mit Sack und Pack von einer Pfalz in die nächste und verbringt seinen Lebensabend in einem Eifel-Kaff, rund tausend Kilometer vom Mittelmeer entfernt, auf den Resten einer von den Römern verlassenen Therme, unter dem Namen "Aachen" bekannt. Sein Königshof wäre im römischen Reich bestenfalls den Ansprüchen eines Provinzgouverneurs gerecht geworden .. So ist der Katholizismus eine Religion sui generis, .. verordnet .. In einer einsamen Entscheidung, .. Durch einen Erlass vom 28. Februar 380, der Europa fast 1500 Jahre lang beherrscht und dessen Wirkung bis in die Spitzen Südamerikas reicht. Ohne dieses Gesetz wäre die Geschichte anders verlaufen, nicht zwangsläufig friedlicher, aber wohl weniger erbarmungslos, ohne Kreuzzüge, die bis heute die Beziehungen zwischen Orient und Okzident auf traumatische Weise prägen, ohne Zwangstaufen und Indices verbotener Bücher, ohne Inquisition, Hexenverbrennung, Judenverfolgung, ohne Religionskriege und ohne religiös begründete Einschränkung des Wissenschaftsbetriebes ..
[Quelle]
Die Repräsentanten dieser Un-Kultur, verlangen auch heute noch eine Sonderstellung, sei es in Schulen unter ihrer Obhut, von Steuergeldern bezahlt, oder in Gesundheitseinrichtungen, ebenfalls überwiegend aus Steuermitteln finanziert, und in der Politik. Frauen- und menschenfeindlich gegen Alle, die nach der kirchlichen Lesart "anders" denken als es der katholischen Kirche paßt.
Der Sturz des Herrn Kauder ist hoffentlich ein Signal, dass der kirchliche Einfluß in der Politik allmählich als ungesund erkannt wird und sich eine Opposition dagegen auftut. Wie im zitierten Text dargestellt sind es vor allem die süddeutschen Regionen, die früher wie heute eine pietistische, rückwärtsgewandte Religionsschwärmerei pflegen und aus dieser heraus fremdenfeindlich, menschenfeindlich und fortschrittsfeindlich eingstellt sind - und die Hochburgen der CDU / CSU im Lande darstellen, mit den Folgen der zähen Verlangsamung allen Fortschritts der nicht in ihr enges christliches Gedankenkorsett paßt. Nicht zu vergessen die Heimat unseres Herrn Gesundheitsministers ["Ein Gesundheitsminister den sie kaufen können!"], das Grenzgebiet zu den Niederlanden, das Münsterland, in dem noch heute die Pfaffen fast unbegrenzten Einfluß haben, weil die landwirtschaftlich strukturierte Gegend nicht gerade die hellsten Köpfe beheimatet, die solchen Hokus-Pokus noch glauben. Und weil andererseits die Politik davon profitiert wenn die Kirchen dafür sorgen, dass sie an der Macht bleiben. Das sind Gegenden, in denen die CDU noch 60% der Wähler hinter sich hat.
Schwerfällige Denker sind eben überwiegend CDU/CSU-Wähler.
Es wird Zeit, diese Finsternis des Denkens zurück zu lassen, vor allem auch weil ihre Repräsentanten sich selbst zu fast der Hälfte ihrer "Amtsträger" auf der untersten gesellschaftlich geächteten Ebene der Kriminalität, nämlich der gegen wehrlose Kinder und Jugendliche zur Auslebung einer verkorksten Sexualität bewegen.
Von solchen miesen Charakteren, die ihre Sexualität nicht zügeln können und sie an den Schwächsten ausleben, sollen wir uns heute noch Sitte & Moral predigen lassen?
Nur damit ich nicht falsch interpretiert werde:
Es gibt bestimmt ebenso viele ehrenwerte, völlig unschuldige Priester - aber das macht die Vergehen der Schuldigen nicht wett. Das ändert nichts an der Geheimnistuerei der oberen Würdenträger bis hin in den Vatikan, die Vertuschung und Versetzung von Verantwortlichen noch immer für eine "Lösung" solcher Verbrechen halten. Solange die Unschuldigen es nicht schaffen die Sitte & Moral wieder herzustellen, auch gegen den Widerstand der Hierarchie, so lange machen sie sich mit schuldig.
Andere Glaubensgemeinschaften, das sei noch hinzugefügt, sollten schon einmal anfangen ihre eigenen Würdenträger zu prüfen und sich zu fragen, ob es nicht der gesunde Menschenverstand nahelegt, dass auch in ihren Reihen sich derartige Missetäter befinden! Sie können sich angesichts des Ausmaßes an Vergehen in einer Religionsgemeinschaft nicht zurücklehnen und sagen "Ach du heiliger Florian - verschon mein Haus, zünd andre an!" [diese Lesart stammt von meiner Großmutter] und etwa annehmen bei ihnen sei das so völlig anders ....
Hallo & guten Tag liebe Leser*innen,
liebe Freitagstexte-Erfinder*innen,
sechs Bildunterschriften, davon zwei außer Konkurrenz, das ist bestimmt kein neuer Rekord. Immerhin wird so der Wettbewerb mindestens eine weitere Woche überleben und wer weiß, möglicherweise irgendwann wieder zur alten Größe finden ....
Für die beiden "a.K."-Beiträge danke ich den Urhebern, Frau iGing & Herrn nömix und verleihe erstmals & (wenn nicht andernorts wieder einmal aufgenommen) einmalig einen "a.K.-Sonderpokal" an Herrn nömix für die sehr gelungene Variation zu Faust I (Kapitel 10, Straße (I)):
Nun zur Siegerehrung der 'gültigen' Wettbewerbsbeiträge:
Da ich - sehr zu meinem Bedauern - kein Drachisch spreche [wobei ich davon ausgehe, dass die erste Zeile vom Drachen gesprochen wird] und Google Translate auch nicht helfen konnte, war es mir nicht möglich den Beitrag von Herrn Shhhhh mit in die Wertung zu nehmen - er bekommt allerdings eine Eins mit Sternchen für den exotischsten Beitrag. Die Nachwelt (und ich) wäre Herrn Shhhhh sehr dankbar, wenn er gelegentlich vielleicht eine Übersetzung nachliefern könnte. Danke.
Frau la-mamma warf gleich zwei Hüte in den Ring von denen mindestens einer den Pokal errungen hätte - - - wenn nicht der Beitrag von Herrn Schlabonski gewesen wäre, der der Jury noch besser gefallen hat.
Zweiter Platz also für Frau la-mamma und weiter geht es beim SIEGER des dieswöchigen Wettbewerbs, im Blog von Dieter Schlabonski dem ich hiermit den Pokal überreiche.
Gut behüten, bitte, Herr Schlabonski, bis er in der nächsten Woche weiter gereicht wird .... ;c)

Als glücklicher Gewinner des Freitagstexter-Wettbewerbs der letzten Woche - nochmal ein "Danke" an boomerang - begrüße ich alle hier Lesenden recht herzlich zur dieswöchigen Runde.
Freitagstexter ..??
Wie läuft das ab?
Was müssen Sie tun?
Eine kurze Zusammenfassung, die Regeln sind unkompliziert:
Geben Sie dem Bild (ganz unten eingefügt) eine passende Bildunterschrift. Sie haben von Freitag bis Dienstag um Mitternacht Zeit. Mehrfachteilnahme ist erlaubt, einen Rechtsweg gibt es nicht.
Das Ganze beginnt am Freitag und endet immer am nächsten Mittwoch.
Freitags geht das zu beschreibende Foto online, mittwochs darauf präsentiert der Gastgeber in einem weiteren Beitrag "den Gewinner". Der Gewinner bekommt den Pokal:

Der neue/nächste Gewinner hat dann anderthalb Tage Zeit, ein Foto rauszusuchen und SEINEN Beitrag vorzubereiten, der Freitags auf seinem eigenen Blog online geht.
Einzige Voraussetzung für die Teilnahme ist selbst ein Blog zu betreiben in dem man den nächsten Wettbewerb ausrichten kann. Wer das nicht hat kann mitmachen, allerdings nur "außer Konkurrenz".
Die Banner (also den Freitagstexter-Header und den Pokal) klaut man sich zum Einbauen in den Beitrag der Einfachheit halber beim vorherigen Gewinner (Rechtsklick & speichern).
.... hier das Bild, das der Beschreibung harrt - nur munter ans Werk!

" .. Die argentinische Militärjunta habe sich bei der "Bekämpfung der Subversion" vom Vatikan beraten ("asesoró") lassen, insbesondere vom Apostolischen Nuntius Pio Laghi. Dies sprach der ehemalige Juntachef Raphael Videla der Zeitung "El Sur" ins Mikrophon, und diese Nachricht ging um die Welt. Dass der Vatikan mit den argentinischen Generälen Hand in Hand gegen linke Regimegegner gearbeitet hatte, ist eigentlich kein Geheimnis .. Dass die Generäle die Gefangenen nach der Folter erschossen und in Massengräbern verscharrten oder sie aus Flugzeugen in den Río de la Plata werfen ließen - daran hatten sich der Vatikan und seine Würdenträger vor Ort damals wenig gestört .. Während die verschleppten Mütter als "Terroristinnen" galten, also als Sünderinnen, war ihre Brut doch unschuldig. Ihr Leben, nur ihr Leben, galt es zu retten. So sollen auf Intervention des Vatikans in Campo de Mayo die verhafteten Schwangeren erst ihr Kind gebären dürfen oder per Kaiserschnitt (oft ohne Narkose) entbunden worden sein, bevor sie gepeinigt und ermordet wurden. .. "
[Zitat]
Man bedenke:
Diese Scheußlichkeiten sind noch keine Jahrhunderte alt wie die Inquisition, sie liegen nur wenige Jahrzehnte zurück; übertreffen aber an Zahl und Ausprägung alles, was sich ein selbst wohlmeinender Beobachter des Kirchenhandelns vorstellen kann ..
Kein Wunder also, wenn die katholische Kirche wünscht unbehelligt weiter so zu handeln wie bisher - die Verbrechen reichen bis in die jüngste Zeit〇 und das, was an die Oberfläche kommt ist schon scheußlich genug .... da möchte man garnicht wissen, was noch im Verborgenen lauert!
Einen Maulkorb für Kritiker per Verschärfung des "Blasphemie"-Verbotes, das hätten sie wohl gern, die Herren Pfaffen ....
*edit* (03.08.; 00:30h)
Siehe dazu auch Artikel im "lawblog"

〇Priester und Pastor beteiligt an Folterungen in Nicaragua
In den Audios erklärt der junge Mann, dass Pater Berríos¹ und Pastor Carlos Figueroa² anwesend waren.
Das junge Opfer erklärte, Figueroa habe ihn verbal angegriffen, indem er ihn vor seinen Peinigern niederknien ließ. Darüber hinaus zwang ihn der angebliche Pastor, sich bei denen zu entschuldigen, die ihn töten wollten .. Auf der anderen Seite ignorierte der Priester Berrios die Bitten des jungen Mannes .. Der Priester setzte jedoch wenige Tage später die Mutter des jungen Mannes unter Druck, leugnete, was geschehen war.
Schließlich ist es erwähnenswert, dass die Folterer selbst das Video während des schrecklichen Ereignisses aufgenommen haben. Die weiße Soutane von Pater Berrios ist auf den Bildern zu sehen.
¹ Berrios ist Vertreter der katholischen Kirche in Nicaragua.
² Figueroa seinerseits ist Koordinator des Kinderprojekts "Manos de compasión".
Die hier genannten Folterer sind nicht etwa Angehörige der Regierung Ortega, sondern sind Mitglieder in einer US-geförderten regierungsfeindlichen Organisation [Independent Liberal Party (PLI) und Sandinista Renovation Movement] die sich als Regierungsmitarbeiter ausgeben um diese zu diskreditieren.

Dazu folgender Text:
STEP FOUR: Get violent while accusing the government of getting violent.
We’ve seen this tactic in Nicaragua and Venezuela. There was violence on both sides of the protests, but far more on the U.S.-backed sides, sometimes with help from the CIA or alumni from our military training facilities like The School of the Americas. But because of media propaganda, many believe there is primarily violence on the government side, when in fact it’s the opposite.
Übersetzung:
SCHRITT VIER: Werden Sie gewalttätig, während Sie die Regierung beschuldigen, gewalttätig zu sein.
Wir haben diese Taktik in Nicaragua und Venezuela gesehen. Es gab Gewalt auf beiden Seiten der Proteste, aber viel mehr auf Seiten, die von den USA unterstützt wurden, manchmal mit Hilfe der CIA oder Veteranen unserer militärischen Ausbildungseinrichtungen wie "The School of the Americas". Aber aufgrund der Medienpropaganda glauben viele, dass es primär auf der Regierungsseite Gewalt gibt, obwohl es genau umgekehrt ist.
[Quelle]

.
Mal ganz abgesehen von einer allgemeinen Stimmung in unserem Lande nach der solche Menschen die keiner 'regelmäßigen' Arbeit nachgehen entweder Faulpelze, Schmarotzer oder Dummköpfe sind, gibt es noch die älteren Mitbürger, die ihr Arbeitsleben schon hinter sich haben.
Bei denen wird das Urteil der Arbeitenden schon milder, sie sind aber dennoch mißtrauisch beäugt, gelten sie doch als die Maden, die in dem Speck leben, den jene zur Verfügung stellen, die Arbeit haben.
Die Lebensumstände dieser Gruppe sind vordergründig paradiesisch. In Wahrheit jedoch oft trist und eintönig. Nur will das so recht niemand wissen:
Der wohl bestallte, gut situierte und finanzkräftige Rentner macht sich - vor allem beschworen durch die Politik - natürlich sehr viel besser. Das nur zur Einstimmung, denn ich will auf die Randbereiche hinaus, jene Zeit also, wenn die Menschen als "ältere Arbeitnehmer" bzw. "junge Rentner" gelten.
Es geht um Leistung, besser noch, um Leistungszwang - und der hört keineswegs auf wenn das Arbeitsleben abgeschlossen ist. Weil in der heutigen Gesellschaft die Aktivität zählt. Nur der Rentner ist ein guter Rentner der sich fit hält, für Kinder und Enkel mit kleinen oder großen Hilfeleistungen verfügbar ist, Freizeitzerstreuungen kultureller und karitativer Natur nachgeht und ansonsten 'pflegeleicht' im Umgang mit der Umgebung lebt.
Schon ein Blick in die Welt der Haustiere - und fast jeder Haushalt hat heutzutage einen Hund oder eine Katze als Hausgenossen - müßte doch den Leuten ein Licht aufgehen lassen. Es gibt Phasen im Tierleben, die sehr deutlich zu erkennen und zu unterscheiden sind. Nicht immer von gleicher zeitlicher Dauer, aber doch ähnlich. Im Vergleich gibt es hier Ähnlichkeit mit dem menschlichen Lebenszyklus.
Wenn man den Erkenntnissen der Medizin und Humanbiologie vertraut verläuft das Leben jedes Individuums - in leichter Variation, versteht sich - etwa so (3 Abbildungen; Quelle; "click!" vergrößert.):

Es ist demnach eine differenzierte Betrachtung angezeigt:
Zwar nimmt die Geschwindigkeit der Verarbeitung ab, wird jedoch teilweise durch breitere Erinnerung & Erfahrung kompensiert.
Dies konnte zuvor schon nachgewiesen werden, wobei die Erkenntnis lautet "Die Suche in einer größeren Fülle an abgespeicherter Information erhöht die Zeit die gebraucht wird eine Einzelinformation abzurufen."
Allerdings darf das nicht über die Grundtatsache hinwegtäuschen:
Die Leistung sinkt mit steigendem Lebensalter nicht tatsächlich, sondern nur dem Anschein nach
- die gesellschaftliche Erwartung trägt dem nicht ausreichend Rechnung, weil davon wenig bis gar nichts bekannt ist.
Muskelkraft und die Sensorik sind gemindert - proportional zum steigenden Lebensalter. Daran ist kein Zweifel, insoweit gibt es tatsächlich eine Leistungsminderung. Dies betrifft - außer in Krankheitsfällen - jedoch nicht die geistige Leistung.


Fazit:
Für Ältere ist es nicht leicht sich der Prämisse ewig gleicher geistiger, physischer und sensorischer Leistungsfähigkeit zu entziehen, die die natürliche Abnahme verleugnet. Das paßt nicht zur "lifestyle"-Erwartung vieler jüngerer Leute. Alternde versuchen sich dieser Erwartung zu stellen. Sie verausgaben sich mehr als ihrer Gesundheit zuträglich ist. Der so entstehende Streß verstärkt zusätzlich die Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit und führt zu unerwünschtem, vorzeitigen Verschleiß.
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Es ist also im wohlverstandenen Eigeninteresse älterer Menschen sich von den Forderungen nach Aktivität zu entkoppeln und einen eigenen Rhythmus zu finden der ihrer tatsächlichen physischen und psychischen Situation Rechnung trägt.
.
Das läßt sich mit dem bekannten Slogan
"Weniger kann oft mehr sein!"
beschreiben.
Zur Veränderung der geistigen Kapazität:
" .. Die Beeinträchtigungen in der Lern- und Gedächtnisleistung sind also hauptsächlich auf das schlechtere Ablaufen der Arbeitsprozesse (flüssige Intelligenz), nicht aber auf die Kapazität der verschiedenen Speicher zurückzuführen .. " [Kruse/Lehr/Rott S.357] [Quelle]
Zur Veränderung der körperlichen Aktivität:
" .. Ohne Zweifel ist das Altern ein unausweichlicher biologischer Vorgang, der früher oder später zu objektivierbaren Leistungsverlusten führt. Wie aber der Vergleich zwischen Altersleistungssportlern und gleichaltrigen Seniorenheimbewohnern zeigt, verläuft der Alterungsprozess individuell sehr unterschiedlich und unterliegt zudem einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Die Ermittlung der tatsächlich altersbedingten Leistungsänderungen ist jedoch nicht trivial und gelingt auch mit Hilfe von Längsschnittuntersuchungen nicht ohne Weiteres. Ein generelles Problem ist die Abgrenzung altersbedingter Einflüsse gegenüber Effekten, die primär durch veränderte Lebensgewohnheiten oder Erkrankungen bedingt sind .. " [Quelle]
Überarbeitete Neufassung; Erstveröffentlichung: 20. Jun 2015 um 00:09h.
» Jemand, der nachweislich falsche Vorstellungen vertritt,
kann leicht in andere falsche Überzeugungen abgleiten. «
Diesen Satz habe ich vor einiger Zeit gelesen und ihn mir aufgeschrieben, weil er mit meiner Erfahrung aus vielen Beobachtungen übereinstimmt. Wir haben ja nicht nur unsere Vorurteile, sondern auch unsere Denkmuster mit denen wir unsere Umgebung einschätzen, Probleme angehen und lösen, vorgefaßte Muster bestätigen oder verwerfen.
Diese Denkmuster stammen aus Erziehung und Erfahrung - und was einmal gut geklappt hat, uns Vorteile verschaffte oder von Vielen in unserer Umgebung genau so eingeschätzt wurde, das versuchen wir zu bewahren um den *Erfolg* zu wiederholen.
Anders ausgedrückt:
Wir fühlen uns besser wenn wir mit einer Vorgehensweise Erfolg statt Mißerfolg haben und meiden deswegen neue Denkansätze und neues Verhalten. Etwas - ab von *eingetretenen Pfaden* - zu wagen ist mit sehr viel Unsicherheit verbunden und der Erfolg ist ungewiß. Ungewißheit macht Streß. Streß zu vermeiden ist eine völlig normale Verhaltensweise.
Ich will zwei konkrete Beispiele für die weitere Erörterung anführen. Das erste Beispiel ist es ist ein Kommentar zu einer Aussage, die in einem youtube-Video gemacht wurde:

Der Kommentator weist - zu Recht, wie ich meine - darauf hin, dass die Staatsangehörigkeit keine persönliche Leistung ist und man deswegen darauf nicht *stolz* sein kann.
Der Wert dieser Aussage wird nicht dadurch geschmälert, dass er dann noch ein paar zusätzliche Anmerkungen zu Amerikanern ganz allgemein macht, die sein eigenes Vorurteil in dieser Hinsicht darstellen. Allein, mit seiner Einschätzung des derzeitigen Präsidenten scheint er aber im 'maistream' zu liegen.
Stolz kann man auf eine eigene Leistung sein, etwa eine, die dem Gemeinwesen insgesamt nützt - und dann steckt darin die Anerkennung für diesen Staat, der Verhältnisse geschaffen hat in denen solche Ergebnisse möglich sind.
Das zweite Beispiel zeigt einen Fall auf, in dem viele Beteiligte zu Unrecht *stolz* auf ihre Leistung sind:

Da geht es um die angebliche "Griechenlandrettung" die in Wahrheit ein Rettung von mehreren deutschen und französischen Großbanken war. Das Ergebnis der Intervention, die keine Rettung war, sondern der taumelnden griechischen Ökonomie den Todesstoß versetzt hat, kann mit dem Abstand den wir heute haben beurteilt werden:
Das grobe Versagen der beiden Hauptakteure Wolfgang Schäuble und Jeroen René Victor Anton Dijsselbloem entlarvt sie als Dilettanten, die entgegen aller Warnungen der Fachwissenschaftler glaubten es besser zu wissen .... der eine wohl aus Altersstarrsinn, der andere aus purem Neid auf die Popularität von Y. Varoufakis, dem griechischen Finanzminister & Wissenschaftler, dem gescholtenen und verhöhnten Widersacher, der letztendlich Recht behalten hat, und dessen Statur und Charisma er nie wird erreichen können.
In beiden Beispielen sehen wir grundsätzliche Verhaltensmuster. Einmal der Stolz auf eine fiktive Größe die nicht selbst erarbeitet wurde, im anderen Fall der Dünkel es qua Amt besser zu wissen als einer der es studiert hat. Beide Male einstudierte Verhaltensmuster die zu katastrophalen Ergebnissen führen, natürlich graduell unterschiedlich in ihrer Auswirkung.
Erfahren wir über dergleichen Versagen von eingefahrenen Denk- und Verhaltensmustern in der Politik und Wirtschaft unseres Landes in den Medien?
Nein ....
.... und da fange ich an zu grübeln warum das wohl so ist.
Meine Großmutter (väterlicherseits) war zeitlebens nicht besonders religiös. Etwa ein Jahrzehnt vor dem Ausgang des 19. Jahrhunderts geboren, war es allerdings für eine Dame der höheren Gesellschaft nicht *schicklich* sich als ungläubig zu 'outen'. Man blieb nach außen hin der Taufkonfession treu, was man dachte ging niemanden etwas an. Sie erzählte mir einmal, dass es auf dem abgelegenen Gut wenig Abwechslung gab und daher der Kirchgang für sie eine willkommene 'Zerstreuung' darstellte. Zumal gerade Frauen (und insbesondere junge Damen) sich selten aus ihrer gewohnten Umgebung heraus bewegten, es sei denn, es mußten dringende Dinge wie ein Arztbesuch oder Kleiderkauf in der nächstgelegenen Großstadt erledigt werden. Das war wegen des damit verbundenen Umstandes eine wirkliche Seltenheit.
Da hatten wir nun eine junge Frau die der Kirche eher fern stand, das aber nicht nach außen zeigen, geschweige denn diskutieren konnte. Ihr Glück war einen Mann zu finden, der selbst mit Kirche wenig im Sinn hatte. Trotzdem heirateten die Beiden kirchlich (protestantisch) - es wäre anders gesellschaftlicher Untergang gewesen.
Das junge Paar zog alsbald nach Hamburg. So befreite es sich von gesellschaftlichen Zwängen und konnte die Vorteile der eher anonymen Lebensweise in der Großstadt für sich nutzen. Der frühe Tod des Mannes, meines Großvaters, im I. Weltkrieg überschattete das weitere Leben der jungen Mutter - sie hatte erst zwei Jahre zuvor einen Knaben geboren, meinen Vater. Alleinstehend und fast mittellos, mit Kind, als 'höhere Tochter' nicht in einem Brotberuf ausgebildet, zu einer Zeit, in der es beileibe nicht als 'normal' galt auf dieser Basis sein Leben zu führen.
Das war - nach ihrer eigenen Aussage - der Zeitpunkt in dem sie sich vollends von der Kirche löste und fortan beim Amte als *konfessionslos* eingetragen war.
Nach dieser etwas längeren Vorgeschichte geht es nun um das, was der Titel anspricht: Rückversicherung!
Die Frau Großmutter hatte das Pech in höherem Alter an Parkinson zu erkranken, was in der damaligen Zeit, den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts, noch schlecht behandelbar war - es gab nur ein einziges Medikament, Artane, das zur Verfügung stand. Daneben wurde mit Adamantan [genauer: Amantadin] experimentiert, heute ist es als Virostatikum und in einer Molkülabwandlung als Mittel gegen Demenz in Gebrauch. Die Prognose war daher nicht besonders rosig, weil sich selbst unter Medikation das Vollbild der Krankheit in etwa zehn Jahren entwickelte. Damals, heute kann dies wesentlich verzögert werden.
Wegen der fortschreitenden Symptomatik mußte meine Großmutter dann schließlich in ein Pflegeheim einziehen, weil nur dort eine "Rund-um-die-Uhr"-Betreuung möglich war. Es war ein katholisches Pflegeheim, spezialisiert auf die Erkrankung und zudem noch in der Nähe zu unserem Wohnort, sodass meine Eltern ab und an dort hin fahren konnten. Als ältestes Kind - meine Schwestern sind 8 und 10 Jahre jünger - durfte ich mehrmals mitfahren um die Großmutter, die immer hinfälliger wurde, zu besuchen.
Als es zwischendurch einmal sehr schlecht um sie stand und wir sie besuchten erzählte sie mir, sie sei nun auf alles vorbereitet, denn sie habe die sogenannte *letzte Ölung*, ein katholische Ritual, erhalten. Mein Vater fragte sie, wieso sie das zugelassen habe, wo sie doch ihr Leben lang kirchenfern gelebt habe, worauf sie antwortete:
"Man weiß ja nie - und schaden kann es bestimmt nicht!"
Das Prinzip heißt "Rückversicherung" - sollte man sich geirrt haben und es gibt doch einen Gott kann es ja nicht schaden, sich ihm noch vor dem Tode zuzuwenden.
Dieses Prinzip findet man häufig, auch hinsichtlich ganz anderer Gegebenheiten. So wählen beispielsweise viele Menschen einen Verein nicht wegen des Vereinszweckes, sondern um dazu zu gehören. Oder sie gehen zu Betkreisen, kirchlichen Chören, etc. - weil es gemeinhin ja positiv aufgenommen wird sich da zu integrieren um 'gute Taten' und 'christliches Verhalten' zu zeigen.
Es ist nach meiner Auffassung eine nicht besonders ehrenwerte Handlung etwas abzulehnen und sich dann irgendwie 'abzusichern' - es ist wie Verrat am eigenen Denken und Handeln, mindestens aber unehrlich.

Aber wer weiß? Möglicherweise sitzt ja die Frau Großmutter auf einer Wolke und amüsiert sich königlich engelsgleich über meine Ausführungen ....

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Saisonware
Burger & Kopfrechnen ....
Bei Herrn nömix wird an den Evolutionsbiologen und Humanisten Stephen Jay Gould (1941−2002) erinnert. Dazu heißt es dass ".. er in seinem umfangreichen, unerhört klugen Werk u. a. darlegte, dass es zwischen Christentum und Evolutionslehre nicht notwendigerweise einen Widerspruch geben müsse .."
Nun will ich beileibe nicht die Verdienste des Genannten um die Evolutionsbiologie und seine Beiträge zur Paläontologie schmälern, aber auch große Denker haben sich schon in Detailfragen verirrt und sind auf Abwege geraten.
Lassen Sie mich hier nochmals darstellen, wie der Zusammenhang zwischen Biologie / Evolution und Religion gesehen werden muß - wenn man rational, mit naturwissenschaftlicher Vorgehensweise, prüft.
Die These von Gould ist schon deswegen falsch, weil hier zwei völlig verschiedene Dinge in Zusammenhang gebracht werden, wobei eines (Religion) vom Vorhandensein des anderen (Gehirn/"Geist") abhängig ist.
Nach allgemeiner Auffassung ist die Evolution des Geistes beim Menschen eine spezifische Leistung die der von anderen Säugetieren gleichgesetzt werden kann. Beispielsweise können Wale sehr lange tauchen, Flughunde fliegen und Giraffen Blätter in der Baumkrone fressen.
Unsere Gehirnleistung ist daher nur eine von vielen Entwicklungsmöglichkeiten - und hieraus herzuleiten, eine gedankliche Konstruktion die ein fiktves Wesen postuliert sei von der Evolution unabhängig und parallel denkbar ist schlichtweg falsch.
Evolution läuft weder nach einer Gesetzmäßigkeit (Muster) noch zwangsläufig in eine bestimmte Richtung, sie ist vielmehr rein zufällig.
Der Gedanke "höheres Wesen als Schöpfer" ist von einer bestimmten Hirnleistung abhängig, ohne sie gäbe es das nicht.
Wenn also der postulierte Gott die ihm zugesprochene Allmacht hätte, müßte es ihn auch ohne das menschliche Gehirn geben. Dagegen sprechen alle naturwissenschaftlichen Erkenntnisse, und das selbst vor dem Hintergrund, dass es natürlich immer vom jeweilig Möglichen in der Forschung abhängt.
Nirgendwo im Universum gibt es einen Gott - nur bei uns, als Fiktion, erdacht vom menschlichen Gehirn.
Soweit ging meine Antwort bei Herrn nömix.


Lassen Sie mich noch ergänzen:
Selbst die (bei Wikipedia postulierte, m.E. sinnentstellend dargelegte) Haltung Goulds hinsichtlich der Evolution (Zitat: ".. engagierte sich für die Popularisierung der Evolutionstheorie und deren Verteidigung gegen den in den USA verbreiteten Kreationismus ..") ändert an der Unvereinbarkeit zwischen der Akzeptanz der Evolutionslehre und den Thesen zu Religion, Religionsauslegung und dem postulierten höheren Wesen "Gott" nichts.
Es handelt sich hier nach meiner Auffassung um ein "Alles-oder-Nichts-Prinzip". Akzeptiert man die Evolution, so schließt das einen - wie auch immer gearteten - Glauben(!) aus.

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Auf dem T-Shirt steht:
TRUMP
- redefining stupid
one tweet at a time
und wenn man es (sinnerhaltend) übersetzen wollte hieße es:
TRUMP
die Neudefinition von dumm
ein tweet nach dem anderen
Wie unschwer zu erkennen ist handelt es sich um eine recht holprige Aussage wenn man die deutsche Version liest. Die englische Version klingt wesentlich eleganter und kommt mit weniger Worten aus. Das mag auch ein Grund dafür sein, dass es rund um die Welt als erste Fremdsprache an erster Stelle steht. Außer vielleicht bei den Franzosen - die lernen lieber Spanisch oder, wenn es gar nicht anders geht, Deutsch.
*PS*
Spanisch klingt es auch besser als Deutsch:
TRUMP
- redefiniendo estúpido
uno tweet tras otro