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bookmark_borderWenn man vom Rathaus kommt ist man klüger .... oder:
Datensammlung ist 'für die Katz'

Der Wahn­sinn von Mas­sen­über­wa­chung ist mitt­ler­wei­le ufer­los - und angeb­lich "alter­na­tiv­los", glaubt man den poli­ti­schen Akteu­ren. Dabei wird bewußt oder unbe­wußt(?) mit den Äng­sten der unbe­darf­ten Bevöl­ke­rung gespielt. Um deren Zustim­mung zu erhal­ten gibt es jähr­li­che Ver­laut­ba­run­gen über die Kri­mi­na­li­tät. Ab und an kom­men noch Zwi­schen­be­rich­te dazu, die an Dra­ma­tik beson­ders immer dann nichts zu wün­schen übrig las­sen, wenn wie­der irgend­wo auf der Welt ein ver­stör­ter Mensch zur Waf­fe greift und sei­ne Mit­men­schen in klei­ne­rer oder grö­ße­rer Zahl umbringt.

Natür­lich wird zudem regel­mä­ßig eine stets dro­hen­de Gefahr durch "Ter­ror­zel­len" her­auf­be­schwo­ren um dann Bekämp­fungs­maß­nah­men anzu­kün­di­gen und in die Tat umzu­set­zen, die in kei­ner Wei­se dazu bei­tra­gen das (ver­meint­li­che) Pro­blem anzugehen.

So wird u.a. eine mas­sen­haf­te Daten­samm­lung gerecht­fer­tigt, die bei genaue­rem Hin­se­hen schon aus grund­sätz­li­chen mathe­ma­ti­schen Erwä­gun­gen nie zum ver­spro­che­nen Ergeb­nis füh­ren können.

Die Fra­ge ist also, wie Mathe­ma­tik als Beweis dafür die­nen kann wie rund um den Glo­bus ein Popanz im Namen ver­stärk­ter Sicher­heits­be­dürf­nis­se auf­ge­baut wird.

Mit­tels simp­ler Pro­zent­rech­nung oder einem Drei­satz kann man abso­lu­te Zah­len ins Ver­hält­nis set­zen und dar­aus bewei­sen, dass nichts von all dem Fir­le­fanz der da betrie­ben wird dazu bei­tra­gen kann "Sicher­heit" herzustellen.

Nur ganz kurz eine klei­ne Berechnung:
Wenn 10 Ter­ro­ri­sten einen Anschlag in Frank­reich aus füh­ren, so stel­len sie einen Anteil von 0,000015 Pro­zent der Gesamt­be­völ­ke­rung [Ein­woh­ner Frank­reich ca. 66.318.000] dar. Sol­che Pro­zent­wer­te sind schwer zu ver­ste­hen, des­we­gen bil­det man einen Teil­be­trag aus der Gesamt­be­völ­ke­rung und setzt die Zahl der Übel­tä­ter ins glei­che Verhältnis:

Ein Atten­tä­ter kommt auf 6,6 Mil­lio­nen Franzosen

Zum Ver­gleich die Zahl der Tötungs­de­lik­te [Mord, fahr­läs­si­ge Tötung, etc.]:

430 Fäl­le Tötungs­de­lik­te auf 6,6 Mil­lio­nen Franzosen

Es ist also 430 mal so wahr­schein­lich ermor­det zu wer­den als von ter­ro­ri­sti­scher Akti­vi­tät betrof­fen zu sein. Selbst wenn man 10 Ter­ro­ri­sten annimmt ist die Zahl der gewalt­sa­men Todes­fäl­le durch sie 43 mal klei­ner als die durch Tötungsdelikte. 

.... und trotz­dem haben die Men­schen viel mehr Angst vor Ter­ro­ri­sten als vor Mördern.

Bei uns in Deutsch­land haben 3.690 Men­schen ihr Leben durch Ver­kehrs­un­fäl­le ver­lo­ren - dage­gen ste­hen "0" Todes­fäl­le durch Ter­ro­ris­mus in den letz­ten 12 Jah­ren* .... und Sie, lie­be Leser, wis­sen genau wie ich wovor die mei­sten Men­schen die grö­ße­re Angst haben.

Aber neh­men wir mal an die gan­zen Über­wa­chungs­maß­nah­men sei­en nütz­lich. Das wür­de bedeu­ten, die zustän­di­gen Behör­den könn­ten die "Bösen" durch Über­wa­chung herausfiltern.

Nun ist aber jede Metho­de mit einem [oder meh­re­ren] Feh­lern behaf­tet. Neh­men wir wei­ter an der Feh­ler sei 1% der Fälle.

Wenn man alle Fran­zo­sen durch Über­wa­chung beob­ach­te­te wäre allein die Feh­ler­quo­te [der fälsch­lich als "Ter­ro­rist" iden­ti­fi­zier­ten Per­so­nen] eine Zahl von 660.000 Personen.
Selbst bei einer Feh­ler­quo­te von 1 Pro­mil­le han­del­te es sich noch um 66.000 zu Unrecht als Ter­ro­ri­sten ver­däch­ti­ger Men­schen. Wie bekannt wur­de der letz­te Anschlag in Paris von weni­ger als 10 Per­so­nen ausgeführt.

Das bedeu­tet (am Bei­spiel Frankreichs):
Bei flä­chen­decken­dem scree­ning durch Über­wa­chungs­maß­nah­men wer­den stets 99,9% der "Ver­däch­ti­gen" zu Unrecht ver­däch­tigt. Zudem ist noch nicht ein­mal sicher, ob die Mis­se­tä­ter tat­säch­lich in der als "böse" iden­ti­fi­zier­ten Grup­pe stecken:

Urtei­len Sie selbst, ob sich der unge­heue­re Auf­wand an Über­wa­chung vor dem Hin­ter­grund die­ser Zah­len "lohnt" ....

_______________________________________________ 

* Aus­ge­nom­men sind hier die Jah­re 2015 bis heu­te, da die Zah­len immer erst ver­zö­gert in die Sta­ti­stik auf­ge­nom­men werden.

Sie­he hierzu:
Erkenn­ba­re Mängel
tele­po­lis: Las­sen sich Anschlä­ge aus Online-Akti­vi­tä­ten vorhersagen?

[Zuerst ver­öf­fent­licht am 18. Jun 2016 @ 03:00; geän­dert am 15. Nov 2016 um 13:00; Neu­fas­sung & Ergän­zung: 06.09.2018]

bookmark_borderDie Gesundheitsbehörden geben bekannt: ....

Herbst­zeit - Grip­pe­zeit. Bald ist es wie­der soweit. Da ist es nur all­zu ver­ständ­lich, wenn die Gesund­heits­be­hör­den - wie hier die aus Spa­ni­en - die Bür­ger umfas­send und ver­ständ­lich infor­mie­ren und auf die dro­hen­den Gefah­ren auf­merk­sam machen.

Frei­lich ist eine War­nung ohne kon­kre­te Vor­schlä­ge zur Ver­mei­dung von Ansteckun­gen nutz­los, daher erfolgt die Beleh­rung zum bes­se­ren Ver­ständ­nis in Wort & Bild:

 

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[Erst­ver­öf­fent­li­chung: 26. Okt 2012 um 11:39]
 

bookmark_borderAus der Vergangenheit ....

Geben Sie es zu:
Sie haben schon mal nach frü­he­ren Freund*inn*en im Inter­net gesucht!
Nein?
Dann aber bestimmt nach alten Klas­sen­ka­me­ra­den, Stu­di­en­freun­den, Arbeits­kol­le­gen, Urlaubs­be­kannt­schaf­ten, frü­he­ren Nach­barn .... etc.

Da ist mir doch neu­lich im Besuchs­zäh­ler eine Her­kunfts­an­ga­be auf­ge­fal­len - und in die­ser Sekun­de fing das Kopf­ki­no an, schnurr­ten alte Bil­der und Erin­ne­run­gen durch mei­nen Kopf. Ein ein­zel­nes Stich­wort, und sofort setz­te sich ein bis­her wenig, tat­säch­lich viel­leicht ein, zwei Mal in zehn Jah­ren genutz­ter Teil mei­ner Erin­ne­rung in Gang und beschäf­tig­te mich für Stun­den, kam immer mal wie­der in den Vor­der­grund und mach­te sich da breit.

Natür­lich spin­nen sich die Gedan­ken von da selb­stän­dig wei­ter - davor und danach lie­gen­de Ereig­nis­se wer­den akti­viert, gan­ze Lebens­ab­schnit­te sind plötz­lich wie­der prä­sent und das Grü­beln über damals erleb­te Situa­tio­nen und getrof­fe­ne Ent­schei­dun­gen hört und hört nicht auf ....

Um das irgend­wie in den Griff zu bekom­men fing ich an syste­ma­tisch nach Namen aus die­ser Zeit zu suchen, Name und Vor­na­me, Name und Mäd­chen­na­me, Name und Tätigkeit/Berufsbezeichnung, Name und Stu­di­en­fach und so wei­ter. Die gan­ze Palet­te durch, alle Varia­tio­nen die mir so ein­fie­len. Stun­den ver­gin­gen, manch­mal wur­de ich durch Begrif­fe abge­lenkt und auf Neben­we­ge gescho­ben, dann wie­der zurück und am Ende, nach Stun­den, war ich fast so schlau wie zuvor und noch dazu ein wenig fru­striert ob des mehr als mage­ren Ergeb­nis­ses. Gefun­den habe ich ein­zig den (mitt­ler­wei­le uralten) Vater einer Bekann­ten, er muß jetzt um die 95 Jah­re alt sein ....

Des­we­gen glau­be ich nun:
Sucht man im Inter­net nach Per­so­nen aus dem 'frü­he­ren' Leben, so fin­det man sel­ten oder nur per Zufall das, wonach man gesucht hat. Am schwer­sten ist es bei weib­li­chen Per­so­nen. Weil die meist den Namen ihres Part­ners anneh­men lau­fen die Ver­su­che öfter ins Leere.
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Ande­rer­seits gibt es ja die The­se man könn­te jeden Men­schen fin­den, weil es nur sechs Schrit­te dahin sei­en [Six degrees of sepa­ra­ti­on; Deutsch "Klei­ne-Welt-Phä­no­men"].

Mir ist es bis­her nicht gelungen.
Hät­ten sie, lie­be Lesen­de, einen Vor­schlag wie es klap­pen könnte?
 
 
* [Abbil­dung: Dani­el' CC BY-SA 3.0 File: Six degrees of separation.svg; crea­ted: 14 Janu­ary 2010]

 

bookmark_borderZur Frage von Fachkompetenz

Bekla­gens­wer­te Fehl­grif­fe bei der Beur­tei­lung von Per­so­nen sind im pri­va­ten Leben nicht unbe­dingt pro­ble­ma­tisch. Aller­dings sieht das grund­sätz­lich anders aus wenn es um Auf­trit­te vor grö­ße­rer Öffent­lich­keit geht. Da kann ein Fehl­griff hin­sicht­lich eines "aus­ge­wie­se­nen Exper­ten" schon recht unan­ge­neh­me Aus­wir­kun­gen haben.

Gemein­hin geht man davon aus, dass ein stu­dier­ter und pro­mo­vier­ter Fach­mann eine brei­te Exper­ti­se in sei­nem Fach­ge­biet hat. Das kann, muß aller­dings nicht auto­ma­tisch kor­rekt sein.

Neh­men wir bei­spiels­wei­se einen pro­mo­vier­ten und habi­li­tier­ten Che­mi­ker. Der wird über die Che­mie im All­ge­mei­nen und über sein Pro­mo­ti­ons­the­ma im Beson­de­ren fun­diert Bescheid wis­sen. Wenn es um sein Spe­zi­al­ge­biet - durch Habi­li­ta­ti­on nach­ge­wie­sen - geht, gibt es wohl nicht vie­le Men­schen auf der Welt, die sich da mit ihm mes­sen kön­nen. Sol­che The­men bedin­gen außer­or­dent­lich spe­zia­li­sier­te Fach­kennt­nis­se, die so tief in die Mate­rie ein­drin­gen, dass sie bestimmt mit Recht als "Nischen­wis­sen" ein­ge­stuft wer­den können.

Jetzt stel­len wir uns vor, ein Pro­gramm­ver­ant­wort­li­cher sucht einen Che­mi­ker der zur glo­ba­len Erwär­mung etwas sagen soll. Da wis­sen die mei­sten Men­schen, dass es etwas mit CO2, Stick­oxi­den und Schwe­fel­ver­bin­dun­gen zu tun hat. Ganz ver­sier­te wis­sen zudem, dass auch Schwer­me­tal­le in Abga­sen ein nen­nens­wer­tes Pro­blem für die Umwelt darstellen. 

Da ist der Fach­wis­sen­schaft­ler in einer Zwickmühle:
Einer­seits hat er natür­lich ver­tief­te Kennt­nis­se zu der Inter­ak­ti­on von che­mi­schen Sub­stan­zen - ande­rer­seits feh­len ihm Kennt­nis­se hin­sicht­lich der Beur­tei­lung von meter­eo­lo­gi­schen Abläu­fen, die eine Kon­zen­tra­ti­on oder Redu­zie­rung bestimm­ter Stof­fe beeinflussen.

Ein ver­ant­wor­tungs­be­wuß­ter Wis­sen­schaft­ler wird in einer sol­chen Situa­ti­on drauf ver­wei­sen wo sei­ne Gren­zen der Exper­ti­se lie­gen - und im Zwei­fel davon Abstand neh­men sich öffent­lich dazu zu äußern. Wir Alle ken­nen aber das Gegen­teil - und Men­schen tun schon ver­rück­te Din­ge nur um ein­mal im Ram­pen­licht ste­hen zu können ....

Betrach­ten wir jetzt ein­mal einen ande­ren Bereich, die Gei­stes­wis­sen­schaf­ten. Da zu unter­schei­den wer wel­che Exper­ti­se besitzt ist bei wei­tem schwie­ri­ger als bei den Naturwissenschaften.

Dass ein bekann­ter und pro­mo­vier­ter, gar habi­li­tier­ter und ver­öf­fent­lich­ter Autor Vie­les weiß und dazu etwas sagen kann ist klar. Aber wird er stets, in jedem gei­stes­wis­sen­schaft­li­chen Fach, wis­sen, wovon er redet ...? Häu­fig wird argu­men­tiert, dass ein Wis­sen­schaft­ler x Zita­te hat, und des­we­gen glaub­wür­di­ger sei als jemand, der zwar eben­falls (bei­spiels­wei­se) Psy­cho­lo­gie stu­diert hat, aber nur einen Bache­lor­ab­schluß erreich­te und nir­gend­wo zitiert wurde. 

Wenn aber das The­ma Phi­lo­so­phie oder Poli­tik ist?! Nein, aka­de­mi­sche Auto­ri­tät funk­tio­niert nicht so, dass Auto­ri­tät in einem Fach gleich­zei­tig Auto­ri­tät in wei­te­ren, rand­stän­di­gen Fel­dern bedeu­tet! Wer Psy­cho­lo­gie stu­diert hat und sich dort eines her­vor­ra­gen­den Rufes erfreut kann - und wird wahr­schein­lich - in der Anthro­po­lo­gie, der Phi­lo­so­phie, der poli­ti­schen Geschich­te oder sogar der Sozi­al­psy­cho­lo­gie etwas Fal­sches sagen, wenn sein Schwer­punkt die kli­ni­sche Psy­cho­lo­gie ist.

Geht es aller­dings allei­ne um das Renom­mee, den Bekannt­heits­grad, also dar­um, eine "Auto­ri­tät" vor sich zu haben, so ist die­ser nicht auto­ma­tisch eine Kom­pe­tenz zuzu­ord­nen - im Gegen­teil, hier darf und muß die Fra­ge gestellt wer­den auf Grund wel­cher Fach­kennt­nis­se sich die­se Per­son äußert.

Mein Punkt ist, dass ein Wis­sen­schaft­ler viel­leicht pro­mo­viert hat und in sei­nem Fach aner­kannt ist. Oft spricht ein sol­cher Mensch über vie­le Berei­che, die außer­halb sei­nes Fach­ge­bie­tes lie­gen, was bedeu­tet, dass er nicht mehr not­wen­di­ge Auto­ri­tät über die­se The­men hat als Sie oder ich. 

Um fair zu sein:
Es sieht so aus, als ob die­se Tat­sa­che nicht von all­zu vie­len Beob­ach­tern so erfasst wird. Das ist ein gro­ßes Ärger­nis. Ermög­licht es doch man­chem Schar­la­tan so eine Kar­rie­re auf­zu­bau­en und durch die Lan­de zu tin­geln. Leu­te neh­men das ernst was von die­ser Per­son kommt, dabei bestehen die Aus­sa­gen größ­ten­teils aus dem, was außer­halb der Exper­ti­se gesagt wird. Dabei wer­den vie­le all­ge­mei­ne Feh­ler und spe­zi­fisch sach­li­che Feh­ler auf­tre­ten - nur küm­mert es in vie­len sol­chen Fäl­len nie­man­den mehr.

Talk­shows leben davon sol­che *Exper­ten* ein­zu­la­den - und bedau­er­lich ist, dass dabei die soge­nann­te "Publi­kums­wirk­sam­keit" einer Per­son wich­ti­ger ist als deren Wis­sen bzw. die Fer­tig­keit die­ses Wis­sen ver­ständ­lich zu arti­ku­lie­ren. Von der Poli­tik will ich in die­sem Zusam­men­hang gar nicht erst anfan­gen .... sonst schrei­be ich noch in ein paar Wochen.

bookmark_borderGriechenland
.... für die Verantwortlichen keine Folgen.

Was, lie­be Lesen­de, fällt Ihnen beim Stich­wort "Grie­chen­land" ein?
Bestimmt nichts Gutes, denn über die Jah­re wur­de uns per Fern­se­hen und die gro­ßen Blät­ter ein­ge­häm­mert wie faul und spar­un­wil­lig die Grie­chen sei­en, wie sehr sie auf unse­re (!) Kosten ein Wohl­le­ben geführt hät­ten - und nun vor den Scher­ben ihres Trei­bens stünden.

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Die Wahr­heit hat aller­dings ganz anders ausgesehen:
Die rechts­la­sti­ge grie­chi­sche Regie­rung hat über Jah­re gewur­stelt und Geld ohne Ende 'ver­bra­ten'. Groß­zü­gi­ge Ein­käu­fe für das Mili­tär, groß­zü­gi­ge Alters­ver­sor­gung für die Staats­be­dien­ste­ten, groß­zü­gi­ge Aus­ga­ben für Pre­sti­ge­ob­jek­te. Geld, das nicht vor­han­den war und nicht aus den Staats­ein­nah­men gedeckt wur­de - also hat man sich ver­schul­det. Meist bei deut­schen und fran­zö­si­schen Banken.

Mit der Wahl der Regie­rung Tsir­pas kam dann die Stun­de der Wahr­heit. Kas­sen­sturz und gro­ßer Schreck. Ohne frem­de Hil­fe konn­ten weder die lau­fen­den Staats­aus­ga­ben noch der Schul­den­dienst begli­chen wer­den. Was folg­te war ein Trau­er­spiel*, initi­iert von Schäub­le und dem infa­men Jero­en Dijsselbloem.

Damals schrieb ich (nach der Volksabstimmung):

Vor­bei ist damit noch immer nichts. Die restau­ra­ti­ven Ele­mente wer­den sich for­mie­ren und ihre destruk­tive Vor­ge­hens­weise gegen die grie­chi­sche Regie­rung noch geziel­ter koor­di­nie­ren.

Das genau trat ein, Varou­fa­kis ging und der wei­te­re Absturz der grie­chi­schen Finan­zen nahm sei­nen Lauf - die deut­schen und fran­zö­si­schen Ban­ken sind mitt­ler­wei­le 'geret­tet', indi­rekt, wie bei der ersten Ban­ken­ret­tung, aller­dings die­ses Mal ohne der Bevöl­ke­rung die Wahr­heit zu sagen. Wie behaup­te­te doch Frau Mer­kel immer wie­der? "Der Auf­schwung (nach der 2008er Rezes­si­on) kommt bei den Men­schen an!" Ange­kom­men ist er bei den Ban­ken, die gezockt und ver­lo­ren hat­ten und sich dann von den Poli­ti­kern haben her­aus­hau­en lassen.

In Grie­chen­land ist 'ver­brann­te Erde' geschaf­fen wor­den: Was an Wer­ten aus Staats­be­sitz ver­kauft wer­den konn­te ist ver­kauft, die Finan­zen sind vor­der­grün­dig aus­ge­gli­chen, in Wahr­heit aber ist der Staat dop­pelt so hoch ver­schul­det wie vor der "Grie­chen­land­ret­tung".

Zwei Ergeb­nis­se aller­dings sind geblie­ben. Ein­mal haben sich die lin­ken Kräf­te in der EU trotz teil­wei­se abwei­chen­der Zie­le ange­nä­hert um zu über­le­ben. Denn es wur­de klar, dass die rechts­ge­rich­te­ten, restau­ra­ti­ven Strö­mun­gen anson­sten sofort obsie­gen würden.

Sodann wur­de am Bei­spiel Schäub­le deut­lich, wie wenig Sach­ver­stand bei man­chen Poli­ti­kern vor­han­den ist. 

Die so oft zitier­te "Schwar­ze NUll" ist eine Fik­ti­on - sie ver­schweigt und ver­schlei­ert die tat­säch­li­che Ver­schul­dung. Schlim­mer noch: Sie ist nur dadurch mög­lich gewor­den, dass Deutsch­land ande­re EU-Län­der (Spa­ni­en, Por­tu­gal, Grie­chen­land, Ita­li­en) durch sei­nen Export­über­schuß förm­lich 'aus­ge­saugt' hat. 


Wie sehr eine Fas­sa­de auf­ge­baut wur­de, die den Anschein erwecken soll­te, Schäub­le sei ein über­aus kom­pe­ten­ter Mann. Das Ergeb­nis sei­nes starr­sin­ni­gen Behar­rens - obwohl es vie­le gegen­tei­li­ge Mah­nun­gen von Finanz­fach­leu­ten gege­ben hat­te - zeigt nun, wer Recht hatte.
Es war nicht Schäub­le, soviel steht fest.
 

* 47 bil­li­on €uros sold for 5.1 billion!

Frü­he­re Bei­trä­ge zu Griechenland:

26.05.2016 Der IMF hat sich geirrt - sehr bedauerlich ....

16.12.2015 Y. Varou­fa­kis: The Gre­at Greek Bank Robbery

09.11.2015 ‘‘Bit­tere Bilanz – Inter­view von Yanis Varou­fa­kis mit Funk­haus Euro­pa (WDR)’’

05.07.2015 Noch eine Vor­her­sa­ge die stimmte ....

30.06.2015 "last minu­te" Angebot

31.01.2015 Ein "BRAVO!" ....

bookmark_borderFragen Sie sich auch ....

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Fra­gen Sie sich auch wohin die gol­de­ne Sta­tue von Erdo­gan zeigt?
Wenn Sie jetzt etwa dach­ten er zeigt auf sei­nen schö­nen gol­de­nen Prä­si­den­ten­pa­last - dann lie­gen sie falsch.
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Ich kann hel­fen. Denn bei Tag wur­de deutlich:
Der Herr Erdo­gan zeigt auf einen Luft­bal­lon, der sich im Baum ver­fan­gen hat.

nullDa sind wir aber froh. 

So vie­le Poli­zi­sten haben dafür gesorgt, dass der Luft­bal­lon unver­sehrt an die klei­ne Elin zurück gege­ben wur­de. Wie nett von dem Herrn Erdo­gan, dahin zu zei­gen wo der Luft­bal­lon sich befin­det, wo er doch so viel um die Ohren hat. 

Wäh­rend ande­re Staats­män­ner nur so vor sich hin regie­ren muß er sich ganz allei­ne gleich­zei­tig um Legis­la­ti­ve, Exe­ku­ti­ve und Judi­ka­ti­ve kümmern ....

bookmark_borderManchmal möchte ich rufen schreien:
Du glaubst doch selbst an Magie ...!

Den fol­gen­den Text zur "christ­li­chen Erbau­ung" aus der Serie "dai­ly mes­sa­ge" habe ich neu­lich gele­sen - und schon im ersten Absatz ging es los, da steck­te "die Bom­be" drin (rot ein­ge­färb­ter Text). 

" .. Am Sams­tag war ich in der Alten Oper und habe dort ''Die Schö­ne und das Biest'' geschaut. Prin­zi­pi­ell gefal­len mir Geschich­ten nicht so, in denen es um Magie geht, doch man­ches kann man auch über­tra­gen sehen.
Die eine Haupt­per­son wur­de zum Biest, weil er zu herz­los war. Erst wenn wie­der Lie­be in sein Herz ein­zieht, bevor eine Rose ihr letz­tes Blatt ver­lo­ren hat, soll­te er vom Fluch des Biest­seins erlöst werden.
Haben wir nicht alle ein­mal Zei­ten, in denen unser Herz nicht so offen ist, wie es sein soll­te? Wer­den wir nicht alle ein­mal zum Biest, weil es uns mal an Lie­be fehlt? Hier­zu ist kei­ne Magie nötig, wenn unser Herz ver­schlos­sen ist, wer­den wir alle ein­mal biestig.
Doch das Ziel unse­res Lebens, das, was Gott für uns vor­ge­se­hen hat, ist die Lie­be. Er hat uns zuerst geliebt und will, dass auch wir die­se Lie­be wei­ter geben. Wenn wir es nicht tun, ste­hen wir nicht auf der Sei­te Got­tes, son­dern auf der sei­nes Wider­sa­chers, der das Biest in Per­son ist.
Erst, wenn wir es schaf­fen, dass die Lie­be ganz in unser Herz und unser Wesen ein­zieht, haben wir das Biest ganz hin­ter uns gelas­sen und gehen in ein glück­li­ches und erfüll­tes Leben.
Ich wün­sche dir einen geseg­ne­ten Tag vol­ler Lie­be in dei­nem Herzen!
Rai­ner Gigerich
(26. Aug 2018) .. "


Ist es nicht gera­de­zu gro­tesk, wenn der Autor dar­auf hin­weist, dass ihm Geschich­ten
'in denen es um Magie geht' nicht so sehr gefal­len - und er genau mit die­sem Text dabei ist auf einen fik­ti­ven Cha­rak­ter namens "Gott" zu ver­wei­sen, an den die Lesen­den bit­te­schön 'glau­ben' sollen?

Was - so fra­ge ich sie - ist denn die­ser ver­meint­li­che "Gott" ande­res als die Geschich­te "Die Schö­ne und das Biest"? Eine Fik­ti­on, eine erfun­de­ne Gestalt, eine Denk­kon­struk­ti­on die Men­schen dazu brin­gen soll an etwas zu glau­ben was es nicht gibt.

Ich brau­che jeden­falls kei­ne Lebens­hil­fe durch ein unsicht­ba­res Wesen um mei­ne Fami­lie zu lie­ben oder mei­ne Mit­men­schen zu achten. 

Wie ste­hen sie dazu?

bookmark_borderWarum eigentlich nicht?

Nach Lek­tü­re von Frau Lakrit­zes Anre­gung mache ich mich auf um am Blog­ger­hür­den­lauf, den sich Herr Zeilen­sturm ausge­dacht hat, teilzunehmen. 

" .. Ein Weg, abseits der ausge­tre­te­nen Wege neue Blogs zu fin­den und zu lesen (Anlei­tung unten). Und es wur­de wahr­lich ein Hürden­lauf mit Einbahn­stra­ßen, Irr- und Umwe­gen .. " war dazu bei vil­mosk­ör­tes Blog zu lesen - und das stimmt aufs Wort, es war ein Hür­den­lauf mit vie­len Hindernissen:
Tote Links, kei­ne Blogroll, öfter zuviel Eso­te­rik­ge­schwur­bel, Reli­gi­ons­lob­hu­de­lei und schlicht­weg Absur­des, zuviel für mei­nen Geschmack - und das woll­te ich aus Über­zeu­gung nicht noch wei­ter verbreiten ....

Schließ­lich ergab sich nach vie­len Stun­den lesen, über­le­gen, wei­ter­ge­hen, lesen, etc. fol­gen­de Reihenfolge:

1. Sta­ti­on:
Bunt und far­ben­froh …… was mir alles auf mei­nem Weg begeg­net! - und dort las ich den Bei­trag "Respekt".
Eine sehr lesens­wer­te Erör­te­rung des Begrif­fes und der ver­schie­de­nen For­men, die Respekt anneh­men kann. Je nach­dem, um wen es dabei geht und in wel­cher Situa­ti­on man sich selbst befin­det. Ganz knapp zusam­men­ge­faßt sagt sie: " .. brach­te er (ihr Vater) uns bei, dass unser Respekt tat­säch­lich nur Men­schen gel­ten soll­te, die sich die­sen Respekt durch ihre Hal­tung, ihre Ansich­ten oder Taten auch ver­dient haben .. " - so sage ich es auch, und füge hin zu, dass nie­mand wegen eines Amtes oder einer Posi­ti­on in der Gesell­schaft 'auto­ma­tisch' Respekt hat oder haben sollte.

2. Sta­ti­on:
kein­biss­chen­lei­se­blog keinbisschenleise2.0 ….ein­fach die Fort­set­zung des alten Blogs Da steht aktu­ell ein drei­tei­li­ger Bericht zu einer Rei­se ins Elb­sand­stein­ge­bir­ge, u.a. zur Festung König­stein, die ich zwar gele­sen habe und sehr emp­feh­len kann, bespre­chen wer­de ich alle­dings den Bei­trag mit dem Titel "Weil ich es ver­spro­chen habe…"
Uschi schreibt von einem Thea­ter­be­such in der Fel­sen­büh­ne Rathen, gege­ben wur­de „Win­ne­tou 1“. Die Fel­sen­büh­ne ist eine Natur­büh­ne in der Säch­si­schen Schweiz und hat 1800 Sitz­plät­ze. Die­sen Bei­trag habe ich gewählt, weil gera­de die­se klei­nen Büh­nen auf etwas Wer­bung ange­wie­sen sind - das ken­ne ich noch von der Frei­licht­büh­ne in Teck­len­burg (Teu­to­bur­ger Wald), wo ich bis 2017 gewohnt habe.

3. Sta­ti­on:
In Leben Live Blog1 wird von Uli spo­ra­disch geschrie­ben, er fährt einen gro­ßen Rol­ler und hat sich noch ein Motor­rad gekauft. Das ist aller­dings nicht Gegen­stand sei­ner letz­ten Ein­trä­ge, da geht es um den Umgang mit dem Daten­schutz - um den macht sich Uli gro­ße Sor­gen. Sor­gen habe ich da kaum, aller­dings hal­te ich von der jetzt getrof­fe­nen Rege­lung nicht viel: Mehr Unkla­res als Nut­zen, das ist nie gut.

4. Sta­ti­on (ver­wor­fen)
.... das war eine "rechts­la­sti­ge" Sack­gas­se mit den übli­chen Ver­schwö­rungs­theo­rien und ras­si­sti­schen Aus­fäl­len - eine ekel­haf­te Lügenseite!
SKB NEWS -ein main­strea­m­un­ab­hän­gi­ger Nach­rich­ten -und Informationskanal
– Her­aus­ge­be­rin: Gaby Kraal 

Des­we­gen ging es wei­ter bei

4. Sta­ti­on:
Zum Glück bin ich anders! Die Kunst zu leben besteht dar­in, im Regen zu tan­zen statt auf die Son­ne zu warten.
Bei 'blog­bel­lo­na' geht es locker und flockig zu, ich nen­ne hier nicht einen ein­zel­nen Bei­trag, ein bun­tes Gemisch aus pri­va­ter Urlaubs­er­in­ne­rung und Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten über den manch­mal auf­tre­ten­den Blog­frust bis hin zum Tref­fen mit Freun­din­nen und Berich­ten zu Arbeits- und Haushaltsaktivitäten.
Ein Blog für jun­ge Müt­ter, möch­te ich mei­nen, die sich mal sagen wol­len: "So geht's mir auch!"

.... und zu guter Letzt zur
5. Sta­ti­on:

Die Hoff­nung stirbt zuletzt, Blog über All­tag im Ruhr­ge­biet - Ruhr­pott von Belang
Aus die­sem Blog habe ich mir den Bei­trag mit dem Titel "Wie es um den Durch­blick bestellt ist" durch­ge­le­sen und dabei gelernt wie und wo sich medi­zi­ni­sche Lai­en so infor­mie­ren, wenn sie nicht umfas­send von ihren Ärz­ten unter­rich­tet wer­den. Erkran­kun­gen am Auge sind ja sehr erschreckend für die Betrof­fe­nen - da fällt es manch­mal schwer fröh­lich und opti­mi­stisch zu sein, der Autorin des Blogs gelingt es allerdings.
Ich jeden­falls schlie­ße das ab mit dem Wunsch für bal­di­ge völ­li­ge Genesung.

Dein Bei­trag star­tet - nach den Regeln - wo die­ser hier endet.
Das letz­te Blog hat aber kei­ne Blogroll.
Des­we­gen ver­wei­se ich auf mein Aus­gangs­blog → https://annaschmidt-berlin.com/
Soll­te Ihnen das nicht zusa­gen könn­ten sie dort → https://lakritze.wordpress.com/ beginnen.

1. So funk­tio­niert der Blogger-Hürdenauf
(Copy and Paste, bit­te, und am Ende der eige­nen *Rei­se* durch die Blogs anhängen):

Nimm dir die Blogroll/Blogliste des fünf­ten von mir kom­men­tier­ten Blogs vor. Von die­ser Liste klicke eines an. Das ist nun dei­ne Sta­ti­on 1. (Aber nur, falls es selbst eine Blogroll hat, sonst ein ande­res Blog der aktu­el­len Blogroll aus­wäh­len! Die­se Bedin­gung gilt logi­scher­wei­se immer, Aus­nah­me s.o.)

Lies im Blog 1 einen Bei­trag, den du auch ver­linkst, und schrei­be nur drei Zei­len dar­über: Lob, Kri­tik, Erstau­nen, Fas­sungs­lo­sig­keit, Dank, whatever.

Nun klicke auf ein Blog der Blogroll von Sta­ti­on 1. Hat die­ses sei­ner­seits eine Blogroll? Sehr gut, dann ist es Sta­ti­on 2. Lese einen Bei­trag … ver­lin­ke … schrei­be drei Zeilen …

Und so noch drei Mal. Bis ein­schließ­lich Sta­ti­on 5. Dei­ne Arbeit ist fast getan: fünf Rei­se­no­ti­zen zu fünf Blogbeiträgen. 

Nur noch die­se Regeln hier anhän­gen – fertig!

Nun muss jemand ande­res den Staf­fel­stab (und viel­leicht sogar meh­re­re) bei der Blogroll des letz­ten in dei­nem Bei­trag kom­men­tier­ten Blogs über­neh­men – und fünf wei­te­re kommentieren.

bookmark_borderAus der Serie "Opa erzählt vom Krieg":
Saisonware

.
Die mei­sten Geschäf­te sind mitt­ler­wei­le dazu über­ge­gan­gen bestimm­te Beklei­dungs­pro­duk­te nur noch sai­so­nal anzu­bie­ten. Das ist kei­ne beson­ders intel­li­gen­te Sache. Genau­so ver­hält es sich mit den vor­han­de­nen Grö­ßen: Eini­ge Pro­duk­te wer­den nur in klei­ner & besten­falls mitt­le­rer Grö­ße ange­bo­ten. Wer, wie ich, Hosen mit Bund­wei­ten über 40 und Hem­den ab XXL kau­fen möch­te bekommt nichts "modi­sches", son­dern besten­falls alt­backe­ne Ein­heits­far­ben und tri­ste Muster.

Doch zurück zu den sai­so­na­len Sortimenten:
Jetzt ist der Som­mer bald end­gül­tig vor­bei und die Herbst­wa­re ist noch immer nicht 'am Lager' - gleich­zei­tig ist dies aber die Jah­res­zeit in der die Mas­se der Rent­ner sich nach Süden, zum Über­win­tern, auf den Weg macht. Wer jetzt nach Süden fährt kehrt nicht vor April/Mai näch­sten Jah­res zurück. 

Die Zah­len der Über­win­te­rer stei­gen seit Jah­ren an. Wer aber im Aus­land über­win­tert fällt hier­zu­lan­de als "Kun­de" aus, es sei denn, das was dem Kauf­wunsch ent­spricht, ist schon vor­her im Ange­bot. Da es im euro­päi­schen Süden weni­ger kalt ist braucht die­se Kun­den­grup­pe die soge­nann­te "Über­gangs­klei­dung" - und für den süd­li­chen 'Win­ter', der mehr unse­rem frü­hen Herbst ähnelt, soge­nann­te "Herbst­gar­de­ro­be".

Da wäre es doch sinn­voll, wenn die Beklei­dungs­an­bie­ter schon vor der Abrei­se der Über­win­te­rer ein ent­spre­chen­des Ange­bot vor­rä­tig hät­ten - dazu noch in ande­ren Far­ben als beige und grau oder schwarz, denn das ist nicht mehr dem Geschmack der älte­ren Gene­ra­ti­on von heu­te angemessen.

Mehr als ein­mal bekam ich bei mei­nen Ver­su­chen mei­ne Gar­de­ro­be zu ergän­zen zu hören: "Das kommt erst in zwei bis drei Wochen" oder "In ihrer Grö­ße haben wir das nicht" oder "Das wird nur für die 'Jun­ge Mode-Kol­lek­ti­on' so gefer­tigt".

Ich will nur mal auf­schrei­ben was ich gern gekauft hät­te - und nicht gefun­den habe. Trotz inten­si­ver Suche.
- zwei Rol­lis, Baum­wol­le, in bor­deaux und grün;
- zwei lan­ge Car­go-Jeans in blau und braun, aber kein "Stretch";
- zwei lang­är­me­li­ge Hem­den, Karo­mu­ster, Button-down-Kragen;
- eine leich­te Herbst­jacke gegen Regen, ungefüttert;
Und jetzt, lie­be Leser, rech­nen sie das mal hoch auf meh­re­re hun­dert­tau­send über­win­tern­de Rentner!

Tja, da ist nun die Bereit­schaft da die Wirt­schaft anzu­kur­beln - aber kein Ange­bot vor­han­den. Ich wer­de wohl in Spa­ni­en kau­fen müs­sen. Aller­dings ist wegen der dort durch­schnitt­lich klei­ne­ren und dün­ne­ren Män­ner­welt das Pro­blem nicht gerin­ger .... was bei uns als XL ange­bo­ten wird ist dort als XXL gela­belt, und XXXL bedeu­tet unser XXL - ist aber häu­fig nur in ein oder zwei Stücken vor­han­den. Wenn überhaupt.

Letzt­end­lich wer­de ich wohl auf Kata­log­an­bie­ter wie "Land­send"¹ oder "JCPen­ny" oder "ama­zon" zurück­grei­fen müs­sen und ich höre schon das Stöh­nen der Ein­zel­händ­ler der Ver­sand­han­del neh­me ihnen Kun­den weg .... 

Ja wie denn sonst, lie­be Ein­zel­händ­ler, wenn ihr nicht fle­xi­bel genug seid auf eine seit Jah­ren bekann­te und stei­gen­de NACHFRAGE zu reagieren? 

Erst­ver­öf­fent­li­chung: 23. Sep 2014 um 15:33h

 
¹ gestri­chen, weil dort nur noch bis Grö­ße XXL ver­kauft wird.

bookmark_borderKryptisches ....

Die­se oben­ste­hen­den Begrif­fe las ich kürz­lich als Beschrei­bung des­sen, was in einem "Gesund­heits­blog" künf­tig zu fin­den sein wer­de .... kön­nen Sie, lie­be Lesen­de, sich vor­stel­len wel­che The­men da gemeint sein kön­nen? Mir erschließt es sich nicht, obwohl ich gut 35 Jah­re im Gesund­heits­sek­tor der hei­mi­schen Wirt­schaft tätig war.

bookmark_borderVom "Wissen" und von "Unwissenheit"
*update* [23.08.2018; 14:00h]

Über­set­zung:
Wis­sen­schaf­ten (Natur­wis­sen­schaf­ten) wis­sen nicht Alles
Reli­gio­nen wis­sen nichts.


Übersetzung:
Fort­schritt wird durch Zwei­fel und For­schung erreicht.
Kir­chen ken­nen weder Zwei­fel noch Forschung.
Zu zwei­feln ist Läste­rung, zu unter­su­chen heißt sich nicht sicher sein -
- Kir­che dul­det Bei­des nicht.

Die­se zwei Zita­te fas­sen sehr knapp und doch erhel­lend das zusam­men, was auf die­ser Welt Not tut:
Wir brau­chen nicht mehr "Kir­che", wir brau­chen mehr "Wis­sen­schaft" um die Pro­ble­me lösen zu kön­nen. Vom Beten und Hof­fen hat sich noch nie etwas geän­dert - wer das Gegen­teil behaup­tet hat noch nichts von Zufalls(-be-)rechnung und Wahr­schein­lich­kei­ten gehört.

Was mich in den letz­ten Wochen häu­fi­ger geär­gert hat ist der Ver­such der Kir­chen die Geschich­te zu ihren Gun­sten zu verfälschen
[sie­he hier­zu auch das Zitat ganz unten auf die­ser Seite]:
Da wird allen Ern­stes behaup­tet, man sei seit Jahr­hun­der­ten (!) bemüht gewe­sen die Wis­sen­schaf­ten zu för­dern - ja, wenn sie dem ent­spra­chen, was das kirch­li­che Welt­bild ausmacht(-e).
Wider­sprach etwas der Aus­le­gung durch die Kir­chen, so muß­ten die Wis­sen­schaft­ler damit rech­nen auf dem Schei­ter­hau­fen zu landen.

Wie die Ver­fol­gung heu­te in ver­schie­den­sten Reli­gio­nen aus­sieht kann man aktu­ell in Län­dern wie Paki­stan, Sau­di Ara­bi­en, Myan­mar und Indi­en stu­die­ren - Län­der, in denen es schon lebens­ge­fähr­lich ist an der Authen­ti­zi­tät mehr­tau­send­jäh­ri­ger Schrif­ten Zwei­fel zu hegen. Von denen es viel­fäl­ti­ge Varia­tio­nen gibt, was allei­ne schon gegen die abso­lu­te Rich­tig­keit eines ein­zel­nen Exem­pla­res spricht.

Die Zei­chen ste­hen auf Ver­än­de­rung in Rich­tung auf 'ratio­na­les Den­ken & Han­deln'. Welt­weit. Bedau­er­lich nur, dass es man­cher­orts noch vie­le Jahr­zehn­te dau­ern wird bis die Ver­nunft einkehrt.

Bedau­er­lich auch, dass die katho­li­sche Kir­che welt­weit ver­sucht den jahr­zehn­te­lan­gen Miß­brauch durch Prie­ster so weit es nur geht zu ver­tu­schen und die Unter­su­chun­gen zu behin­dern. Was in Penn­syl­va­nia, U.S.A. nun an Auf­klä­rung sei­nen Anfang genom­men hat - und bestimmt wie­der nur die Spit­ze des Eis­ber­ges dar­stellt - wird wie eine Tsu­na­mi­wel­le über die Welt lau­fen und die­se Glau­bens­rich­tung bis in die Grund­fe­sten erschüt­tern. Die Zei­ten in denen unlieb­sa­me Auf­klä­rer mund­tot gemacht wer­den konn­ten sind - glück­li­cher­wei­se - vorbei.

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*update* [23.08.2018; 14:00h]

bookmark_borderAus der Serie "Opa erzählt vom Krieg":
Dreiste Lügner ....

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Drei­ste Lüg­ner - und das noch nicht mal sehr geschickt ver­bor­gen - sit­zen in der Redak­ti­on die den fol­gen­den Quatsch ver­zapft hat [letz­ter Absatz]:

1

Unter Ver­dre­hung von Tat­sa­chen, ja der genau­en Umkehr der Wahr­heit wird behaup­tet anzei­gen­fi­nan­zier­te Blät­ter sei­en ein wah­rer Hort des "guten Jour­na­lis­mus" - obwohl doch ein Blick auf die sin­ken­den Absatz­zah­len und sogar das voll­stän­di­ge Feh­len von Redak­tio­nen (Münster'sche Zei­tung) das Gegen­teil beweist.

Die ein­zi­ge Erklä­rung ("Ent­schul­di­gung"?) für sol­che Falsch­dar­stel­lung wäre die Angst vor Ver­öf­fent­li­chun­gen wie den "kraut­re­por­tern" oder "cor­rec­tiv". Davor, von tat­säch­lich gutem Jour­na­lis­mus über­flüs­sig gemacht zu wer­den. Dazu wird es nach mei­ner Auf­fas­sung sowie­so kom­men, und alle Lügen der eta­blier­ten Pres­se wer­den es nicht ver­hin­dern können.

*update*
Ein Blick auf das Ergebnis/Wachstum bei den bei­den hier exem­pla­risch genann­ten Publi­ka­tio­nen nach eini­gen Jah­ren Betrieb straft zusätz­lich die Nega­tiv­be­richt­erstat­tung aus 2014 Lügen.

Erst­ver­öf­fent­li­chung: 03. Nov 2014 um 7:50h