bookmark_borderObamas Märchenstunde ....

Kürz­lich habe ich ein Inter­view mit dem Ex-Prä­si­den­ten gesehen.

Er wur­de zu ver­schie­de­nen The­men befragt und dann kam ein Dis­kus­si­ons­punkt der mich auf­hor­chen ließ:
US Hoch­schu­len, Universitäten.

Da ich ja meh­re­re Jah­re selbst dort unter­rich­tet habe [1999-2001] traue ich mir zu ein 'infor­mier­tes' Urteil abzu­ge­ben - und war mehr als amü­siert vom ehe­ma­li­gen Prä­si­den­ten zu hören die US Hoch­schu­len sei­en die besten der Welt.

Nichts ist wei­ter ent­fernt von der Wirk­lich­keit als die­se Aussage.

Wenn man aller­dings nur in den USA gelebt und stu­diert hat und durch die US High­school geschleust wur­de, dann kann man wohl zu kei­nem ande­ren Urteil kommen. 

Nur wird dadurch die­se Aus­sa­ge nicht 'objek­tiv' wahr. 

Sie ist und bleibt ein Zei­chen des Gedan­kens des Ame­ri­ka­ni­schen Exzep­tio­na­lis­mus - so wie etwa die Unfehl­bar­keit des Pap­stes, ein genau­so absur­des Konstrukt.

Über 60% der Unter­rich­te in den US Hoch­schu­len (aus­tausch­bar: Col­leges; die Begrif­fe geben Unter­schei­dun­gen vor die in der Wirk­lich­keit des­sen was da gelei­stet wird kei­ne Bedeu­tung haben.) wer­den mitt­ler­wei­le von aka­de­mi­schen "Nied­rig­löh­nern" mit vie­len Stun­den und knap­per Bezah­lung ohne Aus­sicht auf finan­zi­el­le und damit sozia­le Sicher­heit gelei­stet. Zudem rei­chen schon ein paar Stu­den­ten­mei­nun­gen aus die­se recht­lich nur schwach geschütz­ten Lehr-Skla­ven zum Strau­cheln zu brin­gen und ins Ufer­lo­se zu stür­zen. Ein wei­te­rer Anteil von ca. 20% sind Gäste aus dem Aus­land mit maxi­mal Drei­jah­res­ver­trä­gen - die wer­den in die­ser Zeit 'aus­ge­saugt' und ihre Ergeb­nis­se wer­den als "Ame­ri­ka­ni­sche Wis­sen­schafts­lei­stung" dekla­riert und ver­wer­tet. Selbst lang­jäh­rig täti­ge Pro­fes­so­ren sit­zen in Wahr­heit auf "Wackel­po­si­tio­nen".

Es mag man­ches in unse­ren Hoch­schu­len falsch lau­fen und die finan­zi­el­le Aus­stat­tung ist oft sehr viel nied­ri­ger als es nötig wäre und als die "Éli­te-Uni­ver­si­tä­ten" in USA finan­ziert sind - und doch ist die wis­sen­schaft­li­che Lei­stung noch höher bewer­tet als dort. Auch des­we­gen steigt bei uns die Anzahl aus­län­di­scher Stu­den­ten wäh­rend sie in den USA sinkt. 

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Ver­gleichs­wei­se die Fir­men­grün­dun­gen - auch da sind Aus­län­der wesent­lich am Wachs­tum beteiligt ....

bookmark_borderWie die Revolution nicht ihre Kinder frißt, sondern den Kapitalismus

Das gesam­te Aus­maß der Fort­schrit­te in der Minia­tu­ri­sie­rung der elek­tro­ni­schen Kom­mu­ni­ka­ti­on und Ver­net­zung von Mensch-Maschi­ne bzw. Maschi­ne-Maschi­ne wird wahr­schein­lich nur von ganz weni­gen Men­schen kor­rekt ein­ge­schätzt. Son­der­bar, wie schon in den frü­hen Sech­zi­gern des letz­ten Jahr­hun­derts ein paar Leu­te die Zukunft recht tref­fend dar­ge­stellt haben.

Als ich kürz­lich von den Bemü­hun­gen der gro­ßen Gesell­schaf­ten las ein "Mehr­zweck­au­to" zu gestal­ten fiel es mir wie Schup­pen von den Augen:
Die Revo­lu­ti­on bei den Elek­tro­au­tos ist zugleich eine Revo­lu­ti­on der selbst­fah­ren­den Fahr­zeu­ge und der Unter­gang der Auto­in­du­strie wie wir sie zur Zeit noch kennen.

Selbst­fah­ren­de Fahr­zeu­ge machen Fah­rer zu Pas­sa­gie­ren. Füh­rer­schei­ne? Braucht man nicht mehr.
Taxi­fah­rer? Braucht man nicht mehr.

Die näch­ste Gene­ra­ti­on an Fahr­zeu­gen wird schnel­ler kom­men als wir uns vor­stel­len - ver­gli­chen mit der Geschwin­dig­keit der Ein­füh­rung der Com­pu­ter­tech­no­lo­gie, die den der­zei­tig leben­den Gene­ra­tio­nen schon recht rasant vor­kam und uns täg­lich aufs Neue mit ihren Erwei­te­run­gen in alle Lebens­be­rei­che verblüfft.

Man wird kei­ne Stra­ßen im her­kömm­li­chen Sin­ne mehr brau­chen weil der Ver­kehr drei­di­men­sio­nal orga­ni­siert wer­den wird, die "Jet­sons" las­sen grü­ßen. Gesteu­ert von einer gigan­ti­schen Com­pu­ter­lei­stung, die die Summ­me aller Bewe­gun­gen der Pas­sa­gie­re ele­gant mei­stert und dabei weni­ger fata­le Ereig­nis­se her­vor­bringt als der der­zei­ti­ge zwei­di­men­sio­na­le Verkehr.

Maut? Braucht man nicht mehr.
Tren­nung von Kfz und Flug­ge­rät? Überwunden.

Sie ken­nen bestimmt die ölver­schmier­ten Schrau­ber und toll­küh­nen Pilo­ten in den Aben­teu­er- und Zukunfts­fil­men. Jene Typen, die noch die Tech­no­lo­gie aus dem vor­he­ri­gen Jahr­hun­dert beherr­schen und mit 'altem' Werk­zeug Gerät­schaf­ten von frü­her wie­der zum Leben erwecken - weil die moder­ne­re Tech­nik aus­ge­fal­len ist .... ja, das sind die ein­sa­men Hel­den der Zukunft, weil sie noch an der Zen­tral­intel­li­genz vor­bei etwas zum Bewe­gen brin­gen können.

An die­ser Zukunfts­ver­si­on hängt so Vieles:
Ver­tei­lung von Gütern, Schaf­fung von Wer­ten, Rela­ti­on zwi­schen Arbeit und Frei­zeit - was heu­te hef­tigst dis­ku­tiert wird hat in ein paar Jahr­zehn­ten kei­nen Bestand mehr, wird schlicht­weg durch die Com­pu­ter­tech­no­lo­gie überflüssig.

Sofern nicht irgend­wann zwi­schen dann und heu­te irgend­wo ein Idi­ot auf einen ver­kehr­ten Knopf drückt und damit das end­gül­ti­ge ato­ma­re Infer­no auf die­sem Pla­ne­ten auslöst.

bookmark_borderRevisited: 70 = 50 ...?

Alter sei, so las ich kürz­lich, ledig­lich eine Fra­ge der Einstellung:

"70 ist die neue 50"!

Wer sol­che The­sen auf­stellt - bei­na­he hät­te ich geschrie­ben: Wer sol­chen Unfug ver­zapft - kann nicht älter als höch­stens Mit­te Vier­zig sein.

Ich erin­ne­re mich noch genau an die Zeit als ich Fünf­zig war. Ver­gli­chen mit dem, wie die Umstän­de heu­te, mit Sieb­zig, sind, sehe ich kei­nen Anlaß zu Jubel oder Eupho­rie anläß­lich des Älterwerdens.

Klar, die Zei­ten haben sich geän­dert. Vie­les, was man frü­her mit Sieb­zig nie getan hät­te ist heu­te völ­lig nor­mal. Das sieht man schon, wenn man die Klei­dung älte­rer Leu­te betrach­tet. 'Beige' über­wiegt, oft kom­bi­niert - es läßt sich ja so gut kom­bi­nie­ren - mit freund­li­chen, hel­len Farben.

Die Paten­tan­te mei­ner Mut­ter war, solan­ge ich mich erin­nern kann, 'zeit­los' geklei­det. Schwar­zes bis dun­kel­grau­es Kleid oder Rock mit etwas hel­le­rer Blu­se, dar­über eine arm­lo­se Kit­tel­schür­ze, um die Hüf­te eine Arbeits­schür­ze, die Haa­re zu einem Kno­ten ("Dutt") mit Haar­na­deln auf dem Hin­ter­kopf befestigt. 

Ihr Mann, mein Groß­on­kel, hat­te eine graue Hose, meliert, mit schwar­zen Fäden durch­zo­gen und Hosen­trä­gern. Letz­te­re waren am Ende mit je zwei Leder­schlau­fen ver­se­hen, die wie­der­um an pas­send plat­zier­ten Knöp­fen im Hosen­bund befe­stigt waren. Sein Hemd war kra­gen­los. Den Kra­gen knöpf­te man nur an das Hemd wenn es qua­si-offi­zi­el­le oder fei­er­li­che Anläs­se zu bege­hen hieß. Dar­über trug er eine graue Strick­we­ste, die hat­te ihm sei­ne Frau selbst gestrickt, so wie meh­re­re ande­re, gleich­ar­ti­ge, aber ver­schie­den grau gefärb­te Westen ähn­li­chen Zuschnitts. Wie­der zu beson­de­ren Anläs­sen wur­de ein Sak­ko aus dem Schrank geholt. Die Schul­tern abge­bür­stet um den Staub zu ent­fer­nen, der sich ange­sam­melt hat­te, weil das gute Stück so lan­ge unbe­nutzt im Schrank geblie­ben war ....

Ja, es hat sich Vie­les seit Mit­te des letz­ten Jahr­hun­derts geän­dert, aber immer zum Besseren?

Ver­lust, Nie­der­gang und Aus­son­de­rung - das sind die Stich­wor­te die mit dem Altern ein­her­ge­hen. Gut, da hat sich in den letz­ten Jahr­zehn­ten so man­ches geän­dert, aller­dings mehr an der Ober­flä­che, erzwun­gen von den so genann­ten "jun­gen Alten" (der Begriff ist übri­gens eine Erfin­dung der Main­zer Kar­ne­va­li­sten, wer hät­te das gedacht?)

Ver­lust:
" .. die Beschäf­ti­gung mit Tod und Ster­ben wird von der älte­sten Gene­ra­tion viel stär­ker ver­drängt als dies je zuvor der Fall war .. "

Freun­de und Bekann­te ster­ben weg. Alter bedeu­tet zuneh­men­de Redu­zie­rung der Zahl von Per­so­nen, denen man ver­traut. Beson­ders betrof­fen sind sol­che älte­ren Men­schen, die - aus wel­chen Grün­den auch immer - selbst kei­ne Kin­der haben. Gut, da gibt es Son­der­fäl­le in denen Frem­de näher ste­hen als eige­ne Kin­der, die Regel ist es aller­dings nicht.

Nie­der­gang:
" .. Je älter die Leu­te sind desto kla­rer steht ihnen die End­lich­keit .. des Lebens vor Augen. Ein guter Grund das Schick­sal nicht her­aus­zu­for­dern .. " schrieb ich vor eini­ger Zeit in einem Bei­trag zum Auto­fah­ren älte­rer Personen.

Nichts bleibt wie es frü­her ein­mal war: Nach­las­sen­de Seh­kraft, nach­las­sen­de Mus­kel­kraft, nach­las­sen­de Reak­ti­ons­ge­schwin­dig­keit - all das trägt zu einem erhöh­ten Risi­ko bei, das älte­re Auto­fah­rer nun ein­mal dar­stel­len. Was aller­dings stets ver­ges­sen wird sind die viel trau­ri­ge­ren (weil ver­meid­ba­ren) Risi­ken durch jün­ge­re Fah­rer: Alko­hol, Selbst­über­schät­zung, über­höh­tes Tem­po, gerin­ge Erfah­rung in Extrem­si­tua­tio­nen. Die tat­säch­li­chen Zah­len spie­geln ledig­lich die Tat­sa­che wider, dass die Kom­pen­sa­ti­on der Ein­schrän­kun­gen den Älte­ren bes­ser gelingt als den Jün­ge­ren sich in Zaum zu halten. 

Aus­son­de­rung:
" .. Wir finan­zie­ren seit Jahr­zehn­ten ein Gesund­heits-System das uns eine län­gere Lebens­er­war­tung beschert und durch die­se Per­spek­tive ver­schie­ben wir gleich­zei­tig das Ren­ten­al­ter ste­tig – und zwangs­läu­fig – immer wei­ter nach hin­ten .. per Sal­do gewin­nen wir (“die All­ge­mein­heit”) dadurch nichts als mehr Streß in den vie­len Arbeits­jah­ren .. "

Die ärg­sten Ver­lie­rer sind jene Alten, die wegen gei­sti­gen Abbaus in Pfle­ge­ein­rich­tun­gen 'abge­scho­ben' wer­den. Glück­li­cher­wei­se erken­nen vie­le davon nicht mehr was man ihnen da antut. Wobei der Ver­lust an Selbst­be­stim­mung sicher nur ein klei­ner Teil des Elends ist.

"70 ist die neue 50"! - ich kor­ri­gie­re mei­ne Ein­schät­zung im ein­lei­ten­den Absatz:
Wer sowas behaup­tet kann höch­stens Mit­te Drei­ssig sein. 

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Zu die­sem The­ma ergän­zen­de Artikel:


[Erst­ver­öf­fent­li­chung: 01.06.2016 @ 02:21]

bookmark_borderZufriedenheit

Haben Sie in der (gera­de) aus­klin­gen­den Woche von der "Zufrie­den­heits­stu­die" gehört? Und von den tol­len Ergeb­nis­sen der Bür­ger­be­fra­gung
[" .. die Fra­ge, wie es sich in Deutsch­land gut leben lässt .. "] in sound­so­vie­len Ver­an­stal­tun­gen mit Poli­ti­kern, die wis­sen woll­ten wie "das Volk" denkt und was es sich wünscht?

Schon die Fra­ge sug­ge­riert "Es geht uns gut, sag' ja nicht das Gegen­teil" - aber da mag ich ein ande­res Sprach­ver­ständ­nis als die Ver­an­stal­ter haben. Außer­dem bin ich bei sol­cher Art Ver­an­stal­tung immer skep­tisch, denn in Betrie­ben wer­den sie genutzt um die Beleg­schaft zu mani­pu­lie­ren .... Poli­ti­ker tun sowas ja fast nie ..?!

Da kom­me ich jetzt daher und behaup­te: Alles Ali­bi-Ver­an­stal­tun­gen und die Poli­tik schert sich einen feuch­ten Keh­richt dar­um was "das Volk" denkt .... 

Denn es geht schon mit den Gesprächs­run­den los:
Je nach­dem in wel­cher Ein­kom­mens- und Lebens­si­tua­ti­on die Ein­ge­la­de­nen ste­hen wer­den ihre Bedürf­nis­se sein. Wer nicht genug zu essen hat - und des­we­gen zur Tafel geht - inter­es­siert sich nicht für sol­che Ver­an­stal­tun­gen und wird dazu auch nicht ein­ge­la­den, denn selbst der Poli­ti­ker aus Hin­ter­tup­fing weiß, dass die­se Art von "Volk" nicht zufrie­den sein kann.

Fragt man dage­gen jene Men­schen, von denen oft behaup­tet wird sie sei­en "die Mit­te der Gesell­schaft" - also bie­de­rer Durch­schnitt mit Rei­hen­haus und VW - dann fal­len die Ant­wor­ten bestimmt ganz anders aus, weil die­se Leu­te nicht um ihre Exi­stenz fürch­ten müs­sen. Kein Wun­der also, wenn Bedürf­nis­se wie "siche­rer Arbeits­platz", "Gesund­heit", "Frie­de" genannt werden.

Der soge­nann­te „Glücks­at­las 2013“ der Deut­schen Post (mitt­ler­wei­le gibt es einen neu­en Glücks­at­las, ich habe ihn im Inter­net aller­dings erst nach län­ge­rem Suchen gefun­den) - war­um aus­ge­rech­net die deut­sche Post sowas erfor­schen läßt hat nach mei­ner Auf­fas­sung übri­gens nichts mit ihren Kern­auf­ga­ben zu tun. Aber mög­li­cher­wei­se gibt es ja ein Kapi­tel "Zufrie­den­heit & Glück der Emp­fän­ger von Brief­post in Deutschland" .... 

Wenn ich dann noch lese " .. der Frei­bur­ger Finanz­wis­sen­schaft­ler Bernd Raf­fel­hü­schen .. " - der Hans-Dampf-in-allen-Gas­sen˟ der Wis­sen­schaft mit Mei­nung zu Allem & Jedem - sei feder­füh­rend gewe­sen weiß ich wo die­se Ergeb­nis­se hin­ge­hö­ren: In die Tonne!

Sol­che "Stu­di­en" die­nen nur einem Zweck: Es ste­hen ein paar Kern­sät­ze in der Zusam­men­fas­sung die sich in den Medi­en gut zitie­ren und die Regie­rungs­po­li­tik blen­dend aus­se­hen las­sen. Der Rest ist nicht so wich­tig, und vie­le der Bericht­erstat­ter schau­en sich sowie­so nicht den kom­plet­ten Text an son­dern schrei­ben von der 'Pres­se­mit­tei­lung' ab.
Was beim stau­nen­den Publi­kum ankommt ist die gewünsch­te Botschaft:
Es geht uns gut, bes­ser denn je, und bei der Wahl im näch­sten Jahr bit­te kei­ne Experimente!

So. Jetzt gehe ich in die Küche und mache mir einen Beu­tel "Mikro­wel­len­pop­corn" und den ver­zeh­re ich wäh­rend ich mir eini­ge you­tube-Film­chen zur Holz­be­ar­bei­tung anse­he .... ist ja bald Weihnachten.

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˟ Hin­ter­grund

bookmark_borderKrieg in Syrien und Gründe für den Konflikt.

.... und nun noch ein paar Wor­te zum Syri­en­krieg - die Infor­ma­tio­nen sind sehr nah an dem, was ich von geflüch­te­ten Syrern zu Teil­aspek­ten im per­sön­li­chen Gespräch gehört habe. 

Wer hat wel­che Inter­es­sen und war­um unter­neh­men Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en, die U.S.A. und die NATO nichts gegen die schlei­chen­de Ent­de­mo­kra­ti­sie­rung in der Tür­kei? Ein Blick auf Sun­ni­ten und Schii­ten, und auf Assad, der als Ale­vit den kur­di­schen Ale­vi­ten nahe­steht - denen, die gera­de von Erdo­gan 'umge­sie­delt' und dabei rein zufäl­lig auch ein wenig dezi­miert (!) werden.

bookmark_borderZur Frage der Verzerrung der Wirklichkeit

Gre­gor Gysi zum Euro - wahr­haft pro­phe­tisch! - und jetzt weiß man auch, war­um ver­sucht wur­de ihm alles mög­li­che anzu­hän­gen um sich sei­ner (poli­tisch) zu entledigen.
Zudem ein wei­te­rer Beweis für mei­ne The­se, dass nur "Die Lin­ke" den Wirt­schafts­pro­zeß in der EU (und welt­weit) kor­rekt beschreibt und den rich­ti­gen Ansatz hat ihn so zu len­ken, dass er denen zugu­te kommt die den "pro­fit" generieren.

bookmark_borderVerschwörungstheorie ..?!

33Heu­te gelesen:

.. Hard evi­dence or no, I stand whol­ly with a well-con­nec­ted source in Istan­bul with whom I have had an exten­ded email exch­an­ge sin­ce last weekend. “I don’t mean a total fab­ri­ca­ti­on,” he wro­te Satur­day in explai­ning what had hap­pen­ed. “Pro­ba­b­ly more of a pro­vo­ca­ti­on and trap laid by Erdoğan.” Never mind what you read in the cor­po­ra­te press: The­se sus­pi­ci­ons are wide­ly shared, I am told, among diplo­mats with long records of Midd­le East ser­vice and some of the bet­ter peo­p­le at State .. 

Über­set­zung
" .. Har­te Bewei­se oder nicht, ich ste­he auf der Sei­te einer gut ange­bun­de­nen Quel­le in Istan­bul, mit der ich seit dem letz­ten Wochen­en­de einen erwei­ter­ten E-Mail-Aus­tausch hat­te. "Ich mei­ne kei­ne tota­le Insze­nie­rung", schrieb er am Sonn­abend um zu erklä­ren was pas­siert war. "Wahr­schein­lich eher eine Pro­vo­ka­ti­on und eine Fal­le, von Erdoğan gelegt." Egal was man in der Unter­neh­mens­pres­se liest: Die­se Ver­däch­ti­gun­gen wer­den, wie mir gesagt wur­de, weit­ge­hend unter Diplo­ma­ten mit lan­gen Auf­ent­hal­ten im Mitt­le­ren Osten geteilt und das sind eini­ge der erfah­ren­sten Men­schen beim Aus­wär­ti­gen Dienst .. "
[Quel­le]

Wer sich mit Schur­ken wie Erdoğan ein­läßt muß sich gefal­len las­sen, dass deren Schur­ke­rei­en auf sie zurück­fal­len. Die EU und Deutsch­land ins­be­son­de­re kla­gen zwar den Völ­ker­mord an den Arme­ni­ern an - aber dem Völ­ker­mord an den Kur­den schau­en sie seit Mona­ten zu! 

Jetzt läßt Erdoğan end­gül­tig die Mas­ke fal­len und "säu­bert" sein Reich, dreht die säku­la­re Tür­kei um in einen mus­li­mi­schen Got­tes­staat. Die U.S.A., sonst schnell dabei der­glei­chen zu ver­ur­tei­len hal­ten sich zurück, weil sie den tür­ki­schen Luft­waf­fen­stütz­punkt nicht ver­lie­ren wollen. 

Am Ende wer­den sie wohl auch Fet­hul­lah Gulen an die Tür­kei aus­lie­fern, des­sen der tür­ki­sche Staats­chef Mit­te Dezem­ber 2013 nicht hab­haft wer­den konn­te, als es schon ein­mal eine Säu­be­rungs­wel­le wie die jetzt beob­ach­te­te in der Tür­kei gab.

Gülen ist bei­lei­be kein from­mes Lamm:

"Der CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de im baden-würt­tem­ber­gi­schen Land­tag, Peter Hauk, ver­lang­te im Febru­ar 2014 Ein­sicht in inter­ne Berich­te des Lan­des­ver­fas­sungs­schut­zes, in denen der Gülen-Bewe­gung vor­ge­wor­fen wur­de, teil­wei­se im Wider­spruch zur frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung zu ste­hen." [Quel­le] - das berech­tigt aller­dings selbst Herrn Erdoğan nicht den Stab über ihn zu bre­chen und sich als 'Rich­ter' auf­zu­spie­len, singt er doch im glei­chen 'Chor' ....

Aber was zählt schon ein Men­schen­le­ben in den U.S.A., die sich auf­schwin­gen welt­weit die von ihnen iden­ti­fi­zier­ten "Fein­de" - ohne Rechs­staat­lich­keit auch nur zu simu­lie­ren - per Droh­ne zu ermorden.

Wie jeder Dik­ta­tor stellt Erdoğan zunächst den Intel­lek­tu­el­len nach, in Uni­ver­si­tä­ten und Schu­len wird 'gesäu­bert'. Was zurück­bleibt ist das unwis­sen­de, gläu­bi­ge Land­volk, der ana­to­li­sche Volks­is­lam, schon immer die Quel­le des Übels. Jour­na­li­sten, Rich­ter, Anwäl­te, Ver­wal­tungs­be­am­te, Listen mit tau­sen­den regime­kri­ti­schen Men­schen, sowas zau­bert kei­ner aus dem Hut, das braucht Vor­be­rei­tung von lan­ger Hand - wer hier noch an eine spon­ta­ne Akti­on der tür­ki­schen Regie­rung glaubt zieht sich wahr­schein­lich die Hose mit der Kneif­zan­ge an.

*edit*
Gera­de gese­hen bei twitter =>
tweet

bookmark_borderDreist, dreister, ST-V 5527 ...!

Wenn schon falsch par­ken, dann aber rich­tig - nur eine Gara­gen­aus­fahrt ver­sper­ren kann schließ­lich jeder Falschparker:
Die­se/-r Spe­zia­li­st/-in schafft "Zwei auf einen Streich".



 
Ach, wer parkt denn da unberechtigt ....


 


 
.... quer vor frem­den Fahrzeugen ....


 


 
.... und gleich so, dass mög­lichst vie­le recht­mä­ßi­ge Gara­gen­be­sit­zer 'behin­dert' werden?

bookmark_borderNeue "Quoten" braucht das Land ...!
*update* (01-07-2016)

Das Bei­spiel des Refe­ren­dums in Groß­bri­tan­ni­en hat es wie­der ein­mal gezeigt:

Die älte­ren Wäh­ler und länd­li­che Regio­nen sind kon­ser­va­tiv ein­ge­stellt. Sie ver­hin­dern so neue Ideen, alter­na­ti­ve Kon­zep­te und in die Zukunft wei­sen­de Pla­nun­gen. Dazu kommt der Ein­fluß derer, die Euro­pa schwä­chen wol­len und die 'Arbeit' der Lob­by­isten (vor­nehm für "Bestechung").

So wie dort in der EU / in Groß­bri­tan­ni­en ist es bei uns in Deutsch­land. Die Rent­ner - mit einer Ren­ten­er­hö­hung Mit­te die­sen Jah­res bei Lau­ne gehal­ten - wer­den wie­der CDUCSUSPDFDPGRÜNE wäh­len und es wird sich NICHTS in die­sem Land zum Bes­se­ren wenden. 

Des­we­gen ist es an der Zeit Ände­run­gen am Wahl­sy­stem vor­zu­neh­men. Eine Idee dazu hat­te ich frü­her schon ein­mal aufgeschrieben.

Nun etwas Neues:
Um den Jün­ge­ren - um deren Zukunft es bei jeder Wahl geht, die aber stets den Älte­ren gegen­über in der Min­der­zahl sind - mehr Gewicht zu ver­schaf­fen, müß­te dem Wahl­recht für die Stim­men­ge­wich­tung ein "Wer­tungs­fak­tor nach Lebens­al­ter" zuge­fügt werden. 

Etwas so:
16 - 20 Jah­re => Fak­tor 1,2
20 - 30 Jah­re => Fak­tor 1,4
30 - 40 Jah­re => Fak­tor 1,6
40 - 50 Jah­re => Fak­tor 2,0
50 - 60 Jah­re => Fak­tor 1,2
60 - 70 Jah­re => Fak­tor 0,8
70 - 80 Jah­re => Fak­tor 0,5
80 und älter   => Fak­tor 0,2

Die 20 - 50 Jah­re alten Wähl/-er/-innen hät­ten so trotz gerin­ge­rer Zahl durch den Mul­ti­pli­ka­ti­ons­fak­tor ein grö­ße­res Stimm­po­ten­ti­al. Je näher die Wäh­ler­schaft ihrem bio­lo­gi­schen Ende zugeht, desto gerin­ger wäre ihr Ein­fluß auf die aktu­el­le und zukünf­ti­ge Poli­tik des Landes.

Ver­bun­den mit einer - je nach Wahl­be­tei­li­gung - schwan­ken­den Zahl von Bun­des­tags­man­da­ten könn­te auf die­se Wei­se eine in die Zukunft gerich­te­te Poli­tik eine sehr viel bes­se­re Chan­ce haben als im der­zei­ti­gen System.

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*update*
[01.07.2016]
"kraut­re­por­ter" hat zu die­sem The­ma einen umfas­sen­den Beitrag

bookmark_border"Should I Stay or Should I Go"

.. "Should I Stay or Should I Go" is a song by the Eng­lish punk rock band the Clash, from their album Com­bat Rock. It was writ­ten in 1981 and fea­tured Mick Jones on lead vocals. It beca­me the band's only num­ber-one sin­gle on the UK Sin­gles Chart, a deca­de after it was ori­gi­nal­ly released .. 

[Quel­le | => Die­se Sei­te in deut­scher Spra­che]

Tja, die Fra­ge ob sie blei­ben oder gehen sol­len beschäf­tigt die Bri­ten nun schon eine gan­ze Wei­le. Den Titel gibt es schon seit 1981.
Ein gera­de­zu pro­phe­ti­scher Titel denkt man an BREXIT.

Für vie­le Posi­tio­nen von "Pro" bis "Con­tra" gibt es gute Argumente:

  • Es stimmt bei­spiels­wei­se, dass die EU selbst­herr­lich Ent­schei­dun­gen trifft, die so von natio­na­len Par­la­men­ten ungern ent­schie­den wür­den - dabei hat das bri­ti­sche Par­la­ment kräf­tig mit­ge­wirkt, weil es die Chan­ce sah unge­lieb­te Regeln durch die EU zu begrün­den und sich so reinzuwaschen.
  • Es stimmt aller­dings auch, dass die Eng­län­der sich aus Teil­be­rei­chen der EU-Regeln aus­ge­klinkt haben, sich ver­wei­gern und dem­entspre­chend die Aus­tritts­be­für­wor­ter es nur für einen klei­nen Schritt hal­ten sich ganz von Euro­pa zu lösen. Die EU - so sagen die Befür­wor­ter von außer­halb - wäre bes­ser dran die Eng­län­der gehen zu lassen.
  • Ban­ken­platz Lon­don, Zoll­frei­er Han­del, Inter­na­tio­na­le Unter­neh­men – Groß­bri­tan­ni­en pro­fi­tiert von der EU und das wür­de weg­fal­len, sagen die Austrittsgegner.
  • Stär­kung des U.S.-Einflusses sei zu erwar­ten. Da haben die Aus­tritts­geg­ner bestimt nicht Unrecht, denn mit dem bri­ti­schen Gesund­heits­we­sen geht es schon los .... 

Ich fän­de es scha­de, wenn es zum Brexit kommt. Davon geht die Welt den­noch nicht unter. Es wür­de schwe­rer die EU-Gre­mi­en zu reno­vie­ren, dem EU Par­la­ment mehr Befüg­nis­se zu ver­schaf­fen. Aller­dings ist das nur eine Ver­zö­ge­rung, denn die Ver­hält­nis­se in Spa­ni­en, Por­tu­gal, Grie­chen­land und Frank­reich wer­den da ein Umschwen­ken kurz­fri­stig erzwin­gen. Die kon­ser­va­ti­ven Kräf­te sind im Nie­der­gang begrif­fen - sie haben es nur noch nicht so rich­tig gemerkt.

"Should I Stay or Should I Go" .... sol­che "Ver­bin­dun­gen" über die Musik jeden­falls wer­den schon gar nicht betrof­fen sein ....



Quel­le Beitragstitel

bookmark_borderWas uns demnächst 'beschäftigen' wird ....

Was uns dem­nächst 'beschäf­ti­gen' wird ist die Fra­ge wel­ches "Geschlecht" wel­chen Sani­tär­be­reich nut­zen darf bzw. soll. Ich bin sehr gespannt dar­auf, wie die EU-Regu­la­ti­on zu die­sem Sach­ver­halt aus­se­hen wird..

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Glüh­bir­nen, Bana­nen und Salat­gur­ken­form las­sen grüßen:

Ein klei­ner Unter­schied für die Meisten
- eine Rie­sen­her­aus­for­de­rung für Bürokraten

bookmark_borderHat ein rumänischer Bauer mehr Sachverstand als der deutsche Wirtschaftsminister Gabriel ..!?

Oder hat er ein­fach nur kei­ne Lob­by­isten um sich her­um, die ihm ein­flü­stern was er sagen soll?
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 Der Augen­schein spricht gegen die Behaup­tung des Mini­sters er sei von nie­man­dem abhän­gig oder gesteu­ert ... die "Han­dels­ge­richts­bar­keit", die er vor­schlägt, ist nichts ande­res als "Schieds­ge­richts­bar­keit" unter neu­em Namen. 


[Sie­he: Moni­tor-Sen­dung vom 05.04.2016; TTIP und die Aus­wir­kun­gen - Bei­spiel für "Schieds­ge­richts­bar­keit" in Rumä­ni­en;
ab 23:46 min.

 

In der Dis­kus­si­on titu­liert Gabri­el Demon­stran­ten gegen TTIP als "noto­ri­sche Nörg­ler" die auf Demon­stra­tio­nen gin­gen weil sie sich dort "wohl­füh­len".

Eugen David - ein rumä­ni­scher Bau­er - sagt gegen Ende des Vide­os was Sache ist: ab 30:35 im ver­link­ten Video " .. Es gibt in Rumä­ni­en eine Justiz .. ", ab 32:35 - da stellt der ein­fa­che Bau­er dar was Vie­le so sehen:
War­um eine "Son­der­ge­richts­bar­keit" geschaf­fen wer­den soll, die neben der staat­li­chen Gerichts­bar­keit ohne jede recht­staat­li­che Kon­trol­le und Beru­fungs­mög­lich­keit Unter­neh­men in die Lage ver­set­zen soll ihre (ver­meint­li­chen!) Rech­te durchzusetzen.

Bleibt fest­zu­hal­ten:
Rechts­wis­sen­schaft­ler, Rechts­an­wäl­te, Betrof­fe­ne und aber­tau­sen­de von Bür­gern wol­len sol­che Son­der­ge­rich­te nicht - der Mini­ster hält dar­an um jeden Preis fest. Die neue Bezeich­nung soll Ände­run­gen vor­täu­schen, tat­säch­lich ändert sich an der Sub­stanz, der Absicht, nichts. Man fragt sich, war­um er so hart­näckig gegen Sach­ver­stand & Bür­ger­wil­le han­delt. Bis jetzt hat noch nie­mand die Grün­de herausgefunden. 

Trans­pa­renz des Han­delns von Regie­run­gen der EU - Fehlanzeige!
Solan­ge es nur um Ener­gie­spar­lam­pen und die Krüm­mung von Bana­nen ging war das noch lustig. Jetzt aber ste­hen die demo­kra­ti­sche Mit­spra­che der Bür­ger und die Haft­bar­keit der Staa­ten gegen­über Unter­neh­mens­for­de­run­gen auf dem Spiel. Das kann teu­er wer­den und muß des­we­gen noch kri­ti­scher durch­leuch­tet wer­den als vie­le der bis­her schon von der EU ver­ab­schie­de­ten Schildbürgerstreiche.

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