Anders als Ameisen unterhöhlen Solitärbienen nicht den gesamten Untergrund. Sie graben zwar auch, allerdings nur wenig Sand, gerade so viel, um ihre Brut ablegen zu können. In dem beigefügten Bild sieht man wie wenig Material das ist. Das Loch ist in etwa so groß wie die Biene selbst. Bitte nicht zerstören, diese Bienen sind - anders als die staatenbildenden Verwandten - in ihrem Bestand gefährdet.
Kategorie: Mensch & Tier
bookmark_borderREVISITED:
Plädoyer für die Abschaffung aller Gartenkleingeräte die mit (Benzin-) Motoren betrieben werden
07:30h
Motorenlärm
Zwei Kleingeräte in Betrieb:
Vertikutierer & Laubsauger
Schaden: Lärm¹ & CO2²
Schaden: Insektentod direkt³ und indirekt⁴

Vom Lärm der Kleingeräte aufgeweckt fing mein Tag nicht besonders erbaulich an. Dazu muss man wissen, der *Rasen* wurde gerade in der vergangenen Woche, genauer vor fünf Tagen, fast bis auf die Wurzeln angeschnitten. Drei Durchgänge mit dem Rasenmäher - das dauerte (mit Pausen) den gesamten Vormittag.
Und heute nun gleich zwei dieser kleinmotorbetriebenen Geräte.
Es reicht!
Vor dem Hintergrund dessen, was gerade die UNO verlautbart hat ist der Frevel noch gigantischer, der - unter anderem - durch diese stinkenden⁵ und lärmenden Werkzeuge hervorgerufen wird.
Schauen wir doch einmal darauf, was für ein Biotop die Wiese nach dem Mähen ist:
Eine verdichtete Grünfläche, in der bestenfalls Gras wächst, weil alle anderen Pflanzen immer wieder am Austrieb gehindert werden oder, wenn sie ausgetrieben sind, abgeschnitten wurden. Keine Pflanze hält das auf Dauer aus, und so stellen die derart malträtierten Arten nach zwei oder drei Versuchen den Austrieb ein. Schaden: Es fehlt an Insektennahrung, denn nur wenn Blüten vorhanden sind können sich diese Arten ausreichend ernähren und fortpflanzen. In der Folge gibt es also weniger Insekten, was für die Singvögel bedeutet: Weniger Nahrung - und das führt dazu, dass sie erst nichts mehr zu fressen finden das sie ihren Jungen füttern können, dann selbst verhungern weil sie mehr Kalorien für die Suche brauchen als sie finden und diese Negativbilanz tötet sie schließlich!
Der blanke gemähte Rasen mag für manche Menschen "Ordnung" und "Sauberkeit" suggerieren - ich sehe nur eine tote Vegetationsfläche, die keinem Tier mehr genügend Nahrung bereitstellen kann. Und damit ist es noch nicht getan. Denn in der Nahrungskette stehen darüber andere Arten, die mit ins Verderben gerissen werden, weil ihnen natürlich ebenfalls das Futter ausgeht.
Jetzt habe ich noch nicht einmal damit angefangen den Strauch- und Baumbestand zu erwähnen. Dort sieht es ähnlich aus: Ziergehölze aus fremden Biotopen (Ländern) taugen nicht als Nahrung für unsere heimischen Tiere - sie sehen zwar schön aus, aber nur für Menschen, für Tiere sind sie nutzloses Grünwerk. Wenn sie dann noch Blattläuse und ähnliche Sauger anlocken geht man diesen von Seiten der Menschen mit Insektenvernichtungsmitteln ans Zeug - und tötet die noch verbliebenen Nutzinsekten gleich mit .... und nicht nur die, denn diese Stoffe reichern sich in der Nahrungskette an und führen dazu, dass die Eischalen dünner werden und die darin wachsenden Embryonen durch Wassermangel absterben.

Hier setzt nun meine Überlegung an.
Zuerst ist es nötig alle motorgetriebenen Kleingeräte zu verbieten. Wenn man alle Rasenmäher, Laubbläser, Laubsauger, Kantenschneider, Astsägen, Vertikutierer, Motorsensen und Aufsitzmäher verbannt werden gleich mehrere Zwecke erfüllt:
- 1. Reduzierung der Produktion solcher Gerätschaften
→ Resourcenschonung; - 2. Reduktion der Abgase
→ CO2 wird reduziert; - 3. Reduktion der Nutzung von seltenen Chemikalien (bspw. Lithium)
→ weniger Bergbauschaden; - 4. Schonende Landschaftsgestaltung mit Handgeräten
→ kaum Verdichtung des Bodens; - 5. Frequenz der Gartenarbeiten sinkt
→ mehr Zeit für Pflanzen zu wachsen und zu blühen, mehr Insektennahrung und damit Vogelnahrung.
So ganz nebenbei werden Menschen gesünder, weil sie sich selbst bewegen und nicht Maschinen die Arbeit verrichten lassen.
Außerdem werden Blätter und abgemähtes Gras (per Sense & Sichel!) natürlich kompostiert (Reduzierung des Düngerverbrauches) und sie verrotten dort wo sie fallen: Das ist deswegen sinnvoll, weil sie dann der neuen Generation im nächsten Jahr als Nährstoffe dienen.
Wenn Rasenkanten nicht schnurgerade abgeschnitten sind ist das ein Zeichen dafür, dass auch sonst die Gartenbesitzer weniger in die Vegetation eingreifen - es ist sinnvoll und nützlich sich zurück zu halten und der Natur ihren Lauf zu lassen. Übertriebener Ordnungssinn ist - nicht nur hier - eher schädlich als nützlich.
Natur ist stets mehr Chaos als Ordnung.
Deswegen ist Ordnung in der Natur schädlich!

¹ das trifft weniger auf Elektromotoren zu, deren Energieverbauch ist allerdings höher;
² der Anstieg findet andernorts statt: Im Kraftwerk!;
³ beim Mähen/Blasen/Saugen werden durch die entstehenden mechanischen Kräfte Insekten getötet;
⁴ durch Einsatz von Chemikalien;
⁵ neben CO2 werden noch mehr Schadstoffe erzeugt: Stickstoff- und Schwefelverbindungen.
Erstveröffentlichung → 7. Mai. 2019 um 13:30 Uhr
bookmark_borderOctopus In My House - neue BBC Serie
Bekanntlich habe ich großes Interesse an der Forschung zu Tinten"fischen" - man wusste es eben früher nicht besser, als man diesen grandiosen und hoch intelligenten Tieren diesen Namen gab. Das einzige, was sie mit Fischen verbindet, ist die Tatsache, dass sie in Wasser leben .... aber dann hört es mit den Gemeinsamkeiten schon auf.
Bisher gibt es zwei Folgen Videos. Die Spannung steigt, was wohl als nächstes gezeigt wird.
Zur → Serie

→ Cephalopoden vs. Mammalia
→ Cephalopoden (Nachtrag)
→ Octopus behaviour
bookmark_borderWas Sie schon immer
über Meerjungfrauen wissen wollten ....
Kürzlich wurde ich wieder auf einen alten Artikel von mir aufmerksam, weil vermehrt danach gesucht wurde, der Titel lautet:
"Darf man eine Meerjungfrau essen?"
Darauf gekommen bin ich, als ich bei einem US-Blog zufällig auf einen Bericht über einen Streit zwischen Islam-Gelehrten stieß, die die Frage erörterten ob diese 'besondere' Speise halal oder haram sei.
Ich will hier nicht alle Argumente wiederholen, deswegen nur ein Auszug aus dem 'Entscheid' - wie Sie leicht erkennen sind sich die gelehrten Herren nicht ganz einig ...

Recht interessant hingegen ist für mich, dass es offenbar keinen Zweifel bei den islamischen Vordenkern gibt, dass Meerjungfrauen existieren.
bookmark_border... und redete mit dem Vieh,
den Vögeln,
und den Fischen!*
Der 'heilige' Franz von Assisi hat ja angeblich die Gabe gehabt, sich mit Tieren zu unterhalten. Wenn er das konnte, warum kann es heute niemand mehr? Es wäre doch eine tolle Sache. Wären wir nicht Alle interessiert zu erfahren wie unser Hund, unsere Katze, unser Goldfisch über uns denken?
Dann kommt die Frage auf, warum - wenn es ihn gäbe - ein Gott es zulässt, dass seine Kreaturen derart geschunden, gequält und unter Schmerzen getötet werden. Man hat in den letzten Jahrzehnten immer mehr über die Leistungen vieler Tierarten erfahren:
- Tintenfische, die Viele nur aus mediterranen Vorspeisen kennen, sind hochkomplexe Lebewesen, die in ihren geistigen Fähigkeiten manchen tumben 'Homo sapiens' übertreffen. Oder die
- Rabenvögel, bei denen mehrere Arten komplexe Aufgaben mit vorausschauender Überlegung zu lösen in der Lage sind - wieder besser als viele Menschen. Natürlich dürfen hier unsere nächsten Verwandten nicht fehlen: Die
- Affen, die komplexe Familienstrukturen aufbauen, Werkzeuge gebrauchen und Gedächtnisaufgaben an Computern schneller und korrekter lösen als - wiederum - wir Menschen.
Von der Haltung von Hühnern, Schweinen, Rindern, ja selbst Pferden, will ich gar nicht erst anfangen. All diese Tiere sind in natürlicher Umgebung täglich viele Kilometer unterwegs, sie treffen freie Entscheidungen und bilden Gesellschaften, die Regeln folgen, die sich in Jahrtausenden entwickelt haben - und all das wird ihnen genommen wenn sie 'dem Menschen dienen'.
Würde das ein Gott wollen - und deswegen zulassen - wenn er all die Eigenschaften hätte, die ihm von den Vertretern der Religionen zugewiesen werden?
Jedes religiöse Denkgebäude** ist marode, es vernachlässigt wesentliche Aspekte wie Mitleid, Fürsorge, Achtung für die anderen Spezies auf unserem Planeten.
Es wir höchste Zeit, den Störfaktor für die natürliche Umwelt, "Religion", aus der Welt zu schaffen.

* Kürzlich schrieb ich:
»» Die Religionswissenschaften.
Die Basis der Religion ist eine irgendwie geartete fiktive Entität, die in einer fiktiven Ebene des Seins angesiedelt sein soll und fiktive Ansprüche - seltsamerweise - nur an die Spezies "Homo sapiens" stellt. ««
Als ich das schrieb dachte ich einen Augenblick daran das Thema auf 'Tiere' auszuweiten. Es hätte dort schlecht hingepasst. Deswegen nun hier.

Schauen Sie sich doch einmal dieses aktuelle Video an .... die meisten Tiere sind angepasst von +40 bis -30°C leben zu können. Trotzdem ist es gut ihnen - wegen der mannigfaltigen Bedrohungen denen sie ausgesetzt sind - durch härtere Zeiten zu helfen. Großvögel wie Häher, Elstern und Krähen freuen sich über 'Frolic' Ringe ....
** in Religionen mit Wiedergeburtsversprechen z.T. unterschiedlich.
bookmark_borderWissenschaftliche Fortentwicklung am Beispiel der Ausscheidungsfunktion bei Insekten 
Heute, liebe Lesende, möchte ich Sie einmal an die Grenzen dessen führen, was man als "Letzten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis" bezeichnen kann. Dieses (bebilderte und daher recht übersichtliche) Beispiel [Quelle / aus: Tracing the evolutionary origins of insect renal function (PDF)] stellt mehrere Insektenarten gegenüber, bei denen mit einer neu entwickelten Methode spezifische Neurotransmitter untersucht wurden. Neurotransmitter sind chemische Substanzen, die eine Information zwischen Zellen übertragen und zwar spezifisch, was bedeutet: Sie sind nur bei diesem definierten Prozess wirksam.
In der Arbeit dieser Gruppe von Wissenschaftlern wird herausgestellt, wie sich die Ausscheidungsfunktion der verschiedenen Insektenarten unterscheidet, wie sie im Laufe der Evolution gewandelt wurde und von einigen Arten wieder aufgegeben ist. Es soll nicht auf Einzelheiten näher eingegangen werden, sondern lediglich gezeigt werden, welche Tiefe in einigen Wissenschaftszweigen erreicht wurde - die schiere Fülle der in den letzten Jahrzehnten erforschten Mechanismen der belebten Umwelt ist überwältigend.
Dieses Beispiel bietet zugleich die Gelegenheit Ihnen zu erklären wie sehr sich das Wissen in dieser Zeitspanne verändert hat. Als ich 1970 mit dem Biologiestudium begann gab es das Fach "Biochemie" nur als Teilgebiet der Pflanzen- und Tierphysiologie. Erste Ansätze die Struktur der Erbinformation, und der von ihr gesteuerten Stoffwechselprozesse, vertieft zu beschreiben war zu dieser Zeit ein Spezialgebiet, auf dem sich nur wenige Wissenschaftler auskannten und eine noch kleine Zahl von ihnen aktiv Forschung betrieben.
Watson und Crick hatten den Anstoß zu einer völlig neuen Forschungsrichtung gegeben, als sie 1953 die Struktur der Doppelhelix beschrieben, die alle nötigen Informationen für den Aufbau von lebenden Wesen auf unserem Planeten beinhaltet.
Das war allerdings zu meiner Studienzeit (1970 -'77) noch nicht Gegenstand der Ausbildung von Biologen.
Um den Riesensprung vorwärts besser zu beschreiben möchte ich eine Analogie aus dem täglichen Leben wählen und zu verdeutlichen, welchen enormen Fortschritt die hier vorgestellte Untersuchung bedeutet:
Stellen Sie sich die Signalgebung der Indianer mit Rauchzeichen als Beginn der Informationstechnologie vor - und dann stellen Sie dem die Technik eines Mobiltelefones der neueren Generation gegenüber! Von einer Decke, die den Rauch in einzelne Wolken teilte, zu Miniaturschaltkreisen, die aus so kleinen Bauelementen bestehen, dass man sie ohne technische Unterstützung nicht mehr erkennen kann.
Sollten Sie nun nach dem Nutzen solcher Erkenntnisse fragen - eine oft gestellte Frage, weil Forschung natürlich Geld kostet, und das muss irgendwoher kommen - nur soviel:
Wenn man an niederen Tieren Erkenntnisse gewonnen hat verfeinerte man so die Methoden solche Ergebnisse zu erreichen. Das "Werkzeug" um diese Forschung zu betreiben wird also erprobt, und steht dann für Untersuchungen auch an höheren Organismen zur Verfügung.
[Wobei ich noch anmerken will, dass es bei der Forschung stets zuerst um einen Erkenntnisgewinn geht - die Frage nach dem Nutzen stellen Menschen, denen die Freude an reiner "Erkenntnis", also letztlich dem Gewinn an Wissen, durch das kapitalistische System 'aberzogen' worden ist.]

Bildtext:[Phylogenetic distribution of the two-cell-type model for insect renal function. Consensus insect phylogeny of the insect species used in our study with superimposed character matrix. A full green circle denotes apositive, while a full red circle indicates a negative, for each category for each species. By contrast, a half green or red circle indicates that, for at least one member of that insect group, a positive or negative has been experimentally confirmed. A grey circle implies that data is not available. A coloured triangle indicates a key event in the evolution of insect renal function and control:
Green triangle, SCs arose; blue triangle, SCs adopted kinin signalling; purple triangle, kinin-signalling secondary lost. The phylogenetic relationships and error bars reflecting 95% confidence intervals of the estimated divergence times for the branching nodes were adopted from refs 32,46,63,64.]

Übersetzung des *abstracts*:
Verfolgung der evolutionären Ursprünge der Nierenfunktion bei Insekten
Kenneth A. Halberg 1,2, Selim Terhzaz 1, Pablo Cabrero 1, Shireen A. Davies 1 und Julian A.T. Dow 1
Das Wissen über Neuropeptidrezeptorsysteme ist ein wesentlicher Bestandteil des Verständnisses der Tierphysiologie.
Es ist jedoch problematisch, einen allgemeinen Einblick in die Neuropeptidsignalisierung in einer Gruppe zu erhalten, die so biologisch vielfältig ist wie die der Insekten. Hier wenden wir fluoreszierende Analoga von drei wichtigen Insekten-Neuropeptiden an, um die Architektur des Nierengewebes über systematisch ausgewählte Vertreter der wichtigsten Insektenordnungen hinweg abzubilden und einen beispiellosen Überblick über die Nierenfunktion und -kontrolle von Insekten zu erhalten.
Bei endopterygoten Insekten wie Drosophila empfangen zwei unterschiedliche transportierende Zelltypen separate Neuropeptidsignale, während bei den angestammten Exopterygoten ein einzelner allgemeiner Zelltyp alle Signale vermittelt.
Interessanterweise haben die Coleoptera (Käfer) der größten Insektenordnung einen einzigartigen Ansatz entwickelt, bei dem nur ein kleiner Teil der Zellen Ziele für die Neuropeptidwirkung sind. Unsere Ergebnisse zeigen nicht nur einen universellen Nutzen dieser Technologie, sondern zeigen auch eine allgemeine Signalübertragung durch die evolutionär alten Neuropeptidfamilien, sowie eine klare funktionelle Trennung der Zelltypen, die das Signal vermitteln.

Originaltext:
Tracing the evolutionary origins of insect renal function
Kenneth A. Halberg 1,2 , Selim Terhzaz 1 , Pablo Cabrero 1 , Shireen A. Davies 1 & Julian A.T. Dow 1
Knowledge on neuropeptide receptor systems is integral to understanding animal physiology.
Yet, obtaining general insight into neuropeptide signalling in a clade as biodiverse as the insects is problematic. Here we apply fluorescent analogues of three key insect neuropeptides to map renal tissue architecture across systematically chosen representatives of the major insect Orders, to provide an unprecedented overview of insect renal function and control.
In endopterygote insects, such as Drosophila, two distinct transporting cell types receive separate neuropeptide signals, whereas in the ancestral exopterygotes, a single, general cell type mediates all signals.
Intriguingly, the largest insect Order Coleoptera (beetles) has evolved a unique approach, in which only a small fraction of cells are targets for neuropeptide action. In addition to demonstrating a universal utility of this technology, our results reveal not only a generality of signalling by the evolutionarily ancient neuropeptide families but also a clear functional separation of the types of cells that mediate the signal.
bookmark_borderWie eine Ameise unter Vielen
Like one ant among many
Sonnenuntergänge oder Sonnenaufgänge habe ich in meinen 70+ Jahren schon öfter gesehen - sie sind, wie alle Bewegungen im Universum eine von physikalischen Kräften und chemischen Prozessen abhängige Erscheinung von Himmelskörpern, hier unserer Sonne, die, wie die Physiologie unseres Körpers, in stets nachvollzieh- und erklärbarer Weise wiederkehren .... die Mathematik ermöglicht es diese Ereignisse sekundengenau vorherzusagen .... das konnten schon Völker 6.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung, und zwar mit sehr viel primitiveren Möglichkeiten als wir sie heute haben.
Die Natur und das Weltall sind nicht von uns abhängig, sondern wir von ihnen. Wir sind ein Sandkorn im großen Gefüge, unser Leben hat die gleiche Bedeutung wie das Leben einer Ameise unter den vielen Abertausenden von anderen Ameisen - wir sind ein (zugegeben besonderes) Tier unter den vielen Arten auf unserem Planeten.
Und dass der Planet Erde mittlerweile zerstört wird ist nicht zuletzt Schuld der Kirchen, die suggeriert haben Menschen seien *etwas Besonderes, nach dem Bilde Gottes* und dürften sich deswegen alle anderen Lebewesen auf diesem Planeten *untertan* machen, sie ausbeuten, quälen, zerstören - weil wir etwas *Besseres* seien.
So ein Unfug.
Und nun haben wir das Dilemma!
Translation
In my 70+ years I have seen quite a few sunsets / sunrises. They are, like all movements in the universe, phenomena of celestial bodies dependent on forces of physics and chemical processes. Our sun's movement is, like the physiology of our body, happening in a regular, periodical, interconnected and comprehensible way .... science and math enables us to predict these events to the millisecond and down to the molecules that form our body .... the ancients were able to do some of this already 6,000 years before our era. And they did it with much more primitive tools than those we have at hand today.
Nature and the universe do not depend on us. We depend on them. We are like a grain of sand considering the large scale of the universe. Our life has the same value as the life of any ant among the many thousands upon thousands of other ants. We are just one animal among the many species on our planet (admittedly quite different from most others).
And the fact that planet earth is now being destroyed can be attributed to faith, churches, Christianity and the like: They suggest men & women are something special, created *in God's image* and are therefore allowed to *subdue*, exploit, torture, and destroy all other living beings on this planet - because we are supposedly somehow *better* than them.
Bullshit.
And now we have to deal with the consequences!
Added the translation; Published first 01.06.2019;01:00h.
bookmark_borderVom Kampf ....
Wie wir Alle wissen kämpfen Viele in Blogs gegen die Unwissenheit, indem sie fachspezifische Informationen verbreiten, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Von den 'Anderen', die sich lediglich auf Meinung stützen, und zu faul (oder unfähig) sind, sich einmal selbst umfassend darüber zu informieren worüber sie schreiben wollen, will ich hier nicht reden, das wurde schon zur Genüge behandelt.
Nun ist bekannt, dass es stets einen gewissen Aufwand bedeutet, wenn falsche Aussagen verbreitet werden und man sich daran macht, diese durch Fakten zu widerlegen. Der tatsächliche Aufwand muss ja noch ergänzt werden durch die Notwendigkeit, sich überhaupt erst einmal in ein spezifisches Gebiet hineinzulesen, alternative Stimmen dazu einzubeziehen, bevor man sich wagt, selbst etwas dazu zu schreiben. Selbst all das geschieht wiederum vor dem Hintergrund einer Ausbildung in verwandten Fachbereichen, die das Handwerkszeug bilden, um eine informierte Betrachtung zu beginnen.
Da dies ein sehr abstrakter Gedankengang ist, dieses Beispiel zum besseren Verständnis:
Nehmen wir an, es soll erklärt werden, warum es immer weniger Schmetterlinge gibt.
1. Die einfachste Darstellung ist lediglich das Faktum, dass weniger Tiere gezählt wurden.
2. Mehr Aufwand bedeutet es schon, bestimmte Schmetterlingsarten zu vergleichen, und deren Anzahl heute mit der vor vielen Jahren ins Verhältnis zu setzen. Hier helfen keine Mutmaßungen, hier muss man in die Vergangenheit gehen und die Zahlen erforschen.
3. Um allerdings korrekt zu sein muss zusätlich vor allem ein ökologischer Aspekt einbezogen werden, nämlich ob es eine (Reihen-) Folge von Arten in bestimmten Geländen gibt, die nacheinander auftreten und wieder verschwinden, um schließlich einer besonders in diesem Gelände erfolgreichen Art Platz zu machen.
4. Das Bild ist immer noch nicht komplett, sofern nicht die Nahrungsquellen mit untersucht und beschrieben werden, da manche Arten um bestimmte Pflanzen konkurrieren. Zur zoologischen Betrachtung gesellt sich daher eine botanische Bewertung, die wiederum erfordert zu wissen wie man diese Informationen und vor allem wo abruft.
5. Sind dann alle wichtigen Daten vorhanden kommt noch der Aufwand des Schreibens dazu. Denn nur was sich einigermaßen 'locker' lesen läßt wird auch vom Publikum angenommen. Es sei denn, man schreibt für Fachleute, bei denen man ein bestimmtes Niveau an Basiswissen voraussetzen kann.
Vor diesem Hintergrund wird leicht deutlich, welcher Irrsinn ein Versuch wird, eine pauschale Falschbehauptung wie
"Es wird immer behauptet es gäbe Jahr für Jahr weniger Schmetterlinge - das stimmt so nicht, in meinem Garten fliegen viel mehr davon herum als in früheren Jahren!"
zu widerlegen!
A. Das ist zunächst lediglich eine Behauptung, kein Beweis des Gegenteils.
B. Es ist zweitens eine persönliche Meinung, die ohne jede Begründung keinen Beweiswert hat.
C. Drittens aber ist es etwas, was unbedarfte, unwissende Menschen leicht übernehmen und weiter verbreiten können:
Wenig bis kein eigener Aufwand, aber so wird Stimmung gegen eine wissenschaftliche Erkenntnis gemacht und werden 'likes' eingesammelt ....
Zurück zur Ausgangssituation:
Es ist tatsächlich so, dass es weniger Schmetterlinge gibt. Das beruht darauf, dass besonders die Nesselpflanzen (Ordnung: Rosenartige [Rosales]; Brennnesselgewächse [Urticaceae]; Beispiel: [Urtica spec.] "Brennnessel") die Kinderstube, die Nahrung für Raupen, sind. Da in 'modernen' Gärten lediglich Ästhetik und nicht ökologischer Nutzen bedacht werden, sind das die Pflanzen, die herausgerissen werden, weil sie als 'Unkraut' gelten.
Die Folge davon ist, dass der Nachkommenschaft der Schmetterlinge die Nahrung entzogen wird - und wenn das über längere Zeit so geht, sterben bestimmte Arten aus.
Ein wenig mehr Wissen kann da Wunder wirken, denn viele Menschen würden wahrscheinlich gern ein paar Brennnesseln stehen lassen, wenn sie wüssten, dass sie dafür bald mehr Schmetterlinge in ihrem Garten sehen könnten.
Lehrreich für Kinder (und Erwachsene)
→ Mein Raupenkasten
→ Die wichtigsten Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen
→ Pflanzen für Schmetterlinge: Auf diese 13 Arten fliegen sie.
bookmark_borderStellen Sie sich ....
Stellen Sie sich einmal unter einen blühenden Lindenbaum und hören Sie auf das vieltausendfache Summen der Bienen und Hummeln, die ihrer Nahrungssuche nachgehen und dabei für die Bestäubung der Blüten sorgen - um die nächste Generation des Baumes zu gewährleisten.

Dann stellen Sie sich vor dieser Baum wird gefällt, weil man einen Parkplatz für ein Auto einrichten will.
Mit einem Schlag ist die Nahrungsgrundlage der Insekten weg.
Das wäre so, als ob man in ihrem Wohnort alle Einkaufsläden für Lebensmittel sofort und ohne Ersatz schließen würde.
Nicht nur das:
Auch den Vögeln, die in diesem Baum nisten nähme man ihre Unterkunft.
Wo sollen sie nun wohnen?
Das wäre so, als ob man ganze Viertel an ihrem Wohnort abreißen würde und damit viele Menschen obdachlos machen würde.
Jetzt stellen Sie sich vor, das passiert jeden Tag auf einer Fläche, die mehreren Fußballfeldern entspricht.
Keine Bedeutung hier wenn das in Südostasien oder Südamerika passiert?
Falsch!
Die Lufthülle umgibt den kompletten Planeten - und was irgendwo auf der Welt passiert hat überall eine Auswirkung.
Diese Bäume produzieren den für uns lebenswichtigen Sauerstoff.
Nur Bäume und andere grüne Pflanzen.
Wenn Sie sich das vorstellen werden Sie Angst bekommen eines Tages zu ersticken wenn die Bäume weg sind, die niederen Grünpflanzen mit Glyphosat gekillt wurden und die Algen in den erwärmten Meeren abgestorben sind.
Wenn keine Bäume mehr da sind:
Zu Recht!

Quelle (Bild): CC BY-SA 3.0; File:Tilia x vulgaris11.JPEG; Erstellt: 11. Juli 2005
bookmark_borderDer Mensch ist nur 'bedingt' ein Raubtier ..?!
Überlegungen zur wissenschaftlichen Einschätzung dieser Aussage

Zu der Betrachtung eines Dialogs in Kommentaren zur Frage der Zulässigkeit des Verzehrs von tierischen Produkten durch den Menschen
[ → "Wenn Aliens unsere Babys essen".]
Ausgangspunkt des Artikels ist die religiöse Aufforderung "Macht euch die Erde untertan!" - was in den letzten 150 Jahren zur fast völligen Erschöpfung der natürlichen Ressourcen geführt hat und gleichzeitig den Lebensraum für Tiere und Pflanzen so einengte, dass sie zu Tausenden untergingen.
In den Kommentaren war folgender Dialog zu finden, den ich zum Ausgangspunkt verschiedener Überlegungen nehmen will:
1. Welche Grundhaltung von A.S. und B.W. läßt sich aus den Äußerungen herleiten?
2. Sind die Argumente empirisch belegbar?
3. Welche Argumente sind plausibel, welche absurd?
4. Bleiben die Kommentatoren beim Thema?
5. Bleiben die Kommentatoren bei logisch nachvollziehbaren Gedanken?
Der Dialog:

Zu 1.
Für A.S. ist der Mensch ein Raubtier, das durch Umstände - welcher Art wird nicht näher ausgeführt - seine gewalttätige Natur gebändigt hat. Seine Betrachtung unterstellt, dass der Geist den Körper beherrscht, jedoch zu Zeiten die Unterdrückung nicht mehr funktioniert und sich dann Bahn bricht und die Sperre wegfegt.
B.W. hingegen verweist mittels der Betrachtung der anatomischen Gegebenheit darauf, dass der Mensch keineswegs 'Raubtier' sei. Es sei auch nicht - wie behauptet werde -"Krone der Schöpfung". Dies wiederum ist ein Hinweis darauf, dass B.W. 'Schöpfung' als Ursache für die Unzulänglichkeit der Menschen ablehnt, da er sie in anderen Spezies viel ausgeprägter zu sehen angibt.
Zu 2.
Möglicherweise schon, allerdings nimmt keiner der Kommentatoren eine solche Einschätzung vor.
Zu 3.
Die von A.S. vorgetragene Warnung zur Vorsicht ist aus allgemeiner Lebenserfahrung nachvollziehbar und stellt insoweit lediglich fest, was Vielen bekannt sein dürfte und unstrittig ist.
Demgegenüber ist der Hinweis von B.W. auf das mangelnde *Tötungswerkzeug* einiger Raubtiere, der Reißzähne, keineswegs dienlich, da 'töten' auch ohne diese erfolgen kann - insoweit handelt es sich um eine rhetorische Finte, die als absurde Argumentation gelten muss. Hingegen ist der Hinweis auf größere Schönheit nachvollziehbar - allerdings nicht beweisbar, da die Parameter für den Begriff "Schönheit" oder den ebenfalls gebrauchten Begriff "Tugend(-en)" nicht benannt werden und interindividuell variieren.
Zu 4.
Ja, bei Beiden.
Zu 5.
Nein, Beide stützen ihre Hinweise und Argumente auf eigene Beobachtungen und daraus gefolgerte Ergebnisse. Der Unterschied ist lediglich der Blickwinkel:
A.S. hält einen Überraschungseffekt für jederzeit denkbar; B.W. hingegen sieht aus den anatomischen Strukturen herrührende Defizite für eine raubtierartige Entgleisung und ordnet das "Fleisch essen" als eine mangelnde Reflektion der Lebensumstände auf dem Planeten durch Menschen zu. Er hält sie für genussbetonte, wenig überlegende Fehler der Natur.

Begriffsbestimmung(-en)
Logik
Mit Logik .. wird im Allgemeinen das vernünftige Schlussfolgern und im Besonderen dessen Lehre – die Schlussfolgerungslehre oder auch Denklehre – bezeichnet. In der Logik wird die Struktur von Argumenten im Hinblick auf ihre Gültigkeit untersucht, unabhängig vom Inhalt der Aussagen .. Jede Aussage (zu einem 'Problem') hat genau einen von zwei Wahrheitswerten, die meist als wahr und falsch bezeichnet werden.
Empirie
Empirie [Erfahrungswissen‘] ist eine methodisch-systematische Sammlung von Daten. Auch die Erkenntnisse aus empirischen Daten werden manchmal kurz Empirie genannt. In der Wissenschaftsphilosophie wird der Empirie als Erfahrung, die zu einer Hypothese führt (oder diese auch widerlegt), die Evidenz gegenübergestellt, also die unmittelbare Einsichtigkeit einer wissenschaftlichen Behauptung.
Evidenz
Evidenz bezeichnet das dem Augenschein nach unbezweifelbar Erkennbare oder die unmittelbare, mit besonderem Wahrheitsanspruch auftretende vollständige Einsicht [Der Begriff Evidenz beschreibt diejenigen empirischen Befunde, die Theorien bestätigen oder aufgrund derer Bestätigungsversuche scheitern].
Die anekdotische Evidenz schließt eine wissenschaftliche Methodologie und somit speziell eine notwendige Reproduzierbarkeit aus. Deswegen kann sie nie 'Beweiskraft' erlangen.
Plausibilität
Die Position des Begriffes als Darstellung: Absurd → Plausibel → Offenkundig
Plausibel ist ein Relationsbegriff, etwa in dem Satz "es könnte mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit so sein" ausgedrückt, der eine gemeinsame Bezugsgröße („Verstehensumgebung“) verlangt, vor der eine Beurteilung von Aussagen jeweils erst möglich wird. Bei einem Wechsel der Bezugsgröße, also einem großen Unterschied in der Grundeinstellung der Beteiligten, kann sich die Beurteilung derselben Aussagen ändern, etwa .. im Kontrast zwischen Laien und Experten.
[Alle vorstehenden Definitionen in Anlehnung an die jeweiligen WIKIPEDIA Einträge]

A. Werkzeuge der Aufklärung sind: Logik und Empirie
B. Religion verabscheut zwei wesentliche Eckpunkte der Aufklärung:
Plausibilität und Evidenz [Plausibilität wird mit dem Instrument der Logik betrachtet; Evidenz beruht auf Empirie].
Religion [in Vorderasien und Europa; sogenannte "Abrahamitische Religion(-en)] hat erst versucht neue Erkenntnis zu unterdrücken und dann versucht sich so darzutellen, als ob sie stets in der Geschichte Verfechter von Erweiterung des Wissens gewesen sei .... eine dreistere Lüge und Geschichtsverfälschung gibt es nicht!
bookmark_borderMiss Earth
Auf der Suche nach *Unterwasserwelt-Videos* stieß ich kürzlich auf ganz andere *Schönheiten* die es so rund um die Welt gibt - es sind die "Miss Earth" Gewinnerinnen. Nun kann man geteilter Meinung sein ob solche 'events' tatsächlich der Umwelt helfen. Es ist dennoch unbetritten eine gute Gelegenheit die Aufmerksamkeit von ansonsten nicht Interessierten auf die Erderwärmung und die Notwendigkeit für Klimaschutz zu lenken.
Hier nun das Video, über das ich zu dem Thema kam →
bookmark_borderReef Life
*update* [04.05.2020]
.
Hier 'mal ein Video, für das man etwas länger Zeit haben sollte - es dauert fast zwei Stunden. Die Geduld lohnt sich aber, denn es sind viele außergewöhnliche Aufnahmen enthalten und Tiere, die man sonst nicht zu sehen bekommt. "full screen"-Ansicht oder Übertragung auf ein Fernsehgerät ist empfehlenswert.
Reef Life of the Andaman (full marine biology documentary)

*update*
Hier noch ein Link zu einer kompletten Serie von Filmen - ich habe sie selbst noch nicht alle angesehen. Was ich aber bisher sah war nicht nur prächtig in Formen und Farben, sondern zugleich atemberaubend ....


