bookmark_borderWort zum Sonntag (II)

 

Die Dis­kus­sio­nen um Homöo­pa­thie und men­schen­ver­ur­sach­te, glo­ba­le Erwär­mung sind allent­hal­ben ent­brannt. Erfreu­li­cher­wei­se steigt die Zahl der Men­schen die klar den­ken, und des­we­gen Fak­ten von Mei­nung unter­schei­den kön­nen, so an, dass sie mitt­ler­wei­le in der Über­zahl sind .... ein wei­te­res Indiz ist, dass auch die Zahl der *Gläu­bi­gen* ste­tig abnimmt.

Es besteht noch Hoff­nung für eine Mensch­heit deren Augen­merk sich nun auf den Wahr­heits­ge­halt über­kom­me­ner Vor­stel­lun­gen rich­tet und Hokus­po­kus als sol­chen beim Namen nennt.

Den­noch heißt es wach­sam sein, denn wie ein Hund, der, in die Enge getrie­ben, sich umso hef­ti­ger zur Wehr setzt, kon­so­li­die­ren sowohl die Homöo­pa­thie­ver­fech­ter, die Kli­ma­leug­ner und die Fun­di-Chri­sten nun ihre Kräf­te um der neu­en Auf­klä­rungs­wel­le etwas ent­ge­gen zu setzen.

Im eng­li­schen Sprach­raum gibt es das schö­ne Wort "com­pla­cen­cy", das laut dict.cc, Deutsch-Eng­lisch-Wör­ter­buch
fol­gen­de Bedeu­tun­gen anneh­men kann: 

¹ com­pla­cen­cy [smug­ness]
Selbst­ge­fäl­lig­keit {f}
² complacency
Selbst­zu­frie­den­heit {f}
Wohl­be­ha­gen {n}
³ com­pla­cen­cy [com­for­ta­b­leness]
Bequem­lich­keit {f}


 

 

 





 


Hüten wir uns davor, uns in selbst einer die­ser Eigen­schaf­ten gemüt­lich ein­zu­rich­ten. Der demo­kra­ti­sche Pro­zess rich­tet sich nicht nach "Ver­nunft", son­dern nach "Mehr­hei­ten".
 

Aus­ge­nom­men jene ca. 30% die sich für nichts ernst­haft interessieren.
Nicht zu ver­ges­sen die extre­me Rech­te - der eine eige­ne Erör­te­rung gewid­met wer­den muss.

bookmark_borderEine 2000 Jahre alte Mythologie, die von einer primitiven Hirtenkultur entwickelt worden ist ...

Ein wirk­lich sehens­wer­tes Video - knapp gehal­ten, aber gera­de­wegs auf den Punkt, den Nerv der Nutz­nie­ßer zen­tral getrof­fen .... hach, wie ich dem Mann für sei­ne Rede dan­ke! Sie müss­te noch brei­ter ver­füg­bar gemacht werden.

bookmark_borderMich reizt deine schöne Gestalt ....
*update* [17.10.2019]

Sehen Sie sich ein­mal die­se fol­gen­den Abbil­dun­gen im Ver­gleich an.

Ver­wand­ten­ehe

Ver­brei­tung der Religionen

Fällt Ihnen etwas auf? In Gebie­ten der Erde, die vom Islam domi­niert wer­den ist die Ver­wand­ten­ehe sehr aus­ge­prägt. Über die Grün­de läßt sich spekulieren: 

Glau­bens­re­geln mit 'Ver­sor­gungs­ge­dan­ke'?
Bit­te­re Notwendigkeit?
Prü­de­rie im Umgang mit fami­li­en­frem­den Menschen?
Falsch ver­stan­de­ne Abschot­tung gegen­über 'Frem­den'?
Man­gel an Gelegenheit?

Abbildungen
- » Isla­mi­sche Län­der.png (palet­te adapt­ed for bet­ter con­trast) « de:Benutzer:Baba66
- » Global_prevalence_of_consanguinity.svg.png « Urhe­ber: The RedB­urn
- Von Benutzer:Neitram und diver­se wei­te­re Autoren basie­rend auf der lee­ren Welt­kar­te en:Image:BlankMap-World.png, PD-Schöp­fungs­hö­he, Link

*update* [17.10.2019]

Von der Gefahr einer Ver­wand­ten­ehe (Inzucht):
" .. Gene­rell gesagt kann ein Orga­nis­mus nicht leben, wenn ihm ein Chro­mo­so­men­paar und somit ein gan­zer Typus kom­plett fehlt. Die­ses Phö­no­men, Nul­li­so­mie genannt kann beim Men­schen aller­dings tat­säch­lich vor­kom­men. Dabei ist das Gen-Paar Num­mer 8, also bei­de Gene Num­mer 8, sowohl das vom Vater als auch das von der Mut­ter (Nab­lus-mask-like-facial-Syn­drom) nicht vor­han­den. Es sind jedoch welt­weit nur 13 Fäl­le bekannt, vor allem im ara­bi­schen Raum. Wahr­schein­lich eine Fol­ge von Inzucht, der Fort­pflan­zung von zu nahe ver­wand­ten Indi­vi­du­en (Cou­sin-Cou­si­ne) über zahl­rei­che Gene­ra­tio­nen hin­weg. Der Mensch ist zwar über­le­bens­fä­hig, bil­det jedoch wich­ti­ge Orga­ne wie zum Bei­spiel die Augen erst gar nicht aus .. " [Quel­le]

bookmark_borderZitat (IV)

» The only thing necessary
for the tri­umph of religion
is for ratio­nal people
to do not­hing «
[©wvs/2019]

Die Nord­kir­che meint, es gäbe min­de­stens zehn Grün­de dafür, Reli­gi­ons­un­ter­richt in öffent­li­chen Schu­len zu haben. Einen davon habe ich her­aus­ge­grif­fen, um ihn etwas genau­er zu betrachten.


Das Zitat:
".. Die Rede von Gott im Zen­trum. Der Reli­gi­ons­un­ter­richt lebt von der für alle erkenn­ba­ren Posi­ti­on des Faches und der Unter­rich­ten­den: im Zen­trum der reli­giö­sen Bil­dung steht nach evan­ge­li­schem Ver­ständ­nis die Rede von Gott. Auf die­ser Grund­la­ge lädt der Reli­gi­ons­un­ter­richt zur kri­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung ein .."
[Quel­le]

 

Der Reli­gi­ons­un­ter­richt, domi­niert von der evan­ge­li­schen Reli­gi­on, lädt kei­nes­wegs zur 'kri­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung' ein. Das kann er über­haupt nicht. Denn eine Vor­aus­set­zung für eine Dis­kus­si­on, eine Ein­schrän­kung hin­sicht­lich der zuläs­si­gen Argu­men­te vor­ab fest­zu­le­gen bedeu­tet sie nur in einem begrenz­ten Rah­men zuzu­las­sen - und dann ist es kei­ne 'kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung', son­dern eine gesteu­er­te Indoktrination.

Das Gedan­ken­kon­strukt "GOTT" als Grund­la­ge für eine 'kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung' zu nen­nen ist in sich ein Paradoxon: 

Etwas, das nicht nach­weis­bar ist, kann nicht kri­tisch dis­ku­tiert wer­den. Alle Argu­men­te dazu sind belie­big, denn schon die Grund­la­ge der Aus­ein­an­der­set­zung (Dis­kus­si­on) ist belie­big.

Basis für die­sen Bei­trag von da → hpd: Zehn Grün­de für den Religionsunterricht?

bookmark_borderDer britische Philosoph Thomas Hobbes (1588-1679)

" .. Der bri­ti­sche Phi­lo­soph Tho­mas Hob­bes (1588−1679) konn­te dem Tod 1666 nur knapp ent­kom­men, als ein Aus­schuss des Par­la­ments zusam­men­trat, um her­aus­zu­fin­den, ob sein Athe­is­mus einen Aus­bruch der Pest ver­ur­sacht hatte.
Gott schien sehr irri­tiert dar­über zu sein, dass die Lon­do­ner sich mit einem skep­ti­schen Phi­lo­so­phen abfin­den wür­den, und so sand­te Gott eine töd­li­che Krank­heit aus, um die tole­ran­te Stadt zu erschrecken. Hob­bes' Freund John Aubrey bemerk­te zu der Zeit, dass "eini­ge der Bischö­fe einen Antrag stell­ten, den guten alten Herrn als Ket­zer ver­bren­nen zu las­sen." Hob­bes leb­te wei­te­re 13 Jah­re und starb mit 92 Jah­ren .. "
[Quel­le]

Hob­bes' Werk ist aus zwei Grün­den betrachtenswert:
Zuerst weil er in ein­fa­cher, ver­ständ­li­cher Spra­che Zwei­fel bei sei­ner Leser­schaft zu wecken in der Lage war; sodann, weil er die sprach­li­che Ursa­che des Got­tes­ver­ständ­nis­ses her­ge­lei­tet hat und so zeig­te, wie die *über­mensch­li­chen* Eigen­schaf­ten die­ses postu­lier­ten 'Got­tes' zustan­de kamen.

Zu dem ersten Punkt
Der Anfang des Glau­bens ent­steht für Hob­bes aus der damals noch herr­schen­den Unwis­sen­heit. Was nicht erklärt wer­den konn­te wur­de 'Gott' zuge­schrie­ben. Die Angst vor lebens­be­droh­li­chen Natur­er­eig­nis­sen, völ­lig unbe­herrsch­bar durch Men­schen, führ­te zu einer der Vor­stel­lungs­welt der dama­li­gen Men­schen ange­pass­ten Personifizierung.

Zu dem zwei­ten Punkt
An die­se Per­so­ni­fi­zie­rung schließt sich eine Über­tra­gung von Eigen­schaf­ten an, die die­ser 'Gott' haben soll. Hob­bes unter­sucht das von der Spra­che her und bringt über­zeu­gen­de, wie­der­um ganz ein­fach zu ver­ste­hen­de Bei­spie­le. Er redu­ziert auf das Prä­fix. Es sind all die Eigen­schaf­ten, die Men­schen nicht haben:

Mensch Gott
ohn-mäch­tig | all-mäch­tig
un-wis­send | all-wis­send
mate­ri­ell | im-mate­ri­ell
Dasein end­lich | Dasein un-end­lich

 


Aus all dem ergibt sich bei Hob­bes eine zusam­men­fas­sen­de Aussage:
" .. Sowohl Reli­gi­on als auch Aber­glau­be haben die glei­chen Män­gel, und der ein­zi­ge Unter­schied besteht dar­in, dass Reli­gi­on sozi­al akzep­tiert ist .. "

 [Die­se Betrach­tung besteht zum Teil aus über­setz­ten Pas­sa­gen aus dem ver­link­ten Arti­kel bei *pathe­os*]

 

bookmark_borderF: "Was ist Gott?"
A: "Gott ist ein reines Geistwesen." [Anselm Grün]
Aus der Serie "Liebes Tagebuch"

Lie­bes Tagebuch,

es gibt etwas Sen­sa­tio­nel­les zu berich­ten: "Gott ist ein rei­nes Geist­we­sen." Ach wuss­test du schon? Steht doch in der Über­schrift? .... Na klar, hat­te ich völ­lig über­se­hen, ich bin so auf­ge­regt von die­ser Nachricht. 

Bei einem Herrn Wei­ssen­born war zu lesen:


".. Damit, mit sei­ner Defi­ni­ti­on Got­tes als eines "rei­nen Geist­we­sens" - wir ver­nei­gen uns mit Bewun­de­rung - ist Anselm Grün .. eine den­ke­ri­sche Glanz­lei­stung gelun­gen, indem er, wenn nicht expres­sis ver­bis und ver­mut­lich ohne bewuss­te Absicht, so doch logisch zwin­gend den Schluss auf die rea­le Nicht-Exi­stenz Got­tes nahe­legt .. Wenn Gott als rei­nes, also kör­per- und hirn­lo­ses Geist­we­sen unmög­lich ist, so kann er natür­lich nicht fak­tisch .., son­dern nur fik­tio­nal in den Köp­fen der Men­schen .. exi­stie­ren .. Was aber Anselm Grün, den Mei­ster­schü­ler Karl Rah­ners, betrifft, so schla­ge ich vor, ihm in Aner­ken­nung sei­ner radi­kal revo­lu­tio­nä­ren Dog­ma­tik als einem Auf­klä­rer des 21. Jahr­hun­derts die Ehren­mit­glied­schaft im IBKA (Inter­na­tio­na­len Bund der Kon­fes­si­ons­lo­sen und Athe­isten) anzu­tra­gen. - Soll­te er beschei­den ableh­nen .. so bedeu­te man ihm, dass das mensch­li­che Den­ken mit­un­ter auch unge­wollt zu durch­aus rich­ti­gen Ergeb­nis­sen gelan­gen kann .."
[Quel­le des Zita­tes]

 
Ich war ehr­lich erstaunt das zu lesen, Tage­buch. Ausser­dem muss ich zuge­ben, dass mir der Herr Grün - wie ich jetzt durch inten­si­ve Nach­for­schung gelernt habe - ein durch­aus bekann­ter Autor und Bene­dik­ti­ner­mönch, mit über 300 Buch­ver­öf­fent­li­chun­gen, bis dato nicht bekannt war. 

Gut, die Wer­ke han­deln meist von Engeln und Gebe­ten und christ­li­cher Lebens­hil­fe, da weißt du, lie­bes Tage­buch, das ist nicht so mein Ding. Des­we­gen ist es wohl ent­schuld­bar wenn ich als Athe­ist ihn nicht kenne.

Wenn Gott, von dem da die Rede ist, 'wesen­los' und nur als 'Gei­stes­we­sen' defi­niert wird ist wenig­stens geklärt, war­um bis­her noch nie­mand sagen konn­te wo "er" - oder "sie"? - sich eigent­lich auf­hält. Da siehst du mal lie­bes Tage­buch, vor wel­che schwer­wie­gen­de Fra­ge die Leser hier gestellt sind - sie fra­gen sich bestimmt auch wo du eigent­lich her­kommst und hin ver­schwin­dest wenn wir hier mit dem Gespräch fer­tig sind. 

Also die­ser Gott exi­stiert nicht, soviel steht fest. Und weil es ein Mönch gesagt hat wird es wohl stim­men. Weil Mön­che von Berufs wegen nicht lügen dür­fen, hmmm, prin­zi­pi­ell, es sei denn es geht um den Miss­brauch von Kin­dern, da machen sie das ein­fach und hof­fen es merkt nie­mand 'was. Vom Lügen. Und vom Kin­der­schän­den. Und wenn doch beten sie und büßen und beten wie­der, dies­mal zehn Rosen­krän­ze und dann ist Alles wie­der gut. Für sie. Nicht für die armen Kinder.

Jetzt aber schnell zurück zu dem wesen­lo­sen Gott. Lie­bes Tage­buch: Hät­te mir das jemand noch gestern gesagt 'Gott ist ein rei­nes Geist­we­sen', dann hät­te ich gefragt "Wer sagt sowas?" und wenn man mir dann gesagt hät­te 'Ein Bene­dik­ti­ner­mönch', dann hät­te ich es nicht geglaubt. Aber nun habe ich es gele­sen, und das ist in der über­wie­gen­den Zahl von Fäl­len rich­tig, ähem, es sei denn es steht bei *face­book*, da ist es mei­stens nur eine Mei­nung, kein Faktum.

"Gott ist ein rei­nes Geist­we­sen" - pffft! das war eine Über­ra­schung, wär' ich von selbst nii­ie drauf gekom­men, lie­bes Tage­buch, jetzt muss ich mich erst mal davon erho­len. Viel­leicht ein Mit­tags­schläf­chen .... tschüß, Tage­buch, bis demnächst.
 

[Ver­weis via hpd: "Kir­chen­ta­ge, Ket­zert­age, Huma­ni­sten­ta­ge"]
 

bookmark_borderSchon immer gab es Vernunft

Die Wer­ke von Ari­sto­pha­nes sind uns heu­te wie­der zugäng­lich. Das war für vie­le Jahr­hun­der­te wegen der auf­wach­sen­den christ­li­chen Reli­gi­on nicht so, denn bei­spiels­wei­se die Herr­scher Theo­dosi­us I und II, zwi­schen 400 und 500 n.Chr. ach­te­ten sehr dar­auf jede Oppo­si­ti­on zum Chri­sten­tum mit dem Tode zu bestra­fen. Der­zeit kann die über­wie­gen­de Zahl von Men­schen alte Wer­ke in Grie­chich oder Latei­nisch nicht mehr direkt lesen, ich selbst hat­te zwar Latein , aber eben nur bis zum *Klei­nen Lati­num*. Wir brau­chen sprach­kun­di­ge Wis­sen­schaft­ler, die uns die­se Inhal­te in unse­re Spra­che über­set­zen. Vie­le von Ari­sto­pha­nes' Stücken fin­det man im Reper­toire der Thea­ter, sie sind von ihrer Aus­sa­ge her zeit­los - wenn man sie ver­ste­hen will und kann.

Der berühm­te Dra­ma­ti­ker legt skep­ti­sche Wor­te in den Mund sei­ner Cha­rak­te­re. Auf die­se Wei­se ist nicht er die Per­son die die­se Aus­sa­ge macht - es ist die Kunst­fi­gur, der Schau­spie­ler, der sich gegen Göt­ter und Kon­ven­ti­on, gegen Aus­sa­gen ande­rer Dich­ter wen­det. Zwei Zita­te aus dem Stück "Die Wolken": 

Eine Per­son (Sokra­tes) spricht ¹:
„Es gibt kein sol­ches Wesen wie Gott. Sag mir, wo hast du jemals Regen ohne Wol­ken gese­hen? Wenn Gott Regen bringt, soll­te er das tun, wenn der Him­mel klar ist und kei­ne Wol­ken zu sehen sind.“

Ein ande­rer Schau­spie­ler (Strep­sia­des) trägt vor ²:
„Sie schwö­ren auf den olym­pi­schen Zeus! Was für ein Schwach­sinn! Zu den­ken, dass jemand in dei­nem Alter noch denkt, dass Zeus existiert!“ 

Es fehl­te also nicht an beweg­li­chem Geist, lan­ge bevor der christ­li­che Dumpf­sinn die damals ent­wickel­te Welt über­zog und die Ver­nunft durch eine fik­ti­ve Geschich­te ersetz­te. Ein­ein­halb­tau­send Jah­re Still­stand und Ver­fol­gung von Anders­den­ken­den .... und heu­te wol­len uns die Reli­giö­sen das Ende der 'dunk­len Zei­ten' als ihr Ver­dienst verkaufen. 

Drei­ster gehts nicht.

¹ Aus­zug aus Ari­sto­pha­nes: Die Wol­ken - Kapi­tel 2
Strep­sia­des:
Wie, – Zeus, der olym­pi­sche Zeus, der soll kein Gott sein? – nicht existieren?
Sokrates:
Nur nicht albern! Was faselst du da mir von Zeus? Es gibt kei­nen Zeus!
Strep­sia­des: Ei, was sagst du?
Und wer reg­net denn dann? Das mußt du nun doch mir vor allen Din­gen erklären!
Sokrates:
Wer? Die­se, sonst nie­mand! Das will ich dir gleich mit gewich­ti­gen Grün­den beweisen!
Du, sag mir ein­mal, ob du jemals den Zeus hast reg­nen sehn ohne Wolken?
Bedenk doch: ein Regen aus blau­er Luft, und die Wol­ken sind dann wohl auf Reisen?

Strepsiades:
Bei Apol­lon! Das sitzt ja wie ange­schweißt: das hast du vor­treff­lich bewiesen!
Sonst frei­lich, da glaubt' ich: wenn Zeus durch ein Sieb sein Was­ser abschla­ge, dann regn' es.
Jetzt sag mir: wer macht denn den Don­ner? Denn sieh: da fahr' ich halt immer zusammen.
Sokrates:
Sie don­nern, wenn über­ein­an­der­ge­rollt sie sich wälzen.


² Aus­zug aus Ari­sto­pha­nes; Die Wol­ken, aus: Die Lust­spie­le des Ari­sto­pha­nes, Deutsch von J. J. C. Don­ner, Band 1, Sei­te 1 – 126; Ent­ste­hungs­da­tum: 423 v. Chr.; Erschei­nungs­da­tum: 1861; Ver­lag: C. F. Winter’sche Ver­lags­hand­lung; Erschei­nungs­ort: Leip­zig und Hei­del­berg; Über­set­zer: Johann Jakob Chri­sti­an Don­ner; Ori­gi­nal­ti­tel: αἱ νεφέλαι
810
Wohl bist du, bei’m olymp’schen Zeus, nicht recht gescheit.
Strepsiades.(lachend.)
Da seht mir, seht! Olym­pi­scher Zeus! O Geckerei!
Der glaubt, der alte gro­ße Mensch, noch an den Zeus!
Pheidippides.
Was lachst du denn darüber?
Strepsiades.
Weil ich den­ke, du Seist kin­disch, daß du solch ver­leg­ne Mäh­r­chen glaubst.

815

Pas­send zum Thema:
- Auf­klä­rung obsiegt, trotz aller Widerstände
- Aus den Tie­fen des Mit­tel­al­ters in die Neuzeit ....
- Zu Zau­be­rei, Tarot, Horo­sko­pen, Über­sinn­li­chem, Hexe­rei und Spuk (II)
- ♪ Ket­zer sein bedarf ♫ es wenig ....
- **colos­sal fail** des "Ethik"Rates ....
- "Glau­ben" vs. "Wis­sen"

bookmark_borderOffener Brief an Schönberger / Ruthenberg

Ich schrei­be hier als Ant­wort auf zwei Kom­men­ta­re bei "kraut­re­por­ter".
War­um hier?
Weil ich dort nicht die Dis­kus­si­on end­los wei­ter­füh­ren will.

Wer mich kennt, in mei­nem Blog liest, wird fest­stel­len, dass ich bestimmt nicht in die Kate­go­rie "Faschist" fal­le - über­zeu­gen Sie sich gern beim Durch­stö­bern mei­ner Arti­kel, die ich seit 2004 veröffentliche.

Scrol­len Sie für die Ori­gi­nal­kom­men­ta­re (hier als Bild­zi­ta­te ein­ge­stellt) bei 'kraut­re­por­ter* ganz nach unten, es sind die Kom­men­ta­re # 185 & # 186.

LOS GEHT'S ....
* Tweed­le-Koe­nig and Tweed­le-Ruthen­berg haben ein Brü­der­chen bekommen ....

Tweed­le-Schön­ber­ger

Hal­lo Herr Schönberger,

erstaun­lich, dass Sie sich ein Urteil abzu­ge­ben trau­en obwohl Sie schreiben: 

" .. ich habe nicht alle Kom­men­ta­re gele­sen, möch­te aber kurz etwas zum Arti­kel ergän­zen .. "

passt exakt zu dem, was dann folgt: Hei­sse Luft, bekann­te, längst wider­leg­te Dis­kus­si­ons­bau­stei­ne. So, wie sie immer von kirch­li­chen Amts­trä­gern kom­men, weil sie die Zahl von Leicht­gläu­bi­gen rasant schwin­den sehen und um ihre Ein­künf­te fürchten.

Zu 1.
".. "Wis­sen­schaft" ist neu­tral und über den Din­gen ste­hend, "Reli­gi­on" ist rein inter­es­se­ge­leitet .." - selbst wenn Ihnen die­se Wahr­heit nicht gefällt, so bleibt sie doch wahr.

Zu 2.
Ihre Aus­sa­ge lautet:
" .. Reli­gi­on ist dann, wenn jemand ernst­haft betet, Wis­sen­schaft ist dann, wenn jemand ernst­haft forscht .. "

Beten ist doch wohl vom Beten­den immer 'ernst­haft' gemeint. Kön­nen Sie nur ein (durch Zeu­gen beleg­tes) Bei­spiel nen­nen, bei dem 'beten' zum gewünsch­ten Ergeb­nis geführt hat?
Es gibt ver­schie­de­ne, durch Zeu­gen beleg­te Vor­her­sa­gen von Beten­den, die nicht zum gewünsch­ten Ergeb­nis führ­ten - und für die dann vie­le Grün­de ange­ge­ben wur­den, war­um es die­ses Mal wie­der nicht geklappt hat. So wie unzäh­li­ge Male vorher.

Für 'ernst­haf­te For­schung' gibt es genau fest­ge­leg­te Kri­te­ri­en, die Ergeb­nis­se sind repro­du­zier­bar, wenn die Kri­te­ri­en bei einer Wie­der­ho­lung ein­ge­hal­ten wer­den. Sie wer­den außer­dem von beglei­ten­den Unter­su­chun­gen flan­kiert, die die Wahr­schein­lich­keit stützen.

Sie ver­glei­chen Äpfel mit Birnen.
Das ist schon im Ansatz falsch:


Gebet = Wor­te, an ein fik­ti­ves Wesen gerich­tet, etwas Bestimm­tes zu tun.
For­schung = Geziel­te, struk­tu­rier­te Hand­lun­gen mit über­prüf­ba­rem Ergebnis.

Wer das 'ernst­haft' ver­gleicht muss unter Wahr­neh­mungs­stö­run­gen leiden.

" .. Ich lege den Maß­stab bei "ernst­haft" an. Wer etwas ernst­haft betreibt, kann sich nicht lächer­lich machen - in mei­nen Augen .." Ganz recht, in ihren Augen, nur da, sonst nirgends.

Sie schrei­ben weiter:

" .. Sich gegen­sei­tig die Exi­stenz­be­rech­ti­gung
abspre­chen ist aber niveau­los - par­don faschi­stisch .. "

Eine geschick­te Ver­dre­hung und gleich­zei­ti­ge Unterstellung:
Nie­mand spricht irgend­wem die "Exi­stenz­be­rech­ti­gung" ab. Es wur­de ledig­lich betont, dass auf Men­schen ver­zich­tet wer­den kann, die als Berufs­zweck auf Kosten ande­rer ein beque­mes Leben füh­ren. Indem sie vor­ge­ben zwi­schen jenen, den *Gläu­bi­gen* und einem "Gott" zu ver­mit­teln, des­sen Exi­stenz nie bewie­sen wur­de. Son­dern nur von denen behaup­tet wird, die dar­aus Nut­zen ziehen. 

Sie müss­ten dann ein­fach nur eine 'rich­ti­ge' Arbeit anneh­men, anstatt die Exi­stenz von Fabel­we­sen zu behaup­ten. Die Gesell­schaft braucht Wis­sen­schaft­ler - auf Prie­ster kann ohne irgend­ei­nen Scha­den zu ver­ur­sa­chen ver­zich­tet werden.

Ruthen­berg

Hal­lo Herr Ruthenberg,

ich fin­de es erstaun­lich, wie man in so weni­gen Zei­len Ver­fäl­schung von Aus­sa­gen, blan­ke Lüge und abgrund­tie­fe Bos­heit unter­brin­gen kann. Oft geübt und zur Per­fek­ti­on gebracht?

Sie befin­den sich in bester Troll-Gesell­schaft. Denn die Spitz­entrol­le schaf­fen es immer, irgend­wie einen Nazi-Ver­gleich ein­zu­bau­en um ihr Gegen­über zu diskreditieren.
Dazu haben Sie die Formulierung
" .. haben angeb­li­che Wis­sen­schaft­ler erst vor eini­gen Jahr­zehn­ten die Recht­Fer­ti­gung für mil­lio­nen­fa­chen Mord gelie­fert .. " (sic!)
gewählt. 

Es waren die Ideo­lo­gen - Gei­stes­wis­sen­schaft­ler! - die aus Dar­wins Werk das her­aus­ge­le­sen haben was er nie beab­sich­tigt hatte: 


Eine Unter­schei­dung der Wer­tig­keit von Men­schen (Indi­vi­du­en).

Die­se Unter­schei­dung - Men­schen als 'Unter­men­schen' zu klas­si­fi­zie­ren - war Kern der natio­nal­so­zia­li­sti­schen Ras­sen­leh­re, die mit Dar­wins Schrif­ten und Schluß­fol­ge­run­gen nichts gemein hat­te. Kein 'ernst­haf­ter' Natur­wis­sen­schaft­ler wird eine sol­che The­se unterstützen.

Nichts­de­sto­we­ni­ger war unter ande­rem die römisch-katho­li­schen Kir­che eine Unter­stüt­ze­rin des Nazi-Regimes. Sie hat schon immer in ihrer Geschich­te den tota­li­tä­ren, rechts­dik­ta­to­ri­schen *Füh­rern* ihre Unter­stüt­zung gege­ben und - sie­he Süd­ame­ri­ka - gibt sie ihnen heu­te noch!

Auch die evan­ge­li­sche Kir­che hat sich dem *Drit­ten Reich* ange­bie­dert. Frei­lich will man das ver­ges­sen machen indem man auf die Wider­ständ­ler wie Bon­hoef­fer ver­weist, die aller­dings durch ihre Kir­chen­ob­rig­keit kei­ne Hil­fe beka­men. Er und ande­re Abweich­ler wur­den schmäh­lich im Sich gelassen.

Wer also sind hier tat­säch­lich die Täter?

So, zum Aus­gleich noch eine nicht ganz ernst gemein­te Abhand­lung zum Thema
Mit Wis­sen­schaft tun sich selbst Wis­sen­schaft­ler schwer - viel Spaß, und lesen Sie auch die zuge­hö­ri­gen Kommentare!

bookmark_borderSooo verschieden ....


In der neben­ste­hen­den Abbil­dung (links) ist der aktu­el­le Stand der Ver­tei­lung der Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit in Deutsch­land, Stand 2018, dar­ge­stellt. Die christ­li­chen Amts­kir­chen ver­lie­ren in nie dage­we­se­ner Zahl Gläu­bi­ge - und die Atheisten/Agnostiker sind nach wie vor im Staa­te unterrepräsentiert.

Die Bilanz der Ein- und Aus­trit­te bei den gro­ßen Amts­kir­chen (20 pro­te­stan­ti­sche Ein­zel­or­ga­ni­sa­tio­nen ver­schie­de­ner Grö­ße; katho­li­sche Kir­che) sieht kata­stro­phal aus (Abbil­dung rechts).

So wer­den denn auch schwer­wie­gen­de Gedan­ken gewälzt WIE man die Schäf­chen wie­der ein­fängt. Doch auf den ein­fach­sten Gedan­ken kom­men die Kir­chen­leu­te natür­lich nicht, weil für sie nur eine Kir­chen­mit­glied­schaft in Fra­ge kommt:

Die Infor­ma­tio­nen sind heu­te sehr viel umfang­rei­cher als je zuvor - da wird es schnell offen­bar, dass aus einer Kir­chen­mit­glied­schaft nur die Ver­tre­ter die­ser Orga­ni­sa­tio­nen einen Nut­zen haben, wäh­rend die­ser für die Lai­en nicht vor­han­den ist.

Das Mär­chen von den from­men, selbst­lo­sen Kir­chen­leu­ten ist per­dü, die Kind­lein mer­ken, dass der Kai­ser gar kei­ne Klei­der an hat! Heu­te ist klar, dass der Staat - und damit wir alle - über­wie­gend die Kosten für die sozia­len Betrie­be der Kir­chen zahlt. Die­se sich den­noch anma­ßen, allein und gegen die Regeln die für die all­ge­mei­nen Arbeits­ver­hält­nis­se gel­ten, mit Son­der­ta­rif­ver­trä­gen und Aus­nah­me­re­ge­lun­gen, zu bestim­men was in den Ein­rich­tun­gen pas­siert. Die nach außen immer noch den Namen von kirch­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen tragen.

Selbst ihre Prie­ster und Pfar­rer zah­len die Kir­chen nicht selbst! Das ist mitt­ler­wei­le eben­so in die Öffent­lich­keit getra­gen und nicht beson­ders gut auf­ge­nom­men worden.

Die Bilanz sieht also so aus:
- Son­der­rech­te ent­ge­gen den Inter­es­sen ihrer (Lai­en-) Mitarbeiter
- Kaum eige­ner finan­zi­el­ler Mitteleinsatz
- Rechts­wid­ri­ge Zah­lun­gen von Län­dern an die Kir­chen aus Ur-Alt-Verträgen
- Betrieb von sozia­len Ein­rich­tun­gen aus Steuergeld
- Bezah­lung von Seel­sor­gern (!) aus Steuermitteln.

Ver­wun­dert reibt sich jetzt ein Kir­chen­steu­er­zah­ler die Augen und fragt:
Wofür dann noch Kirchensteuer?

  Klei­nes Schman­kerl zum Abschluss:

Die obi­gen Abbil­dun­gen wur­den als *Sym­bol­bild* in der evan­ge­li­schen und der katho­li­schen Ver­öf­fent­li­chung benutzt. Links die katho­li­sche, rechts die evan­ge­li­sche Version.
Kommt das nur mir irgend­wie son­der­bar ver­tauscht vor?

{bild bk (li)
https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/kirchenaustritte-2018-der-letzte-warnschuss}

{bild faz (re)
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/zahl-der-kirchenaustritte-deutlich-gestiegen-16292835.html}

bookmark_borderKann denn fragen Sünde sein?

Aus einer inten­si­ven, fast been­de­ten Dis­kus­si­on eines Arti­kels bei 'kraut­re­por­ter' war wie­der ein­mal zu ler­nen, dass 'Gläu­bi­ge' an ihrem Glau­ben fest­hal­ten und weder fak­ten­ba­sier­te Argu­men­te, noch Bewei­se eines Gegen­teils des­sen, was sie akzep­tie­ren, zum Umden­ken brin­gen können.

Es sind in jeder Dis­kus­si­on mit 'Gläu­bi­gen' die immer wie­der­keh­ren­den Argu­men­te, längst wider­legt, die vor­ge­bracht wer­den. Aldous Hux­ley wird das Zitat zugeschrieben
".. Facts do not cea­se to exist becau­se they are igno­red ..",
{Tat­sa­chen hören nicht auf zu exi­stie­ren wenn man sie ignoriert.} 

Genau das ist eines der schwie­rig­sten Pro­ble­me in sol­chen Diskussionen:
Die Basis, das Exper­ten­wis­sen, oft auch nur das was man frü­her unter 'All­ge­mein­bil­dung' ver­stand kön­nen nicht mehr erwar­tet oder vor­aus­ge­setzt wer­den. So wird eine Dar­stel­lung von Fak­ten - trotz bestens beleg­ter For­schungs­la­ge - des­we­gen abge­lehnt, weil das Wort "Hypo­the­se" meh­re­re Deu­tun­gen hat, ins­be­son­de­re in den Natur­wis­sen­schaf­ten also etwas ganz ande­res bedeu­tet als in den Geisteswissenschaften.

Dazu kommt, dass vie­le Men­schen - frei nach einer Fest­stel­lung von H.L. Men­cken - lie­ber die Wahr­heit ableh­nen wenn sie ihnen unbe­quem erscheint, und statt­des­sen eine ganz offen­sicht­li­che Unwahr­heit anneh­men, wenn sie ihrer Bequem­lich­keit dient oder ihr Vor­ur­teil stützt.

Wie also kann man sich den Reli­giö­sen nähern, um sie auf die Unhalt­bar­keit der Exi­stenz eines über­sinn­li­chen, all­mäch­ti­gen Wesens zu ver­wei­sen, ohne ihre Gefüh­le zu ver­let­zen oder sofort Wider­stand bis hin zur Bedro­hung hervorzurufen?

Direk­te Kon­fron­ta­ti­on ist nicht geeig­net, soviel steht wohl nach vie­len Dis­kus­sio­nen, die ich dazu schon erlebt habe, fest. Bewei­se nach Fak­ten­la­ge - beson­ders der Unmög­lich­keit von imma­te­ri­el­len Geist­we­sen - wer­den nicht geglaubt oder abge­lehnt. Oft ist es man­geln­des Ver­ständ­nis von Grund­la­gen der Natur­wis­sen­schaf­ten, manch­mal man­geln­de Fähig­keit abstrakt zu den­ken, die einer Akzep­tanz im Wege ist.

Kürz­lich las ich von einem gänz­lich ande­ren Ansatz, den ich wahr­schein­lich ein­mal aus­pro­bie­ren wer­de: Fra­gen stellen!
Der dort geschil­der­te Vor­teil ist ein­leuch­tend, der Betrof­fe­ne 'Gläu­bi­ge' muss selbst ent­schei­den was als Ant­wort geeig­net ist und dabei ver­schie­de­ne Aspek­te abwä­gen ... wobei ihm mög­li­cher­wei­se logi­sche Brü­che, sach­li­che Wider­sprü­che oder erfah­rungs­ba­sier­te Unzu­läng­lich­kei­ten ein­fal­len können.

bookmark_borderIch seh' etwas was du nicht siehst!
Religion - Glaube; Definition, Unterschied, Kurzfassung

Reli­gi­on“¹ wird sowohl für die indi­vi­du­el­le Reli­gio­si­tät als auch für die kol­lek­ti­ve Reli­gi­ons­tra­di­ti­on verwendet.

Der Begriff „Reli­gio­si­tät“ (in der Begriffs­er­klä­rung oben) bezeich­net die Ehr­furcht vor der Ord­nung und Viel­falt in der Welt und die all­ge­mei­ne Emp­fin­dung einer nicht erklär- oder beweis­ba­ren Wirklichkeit.

Glau­be“² bezeich­net das Über­zeugt­sein von der Leh­re einer kon­kre­ten Religion.

Glau­be“ aber ist:
Fest­ste­hen in dem, was man erhofft, Über­zeugt­sein von Din­gen, die man nicht sieht“
– Hebr 11,1

Kurz­fas­sung der obi­gen Begriffsbestimmungen:

Reli­gi­on .... der Weg der/des Men­schen zu Gott
Glau­be .... Über­zeugt sein von einer Reli­gi­on, von Din­gen die man nicht sieht.

Wir erset­zen "Reli­gi­on" im zwei­ten Satz durch die Defi­ni­ti­on aus dem ersten Satz und erhal­ten so eine noch kür­ze­re Fassung:

Glau­be .... Über­zeugt sein von einem Weg der/des Men­schen zu Gott, von Din­gen die man nicht sieht.

____________________________________________________________

¹ Reli­gi­on bezeich­net .. den Weg des Men­schen zu Gott im Sinn einer natür­li­chen Anla­ge, sei­ne Ver­ein­nah­mung für Nor­men und Geset­ze, als ihr Schöp­fer oder Voll­ender in Zukunft.

² Das Wort Glau­be bezeich­net eine Grund­hal­tung des Ver­trau­ens, vor allem im Kon­text reli­giö­ser Überzeugungen.

Anmer­kung:
Ver­schie­de­ne Defi­ni­tio­nen wur­den unter Ver­wen­dung von WIKIPEDIA Ein­trä­gen verfasst 
[ https://de.wikipedia.org/wiki/Religion; https://de.wikipedia.org/wiki/Glaube]

bookmark_borderSicht von Christen und Muslimen auf die Gesellschaft

["click!" auf die Abbil­dung vergrößert]
wvs

Zur Erläu­te­rung:
Zu jedem der Kenn­buch­sta­ben gibt er vier Bal­ken, jeweils zwei näher bei­ein­an­der links und zwei rechts. Die bei­den lin­ken Bal­ken stel­len die Ein­schät­zung für unse­re (christ­lich gepräg­te) Gesell­schaft dar - wobei der äußerst lin­ke Bal­ken die Mei­nung der Mus­li­me wie­der­gibt, der Bal­ken dane­ben die Mei­nung der Geburtsdeutschen.
Unter dem glei­chen Kenn­buch­sta­ben gibt es zwei wei­te­re Bal­ken von denen wie­der der lin­ke die Sicht der Mus­li­me und der ande­re, rech­te Bal­ken die Sicht der Geburts­deut­schen dar­stellt - die­ses Mal aber auf eine mus­li­misch gepräg­te Gesellschaft.
Für den Kenn­buch­sta­ben "H" (mora­li­scher Ver­fall) wur­den nur tür­kei­stäm­mi­ge Per­so­nen befragt.