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bookmark_borderKosten & Lebensqualität
* 2.update * (27.01.2020)

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Die Ausgangslage

Als ich 2005 berufs­be­dingt nach Ham­burg zog koste­te eine Zwei-Zim­mer-Woh­nung in Eppen­dorf ca. 450 €uro. Heu­te, knapp zehn Jah­re spä­ter, ist eine sol­che Woh­nung nicht unter 650 €uro zu mie­ten. Ich ken­ne kei­nen Berufs­zweig in dem in den letz­ten zehn Jah­ren die Gehalts­stei­ge­rung 45% betra­gen hat - das wären pro Jahr ca. 5% Gehaltserhöhung.

In Mün­chen, womög­lich noch begehr­ter als Ham­burg, Frank­furt oder Ber­lin, bezahlt man mitt­ler­wei­le für eine Ein-Zim­mer-Woh­nung um die 700 €uro. Das ist selbst bei über­durch­schnitt­li­chen Ein­kom­men ein dicker Bat­zen des monat­li­chen Budgets.

Nun hilft es nicht viel das ledig­lich zu bekla­gen. Es muß erst­mal die Fra­ge gestellt wer­den wodurch die­se Stei­ge­rung ent­steht und zwei­tens wie man ihr begegnet.

Wodurch also werden die steigenden Mieten in deutschen Großstädten hervorgerufen?

Die erste Antwort:

Das ist eine Fra­ge von Ange­bot & Nach­fra­ge - wenn vie­le Men­schen eine Woh­nung suchen kön­nen die Ver­mie­ter die Mie­ten erhö­hen, es fin­den sich offen­bar immer noch genug Mie­ter die das bezahlen.

Die zweite Antwort:

Wer sich eine sol­che Mie­te aus eige­ner Ent­loh­nung nicht lei­sten kann bekommt Hil­fe vom Staat - Wohn­geld, zum Bei­spiel, ist da eine Vari­an­te. Aber wer erfüllt schon die Kri­te­ri­en für den Erhalt von Wohn­geld? Die Zahl der Berech­tig­ten hält sich des­we­gen auch in Gren­zen.
Immer­hin ist es für einen klei­nen Teil der Mie­ter genug um sich die nach­ge­frag­ten, über­höh­ten Mie­ten gera­de noch lei­sten zu können.

Die dritte Antwort:

Anle­ger von nah und fern sehen in den Immo­bi­li­en eine loh­nen­de Geld­an­la­ge, denn in ihren eige­nen Län­dern ist das Geld nicht mehr "sicher" - sie sehen die Gefahr es zu verlieren.
In einer sol­chen Situa­ti­on ist das Risi­ko des Ver­lu­stes von 10 oder 20 % der Geld­an­la­ge ver­nach­läs­sig­bar wenn sich die Markt­la­ge ändert, denn im schlimm­sten Fall droht zu Hau­se ein 100%-Verlust.
Hier kom­men auch die insti­tu­tio­nel­len Anle­ger ins Spiel. Sie suchen eben­falls nach Anla­ge­mög­lich­kei­ten nach­dem die gewerb­li­chen Immo­bi­li­en nicht mehr absetz­bar sind und des­we­gen kei­ne Ren­di­te zu erwar­ten ist. Woh­nun­gen wer­den immer noch nach­ge­fragt, die Zahl der Sin­gle-Haus­hal­te wächst - und damit die benö­tig­te Zahl von Klein­woh­nun­gen vor allem dort, wo noch Unter­neh­men ange­sie­delt sind die wachsen.

Wie lassen sich die Mietpreise bremsen bzw. weitere Erhöhungen stoppen?

Die erste Maßnahme: Wohn- oder Vermietzwang

Wegen der hier­zu­lan­de bestehen­den gesetz­li­chen und steu­er­recht­li­chen Vor­ga­ben kann es sich für Besit­zer loh­nen Wohn­raum unver­mie­tet "leer ste­hen" zu las­sen - da könn­te, nach dem Mot­to "Eigen­tum ver­pflich­tet!" eine Rege­lung hel­fen die es ver­bie­tet Woh­nun­gen über einen gewis­sen Zeit­rah­men hin­aus unver­mie­tet zu hal­ten. Über­schrei­tet der Besit­zer - egal ob Pri­vat­per­son oder Gesell­schaft - die­se Fri­sten müß­te die Kom­mu­ne über­neh­men und eine Ver­mie­tung vor­neh­men. Ziel ist hier eine Ange­bots­er­hö­hung, wodurch die Nach­fra­ge bes­ser befrie­digt wer­den könnte.

Die zweite Maßnahme: Ausgleichsabgabe

Außer­dem könn­ten gesetz­li­che Vor­ga­ben geschaf­fen wer­den, die for­dern, dass Inve­sto­ren zusätz­lich zu ihrer Anla­ge einen Bei­trag zur Infra­struk­tur lei­sten der vom Kauf­preis zum einen und vom Miet­preis zum ande­ren abhän­gig ist.
Dies beinhal­tet den Gedan­ken, dass Men­schen die in die­sem Wohn­raum leben einen Bei­trag zum Gesamt­wohl der Stadt/Region lei­sten, sie dem Anle­ger sei­nen Geld­ein­satz durch die Miet­zah­lung erstat­ten und dar­über hin­aus einen Zuge­winn sichern.
Die Aus­gleichs­ab­ga­be auf den erho­be­nen Miet­preis - even­tu­ell ver­se­hen mit einem Expo­nen­ti­al­fak­tor - bremst das Mietbegehren.

Der Anle­ger pro­fi­tiert durch Wert­stei­ge­rung der Immo­bi­li­en in einem nach­fra­ge­inten­si­ven Markt ohne selbst einen Bei­trag zu lei­sten - die Kosten für die Infra­struk­tur­maß­nah­men wer­den nur von denen getra­gen, die tat­säch­lich dort leben und arbeiten:
Dem­nach han­delt es sich also bei einer Zusatz­ab­ga­be auf den Kauf­preis um eine Abschöp­fung des Gewinn­po­ten­zi­als von Immo­bi­li­en, was eine Abküh­lung des über­hitz­ten Mark­tes nach sich zie­hen könnte.

Die dritte Maßnahme: Mißverhältnis Angebot/Nachfrage korrigieren.

Wenn es ein Miß­ver­hält­nis zwi­schen Ange­bot und Nach­fra­ge gibt wäre es sinn­voll durch ver­mehr­te öffent­li­che Bau­tä­tig­keit die Situa­ti­on zugun­sten des Ange­bots zu ver­schie­ben - das aller­dings durch gemein­nüt­zi­ge, öffent­li­che Insti­tu­tio­nen, denn in der Ver­gan­gen­heit hat sich ja gera­de gezeigt, dass die Ein­bin­dung von auf Pro­fit aus­ge­rich­te­ten Unter­neh­men lang­fri­stig eher zu einer wei­te­ren Ver­teue­rung von Wohn­raum geführt haben - ohne gleich­zei­tig die Erhal­tung und Moder­ni­sie­rung zeit­ge­mäß voranzutreiben.

Nachsatz:
Selbst­ver­ständ­lich erhebt die­ser Arti­kel nicht den Anspruch alle Facet­ten des Pro­blems erschöp­fend zu besprechen.

* update * (14.07.2014; 19:40h)
Sie­he hier­zu => MO 14.7., 22:00 Uhr, WDR "Wahn­sinn Wohnungsmarkt"

* 2. update * (27.01.2020)
Sie­he hier­zu => Stu­die: Mie­ten in Mün­ster um 40 Pro­zent gestiegen

bookmark_borderVergangenheit?

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Unbe­merkt von der brei­ten Öffent­lich­keit arbei­ten eini­ge Wis­sen­schafts­dis­zi­pli­nen an der Erfor­schung der Ver­gan­gen­heit auf unse­rem Planeten.

Archäo­lo­gen und Geo­lo­gen zum Beispiel.

Das ist für die ent­spre­chend Täti­gen einer­seits posi­tiv, ande­rer­seits nega­tiv. Wie? Das paßt doch nicht zusammen!

Doch, denn 'posi­tiv' ist, dass so auch die enor­men Kosten sol­cher Vor­ha­ben nicht in Fra­ge gestellt wer­den - wären sie bes­ser kom­mu­ni­ziert & damit bekannt, ergä­be sich sicher bald die Fra­ge ob das denn über­haupt sinn­voll ist. Weil es doch schon so weit zurück liegt und der Ein­fluß auf die heu­ti­ge Zeit damit zwei­fel­haft sein könnte.
Der allei­ni­ge Zweck "Wis­sen" anzu­sam­meln, völ­lig wert­frei, erscheint näm­lich vie­len Zeit­ge­nos­sen als Begrün­dung für die Bereit­stel­lung von For­schungs­mit­teln nicht ausreichend.

Nega­tiv ist das, weil die Mit­tel zwar für Ein­zel­pro­jek­te rei­chen, es aber auf die­se Wei­se vie­le Jahr­zehn­te, wenn nicht gar Jahr­hun­der­te dau­ern wird bis umfas­sen­de Gesamt­bil­der zur Ver­fü­gung stehen.
Zudem sind die Wis­sen­schaft­ler auf Eigen­mo­ti­va­ti­on ange­wie­sen, denn ihre Fun­de & Fol­ge­run­gen wer­den meist einer brei­ten Öffent­lich­keit nicht zugäng­lich und ihre Lei­stung bleibt ohne - zeit­na­he - Würdigung.

Hier­an zeigt sich sehr deut­lich das Dilem­ma, das Wis­sen­schaft­ler von nicht wirt­schaft­lich ver­wert­ba­ren Dis­zi­pli­nen haben:
Es gibt viel zu ent­decken - es feh­len aller­dings die Mit­tel das auch zu tun. 

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

Die Erfor­schung der Ver­gan­gen­heit ist stets auch ein Lehr­stück für die Gegenwart:
Sie zeigt, dass von Men­schen her­vor­ge­brach­te Ver­än­de­run­gen der Erde nie Bestand hat­ten - dafür sorg­ten die geo­lo­gi­schen Ver­än­de­run­gen und der Zer­fall von Gesell­schaf­ten die damit mit­tel- oder unmit­tel­bar zusam­men­hin­gen. Fest­zu­hal­ten ist aller­dings auch, dass die mensch­li­che Hybris genau das zu leug­nen trachtet.

Ich möch­te als Abschluß ein Zitat anfü­gen, das gera­de in unse­rer heu­ti­gen Zeit unbe­grenz­te, aktu­el­le Gül­tig­keit hat - aber beur­tei­len sie, lie­be Leser, selbst:

.. Im Gesetz sahen sie [die wah­ren Men­schen des Alter­tums] das Wesen der Staats­ord­nung, in den Umgangs­for­men eine Erleich­te­rung des Ver­kehrs, im Wis­sen die Erfor­der­nis­se der Zeit, im gei­sti­gen Ein­fluss das Mit­tel, die Men­schen zu sich hin­an­zu­zie­hen .. Gerät der mensch­li­che Ursprung näm­lich in Ver­ges­sen­heit, so ist der ein­zel­ne den star­ren Regeln des Zusam­men­le­bens aus­ge­lie­fert, die nicht mehr bloß einem Mit­ein­an­der die­nen, son­dern umge­kehrt den ein­zel­nen ein­schrän­ken und ihn sei­ner Spon­ta­nei­tät berauben ..

[Zitiert aus dem Haupt­werk des Dao­is­mus "Zhuang­zi" von Zhuāng Zhōu, chi­ne­si­scher Phi­lo­soph und Dich­ter.]

bookmark_borderFehlinterpretation

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Immer wenn Jour­na­li­sten oder Buch­schrei­ber - wie in den letz­ten Mona­ten immer häu­fi­ger vor­ge­kom­men - sich in der Inter­pre­ta­ti­on von gesell­schaft­li­chen Ver­än­de­run­gen ver­su­chen und dabei natur­wis­sen­schaft­li­che, ins­be­son­de­re bio­lo­gi­sche Grund­la­gen "hin­ein­in­ter­pre­tie­ren", dann stel­len sich mir die Nacken­haa­re hoch.

Was die­se Stüm­per sich zusam­men­rei­men ist weit am The­ma vorbei: 

Die Entwicklung der "Natur",
und dort speziell der Evolution,
geschieht völlig ohne Richtung und Ziel.

Es ist daher blan­ker Unsinn eine indi­vi­du­el­le Nei­gung oder Fer­tig­keit als "gut" oder "böse", als "rich­tig" oder "falsch", als "natür­lich" oder "unna­tür­lich" darzustellen.

Ver­än­de­run­gen der beleb­ten Umwelt gesche­hen stän­dig. Man nennt sie Muta­tio­nen. Die­se kön­nen sich für das Indi­vi­du­um und die Art als gün­stig oder ungün­stig erweisen:
Ent­we­der sie machen erfolg­rei­cher (im Sin­ne von bes­se­ren Über­le­bens- und Fort­pflan­zungs­chan­cen) oder weni­ger erfolg­reich (im Sin­ne von schlech­te­ren Über­le­bens- und Fort­pflan­zungs­chan­cen). Das ist die Kern­the­se der Evolution.

Selbst das, was ein Indi­vi­du­um erfolg­reich oder nicht erfolg­reich macht muß kei­nen Bestand haben und kann schon eine Gene­ra­ti­on wei­ter wie­der ver­lo­ren gegan­gen sein.

Ent­wick­lun­gen von Indi­vi­du­en - die oben ange­spro­che­nen "Muta­tio­nen" - sind rein zufäl­lig. Was wir beob­ach­ten ist also stets eine Moment­auf­nah­me. Die schon in ein paar Tagen, Wochen, Mona­ten oder Jah­ren völ­lig anders aus­se­hen kann.

Es ist daher unzu­läs­sig mit der Bio­lo­gie gesell­schaft­li­che, gesund­heit­li­che oder sozia­le Ver­hält­nis­se, bei­spiels­wei­se Femi­nis­mus, Homo­se­xua­li­tät, Fami­li­en­struk­tur oder indi­vi­du­el­le Krank­heits­nei­gung oder Behin­de­run­gen erklä­ren zu wollen. 

Biologische Erkenntnisse sind immer wertfrei, sie stellen lediglich objektive Beobachtungen dar, ohne irgendwelche Folgerungen oder Rückschlüsse daraus zu ziehen.

Abge­se­hen viel­leicht hin­sicht­lich der Rele­vanz für das jewei­li­ge (bio­lo­gi­sche) Fachgebiet.

Wer die Bio­lo­gie zu etwas ande­rem miß­braucht ist ein Blen­der, Täu­scher und Schwät­zer ohne wirk­li­che Kennt­nis­se des Faches. 

bookmark_border21. Jahrhundert .... (II)

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(Don­ners­tag, 27.02.; 12:00h)

.... und es gibt Män­nerun­den die sich dar­in üben die Fern­seh­nach­rich­ten­in­hal­te nach­zu­er­zäh­len und wahr­schein­lich glau­ben sie ernst­haft, dass genau das, was dort dem stau­nen­den Publi­kum gebo­ten wird, die abso­lu­te Wahr­heit ist. All­zu tief sind die Erkennt­nis­se aller­dings noch nicht ein­ge­drun­gen und/oder verstanden:
Da wird der ultra­rech­te (nie­der­län­di­sche) Wil­ders schon mal als Sozia­list ein­ge­ord­net, statt 'rechts' eben 'links', bei­des ist gleich verwerflich. 

Wenn die­ses "The­ma" durch ist kommt der Fuß­ball dran. Sport­schau und ARD-Sport­stu­dio wer­den durch­ge­kaut und es besteht Einig­keit, dass die Ver­sam­mel­ten die Geschicke der ver­schie­de­nen Ver­ei­ne viel, viel bes­ser - und bil­li­ger - erle­di­gen und steu­ern könn­ten. Und überhaupt ...!

Der Gesprächs­fluß wird neben­bei 'geschmiert' durch Zufüh­rung von Bier & Schnäp­sen, auf beson­de­ren Wunsch auch Wein, das lockert die Zun­ge und macht so rich­tig 'dis­kus­si­ons­be­reit'.

Als näch­stes wer­den die bereits zurück­lie­gen­den Olym­pi­schen Win­ter­spie­le seziert und kom­men­tiert - Putin ist böse und hat mäch­tig an den Spie­len ver­dient. Bei uns wäre das Alles viel bes­ser orga­ni­siert gewe­sen und hät­te natür­lich bes­ser geklappt. Sowas im Süden ist genau­so unmög­lich wie Win­ter­olym­pia­de in Norddeutschland.

Es ver­steht sich, dass auch die­se "Weis­heit" aus den Fern­seh­in­for­ma­tio­nen stammt, denn dort gewe­sen ist selbst­re­dend kei­ner von den Anwesenden. 

Die Run­de schweift ein wenig in die Auf­ar­bei­tung der deut­schen Geschich­te - Wie­der­ver­ei­ni­gung mit ein­flie­ßen­den per­sön­li­chen Erleb­nis­sen und Erklä­rungs­ver­su­chen, wie geläu­tert doch mitt­ler­wei­le die ein­sti­gen System­un­ter­stüt­zer gewor­den sind - aber da stockt das Gespräch, zu weni­ge der "West­ler" sind im "Osten" gewe­sen um da mitzureden.

Nun folgt das The­ma "Auto" - da kön­nen die Her­ren so rich­tig zu Hoch­form auf­lau­fen - weil jeder ein Auto hat sind sie - das ver­steht sich - Spe­zia­li­sten. Die Maut erregt für ein paar Minu­ten die Gemü­ter und als Fol­ge­the­ma kommt das "Elek­tro­au­to", was man­gels wirk­li­cher Kennt­nis­se aber sehr schnell wie­der aus der Dis­kus­si­on verschwindet. 

Ein paar Anmer­kun­gen zu den Restau­rants und Essens­an­ge­bo­ten der Umge­bung, inklu­si­ve Quel­len loka­ler Pro­duk­te - Kennt­nis­se, die wie Geheim­nis­se gehü­tet wer­den, weil sie doch Ergeb­nis von viel­jäh­ri­ger Suche und Wei­ter­ga­be von Mund zu Mund sind.

Zurück zur Maut - es folgt ein Plä­doy­er für eine "ein­heit­li­che euro­päi­sche Rege­lung", ja, und noch lie­ber hät­ten wir wahr­schein­lich einen Kaiser!

Die Laut­stär­ke schwillt an und ab, und eini­ge der Teil­neh­men­den schei­nen Argu­men­te durch Laut­stär­ke erset­zen zu wol­len - wer lau­ter ist hat Recht?

Spä­te­stens an die­ser Stel­le, lie­be Leser, habe ich abge­schal­tet. Sol­che Gesprächs­in­hal­te sind das, was man so als "Stamm­tisch­pa­ro­len" dif­fa­miert - dabei ist es doch offen­sicht­lich Vie­len ein tie­fes Bedürf­nis sol­che The­men noch­mal und noch­mal durch­zu­ge­hen. Das festigt die eige­nen Vor­ur­tei­le und stimmt sie mit Gleich­ge­sinn­ten ab:
Die Stamm­wäh­ler von Frau Merkel.

Sie erken­nen:
Der Schrei­ber die­ser Zei­len hat ver­ges­sen sich mit aus­rei­chen­den Men­gen an OHROPAX zu ver­sor­gen und konn­te - auch wegen der beacht­li­chen Laut­stär­ke der Gesprä­che - nicht ver­mei­den so mit­zu­hö­ren, als ob er mit­ten­drin geses­sen hätte .... :(

*update*
(Vier Stun­den später)
Wir sind mitt­ler­wei­le beim The­ma "Haus­schlach­tung" ange­kom­men - legal & ille­gal. Die ver­schie­de­nen Metho­den der Betäu­bung und Schlach­tung wur­den aus­gie­big dis­ku­tiert und im Detail aus­ge­brei­tet .... Nicht nur "Das Schwei­gen der Läm­mer" vor der Schlach­tung, auch die Zube­rei­tung von Kanin­chen und ande­ren Klein­tie­ren sind mir nun bis ins Detail bekannt.

bookmark_borderDie ARD ist wohl tätig, aber nicht wohltätig

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ach*tun*ddr*eis*sig

[Quel­le]
 

Bei wohl­tä­ti­gen Insti­tu­tio­nen wird die Wohl­tä­tig­keit bezwei­felt, wenn sie mehr als 15% für Ver­wal­tung aus­ge­ben. Da hat die ARD mit ihren 62% Ver­wal­tungs­aus­ga­ben aber Glück, dass sie kei­ne Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­ti­on ist.

bookmark_borderHat Joachim Gauck das Thema seiner Präsidentschaft gefunden?

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Statt "Frei­heit" jetzt "Krieg"?

"Deutsch­land, auf in die Welt!" titelt der SPIEGEL, bei der "WELT" heiß es "Bun­des­prä­si­dent Gauck spricht end­lich Tache­les" und der FOCUS schreibt "Deutsch­land darf nicht mehr „Weg­se­hen“" - der abge­half­ter­te Tages­schau­spre­cher Peter Hah­ne schließ­lich, schon öfter mit rech­tem Gedan­ken­gut in Erschei­nung getre­ten, tönt in der BILD-online-Aus­ga­be: "Pazi­fi­sten sind kei­ne bes­se­ren Men­schen!" und fährt fort: "Die Rede von Joa­chim Gauck vor­ge­stern auf der Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz gehört zu den größ­ten, die ein Bun­des­prä­si­dent je gehal­ten hat. Mit­ten in der Debat­te um den Ein­satz deut­scher Sol­da­ten in Mali for­dert er mehr Enga­ge­ment der Bun­des­re­pu­blik in den Kri­sen­her­den der Welt."

Der Herr Bun­des­prä­si­dent ist doch von Haus aus Pfar­rer. Kennt er nicht - wie sogar ich als Athe­ist - das fünf­te Gebot "Du sollst nicht töten!"?

Unge­nü­gend, set­zen, Herr Bundespräsident!

Nun wird auch klar, war­um Frau v.d. Ley­en zur Ver­tei­di­gungs­mi­ni­ste­rin 'gekürt' wur­de. Was zunächst völ­lig sinn­frei erschien bekommt Konturen:
Ihr Bestre­ben Kanz­le­rin zu wer­den ist über­mäch­tig - daher wird sie alles dar­an­set­zen sich nütz­lich zu erwei­sen und ohne Zögern der­glei­chen Aus­lands­ein­sät­ze anordnen.
So wird sie denn auch von der "tages­schau" zitiert:

.. Gleich­gül­tig­keit ist nie­mals eine Opti­on, weder aus sicher­heits­po­li­ti­scher noch aus huma­ni­tä­rer Sicht", sag­te von der Ley­en wei­ter. Dies gel­te auch für Deutschland.
"Als eine bedeu­ten­de Volks­wirt­schaft und als ein Land von erheb­li­cher Grö­ße" habe die Bun­des­re­pu­blik "ein star­kes Inter­es­se an inter­na­tio­na­lem Frie­den und Sta­bi­li­tät". Vor die­sem Hin­ter­grund sei die Bun­des­re­gie­rung bereit, "ihre inter­na­tio­na­le Ver­ant­wor­tung aus­zu­wei­ten"
..

Hopp­la!
Da war doch eine For­de­rung des U.S.-Präsidenten in sei­ner Ber­li­ner Rede?
Deutsch­land müs­se sich als 'wich­ti­ge Nati­on' - so wie ande­re Natio­nen auch - an mili­tä­ri­schen Inter­ven­tio­nen rund um die Welt betei­li­gen um die U.S.A. in die­ser Hin­sicht zu ent­la­sten .... das hat die Frau v.d. Ley­en jetzt aber gut her­ge­sagt. Fast wört­lich den U.S.-Präsidenten zitiert. 

Eins mit zwei Stern­chen, set­zen, Frau v.d. Leyen!

 ∙ ▪  ▪ ∙ 


Als ehe­ma­li­ger Sol­dat, Oberst­leut­nant d.R., bin ich ent­setzt eine sol­che For­de­rung in einer Rede des Bun­des­prä­si­den­ten zu lesen. Der Eid, den ich damals geschwo­ren habe, galt für eine Bun­des­wehr die der Gefah­renabwehr die­nen soll­te, nicht einem Angriff zugun­sten von Kapi­tal und Wirt­schaft rund um die Welt. So, wie es von den Ame­ri­ka­nern seit Jahr­zehn­ten vor­ex­er­ziert wird.

bookmark_borderGLASHAUS

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| Teil 2 |

Wie gestern bereits erwähnt [Glas­haus] habe ich mir ver­schie­de­ne Vor­trä­ge ange­se­hen die wäh­rend des CCC-Kon­gres­ses gehal­ten wur­den. Beson­ders inter­es­sant & auf­schluß­reich fand ich den Vor­trag von Pro­fes­sor Schar­loth zum The­ma "Über­wa­chen und Spra­che".
Der Grund dafür war, dass es mir wie Schup­pen von den Augen fiel:

Was auch immer an Kom­mu­ni­ka­ti­on abläuft wird durch die völ­lig zufäl­li­gen und einer unbe­kann­ten Logik fol­gen­den Such­kri­te­ri­en schluss­end­lich "ver­däch­tig" sein!

Doch der Rei­he nach. Im Vor­trag benutz­te Prof. Schar­loth ein ein­drucks­vol­les Bei­spiel für den Ver­lust unse­rer Privatsphäre: 

Das Bei­spiel ist eine Kin­der­ge­schich­te von einem unge­hor­sa­men, auf­säs­si­gen Mäd­chen, das fort­an - für alle Vor­über­ge­hen­den stän­dig sicht­bar - in einem Glas­haus* leben soll um es so zur 'Bes­se­rung' zu zwin­gen [Video: ab 00:40 min.].

Das Kind in der Geschich­te - unter stän­di­ger Beob­ach­tung wie wir Alle - ändert schließ­lich sein Ver­hal­ten um nicht mehr wei­ter beob­ach­tet zu wer­den. Dar­in liegt der Unter­schied zwi­schen Fik­ti­on und Wirklichkeit:
Wäh­rend sich in der Glas­haus-Geschich­te die Gaf­fer nicht mehr für das Kind inter­es­sie­ren als es sich 'gesit­tet' und 'kon­form' ver­hält wer­den wir Alle wei­ter durch die Geheim­dien­ste aus­ge­späht. Es reicht also nicht sich (in vor­aus­ei­len­dem Gehor­sam, vor­sorg­lich) "wohl zu ver­hal­ten". Solan­ge die Kri­te­ri­en, nach denen die Suche nach "Staats­fein­den" abläuft, nicht bekannt sind, kön­nen wir uns IRGENDWIE ver­hal­ten und sind doch immer verdächtig.

Mei­ne The­se ist daher:
Egal nach wel­chen Wor­ten gesucht wird - es kommt am Ende immer ein
Ver­dacht her­aus. Das erklärt war­um die mit wirk­lich­keits­frem­den Scheu­klap­pen her­um­lau­fen­den Dien­ste sich trotz irra­tio­na­len Ansat­zes in ihrer Vor­ge­hens­wei­se bestä­tigt sehen.

Sinn­lo­se Kri­te­ri­en wer­den zu sinn­lo­sen Verdächtigungen
- und zu stän­di­ger Beschäf­ti­gung für und Job­er­hal­tung von Geheimdiensten.

Pro­fes­sor Schar­loth aller­dings sieht in der Zufäl­lig­keit der Kri­te­ri­en nicht die schlimm­ste Bedro­hung, son­dern, wie er mir auf mei­ne Fra­ge per E-Mail schrieb, WIE wir sicher­stel­len könn­ten, dass ".. das Gehei­me und .. jene Orte, wo wir es dul­den und für sinn­voll hal­ten, und .. jene Orte, die sich öffent­li­cher Kon­trol­le nicht ent­zie­hen dür­fen .." klar defi­nie­ren und poli­tisch durch­set­zen werden.

PS
Um auf den ersten Teil zurück zu kommen:
Ich könn­te mir gut vor­stel­len, dass der Sinn­spruch "Wer im Glas­haus sitzt ..."
sich von die­ser vor­ge­stell­ten Kin­der­ge­schich­te herleitet.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 



* Der voll­stän­di­ge Text ist unter die­sem LINK zu finden.

[11012014-glashaus]   [11012014-glashaus]   [11012014-glashaus]
  

[Quel­le]

bookmark_borderImmer wieder erfreulich ....

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.... ist es, wenn zu Unrecht ein­ge­sperr­te Men­schen end­lich ihre Frei­heit erlan­gen. Da schwebt uns hier­zu­lan­de natür­lich sofort das Bild des Herrn Mollath aus Bay­ern - wo die Uhren noch anders gehen - vor Augen ....

Doch "Halt!", das hat sich seit vor­ge­stern geän­dert, da wur­de der Herr Cho­dor­kow­ski 'befreit':

"Tri­umph der deut­schen Geheimdiplomatie"

Nach­rich­ten­sen­dun­gen und die main­stream-Pres­se sind voll davon und ein­hel­lig der Meinung:
Einer dem Unrecht getan wur­de ist zu Recht vor­zei­tig frei gekommen.
Im Geschwur­bel der Medi­en fehlt mir die (aus­ge­wo­ge­ne, dif­fe­ren­zie­ren­de) Hin­ter­grund­in­for­ma­ti­on - sonst gibt es zu jedem Pipi­fax eine "Son­der­sen­dung", hier wäre eine erwei­ter­te Betrach­tung der Gescheh­nis­se durch­aus wün­schens­wert und ange­bracht gewe­sen. Aber "Nada!", "Nichts!", "Not­hing!"

Was mich beson­ders stört:
Nie­mand scheint eine Initia­ti­ve für die bestimmt unschul­di­ge Chel­sea Man­ning [vor­mals: Brad­ley Man­ning] zur Befrei­ung aus den U.S.-Kerkern ange­sto­ßen zu haben. An der wur­de ein Exem­pel sta­tu­iert, näm­lich Staats­rai­son vor Rechtsstaatlichkeit.

Aber viel­leicht weiss ich nur nichts davon und es gibt eine 'gehei­me Mission' ....

Mollath - Man­ning - Cho­dor­kow­ski - drei wahl­los her­aus­ge­grif­fe­ne Bei­spie­le bestimmt nicht direkt ver­gleich­ba­rer Fäl­le von abge­stuf­ter Staats­will­kür. Allein schon Umfang und Art der Bericht­erstat­tung dar­über las­sen weit­ge­hen­de Schlüs­se über den Zustand und die Ziel­rich­tung unse­rer Repu­blik zu.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

bookmark_borderIch bin (k)ein Elephant, Madame!

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".. Ich bin ein Elephant, Madame! .." behan­delt den Auf­stand von Schü­lern die ver­su­chen die auto­ri­tä­ren Struk­tu­ren ihrer Schu­le zu durch­bre­chen. Sie ver­lan­gen eine demo­kra­ti­sche Schul­form. Der Film ent­larvt die Leh­rer, die sich an der alt­her­ge­brach­ten Form von Schu­le fest­klam­mern. [Bear­bei­te­tes Zitat nach WIKIPEDIA]

Die neue Schreib­wei­se "Elefant" hat die älte­re Form "Elephant" abge­löst - was wohl ganz im Sin­ne des Film­in­hal­tes als Ergeb­nis der Auf­leh­nung gegen alt­her­ge­brach­te Struk­tu­ren ver­stan­den und inter­pre­tiert wer­den kann. 

Ganz im Zeit­ge­fühl der aus­lau­fen­den sech­zi­ger Jah­re aus­ge­stal­tet war der Film zum dama­li­gen Zeit­punkt ein 'Auf­re­ger', denn sich gegen Auto­ri­tä­ten (Leh­rer) zu stem­men galt als Auf­ruhr gegen die bestehen­de Ord­nung. Den­noch waren der­glei­chen Anstö­ße wich­tig. Sie konn­ten den Aber­witz man­cher Rege­lun­gen und Ver­hal­tens­nor­men nicht nur in den Schu­len, son­dern den Umgang der Gesell­schaft mit ihren Her­an­wach­sen­den schlecht­hin, ver­deut­li­chen und durch die Über­spit­zung als unsin­nig und lei­stungs­min­dernd vorführen.

Viel­fach preis­ge­krönt ist der­glei­chen sozi­al- und gesell­schafts­kri­ti­sches Film­schaf­fen durch die gigan­to­ma­ni­schen U.S.-Produktionen abge­löst wor­den. Die sol­len nur noch 'unter­hal­ten', aber nicht mehr zum Nach­den­ken anre­gen. Wir sind über­schüt­tet mit ame­ri­ka­ni­schem Film­schund der von den wah­ren Pro­ble­men ablenkt und die not­wen­di­ge Kri­tik am gesell­schaft­li­chen Irr­weg in für die Mäch­ti­gen erträg­li­chen - weil unge­fähr­li­chen - Bah­nen lenkt.

Wenn also an irgend­ei­ner Stel­le der Satz "Frü­her war Alles bes­ser" zutrifft, dann bei dem, was uns heu­te so als "Filmkunst" prä­sen­tiert wird.

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[Trai­ler]

bookmark_borderDer Verfall ....

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.... der 'guten Sit­ten' schrei­tet mit Sie­ben-Mei­len-Stie­feln vor­an. In vie­len Berei­chen des täg­li­chen Lebens. Das steht nicht unter der Über­schrift "Frü­her war Alles bes­ser". Ver­än­de­run­gen sind gut und rich­tig, weil die all­ge­mei­nen Lebens­um­stän­de es ver­lan­gen. Den­noch dür­fen bestimm­te Grund­la­gen des Ver­hal­tens wie Kal­ku­lier­bar­keit, Offen­heit, Höf­lich­keit, Pünkt­lich­keit, Acht­sam­keit und Rück­sicht nicht zur Dis­po­si­ti­on stehen. 

Grund­be­din­gun­gen sind unver­äu­ßer­bar, völ­lig unab­hän­gig vom soge­nann­ten Zeitgeist:
Die Miß­ach­tung ande­rer Men­schen und ihrer Rech­te und Bedürf­nis­se kön­nen nicht ent­schul­digt wer­den, soll­ten nicht ent­schul­digt wer­den - soviel Zeit und Auf­wand müs­sen selbst in hek­ti­schen, betrieb­sa­men Tagen zur Ver­fü­gung sein.

Ach­ten Sie mal dar­auf in die­sen geschäf­ti­gen Tagen der Vor­weih­nachts­zeit - wie sehr unter­schei­den sich die Lip­pen­be­kennt­nis­se der Men­schen in Fest­tags­stim­mung zu die­sem "Fest der Feste" von dem, wie sie mit ihren Mit­men­schen tat­säch­lich umgehen ....

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bookmark_borderDer Berg kreißte -- und gebar eine Maus!

["Par­tu­ri­ent mon­tes, nas­ce­tur ridi­cu­lus mus";
Horaz (65 - 8 v.Chr.), Ars poe­ti­ca, Vers 139]

 
Über die Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen ist in den Medi­en zur Genü­ge berich­tet, gemeckert und dis­ku­tiert wor­den. Ich will des­we­gen nicht zu Ein­zel­hei­ten etwas schrei­ben, son­dern zu einer Per­son die mir beson­ders auf­ge­fal­len ist:

Frau Nah­les*

Nach einem desa­strö­sen Wahl­kampf, den sie zu ver­ant­wor­ten hat­te, kam nicht etwa ein ful­mi­nan­ter Untergang. 

Nein, sie misch­te kräf­tig mit und brach­te sich stets in den Vor­der­grund. Ein­mal phy­sisch, indem sie bei jeder Kame­ra­ein­stel­lung nach vor­ne dräng­te und zwei­tens aku­stisch, weil sie immer einen flot­ten, aller­dings oft inhalts­lo­sen Spruch parat hatte. 

Tut mir leid, aber wenn sie ein Bei­spiel für die Füh­rungs­rie­ge der SPD dar­stellt, dann ist es um die SPD schlech­ter bestellt als ich zuvor dachte. 

Frau Nah­les als "Front­frau" der SPD?
Das ist die MAUS, die der Berg hervorbrachte ....

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.... frei nach dem Johnny-Walker-Motto:

Clau­dia Roth geht - Andrea Nah­les kommt

 

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Erin­nert sich noch jemand an Frau Bätzing?

Sie war von 2005 bis 2009 Dro­gen­be­auf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung und hat nicht nur 'was gegen Rau­cher son­dern auch gegen ande­re Men­schen - wie z.B. jene, die ab und zu ein Gläs­chen Wein trin­ken. In Ana­lo­gie zu den (grü­nen) Öko­fa­schi­sten zählt sie für mich zur Grup­pe der Gesund­heits­fa­schi­sten.

Die Gesund­heits­fa­schi­sten nen­ne ich auch "Sagro­tan-Bri­ga­de"*:
"Schmutz & Kei­men kei­ne Chance!"
Die wol­len ihr Ver­ständ­nis von "gesun­dem Leben" allen ihren Mit­men­schen vorschreiben. 

Ach ja, noch eine inter­es­san­te 'Klei­nig­keit' am Rande:
Sie ist eines der 77 Mit­glie­der des ZDF-Fernsehrates.

Wenn da noch mehr Leu­te wie Frau Bät­zing wal­ten, mit Her­kunft und Prä­gung im Klein­bür­ger­li­chen - dann wun­dert es mich nicht mehr, daß auch das Fern­se­hen "sau­ber geputzt" wird und die öffent­lich-recht­li­chen Anstal­ten zu Kri­mi­ka­nä­len ver­kom­men, wo es fik­ti­ven Böse­wich­ten an den Kra­gen geht. Sie­he bei­spiels­wei­se "Mord mit Aus­sicht"** - in etwa wie des­sen Hand­lungs­ort "Hen­gasch" stel­le ich mir die Umge­bung vor aus der Frau Bät­zing stammt.

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* Wer­be­spruch: "Sagro­tan tötet 99,9% aller schäd­li­chen Bakterien!"
** (ARD/Das Erste; ich ken­ne zu weni­ge sol­che Sen­dun­gen, gibt's aber bestimmt auch beim ZDF)