bookmark_borderReligion ist der Hemmschuh ...!

.. The roles them­sel­ves are sim­ply retreads of fun­da­ge­li­cals’ favo­ri­te eras in Ame­ri­can histo­ry: the white, straight, Chri­sti­an parts of the Vic­to­ri­an Age and the 1950s. The­se eras ido­li­zed the nuclear fami­ly of sit­com and seri­al lore: working Dad, stay at home Mom (SAHM), at least two child­ren – a boy and a girl, typi­cal­ly born in that order, plus well-beha­ved pets. The fami­ly must also live in a sin­gle-fami­ly home. They must have no serious drama .. 

[Quel­le]

Über­set­zung
".. Die Rol­len selbst sind ein­fach rund­erneu­ert von den Lieb­lings­epo­chen der Fun­di-Evan­ge­li­ka­len in der ame­ri­ka­ni­schen Geschich­te: die wei­ßen, hete­ro­se­xu­el­len, christ­li­chen Tei­le des vik­to­ria­ni­schen Zeit­al­ters und der 1950er Jah­re. Die­se Epo­chen ver­göt­ter­ten die Kern­fa­mi­lie der Sit­com- und Seri­en­über­lie­fe­rung: arbei­ten­der Vater, Mut­ter zu Hau­se (stay-at-home-mom; SAHM), min­de­stens zwei Kin­der - ein Jun­ge und ein Mäd­chen, typi­scher­wei­se in die­ser Rei­hen­fol­ge gebo­ren, plus gut erzo­ge­ne Haus­tie­re. Die Fami­lie muss auch in einem Ein­fa­mi­li­en­haus woh­nen. Sie dür­fen kei­ne ernst­haf­ten Aus­ein­an­der­set­zun­gen haben .."

Ein Teil des­sen, was uns von der Poli­tik als "Leit­kul­tur" ver­kauft wird, ist genau die­ses, aus den fun­da­men­ta­li­stisch-evan­ge­li­ka­len Krei­sen stam­men­de Bild der Fami­lie, bei uns nicht anders als in Ame­ri­ka, unse­rem gro­ßen Vor­bild. Das hat nur einen klei­nen Feh­ler: Heut­zu­ta­ge, gera­de durch die Refor­men des Sozi­al­we­sens und der Umver­tei­lung von Früch­ten der Arbeit von unten nach oben, ist es für Nor­mal­ver­die­ner unmög­lich gewor­den von einem Ein­kom­men eine Fami­lie zu ernäh­ren. Dadurch ent­fällt schon ein­mal die erste Vor­aus­set­zung für die­ses über­wie­gend christ­lich gepräg­te Fami­li­en­bild - nur will es offen­bar nie­mand wahr haben und des­we­gen wird in den Medi­en, haupt­säch­lich im Fern­se­hen, immer noch das alte Bild pro­pa­giert. Schau­en Sie sich ein­mal die gän­gi­gen Herz-Schmerz-Film­chen an, die eine hei­le Welt dar­stel­len. In der am Ende ein treu­sor­gen­der Mann die in Ver­zweif­lung durch das Leben allein über­for­der­te Mut­ter aus ihrer Mise­re ret­tet. Und Alles ist wie­der gut!

Nie­mand in der Poli­tik, da fin­den wir ja die gut ver­die­nen­den und durch Neben­ein­künf­te "bes­ser gestell­ten" Frau­en und Män­ner, hat auch nur eine Vor­stel­lung davon, was es bedeu­tet Job und Fami­lie so zu koor­di­nie­ren, dass dabei die Kin­der­er­zie­hung nicht zu kurz kommt und die Ehen auch noch über Jah­re glück­lich oder wenig­stens har­mo­nisch geführt wer­den kön­nen. Die Frau Ver­tei­di­gungs­mi­ni­ster bei­spiels­wei­se, immer als heh­res Rol­len­vor­bild für die Ver­ein­bar­keit von Mut­ter­schaft und anstren­gen­den Beruf ange­führt, hat eine Heer­schar von 'Bedien­ste­ten', die für sie orga­ni­sie­ren und wirt­schaf­ten, sodass nach außen 'hei­le Welt' und erfolg­rei­ches Fami­li­en­le­ben demon­striert wer­den kann.

Oder schau­en wir ein­mal auf alter­na­ti­ve Lebens­ge­mein­schaf­ten - ohne hier zu dis­ku­tie­ren ob die­se rich­tig oder sinn­voll sind - die lan­ge Jah­re gegen den Wider­stand der Kir­chen (hier eher die katho­li­sche Kir­che) ankämp­fen muß­ten bis schließ­lich ihre Zahl so groß wur­de, dass sie nicht län­ger igno­riert wer­den konnten. 

Bis in die jüng­ste Zeit haben Reli­gio­nen sich gegen Auf­klä­rung*, Aner­ken­nung von wis­sen­schaft­li­chen Befun­den (wenn sie der 'Leh­re' wider­spra­chen) und Tren­nung von Kir­chen und Staat mit Hän­den und Füßen gewehrt - und tun es immer noch. Unter­stützt durch Poli­ti­ker wie z. B. in Bay­ern, die einer rück­wärts gerich­te­ten Poli­tik der Ver­mi­schung von Reli­gi­on und Staat durch 'Son­der­er­las­se' Vor­schub leisten.

* Hier im Sin­ne einer Ent­wick­lung, durch ratio­na­les Den­ken alle den Fort­schritt behin­dern­den Struk­tu­ren zu über­win­den gebraucht.


 

bookmark_borderManche mögen's 'doof' ...!

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Nach­dem ich kürz­lich schon dar­auf ver­wie­sen hat­te, dass es eine Wahn­idee ist jeder Mensch kön­ne Alles errei­chen*, möch­te ich heu­te in Bezug auf das obi­ge Zitat noch einen Schritt wei­ter gehen.

Es gibt ja seit ein paar Jah­ren ver­mehrt Demon­stra­tio­nen vor allem gegen die angeb­li­che 'Über­frem­dung', die in Wahr­heit kei­ne ist, weil zwei *Asyl­su­chen­de* pro ein­hun­dert Ein­woh­ner nun wahr­haf­tig kei­ne Bedro­hung darstellt.
Wir wer­den auch nicht *über­rollt*, und unse­rer Gesell­schaft droht eher Gefahr von über­eif­ri­gen Poli­ti­kern die ohne Sach­ver­stand Din­ge ver­ab­schie­den die nie hät­ten ver­ab­schie­det wer­den dürfen.

Wir ler­nen also aus dem obi­gen Zitat:
Men­schen, die 'ste­hen blei­ben', nichts mehr dazu ler­nen wol­len (oder kön­nen!) ver­ler­nen so glück­lich und fröh­lich zu sein - und sie pro­ji­zie­ren ihre mie­se Stim­mung auf leicht erkenn­ba­re schwa­che Antei­le des Staa­tes und der dar­in woh­nen­den Menschen. 

Wie soll man damit umgehen?
Soll man sol­che Men­schen igno­rie­ren, bedau­ern oder den Ver­such unter­neh­men ihnen wie­der Lebens­freu­de zu geben, und wenn letz­te­res, dann wie?

Was mei­nen Sie?
 
 

_________________________________________________________________________ 


 * Es gibt 'unüber­wind­li­che' Grenzen ....

 

bookmark_borderGetroffen ....

So ein 'Zufall'.
Zu Kau­sa­li­tät und Koinzidenz.

Gestern war ich noch­mal ein­kau­fen, Zuta­ten für ein beson­de­res Gebäck, das ich gern esse und schon immer mal aus­pro­bie­ren woll­te selbst zu backen:
Ber­li­ner Bobbes
(Sei­te 1) → Rezept
(Sei­te 2) → Rezept
Grö­ße­res Photo

Im gera­de fer­ti­gen, neu­en Super-Super­markt ist eine "Eßthe­ke" direkt gegen­über der Kas­sen­rei­he plat­ziert. Dort riecht es ver­lockend nach Gesot­te­nem .... und nach so einem Ein­kauf kann ein klei­ner Imbiß ja nicht schaden.

Ich kauf­te mir also ein Bröt­chen mit einer Schei­be Leber­käs. Sowas muß man gleich essen, spä­ter schmeckt es nicht mehr. Des­we­gen schob ich den vol­len Ein­kaufs­wa­gen nach drau­ßen, da, wo die Tische ste­hen, weil sich krü­meln­de Bröt­chen und sau­be­res Auto schlecht vertragen.

Am Tisch den ich ins Auge gefaßt hat­te saß ein ein­zel­ner Herr, der auf mei­ne Fra­ge ob ich mich zu ihm set­zen dür­fe posi­tiv antwortete.

Wie das so geht kamen wir - ich lei­der manch­mal noch kau­en­der­wei­se ant­wor­tend - ins Gespräch.

Sehen Sie:
Wenn ich jetzt ein gläu­bi­ger Mensch wäre wür­de ich an eine 'höhe­re Fügung' den­ken. Denn aus dem Gespräch ergab sich eine Mög­lich­keit zur zukünf­ti­gen Erfül­lung eines lan­ge geheg­ten Wunsches ....

Der Gesprächs­part­ner war übri­gens ein pen­sio­nier­ter Pastor.

bookmark_borderA newsletter full of lies and false assumptions ....

Today a fri­end sent a news­let­ter - and I couldn't resist to show some alter­na­ti­ves to the author's con­clu­si­ons. Most Ame­ri­cans ask que­sti­ons and sta­te the obvious. But the 'brain­wa­sh' in the basic school system keeps them from que­stio­ning "Ame­ri­can Excep­tio­na­lism" and mili­ta­ry / secret ser­vices inter­ven­ti­on and covert actions around the world. And it has got­ten worse through the years sin­ce after WWII .... no end in sight.

[source: Simon Black; http://sovereignman.com/]


“What is it about this place that makes it so poor?”
It was a simp­le que­sti­on posed to me by a fri­end as we wal­ked the streets of Mana­gua, Nica­ra­gua ear­lier this week.
Nica­ra­gua is a love­ly place. But it’s poor. Very poor. It’s the least deve­lo­ped eco­no­my in Cen­tral Ame­ri­ca... and that’s say­ing something.
But it’s worth con­side­ring: what makes an eco­no­my like Nica­ra­gua so poor? And what makes others so wealthy?
Having tra­ve­led to near­ly 120 count­ries, I’ve seen the full ran­ge of rich and poor nati­ons. And I’ll tell you, it has not­hing to do with natu­ral resour­ces or anything like that.
I often have mee­tings with seni­or mini­sters and govern­ment offi­ci­als around the world who tell me all about the ama­zing resour­ces they have in their country.
“We have so much fore­stry land,” or, “Our bau­xi­te reser­ves are among the hig­hest in the world…”
Irrele­vant. Vene­zue­la has incre­di­ble oil reser­ves. Yet they’ve been living in pover­ty for years.
(Now that oil pri­ces are down the Vene­zue­lan govern­ment has had to decla­re every sin­gle Fri­day a holi­day becau­se they can’t afford to keep the lights on.)
Ukrai­ne has some of the most excep­tio­nal farm­land on the pla­net. But the coun­try is total­ly broke.
150 years ago, Hong Kong was a tiny vil­la­ge of illi­te­ra­te fisherman.
50 years ago in Sin­ga­po­re they used to defe­ca­te in the streets, and visi­tors would have to step over rivers of feces in the down­town area.
25 years ago Esto­nia was still part of the crumbling Soviet Union.
None of tho­se places has any resour­ces to speak of. But they’ve beco­me among the wealt­hiest in the world.
What’s the dif­fe­rence bet­ween Hong Kong and Ukrai­ne? Sin­ga­po­re and Vene­zue­la? Esto­nia and Nicaragua?
One of the things I’ve lear­ned in my tra­vels over the years is that wealt­hy nati­ons do have some com­mon characteristics.

Left: Ori­gi­nal Text;                       Right: My Alter­na­ti­ve Text

 

1.

The first set is cul­tu­ral. Wealt­hy nati­ons have a cul­tu­re that values hard work. Know­ledge. Pro­duc­ti­vi­ty. Inno­va­ti­on. Risk-taking. Saving. Self-reliance.

I’m not try­ing to say that peo­p­le in poor count­ries don’t work hard. Far from it.

The point is that if working hard and saving money are strong CULTURAL values (which tends to be the case in Asia), a coun­try is going to do better. 

1a.

Wealt­hy nati­ons have a cul­tu­re to bla­me unem­ployment on the indi­vi­du­al, not on mista­kes made by cor­po­ra­te lea­ders. Know­ledge that's free (Secon­da­ry Edu­ca­ti­on) is under­fun­ded; Hig­her edu­ca­ti­on is so expen­si­ve that the majo­ri­ty of gra­dua­tes car­ry this debt for decades.
Inno­va­ti­on, if suc­cessful, will be bought up to curb com­pe­ti­ti­on, flan­ked by laws and regulations.
Count­ries do bet­ter by exploi­ting cheap labor in tho­se count­ries they pre­vious­ly desta­bi­li­zed in order to install pup­pet regimes. 

2.

Second, wealt­hy nati­ons have much bet­ter insti­tu­ti­ons. The rule of law is strong. Pri­va­te pro­per­ty rights are strong. Cor­rup­ti­on is limi­t­ed. Regu­la­ti­on is sen­si­ble. Taxa­ti­on is rea­sonable and efficient.

It’s simp­le; no one wants to do busi­ness in a cor­rupt dictatorship.

Bad insti­tu­ti­ons dri­ve away for­eign inve­stors. And as capi­tal is one of the cri­ti­cal com­pon­ents of eco­no­mic growth, cho­king off exter­nal invest­ment suf­fo­ca­tes an economy. 

2a.

Second, wealt­hy nati­ons have more 'fine tun­ed' insti­tu­ti­ons with a lay­out favoring tho­se who can afford it. Thus the rule of law is depen­dent on the amount of money inve­sted. Pri­vate pro­perty rights are good only if the­re isn't an eco­no­mic advan­ta­ge for the rich if they grab it. 

Cor­rup­tion is cal­led "net­wor­king". Regu­la­tion is in favor of tho­se who belong to the estab­lish­ment. Taxa­tion is for tho­se who deri­ve inco­me from work - tho­se ear­ning through 'invest­ment' don't pay.

Invest­ment into the U.S.A. drop­ped sin­ce Trump took office - but he's just out­spo­ken, whe­re­as the for­mer admi­ni­stra­ti­ons dealt their bia­sed actions for the rich in secrecy.

3.

Last (and most important­ly), wealt­hy nati­ons have an “inclu­si­ve” economy.

This means that peo­p­le aren’t medieval serfs toi­ling away for the estab­lish­ment. If someone deve­lo­ps skills, works hard, and takes risks, they’ve got a good chan­ce of moving up the socioe­co­no­mic food chain.

Eco­no­mists call this “inco­me mobi­li­ty”. In the United Sta­tes it’s known as the “Ame­ri­can Dream”. 

3a.

Peo­p­le are no lon­ger slaves belon­ging to a per­son - nowa­days they belong to cor­po­ra­ti­ons. The data show that only in rare cases peo­p­le reach ano­ther level on the social lad­der. The few who make it are adver­ti­sed, tho­se who don't are not reco­gnized. They are the majority.

Soli­da­ri­ty with the weak is dead, com­pas­si­on is prac­ti­ced by word, the con­sci­ence is num­bed by a cha­ri­ty check on Christmas.

Any 'sur­plus' on inco­me has to be saved for reti­re­ment, as the systems in place (Social Secu­ri­ty) have been plun­de­red to pay for exce­s­si­ve mili­ta­ry spending. 

Bab­b­le

Yet all three of the­se fac­tors are start­ing to dis­ap­pear in the US… and in the West in general.

America’s self-reli­ant, risk-taking, hard working, pio­nee­ring cul­tu­re hel­ped pro­pel it to beco­me the wealt­hiest nati­on on the planet.

But the­se traits are rapid­ly vanis­hing, dis­pla­ced by a cul­tu­re that values instant gra­ti­fi­ca­ti­on, con­su­mer debt, and govern­ment handouts.

The insti­tu­ti­ons are fal­te­ring as well. Rule of Law is less pre­dic­ta­ble, with the govern­ment chan­ging the rules in its sole dis­creti­on when­ever it likes. 

Facts 

The explo­ita­ti­on all around the world lea­ves almost no more resour­ces to rob. The decli­ne is also due to the fact that for­mer pro­du­cers of raw mate­ri­al lear­ned that it pays to install and boost pro­duc­tion of goods & sale of tho­se wit­hout the middle-man.

The US-System its­elf fostert con­su­mer debt becau­se the banks had no limit to bar them from rip­ping off the avera­ge Joe. To bla­me the so cal­led "gou­vern­ment hand­outs" is absurd, when mil­ta­ry spen­ding is thou­sand­fold that of help for the poor and needy.

The rule of law has chan­ged only in one direc­tion: To the advan­ta­ge of tho­se who can afford an expen­si­ve law firm that doesn't ask what's right or wrong but only how much money can be squeezed out of any sin­gle client. 

They pass new rules every day gover­ning ever­ything from what you can/cannot put in your own body, to how you are allo­wed to rai­se your own child, with much of it enforced at gunpoint.
And through an offi­ci­al form of theft known as Civil Asset For­feit­u­re, govern­ment agen­ci­es now ste­al more pri­va­te pro­per­ty from peo­p­le than all the thie­ves and burglars in the coun­try combined.
This is bana­na repu­blic stuff.
Most of all, though, it’s the eco­no­mic struc­tu­re that’s eroding.
The inclu­si­ve eco­no­my of Ame­ri­ca is vanis­hing. It’s beco­ming ‘extra­c­ti­ve,’ mea­ning that the system is desi­gned for the bene­fit of the estab­lish­ment and rig­ged against the individual.
You can see this most nota­b­ly in finan­ce; cen­tral ban­kers have held inte­rest rates down to prac­ti­cal­ly zero for eight years in order to bail out lar­ge banks and the fede­ral government.
Yet in doing so, they have deci­ma­ted the pro­s­pects for reti­rees, respon­si­ble savers, and most of all, young people.
It’s no won­der that the Midd­le Class no lon­ger com­pri­ses the lar­gest seg­ment of the US popu­la­ti­on, accor­ding to Pew Research.
Lar­ry Fink, CEO of Black­rock (the lar­gest asset manage­ment firm in the world) said that a typi­cal 35-year old will now need to set asi­de 3x as much money for reti­re­ment as his/her par­ents did, sim­ply becau­se inte­rest rates are so low.
And Wil­liam Dud­ley, Pre­si­dent of the Fede­ral Reser­ve Bank of NY (and one of the most important Fed offi­ci­als) recent­ly remark­ed how the US is fal­ling behind in terms of inco­me mobility.
“The chan­ce of achie­ving the Ame­ri­can Dream,” he told his audi­ence, “is not the hig­hest for child­ren born in America.”
That’s a pret­ty ama­zing state­ment, and it high­lights how obvious (and important) the­se trends are.
Again, we’re not tal­king about ‘What If’. We’re tal­king about ‘What Is.’ And it has pro­found impli­ca­ti­ons for your long-term prosperity.

bookmark_borderChina geht gegen Tattoos vor

"Chi­ne­si­sche Wer­te" so läßt die chi­ne­si­sche Regie­rung ver­lau­ten und "Sitt­lich­keit", las­sen sich nicht mit der öffent­li­chen Zur­schau­stel­lung von Tat­toos ver­ein­ba­ren. Des­we­gen sol­len Alle, die in offi­zi­el­ler Mis­si­on in die Öffent­lich­keit tre­ten - wie etwa Sport­ler - ab sofort und zukünf­tig kei­ne Tat­toos mehr zeigen.

Prin­zi­pi­ell hal­te ich nichts davon wenn Regie­run­gen ihren Bür­gern der­ar­ti­ge Vor­schrif­ten machen. Aber 'mal ehrlich:
Ist das Ver­bot des Tra­gens von reli­giö­sen Attri­bu­ten nicht genau das­sel­be? Und da sind wir in Euro­pa mit den Ver­bo­ten ja nicht pin­ge­lig .... zu Recht, denn reli­giö­se Sym­bo­le soll­ten ins­ge­samt aus staat­li­chen Insti­tu­tio­nen her­aus gehal­ten werden.

Bei Tat­tos bin und war ich aller­dings wegen ihrer Unaus­lösch­lich­keit ande­rer Auf­fas­sung - da ist es durch­aus sinn­voll die Men­schen vor sich selbst zu schüt­zen. Denn in spä­te­ren Jah­ren schrum­peln die einst glat­ten Haut­kunst­stücke zu unan­sehn­li­chen Farbflecken ...!

bookmark_borderParallelen

bildzitat
 

world   Das etwas 'schief gelau­fen' ist bei der Inter­gra­ti­on und "Wie­der­ver­ei­ni­gung" des Osten Deutsch­lands dürf­te mitt­ler­wei­le auch dem letz­ten Bür­ger unse­rer Repu­blik auf­ge­fal­len sein. War­um das so ist wird in einem intel­li­gen­ten Essay von Frank Rich­ter dar­ge­stellt. Das Buch ist ab März erhältlich. 

Bei "kraut­re­por­ter" wur­de eine Zusam­men­fas­sung ver­öf­fent­licht in der es ein­gangs heißt:

  .. Er war Chef der Säch­si­schen Lan­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung, als der Auf­stieg von Pegi­da begann. Mit „Hört end­lich zu!” hat er einen der span­nend­sten Debat­ten­bei­trä­ge zur poli­ti­schen Lage Deutsch­lands geschrie­ben. Er zeigt dar­in, wel­che Feh­ler wir im Umgang mit Pegi­da began­gen haben. Und war­um die Erfah­run­gen der Ost­deut­schen mehr Beach­tung verdienen .. 

Je län­ger ich gele­sen habe desto mehr ist mir auf­ge­fal­len wel­che Par­al­le­le zwi­schen Reli­gi­on und dem Wachs­tums­glau­be des Neo­li­be­ra­lis­mus besteht. In bei­den Ideo­lo­gien wird den 'Gläu­bi­gen' das selb­stän­di­ge Den­ken unter­sagt. Sobald die Schäf­chen anfan­gen Fra­gen zu stel­len kommt es zu Zwei­feln an der Gül­tig­keit der Aus­sa­gen. Ewi­ges Wachs­tum geht zu Lasten der Umwelt - und wenn Reli­gi­on hin­ter­fragt wird bricht das Gedan­ken­ge­bäu­de man­gels greif­ba­rer, zufrie­den­stel­len­der Begrün­dung zusammen.

Kein Wun­der also, wenn sich Par­tei­en "christ­lich" nen­nen - ohne tat­säch­lich christ­lich zu han­deln - son­dern den wirt­schaft­li­chen Erfolg als Maß für den Wert eines Men­schen pro­pa­gie­ren. Glück­li­cher­wei­se gibt es immer mehr jun­ge Men­schen die die­ser sehr ein­sei­ti­gen Betrach­tung skep­tisch gegen­über ste­hen und statt­des­sen erken­nen, dass "glück­lich sein" nicht von Geld abhängt. Folg­lich geht das Stre­ben nach mehr frei­er Zeit, in der selbst gewähl­te Zie­le ver­folgt wer­den kön­nen. Glei­cher­ma­ßen führt es zu wach­sen­der Kir­chen­fer­ne. Das beob­ach­ten natür­lich die gro­ßen Reli­gio­nen mit zueh­men­dem Miß­trau­en und die ersten Gegen­be­we­gun­gen sind bereits zu beobachten.

Die christ­li­chen Amts­trä­ger und ihre Hel­fers­hel­fer in poli­ti­schen Ämtern hau­en zuneh­mend auf Kri­tik ein - sie stel­len wo sie nur kön­nen Ver­nunft und wis­sen­schaftl­ci­he Erkennt­nis­se in Fra­ge. Wir sind geneigt das vor allem in den U.S.A. zu bemän­geln - wäh­rend­des­sen läuft es bei uns still und lei­se, ohne gro­ße Beach­tung, schon in der glei­chen Richtung. 

Dazu ein Beispiel:
Erschreckend fand ich, dass 7% [ande­re Quel­len bis zu 10%] aller ange­hen­den und schon im Vor­be­rei­tungs­dienst befind­li­che Bio­lo­gie­leh­rer die Evo­lu­ti­on nicht ken­nen oder akzep­tie­ren. Reli­gi­ös Vor­ge­präg­te sind da in der Mehr­zahl, athe­istisch Den­ken­de stel­len die Minderheit.

Es wird hier deut­lich, wie die Redu­zie­rung der natur­wis­sen­schaft­li­chen Fächer, ins­be­son­de­re der Bio­lo­gie, sich nun­mehr nach Jahr­zehn­ten auswirkt:
Was nicht gelehrt wird wird durch Hören­sa­gen und Mei­nung ersetzt ....
Anhand die­ses Bei­spiels wird eben­so deut­lich war­um es an Aus­bil­dung in Fra­gen der Wirt­schaft an unse­ren Schu­len mangelt:
Wer zuviel dar­über weiß geht den Neo­li­be­ra­len nicht so leicht auf den Leim!

bookmark_borderVerdammt stolz - zu Recht ...?

Heu­te im News­let­ter von "cor­rec­tiv" ist fol­gen­des zu lesen:

Bei der Dis­kus­si­on und Abstim­mung über die Regie­rungs­be­tei­li­gung haben die SPD-Genos­sen und Genos­sin­nen gezeigt, dass es die Demo­kra­ten in unse­rem Land gibt. Und dar­auf kann jeder von ihnen ver­dammt stolz sein.

Schön wär's wenn es wahr wäre ...!

Doch bedau­er­li­cher­wei­se stimmt die Aus­sa­ge nicht.
Min­de­stens nicht im Kern.
Es ging ledig­lich dar­um Ja oder Nein zur Koali­ti­on zu sagen.

Die SPD-Mit­glie­der hat­ten eine Wahl zwi­schen zwei Übeln. Sie stan­den mit dem Rücken an der Wand, zwi­schen Skyl­la und Cha­ryb­dis weil sie nur das Ergeb­nis, nicht über die Inhal­te abstim­men konnten.

Das als Tri­umph der Demo­kra­ten zu benennen
ist eine Umkehr der Wahrheit.

Par­tei­en wer­den von klei­nen Zir­keln geführt. Die sind aus den regio­na­len Zir­keln her­vor­ge­gan­gen. Wie dort die Kan­di­da­ten 'gekürt' wer­den folgt einem bewähr­ten Muster der "Mei­nungs­bil­dung" wie sie in Grup­pen­ver­an­stal­tun­gen benutzt werden:

Vor­schlä­ge wer­den gesam­melt, Alles wird auf­ge­schrie­ben, dann wird 'prio­ri­siert', das bedeu­tet, es wer­den davon die The­men wei­ter ver­folgt, die eine Mehr­heit der Stim­men bekommen.

Das hat zwei wesent­li­che Feh­ler, oder beinhal­tet Manipulationsmöglichkeiten:

Der erste Feh­ler ist, dass es den Mode­ra­to­ren mög­lich ist The­men zu steu­ern, indem sie ent­we­der Vor­schlä­ge selbst ein­brin­gen oder sol­che The­men an bevor­zug­te Stel­le brin­gen die in ihr Kon­zept 'pas­sen'.
Neh­men wir an es sei­en 12 Punk­te genannt wor­den, dann wer­den aller­dings nur 5 The­men wei­ter ver­folgt, im Ergeb­nis fal­len dem­nach mehr als die Hälf­te der von der Basis gewünsch­ten Dis­kus­si­ons­punk­te weg.
Begrün­det wird das dann als not­wen­di­ge Straf­fung und Kon­zen­tra­ti­on auf das Wesentliche.

Das pas­siert eben­so auf den fol­gen­den Ebe­nen - und das Ergeb­nis ist nicht mehr demo­kra­ti­sche Teil­ha­be son­dern von oben gesteu­er­te Manipulation.

So geht es auch im Geran­gel um Personen.
Was her­aus­kommt ist Mit­tel­maß, jede/ -r extre­me (von die­sem Mit­tel­maß) abwei­chen­de Dis­kus­si­on­ge­dan­ke oder Kan­di­dat / -in wird mit dem Hin­weis auf die Not­wen­dig­keit einer Beschrän­kung des The­men­spek­trums abgeschmettert.

239.000 Mit­glie­der von 463.722 stimm­be­rech­tig­ten Mit­glie­dern* bestim­men also über eine neue Regie­rung. Von ca. 82 Mil­lio­nen Bür­gern, von denen wie­der­um rund 61,5 Mil­lio­nen wahl­be­rech­tigt sind. Da sind die abstim­mungs­be­rech­tig­ten SPD-Mit­glie­der so in etwa 0,38% der Bevöl­ke­rung. Das allei­ne - ganz abge­se­hen von den son­sti­gen hier dis­ku­tier­ten Punk­ten - ist schon ein wesent­li­cher Aspekt der die Aus­sa­ge der Kanz­le­rin " .. Ich gra­tu­lie­re der @spdde zu die­sem kla­ren Ergeb­nis und freue mich auf die wei­te­re Zusam­men­ar­beit zum Woh­le unse­res Lan­des .. " gro­tesk erschei­nen läßt. 

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*
Abge­ge­be­ne Stim­men: 378.437,
davon wirk­sam abge­ge­be­ne Stim­men: 363.494.
Mit Ja stimm­ten 239.604 Mit­glie­der (66,02 Prozent),
mit Nein 123.329 Mitglieder.
Die Betei­li­gung lag bei rund 78 Prozent.

 

bookmark_borderFragen stellen ....

"War­um?" fra­gen klei­ne Kin­der immer, sie wol­len die Welt ver­ste­hen. Das wird ihnen häu­fig von Erwach­se­nen 'aus­ge­trie­ben', man fer­tigt sie mit Phra­sen ab und all­mäh­lich wird so der Ent­decker­drang schon sehr früh im Kei­me erstickt - weil Kin­der lernen:
Fra­gen stel­len ist ungün­stig, es macht die Gefrag­ten oft ner­vös, manch­mal unwirsch, und viel­fach abweisend.
Da Kin­der auch gemocht wer­den wol­len unter­las­sen sie dann mehr und mehr die für Erwach­se­ne lästi­ge Fragerei .... 

War­um ver­hal­ten sich Erwach­se­ne so? Sie haben es am eige­nen Lei­be erfahren:
Es ist bes­ser den Mund zu hal­ten und nicht auf­zu­fal­len. Wer zu vie­le Fra­gen stellt bringt sein Gegen­über manch­mal in Ver­le­gen­heit. Öfter, so ist zu ver­mu­ten, wis­sen die Gefrag­ten selbst nicht was sie ant­wor­ten sol­len - und nie­mand wird gern dabei ertappt etwas nicht zu wis­sen, sowas macht Vie­le aggressiv.

Auch Orga­ni­sa­tio­nen wie die Kir­chen wer­den nicht gern gefragt, viel lie­ber "ver­kün­den" sie. Am besten in Situa­tio­nen, in denen die so "belehr­ten" nicht in Fra­ge stel­len, nicht nach­ha­ken oder gar wider­spre­chen kön­nen. Es kommt nicht von unge­fähr, wenn stets von der Kan­zel her­ab gepre­digt wird, weil es einer­seits die Erha­ben­heit des Ver­kün­ders dar­stel­len soll, ande­rer­seits für die Zuhö­rer schwer macht selbst etwa zu fragen.

Die Kir­chen haben über vie­le hun­der­te Jah­re dar­an gear­bei­tet Fra­gen zu unter­drücken. Nach dem etwas flap­sig for­mu­lier­ten Mot­to "Wer viel fragt geht viel irr!" anstatt "Wie­so? Wes­halb? War­um? Wer nicht fragt bleibt dumm!", was eine viel bes­se­re Betrach­tungs­wei­se gewe­sen wäre.

mgi

Frech ist die Hal­tung der Kir­chen immer dann, wenn sie ver­su­chen auf­zu­sprin­gen wenn der Kar­ren (im über­tra­ge­nen Sin­ne, ver­steht sich) schon ordent­lich Fahrt auf­ge­nom­men hat - dann machen sie es wie die Ame­ri­ka­ner und erklä­ren die Errun­gen­schaf­ten und Erkennt­nis­se sei­en nur durch ihre wohl­wol­len­de und unein­ge­schränk­te För­de­rung mög­lich gemacht worden.
Jeder klar den­ken­de Mensch erkennt sofort die Drei­stig­keit die­ser Lüge, aber wer wagt es schon der Kir­che / den Kir­chen zu widersprechen?

Lang­fri­stig wer­den die Glau­bens­be­kennt­nis­se ver­sie­gen, wer­den die Kir­chen unter­ge­hen. Irgend­wann ist der Punkt gekom­men an dem es heißt:

Wer ein­mal lügt dem glaubt man nicht (mehr!),
und wenn er selbst die Wahr­heit spricht!

 ・ • ⚫ • ・ 


Bild-Zitat aus "Pas­sen Wis­sen­schaft und Chri­sten­tum zusammen?"

PS
Wenn Ihnen näch­stens ein Kind Fra­gen stellt:
Ant­wor­ten Sie gedul­dig und umfassend ...!

bookmark_border.... ohne Kategorie

"click!" auf die Abbildungen/Texte öff­net eine neue Sei­te & vergrößert. 

 
 2a 
768,- Euro für 20 m² ...!
das sind 9,- €uro mehr als unse­re Mie­te für eine 4-Zi-Woh­nung. Frü­her nann­te man so etwas "Wucher" und es war strafbar .... 
 2b 
....
 
 2c 
....
 2d 
....
 
 2e 

 2f 
Nur Ele­fan­ten brau­chen einen Rüs­sel - nach Pro­te­sten wur­de die zunächst erlaub­te Ein­fuhr von Jagd-Tro­phä­en nach U.S.A. wie­der kassiert .... 
 
 2g 
Es gibt noch ori­gi­nel­le Ideen für Schil­der - so wie dies .... 
 2h 
Da wo die evan­ge­li­ka­len Fun­di-Chri­sten für fast Alles sind - außer für lega­len Schwangerschaftsabbruch.
Was für ein ver­lo­ge­nes Pack! 
 
 2i 
Hier sagt 'mal Einer was öfter gesagt wer­den müßte .... 
 2k 
car­ni­val bar­ker = Aus­ru­fer, der Attrak­tio­nen beim Jahr­markt anpreist um Publi­kum in die Zel­te zu locken .... 
 
 2l 
Da ist Eng­land kei­ne Aus­nah­me - bei uns wird ja genau­so scham­los über­trie­ben um die Mas­sen in Angst &manipulierbar zu halten .... 
 2m 
....
 
 2n 
Der US-Ame­ri­ka­ni­schen und Bri­ti­schen Skan­dal­blät­tern war dabei beson­ders wich­tig, dass die Braut *gemischt­ras­sig* sei - kein Wun­der also, wenn der Ras­sis­mus gras­siert bzw. wie­der auflebt .... 
 2o 
....

bookmark_borderWie Frau G verschwand

Herr W stand von sei­nem Com­pu­ter­ses­sel auf und schau­te sich neben­an im Wohn­zim­mer nach Frau G um. Die hat­te auf eine, sei­ne, in den Raum gewor­fe­ne Anmer­kung nicht geant­wor­tet. Was nicht an sich beun­ru­hi­gend war. Nicht immer ant­wor­te­te sie auf sei­ne Zwi­schen­ru­fe aus dem ande­ren Zim­mer. Bei­spiels­wei­se dann, wenn das Fern­seh­pro­gramm - wider Erwar­ten - doch ein­mal in der Lage war ihre Auf­merk­sam­keit tat­säch­lich zu 100% zu vereinnahmen.

Manch­mal hat­te er frü­her "Erde an Frau G - bit­te ant­wor­ten Sie!" oder "Alarm­stu­fe rot - Frau G ant­wor­tet nicht!" oder "Wir dan­ken Frau G, dass sie mit uns gespro­chen hat!" geru­fen. Auf die Dau­er war es aller­dings lächer­lich gewor­den sich dazu immer neue Vari­an­ten aus­zu­den­ken und sie ins Nach­bar­zim­mer zu rufen. Wenn es wich­tig war stand er auf und ging hin.

Er war also auf­ge­stan­den und in den Nach­bar­raum gegan­gen - nur um ihn völ­lig leer vor­zu­fin­den. Natür­lich nicht völ­lig leer, die Möbel stan­den da, der Hund lag auf sei­nem übli­chen Platz, der Fern­se­her lief, Frau Gs Ses­sel aller­dings war leer. Die Kis­sen rechts und links der Leh­ne, noch so arran­giert wie Frau G es gern hat­te: An die Sei­te gedrückt und ein wenig den Rücken unter­stüt­zend. Wie die farb­lich ange­paß­te Fleece­decke, einen Farb­ton dunk­ler als das Rot des Ses­sels, die noch ihre Kon­tu­ren aufwies.

Frau G war abwe­send. Er hat­te nicht wahr­ge­nom­men wie sie ver­schwun­den war. Sofern sie denn ver­schwun­den war und er es sich nicht nur ein­bil­de­te. Also mach­te W sich auf die Suche in der rest­li­chen Woh­nung. Irgend­wo muß­te sie ja sein, Ehe­frau­en ver­schwin­den nicht ein­fach so. Wenig­stens nicht in zivi­li­sier­ten Län­dern und mit­ten im Abend­pro­gramm des Fernsehens.

Sie war nicht in ihrem Schlaf­zim­mer, nicht in der Küche, wo gera­de die Spül­ma­schi­ne dabei war das Geschirr des Tages zu rei­ni­gen, damit es wie­der ein­ge­räumt, an sei­nen Platz geräumt wer­den konn­te. Die Wasch­ma­schi­ne und der Trock­ner stan­den ohne Akti­vi­tät, es sah auch nicht so aus als ob sie da etwas zum waschen oder trock­nen vor­be­rei­tet hätte. 

W mach­te sich auf zum Bad wo kürz­lich die Fächer­pal­me vom Bal­kon Zuflucht vor den ein­set­zen­den Nacht­frö­sten gefun­den hat­te. Bad begrünt. Mal sehen. Es war ein Ver­such. Eige­ne Über­le­gung, nicht aus der Abtei­lung "Rat­ge­ber" einer Wer­be­zei­tung oder "Schö­ner Gärt­nern". Ein Risi­ko, denn wer wuß­te schon ob sich eine Fächer­pal­me im Bad wohl­füh­len könn­te. 'Pie­seln unter Pal­men!' dach­te er ver­schmitzt und ein Lächeln mach­te sich auf sei­nem Gesicht breit.

Das Bad, an des­sen Tür er kurz geklopft hat­te und weil er kei­ne Ant­wort bekam sie öff­ne­te, war leer. Auf der Pal­me sah er eine klei­ne Spin­ne her­um­lau­fen. Na schön, Haupt­sa­che sie blieb dort, dach­te er, wenn sie näm­lich Frau G erschrecken wür­de wäre es um sie gesche­hen. Adieu Spinne!

Kei­ne Frau G weit und breit in der gan­zen Woh­nung. Herr W schau­te in die klei­ne Mes­sing­scha­le auf der Flur­ab­la­ge. Dort wur­den Frau Gs Schlüs­sel depo­niert wenn sie zu Hau­se ankam, noch bevor sie übli­cher­wei­se ihren Man­tel oder ihre Jacke aus­zog. Die Mes­sing­scha­le war leer, so wie zuvor Bad, Küche, Wohn- und Schlaf­zim­mer. Kein Schlüs­sel. Nur ein altes Bobon­pa­pier­chen, das es noch nicht in den Abfall geschafft hatte.

Aha, sie war dem­nach nicht von Ali­ens ent­führt wor­den, sie hat­te ihre Schlüs­sel dabei und war fort. Das aller­dings beru­hig­te ihn. Obwohl: Auch wie­der nicht. Denn obschon nach 40 Jah­ren Ehe man­ches unge­sagt blei­ben kann weil der ande­re sowie­so zu deu­ten weis was beab­sich­tigt ist, hat­ten sie Bei­de stets Abwe­sen­hei­ten ange­kün­digt und dazu oft den Grund dafür mit­ge­teilt. Min­de­stens war es kei­ne über­stürz­te, kopf­lo­se Flucht gewe­sen als sie ging.

W mach­te sich auf den Weg zurück in die Küche und dach­te dar­über nach ob er viel­leicht ein Klin­geln über­hört hat­te. Manch­mal war er - mit Kopf­hö­rern auf den Ohren um den Ton aus dem Com­pu­ter zu hören ohne dabei dem Fern­seh­ton von neben­an Kon­kur­renz zu machen - schon über­rascht Frau G am Tele­fon zu fin­den. Das Signal des ankom­men­den Anru­fes hat­te er zu Zei­ten nicht gehört, über­hört, weil er sich so auf das kon­zen­trier­te, was er gera­de im Com­pu­ter ansah.

Wäh­rend W mecha­nisch die Kaf­fee­ma­schi­ne vor­be­rei­te­te, Was­ser ein­goß, Kaf­fee­pul­ver abmaß und ein­schal­te­te, grü­bel­te er, was wohl Frau G so eilig hat­te fort­ge­hen las­sen. Ohne dass sie ihm Bescheid gesagt hat­te. Einen äuße­ren Anlaß konn­te man aus­schlie­ßen. Sonst hät­te der Hund ange­schla­gen. W nahm sich vor näch­stens bes­ser dar­auf zu ach­ten was neben­an vor­ging und ab und zu ein­mal nach­zu­se­hen. So ohne Grund, ein­fach nur um sicher zu gehen, dass Frau G noch da war.

Die Kaf­fee­ma­schi­ne gab son­der­bar röcheln­de, schnie­fen­de und spucken­de Töne von sich - ein Zei­chen, dass sie in Kür­ze mit der Zube­rei­tung fer­tig sein wür­de. Die­se Lau­te aus der Maschi­ne erin­ner­ten W immer an einen Kom­mi­li­to­nen im Grund­stu­di­um. Der trank Tee und sei­ne Schlucke waren immer von schlür­fen­den, schmat­zen­den und röcheln­den Tönen beglei­tet wor­den. W nahm ein Glas aus dem Schrank und gab etwas fri­sche Milch hin­ein. Das hat­te er schon als Stu­dent so gemacht. Es spar­te einen Löf­fel, den brauch­te man nicht zu spülen. 

Er ging in sein Arbeits­zim­mer und nahm einen - geräusch­lo­sen - Schluck Kaf­fee. Es war eine gute Wahl gewe­sen die Kaf­fee­sor­te zu wech­seln, dach­te er, die­ser war aro­ma­ti­scher und schmeck­te viel bes­ser. Fast so wie die spa­ni­sche Vari­an­te, die er jedes­mal mit nach Hau­se nahm, nach der Über­win­te­rung dort. Fair gehan­delt, dazu aro­ma­tisch und nicht bit­ter. Zwar war die­se Sor­te um zwei Euro teu­rer, aber das war ihm ein gutes Gewis­sen wert. 

Was hat­ten sie zuletzt bespro­chen, was könn­te einen Hin­weis geben wo sie geblie­ben war? Es wur­de W bewußt, dass Frau G wohl ein ähn­lich 'lee­res' Gefühl immer dann haben muß­te wie das, was er gera­de emp­fand. Immer dann, wenn er sich auf den Weg in den Süden mach­te und sie in Deutsch­land zurück blieb. Da konn­te sie lan­ge in der Woh­nung nach­se­hen, er war ja weg. Nein, schoß es ihm in den Sinn, so ganz genau gleich war das nicht, sie wuß­te ja wo er war. Schon des­we­gen, weil er fast täg­lich anrief und berichtete.

Als er in sein Zim­mer ging um sei­ne Schu­he anzu­zie­hen - er woll­te den Such­ra­di­us ver­grö­ßern und das konn­te nicht in Haus­schu­hen pas­sie­ren - hör­te er wie der Hund sich rap­pel­te und von sei­nem Plätz­chen her in sei­ne Rich­tung lief. Er beschloß den Hund mit­zu­neh­men. Es konn­te nicht scha­den, viel­leicht gab er drau­ßen einen Hin­weis wo W sich hin wen­den muß­te um Frau G zu fin­den. Geschirr umle­gen, rote Kot­beu­tel ein­stecken, ein Küchen­tuch in die Jacken­ta­sche und in die ande­re sei­nen Schlüs­sel­bund. Vor­sorg­lich griff er noch zu der klei­nen, run­den LED-Leuch­te. Es war ja schon dun­kel. Viel­leicht wür­de er eine Lam­pe brauchen.

Der Hund führ­te sei­ne übli­chen Freu­den­sprün­ge aus. Das mach­te er immer wenn es nach drau­ßen ging, seit er ganz klein war. So ein Hun­de­le­ben hat nicht gera­de viel Aben­teu­er und Abwechs­lung dach­te W. Es ist viel Rou­ti­ne und wenig Neu­es was da so täg­lich abläuft. Son­der­ba­rer­wei­se wur­den die Hun­de als "brav" bezeich­net die dull auf ihrem Platz ver­harr­ten. Dabei waren die doch eher die Lang­wei­ler. Ihr Hund war von Anbe­ginn von der wil­den Sor­te gewe­sen und alle Ver­su­che ihn zur Ruhe zu brin­gen waren nur von kurz­fri­sti­gem Erfolg gewe­sen. Es war eben ein Aus­bund, immer schnell auf 180, nie so rich­tig relaxed.

Drau­ßen vor der lan­gen Trep­pe nach unten pack­te W den Hund am Geschirr und klemm­te ihn unter den Arm. Die Trep­pe war für den Rücken des Tie­res zu lang und zu steil. Außer­dem hat­ten sie frü­her fast eben­erdig gewohnt und das war für das Tier nie ein Pro­blem gewe­sen. Am Fuß der Trep­pe setz­te er den Hund auf den Plat­ten­weg und hielt dabei die Lei­ne fest. Denn was folg­te war stets gleich: Der Hund wür­de los­stür­men, hin zu einem unbe­kann­ten Ziel. Das nur er kann­te. Er mach­te dann den Ein­druck es sei ganz drin­gend dort­hin - wo auch immer - hin­zu­kom­men. So, als ob es schon fast zu spät wäre.

W schau­te im Vor­bei­ge­hen zum Auto unter dem Car­port. Kei­ne Frau G beim Auto. Es hät­te ja sein kön­nen, dass sie etwas von dort hät­te holen wol­len. Manch­mal war das schon vor­ge­kom­men, nach eine län­ge­ren Rei­se wie der, die sie gera­de vor­ge­stern been­det hat­ten. Irgend­was bleibt immer im Auto lie­gen von all dem Klein­kram den man so meint für eine län­ge­re Abwe­sen­heit zu brauchen.

Wäh­rend er von der lan­gen Ein­fahrt hin­ten, ent­lang der Ost­fas­sa­de des Hau­ses, zur Stra­ße hin lief, warf er einen Blick in die Erd­ge­schoß­woh­nung die kürz­lich neu ver­mie­tet wor­den war. Der neue Mie­ter war ein allein­ste­hen­der Mann mitt­le­ren Alters. Wahr­schein­lich wie­der ein Fall von Tren­nung in der 'midlife'-Krise, das war die Zeit, in der vie­le Ehen in die Brü­che gin­gen. Dafür sprach - unter ande­rem - die recht spär­li­che Aus­stat­tung und Möblie­rung: ein Ses­sel, zwei Stüh­le, ein Tisch und eine kom­mo­den­ar­ti­ge, nied­ri­ge Anrich­te mit einem Fern­se­her dar­auf. Anson­sten vie­le halb offe­ne und noch mehr unge­öff­ne­te Kisten. Das wird dau­ern, dach­te W, es sieht nicht danach aus als ob hier bald 'Ord­nung' ein­keh­ren würde.

Der Hund hat­te an der Lei­ne gezo­gen, was W aus sei­nen Gedan­ken riß und er kon­zen­trier­te sich jetzt ganz auf den Gas­sigang. Fast hät­te er ver­ges­sen, das fiel ihm nach ein paar Metern ein, nach Frau G Aus­schau zu hal­ten. Es war ja der eigent­li­che Grund für sei­nen spä­ten Gang nach drau­ßen gewesen.
Der Hund wie­sel­te von rechts nach links und wie­der zurück, den Kopf ganz tief und die Nase fast auf dem Boden. Man konn­te erken­nen wenn er etwas Inter­es­san­tes auf­spür­te. Dann blieb er ste­hen, dreh­te sich um die­sen Punkt her­um - um schließ­lich, nach Hun­de­art, ein Zei­chen sei­ner Anwe­sen­heit zu hinterlassen. 

W folg­te dem Hund und schau­te blin­zelnd zum Nacht­him­mel hoch. Es war klar. Die Milch­stra­ße zog sich von Hori­zont zu Hori­zont. Begrenzt von den um die­se Jah­res­zeit bunt gefärb­ten Laub­wäl­dern, die sich in sanf­ter Linie par­al­lel rechts und links des Tales hin­zo­gen. Die wer­den noch da sein wenn ich schon ver­mo­dert oder sonst­wie ent­sorgt bin, über­leg­te W, und der Gedan­ke ver­droß ihn. 

Wer weiß, dach­te er, wenn es zu einer Kol­li­si­on mit einem Meteo­ri­ten oder einem Aus­bruch eines Super­vul­ka­nes käme wäre sowie­so für Alle auf dem Pla­ne­ten Schluß. Wenn irgend­ein Ver­rück­ter auf den berühm­ten 'Roten Knopf' drücken wür­de auch. Nicht nur die­se Vari­an­te, so vie­le men­schen­ge­mach­te Mög­lich­kei­ten für einen mehr oder weni­ger plötz­li­chen Unter­gang. Da hat­te der Pla­net schon ziem­lich lan­ge durch­ge­hal­ten und war jetzt, in den letz­ten 60 Jah­ren, zum ersten mal nicht allei­ne von natür­li­chen Kata­stro­phen bedroht. 

Ein Blick auf den Hund sag­te ihm: Durch­ge­bo­ge­ner Rücken, wie ein Kat­zen­buckel, Schwanz steil nach oben, da heißt es gleich die Kot­tü­te zücken und die Hin­ter­las­sen­schaf­ten auf­neh­men. Ein­ge­sackt und zuge­bun­den. W macht sich mit dem Hund auf den Weg zurück nach Hau­se, berg­auf, gemäch­lich. Immer noch ohne Frau G gefun­den zu haben.

Aus der näch­sten Sei­ten­stra­ße hört er Stim­men. Sel­ten um die­se spä­te Stun­de und er beschließt genau­er nach­zu­se­hen was da los ist. Eine Grup­pe von Leu­ten steht dis­ku­tie­rend und gesti­ku­lie­rend bei­ein­an­der. W schal­tet die Lam­pe an und leuch­tet in Rich­tung auf die Stim­men. Mit­ten unter den Unbe­kann­ten steht Frau G, gegen die eini­ge der Grup­pe Front machen, bedroh­lich, nach ihrer Stimm­la­ge zu beur­tei­len. W beschleu­nigt sei­ne Schrit­te, der Hund wird auf­ge­regt und fängt an zu bellen.

Als W sich der Grup­pe nähert lösen sich eini­ge jun­ge Män­ner her­aus und wen­den sich W zu. Einer prescht vor und baut sich vor ihm auf. Als er plötz­lich zuschla­gen will weicht W seit­lich aus - über sich selbst erstaunt, weil er sich mit über Sieb­zig noch so schnell bewe­gen kann - und hebt ein Bein um den Geg­ner mit einem har­ten Tritt ans Knie zu Fall zu brin­gen .... in die­sem Moment spürt er einen umklam­mern­den Griff von Hin­ten um sei­nen Hals. W bleibt die Luft weg, er hat das Gefühl zu ersticken und mit letz­tem Atem schreit er so laut er kann "Hiil­fe­ee, Hiiilfeeee!" 

W blin­zelt in hel­les Licht, bemerkt, dass Frau G ihn an der Schul­ter gepackt hat und schüt­telt. Dabei fragt sie besorgt: "Geht es dir nicht gut? Hast du 'was, 'was Schlech­tes geträumt?"
W setzt sich, schweiß­ge­ba­det, in sei­nem Bett auf und wird lang­sam wach ....

 

bookmark_borderRassismus:
.... humans are driven by fear and self-hatred ....

Aus Grün­den .... das The­ma Ras­sis­mus noch­mal aufgegriffen: 

» ZITAT «

" .. Racism is not a new phe­no­me­non and while it is an ongo­ing dai­ly rea­li­ty for vast num­bers of peo­p­le, it also often bursts from the shadows to remind us that just becau­se we can keep igno­ring the end­less sequence of ‘minor’ racist inci­dents, racism has not gone away despi­te sup­po­sedly signi­fi­cant efforts to eli­mi­na­te it. I say ‘sup­po­sedly’ becau­se the­se past efforts, wha­te­ver per­son­nel, resour­ces and stra­te­gies have been devo­ted to them, have done not­hing to address the under­ly­ing cau­se of racism and so their impact must be super­fi­ci­al and tem­po­ra­ry. As the record demon­stra­tes .. Racism – fear of, and hat­red for, tho­se of ano­ther race cou­pled with the beliefs that the other race is infe­ri­or and should be domi­na­ted (by your race) – is now high­ly visi­ble among Euro­pean popu­la­ti­ons impac­ted by refu­gee flows from the Midd­le East and North Afri­ca. In addi­ti­on, racism is ongo­in­gly and high­ly evi­dent among sec­tors of the US popu­la­ti­on but also in count­ries like South Afri­ca as well as Austra­lia and throug­hout Cen­tral and South Ame­ri­ca whe­re indi­ge­nous popu­la­ti­ons are par­ti­cu­lar­ly impac­ted. But racism is a pro­blem in many other count­ries too .. So why is fear and hat­red of tho­se of a dif­fe­rent race so pro­mi­nent? Let me start at the begin­ning .. Human socia­lizati­on is essen­ti­al­ly a pro­cess of ter­ro­ri­zing child­ren into ‘thin­king’ and doing what the adults around them want (irre­spec­ti­ve of the func­tion­a­li­ty of this thought and beha­vi­or in evo­lu­tio­na­ry terms). Hence, the atti­tu­des, beliefs, values and beha­vi­ors that most that accom­pa­nies this fear. For a com­pre­hen­si­ve expl­ana­ti­on of this point, see ‘Why Vio­lence?’ and ‘Fearless Psy­cho­lo­gy and Fear­ful Psy­cho­lo­gy: Prin­ci­ples and Prac­ti­ce’ .. "

» ZITAT Ende «


[Quel­le:
Why Are All Tho­se Racists So Ter­ri­fi­ed?; By Robert J. Burrowes]

Wir haben Wahl­kampf - und so recht wagt sich nie­mand an das The­ma "Flücht­lin­ge" oder "Asyl­su­chen­de", denn ein fal­sches Wort zur Unzeit kann den Wahl­er­folg dra­stisch ver­rin­gern. Also "Schwei­gen im Wal­de", dafür wird uns das The­ma nach der Wahl umso hef­ti­ger treffen.

Das obi­ge Zitat habe ich als Aus­gangs­ge­dan­ke gewählt weil es verdeutlicht:
Nur so im Vor­über­ge­hen ist eine so tief, teil­wei­se gene­tisch ver­an­ker­te Lebens­äu­ße­rung und dar­aus fol­gen­de Ver­hal­tens­wei­se nicht zu ändern.

Wegen die­ser Kom­ple­xi­tät des The­mas - und der dar­aus resul­tie­ren­den Not­wen­dig­keit in die Tie­fe zu gehen und nicht mit Schlag­wor­ten zu jon­glie­ren - kann und wer­de ich nur eini­ge weni­ge Gedan­ken dis­ku­tie­ren, die, die mir aus dem Zusam­men­hang am wich­tig­sten erscheinen.

Angst führt zu Aggres­si­on - und wenn ein Mensch Angst emp­fin­det wer­den tie­fe Ebe­nen des Ver­hal­tens wirk­sam. Sol­che, die den Urmen­schen das Über­le­ben sichern soll­ten. Das ist im wesent­li­chen die Aus­schüt­tung von Adre­na­lin, der Orga­nis­mus wird in *Kampf­be­reit­schaft* ver­setzt. Vege­ta­ti­ve Funk­tio­nen [Redu­zie­rung der Ver­dau­ungs­tä­tig­keit; Aus­schei­dung v. Stuhl & Harn] wer­den gebremst, es wird Ener­gie für Mus­kel­ar­beit bereit­ge­stellt. Kla­res Den­ken, also Über­le­gen und Abwä­gen der fol­gen­den Hand­lun­gen sind aus­ge­schal­tet. Es läuft eine unbe­wuß­te Fol­ge von Ver­hal­tens­mu­stern ab .... so, als wären wir noch *wil­de Tie­re* ohne Bewußt­sein unse­res Selbst. 

Zudem tra­gen wir Alle eine Por­ti­on Selbst­haß mit uns her­um. Unaus­ge­spro­che­ne Selbst­zwei­fel, die Erkennt­nis sich manch­mal falsch ent­schie­den zu haben, die Erkennt­nis, in Teil­be­rei­chen des Wis­sens und Ver­hal­tens schlech­ter zu sein als wir es uns wün­schen und wovon wir die Außen­welt gern über­zeu­gen wol­len - ohne dass es uns gelingt. Selbst­haß ist davon abhän­gig wie sehr wir den jewei­li­gen Unzu­läng­lichkkei­ten Bedeu­tung zumes­sen. Je mehr sie uns selbst stö­ren desto hef­ti­ger reagie­ren wir auf Anzei­chen die zei­gen, dass unse­re Umwelt sie viel­leicht erkannt haben könn­te. Sich *ertappt* zu füh­len ver­stärkt Selbst­haß und Aggres­si­on gegen die, die ver­meint­lich an unse­rer Mise­re schul­dig sind.

In Pro­jek­ti­on wer­den so Grün­de dafür gesucht wie­so es die Schuld Ande­rer ist wenn es uns selbst schlecht geht. Wenn wir uns unwohl füh­len, wenn wir erle­ben, wie es in unse­rem Umfeld Men­schen gibt die (aus unse­rer eige­nen Sicht) erfolg­rei­cher sind obwohl sie ver­meint­lich weni­ger dafür zu lei­sten schei­nen. Die eige­ne Unzu­läng­lich­keit wird ver­drängt, weil es viel leich­ter ist die *Schuld* dar­an ande­ren in die Schu­he zu schieben.

Aus die­ser Mischung von Haß und Ver­zweif­lung über die Lebens­si­tua­ti­on an der wir nichts ändern weil uns der Ansatz, die Fähig­keit oder die Moti­va­ti­on feh­len, wird dann Frem­den­haß, bzw. Haß auf Min­der­hei­ten - die anders sind als wir und die sozia­le Grup­pe / Gesell­schafts­schicht der wir uns zuge­hö­rig füh­len. Zu der wir gehö­ren wol­len. Ver­drän­gung von Angst und Selbst­haß kumu­lie­ren so in Frem­den­feind­lich­keit und Rassismus.

Gleich­zei­tig ist ratio­na­le Über­le­gung und argu­men­ta­ti­ve Auf­ar­bei­tung die zu einer Ände­rung der Sicht­wei­se füh­ren könn­ten nicht mög­lich, weil schon bei dem Gedan­ken an Frem­des die Urver­hal­tens­wei­sen grei­fen und vie­le Men­schen dann in eine Urzeit-Kampf-Stim­mung ver­fal­len die das ver­hin­dert. Bei­spie­le dafür sind man­nig­fal­tig, bei­spiels­wei­se sei­en genannt: Fan-Grup­pen in Sta­di­en, Demon­stra­tio­nen, Parteiveranstaltungen.

Wie soll man dar­an arbei­ten, wie kön­nen Ras­sis­mus und Frem­den­haß ein­ge­dämmt wer­den? Die Poli­tik ver­sagt. Oder sie nutzt die­se Grund­la­ge um Stim­men zu gewin­nen. Sel­ten wird der Ver­such gemacht hier ord­nend und auf­klä­rend ein­zu­wir­ken. Von da ist kei­ne Abhil­fe zu erwarten.

Ich plä­die­re dafür es mit Ratio­na­li­tät und Ver­nunft zu ver­su­chen, obgleich das weder leicht noch immer von Erfolg gekrönt ist. Einen Ver­such ist es alle­mal wert.

bookmark_borderWieder mal: Zweierlei Maß

.. Sad­ly, even though the­re has been this many cases repor­ted in the UK and the prac­ti­ce is ille­gal, the­re has been NOT ONE pro­se­cu­ti­on over this. How can the­se peo­p­le keep brea­king our laws?
Mus­lims need to be made awa­re that this cruel action won’t be tole­ra­ted in Western nati­ons, inclu­ding ours. Just as with honor kil­lings, they should be held accoun­ta­ble when they do some­thing awful to child­ren they cla­im to love .. 

[Quel­le; ein Schmier­blatt übel­ster Sor­te, weit­ge­hend auf Mei­nung statt Fak­ten beru­hend - hier nur zitiert um den Text der Wirk­lich­keit ent­ge­gen zu stellen]

Der Autor die­ses Mach­werks, strot­zend vor Selbst­ge­rech­tig­keit, soll­te in dem Buch lesen was den christ­li­chen Fun­da­men­ta­li­sten doch so wich­tig ist:

PSALM 1:1
How bles­sed is the man who does not walk in the coun­sel of the wicked, Nor stand in the path of sin­ners, Nor sit in the seat of scoffers!

Über­set­zung: [Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frev­ler folgt, nicht auf dem Weg der Sün­der geht, nicht im Kreis der Spöt­ter sitzt!]

Als ein­zi­ge Hand­lungs­wei­se blie­be dann die Beschnei­dung von Kna­ben genau­so abzu­leh­nen und mit glei­cher Ener­gie & Laut­stär­ke dage­gen vor­zu­ge­hen wie gegen die Beschnei­dung von Mädchen. 

Was für eine arm­se­li­ge Welt in der die­se Ver­stüm­me­lung von klei­nen Kin­dern auch noch in ver­meint­li­chen Rechts­staa­ten wie dem unse­ren unter der schein­bar alles Abgrün­di­ge ent­schul­di­gen­den Über­schrift "Reli­gi­ons­frei­heit" nicht nur gedul­det, son­dern sogar durch Son­der­ge­set­ze aus­drück­lich erlaubt wird.