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bookmark_borderHere-Too ..?!

Wer sich jetzt ange­sichts des Skan­dals um den FPÖ Vor­sit­zen­den auf's hohe Ross set­zen will sei gewarnt:

Wenn in einem EU Land die fin­ste­ren Machen­schaf­ten von Par­tei­mit­glie­dern hin­ter den Kulis­sen auf­ge­deckt wur­den bedeu­tet das nicht etwa, dass das eine gro­ße Aus­nah­me wäre.
Wo einer der Mäch­ti­gen (?) erwischt wur­de haben vie­le ande­re min­de­stens genau so viel Dreck am Stecken - und der Beweis dafür liegt auf der Hand:

Niemand will *whist­le­b­lower*
bes­ser schüt­zen als bisher.


 

Das kann doch nur bedeu­ten, dass die Befürch­tung besteht selbst eines Tages das Pro­blem zu haben *geoutet* zu wer­den, selbst am Pran­ger zu ste­hen. Fällt es ihnen auf, lie­be Lesen­de, wie weni­ge Poli­ti­ker - außer den in Öster­reich betrof­fe­nen - sich zu die­sem Skan­dal äußern?

Wie sagen uns die Poli­ti­ker immer wenn wir Beden­ken wegen der Staats­schnüf­fe­lei vor­brin­gen? "Wer nichts zu ver­ber­gen hat ...." Wir Bür­ger in Mas­se haben nichts zu ver­ber­gen - die­je­ni­gen, die etwas zu ver­ber­gen haben ver­hin­dern aller­dings, dass sie selbst zum Gegen­stand inten­si­ver Beob­ach­tung oder Unter­su­chung werden.

Da braucht man kein Geni­us zu sein
um zu ver­ste­hen warum.

Hin­weis: °°
Ab 22.Oktober letz­ten Jah­res wur­de per *crowd­fun­ding* ein Maga­zin namens "DOSSIER" [Wien] ver­kauft - das es damals noch nicht gab, und des­sen erste, mono­the­ma­ti­sche Aus­ga­be den Titel "Wer hat Angst vor der Kro­nen Zei­tung? Wie ein Bou­le­vard­blatt Öster­reich regiert; №1 | 4/2019 hat. Ich habe damals 52€ zuge­sagt und wur­de so 'Mit­glied' - das kön­nen Sie auch wer­den, oder nur das näch­ste Maga­zin bestel­len¹ → https://crowdfunding.dossier.at/

PS
Ich kann nicht ver­heh­len, dass es mich beson­ders beim Herrn FPÖ-Chef und Vize­kanz­ler Öster­reichs, Heinz-Chri­sti­an Stra­che, freut, dass er erwischt wur­de. Nun wird hof­fent­lich die Rech­te im EU Par­la­ment ins­ge­samt geschwächt.

¹ nur das Maga­zin kau­fen – 20 Euro (inkl. Versand)

bookmark_borderBeerdigung

°°°

Über­set­zung:
Der Gesetz­ge­ber des US-Bun­des­staa­tes Washing­ton hat ein Gesetz ver­ab­schie­det, das die Kom­po­stie­rung von mensch­li­chen Kör­pern erlaubt. Es funk­tio­niert genau­so wie das Kom­po­stie­ren von Lebens­mit­teln oder Gar­ten­ab­fäl­len: Der Ver­stor­be­ne wird auf ein Bett aus Holz­hack­schnit­zeln und Stroh gelegt, um die natür­li­che Zer­set­zung durch Bak­te­ri­en zu för­dern. Die Hit­ze des Ver­falls tötet alle Krank­heits­er­re­ger und zer­stört den Kör­per, ein­schließ­lich der Kno­chen. Nach ein paar Wochen bleibt nichts als frucht­ba­rer Boden.
Ein Unter­neh­men namens Recom­po­se, das sich für die Geset­zes­vor­la­ge ein­ge­setzt hat­te, wirbt für die­se umwelt­freund­li­che Ent­sor­gung der Toten: Weni­ger Umwelt­ver­schmut­zung und Land­nut­zung als her­kömm­li­che Bestat­tun­gen, weni­ger Koh­len­stoff­emis­sio­nen und weni­ger Ener­gie­ver­brauch als bei Feuerbestattung.


" .. The Washing­ton sta­te legis­la­tu­re has pas­sed a law to allow the com­po­sting of human bodies. It works the same way as com­po­sting food or gar­den scraps: the decea­sed is pla­ced on a bed of wood chips and straw, encou­ra­ging natu­ral bac­te­ri­al decom­po­si­ti­on. The heat of decay kills any patho­gens and breaks down the body, inclu­ding the bones. After a few weeks, not­hing remains but fer­ti­le soil.
A com­pa­ny cal­led Recom­po­se, which lob­bied for the bill, touts it as an eco-fri­end­ly way to dis­po­se of the dead: less pol­lu­ti­on and land use than tra­di­tio­nal buri­al, less car­bon emis­si­ons and ener­gy than cremation .. " 

[Quel­le: The Gre­at Con­ti­nui­ty of Natu­re]

Wenn Pfar­rer / Prie­ster bei einer Bestat­tung " Denn du bist Erde und sollst zu Erde wer­den (1. Mose 3,19) for­mu­lie­ren ist es ein Ritu­al, dem eine umfang­rei­che Geld­schöp­fung vor­aus­ge­gan­gen ist - Vie­le wol­len am Tod ver­die­nen, eine letz­te Gele­gen­heit bekom­men, her­aus­zu­ho­len was her­aus­zu­ho­len ist.

Die Kir­chen ste­hen hin­ter all dem Auf­wand rund um die Beer­di­gung. Sie behaup­ten es sei der Wür­de der Toten ange­mes­sen, sie "mit allen Wei­hen der Kir­che" unter die Erde zu brin­gen. Jeg­li­che anders­ar­ti­ge Form von Bestat­tung haben sie lan­ge abge­lehnt, u.a. auch die Feu­er­be­stat­tung, im Volks­mund tref­fend und schlicht als "Ver­bren­nung" bezeich­net. Dem haben die Kir­chen zuerst hef­tigst wider­spro­chen, und erst, als es schon ent­ge­gen aller War­nun­gen doch umfäng­lich pas­sier­te, haben sie (zäh­ne­knir­schend?) den Wider­stand aufgegeben.

Das alte Muster:
Erst behaup­ten es gin­ge die Welt unter wenn man sich gegen die Kir­chen­mei­nung stellt - dann setzt sich irgend­wann die Ver­nunft gegen das Behar­ren der Glau­bens­or­ga­ni­sa­tio­nen durch.

Eine Kom­po­stie­rung ist bio­lo­gisch neu­tral und kei­nes­wegs eine Miss­ach­tung der Wür­de der Toten. Jed­we­de Lebe­we­sen enden irgend­wie bio­lo­gisch: Ent­we­der im Ver­dau­ungs­trakt eines Fress­fein­des oder durch die kon­zer­tier­te Tätig­keit von Insek­ten, Bak­te­ri­en und Pil­zen, deren Lebens­zweck es ist orga­ni­sches Mate­ri­al - und nichts ande­res sind tote mensch­li­che Kör­per - in die ori­gi­nä­ren Bau­stei­ne zu zerlegen. 

Abbil­dung: Aut­hor Anton­in­hocd; 23.12.2017

Sie­he auch: 

Der Tod ist gewiss, die Stun­de ungewiss ….
Vom Tode - und natür­lich vom Leben ....

bookmark_borderNur mal so erwähnt ....

°.°

In dem Land, in dem nicht ein­mal eine Brust­war­ze auf dem Bild­schirm zu sehen sein darf ohne dass ein 'Natio­na­ler Not­stand' aus­ge­ru­fen wird, wer­den die mei­sten Por­nos hergestellt: 

Aus­beu­tung von Frauen,
die Pro­du­zen­ten kassieren,
Kapi­ta­lis­mus im Extrem!


Wie vie­le der extrem rech­ten, fun­da­men­ta­li­sti­schen Chri­sten das wohl wissen?

PS
Sum­me der hier genann­ten Pro­du­zen­ten → 61,2%.
Wer pro­du­ziert die rest­li­chen → 38,8%?

bookmark_borderWas passiert während wir nicht so genau hinsehen .... (II)

Man kann es kaum glau­ben, was da in US Gazet­ten berich­tet wird:

Das Par­la­ment in den USA ist dabei ein "Ener­gie­si­cher­stel­lungs­ge­setz" zu ver­ab­schie­den, das über vie­le Jahr­zehn­te die Ver­sor­gung mit Gas aus den USA für Euro­pa fest­zur­ren soll - unum­kehr­bar, genau­so wie es bei TTIP mit dem Han­del und Son­der­ge­rich­ten pas­sie­ren sollte.

Welch ein Unfug, und wir hören davon nichts in den öffent­li­chen Medi­en! Unfug schon des­we­gen, weil wir trotz allen Säbel­ras­selns von Sei­ten der NATO seit Jahr­zehn­ten *sta­bil* (!) von den Rus­sen mit dem hier benö­tig­ten Gas ver­sorgt werden.

Wel­chen Grund soll­ten wir haben, das schmut­zi­ge, mit­tels 'Frack­ing' geför­der­te US Gas abzu­neh­men? Wo doch die Ver­sor­gung bei uns gesi­chert ist?



Bild­text:
A new bill — pas­sed by the Hou­se and being con­side­red by the Sena­te — would pro­vi­de bil­li­ons of dol­lars in sup­port for fos­sil fuel pro­jects inclu­ding frack­ing in Euro­pe. (Pho­to: Wen­dy Shattil/Bob Rozinksi/Creative Commons) 

Arti­kel­über­schrift:
**If Ever­yo­ne Lived Like Euro­peans, We'd Be Out of ​Earth's Resour­ces Today **

Im Text steht dann:
If the EU as a who­le were a coun­try, it would have the third lar­gest eco­lo­gi­cal foot­print in the world, behind only the U.S. and China. 


Wenn das so ist, dann fra­ge ich mich war­um aus­ge­rech­net die­ser *think tank* - in USA ansäs­sig (!) - in der Über­schrift die Euro­pä­er schmäht, wo doch die Ame­ri­ka­ner (und Chi­ne­sen) schlim­me­re Ver­schmut­zer sind! 

 

Sie­he hier­zu auch: U.S. Has the Most Cli­ma­te-Chan­ge Deni­ers of Any Rich Coun­try: Sur­vey

Über­set­zung des Bildtextes:
Wäh­rend die Finan­zie­rung von Pro­jek­ten mit fos­si­len Brenn­stof­fen in Euro­pa durch die USA vor­erst den rus­si­schen Ein­fluss ver­rin­gern könn­te, wür­den Was­ser­knapp­heit, Nah­rungs­mit­tel­knapp­heit und stei­gen­de Mee­res­spie­gel ver­schärft - alles "geo­po­li­ti­sche Bedro­hun­gen" für sich.
Im Gegen­satz zu sei­nem Namen wür­de das Euro­päi­sche Gesetz zur Ener­gie­ver­sor­gungs­si­cher­heit und -diver­si­fi­zie­rung wenig zur För­de­rung der Sicher­heit der Ver­ei­nig­ten Staa­ten beitragen.
"Die die­ser Gesetz­ge­bung zugrun­de lie­gen­de Logik ist zutiefst feh­ler­haft", heißt es in dem Brief. "Weit davon ent­fernt, eine sta­bi­le­re Welt zu sichern, wird die Aus­wei­tung des Exports von Flüs­sig­erd­gas nach Euro­pa zu einer insta­bi­le­ren Welt führen."
"Unab­hän­gig von der Geo­po­li­tik ist es nicht die Ant­wort, mehr töd­li­che fos­si­le Brenn­stof­fe nach Euro­pa oder in einen ande­ren Teil der Welt zu sen­den", sag­te Bill Sna­pe vom Cen­ter for Bio­lo­gi­cal Diver­si­ty. "Erd­gas ist Nar­ren­gold und wird unwei­ger­lich zu einer wei­te­ren Desta­bi­li­sie­rung jeder Regi­on füh­ren, die dar­auf ange­wie­sen ist."
Die Gesetz­ge­bung wird vor­an­ge­trie­ben, so wie Kin­der und Erwach­se­ne auf der gan­zen Welt Mona­te in einer glo­ba­len Kli­ma­schutz­kam­pa­gne sind, die in der Euro­päi­schen Uni­on und in Groß­bri­tan­ni­en erste Fort­schrit­te gemacht hat. Acht euro­päi­sche Län­der haben in die­ser Woche einen Vor­schlag vor­ge­stellt, ein Vier­tel des EU-Haus­halts für die Bekämp­fung des Kli­ma­wan­dels aus­zu­ge­ben, um eine Zusa­ge zu erfül­len, die EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Jean-Clau­de Jun­cker Anfang die­ses Jah­res gegen­über der Kli­ma­schutz­po­li­ti­ke­rin Gre­ta Thun­berg abge­ge­ben hat­te Kli­ma­not­fall letz­te Woche unter dem Druck der inter­na­tio­na­len Bewe­gung Extinc­tion Rebellion.
"Die Kli­ma­wis­sen­schaft ist klar: Wir müs­sen jetzt einen aggres­si­ven glo­ba­len Über­gang zu sau­be­rer, erneu­er­ba­rer Ener­gie begin­nen", sag­te Hauter. "Wenn der Senat das Gegen­teil befür­wor­ten wür­de, wäre dies ein kla­rer Ver­zicht auf die mora­li­sche Ver­pflich­tung gegen­über gegen­wär­ti­gen und zukünf­ti­gen Gene­ra­tio­nen in die­sem Land und in jedem Land."

bookmark_borderSchöner Gigolo, armer Gigolo ....
oder: Herr Dix will die Monogamie abschaffen

Herr Deniz Y. Dix hat beim hpd [Huma­ni­sti­scher Pres­se­dienst] mit einem neu­en, bahn­bre­chen­den Arti­kel 'zuge­schla­gen'. Der Titel lau­tet sug­ge­stiv-dem­ago­gisch und mani­pu­la­tiv: "War­um wir die Mono­ga­mie über­den­ken soll­ten".

Als ich den Arti­kel las muss­te ich an die Zeit um 1966 bis 1970 den­ken, als wir im Chor skandierten 

"Die Frau von Welt geht nur ins Bett
mit Fah­nen­jun­kern B+Z(ett)!"

Wir - und ähn­li­che Grup­pen von *Jung­män­nern* - voll von Hor­mo­nen und Adre­na­lin, waren auf der Suche nach wil­li­gen Part­ne­rin­nen, an Hei­rat und Fami­lie, schon erst recht nicht an Ver­ant­wor­tung, dach­te kei­ner, wohl aber an hem­mungs­lo­sen und unver­bind­li­chen Sex.

Genau dar­an denkt auch der schwanz­ge­steu­er­te Herr Dix, Jahr­gang '92 und U30. Nur ver­brämt er es mit Schwur­bel­schwatz­ar­gu­men­ten um es geho­ben und über­legt, ja groß­män­nisch klin­gen zu las­sen. Es ist ein Mani­fest eines unrei­fen Jüng­lings, der für sei­ne pro­mis­kui­ti­ven Eska­pa­den Part­ne­rin­nen sucht, die auf einer all­ge­mei­nen, trend­be­ding­ten Mani­pu­la­ti­ons­wel­le zu Opfern gewor­den sind. Einer Mode­wel­le, die ihnen, den jun­gen Frau­en, sug­ge­riert, sie könn­ten ihre Unab­hän­gig­keit und Eman­zi­pa­ti­on nur dadurch bewei­sen, dass sie ihre war­nen­de inne­re Stim­me bei­sei­te schie­ben, die ihnen sagt was gut und rich­tig ist - und sol­chen Gigo­los vom Schla­ge des Herrn Dix auf den Leim gehen und mit ihm ins Bett hüp­fen .... no risk - no fun, no sex - no ful­film­ent, no emancipation! 

So ein Schwach­sinn! Da gibt es unter dem Dix'schen Bei­trag tat­säch­lich noch eine Rei­he von labi­len Cha­rak­te­ren die sich durch sol­che The­sen in ihrer Suche nach Per­sön­lich­keit irre­lei­ten las­sen und hef­tig­ste Zustim­mung signa­li­sie­ren. Ob straight, ob schwul, zu kurz zu den­ken ist kei­ne Sache der sexu­el­len Ori­en­tie­rung, es ist eher eine Sache von man­geln­der Denk­fä­hig­keit, das wird in der Kom­men­tar­sek­ti­on deutlich.

Dag­mar [Dag­mar am 2. Mai 2019 - 23:39] weist aller­dings auf ganz ande­re Sach­ver­hal­te hin:
".. Poly­amo­rie passt zur neo­li­be­ra­len Gesell­schaft. Die Schö­nen, Jun­gen, Rei­chen und die emo­tio­nal Sta­bil­sten kön­nen auf vie­le Part­ner hof­fen; ande­re, die der Kon­kur­renz nicht so gewach­sen sind, gehen leicht leer aus. Kann aber bei Mono­ga­mie mit Untreue und häu­fi­gen Tren­nun­gen auch so gese­hen wer­den. Schwie­rig wird außer der Kin­der­fra­ge aber auch, wie gegen­sei­ti­ge finan­zi­el­le Unter­stüt­zung gere­gelt wird .."

Genau. Das ist etwas, was Herr Dix und sei­ne Gesin­nungs­ge­nos­sen gern bei­sei­te schie­ben - wenig­stens ist von dem, was als Fol­ge von Sex im Rau­me steht nir­gend­wo die Rede.
War­um wohl?
Weil sol­che Jung­män­ner sich gern sexu­ell betä­ti­gen, aller­dings die dar­an hän­gen­de Ver­ant­wor­tung für even­tu­ell gezeug­te Kin­der gern den 'Bräu­ten', den Gespie­lin­nen über­las­sen - und wei­ter ziehen 

'Du, ich bin jetzt nicht so auf Kin­der
und Win­deln und Geschrei ein­ge­stellt, tschüss!'

.... und weg sind sie.
Das eben noch eman­zi­pier­te Sex­ob­jekt wird zum Sozi­al­fall, weil sich die Ker­le sofort zurück­zie­hen wenn es brenz­lig wird, wenn Stress und Ver­ant­wor­tung 'dro­hen'.

Wie hat Herr Dix sich in einer der Ver­öf­fent­li­chun­gen charakterisiert?
So →

Wie bei Amei­se und Gril­le - eine tref­fen­de Fabel.

Wor­auf ich nun noch war­te ist eine Stu­die, sind Zah­len, die das bele­gen, was Herr Dix ein­gangs sei­nes Arti­kels so aus­drückt:".. Wer meh­re­re Men­schen zugleich liebt oder sich die Pro­mis­kui­tät stolz auf die Fah­ne schreibt, gerät immer sel­te­ner unter Recht­fer­ti­gungs­druck und muss sich ins­be­son­de­re der jün­ge­ren Gene­ra­ti­on kaum noch erklären .."
Ein sol­ches sozio­lo­gi­sches Phä­no­men zu behaup­ten ist ein­fach - ich zweif­le aller­dings, ob der Herr Dix dafür irgend­wel­che hand­fe­sten, belast­ba­ren Bewei­se anfüh­ren kann. Bis zu die­sem Beweis behaup­te ich, dass er das frei erfun­den hat um sei­ner Fest­stel­lung Glaub­wür­dig­keit zu geben. Chri­sto­pher Hit­chens hat es so formuliert:
"Was ohne Beleg behaup­tet wer­den kann, kann auch ohne Beleg ver­wor­fen wer­den." Wie ich schon beim hpd schrieb: Sie wol­len doch nicht Gefahr lau­fen dass ich am Ende damit Recht behal­te, dass Gei­stes­wis­sen­schaft­ler in die Luft grei­fen und etwas behaup­ten (erfin­den!) ohne dafür die gering­sten Bewei­se zu haben?

Zum Abschluß noch dies:
Es quält mich die Fra­ge wie­so der hpd dem Herrn Dix eine Platt­form für sei­ne mehr als abwe­gi­gen The­sen bie­tet. Die Auf­ga­be, die sich der hpd stellt, lautet 

".. Der hpd ver­steht sich als Pres­se­por­tal, das die Anlie­gen huma­ni­stisch-auf­klä­re­ri­scher Posi­tio­nen öffent­lich­keits­wirk­sam prä­sen­tiert, damit die­se in der Poli­tik und den Medi­en grö­ße­re Beach­tung finden .."

Was an dem hier bespro­che­nen Arti­kel des Herrn Dix ist es wert '.. in der Poli­tik und den Medi­en grö­ße­re Beach­tung (zu) fin­den ..'?
Er ist schlam­pig durch­ge­se­hen, sie­he dort → ".. Denn Mono­ga­mie beher­bergt aus sei­ner Natur her­aus mora­li­sche Miss­stän­de, meint Deniz Y. Dix .." - 'sei­ner'? Seit wann ist 'Mono­ga­mie' männ­lich? Nicht lt. Duden .... und wahr­haf­tig nicht der wei­te­ren Dis­kus­si­on würdig.
Ein spät­pu­ber­tä­res Gedan­ken­kon­strukt, man wünscht dem Herrn Dix er möge erwach­sen werden.

bookmark_borderThe Void
- die Leere, das NICHTS ...!

Lang­sam däm­mert es den Mit­glie­dern und Abge­ord­ne­ten der CDU:

Sie star­ren auf die gro­ße Lee­re, die Lee­re, die Ange­la Mer­kel in ihren Regie­rungs­jah­ren erzeugt hat indem sie . . . . nichts tat.

Wo es den Men­schen im Lan­de schon längst klar war, dass die Aktio­nen und Ent­wür­fe der Regie­rung, sowie ihre Plä­ne für zukünf­ti­ges Han­deln gene­rell an den Bedürf­nis­sen vor­bei gehen wür­den. Im schlimm­sten Fall nur denen die­nen könn­ten, die sowie­so nichts mehr brau­chen weil sie schon mehr als genug haben.

Die CSU hat in all den Jah­ren dafür gesorgt, dass es in Bay­ern vie­le Pro­gram­me gab die aus Bun­des­mit­teln co-finan­ziert wur­den. Dadurch hat sich der all­ge­mei­ne Lebens­stan­dard aus­ein­an­der ent­wickelt und es ist kein Zufall, dass am Starn­ber­ger See pro Kopf dop­pelt soviel ver­dient wird wie in Gelsenkirchen.

Nun ste­hen wir vor dem Scher­ben­hau­fen der Merkel'schen Regie­rungs­zeit und fra­gen uns 'Wie soll es wei­ter gehen?' Frau Kramp-Kar­ren­bau­er wird den Gegen­wind noch viel stär­ker spü­ren als zur Zeit. Sie hat dem nichts ent­ge­gen zu set­zen als alt­backe­ne Schub­la­den­pro­gram­me - die taug­ten frü­her nichts und sind durch lan­ge Lage­rung nicht bes­ser geworden!

Mit einem Finanz­mi­ni­ster der den Vor­gän­ger nach­äfft, und die unsäg­li­che *schwar­ze Null* wie die­ser 'anbe­tet', anstatt die Umwand­lung der Pro­duk­ti­on von ste­ti­gem Wachs­tum hin zu umwelt­ver­träg­li­cher und nach­hal­ti­ger Pro­duk­ti­on zu för­dern, und dafür alle Regi­ster der Finanz­po­li­tik zu zie­hen, ist bestimmt die Zukunft nicht rosig oder viel­ver­spre­chend. Ganz im Gegenteil.

Der­wei­len träu­men die Einen davon wenig­stens bis zum Monats­en­de 'flüs­sig' zu blei­ben, die Ande­ren davon eine aus­kömm­li­che Ren­te zu erhal­ten, und wie­der Ande­re davon gesund genug zu blei­ben um die immer spä­ter aus­ge­zahl­te Ren­te spä­ter auch genie­ßen zu kön­nen und nicht schon vor Aus­zah­lungs­be­ginn zu sterben.

Und die SPD?
Weder vom Pro­gramm noch vom Wol­len wird man irgend­et­was glau­ben, was aus die­ser Rich­tung kommt. Zu oft umge­fal­len, zu oft ver­spro­chen und nicht gelie­fert, zu oft genau die Wer­te ver­leug­net und mit Füßen getre­ten die ein­mal Kern der SPD Pro­gram­ma­tik waren.

Noch geht es uns wirt­schaft­lich so gut, dass sich kei­ne Mas­sen mobi­li­sie­ren um die Schü­ler­de­mon­stra­tio­nen zu unter­stüt­zen und das Anlie­gen der Zukunfts­si­che­rung mit dem Anlie­gen einer gerech­te­ren Gesell­schaft zu verknüpfen.

Wenn aller­dings die Auto­in­du­strie zu schwä­cheln beginnt weil rund um den Glo­bus nicht die glei­che Phi­lo­so­phie wie hier­zu­lan­de geteilt wird - das Auto müs­se nur etwas spar­sa­mer sein und weni­ger Dreck aus­sto­ßen, dann sei die Zukunft gesi­chert - dann wird der Unter­gang der Gesamt­wirt­schaft nicht lan­ge auf sich war­ten las­sen. Dann wer­den mög­li­cher­wei­se die *bra­ven Bür­ger* aus ihrem Koma erwa­chen und unwirsch werden!

Der jetzt noch behä­big sich zurück leh­nen­de Bür­ger wird auf­ge­schreckt sein, sich am Kopf krat­zen und fra­gen, war­um ihm denn *Mut­ti Mer­kel* das alles nicht vor­her gesagt hat.
Wie sie ihn über­haupt so im Stich las­sen kann, wo er sie doch seit Jah­ren treu gewählt hat ....

bookmark_borderUngeeignet!

Evolu­ti­on ist ein dyna­mi­scher Pro­zess - nur jene Lebe­we­sen, die mit evo­lu­tio­nä­rer Ver­än­de­rung Schritt hal­ten kön­nen, wer­den überleben. 

Die Situa­ti­on der Erde ist kata­stro­phal und fatal - und weil sich in den "Top 10" der Län­der, die zusam­men 45% aller Umwelt­schä­den und schä­di­gen­den Emis­sio­nen ver­ur­sa­chen, nichts wirk­lich Nen­nens­wer­tes tut - scheint das Ende der öko­lo­gi­schen Aus­gleichs­fä­hig­keit gekom­men zu sein und das Über­le­ben der Mensch­heit immer unsicherer.

Wie ich kürz­lich in den Kom­men­ta­ren schon formulierte:

Es ist bestimmt rich­tig, dass Men­schen Vie­les in ihrer Umwelt falsch ein­schät­zen - dafür gibt es eine ein­fa­che bio­lo­gi­sche Erklä­rung, die Bio­lo­gen schon seit mei­ner Stu­di­en­zeit (und wahr­schein­lich auch davor schon) kann­ten. Es ist die Unzu­läng­lich­keit unse­res Gehirns sich auf die­se rasan­te, expo­nen­ti­el­le Ände­rung der Inpu­tra­te ein­zu­stel­len. Die *evo­lu­tio­nä­re Auf­rü­stung* hinkt hin­ter der *tech­nisch-prak­ti­schen Wand­lung* der Umwelt her. Kaum glau­ben wir etwas ver­stan­den zu haben, da hat es sich schon wie­der ver­än­dert - aus die­ser Dis­kre­panz nährt sich das Vor­ur­teil. Wir brau­chen eine Re-Syn­chro­ni­sie­rung der mög­li­chen evo­lu­tio­nä­ren Ände­rung mit der Ent­wick­lung die wir ansto­ßen, sonst wird die Zahl derer, die die Wirk­lich­keit rich­tig ein­schät­zen kön­nen immer kleiner.

Es fällt uns in der Hek­tik des All­tags nicht auf, eine gro­ße Zahl Men­schen wird es nicht ein­mal als Pro­blem erken­nen - und einer noch grö­ße­ren Zahl wird es völ­lig schnup­pe sein, dass es sich so ver­hält. 'Nichts Neu­es!' höre ich da man­che sagen, und ja, es ist ein Pro­blem, das wir seit vie­len Jahr­hun­der­ten haben. Der gro­ße Unter­schied ist allerdings:

Die Sche­re zwi­schen der Fähig­keit die Welt um uns her­um zu ver­ste­hen (grün) und dem Umfang des Fort­schritts, der Men­ge an Infor­ma­ti­ons­zu­wachs (rot) geht stän­dig wei­ter auf.

Ich behaup­te sogar, sie ist so weit aus­ein­an­der, dass es nie­man­den mehr auf die­ser Welt gibt, der alle Infor­ma­tio­nen allei­ne ver­ar­bei­ten, geschwei­ge denn ver­ste­hen kann. Inso­weit war mei­ne For­mu­lie­rung oben '.. sonst wird die Zahl derer, die die Wirk­lich­keit rich­tig ein­schät­zen kön­nen immer klei­ner ..' noch eine sehr opti­mi­sti­sche Sicht der Wirklichkeit.

Wir sind auf die­sem Pla­ne­ten als "Spe­zi­es" [ = Art] eine evo­lu­tio­nä­re Fehl­ent­wick­lung, "unge­eig­net", und des­we­gen wer­den wir - da revi­die­re ich mein vor­her geäu­ßer­tes Votum - untergehen.

bookmark_borderWie ich beschloss (doch wieder einmal) zu fliegen
*update* [11.04.2020]


Seit 10 Jah­ren bin ich für meh­re­re Mona­te jedes Jahr mit Wohn­wa­gen unter­wegs gewe­sen, ein­mal sogar ein­ein­halb Jah­re am Stück in Spa­ni­en. Des­we­gen dach­te ich dar­an zu wech­seln und etwas ande­res zu unter­neh­men. Da ich seit 2002, also 17 Jah­re, nicht mehr in einem Flug­zeug geses­sen habe plagt mich auch kein *Umwelt­ge­wis­sen*, mein *CO2-foot­print* ist 'sau­ber'.

So mach­te ich mich auf die Suche nach Flü­gen & Unter­kunft in Mit­tel- und Süd­ame­ri­ka­ni­schen Ländern.

Dort, wo man Spa­nisch spricht - nach Bra­si­li­en woll­te ich schon wegen der amtie­ren­den rechts­la­sti­gen Regie­rung nicht .... Zuerst stan­den mög­li­che Län­der mit pro und kon­tra auf der Liste. Danach waren die Flü­ge auf dem Pro­gramm, denn ich will dafür nicht mehr aus­ge­ben, als ich für die Anrei­se nach Spa­ni­en (mit Wohn­wa­gen) brau­che, und das sind ca. 500,- €uro (ein­fach).

Nun, das war der Beginn einer mehr­tä­gi­gen Odys­see durch das Inter­net, das bekannt­lich auf ALLE Fra­gen eine Ant­wort haben soll. Nur auf mei­ne Fra­gen offen­bar nicht. Oder mög­li­cher­wei­se doch - und ich bin nur zu unge­schickt oder zu doof sie zu finden.

Das Land war zügig fest­ge­legt, auch unge­fähr die Region:
Mexi­co - und den zen­tral süd­lich von Gua­d­a­la­ja­ra, der zweit­größ­ten Stadt des Lan­des, gele­ge­nen See "Lago de Cha­pa­la" im Hoch­land Mexi­cos. Die Wit­te­rung ist mild, die Schwan­kun­gen sind eng begrenzt und es steht nicht zu befürch­ten, dass es all­zu nass wer­den könn­te.

Die Bedin­gun­gen sind dort für aller­lei uner­wünsch­tes Getier nicht beson­ders gut, ins­be­son­de­re stel­len tie­ri­sche Ein­zeller (Cha­gas-Erre­ger, Mala­ria-Erre­ger), über­tra­gen durch Wan­zen / Mücken beim Blut­saugen, eine Gesund­heits­ge­fahr dar. So toll also tro­pi­sche Bedin­gun­gen sein könn­ten - die Nega­tiv­bi­lanz zu Krank­heits­ge­fah­ren über­wiegt, und daher fällt das aus.


Was aller­dings bei der Flug­su­che statt­fand war doch sehr ernüch­ternd. Mag sein, dass es dar­an liegt, dass ich erst Anfang näch­sten Jah­res flie­gen will:

Im Buchungs­sy­stem der Luft­han­sa war es nicht mög­lich einen Zeit­raum von mehr als drei Mona­ten ein­zu­ge­ben. So habe ich - nur um eine genaue­re Preis­vor­stel­lung zu bekom­men - einen Flug von Janu­ar 2020 bis Ende März 2020 eingegeben.

In dem System gibt es eine sehr son­der­ba­re Vorgabe:
Wenn man einen (Hin-) Flug für ca. 340,- € ein­ge­ge­ben hat und dann den Rück­flug wählt (der zu die­sem Preis nicht zu haben ist, son­dern ca. 480,- € kostet, dann springt das System für den Hin­flug auf 460,- € - und anstatt einer Sum­me von 820,- € kommt ein Gesamt­preis von 940,- € heraus!

Eine Erklä­rung dafür gab es nicht, ein pop-up-Kasten zeigt ledig­lich die Nach­richt, dass das so vor­kom­men könn­te .... es ist eine von die­sen Beson­der­hei­ten bei denen man sich fragt, ob die Air­line denkt sie habe es mit dump­fen Gips­köp­fen zu tun, die sowie­so nichts zu wis­sen brau­chen, son­dern zu zah­len haben und damit "basta!".
Bei einer wei­te­ren Suche wur­den als Gesamt­preis (ab Janu­ar) ein­mal 797,- €uro, dann wie­der 1.024,91 €uro ange­ge­ben. Ich bin sehr gespannt was es dazu im Rei­se­bü­ro geben wird.

Über die Tricks von eini­gen ande­ren Buchungs­sei­ten will ich gar nicht erst anfan­gen - da wer­den ganz hin­ter­li­stig in Mini­druck die Bedin­gun­gen auf­ge­führt wann der genann­te Preis gül­tig ist, und sie­he da, das ist genau dann, wenn Ostern Und Pfing­sten zusam­men fallen.

Eine Suche danach, über wel­chen Zeit­raum maxi­mal man einen Flug buchen kann, gibt es offen­bar nicht. Ledig­lich die übli­chen Buzz-Word-Fän­ger. Ein paar Foren in denen sich die Kid­dies Phra­sen an die Köp­fe wer­fen und wenig Sub­stanz lie­fern. Und eini­ge Sei­ten bei denen man Infor­ma­tio­nen erst erhält, wenn man die gesam­te Fami­li­en­ge­schich­te samt Beruf des Groß­va­ters ein­ge­ge­ben hat. Nein, Danke!

Blei­ben Sie mir treu, abon­nie­ren Sie mein Blog - dann wer­den Sie Ende des Jah­res erfah­ren wo genau und wann ich den Süden Nord­ame­ri­kas unsi­cher mache.

A Provinz/See CC BY-SA 3.0; TUBS; 04.August 2011. 
B Kar­te der Pro­vinz Jalis­co mit Gua­d­a­la­ja­ra; gemeinfrei. 
C Lage von Mexi­co City CC BY-SA 3.0; TUBS; 04.August 2011. 


Ach ja, bevor ich es vergesse:
Soll­ten Sie Hin­wei­se haben wo ich viel­leicht ein gün­sti­ge­res Ange­bot bekom­men könn­te, oder ein ande­res Land, in dem Sie selbst gute Erfah­run­gen gemacht haben, dann hin­ter­las­sen Sie doch bit­te einen Kom­men­tar oder schrei­ben Sie mir ein E-Mail.
 

*update* [11.04.2020]
Glück­li­cher­wei­se habe ich davon Abstand genom­men nach Mexi­ko zu flie­gen! Die Umzugs­ar­bei­ten (zwei Küchen gebraucht gekauft und für die neu­en Räu­me ange­passt ein­ge­baut, plus all die ande­ren Klei­nig­kei­ten wie Bil­der, Kisten um- und aus­packen, etc.) hat­ten sich bis spät in den Febru­ar hin­ge­zo­gen - da hät­te ich schon längst unter­wegs sein müs­sen um noch genug Zeit vor der Regen­zeit (Mit­te Mai, etwa drei Mona­te andau­ernd) zu haben.
Wäre ich nun dort, dann säße ich wohl fest, denn die Flü­ge sind größ­ten­teils stor­niert und die Not­fall-Rück­füh­run­gen waren eben­falls begrenzt in der Zahl. Da sieht man wie­der wie das Leben so spielt - was zunächst als ver­pass­te Gele­gen­heit trau­rig war stellt sich im Nach­hin­ein als gün­sti­ge Fügung heraus.

bookmark_border"Natürlich" ist häufiger als man denkt ungesund

Was in der Lai­en­me­di­zin - die kei­ne *wirk­li­che Medi­zin* ist - immer behaup­tet wird, kann in vie­len Fäl­len durch kon­trol­lier­te Stu­di­en wider­legt werden.

'Kon­trol­liert' heißt in die­sem Fall nicht, dass das Ergeb­nis irgend­wie ver­än­dert wird. Son­dern es bedeu­tet die Ver­su­che so anzu­le­gen, dass weder die betei­lig­ten Ärz­te noch die Pati­en­ten erken­nen kön­nen mit was genau letz­te­re behan­delt wer­den, dem Ver­um¹ oder dem Pla­ce­bo².

Gleich­zei­tig bedeu­tet es auch eine Min­dest­zahl an Pati­en­ten als Stu­di­en­ob­jek­te, da es einen sta­ti­sti­schen Feh­ler gibt: Das sind Abwei­chun­gen die man sehen kann ohne den Pati­en­ten behan­delt zu haben. Ein Bei­spiel wäre der Blut­druck, der stän­dig Schwan­kun­gen zeigt - muss nun für ein Medi­ka­ment eine Wir­kung auf den Blut­druck ange­nom­men wer­den (oder gar erwünscht sein, weil es die Haupt­wir­kung ist), so braucht man min­de­stens ca. 120 Pati­en­ten um eine sta­ti­stisch siche­re Aus­sa­ge über die­sen Mess­wert zu machen - alles ande­re fällt unter "Ein­zel­be­ob­ach­tung" und hat daher ledig­lich anek­do­ti­schen Wert, ist also nie ein 'Beweis'.

Stu­die ist - und da wird es kom­pli­ziert - nicht immer gleich Stu­die, selbst wenn die nöti­gen wis­sen­schaft­li­chen Kri­te­ri­en ein­ge­hal­ten wurden! 

Manch­mal kommt es dar­auf an genau hin zu sehen WIE die Unter­su­chung (= Stu­die) durch­ge­führt wur­de. Ein gutes Bei­spiel dafür fand ich neu­lich beim Her­um­stö­bern im Inter­net. Es ging um Tee­baum­öl³, ange­prie­sen als "Mit­tel der Wahl gegen Zahn­be­lag" ['Plaque'].

Alle Befun­de [Bewei­se] waren aus Stu­di­en im Reagenz­glas. Das schafft natür­lich völ­lig ande­re Bedin­gun­gen als man sie im Mund von leben­den Pati­en­ten fin­det. Kön­nen also Bak­te­ri­en im Reagenz­glas abge­tö­tet wer­den bedeu­tet es noch lan­ge nicht, dass das auch für die Kul­tu­ren gilt, die wir alle im Mund mit uns her­um­tra­gen.

So wie in die­sem Fall *arbei­ten* die Fir­men in ihrer Wer­bung sehr häu­fig: Es wer­den die (sprich­wört­li­chen) Äpfel mit Bir­nen ver­gli­chen - und schon passt die Wer­be­aus­sa­ge für das Pro­dukt, obwohl die Ergeb­nis­se der Stu­die etwas ganz ande­res zum Gegen­stand hatten.
Ich nen­ne die­ses Vor­ge­hen gern "Lügen mit der Wahr­heit", weil es zwar einen wah­ren Kern ent­hält - in unse­rem Bei­spiel hier, dass Tee­baum­öl Bak­te­ri­en abzu­tö­ten in der Lage ist - dies aber nur im Reagenz­glas, nicht im Mund von Patienten. 

Das war der 'gelo­ge­ne Teil' der Aus­sa­ge.

¹ Ver­um = Ein Ver­um ist eine im Rah­men kli­ni­scher Stu­di­en ver­ab­reich­te Arz­nei­mit­tel­pro­be (Tablet­te, Kap­sel etc.), die im Gegen­satz zum wirk­stoff­frei­en Pla­ce­bo phar­ma­ko­lo­gisch wirk­sa­me Sub­stan­zen enthält. 

² Pla­ce­bo = Ein Pla­ce­bo (lat. „ich wer­de gefal­len“) ist ein Arz­nei­mit­tel, das kei­nen Arz­nei­stoff ent­hält und somit auch kei­ne phar­ma­ko­lo­gi­sche Wir­kung hat, die dadurch ver­ur­sacht wer­den könnte. 

³ Tee­baum­öl
In der Lai­en­me­di­zin mit man­nig­fal­ti­ger Indi­ka­ti­on: in der ZHK soll damit bei­spiels­wei­se ein Befall mit Zahn­be­lä­gen (Plaque) ver­mie­den und damit den Zahn­fleisch­ent­zün­dun­gen ("Par­odon­to­se") vor­ge­beugt wer­den. .. Mund­spül­lö­sun­gen (wir­ken) im Reagenz­glas der For­schungs­la­bo­ra­to­ri­en schon in rela­tiv gerin­ger Kon­zen­tra­ti­on - im Mund hin­ge­gen .. (wer­den) die Wirk­stof­fe von Mund­spül­lö­sun­gen wegen des stän­dig neu gebil­de­ten Spei­chels rela­tiv rasch aus­ge­wa­schen oder inak­ti­viert .. (es) sind also Medi­ka­men­te gefragt, die sich über einen län­ge­ren Zeit­raum trotz­dem am geplan­ten Wir­kungs­ort fest­set­zen kön­nen (Sub­stan­ti­vi­tät).

Frau Prof. Dr. Nico­le Arwei­ler von der Frei­bur­ger Uni­ver­si­täts-Zahn­kli­nik (jetzt: Mar­burg) hat eine nach Her­stel­ler­an­ga­ben vor­be­rei­te­te Lösung des Tee­baum­öls an Pati­en­ten nach wis­sen­schaft­li­chen Kri­te­ri­en gete­stet (ver­öf­fent­licht in ZBW 1.2002) und stell­te fest: "...Die Tee­baum­öl­emul­si­on konn­te weder den Plaque­In­dex noch die pro­zen­tua­le Plaq­uebedeckung signi­fi­kant redu­zie­ren. ... Die Ergeb­nis­se deu­ten auf eine stär­ke­re Plaqu­ent­wick­lung hin gegen­über dem Spü­len mit Was­ser...."

[Zitat] Die größ­ten Alarm­zei­chen dafür, dass eine Publi­ka­ti­on falsch ist, hat Ioann­idis natür­lich mit einer eige­nen Stu­die ermit­telt. Dafür wer­te­te er rund 3.000 Meta­ana­ly­sen aus, also Stu­di­en über Stu­di­en (was sei­ne eige­ne Arbeit zur Meta-Meta­stu­die macht). Grund­la­ge waren cir­ca 52.000 Ein­zel­ar­bei­ten. Vor­sicht ist dem­nach gebo­ten, wenn eine Studie ...
... nur eine klei­ne Zahl von Ereig­nis­sen auswertet
... als eine der ersten etwas Neu­es präsentiert
... auf­fal­lend häu­fig zitiert wird
... aus den USA stammt.
Ver­däch­tig wären somit just jene Sen­sa­ti­ons­mel­dun­gen, über die oft mit dem Satz berich­tet wird: "Ame­ri­ka­ni­sche For­scher haben her­aus­ge­fun­den ..."

bookmark_borderGenug ist genug, oder gar schon zuviel?

Die NATO, so wird uns erzählt, sei zu unse­rem Schutz da. Vor den Russen.

Für die NATO sol­len wir, so for­dert Herr Trump, mehr Geld zah­len als jetzt schon.

Die NATO hat, was Vie­le schon ver­ges­sen haben, in Jugo­sla­wi­en¹ völ­ker­rechts­wid­rig gehaust (1999) - mit Ein­ver­ständ­nis der SPD-Grü­ne-Koali­ti­on² allen vor­an, Schröder/Fischer/Scharping.

Die NATO³ hat, was hier offen­bar mitt­ler­wei­le nicht ein­mal mehr im Bewusst­sein der Bevöl­ke­rung ist, und in den Medi­en kei­ne Rol­le spielt, Anteil am eben­so völ­ker­rechts­wid­ri­gen Krieg der USA in Afghanistan.

Man setzt sich von Sei­ten der Poli­tik offen über den Wil­len der deut­schen Bevöl­ke­rungs­mehr­heit hin­weg - so wird klar, war­um es trotz feh­len­der Mehr­hei­ten in der Ver­gan­gen­heit immer wie­der sol­che ekla­tan­ten Rechts­brü­che gege­ben hat. Für all die­se und alle fol­gen­den Ein­sät­ze sol­len wir nun nicht nur den Kopf hin­hal­ten son­dern auch noch mehr als bis­her bezahlen?

Für wen hal­ten uns denn unse­re Politiker?
Für eine Mas­se von Dumpfbacken?

---------- Ergän­zen­de Textstellen ---------- 

¹

² Obwohl kein ein­zi­ges NATO-Land bedroht wur­de, misch­te sich die NATO im März 1999 in die Aus­ein­an­der­set­zung ein. Am 24. März 1999 begann die NATO die 78 Tage dau­ern­de Bom­bar­die­rung Jugo­sla­wi­ens .. Am Abend des 24.03.1999 erklär­te der deut­sche Bun­des­kanz­ler Schrö­der in einer Anspra­che, dass man in Jugo­sla­wi­en „mili­tä­ri­sche Zie­le“ angrei­fe, „syste­ma­ti­sche Ver­let­zun­gen der Men­schen­rech­te unter­bin­den und eine huma­ni­tä­re Kata­stro­phe im Koso­vo ver­hin­dern“ wird .. Die Anspra­che umfass­te 485 Wör­ter, acht Mal wur­de das Wort „Frie­den“ oder „fried­lich“ in Zusam­men­hang mit dem Krieg benutzt..: „Wir füh­ren kei­nen Krieg, aber wir sind auf­ge­ru­fen, eine fried­li­che Lösung im Koso­vo auch mit mili­tä­ri­schen Mit­teln durchzusetzen.“

³ .. stel­len sich wei­te­re erstaun­li­che Par­al­le­len zwi­schen von der Ley­ens Gesprächs­part­nern in Washing­ton und den Mer­kel-Wider­sa­chern in Ber­lin und Mün­chen ein ..: Scharf­ma­cher, die an den Argu­men­ten der ande­ren Sei­te nicht wirk­lich inter­es­siert sind und nur einem Ziel fol­gen: .. die zwei Pro­zent von den Deut­schen ulti­ma­tiv einzufordern .. " 

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bookmark_border"Rule, Britannia! Britannia rule the waves .... "

Nein, die heh­ren Gesän­ge gibt es zwar noch, aber das "Bri­ti­sche Empire" ist Vergangenheit.

Bis­her habe ich mich zurück gehal­ten zum The­ma "Brexit" nur spo­ra­disch geschrie­ben. Aus gutem Grund, denn die Zeit und der Auf­wand das Punkt für Punkt zu ver­fol­gen sind es nicht wert, weil nichts irgend­wie geord­net ist. Eine Wen­dung folgt auf die näch­ste, ein tota­les Chaos!

Frau May hat die EU um eine Ver­län­ge­rung über eine Zeit bis kurz nach der Euro­pa­wahl gebe­ten, genau­er bis zum 30. Juni. Kurz bevor sie die­se Bit­te abge­schickt hat wur­de bekannt, dass die EU bereit wäre nicht nur um ein paar Mona­te zu ver­län­gern, son­dern bis April näch­sten Jahres.
Trotz­dem ist sie bei ihrem kur­zen Zeit­rah­men geblie­ben - und der Laie reibt sich in Unver­ständ­nis die Augen und fragt sich, war­um sie das Schei­tern wählt, wo doch Sta­bi­li­tät ganz ein­fach zu haben wäre. Mög­lich, dass das nicht grund­los¹ geschieht, was *ziel­los* aus­sieht könn­te durch­aus *gezielt* sein!
Es drängt sich der Gedan­ke auf, dass Frau May eine Absa­ge pro­vo­zie­ren möch­te, damit sie dann zu Hau­se sagen kann: 'Seht ihr, ich habe es ver­sucht mit dem gere­gel­ten Brexit, aber die EU hat mich gezwun­gen es auf die har­te Tour machen zu müssen'.

Die­ses Total­ver­sa­gen der Regie­rungs­chefin ist nicht mehr mit Ver­nunft durch­schau­bar. Die Situa­ti­on ändert sich bestän­dig, aber Frau May² bleibt bei ihrer ein­mal gefass­ten Vor­ge­hens­wei­se und will immer nur kur­ze Ver­län­ge­run­gen - wo doch mehr auch mehr Spiel­raum für Ver­hand­lun­gen und Ergeb­nis­se bedeu­ten würde.

Wie wäh­rend der jah­re­lan­gen Ver­hand­lun­gen: Kei­ne Vor­stel­lungs­kraft, kei­ne Stra­te­gie, kei­ne ver­bün­de­ten Hel­fer unter den frü­he­ren Part­nern. Gut­wil­li­ge Ange­bo­te schroff abge­lehnt und damit viel poli­ti­sches Por­zel­lan zer­schla­gen. Zurück bleibt ein Scher­ben­hau­fen und ein zutiefst zer­strit­te­nes Land, des­sen drin­gen­de Pro­ble­me wie Gesund­heits­ver­sor­gung, Sozi­al­struk­tur und Woh­nungs­markt in einer schwe­ren Kri­se stecken. In 2016 schrieb ich³ noch "Die kon­ser­va­ti­ven Kräf­te (in der EU) sind im Nie­der­gang begrif­fen - sie haben es nur noch nicht so rich­tig gemerkt.", das war eine Fehl­ein­schät­zung, min­de­stens für den Augen­blick. Bes­sern könn­te es sich bei der Wahl in die­sem Jahr, doch auf den Brexit hat es dann kei­nen Ein­fluss mehr.

Was aber, wenn Frau May doch die Ver­län­ge­rung bekommt um die sie die EU gefragt hat?

Dann wer­den die bri­ti­schen EU Abge­ord­ne­ten gewählt. Um dann am näch­sten oder über­näch­sten Tag wie­der nach Hau­se zu gehen - und die EU muss sich dar­auf vor­be­rei­ten die­se Lücken (die ja in sämt­li­chen Gre­mi­en pro­por­tio­nal vor­han­den sein wer­den!) mit ande­ren Per­so­nen zu füllen.

Spä­te­stens dann ist die Repu­ta­ti­on des Insel­rei­ches end­gül­tig im Kel­ler. Der Man­gel an Demo­kra­tie in der EU ist nicht zu leug­nen und das war ja stets ein Man­gel, auf den die Bri­ten - zu Recht - hin­ge­wie­sen haben. Nach dem unse­li­gen Hin und Her der Frau May in den letz­ten Jah­ren fällt es schwer noch zu glau­ben, dass die­ses Anlie­gen tat­säch­li­cher und nicht nur vor­ge­scho­be­ner Grund war.

¹ Wem nützt BREXIT ...? [26.06.2017]

² May­day, May­day* .... [12.07.2016]

³ "Should I Stay or Should I Go" [21.06.2016]