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bookmark_border"Backe, backe Kuchen ...."

oder: Vom Kuchen 'alter Art'
 

Es ist Zwetsch­ge­n­ku­chen­zeit im Land - das merkt man unter ande­rem dar­an, dass der Preis dafür in unge­ahn­te Höhen steigt. Heu­te durf­te ich für ein Stück davon 2,75 € bezah­len, mit­hin 11,- € für vier Stücke. Dafür hät­te ich (fast schon) drei run­de "Böh­mi­sche Zwetsch­ge­n­ku­chen" mit 26 cm Durch­mes­ser von Kop­pen­rath & Wie­se (jetzt Dr. Oet­ker) aus der Tief­kühl­tru­he kau­fen kön­nen.
 

Wenn nun die Qua­li­tät des "Bäcker­hand­werks mit Tra­di­ti­on" ange­mes­sen gewe­sen wäre, die Grö­ße des Kuchen­stücks zudem nicht nur 'für den hoh­len Zahn', also Mini, was bedeu­tet: man muss zwei Stücke kau­fen wo frü­her eines genüg­te, der Belag min­de­stens so, dass der Teig dar­un­ter nicht zu sehen gewe­sen wäre, mei­ne Mut­ter pfleg­te das als "Quetsch-wart-a-bis­sel" zu bezeich­nen .... dann wäre ich zufrie­den gewe­sen und die­ser Bei­trag wäre nicht erschie­nen.
 

In den letz­ten Tagen habe ich - natür­lich nur zum Zwecke der Bewer­tung aktu­el­ler 'Back­kunst' - von meh­re­ren Bäckern Zwetsch­ge­n­ku­chen gekauft. Also das, was unter die­ser Bezeich­nung ange­bo­ten wur­de. Nicht etwa, was ich dar­un­ter ver­ste­he.
 
Die Liste von Zuta­ten, die nicht als Zuta­ten für Zwetsch­ge­n­ku­chen zuläs­sig sind, ist umfang­reich. Ich nen­ne ein paar:
 

  • - Glib­be­ri­ge Gla­sur, von der Kon­si­stenz her 'Wackelpudding'-ähnlich, die Früch­te vor­täu­schen soll, wo zu wenig Früch­te ver­wen­det wer­den - wie soll sonst der Bäcker reich werden? 
  • - Zimt; Nel­ken; Hagel­zucker; Puder­zucker; Streusel. 
  • - Mürb­teig; Rühr­teig; Bis­quit­schicht zwi­schen Hefe­teig und Belag; 
  • - Pud­ding (!), der Gip­fel der Scheußlichkeit.

 

Als ich noch ein klei­ner Bub war und noch nicht zur Schu­le ging wur­den Blech­ku­chen man­gels geeig­ne­ter Back­öfen in Pri­vat­haus­hal­ten - man schrieb das Jahr 1950 - beim Bäcker um die Ecke abge­ge­ben. Der sie dann in sei­nen gro­ßen Ofen schob und back­te. Mit dem Kuchen zusam­men, den er selbst berei­tet hat­te - für all jene armen Men­schen, die kei­nen Hefe­teig zube­rei­ten konn­ten, kei­nen Zugang zu einem Zwetsch­ge­n­baum bei der Ver­wandt­schaft hat­ten, oder sich nicht ein­mal ein gro­ßes Back­blech lei­sten konn­ten.
 
Die kauf­ten sich ein Stück vom Bäcker­ku­chen: Hefe­teig und Zwetsch­gen als Belag.
 

Hefe­teig, Zwetsch­gen, und wenn sie noch sau­er waren ein wenig auf­ge­streu­ter Zucker, bestimmt aber kei­ne Pflau­men, das waren die zwei Zuta­ten für Zwetsch­ge­n­ku­chen.
 
Soll­ten sie heu­te auch noch sein.
 
Was dar­aus tat­säch­lich gewor­den ist?
 
Ein wei­te­res *life-style* Pro­dukt, geschaf­fen von Leu­ten, die in ihrem Leben noch nie wirk­lich guten Zwetsch­ge­n­ku­chen 'alter Art' geges­sen haben oder je essen wer­den.
 

  War­um "Zwetsch­gen" und nicht "Pflau­men"? Weil Zwetsch­gen weni­ger Flüs­sig­keit ent­hal­ten und daher beim backen weni­ger Saft her­aus­läuft - was den Kuchen fester wer­den lässt, die Form der Früch­te erhält und den Esser nicht in die Gefahr bringt, sich mit her­un­ter­träu­feln­dem Saft zu bekleckern .... 


 

bookmark_borderVon Trump lernen ....

"Von Trump ler­nen heißt sie­gen ler­nen!" möch­te man in Abwand­lung des frü­he­ren DDR Spru­ches aus­ru­fen, denn Trump macht vor und hier­zu­lan­de macht man es nach:
 

Ablen­kung von eige­nen Feh­lern, Ver­säum­nis­sen und frü­he­ren Ein­schät­zun­gen, die man heu­te nicht mehr so gern wahr haben will, durch Nut­zung von Buzz-Words und Schel­te von ande­ren Men­schen.
 
Wenn das nicht fruch­tet bleibt immer noch mit dem Fin­ger auf ein "Unge­heu­er" zu wei­sen und laut "Alarm! Alarm!" zu rufen. Da dre­hen sich die Köp­fe der unbe­darf­ten Mas­sen und schon ist die Ablen­kung gelun­gen.
 

Was frü­her gan­ze Kam­pa­gnen in Radio, Zei­tung und Fern­se­hen brauch­te gelingt heu­te mit face­book, twit­ter und insta­gram im Hand­um­dre­hen ....   einem Blogkommentar.

 

 

bookmark_borderExpertenwissen

Wir hat­ten es schon, sie­he die Links ganz unten auf die­ser Sei­te - und waren ver­blüfft, wer so als "Exper­te" gilt. 
 
Wenn ein Durch­schnitts­bür­ger sich da schwer tut und nicht so recht beur­tei­len kann wer als Exper­te ernst zu neh­men ist schmun­zelt man, denkt sich sei­nen Teil und geht dar­über hin­weg .... wenn ein Mit­glied der US Regie­rung [Navar­ro*] einen - zuge­ge­ben sehr erfolg­rei­chen - Car­toon­zeich­ner als medi­zi­ni­schen Exper­ten zur Stüt­zung sei­ner Mei­nung (!) her­an­zieht, dann packt zumin­dest mich das Grausen. 
 
Sie­he Abbil­dung unten ["click!" vergrößert] 
 

Medizinexperte Scott Adams

 
 


18.04.2020 → Oh, die­se Exper­ten­flut!; *update* [18.04.2020; 11:00h]

01.09.2018 → Zur Fra­ge von Fachkompetenz

11.03.2010 → "Exper­ten" ....

13.05.2009 → Exper­ten ....
 
* Peter Kent Navar­ro Assi­stant to the Pre­si­dent, Direc­tor of Trade and Manu­fac­tu­ring Poli­cy, and the natio­nal Defen­se Pro­duc­tion Act poli­cy coördinator.
 

bookmark_borderÜber die moderne "Leisetreterei"

Mei­ne Defi­ni­ti­on von "Lei­se­tre­te­rei":

- Heimlichtuer(-ei).
- Unter-den-Teppich-Kehrer.
- Um-jeden-Preis-Streit-Vermeider.

[Da bleibt DUDEN bei Wort­be­deu­tun­gen 'sprach­los'.]

Pro­vo­kant zu sein und einen Stand­punkt zu ver­tre­ten kostet Sympathie.

Vor allem von jenen Zeit­ge­nos­sen, die in der Zeit auf­ge­wach­sen sind, in der in Kin­der­gär­ten und Schu­len das "und-nun-ver­tragt-euch-und-gebt-euch-die Hand"-Man­tra dazu die­nen soll­te jed­we­den offe­nen Kon­flikt zu ver­mei­den. Kom­pro­miss um des Kom­pro­mis­ses wil­len. Nicht die Klä­rung eines Sach­ver­hal­tes oder eines schlech­ten, not­wen­di­ger­wei­se zu kor­ri­gie­ren­den Ver­hal­tens war (und ist?) das Ziel, son­dern "Frie­de-Freu­de-Eier­ku­chen-wir-haben-uns-alle-lieb"!

Pro­vo­kant zu sein und einen Stand­punkt zu ver­tre­ten kostet Sympathie.

Obsie­gen macht, dass Ande­re unter­lie­gen. Unter­lie­gen ist ein schlech­tes Gefühl, selbst wenn es gerecht­fer­tigt ist. Wer unter­le­gen ist sinnt oft, anstatt zu über­le­gen ob das gerecht­fer­tigt war, danach die Schar­te aus­zu­wet­zen und irgend­wie Genug­tu­ung zu errei­chen. Da kom­men dann Schein­ar­gu­men­te, unsin­ni­ge Ver­glei­che und 'what-about-ism' zum Ein­satz. Dar­über wird dann geflis­sent­lich 'ver­ges­sen', das zugrun­de lie­gen­de Pro­blem end­gül­tig zu lösen und in "rich­tig" und "falsch" zu unterteilen!

Pro­vo­kant zu sein und einen Stand­punkt zu ver­tre­ten kostet Sympathie.

In einer Zeit, in der es heißt rosa­ro­te Freund­schafts­bän­der zu knüp­fen, nach dem Guten zu suchen und das Schlech­te der Welt zu ver­drän­gen, sich zu amü­sie­ren anstatt an der Bes­se­rung der Feh­ler und Pro­ble­me zu arbei­ten, ist jede Art von abwei­chen­der Über­le­gung schlicht "uner­wünscht".

Kon­sum und Wohl­ge­fühl durch Ablen­kung von der Wirk­lich­keit tre­ten anstel­le einer Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Übel der Welt, mit all den Unge­rech­tig­kei­ten und mit der All­macht von poli­ti­schem System und sei­nen Strukturen.
"Ver­drän­gen, ver­nei­nen, ver­ges­sen," heißt die - unaus­ge­spro­che­ne - Leit­li­nie der Gesellschaft:
"Wie­so soll ich mich damit befas­sen, dar­über auf­re­gen, da mei­ne Ruhe riskieren
- das sol­len Ande­re tun, die für den Job bezahlt wer­den!"¹

Daher:
Lie­ber pro­vo­kant und ehr­lich als hin­ter­tux
² und verlogen!

¹ Der Tod demo­kra­ti­scher Struk­tur ist so besiegelt.
² hin­ter­häl­tig, verschlagen

bookmark_borderVom Überfluss ....
und seinen Folgen

Wie vie­le Vari­an­ten von Ver­brauchs­gü­tern sind ausreichend?

Geht es nach dem Wil­len der pro­du­zie­ren­den Gesell­schaf­ten ten­diert die Ant­wort mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit nach "Unend­lich". Ange­feu­ert durch die Wer­be­ab­tei­lun­gen wird Mar­ke­ting zur trei­ben­den trei­ben­den Kraft um Kon­su­men­ten etwas auf­zu­schwat­zen was sie mit größ­ter Sicher­heit nicht brau­chen. Oder min­de­stens nicht in der Varia­ti­ons­brei­te nicht brauchen.


Wasch­mit­tel fül­len vie­le Regal­me­ter, eben­so Deos, Haar­wasch­mit­tel, Dusch­gels und Zahn­rei­ni­gungs­ar­ti­kel. Jeder die­ser Pro­dukt­grup­pen liegt ein Ziel zugrunde: 

Sau­be­re Wäsche, Ver­mei­dung von Schweiß­ge­ruch, ent­fet­te­te Haa­re die fluf­fig um den Kopf lie­gen, sau­be­re Haut und ein ange­neh­mer Duft nach dem Duschen, und sau­be­re, gesun­de Zähne.

Braucht man dafür Dut­zen­de Pro­dukt­va­ri­an­ten, alle mit wohl­klin­gen­den Namen und pas­sen­den Farb­ab­stu­fun­gen? Die sich aber im Grun­de, in ihrer stoff­li­chen Zusam­men­set­zung, nicht mehr unter­schei­den, ja zu 99,8% iden­tisch sind und nur der gerin­ge Rest von 0,2% ist ein ande­rer Duft­stoff der den Namen recht­fer­tigt und Ver­schie­den­heit sug­ge­riert, wo doch Gleich­heit herrscht?


Der online shop von REWE (ein Bei­spiel von meh­re­ren, rein zufäl­lig) führt 352 ver­schie­de­ne Pro­duk­te, selbst ALDI, schon lan­ge nicht mehr nur im 'Bil­lig­sor­ti­ment' auf­ge­stellt, hat mehr als 20 ver­schie­de­ne Sham­poos unter­schied­li­cher Mar­ken und dazu eine Palet­te von Eigen­mar­ken im Angebot.

So wie in die­sen will­kür­lich gewähl­ten Sek­to­ren des Ange­bo­tes sieht es in allen Pro­dukt­grup­pen mitt­ler­wei­le aus. Ein unüber­sicht­li­ches Ange­bot mit hoch­tra­ben­den Phan­ta­sie­na­men ohne tat­säch­li­chen Bezug zum Ver­wen­dungs­zweck, aber stets wohl­klin­gend, farb­lich abge­stimmt, weil in "Fokus­grup­pen" oder "Panel" gete­stet und für ver­treib­bar befunden.


Was hin­ter Allem steht ist ein Geflecht von ver­schie­de­nen Inter­es­sen, da geht es immer dar­um mehr Geld mit Pro­duk­ten zu ver­die­nen, die für ein gesun­des und natür­li­ches Leben gar nicht gebraucht wer­den, deren unbe­ding­te Not­wen­dig­keit den Kom­su­men­ten aller­dings tag­täg­lich in tau­send­fa­chen Wer­be­bot­schaf­ten auf allen Kanä­len ein­ge­bläut wer­den. So lan­ge, bis selbst der ver­nünf­tig­ste Mensch über­zeugt ist sol­chen Über­fluß zu brauchen.

 

Weil man stets mit 'gutem Bei­spiel' vor­an gehen soll zäh­le ich jetzt ein­mal eini­ge Pro­duk­te auf die ich im Bad benut­ze, da steht auch die Wasch­ma­schi­ne:
 
- 1 Weiß- und 1 Color­wasch­mit­tel je in Nach­füll­beu­teln (Haus­mar­ke Eco REWE)
- 1 Hand­sei­fe flüs­sig im Nach­füll­beu­tel (today aqua)
- 1 Deo (Nivea sensitive)
- 1 Haar­sham­poo (Pert)
- 1 Dusch­gel (today Med)
- 1 Kör­per­lo­tion (Ombia)
- 1 Zahn­pa­sta (Mer­idol)

Bezug: "Wir weni­gen"

bookmark_borderGeschichte

Als Natur­wis­sen­schaft­ler schaut man eher auf ein­zel­ne Fak­ten als auf eine umfas­sen­de Sicht­wei­se, die­se zeich­net sich höch­stens aus der Sum­me der Befun­de irgend­wann ab und ändert dann not­wen­di­ger­wei­se die Basis des Wis­sens, schreibt also 'neue Erkennt­nis­se' und ver­wirft teil­wei­se alte Ergebnisse.

Ganz anders ist es, wenn man die Geschich­te der Mensch­heit, der eige­nen Nati­on, des unmit­tel­ba­ren Lebens­krei­ses betrach­tet. Ich wage mich heu­te auf frem­des Ter­ri­to­ri­um: Gei­stes­wis­sen­schaft. "Geschich­te" aus natur­wis­sen­schaft­li­cher Sicht, unver­brämt, unge­schönt, unverzerrt. 

Eine *krea­tiv ver­än­der­te* Sicht der Geschich­te kommt von vie­len Sei­ten. Jede die­ser Sicht­wei­sen basiert auf dem Wunsch für die Gegen­wart die Ver­gan­gen­heit so erschei­nen zu las­sen, dass sie mög­lichst vor­teil­haft für die eige­ne Argumentation/Person ist.

Dabei ist es doch kein Man­gel, wenn man in der frü­he­ren Geschich­te sowohl klei­ne als auch gro­ße Feh­ler auf der 'eige­nen' Sei­te zulässt und wahr­heits­ge­treu dar­stellt. Es macht Geschich­te eher zu einer leben­di­gen, plau­si­blen und chao­ti­schen Rea­li­tät und weni­ger zu einem gut gemach­ten und viel­leicht noch bes­ser erzähl­ten Märchen.

Eine brei­te­re Sicht der Geschich­te kon­tra­stiert Geschich­ten mit unum­stöß­li­chen Fak­ten, die nicht immer zur vor­her fest­ge­leg­ten Erzäh­lung pas­sen, die man­che Men­schen gern ande­re glau­ben machen wollen.

Geschich­te hat Höhe­punk­te, aber nur weni­ge End­punk­te. So lan­ge man lebt wer­den Ände­run­gen nötig, denn es han­delt sich nicht um einen sta­ti­schen, son­dern einen dyna­mi­schen Prozess. 

Wovor man sich hüten soll­te ist, Ent­schei­dun­gen zu hin­ter­fra­gen, die vor einem bestimm­ten Hin­ter­grund in frü­he­ren Jah­ren getrof­fen wur­den. Die äuße­ren Umstän­de zu bele­ben, sie so dar­zu­stel­len wie es war, ist schon unmöglich: 

Man hat die Sicht­wei­se auf Ver­gan­ge­nes nur aus der eige­nen Per­spek­ti­ve - und die "Geschichts­schrei­bung" ori­en­tiert sich nach wie vor am 'gro­ßen Gan­zen' und nicht an Ein­zel­schick­sa­len (Aus­nah­men ausgenommen!).

Wo wir auf­merk­sam sein müs­sen ist, jeder 'krea­ti­ven Neu­fas­sung' auf die Spur zu kom­men, denn Mani­pu­la­tio­nen sind heut­zu­ta­ge schnel­ler und umfas­sen­der mög­lich als frü­her, wo man noch Papier und Stift brauch­te und Fäl­schun­gen leicht zu erken­nen waren. Elek­tro­nisch ist Vie­les mach­bar gewor­den - und die aktu­el­le Macht strebt gern danach ihre angeb­li­chen Wur­zeln etwas geschönt zu vermitteln.

bookmark_borderHerr Laschet .... aus NRW ....
.... na, was hat der wohl vor?


Der Herr Laschet ver­kün­de­te er wer­de die *Koope­ra­ti­on* zwi­schen dem Land NRW und Tön­nies" .. nun streng nach ord­nungs­be­hörd­li­chen Regeln ent­schei­den (las­sen?) .. " Das beträ­fe Werk­ver­trä­ge und Arbeitsbedingungen.

Da reibt sich der *durch­schnitt­lich ver­stän­di­ge Bür­ger* die Augen und liest noch­mal was er da gera­de gele­sen hat.

Ist es nicht im Amts­eid eines jeden Amts­trä­gers fest­ge­hal­ten, dass er Recht und Gesetz für jeder­mann ver­tre­ten und ver­tei­di­gen wol­le? Scha­den von den Bür­gern abzu­wen­den gelo­be? So wahr ihm Gott helfe?

Was schlie­ßen wir nun dar­aus, dass Laschet das jetzt erst durch " .. been­den der Koope­ra­ti­on .. " tun will?
Er hat also bis­her Son­der­be­din­gun­gen¹, euphe­mi­stisch bezeich­net als *Koope­ra­ti­on*, wal­ten lassen.
Sicher ist der Herr Tön­nies CDU Mit­glied oder unter­stützt wenig­stens sei­ne ört­li­che CDU mit erheb­li­chen Mitteln. 


"Frue*er"™ nann­te man sol­che Sachen Bestechung [§ 334 StGB Bestechung]² und Vor­teils­nah­me [§ 331 StGB Vorteilsannahme]³. Und wer sie began­gen hat­te ver­lor Amt und Wür­den. Heu­te steht zu befürch­ten, dass der Herr Laschet am Ende gar unser Bun­des­kanz­ler wird. Eine Kas­sie­re­rin hin­ge­gen, die einen Pfand­bon ver­gißt wird frist­los gekün­digt. Wahr­schein­lich war sie in der fal­schen Par­tei ....
 

 

 

¹ Even­tu­ell kommt hier lt. RA Sol­mecke eher (§ 108e StGB) Bestech­lich­keit und Bestechung von Man­dats­trä­gern in Betracht.

²  Bestechung von Amts­trä­gern begeht, wer
einem Amts­trä­ger (Beam­ter, Ange­stell­ter im öffent­li­chen Dienst usw.), einem Euro­päi­schen Amts­trä­ger (Amts­trä­gers eines ande­ren Mit­glied­staats der Euro­päi­schen Uni­on), einem für den öffent­li­chen Dienst beson­ders Ver­pflich­te­ten oder einem Sol­da­ten der Bundeswehr
als Gegen­lei­stung dafür, dass er eine Amts­hand­lung (mit der der Amts­trä­ger sei­ne Dienst­pflich­ten ver­letzt) vor­ge­nom­men hat oder künf­tig vor­neh­men wird,
einen Vor­teil für die­sen oder einen Drit­ten anbie­tet, ver­spricht oder gewährt.

³ Der­je­ni­ge, der den Vor­teil gewährt, ist der Vor­teils­ge­wäh­rung (§ 333 StGB) bzw., falls der Vor­teil als Gegen­lei­stung für eine Ver­let­zung der Dienst­pflich­ten des Amts­trä­gers gewährt wird, der Bestechung (§ 334 StGB) schuldig.

bookmark_borderDiktatur der Alten
– Deutschland im Würgegriff der Rentner!

Dem­nächst hier zu lesen ...:



Nicht nur, dass die Rent­ner auf Kosten der jün­ge­ren Gene­ra­tio­nen ein Leben wie Maden im Speck füh­ren, nein, sie schicken sich auch an nun das Inland für jün­ge­re Urlau­ber zu ver­stop­fen. Weil sie mit ihren teu­ren, von Super­ren­ten finan­zier­ten Wohn­mo­bi­len, Park­plät­ze bei Sehens­wür­dig­kei­ten, Land­stra­ßen, Auto­bah­nen und Cam­ping­plät­ze ver­stop­fen und so kein Platz mehr für die nach­fol­gen­den Gene­ra­tio­nen von Arbei­ten­den ist, die doch 'Urlaub' viel drin­gen­der als die Rent­ner brau­chen. Ganz zu schwei­gen von der Drei­stig­keit immer und über­all ihre 'Erfah­rung' ins Spiel zu brin­gen - als ob dar­auf irgend­wer irgend­et­was gäbe! Alles anek­do­tisch und längst über­holt und natür­lich sowie­so durch Starr­sinn des Alters geprägt und daher nie zeit­ge­mäß, geschwei­ge denn popu­lär oder rele­vant nach heu­ti­gen Gesichts­punk­ten. Tra­di­ti­on war schon immer dem fort­schritt­li­chen Den­ken ohne Empa­thie oder mora­li­sche Skru­pel, aus­ge­rich­tet an der Opti­mie­rung des täg­li­chen Lebens im öko­no­mi­schen Sinn im Wege.
(Sie sind ein­ge­la­den wei­te­re Aspek­te zum schäd­li­chen Wir­ken der deut­schen Rent­ner hier nie­der­zu­le­gen. Wenn nicht hier, wo sonst?)
 
 

 

*edit*
Gut so, wei­ter so, geben wir es den Rent­nern, aber mächtig!

bookmark_borderGrüne Bevormundung
"It's not by chance, it's a feature!"¹

Wir hat­ten das schon an ande­rer Stel­le - und es zeigt auf, dass die "Grü­nen" kei­ne wirk­li­che Alter­na­ti­ve zu den son­sti­gen Par­tei­en dar­stel­len, son­dern immer mehr zu einer grün­ge­färb­ten CDU ver­kom­men sind. Die Vet­tern­wirt­schaft haben sie ja schon 1:1 kopiert. Nur sagt das Nie­mand so laut, Vie­le hof­fen dar­auf, es blei­be ver­bor­gen bis nach der näch­sten Bundestagswahl.

Wenn sowas pas­siert zeigt sich das 'wah­re' Gesicht:

Wer erin­nert sich noch an "Veggie Day"? Da woll­ten die Grü­nen auch zwangs­wei­se ihre Ideo­lo­gie der Gesamt­be­völ­ke­rung auf­drücken. und wem ver­dan­ken wir den Dosen­pfand, den Fla­schen­pfand und die mitt­ler­wei­le fünf ver­schie­de­nen Abfall­ton­nen mit einer fünf­fa­chen Kosten­be­la­stung? Den Grünen!

" .. die Grü­nen .. ver­wei­sen zudem auf das in den USA ent­wickel­te Pro­gramm Bark for Schools. Das Pro­gramm über­wacht nach Anga­ben der Ent­wick­ler die Akti­vi­tä­ten der Kin­der mit Blick auf Cyber­mob­bing, Erwach­se­nen­in­hal­te, Depres­sio­nen, Selbst­mord­ab­sich­ten oder sexu­el­le Belä­sti­gung .. " [golem]

Hier auf ein US Pro­gramm zu ver­wei­sen ist wirk­li­che geleb­te Ironie:
Aus­ge­rech­net ein sol­ches Pro­gramm, das in der Lage ist den Com­pu­ter aus­zu­spio­nie­ren, sol­len sich die Leu­te auf die Maschi­ne laden? Und dann noch 'sexu­el­le Belä­sti­gung' a là USA? Hat da mal jemand über­legt und nach­ge­se­hen, wel­che Restrik­tio­nen mit­trans­por­tiert wer­den - wo man doch die aus­ufern­de Prü­de­rie der Ame­ri­ka­ner kennt, die aller­dings Gewalt­dar­stel­lun­gen für durch­aus ver­tret­bar hal­ten? Kein Wun­der, wenn da die Poli­zei wahl­los um sich bal­lert. Nur, dass es bei uns auch fast kei­ne 'school shoo­tings' gibt wur­de da bei der Emp­feh­lung wohl übersehen ....

Wenn schon soll­ten die Grü­nen sich im Inland umse­hen und es gibt doch wahr­haf­tig genug Sach­ver­stand im Lan­de um sowas hier als freie Soft­ware zu beauf­tra­gen, aber dort sit­zen ja offen­bar nur Leu­te die etwas ver­bie­ten oder regeln wol­len, weil sie mei­nen mit Halb­bil­dung (wer hat von den Leu­ten in deren Füh­rungs­rän­gen denn über­haupt einen 'rich­ti­gen' Beruf erlernt?) die Bür­ger gän­geln zu sollen?

¹ "Es ist kein Zufall, es ist ein Merkmal!"

bookmark_borderWie der Herr, so's Gescherr ...!¹

["click!" ver­grö­ßert]

Vor eini­gen Wochen hat­te ich die Situa­ti­on, dass ich nach Hau­se kam und mein pri­va­ter Park­platz, reser­viert und als sol­cher erkenn­bar, war besetzt. Da nicht sofort klar war, WER da stand, stell­te ich mein Auto quer davor und hef­te­te einen Zet­tel an das Falsch­par­ker­au­to mit dem Hin­weis, wo ich zu fin­den sei.

Es stell­te sich spä­ter heraus:
Es war die Toch­ter der Schwe­ster der Bewoh­ne­rin der Dach­ge­schoss­woh­nung in unse­rem Haus die unbe­rech­tigt dort stand. 

Die Mit­be­woh­ne­rin, Tan­te der Falsch­par­ke­rin kam bei mir vor­bei - und wer nun denkt, sie sei wegen einer Ent­schul­di­gung gekom­men - weit gefehlt! - sie kam um mir mit­zu­tei­len wie ich da stün­de sei "Nöti­gung" und sie hät­te schon die Poli­zei angerufen.


Soviel Drei­stig­keit ver­schlug mir die Sprache:
Die Nich­te steht auf mei­nem Park­platz und ich wer­de bei der Poli­zei ange­schwärzt - obwohl doch ein Zet­tel am falsch gepark­ten Auto hing wo ich zu fin­den war .... näm­lich im Erd­ge­schoss des Hau­ses!
 

Spä­ter, ich war schon weg gefah­ren und hat­te in der Neben­stra­sse geparkt, kam erst die Dach­woh­nungs­mie­te­rin, dann ihre Schwe­ster, um mir wort­reich zu erklä­ren die Nichte/Tochter sei doch noch jung und .... wor­auf­hin ich nur sagen konn­te 'Sie kom­men hier­her und ver­su­chen etwas zu ent­schul­di­gen wofür sich doch ihre Nichte/Tochter ent­schul­di­gen müss­te. War­um kommt die jun­ge Dame nicht selbst um sich zu ent­schul­di­gen?' Die­se Fra­ge war den Damen ganz offen­sicht­lich unan­ge­nehm - min­de­stens bekam ich kei­ne Antwort.

Wir spu­len ein paar Tage vor­wärts und sind am heu­ti­gen Tage angekommen.
Nun raten Sie mal, wer gegen­über auf den Park­plät­zen so steht, dass sein Auto zwei Park­plät­ze einnimmt.
["click!" ver­grö­ßert]
Es ist die Mut­ter der Falsch­par­ke­rin, wie die­se rück­sichts­los ande­ren Park­platz­su­chen­den gegen­über. Da wird klar, war­um die Toch­ter sich so benom­men hat. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm! Sie kennt es nicht anders, denn ihre Mut­ter hat ihr das rück­sichts­lo­se Ver­hal­ten wohl oft genug demonstriert.
So wie heute.

¹ → Wie der Herr, so's Gescherr ...!

bookmark_borderEine Schleimspur ....

Eine Schleim­spur erkennt man nicht immer auf Anhieb, manch­mal muss man schon sehr genau lesen und über­le­gen, ob etwas als 'ange­mes­se­nes Lob' oder 'über­trie­be­ne Schlei­me­rei' zu bezeich­nen ist. 

Jeman­dem zu dan­ken, weil er sich für das all­ge­mei­ne Wohl ein­ge­setzt hat ist - da wer­den mir Vie­le zustim­men - eine löb­li­che Ange­le­gen­heit. Wer etwas - ohne selbst davon zu pro­fi­tie­ren - zustan­de bringt, was ande­ren hilft und für die All­ge­mein­heit eine posi­ti­ve Aus­wir­kung hat, das Leben erleich­tert oder nur unbe­que­me Umwe­ge aus dem Weg räumt, der hat bestimmt Lob verdient.

Ange­mes­sen.

Jede Über­trei­bung ist schon wie­der fast eine Schmä­le­rung, vor allem dann, wenn die Absicht zu schmei­cheln so deut­lich aus den Zei­len fliesst. 

Über­trei­bung.
Was kann denn an Lob 'über­trie­ben' sein? 

Wenn z. B. so getan wird als sei man selbst nicht in der Lage gewe­sen etwas zu tun - wo doch das Gegen­teil rich­tig ist, denn jeder wäre in der Lage gewe­sen es zu tun, nur hät­te es mehr Auf­wand geko­stet - und sich dann noch zu For­mu­lie­run­gen ver­steigt, die anson­sten, und bes­ser zum Stil pas­send, nur bei Courths-Mahler zu fin­den sind. Da ist von **pfle­ge immer noch gern und bei­na­he täg­lich ver­schie­de­ne Kon­tak­te** und **befürch­ten muss­ten, ihre in vie­len Jah­ren lieb­ge­won­ne­ne ..hei­mat mit einem Schlag zu ver­lie­ren** - mir kom­men die Trä­nen, die noch stär­ker flie­ßen wenn dann noch zu lesen ist **toll, das Wach­sen einer Com­mu­ni­ty zu erle­ben, und sich dar­an zu erfreu­en**. Lach­trä­nen, lie­be Leser:innen, sie trie­fen mir aus dem Auge wie das Schmalz aus dem Kom­men­tar aus dem die­se Zita­te stammen.

Jetzt fehlt nur noch das dazu irgend­wie pas­sen­de Gedicht.
Der Reim muss ja nicht unbe­dingt stim­men, denn die Rei­he der Cla­queu­re ist lang, so wie die Rei­he ihrer Bild­chen unter dem Gereimten.

Von soviel bür­ger­li­cher Unter­wür­fig­keit über­wäl­tigt ste­he ich mit Stau­nen und den­ke 'Ja, das ist der Grund war­um es in unse­rem Land kei­ne ech­ten Ver­än­de­run­gen gibt.' So wie bei Kin­dern der Keim des Ver­der­bens gelegt wird wenn es heißt "Das ist aber toll, das hast du aber gut gemacht!" wenn es an sich nichts zu loben gab, so geht es bei man­chen Erwach­se­nen wei­ter .... Pro­jek­ti­on vom Feinsten. 


 


 

 

 

 



 

 

 

 

 


 

 

bookmark_borderGeschichte - kreativ ins Gegenteil verändert

Aktu­el­le Mel­dung ver­brei­tet im Inter­net "Schrö­der bei LinkedIn"

" .. Damit wird Schrö­der zur Medi­en­mar­ke. Auf Nach­fra­ge von kress.de bestä­tig­te Albrecht Funk, der das Büro des Bun­des­kanz­lers a.D. lei­tet, dass der sowohl auf Deutsch wie auch auf Eng­lisch ver­öf­fent­lich­te Bei­trag ein Start­punkt für Wei­te­res sein soll. "Ger­hard Schrö­der wird hier regel­mä­ßig The­men ansto­ßen, die ihn bewe­gen. In der Regel wer­den das über­ge­ord­ne­te The­men abseits der Tages­po­li­tik sein", so Funk .. " [Quel­le] - wer das glaubt hat in den letz­ten Jah­ren nicht ver­folgt, was der 'Alt­kanz­ler', Ren­ten­kür­zer, Leih­ar­beits­be­für­wor­ter und Hartz IV-Ein­füh­rer, Mot­to: "Was­ser pre­di­gen und Wein sau­fen!" so in den Medi­en brabbelte. 

Der Pro­let, der zum Staats­mann wur­de. Tat­säch­lich? An sei­nen Taten kann man den 'wah­ren' Schrö­der erken­nen - und der ist bestimmt nur ein Abklatsch eines "Staats­man­nes", da hel­fen kei­ne Umdeu­tungs­ver­su­che oder Geschichts­ver­fäl­schun­gen. Der ehe­ma­li­ge Berufs­pro­test­ler der Grü­nen, Josch­ka Fischer, der zum Außen­mi­ni­ster avan­cier­te, und Schrö­der ver­stan­den sich auf eine Art, wie sie nur Unter­schicht­ler unter­ein­an­der her­zu­stel­len wis­sen. Es ist heu­te noch das, was die Ruhr­ge­biet­ler so stolz vor sich her­tra­gen, weil sie es nicht bes­ser wissen: 

Schlich­te Spra­che, schlich­tes Den­ken und eine schlich­te Sicht der Welt. Wer auch nur eines die­ser Merk­ma­le durch Bil­dung ver­liert gilt danach nicht mehr als "Einer von uns". 

"Kurz nach ihrem Amts­an­tritt stand die Regie­rung Ger­hard Schrö­ders vor der Ent­schei­dung, erst­mals seit dem Zwei­ten Welt­krieg deut­sche Sol­da­ten in einen bewaff­ne­ten Kon­flikt zu schicken. Nach jah­re­lan­gen Bür­ger­krie­gen auf dem Bal­kan fiel das ehe­ma­li­ge Jugo­sla­wi­en aus­ein­an­der. Im Koso­vo wur­den Men­schen ver­folgt, ermor­det und ver­trie­ben. Des­halb betei­lig­te sich Deutsch­land an der Nato-Akti­on zur Befrie­dung des Kosovo."
So beschreibt sich der Herr Alt­kanz­ler selbst, bzw. läßt sich beschreiben:
" .. Ger­hard Schrö­der war von 1998 bis 2005 Bun­des­kanz­ler der Bun­des­re­pu­blik Deutschland.
(1) Sei­ne Kanz­ler­schaft war von den umfas­sen­den Refor­men der Agen­da 2010 geprägt. Sie tru­gen wesent­lich dazu bei, die inter­na­tio­na­le Wett­be­werbs­fä­hig­keit der deut­schen Wirt­schaft zu stei­gern, den Indu­strie­stand­ort zu sichern und neue Arbeits­plät­ze zu schaf­fen. (2) Die Außen-, Euro­pa- und Sicher­heits­po­li­tik der Kanz­ler­schaft waren von gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen gekenn­zeich­net, wie dem Kampf gegen den inter­na­tio­na­len Ter­ro­ris­mus nach den Anschlä­gen am 11. Sep­tem­ber 2001, den Kon­flik­ten in Ex-Jugo­sla­wi­en, dem Wider­stand gegen den Irak-Krieg und der Ver­tie­fung der euro­päi­schen Eini­gung .. "
[Klam­mern () zugefügt]

Da ist doch Musik drin, da denkt sich jeder, der die Zeit sei­ner Kanz­ler­schaft nicht mit­er­lebt hat: Das muss ein pri­ma Kanz­ler gewe­sen sein, so vie­le posi­ti­ve Ergeb­nis­se sei­ner Führung!"

(1) "Das "Bünd­nis für Arbeit" zwi­schen Staat, Arbeit­neh­mern und Arbeit­ge­bern dämm­te die aus­ufern­de Arbeits­lo­sig­keit ein." so heißt es euphe­mi­stisch ver­frem­det auf einer Sei­te zum Wir­ken des Herrn Schrö­der in zwei von ihm geführ­ten Regie­run­gen. Wei­ter wird dort behaup­tet "Bestim­mend in der zwei­ten Amts­zeit Schrö­ders war die innen­po­li­ti­sche Dis­kus­si­on um das Reform­pro­gramm der "Agen­da 2010". Die Arbeits­lo­sig­keit war bedrückend hoch gewor­den, die Aus­ga­ben für Arbeits­lo­sen­geld und -hil­fe wuch­sen dem Staat über den Kopf. "Mut zur Ver­än­de­rung" for­der­te der Kanz­ler in die­ser Situa­ti­on." Es ging aller­dings nicht um 'Ver­än­de­run­gen' auf der Ein­nah­me­sei­te, son­dern dar­um, die Sozi­al­aus­ga­ben zurück zu fah­ren und Men­schen zu zwin­gen, auch in Jobs zu gehen, die nicht ihrer Qua­li­fi­ka­ti­on ent­spra­chen. Zudem wur­de die Kün­di­gungs­frist und der Kün­di­gungs­schutz geschwächt, und die Leih­ar­beit geför­dert - das war das Werk des Herrn Cle­mens, der anschlie­ßend in der Füh­rung des Leih­ar­beits-Welt­kon­zerns Adec­co einen Vor­stands­po­sten bekam.

(2) Zur Außen­po­li­tik heißt es " .. Kurz nach ihrem Amts­an­tritt stand die Regie­rung Ger­hard Schrö­ders vor der Ent­schei­dung, erst­mals seit dem Zwei­ten Welt­krieg deut­sche Sol­da­ten in einen bewaff­ne­ten Kon­flikt zu schicken. Nach jah­re­lan­gen Bür­ger­krie­gen auf dem Bal­kan fiel das ehe­ma­li­ge Jugo­sla­wi­en aus­ein­an­der. Im Koso­vo wur­den Men­schen ver­folgt, ermor­det und ver­trie­ben. Des­halb betei­lig­te sich Deutsch­land an der Nato-Akti­on zur Befrie­dung des Koso­vo .." Die Grü­nen, einst hef­ti­ge NATO Geg­ner, waren dabei inten­siv betei­ligt. Der rechts­wid­ri­ge Ein­satz der Bun­des­wehr war so umstrit­ten wie die Kür­zun­gen und Gän­ge­lun­gen im Sozi­al­be­reich. Es gab vor allem des­we­gen Pro­ble­me, weil die Betei­li­gung im Ein­zel­nen nicht natio­nal, son­dern über die NATO durch US MIli­tär gesteu­ert wur­de, das kei­nes­wegs 'neu­tral' dar­an ging den Kon­flikt zu bereinigen.

(3) " .. Die inhalt­li­che Aus­rich­tung sei­ner Kanz­ler­schaft, etwa der Reform­kurs in (6) Ren­te, Gesund­heit und den Hartz-Geset­zen, sowie die Teil­nah­me am Koso­vo-Krieg, führ­ten zu inner­par­tei­li­chen Kon­flik­ten. In den Jah­ren sei­ner Kanz­ler­schaft hat sich eine bis dahin bei­spiel­lo­se Öff­nung der Bun­des­re­gie­rung für Anlie­gen und Metho­den des Lob­by­is­mus voll­zo­gen. Im Zuge des Welt­fi­nanz­crash 2007 erscheint vor allem die unter Schrö­der vor­an­ge­trie­be­ne Finanz­markt­de­re­gu­lie­rung, z.B. durch die Öff­nung des deut­schen Mark­tes gegen­über Hedge­fonds, von Bedeu­tung .. " Ins­be­son­de­re der letz­te Teil - davor noch von füh­ren­den SPD Poli­ti­kern wie Franz Mün­te­fe­ring als "Heu­schrecken" kor­rekt geschol­ten - war eine der wesent­li­chen Sün­den, die u.a. für den heu­ti­gen unge­brem­sten Anstieg der Mie­ten ver­ant­wort­lich sind. Fonds agie­ren um Ren­di­te zu erwirt­schaf­ten - und das geht stets zu asten derer, die die­se Mie­ten bezah­len müssen. 

(4) Erdoğan ist nun Staats- und Regie­rungs­chef in einem. Mit dabei als "beson­de­rer Freund" des Prä­si­den­ten ist auch Alt­kanz­ler Ger­hard Schrö­der. Da trifft doch glatt ein Spruch zu, den ich kürz­lich in einer US Ver­öf­fent­li­chung las: 


" .. His efforts to appear as 'elder sta­tes­man' would be far more cre­di­ble if he did not dis­play an irri­ta­ting enthu­si­asm for strong­men .. " {Ü: .. Sei­ne Bemü­hun­gen, als 'ver­dien­ter Staats­mann' auf­zu­tre­ten, wären weit­aus glaub­wür­di­ger, wenn er kei­ne irri­tie­ren­de Begei­ste­rung für skru­pel­lo­se Macht­ha­ber zei­gen wür­de ..}

 

 
Zu den 'skru­pel­lo­sen Macht­ha­bern' zählt der rus­si­sche Staats­prä­si­dent Putin, der wie ande­re Schrö­der-Freun­de dafür bekannt ist, in sei­nem Land mit eiser­nem Besen zu keh­ren und mit der Oppo­si­ti­on nicht gera­de zim­per­lich umzugehen.

(5) Was geflis­sent­lich ver­schwie­gen wird sind vier ver­gan­ge­ne Ehen, die teil­wei­se unter Betei­li­gung der Öffent­lich­keit und strit­tig been­det wur­den. Sind fünf Ehen ein Zei­chen von per­sön­li­cher Rei­fe und cha­rak­ter­li­cher Stabilität?

(6) Die Ren­ten­kür­zun­gen und die Ver­län­ge­rung der Lebens­ar­beits­zeit waren angeb­lich "alter­na­tiv­los" - was vor dem Hin­ter­grund einer lächer­li­chen Untä­tig­keit gegen­über den Steu­er­spar­mo­del­len der Wirt­schaft sehr befremd­lich anmu­tet. Durch eine Regu­lie­rung der Steu­er­po­li­tik hät­te vie­les von dem, was sich spä­ter als fata­le Ent­wick­lung für Arbeit­neh­mer her­aus­stell­te, ver­mie­den wer­den können. 

Nimmt man alle die­se nega­ti­ven Fol­gen zusam­men so kann man mit gutem Gewis­sen behaup­ten und bele­gen, dass die Regie­run­gen Schrö­der unter SPD-Füh­rung des Staats­we­sens genau das Gegen­teil des­sen dar­stell­te, was der Kern der Sozi­al­de­mo­kra­tie ein­mal vor Schrö­der und sei­nen Kabi­net­ten gewe­sen war. Die­se Poli­tik voll­ende­te Vie­les, wovor in den ver­gan­ge­nen Jah­ren der Regie­run­gen Kohl die CDU/CSU wohl­weis­lich zurück­ge­schreckt war.

Es war die Umstel­lung vom 'Sozi­al­staat' zu einem 'Neo­li­be­ra­len Wirt­schafts­staat' in dem der Sou­ve­rän, der Bür­ger, das Nach­se­hen hat. Was hef­ti­ge­re Ver­wer­fun­gen aus­ge­schlos­sen hat sind zwei Gründe:
Erstens nei­gen die Deut­schen nicht zu offe­ner Rebel­li­on gegen die 'Obrig­keit', zwei­tens geht es dem Durch­schnitt der Bevöl­ke­rung immer noch bes­ser als den Bür­gern in ver­gleich­ba­ren Län­dern - und die Men­schen, die am Ende der Ein­kom­mens­ska­la ste­hen wer­den von der Poli­tik für ver­nach­läs­sig­bar gehal­ten. Ein schwe­rer Feh­ler, wie nicht zuletzt wegen der durch die Regie­run­gen Schrö­der und deren sozia­lem Kahl­schlag geför­der­ten rech­ten Bewe­gun­gen, wie der AfD sehr deut­lich zeigen.

Es stellt eine Per­ver­si­on des Den­kens dar, wenn man die Schrö­der­sche Regie­rungs­zeit nun im Nach­hin­ein als "poli­ti­sche Groß­tat" dar­zu­stel­len versucht.