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bookmark_borderRevisited: Wozu die EU verkommen ist
und warum das geändert werden muß ....

.. die EU in ihrer jet­zi­gen Form ist unde­mo­kra­tisch und liegt an der Lei­ne neo­li­be­ra­ler Wirt­schafts­ma­gna­ten, Finanz­spe­ku­lan­ten und Groß­kon­zer­nen – sprich des Kapi­tals! Die Kom­mis­si­on bei­spiel­wei­se unter­steht NICHT dem Euro­pa­par­la­ment und wird auch nicht von die­sem ernannt! Solan­ge da nur eine hal­be Sache gemacht wird und sol­che Din­ge wie mit Grie­chen­land oder auch Spa­ni­en und Por­tu­gal lau­fen – also eine unso­zia­le Spar­po­li­tik auf Kosten der ein­fa­chen Leu­te gemacht wird, um Ban­ken, Super­rei­chen und Groß­kon­zer­nen ein Wei­ter­ma­chen wie bis­her zu ermög­li­chen, wird das mit der EU nichts (mehr) und die­se wird sich, so ver­mu­te ich, in Bäl­de zer­legt haben!

[Quel­le]

Die Rege­lungs­wut in Klei­nig­kei­ten - ohne hin­rei­chen­de Begrün­dung oft als will­kür­lich und schi­ka­nös emp­fun­den - trägt zusätz­lich dazu bei die gesam­te Kon­struk­ti­on zu dis­kre­di­tie­ren. Dies ist ein Grund dafür, war­um "Brexit" erfolg­reich war. Ganz davon abge­se­hen, dass die Beson­der­hei­ten und Emp­find­lich­kei­ten der bri­ti­schen Gesell­schaft von den Kon­ti­nen­tal­eu­ro­pä­ern schon immer mit Amü­se­ment oder soll­te es bes­ser hei­ßen "augen­zwin­kern­der Distanz" beob­ach­tet werden.   113

 

Nicht zu unter­schät­zen ist außer­dem der Ein­fluß der U.S. Außen­po­li­tik: Sie kann kein Inter­es­se an einem 'star­ken' Euro­pa haben, das sowohl zah­len­mä­ßig wie von der Wirt­schafts­lei­stung den U.S.A weit über­le­gen ist. Ein weni­ger star­kes Euro­pa als Ver­bün­de­te der Ame­ri­ka­ner, um deren Inter­es­sen zu unter­stüt­zen, gegen die wach­sen­den Blöcke Indi­en / Süd­ost-Asi­en und Chi­na eine geball­te Alli­anz zu set­zen, das wird aller­dings dort als nütz­lich angesehen.

Ansät­ze für eine Ände­rung in Rich­tung "ech­ter" Demo­kra­tie der EU gibt es schon genug von den ver­schie­den­sten Sei­ten - den Still­stand ver­ant­wor­ten jene Staa­ten deren Ver­tre­ter jetzt die dick­sten Kro­ko­dils­trä­nen über den Aus­tritt der Bri­ten weinen:

Frank­reich, Deutsch­land und die Benelux-Länder.

Weil sie die Ver­än­de­rung fürch­ten wie der Teu­fel das Weih­was­ser. Da bleibt wenig Hoff­nung. Inter­ne Pro­ble­me der EU und die Unfä­hig­keit wirk­li­che Demo­kra­tie zuzu­las­sen sind nichts als ein Spie­gel­bild der Ver­hält­nis­se in jedem die­ser Län­der. Es ist als ob ein Mann mit jedem Bein auf einem ande­ren Boot stün­de - wohl wis­send, wel­che Gefahr dabei ent­steht ins Was­ser zu fal­len - sich aber nicht ent­schlie­ßen kann wel­ches der Boo­te das Rich­ti­ge für ihn ist.

Soll­te die EU TTIP tat­säch­lich in der bis­her bekann­ten Form zustim­men ist das ihr end­gül­ti­ger Unter­gang, denn dann wer­den Län­der die das nicht wol­len alles unter­neh­men um sich aus dem Ver­bund zu lösen. So, wie es im Zitat oben ange­deu­tet wird.

° Quel­le Abbildung

° update °
(27062016; 10:30h)
Sie­he hier­zu fol­gen­den Text (Aus­schnitt):

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Quel­le / Die Lin­ke, die EU und ein alter wei­ßer Mann


[Erst­ver­öf­fent­li­chung: 27. Jun 2016 @ 01:24h]
 

bookmark_borderRevisited: Späte Genugtuung

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Der "real exi­stie­ren­de Sozia­lis­mus" hat nicht funk­tio­niert - das steht seit dem Fall der DDR jeder­mann vor Augen. Doch wie sieht es mit dem "real exi­stie­ren­den Kapi­ta­lis­mus" oder, anders aus­ge­drückt "real exi­stie­ren­den Neo-Libe­ra­lis­mus" aus?

Nicht sehr viel besser.
Die Anzei­chen des Kol­lap­ses meh­ren sich.
Der Kapi­ta­lis­mus frißt sei­ne Basis, nach­dem das Fun­da­ment schon bröcke­lig wurde.

Karl Marx hat­te doch Recht mit sei­ner Ana­ly­se - wenn es auch nir­gend­wo gelun­gen ist ein Staats­we­sen zu begrün­den, das die vor­her­ge­sag­ten Feh­ler hät­te ver­mei­den können.

Aber:
Die Beschrei­bung des Nie­der­gan­ges wird nicht dadurch weni­ger bedeut­sam oder unwahr, dass sie kei­ne idea­le Repä­sen­ta­ti­on in der Wirk­lich­keit hat.

Die Pro­duk­ti­on von Gütern für die Mas­sen ist von einem Land zum ande­ren gewan­dert - immer dem Armuts­ge­fäl­le fol­gend. Und nun ist die Situa­ti­on erreicht in der es kei­ne "noch ärme­ren und bil­li­ge­ren" Pro­duk­ti­ons­stät­ten bzw. Stand­or­te mehr gibt!
Mit­tel­ame­ri­ka, der Fer­ne Osten, Chi­na, Indi­en und des­sen Randstaaten:
Alle aus­ge­reizt, bil­li­ger geht es nicht.

Afri­ka ist sei­ner Roh­stof­fe über­wie­gend beraubt - zurück bleibt eine zuneh­mend ver­ar­men­de Bevöl­ke­rung deren Wan­de­rungs­druck nach Nor­den mit dra­ko­ni­schen Abwehr­maß­nah­men beant­wor­tet wird deren Bestand bei wei­ter anschwel­len­dem Druck bezwei­felt wer­den darf.
Das Ver­hal­ten der Euro­pä­er ist, obwohl sie doch immer so stolz auf ihre christ­lich-huma­ni­tä­ren Errun­gen­schaf­ten sind, bestimmt weder das eine oder das andere.
In Süd­ame­ri­ka sieht es nicht bes­ser aus, da ist aller­dings die Geo­lo­gie mit dem 'Eng­paß' Mit­tel­ame­ri­ka wie bei einer Eier­uhr das regu­lie­ren­de Element.

Jetzt packt das wirt­schaft­li­che Grau­en lang­sam aber ste­tig auch die Staa­ten, die zuvor noch halb­wegs sicher der Mas­se ihrer Bevöl­ke­rung ein zukünf­tig sor­gen­freí­es Leben bie­ten konnten.
Die soge­nann­te "Unter­schicht" ist schon an den Rand gedrängt. Vie­le sind schon über den Rand gefal­len. Mitt­ler­wei­le geht es der Mit­tel­schicht ans Zeug.

Seit Jah­ren sta­gnie­ren - unter Ein­be­zug der sich erhö­hen­den Steu­ern, Abga­ben und Kosten - die ver­füg­ba­ren Ein­kom­men, in vie­len Bran­chen wer­den, um "Wett­be­werbs­fä­hig­keit" vor­zu­gau­keln, sogar die tat­säch­li­chen Bezü­ge gesenkt, Erhö­hun­gen zeit­lich ver­zö­gert oder ganz gestri­chen. Der schö­ne Schein wird durch Kauf auf Pump erhal­ten - doch gera­de das drängt Krei­se an den Abgrund, die zuvor in der Geschich­te nie von der­glei­chen Schick­sal bedroht gewe­sen sind. Die Mit­te wird zur bröckeln­den Kante.

Eine schma­le Schicht gewinnt, die Mas­sen verlieren.
Das hat Marx schon vor­her­ge­se­hen. Er hat das Prin­zip beschrie­ben, ohne sich auf einen zeit­li­chen Rah­men festzulegen:

Kon­zen­tra­ti­on der Groß­kon­zer­ne und Ban­ken - das beste Bei­spiel für einen Pro­zeß, der am Ende auf ganz weni­ge ver­blei­ben­de Akteu­re zuläuft. Bei­spiel Soft­ware­gi­gan­ten - kon­so­li­die­ren­de Wan­de­run­gen und Schaf­fung immer grö­ße­rer Ein­hei­ten durch Ankauf, Zer­schla­gung oder man­geln­de Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Kon­kur­ren­ten. Das gilt für die Auto­in­du­strie und deren Zulie­fe­rer, ande­re Bran­che, glei­ches Muster.

Die­se Rei­he lie­ße sich fort­set­zen, wäre aller­dings eine Wie­der­ho­lung. Das Prin­zip ist klar, wer sei­ne Augen öff­net und genug Ver­stand hat erkennt die Tendenz.

.... und trotz­dem regen sich Vie­le über Blat­ter auf. 

Ohne sich über das System auf­zu­re­gen, das sol­che Halun­ken groß wer­den läßt - und das sie selbst durch Wah­len auch noch legitimieren.

[Erst­ver­öf­fent­li­chung 1. Jun 2015 @ 13:30]

 

bookmark_borderSchattenboxen

Oba­ma On Rus­si­an Hacking: 
'We Need To Take Action. And We Will'

[Quel­le]

Die regie­rungs­un­ab­hän­gi­gen Exper­ten in U.S.A. haben vor ein paar Tagen den Vor­wurf als "halt­los & unsin­nig" zurück­ge­wie­sen - da fragt sich der Beobachter:
Was bezwecken die Ame­ri­ka­ner durch die­se Drohgebärde?

Sind sie tat­säch­lich dar­auf aus einen Cyber­krieg vom Zau­ne zu brechen?
Soll das der Auf­takt zu einen 'rich­ti­gen' Krieg sein, wenn die Rus­sen dann nicht taten­los zuse­hen und sich zur Wehr set­zen? Im Inland (U.S.A.) geht es ja schon los mit der Hexen­jagd gegen Alle die nicht am Russ­land­bas­hing teilnehmen ....

Das Alles paßt zusam­men mit den War­nun­gen, den halt­lo­sen Grün­den, die vor­ge­scho­ben wer­den. Das kommt von wei­te­ren "Exper­ten" in U.S.A., die davon spre­chen, dass die sozia­le Spal­tung in Euro­pa und die Mise­re der Staats­fi­nan­zen aller ent­wickel­ten Län­der der Welt nur durch einen Krieg been­det wer­den könn­te. Der wür­de auf einen Schlag der Regie­rung jedes Mit­tel in die Hand geben die Feh­ler und Ver­säum­nis­se der ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te mit drei dicken Wirt­schafts­bla­sen auszubügeln. 

Um wel­chen Preis!
Die Fol­gen sind unab­seh­bar, und wir wer­den da ohne unser Zutun mit hin­ein­ge­zo­gen, unse­re Nato-Uschi steht schon Gewehr bei Fuß.

bookmark_borderZufriedenheit

Haben Sie in der (gera­de) aus­klin­gen­den Woche von der "Zufrie­den­heits­stu­die" gehört? Und von den tol­len Ergeb­nis­sen der Bür­ger­be­fra­gung
[" .. die Fra­ge, wie es sich in Deutsch­land gut leben lässt .. "] in sound­so­vie­len Ver­an­stal­tun­gen mit Poli­ti­kern, die wis­sen woll­ten wie "das Volk" denkt und was es sich wünscht?

Schon die Fra­ge sug­ge­riert "Es geht uns gut, sag' ja nicht das Gegen­teil" - aber da mag ich ein ande­res Sprach­ver­ständ­nis als die Ver­an­stal­ter haben. Außer­dem bin ich bei sol­cher Art Ver­an­stal­tung immer skep­tisch, denn in Betrie­ben wer­den sie genutzt um die Beleg­schaft zu mani­pu­lie­ren .... Poli­ti­ker tun sowas ja fast nie ..?!

Da kom­me ich jetzt daher und behaup­te: Alles Ali­bi-Ver­an­stal­tun­gen und die Poli­tik schert sich einen feuch­ten Keh­richt dar­um was "das Volk" denkt .... 

Denn es geht schon mit den Gesprächs­run­den los:
Je nach­dem in wel­cher Ein­kom­mens- und Lebens­si­tua­ti­on die Ein­ge­la­de­nen ste­hen wer­den ihre Bedürf­nis­se sein. Wer nicht genug zu essen hat - und des­we­gen zur Tafel geht - inter­es­siert sich nicht für sol­che Ver­an­stal­tun­gen und wird dazu auch nicht ein­ge­la­den, denn selbst der Poli­ti­ker aus Hin­ter­tup­fing weiß, dass die­se Art von "Volk" nicht zufrie­den sein kann.

Fragt man dage­gen jene Men­schen, von denen oft behaup­tet wird sie sei­en "die Mit­te der Gesell­schaft" - also bie­de­rer Durch­schnitt mit Rei­hen­haus und VW - dann fal­len die Ant­wor­ten bestimmt ganz anders aus, weil die­se Leu­te nicht um ihre Exi­stenz fürch­ten müs­sen. Kein Wun­der also, wenn Bedürf­nis­se wie "siche­rer Arbeits­platz", "Gesund­heit", "Frie­de" genannt werden.

Der soge­nann­te „Glücks­at­las 2013“ der Deut­schen Post (mitt­ler­wei­le gibt es einen neu­en Glücks­at­las, ich habe ihn im Inter­net aller­dings erst nach län­ge­rem Suchen gefun­den) - war­um aus­ge­rech­net die deut­sche Post sowas erfor­schen läßt hat nach mei­ner Auf­fas­sung übri­gens nichts mit ihren Kern­auf­ga­ben zu tun. Aber mög­li­cher­wei­se gibt es ja ein Kapi­tel "Zufrie­den­heit & Glück der Emp­fän­ger von Brief­post in Deutschland" .... 

Wenn ich dann noch lese " .. der Frei­bur­ger Finanz­wis­sen­schaft­ler Bernd Raf­fel­hü­schen .. " - der Hans-Dampf-in-allen-Gas­sen˟ der Wis­sen­schaft mit Mei­nung zu Allem & Jedem - sei feder­füh­rend gewe­sen weiß ich wo die­se Ergeb­nis­se hin­ge­hö­ren: In die Tonne!

Sol­che "Stu­di­en" die­nen nur einem Zweck: Es ste­hen ein paar Kern­sät­ze in der Zusam­men­fas­sung die sich in den Medi­en gut zitie­ren und die Regie­rungs­po­li­tik blen­dend aus­se­hen las­sen. Der Rest ist nicht so wich­tig, und vie­le der Bericht­erstat­ter schau­en sich sowie­so nicht den kom­plet­ten Text an son­dern schrei­ben von der 'Pres­se­mit­tei­lung' ab.
Was beim stau­nen­den Publi­kum ankommt ist die gewünsch­te Botschaft:
Es geht uns gut, bes­ser denn je, und bei der Wahl im näch­sten Jahr bit­te kei­ne Experimente!

So. Jetzt gehe ich in die Küche und mache mir einen Beu­tel "Mikro­wel­len­pop­corn" und den ver­zeh­re ich wäh­rend ich mir eini­ge you­tube-Film­chen zur Holz­be­ar­bei­tung anse­he .... ist ja bald Weihnachten.

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˟ Hin­ter­grund

bookmark_border337.000 sind ganz schön viel ....

.... in Rela­ti­on zur Gesamt­be­völ­ke­rung aller­dings fast nichts.

Die­ser Satz beglei­tet mich nun schon ein paar Tage, seit Regie­rungs­spre­cher Sei­bert ihn in der Bun­des­pres­se­kon­fe­renz aussprach.

Tat­säch­lich und für sich genom­men hat er natür­lich Recht.

Nun sind die­se Unter­schrif­ten von Men­schen in die­sem Land die sich aktiv mit den Inhal­ten der in Rede ste­hen­den Abkom­men aus­ein­an­der­set­zen. daher mit mehr als nur der Fer­tig­keit die Abkür­zun­gen in Voll­be­zeich­nun­gen wie­der­zu­ge­ben, also mit "Sach­ver­stand" urtei­len. In Fol­ge des­sen ableh­nen, was dort fest­ge­schrie­ben wer­den soll. 

Sei­bert urteilt aus sei­ner spe­zi­fi­schen Sicht: Zah­len sind rele­vant wenn es um Mehr­hei­ten im Par­la­ment geht, wenn es um Staats­fi­nan­zen geht, wenn es auf inter­na­tio­na­lem Par­kett um Hil­fe und Unter­stüt­zung geht. 

 
  Hier aller­dings ist eine rei­ne Betrach­tung von Zah­len unan­ge­bracht, weil "Sinn­voll" oder "Falsch" nicht von abso­lu­ten Zah­len abhängt, son­dern von den Fol­gen, die eine bestimm­te Rege­lung tat­säch­lich hat. 

Der Regie­rungs­spre­cher ver­fährt nach dem Muster das ihm geläu­fig ist. Da erkennt man, war­um Poli­tik so oft an der Lebens­wirk­lich­keit vor­bei geht. Es wer­den die fal­schen Prä­mis­sen zu Grun­de gelegt, des­we­gen muß die Schluß­fol­ge­rung zwangs­wei­se falsch sein.

Hal­ten wir also fest:
Zah­len­gläu­big­keit ver­schlei­ert den Blick für die Argu­men­te, ver­hin­dert dem­nach eine ratio­na­le Aus­ein­an­der­set­zung - und ist ein wohl­fei­les Argu­ment für Jene, die wohl um die Män­gel wis­sen, man­ches wahr­schein­lich mit Absicht so gere­gelt haben wollen!
Nur, bit­te­schön, die Betrof­fe­nen sol­len es mög­lichst nicht erkennen.

Eine Regie­rung aller­dings, die im Nach­hin­ein Geset­ze so mma­ni­pu­liert, dass frü­he­re Straf­ta­ten von soge­nann­ten "Dien­sten" durch die­se Ände­rung einen Frei­brief erteilt bekom­men anstatt die­se Geset­zes­über­tre­tun­gen für­der­hin zu ver­hin­dern, hat bestimmt nicht das im Sinn was im Amts­eid geschwo­ren wird, näm­lich das " .. Wohl des deut­schen Vol­kes (zu) mehren .." 

bookmark_borderDer 'merkbefreite' Herr Gabriel ....

.... ist so von sich ein­ge­nom­men, dass er nicht ein­mal merkt was ihm da vom Ver­fas­sungs­ge­richt als Kuckucks-Ei ins Nest gelegt wur­de. Der vor­der­grün­dig von ihm als SIEG gefei­er­te Spruch zum Begeh­ren der 'Einst­wei­li­gen Ver­fü­gung' ist in Wahr­heit eine schal­len­de Ohr­fei­ge für alle Betei­lig­ten an den Ver­hand­lun­gen. Sie haben es in sie­ben Jah­ren (!) nicht zustan­de gebracht ein­deu­ti­ge Regeln zu Papier zu brin­gen und soll­ten daher nicht ver­wun­dert sein, wenn ihnen ihr Mach­werk nun zer­pflückt wird.

Es bleibt aller­dings ein scha­ler Bei­geschmack. Da es kaum wahr­schein­lich ist die Regeln des Gerichts in den weni­gen Tagen bis zur Unter­schrift zu ändern wird es so kommen:

Es wird in Kraft gesetzt und es wer­den Tat­sa­chen geschaf­fen - so, wie es die Regie­run­gen Mer­kel schon immer gemacht haben. Völ­lig igno­rie­rend was Recht & Gesetz in die­sem Land von ihnen als Hand­lung verlangen.

"Auf Zeit spie­len" (aus­sit­zen), und "umfal­len" (das Gegen­teil von dem tun was der Bevöl­ke­rung ver­spro­chen wur­de) sind die neu­en Tugen­den der Poli­tik. Min­de­stens seit Kohl, Schrö­der und Merkel.

bookmark_borderKrieg in Syrien und Gründe für den Konflikt.

.... und nun noch ein paar Wor­te zum Syri­en­krieg - die Infor­ma­tio­nen sind sehr nah an dem, was ich von geflüch­te­ten Syrern zu Teil­aspek­ten im per­sön­li­chen Gespräch gehört habe. 

Wer hat wel­che Inter­es­sen und war­um unter­neh­men Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en, die U.S.A. und die NATO nichts gegen die schlei­chen­de Ent­de­mo­kra­ti­sie­rung in der Tür­kei? Ein Blick auf Sun­ni­ten und Schii­ten, und auf Assad, der als Ale­vit den kur­di­schen Ale­vi­ten nahe­steht - denen, die gera­de von Erdo­gan 'umge­sie­delt' und dabei rein zufäl­lig auch ein wenig dezi­miert (!) werden.

bookmark_borderZur Frage der Verzerrung der Wirklichkeit

Gre­gor Gysi zum Euro - wahr­haft pro­phe­tisch! - und jetzt weiß man auch, war­um ver­sucht wur­de ihm alles mög­li­che anzu­hän­gen um sich sei­ner (poli­tisch) zu entledigen.
Zudem ein wei­te­rer Beweis für mei­ne The­se, dass nur "Die Lin­ke" den Wirt­schafts­pro­zeß in der EU (und welt­weit) kor­rekt beschreibt und den rich­ti­gen Ansatz hat ihn so zu len­ken, dass er denen zugu­te kommt die den "pro­fit" generieren.

bookmark_borderEine Frage der Perspektive

Oder: Es sind immer die "Ande­ren" die irren ....

"Wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nach­ti­gall!" - so spricht der Volks­mund und wir ken­nen Alle Bei­spie­le, dass das in der Wirk­lich­keit sei­nen Aus­druck findet.

Kürz­lich las ich einen Kom­men­tar zu einer Erör­te­rung über die Schwam­mig­keit von Begrif­fen deren Benut­zung in den Medi­en als "ein­deu­tig" ange­se­hen wird - was natür­lich schon wegen der Viel­falt der mensch­li­chen Natur nie zutref­fend sein kann. In die­sem Kom­men­tar fin­det sich fol­gen­de Passage:

.. Zum Bei­spiel singt auch der Baju­wa­re jeden Sonn­tag aus vol­ler Keh­le Allah U Akhbar, jedoch nicht auf ara­bisch, son­dern in sei­ner Lan­des­spra­che und in kol­lek­ti­ver Form ritu­ell-zere­mo­ni­el­ler Kult­hand­lun­gen, in denen das Abbild eines grau­samst Gefol­ter­ten und Gekreu­zig­ten mit sei­ner gar wis­sen­schaft­lich gynä­ko­lo­gisch unmög­li­chen, aber trotz­dem nach­hal­tig behaup­te­ten Geburt aus einer Jung­frau und manch­mal sogar eksta­tisch und in Trance gefal­len ange­be­tet wird. Wehe das wagt jemand als gei­stes­krank anzu­mah­nen und ver­sucht es zu ver­hin­dern. Das wür­de sogleich zum Bereit­stel­len eines Schei­ter­hau­fens füh­ren oder in einer psych­ia­tri­schen Zwangs­mass­nah­me enden .. 

Die soge­nann­te "Deut­sche Leit­kul­tur" ist christ­lich geprägt, Eides­for­meln wer­den durch "So wahr mir Gott hel­fe!" abge­schlos­sen und in kirch­lich betrie­be­nen Insti­tu­tio­nen (Kin­der­gär­ten, Alten­hei­men, Sozi­al­dien­sten) bestimmt die Ein­hal­tung reli­giö­ser Nor­men über Anstel­lung bzw. Ent­las­sung von Individuen.

Gleich­zei­tig spre­chen wir hier­zu­lan­de aber über "Isla­mi­sten" - und damit mei­nen wir in abschät­zi­ger Form "Ver­blen­de­te". Wo, so fra­ge ich Sie, ist der Unter­schied zwi­schen der Ver­blen­dung der Mus­li­me und der Ver­blen­dung der Chri­sten? Glau­ben doch die Anhän­ger bei­der (und vie­ler ande­rer Glau­bens­rich­tun­gen) an fik­ti­ve, nie bewie­se­ne und natur­wis­sen­schaft­lich nicht halt­ba­ren über­ge­ord­ne­te Wesen, deren Exi­stenz zwei­fel­haft ist und deren tat­säch­li­ches Wir­ken besten­falls auf Visio­nen von Ein­zel­per­so­nen fußt ("Wun­der", "Erschei­nun­gen").

"Wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nach­ti­gall!" - es wird Zeit die­se Per­spek­ti­ve aus unse­rem 'Kul­tur­kreis' zu hin­ter­fra­gen und dar­aus Schlüs­se zu zie­hen. Wel­che Art von Ver­nunft ist das, die - um die Bibel zu zitie­ren - 'den Split­ter im Auge der Ande­ren' sieht und 'den Bal­ken im eige­nen Auge' übersieht?

Radi­ka­le wohin man schaut, egal wel­che kul­tu­rell-reli­giö­se Prä­gung vor­han­den sein mag. Wie über­heb­lich es war als die Spa­ni­er im Namen des Glau­bens in Mit­tel- und Süd­ame­ri­ka wüte­ten! Auch das ist Teil unse­res viel geprie­se­nen "sozio-kul­tu­rel­len Hintergrundes"!

Nie­mand (fast nie­mand) nimmt dar­an Anstoß, dass die U.S.A. über­all auf der Welt - ähn­lich wie Ter­ro­ri­sten - fol­tern, ver­ur­tei­len und per Fern­steue­rung exe­ku­tie­ren. Gleich­zei­tig wer­den die im Nahen Osten und Afri­ka wüten­den Mili­zen und selbst­er­nann­ten Got­tes­krie­ger als Aus­ge­burt der Höl­le ange­se­hen, die man aus­rot­ten muß um Frie­den zu schaffen.

Unse­re Per­spek­ti­ve ist falsch. Man hat uns den Blick­win­kel seit Jahr­zehn­ten erfolg­reich 'antrai­niert'. Bleibt die Fra­ge wer davon pro­fi­tiert. "Ver­schwö­rungs­theo­rien", höre ich da Eini­ge sagen.

Ja, stimmt, aller­dings wer­den die Anzei­chen immer deut­li­cher, dass Vie­les, was noch vor zwan­zig, drei­ssig oder mehr Jah­ren als 'absurd' bezeich­net wur­de, mitt­ler­wei­le als Tat­sa­che feststeht.

Zeit für einen Perspektivwechsel ...?

 

bookmark_borderVerschwörungstheorie ..?!

33Heu­te gelesen:

.. Hard evi­dence or no, I stand whol­ly with a well-con­nec­ted source in Istan­bul with whom I have had an exten­ded email exch­an­ge sin­ce last weekend. “I don’t mean a total fab­ri­ca­ti­on,” he wro­te Satur­day in explai­ning what had hap­pen­ed. “Pro­ba­b­ly more of a pro­vo­ca­ti­on and trap laid by Erdoğan.” Never mind what you read in the cor­po­ra­te press: The­se sus­pi­ci­ons are wide­ly shared, I am told, among diplo­mats with long records of Midd­le East ser­vice and some of the bet­ter peo­p­le at State .. 

Über­set­zung
" .. Har­te Bewei­se oder nicht, ich ste­he auf der Sei­te einer gut ange­bun­de­nen Quel­le in Istan­bul, mit der ich seit dem letz­ten Wochen­en­de einen erwei­ter­ten E-Mail-Aus­tausch hat­te. "Ich mei­ne kei­ne tota­le Insze­nie­rung", schrieb er am Sonn­abend um zu erklä­ren was pas­siert war. "Wahr­schein­lich eher eine Pro­vo­ka­ti­on und eine Fal­le, von Erdoğan gelegt." Egal was man in der Unter­neh­mens­pres­se liest: Die­se Ver­däch­ti­gun­gen wer­den, wie mir gesagt wur­de, weit­ge­hend unter Diplo­ma­ten mit lan­gen Auf­ent­hal­ten im Mitt­le­ren Osten geteilt und das sind eini­ge der erfah­ren­sten Men­schen beim Aus­wär­ti­gen Dienst .. "
[Quel­le]

Wer sich mit Schur­ken wie Erdoğan ein­läßt muß sich gefal­len las­sen, dass deren Schur­ke­rei­en auf sie zurück­fal­len. Die EU und Deutsch­land ins­be­son­de­re kla­gen zwar den Völ­ker­mord an den Arme­ni­ern an - aber dem Völ­ker­mord an den Kur­den schau­en sie seit Mona­ten zu! 

Jetzt läßt Erdoğan end­gül­tig die Mas­ke fal­len und "säu­bert" sein Reich, dreht die säku­la­re Tür­kei um in einen mus­li­mi­schen Got­tes­staat. Die U.S.A., sonst schnell dabei der­glei­chen zu ver­ur­tei­len hal­ten sich zurück, weil sie den tür­ki­schen Luft­waf­fen­stütz­punkt nicht ver­lie­ren wollen. 

Am Ende wer­den sie wohl auch Fet­hul­lah Gulen an die Tür­kei aus­lie­fern, des­sen der tür­ki­sche Staats­chef Mit­te Dezem­ber 2013 nicht hab­haft wer­den konn­te, als es schon ein­mal eine Säu­be­rungs­wel­le wie die jetzt beob­ach­te­te in der Tür­kei gab.

Gülen ist bei­lei­be kein from­mes Lamm:

"Der CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de im baden-würt­tem­ber­gi­schen Land­tag, Peter Hauk, ver­lang­te im Febru­ar 2014 Ein­sicht in inter­ne Berich­te des Lan­des­ver­fas­sungs­schut­zes, in denen der Gülen-Bewe­gung vor­ge­wor­fen wur­de, teil­wei­se im Wider­spruch zur frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung zu ste­hen." [Quel­le] - das berech­tigt aller­dings selbst Herrn Erdoğan nicht den Stab über ihn zu bre­chen und sich als 'Rich­ter' auf­zu­spie­len, singt er doch im glei­chen 'Chor' ....

Aber was zählt schon ein Men­schen­le­ben in den U.S.A., die sich auf­schwin­gen welt­weit die von ihnen iden­ti­fi­zier­ten "Fein­de" - ohne Rechs­staat­lich­keit auch nur zu simu­lie­ren - per Droh­ne zu ermorden.

Wie jeder Dik­ta­tor stellt Erdoğan zunächst den Intel­lek­tu­el­len nach, in Uni­ver­si­tä­ten und Schu­len wird 'gesäu­bert'. Was zurück­bleibt ist das unwis­sen­de, gläu­bi­ge Land­volk, der ana­to­li­sche Volks­is­lam, schon immer die Quel­le des Übels. Jour­na­li­sten, Rich­ter, Anwäl­te, Ver­wal­tungs­be­am­te, Listen mit tau­sen­den regime­kri­ti­schen Men­schen, sowas zau­bert kei­ner aus dem Hut, das braucht Vor­be­rei­tung von lan­ger Hand - wer hier noch an eine spon­ta­ne Akti­on der tür­ki­schen Regie­rung glaubt zieht sich wahr­schein­lich die Hose mit der Kneif­zan­ge an.

*edit*
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bookmark_borderNeue "Quoten" braucht das Land ...!
*update* (01-07-2016)

Das Bei­spiel des Refe­ren­dums in Groß­bri­tan­ni­en hat es wie­der ein­mal gezeigt:

Die älte­ren Wäh­ler und länd­li­che Regio­nen sind kon­ser­va­tiv ein­ge­stellt. Sie ver­hin­dern so neue Ideen, alter­na­ti­ve Kon­zep­te und in die Zukunft wei­sen­de Pla­nun­gen. Dazu kommt der Ein­fluß derer, die Euro­pa schwä­chen wol­len und die 'Arbeit' der Lob­by­isten (vor­nehm für "Bestechung").

So wie dort in der EU / in Groß­bri­tan­ni­en ist es bei uns in Deutsch­land. Die Rent­ner - mit einer Ren­ten­er­hö­hung Mit­te die­sen Jah­res bei Lau­ne gehal­ten - wer­den wie­der CDUCSUSPDFDPGRÜNE wäh­len und es wird sich NICHTS in die­sem Land zum Bes­se­ren wenden. 

Des­we­gen ist es an der Zeit Ände­run­gen am Wahl­sy­stem vor­zu­neh­men. Eine Idee dazu hat­te ich frü­her schon ein­mal aufgeschrieben.

Nun etwas Neues:
Um den Jün­ge­ren - um deren Zukunft es bei jeder Wahl geht, die aber stets den Älte­ren gegen­über in der Min­der­zahl sind - mehr Gewicht zu ver­schaf­fen, müß­te dem Wahl­recht für die Stim­men­ge­wich­tung ein "Wer­tungs­fak­tor nach Lebens­al­ter" zuge­fügt werden. 

Etwas so:
16 - 20 Jah­re => Fak­tor 1,2
20 - 30 Jah­re => Fak­tor 1,4
30 - 40 Jah­re => Fak­tor 1,6
40 - 50 Jah­re => Fak­tor 2,0
50 - 60 Jah­re => Fak­tor 1,2
60 - 70 Jah­re => Fak­tor 0,8
70 - 80 Jah­re => Fak­tor 0,5
80 und älter   => Fak­tor 0,2

Die 20 - 50 Jah­re alten Wähl/-er/-innen hät­ten so trotz gerin­ge­rer Zahl durch den Mul­ti­pli­ka­ti­ons­fak­tor ein grö­ße­res Stimm­po­ten­ti­al. Je näher die Wäh­ler­schaft ihrem bio­lo­gi­schen Ende zugeht, desto gerin­ger wäre ihr Ein­fluß auf die aktu­el­le und zukünf­ti­ge Poli­tik des Landes.

Ver­bun­den mit einer - je nach Wahl­be­tei­li­gung - schwan­ken­den Zahl von Bun­des­tags­man­da­ten könn­te auf die­se Wei­se eine in die Zukunft gerich­te­te Poli­tik eine sehr viel bes­se­re Chan­ce haben als im der­zei­ti­gen System.

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*update*
[01.07.2016]
"kraut­re­por­ter" hat zu die­sem The­ma einen umfas­sen­den Beitrag