bookmark_borderZur Geschlechtsidentität
und der langwierigen Suche nach der *wahren* Zahl von Betroffenen

Wiki­pe­dia sagt dazu: ".. Das Kon­zept der Nicht­bi­na­ri­tät ent­wickel­te sich in den 1990er-Jah­ren in den USA (sie­he unten) und wird seit 2010 zuneh­mend öfter in den Medi­en welt­weit behandelt .."

Die Anzahl nicht binä­rer Men­schen in Deutsch­land ist Gegen­stand in vie­len Quel­lenListe- aller­dings ist allen die­sen Dar­stel­lun­gen eigen, dass sie kei­ne abso­lu­te, fak­ten­ba­sier­te Anga­be machen son­dern weit­hin schwam­mi­ge Ver­mu­tun­gen und Her­lei­tun­gen (wie­der­um aus ande­ren Quel­len ähn­li­cher Qua­li­tät!) ver­öf­fent­li­chen. "Nichts Genau­es weiß man nicht!" haben wir frü­her in sol­chen Fäl­len gesagt und sol­che Rate­spie­le abge­lehnt - nicht so heu­te in den ein­schlä­gi­gen Krei­sen die damit ihre Absich­ten / Ansich­ten stüt­zen. Dort wer­den immer die 'pas­sen­den', also am mei­sten gewünsch­ten Zah­len als 'noch zu nied­rig geschätzt' bezeichnet.

Die­se *Quel­le* ist inso­fern auf­fäl­lig, als sie auf 21 Sei­ten und mit fast 68.000 Zei­chen zum Ende das Fazit zieht:

".. Immer wie­der wer­den wir gefragt, wie vie­le Trans­se­xu­el­le es denn in Deutsch­land gäbe .. Eine end­gül­ti­ge Ant­wort auf die­se Fra­ge wer­den auch wir heu­te nicht geben kön­nen. Wir ver­fü­gen jedoch über Infor­ma­tio­nen des Bun­des­amts für Justiz, aus der die Fall­zah­len der Ver­fah­ren nach dem Trans­se­xu­el­len­ge­setz an den deut­schen Amts­ge­rich­ten her­vor­geht .. Bei einem Bevöl­ke­rungs­stand von 82,79 Mil­lio­nen Ein­woh­nern in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land im Juli 2019 ent­spricht dies 0,038% der Bevöl­ke­rung, die in die­sen 29 Jah­ren ein Ver­fah­ren nach dem Trans­se­xu­el­len­ge­setz durch­lau­fen haben. Bezo­gen auf das Ver­hält­nis der jähr­li­chen TSG Ver­fah­ren zu den jähr­li­chen Gebur­ten (795492 in 2021) ergibt sich jedoch ein Bevöl­ke­rungs­an­teil von 0,41% (2021) .."

Nicht sehr viel mehr Klar­heit, aller­dings wenig­stens kon­kre­te Zah­len hat die "WELT" ver­öf­fent­licht:
".. Bis zum 30. Sep­tem­ber 2020 haben ins­ge­samt 394 Men­schen den Geschlechts­ein­trag divers gewählt oder den Ein­trag offen gelas­sen. Außer­dem wur­den 19 Neu­ge­bo­re­ne als „divers“ registriert.
Viel häu­fi­ger wur­de die Ände­rung des Per­so­nen­stands­ge­set­zes genutzt, um den Geschlechts­ein­trag von „weib­lich“ zu „männ­lich“ oder umge­kehrt zu ändern. Das pas­sier­te ins­ge­samt 1191 Mal .."
Dort wird dis­ku­tiert wor­an das lie­gen mag. Es könn­te sein, dass nur eine gerin­ge Zahl tat­säch­lich zu die­sen Kate­go­rien gehö­ren möch­te - oder es gibt eine Dun­kel­zif­fer bestehend aus sol­chen Per­so­nen, die lie­ber kon­form zu bis­he­ri­gen Defi­ni­tio­nen blei­ben wollen.

Die Fra­ge ob die stei­gen­de Zahl von Men­schen, die Rat suchen durch die erhöh­te media­le Prä­senz des The­mas gene­riert wird, ob es mög­li­cher­wei­se ein­fach eine Fol­ge der freie­ren Dis­kus­si­on von Geschlecht und Sexua­li­tät dar­stellt, oder ob es ein tat­säch­li­ches explo­die­ren der phy­si­schen, und vor allem psy­chi­schen, Fol­gen des Erwach­sen­wer­dens in moder­nen Gesell­schaf­ten gibt, in denen nicht der täg­li­che Kampf zu über­le­ben besteht, sei dahin­ge­stellt. Der Zuwachs an Bera­tungs­an­ge­bo­ten und der gleich­zei­ti­ge Zuwachs an Bera­tungs­su­chen­den ist nicht abschlie­ßend zu beur­tei­len - denn die­se Fra­ge ist ana­log zu der, ob Huhn oder Ei zuerst da waren 

Die Lon­do­ner Tavi­stock-Cli­nic, euro­pa­weit füh­rend in der Behand­lung trans-iden­ter Jugend­li­cher, beriet im Jahr 2009 in ihrem „Gen­der Iden­ti­ty Deve­lo­p­ment Ser­vice“ gera­de mal rund hun­dert Her­an­wach­sen­de. Im Jahr 2018 hin­ge­gen waren es 2500. Im sel­ben Jahr berich­te­te die Wochen­zei­tung „Die Zeit“ davon, dass sich die Zah­len von Rat suchen­den Jugend­li­chen auch in ver­schie­de­nen füh­ren­den deut­schen Kli­ni­ken, die sie befragt hat­ten, seit dem Jahr 2013 ver­fünf­facht habe.

Letzt­lich ist es egal ob die eine oder ande­re Zahl zutref­fend ist - es gibt eben kei­ne ver­läss­li­che Sta­ti­stik dazu.
Wenn dann aus ideo­lo­gi­schen Grün­den, und dem Wunsch das ein­schlä­gi­ge Kli­en­tel nicht als Wäh­ler zu ver­lie­ren, die Gesetz­ge­bung an Min­der­hei­ten­in­ter­es­sen fest­ge­macht wird, sind wir an einem Tief­punkt des demo­kra­ti­schen Staa­tes angekommen.
Min­der­hei­ten dür­fen nicht die Mehr­heit zwin­gen sich nach Ihnen zu rich­ten, ins­be­son­de­re nicht in einer *Reprä­sen­ta­ti­ven Demo­kra­tie*, denn der Mehr­heits­wil­le hat die han­deln­den Poli­ti­ker an die Macht gebracht um deren Inter­es­sen zu beför­dern - nicht anders, selbst dann nicht, wenn Herr Gabri­el (SPD) es ein­mal genau anders her­um dar­ge­stellt hat.


Nur noch um es klar zu sagen:
Mir ist völ­lig egal wer mit wem auf wel­che Art Sex hat oder wer sich zu wel­chem Geschlecht oder Nicht-Geschlecht zäh­len will. NICHT egal ist mir, wenn ich von 0,04% bis 0,4% (!) der Bevöl­ke­rung gezwun­gen wer­den soll mich ent­ge­gen MEINER Über­zeu­gung zu ver­hal­ten und aus­ge­klü­gel­te Sprach­va­ria­tio­nen zu ler­nen, die nicht die wis­sen­schaft­lich beleg­te Iden­ti­tät dar­stel­len.
 

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In der Begriffs­wü­ste zur Benen­nung der Iden­ti­tä­ten ist es leicht sich zu ver­lau­fen .... ein PDF der FU, Titel "Glos­sar geschlecht­li­che Viel­falt" hilft dabei sich zu orientieren.

Quel­len

bookmark_borderHilft gegen RAPTOREN ..!?

Wie gut­gläu­big und ein­fäl­tig man­che Ver­trei­ber von Waren ihre Kund­schaft ein­schät­zen kommt sel­ten so klar zum Vor­schein wie in die­ser Anzeige:
" .. Hun­de­zu­be­hör mit Spikes, um Ihr Haus­tier vor Rap­tor- und Tier­an­grif­fen zu schützen .. "

Rap­to­ren sind vor etwa 85 bis 76 Mil­lio­nen Jah­ren in der spä­ten Krei­de­zeit auf der Erde gewe­sen - und ausgestorben.

Raptorschutz

Man setzt wohl dar­auf, dass vie­le Men­schen die an Engel glau­ben auch glau­ben es leb­ten par­al­lel zu uns heu­te noch Dinosaurier.

bookmark_borderDer Film «Saltburn»

Der Film «Saltb­urn» zielt auf Pro­vo­ka­ti­on – und trifft ins Schwarze.
Doch dar­um geht es hier über­haupt nicht.
Was mich zuneh­mend stört ist der Begriff, das Verb "liest" in einem Zusam­men­hang, der als Inter­pre­ta­ti­on von etwas Gese­he­nem ver­wen­det wird. Im obi­gen Zitat (NZZ Feuil­le­ton) geht es um die Bewer­tung eines Kri­ti­kers zu die­sem Film. Die NZZ Autorin Mari­on Löhn­dorf [Stu­di­um der Kom­pa­ra­ti­stik¹, Ger­ma­ni­stik und Kunst­ge­schich­te.] benutzt in ihrer Über­sicht zur Rezep­ti­on des Fil­mes [03.01.2024] die­ses Wort um die Mei­nung des Kri­ti­kers Maher zu bewerten.

Anders aus­ge­drückt: Maher hat (s)eine Wer­tung zum Film abgegeben;
Löhn­dorf bezeich­net dies als "lesen", lesen steht also für 'wer­tet' oder 'inter­pre­tiert'.


Spra­che schrei­tet fort, in der Benut­zung steckt immer auch Wan­del. Die­ser wird auf unte­ren Sprach­ebe­nen aus Unwis­sen­heit erzeugt - man kann sich nicht gewählt aus­drücken (oder will wis­sent­lich pro­vo­zie­ren, etwa beim *gen­dern*) und *schöpft* daher neue Wor­te oder neu­en Wortsinn.
Unsinn, der im *main­stream* ange­kom­men ist.
Scha­de, wenn das vom Feuil­le­ton einer renom­mier­ten Zei­tung geför­dert wird.
 

¹ PS: Gei­stes­wis­sen­schaf­ten - alles ist mög­lich, Fak­ten sind überflüssig!

bookmark_borderDr. Wolfgang Schäuble: De mortuis nihil nisi bene ..?!

Titel: Zitat

Da ist er nun hin­ge­schie­den, der Herr Dr. Schäub­le. Es über­schla­gen sich die Akteu­re, die ihn hoch, höher, am höch­sten loben und dabei wer­den alle Nicke­lig­kei­ten, Rän­ke und Unta­ten, die ande­re Staats­bür­ger ins Gefäng­nis gebracht hät­ten, wie vom Okto­ber­wind verweht ....


Wo nun vie­le den Staats­mann sehen, sehe ich eine Spin­ne im Netz, die alle Fäden in der Hand hat. Zu gege­be­ner Zeit wer­den die gehei­men Kennt­nis­se aus der Innen­mi­ni­ster­zeit her­an­ge­zo­gen um die Schwä­chen der Geg­ner zu nut­zen um das eige­ne Wol­len vor­an zu brin­gen.
 

Ver­ges­sen:


Mei­ne Vor­stel­lung von einem Staats­mann erfüllt all das nicht. Ich sehe eine graue Emi­nenz, die für die Par­tei und deren För­de­rer gear­bei­tet hat - nicht für die Inter­es­sen der brei­ten Bevöl­ke­rung.
 

Sie­he auch 

bookmark_borderEhrenwert

"Wert" braucht eine Defi­ni­ti­on, denn vie­le Men­schen haben vie­le unter­schied­li­che Vor­stel­lun­gen davon was dar­un­ter zu ver­ste­hen ist. Hier geht es um "Wert" im Sin­ne von "Bei­trag zur Erhal­tung und För­de­rung demo­kra­ti­scher Errungenschaften".

Aha, wer­den Sie den­ken, nun weiß ich schon wohin das führt!"
Mag sein, aber mög­li­cher­wei­se kann ich Sie überraschen.

Poli­ti­ker, die nie etwas gear­bei­tet haben - damit mei­ne ich Arbeit in einem Betrieb der Dienst lei­stet oder Waren pro­du­ziert, oder die­se pro­du­zier­ten Waren ver­treibt - ent­schei­den den­noch wesent­li­che Para­me­ter die für alle gel­ten zu denen sie nie gehört haben:

- Abge­bro­che­nen Studien;
- Examen nicht bestanden;
- kurz vor dem Examen alles hingeworfen;
- beim Ver­such ein Geschäft zu grün­den gescheitert
- aus einem erfolg­rei­chen Betrieb gekün­digt und herausgeworfen 

Fängt der Mensch erst beim Aka­de­mi­ker an? Nein, aber Erfolg kann auch so defi­niert wer­den, dass jemand in der Lage ist sich im nor­ma­len Arbeits­um­feld zu bewäh­ren und dort sei­nen Lebens­un­ter­halt zu verdienen.

Schau­en wir uns hin­ge­gen die Wer­de­gän­ge vie­ler Poli­ti­ker an so fällt auf: Stu­di­en- und Aus­bil­dungs-Abbre­cher, geschei­ter­te Fir­men­grün­der, Aus­wan­de­rungs­rück­keh­rer usw. sind oft in lei­ten­den Funk­tio­nen ihrer Frak­ti­on tätig. Ohne das erfor­der­li­che Gespür für die Not­wen­dig­kei­ten des Arbeits­le­bens, ohne die erfor­der­li­che Kraft auch unter Bela­stung durch­zu­hal­ten, und ohne die erfor­der­li­che Erfah­rung wie das Zusam­men­ar­bei­ten mit Men­schen ver­schie­de­ner Her­kunft und Welt­an­schau­ung funk­tio­nie­ren kann - sind sie doch stän­dig von gleich­ge­sinn­ten Par­tei­kol­le­gen umge­ben, die im Wesent­li­chen ähn­lich den­ken und han­deln wie sie selbst.

Etwas ist faul an der Art wie in die­sem Land Men­schen in füh­ren­de Posio­tio­nen der Poli­tik *gera­ten*. Man­che dadurch, dass sie from­me Kirch­gän­ger sind. Ande­re dadurch, dass sie gelernt haben sich so belie­big aus­zu­drücken, dass nie­mad so recht ver­steht für was sie ste­hen und die des­we­gen als Lösung ohne Pro­blem­po­ten­zi­al ange­se­hen wer­den. Vie­le, weil sie Ver­bin­dun­gen mit­brin­gen die Geld als Mit­tel der Zustim­mungs­ge­win­nung ein­zu­set­zen bereit sind. Die Zahl derer, die aus altru­isti­schen Grün­den an der Ver­bes­se­rung der Lebens­be­din­gun­gen im Staa­te mit­wir­ken wol­len ist garan­tiert die klein­ste Grup­pe unse­rer Volks­ver­tre­ter. Beson­ders schlimm ist die Tat­sa­che, dass eini­ge Abge­ord­ne­te die­sen Weg nur gewählt haben weil er ihnen Ein­künf­te beschert die sie mit ihrem Her­kom­men und Vor­bil­dung nie hät­ten errei­chen können.

Stel­len Sie sich nur ein­mal vor wie Füh­rungs­kräf­te gemein­hin aus­ge­wählt werden:
In akri­bisch aus­ge­ar­bei­te­ten Pro­zes­sen ver­si­chert man sich ihrer 

- fach­li­chen Qua­li­fi­ka­ti­on, ihrer
- Fähig­keit Men­schen zu füh­ren, ihrer
- Weit­sicht, die die Zukunft vor­aus­sieht und ent­spre­chend die Wei­chen stellt, ihrer
- Per­sön­lich­keit, die Sach­ori­en­tie­rung und Fak­ten vor Bedeu­tungs­wunsch und Lob­prei­sung durch Drit­te bervorzugt. 

Das könn­te noch aus­ge­spon­nen wer­den, aber zur Unter­le­gung der Argu­men­ta­ti­on reicht es zumin­dest schon aus.
Vie­le poli­ti­sche Stel­len wer­den besetzt ohne dass nach den zuvor genann­ten Kri­te­ri­en aus­ge­sucht wur­de. An deren Stel­le tre­ten Zuge­hö­ruig­keit zu Seil­schaf­ten, Pro­porz in lands­mann­schaft­li­cher Her­kunft, reli­giö­ser Aus­rich­tung und Grup­pen­zu­ge­hö­rig­keit zu den wesent­li­che Faktoren.

Ein Bei­spiel ist die letz­te Frau Mini­ste­rin der CDU für Bil­dung und For­schung Anja Kar­lic­zek, aus­ge­bil­de­te Hotel­fach­ar­bei­te­rin mit einem Abschluß eines Fern­stu­di­ums Betriebs­wirt­schaft - und das obwohl im Lan­de bestens beleu­mun­de­te und von der Fach­welt aner­kann­te Pro­fes­so­ren in Scha­ren vor­han­den sind, die bestimmt kei­ne zwei Jah­re 'Ein­ar­bei­tung' gebraucht hät­ten bis sie ver­stan­den haben was sie in die­sem Amt zu erle­di­gen und zu initi­ie­ren haben.
Oder Herr Spahn, vor­mals Bank­mit­ar­bei­ter, dann Gesund­heits­mi­ni­ster .... es gibt im Lan­de vie­le hoch ange­se­he­ne Medi­zin­pro­fes­so­ren die gro­ße Häu­ser lei­ten und sich sowohl admi­ni­stra­tiv wie fach­lich bewährt haben, jedoch aus­ge­sucht wur­de ein aus dem fin­ster­sten schwar­zen Mün­ster­land stam­men­der Bank­mit­ar­bei­ter, der die Sache der Kir­che ver­trat und auf Gerichts­ur­tei­le der höch­sten Gerich­te des Lan­des pfiff?
Ein wei­te­res Trau­er­spiel waren (und sind vor Ort in Bay­ern immer noch) das Tri­um­vi­rat aus See­ho­fer, Scheu­er, Dob­rindt. Die viel gelob­te Frau Bär als weib­li­ches Aus­hän­ge­schild des Män­neclubs CSU hat in Sachen Digi­ta­li­sie­rung nichts bewirkt und wir hän­gen im hin­te­ren Drit­tel der EU Staa­ten was die Inter­net­ver­sor­gung angeht! 

Ehren­wer­te Ami­gos in meh­re­ren Par­tei­en die sich dar­auf ver­ste­hen aus ihren Posten Geld zu machen und der Bevöl­ke­rung zu raten den Gür­tel enger zu schnal­len. Ehren­wert, aber wehe man kratzt an der Ober­flä­che - dann tun sich Abgrün­de auf.

bookmark_borderEs weihnachtet sehr ....

.... das merkt man dar­an, dass es Men­schen gibt die beson­ders dar­auf erpicht sind sich irgend­wo im Inter­net als prä­po­ten­te Arsch­lö­cher auf­zu­füh­ren, Streit vom Zau­ne zu bre­chen, und ihrer arm­se­li­gen Exi­stenz - wenn schon kei­nen ver­nünf­ti­gen Sinn, dann doch wenig­stens eine unnö­ti­ge Auf­ga­be zu gönnen. 

In den nun­mehr fast 20 Jah­ren (Febru­ar '24) blog­gen sind mir vie­le skur­ri­le, phan­ta­sti­sche und nach Auf­merk­sam­keit hei­schen­de Men­schen begeg­net. Die Mei­sten sind harm­los. Eini­ge sind des­we­gen gefähr­lich, weil sie "Mei­nungs­frei­heit" so ver­ste­hen ihnen allein stün­de die­se Frei­heit zu - und zudem wären sie so wich­tig, wes­we­gen sie Ande­ren die­se Frei­heit abspre­chen könnten. 

Ver­brei­ten von tri­via­len Erkennt­nis­sen ist ein wesent­li­ches Merk­mal von Men­schen die gera­de erst eine Sache ken­nen gelernt oder ver­stan­den haben - die grund­sätz­lich als All­ge­mein­bil­dung gilt und ihnen bis­her abging. Was sie - unge­bil­det und unge­ho­belt - nicht ein­mal bemerkt haben. Aber stets von sich ein­ge­nom­men und wich­tig-wich­tig. Ins­ge­heim wis­sen die Leu­te dass sie unwich­tig sind, dar­aus ent­wickeln sie nicht etwa Zurück­hal­tung, nein, sie tra­gen noch dicker auf - was sie noch düm­mer erschei­nen lässt. Ana­log zum Durch­schnitts­men­schen der glaubt ein Aus­län­der kön­ne ihn bes­ser ver­ste­hen wenn er ihn lau­ter anbrüllt.

Wer wirk­lich 'gebil­det' ist hat es nicht nötig ande­re Men­schen abfäl­lig zu behan­deln, er schöpft sein Selbst­be­wusst­sein nicht aus der Ernied­ri­gung Ande­rer, son­dern aus eige­ner Leistung.
Nur damit kei­ne Miß­ver­ständ­nis­se aufkommen:
Tri­via­le Web­logs sind und blei­ben tri­vi­al - auch wenn sie Mas­se statt Klas­se pro­du­zie­ren. Gera­de dann sind sie eine rei­ne Ener­gie­ver­geu­dung. Das ist als Fest­stel­lung kei­ne Her­ab­wür­di­gung, son­dern eine Tatsachenbeschreibung.

bookmark_borderKonzentration auf den Kern,
Assoziation zum Verständnis,
Präzision in der Kritik

Sel­ten fin­det man die­se drei Eigen­schaf­ten heu­te noch im Dis­kurs über die Stel­lung des Islam in den Gesell­schaf­ten die wir als 'modern' oder 'ent­wickelt' defi­nie­ren und daher für die rich­ti­ge Grund­la­ge unse­rer Staats­for­men [wei­test­ge­hend als "Demo­kra­tie" bezeich­net] halten.


Abbil­dung oben aus "Isla­mo­pho­bie-Defi­ni­ti­on bedroht freie Meinungsäußerung"

Ent­sin­nen Sie sich noch an den ehe­ma­li­gen FDP Vor­sit­zen­den Phil­ipp Rös­ler? Der brach­te ein aus der Bio­lo­gie stam­men­des Bei­spiel: Setzt man Frö­sche in hei­ßes Was­ser so sprin­gen sie her­aus - setzt man sie dage­gen in zim­mer­war­mes Was­ser und erhitzt es lang­sam so unter­bleibt die­se Reak­ti­on. Er brach­te es als Ana­lo­gie / Meta­pher für das Vor­ge­hen der Politik.
Was mit der Spra­che anfängt wird nach und nach auf ande­re gesell­schaft­li­che Berei­che aus­ge­dehnt - und kaum Jemand bemerkt den all­mäh­li­chen Ver­lust tra­di­tio­nel­ler Wer­te zugun­sten sol­cher Dog­men die von einer hier­ar­chisch-fun­da­men­ta­li­stisch-mili­ta­ri­sti­schen Cli­que zur Vor­be­rei­tung der Über­nah­me der Staats­ge­schäf­te als Fern­ziel ein­ge­führt und vehe­ment durch­ge­drückt werden.

Mit der *alter­na­ti­ven* Sprach­re­ge­lung fängt es an, mit der Ver­skla­vung oder gar Aus­rot­tung der *Ungläu­bi­gen* soll es enden!

bookmark_borderBauchweh

Sie ken­nen alle die For­mu­lie­rung "Das macht mir Bauch­weh!" wenn es die­ses unbe­stimm­te Gefühl ist, dass einen beschleicht wenn etwas Uner­klär­li­ches, Unbe­schreib­ba­res und Unan­ge­neh­mes im Raum zu ste­hen scheint und man dies als Macht­lo­sig­keit gegen­über dem, was gera­de pas­siert empfindet.

"Das macht mir Bauch­weh!" - eine all­ge­mei­ne Fest­stel­lung, die aus­sagt man habe nicht die Initia­ti­ve selbst in der Hand, sei also den Umstän­den gegen­über ausgeliefert.

Nie­mand kann so etwas län­ger aushalten.
Es ent­steht ein Drang etwas zu unter­neh­men, wie­der Herr der Situa­ti­on zu werden.

Wir sind hier in Deutsch­land gewöhnt die Struk­tu­ren zu über­schau­en. Wir sind dar­auf ein­ge­stellt nach Namen, Haut­far­be und Spra­che "zuge­hö­rig" und "fremd" zu unter­schei­den. Kön­nen wir das nicht, so berei­tet es uns Bauchweh ....

Andern­orts ist man da - ver­meint­lich - schon wei­ter. Bei­spiels­wei­se in den tra­di­tio­nel­len Ein­wan­de­rungs­län­dern. Selbst da gibt es zuneh­mend Men­schen denen die­se Mischung, oder soll­te es bes­ser hei­ßen: die­ser Flicken­tep­pich ohne Muster und Ord­nung Unbe­ha­gen berei­tet. Weil der Mensch nach Rastern dür­stet in die Beob­ach­tun­gen, Erleb­nis­se und Tra­di­tio­nen 'pas­sen'.
Gerät das durch­ein­an­der gibt es Widerstand.

So erklä­re ich mir die­ses Bauch­weh was man­che Lands­leu­te emp­fin­den wenn sie mit Aus­län­dern zu tun haben:
Ihre Muster sind anders und fremd, das macht Angst und Aggres­si­on ist dann eines der Ventile.

Wir sind ein Einwanderungsland.
Was hier grund­sätz­lich fehlt sind Struk­tu­ren und Beschränkungen.
Das wur­de über vie­le Jahr­zehn­te durch frü­he­re Regie­run­gen, geführt von der CDU/CSU, sträf­lich vernachlässigt.
Die Fol­gen erle­ben wir nicht erst seit heu­te, son­dern zuneh­mend seit 2010.
Es sind Men­schen ein­ge­wan­dert denen unse­re Tra­di­tio­nen fremd sind, die unse­re kul­tu­rel­len Grund­la­gen nicht ver­ste­hen, und unser Rechts­ver­ständ­nis ableh­nen, weil sie andern­orts sozia­li­siert wurden.

Man­che davon wol­len sich ein­glie­dern und lernen.
Vie­le nicht.
Eini­ge wol­len sogar die hie­si­gen Grund­la­gen gewalt­sam verändern.

Dem gilt es zu begeg­nen - und so wie es der­zeit aus­sieht bestehen kei­ne wirk­li­chen Absich­ten und Ideen der Poli­tik auf wel­chem Wege das gelei­stet wer­den kann. 

bookmark_borderباشند اما سویشرت ها معمولا بدون کلاه تولید می شوند

Da stau­nen Sie sicher die­se Über­schrift zu lesen ...?

Die­ser Satz war Teil eines (SPAM?) Kommentares.
Letzt­lich hat­te ich meh­re­re sol­cher und ähn­li­cher Einträge.
Was ich mich dabei fra­ge ist:
Glau­ben die Men­schen, die so etwas Tau­send­fach ver­sen­den, wirk­lich dar­an, dass dar­aus ein Nut­zen ent­ste­hen könnte?

Beson­ders gelun­gen fand ich aller­dings die­sen Satz:
که از این رو مهم ترین تفاوت هودی وسویشرت، کلاه می باشد.

Bemü­hen Sie bit­te Goog­le trans­la­te um zu erfah­ren wor­um es in die­sen fremd­sprach­li­chen Aus­sa­gen geht.

Oder sehe ich das ganz falsch,
und es ist eine gehei­me Bot­schaft in dem Text versteckt
die sich mir ledig­lich nicht erschließt? 

Hin­weis:
دقت ترجمه [آلمانی ← فارسی] تضمین کننده ترجمه برگشتی [فارسی → آلمانی]

bookmark_borderEs heißt ja ....

Es heißt ja, man sol­le sich sach­lich mit dem aus­ein­an­der­set­zen was man an den Grund­sät­zen ande­rer Men­schen für unzu­läng­lich hält. Fak­ten sind immer die bes­se­ren Argu­men­te und des­halb ver­ste­he ich nicht, wie­so immer noch so vie­le schwär­me­ri­sche Ver­brä­mun­gen kur­sie­ren wenn es um den Islam geht.

Die CDU hat nun wie­der den Begriff "Leit­kul­tur" aus­ge­gra­ben - das ist irgend­wie das Lieb­lings­wort von Herrn Merz - aller­dings bedeu­tungs­los, denn Jeder stellt sich dar­un­ter etwas ande­res vor. Da wäre es doch gut gewe­sen ein paar Bei­spie­le zu nen­nen und sie zu erläu­tern. Oder ist das Absicht etwas 'vage' zu hal­ten damit man mög­lichst vie­le Men­schen für sich / als Wäh­ler gewin­nen will? So stellt sich mir das als wenig gelun­ge­ner Ver­such dar der AfD ein paar Wäh­ler abspen­stig zu machen, wohl zuerst jene, die sich nicht so wohl dabei füh­len eine Par­tei zu wäh­len die als 'rechts­extrem' in meh­re­ren Bun­des­län­der ein­ge­stuft ist.
Wie auch immer: Es feh­len die Fak­ten die sich mit den AfD The­sen aus­ein­an­der­set­zen - wenn das nicht gelei­stet wird (wird es nicht!) dann taugt es nicht Über­zeu­gun­gen zu ändern.

Die­se dif­fu­se Ver­eh­rung des Islam einer­seits - durch Gleich­stel­lung mit den Katho­li­ken und Pro­te­stan­ten -fin­de ich erschreckend und ent­lar­vend zugleich, zeigt sich da doch die Unwis­sen­heit der Wohl­mei­nen­den, die nicht erken­nen kön­nen WAS die­se Reli­gi­on von den bes­ser bekann­ten christ­li­chen Strö­mun­gen unter­schei­det, Ande­rer­seits feh­len die Ansät­ze Reli­gi­on nüch­tern als Pri­vat­sa­che zu betrach­ten und aus dem Staats­we­sen kom­plett fern­zu­hal­ten. Zu groß ist der Nut­zen, den Poli­ti­ker aus der Nähe zu den Groß­kir­chen und zu durch den Erhalt von Zuwen­dun­gen an sie gewinnen.

Weil es in der öffent­li­chen Dis­kus­si­on immer ver­ges­sen oder absicht­lich weg­ge­las­sen wird stel­le ich nach­fol­gend ein­mal ein paar grund­sätz­li­che Stel­len aus dem Koran vor. So kann man sich ein Bild davon machen was gläu­bi­ge Mus­li­me - min­de­stens theo­re­tisch - befol­gen müssen:
Alle Grund­sät­ze die als *ver­bind­li­che Glau­bens­ba­sis* anzu­se­hen sind wider­spre­chen dem, was unter Demo­kra­tie laut unse­rem Grund­ge­setz ver­bind­lich gere­gelt ist. Des­we­gen habe ich schon häu­fi­ger betont, dass es der Qua­dra­tur des Krei­ses gleich­kommt, wenn eine Abwä­gung "Glau­be gegen Grund­ge­setz" vor­ge­nom­men wird. 


Wer mus­li­mi­schen Glau­bens ist kann nicht - bedingungslos! -
auf dem Boden des Grund­ge­set­zes ste­hen.
 

Bei­spie­le (via Gene­ti­cal­ly Modi­fi­ed Skep­tic, plus feat. Ratio­na­li­ty Rules)

bookmark_borderGrößter Skandal des Jahrzehnts
- schlimmer geht nimmer!

Ich neh­me mir die Frei­heit zu erklären:
Einen schlim­me­ren Skan­dal als die­sen (sie­he unten ste­hen­den Text) wird es in die­sem Jahr­zehnt wohl kaum noch geben:


»» With the eyes of the world on him, the pre­si­dent of the COP28 (the 28th annu­al Con­fe­rence of Par­ties the UN Frame­work Con­ven­ti­on on Cli­ma­te Chan­ge) said that there's "no sci­ence" behind the need to pha­se out fos­sil fuels.
This is obvious­ly delu­sio­nal gar­ba­ge at best or, more likely, cor­rupt pro­pa­gan­da. But coming from a so-cal­led "cli­ma­te lea­der," it is an abso­lu­te disgrace.
Many were under­stan­d­a­b­ly shocked by the words of COP28 pre­si­dent Sul­tan Al Jaber, but the truth is he never should have been in a lea­der­ship posi­ti­on on cli­ma­te. Al Jaber is the head of the Abu Dha­bi Natio­nal Oil Com­pa­ny, with an obvious finan­cial inte­rest in and track record of pro­mo­ting cli­ma­te-kil­ling practices ««


  [Über­set­zung: »» Unter den Augen der gan­zen Welt sag­te der Prä­si­dent der COP28* , dass hin­ter der Not­wen­dig­keit, aus fos­si­len Brenn­stof­fen aus­zu­stei­gen, „kei­ne Wis­sen­schaft“ stecke.
Das ist offen­sicht­lich besten­falls wahn­haf­ter Müll oder, was wahr­schein­li­cher ist, kor­rup­te Pro­pa­gan­da. Aber von einem soge­nann­ten „Kli­ma­füh­rer“ zu kom­men, ist eine abso­lu­te Schande.
Vie­le waren ver­ständ­li­cher­wei­se schockiert über die Wor­te des COP28-Prä­si­den­ten Sul­tan Al Jaber, aber die Wahr­heit ist, dass er nie eine Füh­rungs­po­si­ti­on in Sachen Kli­ma hät­te ein­neh­men dür­fen. Al Jaber ist der Chef der Abu Dha­bi Natio­nal Oil Com­pa­ny und hat ein offen­sicht­li­ches finan­zi­el­les Inter­es­se an der För­de­rung kli­ma­tö­ten­der Prak­ti­ken sowie eine Erfolgs­bi­lanz darin.]
[Quel­le]

  Sau­di Ara­bi­en hat schon öfter sol­che absur­den Ehren erhal­ten, als man ihm bei­spiels­wei­se die Füh­rung bzw. den Vor­sitz des UN-Men­schen­rechts­ra­tes über­trug. Aus die­sem Skan­dal wur­de nichts gelernt, aus dem Fall Kas­hog­gi, umge­bracht in der sau­di­schen Bot­schaft in der Tür­kei, eben­falls nichts, da sind 'ande­re Inter­es­sen' am Werk wenn der­glei­chen Wider­sinn pas­siert - und jetzt aus­ge­rech­net der Vor­sitz im Weltklimarat!

* 28. Jah­res­kon­fe­renz der Ver­trags­par­tei­en der UN-Rah­men­kon­ven­ti­on zum Klimawandel