bookmark_borderSchwein gehabt
*update* [26.11.2018]

         

 

Es gibt Gerich­te, die man wohl nur sel­ten im Jahr zube­rei­tet - weil sie viel Vor­be­rei­tung brau­chen, weil die Zuta­ten teu­er sind, weil man sie in gro­ßer Men­ge berei­ten muß, oder weil sie schlecht zur Jah­res­zeit pas­sen. Oder, oder, jeder hat da noch wei­te­re Gründe.
Wir essen seit gerau­mer Zeit nur noch drei­mal pro Woche Fleisch, aller­dings ohne uns dar­an skla­visch zu hal­ten, denn etwas Gutes zu tun ist zwar ein erstre­bens­wer­tes Ziel, darf aller­dings nicht in Selbst­ka­stei­ung ausarten.

Nun habe ich vor ein paar Tagen Schwei­ne­kru­sten­bra­ten annon­ciert gese­hen - und weil wir das lan­ge nicht mehr hat­ten, habe ich ein Stück gekauft, aus der Schul­ter, 1,386 kg, viel zu viel für zwei Per­so­nen. Wenn man Schwei­ne­bra­ten kocht wäre es dumm das für zwei Por­tio­nen zu tun, denn wenn das Stück Fleisch zu klein ist wird die Zube­rei­tung schwie­ri­ger. Des­we­gen also ein grö­ße­res Stück, das nach der Zube­rei­tung klei­ner gewor­den ist und davon frie­re ich immer die Hälf­te für spä­ter ein.

Was mich erstaunt hat war der Preis. Pro Kilo koste­te der Bra­ten 3,99 €, und das kom­plet­te Stück war des­we­gen mit 5,53 € ausgezeichnet. 

Nur mal so zum Ver­gleich: Als ich kürz­lich ein Stück Blut­wurst kauf­te koste­te das pro Kilo 11,99 €! Irgend­wie ist da etwas mit der The­se von "die Pro­duk­ti­ons­ko­sten sind eng kal­ku­liert" nicht rich­tig. Ent­we­der war das Stück Wurst zu teu­er, oder das Stück Kru­sten­bra­ten zu preis­wert. Wahr­schein­lich beides.

   
  (Der Bra­ten ist noch nicht unter dem Grill gewe­sen; die Schwar­te wur­de noch kroß gerö­stet.)

 

Egal wie, ich will nur noch erwäh­nen, dass der Bra­ten gut war. Ich habe ihn im Römer­topf zube­rei­tet, ein wenig (alko­hol­frei­es) Bier ab und an dar­über gegos­sen, und ihn bei 120°C über drei Stun­den gebra­ten (initi­al ange­bra­ten bei 275°C für 15 Min. von allen Sei­ten, außer der Schwar­te). Wie im Bild zu erken­nen (?) lag das Fleisch auf Zwie­beln, Möh­ren­stif­ten und Knob­lauch, gewürzt war es mit Küm­mel (ganz & gemah­len), Majo­ran (spar­sam), Basi­li­kum (benut­ze ich statt Pfef­fer), ein paar Senf­kör­nern und einem Löf­fel Honig.

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*update* [26.11.2018]
Es gibt Metz­ger die sind noch teu­rer. Wie der beim hie­si­gen EDEKA-Markt.
Heu­te kauf­te ich "Haus­ma­cher Blut­wurst", am Stück, d.h. eine gan­ze Wurst mit ca. 650g - der Kilo­preis war 17,98€! Ich muß mir ange­wöh­nen nach dem Preis zu fra­gen, denn das waren 50% mehr als bei mei­nem Blut­wurst­bei­spiel oben im Text.

bookmark_borderÜber den Mangel an 'kritischem Denken'

» Jemand, der nach­weis­lich fal­sche Vor­stel­lun­gen ver­tritt,
kann leicht in ande­re fal­sche Über­zeu­gun­gen abglei­ten.
«

Die­sen Satz habe ich vor eini­ger Zeit gele­sen und ihn mir auf­ge­schrie­ben, weil er mit mei­ner Erfah­rung aus vie­len Beob­ach­tun­gen über­ein­stimmt. Wir haben ja nicht nur unse­re Vor­ur­tei­le, son­dern auch unse­re Denk­mu­ster mit denen wir unse­re Umge­bung ein­schät­zen, Pro­ble­me ange­hen und lösen, vor­ge­faß­te Muster bestä­ti­gen oder verwerfen.

Die­se Denk­mu­ster stam­men aus Erzie­hung und Erfah­rung - und was ein­mal gut geklappt hat, uns Vor­tei­le ver­schaff­te oder von Vie­len in unse­rer Umge­bung genau so ein­ge­schätzt wur­de, das ver­su­chen wir zu bewah­ren um den *Erfolg* zu wiederholen. 

Anders aus­ge­drückt:

Wir füh­len uns bes­ser wenn wir mit einer Vor­ge­hens­wei­se Erfolg statt Miß­er­folg haben und mei­den des­we­gen neue Denk­an­sät­ze und neu­es Ver­hal­ten. Etwas - ab von *ein­ge­tre­te­nen Pfa­den* - zu wagen ist mit sehr viel Unsi­cher­heit ver­bun­den und der Erfolg ist unge­wiß. Unge­wiß­heit macht Streß. Streß zu ver­mei­den ist eine völ­lig nor­ma­le Verhaltensweise.

Ich will zwei kon­kre­te Bei­spie­le für die wei­te­re Erör­te­rung anfüh­ren. Das erste Bei­spiel ist es ist ein Kom­men­tar zu einer Aus­sa­ge, die in einem you­tube-Video gemacht wurde:


Der Kom­men­ta­tor weist - zu Recht, wie ich mei­ne - dar­auf hin, dass die Staats­an­ge­hö­rig­keit kei­ne per­sön­li­che Lei­stung ist und man des­we­gen dar­auf nicht *stolz* sein kann.
Der Wert die­ser Aus­sa­ge wird nicht dadurch geschmä­lert, dass er dann noch ein paar zusätz­li­che Anmer­kun­gen zu Ame­ri­ka­nern ganz all­ge­mein macht, die sein eige­nes Vor­ur­teil in die­ser Hin­sicht dar­stel­len. Allein, mit sei­ner Ein­schät­zung des der­zei­ti­gen Prä­si­den­ten scheint er aber im 'mai­stream' zu liegen.

Stolz kann man auf eine eige­ne Lei­stung sein, etwa eine, die dem Gemein­we­sen ins­ge­samt nützt - und dann steckt dar­in die Aner­ken­nung für die­sen Staat, der Ver­hält­nis­se geschaf­fen hat in denen sol­che Ergeb­nis­se mög­lich sind.

Das zwei­te Bei­spiel zeigt einen Fall auf, in dem vie­le Betei­lig­te zu Unrecht *stolz* auf ihre Lei­stung sind:


Da geht es um die angeb­li­che "Grie­chen­land­ret­tung" die in Wahr­heit ein Ret­tung von meh­re­ren deut­schen und fran­zö­si­schen Groß­ban­ken war. Das Ergeb­nis der Inter­ven­ti­on, die kei­ne Ret­tung war, son­dern der tau­meln­den grie­chi­schen Öko­no­mie den Todes­stoß ver­setzt hat, kann mit dem Abstand den wir heu­te haben beur­teilt werden:

Das gro­be Ver­sa­gen der bei­den Haupt­ak­teu­re Wolf­gang Schäub­le und Jero­en René Vic­tor Anton Dijs­sel­b­lo­em ent­larvt sie als Dilet­tan­ten, die ent­ge­gen aller War­nun­gen der Fach­wis­sen­schaft­ler glaub­ten es bes­ser zu wis­sen .... der eine wohl aus Alters­starr­sinn, der ande­re aus purem Neid auf die Popu­la­ri­tät von Y. Varou­fa­kis, dem grie­chi­schen Finanz­mi­ni­ster & Wis­sen­schaft­ler, dem geschol­te­nen und ver­höhn­ten Wider­sa­cher, der letzt­end­lich Recht behal­ten hat, und des­sen Sta­tur und Cha­ris­ma er nie wird errei­chen können.

In bei­den Bei­spie­len sehen wir grund­sätz­li­che Ver­hal­tens­mu­ster. Ein­mal der Stolz auf eine fik­ti­ve Grö­ße die nicht selbst erar­bei­tet wur­de, im ande­ren Fall der Dün­kel es qua Amt bes­ser zu wis­sen als einer der es stu­diert hat. Bei­de Male ein­stu­dier­te Ver­hal­tens­mu­ster die zu kata­stro­pha­len Ergeb­nis­sen füh­ren, natür­lich gra­du­ell unter­schied­lich in ihrer Auswirkung.

Erfah­ren wir über der­glei­chen Ver­sa­gen von ein­ge­fah­re­nen Denk- und Ver­hal­tens­mu­stern in der Poli­tik und Wirt­schaft unse­res Lan­des in den Medien?
Nein ....
.... und da fan­ge ich an zu grü­beln war­um das wohl so ist.

bookmark_borderAus der Serie "Opa erzählt vom Krieg":
Das "Rückversicherungs-Prinzip"

Mei­ne Groß­mutter (väter­li­cher­seits) war zeit­le­bens nicht beson­ders reli­gi­ös. Etwa ein Jahr­zehnt vor dem Aus­gang des 19. Jahr­hun­derts gebo­ren, war es aller­dings für eine Dame der höhe­ren Gesell­schaft nicht *schick­lich* sich als ungläu­big zu 'outen'. Man blieb nach außen hin der Tauf­kon­fes­si­on treu, was man dach­te ging nie­man­den etwas an. Sie erzähl­te mir ein­mal, dass es auf dem abge­le­ge­nen Gut wenig Abwechs­lung gab und daher der Kirch­gang für sie eine will­kom­me­ne 'Zer­streu­ung' dar­stell­te. Zumal gera­de Frau­en (und ins­be­son­de­re jun­ge Damen) sich sel­ten aus ihrer gewohn­ten Umge­bung her­aus beweg­ten, es sei denn, es muß­ten drin­gen­de Din­ge wie ein Arzt­be­such oder Klei­der­kauf in der nächst­ge­le­ge­nen Groß­stadt erle­digt wer­den. Das war wegen des damit ver­bun­de­nen Umstan­des eine wirk­li­che Seltenheit.

Da hat­ten wir nun eine jun­ge Frau die der Kir­che eher fern stand, das aber nicht nach außen zei­gen, geschwei­ge denn dis­ku­tie­ren konn­te. Ihr Glück war einen Mann zu fin­den, der selbst mit Kir­che wenig im Sinn hat­te. Trotz­dem hei­ra­te­ten die Bei­den kirch­lich (pro­te­stan­tisch) - es wäre anders gesell­schaft­li­cher Unter­gang gewesen.
Das jun­ge Paar zog als­bald nach Ham­burg. So befrei­te es sich von gesell­schaft­li­chen Zwän­gen und konn­te die Vor­tei­le der eher anony­men Lebens­wei­se in der Groß­stadt für sich nut­zen. Der frü­he Tod des Man­nes, mei­nes Groß­va­ters, im I. Welt­krieg über­schat­te­te das wei­te­re Leben der jun­gen Mut­ter - sie hat­te erst zwei Jah­re zuvor einen Kna­ben gebo­ren, mei­nen Vater. Allein­ste­hend und fast mit­tel­los, mit Kind, als 'höhe­re Toch­ter' nicht in einem Brot­be­ruf aus­ge­bil­det, zu einer Zeit, in der es bei­lei­be nicht als 'nor­mal' galt auf die­ser Basis sein Leben zu führen.

Das war - nach ihrer eige­nen Aus­sa­ge - der Zeit­punkt in dem sie sich voll­ends von der Kir­che löste und fort­an beim Amte als *kon­fes­si­ons­los* ein­ge­tra­gen war.

Nach die­ser etwas län­ge­ren Vor­ge­schich­te geht es nun um das, was der Titel anspricht: Rückversicherung!

Die Frau Groß­mutter hat­te das Pech in höhe­rem Alter an Par­kin­son zu erkran­ken, was in der dama­li­gen Zeit, den fünf­zi­ger Jah­ren des letz­ten Jahr­hun­derts, noch schlecht behan­del­bar war - es gab nur ein ein­zi­ges Medi­ka­ment, Arta­ne, das zur Ver­fü­gung stand. Dane­ben wur­de mit Ada­man­t­an [genau­er: Aman­t­a­din] expe­ri­men­tiert, heu­te ist es als Viro­sta­ti­kum und in einer Mol­kül­ab­wand­lung als Mit­tel gegen Demenz in Gebrauch. Die Pro­gno­se war daher nicht beson­ders rosig, weil sich selbst unter Medi­ka­ti­on das Voll­bild der Krank­heit in etwa zehn Jah­ren ent­wickel­te. Damals, heu­te kann dies wesent­lich ver­zö­gert werden.

Wegen der fort­schrei­ten­den Sym­pto­ma­tik muß­te mei­ne Groß­mutter dann schließ­lich in ein Pfle­ge­heim ein­zie­hen, weil nur dort eine "Rund-um-die-Uhr"-Betreuung mög­lich war. Es war ein katho­li­sches Pfle­ge­heim, spe­zia­li­siert auf die Erkran­kung und zudem noch in der Nähe zu unse­rem Wohn­ort, sodass mei­ne Eltern ab und an dort hin fah­ren konn­ten. Als älte­stes Kind - mei­ne Schwe­stern sind 8 und 10 Jah­re jün­ger - durf­te ich mehr­mals mit­fah­ren um die Groß­mutter, die immer hin­fäl­li­ger wur­de, zu besuchen.

Als es zwi­schen­durch ein­mal sehr schlecht um sie stand und wir sie besuch­ten erzähl­te sie mir, sie sei nun auf alles vor­be­rei­tet, denn sie habe die soge­nann­te *letz­te Ölung*, ein katho­li­sche Ritu­al, erhal­ten. Mein Vater frag­te sie, wie­so sie das zuge­las­sen habe, wo sie doch ihr Leben lang kir­chen­fern gelebt habe, wor­auf sie antwortete: 

"Man weiß ja nie - und scha­den kann es bestimmt nicht!"

Das Prin­zip heißt "Rück­ver­si­che­rung" - soll­te man sich geirrt haben und es gibt doch einen Gott kann es ja nicht scha­den, sich ihm noch vor dem Tode zuzuwenden. 

Die­ses Prin­zip fin­det man häu­fig, auch hin­sicht­lich ganz ande­rer Gege­ben­hei­ten. So wäh­len bei­spiels­wei­se vie­le Men­schen einen Ver­ein nicht wegen des Ver­eins­zweckes, son­dern um dazu zu gehö­ren. Oder sie gehen zu Bet­krei­sen, kirch­li­chen Chö­ren, etc. - weil es gemein­hin ja posi­tiv auf­ge­nom­men wird sich da zu inte­grie­ren um 'gute Taten' und 'christ­li­ches Ver­hal­ten' zu zeigen.
Es ist nach mei­ner Auf­fas­sung eine nicht beson­ders ehren­wer­te Hand­lung etwas abzu­leh­nen und sich dann irgend­wie 'abzu­si­chern' - es ist wie Ver­rat am eige­nen Den­ken und Han­deln, min­de­stens aber unehrlich.

Aber wer weiß? Mög­li­cher­wei­se sitzt ja die Frau Groß­mutter auf einer Wol­ke und amü­siert sich könig­lich engels­gleich über mei­ne Ausführungen ....


Wei­te­re Posts zu "Opa erzählt vom Krieg":

Sai­son­wa­re
Bur­ger & Kopfrechnen ....

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bookmark_borderAn Evolution & Religion gleichzeitig "glauben"?
Ein Irrweg.

Bei Herrn nömix wird an den Evo­lu­ti­ons­bio­lo­gen und Huma­ni­sten Ste­phen Jay Gould (1941−2002) erin­nert. Dazu heißt es dass ".. er in sei­nem umfang­rei­chen, uner­hört klu­gen Werk u. a. dar­leg­te, dass es zwi­schen Chri­sten­tum und Evo­lu­ti­ons­leh­re nicht not­wen­di­ger­wei­se einen Wider­spruch ge­ben müsse .." 

Nun will ich bei­lei­be nicht die Ver­dien­ste des Genann­ten um die Evo­lu­ti­ons­bio­lo­gie und sei­ne Bei­trä­ge zur Palä­on­to­lo­gie schmä­lern, aber auch gro­ße Den­ker haben sich schon in Detail­fra­gen ver­irrt und sind auf Abwe­ge geraten.

Las­sen Sie mich hier noch­mals dar­stel­len, wie der Zusam­men­hang zwi­schen Bio­lo­gie / Evo­lu­ti­on und Reli­gi­on gese­hen wer­den muß - wenn man ratio­nal, mit natur­wis­sen­schaft­li­cher Vor­ge­hens­wei­se, prüft.

Die The­se von Gould ist schon des­we­gen falsch, weil hier zwei völ­lig ver­schie­de­ne Din­ge in Zusam­men­hang gebracht wer­den, wobei eines (Reli­gi­on) vom Vor­han­den­sein des ande­ren (Gehirn/"Geist") abhän­gig ist. 

Nach all­ge­mei­ner Auf­fas­sung ist die Evo­lu­ti­on des Gei­stes beim Men­schen eine spe­zi­fi­sche Lei­stung die der von ande­ren Säu­ge­tie­ren gleich­ge­setzt wer­den kann. Bei­spiels­wei­se kön­nen Wale sehr lan­ge tau­chen, Flug­hun­de flie­gen und Giraf­fen Blät­ter in der Baum­kro­ne fressen. 

Unse­re Gehirn­lei­stung ist daher nur eine von vie­len Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten - und hier­aus her­zu­lei­ten, eine gedank­li­che Kon­struk­ti­on die ein fikt­ves Wesen postu­liert sei von der Evo­lu­ti­on unab­hän­gig und par­al­lel denk­bar ist schlicht­weg falsch. 

Evo­lu­ti­on läuft weder nach einer Gesetz­mä­ßig­keit (Muster) noch zwangs­läu­fig in eine bestimm­te Rich­tung, sie ist viel­mehr rein zufällig.
Der Gedan­ke "höhe­res Wesen als Schöp­fer" ist von einer bestimm­ten Hirn­lei­stung abhän­gig, ohne sie gäbe es das nicht. 

Wenn also der postu­lier­te Gott die ihm zuge­spro­che­ne All­macht hät­te, müß­te es ihn auch ohne das mensch­li­che Gehirn geben. Dage­gen spre­chen alle natur­wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­se, und das selbst vor dem Hin­ter­grund, dass es natür­lich immer vom jewei­lig Mög­li­chen in der For­schung abhängt. 

Nir­gend­wo im Uni­ver­sum gibt es einen Gott - nur bei uns, als Fik­ti­on, erdacht vom mensch­li­chen Gehirn.

Soweit ging mei­ne Ant­wort bei Herrn nömix.

Las­sen Sie mich noch ergänzen:

Selbst die (bei Wiki­pe­dia postu­lier­te, m.E. sinn­ent­stel­lend dar­ge­leg­te) Hal­tung Goulds hin­sicht­lich der Evo­lu­ti­on (Zitat: ".. enga­gier­te sich für die Popu­la­ri­sie­rung der Evo­lu­ti­ons­theo­rie und deren Ver­tei­di­gung gegen den in den USA ver­brei­te­ten Krea­tio­nis­mus ..") ändert an der Unver­ein­bar­keit zwi­schen der Akzep­tanz der Evo­lu­ti­ons­leh­re und den The­sen zu Reli­gi­on, Reli­gi­ons­aus­le­gung und dem postu­lier­ten höhe­ren Wesen "Gott" nichts.

Es han­delt sich hier nach mei­ner Auf­fas­sung um ein "Alles-oder-Nichts-Prin­zip". Akzep­tiert man die Evo­lu­ti­on, so schließt das einen - wie auch immer gear­te­ten - Glau­ben(!) aus.

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bookmark_borderZur Frage von Fachkompetenz

Bekla­gens­wer­te Fehl­grif­fe bei der Beur­tei­lung von Per­so­nen sind im pri­va­ten Leben nicht unbe­dingt pro­ble­ma­tisch. Aller­dings sieht das grund­sätz­lich anders aus wenn es um Auf­trit­te vor grö­ße­rer Öffent­lich­keit geht. Da kann ein Fehl­griff hin­sicht­lich eines "aus­ge­wie­se­nen Exper­ten" schon recht unan­ge­neh­me Aus­wir­kun­gen haben.

Gemein­hin geht man davon aus, dass ein stu­dier­ter und pro­mo­vier­ter Fach­mann eine brei­te Exper­ti­se in sei­nem Fach­ge­biet hat. Das kann, muß aller­dings nicht auto­ma­tisch kor­rekt sein.

Neh­men wir bei­spiels­wei­se einen pro­mo­vier­ten und habi­li­tier­ten Che­mi­ker. Der wird über die Che­mie im All­ge­mei­nen und über sein Pro­mo­ti­ons­the­ma im Beson­de­ren fun­diert Bescheid wis­sen. Wenn es um sein Spe­zi­al­ge­biet - durch Habi­li­ta­ti­on nach­ge­wie­sen - geht, gibt es wohl nicht vie­le Men­schen auf der Welt, die sich da mit ihm mes­sen kön­nen. Sol­che The­men bedin­gen außer­or­dent­lich spe­zia­li­sier­te Fach­kennt­nis­se, die so tief in die Mate­rie ein­drin­gen, dass sie bestimmt mit Recht als "Nischen­wis­sen" ein­ge­stuft wer­den können.

Jetzt stel­len wir uns vor, ein Pro­gramm­ver­ant­wort­li­cher sucht einen Che­mi­ker der zur glo­ba­len Erwär­mung etwas sagen soll. Da wis­sen die mei­sten Men­schen, dass es etwas mit CO2, Stick­oxi­den und Schwe­fel­ver­bin­dun­gen zu tun hat. Ganz ver­sier­te wis­sen zudem, dass auch Schwer­me­tal­le in Abga­sen ein nen­nens­wer­tes Pro­blem für die Umwelt darstellen. 

Da ist der Fach­wis­sen­schaft­ler in einer Zwickmühle:
Einer­seits hat er natür­lich ver­tief­te Kennt­nis­se zu der Inter­ak­ti­on von che­mi­schen Sub­stan­zen - ande­rer­seits feh­len ihm Kennt­nis­se hin­sicht­lich der Beur­tei­lung von meter­eo­lo­gi­schen Abläu­fen, die eine Kon­zen­tra­ti­on oder Redu­zie­rung bestimm­ter Stof­fe beeinflussen.

Ein ver­ant­wor­tungs­be­wuß­ter Wis­sen­schaft­ler wird in einer sol­chen Situa­ti­on drauf ver­wei­sen wo sei­ne Gren­zen der Exper­ti­se lie­gen - und im Zwei­fel davon Abstand neh­men sich öffent­lich dazu zu äußern. Wir Alle ken­nen aber das Gegen­teil - und Men­schen tun schon ver­rück­te Din­ge nur um ein­mal im Ram­pen­licht ste­hen zu können ....

Betrach­ten wir jetzt ein­mal einen ande­ren Bereich, die Gei­stes­wis­sen­schaf­ten. Da zu unter­schei­den wer wel­che Exper­ti­se besitzt ist bei wei­tem schwie­ri­ger als bei den Naturwissenschaften.

Dass ein bekann­ter und pro­mo­vier­ter, gar habi­li­tier­ter und ver­öf­fent­lich­ter Autor Vie­les weiß und dazu etwas sagen kann ist klar. Aber wird er stets, in jedem gei­stes­wis­sen­schaft­li­chen Fach, wis­sen, wovon er redet ...? Häu­fig wird argu­men­tiert, dass ein Wis­sen­schaft­ler x Zita­te hat, und des­we­gen glaub­wür­di­ger sei als jemand, der zwar eben­falls (bei­spiels­wei­se) Psy­cho­lo­gie stu­diert hat, aber nur einen Bache­lor­ab­schluß erreich­te und nir­gend­wo zitiert wurde. 

Wenn aber das The­ma Phi­lo­so­phie oder Poli­tik ist?! Nein, aka­de­mi­sche Auto­ri­tät funk­tio­niert nicht so, dass Auto­ri­tät in einem Fach gleich­zei­tig Auto­ri­tät in wei­te­ren, rand­stän­di­gen Fel­dern bedeu­tet! Wer Psy­cho­lo­gie stu­diert hat und sich dort eines her­vor­ra­gen­den Rufes erfreut kann - und wird wahr­schein­lich - in der Anthro­po­lo­gie, der Phi­lo­so­phie, der poli­ti­schen Geschich­te oder sogar der Sozi­al­psy­cho­lo­gie etwas Fal­sches sagen, wenn sein Schwer­punkt die kli­ni­sche Psy­cho­lo­gie ist.

Geht es aller­dings allei­ne um das Renom­mee, den Bekannt­heits­grad, also dar­um, eine "Auto­ri­tät" vor sich zu haben, so ist die­ser nicht auto­ma­tisch eine Kom­pe­tenz zuzu­ord­nen - im Gegen­teil, hier darf und muß die Fra­ge gestellt wer­den auf Grund wel­cher Fach­kennt­nis­se sich die­se Per­son äußert.

Mein Punkt ist, dass ein Wis­sen­schaft­ler viel­leicht pro­mo­viert hat und in sei­nem Fach aner­kannt ist. Oft spricht ein sol­cher Mensch über vie­le Berei­che, die außer­halb sei­nes Fach­ge­bie­tes lie­gen, was bedeu­tet, dass er nicht mehr not­wen­di­ge Auto­ri­tät über die­se The­men hat als Sie oder ich. 

Um fair zu sein:
Es sieht so aus, als ob die­se Tat­sa­che nicht von all­zu vie­len Beob­ach­tern so erfasst wird. Das ist ein gro­ßes Ärger­nis. Ermög­licht es doch man­chem Schar­la­tan so eine Kar­rie­re auf­zu­bau­en und durch die Lan­de zu tin­geln. Leu­te neh­men das ernst was von die­ser Per­son kommt, dabei bestehen die Aus­sa­gen größ­ten­teils aus dem, was außer­halb der Exper­ti­se gesagt wird. Dabei wer­den vie­le all­ge­mei­ne Feh­ler und spe­zi­fisch sach­li­che Feh­ler auf­tre­ten - nur küm­mert es in vie­len sol­chen Fäl­len nie­man­den mehr.

Talk­shows leben davon sol­che *Exper­ten* ein­zu­la­den - und bedau­er­lich ist, dass dabei die soge­nann­te "Publi­kums­wirk­sam­keit" einer Per­son wich­ti­ger ist als deren Wis­sen bzw. die Fer­tig­keit die­ses Wis­sen ver­ständ­lich zu arti­ku­lie­ren. Von der Poli­tik will ich in die­sem Zusam­men­hang gar nicht erst anfan­gen .... sonst schrei­be ich noch in ein paar Wochen.

bookmark_border➃ Wir leben in einer DEMOKRATIE.
Echt jetzt ...? Eine Erörterung in vier Teilen; Teil ➃

Teil ➃
Mythen 7 & 8 und Schlußüberlegungen

  • Mythos # 7:
    Wer hart arbei­tet sorgt für ein zufrie­de­nes Leben für sich und sei­ne Familie
  • Wer 'hart' arbei­tet hat erst Mal eine immer stär­ker anstei­gen­de Bela­stung an Sozi­al­ab­ga­ben zu zah­len. Das ist der Poli­tik seit Jahr­zehn­ten bekannt - und es pas­siert dazu: Nichts!
    Die Finanz­mi­ni­ster jed­we­der Cou­leur haben gern die Steu­ern kas­siert die durch Pro­gres­si­on in die Kas­sen gespült wer­den. Anstatt dar­über zu grü­beln wie man das ändern kann wird dar­über nach­ge­dacht wo sich noch eine zusätz­li­che Ein­nah­me gene­rie­ren läßt: Jüng­stes Bei­spiel ist die PKW-Maut von der es immer hieß → sie wer­de nie kom­men oder wenn doch, dann nur für Aus­län­der.

    Jetzt wird wie­der ein­mal an der Ren­te rum­ge­dok­tert - es soll der Höchst­be­trag für die Bemes­sung weg­fal­len und des­we­gen habe ich einen → Gegen­vor­schlag gemacht. Ein gro­ber Feh­ler oder blan­ke Absicht des Regie­rungs­vor­ha­bens Lohn­ab­hän­gi­ge zu tref­fen? Durch sol­che Mani­pu­la­tio­nen sind wie­der nur jene Bür­ger betrof­fen und 'zah­len die Zeche', die Geld durch Arbeit verdienen. 

    Wer Geld durch Geld­an­la­ge ver­dient wird davon 'ver­schont'. Und ich hal­te das für Absicht!

    Ver­schie­de­ne Stu­di­en haben über vie­le Jah­re gezeigt, dass es kaum gelingt aus dem sozia­len Umfeld in das man gebo­ren wird aus­zu­bre­chen. Sicher gibt es hier und da ein­zel­ne Bei­spie­le für das Gegen­teil, doch soll­te nicht ver­ges­sen wer­den, dass es → ein paar Hun­dert Per­so­nen sind die das schaf­fen und die Bevöl­ke­rung so um die 82 Mil­lio­nen Bür­ger zählt.

  • Mythos # 8:
    Jeder Bür­ger des Staa­tes genießt 'per­sön­li­che Freiheit'
  • Per­sön­li­che Frei­heit wird häu­fig mit der Mög­lich­keit gleich­ge­setzt zu tun und zu las­sen was man selbst will - solan­ge es sich im Rah­men der Geset­ze und Ver­ord­nun­gen des Lan­des hält. Die­se Frei­heit hört aller­dings da auf, wo es um Din­ge geht, die weit über die Gren­zen des eige­nen (Natio­nal-) Staa­tes hin­aus gehen. Etwa auf die EU-Ebene. 

    Wie oft haben wir schon erlebt, dass Geset­zes­vor­ha­ben im Inland nicht rea­li­siert wer­den kön­nen, weil sich erheb­li­cher Wider­stand auf­tut, und dann auf EU-Ebe­ne aus­ge­wi­chen wird und dort die Scheuß­lich­kei­ten ver­ab­schie­det wer­den. Bedau­ern­des Ach­sel­zucken im Inland, man kann ja lei­der an die­sen Vor­ga­ben aus Brüs­sel nichts ändern. Wie mich die­se Schein­hei­lig­keit ärgert, die eine drei­ste Lüge dar­stellt, weil genau die Par­tei­en in Brüs­sel das Sagen haben die hier dem Wider­stand der Volks­mei­nung aus­ge­wi­chen sind.
    Da ist es nicht ver­wun­der­lich, wenn eine weni­ger gebil­de­te Men­ge sich → auf die Sire­nen­ge­sän­ge der Radi­ka­len ein­läßt und ihnen auf den Leim geht ....

    Noch ein Bei­spiel dafür, wie "per­sön­li­che Frei­heit" ver­lo­ren geht.
    Jeder ver­nunft­be­gab­te Mensch denkt doch, dass die Nut­zung des Son­nen­lichts (bes­ser: Der Ener­gie, die von der Son­ne stammt) für Jeder­mann frei sei .... das stimmt so lan­ge, → bis ein Poli­ti­ker auf die Idee kommt Son­nen­en­er­gie zu Geld zu machen, in → Steu­er­ein­nah­men umzuwandeln.

    Las­sen sie mich mit eini­gen Zita­ten enden. Das erste Zitat stammt aus einer Schrift mit dem Titel
    "Die Angst der Macht­eli­ten vor dem Volk
    Demo­kra­tie-Manage­ment durch Soft Power-Techniken"
    Rai­ner Maus­feld; Vor­trag IPPNW-Hamburg
    Stei­ner-Haus Ham­burg, 02. Novem­ber 2016

    " .. Die Anwen­dung von Hard Power¹ hat aus Sicht der Herr­schen­den einen gewis­sen Nach­teil, weil wir auf­grund unse­rer natür­li­chen mora­li­schen Sen­si­ti­vi­tä­ten dazu nei­gen, dar­auf mit Empö­rung und Auf­leh­nung zu reagie­ren. Dies wie­der­um ist für die Herr­schen­den mit Kosten ver­bun­den. Der ein­fluß­rei­che ame­ri­ka­ni­sche Poli­tik­wis­sen­schaft­ler und Pro­pa­gan­da­theo­re­ti­ker Harold D. Lass­well (1902 – 1978) hat dies 1930 in der Ency­clo­pe­dia of the Social Sci­en­ces auf den Punkt gebracht:
    Mei­nungs­ma­nage­ment (Soft Power²) ist “kosten­gün­sti­ger als Gewalt, Bestechung oder irgend­ei­ne ande­re Kontrolltechnik“.

    Das Zwei­te stammt aus einem Arti­kel, der sich mit der künst­li­chen Welt der "Tru­man Show" aus­ein­an­der setzt:

    .. But like the stage light that fell from the sky and lan­ded at Truman’s feet at the begin­ning of the film, or the ran­dom intru­si­ons of indignant fans into the show in order to help Tru­man learn the truth about his manu­fac­tu­red rea­li­ty, over time the thoughtful, curious peo­p­le begin to accu­mu­la­te too many red flags to let go of the unner­ving sen­se that their enti­re world is most­ly made up by other people .. 

    Über­set­zung:
    Aber wie das Büh­nen­licht, das zu Beginn des Films vom Him­mel fiel und zu Tru­mans Füßen lan­de­te, oder das zufäl­li­ge Ein­drin­gen ent­rü­ste­ter Fans in die Show, um Tru­man zu hel­fen, die Wahr­heit über die fal­sche Rea­li­tät zu erfah­ren in der er leb­te, begin­nen nach­denk­li­che, neu­gie­ri­ge Men­schen zu vie­le Warn­zei­chen zu erken­nen, die es ihnen unmög­lich machen den Gedan­ken los zu las­sen, dass ihre gesam­te Welt ihnen größ­ten­teils von ande­ren Men­schen vor­ge­gau­kelt wird. 

    Wir leben zwar nicht in der "Tru­man Show", aber unse­re Wahr­neh­mung der Rea­li­tät wird weit­ge­hend von Außen gesteu­ert, so dass es oft vie­le Jahr­zehn­te dau­ert, bis die dahin­ter ver­steck­ten Machen­schaf­ten erkannt wer­den - und das, obwohl sie sich doch, kaum ver­schlei­ert, in aller Öffent­lich­keit abspielen.

    Dazu ein Zitat das ich kürz­lich beim Durch­strei­fen des Inter­nets fand. Ich hät­te es genau so schrei­ben wol­len - aber war­um soll­te ich, ich hät­te es bestimmt nicht 'bes­ser' hinbekommen. 

    Poli­ti­kern ver­trau­en: » Frü­her, und das ist erst eini­ge Jah­re her, habe ich geglaubt, dass wir in einer ech­ten Demo­kra­tie leben. Nach allem, was in den letz­ten Jah­ren gesche­hen ist, glau­be ich das nicht mehr. Wir leben in einer glo­ba­len Finanz­dik­ta­tur und die Poli­ti­ker sind deren wil­li­ge Hand­lan­ger. Man muss sich nicht anstren­gen, wenn man das erken­nen will. Wäh­rend die klei­ne Lidl-Ver­käu­fe­rin frist­los ent­las­sen wird, wenn sie einen 0,30 Cent Wert­bon ein­steckt und der Zwangs­ge­bühr GEZ- Ver­wei­ge­rer in den Knast geht, bre­chen unse­re soge­nann­ten „Volks­ver­tre­ter“ ( mei­ne sind sie nicht“) einen Ver­trag und ein Abkom­men nach dem ande­ren, ver­scho­nen die gro­ßen Umwelt­sün­der und beför­dern , dass die CO Zie­le ganz bestimmt nicht erreicht wer­den. Anson­sten enga­gie­ren sie sich sehr für abge­scho­be­ne Ter­ro­ri­sten, dafür lei­der gar nicht für arme Rent­ner. Ich bin zu alt und zu des­il­lu­sio­niert, um noch einem Poli­ti­ker auch nur ein Wort zu glauben. «
    [Quel­le]

    Tex­te wie der oben zitier­te drän­gen mir immer wie­der die Fra­ge auf:
    War­um sind so vie­le Men­schen in unse­rem Land mit der Poli­tik unzu­frie­den und doch sind wir in Mas­se nicht in der Lage dar­an etwas zu ändern?

    Da sto­ße ich auf das Modell der soge­nann­ten "Reprä­sen­ta­ti­ven Demo­kra­tie" [hier → Vom "Alles wis­sen wol­len" erör­tert], von der der vor­ma­li­ge, glück­lo­se und schnod­de­ri­ge Herr Gabri­el sag­te sie gäbe den Poli­ti­kern die Frei­heit in der Zeit zwi­schen den Wah­len so zu han­deln wie sie woll­ten, sie sei­en ja vom Volk dafür gewählt ....

    Ein Zitat daraus:
    » Sie [die Poli­ti­ker] sind ihren Wäh­lern zuerst ver­pflich­tet, wenn es auch viel ein­fa­cher ist sich von eini­gen weni­gen Orga­ni­sa­tio­nen ali­men­tie­ren zu las­sen. Es gilt doch gera­de bei sol­chen Abhän­gig­kei­ten beson­ders wach­sam zu sein, denn "ACTIO = REACTIO", wer nimmt ist nach­her gezwun­gen zu geben. «

    "Das also ist des Pudels Kern!" heißt es beim Faust. Wenn man gehört hat, wie das Geran­gel um die Ver­öf­fent­li­chung eines Unter­su­chungs­be­rich­tes, den die Bun­des­re­gie­rung in Gestalt der von mir oft 'geschol­te­nen' Frau Nah­les auf­ge­ge­ben hat­te, aus­ging, dann spä­te­stens hat man begriffen:

    Wir leben im welt­wei­ten Ver­gleich zwar nicht schlecht, aber bestimmt nicht in einer → Demo­kra­tie!

    Ein Text­aus­zug aus dem oben ver­link­ten Arti­kel bei heise: 


    Und bei aller berech­tig­ten Kri­tik am Ein­fluss von Lob­by­isten: Ver­sucht die Bun­des­re­gie­rung mit "Mut­ti" Mer­kel an der Spit­ze nicht immer wie­der, das Wohl der ein­fa­chen Leu­te im Auge zu behal­ten, sich für­sorg­lich an den Bedürf­nis­sen der brei­ten Mas­se zu orientieren?
    For­scher vom Insti­tut für Sozi­al­wis­sen­schaf­ten der Uni­ver­si­tät Osna­brück sind 2016 die­ser Fra­ge in einer auf­wen­di­gen empi­ri­schen Unter­su­chung nachgegangen.
    Ihre 60 Sei­ten lan­ge Ant­wort lau­tet auf den Punkt gebracht: lei­der nein.

     
    Was sagt unse­re Frau Arbeits­mi­ni­ste­rin dazu?
    Dies:
    " .. Die unte­ren 40 Pro­zent der Beschäf­tig­ten haben 2015 real weni­ger ver­dient als Mit­te der 90er Jah­re. Wenn sich har­te Arbeit für die, die klein anfan­gen müs­sen, kaum aus­zahlt, scha­det das uns allen. Die Stu­di­en zei­gen aber auch: Wir kön­nen dar­an etwas ändern. Seit der Ein­füh­rung des Min­dest­lohns geht die Sche­re wie­der ein Stück zurück. Auch von der Ein­däm­mung bei Leih­ar­beit und Werk­ver­trä­gen erhof­fen wir uns das. Doch das sind nur erste Schrit­te. Ich wün­sche mir einen Pakt für anstän­di­ge Löh­ne – im Han­del etwa, in der Pfle­ge oder bei ande­ren Dienstleistungen .. "
    [Quel­le]

     
    Ich rei­be mir ver­wun­dert die Augen und fan­ge an an mei­ner gei­sti­gen Gesund­heit zu zwei­feln - war es doch eine Rot-Grü­ne (SPD/Grüne) Regie­rung die in Gestalt von Schrö­der & Cle­mens & Kon­sor­ten Hartz ein­ge­führt hat, der Leih­ar­beit Tür und Tor öff­ne­te, und die Ren­ten­ver­si­che­rung zugun­sten dubio­ser Pri­vat­ver­si­che­rungs­phan­ta­sien geschwächt hat.

    Es ist ein Skan­dal wenn unse­re Regie­rung einen wis­sen­schaft­li­chen Bericht nach Gut­dün­ken 'redak­tio­nell bear­bei­tet' und dann eine ihr geneh­me Ver­si­on davon ver­öf­fent­licht, deren Fazit genau das Gegen­teil davon ist, was die Wis­sen­schaft­ler her­aus­ge­fun­den haben:
    Die Regie­rung 'arbei­tet' im Sin­ne der gro­ßen Kapi­tal­in­ha­ber, gegen die Inter­es­sen der son­sti­gen Bürger.

    Aller­dings steht dies im Ein­klang mit einem wei­te­ren Zitat aus Maus­feld, das genau die­ses Inter­es­se der Macht­in­ha­ber beschreibt:
    " .. Die Lösung liegt dar­in, das Frei­heits­be­dürf­nis der Bür­ger mit einem Sur­ro­gat zu ‚stil­len‘, es mit einer Ersatz­dro­ge zu befrie­di­gen, näm­lich der Illu­si­on von Demo­kra­tie. Um eine sol­che Illu­si­on von Demo­kra­tie zu schaf­fen, benö­tigt man vor allem - und genau hier kommt die Her­den-Meta­pher wie­der ins Spiel - eine Recht­fer­ti­gungs­ideo­lo­gie, die begrün­det, war­um das Volk unmün­dig sei und einer Füh­rung bedür­fe. Fer­ner muß die für das Volk so attrak­ti­ve Idee von Demo­kra­tie so ent­leert wer­den, dass sie nur noch auf einen Wahl­akt beschränkt ist. Und schließ­lich benö­tigt man ein kon­ti­nu­ier­li­ches Demo­kra­tie­ma­nage­ment, damit das Volk bei dem Wahl­akt auch so will, wie es wol­len soll. .. "

    Wer jetzt noch immer nicht sieht,
    dass wir kei­ne Demo­kra­tie sind,
    muß blind, taub oder Bei­des sein.



     

    --------------------------------- So hat es ange­fan­gen .... ---------------------------------

    Teil ➀
    Einleitung,
    Mythen 1 & 2

    Teil ➁
    Mythen 3 & 4

    Teil ➂
    Mythen 5 & 6

    ______________________________________________________________________ 

    ¹ Hard Power: Mili­tä­ri­sche Macht, öko­no­mi­sche Macht oder sozia­le und öko­no­mi­sche Verelendung;
    ² Soft Power: Das gesam­te Spek­trum von Tech­ni­ken, die öffent­li­che Mei­nung zu manipulieren.

    bookmark_border➂ Wir leben in einer DEMOKRATIE.
    Echt jetzt ...? Eine Erörterung in vier Teilen; Teil ➂

    Teil ➂
    Mythen 5 & 6

  • Mythos # 5:
    Die Poli­zei ist unser "Freund & Helfer"
  • Ach, das glau­ben Sie wirk­lich? Dann wol­len wir uns doch ein­mal die Geset­ze anse­hen, auf deren Inhalt die Poli­zei­ar­beit beruht.

    Bei hei­se → Poli­zei-Über­grif­fe neh­men zu, Opfer sind vor allem IT-Pro­jek­te ist zu lesen, wie ver­mehrt gegen IT-Pro­jek­te vor­ge­gan­gen wird. Dort sit­zen Leu­te, die sich mir den Struk­tu­ren des Net­zes und der Tech­nik glei­cher­ma­ßen aus­ken­nen und die die unge­setz­li­chen Machen­schaf­ten bestimm­ter staat­li­cher Stel­len auf­zu­decken in der Lage sind. Natür­lich wer­den die­se Über­grif­fe als ent­we­der "ver­hält­nis­mä­ßig" oder "bedau­er­li­che Fehl­ein­schät­zung ein­zel­ner Amts­trä­ger" abge­tan - der Scha­den ist aber da, die Com­pu­ter und Per­i­r­he­rie sind kon­fis­ziert und die Arbeits­fä­hig­keit wird so wochen­lang eingeschränkt.

    Alles sehr bedau­er­li­che Zufäl­le und eine unglück­li­che Ver­ket­tung von Ereig­nis­sen - so will man uns wenig­stens weismachen.

    Da schau­en wir doch gleich mal nach Bay­ern, wo die CSU noch schnell vor der Wahl ihr neu­es Poli­zei­ge­setz → Die CSU setzt Poli­zei­ge­setz durch durch­ge­peitscht hat - hof­fent­lich kostet sie das die Stim­men mög­lichst vie­ler Wäh­ler dort, denn eine Groß­de­mon­stra­ti­on und hef­ti­ge Pro­te­ste vie­ler gesell­schaft­li­cher Grup­pen und Fach­wis­sen­schaft­ler haben sich gegen die­sen Para­dig­men­wech­sel weg von der Unschulds­ver­mu­tung aus­ge­spro­chen und protestiert. 

    Was noch ver­stö­ren­der ist: Die­ses Gesetz dient als Vor­la­ge für wei­te­re Län­der, NRW und Nie­der­sach­sen sind die näch­sten, und eini­ge ande­re Län­der wol­len dem spä­ter folgen. 

    So dür­fen dann dem­nächst die Poli­zi­sten 'wür­feln' - und zufäl­lig *poten­zi­el­le Täter* fest­set­zen, es kann alle tref­fen und wenn man erst mal im Knast sitzt wird es schwer zu bewei­sen, dass man gar nicht die Absicht hat­te etwas Gesetz­wid­ri­ges zu tun ....

  • Mythos # 6:
    Kon­sum macht glücklich
  • Was braucht der Mensch zum Leben?
    160 Mil­li­ar­den wie der Herr Bezos von Amazon?
    Oder 2 US$ / Tag wie rund 40% der Weltbevölkerung?

    Es gibt auch bei uns vie­le 'rei­che' Men­schen, sie ste­hen in die­ser → Liste. Die SPD, seit Jah­ren Mehr­hei­ten­be­schaf­fer für die CDU/CSU, hat ent­deckt, dass es → im Lan­de Armut gibt und redet dar­über - nur fehlt es an Aktio­nen, wahr­schein­lich aber eher am Wil­len der Par­tei­obe­ren, dar­an etwas zu tun. Dazu spä­ter noch mehr.

    Unter den Titeln "Mie­ten macht arm" und "Die Star­ken stüt­zen die Schwa­chen" gibt es Dar­stel­lun­gen wie es ver­hält­nis­mä­ßig "teu­er" ist hier­zu­lan­de arm oder gering ver­die­nend zu sein - dann zahlt man über­pro­por­tio­nal an die öffent­li­che Hand und für die Alters­ver­sor­gung - und für KONSUMbleibt nichts übrig.

    Brau­chen wir all das, was uns die Wer­bung als "unver­zicht­bar für ein schö­nes Leben" andient?

    Nein, wir als Bür­ger brau­chen weder immer neue Sachen noch brau­chen wir ein ste­ti­ges Wachs­tum - das brau­chen die Unter­neh­men, die uns etwas ver­kau­fen müs­sen weil sie nur so wach­sen kön­nen und damit den Ban­ken Zin­sen zah­len und den Aktio­nä­ren Divi­den­de ausschütten.

    Vor eini­ger Zeit habe ich dazu ein paar Gedan­ken auf­ge­schrie­ben, der Titel lau­tet: → "Wert­stei­ge­rung", und es ist dort am Bei­spiel der pri­va­ten Immo­bi­li­en auf­ge­zeigt wie wir mani­pu­liert wer­den, wie unsin­nig die The­se ist ein Eigen­heim sei eine gute Geld­an­la­ge, und wem tat­säch­lich Bau­en & "Spa­ren für die­ses Stück Unab­hän­gig­keit" nüt­zen. Den Häus­le­bau­ern jeden­falls nicht, die gera­ten in eine Abhän­gig­keits­spi­ra­le und wenn sie ihre Arbeit ver­lie­ren ist das schö­ne Häus­chen ruck-zuck weg - die finan­zie­ren­den Ban­ken haben ja heut­zu­ta­ge immer einen sofort voll­streck­ba­ren Titel. Und das für ein paar Pro­zent tat­säch­li­chen Kapi­tals aus der Hypo­thek, über 90% sind "Luft­geld", das, wie sein Name schon sagt, aus dem blau­en Him­mel gezau­bert wird. Natür­lich heißt es nicht tat­säch­lich "Luft­geld", son­dern schön klin­gend "Buch­geld". Da es aber nicht vor­han­den ist, son­dern nur fik­tiv 'geschaf­fen' wird ist es völ­lig wurscht wie es heißt, denn davon bekommt es kei­ne Substanz.

    Dann gibt es noch die gro­ße Zahl von Men­schen die es sich nicht lei­sten kön­nen zu kon­su­mie­ren. Sie haben gera­de genug Geld um zu woh­nen und zu essen. Wenig­stens, solan­ge sie arbei­ten kön­nen. Was danach kommt ist der größ­te Betrug, es geht um die Ren­te. Dazu habe ich schon häu­fi­ger etwas geschrie­ben und will mich hier nicht wie­der­ho­len. Klicken Sie daher bit­te auf die­sen → LINK, da wer­den Ihnen eini­ge Arti­kel dazu angezeigt. 

    Teil ➀
    Einleitung,
    Mythen 1 & 2

    Teil ➁
    Mythen 3 & 4

    Teil ➃
    Mythen 7 & 8 und Schluß­über­le­gun­gen [in Arbeit].

    bookmark_borderVorübergehend ....
    *update* [10.08.2018]

    (und vor­aus­sicht­lich bis 11.08.2018 15.08.2018)
    ist hier geschlossen.

    Grund:
    Drei Zahnextraktion(-en), davon zwei mit erheb­li­chen Komplikationen:
    Der Zahn­teu­fel hat die Zahn­fee überwältigt,
    mal sehen, wann die klei­nen Zahn­zwer­ge es schaf­fen sie zu befreien ....

    [Alle avi­sier­ten Bei­trä­ge wer­den spä­ter veröffentlicht]

    bookmark_border➁ Wir leben in einer DEMOKRATIE.
    Echt jetzt ...? Eine Erörterung in vier Teilen; Teil ➁

    Teil ➁
    Mythen 3 & 4

  • Mythos # 3:
    Unse­re Medi­en, Pres­se, Rund­funk und Fern­se­hen sind die 4. Gewalt und schau­en den ande­ren drei Gewal­ten [Gesetz­ge­bung (Legis­la­ti­ve), Voll­zie­hung (Exe­ku­ti­ve) und Recht­spre­chung (Judi­ka­ti­ve)] auf die Finger.
  • Legis­la­ti­ve und Exe­ku­ti­ve sind in meh­re­ren Stu­fen mit­ein­an­der verwoben:
    Die Kon­trol­le der Regie­rung durch das Par­la­ment fin­det nicht statt, denn dem Par­la­ment wer­den Geset­ze und alle ande­ren Rechts­maß­nah­men vor­ge­legt um sie "abnicken" zu las­sen, wenn es sein muß mit sanf­tem Druck oder dem Ham­mer der soge­nann­ten "Frak­ti­ons­dis­zi­plin", die genau­er betrach­tet ein Frak­ti­ons­zwang ist.

    Was schert das aber die Par­tei­en, die dafür ver­ant­wort­lich sind, dass in den letz­ten 25 Jah­ren mehr Geset­ze als je zuvor von den höch­sten Gerich­ten 'gekippt' wor­den sind [pdf] weil sie nicht Ver­fas­sungs­kon­form waren - und das trotz der engen Jume­la­ge zwi­schen Rich­tern und Politik.

    Klappt es nicht in die­sem Jahr, so scheint die Ein­stel­lung zu sein, dann eben im nächsten ....

    Ver­wal­tung ist bedau­er­li­cher­wei­se vie­ler­orts zum Selbst­zweck gewor­den. Man hat sich gemüt­lich und finan­zi­ell kom­for­ta­bel ein­ge­rich­tet in Amts­stu­ben und Ver­wal­tungs­sit­zen meist zen­trums­nah, mit aus­rei­chend Park­raum für Bedien­ste­te und groß­zü­gi­ger Aus­le­gung der frei­en Tages­zei­ten zwi­schen den Arbeits­blöcken .... kurz: So läßt es sich leben.
    Auch spä­ter sind die öffent­li­chen Bedien­ste­ten die glück­li­che­ren Ruhe­ständ­ler, gehen sie doch durch­schnitt­lich mit 65% ihrer letz­ten Bezü­ge in den Ruhestand:
    45 Jah­re Hosen platt sit­zen und sich vor Ver­ant­wor­tung drücken zahlt sich eben aus.
    Davon kön­nen die Durch­schnitts­rent­ner nur träu­men .... und die Poli­tik? Macht nichts, um da Gerech­tig­keit zu schaf­fen, das sind dem­entspre­chend die "Stamm­wäh­ler".

    » Die Ver­nunft setzt sich durch. Dafür spre­chen doch die Fak­ten. « schrieb ich vor eini­ger Zeit, da bin ich mir in den letz­ten Jah­ren zuneh­mend unsicher.

    [Ver­fas­sungs­schutz und Poli­zei als exe­ku­ti­ve Amts­trä­ger sind hier bewußt weg­ge­las­sen. Dazu spä­ter im drit­ten Abschnitt.]

  • Mythos # 4:
    Unse­re Justiz ist "unab­hän­gig"
  • Nach außen wird die­ses Bild gezeigt, aber wie sieht es im Inne­ren des Justiz­ap­pa­ra­tes aus?
    Hier kann man beob­ach­ten wie schwie­rig die Fra­ge der wech­sel­sei­ti­gen Beein­flus­sung von Poli­tik und Rechts­ap­pa­rat zu klä­ren ist:
    Neh­men die Poli­ti­ker auf die Beset­zung der Rich­ter­stel­len Ein­fluß, oder ist es die grund­sätz­lich mit der Regie­rung über­ein­stim­men­de Hal­tung der Aus­wahl­gre­mi­en die 'lini­en­treue' Rich­ter hervorbringt.
    Da, wo gro­ße Unter­neh­men mit welt­wei­tem Absatz ihrer Pro­duk­te sit­zen könn­te kein Rich­ter lan­ge ver­har­ren wenn er stän­dig gegen deren Inter­es­sen urteilt - genau­so wie kein 'grün' ange­hauch­ter Rich­ter dort akzep­tiert wäre wo die Groß­an­la­gen für Tier­mast und Fleisch­pro­duk­ti­on ansäs­sig sind.

    In die höch­sten Rich­ter­äm­ter unse­res Lan­des kommt man nicht ohne einer Par­tei anzu­ge­hö­ren oder ihr wenig­stens in den Jah­ren der Tätig­keit nahe gestan­den zu haben. Das Ver­fah­ren ist genau fest­ge­legt und es erstaunt daher nicht, wenn zwi­schen Poli­tik und Rich­ter­amt gewech­selt wird. Man kennt sich halt und wenn die eine Sei­te nichts gegen den Kan­di­da­ten der ande­ren Sei­te vor­bringt was des­sen Wahl in Zwei­fel zie­hen könn­te - dann hilft man bei der näch­sten Wahl schon mal den poli­ti­schen Kon­kur­ren­ten ihre(-n) Kandidat(-en/-in) zu bestal­len. So spie­geln denn auch die Listen wider wer "das Sagen" hat: SPD & CDUCSU

    Wahr­schein­lich liegt das nur dar­an, dass es kei­ne geeig­ne­ten Per­so­nen in den ande­ren Par­tei­en gibt ....

    Teil ➀
    Einleitung,
    Mythen 1 & 2

    Teil ➂

    Mythen 5 & 6

    Teil
    ➃ 

    Mythen 7 & 8 und Schlußüberlegungen

    bookmark_borderWarnung aus der Zukunft für unsere Gegenwart?
    Eine nicht 'bierernst' gemeinte Erörterung

    War Geor­ge Orwell ein Bote aus der Zukunft
    der uns war­nen wollte?

    Betrach­tet man die Ent­wick­lung rund um die Welt - weg von Huma­ni­tät und sozia­lem Den­ken, hin zu Men­schen­ver­ach­tung und rechts­ra­di­ka­lem Ras­sis­mus - so gibt es vie­le Bei­spie­le für Fehl­ent­wick­lun­gen deren Fol­gen unse­re Nach­kom­men dau­er­haft beein­träch­ti­gen wer­den. Das gilt für den exzes­si­ven Res­sour­cen­ver­brauch eben­so wie für die viel­fäl­ti­ge Ver­schmut­zung und Ver­seu­chung der Umwelt von der wir Alle leben¹. carbon-cycle
    Vie­len Men­schen scheint der Kreis­lauf der atem­ba­ren Gase und des Was­sers auf unse­rem Pla­ne­ten, und unse­re Abhän­gig­keit von Pflan­zen und Tie­ren für deren Sta­bi­li­tät nicht bewußt zu sein. 

    Über Jahr­tau­sen­de haben die Glau­bens­ge­mein­schaf­ten den Men­schen gesagt "Macht euch die Erde unter­tan" - und damit der Zer­stö­rung ihr OK gegeben.

    Im gesell­schaft­lich-poli­ti­schen Bereich unse­res Lebens meh­ren sich die Zei­chen des Ver­falls: Fami­li­en bre­chen aus­ein­an­der oder wer­den gar nicht erst gegrün­det, man rennt dem mate­ri­el­len Besitz nach und ver­gißt dabei, dass es nur ein Leben zu leben gibt und man kein Leben 2.0 haben wird um alles anders, mög­li­cher­wei­se bes­ser zu machen.

    Da kommt für mich Geor­ge Orwell mit sei­nem Werk "1984" ins Spiel.

    Aus den Sci-Fi Sto­ries in den Medi­en ken­nen wir den ewi­gen Kampf um den Erhalt von Impe­ri­en, sei es mit sanf­ten oder dra­sti­schen Mit­teln. Orwell hat eine Dik­ta­tur von "Big Brot­her" in "1984" beschrie­ben - und wenn man genau hin­sieht ent­deckt man unend­lich vie­le Par­al­le­len dazu in unse­rer Zeit.

    War Geor­ge Orwell also ein Bote aus der Zukunft
    der uns war­nen wollte?

    Ist er gekom­men um uns zu war­nen indem er in sei­nem Buch die Ver­hält­nis­se beschrieb auf die wir zusteu­ern? Ist des­we­gen in "1984" mit Ana­lo­gien gear­bei­tet wor­den, die uns 'bekannt' vor­kom­men sol­len, um uns dazu zu brin­gen vom der­zei­ti­gen Pfad in den Unter­gang abzu­ge­hen, und uns zu besin­nen bevor es zu spät ist?

    Orwell hat bestimmt in guter Absicht geschrie­ben. Er unter­schätz­te wohl die Träg­heit der Mas­sen, die über­wie­gend in sei­nem Buch ledig­lich eine wei­te­re span­nen­de, alter­na­ti­ve Zukunfts­vi­si­on sehen, und die War­nung, die dar­in ver­steckt ist, igno­rie­ren. Die anvi­sier­te Ziel­grup­pe gleich nach Erschei­nen [Eng­li­sche Erst­aus­ga­be 08.Juni 1949; Deut­sche Erst­aus­ga­be 1950] war noch von Krieg und Völ­ker­mord gezeich­net. Zu jener Zeit hat­ten die Men­schen Bes­se­res zu tun als Bücher zu lesen - es gab wenig zu essen und das zu beschaf­fen war zeitaufwendig.

    Hät­te da ein Bot­schaf­ter aus der Zukunft nicht ein bes­se­res Zeit­fen­ster gewählt? Man könn­te ein­wen­den: Viel­leicht steht es nicht in der Macht derer die in der fer­nen Zukunft leben das so genau zu bestim­men? Min­de­stens hat das Buch spä­ter, als für die Grund­be­dürf­nis­se gesorgt war, doch noch eine gro­ße Ver­brei­tung gefun­den. Immer­hin wer­den, wenn man heu­te von über­mä­ßi­ger staat­li­cher Über­wa­chung spricht, oft "1984" oder "Orwell'sche Ver­hält­nis­se" als Kür­zel für sol­che Zustän­de benutzt. Vie­le ken­nen also den Autor und den Titel - bedau­er­lich nur, dass sie den Inhalt nicht so gut ken­nen, und wenn doch, ihn nicht zum Anlaß neh­men den poli­tisch Ver­ant­wort­li­chen die Fra­gen zu stel­len, die sich dar­aus herleiten.

    War­um geben sich die Bot­schaf­ter aus der Zukunft - von denen Orwell einer hät­te sein kön­nen - nicht ein­fach zu erken­nen und sto­ßen die nöti­gen Ver­än­de­run­gen an um eine "bes­se­re Zukunft" sicher zu stel­len? Dar­an ist die Ober­ste Direk­ti­ve schuld [Zitat]:

    ".. ein Aus­druck des Prin­zips der Nicht­ein­mi­schung, vor allem, aber nicht aus­schließ­lich, gegen­über Prä­warp²-Zivi­li­sa­tio­nen, wes­halb sie deskrip­tiv auch Nicht­ein­mi­schungs­di­rek­ti­ve genannt wird .."

    Wir wis­sen aus den Sci-Fi-Seri­en und -Fil­men, dass es den War­nern aus der Zukunft ver­wehrt ist direk­ten Ein­fluß auf das aktu­el­le Gesche­hen einer ver­gan­ge­nen Kul­tur zu nehmen.
    Die­se Grund­re­gel³ wird auch in ande­ren Sci-Fi-Wer­ken und -Fil­men immer wie­der zum Gegen­stand gemacht, den­ken wir nur an die Ter­mi­na­tor-Rei­he, in der die Risi­ken eines Zeit-Para­do­xons durch die Rei­se von der Zukunft in die Ver­gan­gen­heit oder von dort in die Zukunft the­ma­ti­siert sind.


    Wenn also Geor­ge Orwell ein Bote aus der Zukunft war, der uns durch die Schöp­fung des Buches "1984" indi­rekt war­nen woll­te, wäre es dann nicht an der Zeit Maß­nah­men zu ergrei­fen die­ses Schick­sal von uns abzu­wen­den?

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    ¹
    Abbil­dung Karbon­kreis­lauf | Gemeinfrei
    File: Car­bon cycle-cute diagram-german.png; Erstellt: 20. Mai 2011

    ²
    Prä­warp-Zivi­li­sa­tio­nen sind sol­che, die noch nicht schnel­ler als Licht­ge­schwin­dig­keit rei­sen können.

    ³ Zitat
    Die „Ober­ste Direk­ti­ve“ ist der wich­tig­ste poli­ti­sche Grund­satz der Föde­ra­ti­on. Sie ent­hält ein ver­bind­li­ches Nicht­ein­mi­schungs­prin­zip in die inter­nen Ange­le­gen­hei­ten ande­rer Zivi­li­sa­tio­nen, ganz beson­ders, solan­ge die­se noch kei­ne Warp-Tech­no­lo­gie ent­wickelt haben. Sol­che „Prä-Warp-Zivi­li­sa­tio­nen“ genie­ßen den beson­de­ren Schutz ihrer kul­tu­rel­len und gei­sti­gen Ent­wick­lung vor Ein­flüs­sen aus höher ent­wickel­ten Zivi­li­sa­tio­nen. Die ober­ste Direk­ti­ve schließt ein prin­zi­pi­el­les Ver­bot aller Maß­nah­men ein, die geeig­net sein könn­ten, die natür­li­che Ent­wick­lung einer Prä-Warp-Zivi­li­sa­ti­on zu ver­än­dern, selbst wenn dies unter den besten Absich­ten oder unbe­merkt geschä­he. Erlaubt sind ledig­lich getarn­te anthro­po­lo­gi­sche Beob­ach­tungs­expe­di­tio­nen mit dem Ziel der Erfor­schung nicht raum­fah­ren­der Zivi­li­sa­tio­nen unter Beach­tung der Nicht­ein­mi­schung.

    Sie­he hier­zu auch: https://www.ifex.org/europe_central_asia/2018/07/04/censorship-machine-lgbt-poland

     

    bookmark_borderWer ist es denn nun?

    Der WDR hat laut Berich­ten in ver­schie­de­nen Ver­öf­fent­li­chun­gen einen lang­jäh­ri­gen Mit­ar­bei­ter - Selbst­ein­schät­zung „Alpha-Tier“ - frist­los ent­las­sen. Zur Iden­ti­tät ist nir­gend­wo etwas zu lesen, es wer­den nur Hin­wei­se wie "Aus­lands­stu­dio", "war wei­ter gele­gent­lich in der Tages­schau zu sehen", oder "die Lei­tung des Fern­seh­stu­di­os in War­schau" gegeben. 

    Mich ärgert das. Was soll die Geheim­nis­krä­me­rei? Bei ande­ren, noch pro­mi­nen­te­ren Per­so­nen war die Pres­se schnell mit der Ver­öf­fent­li­chung von Berich­ten mit Klar­na­me und Bil­dern. Gibt es da irgend­ei­ne unbe­kann­te Über­ein­kunft WDR-Mit­ar­bei­ter in Fäl­len sexu­el­ler Belä­sti­gung anonym zu lassen?

    Schaut man nach, so stößt man über Stich­wor­te wie "Roh­ren-Semi­nar" schließ­lich bei "way­back" auf den Namen des Semi­nar­lei­ters und sei­ner Ehefrau.

    Wozu also das Her­um­ge­re­de um den hei­ßen Brei?
    Es kommt doch sowie­so heraus.