bookmark_borderVom »Homo sapiens«

Zwi­schen Men­schen gibt es nur klei­ne gene­ti­sche Unterschiede. 

Deren Wir­ken ist für den Betrach­ter zunächst unsichtbar.
Erkenn­bar erst, wenn die­ser klei­ne Unter­schied in Hand­lung, Lebens­äu­ße­rung, Dar­stel­lung des Den­kens über die Exi­stenz und den Sinn des Lebens umge­setzt wird. Oder wenn das 'sich-am-Leben-erhal­ten' offen­bart wozu die­ser Mensch im Stan­de ist, und wozu nicht. So kom­men Anla­gen durch das eige­ne Ver­hal­ten ans Licht - unbe­ab­sich­tigt, als Neben­er­schei­nung des Seins.

Die­se Unter­schie­de zwi­schen Men­schen sind kein Werturteil!
Die Gleich­heit als Mensch, also Zuge­hö­rig­keit zu einer bio­lo­gi­schen Art, ist dafür Gewähr. Das stellt den Ide­al­zu­stand dar, den wir auf die­sem Pla­ne­ten so schmerz­lich vermissen.

Durch das Wir­ken der Evo­lu­ti­on sind wir als Art von der Stu­fe der Höh­len­men­schen auf­ge­stie­gen und das vor allem wegen unse­rer beson­de­ren Fähig­kei­ten im Ver­gleich zu ande­ren Arten von Lebewesen.

Doch es beneh­men sich Vie­le so, als ob sie eini­ge Stu­fen der Ent­wick­lungs­trep­pe hin­un­ter gefal­len sind und sich wie­der dem Urmen­schen­ver­hal­ten annä­hern. Ein bedau­er­li­cher Rück­fall in der Ent­wick­lung, und ich stel­le fest:

Das gibt es nur bei die­ser einen Art "Homo sapi­ens".

Wes­we­gen ich an der Recht­fer­ti­gung für den Begriff "sapi­ens" Zwei­fel habe. 

bookmark_borderWo lag ATLANTIS
und wer sind die ATLANT(I)ER gewesen?
*update* [02.04.2019]; NEU *update* [11.09.2019]

Klei­ner Exkurs zur Ein­stim­mung auf das The­ma, bit­te gedul­den Sie sich ein wenig, Atlan­tis kommt gegen Ende die­ses Bei­tra­ges dran ....

Vor ein paar Tagen las ich einen Bei­trag der sich mit den WAL­DORF-Schu­len beschäf­tig­te. Eher um Zeit tot zu schla­gen. Weil mein Bild von die­sen Ein­rich­tun­gen zwar vage, aber doch umfas­send genug war, um es als eine Rand­er­schei­nung des der­zei­tig wie­der auf­le­ben­den Eso-Trends abzutun. 


Vor ein paar Tagen gab es eine Sen­dung beim SWR zu "100 Jah­re Wal­dorf" die bereits vor ihrer Aus­trah­lung - mit Recht! - hef­ti­ge Reak­tio­nen her­vor­rief. Da wur­de die 'Wal­dorf­päd­ago­gik' über den grü­nen Klee gelobt und es gab in 45 Minu­ten einen ein­zi­gen kri­ti­schen Satz zu hören.
Der NDR / Zapp hat einen objek­ti­ven, kor­ri­gie­ren­den Bei­trag dazu ver­fasst, den man sich unter die­sem Link anse­hen kann

SWR-Doku: Nähe der Autorin zu Waldorfschulen

 
Seit den spä­ten sech­zi­ger und frü­hen sieb­zi­ger Jah­ren schos­sen eini­ge die­ser Schu­len aus dem Boden. Noch­mals 'ange­heizt' durch päd­ago­gi­sche Expe­ri­men­te wie die "anti­au­to­ri­tä­re Erzie­hung" nach A.S. Neill [theo­rie und pra­xis der anti­au­to­ri­tä­ren erzie­hung; das bei­spiel sum­merhill; rororo; 6707-6708] 

Zitat (nach A.S. Neill) ".. Nur das Bewusst­sein, als respek­tier­tes Indi­vi­du­um einer demo­kra­ti­schen Gesell­schaft auf­zu­wach­sen, befä­higt Men­schen, sich zu selbst­be­wuss­ten, krea­ti­ven gemein­schafts- und kon­flikt­fä­hi­gen Per­sön­lich­kei­ten zu ent­wickeln, wel­che den Anfor­de­run­gen einer moder­nen Lei­stungs­ge­sell­schaft gewach­sen sind .."

Die soge­nann­te "Wal­dorf-Päd­ago­gik" ist hin­ge­gen das genaue Gegen­teil des­sen, was Neill pro­pa­gier­te und in sei­nem Expe­ri­ment "sum­merhill" - das immer noch besteht - auch prak­tisch zum Erfolg führ­te: Sie will die Per­sön­lich­keit der Ler­nen­den auf die The­sen und Erkennt­nis­se des Wal­dorf-Grün­ders und Apo­lo­ge­ten Rudolf Stei­ner ein­schwö­ren - und dazu bedient sie sich wahl­wei­se sub­ti­ler oder ganz offen­sicht­li­cher Metho­den, die man als "Gehirn­wä­sche" bezeich­nen kann. Das (höchst umstrit­te­ne) Gedan­ken­ge­bäu­de des Anthro­po­so­phis­mus basiert auf Annah­men, Spe­ku­la­tio­nen und Erfin­dun­gen von nie statt­ge­hab­ten geschicht­li­chen Ereignissen.

Hier sei­en je ein Bei­spiel in Wort und Abbil­dung gezeigt - die 'pars-pro-toto' - für die­se Schar­la­ta­ne­rie ste­hen, die über vie­le Jahr­zehn­te eine Rei­he bedeu­ten­der Köp­fe als Anhän­ger hat­te & bedau­er­li­cher­wei­se immer noch hat. Dabei scheint es mir fast sicher, dass man­che die­ser Pro­mi­nen­ten nicht das kom­plet­te Gedan­ken­ge­bäu­de kann­ten auf dem sich die Steiner'schen The­sen auf­bau­en ("click!" auf die Abbil­dun­gen vergrößert).

tafel 
 altlantischevorfahren

Es bleibt aller­dings abschlie­ßend zu vermerken:
Längst sind die unbe­wie­se­nen Ver­mu­tun­gen und völ­lig will­kür­li­chen Ein­tei­lun­gen der mensch­li­chen Ent­wick­lung¹ durch die tat­säch­li­che Wis­sen­schaft (Bio­lo­gie / Che­mie / Medi­zin) wider­legt, sie bil­den aller­dings auch heu­te noch das Grund­ge­rüst der Wal­dorf-Insti­tu­tio­nen. Gut gemischt mit einer pseu­do-christ­li­chen Ideo­lo­gie und ras­si­sti­schem Men­schen­bild in dem die ARIER die Füh­rungs­ras­se darstellen.
Na, das kommt uns doch gleich irgend­wie bekannt vor ....

Doch nun end­lich zu ATLANTIS² zitiert „Aus der Akasha-Chronik“: 

Die Vor­fah­ren der Atlan­tier wohn­ten auf einem ver­schwun­de­nen Lan­des­teil, des­sen Haupt­ge­biet süd­lich vom heu­ti­gen Asi­en lag. Man nennt sie in theo­so­phi­schen Schrif­ten die Lemu­rier. Nach­dem die­se durch ver­schie­de­ne Ent­wick­lungs­stu­fen gegan­gen waren, kam der größ­te Teil in Ver­fall. Er wur­de zu ver­küm­mer­ten Men­schen, deren Nach­kom­men heu­te noch als soge­nann­te wil­de Völ­ker gewis­se Tei­le der Erde bewoh­nen. Nur ein klei­ner Teil der lemu­ri­schen Mensch­heit war zur Fort­ent­wick­lung fähig. Aus die­sen bil­de­ten sich die Atlan­tier. – Auch spä­ter fand wie­der etwas ähn­li­ches statt. Die größ­te Mas­se der atlan­ti­schen Bevöl­ke­rung kam in Ver­fall, und von einem klei­nen Teil stam­men die soge­nann­ten Ari­er ab, zu denen unse­re gegen­wär­ti­ge Kul­tur­mensch­heit gehört.
Lemu­rier, Atlan­tier und Ari­er sind, nach der Benen­nung der Geheim­wis­sen­schaft, Wur­zel­ras­sen der Menschheit.“

Sehen Sie, lie­be Leser, so genau weiß auch der Herr Stei­ner nicht WO Atlan­tis gele­gen haben soll - und Bewei­se für sei­ne Annah­men? Wel­cher Anthro­po­soph braucht schon so etwas 'pro­fa­nes' wie Bewei­se, da reicht es schon das Gedan­ken­ge­bäu­de über­zeu­gend vorzutragen. 

______________________________________________________ 

¹
- 0 – 7 Jah­re wird der phy­si­sche Leib entwickelt,
– von 8 – 14 Jah­re der Ätherleib,
– von 15 – 21 Jah­re der Astralleib,
– vom 21 Lebens­jahr an das ‘Ich’ – erst dann ist der Mensch ein Mensch, vollwertig.

²
Rudolf Stei­ner, „Aus der Aka­sha-Chro­nik“, GA 11, Rudolf Stei­ner Ver­lag, Dornach/Schweiz, 1986, Sei­te 32


[Abbil­dun­gen & Zita­te aus­zugs­wei­se aus "ruhr­ba­ro­ne"]
 

*update*


*2. update*
Es ist skan­da­lös, wie von Zuschau­er­geld für den öffent­li­chen Rund­funk für die­sen Wal­dorf-Unfug auch noch kosten­lo­se Rekla­me gemacht wird, wobei das Publi­kum durch man­gel­haf­te Erklä­rung der Her­kunft sol­cher päd­ago­gi­scher "Erkennt­nis­se" in die Irre geführt wird!

*3.update*


Sie­he hier­zu den Arti­kel → SWR, das "Super­Wal­dorf­Ra­dio"?


→ *update* [11.09.2019]
Es gibt Men­schen, die ent­ge­gen jeder Ver­nunft, natur­wis­sen­schaft­li­chen Grund­er­kennt­nis­sen und unter Ver­nach­läs­si­gung aller bis­he­ri­gen For­schungs­er­geb­nis­se, immer noch glau­ben(!) erklä­ren zu kön­nen wo Atlan­tis liegt:
Nicht auf der Erde, im Meer, irgend­wo auf unse­rem Pla­ne­ten. Son­dern im All, dem HIMMELSMEER. Es ist ein *Mut­ter­schiff* oder eine *Raum­sta­ti­on* der Ali­ens, der "Atlan­tier".
Da sind Sie nun baff, nicht wahr? 

 
[Erst­ver­öf­fet­li­chung: 04. Jul 2018 um 8:02]

 

bookmark_borderGeschlechtsunterschiede ..!?

Kürz­lich hat­te ich dar­über geschrie­ben, dass Wis­sen­schaft­ler nicht gleich kom­pe­tent über jed­we­des Fach­ge­biet Aus­sa­gen tref­fen kön­nen. Nun bin ich auf ein Video des bekann­ten Fern­seh­pro­fes­sors Lesch gesto­ßen und an einem Satz hän­gen­ge­blie­ben - der lautet:

" .. Es las­sen sich kei­ne geschlechts­spe­zi­fi­schen Aus­prä­gun­gen bestimm­ter [Gehirn-] Area­le erken­nen. Tat­säch­lich sind die Unter­schie­de der Fähig­kei­ten inner­halb eines Geschlechts grö­ßer als zwi­schen den Geschlechtern .. "

[Ab 04:12 min im Video]

Bei die­sen Unter­su­chun­gen ging es um Ori­en­tie­rung, mit beson­de­rer Fra­ge­stel­lung ob sich die Lei­stun­gen unter­schei­den und ob sich Unter­schie­de sicht­bar machen las­sen (per CT¹).
Das ist aller­dings aus mei­ner Sicht des­we­gen unbe­deu­tend, weil der Satz von Prof. Lesch so wie er im Video geäu­ßert wird nicht zutref­fend sein kann.

Geht man von einer Varia­bi­li­tät zwi­schen den Gren­zen "hoch" bzw "tief" aus, so muß sich eine Gauß'sche Ver­tei­lung ["Nor­mal­ver­tei­lung"] erge­ben, inner­halb derer die Lei­stun­gen lie­gen - und zwar zwei ver­schie­de­ne Kur­ven, wenn man Män­ner und Frau­en unter­sucht. Es ist kaum zu erwar­ten, dass die­se Kur­ven total iden­tisch sind, allei­ne durch den Meß­feh­ler müs­sen Unter­schie­de vor­han­den sein.

Das ergibt zwei Kur­ven­bil­der, die hier nur exem­pla­risch dar­ge­stellt sind und nicht die tat­säch­li­chen Befun­de dar­stel­len - aller­dings den tat­säch­li­chen Befun­den prin­zi­pi­ell ähn­lich sein dürf­ten (Frau­en rechts, Män­ner links):

 
Schiebt man nun die­se Kur­ven über­ein­an­der so ergibt sich, dass der Satz von Lesch nicht stim­men kann.
Der Unter­schied zwi­schen den Per­so­nen eines Geschlechts kann nicht grö­ßer sein als zwi­schen den Geschlech­tern. Die Kur­ven könn­ten höch­stens neben­ein­an­der lie­gen - dann wäre der Teil der Aus­sa­ge " .. grö­ßer als zwi­schen den Geschlech­tern .. " falsch.

Wenn Befun­de 'zwi­schen den Geschlech­tern' grö­ßer sein wür­den, so lägen sie trotz­dem kur­ven­mä­ßig über­ein­an­der - und damit ist die Aus­sa­ge 'inner­halb eines Geschlechts' nie zutreffend.

¹ Com­pu­ter­to­mo­gra­phie

bookmark_borderDie Begründung

"Während die Befür­wor­ter der Waf­fen­kon­trol­le über die Fra­ge dis­ku­tie­ren, ob Waf­fen Men­schen töten oder Men­schen Men­schen töten, möch­te ich die Kau­sal­ket­te einen Schritt wei­ter in die Tie­fe gehen und unter­stel­len, dass es Über­zeu­gun­gen sind, die Men­schen töten .. ein ras­si­stisch-anti­se­mi­ti­sches Buch aus dem 19. Jahr­hun­dert mit dem Titel "'Macht ist Recht' oder 'Das Über­le­ben der Bestan­ge­paß­ten'¹" ergänz­te „War­um Städ­te über­fül­len und mehr offe­nes Gelän­de zupfla­stern, um Platz für Mesti­zen­hor­den zu schaffen?“

» .. While gun con­trol pro­pon­ents deba­te Second Amend­ment advo­ca­tes over whe­ther it is guns that kill peo­p­le or peo­p­le who kill peo­p­le, I would like to take the cau­sal chain one step deeper and sug­gest that it is beliefs that kill peo­p­le. .. a white supre­macis­t/an­ti-Semi­tic 19th-cen­tu­ry book tit­led Might is Right or the Sur­vi­val of the Fit­test, adding “Why over­c­rowd towns and pave more open space to make room for hor­des of mestizos?” .. « 

[Über­setzt aus: eSkep­tic | SKEPTIC Guns Don’t Kill Peo­p­le, Beliefs Kill Peo­p­le by Micha­el Shermer]

Wer nun glaubt "Ja, ja, aber das ist doch ein Zitat das nur auf die USA zutrifft!", der irrt. Gewal­tig. Denn ein Blick in die Fra­gen, die die AfD in den Par­la­men­ten stellt, ein Blick in das, was an Grund­la­gen ver­öf­fent­licht ist, und ein Blick auf die Reden und son­sti­ge Äuße­run­gen zeigt:

Da sind wasch­ech­te Ras­si­sten³ am Werk, die machen kei­nen Spaß. Die wol­len die Macht und damit die Mög­lich­keit zu bestim­men wer in die­sem Land als "Deut­scher" zählt. Wer '..Städ­te über­füllt..' und wess­ent­we­gen '..offe­nes Gelän­de zuge­pfla­stert..' wer­den muss. 

Für all die­sen ideo­lo­gi­schen Müll muss dann noch - wie­der ein­mal, wie im letz­ten und vor­letz­ten Jahr­hun­dert - Dar­win mit sei­ner Evo­lu­ti­ons­theo­rie² her­hal­ten! Ver­ein­nahmt von Idio­ten, die kaum ihren eige­nen Namen schrei­ben kön­nen, ange­führt von eine klei­nen Grup­pe von listi­gen und durch­trie­be­nen Agi­ta­to­ren. Die sich auf die­se Art an die Spit­ze der "Bewe­gung" set­zen und hof­fen, von der brau­nen Wel­le ganz nach oben getra­gen zu wer­den. Wo sie danach ihre Gefolg­schaft mit Groß­ver­an­stal­tun­gen à la Trump auf­zu­het­zen geden­ken. Auf dass wir ein neu­es "gro­ßes Reich" wer­den. Rein von 'min­der­wer­ti­gem Blut' und arbeit­sam, ordent­lich und gehor­sam der Füh­rung folgend.

Der ein­zi­ge Man­gel den die­ser Plan hat ist die Tat­sa­che, dass wir nun aus der eige­nen Ver­gan­gen­heit wis­sen wohin sol­cher Wahn­sinn führt. Es gera­de in den USA wie­der ein­mal auf­ge­zeigt bekom­men. Und gewarnt sein sollten.

Das soll­ten sich die baye­ri­schen Zünd­ler von der CSU, die See­ho­fer-Getreu­en, an den Spie­gel stecken: Auch radi­ka­li­sie­ren­de Spra­che ist Ras­sis­mus, selbst wenn kei­ne ein­zi­ge ras­si­sti­sche Rede­wen­dung ent­hal­ten ist! Die 'Weg­be­rei­ter' sind genau­so schlimm wie jene, die offen, wie die AfD, gegen "Anders­ar­ti­ge" het­zen, und die tat­säch­li­che Daten­la­ge für ihre Zwecke verfälschen. 

Die­ses Mal kann nie­mand sagen
"Wir konn­ten doch nicht ahnen wohin all das führt!"

¹ Dar­win selbst hat­te sei­ne Theo­rie haupt­säch­lich auf die Tier- und Pflan­zen­welt bezo­gen und sich von gesell­schaft­li­chen Ana­lo­gien wie­der­holt distan­ziert. Der Sozi­al­dar­wi­nis­mus über­trug die Dar­win­sche Leh­re von der natür­li­chen Aus­le­se nicht nur auf die Mensch­heits­ge­schich­te, son­dern erklär­te auch den Kampf zwi­schen Völ­kern, Ras­sen und Natio­nen zum Natur­ge­setz. Die Selek­ti­on durch "Strugg­le for life" und "Sur­vi­val of the fit­test" wur­de schon bald als Grund­kon­stan­te der mensch­li­chen Exi­stenz und als bestim­men­de Ursa­che von Kon­kur­renz, Kampf und Krieg gesehen.

² Der bri­ti­sche Phi­lo­soph und Sozio­lo­ge Her­bert Spen­cer und nicht Dar­win präg­te 1864 das berüch­tig­te Mot­to "Sur­vi­val of the fit­test". Dar­win über­nahm den Aus­druck in der fünf­ten eng­lisch­spra­chi­gen Auf­la­ge sei­nes Wer­kes "Die Ent­ste­hung der Arten", die 1869 erschien und benutz­te ihn ergän­zend zu sei­nem Fach­be­griff von der natür­li­chen Selek­ti­on. Evo­lu­ti­on bedeu­te­te für Spen­cer vor allem Kampf ums Dasein. Spen­cer und nicht Dar­win wur­de damit zu einem der Begrün­der des Sozi­al­dar­wi­nis­mus, der das bio­lo­gi­sche Prin­zip der natür­li­chen Aus­le­se auch auf alle sozia­len Bezie­hun­gen über­trug. [Quel­le für 1 und 2: Von Dar­win zum Ras­sen­wahn]

³ Um den Sozi­al­dar­wi­nis­mus als Theo­rie einer Gesell­schaft, in der das Recht des Stär­ke­ren gilt, war es lan­ge still. Heu­te ist er zurück als Kern­ele­ment des Rechts­extre­mis­mus. [Quel­le]

Das Bild vom Hau­en und Ste­chen in der Natur ist ein typisch mensch­li­ches, eben­so wie jenes vom fried­li­chen Mit­ein­an­der aller Krea­tu­ren. Kei­nes der bei­den Extre­me stimmt. In der Natur fin­det gro­ße Kon­kur­renz zwi­schen Indi­vi­du­en der­sel­ben oder ver­schie­de­ner Arten statt. Sie ist eine Trieb­fe­der für die Fort­ent­wick­lung in der Evo­lu­ti­on. Die Basis für die­se Kon­kur­renz stellt aber die Koope­ra­ti­on dar. Sie ist das eigent­li­che Erfolgs­mo­dell der Evo­lu­ti­on. Letzt­end­lich führt die Fokus­sie­rung auf die Kon­kur­renz nur dazu, dass die ihr zugrun­de lie­gen­de wech­sel­sei­ti­ge Abhän­gig­keit der Lebe­we­sen unter­ein­an­der über­deckt wird. Auch der – momen­ta­ne – Evo­lu­ti­ons­er­folg des Men­schen ist ohne Koope­ra­ti­on nicht denk­bar. Viel grund­le­gen­der fin­det Koope­ra­ti­on ja schon auf Zell­ebe­ne statt. Ein so kom­ple­xes Gebil­de wie eine Zel­le wür­de ohne Koope­ra­ti­on nicht funk­tio­nie­ren. [Quel­le]


CSU-Chef See­ho­fer: "Weh­ren bis zur letz­ten Patrone"


Links tat­säch­li­che Natio­na­li­tät lt. Kri­mi­nal­sta­ti­stik, rechts Natio­na­li­tät laut AfD.

bookmark_border50.000 US$

Wenn Sie schon ein­mal bei "you­tube" rein­ge­schaut haben ken­nen Sie die Mög­lich­keit *con­tent povider* - also Men­schen die Vide­os machen und all­ge­mein zur Ver­fü­gung stel­len - mit einem festen monat­li­chen Betrag über die Platt­form *patre­on* zu unterstützen.

Seit letz­tem Jahr habe ich mir die Vide­os eines bra­si­lia­ni­schen Pär­chens ange­se­hen, die davon berich­ten wie sie einen - in der Mit­te aus­ein­an­der gesäg­ten - 40-Fuß-Con­tai­ner zu einem Häus­chen umbau­en. Der Kanal heißt:
Odd Life Craf­ting und hat mitt­ler­wei­le 84.167 Abonnenten.

Die Bei­den haben immer mal zwi­schen­durch erklärt wozu das Haus die­nen soll: Sie wol­len eine feste Blei­be haben wenn sie ihren Traum vom eige­nen Segel­boot erfüllt haben, mit dem durch die Welt segeln und immer wenn es nötig wird nach Hau­se kom­men kön­nen - in ihr selbst gebau­tes Häuschen.

Mit viel Phan­ta­sie und Recher­che, aber auch mit Hil­fe von Kom­men­ta­ren zu ihren Vide­os haben sie so man­chen Tipp bekom­men was auf wel­che Art ver­bes­sert oder län­ger­fri­stig halt­ba­rer gebaut wer­den kann.

Die gan­ze Zeit über haben sie sich immer wie­der bei denen bedankt, die ihnen etwas über *patre­on* gespen­det haben und so ermög­lich­ten wei­ter zu bau­en und die Zeit dafür zu haben, weil sie dafür beruf­lich kür­zer tre­ten konnten.

So hat­te ich den Ein­druck sie sei­en tat­säch­lich knapp an Geld und wären des­we­gen dar­auf ange­wie­sen etwas gespen­det zu bekom­men. Die Sache mit dem Segel­boot kam immer mal wie­der ins Gespräch, aber das soll­te erst ernst­haft betrie­ben wer­den nach­dem das Haus fer­tig sei.

Vor etwa einem Monat - gro­ße Über­ra­schung! - ver­kün­de­ten sie die Bot­schaft "Wir haben ein Segel­boot gekauft!", und zwar liegt es 400 km wei­ter süd­lich in einem Yacht­ha­fen an Land, auf dem Trocke­nen, und das seit über 20 Jahren.
Das letz­te Video was ich ange­se­hen habe hat­te den Titel "⛵️ Sailboat on the hard for 22 years ? How much did it cost? #091"¹, und dar­in wur­de der Preis des Boo­tes bekannt gemacht: 50.000 US$ .... ein *Schnäpp­chen* im Ver­gleich zu Neu­prei­sen und immer noch preis­wert im Ver­gleich zu ande­ren Gebrauchtsegelschiffen.

91 Zuse­her haben sich als regel­mä­ßi­ge Zah­ler ein­ge­tra­gen - mit Beträ­gen zwi­schen 2 und 50 US$/Monat.
Wenn ich einer davon wäre .... wür­de ich mich schon wun­dern, war­um zwei Leu­te um Spen­den bit­ten wenn sie für ein gebrauch­tes Segel­boot mal eben 50.000 US$ hin­blät­tern kön­nen. Und mit­tei­len, dass bis zur end­gül­ti­gen Fer­tig­stel­lung wohl min­de­stens noch­mal der glei­che Betrag anfällt.
Irgend­wie kommt mir das 'unpas­send' vor. 

Anmer­kung:
Es geht in die­sem Arti­kel nur dar­um an einem Bei­spiel die Frag­wür­dig­keit der För­de­rung der *con­tent pro­vi­der* über patre­on dar­zu­stel­len. Die hier geschil­der­ten Umstän­de gibt es bei ande­ren Video­blogs [kurz: Vlogs] auch.
Die Bezah­lung einer Wer­be­ver­gü­tung durch *goog­le* an die­se Vlog­ger habe ich absicht­lich nicht mit auf­ge­nom­men, da schon die Erklä­rung wie das berech­net wird außer­or­dent­lich kom­plex und - manch­mal - unbe­re­chen­bar ist.


¹ Segel­boot seit 22 Jah­ren an Land (Trocken­dock) Wie
viel hat es gekostet?


 

bookmark_borderWer und wie denn nun ....

Der Gedan­ke, wie schlecht es um unser Land bestellt ist, über­fiel mich kürz­lich mit Macht als mir ein Bekann­ter aus dem Aus­land die Fra­ge stellte:
Wel­che Alter­na­ti­ve gibt es denn für Merkel?
Alter­na­ti­ven gäbe es schon, dach­te ich, aber die wären wohl kaum mehrheitsfähig. 

Ich fän­de es sehr viel bes­ser, wenn sich ein­mal etwas wirk­lich Posi­ti­ves zu unse­rer Regie­rung, den Par­tei­en und den Volks­ver­tre­tern schrei­ben lie­ße. Oder wenig­stens zu man­chen Ereig­nis­sen im Lan­de, bei denen sich schließ­lich Ver­nunft und Recht durch­ge­setzt haben. Da hört man in ein­schlä­gi­gen Sen­dun­gen stets nur etwas über will­kür­li­che Ent­schei­dun­gen - gegen den 'gesun­den Men­schen­ver­stand' - durch sub­al­ter­ne Ange­stell­te und Beam­te, die anstatt die Regeln, Ver­ord­nun­gen und Geset­ze im Sin­ne der Betrof­fe­nen aus­zu­le­gen, die engst­mög­li­che Beschrän­kung durch­set­zen. Dazu ein Beispiel: 

In einer online-Dis­kus­si­on ging es neu­lich um die Fra­ge »Darf ein Kin­der­gar­ten 98 Kin­der zwin­gen kein Schwei­ne­fleisch mehr zu essen weil zwei mus­li­mi­sche Kin­der eine Schwei­ne­fleisch-freie Diät haben müs­sen?«

Sofort gin­gen die Emo­tio­nen hoch und das Abend­land ging wie­der ein­mal unter. Für die extre­me Rech­te ein gefun­de­nes Fres­sen, der *Deut­sche* unter der Knu­te der Fremd­herr­schaft! Das ist das Pro­blem, dass in sol­chen Fäl­len beson­ne­ne Poli­ti­ker gebraucht wür­den, die sofort in einer Son­der­sen­dung auf allen Kanä­len (!) die grund­ge­setz­li­che Situa­ti­on in sol­chem Fall erklä­ren, und zwar so, dass es der letz­te Dumm­kopf ver­steht. Sonst wird doch wegen jeder Lap­pa­lie ein *Brenn­punkt* ange­setzt - hier wäre es bestimmt im Sin­ne einer Kon­flikt­mi­ni­mie­rung und Aggres­si­ons­re­du­zie­rung angebracht.

Zuerst gehör­te die Tat­sa­che erklärt, dass man die Reli­gi­ons­frei­heit der einen Grup­pe nicht der von ande­ren Grup­pen über­ord­nen kann. Davon gibt es kei­ne Aus­nah­me, denn Reli­gi­ons­frei­heit gilt auch im Fal­le der 'Frei­heit von Reli­gi­on' oder im Fal­le einer ande­ren als der mus­li­mi­schen Religion!

Das Grund­ge­setz sieht in Art. 4 vor:
" .. (1) Die Frei­heit des Glau­bens, des Gewis­sens und die Frei­heit des reli­giö­sen und welt­an­schau­li­chen Bekennt­nis­ses sind unverletzlich.
(2) Die unge­stör­te Reli­gi­ons­aus­übung wird gewährleistet .. " 

Da nun zwei Stand­punk­te, basie­rend auf §4GG (1+2) vor­lie­gen, muss zwi­schen die­sen ein Kom­pro­miss gefun­den wer­den. Hier ist nicht die frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung in Fra­ge gestellt. Das *Vater­land* ist nicht in Gefahr. Nie­mand soll unter frem­de reli­giö­se Geset­ze gestellt werden.
Es geht schlicht und ein­fach dar­um, zwi­schen den Stand­punk­ten eine irgend­wie gear­te­te, mög­lichst Alle zufrie­den stel­len­de Rege­lung zu finden.
Zitat:
' ..Wer kein Schwei­ne­fleisch essen möch­te, der soll es las­sen, aber nicht ande­re zwin­gen, dar­auf zu ver­zich­ten. Alles ande­re ist eine Bevor­mun­dung anders­gläu­bi­ger Men­schen, die in einer frei­heit­li­chen Ord­nung abge­lehnt wer­den muss ..'
/ Zitat

Reli­gi­on darf - trotz des Schut­zes im Grund­ge­setz den sie genießt - nicht den öffent­li­chen Raum bestim­men. Wer an Ostern tan­zen will soll es tun dür­fen, wer im Rama­dan fasten will soll es tun. Aller­dings darf nie­mand gegen sei­nen aus­drück­li­chen Wil­len gezwun­gen wer­den das eben­so zu halten.

Poli­tik soll doch für Men­schen gemacht wer­den. Dafür braucht man Poli­ti­ker, die das auch wol­len. Wäre es nicht bes­ser, wenn es eine Fül­le an sol­chen Kan­di­da­ten gäbe, denen man sol­che Ämter auch wirk­lich anver­trau­en könn­te? Es fal­len mir unter den Nicht-Poli­ti­kern schnel­ler Men­schen ein, denen ich die­se Fähig­kei­ten zuord­ne. Nur sind dar­un­ter weni­ge, die die Nei­gung zei­gen, sich in den Poli­tik­be­trieb zu begeben.
Ins­be­son­de­re stellt sich die Fra­ge, ob in der der­zei­ti­gen gesell­schaft­li­chen Kon­stel­la­ti­on - mit Par­tei­en, die in ihrem Namen schon für eine bestimm­te Reli­gi­on wer­ben - die­se über­haupt in der Lage sind eine neu­tra­le welt­an­schau­li­che Posi­ti­on einzunehmen.
Dar­an sind Zwei­fel durch­aus berech­tigt, wenn man bei­spiels­wei­se den Kreuz-Erlass in Bay­ern sieht.

Im oben erwähn­ten Fall hät­te man ver­ant­wort­li­che Res­sorts ein­schal­ten kön­nen um die Rechts­la­ge zu erläu­tern - eine pri­ma Gele­gen­heit vie­len Men­schen die Nütz­lich­keit und die Gren­zen von gesetz­li­chen Vor­ga­ben nahe zu brin­gen. Die Gewis­sens­fra­ge ist hier eben­so: Wel­che Poli­ti­ker kön­nen das, unter­stellt, dass ihre Par­tei eine bestimm­te reli­giö­se Grund­hal­tung bevorzugt.

Mög­li­cher­wei­se wäre es eine gute Idee erst mal die Rah­men­be­din­gun­gen zu ändern um Poli­tik­jobs attrak­ti­ver zu machen: Quer­ein­stieg von Fach­wis­sen­schaft­lern, Begren­zung der Man­da­te auf zwei Legis­la­tur­pe­ri­oden, Ver­bot von Neben- und Anschluss­be­schäf­ti­gun­gen, und eine attrak­ti­ve Ver­gü­tung mit Über­gangs­re­ge­lun­gen. Sodann sol­che Per­sön­lich­kei­ten, denen man ihre Rol­le glaubt. Die also eine über­grei­fen­de Posi­ti­on dem Klein-Klein der übli­chen Par­tei­äu­ße­run­gen vorziehen.

bookmark_borderKann denn fragen Sünde sein?

Aus einer inten­si­ven, fast been­de­ten Dis­kus­si­on eines Arti­kels bei 'kraut­re­por­ter' war wie­der ein­mal zu ler­nen, dass 'Gläu­bi­ge' an ihrem Glau­ben fest­hal­ten und weder fak­ten­ba­sier­te Argu­men­te, noch Bewei­se eines Gegen­teils des­sen, was sie akzep­tie­ren, zum Umden­ken brin­gen können.

Es sind in jeder Dis­kus­si­on mit 'Gläu­bi­gen' die immer wie­der­keh­ren­den Argu­men­te, längst wider­legt, die vor­ge­bracht wer­den. Aldous Hux­ley wird das Zitat zugeschrieben
".. Facts do not cea­se to exist becau­se they are igno­red ..",
{Tat­sa­chen hören nicht auf zu exi­stie­ren wenn man sie ignoriert.} 

Genau das ist eines der schwie­rig­sten Pro­ble­me in sol­chen Diskussionen:
Die Basis, das Exper­ten­wis­sen, oft auch nur das was man frü­her unter 'All­ge­mein­bil­dung' ver­stand kön­nen nicht mehr erwar­tet oder vor­aus­ge­setzt wer­den. So wird eine Dar­stel­lung von Fak­ten - trotz bestens beleg­ter For­schungs­la­ge - des­we­gen abge­lehnt, weil das Wort "Hypo­the­se" meh­re­re Deu­tun­gen hat, ins­be­son­de­re in den Natur­wis­sen­schaf­ten also etwas ganz ande­res bedeu­tet als in den Geisteswissenschaften.

Dazu kommt, dass vie­le Men­schen - frei nach einer Fest­stel­lung von H.L. Men­cken - lie­ber die Wahr­heit ableh­nen wenn sie ihnen unbe­quem erscheint, und statt­des­sen eine ganz offen­sicht­li­che Unwahr­heit anneh­men, wenn sie ihrer Bequem­lich­keit dient oder ihr Vor­ur­teil stützt.

Wie also kann man sich den Reli­giö­sen nähern, um sie auf die Unhalt­bar­keit der Exi­stenz eines über­sinn­li­chen, all­mäch­ti­gen Wesens zu ver­wei­sen, ohne ihre Gefüh­le zu ver­let­zen oder sofort Wider­stand bis hin zur Bedro­hung hervorzurufen?

Direk­te Kon­fron­ta­ti­on ist nicht geeig­net, soviel steht wohl nach vie­len Dis­kus­sio­nen, die ich dazu schon erlebt habe, fest. Bewei­se nach Fak­ten­la­ge - beson­ders der Unmög­lich­keit von imma­te­ri­el­len Geist­we­sen - wer­den nicht geglaubt oder abge­lehnt. Oft ist es man­geln­des Ver­ständ­nis von Grund­la­gen der Natur­wis­sen­schaf­ten, manch­mal man­geln­de Fähig­keit abstrakt zu den­ken, die einer Akzep­tanz im Wege ist.

Kürz­lich las ich von einem gänz­lich ande­ren Ansatz, den ich wahr­schein­lich ein­mal aus­pro­bie­ren wer­de: Fra­gen stellen!
Der dort geschil­der­te Vor­teil ist ein­leuch­tend, der Betrof­fe­ne 'Gläu­bi­ge' muss selbst ent­schei­den was als Ant­wort geeig­net ist und dabei ver­schie­de­ne Aspek­te abwä­gen ... wobei ihm mög­li­cher­wei­se logi­sche Brü­che, sach­li­che Wider­sprü­che oder erfah­rungs­ba­sier­te Unzu­läng­lich­kei­ten ein­fal­len können.

bookmark_borderSicht von Christen und Muslimen auf die Gesellschaft

["click!" auf die Abbil­dung vergrößert]
wvs

Zur Erläu­te­rung:
Zu jedem der Kenn­buch­sta­ben gibt er vier Bal­ken, jeweils zwei näher bei­ein­an­der links und zwei rechts. Die bei­den lin­ken Bal­ken stel­len die Ein­schät­zung für unse­re (christ­lich gepräg­te) Gesell­schaft dar - wobei der äußerst lin­ke Bal­ken die Mei­nung der Mus­li­me wie­der­gibt, der Bal­ken dane­ben die Mei­nung der Geburtsdeutschen.
Unter dem glei­chen Kenn­buch­sta­ben gibt es zwei wei­te­re Bal­ken von denen wie­der der lin­ke die Sicht der Mus­li­me und der ande­re, rech­te Bal­ken die Sicht der Geburts­deut­schen dar­stellt - die­ses Mal aber auf eine mus­li­misch gepräg­te Gesellschaft.
Für den Kenn­buch­sta­ben "H" (mora­li­scher Ver­fall) wur­den nur tür­kei­stäm­mi­ge Per­so­nen befragt.

bookmark_borderGesetzliche Inhumanität

Das Geord­ne­te-Rück­kehr-Gesetz ist ein wei­te­res Glied in einer Ket­te von Unge­schick­lich­kei­ten und gro­ben Feh­lern, die die SPD in den Jah­ren seit der ersten Regie­rung Schrö­der gemacht hat. So ist denn nun von der füh­rer- und wohl auch ziel­lo­sen Par­tei fol­gen­des zu lesen:

" .. Dem Absturz der Par­tei in den Mei­nungs­um­fra­gen folg­te bei der Abstim­mung am 7. Juni auch der Absturz der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on in die tota­le Rück­grat­lo­sig­keit. Die Frak­ti­on hat sich offen­bar der „Das Boot ist voll“-Rhetorik von AfD und CDU unter­wor­fen. Das jetzt beschlos­se­ne Gesetz ist nichts als ver­ord­ne­te Inhumanität .. "

Wenn die Frau Kanz­le­rin in ihrer Regie­rungs­zeit etwas rich­tig gemacht hat, dann war es die Öff­nung der Gren­zen für Asyl­su­chen­de in ihrer Not! Jede ande­re Hand­lungs­wei­se ist falsch - wir haben über Jahr­zehn­te - direkt oder indi­rekt - von den armen Län­dern pro­fi­tiert. Nun war es an der Zeit etwas zurück zu geben.

Aller­dings fehl­te ein Aspekt, der weit­aus wich­ti­ger gewe­sen wäre:
Den Ame­ri­ka­nern, die für die end­lo­sen Krie­ge und Schar­müt­zel rund um den Glo­bus ver­ant­wort­lich sind, die rote Kar­te zu zei­gen. Anstatt wei­ter zu hofie­ren und mit immer mehr Geld zu finanzieren: 

Raus­wer­fen aus Deutschland!

Von Frau Kramp-Kar­ren­bau­er oder ande­ren Per­so­nen in der der­zei­ti­gen Füh­rung der Nati­on ist es aller­dings nicht zu erwarten.

bookmark_borderGenerationen

Eine Fol­ge von Fei­er­ta­gen nut­zen Men­schen sehr ver­schie­den. Ich nut­ze sie wie ande­re Tage an denen die Betrieb­sam­keit drau­ßen abebbt: Mit stö­bern im Inter­net, lesen und - schla­fen. An vie­len Tagen schla­fe ich sonst nur vier bis höch­stens fünf Stun­den am Stück, da ist es ganz prak­tisch zu sol­chen Gele­gen­hei­ten eine Extra­schicht 'Schlaf' einzulegen.

Als ich heu­te aus dem Mit­tags­schlaf auf­wach­te muss­te ich an Gene­ra­tio­nen den­ken - wahr­schein­lich wirk­te da immer noch nach, dass ich vor dem Ein­schla­fen an die kürz­lich durch­ge­se­he­nen Bil­der von mei­nen Enkeln gedacht hat­te und im Zuge des­sen über Gene­ra­tio­nen sinnierte ....

Bei uns Men­schen sind die Gene­ra­tio­nen ver­gleichs­wei­se lang, und zwar in Abhän­gig­keit von unse­rer Natio­na­li­tät. Eine Gene­ra­ti­on wird defi­niert von dem Zeit­punkt, an dem Kin­der gebo­ren wer­den, bis zu dem Zeit­punkt, an dem die­se Kin­der dann selbst Kin­der bekom­men. Genau­er defi­niert rech­net man so:
Der Alters­durch­schnitt aller Kin­der einer Mut­ter oder eines Vaters zu deren Alter in Jah­ren - man erkennt, dass das zwei ver­schie­de­ne Wer­te annimmt, wenn die Eltern nicht gleich alt sind. In der Tat erge­ben sich so bis zu sie­ben Mut­ter­ge­ne­ra­tio­nen auf sechs Vatergenerationen.

Ein beson­de­rer Aspekt ist dabei der Ver­lauf die­ser Zah­len in den Jahr­hun­der­ten seit man es auf­ge­zeich­net hat bzw. aus den vor­han­de­ne Urkun­den berech­nen konn­te. Der Ver­gleich ist dadurch nicht ganz kor­rekt - weil in Zei­ten vor den Errun­gen­schaf­ten die wir heu­te 'moder­ne Medi­zin' nen­nen, durch die Sterb­lich­keit die wah­re Gene­ra­ti­ons­ra­te ver­än­dert wur­de, bzw. mit den heu­ti­gen Ver­hält­nis­sen nur bedingt ver­gleich­bar ist.

WIKIPEDIA bezif­fert den Gene­ra­tio­nen­ab­stand für 1800 auf 30 Jah­re, für 1875 auf 34,5 Jah­re, und für das frü­he 20. Jahr­hun­dert auf 25 Jah­re. Dar­aus ergibt sich, wie vie­le Gene­ra­tio­nen im Mit­tel in einer Fami­lie vor­han­den sein kön­nen: Fünf (Urgroß­mutter = 100; Groß­mutter = 75; Mut­ter = 50; Toch­ter = 25; Kind 'Säug­ling'.) Tat­säch­lich gibt es - natür­lich wie­der bei WIKIPEDIA - ein Bei­spiel in dem es in einer Fami­lie sie­ben Gene­ra­tio­nen waren.

Von die­ser Betrach­tung abge­se­hen gibt es noch eine mehr natur­wis­sen­schaft­li­che Sicht auf die Gene­ra­tio­nen. Wenn näm­lich in einer Art die Gene­ra­tio­nen schnell hin­ter­ein­an­der fol­gen, dann wer­den Ver­än­de­run­gen in der Erb­infor­ma­ti­on (Muta­tio­nen) schnel­ler sicht­bar und bestim­mend für den wei­te­ren Bestand die­ser Spe­zi­es. Das kann sich posi­tiv oder nega­tiv aus­prä­gen, je nach­dem wie die Ver­än­de­rung aus­ge­stal­tet ist. Der Erfolg oder Miß­er­folg prägt dann das wei­te­re Schick­sal die­ser Art: Über­wie­gen die posi­ti­ven Merk­ma­le, so wird die­se Spe­zi­es Bestand haben, wenn nicht stirbt sie aus. Sol­che Pro­zes­se sind unter­schied­lich lang, als Faust­re­gel kann man sagen "Schnel­le Gene­ra­ti­ons­fol­ge lässt gene­ti­sche Ver­än­de­run­gen schnel­ler sicht­bar wer­den und bestimmt damit das Schick­sal einer Spezies".

Für den Men­schen ist noch eine Fra­ge ungeklärt:
Wie vie­le Men­schen ver­trägt der Planet?


Eine nähe­rungs­wei­se Dar­stel­lung der Gene­ra­tio­nen erhält man nur indi­rekt über die jewei­li­ge Abhän­gig­keits­zahl ¹ eines Lan­des, wobei Abhän­gig­keit von jün­ge­ren Gene­ra­tio­nen, von älte­ren Gene­ra­tio­nen, oder bei­dem vor­han­den sein kön­nen (sie­he Legende).

Nach den Schät­zun­gen der Fach­wis­sen­schaft­ler sind wir schon an dem Punkt der Über­be­völ­ke­rung ange­kom­men, min­de­stens ist die Ver­tei­lung der Lebens­grund­la­gen nicht so, dass alle gebo­re­nen Men­schen auch ernährt wer­den kön­nen. Selbst wenn das gege­ben wäre, bleibt noch die Fra­ge wie vie­le Kin­der sinn­vol­ler Wei­se gebo­ren wer­den soll­ten - die­se Zahl ist, wie man heu­te weiß, an die Auf­klä­rung und den Wohl­stand der Eltern­ge­nera­ti­on gebunden: 

Arme und wenig gebil­de­te Men­schen haben mehr Kin­der als bei einer Gesamt­be­trach­tung der Erd­be­völ­ke­rung sinn­voll erscheint.


¹ ".. The world popu­la­ti­on will reach 9.9 bil­li­on by 2050, up 2.3 bil­li­on or 29 per­cent from an esti­ma­ted 7.6 bil­li­on peo­p­le now, accor­ding to pro­jec­tions by Popu­la­ti­on Refe­rence Bureau (PRB) inclu­ded in the 2018 World Popu­la­ti­on Data Sheet .."
[Quel­le: http://www.worldpopdata.org/]

 

Da man nie­man­dem vor­schrei­ben kann wie die gezeug­te Kin­der­zahl sein soll hilft hier nur der Auf­klä­rungs- und Erzie­hungs­ein­satz um das Wis­sen zu erwei­tern und so die Kin­der­zahl zu reduzieren.

¹ ".. What Is a Depen­den­cy Ratio?
A depen­den­cy ratio is the num­ber of peo­p­le in a depen­dent age group (tho­se under age 15 or ages 65 and older) divi­ded by the num­ber in the working-age group (ages 15 to 64), mul­ti­pli­ed by 100. For instance, a child depen­den­cy ratio of 45 means the­re are 45 child­ren for every 100 working-age individuals .."

bookmark_borderVon Anspruch und Fähigkeit


Über mei­ne Abnei­gung gegen­über dem Herrn Weber von der CSU habe ich kein Geheim­nis gemacht, war­um auch? Nun lese ich in der NZZ [via *kraut­re­por­ter*], dass der fran­zö­si­sche Staats­chef das ähn­lich sieht und es auch offen anspricht - ich habe in dem Aus­zug oben die­se Pas­sa­ge gekenn­zeich­net. Der Herr Weber ist ein boden­stän­di­ger Klein­bür­ger, fromm katho­lisch, wie es sich für einen Bay­ern gehört, der in der CSU Kar­rie­re machen woll­te. Unter den Blind­fi­schen der CSU war es nicht schwer her­aus zu ragen, um dann erfolg­reich nach Ämtern zu stre­ben: "Unter den Blin­den ist der Ein­äu­gi­ge König!". Und der Akzent wenn er Eng­lisch spricht, ein Graus! Fast so wie Öttinger.

Der Herr Macron hat es auf den Punkt gebracht. Was die EVP und Herr Weber ein­fach nicht ver­ste­hen wol­len ist die Tat­sa­che, dass sie eine Klat­sche von den Wäh­lern bekom­men haben. Weil sie an den Inter­es­sen der Men­schen vor­bei regiert und gehan­delt haben. Das muss Fol­gen haben - und eine mög­li­che Fol­ge ist, jeman­den für die­ses Spit­zen­amt "Kom­mis­si­ons­prä­si­dent" zu wäh­len, der Durch­set­zungs­ver­mö­gen und mensch­li­ches Han­deln bereits bewie­sen hat.

Dem Herrn Weber geht es um Macht, der Frau Vesta­ger geht es um die Sache.

Ver­glei­chen Sie mal die State­ments die­ser bei­den (Bei­de fol­gen­de Links füh­ren zu EU-Vide­os), und ich bin sicher, man erkennt den Unter­schied mehr als deutlich:
Ein Pro­vinz­ler mit Groß­manns­geh­abe und eine Frau von Welt mit seriö­ser, ein­neh­men­der Per­sön­lich­keit - da soll­te die Wahl nicht schwer fallen! 

bookmark_borderThe End Of May* is almost here ....

So, nun ist es bekannt gemacht:
Frau May wird ihren Posten aufgeben.

Nach der unsin­ni­gen Wie­der-wie­der-wie­der-Vor­la­ge ihres Vor­schla­ges für den Brexit der weder ihr Par­la­ment noch die EU zufrie­den­stel­len konn­te und daher zum Schei­tern ver­ur­teilt war, wur­de es Zeit das Pos­sen­spiel zu beenden.

Die Kro­ko­dils­trä­nen aller­dings hät­te Frau May sich bes­ser ver­knei­fen sollen:

Die wären bes­ser ange­bracht ange­sichts des desa­strö­sen Zustan­des des natio­na­len Gesund­heits­sy­stems, der fort­schrei­ten­den Ver­ar­mung durch bestän­di­ge Kür­zun­gen der Zah­lun­gen an beson­ders bedürf­ti­ge Gesell­schafts­grup­pen¹ und die Öff­nung des Zugangs für US Kon­zer­ne² ent­ge­gen den Inter­es­sen der Bevölkerungsmehrheit.

Die Geschich­te wird Frau May als min­de­stens 'unge­schickt', wahr­schein­lich aber als 'unfä­hig' ein­schät­zen. Alles ande­re wür­de mich sehr wundertn.


 

* The end of May - an alle­go­ri­cal­ly-com­plex development
(Ü: Das Ende von May - eine alle­go­risch-kom­ple­xe Entwicklung)
Bei dem Namen der bri­ti­schen Pre­mier­mi­ni­ste­rin bie­tet sich ein sol­ches Wort­spiel gera­de­zu an - wenn es auch dem Herrn nömix bestimmt wie­der die Lau­ne ver­dirbt, es muss sein!

¹ »ATOS hilft der Regie­rung beim Kür­zen von Mil­lio­nen Pfund an Bei­hil­fen für kran­ke und behin­der­te Men­schen. Wir unter­stüt­zen alle, die dage­gen ankämp­fen, sowie jene ATOS Beschäf­tig­ten, die höhe­re Löh­ne fordern.«

² ".. Mit dem Ver­las­sen der EU, so May, sei in den näch­sten Jah­ren kei­ne Alli­anz so wich­tig wie die mit den USA. Ohne die­se, so muss man hin­zu­fü­gen, ver­liert das Land welt­weit an Ein­fluss, weil es nicht mehr gemein­sam mit der EU als gro­ßer und wirt­schaft­lich bedeut­sa­mer Block auf­tre­ten kann. Über­dies will May, dass die USA bei der har­ten Hal­tung gegen­über Russ­land bleibt, wenn Trump Putin besucht .."