Zwischen Menschen gibt es nur kleine genetische Unterschiede.
Deren Wirken ist für den Betrachter zunächst unsichtbar.
Erkennbar erst, wenn dieser kleine Unterschied in Handlung, Lebensäußerung, Darstellung des Denkens über die Existenz und den Sinn des Lebens umgesetzt wird. Oder wenn das 'sich-am-Leben-erhalten' offenbart wozu dieser Mensch im Stande ist, und wozu nicht. So kommen Anlagen durch das eigene Verhalten ans Licht - unbeabsichtigt, als Nebenerscheinung des Seins.
Diese Unterschiede zwischen Menschen sind kein Werturteil!
Die Gleichheit als Mensch, also Zugehörigkeit zu einer biologischen Art, ist dafür Gewähr. Das stellt den Idealzustand dar, den wir auf diesem Planeten so schmerzlich vermissen.
Durch das Wirken der Evolution sind wir als Art von der Stufe der Höhlenmenschen aufgestiegen und das vor allem wegen unserer besonderen Fähigkeiten im Vergleich zu anderen Arten von Lebewesen.
Doch es benehmen sich Viele so, als ob sie einige Stufen der Entwicklungstreppe hinunter gefallen sind und sich wieder dem Urmenschenverhalten annähern. Ein bedauerlicher Rückfall in der Entwicklung, und ich stelle fest:
Das gibt es nur bei dieser einen Art "Homo sapiens".
Weswegen ich an der Rechtfertigung für den Begriff "sapiens" Zweifel habe.
Kleiner Exkurs zur Einstimmung auf das Thema, bitte gedulden Sie sich ein wenig, Atlantis kommt gegen Ende dieses Beitrages dran ....
Vor ein paar Tagen las ich einen Beitrag der sich mit den WALDORF-Schulen beschäftigte. Eher um Zeit tot zu schlagen. Weil mein Bild von diesen Einrichtungen zwar vage, aber doch umfassend genug war, um es als eine Randerscheinung des derzeitig wieder auflebenden Eso-Trends abzutun.
Vor ein paar Tagen gab es eine Sendung beim SWR zu "100 Jahre Waldorf" die bereits vor ihrer Austrahlung - mit Recht! - heftige Reaktionen hervorrief. Da wurde die 'Waldorfpädagogik' über den grünen Klee gelobt und es gab in 45 Minuten einen einzigen kritischen Satz zu hören.
Der NDR / Zapp hat einen objektiven, korrigierenden Beitrag dazu verfasst, den man sich unter diesem Link ansehen kann
Zitat (nach A.S. Neill) ".. Nur das Bewusstsein, als respektiertes Individuum einer demokratischen Gesellschaft aufzuwachsen, befähigt Menschen, sich zu selbstbewussten, kreativen gemeinschafts- und konfliktfähigen Persönlichkeiten zu entwickeln, welche den Anforderungen einer modernen Leistungsgesellschaft gewachsen sind .."
Die sogenannte "Waldorf-Pädagogik" ist hingegen das genaue Gegenteil dessen, was Neill propagierte und in seinem Experiment "summerhill" - das immer noch besteht - auch praktisch zum Erfolg führte: Sie will die Persönlichkeit der Lernenden auf die Thesen und Erkenntnisse des Waldorf-Gründers und Apologeten Rudolf Steiner einschwören - und dazu bedient sie sich wahlweise subtiler oder ganz offensichtlicher Methoden, die man als "Gehirnwäsche" bezeichnen kann. Das (höchst umstrittene) Gedankengebäude des Anthroposophismus basiert auf Annahmen, Spekulationen und Erfindungen von nie stattgehabten geschichtlichen Ereignissen.
Hier seien je ein Beispiel in Wort und Abbildung gezeigt - die 'pars-pro-toto' - für diese Scharlatanerie stehen, die über viele Jahrzehnte eine Reihe bedeutender Köpfe als Anhänger hatte & bedauerlicherweise immer noch hat. Dabei scheint es mir fast sicher, dass manche dieser Prominenten nicht das komplette Gedankengebäude kannten auf dem sich die Steiner'schen Thesen aufbauen ("click!" auf die Abbildungen vergrößert).
Es bleibt allerdings abschließend zu vermerken:
Längst sind die unbewiesenen Vermutungen und völlig willkürlichen Einteilungen der menschlichen Entwicklung¹ durch die tatsächliche Wissenschaft (Biologie / Chemie / Medizin) widerlegt, sie bilden allerdings auch heute noch das Grundgerüst der Waldorf-Institutionen. Gut gemischt mit einer pseudo-christlichen Ideologie und rassistischem Menschenbild in dem die ARIER die Führungsrasse darstellen.
Na, das kommt uns doch gleich irgendwie bekannt vor ....
Doch nun endlich zu ATLANTIS² zitiert „Aus der Akasha-Chronik“:
„Die Vorfahren der Atlantier wohnten auf einem verschwundenen Landesteil, dessen Hauptgebiet südlich vom heutigen Asien lag. Man nennt sie in theosophischen Schriften die Lemurier. Nachdem diese durch verschiedene Entwicklungsstufen gegangen waren, kam der größte Teil in Verfall. Er wurde zu verkümmerten Menschen, deren Nachkommen heute noch als sogenannte wilde Völker gewisse Teile der Erde bewohnen. Nur ein kleiner Teil der lemurischen Menschheit war zur Fortentwicklung fähig. Aus diesen bildeten sich die Atlantier. – Auch später fand wieder etwas ähnliches statt. Die größte Masse der atlantischen Bevölkerung kam in Verfall, und von einem kleinen Teil stammen die sogenannten Arier ab, zu denen unsere gegenwärtige Kulturmenschheit gehört.
Lemurier, Atlantier und Arier sind, nach der Benennung der Geheimwissenschaft, Wurzelrassen der Menschheit.“
Sehen Sie, liebe Leser, so genau weiß auch der Herr Steiner nicht WO Atlantis gelegen haben soll - und Beweise für seine Annahmen? Welcher Anthroposoph braucht schon so etwas 'profanes' wie Beweise, da reicht es schon das Gedankengebäude überzeugend vorzutragen.
¹
- 0 – 7 Jahre wird der physische Leib entwickelt,
– von 8 – 14 Jahre der Ätherleib,
– von 15 – 21 Jahre der Astralleib,
– vom 21 Lebensjahr an das ‘Ich’ – erst dann ist der Mensch ein Mensch, vollwertig.
²
Rudolf Steiner, „Aus der Akasha-Chronik“, GA 11, Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz, 1986, Seite 32
[Abbildungen & Zitate auszugsweise aus "ruhrbarone"]
*update*
*2. update*
Es ist skandalös, wie von Zuschauergeld für den öffentlichen Rundfunk für diesen Waldorf-Unfug auch noch kostenlose Reklame gemacht wird, wobei das Publikum durch mangelhafte Erklärung der Herkunft solcher pädagogischer "Erkenntnisse" in die Irre geführt wird!
Kürzlich hatte ich darüber geschrieben, dass Wissenschaftler nicht gleich kompetent über jedwedes Fachgebiet Aussagen treffen können. Nun bin ich auf ein Video des bekannten Fernsehprofessors Lesch gestoßen und an einem Satz hängengeblieben - der lautet:
" .. Es lassen sich keine geschlechtsspezifischen Ausprägungen bestimmter [Gehirn-] Areale erkennen. Tatsächlich sind die Unterschiede der Fähigkeiten innerhalb eines Geschlechts größer als zwischen den Geschlechtern .. "
Bei diesen Untersuchungen ging es um Orientierung, mit besonderer Fragestellung ob sich die Leistungen unterscheiden und ob sich Unterschiede sichtbar machen lassen (per CT¹).
Das ist allerdings aus meiner Sicht deswegen unbedeutend, weil der Satz von Prof. Lesch so wie er im Video geäußert wird nicht zutreffend sein kann.
Geht man von einer Variabilität zwischen den Grenzen "hoch" bzw "tief" aus, so muß sich eine Gauß'sche Verteilung ["Normalverteilung"] ergeben, innerhalb derer die Leistungen liegen - und zwar zwei verschiedene Kurven, wenn man Männer und Frauen untersucht. Es ist kaum zu erwarten, dass diese Kurven total identisch sind, alleine durch den Meßfehler müssen Unterschiede vorhanden sein.
Das ergibt zwei Kurvenbilder, die hier nur exemplarisch dargestellt sind und nicht die tatsächlichen Befunde darstellen - allerdings den tatsächlichen Befunden prinzipiell ähnlich sein dürften (Frauen rechts, Männer links):
Schiebt man nun diese Kurven übereinander so ergibt sich, dass der Satz von Lesch nicht stimmen kann.
Der Unterschied zwischen den Personen eines Geschlechts kann nicht größer sein als zwischen den Geschlechtern. Die Kurven könnten höchstens nebeneinander liegen - dann wäre der Teil der Aussage " .. größer als zwischen den Geschlechtern .. " falsch.
Wenn Befunde 'zwischen den Geschlechtern' größer sein würden, so lägen sie trotzdem kurvenmäßig übereinander - und damit ist die Aussage 'innerhalb eines Geschlechts' nie zutreffend.
"Während die Befürworter der Waffenkontrolle über die Frage diskutieren, ob Waffen Menschen töten oder Menschen Menschen töten, möchte ich die Kausalkette einen Schritt weiter in die Tiefe gehen und unterstellen, dass es Überzeugungen sind, die Menschen töten .. ein rassistisch-antisemitisches Buch aus dem 19. Jahrhundert mit dem Titel "'Macht ist Recht' oder 'Das Überleben der Bestangepaßten'¹" ergänzte „Warum Städte überfüllen und mehr offenes Gelände zupflastern, um Platz für Mestizenhorden zu schaffen?“
» .. While gun control proponents debate Second Amendment advocates over whether it is guns that kill people or people who kill people, I would like to take the causal chain one step deeper and suggest that it is beliefs that kill people. .. a white supremacist/anti-Semitic 19th-century book titled Might is Right or the Survival of the Fittest, adding “Why overcrowd towns and pave more open space to make room for hordes of mestizos?” .. «
Wer nun glaubt "Ja, ja, aber das ist doch ein Zitat das nur auf die USA zutrifft!", der irrt. Gewaltig. Denn ein Blick in die Fragen, die die AfD in den Parlamenten stellt, ein Blick in das, was an Grundlagen veröffentlicht ist, und ein Blick auf die Reden und sonstige Äußerungen zeigt:
Da sind waschechte Rassisten³ am Werk, die machen keinen Spaß. Die wollen die Macht und damit die Möglichkeit zu bestimmen wer in diesem Land als "Deutscher" zählt. Wer '..Städte überfüllt..' und wessentwegen '..offenes Gelände zugepflastert..' werden muss.
Für all diesen ideologischen Müll muss dann noch - wieder einmal, wie im letzten und vorletzten Jahrhundert - Darwin mit seiner Evolutionstheorie² herhalten! Vereinnahmt von Idioten, die kaum ihren eigenen Namen schreiben können, angeführt von eine kleinen Gruppe von listigen und durchtriebenen Agitatoren. Die sich auf diese Art an die Spitze der "Bewegung" setzen und hoffen, von der braunen Welle ganz nach oben getragen zu werden. Wo sie danach ihre Gefolgschaft mit Großveranstaltungen à la Trump aufzuhetzen gedenken. Auf dass wir ein neues "großes Reich" werden. Rein von 'minderwertigem Blut' und arbeitsam, ordentlich und gehorsam der Führung folgend.
Der einzige Mangel den dieser Plan hat ist die Tatsache, dass wir nun aus der eigenen Vergangenheit wissen wohin solcher Wahnsinn führt. Es gerade in den USA wieder einmal⁴ aufgezeigt bekommen. Und gewarnt sein sollten.
Das sollten sich die bayerischen Zündler von der CSU, die Seehofer-Getreuen, an den Spiegel stecken: Auch radikalisierende Sprache ist Rassismus, selbst wenn keine einzige rassistische Redewendung⁵ enthalten ist! Die 'Wegbereiter' sind genauso schlimm wie jene, die offen, wie die AfD, gegen "Andersartige" hetzen, und die tatsächliche Datenlage⁶ für ihre Zwecke verfälschen.
Dieses Mal kann niemand sagen "Wir konnten doch nicht ahnen wohin all das führt!"
¹Darwin selbst hatte seine Theorie hauptsächlich auf die Tier- und Pflanzenwelt bezogen und sich von gesellschaftlichen Analogien wiederholt distanziert. Der Sozialdarwinismus übertrug die Darwinsche Lehre von der natürlichen Auslese nicht nur auf die Menschheitsgeschichte, sondern erklärte auch den Kampf zwischen Völkern, Rassen und Nationen zum Naturgesetz. Die Selektion durch "Struggle for life" und "Survival of the fittest" wurde schon bald als Grundkonstante der menschlichen Existenz und als bestimmende Ursache von Konkurrenz, Kampf und Krieg gesehen.
²Der britische Philosoph und Soziologe Herbert Spencer und nicht Darwin prägte 1864 das berüchtigte Motto "Survival of the fittest". Darwin übernahm den Ausdruck in der fünften englischsprachigen Auflage seines Werkes "Die Entstehung der Arten", die 1869 erschien und benutzte ihn ergänzend zu seinem Fachbegriff von der natürlichen Selektion. Evolution bedeutete für Spencer vor allem Kampf ums Dasein. Spencer und nicht Darwin wurde damit zu einem der Begründer des Sozialdarwinismus, der das biologische Prinzip der natürlichen Auslese auch auf alle sozialen Beziehungen übertrug. [Quelle für 1 und 2: Von Darwin zum Rassenwahn]
³Um den Sozialdarwinismus als Theorie einer Gesellschaft, in der das Recht des Stärkeren gilt, war es lange still. Heute ist er zurück als Kernelement des Rechtsextremismus. [Quelle]
⁴Das Bild vom Hauen und Stechen in der Natur ist ein typisch menschliches, ebenso wie jenes vom friedlichen Miteinander aller Kreaturen. Keines der beiden Extreme stimmt. In der Natur findet große Konkurrenz zwischen Individuen derselben oder verschiedener Arten statt. Sie ist eine Triebfeder für die Fortentwicklung in der Evolution. Die Basis für diese Konkurrenz stellt aber die Kooperation dar. Sie ist das eigentliche Erfolgsmodell der Evolution. Letztendlich führt die Fokussierung auf die Konkurrenz nur dazu, dass die ihr zugrunde liegende wechselseitige Abhängigkeit der Lebewesen untereinander überdeckt wird. Auch der – momentane – Evolutionserfolg des Menschen ist ohne Kooperation nicht denkbar. Viel grundlegender findet Kooperation ja schon auf Zellebene statt. Ein so komplexes Gebilde wie eine Zelle würde ohne Kooperation nicht funktionieren. [Quelle]
Wenn Sie schon einmal bei "youtube" reingeschaut haben kennen Sie die Möglichkeit *content povider* - also Menschen die Videos machen und allgemein zur Verfügung stellen - mit einem festen monatlichen Betrag über die Plattform *patreon* zu unterstützen.
Seit letztem Jahr habe ich mir die Videos eines brasilianischen Pärchens angesehen, die davon berichten wie sie einen - in der Mitte auseinander gesägten - 40-Fuß-Container zu einem Häuschen umbauen. Der Kanal heißt: Odd Life Crafting und hat mittlerweile 84.167 Abonnenten.
Die Beiden haben immer mal zwischendurch erklärt wozu das Haus dienen soll: Sie wollen eine feste Bleibe haben wenn sie ihren Traum vom eigenen Segelboot erfüllt haben, mit dem durch die Welt segeln und immer wenn es nötig wird nach Hause kommen können - in ihr selbst gebautes Häuschen.
Mit viel Phantasie und Recherche, aber auch mit Hilfe von Kommentaren zu ihren Videos haben sie so manchen Tipp bekommen was auf welche Art verbessert oder längerfristig haltbarer gebaut werden kann.
Die ganze Zeit über haben sie sich immer wieder bei denen bedankt, die ihnen etwas über *patreon* gespendet haben und so ermöglichten weiter zu bauen und die Zeit dafür zu haben, weil sie dafür beruflich kürzer treten konnten.
So hatte ich den Eindruck sie seien tatsächlich knapp an Geld und wären deswegen darauf angewiesen etwas gespendet zu bekommen. Die Sache mit dem Segelboot kam immer mal wieder ins Gespräch, aber das sollte erst ernsthaft betrieben werden nachdem das Haus fertig sei.
Vor etwa einem Monat - große Überraschung! - verkündeten sie die Botschaft "Wir haben ein Segelboot gekauft!", und zwar liegt es 400 km weiter südlich in einem Yachthafen an Land, auf dem Trockenen, und das seit über 20 Jahren.
Das letzte Video was ich angesehen habe hatte den Titel "⛵️ Sailboat on the hard for 22 years ? How much did it cost? #091"¹, und darin wurde der Preis des Bootes bekannt gemacht: 50.000 US$ .... ein *Schnäppchen* im Vergleich zu Neupreisen und immer noch preiswert im Vergleich zu anderen Gebrauchtsegelschiffen.
91 Zuseher haben sich als regelmäßige Zahler eingetragen - mit Beträgen zwischen 2 und 50 US$/Monat.
Wenn ich einer davon wäre .... würde ich mich schon wundern, warum zwei Leute um Spenden bitten wenn sie für ein gebrauchtes Segelboot mal eben 50.000 US$ hinblättern können. Und mitteilen, dass bis zur endgültigen Fertigstellung wohl mindestens nochmal der gleiche Betrag anfällt.
Irgendwie kommt mir das 'unpassend' vor.
Anmerkung:
Es geht in diesem Artikel nur darum an einem Beispiel die Fragwürdigkeit der Förderung der *content provider* über patreon darzustellen. Die hier geschilderten Umstände gibt es bei anderen Videoblogs [kurz: Vlogs] auch.
Die Bezahlung einer Werbevergütung durch *google* an diese Vlogger habe ich absichtlich nicht mit aufgenommen, da schon die Erklärung wie das berechnet wird außerordentlich komplex und - manchmal - unberechenbar ist.
¹ Segelboot seit 22 Jahren an Land (Trockendock) Wie viel hat es gekostet?
Der Gedanke, wie schlecht es um unser Land bestellt ist, überfiel mich kürzlich mit Macht als mir ein Bekannter aus dem Ausland die Frage stellte: Welche Alternative gibt es denn für Merkel?
Alternativen gäbe es schon, dachte ich, aber die wären wohl kaum mehrheitsfähig.
Ich fände es sehr viel besser, wenn sich einmal etwas wirklich Positives zu unserer Regierung, den Parteien und den Volksvertretern schreiben ließe. Oder wenigstens zu manchen Ereignissen im Lande, bei denen sich schließlich Vernunft und Recht durchgesetzt haben. Da hört man in einschlägigen Sendungen stets nur etwas über willkürliche Entscheidungen - gegen den 'gesunden Menschenverstand' - durch subalterne Angestellte und Beamte, die anstatt die Regeln, Verordnungen und Gesetze im Sinne der Betroffenen auszulegen, die engstmögliche Beschränkung durchsetzen. Dazu ein Beispiel:
In einer online-Diskussion ging es neulich um die Frage »Darf ein Kindergarten 98 Kinder zwingen kein Schweinefleisch mehr zu essen weil zwei muslimische Kinder eine Schweinefleisch-freie Diät haben müssen?«
Sofort gingen die Emotionen hoch und das Abendland ging wieder einmal unter. Für die extreme Rechte ein gefundenes Fressen, der *Deutsche* unter der Knute der Fremdherrschaft! Das ist das Problem, dass in solchen Fällen besonnene Politiker gebraucht würden, die sofort in einer Sondersendung auf allen Kanälen (!) die grundgesetzliche Situation in solchem Fall erklären, und zwar so, dass es der letzte Dummkopf versteht. Sonst wird doch wegen jeder Lappalie ein *Brennpunkt* angesetzt - hier wäre es bestimmt im Sinne einer Konfliktminimierung und Aggressionsreduzierung angebracht.
Zuerst gehörte die Tatsache erklärt, dass man die Religionsfreiheit der einen Gruppe nicht der von anderen Gruppen überordnen kann. Davon gibt es keine Ausnahme, denn Religionsfreiheit gilt auch im Falle der 'Freiheit von Religion' oder im Falle einer anderen als der muslimischen Religion!
Das Grundgesetz sieht in Art. 4 vor:
" .. (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet .. "
Da nun zwei Standpunkte, basierend auf §4GG (1+2) vorliegen, muss zwischen diesen ein Kompromiss gefunden werden. Hier ist nicht die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Frage gestellt. Das *Vaterland* ist nicht in Gefahr. Niemand soll unter fremde religiöse Gesetze gestellt werden. Es geht schlicht und einfach darum, zwischen den Standpunkten eine irgendwie geartete, möglichst Alle zufrieden stellende Regelung zu finden. Zitat: ' ..Wer kein Schweinefleisch essen möchte, der soll es lassen, aber nicht andere zwingen, darauf zu verzichten. Alles andere ist eine Bevormundung andersgläubiger Menschen, die in einer freiheitlichen Ordnung abgelehnt werden muss ..' / Zitat
Religion darf - trotz des Schutzes im Grundgesetz den sie genießt - nicht den öffentlichen Raum bestimmen. Wer an Ostern tanzen will soll es tun dürfen, wer im Ramadan fasten will soll es tun. Allerdings darf niemand gegen seinen ausdrücklichen Willen gezwungen werden das ebenso zu halten.
Politik soll doch für Menschen gemacht werden. Dafür braucht man Politiker, die das auch wollen. Wäre es nicht besser, wenn es eine Fülle an solchen Kandidaten gäbe, denen man solche Ämter auch wirklich anvertrauen könnte? Es fallen mir unter den Nicht-Politikern schneller Menschen ein, denen ich diese Fähigkeiten zuordne. Nur sind darunter wenige, die die Neigung zeigen, sich in den Politikbetrieb zu begeben. Insbesondere stellt sich die Frage, ob in der derzeitigen gesellschaftlichen Konstellation - mit Parteien, die in ihrem Namen schon für eine bestimmte Religion werben - diese überhaupt in der Lage sind eine neutrale weltanschauliche Position einzunehmen.
Daran sind Zweifel durchaus berechtigt, wenn man beispielsweise den Kreuz-Erlass in Bayern sieht.
Im oben erwähnten Fall hätte man verantwortliche Ressorts einschalten können um die Rechtslage zu erläutern - eine prima Gelegenheit vielen Menschen die Nützlichkeit und die Grenzen von gesetzlichen Vorgaben nahe zu bringen. Die Gewissensfrage ist hier ebenso: Welche Politiker können das, unterstellt, dass ihre Partei eine bestimmte religiöse Grundhaltung bevorzugt.
Möglicherweise wäre es eine gute Idee erst mal die Rahmenbedingungen zu ändern um Politikjobs attraktiver zu machen: Quereinstieg von Fachwissenschaftlern, Begrenzung der Mandate auf zwei Legislaturperioden, Verbot von Neben- und Anschlussbeschäftigungen, und eine attraktive Vergütung mit Übergangsregelungen. Sodann solche Persönlichkeiten, denen man ihre Rolle glaubt. Die also eine übergreifende Position dem Klein-Klein der üblichen Parteiäußerungen vorziehen.
Aus einer intensiven, fast beendeten Diskussion eines Artikels bei 'krautreporter' war wieder einmal zu lernen, dass 'Gläubige' an ihrem Glauben festhalten und weder faktenbasierte Argumente, noch Beweise eines Gegenteils dessen, was sie akzeptieren, zum Umdenken bringen können.
Es sind in jeder Diskussion mit 'Gläubigen' die immer wiederkehrenden Argumente, längst widerlegt, die vorgebracht werden. Aldous Huxley wird das Zitat zugeschrieben ".. Facts do not cease to exist because they are ignored ..",
{Tatsachen hören nicht auf zu existieren wenn man sie ignoriert.}
Genau das ist eines der schwierigsten Probleme in solchen Diskussionen:
Die Basis, das Expertenwissen, oft auch nur das was man früher unter 'Allgemeinbildung' verstand können nicht mehr erwartet oder vorausgesetzt werden. So wird eine Darstellung von Fakten - trotz bestens belegter Forschungslage - deswegen abgelehnt, weil das Wort "Hypothese" mehrere Deutungen hat, insbesondere in den Naturwissenschaften also etwas ganz anderes bedeutet als in den Geisteswissenschaften.
Dazu kommt, dass viele Menschen - frei nach einer Feststellung von H.L. Mencken - lieber die Wahrheit ablehnen wenn sie ihnen unbequem erscheint, und stattdessen eine ganz offensichtliche Unwahrheit annehmen, wenn sie ihrer Bequemlichkeit dient oder ihr Vorurteil stützt.
Wie also kann man sich den Religiösen nähern, um sie auf die Unhaltbarkeit der Existenz eines übersinnlichen, allmächtigen Wesens zu verweisen, ohne ihre Gefühle zu verletzen oder sofort Widerstand bis hin zur Bedrohung hervorzurufen?
Direkte Konfrontation ist nicht geeignet, soviel steht wohl nach vielen Diskussionen, die ich dazu schon erlebt habe, fest. Beweise nach Faktenlage - besonders der Unmöglichkeit von immateriellen Geistwesen - werden nicht geglaubt oder abgelehnt. Oft ist es mangelndes Verständnis von Grundlagen der Naturwissenschaften, manchmal mangelnde Fähigkeit abstrakt zu denken, die einer Akzeptanz im Wege ist.
Kürzlich las ich von einem gänzlich anderen Ansatz, den ich wahrscheinlich einmal ausprobieren werde: Fragen stellen!
Der dort geschilderte Vorteil ist einleuchtend, der Betroffene 'Gläubige' muss selbst entscheiden was als Antwort geeignet ist und dabei verschiedene Aspekte abwägen ... wobei ihm möglicherweise logische Brüche, sachliche Widersprüche oder erfahrungsbasierte Unzulänglichkeiten einfallen können.
Zur Erläuterung:
Zu jedem der Kennbuchstaben gibt er vier Balken, jeweils zwei näher beieinander links und zwei rechts. Die beiden linken Balken stellen die Einschätzung für unsere (christlich geprägte) Gesellschaft dar - wobei der äußerst linke Balken die Meinung der Muslime wiedergibt, der Balken daneben die Meinung der Geburtsdeutschen.
Unter dem gleichen Kennbuchstaben gibt es zwei weitere Balken von denen wieder der linke die Sicht der Muslime und der andere, rechte Balken die Sicht der Geburtsdeutschen darstellt - dieses Mal aber auf eine muslimisch geprägte Gesellschaft.
Für den Kennbuchstaben "H" (moralischer Verfall) wurden nur türkeistämmige Personen befragt.
Das Geordnete-Rückkehr-Gesetz ist ein weiteres Glied in einer Kette von Ungeschicklichkeiten und groben Fehlern, die die SPD in den Jahren seit der ersten Regierung Schröder gemacht hat. So ist denn nun von der führer- und wohl auch ziellosen Partei folgendes zu lesen:
Wenn die Frau Kanzlerin in ihrer Regierungszeit etwas richtig gemacht hat, dann war es die Öffnung der Grenzen für Asylsuchende in ihrer Not! Jede andere Handlungsweise ist falsch - wir haben über Jahrzehnte - direkt oder indirekt - von den armen Ländern profitiert. Nun war es an der Zeit etwas zurück zu geben.
Allerdings fehlte ein Aspekt, der weitaus wichtiger gewesen wäre:
Den Amerikanern, die für die endlosen Kriege und Scharmützel rund um den Globus verantwortlich sind, die rote Karte zu zeigen. Anstatt weiter zu hofieren und mit immer mehr Geld zu finanzieren:
Rauswerfen aus Deutschland!
Von Frau Kramp-Karrenbauer oder anderen Personen in der derzeitigen Führung der Nation ist es allerdings nicht zu erwarten.
Eine Folge von Feiertagen nutzen Menschen sehr verschieden. Ich nutze sie wie andere Tage an denen die Betriebsamkeit draußen abebbt: Mit stöbern im Internet, lesen und - schlafen. An vielen Tagen schlafe ich sonst nur vier bis höchstens fünf Stunden am Stück, da ist es ganz praktisch zu solchen Gelegenheiten eine Extraschicht 'Schlaf' einzulegen.
Als ich heute aus dem Mittagsschlaf aufwachte musste ich an Generationen denken - wahrscheinlich wirkte da immer noch nach, dass ich vor dem Einschlafen an die kürzlich durchgesehenen Bilder von meinen Enkeln gedacht hatte und im Zuge dessen über Generationen sinnierte ....
Bei uns Menschen sind die Generationen vergleichsweise lang, und zwar in Abhängigkeit von unserer Nationalität. Eine Generation wird definiert von dem Zeitpunkt, an dem Kinder geboren werden, bis zu dem Zeitpunkt, an dem diese Kinder dann selbst Kinder bekommen. Genauer definiert rechnet man so:
Der Altersdurchschnitt aller Kinder einer Mutter oder eines Vaters zu deren Alter in Jahren - man erkennt, dass das zwei verschiedene Werte annimmt, wenn die Eltern nicht gleich alt sind. In der Tat ergeben sich so bis zu sieben Muttergenerationen auf sechs Vatergenerationen.
Ein besonderer Aspekt ist dabei der Verlauf dieser Zahlen in den Jahrhunderten seit man es aufgezeichnet hat bzw. aus den vorhandene Urkunden berechnen konnte. Der Vergleich ist dadurch nicht ganz korrekt - weil in Zeiten vor den Errungenschaften die wir heute 'moderne Medizin' nennen, durch die Sterblichkeit die wahre Generationsrate verändert wurde, bzw. mit den heutigen Verhältnissen nur bedingt vergleichbar ist.
WIKIPEDIA beziffert den Generationenabstand für 1800 auf 30 Jahre, für 1875 auf 34,5 Jahre, und für das frühe 20. Jahrhundert auf 25 Jahre. Daraus ergibt sich, wie viele Generationen im Mittel in einer Familie vorhanden sein können: Fünf (Urgroßmutter = 100; Großmutter = 75; Mutter = 50; Tochter = 25; Kind 'Säugling'.) Tatsächlich gibt es - natürlich wieder bei WIKIPEDIA - ein Beispiel in dem es in einer Familie sieben Generationen waren.
Von dieser Betrachtung abgesehen gibt es noch eine mehr naturwissenschaftliche Sicht auf die Generationen. Wenn nämlich in einer Art die Generationen schnell hintereinander folgen, dann werden Veränderungen in der Erbinformation (Mutationen) schneller sichtbar und bestimmend für den weiteren Bestand dieser Spezies. Das kann sich positiv oder negativ ausprägen, je nachdem wie die Veränderung ausgestaltet ist. Der Erfolg oder Mißerfolg prägt dann das weitere Schicksal dieser Art: Überwiegen die positiven Merkmale, so wird diese Spezies Bestand haben, wenn nicht stirbt sie aus. Solche Prozesse sind unterschiedlich lang, als Faustregel kann man sagen "Schnelle Generationsfolge lässt genetische Veränderungen schneller sichtbar werden und bestimmt damit das Schicksal einer Spezies".
Für den Menschen ist noch eine Frage ungeklärt: Wie viele Menschen verträgt der Planet?
Eine näherungsweise Darstellung der Generationen erhält man nur indirekt über die jeweilige Abhängigkeitszahl¹ eines Landes, wobei Abhängigkeit von jüngeren Generationen, von älteren Generationen, oder beidem vorhanden sein können (siehe Legende).
Nach den Schätzungen der Fachwissenschaftler sind wir schon an dem Punkt der Überbevölkerung angekommen, mindestens ist die Verteilung der Lebensgrundlagen nicht so, dass alle geborenen Menschen auch ernährt werden können. Selbst wenn das gegeben wäre, bleibt noch die Frage wie viele Kinder sinnvoller Weise geboren werden sollten - diese Zahl ist, wie man heute weiß, an die Aufklärung und den Wohlstand der Elterngeneration gebunden:
Arme und wenig gebildete Menschen haben mehr Kinder als bei einer Gesamtbetrachtung der Erdbevölkerung sinnvoll erscheint.
¹ ".. The world population will reach 9.9 billion by 2050, up 2.3 billion or 29 percent from an estimated 7.6 billion people now, according to projections by Population Reference Bureau (PRB) included in the 2018 World Population Data Sheet .." [Quelle: http://www.worldpopdata.org/]
Da man niemandem vorschreiben kann wie die gezeugte Kinderzahl sein soll hilft hier nur der Aufklärungs- und Erziehungseinsatz um das Wissen zu erweitern und so die Kinderzahl zu reduzieren.
¹ ".. What Is a Dependency Ratio?
A dependency ratio is the number of people in a dependent age group (those under age 15 or ages 65 and older) divided by the number in the working-age group (ages 15 to 64), multiplied by 100. For instance, a child dependency ratio of 45 means there are 45 children for every 100 working-age individuals .."
Über meine Abneigung gegenüber dem Herrn Weber von der CSU habe ich kein Geheimnis gemacht, warum auch? Nun lese ich in der NZZ [via *krautreporter*], dass der französische Staatschef das ähnlich sieht und es auch offen anspricht - ich habe in dem Auszug oben diese Passage gekennzeichnet. Der Herr Weber ist ein bodenständiger Kleinbürger, fromm katholisch, wie es sich für einen Bayern gehört, der in der CSU Karriere machen wollte. Unter den Blindfischen der CSU war es nicht schwer heraus zu ragen, um dann erfolgreich nach Ämtern zu streben: "Unter den Blinden ist der Einäugige König!". Und der Akzent wenn er Englisch spricht, ein Graus! Fast so wie Öttinger.
Der Herr Macron hat es auf den Punkt gebracht. Was die EVP und Herr Weber einfach nicht verstehen wollen ist die Tatsache, dass sie eine Klatsche von den Wählern bekommen haben. Weil sie an den Interessen der Menschen vorbei regiert und gehandelt haben. Das muss Folgen haben - und eine mögliche Folge ist, jemanden für dieses Spitzenamt "Kommissionspräsident" zu wählen, der Durchsetzungsvermögen und menschliches Handeln bereits bewiesen hat.
Vergleichen Sie mal die Statements dieser beiden (Beide folgende Links führen zu EU-Videos), und ich bin sicher, man erkennt den Unterschied mehr als deutlich:
Ein Provinzler mit Großmannsgehabe und eine Frau von Welt mit seriöser, einnehmender Persönlichkeit - da sollte die Wahl nicht schwer fallen!
Nach der unsinnigen Wieder-wieder-wieder-Vorlage ihres Vorschlages für den Brexit der weder ihr Parlament noch die EU zufriedenstellen konnte und daher zum Scheitern verurteilt war, wurde es Zeit das Possenspiel zu beenden.
Die Krokodilstränen allerdings hätte Frau May sich besser verkneifen sollen:
Die Geschichte wird Frau May als mindestens 'ungeschickt', wahrscheinlich aber als 'unfähig' einschätzen. Alles andere würde mich sehr wundertn.
* The end of May - an allegorically-complex development
(Ü: Das Ende von May - eine allegorisch-komplexe Entwicklung)
Bei dem Namen der britischen Premierministerin bietet sich ein solches Wortspiel geradezu an - wenn es auch dem Herrn nömix bestimmt wieder die Laune verdirbt, es muss sein!
¹»ATOS hilft der Regierung beim Kürzen von Millionen Pfund an Beihilfen für kranke und behinderte Menschen. Wir unterstützen alle, die dagegen ankämpfen, sowie jene ATOS Beschäftigten, die höhere Löhne fordern.«
²".. Mit dem Verlassen der EU, so May, sei in den nächsten Jahren keine Allianz so wichtig wie die mit den USA. Ohne diese, so muss man hinzufügen, verliert das Land weltweit an Einfluss, weil es nicht mehr gemeinsam mit der EU als großer und wirtschaftlich bedeutsamer Block auftreten kann. Überdies will May, dass die USA bei der harten Haltung gegenüber Russland bleibt, wenn Trump Putin besucht .."